SMI im Januar 2011

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Bullish
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SMI im Januar 2011

MarcusFabian wrote:

Bullish wrote:

Was aber auch klar ist: wenn der Staat ein Defizit schreibt, dann schreibt der Privatsektor einen Überschuss.

Stimmt nicht. Alles was Handelsbilanzdefizit ist, fliesst ins Ausland!

Hallo! Auch im Ausland gibt es einen privaten Sektor.

Bullish
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SMI im Januar 2011

MarcusFabian wrote:

1 von 4 Kindern in den USA läuft Gefahr, Hunger zu leiden.

Wenn Kinder in einem zivilisierten Land Hunger leiden, dann geht es verdammt noch mal darum, zu handeln. Und zwar sofort und zum Wohle dieser Kinder.

Ja siehst Du, so schnell verwandelst Du "läuft in Gefahr Hunger zu leiden" in ein "wenn Kinder Hunger leiden ... handeln ... sofort".

Willst Du denn ein Programm starten, um die Kinder jetzt schon ("handeln...sofort") aufzumästen, oder was? Dann wird dieser 1/4 der Kinder bald zu dem 1/3 der Kinder gehören, die übergewichtig sind.

Die USA hat die wohl leistungsstärkste Landwirtschaft der Welt. Dass Kinder in den USA an Hunger leiden, hat genau die gleichen Ursachen wie in der Schweiz: Vernachlässigung durch den Vormund oder eine Katastrophensituation, in der der Zugang zum Kind verunmöglicht wird.

in_God_we_trust
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SMI im Januar 2011

Lieber MF

Ich bewundere Deine Kompetenz in Wirtschaftsfragen! Keine Frage, da habe ich noch Nachholbedarf und Lücken. Was aber Dein allgemeines philosophische Wissen anbelangt, bin ich weniger überzeugt.

Bedenke, "laut Weltbank müssen rund 4 Milliarden Menschen (4/7 der Menschheit) mit weniger als 4$ pro Tag auskommen" (NZZ am Sonntag von heute)!

Wie wollen schon nur wir Schweizer mit einem Durchschnittseinkommen von 6000$ pro Monat, das hier in der Schweiz kaum zum Ueberleben auf mittlerem Niveau reicht, den 4 Milliarden Armen helfen?

Wenns hoch kommt, könnten wir ihnen 4 Milliarden pro Jahr verschenken. Das entspräche dann einer Lohnerhöhung für die Armen von 1$ pro Jahr oder von 0,3 Cents pro Tag. Sie hätten dann statt 4$, 4,003$ in der Tasche, das ist 1 Promille mehr! (Und wir 8 Millionen Schweizer müssten dafür 500 Fränkli pro Jahr und Kopf berappen).

Fazit: Wir sollten aufhören uns zu überschätzen und uns gegenseitig anzulügen. Wir können nichts, aber auch gar nichts schnell verändern, nicht mal die Politiker, geschweige denn wir Bünzlis!

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

Bullish
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SMI im Januar 2011

MarcusFabian wrote:

Denn in der Realität verlieren dennoch weitere Menschen ihre Arbeit,

Klar, aber die Bereinigung ist notwendig. Wenn in den letzten Jahren ein gefühlter Viertel aller Amerikaner sich mit dem Maklern, Bauen, Vertreiben, Finanzieren von Immobilien beschäftigte, muss einmal ein Schnitt kommen. Wird aber vorübergehen.

MarcusFabian wrote:

benötigen Food-Stamps

Zweckgebundene Sozialhilfe. Macht doch Sinn, so wird verhindert, dass Eltern statt Lebensmittel für Kinder, China-Import-Ware kaufen.

MarcusFabian wrote:

haben Zwangsvollstreckungen ihrer Häuser

Ja, nur haften diese Leute nicht für die Kredite, sondern die Häuser tun es. Diese Leute schulden der Bank nichts mehr, sobald sie aus dem Haus raus sind.

MarcusFabian wrote:

oder Betreibungen am Hals.

Wenn es zuviel ist, dann macht man Privatkonkurs. Geht ganz schnell und schmerzlos in den USA. Deshalb sind die Amis auch risikofreudiger, wenn es nicht klapp, dann trägt auch der Gläubiger ein Risiko.

MarcusFabian wrote:

Firmen schliessen, Geschäftsimmobilien stehen leer und

Soll denn weiter von dem produziert und verkauft werden, was keiner kaufen will oder kann?

Ich glaube, Du fokusierst Dich zu sehr auf das Fieber, statt den Infekt zu behandeln!

MarcusFabian wrote:

die Produktion wird weiter nach China ausgelagert.

Ja, denn das Zusammenschrauben eines Iphone 4 bringt 500 USD/mo Einkommen während das Design/Marketing des neuen Iphone 5 25'000 USD/mo bringt.

MarcusFabian wrote:

Da können die Zahlenkünstler noch so schön jonglieren!

Ich glaube, Du beschreibst einfach den Kapitalismus.

Bullish
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in_God_we_trust wrote:

Lieber MF

Bedenke, "laut Weltbank müssen rund 4 Milliarden Menschen (4/7 der Menschheit) mit weniger als 4$ pro Tag auskommen" (NZZ am Sonntag von heute)!

Aber vergiss nicht, dass der grösste Teil der Welt den Kapitalismus nicht kennt und noch Subsistenzwirtschaft ( http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstversorgung ) betreibt und seine Lebensmittel selber oder in einem kleinen Dorfverband herstellt. Diese Leute bedürfen fast keinen externen Leistungen und stellen auch fast nichts her, was extern nachgefragt würde. Erst in Krisensituationen geht es ihnen dann schnell sehr schlecht. Aber dies ist ja gerade die Wirtschaftsform, die soviele wieder zurückwollen!

in_God_we_trust wrote:

Wie wollen schon nur wir Schweizer mit einem Durchschnittseinkommen von 6000$ pro Tag, das hier in der Schweiz kaum zum Ueberleben auf mittlerem Niveau reicht, den 4 Milliarden Armen helfen?

Es gibt 2 Möglichkeiten:

1.) Sie ihr Leben leben lassen und in Extremsituationen mit Hilfsaktionen das Überleben sichern.

2.) Sie in das kapitalistische Sistem reinholen, dh Nation Building, Einbindung und Kontrolle durch internationale Räte und Organistationen.

fritz.
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SMI im Januar 2011

in_God_we_trust wrote:

Lieber MF

Ich bewundere Deine Kompetenz in Wirtschaftsfragen! Keine Frage, da habe ich noch Nachholbedarf und Lücken. Was aber Dein allgemeines philosophische Wissen anbelangt, bin ich weniger überzeugt.

Was hat den Moral, Verantwortungsbewusstsein und Nächstenliebe mit Philosophie zu tun?

in_God_we_trust wrote:

Wir können nichts, aber auch gar nichts schnell verändern, nicht mal die Politiker, geschweige denn wir Bünzlis![/size]

Und weil du nicht gleichzeitig allen Menschen der Welt helfen kannst, hilfst du gar keinem und verurteilst noch diejenigen, die es versuchen. Tolle Einstellung!!

Wenn du wüsstest, wieviel Freude es macht, anderen Freude zu bereiten, würdest du vielleicht deine menschenverachtende Einstellung ändern.

Gruss

fritz

MarcusFabian
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SMI im Januar 2011

Bullish wrote:

MarcusFabian wrote:

benötigen Food-Stamps

Zweckgebundene Sozialhilfe. Macht doch Sinn, so wird verhindert, dass Eltern statt Lebensmittel für Kinder, China-Import-Ware kaufen.

Ich habe nichts gegen das Foodstamp Programm. Im Gegenteil, ich halte es für eine (leider) notwendige Hilfe.

Was mich allerdings zu tiefst ärgert ist, dass das Foodstamp Programm gekürzt werden soll, während die von GWB eingeführte Steuererleichterung für Superreiche bestehen bleibt. Auch am Schulsystem wird gespart.

Das ist - gelinde gesagt - am falschen Ende gespart, denn ein hungriges Kind kann nicht lernen und eine schlecht ausgebildete junge Generation gefährdet Wirtschaft und Wohlstand von übermorgen.

Ähnliches 2005 nach dem Katrina über New Orleans gefegt ist: Menschen sterben, weil die für die Evakuierung notwendigen Helikopter im Irak eingesetzt werden. Eine klare Fehlallokation von Ressourcen, oder?

Warum wird ein Helikopter eingesetzt, um im Irak Menschen zu töten, statt um in der Heimat eigene Menschen zu retten?

Die Banken-bailouts gehen in die selbe Richtung: Menschen, die sich ihr Häuschen nicht mehr leisten können, wird es per Zwangsversteigerung weggenommen und gehört der Bank. Die Bank kann damit nichts anfangen, das Haus steht leer und wird evtl. sogar abgerissen. Der ehemalige Besitzer lebt nun entweder zur Miete oder in einem Zeltdorf, wenn er auch den Job verloren hat. So entstehen ganze Geister-Siedlungen.

Den Banken wird dabei mit TARP unter die Arme gegriffen.

Warum nicht von Anfang an den Häuslebesitzern unter die Arme greifen, damit die schon im ersten Schritt ihre Häuser gar nicht verlieren? Ein Bank-Bailout wäre dann ebenfalls nicht möglich. Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Also wer bekämpft hier nur die Symptome statt der Ursachen?

in_God_we_trust
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Bullish wrote:

in_God_we_trust wrote:

Wie wollen schon nur wir Schweizer mit einem Durchschnittseinkommen von 6000$ pro Tag, das hier in der Schweiz kaum zum Ueberleben auf mittlerem Niveau reicht, den 4 Milliarden Armen helfen?

Es gibt 2 Möglichkeiten:

1.) Sie ihr Leben leben lassen und in Extremsituationen mit Hilfsaktionen das Überleben sichern.

2.) Sie in das kapitalistische Sistem reinholen, dh Nation Building, Einbindung und Kontrolle durch internationale Räte und Organistationen.

Beide Möglichkeiten sind gut. Je nach dem. Etwas aufzwingen oder sogar zwangsernähren möchte ich niemanden. Wer zufrieden ist und sein Leben leben will, gut! Wer sich helfen lassen will, dem soll man helfen, aber zu den Bedingungen des Gebers und nicht des Empfängers. Sonst soll er es lassen.

Aber mit all diesem lässt sich nichts sofort bewegen. Das braucht Zeit, nämlich 50 Jahre und mehr. Aber ich bin zuversichtlich, dass das Wort "Hunger" in spätestens 100 Jahren kaum noch jemand kennen wird. So Gott will.

Und wir brauchen fast gar nichts zu tun. Denn alles ist bestens aufgegleist. Wir müssen nur darauf bedacht sein, nichts kontraproduktives zu tun. Z.B. alle Personen- oder Sachbeschädigungen sind kontraproduktiv und sollten unterlassen werden.

Das hat schon Göthe gesagt: Wenn Du nichts Gutes tun kannst, dann tu wenigstens nichts Schlechtes!

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

Bullish
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SMI im Januar 2011

MarcusFabian wrote:

Was mich allerdings zu tiefst ärgert ist, dass das Foodstamp Programm gekürzt werden soll, während die von GWB eingeführte Steuererleichterung für Superreiche bestehen bleibt. Auch am Schulsystem wird gespart.

Das ist - gelinde gesagt - am falschen Ende gespart, denn ein hungriges Kind kann nicht lernen und eine schlecht ausgebildete junge Generation gefährdet Wirtschaft und Wohlstand von übermorgen.

Ja, das ist dann Innenpolitik und die USA sind eine Demokratie. Wenn die Mehrheit solche Politiker wählt, dann muss das so akzeptiert werden.

MarcusFabian wrote:

Ähnliches 2005 nach dem Katrina über New Orleans gefegt ist: Menschen sterben, weil die für die Evakuierung notwendigen Helikopter im Irak eingesetzt werden. Eine klare Fehlallokation von Ressourcen, oder?

Warum wird ein Helikopter eingesetzt, um im Irak Menschen zu töten, statt um in der Heimat eigene Menschen zu retten?

Nun, Helikopter kann man nicht so schnell um die Welt schicken. Die USA sind immer noch die schnellsten und effektivsten, wenn eine Katastrophe zu bewältigen ist. Katrina ist ein schlechtes Beispiel.

Dazu ist die Aussage polemisch, dass die USA im Irak Helikopter einsetzten, um zu töten. Möchten sie denn töten, bräuchten sie einen Tag, nein, ein paar Stunden und der Irak wäre zerstört. Die USA hat aber ein UNO-Mandat.

Liess http://www.amazon.de/S%C3%B6hne-Weltmacht-Terror-Aufstieg-Nationen/dp/32... und Du findest einen wichtigen Treiber für die Probleme im Irak und Afghanistan, aber auch für das drohende Chaos in Tunesien und Jemen und die Teilung des Sudans.

Ob und wie eingegriffen werden soll, ist dann eine Frage der Politik.

MarcusFabian wrote:

Die Banken-bailouts gehen in die selbe Richtung: Menschen, die sich ihr Häuschen nicht mehr leisten können, wird es per Zwangsversteigerung weggenommen und gehört der Bank. Die Bank kann damit nichts anfangen, das Haus steht leer und wird evtl. sogar abgerissen. Der ehemalige Besitzer lebt nun entweder zur Miete oder in einem Zeltdorf, wenn er auch den Job verloren hat.

Der Besitzer verliert nur das, was er einbezahlt hat. Oft waren diese Buden zu 120% beliehen, da hat der Besitzer sogar 20% gewonnen, wenn er die Schlüssel abgibt. Da wird niemandem was weggenommen, die die das glauben, haben nicht gecheckt, dass das Haus gar nie ihnen selbst gehört hat.

Wenn man sich ein Haus nicht leisten kann oder will, dann wohnt man halt zur Miete. Geht mir auch so.

MarcusFabian wrote:

So entstehen ganze Geister-Siedlungen.

Ist nichts neues. Auch war Detroit schon vor dieser Krise verkommen. Ebenso die Gebiete südlich von Chicago auf Indiana Territorium, wo die Anlagen von U.S. Steel liegen.

MarcusFabian wrote:

Den Banken wird dabei mit TARP unter die Arme gegriffen.

Warum nicht von Anfang an den Häuslebesitzern unter die Arme greifen, damit die schon im ersten Schritt ihre Häuser gar nicht verlieren? Ein Bank-Bailout wäre dann ebenfalls nicht möglich. Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Weil jene im Kapitalismus untergehen, die an erster Stelle versagt haben und das sind nun mal die Hausbesitzer.

So ist es auch in der Schweiz: hat sich Dein Arbeitgeber verspekuliert und Du verlierst den Job, dann macht es keinen Sinn, den Arbeitgeber weiter zu unterstützen, sondern Du wirst unterstützt.

Bei den Banken ebenso: die Hausbesitzer haben die Lage falsch eingeschätzt und werden wirtschaftlich bestraft. Sogar die Verleiher wurden wirtschaftlich bestraft, weil sie ihren Job nicht richtig gemacht haben, zB Countrywide ( http://de.wikipedia.org/wiki/Countrywide_Financial ) - irgendwo wird aber der Riegel geschoben werden müssen und logischerweise geschah dies bei den Banken, die die Gegenrisiken trugen. Die meisten begingen einen Fehler, als sie sich auf Ratings verliessen, aber das System sieht vor, dass man sich auf die Ratings verlassen kann.

Wie könnte denn ich Dich beschuldigen, wenn Dir Dein Arzt etwas wegamputiert, das gar nicht amputiert hätte werden sollen? Nur weil Du leichtsinnigerweise auf den Arzt gehört hast? Nein, unser System sieht vor, dass Du Dich auf den Arzt verlassen kannst.

So versuchte man auch mit den Bailouts zu verfahren: alle Financials, die relativ Nahe an der Verursachung standen, sind verschwunden. Diejenigen, die die Gegenrisiken hielten und somit auf der richtigen Seite des Marktes standen, wollte man retten.

Hätte man es völlig konsequent nicht getan, dann hätten sämptliche geleveragten Assest mit dem vorhanden Bargeld aufgekauft werden können. Häuser in der Schweiz wären wohl auf ein paar Tausend Franken runtergefallen... Gold wäre auch sehr billig geworden. Das wäre dann der Meltdown gewesen.

Natürlich hätte auch Dein Vorschlag gewirkt, dann würde Countrywide noch heute ihre lausige Bude führen, aber einige Leute würden dann Häuser geschenkt kriegen. Das wäre politisch undenkbar gewesen.

MarcusFabian wrote:

Also wer bekämpft hier nur die Symptome statt der Ursachen?

War die Ursache Hauskäufer, die sich ihr Haus nicht hätten leisten können und Kreditgeber, die das unterstützt haben. Andere Banken haben dann - auf Ratings vertrauend - diese Kredite übernommen und Sparer hielten ihre Ersparnisse auf diesen Banken?

Oder war die Ursache die laxe FED Politik und die ungenügende Durchsetztung und Kontrolle der geltenden Gesetze und Regulierungen bei der Kreditvergabe?

Deine Frage ist berechtigt.

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fritz wrote:

in_God_we_trust wrote:
Wir können nichts, aber auch gar nichts schnell verändern, nicht mal die Politiker, geschweige denn wir Bünzlis![/size]

Und weil du nicht gleichzeitig allen Menschen der Welt helfen kannst, hilfst du gar keinem und verurteilst noch diejenigen, die es versuchen. Tolle Einstellung!!

Wenn du wüsstest, wieviel Freude es macht, anderen Freude zu bereiten, würdest du vielleicht deine menschenverachtende Einstellung ändern.

Gruss

fritz

Ich weiss. Und ich will Dir Deine schöne Freude nicht nehmen! Sorry, so hab ich es nicht gemeint. Du darfst sehr wohl dem Mitmenschen Freude machen. Wer bin ich übrigens, Dir zu sagen, was Du tun darfst und was nicht?

Ich verurteile niemanden, der seinem Nächsten hilft, aus welchen Motiven auch immer. Was mir nicht gefällt, ist die dauernde Aufforderung an andere dies zu tun. Jedem ist es freigestellt zu helfen oder nicht zu helfen. Mit Werken allein wird man noch nicht gerechtgesprochen, sondern ebensosehr durch den Glauben und die Gnade Gottes (kannst Du in den Apostelgeschichten nachlesen).

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

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SMI im Januar 2011

@Bullish

Ich bewundere Deinen gesunden Menschenverstand! Biggrin

Und ich bin auch bullish, zumindest was den Wohlstand der Welt betrifft! Smile

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

MarcusFabian
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SMI im Januar 2011

Bullish wrote:

Ja, das ist dann Innenpolitik und die USA sind eine Demokratie. Wenn die Mehrheit solche Politiker wählt, dann muss das so akzeptiert werden.

Wobei man gerechter Weise anmerken muss: "Der Obama, den das amerikanische Volk gewählt hat ist nicht der Obama, den es bekommen hat" Blum 3

Bullish wrote:

Die USA sind immer noch die schnellsten und effektivsten, wenn eine Katastrophe zu bewältigen ist. Katrina ist ein schlechtes Beispiel.

Nun, GWB hat den erfahrenen FEMA-Chef abgesetzt und durch einen Saufkumpanen ersetzt, der keinerlei Erfahrung mit Krisenbewältigung hatte.

Aber Du hast recht, ich war da ziemlich polemisch.

Nichts desto trotz dürfte es nur 1-2 Wochen dauern, eine Schiffsladung Helis aus dem Irak nach Hause zu holen.

Bullish wrote:

Wenn man sich ein Haus nicht leisten kann oder will, dann wohnt man halt zur Miete. Geht mir auch so.

Einverstanden. Wobei Fehler auf allen Ebenen gemacht wurden: Von unten nach oben:

Joe Sixpack, der sich den Kredit hat aufschwatzen lassen, den er sich nicht leisten kann,

dem Morgage-Broker, der nur seine Provision im Auge hatte,

der Bank, die den Kredit gewährt hat,

der Grossbank, die unbesehen Hypotheken gebündelt und mit einem AAA-Rating versehen hat,

die Pensionskasse, die sich solche Pakete gekauft hat und natürlich auch

die FED, die dieses Treiben durch ihre Geldpolitik erst ermöglicht hat.

Man kann darüber diskutieren, ob es überhaupt sinnvoll war, dass der Staat mit Steuergeldern in dieses Geschehen eingreift und bailouts verteilt. Aber wenn schon, warum dann nur auf Ebene der Banken und nicht noch eine Stufe weiter unten, direkt bei Joe Sixpack?

Überlegen wir mal:

* Bei einer Zwangsversteigerung verliert ein Haus an Wert. Das heisst, dass der Marktpreis aller ähnlichen Häuser in derselben Siedlung ebenfalls an Wert verlieren. Somit geraten auch deren Besitzer mit der Hypothek unter Wasser, obschon sie noch einen Job haben und sich ihr Häuschen eigentlich leisten könnten.

* Werden in einer Siedlung mehrere Häuser zwangsversteigert (vielleicht 30%) und stehen leer, dann wird es für die Gemeinschaft teurer, die gemeinsame Infrastruktur aufrecht zu erhalten: Spielplätze, Strassen, den gemeinsamen Pool. Und evtl. wird der lokale Tante-Emma-Laden schliessen müssen, weil sein Umsatz zurück geht.

Dies wiederum motiviert mehr und mehr Leute, ebenfalls ihr Haus zu verkaufen und wegzuziehen. Ein Teufelskreis, der mit Geistersiedlungen enden kann.

* Ein bailout des Immobesitzers würde nicht bedeuten, dass ihm der Staat seine Hütte finanziert. Aber vielleicht, dass er nur so viel bezahlen muss, wie er sich leisten kann. Den Rest würde der Staat übernehmen. Damit wäre das Haus zumindest weiter bewohnt, obenstehende Teufelskreisläufe gebremst, das Ganze wäre für den Staat billiger und die Lebensqualität für die Betroffenen besser.

Wie gesagt, keine ideale Lösung aber besser als das was derzeit abgeht.

Teilweise werden die Zwangsversteigerten Häuser durch ihre ex-Besitzer zerstört. So nach dem Motto: "Wenn ich es nicht haben kann, soll es keiner haben".

http://www.youtube.com/watch?v=hZbBvcRvnDE

Teilweise werden Häuser auch durch die Banken abgerissen, weil sie sich den Unterhalt nicht leisten können:

http://www.youtube.com/watch?v=ZsgOaCZ2Lag

In beiden Fällen also eine sinnlose Zerstörung von Ressourcen.

Popeye.
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SMI im Januar 2011

Ich möchte hier niemand den Sonntag abend vermiesen, aber ich glaube nächste Woche dürfte wieder eine abenteuerliche Woche werden.

Den Auftakt dazu hat gleich die EU selber gelegt:

Spiegel Online wrote:

Neues Strategiepapier

EU fürchtet Verschlimmerung der Euro-Krise

Europa kämpft gegen die Schuldenkrise - doch die EU-Kommission ist pessimistisch: Nach SPIEGEL-Informationen rechnen Experten von Kommissar Rehn damit, dass sich die Spannungen in der Währungsunion verschärfen. Sie präsentieren einen Schlachtplan gegen das Finanzdrama.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,739661,00.html

Ich glaube an der Wallstreet ist nach dieser Nachricht der Champagner in strömen geflossen und die Ratingagenturen fangen schon mal mit Bleistift spitzen an. - Allerdings fragt sich der unbeteiligte Aktionär schon, was diese Aktion jetzt soll? Die letzten auktionen sind doch relativ gut verlaufen und die Auswirkungen auf die Börsen war neutral bis positiv.

Ist dieser Beitrag der Kommission einfach nur so veröffentlicht worden (eventuell ein kleiner Hinterbänkler, der auch mal mit den Journalisten reden wollte?), oder stecken da wirtschaftliche (billiger Euro=guter Export), politische (EU Komission mehr Geld=mehr Macht und Einfluss) oder Finanztechnische Interessen?

Oder wollen sie mit einer kleinen Information die Auswirkungen des Ernstfalles (den sie schon kennen) etwas abschwächen??? :shock:

Auf jeden Fall... einmal mehr gilt: Stop-Loss, jetzt oder nie Wink In diesem Sinne - ein gute und erfolgreiche Woche. 8)

"Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler." -- Kenneth Boulding

orangebox
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SMI im Januar 2011

Meine Güte Marcus da hast du wieder ganze Arbeit geleistet heute wohl auf Hochtouren gewesen,schade mein Wochenende war ziemlich dem Alkohol bez. deren Verarbeitung am Tag danach gewidmet interessante Diskussion verpasst,hier gibts es von Zeit zur Zeit "Schübe" die sind so richtig interessant.

querschuesse.de

Bullish
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SMI im Januar 2011

MarcusFabian wrote:

Überlegen wir mal:

* Bei einer Zwangsversteigerung verliert ein Haus an Wert. Das heisst, dass der Marktpreis aller ähnlichen Häuser in derselben Siedlung ebenfalls an Wert verlieren. Somit geraten auch deren Besitzer mit der Hypothek unter Wasser, obschon sie noch einen Job haben und sich ihr Häuschen eigentlich leisten könnten.

Stimmt. Das ist der entscheidende Punkt, der die Kreditvergabe und somit eigentlich die Geldmenge im weitesten Sinn bestimmt.

Wo wird das in der Quantitätsgleichung berücksichtigt?

Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit = Preisniveau * Gütermenge

Und nun zur "inflationsneutralen" Geldschöpfung in der Gegenwart: es müssen sich nur die Preise einiger weniger gehandelter Assets deutlich nach oben bewegen, um die Grundlage einer Kreditschöpfung zu schaffen, wie wir sie noch nie gesehen haben. Oder nicht? Ich weiss es nicht und kann es nur erahnen. Aber die Quantitätsgleichung impliziert, dass irgend ein Markt für eine Gütermenge geräumt wird... das ist doch Unsinn, denn so wie einige zwangsvollstreckte Hütten die Kreditgrundlage für Billionen vernichten, kann im umgekehrten Fall eine riesige Kreditgrundlage geschaffen werden.

Wo wird denn dieser Mechanismus bedacht?

Und wo wird bedacht, dass Kredite, die lediglich zum Treiben von Preisen verwendet werden, nie in neue Investitionen und Entwicklungen fliessen werden, aber gleichzeitig die Rendite von Neuinvestitionen konkurrieren? (Also: wenn Kredite zum Goldkauf benutzt werden und so den Goldpreis 25% im Jahr nach oben treiben, wieso sollte dann in einen neuen Produktionsbetrieb investiert werden, der nur 15% Rendite verspricht?)

liska
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@ MF. Lol he bist besoffen - oder hast gold geraucht ?

???-was soll das mit der gaunerbande da oben,

???-die niemand gesehen hat, und warum zeigen die sich nicht ?

:roll: "wo ist dein gott und jesus" zwei halunken die zuschauen wenn ihre vertreter sich hinter seldsame gewänder verstecken,

:cry: gespendete kohle-klauen, keine steuer- zahlen und kriege anheizen und das alles im namen gottes

:twisted: die kirchen-pfapfen arme kinder groszügig ein stückchen brot und almosen gibt

:oops: und dafür müssen sie dann als gottes dank ihr kinder fütli hinhalten.

:!: alle pädophilen-gottesvertreter sofort deren eier im schraubstock einspannen, driller entfernen ein messer hinlegen,

Wink und anschliesend hütte anzünden im gottes namen, AMEN!

.

Der Fuchs ist schlau und wartet im Bau

MarcusFabian
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SMI im Januar 2011

liska wrote:

@ MF. Lol he bist besoffen - oder hast gold geraucht ?

Hä???

Bist Du sicher, dass nicht Du derjenige bist, der was ungesundes geraucht hat?

liska
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SMI im Januar 2011

MF

Lol war in der kirche zuviel weirauch oder wein ?

Wink eröffne doch ein göttliches forum-kaserli wenn gott angefressen bist, vieleicht opfert jemand gold

:roll: AMEN

.

Der Fuchs ist schlau und wartet im Bau

Dr.Zock
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@ Füchsli

Genau, AMEN !!!

Und jetzt zurück zur Börse. Denn schliesslich verrichtet diese "Gottes Werk". Zumindest der " Blankfein "

Zocki Lol

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

tukaka
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Neu auf cash.ch "in_god_we_trust bibelforum"

Der religiöse Müll hier drin ist ja kaum auszuhalten.

Ich habe für die Behandlung aller religiösen und freikirchlichen Fragen unter "Politik und Wirtschaft" einen neuen Thread eröffnet und bin euch dankbar, wenn ihr euch betreffend Religion, Freikirche oder Sekten dort unterhaltet.

Besten Dank.

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.

George Orwell

MarcusFabian
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SMI im Januar 2011

Einen Bibelthread gibt's - soweit ich mich erinnere - bereits.

@Karat,

Ich teile Deinen Optimismus betr. SMI nicht so ganz: Die Indizes haben sich in den letzten beiden Wochen vorbildlich nach Saisonalität verhalten und die besagt, dass die ersten beiden Januar-Wochen immer steigende Kurse sehen (weil dann die 13. Monatslöhne und PK-Zahlungen zu einem erhöhten Investitionsbedarf der PK's führen) und danach ist erst mal Januarloch angesagt.

Der SMI hat auch punktgenau Mitte Januar ein Zwischenhoch gebildet. Deshalb rechne ich für die laufende Woche eher für sinkende Kurse, wenn auch nicht dramatisch.

Allgemein dürften die Aktien aber die nächsten Wochen tendenziell eher steigen als fallen.

Positiv ist sicherlich, dass Portugal problemlos neue Staatsanleihen platzieren konnte und nicht - wie befürchtet - unter den Europäischen Rettungsschirm fliehen musste. Entsprechend hat sich der Euro erholt und somit sind auch Schwächungsaktionen gegen den Franken im Moment vom Tisch.

fritz.
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Bullish wrote:

Dazu ist die Aussage polemisch, dass die USA im Irak Helikopter einsetzten, um zu töten. Möchten sie denn töten, bräuchten sie einen Tag, nein, ein paar Stunden und der Irak wäre zerstört. Die USA hat aber ein UNO-Mandat.

Habe ich da etwas verpasst??? :? :?

Gruss

fritz

Bullish
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fritz wrote:

Bullish wrote:

Dazu ist die Aussage polemisch, dass die USA im Irak Helikopter einsetzten, um zu töten. Möchten sie denn töten, bräuchten sie einen Tag, nein, ein paar Stunden und der Irak wäre zerstört. Die USA hat aber ein UNO-Mandat.

Habe ich da etwas verpasst??? :? :?

zB:

Quote:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,488482,00.html

14.06.2007

Uno

Sicherheitsrat verlängert Mandat für Irak-Einsatz

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Mandat für den Irak-Einsatz verlängert. Die Regierung in Bagdad hatte dafür geworben.

New York - Nach ausdrücklichem Wunsch der Regierung in Bagdad habe das höchste Uno-Gremium für eine Fortsetzung der US-geführten Mission gestimmt, erklärte der belgische Ratsvorsitzende, Johan Verbeke.

[...]

Die Kriegserklärung geschah durch den Präsidenten, weil die UNO ein Mandat übertragen hatte und da vorher eine Abstimmung im US-Kongress stattfand, ob bei Übertragung eines Mandates der Krieg erklärt werden solle, sah man damit den Präsidenten als ermächtigt an.

Diese Vorgehensweise ist aber umstritten, denn der Krieg müsste vom Kongress erklärt werden, dh einige sind der Ansicht, dass nach Erteilung des UNO-Mandates eine weitere Abstimmung im Kongress hätte stattfinden sollen, weil es illegal wäre, dem Präsidenten eine Art Blanko-Cheque für die Kriegserklärung zu übertragen.

Dies ist ja einer der Hauptgründe für das Entstehen der Tea Party und einer der Kritikpunkte von Ron Paul: Der Irakkrieg wird als illegal betrachtet, weil er vom Kongress nie ausdrücklich erklärt wurde. Die USA erhielt von der UNO ein Mandat aufgrund der lausigen Präsentation der Beweise, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitze. Du erinnerst Dich doch an Colin Powell.

Hier die Sicht des konservativen Republikaners R. Paul vor dem Irakkrieg:

http://www.youtube.com/watch?v=8TZ5cpaPlf4

http://en.wikipedia.org/wiki/Iraq_Resolution#U.S._law

Neu-SG
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SMI im Januar 2011

wann gehts mal wieder runter, muss wieder ABB kaufen.... Kurs 20 Fr. wär perfekt

fritz.
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SMI im Januar 2011

Ok, danke, Bullish. Habe ich nicht gewusst.

Gruss

fritz

Ramschpapierhaendler
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Re: Wirklich eine arme Sau, wer mit 6000$ pro Tag auskommen

anser wrote:

Die Militärausgaben sind die Pyramiden der Amerikaner...

Im Gegensatz zu den Militärausgaben sind die Ausgaben für die Pyramide befristet. Sobald das Fundament gesetzt ist, weiss man, auf welcher Höhe sie fertig sein wird.

MarcusFabian
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SMI im Januar 2011

Bullish wrote:

Die Kriegserklärung geschah durch den Präsidenten, weil die UNO ein Mandat übertragen hatte

Das ist falsch!

Die USA haben von der UNO keine Resolution erhalten, die den Krieg erlauben würde:

In 2003, the governments of the U.S., Britain, and Spain proposed another resolution on Iraq, which they called the "eighteenth resolution" and others called the "second resolution." This proposed resolution was subsequently withdrawn when it became clear that several permanent members of the Council would cast no votes on any new resolution, thereby vetoing it. [1] Had that occurred, it would have become even more difficult for those wishing to invade Iraq to argue that the Council had authorized the subsequent invasion.

(http://en.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Security_Council_and_the_Iraq_War)

Kurz übersetzt: Die USA haben es gar nicht erst versucht, bei der UNO ein Mandat für eine Kriegserklärung zu bekommen, weil man praktisch wusste, dass diese abgelehnt würde. Dann wäre es noch schwieriger gewesen, den Krieg zu beginnen.

Was es gab, war die Resolution 1441, vom November 2002, die festhält, dass der Iraq keine Massenvernichtungswaffen haben dürfe und US Inspektoren ins Land lassen muss. Dass der Iraq keine weiteren Waffenkäufe tätigen dürfe und es ansonsten weitere Sanktionen und Konsequenzen geben könne.

Diese Resolution haben die USA als Kriegs-Grund genommen, weil man ja scheinbar sicher war, dass der Iraq gegen Resolution 1441 verstösst und sogar Nukis baut.

Wie wir mittlerweile wissen, war das aber erstunken und erlogen.

Bullish
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SMI im Januar 2011

fritz wrote:

Ok, danke, Bullish. Habe ich nicht gewusst.

Gruss

fritz

Nein, Du hattest schon recht, das Mandat erfolgte viel später.

Bullish
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SMI im Januar 2011

MarcusFabian wrote:

Was es gab, war die Resolution 1441, vom November 2002, die festhält, dass der Iraq keine Massenvernichtungswaffen haben dürfe und US Inspektoren ins Land lassen muss. Dass der Iraq keine weiteren Waffenkäufe tätigen dürfe und es ansonsten weitere Sanktionen und Konsequenzen geben könne.

Diese Resolution haben die USA als Kriegs-Grund genommen, weil man ja scheinbar sicher war, dass der Iraq gegen Resolution 1441 verstösst und sogar Nukis baut.

Wie wir mittlerweile wissen, war das aber erstunken und erlogen.

Das stimmt schon, aber nach Anglo-Auslegung ist das nicht so klar.

Klar ist, dass es keinen ausdrücklichen Beschluss im Sicherheitsrat gab und auch keine ausdrückliche Kriegserklärung durch den Kongress, obwohl die "Authorization for Use of Military Force Against Iraq Resolution of 2002" als solche gedeuted werden kann.

Weder Sicherheitsrat noch Kongress haben allerdings einen Beschluss gegen den Krieg erlassen, was wegen des Vetorechts im Falle der UNO nicht möglich gewesen wäre.

Trotzdem hatte ich die Sache mit C. Powell falsch im Kopf, ich dachte tatsächlich, die 1441er Resolution hätte ausgereicht, und zwar nicht nur für die "Willigen".

in_God_we_trust
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Re: Wirklich eine arme Sau, wer mit 6000$ pro Tag auskommen

anser wrote:

in_God_we_trust wrote:

Wie wollen schon nur wir Schweizer mit einem Durchschnittseinkommen von 6000$ pro Tag, das hier in der Schweiz kaum zum Ueberleben auf mittlerem Niveau reicht, den 4 Milliarden Armen helfen?

Aber noch zu den Militärausgaben:

Immerhin sind das Arbeitsplätze, im Hochtechnologiebereich und in der Industrie...ich sähe schon auch intelligentere Ausgabemöglichkeiten für die Milliarden...aber es ist wie immer nicht so einfach:

Die Ägypter hatten dazumal ähnliche Probleme, als sie im fruchtbaren Niltal diesen Produktivitätsschub entwickelt hatten: Was sollten all die arbeitslosen Bauern nun machen?

Sie kamen auf die Idee mit den Pyramiden...

Die Militärausgaben sind die Pyramiden der Amerikaner...

Ups, sorry, ich meinte natürlich 6000$ pro Monat!

Guter Vergleich mit den Pyramiden. Ich würde die Pyramiden auch mit dem europäischen und schweizerischen Sozialsystem vergleichen. Gelder, die bei uns in den erfolgreichen Industrie- und Dienstleistungsbetrieben mit Fleiss und mit Entbehrungen von den einen erwirtschaftet werden, fliessen ins Sozialsystem, wo damit eine Bürokratie unterhalten wird, die damit unproduktive Menschen finanziert und deren Vermehrung fördert.

Sorry, musste mal gesagt werden. Ich weiss, dass jetzt ein Schwall der Entrüstung folgen wird. :oops: :roll:

(Ich gebe ja zu, das ist jetzt die rechte Sicht und damit Partei. Die Wahrheit aber liegt oft in der Mitte. Sicher aber auch nicht links!)

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

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