Atomenergie; Wie weiter? Ausstieg oder .....................

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mach3
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weico hat am 29.11.2014 - 20:20 folgendes geschrieben

Die IWSB-Studie zerpflückt diese unglaubwürdige "Energiestrategie 2050" auf's herrlichste  :

http://www.iwsb.ch/fileadmin/dokumente/studien/de/Studie_Energiewende205...

 

Danke für diesen Link, da steht wirklich alles detailliert drin!

Ein Auszug aus Seite 40 des PDF's:

Ob das Label „Energiestadt“ gut fürs Image, fürs Portemonnaie und für kommendeGenerationen ist, darf zu Recht bezweifelt werden. Das Label„Energiestadt“ umfassteine Liste mit 79 Massnahmen, welche von Leuchtturmprojekten, die weit über die Re-gion ausstrahlen, bis zur Beschränkung der Parkplatzzahl reichen und selbst den Bio-landbau finanziell unterstützen wollen. Es handelt sich um ein grosses ideologischesUmerziehungsprogramm der Bevölkerung auf sanften Pfoten, gesteuert durch Energie-Schweiz. Unter dem Titel „Veranstaltungen, Kampagnen“ werden in der erwähntenListe in Punkt 4.4.3 auch Schulen und Kindergärten aufgeführt: „Die Gemeinde arbeitetmit Schulen und Kindergärten zusammen, um Energieprojekte und Energiesparwochenin Schulen und Kindergärten durchzuführen“. Vermutlich sollen mittels Gehirnwäscheneue „Helden des Energiesparens“ (analog zu den „Helden der Arbeit“ in der DDR)herangezüchtet werden, um die einzig richtige Botschaft weiter und tiefer in die Bevöl-kerung hinein zu tragen und zu verinnerlichen.   

Elias
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Die Energiestadt Rapperswil-Jona ist gut unterwegs!

Aufgrund der fortschrittlichen Energiepolitik erhielt Rapperswil-Jona im Jahre 2009 das Label Energiestadt. 2011 erarbeitete die Stadt ein ganzheitliches Energiekonzept. Mit diesem legt Rapperswil-Jona seinen Zielpfad als Energiestadt fest. Rapperswil-Jona will die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft ansteuern und seinen Beitrag zur Erreichung der damit verbundenen Klima- und Energieziele leisten.

http://www.rapperswil-jona.ch/dl.php/de/523999c711856/Faktenblatt_Energi...

 

 

Die Energiestadt Rapperswil-Jona weist den Weg in eine nachhaltige Zukunft

Die fortschrittliche Energiepolitik von Rapperswil-Jona findet national Anerkennung: Die Stadt wird für ihre Leistungen für eine nachhaltige Energiezukunft zum zweiten Mal mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet.

Um das Label Energiestadt zu erlangen, müssen mindestens 50 Prozent der möglichen Massnahmen umgesetzt sein. Rapperswil-Jona hat dieses Ziel mit 59 Prozent erreicht.

http://www.rapperswil-jona.ch/de/verwaltung/aktuellesinformationen/newsa...

 

 

 

Wie schon gepostet: wir haben den Energieverbrauch privat von 10'083 kWh im 2013 auf 9'102 kWh kWh im 2014 gesenkt

 

Man kann die Spar-Anstrengungen schlechtreden. Aber es sind ja genau die Sachen, die die Schlechtredner in anderen Postings vom Staat oder der Wirtschaft gefordert haben: Effizienzsteigerung.

 

 

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mach3
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Hans Rudolf Lutz, alt Kantonsrat SVP, Lostorf

 

schreibt in einem Leserbrief folgendes:

 

06.01.2015, Oltner Tagblatt

Ein Referendum gegen die Demontage der Schweizer Stromversorgung tut not

Die grossen Fragen zur Jahreswende

In der «Schweiz am Sonntag» vom 28. Dezember wurden 10 grosse Fragen, die uns im neuen Jahr beschäftigen werden, von je einer kompetenten Person diskutiert. Eine interessante und gute Artikelfolge. Neben durchaus zentralen Fragen standen jedoch meines Erachtens auch Banalitäten wie «Warum sind wir süchtig nach TV-Serien?», «Kann Roger Federer nochmals die Nr. 1 werden?», «Macht Älterwerden unglücklich?» zur Diskussion. Hätte man da nicht bessere respektive wichtigere Fragen finden können? Wie zum Beispiel «Ist Sterbehilfe der richtige (Aus)weg?» oder «Ist Raumforschung in der gegenwärtigen Form sinnvoll?» oder, was mir persönlich speziell als sehr wichtig erscheint, «Brauchen wir eine Energiewende?»

Wenn ich gefragt worden wäre, zum Thema «Energiewende» etwas zu schreiben, dann hätte ich (stark abgekürzt) folgendes gesagt: Die Befürworter verstehen unter der Chiffre «Energiewende» praktisch ausschliesslich eine «Stromwende» respektive, noch konkreter, ein Verbot, weitere neue Kernkraftwerke zu errichten und deren abgebrannte Brennelemente der Wiederaufarbeitung zuzuführen. Alles andere, was in den nun vom Nationalrat verabschiedeten Gesetzesänderungen drinsteht, ist Beilage.

Sie stützen sich dabei auf eine durch keine Volksabstimmung gesicherte Annahme, dass nach dem Fukushima-Reaktorunfall keine Mehrheit mehr einer Rahmenbewilligung zustimmen würde. Die seit 40 Jahren bestehende Schweizer Stromversorgung mit gegenwärtig (im Winter!) 55 Prozent Kernenergie und 45 Prozent Wasserkraft ist weltweit einzigartig hinsichtlich Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und weitgehender Autarkie. Sie soll jetzt in eine Versorgung übergeführt werden, die teurer, unsicherer, ökologisch schlechter und vermehrt vom Ausland abhängig ist, und zwar mithilfe von Subventionen für unzuverlässige Wind- und Solarelektrizität, Eingriffe ins Privateigentum mit Verboten (zum Beispiel von Elektroheizungen) und Produktion oder Import von Elektrizität aus fossilen Quellen.

Das grosse Vorbild, an dem sich unsere Energiewendehals-Politiker orientieren, ist Deutschland. Dort ist man in jeder Beziehung schon viel weiter: Sechs Kernkraftwerke sind bereits endgültig stillgelegt, der Beitrag zur Subventionierung der Fotovoltaik-und Windkraftfarmen, den der Normalbürger-Stromkonsument bezahlen muss, ist mittlerweile auf umgerechnet über 7 Rappen gestiegen. Die Lücke, die durch das Abschalten der Kernkraftwerke entstanden ist, wird mit Kohle- und Braunkohlekraftwerken gedeckt, die natürlich die CO2-Bilanz verschlechtern.

In den meisten andern grossen Industrieländern ist der Ausstieg aus der Kernenergie kein Thema: 70 neue Kernkraftwerke sind im Bau, weitere 170 bestellt oder geplant. Japan wird 2015 voraussichtlich bis zu 10 seiner nun seit vier Jahren abgestellten Anlagen wieder in Betrieb nehmen. Die Welt setzt weiter auf Kernenergie! Speziell auch auf neue, inhärent sichere Reaktoren, bei denen ein Schmelzen des Brennstoffs aus physikalischen Gründen nicht möglich ist. Zwei derartige Kernkraftwerke sind in China im Bau. Andere Typen im fortgeschrittenen Forschungsstadium. Ein generelles Verbot zur Anwendung der Kernenergie ist also ein Unsinn. Der Ständerat könnte das Steuer noch herumwerfen. Wenn man aber dessen politische Zusammensetzung anschaut, dann kommt man leider zur Überzeugung, dass er im Wesentlichen der nationalrätlichen Vorgabe folgen wird. Die Demontage unserer einmaligen Stromversorgung wird also weitergehen. Das Referendum gegen die vermutlich bis Ende 2015 bereinigten Gesetzesänderungen wird also zur Notwendigkeit!

Ich werde persönlich mithelfen, dass es zustande kommt.

 

mach3
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Aus der Website von Kettenreaktion.ch (neue AKW Befürworter)

Energiewende in Deutschland

Die Bundesnetzagentur hält die Stromversorgung Süddeutschlands im Winter mittelfristig nicht mehr für uneingeschränkt sicher. Der Grund ist, dass immer mehr konventionelle Kraftwerke im Zuge der Energiewende aus dem Markt gedrängt werden.

Deshalb empfiehlt die Aufsichtsbehörde über den Energiemarkt der Bundesregierung, den Bau eines Reservekraftwerks "administrativ" zu veranlassen, um Stromausfälle im Winter 2017/2018 zu verhindern.

 

http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article126769283/Staatskraftwerk-a...

 

the diagramm

Elias
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«Vergesst uns nicht» Vier Jahre nach der Tsunami-Hölle in Japan

Strahlung & Suizide: Die Hölle nimmt kein Ende

Heute, vier Jahre nach der Dreifach-Katastrophe in der nordöstlichen Region Tohoku, leben noch immer rund 93'000 Menschen in containerähnlichen Behelfsunterkünften. Sie sind wie Kowata aus Angst vor der Strahlung geflohen, andere sind Überlebende des mörderischen Tsunamis, der damals in den am schwersten betroffenen Provinzen Miyagi, Iwate und Fukushima fast 19'000 Menschen in den Tod riss und mehr als eine Million Gebäude teils völlig zerstörte. Etwa weitere 3000 Menschen sollen bereits an den gesundheitlichen Folgen des jahrelangen Lebens in den provisorischen Behelfsunterkünften gestorben sein - oder Selbstmord begangen haben. Derweil haben Zehntausende die Region inzwischen verlassen, wohl für immer.

Ganzer Beitrag http://www.bluewin.ch/de/news/wissen---technik/2015/3/9/-vergesst-uns-ni...

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China genehmigt erstmals nach Fukushima neues Atomkraftwerk

11.03.2015 06:29



PEKING (awp international) - Zum ersten Mal seit der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat China wieder den Bau eines neuen Kernkraftwerkes genehmigt. Nach dem Unglück 2011 hatte China zunächst ein Moratorium verhängt und eine landesweite Sicherheitsüberprüfung angeordnet. Wie Staatsmedien am Mittwoch berichteten, erlaubte die Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) den ersten Neubau für die zweite Phase des Atomkraftwerks Hongyanhe in der nordostchinesischen Provinz Liaoning.

Es geht um zwei Reaktorblöcke mit jeweils einer Million Kilowatt. Die Atomsicherheitsaufsichtsbehörde muss den Bau allerdings auch noch genehmigen, hiess es. China betreibt heute 23 Atomreaktoren und hat 26 weitere im Bau. Der grösste Energieverbraucher, der zwei Drittel seiner Energie aus Kohle bezieht, will seine nuklearen Kapazitäten bis 2020 auf 58 Gigawatt verdreifachen. Bis 2030 sind sogar 150 Gigawatt angestrebt./lw/DP/zb

(AWP)

 

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AKW-Betreiber stemmen sich gegen höhere Stilllegungsbeiträge

12.03.2015 15:57



(Meldung um mehrere Elemente erweitert; neu sind der zweite Abschnitt nach dem Lead sowie alles ab dem ersten Zwischentitel)

Bern (awp/sda) - Mehrere AKW-Betreiber wehren sich gegen höhere Beiträge in den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds. Der Bundesrat hatte die entsprechende Verordnung Mitte 2014 geändert - und theoretisch auf Anfang 2015 in Kraft gesetzt.

"Die Verordnung ist nicht rechtskräftig, weil gewisse Betreiber dagegen Beschwerde führen", sagte Energieministerin Doris Leuthard am Donnerstag im Parlament auf eine entsprechende Frage der Berner SP-Nationalrätin Nadine Masshardt. Es werde also eine gerichtliche Beurteilung geben.

Einsprachen beim Bundesverwaltungsgericht reichten die Energieunternehmen Axpo (Beznau), BWK (Mühleberg) sowie die Kernkraftwerk Leibstadt AG und die Zwischenlager AG ein, wie es bei der Axpo-Medienstelle auf Anfrage hiess. Die Beschwerdeführer stören sich daran, dass der Bundesrat den Sicherheitszuschlag um 30% erhöhte.

Die Betreiber von Atomkraftwerken müssen für die Stilllegung der AKW und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle finanzielle Mittel bereitstellen. Der Bundesrat passte im vergangenen Juni die Berechnungsgrundlagen an, weil eine Finanzierungslücke droht.

Für die AKW-Betreiber verdoppelten sich damit die Fonds-Beiträge für die nächsten Jahren. Die Betreiber kritisierten die Verordnungsanpassung bereits im Juni als "unnötig" und "unverhältnismässig".

Die voraussichtliche Höhe der Stilllegungs- und Entsorgungskosten wird alle fünf Jahre berechnet. Ende 2011 lagen 4,3 Mrd CHF in den beiden Fonds. Kosten wird der Rückbau nach Berechnungen der AKW-Betreiber-Organisation Swissnuclear über 11 Mrd.

BILANZMAUSCHELEIEN-VORWURF NOCH NICHT AUS DER WELT

Die beiden AKW Gösgen und Leibstadt kämpfen bezüglich der Stilllegungsreserven derzeit auch noch an einer zweiten Front. Umweltorganisationen hatten die Betreiber der beiden Anlagen in Strafanzeigen bezichtigt, im Zusammenhang mit den Stilllegungs- und Entsorgungskosten Bilanzmauscheleien betrieben zu haben.

Die Untersuchung der Staatsanwaltschaften der Kantone Solothurn und Aargau ergab, dass die Bilanzen korrekt ausgewiesen wurden . Die Verfahren wurden eingestellt. Inzwischen haben die Umweltorganisationen Anzeigen gegen die Revisionsgesellschaften der beiden AKW eingereicht.

ZWEITE REVISION BEREITS IN DER ANHÖRUNG

Noch bevor die erste Revision der Verordnung rechtskräftig ist, hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Donnerstag die Anhörung zu einer zweiten Revision eröffnet. Die revidierte Verordnung soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Einer der Kernpunkte der zweiten Revision bildet die Auflösung der personellen Verflechtungen zwischen Aufsichtsbehörde und Fondsgremien. Mitarbeitende des UVEK, des Bundesamts für Energie sowie der Nuklearaufsichtsbehörde ENSI sollen nicht mehr als Mitglieder der Kommission, der Ausschüsse oder der Fachgruppen gewählt werden können.

Zudem soll die Aufsicht über die Fonds verstärkt werden. Bundesrat und UVEK sollen griffige Steuerungsinstrumente zur Korrektur von Fehlentwicklungen bei der Führung und Verwaltung der Fonds erhalten.

In einem weiteren Revisionspunkt soll dem UVEK mehr Kompetenzen eingeräumt werden - so bei der Änderung der Anlagerendite, der Teuerungsrate und beim vorerst noch umstrittenen Sicherheitszuschlag.

cp

(AWP)

 

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Mit der aus dem Ruder gelaufenen Förderung der «Flatterstromproduktion» von Fotovoltaik- und Windkraftanlagen hat unser nördlicher Nachbar den Strommarkt vor allem in den Sommermonaten völlig destabilisiert. Dazu nur zwei Zahlen: Die beiden Stromproduktionsarten werden gegenwärtig jährlich mit über 20 Milliarden Euro subventioniert und generieren dabei beim Verkauf dieses Stroms auf dem Spotmarkt Einnahmen von etwas mehr als 2 Milliarden Euro

 

Unglaublich oder.

 

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Die-Energiewende-fuehrt-in-die-Sack...

 

Was ist nur los heutzutage?

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mach3 hat am 24.03.2015 - 20:49 folgendes geschrieben:

Was ist nur los heutzutage?

Ja, unglaublich, wie schlecht die Menschen informiert sind. Und dann schliessen sie auch noch von jetzt auf die Zukunft und kommen zu falschen Schlussfolgerungen.

 

Die folgenden 2 Artikel wurden alle schon mal hier im Forum gepostet.
Wenn Häuser autark gebaut werden, desto weniger ist das System verwundbar. 

 

Swatch Group entwickelt Batterie für Elektrofahrzeuge

Die Swatch Group und ihre Tochter Belenos Clean Power wollen zu einem der größten Produzenten einer neuen Generation von Batterien weltweit werden. Der Uhrenkonzern hofft, bis in drei, vier Jahren ein marktfähiges Produkt für Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Belenos Clean Power habe eine Batterie entwickelt, deren Speicherkapazität für elektrische Energie zwischen 50 bis 100% höher sei, als alle heute auf dem Markt befindlichen Produkte. Dies erklärte Swatch-Chef Nick Hayek in einem auf der Internet-Seite der Zeitschrift L’Hebdo veröffentlichten Gespräch. Das vollständige Interview kann hier auf französisch nachgelesen werden.

http://emobileticker.de/?p=12598

 

Umweltarena baut Haus, das ohne externe Energie auskommt

Das weltweit erste Mehrfamilienhaus ohne Anschlüsse für Strom, Öl oder Erdgas wird seit Mittwoch gebaut — um ein Versuchsprojekt handle es sich nicht.

http://www.aargauerzeitung.ch/limmattal/region-limmattal/umweltarena-bau...

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Axpo und Coop planen Wasserstoff-Tankstellen

Der Detailhändler Coop und der Energiekonzern Axpo planen die erste öffentliche Wasserstofftankstelle der Schweiz. Sie soll 2016 eröffnet werden. Danach wollen die beiden Unternehmen das Wasserstoff-Tankstellennetz stufenweise ausbauen.

Strom aus Wasserkraft

Den Wasserstoff liefern soll Axpo, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. In einem bestehenden Laufwasserkraftwerk der Axpo werde ein sogenannter Elektrolyseur Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufspalten. Den Strom für diesen Vorgang liefere das Wasserkraftwerk – die Produktion sei daher klimaneutral, schrieb Axpo. Der Wasserstoff könne anschliessend gespeichert und an die Tankstelle geliefert werden.

Laut Axpo dauert das Betanken eines Autos mit Wasserstoff zwei bis vier Minuten und kostet ähnlich viel wie bei klassischen Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Das Auto soll damit rund 500 Kilometer weit fahren können; statt Abgase hinterlasse es aber Wasserdampf.

Verschärfte CO2-Vorschriften

Die EU verschärfe laufend die CO2-Vorschriften für Neuwagen und die Schweiz übernehme diese Vorschriften, hiess es. Seit Jahrzehnten werde an Fahrzeugen geforscht, welche weniger oder gar kein CO2 ausstiessen, teilte Coop mit.

Die Wasserstofftechnologie sei dabei vielversprechend, bis heute gebe es in der Schweiz allerdings keine Wasserstoff-Tankstellen-Infrastruktur. Coop wolle nun eine Pionierrolle einnehmen und innerhalb seines Tankstellennetzes Wasserstoff-Tanksäulen anbieten. Der Ausbau erfolge entsprechend der Nachfrage in Etappen.

Zudem will Coop künftig einen Teil der Fahrzeugflotte mit Brennstoffzellentechnologie betreiben. Damit komme Coop seinem Ziel näher, bis 2023 CO2-neutral zu sein, hiess es.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/axpo-und-coop-planen-wasserstoff-tankstelle...

 

Die Carbon-Blase............... :yes:

 

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Betreiber der Atomruine Fukushima mit Gewinn

28.04.2015 12:26

TOKIO (awp international) - Der Betreiber der Atomruine Fukushima, Tepco, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Gewinn gesteigert. Dank niedrigerer Ölpreise und Kostensenkungen stieg der Nettoertrag zum Bilanzstichtag 31. März um 2,9 Prozent auf 451,5 Milliarden Yen (3,5 Mrd Euro), wie der Energiekonzern am Dienstag bekanntgab. Der Umsatz wuchs um 2,6 Prozent auf 6,8 Billionen Yen. Für das laufende Geschäftsjahr gab Tepco keine Ertragsprognose ab, da unklar ist, wann der Konzern wieder Atomreaktoren hochfahren kann. Derzeit sind alle Atommeiler in Japan in Folge der Katastrophe vor vier Jahren weiter abgeschaltet.

Als Ersatz importieren Tepco und andere Betreiber riesige Mengen an Öl und Gas. Der verstaatlichte Konzern hatte bereits das vergangene Geschäftsjahr erstmals seit Beginn der Katastrophe mit einem Gewinn abgeschlossen. In Folge eines verheerenden Erdbebens und Tsunamis am 11. März 2011 war es im AKW Fukushima Daiichi zu einem folgenschweren Unfall gekommen./ln/DP/zb

   

(AWP)

 

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Tesla-Batterie: Solarstrom günstiger als herkömmlicher

Die neue Batterie von Tesla kann laut Konzernchef Elon Musk Sonnenenergie speichern. Ein ETH-Forscher hat berechnet, dass damit Solarstrom erstmals günstiger wird als herkömmlicher.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/technologie/tesla-batterie-sola...

 

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Schliessung des elsässischen Akw Fessenheim rückt in die Ferne

16.06.2015 11:56

STRASSBURG (awp international) - Der französische Präsident François Hollande hatte versprochen, das an der deutschen Grenze liegende dienstälteste französische Atomkraftwerk Fessenheim bis 2017 zu schliessen. Doch der Termin scheint nicht mehr zu halten zu sein. Der Energiekonzern EDF habe der Atomaufsicht ASN noch keinen Beschluss über die Schliessung eingereicht, sagte die ASN-Regionalchefin Sophie Letournel am Dienstag in Strassburg.

Berücksichtige man die langwierigen Verwaltungsverfahren, könnten bis zu einer Schliessung Fessenheims noch mindestens fünf Jahre vergehen, sagte sie. "Für uns ist Fessenheim eine funktionierende Anlage, die wir kontrollieren wie alle anderen."

Die ASN mahnte in Fessenheim gründlichere Instandhaltungsarbeiten an. Die Reparaturen an undichten Rohrleitungen im März mehr Sorgfalt verlangt, hiess es. Es sei kein Schaden für die Umwelt entstanden. Vom lothringischen Kraftwerk Cattenom sei 2014 zu viel Kupfer ins Moselwasser ausgetreten, 900 Kilogramm über dem zulässigen Grenzwert von 8200 Kilogramm pro Jahr. EDF ersetze deswegen die Leitungen aus Messing bis 2019 durch Titan./pkl/DP/jha

(AWP)

 

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Domtom01
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?

Was für Probleme! Erst wenn eines dieser Dino-AKWs uns um die Ohren fliegt, wird etwas gemacht werden, vorher nicht. Dabei stehen die Chancen - glücklicherweise - relativ gut, dass nichts passiert.

Genau das ist das Dilemma der AKW-Gegner: Es passiert äusserst selten etwas Gravierendes. Und wenn es mal passiert, braucht die Atomlobby es nur auszusitzen, so zumindest deren Logik. Und das funktioniert, zumindest in der Ukraine (sind ja nur ...) und in Japan (sind ja nur ...). 

Wir Menschen, nein! Unsere Volksverdreher funktionieren nicht proaktiv, nicht zukunftsorientiert und vor allem, ohne Visionen. Sie verwalten nur. Wer Änderungen wünscht, muss selbst handeln.

Ein Atomunfall (wie in Fukushima) in der Schweiz, z.B. Mühleberg, hätte Kosten im Bereich von mehr als 100 Mrd. Fr. zur Folge, wovon die Betreiber lediglich für eine Mrd haften! Den Rest trüge der Bund, also wir!!!

Es muss sich jeder überlegen, was er/sie tun kann, um auszusteigen. Ich habe mein Dach mit PV-Panelen bedeckt und produziere aufs Jahr gerechnet mehr Energie als ich verbrauche.

Der/die nächste bitte!

Elias
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Mühleberg drosselt AKW wegen Hitze

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Elias
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Das Sommerwetter ist gar nichts für die Solarindustrie

Die Affenhitze macht sogar der Solarenergie zu schaffen: Die Stromproduktion in der Schweiz geht trotz Sommerwetter zurück.

Auch wenn die Photovoltaikanlagen für die Stromerzeugung auf viel Sonne angewiesen sind, wird die Energieproduktion durch die Hitze eher beeinträchtigt, sagte Patrick Schaub, Energie-Analytiker der Industriellen Betriebe (SIG), der Nachrichtenagentur sda.

Die Effizienz der Zellen hänge von der Temperatur ab. Je höher diese steige, desto tiefer sinke die Effizienz. Mit Temperaturen von 7 bis 8 Grad über dem Saisondurchschnitt in den vergangenen Tagen sei die Produktion der Solarenergie im Kanton Genf um rund 8 Prozent zurückgegangen, sagte Schaub.

Die Hitzewelle von 10 Tagen könne die jährliche Stromproduktion der SIG von 27 Gigawattstunden um etwa 0,4 Prozent verringern. Aufs Jahr gesehen blieben die Auswirkungen deshalb vernachlässigbar. Zum Problem der überhitzten Zellen gesellt sich der Dunst in der Atmosphäre.

Während in den ersten Tagen einer Hitzeperiode die Luft austrocknet, nimmt die Verdampfung in den folgenden Tagen eher zu, worauf der Dunst die Sonneneinstrahlung verringert. Die idealen Wetterbedingungen für Solarenergie herrschen deshalb in einem sonnigen Frühling oder Herbst.

Hitze setzt auch Sonnenkollektoren zu

Unter dem gleichen Problem leiden die Sonnenkollektoren, welche im Gegensatz zur Photovoltaik nicht zur Stromerzeugung, sondern für die Warmwasserbereitung eingesetzt werden. In den Hitzetagen wird es auch in diesen Kollektoren zu heiss.

Die Kollektoren müssen deshalb Temperaturen von bis zu 180 Grad ertragen, was den Zellen zusetzt und die Effizienz der Anlage auf Dauer verschlechtert. Die ETH Lausanne (EPFL) sucht deshalb neue Lösungen für diese thermischen Solaranlagen. An der Hochschule in Lausanne wird ein intelligentes Material entwickelt, welches die überschüssige Hitze wie ein Spiegel abstrahlen soll.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/das-sommerwetter-ist-gar-nichts...

 

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Pidu
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@Elias, bei einer Klimaerwährung um 2 Grad, wie angestrebt, die sowieso nicht eingehalten werden können versag die gesamte gegenwärtige Technologie. Du hast zwei Punkte erwähnt, die Kühlsysteme der Atomkraftwerke und die Sonnenkollektoren. Auch die Alterspyramide wird sich verändern, da bei dieser Hitzeentwicklung die Alten "sterben wie die Fliegen auf der Fensterbank" (Zitat: Wolfgang Borchert, Draussen vor der Tür).

Studiere doch mal meine Website: www.pseudoraum.ch.

Gruss Pidu

Elias
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Pidu hat am 06.07.2015 - 17:01 folgendes geschrieben:

@Elias, bei einer Klimaerwährung um 2 Grad, wie angestrebt, die sowieso nicht eingehalten werden können versag die gesamte gegenwärtige Technologie. Du hast zwei Punkte erwähnt, die Kühlsysteme der Atomkraftwerke und die Sonnenkollektoren. Auch die Alterspyramide wird sich verändern, da bei dieser Hitzeentwicklung die Alten "sterben wie die Fliegen auf der Fensterbank" (Zitat: Wolfgang Borchert, Draussen vor der Tür).

Studiere doch mal meine Website: www.pseudoraum.ch.

Gruss Pidu

Die Technologieen werden wegen 2 und mehr Grad nicht versagen. Es werden wie immer neue Lösungen gesucht.

Die Alterspyramide ändert sich so oder so. Irgendwann sind die Babyboomer weg.

 

Betreffend deiner Website: Das Eulergitter kann in jeder Frequenz als Trommel-Metrum mit einer bestimmten Periode gespielt werden, die umgekehrt proportional dazu ist. http://www.visual-geometry.de/unheard/materialien/jvmusic/Euler_Polymetr...

 

 

 

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Reaktor im Atomkraftwerk Gösgen ausserplanmässig abgeschaltet

14.07.2015 07:37

Däniken SO (awp/sda) - Im AKW Gösgen ist es am Montagabend zu einem Zwischenfall gekommen. Nach einer Reaktorschnellabschaltung wurde Wasserdampf für die Umgebung deutlich hörbar abgelassen. Für die Umwelt besteht aber laut dem Betreiber keine Gefahr.

Auslöser der Schnellabschaltung war ein Fehler bei zwei Ventilen, wie die Betreibergesellschaft Kernkraftwerk Gösgen-Däniken in der Nacht auf Dienstag mitteilte. Der abgelassene Wasserdampf sei inaktiv und ungefährlich. Abgesehen vom Dampf habe der Vorfall keine Auswirkungen auf die Umwelt gehabt. Die Anlage befinde sich in einem sicheren Zustand.

Das AKW Gösgen war vor einer Woche nach der vierwöchigen Jahresrevision erst wieder angefahren worden. Vor der Abschaltung vom Montagabend war das Kraftwerk aber bereits wieder in Betrieb.

(AWP)

 

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Japan inspiziert Schweizer Wasserkraft

Eine Delegation aus dem japanischen Fukushima bereist zurzeit die Schweiz. Nach der Atomkatastrophe geht es darum, das Potential von Wasserkraft für Japan auszuloten.

http://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/video/japan-inspiziert-schweizer-wa...

 

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Behörden warnen vor erhöhter Vulkan-Aktivität nahe Atomkraftwerk

Japan

Bald könnte der Vulkan Sakurajima ausbrechen, warnen japanische Behörden. Das Atomkraftwerk Sendai in 50 Kilometer Entfernung wurde gerade erst wieder hochgefahren.

http://www.faz.net/aktuell/politik/japan-behoerden-warnen-vor-erhoehter-...

 

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UBS setzt weltweit auf Ökostrom

Die UBS setzt sich zum Ziel, bis 2020 weltweit nur noch grünen Strom zu verwenden. Andere Schweizer Konzerne sind noch nicht so weit.

http://www.20min.ch/finance/news/story/UBS-setzt-weltweit-auf--kostrom-3...

 

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AKW Beznau 1 wird noch lange nicht hochgefahren

Laut Axpo-Chef Andrew Walo kann der Block 1 des Aargauer Atomkraftwerks frühestens Ende Februar wieder ans Netz gehen. Insgesamt wird der Reaktor von 1969 damit ein Jahr lang abgeschaltet bleiben.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/akw-beznau-1-wird-noch-lange-ni...

 

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Zyndicate
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Bundesrat erlässt neue Regeln für AKW-Stilllegungsfonds

08.10.2015 12:07

(Meldung nach MK durchgehend ergänzt.)

Bern (awp/sda) - Der Bundesrat will das Risiko mindern, dass dereinst die Steuerzahler für die Stilllegung der Atomkraftwerke aufkommen müssen. Er hat deshalb neue Regeln für den Stilllegungs- und den Entsorgungsfonds beschlossen. Die AKW-Betreiber drohen mit Beschwerden.

Die Stilllegung der AKW in den kommenden Jahrzehnten werde mit hohen Kosten verbunden sein, sagte Walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie (BFE), am Donnerstag vor den Medien in Bern. Tragen müssen diese die AKW-Betreiber: Sie zahlen Gelder in einen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds ein.

Doch die Renditen sind gesunken, die Kosten voraussichtlich höher als ursprünglich erwartet. Sollten die AKW-Betreiber ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, müsste der Bund einspringen. Der Bundesrat habe die Risiken frühzeitig identifiziert und Massnahmen ergriffen, sagte Steinmann.

HÖHERE BEITRÄGE

In einem ersten Schritt passte der Bundesrat die Berechnungsgrundlagen für die jährlichen Beiträge an und führte einen Sicherheitszuschlag ein. Diese Änderungen sind bereits seit Jahresbeginn in Kraft, doch haben AKW-Betreiber die höheren Beiträge vor dem Bundesverwaltungsgericht angefochten. Das Gericht hat noch nicht entschieden.

Weitere Rechtshändel könnten folgen: Dieses Risiko bestehe, wenn der Bund die AKW-Betreiber "draussen lasse", sagte deren Vertreter Kurt Rohrbach, Präsident des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) und Vizepräsident der Verwaltungskommission der Fonds, vor den Medien.

MEHR MACHT BEIM BUND

Er reagiert damit auf den zweiten Schritt, mit dem der Bundesrat den Einfluss der AKW-Betreiber auf die Führung der Fonds beschränkt. Trotz der Kritik der Atombranche in der Vernehmlassung hat der Bundesrat beschlossen, die Fonds neu zu organisieren und die Regeln auf den 1. Januar 2016 in Kraft gesetzt.

Mit dieser zweiten Revision der Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung (SEFV) erhält der Bund mehr Einfluss. Konkret werden die personellen Verflechtungen zwischen Aufsichtsbehörde und Fondsgremien aufgelöst und die Aufsicht über die Fonds gestärkt. Die heutige Organisation verstosse gegen grundlegend Regeln der Good Governance, stellte Steinmann fest.

GRIFFIGE STEUERUNGSINSTRUMENTE

Das Energiedepartement (UVEK) erlässt das Reglement über die Organisation der Fonds sowie die Grundsätze und Ziele der Vermögensanlage. Es macht zudem Vorgaben zur Erstellung der Kostenstudien, mit welchen die Betreiber alle fünf Jahre die voraussichtliche Höhe der Kosten berechnen. Und es legt am Ende jeweils die voraussichtliche Höhe der Stilllegungs- und Entsorgungskosten fest.

Neu kann das UVEK auch im Einvernehmen mit dem Finanzdepartement und dem Wirtschaftsdepartement bei wesentlichen Änderungen der Rahmenbedingungen die Anlagerendite, Teuerungsrate und den Sicherheitszuschlag ändern. Der Bundesrat und das UVEK erhielten damit griffige Steuerungsinstrumente zur Korrektur von Fehlentwicklungen bei der Führung und Verwaltung der Fonds, schreibt der Bundesrat.

POLITISCH MOTIVIERTE EINGRIFFE

Aus Sicht der Betreiber dagegen hat das UVEK damit zu viel Einfluss, wie Rohrbach sagte. Die bisherige Governance habe funktioniert, die Fonds seien auf Kurs. Es gebe keinen Handlungsbedarf für "politisch motivierte Eingriffe".

Die Fonds-Mittel gehörten schliesslich den AKW-Betreibern, argumentierte Rohrbach. Also sollten die Betreiber auch über deren Verwaltung entscheiden können. Ob und wann die Betreiber rechtliche Schritte einleiten, hängt laut dem Branchen-Vertreter von den konkreten Entscheiden ab, die das UVEK fällen wird.

KOSTEN VON 21 MRD CHF

Die Betreiber gehen davon aus, dass die Stilllegung und Entsorgung insgesamt rund 21 Mrd CHF kosten wird. Dies ergab die Kostenstudie 2011. Davon sollen rund 11,5 Mrd über die Fonds bezahlt werden, der Rest sind direkt von den Betreibern zu bezahlende Kosten. Das Fonds-Vermögen per Ende 2014 betrug 6,1 Mrd. Der fehlende Betrag werde in den kommenden Jahren einbezahlt und erwirtschaftet, sagte Rohrbach.

Die Kostenstudie 2016 ist bereits in Arbeit. Sie soll dank neuer Vorgaben transparenter und nachvollziehbarer werden, wie Steinmann erklärte. So soll etwa ausgewiesen werden, wie sich unterschiedlich lange Betriebszeiten (50 und 60 Jahre) auswirken würden. Auch sollen die Kosten für eine Stilllegung mit und ohne Entfernung sämtlicher Anlagen ausgewiesen werden. Ferner sollen Risiken wie rechtliche Verzögerungen berücksichtigt werden.

Atomkritischen Organisationen wie der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) geht das nicht weit genug. Die Kosten würden noch immer auf der Basis von Schönwetterszenarien berechnet, schreibt die SES in einer Mitteilung. Am Ende werde der Steuerzahler zur Kasse gebeten.

(AWP)

 

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Erneut Störfall in französischem Atomkraftwerk Cattenom

11.10.2015 18:01

CATTENOM/SAARBRÜCKEN (awp international) - Im französischen Atomkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze hat es einen Störfall gegeben. Bereits am vergangenen Mittwoch sei es bei Wartungsarbeiten zu technischen Problemen gekommen, bestätigte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium am Sonntag in Saarbrücken. Das Problem sei jedoch innerhalb von zehn Minuten behoben gewesen, sagte der Sprecher weiter. Gefahr für die Umwelt oder das Personal habe zu keiner Zeit bestanden. Zuvor hatte der "Trierische Volksfreund" über den Vorfall berichtet.

Ende September gab es bereits eine Störung in Cattenom, bei dem ein Reaktor heruntergefahren werden musste. Seit Inbetriebnahme des ersten der vier Reaktoren 1987 gab es mehrere Hundert Störfälle./jbl/DP/zb

(AWP)

 

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Japan schaltet zweiten Atomreaktor wieder an

15.10.2015 06:31

KAGOSHIMA (awp international) - Japan fährt einen weiteren Atomreaktor hoch. Der Betreiberkonzern Kyushu Electric Power schaltete am Donnerstag den Block 2 des Atomkraftwerks Sendai wieder ein. Im August war bereits der erste der beiden Blöcke im Südwesten des Inselreiches hochgefahren worden. Als Konsequenz aus der Katastrophe in Fukushima vom 11. März 2011 hatten rund zwei Jahren lang alle 48 Reaktoren in Japan still gestanden. Das AKW Sendai war das erste, das im September 2014 die nach der Fukushima-Katastrophe eingeführten neuen Sicherheitsauflagen erfüllt hatte. Die Regierung nennt die Auflagen die "strengsten der Welt". Eine Mehrheit der Japaner lehnt eine Rückkehr der Nummer Drei der Weltwirtschaft zur Atomkraft jedoch ab./ln/DP/zb

(AWP)

 

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Elias
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Uranindustrie setzt auf globalen Atomboom

Weltweit sind heute 68 Atomkraftwerke im Bau – über die Hälfte davon in den grossen Schwellenländern Russland, Indien und China. Die Uranindustrie jubelt. Doch es zählen auch andere Faktoren.

http://www.handelszeitung.ch/invest/uranindustrie-setzt-auf-globalen-ato...

 

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Die Halbwertzeit

«Die SVP hängt nicht an der Kernenergie»

Dass die Schweiz kein sechstes AKW erhielt, war auch Christoph Blochers Werk. Im Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Interview spricht er über Japan und die Folgen für die Atom-Debatte in der Schweiz.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-SVP-haengt-nicht-an-der...

 

Nun stehen höhere Renten und Energiewende auf Kippe

Auch Energieministerin Doris Leuthard steht möglicherweise vor schwierigen Jahren. Die Energiestrategie 2050 kommt nach den Beratungen im Ständerat wieder in den Nationalrat. FDP und SVP sprechen sich beide gegen den Atomausstieg aus. Mit ihrem Widerstand sind sie bisher aber auf verlorenem Posten gestanden. Dies dürfte sich jetzt ändern: Dass der Nationalrat am Langfristbetriebskonzept für AKW festhält, ist unwahrscheinlich. Konkret: Die Politik beschliesst zwar den Atomausstieg, lehnt aber ein fixes Abschaltdatum für die alternden Schweizer AKW ab.

http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/nach-rechtsrutsch-nun-stehen-hoehe...

 

 

 

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mach3
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https://www.youtube.com/watch?v=n4RjJKxsamQ

 

Vollpfosten mit einem Windrädli dran.

 

Quotes aus dem Interview mit Blocher:

 

     1  12Die wohl spektakulärste Aktion im Zuge des Widerstands gegen das AKW Kaiseraugst...(1. Mai 1975)

(12 Bilder) Matthias Chapman
Nachrichtenchef 
17.03.2011  16Feedback

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Herr Blocher, Sie kennen Japan von der Firma Ihrer Tochter her. Stehen Sie in Kontakt mit Leuten der EMS-Chemie dort?
EMS hat regelmässigen Kontakt.

Was hören Sie von dort?
Die Fabrik steht südöstlich von Tokio, ist also nicht betroffen. Büros hat EMS in Tokio. Die Mitarbeiter mit Familien in Tokio können meines Wissens ins Werk, wenn sie wollen. Aber im Moment gibt es dazu keine zwingenden Gründe.

Mit den Geschehnissen in Japan wird die Debatte für und wider neue AKW erneut intensiv geführt. Was sagen Sie dazu?
Jetzt müssen wir zuerst einmal abwarten. Während Katastrophen darf man keine langfristigen Entscheide treffen, die nicht nötig sind. Es heisst: Warten bis man den Überblick hat, bis man sieht, was passiert ist. Dann werden die Erkenntnisse geprüft, um herauszufinden, was das für unsere Kraftwerke und Energieversorgung heisst. Nerven behalten.

Halten Sie es für möglich, dass hiesige Kraftwerke geschlossen werden müssen?
Die Situation in Japan ist ganz anders, das weiss man. Japan ist eine Erdbebenregion. Vieles ist wegen des Tsunami zerstört worden. Das kann es in der Schweiz nicht geben. Schweizerische Anlagen halten zudem Erdbeben bis Stärke 7 jedenfalls aus. Das ist viel, weil wir weniger erdbebengefährdet sind. Die Sicherheit unserer Anlagen wird ja laufend überprüft. Vielleicht muss dies nach Erkenntnissen aus Japan verbessert werden. Möglich ist natürlich immer alles. Aber es muss auch sinnvoll sein.

Sie waren quasi Totengräber des Projekts für ein neues Kernkraftwerk in Kaiseraugst. Wurden Sie damals plötzlich zum AKW-Gegner?
Nein, überhaupt nicht. Es ging um ein «sittliches Begräbnis»: Die Situation war so verfahren, dass der Bau des AKW Kaiseraugst unmöglich war.

Sie meinen den Widerstand des Volkes?
Das auch. Aber noch mehr die Tatsache, dass dadurch die ganzen Verfahren in der Bürokratie steckengeblieben sind. Man kam einfach nicht mehr weiter. Zudem war die geplante Anlage inzwischen technisch schon veraltet. Es machte schlicht keinen Sinn mehr. Darum sagte ich: Wenn man das AKW Kaiseraugst nicht bauen kann, dann muss man es beerdigen.

AKW-Gegner feierten das damals als ihren eigenen Sieg.
Für mich ging es weder um eine Feier noch um einen Sieg.

Was hiess der Stopp damals für die SchweizerEnergiepolitik?
Wir kauften danach in Frankreich Kernenergiestrom, konnten langjährige Lieferverträge vereinbaren und so die Stromlücke schliessen. Bis heute. Aber die Abhängigkeit wurde erhöht. Meines Wissens laufen die Verträge in rund 10 Jahren aus, dann wird es kritisch, vor allem wenn Beznau I und II sowie Mühleberg nicht erneuert werden sollten.

 

Elias
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Deponie für die Ewigkeit

Noch wird Atommüll aus Kernkraftwerken in sogenannten Zwischenlagern gesammelt. Doch um ihn für alle Zeit sicher zu entsorgen, fahnden Politiker und Wissenschaftler seit Jahrzehnten weltweit nach Endlagerstätten. Das Problem: Die Substanzen strahlen mit tödlicher Stärke - und das für Millionen Jahre.

http://www.spiegel.de/thema/atommuellendlager/

 

Die Menschheit gibt es seit rund 200'000 Jahren. Erst seit ca. 10'000 Jahren kennen sie die Schrift.

 

Schmutzige Bomben: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Irre an die Substanzen kommen. Möge es dann wenigstens diejenigen Vollpfosten treffen, die den Mist heute immer noch schönreden.

 

 

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