SMI im März 2011

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camel corner
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Re: Was bringt die neue Woche??

jheimi wrote:

camel corner wrote:
jheimi wrote:
So wiedereinmal Sonntagabend, und die Frage, was wohl die neue Woche an den Aktienmärkten bringt?

Die Unruhen in den Arabischen Ländern lässt nicht nach, auch in Saudiarabien gab es wieder kleinere Proteste, was den Ölpreis nicht wirklich fallen lassen dürfte..

Ich sehe es so, dass der Nikkei morgen Montag sicherlich einiges Tiefer sein dürfte, auf Grund der schlechten Vorlagen aus Amerika vom Freitag, was sich dann Morgen auf den SMI auswirken wird.

Trotzdem dürfte es intressant werden wie der Verlauf der Woche sein wird...

Ich werde mich aufjeden Fall sehr zurückhalten mit Käufen von Akien..

Wie sieht ihr die Lage?

Das ist eine gute Frage.

Gerade trafen sich die GCC Finanzminister in Riad (Riyadh), der Hauptstadt von Saudi Arabien. Besonders sollte Manama (Bahrain) und auch Muscat (Oman) geholfen werden. Das heisst im Klartext: Auch dort nimmt man die Lage zur Kenntnis und versucht zu steuern. Auch Chania und die Insel Kreta wird unterdessen zum Flugzeugträger.

Allerdings sehe ich noch keine dramatischen Entwicklungen. Die Demonstrationen in den Ostprovinzen von Saudi Arabien - aber auch Libyen - sind normal. Dort wird das Erdöl gefördert (siehe meine früheren Meldungen). "Verpulvert" wird es via Riyadh, Jeddah und so weiter. Zudem ist weltweit gar niemand interessiert, die Wirtschaft abzuwürden. Gelbes Gold, Schwarzes Gold oder Grünes Gold = wer sucht der findet:

WAS ABER KAUFE ICH ? Bitte lacht jetzt nicht.....

Ich habe meinem Sohn eine Bio-Kuh gekauft, die Dividende ist Bio-Rindfleisch erster Klasse. Siehe Webseite:

[url]=http://www.natur-konkret.ch

[/url]

Das rechnet sich auch - statt zwei Krüger Rand :roll:

Jedenfalls eine gute Alternative - auch wenn ich nicht "Grün" bin. Zudem schaue ich noch etwas auf die Währungen. Im SMI würde ich nur äusserst selektiv kaufen.

Nestle oder Energie mit gutem Management.

Happy trades und schöne Woche.

Not cowboy - aber liebe eine hier als zehn Kamele in der Wüste. Lol

Naja , Nestlé ist auch nicht mehr das was es einmal war..ausser der immernoch guten Dividende, aber der Kurs wird bald wieder von einer 4 angeführt!

Warum - ? lerne gerne dazu.

Aus meiner Sicht kompensieren die die anfallenden Rohstoffkosten immer mit einer guten Marge. Wo siehst Du das Problem ? Und Essen und Trinken tun wir alle gerne.

Der korrekte Link zur Kuh (nicht Nestle) hier nochmals -

http://www.natur-konkret.ch

Oder Info Tagesschau Schweiz vom August 2010 unter Link:

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/08/24/Vermischtes/Ge...

Not cowboy - aber liebe eine Kuh hier als zehn Kamele in der Wüste. Lol

Karat1
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Ausblick Woche 7. - 11.3.2011

Hier der Ausblick für die neue Woche.

Ausblick Woche 7.3.11 - 11.3.11 (vom 4.3.11 v. Uwe Lang)

Es gab in der vergangenen Woche etliche Erholungsansätze, die aber immer damit endeten, dass die Aktienindizes wieder auf den Stand der Vorwoche zurückgeworfen wurden. Ganz allgemein sind die weiter gestiegenen Ölpreise und die Zinswende die Ursache. Auch die Europäische Zentralbank hat ja jetzt deutlich gemacht, dass eine Anhebung der Leitzinsen bevorsteht, und die Geldmarktzinsen haben bereits kräftig darauf reagiert.

Auch wenn die früher sehr bewährten Indikatoren Zinsen, CRB, Öl und Dollar einmütig Baisse-Signale geben, bleibe ich dabei, dass uns eine Aktienbaisse jetzt sehr wahrscheinlich noch nicht bevorsteht, sondern dass sich die Kurse nochmals erholen und die Indizes neue Jahreshöchststände melden werden. Denn weder die mittelfristigen noch die kurzfristigen Trends am Aktienmarkt sind nach unten gekippt. Von 700 Aktien melden an diesem Wochenende immerhin 54 ein 9-Monats-Hoch und nur 30 ein 9-Monats-Tief. Auch die 6-Wochen-Methode, die den Trend von 50 Aktienindizes analysiert, scheint sich wieder zu erholen. 9 Indizes melden 6-Wochen-Hoch und 8 ein 6-Wochen-Tief. Vor einer Woche sah das noch kritischer aus.

Mein Vorschlag ist, momentan vorsichtig zu sein und noch keine Neukäufe zu tätigen, bis auch die 6-Wochen-Methode wieder ein klares Hausse-Signal gibt und damit der Aktienmarkt weiter steigt. Aktien halten; nur die mit 9-Monats-Tief verkaufen!

--------------------------

Wünsche allen eine erfolgreiche Woche.

Karat

plenaspei
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SMI im März 2011

Wenn die Amerikaner wirklich einen Militäreinsatz tätigen, wird sich das sehr wahrscheinlich positiv auf die Aktienmärkte auswirken.

Krieg hat schon manche Kiese beendet, wenn die USA sich da wirklich auf ein längeres Engagement einlässt könnte es sogar dem USD wieder auf die Sprünge helfen.

Zyndicate
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SMI im März 2011

sda/Reuters) Japan hat den Euro-Ländern mit dem Kauf von Staatsanleihen in Milliardenhöhe beim Kampf gegen die Schuldenkrise geholfen. Aus den staatlichen Devisenreserven seien dafür im Januar 1,03 Mrd. Euro abgezapft worden, teilte das Finanzministerium in Tokio mit.

Damit hat Japan gut ein Fünftel der fünfjährigen Staatsanleihen erworben, die im Januar von der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) platziert wurden. Sie sammelt mit der Ausgabe von Staatsanleihen Geld für den den 440 Mrd. Euro grossen EU-Rettungsschirm ein, unter den bislang nur das hoch verschuldete Irland geschlüpft ist.

Japan besitzt nach China die zweitgrössten Devisenreserven der Welt. Ihr Wert liegt bei umgerechnet rund 800 Mrd. Euro. Die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt ist zugleich die am stärksten verschuldete Industrienation.

Mit mehr als dem Doppelten der jährlichen Wirtschaftsleistung ist der Schuldenberg so hoch wie in keinem anderen Industrieland. Die Ratingagentur S&P hatte erst im Januar die Kreditwürdigkeit Japans herabgestuft, weil ein glaubwürdiger Plan zum Abbau der Verbindlichkeiten fehle.

Quelle: www.nzz.ch

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berio
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Düstere Vorahnung eines Konjunkturtauchers
MarcusFabian
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Re: Ausblick Woche 7. - 11.3.2011

Karat1 wrote:

und die Zinswende die Ursache. Auch die Europäische Zentralbank hat ja jetzt deutlich gemacht, dass eine Anhebung der Leitzinsen bevorsteht, und die Geldmarktzinsen haben bereits kräftig darauf reagiert.

Ich weiss ja nicht, wer das geschrieben hat. Du hoffentlich nicht, denn Du müsstest es besser wissen!

MarcusFabian
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plenaspei wrote:

Wenn die Amerikaner wirklich einen Militäreinsatz tätigen, wird sich das sehr wahrscheinlich positiv auf die Aktienmärkte auswirken.

Krieg hat schon manche Kiese beendet, wenn die USA sich da wirklich auf ein längeres Engagement einlässt könnte es sogar dem USD wieder auf die Sprünge helfen.

Damit bin ich aber gar nicht einverstanden ... Wink

Zum Einen: "Krieg" ist die höchstmögliche Form einer Krise!

Aber ich weiss, was Du meinst: "Kaufen wenn die Kanonen donnern" und am Beispiel 13.3.2003 (= Kriegsbeginn USA vs. Irak) finden wir die Bestätigung, dass die Börsen ab diesem Tag jahrelang gestiegen sind.

Aber die Sache hat einen entscheidenden Haken:

Im Vorfeld des 2. Weltkrieges bzw. des Irak Krieges 2gab es eine lange Phase der Unsicherheit, der Kriegsangst, die die Börsen über Jahre nach unten getrieben hat. Entsprechend konnten sich die Kurse bei Kriegsausbruch erholen, weil nun diese lange, schwerwiegende Unsicherheit vom Tisch war.

Das ist diesmal nicht der Fall, die Börsenkurse stehen immer noch sehr hoch. Trotz Libyen etc.

Was den Dollar betrifft, ist ein Krieg auf alle Fälle schlecht und führt zu Inflation. Der Grund ist, dass sich die USA einen Krieg nicht leisten können. Entsprechend muss Geld gedruckt werden und das führt unweigerlich zur Schwächung der Währung und somit zu Teuerung.

Zu beobachten ab WK1, WK2, Vietnam-Krieg, Irak-Krieg 1 und jetzt Irak-Krieg 2.

Immer dasselbe Spiel: Nach den beiden Weltkriegen hat die US-Regierung die Kriegsanleihen allerdings zurückgezahlt und somit die Geldmenge wieder verringert.

Nach dem Vietnamkrieg passierte in den 1980er Jahren fast dasselbe, allerdings zum Preis einer starken Rezession.

marcello
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Re: Düstere Vorahnung eines Konjunkturtauchers

berio wrote:

Interessanter Artikel.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Duestere-Vorahnung-eines-Konjunkt...

Irgendwie komisch, dass die jetzt kommen mit diesen "News". Denn der BDI war vor ca. 1-2 Monaten wirklich tief mit 1'050, unterdessen ist er ja wieder bei ca. 1'400 ...also irgendwie ein wenig spät diese Meldung...aber ist halt 20min.

Interessant sind auch die Erklärungen vom einen Reeder, dass eben auch andere Faktoren auf den BDI wirken und er u.a. wegen dem Überangebot an Schiffen so tief ist. Das hatte vor einiger Zeit schon jemand hier im Forum erwähnt.

Aber eben, fundamental gehts der Wirtschaft eben nicht wirklich gut. Das ist auch meine Meinung.

Auch Meldungen von heute Morgen, das Moody's Griechenland wieder um 3 Noches runtergestuft hat, sind eigentlich very bad news.

Aber wie wir sehen sinken die Aktien deswegen nicht... und dies ist eben sehr bullish zu interpretieren.

Denne
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Zyndicate wrote:

sda/Reuters) Japan hat den Euro-Ländern mit dem Kauf von Staatsanleihen in Milliardenhöhe beim Kampf gegen die Schuldenkrise geholfen.

Dieser Satz bringt die Absurdität des ganzen Schneeballsystems auf den Punkt.

Hanibal Lecter gründet ein Vegetarierrestaurant.

Denne
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SMI im März 2011

plenaspei wrote:

Wenn die Amerikaner wirklich einen Militäreinsatz tätigen, wird sich das sehr wahrscheinlich positiv auf die Aktienmärkte auswirken.

Wenn die Amerikaner eine falsche Bewegung machen, wird das auf die Unruhen in Nordafrika und im mittleren Osten wie ein Brandbeschleuniger wirken. Zum anderen verspielt Obama dann seine ohnehin wackelige 2. Amtszeit, weil den Leuten dann endgürltig klar wird, dass Herr Friedensnobelpreisträger als US-Präsi kein Deut besser als sein Vorgänger ist.

Die Amis werden sich hüten, militärisch ins Geschehen einzugreifen. Was sie natürlich nicht daran hindert, die grosse Röhre zu führen.

Zyndicate
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SMI im März 2011

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands am Montag noch einmal um gleich drei Stufen von Ba1 auf B1 abgesenkt. Damit sinkt sie unter den Ramsch-Status. In Athen reagierte man ungehalten und forderte eine strengere Überwachung der Ratingagenturen.

(sda/dpa) Vier Tage vor einem Euro-Sondergipfel zur Schuldenkrise hat die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Griechenlands noch ein Mal und gleich um drei Stufen von Ba1 auf B1 abgesenkt. Die Bonität stürzte damit unterhalb des Ramsch-Niveaus. Athen reagierte empört.

Schwierigkeiten mit Einnahmen

Als Grund nannte Moody's Befürchtungen, dass Griechenland trotz dem Euro-Rettungsschirm seine Verbindlichkeiten umschulden muss. Ausserdem verwies die Ratingagentur auf beträchtliche Schwierigkeiten des Landes, Einnahmen zu erzielen.

Ferner drohten Athen nach Auslaufen des Hilfspakets von EU und Internationalem Währungsfonds (IMF) 2013 in Höhe von 110 Mrd. Euro noch weitaus schärfere Bedingungen.

Reformen ignoriert

Das griechische Finanzministerium erklärte, die Herabstufung sei vollkommen ungerechtfertigt. Darin zeige sich keine objektive und ausgewogene Einschätzung der Umstände, weil die bereits erzielten Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung sowie weitere auf den Weg gebrachte Reformen ignoriert würden. Derartige Entscheidungen «könnten schädliche selbst erfüllende Prophezeiungen auslösen», erklärte das Ministerium. Sie stärkten die Argumente für eine strengere Überwachung der Ratingagenturen selbst.

Brüssel warnt vor Schuldenschnitt

Auch in der EU gibt es indes weiter die Furcht vor einer Insolvenz Griechenlands. EU-Währungskommissar Olli Rehn erklärte im «Handelsblatt» (Montagsausgabe): «Ein Schuldenschnitt hätte schwerwiegende Konsequenzen für die betroffenen Länder und ganz Europa.» Er forderte, dass die Kreditzinsen für Athen gesenkt und die Laufzeiten von dreieinhalb auf sieben Jahre verlängert werden, um dem Land mehr Luft zu verschaffen.

Dabei handelt es sich um eine der heissen Fragen, mit denen sich der Sondergipfel der 17 Euro-Staaten am Freitag in Brüssel beschäftigt und die spätestens an dem regulären Gipfel Ende März entschieden werden soll.

Quelle: www.nzz.ch

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plenaspei
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MarcusFabian wrote:

plenaspei wrote:
Wenn die Amerikaner wirklich einen Militäreinsatz tätigen, wird sich das sehr wahrscheinlich positiv auf die Aktienmärkte auswirken.

Krieg hat schon manche Kiese beendet, wenn die USA sich da wirklich auf ein längeres Engagement einlässt könnte es sogar dem USD wieder auf die Sprünge helfen.

Damit bin ich aber gar nicht einverstanden ... Wink

Zum Einen: "Krieg" ist die höchstmögliche Form einer Krise!

Aber ich weiss, was Du meinst: "Kaufen wenn die Kanonen donnern" und am Beispiel 13.3.2003 (= Kriegsbeginn USA vs. Irak) finden wir die Bestätigung, dass die Börsen ab diesem Tag jahrelang gestiegen sind.

Aber die Sache hat einen entscheidenden Haken:

Im Vorfeld des 2. Weltkrieges bzw. des Irak Krieges 2gab es eine lange Phase der Unsicherheit, der Kriegsangst, die die Börsen über Jahre nach unten getrieben hat. Entsprechend konnten sich die Kurse bei Kriegsausbruch erholen, weil nun diese lange, schwerwiegende Unsicherheit vom Tisch war.

Das ist diesmal nicht der Fall, die Börsenkurse stehen immer noch sehr hoch. Trotz Libyen etc.

Was den Dollar betrifft, ist ein Krieg auf alle Fälle schlecht und führt zu Inflation. Der Grund ist, dass sich die USA einen Krieg nicht leisten können. Entsprechend muss Geld gedruckt werden und das führt unweigerlich zur Schwächung der Währung und somit zu Teuerung.

Zu beobachten ab WK1, WK2, Vietnam-Krieg, Irak-Krieg 1 und jetzt Irak-Krieg 2.

Immer dasselbe Spiel: Nach den beiden Weltkriegen hat die US-Regierung die Kriegsanleihen allerdings zurückgezahlt und somit die Geldmenge wieder verringert.

Nach dem Vietnamkrieg passierte in den 1980er Jahren fast dasselbe, allerdings zum Preis einer starken Rezession.

Ein Krieg würde viele Arbeitsplätze schaffen, die Rüstungsindustrie ist eine der wenigen die von den Amerikanern kaum ausgelagert wurde.

Wenn die USA Macht demonstriert, kann das sehr wohl dem USD helfen.

Natürlich begünstigt ein Krieg die Inflation, es werden ja auch sehr viele Rohstoffe in der Rüstungsindustrie verbraucht.

Es ist wohl relativ ob die Aktienkurse als hoch zu beurteilen sind, inflationsbereinigt zum Goldpreis aufgewogen sind viele Indices immer noch etwa 30% und mehr unter Allzeithoch.

Ich musste meinem 5 jährigen Sohn erklären was in Libyen passiert, auf das warum, versuchte ich ihm zu erklären, dass es immer nur um Macht geht, Gold, Öl, Geld etc. sind nur Mittel zum Zweck.

In den 1980ern waren die Währungen noch an Gold gekuppelt, die Schweiz hatte damals auch eine Rezession und Hypothekarzinsen von 8%.

Wenn die Arbeitslosenrate wieder volkswirtschaftlich erträgliche Ausmasse erreicht, können die Schulden beglichen werden, dass wird bestimmt nicht ohne grosse Nebenwirkungen gehen, aber es könnte dann möglich sein.

Denne
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plenaspei wrote:

In den 1980ern waren die Währungen noch an Gold gekuppelt

Tricky Dick hat den Goldstandard '71 endgültig versenkt, nachdem die Franzosen auf eben jenen Standard pochten und Gold für ihre Dollars wollten. Seither haben wir mehr oder weniger free infl(o)atin' currencies.

plenaspei
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SMI im März 2011

Denne wrote:

plenaspei wrote:
In den 1980ern waren die Währungen noch an Gold gekuppelt

Tricky Dick hat den Goldstandard '71 endgültig versenkt, nachdem die Franzosen auf eben jenen Standard pochten und Gold für ihre Dollars wollten. Seither haben wir mehr oder weniger free infl(o)atin' currencies.

Da hast Du recht, Nixon wollte damals auch eine Art Planwirtschaft einführen.

fritz.
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SMI im März 2011

plenaspei wrote:

Wenn die Arbeitslosenrate wieder volkswirtschaftlich erträgliche Ausmasse erreicht, können die Schulden beglichen werden, dass wird bestimmt nicht ohne grosse Nebenwirkungen gehen, aber es könnte dann möglich sein.

Dazu müssen also zwei extrem unwahrscheinliche Szenarien erfüllt werden (Arbeitslosenrate senken, Schulden begleichen)..., dann könnte es möglich sein - also sogar dann wäre es unsicher.

Gruss

fritz

Neu-SG
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SMI im März 2011

hahahaha... hab nur drauf gewartet.. kaum sind die Zahlen durch fangen sie wieder an mit Runterstufen und Angst machen:

----> Nach der heutigen Herabstufung Griechenlands von Ba1 auf B1 behält sich die Ratingagentur Moody's weitere Senkungen vor.

damit die fetten Säcke wieder billig einkaufen können. Gut hab ich viel verkauft - kurz vor den Q1-Zahlen wieder rein - dann kommt dann wieder... bla bla bla - besser als erwartet... etc. etc

MarcusFabian
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SMI im März 2011

plenaspei wrote:

Ein Krieg würde viele Arbeitsplätze schaffen,

Wenn hier eine Seuche ausbricht und die Hälfte der Schweizer ins Spital muss, dann schafft das auch Arbeitsplätze, wäre aber zugleich der Ruin unseres Landes Wink

Man muss schon unterscheiden, ob Arbeitsplätze produktiv oder unproduktiv sind.

Krieg, Militär, Rüstung ist hochgradig unproduktiv. Eine Ressourcen-Verschwendung, ohne Mehrwert zu schaffen. Eher das Gegenteil: Beim Einsatz wird Wert zerstört.

Übrigens hat es Japan nach dem 2. WK deshalb so schnell zur Wirtschaftsmacht #2 geschafft, weil ihm der Aufbau einer Armee verboten war.

plenaspei wrote:

In den 1980ern waren die Währungen noch an Gold gekuppelt, die Schweiz hatte damals auch eine Rezession und Hypothekarzinsen von 8%.

Die Rezession 1980/81 ist ein interessanter Vergleich:

In den 1970er Jahren wurde die Geldmenge der USA um 13% p.A. ausgeweitet. In der Folge kam es zu einer Inflation von (in den USA) bis 20%.

Um dieses Geld abzuschöpfen, war Volcker gezwungen, den Leitzins zu erhöhen und eine Rezession auszulösen.

Seit 2009 ist in den USA die Geldmenge in den USA um 120% gestiegen! Ich überlasse es Dir, abzuschätzen, wie hoch die Zinsen wohl steigen werden.

Glaub mir, es werden mehr als 20% sein und im Vergleich dazu, was auf uns zukommt, war die Rezession 1981 ein Spaziergang im Park.

plenaspei wrote:

Wenn die Arbeitslosenrate wieder volkswirtschaftlich erträgliche Ausmasse erreicht, können die Schulden beglichen werden, dass wird bestimmt nicht ohne grosse Nebenwirkungen gehen, aber es könnte dann möglich sein.

Wie kommst Du darauf?

Selbst in den Wachstumsjahren unter Clinton, als Inflation und Arbeitslosigkeit gering waren, wurden die Schulden weiter aufgebaut. Dito unter Greenspan und jetzt unter Bernanke/Obama explodieren sie förmlich.

Was genau ist Deiner Meinung nach also heute besser als unter Bush oder Clinton?

Nebenbei: Dir ist sicher bewusst: Je höher die Schulden, desto höher die Zinsen und umso schwieriger, Schulden abzubauen.

MarcusFabian
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Alan Greenspan wurde gestern 85 Jahre alt.

Wir wünschen:

Happy Börsday

weico
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MarcusFabian wrote:

Übrigens hat es Japan nach dem 2. WK deshalb so schnell zur Wirtschaftsmacht #2 geschafft, weil ihm der Aufbau einer Armee verboten war.

BODENREFORM,VERFÜGUNGRECHTE usw.

"Die Ursache für die Entwicklung in Japan, Südkorea, Taiwan und den anderen NICs war nicht Kapitalzufuhr: Sie haben eine Bodenreform durchgeführt – diese war grundlegend für die wirtschaftliche Entwicklung der Staaten."

"Alles entscheidend ist letztendlich die Schaffung von entwicklungsfördernden bzw. entwicklungsbegünstigenden Institutionen: Spielregeln einer Gesellschaft, geschriebener oder traditioneller – oder auch das Denken in einer Gesellschaft). Die Kapitalmangel-Theorie kann damit theoretisch widerlegt werden: Grundlegend für Entwicklung sind Institutionen und nicht Kapital.Die »Theorie des institutionellen Wandels« von Douglass North......"

http://www.fize.de/veranstaltungen.thiel.zusammenfassung.htm

(Douglass North,Theorie der Verfügungsrechte usw.)

http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_Eigentumsrechte

weico

jheimi
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Diesen Spruch bringen sie seit dem Sommer 2010!!!

Der frühe Vogel fängt den Wurm!!

plenaspei
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MarcusFabian wrote:

plenaspei wrote:

Ein Krieg würde viele Arbeitsplätze schaffen,

Wenn hier eine Seuche ausbricht und die Hälfte der Schweizer ins Spital muss, dann schafft das auch Arbeitsplätze, wäre aber zugleich der Ruin unseres Landes Wink

Staatsschulden haben nur in % des Bruttonationaleinkommen eine Aussagekraft, wenn also ein Krieg das Bruttonationaleinkommen steigert verringert sich die Staatsverschuldung real.

Wer mag, kann sich diesbezüglich mal Krieg und Frieden im Wirtschaftszyklus, veröffentlicht von Johann A. Saiger zu Gemüte führen.

Hier ein kleiner Ausschnitt:

Auch bei Kriegen, welche scheinbar nur enorme völlig unnötige Kosten verursacht haben, konnte in Wirklichkeit aber ein Entschuldungseffekt erzielt werden. Typisches Beispiel dafür ist der VIETNAM-Krieg. Dieser erstreckte sich eigentlich von 1959 bis 1975. Die USA waren mit massivem Militäreinsatz zwischen 1964-1974 engagiert. In dieser Zeitspanne ist die US-Staatsverschuldung zwar nominell weiter enorm angestiegen, doch in Prozenten des Bruttosozialproduktes wurde dabei die Staatsverschuldung - von etwa 46% auf 23% - halbiert!

Denne
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SMI im März 2011

MarcusFabian wrote:

Alan Greenspan wurde gestern 85 Jahre alt.

TV-Interview mit dem Ex-Maestro vom letzten Freitag:

"Gold prices reveal that there are "uncomfortable"

elements in the market, says Alan Greenspan, former

Federal Reserve chairman."

... no kiddin'?

Ansonsten aber nur lobende Worte zum Gold.

http://www.cnbc.com/id/15840232?video=1828815428&play=1

MarcusFabian
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plenaspei wrote:

Staatsschulden haben nur in % des Bruttonationaleinkommen eine Aussagekraft, wenn also ein Krieg das Bruttonationaleinkommen steigert verringert sich die Staatsverschuldung real.

Ist aber relativ Schwachsinnig, weil ja die Rüstungsausgaben ins BSP gerechnet werden. Ebenso Staatsschulden, Gesundheitskosten etc.

Über Sinn und Unsinn der Zahl namens "BSP" haben wir ja schon diskutiert: Es wird nicht unterschieden zwischen Erträgen und Kosten.

Aber streng genommen hast Du recht, und Staiger auch. Die Quintessenz ist, dass das BSP rein gar nichts über den Wohlstand eines Landes oder den Zustand der Wirtschaft ausdrückt.

Wie ich schon angedeutet hatte: Die eine Hälfte der Bevölkerung ist Dialyse-Patient die andere ist Soldat und wir haben eine enorme Steigerung des BSP!

plenaspei
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MarcusFabian wrote:

plenaspei wrote:

Staatsschulden haben nur in % des Bruttonationaleinkommen eine Aussagekraft, wenn also ein Krieg das Bruttonationaleinkommen steigert verringert sich die Staatsverschuldung real.

Ist aber relativ Schwachsinnig, weil ja die Rüstungsausgaben ins BSP gerechnet werden. Ebenso Staatsschulden, Gesundheitskosten etc.

Über Sinn und Unsinn der Zahl namens "BSP" haben wir ja schon diskutiert: Es wird nicht unterschieden zwischen Erträgen und Kosten.

Aber streng genommen hast Du recht, und Staiger auch. Die Quintessenz ist, dass das BSP rein gar nichts über den Wohlstand eines Landes oder den Zustand der Wirtschaft ausdrückt.

Wie ich schon angedeutet hatte: Die eine Hälfte der Bevölkerung ist Dialyse-Patient die andere ist Soldat und wir haben eine enorme Steigerung des BSP!

Ich verstehe auch was Du meinst MF, ist schon klar dass nur auf Pump das BNE ( früher BSP ) zu steigern keine langfristige Lösung darstellt, doch gibt es wirklich bessere Alternativen?

Was nicht ausser Acht gelassen werden soll, die Kosten des einen sind immer auch der Verdienst eines anderen.

Bullish
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SMI im März 2011

plenaspei wrote:

MarcusFabian wrote:

Über Sinn und Unsinn der Zahl namens "BSP" haben wir ja schon diskutiert: Es wird nicht unterschieden zwischen Erträgen und Kosten.

Was nicht ausser Acht gelassen werden soll, die Kosten des einen sind immer auch der Verdienst eines anderen.

Genau. Ertäge sind immer die Kosten anderer, wie sollte es sonst anders sein?

Neu-SG
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Griechenland hat sich neues Geld beschafft... vermutlich haben die gleichen Kreise die auf Panik machen - zugelangt... Mafia total

plenaspei
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Es wären ja nicht die Häuser der eigenen Volkswirtschaft die zerstört würden. :roll:

Der grösste Teil der Wertschöpfung einer Volkswirtschaft ist sowieso nicht Nachhaltig.

Was genau ist den Wohlstand, ich verstehe es als Punkt, an dem die wichtigsten immateriellen und materiellen Bedürfnisse befriedigt sind.

Der Wohlstand für die Volkswirtschaft war wohl das beste Argument der Planwirtschaft.

Wenn sich also die Amerikaner mächtiger und besser fühlen. Wenn sie mit viel Geld helfen, welches sie eigentlich nicht haben, unterdrückten Menschen die ihre Grundbedürfnisse nicht stillen können, aus der Misere zu kommen, steigt der Wohlstand auch immateriell und das BNE steigt auch noch in die Höhe und die Schulden werden real kleiner.

BNE hat nur eine materielle Aussagekraft, da aber der Wohlstand, Grossteils auch von immateriellen Aspekten abhängt, hat das BSP für den Wohlstand wirklich keine Aussagekraft, aber diese Zahl deshalb als Unsinnig zu bezeichnen..., sie misst doch die wirtschaftliche Aktivität einer Volkswirtschaft.

Bullish
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Ramschpapierhaendler wrote:

Selbverständlich zerstören die Amis im Krieg nicht die eigenen Häuser. Trotzdem wäre es sinnvoller, die Ressourcen so einzusetzen, dass man (sinnbildlich) Häuser im eigenen Land baut anstatt Häuser in fremden Ländern zu zerstören (und wenn man Ereignisse bzw. Reaktionen wie 9/11 miteinbezieht, dann wurden auch im eigenen Land Häuser zerstört).

Einigen wir uns doch darauf, dass es nützlichere Ausgaben als Kriegsausgaben gibt.

Es kommt nicht darauf an, ob die Häuser wirklich zerstört oder gebaut werden. Es kommt darauf an, dass Ausgaben getätigt werden, um die Zerstörer oder Erbauer zu bezahlen.

Es ist immer wieder der selbe Denkfehler, der gemacht wird, es wird an eine "Gütermenge" gedacht, deshalb auch die Schwierigkeit, "Materielles" und "Immaterielles" unter einen Hut zu kriegen.

Dabei ist das System v.a. immateriell. Es geht lediglich darum, seine Verpflichtungen zu erfüllen und da es NIEMALS allen gleichzeitig gelingen kann, wird Geld immer knapp bleiben. Sogar in der Hyperinflation ist das Geld am Ende knapp, weil der Ausgeber am Ende auch "defaulten" wird.

plenaspei
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SMI im März 2011

@Ramschi

Lies doch mal: Krieg und Frieden im Wirtschaftszyklus, veröffentlicht von Johann A. Saiger.

Ich konnte leider keinen Link machen, doch mit Google findest Du es.

Ich bin bestimmt kein Kriegs Fürsprecher, doch habe ich schon vor einer geraumen Zeit davon gesprochen und jetzt scheint es so weit zu sein.

jheimi
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SMI im März 2011

Dow geht schön heute...SMI überhaupt nicht!!

Obwohl Dollar und Euro heute auch noch zusätzlich für den SMI sprechen würden!!

Der frühe Vogel fängt den Wurm!!

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