SMI im März 2011

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fritz.
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SMI im März 2011

Neu-SG wrote:

Im Nachhinein ists einfach... gell.... und etwas kindisch - egal wie alt du bist.

Noch kindischer ist, jeden, der Aktien verkauft, immer als Angsthasen zu bezeichnen - und das in jeder Situation. Begreif endlich, dass es verschiedene Anlegertypen gibt, nicht nur Kamikaze-Trader wie du, die immer und in jeder Situation auf steigende Kurse setzen.

Und noch was: Ich glaube kaum, dass dein Angsthasen-verteilen ohne Begründung Wirkung zeigt. Es wird kaum einer aufgrund deiner Bemerkungen Aktien kaufen. Und sicher keiner, der soviel kauft, dass er damit den Kurs beeinflussen könnte.

Gruss

fritz

MarcusFabian
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Re: schizofren manipuliert

alpenland wrote:

JPY steigt gegenüber ALLEN Währungen

Auch das ist durchaus logisch und im Zusammenhang:

Japan repatriiert Gelder. Das heisst konkret, es werden Assets in Dollar verkauft und die Dollars in Yen gewechselt.

Ergo: Verkauf Dollar, Kauf Yen ===> Höherer Yen, Tieferer Dollar.

Das ist einer der Gründe, weshalb die BoJ gegensteuert, indem sie massig Yens produziert (umgerechnet über Fr. 600 Mrd.).

Ausserdem straft es Tim Geithner Lügen, der gestern (Quelle: http://www.cash.ch/node/1289#comment-330120 ) behauptet hat, die Japaner würden keine US-Anleihen verkaufen.

Fazit: Es passt alles exakt zusammen.

Oder wie Bubba Smith (A-Team) sagen würde: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert" Wink

jheimi
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SMI im März 2011

TeeTasse83 wrote:

MF: die interessante Situation ist ned dass viel Japanisches Geld Re-Patriiert wird. Das Problem ist was damit getan wird.

Die Ausgaben werden massiv ansteigen. Die Nation ist durch die Katastrophe geeint. Japan ist tendentiell Japan Fan, durch die Krise wird dies noch verstärkt. Ergo wird ein sehr grosser Teil des Geldes an Japanische Lieferanten ausgegeben.

In der Konseauenz kommt es zu einer Nachfrage getriebenen Inflation. BoJ wird gezwungen die Zinsen anzuheben.

Die höheren Zinsen werden zum Problem im Bezug auf Staatsschuld. Ausfall Risiko explodiert. Ausländische Investoren verlassen den Yen und der Yen wird global weniger wichtig. BoJ muss in der Folge USD Anlagen repatriieren.

Durch politischen Beschluss werden die repatriierten USD zur Schuldentilgung eingesetzt. Zinsen steigen durch die BoJ nachfrage in eine vernünftige Spanne von 2 bis 3 %, die Staatsschuld wird über die BoJ Käufe abgeschrieben. Japan kommt aus der Depression.

Alles vorausgesetzt das AKW Problem eskalliert nicht weiter. Die Chance für ein starkes Japan in 10+ Jahren sind da.

Gruss

Das Problem ist, dass das AKW Problem garnicht noch weiter eskalieren muss, es stellt auch im jetzigen Zustand schon ein Problem für die nächsten paar Jahre dar...

bin gespannt wies im NIKKEI weiter geht..denke kaum dass sich die Erholung halten kann!

Der frühe Vogel fängt den Wurm!!

MarcusFabian
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SMI im März 2011

TeeTasse83 wrote:

In der Konseauenz kommt es zu einer Nachfrage getriebenen Inflation. BoJ wird gezwungen die Zinsen anzuheben.

Die höheren Zinsen werden zum Problem im Bezug auf Staatsschuld.

Na ja, jetzt mach' mal halblang Wink

Reduzieren wir's mal:

Japan hat über Jahre oder Jahrzehnte hinweg Dollar-Reserven angelegt. Egal ob Dollar in bar, Anleihen oder Aktien.

Reserven legt man per Definition für Krisenzeiten an.

So eine Krise - darüber sind wir uns einig - ist nun eingetreten.

Ergo werden die Überschüsse der vergangenen Jahre nun veräussert. Man verkauft Dollar-assets gegen Dollars und holt das Geld nach Hause.

So weit so gut.

Importierte Inflation? Ja, wenn es keine Deflation gäbe. Aber genau diese Asset-Deflation (= zerstörte Gebäude, Fabriken, Schiffe, Autos, Infrastruktur) gibt es ja derzeit. Also ist die Gefahr einer Inflation nicht das Hauptproblem Japans.

Muni
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@all

Hallo zusammen

Spannend, was ihr hier so alles schreibt. Ich habe gestern schmerzlich alle meine Aktien verkauft. UBS habe ich seit 3 Jahren gehalten.

Mir gefällt die Situation ganz und gar nicht. Ich habe das Gefühl, dass viele noch nicht verstanden haben was auf der Welt gerade passiert und was dies für die Wirtschaft für folgen hat! MF, deine Beiträge finde ich sehr passend. Alle Anleger sollten die Warnungen ernst nehmen und auch darauf reagieren. Auch wenn es schmerzt. :arrow: wie bei mir!

Passt auf euer Geld auf! Man kann immer wieder einsteigen. Aber in dieser Situation ist es nicht empfehlenswert.

Gruess Muni

alpenland
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steigender JPY

danke für die guten Argumente.

Warum allerdings $ gegen € steigt ist unklar ?

(der Fallout wird dort eher eintreffen)

zirkon
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SMI im März 2011

lohnt sich wieder ein short einstieg? hat jemand einen guten link mit nikkei futures infos? kann keine finden SadSad

Friederich
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SMI im März 2011

zirkon wrote:

lohnt sich wieder ein short einstieg? hat jemand einen guten link mit nikkei futures infos? kann keine finden SadSad

8'440 (22:25)

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

tolggoe28
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SMI im März 2011

Wie bereits auf Seite 16 pupliziert. Aber gerne nochmals.

http://www.forexpf.ru/_quote_show_/java/show_graph.php?type=NIK_FUT&grty...

MarcusFabian
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SMI im März 2011

zirkon wrote:

lohnt sich wieder ein short einstieg?

Das kann ich Dir nicht sagen. Alleine deshalb, weil morgen Verfall ist und die Wallstreet-Mafia alles daran setzen wird, die Kurse nach oben zu manipulieren, koste es was es wolle!

Ab Montag darf es dann weiter fallen.

Allerings könnte ab Montag eben auch die Panik weg sein und die Kurse nachhaltig steigen. Es ist also ein va-banque-Spiel.

Deshalb die Empfehlung, draussen zu bleiben und erst nach 1-2 grünen Tagen long zu gehen bzw. short zu gehen, wenn es auch am Freitag und Montag runter rasselt.

MarcusFabian
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Re: @all

TeeTasse83 wrote:

Momentan ist Strahlung ausgetreten - jedoch kam es noch zu keiner signifikanten Kontamination.

Ähhhh .... gab es keine Kontamination oder haben uns nur die Politiker gesagt, es gäbe keine Kontamination???

Das ist nicht dasselbe!

Wir erinnern uns: Tschernobyl, Three Mile Island, ... haben uns die Politiker die Wahrheit sofort gesagt oder erst zugegeben, was Sache ist, nachdem man ihnen das Gegenteil bewiesen und Fakten um die Ohren gehauen hat?

Muni
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@TeeTasse83

Genau das meine ich.

Hast du Kenntnisse im Atom-Bereich? Eher nicht oder? Ich auch nur wenig.

Es kann noch niemand abschätzen was passieren wird. Vor allem was schon geschehen ist.

...und wie bitte soll die Kühlung funktionieren, wenn fast niemand mehr da ist der den "Schlauch" hinhält???????

Es wäre ja schön wenn du Recht hast, aber meine Augen sagen etwas anderes. Es will es nur niemand aussprechen!

MarcusFabian
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Re: @TeeTasse83

Muni wrote:

Hast du Kenntnisse im Atom-Bereich? Eher nicht oder? Ich auch nur wenig.

Wir hatten im Technikum einen Physiklehrer, der Physiker am CERN war. Was wir damals als Scheiss, als Schikane in der Ausbildung betrachtet haben, zahlt sich heutzutage leider aus Wink

Zumindest kann ich mit "becquerel" , "Sievert", "Curie", "Gray", "Röntgen" ... ein bisschen was anfangen. Wink

ob ich dazu mal eine kurze Zusammenfassung im Japan-Katastrophen-Trööööd im User-to-User Forum poste?

MarcusFabian
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SMI im März 2011

TeeTasse83 wrote:

Japan ist keine Diktatur - irgend jemand hätte es gemessen - bsp die Amerikaner.

Ich mag das nicht abstreiten. Ich traue einfach keinem Politiker, nicht einmal einem Japaner.

Und die Amerikaner können gar nichts messen. Die Amis haben nur Okinawa besetzt und das ist von Fukushima ziemlich weit wet.

TeeTasse83 wrote:

Nebenbei: Three Mile Island führte zu keiner signifikanten Kontamination.

Stimmt. Aber es gibt das berühmte Zitat eines Insiders: "We nearly lost Detroit".

TeeTasse83 wrote:

Möglicherweise steht die Strohmleitung schon bald wieder. Wer weiss ob die Kühlsysteme noch funktionieren würden?

Lass uns realistisch bleiben: In Fukushima haben wir ja nicht "nur" ein Problem mit ein paar Reaktoren.

Es ist ein Gebiet, das überflutet und von Erdbeeben durchgeschüttelt wurde. Entsprechend schwierig bis unmöglich ist es, Waren, Strom, Wasser etc. an den Unglücksort heranzuführen. Es war ein fehlendes Notstromkabel, das in Fukushima 1 zur ersten Überhitzung geführt hat. Und nun sollen über Nacht Stromleitungen mit genügend Kapazität vor Ort gebracht werden? Und woher kommt der Strom?

Also ich bin da ziemlich skeptisch.

Ramschpapierhaendler
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SMI im März 2011

Neu-SG wrote:

Ramschpapierhaendler wrote:
Neu-SG wrote:
Nikkei holt wieder auf. Die Verlierer sind die Angsthasen - die gestern am schwarzen Tag keine Geduld hatten und nicht liegengelassen haben.

No comment!

(Sorry, aber der musste jetzt einfach sein!)

muss jetzt auch noch sein.... zu 95 % hättest in der Nacht auch mit steigendem SMI gerechnet heute. Im Nachhinein ists einfach... gell.... und etwas kindisch - egal wie alt du bist.

Ich haba im Gegensatz zu dir mit ALLEN Möglichkeiten für heute (gestern) gerechnet. Kindisch sind so Kraftausdrücke wie "Angsthasen" und dergleichen. Jeder Verkäufer hat seinen eigenen, persönlichen Grund für seine Handlungsweise.

Leonator
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SMI im März 2011

Nikkei...heute sind die Bären wieder am Drücker Wink

Psytrance24
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SMI im März 2011

@Leonator

Der Nikkei Future hat aber furios aufgeholt! mal schaun...

genauso ist die Yen-Stärke wieder verflogen.

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

Dr.Zock
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SMI im März 2011

Nikkei um 07.00h MEZ -0.60%

Er hat somit die Anfangsverluste abgebaut.

Guten Börsentag

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

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SMI im März 2011

Dr.Zock wrote:

Nikkei um 07.00h MEZ -0.60%

Er hat somit die Anfangsverluste abgebaut.

Guten Börsentag

Dr.Zock

du meinst 1.44%

Der frühe Vogel fängt den Wurm!!

scaphilo
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SMI im März 2011

Leonator wrote:

Nikkei...heute sind die Bären wieder am Drücker Wink

Es ist ja mittlerweile schon fast sarkastisch wenn man schreibt hier wären Bären oder Bullen am Werk. Der Markt existiert eigentlich schon seit einer Weile nicht mehr ... weder in Japan, der EU noch in den USA:

Quote:

Die japanische Notenbank setzt ihre Unterstützung des heimischen Bankensystems auch am Mittwoch mit einer massiven Finanzspritze fort. Die Notenbank pumpte laut der Nachrichtenagentur Kyodo 5 Billionen Yen in die Märkte (56.5 Milliarden Franken) und kündigte weitere Hilfen über 8,8 Billionen Yen für den Donnerstag und Freitag an. Insgesamt stellte die Notenbank damit seit Ausbruch der Krise 55,6 Billionen Yen zur Verfügung (630 Milliarden Franken).

Wo werden denn bitte 630 Mia benötigt wenn die geschätzte Schadenssumme gemäss CS, JPM od. GS bei ~180 mia liegt? http://www.cash.ch/news/boersenticker/rss/bis_zu_180_milliarden_dollar_s...

Ihr spielt das Spiel mit als könntet ihr aus logischen oder emotionalen Gründen herleiten wohin die Reise geht. Das ist völliger Schwachsinn, wohin dir Reise geht entscheiden die Notenbanken und die Regierungen und nicht das Gesetz von Angebot und Nachfrage oder irgendwelche Anlegerstimmungen.

Seit 2008 würde es mir NIEMALS in den Sinn kommen in Aktien/Häuser/Obligationen oder Papiergeld zu investieren damit unterwirft man sich lediglich der Willkür von Leitzinssätzen und QEs.

Nennt ihr das Freie Marktwirtschaft?

Meveric
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SMI im März 2011

@scaphilo

Dann schicke ich dir gerne meine Kontaktangaben und Du überweist mir deinen Lohn monatlich. Zudem könntest Du das Aktiendepot, wenn Du eines hast, auf mich umschreiben. Falls noch ein Haus vorhanden ist würde ich das auch gerne nehmen.

Eine Frau kostet zudem auch sehr viel Geld. Wenn man die Teuerung etc. aufschlägt kostet das ausführen und verwöhnen einer Frau auch jedes Jahr 1-2% mehr. Ist aber meistens eine gute Investition.

Zyndicate
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Bundesökonomen optimistischer für Schweizer Wirtschaft

Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft verbessern sich. Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat seine Wachstumsprognose für die Schweiz erhöht. Die Ökonomen des Bundes rechnen neu mit einem Wachstum von 2,1 Prozent im laufenden Jahr.

(sda) Das Staatssekretariat Wirtschaft (Seco) ist zuversichtlich für die Schweizer Wirtschaft. Sie soll schneller wachsen als noch im Dezember angenommen. Doch weist das Seco auch auf Unsicherheiten hin: Neben den dramatischen Schuldenproblemen in vielen Ländern und der noch unklaren wirtschaftlichen Auswirkungen der Atom-Katastrophe in Japan bleibt für das Seco in erster Linie der starke Franken ein möglicher Stolperstein.

Aus den USA droht weiter Gefahr

Dieser hat als sicherer Hafen nach der Atomkatastrophe in Japan wieder deutlich zugelegt. Auch die Lage in den USA könnte sich dämpfend auf die Schweizer Wirtschaft auswirken, hält das Seco fest. Dort ist die Immobilienkrise noch nicht ausgestanden.

Die letzte BIP-Schätzung der Bundesökonomen von Mitte Dezember lag bei 1,5 Prozent. Die Schweizer Wirtschaft erhalte Auftrieb durch die gute Entwicklung der Konjunktur in vielen Teilen der Welt, begründet das Seco seine Prognoserevision auf 2,1 Prozent.

Pharmabranche beflügelt Exporte

Vor allem die Pharmaindustrie habe den Export bisher getragen. Sei leide weniger stark als andere Branchen unter dem starken Franken. Von einer «robusten Entwicklung» zu sprechen, sei aber noch zu früh, hält das Seco fest. Vor allem die Maschinenbau-, Elektro- und Metallindustrie leide unter dem starken Franken.

Zudem belasteten hohe Rohstoffpreise die globale Wirtschaftskreislauf, etwa das teure Erdöl. Die Ökonomen erwarten weiterhin negative Auswirkungen auf den Export und damit auf die Gesamtwirtschaft. Für 2012 sagt das Seco wie schon im Dezember weiterhin ein Wachstum von 1,9 Prozent voraus.

Quelle: www.nzz.ch

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SMI im März 2011

Die Schweizerische Nationalbank lässt die Geldschleusen weiterhin weit offen. Obwohl sich die Schweizer Wirtschaft überraschend kräftig entwickelt und Inflationsrisiken bestehen, lässt sie die Zinsen weiterhin auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent.

tsf. Die Schweizerische Nationalbank führt ihre expansive Geldpolitik wie erwartet fort. Sie begründet dies mit der Konjunktur, die sich global und in der Schweiz dynamischer entwickelte, als sie dies noch im Dezember angenommen hatte. Die Notenbanker erwarten im laufenden Jahr ein robustes Wachstum der Schweizer Wirtschaft um rund 2,0 Prozent. Bisher hatte sie rund 1,5 Prozent vorausgesagt. 2010 war die Schweizer Wirtschaft um hohe 2,6 Prozent gewachsen.

Wolkenlos ist der Konjunkturhorizont allerdings nicht: «Die weiter bestehende Schuldenproblematik in Europa und mögliche wachstumsdämpfende Effekte des hohen Ölpreises stellen beträchtliche Abwärtsrisiken dar», schreibt die Nationalbank in ihrer Mitteilung. Auch seien die Folgen der Erdbebenkatastrophe in Japan derzeit kaum abzuschätzen.

Aufwärtsrisiken bei der Inflation

Auch bei der Inflation gibt es weltweit Aufwärtsrisiken: Die Nationalbank weist dabei auf die geopolitischen Anspannungen und auf die steigenden Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise hin. Umfragedaten hätten jedoch gezeigt, dass die Inflationserwartungen in der Schweiz nach wie vor stabil seien.

Die Inflationsprognose der Nationalbank sagt für 2011 eine leicht höhere Teuerung voraus. Sie erhöhte die Teuerungsprognose für das laufende Jahr auf 0,8 (bisher 0,4) Prozent und für 2012 leicht von 1,0 auf 1,1 Prozent. Damit liegt der Preisauftrieb aber noch deutlich unter der Schwelle von 2 Prozent, bis zu der Notenbanker von Preisstabilität sprechen. Diese Marke würde mit unveränderter Geldpolitik laut SNB aber 2013 erreicht.

Die Währungshüter führen die leicht höhere Teuerung auf einen höheren Ölpreis, die stärkere wirtschaftliche Dynamik im Inland und die positiveren Annahmen für die ausländische Wirtschaft zurück. Ab Mitte 2012 wirke sich aber der Einfluss der Frankenaufwertung dämpfend aus.

Gratisgeld für Banken

Weil die Inflationsgefahr damit nicht akut ist, sieht die Nationalbank offenbar noch keinen Grund, die Zügel anzuziehen. Sie belässt damit das Zielband für den Dreimonats-Libor weiterhin bei 0 bis 0,75 Prozent. Dabei strebe sie an, den Libor bei rund 0,25 Prozent zu halten. Banken können somit seit zwei Jahren fast gratis mit Geld versorgen. Damit will die Nationalbank die Kreditvergabe und die Gesamtwirtschaft ankurbeln.

Die Nationalbank hatte nach dem Schock der Finanzkrise und den massiven Auswirkungen auf die Weltwirtschaft den Leitzins innerhalb eines halben Jahres von 2,75 auf 0,25 Prozent radikal zurückgenommen, nicht zuletzt weil die Geldversorgung unter den Banken zum Erliegen kam. Auf diesem Tiefststand notierte der Leitzins schon in der Rezession nach den Anschlägen vom 11. September 2001 während fünf Quartalen. Die gegenwärtige Rekordtief-Phase geht nun in das neunte Quartal. Bisher haben erst wenige Industriestaaten begonnen, ihre Geldpolitik zu normalisieren.

Wie erwartet

Der Nullentscheid der Nationalbank war erwartet worden. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen waren denn auch wenig überrascht. Die Credit Suisse erwartet eine Zinserhöhung im Dezember, wie CS-Ökonom Fabian Heller erklärte. Die Lage könne sich aber rasch ändern, wenn die Situation beim Euro/Franken-Wechselkurs wechsle. Wenn sich der Franken abschwäche, sei ein früherer Zinsanstieg möglich.

Als bemerkenswert erachtet Sarasin-Chefökonom Jan Poser, dass die Nationalbank die Ereignisse in Japan mit in die Betrachtung aufgenommen hat. Die Fed sei darauf gar nicht eingegangen. Der Grund hierfür sei die sich bereits abzeichnende Auswirkung auf den Schweizer Franken.

Quelle: www.nzz.ch

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orangebox
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SMI im März 2011

Die Japaner scheinen Fukushima unter Kontrolle zu bringen sieht gut aus.

Die Frage wie schlimm war das alles wirklich?

Schwierig die Lage einzuschätzen vorallem wenn man bedenkt das die westlichen Medien massivst übertreiben mit ihren Prophezeitungen.

querschuesse.de

dangermouse
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SMI steigt auch heute wieder auf bis zu +0.75% und sinkt dann auf den gestrigen Schlussstand zurück. Ob er wie gestern gegen Nachmittag wieder ins minus dreht??

 

sparkle78
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Quote:

Die Japaner scheinen Fukushima unter Kontrolle zu bringen sieht gut aus.

Wie kommst du zu der Aussage wenn ich fragen darf??

dangermouse
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orangebox wrote:

Die Japaner scheinen Fukushima unter Kontrolle zu bringen sieht gut aus.

Die Frage wie schlimm war das alles wirklich?

Schwierig die Lage einzuschätzen vorallem wenn man bedenkt das die westlichen Medien massivst übertreiben mit ihren Prophezeitungen.

Vermutlich haben die Wasserabwürfe zur Kühlung der Reaktoren doch etwas gebracht und somit konnte eine Kernschmelze doch noch abgewendet werden. Anscheinend wurden rund 7.5 Tonnen Wasser abgeworfen!!!! Auch sind Wasserwerfer vor Ort installiert worden, welche das AKW kühlen sollen.

 

orangebox
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sparkle78 wrote:

Quote:
Die Japaner scheinen Fukushima unter Kontrolle zu bringen sieht gut aus.

Wie kommst du zu der Aussage wenn ich fragen darf??

Live News N-TV

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sparkle78 wrote:

Quote:
Die Japaner scheinen Fukushima unter Kontrolle zu bringen sieht gut aus.

Wie kommst du zu der Aussage wenn ich fragen darf??

Steht in den Medien! Es steht nicht, sie hätten es unter Kontrolle sondern, dass der Kühlversuch mit den Helikoptern gelungen ist!

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

sparkle78
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Aha ... dachte schon ich hab was verpasst Wink

Unter Kontrolle heisst das noch lange nicht ..

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