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weico
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weico hat am 03.02.2014 - 14:32 folgendes geschrieben:

weico hat am 03.02.2014 - 13:31 folgendes geschrieben:

Der britische EU-Abgeordnete David Campbell Bannerman hofft, dass ein Ja der Schweiz zur Zuwanderungs-Initiative die EU wachrütteln wird. Andere Staaten würden nachziehen.

 

Herr Campbell Bannerman, welches Verhältnis haben Sie zur Schweiz – und wie eng verfolgen sie den Abstimmungskampf um die Initiative der SVP gegen die Masseneinwanderung?
Ich verfolge die Debatte mit grossem Interesse, ich bin auch Mitglied in der Delegation für die Beziehungen zur Schweiz und zu Norwegen. Die Schweiz schätze ich ausserordentlich wegen ihrer demokratischen Tradition und ihrer tollen, erfolgreichen Unternehmen.

Seit der Einführung der Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union wandern pro Jahr durchschnittlich rund 80'000 Personen mehr in die Schweiz ein als aus. Viele Schweizer beklagen sich über verstopfte Züge und Strassen, über steigende Mieten und den Verlust kultureller Identität. Wie ist es auf der Insel?
In Grossbritannien gibt es genau die gleichen Ängste wie in der Schweiz. Bei der Zuwanderung müssen wir ein vernünftiges Gleichgewicht halten: Einerseits braucht es ein gesundes Mass an Einwanderung, um Talente ins Land zu bringen. Anderseits darf die Zuwanderung nicht so gross sein, dass sich die einheimische Bevölkerung von den Zuwanderern überrannt fühlt. In Grossbritannien schwoll die Bevölkerung um vier Millionen Personen an, als die Labour Party an der Macht war. Dies hat die Spaltung der britischen Gesellschaft verstärkt und zu ernsthaften Problemen geführt: Die Last auf Schulen, Spitälern und dem Transportwesen ist zu gross.

Die SVP will mit ihrer Initiative zurück zu den Kontingenten. Die Schweiz soll die Zuwanderung wieder selbst steuern können. Wie wird die EU bei einem Ja reagieren?
Ich sage nur so viel: Ihr Schweizer müsst keine Angst haben, dass ein Ja zur Initiative Strafaktionen der EU nach sich zieht. Die Schweiz ist einer der grössten Handelspartner der EU und die stagnierende Wirtschaft im EU-Raum braucht den Handel und die Investitionen der Schweiz. Es ist jedoch euch überlassen, wie ihr stimmt – ihr habt eine wunderbare demokratische Tradition und dürft entscheiden.

Aber Wirtschaft und Bundesrat warnen eindringlich vor den Risiken der Initiative. Wegen der sogenannten Guillotine-Klausel wären die ganzen Bilateralen I gefährdet. Würde die Schweiz nicht isoliert in Europa?
Noch einmal: Die Schweiz ist ein zu wichtiger Handelspartner. Die EU braucht die Schweiz, der Handel und die Kooperation werden in irgendeiner Form weitergehen. Die Schweiz sollte sich nicht von der undemokratischen und bürokratischen EU tyrannisieren lassen. Ihr müsst das machen, was gut für das Land ist, und nicht das, was gut für die EU ist.


Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, sagte kürzlich, dass die Personenfreizügigkeit nicht verhandelbar sei. Die EU werde der Schweiz ohne Personenfreizügigkeit niemals den Zugang zum Binnenmarkt gewähren. Sollten das nur leere Drohungen sein?
Frau Reding ist eine fürchterliche EU-Föderalistin. Sie wird alles daran setzen, einen europäischen Superstaat zu schaffen und die freien Nationen zu zerstören. Sie ist der beste Werbeträger dafür, weshalb Grossbritannien die EU verlassen sollte. Natürlich kann sie auf der Personenfreizügigkeit beharren, aber die wirtschaftliche Situation der EU wird sich in diesem Fall verschlechtern.

Wird sich die EU je auf Neuverhandlungen beim Personenfreizügigkeitsabkommen einlassen?
Brüssel wird nicht darum herumkommen. Zu viele EU-Staaten und auch Nichtmitgliedstaaten wie die Schweiz stellen es auf die Probe. Es sollte eine Freizügigkeit nicht für Personen, sondern für Erwerbstätige geben und nur, wenn es freie Stellen gibt. (In der EU gilt das allgemeine Freizügigkeitsrecht, das heisst anders als in der Schweiz dürfen sich EU-Bürger auch in anderen EU-Staaten niederlassen, wenn sie nicht erwerbstätig sind, Anm. d. Redaktion). Reichere Volkswirtschaften wie die Schweiz und England sollten zudem das Recht haben, eine Steuerung mittels Visa wieder einzuführen. Nehmen wir Länder wie Rumänien oder Bulgarien als Beispiel: Dort sind die Löhne rund sechs Mal tiefer als in Grossbritannien. Ich tadle die Leute nicht, wenn sie deshalb auswandern wollen. Die volle Freizügigkeit ist hier aber Wahnsinn. Wir können diese Zahlen nicht verkraften.

Also ist Ihrer Meinung nach die Personenfreizügigkeit in der heutigen Form ein Auslaufmodell?
Ja, genau. Dem gefährlichen Wohlstandtourismus und der kommunistischen Vision eines vereinigten Europas sollte ein Ende gesetzt werden.

Auch in der EU sägen einige Politiker, vor allem in Deutschland und Grossbritannien, an der Personenfreizügigkeit. Wegen der Erweiterung im Osten und der Krise der südlichen Staaten macht die Angst vor Armutsmigration die Runde. Was würde es für diese Debatte bedeuten, wenn das Schweizer Volk die Initiative annimmt?
Ich denke, ein Ja der Schweizer würde die EU wachrütteln und elektrisieren. Denn die Gefühle gegen die Masseneinwanderung gibt es ja nicht nur in der Schweizer Bevölkerung, sondern auch anderswo in Europa. Die Schweiz würde eine Vorreiterrolle einnehmen und andere Staaten würden schnell nachfolgen.

 

http://www.20min.ch/schweiz/dossier/zuwanderung/story/Europas-Rechte-hof...

 

 

 

weico

 

.... herrlich geschrieben  smiley

 

weico

.. :music:

 

weico

Zyndicate
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Dazu fällt mir nur eins ein (nichts gegen euch): peinlich!

Könnt ihr diese kindische Diskussion nicht mittels pn weiterführen?

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
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Zyndicate hat am 03.02.2014 - 15:18 folgendes geschrieben:

Dazu fällt mir nur eins ein (nichts gegen euch): peinlich!

Könnt ihr diese kindische Diskussion nicht mittels pn weiterführen?

Natürlich ist es peinlich & kindisch, da gebe ich dir recht.

Ich hatte auch mit igwt via PN kommuniziert, am Ende landet der Schrott doch wieder im Thread.

 

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Benjamin Franklin

weico
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Zyndicate hat am 03.02.2014 - 15:18 folgendes geschrieben:

Dazu fällt mir nur eins ein (nichts gegen euch): peinlich!

Könnt ihr diese kindische Diskussion nicht mittels pn weiterführen?

..er hat eben viel Nachholbedarf in kindlichen Sachen.... und ich hab genug Erfahrung mit Kindern..   (und Kinder machen).... ! Er darf also ruhig weiterspielen...

  :music:

 

weico

weico
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Die demografische Entwicklung03.02.2014 - 16:12

«Mehr ältere Menschen führen zu einer friedlicheren Welt»

In seinem neuen Buch wehrt sich Soziologe Peter Gross gegen demografische Horrorszenarien und die Dämonisierung des Alters. Ältere Menschen würden der Gesellschaft gut tun.

Peter Gross, alle wollen lange leben, sich aber dabei möglichst nicht alt fühlen, geschweige denn so aussehen. Wie ist dieser unlösbare Zielkonflikt entstanden?

Aus einer gesellschaftlichen Einschätzung des Alterns heraus, die der Realität wenig entspricht. Diese Einschätzung sieht im Altsein ein zivilisatorisches Strafgericht und übersieht, dass erstmals in der Weltgeschichte das Menschenleben ganz werden kann. Denn zum Werden und zum Aufstieg gehören auch der Abstieg und das Vergehen. Bis ins 18. und 19. Jahrhundert hatten fast alle eine Lebenserwartung von vielleicht 40 Jahren und wurden aus der Mitte des Lebens durch Krieg, Pest oder Cholera in den Tod gerissen. In weiten Teilen Afrikas ist es heute noch so.

Und weil wir diesen Fortschritt nicht zu schätzen wissen, wollen wir uns nicht so alt fühlen, wie wir eigentlich sind?

So ist es. Man verkennt die Vorteile des Abstiegs, etwa, dass es dem Einzelnen erstmals möglich ist, sein Leben in einer zusätzlich gewährten Nachzeit zu verarbeiten und zu bilanzieren.

Das könnte man aber auch, wenn man ohne Runzeln und energiegeladen alt würde, was sich viele Alternde zu wünschen scheinen.

Ein vergeblicher Wunsch. Die Frage ist doch, ob es einen Sinn für das Gebrechlich- und Schwächerwerden gibt. In meinem neuen Buch vermute ich, dass diese Sinnfindung uns vor allem deshalb so schwerfällt, weil die moderne Gesellschaft eine gewaltige Kraftmaschine ist, in der alles, was langsam ist und Ruhe will, keinen Platz findet.

Hat es nicht auch mit einem gewissen Jugendwahn zu tun? Der Idee, dass es cool ist, sich mit 50 so zu kleiden wie trendige Teenager und bis vier Uhr morgens auszugehen?

Sicher gibt es Menschen, die ihr Alter negieren – zum Beispiel Rentner, die alle Gepflogenheiten des Erwachsenenlebens bruchlos in die Nacherwerbszeit hinüberretten wollen und noch immer extrembergsteigen. Gesünder wäre wohl zu sagen: Nein danke, dafür bin ich zu alt, alles hat seine Zeit! Das Alter ist eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Ich sehe in meinem Umfeld wenig Neigung, bis vier Uhr morgens abzutanzen.

Vermutlich ist es den Rentnern – zumindest im Westen – noch nie in der Geschichte der Menschheit so gut gegangen wie heute. Da könnte man sich doch eigentlich aufs Alter freuen. Scheint aber kaum jemand zu tun.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass die immaterielle Vorsorge, die Frage nach dem Sinn im Alter, übertönt wird von der Diskussion um die materielle Sicherung der Renten – mit krassen Vereinfachungen. Es ist ja nicht so, dass die Jungen die Rentner finanzieren, es sind die Erwerbstätigen, welche die Jungen und die Alten alimentieren. Wenn es weniger Junge aber dafür mehr Alte hat, macht das finanziell keinen grossen Unterschied, solange es genügend Erwerbstätige gibt. Zudem zahlen die Rentner ja Einkommens- und Vermögenssteuern, und zwar nicht wenig. Heutzutage erben die Betagten von den Hochbetagten, die Alten werden also tendenziell immer reicher, was nicht unproblematisch ist.

Weniger Junge sind also gar kein Problem?

Richtig. Auf lange Sicht bedeutet es nämlich, dass wir dadurch künftig auch weniger Alte haben werden und sich so ein neues Gleichgewicht einpendeln kann. Ökonomisch gesehen, ist der Rückgang der Geburtenrate ein Glücksfall. Die Kosten allein für Familienförderung sind enorm. Zwar tun sich viele schwer damit, dass unsere Gesellschaft weniger Kinder hat, aber die Jugendlichen selbst können froh darüber sein: Sie erhalten mehr Zuneigung, mehr Aufmerksamkeit, mehr finanzielle Mittel. Man sorgt sich mehr um sie. Eine ältere Dame im Altersheim sagte mir kürzlich, die Sorgen mit ihren Kindern würden erst aufhören, wenn diese auch im Altersheim seien.

Die Demografiedebatte ist ja eh absurd: Wenn man mit mehr Geburten oder Einwanderung genügend Junge herbeischafft, um die vielen heutigen Alten auszugleichen, schafft man damit ja nur noch mehr künftige Alte, und das Problem fängt von vorne an.

So ist es. Das mangelnde numerische Wachstum an Menschen lässt sich zudem mit dem qualitativen Wachstum an Lebensjahren kompensieren. Diese Erhöhung der Lebenszeit ist die grösste zivilisatorische Errungenschaft der letzten Jahrhunderte. Und die Menschen werden auch immer gesünder älter.

Dennoch wird auf die geringeren Geburtenraten reagiert: mit mehr Zuwanderung, die jedoch zunehmend Unbehagen auslöst.

Lösen liesse sich das mit einer verstärkten «inneren Zuwanderung». Viele Erwerbstätige würden gerne über das heutige Pensionsalter hinaus arbeiten, man müsste es ihnen nur ermöglichen. So hätten wir genügend Ressourcen im Land, um das auszugleichen, was fehlt. Es ist doch absurd, dass in unserer modernen Gesellschaft fast alles der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen überlassen ist, aber nicht, wie lange und wo gearbeitet werden kann.

Was müssen wir noch angehen, damit wir als Gesellschaft mit vielen Alten und viel weniger Jungen gut funktionieren?

Unternehmen und Geschäfte sollten einen Demografiecheck machen. Die Kunden werden tendenziell immer älter, dem sollte das Alter der Angestellten angepasst werden. Passiert das nicht, haben auch Supermärkte wie die Migros ein Problem. Denn Junge können sich schwer in die Bedürfnisse von alten Leuten einfühlen. Laschen bei der Milch etwa oder eingeschweisste Würste – für alternde Hände eine Beleidigung. Ablauftermine von Lebensmitteln sind so klein gedruckt, dass man keine Chance hat, sie zu lesen. Und warum gibt es eine Schnellkasse, aber keine Langsamkasse? Ältere Leute brauchen mehr Zeit, bis sie an der Kasse bezahlt haben. Dahinter regen sich die Leute auf, dass es nicht vorwärtsgeht. Wieso nimmt man solche Defizite nicht wahr? Weil es zu wenig ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt. Dasselbe Problem findet sich überall. In den Banken müssen sich betagte Kunden von milchgesichtigen Vermögensverwaltern sagen lassen, diese oder jene Anlage sei super bei einem längeren Anlagehorizont. Im Fitnesscenter kommt man sich als Rentner völlig fehl am Platz vor, weil die Trainer alles muskelbepackte Mister-Schweiz-Kandidaten sind.

Sie wollen also Altersquoten für alle kundenorientierten Geschäfte?

Nein. Aber sie sollten ihre Belegschaften den älter werdenden Kunden angleichen, damit sie ihnen auf Augenhöhe begegnen können. Das jedoch passiert viel zu wenig, weil die Firmen keinen Sinn darin sehen, in Mitarbeiter zu investieren, die zwangspensioniert werden. Würde man die Arbeitswelt entsprechend umbauen, gäbe es auch reichlich Jobs für all jene, die über das Pensionsalter hinaus arbeiten möchten – und es bräuchte gar nicht mehr Junge, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Aber ist ein solcher Umbau politisch überhaupt machbar?

Möglicherweise bräuchte es dafür auch mehr Alte in den Parlamenten, 70- und 80-Jährige sucht man dort mit der Lupe. Ich meine damit nicht die Sesselkleber, die schon seit Jahrzehnten in der Politik sind. Idealerweise sollte auch jemand im Pensionsalter eine Chance haben, neu in ein Parlament gewählt zu werden. Aber das ist unmöglich – nicht zuletzt, weil es das Vorurteil gibt, dass die Älteren nur für sich schauen würden. Aus meiner Erfahrung stimmt das nicht. Die Solidaritätsneigung und Empathie ist im Alter eher höher.

Nochmals zum Altern an sich. Viele freuen sich nicht darauf, weil grosse Ängste damit verbunden sind: Krankheiten, Schmerzen, Einsamkeit, Armut. Können Sie diese Ängste irgendwie dämpfen?

Nein. Aber man kann versuchen, ihnen einen Sinn zu geben. Meiner Meinung nach wird ein Leben durch solche Erfahrungen reicher. Es gibt genug Beispiele, wie durch Krankheiten Positives ausgelöst wird. So hat der Schriftsteller Arno Geiger in einem Buch verarbeitet, wie schön es für ihn war, seinem Vater wegen dessen Alzheimererkrankung näher zu kommen. Vielleicht hat Alzheimer den Sinn, das Sterben zu verlangsamen und mit der Welt dadurch ins Reine zu kommen. Fürs Sterben will man sich nämlich keine Zeit nehmen. Alle wünschen sich, am Morgen tot im Bett zu liegen. Meine eigene Mutter wurde 99, meine Schwiegermutter ist 97, und es ist enorm, was wir in diesen späten Jahren mit unseren Müttern alles ins Reine bringen konnten. Es wäre ein Elend gewesen, wenn sie früh und plötzlich gestorben wären.

Aber was ist mit den Einsamen?

Es gibt viele Menschen, die ihr ganzes Leben allein waren und damit relativ gut klarkommen. Schwierig ist es für jene, die eine symbiotische Beziehung hatten und plötzlich allein dastehen. Es ist ganz wichtig zu lernen, allein sein zu können, wenn man älter wird.

Haben es religiöse Menschen einfacher beim Altwerden?

Ich glaube ja. Wer tiefgläubig ist, muss keinen Sinn mehr finden. Die Religion offeriert im christlichen Glauben eine Erlösung in einer jenseitigen Welt. Weil das Leben heute so lange dauert, braucht es diese Welt- und Todesanschauung allerdings immer weniger. Das kurze Leben war ja einst der Anstoss für die Entfaltung der grossartigen Konstruktionen unserer Hochreligionen. Im Jenseits konnte das unbefriedigte, leidvolle Leben des Diesseits zur Ruhe kommen.

Sie sehen den Sinn des Alters nicht zuletzt darin, über das eigene Leben nachzudenken. Aber nicht jeder hat ein Leben geführt, über das er gern nachdenkt.

Tatsächlich gibt es viele Menschen in unserer Gesellschaft, die wollen sich nicht erinnern, die wollen vergessen. Ihr Leben war ein Trümmerfeld von Fehlentscheidungen und Versagen. Sie möchten vergessen – und haben vielleicht gerade deshalb eine psychologische Prädisposition für Alzheimer.

Den gesamtgesellschaftlichen Sinn der Alterung sehen Sie in einer Beruhigung der seit der Industrialisierung andauernden rastlosen Mobilmachung der Welt. Die neuen Alten in der westlichen Welt sind die Ruhestifter, die auf eine friedliche Gesellschaft hinarbeiten und auf den ganzen Planeten positiv einwirken. Eine schöne Vision.

Das ist natürlich hochspekulativ. Aber wie Oscar Wilde einmal gesagt hat, eine Karte der Welt verdiente keinen Blick, wenn das Land Utopia darauf fehlte. Wir leben in einer ungeheuren Beschleunigung, es geht immer nur ums Wachsen und noch mehr Wachsen. Das glänzende Ergebnis dieser historischen Anstrengung ist ein enormer Wohlstand, der aber auch Schattenseiten hat: Stress, Burn-out, schon Kinder stehen unter unbarmherzigem Druck. Was wir brauchen, ist eine Beruhigung der Welt. Die vielen älteren Menschen der Zukunft können und werden dazu beitragen. Im Alter ermüdet man schneller, braucht mehr Pausen, denkt mehr nach. Man lässt sich nicht mehr vorwärtspeitschen, hat auch weniger Lust auf Konflikt und Kampf. Früher oder später wird die ganze Weltbevölkerung auf diesen Pfad einschwenken, den wir in Europa schon betreten haben.

Im Alter ist vieles plötzlich nicht mehr so wichtig.

Kennen Sie viele ältere Menschen, die so leben, wie Sie es sich vorstellen?

Ich kenne viele, die diese Entschleunigung am eigenen Leib erfahren und keine Probleme damit haben, ihre Hyperaktivität hinter sich zu lassen. Das Älterwerden ist, um Papst Franziskus zu paraphrasieren, ein Lazarett nach der täglichen Schlacht im Erwerbsleben. Vieles ist auch nicht mehr so wichtig wie früher, die Börsen, die Weltpolitik, alles bedrängt einen weniger. Laster wie Unmässigkeit oder Neid verlieren sich. Man muss sich nicht mehr beweisen.

Altern Sie selbst gerne?

Ich habe viel Glück gehabt im Leben, ich bin zufrieden. Auch wenn unsere Familie nicht frei ist von Schmerz und Leid. Dass es mir so geht, ist auch ein Ergebnis der Zeit zum Nachdenken, die meiner Frau und mir geschenkt ist.

Welche Aspekte des Alterns mögen Sie, auf welche würden Sie lieber verzichten?

Ich schätze die gewonnene Zeit. Ich habe mich lange von ihr stressen lassen, heute aber ist die Zeit meine Freundin und schenkt mir Zonen der Ruhe. Verzichten würde ich gerne auf die mich manchmal überfallende Melancholie. Doch vielleicht gehört die ja zur Grundbefindlichkeit des Menschenlebens. Und sie löst natürlich auch eine Stimmung aus, die ihren ganz eigenen Reiz hat – etwa im Herbst.

Wofür haben Sie plötzlich mehr Zeit, seit Sie pensioniert sind?

Ich kann wieder mehr lesen und mit zwei Fingern am Klavier einen Blues intonieren. Und natürlich habe ich auch mehr Zeit für meine Enkel. Die kommen gerne zu Oma und Opa, nicht nur wegen unserer Liebenswürdigkeit, sondern weil wir mit digitalen Geräten gut ausgerüstet sind, insbesondere mit einem iPad.

 

 

http://www.migrosmagazin.ch/menschen/interview/artikel/peter-gross-mehr-...

 

Fazit des Artikels: Demografischer Wandel ist kein Problem und hat sogar noch Vorteile für "Mutter Erde und ihre Bewohner".

 

weico

 

Elias
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Wie die SVP ihre Initiative umsetzen will

SVP-Politiker erklären, welche Regeln nach einem Ja zur Massen-einwanderungsinitiative gelten sollen. Bundesrat Schneider-Ammann glaubt, dass die Zuwanderung von selbst zurückgehen wird.

SVP-Exponenten vermieden es bislang, klar Stellung zu beziehen zur Frage, wie die Einwanderungsinitiative umgesetzt werden soll. Sie sagten bloss: «Wir müssen die Einwanderung wieder selber steuern.» Exponenten der Partei erklärten nun gegenüber der Zeitung «Schweiz am Sonntag», welche Umsetzung sie anstreben.

Der Vizepräsident der SVP-Fraktion, Felix Müri (LU), und sein Nationalratskollege, der Migrationsexperte Heinz Brand (GR), sagen, wie die Einwanderung nach dem Gusto der SVP gedrosselt werden soll: Laut Müri sollten ausländische Arbeitskräfte ihre Familien nicht wie heute sofort, sondern erst nach einem Jahr in die Schweiz holen können. Der Familiennachzug macht etwa ein Viertel der gesamten Einwanderung aus.

Weiter sagt Müri zur «Schweiz am Sonntag»: «Arbeitslosengeld sollte jemand erst erhalten, wenn er mindestens ein Jahr in der Schweiz gearbeitet hat.» Heute ist es so, dass ein EU-Bürger, der in der Schweiz Arbeitslosengeld beziehen will, während der letzten zwei Jahre mindestens zwölf Monate unselbstständig gearbeitet haben muss, sei es in der EU oder in der Schweiz. Pikant ist, dass der SVP-Vizefraktionschef die Einwanderung aus China, Indien und Asien erleichtern will: «Der Bedarf an Pflegepersonal könnte via Asien gedeckt werden.»

Schneider-Ammann ist «zuversichtlich»

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sagt zur Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative im Interview mit der Zeitung: «Es wird eng, aber ich bin zuversichtlich, dass die Initiative abgelehnt wird.» Er spüre die Sorgen in der Bevölkerung über die hohe Einwanderung. «Ich habe den Unmut wahrgenommen, nicht nur in den Grenzregionen. Nun müssen wir die Leute aufklären, dass die Zuwanderung nur der Verstärker gewisser Probleme ist und nicht die Ursache.»

80'000 Zuwanderer im Jahr – das hält Schneider-Ammann auf Dauer für nicht verkraftbar: «Ich glaube persönlich nicht, dass wir Jahr für Jahr die Einwohnerzahl einer Stadt Luzern oder St. Gallen zusätzlich aufnehmen können.» Der FDP-Minister glaubt aber, die Zahlen würden von selbst zurückgehen. «Die negativen Folgen, die wir heute spüren, entfachen irgendwann auch eine Wirkung auf die Zuwanderung selbst. Die Attraktivität des Standorts sinkt ja auch, wenn man irgendwann nur noch im Stau steht.» Es gebe also ein paar Gründe, weshalb die Zuwanderung von selbst abflachen werde. Die Frage sei, wie schnell das geschehe. «Eine Verringerung zu erzwingen, wie das die SVP-Initiative will, ist aber ein gefährlicher Weg.»

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wie-die-SVP-ihre-Initiative...

 

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weico
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10'000 Bauern sind genug - EX-SP-Präsident will weniger Bauern anstatt weniger Zuwanderung

In der Schweiz arbeiten viel zu viele Menschen in der Landwirtschaft. Das schreibt der ehemalige SP-Präsident Peter Bodenmann in der "Schweiz am Sonntag. Gemäss Bodenmann würden 10'000 Bauern reichen. Junge Bauern sollten Autos Flicken und Bäuerinnen anstelle von Polinnen die Alten pflegen.

Im Zusammenhang mit der Masseneinwanderungsinitiative der SVP, welche die Wiedereinführung von Kontingenten für ausländische Arbeitskräfte verlangt, schreibt Bodenmann von einer "Schlampi-Initiative". Denn der Grund für das geringe Pro-Kopf-Wachstum trotz massiver Zuwanderung liege in der geringen Produktivitität:  "Niemand will von rechts bis links wahrhaben, dass die Euroländer Deutschland und Österreich pro Kopf schneller wachsen als das Miniatur-Wunderland Schweiz."

Doch für das geringe Wachstum pro Kopf sei nicht die starke Zuwanderung verantwortlich, wie es der Freiburger Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger behaupte. "Nicht weil wir viele Zuwanderer haben, wächst die Wirtschaft pro Kopf zu langsam. Umgekehrt ist es richtig: Wir brauchen für das Schweizer Mager-Wachstum überdurchschnittlich viele Zuwanderer, weil wir zu wenig produktiv sind."

Zölle auf europäisches Niveau senken

Für Bodenmann ist die Stossrichtung klar: Nicht weniger Zuwanderung, sondern tiefere Preise für  Waren und Lebensmittel sollen für mehr Wohlstand sorgen. "In der Schweiz arbeiten viel zu viele Menschen in der Landwirtschaft. Und deren vor- und nachgelagerten Betrieben", so seine Meinung. Deshalb müssten die Zölle  – mit oder ohne Freihandelsabkommen – auf europäisches Niveau gesenkt werden. Und die Bäuerinnen und Bauern, die nicht umsteigen wollen oder können, will der SP-Alt-Nationalrat "sozialverträglich frühpensionieren".

Autos flicken und Alte Pflegen

Jeder Haushalt hätte durchschnittlich 3000 Franken mehr reale Kaufkraft, so Bodenmanns Folgerung. "Junge Bauern würden anstelle von Portugiesen neu unsere Autos flicken. Und junge Bäuerinnen anstelle von Polinnen die Alten pflegen", meint der Walliser Hotelier. "10'000 Bauernbetriebe können locker eine Million Hektaren bewirtschaften. Und mehr Fläche haben wir nicht", lautet Bodenmanns Fazit

 

 

http://www.schweizerbauer.ch/politik--wirtschaft/agrarpolitik/10000-baue...

 

weico

MarcusFabian
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Wie war das in dem Interview als ein Reporter einen konservativen Einheimischen nach seiner Meinung zu Ausländern fragte?

Reporter: Wie finden Sie Ausländer?
Einheimischer: Na ja: Suchscheinwerfer, Polizei, GPS-Tracker, Drohnen ...

R: Nein, Sie verstehen mich nicht: Haben Sie was gegen Ausländer?
E: Na ja, Messer, Pistole, Elektroschocker ....

R: Nein, Sie verstehen mich immer noch nicht. Machen Sie sich was aus Ausländern?
E: Na ja, Handschuhe, Lampenschirme ...


 

Elias
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MarcusFabian hat am 03.02.2014 - 19:24 folgendes geschrieben:

Wie war das in dem Interview als ein Reporter einen konservativen Einheimischen nach seiner Meinung zu Ausländern fragte?

Reporter: Wie finden Sie Ausländer?
Einheimischer: Na ja: Suchscheinwerfer, Polizei, GPS-Tracker, Drohnen ...

R: Nein, Sie verstehen mich nicht: Haben Sie was gegen Ausländer?
E: Na ja, Messer, Pistole, Elektroschocker ....

R: Nein, Sie verstehen mich immer noch nicht. Machen Sie sich was aus Ausländern?
E: Na ja, Handschuhe, Lampenschirme ...

 

Man kann Ausländer auch heiraten....  :roll:

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Benjamin Franklin

sime
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Reaktionen zeigen: Nackte Angst in Österreich"Krone"-Serie01.02.2014, 17:00 APA/HERBERT PFARRHOFER, APA/HERBERT P. OCZERET, krone.at-Grafik)Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER, APA/HERBERT P. OCZERET, krone.at-Grafik   481 KommentareJetzt kommentierenInfobox18 Polizeiposten sollen in Wien geschlossen werdenAus für 122 Polizeiposten - riesige Protestwelle Verwandte ThemenBeamte Bevölkerung Bundeskriminalamt Bundesregierung Europa Mario Hejl Menschen Polizeiposten Regierung Telefon Alle Themen Gewaltexzesse in Wien, brutale Raubüberfälle, Einbrüche im Minutentakt. Immer weniger Menschen fühlen sich noch sicher in Österreich. Und jetzt sollen auch noch 140 der über 800 Polizeiposten geschlossen werden... 

Szenen wie im Krieg in der Wiener Innenstadt. Mit schwarzen Strümpfen vermummte Mitglieder des Schwarzen Blocks schleudern unter dem Vorwand "Demo gegen den Akademikerball" auf dem Stephansplatz Mistkübel und Steine gegen Polizisten. Blut fließt. 20 Beamte kommen schwer verletzt ins Spital. Am Hof demolieren weitere Protestler einen Einsatzwagen. Dann versuchen sie mit Brettern bewaffnet den Polizeiposten zu stürmen.

Augenzeugen: "Wir fürchteten um unser Leben"

Wiederum andere ziehen im noblen Tuchlauben eine Spur der Verwüstung, zertrümmern Auslagenscheiben. Danach stürmen die Vandalen zum Nobellokal "Schwarzes Kameel", um dort die völlig erstarrten Gäste mit aggressiven Hasstiraden zu bedrohen. Augenzeugen berichten: "Um Hass, Zorn, Feindseligkeit zu verbreiten. Mit diesem Ziel kamen die Angreifer in unsere Hauptstadt. Es lag so viel Brutalität in ihrem Auftreten, wir fürchteten um unser Leben."

Für die Straßenschlachten war den Krawallmachern ganz offensichtlich kein Weg zu weit. Mit sieben Bussen kamen sie sogar aus Deutschland angereist, viele von ihnen aus dem tausend Kilometer entfernten Hamburg. Dass Kriminelle ungehindert aus unserem nördlichen Nachbarland kommen, scheint eher neu. Das Problem ist normalerweise eher von den Grenzen im Osten und Süden bekannt.

Ganze Gebiete bald ohne einen einzigen Dienstposten

Angesichts der eskalierenden Sicherheitslage ist die beschlossene Schließung von 140 Polizeiposten im Land der blanke Hohn. Wer, wenn nicht der diensthabende Beamte auf dem nahe liegenden Posten, kann den Bürgern wenigstens ein Gefühl von Sicherheit vermitteln bzw. im Notfall schnell zur Stelle sein?

Ganze Gebiete, wie z.B. das Defreggental, sollen schon bald ohne einen einzigen Dienstposten sein. In anderen Regionen, wie dem Mariazellerland, soll künftig eine riesige und eher unwegsame Region von nur einer Stelle aus überwacht werden! Ein aberwitziger Plan, wenn man die Situation der täglich von Kriminalität Betroffenen und Geschädigten hierzulande kennt!

"Krone"- Leser: "Uns reicht es wirklich!"

Das beweisen unzählige Zuschriften im Zuge der "Krone"- Initiative "Für mehr Sicherheit". Tag für Tag berichten Leser via E- Mail, Brief, Postkarte oder am Telefon von Einbrüchen, Raubüberfällen oder Diebstählen, denen entweder sie selbst oder nahe Angehörige zum Opfer gefallen sind.

Ganz besonders schlimm scheint die Situation in Ostösterreich zu sein. In einigen grenznahen Orten im Burgenland oder in Niederösterreich trauen sich die Menschen nicht mehr außer Haus. Denn sie müssen gerade in der dunklen Jahreszeit schon fast damit rechnen, dass Ost- Banden in der Gegend ihr Unwesen treiben. So schildert ein Leser aus Kittsee: "Früher konnte man die Haustür offen lassen. Heute ist das Haus ausgeräumt, obwohl man abgesperrt hat und nur kurz weg war. Uns reicht es wirklich! Wieso wird nichts unternommen?"

Ingrid Angeler aus dem Bezirk Mödling schildert sechs dramatische Fälle in ihrer engsten Familie: "Meine schwangere Schwiegertochter wurde kurz vor Weihnachten von Räubern mit einem Faustschlag niedergestreckt, bei mir und meinem Mann wurde eingebrochen, bei meinem Sohn ebenfalls, und unsere Autos wurden bereits dreimal aufgebrochen." Und Renate Hausdorfer aus Wien schreibt: "Ich lebe in der Nähe der A2. Hier gibt es so gut wie kein Haus mehr ohne Alarmanlage. Die Kellerfenster sind vergittert. Es sieht hier aus wie im Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses."

Einbruchsopfer leiden jahrelang an Folgen

Doch die Gefahr von Kriminalität bringt nicht nur Einbußen im Alltagsleben der Menschen mit sich. Viele Betroffene leiden oft jahrelang an den psychischen Folgen. "Seit dem Einbruch traue ich mich nicht mehr, alleine in meiner Wohnung zu sein. Ich empfinde Ekel und Abscheu bei der Vorstellung, dass Wildfremde in meinen privaten Sachen herumgeschnüffelt haben. Doch das Schlimmste ist: Die Täter haben die Eheringe meiner Eltern gestohlen und mir so die wertvollste Erinnerung an sie genommen", beschreibt Opfer Margit Horvath aus Wien- Penzing ihre emotionale Lage.

Wenn es also nach den subjektiven Erfahrungen und Empfindungen der Bevölkerung geht, scheinen die Straftaten in Österreich regelrecht zu explodieren. Eine Einschätzung, die das Bundeskriminalamt offiziell nicht teilen will. Laut Sprecher Mario Hejl konnte für 2013 nur ein Anstieg der Gesamtkriminalität von 0,3 Prozent gemessen werden. Bei genauerem Nachfragen kann er aber dann doch bestätigen, dass die Einbruchszahlen im Burgenland um sage und schreibe 65,1 Prozent gestiegen sind.

Polizei- Insider: "Wissen über Lage Bescheid"

Inoffiziell sieht die Lage weit dramatischer aus. So kursieren Zahlen, dass in Wien Überfälle und Einbrüche um rund ein Viertel gestiegen sind. So sollen sich beispielsweise Hunderte Handyräuber- Banden herumtreiben. Ein Polizist, der anonym bleiben will: "Wir Beamte brauchen keine Statistik, um zu wissen: Neben den heimischen Ganoven zieht es zu uns Verbrecher aus aller Herren Länder. Es geht um organisierte Banden, die sich auf gewisse Straftaten spezialisiert haben."

Der Insider erzählt, dass viele der Kriminellen nur für ein paar Tage, wenn nicht sogar Stunden ins Land kommen, hier einbrechen, rauben oder betteln und sich dann wieder ungestraft aus dem Staub machen.

Es scheint, als hätten sich die Gesetzesbrecher aus dem Ausland die Delikte nach Ländern aufgeteilt. "Die Serben- Mafia bestimmt das 'Einbruchsgeschäft'. Aber die Serben sind auch bei Messerstechereien vorne mit dabei", erzählt ein LKA- Beamter. Gruppierungen aus Rumänien dagegen hätten sich auf Überfälle spezialisiert. Menschenhandel und Zuhälterei fällt offenbar in den Bereich von kriminellen Bulgaren oder auch Türken. Die Drogenszene wiederum ist statistisch in afrikanischer Hand. In der jüngsten Zeit mischten dort aber auch die Mazedonier oder Montenegriner kräftig mit. Die Hintermänner bei Kfz- Verschiebungen sind meist in Polen zu finden. Der Insider: "Seit dem Chaos vor dem Akademikerball muss man sich jetzt auch noch Gedanken machen, welche zwielichtigen Personen aus Deutschland zu uns strömen."

"Einbrecher schreckt Anwesenheit der Bewohner nicht ab"

Als wäre diese Beschreibung nicht schon alarmierend genug, ist in Österreich offenbar ein bedenklicher Verbrechenstrend spürbar: Banden mit "straffen Führungsstrukturen" aus Georgien, Tschetschenien und Moldawien. Beamte berichten, dass vor allem diese Täter äußerst brutal vorgehen: "Diese Personen schreckt bei Einbrüchen die Anwesenheit der Bewohner nicht ab. Sie treten und schlagen auf ihre Opfer ein, nehmen schwerste Verletzungen in Kauf. Ähnliches kann bei Raubüberfällen beobachtet werden."

Wen wundert es angesichts der Lage, dass Leserbrief- Schreiber wie Josef Klepits aus Oberwart (Burgenland) mit der Forderung "Pfeifen wir auf die EU und machen wir die Grenzen zu" ganz offensichtlich vielen Bürgern aus dem Herzen sprechen? Die Mehrzahl unserer Leser, die sich an der "Krone"- Aktion "Für mehr Sicherheit" beteiligten, fordert Grenzkontrollen bzw. verschärfte Einreisebestimmungen, und zwar Menschen aus allen Schichten und Regionen.

Reinhard Klosterer aus Hartberg schreibt: "Unsere Verantwortlichen knien lieber rückgratlos vor Brüssel und wollen sich mit der Forderung nach Grenzkontrollen keine Schwierigkeiten einhandeln. Traurig, dass unsere Regierung nicht selbst aktiv wird. Sie hat längst den Kontakt zur eigenen Bevölkerung verloren."

Österreicher wollen endlich wieder Sicherheit

Genauso ergeht es den Menschen nun mit den geplanten Postenschließungen. Offene Grenzen, aber geschlossene Wachstuben! Von Mikl- Leitners Argument, dass dann "mehr Polizisten auf der Straße sein werden", fühlen sich die Menschen in die Irre geführt.

Wie sollen Polizisten schnell zur Stelle sein, wenn sie elend lange Anfahrtswege haben? Wie sollen ältere Menschen, vor allem auf dem Land, einen Posten aufsuchen, um zum Beispiel eine Anzeige zu erstatten? Vielleicht auch mit einer ultracoolen, lässigen Smartphone- App? Man könnte ja auch die alten Vinzenz- Pappkameraden wieder ausmotten - diesmal um Verbrecher abzuschrecken. Doch die Sache ist viel zu ernst, um darüber zu scherzen: Denn die Österreicherinnen und Österreicher wollen endlich wieder Sicherheit!

Österreich muss dringend Verhandlungen mit der EU aufnehmen

Kommentar von Tassilo Wallentin, Rechtsanwalt in Wien

Mit dem Wegfall der Ostgrenzen wurden ganze Landstriche faktisch zur Plünderung freigegeben. Der Ruf unserer Bevölkerung nach Grenzkontrollen ist verständlich, rechtlich aber nicht mehr durchsetzbar. Denn Österreich hat - anders als England - das Schengener Abkommen ohne Wenn und Aber unterzeichnet.

Das Schengener Abkommen hat es in sich: Selbst massenhafte Autodiebstähle, Einbrüche, Raubüberfälle, Betrügereien oder Drogenschmuggel gelten nicht als "Störung der öffentlichen Ordnung". In diesen Fällen darf Österreich keine Personen bei der Ein- und Ausreise an der Grenze kontrollieren. Trotz der explodierenden Kriminalität sind auch Polizeiaktionen im Hinterland verboten, wenn sie "die Qualität einer Grenzkontrolle" erreichen.

Handlungsfähigkeit an der Staatsgrenze stark eingeschränkt
Jede Missachtung der "Schengener Reisefreiheit" durch Österreich zieht ein EU- Vertragsverletzungsverfahren mit empfindlichen Geldstrafen nach sich. Im Klartext: Der Grenzschutz gegen Kriminelle ist faktisch abgeschafft (ausgenommen Terroristen). Österreich allein darf Grenzkontrollen eigenmächtig nicht mehr einführen. Die Handlungsfähigkeit an der Staatsgrenze ist damit stark eingeschränkt.

Die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten kann dieses Defizit nicht ausgleichen. Sonst gäbe es eine andere Kriminalstatistik! Die geopolitische Lage unseres Landes als Drehscheibe zwischen West und Ost hätte unsere Regierung dazu verpflichtet, eine Ausnahmebestimmung wegen der zu erwartenden Kriminalität durchzusetzen. Die Engländer haben das - wie so oft - im Alleingang für sich ausgehandelt. Unsere EU- Politik hingegen gefällt sich seit Jahren in der Rolle des "braven Musterschülers", der sich beeilt, zuzustimmen und nicht widerspricht.

Forderung: Polizei aufstocken
Das ist nicht nur unklug, sondern auch gefährlich: 90 Prozent unserer Gesetze werden in Brüssel gemacht. Ein EU- Mitgliedsstaat wie Österreich, der seine Interessen nicht durchsetzen kann oder will, hat seine Eigenständigkeit verloren. Er hat fast ausschließlich zu tun, was die anderen wollen.

Wenn Österreich seine Handlungsfähigkeit an den Grenzen wiedergewinnen will, muss es die Polizei personell, finanziell und technisch aufstocken. Die Bundesregierung sollte nicht über die Schließung von Polizeidienststellen nachdenken, sondern über eine Ausweitung polizeilicher Kontrollbefugnisse. Das Vertrauen der Bevölkerung wird nicht nur durch Polizeipräsenz auf der Straße gewonnen, sondern auch durch sichtbare Dienststellen.

Gleichzeitig müsste Österreich sofort Verhandlungen mit der EU aufnehmen, um Ausnahmebestimmungen zum Schengen- Abkommen zu erlangen. Dafür wird es Verbündete in Europa geben. Es wäre nicht das erste Mal, dass dieser Vertrag auf Drängen eines Mitgliedsstaates geändert wird!

http://www.krone.at/Oesterreich/Reaktionen_zeigen_Nackte_Angst_in_Oester...

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Erfolgsmodell mit Schönheitsfehlern

In Liechtenstein hat der EWR die Exportchancen massiv gesteigert. Nur das Gewerbe klagt über zu viel EU-Recht.

http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Erfolgsmodell-mit-Schoenhei...

Österreich ist in der EU, Liechtenstein im EWR und die Schweiz weder noch.

Wer will, findet immer einen Beitrag, der das bestätigt, wovor man sich fürchtet. Angst ist ein schlechter Ratgeber.

 

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MwSt ist die wichtigste Einnahmequelle

Einnahmen 2011

Gesamteinnahmen Bund 64,2 Mrd.

Gesamteinnahmen ESTV 47,5 Mrd.
davon MWST 21,7 Mrd.
direkte Bundessteuer 17,9 Mrd.
Verrechnungssteuer 4,9 Mrd.
Stempelabgaben 2,9 Mrd.
Wehrpflichtersatzabgabe 160 Mio

Quelle http://www.estv.admin.ch/org/01257/index.html?lang=de

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Wer so alles Mehrwertsteuer zahlt

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Elias hat am 04.02.2014 - 09:28 folgendes geschrieben:

In Liechtenstein hat der EWR die Exportchancen massiv gesteigert. Nur das Gewerbe klagt über zu viel EU-Recht.

http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Erfolgsmodell-mit-Schoenhei...

Österreich ist in der EU, Liechtenstein im EWR und die Schweiz weder noch.

Wer will, findet immer einen Beitrag, der das bestätigt, wovor man sich fürchtet. Angst ist ein schlechter Ratgeber.

 

Hier geht es nicht um Angst, sondern um Fakten. Willst Du denn bestreiten, dass die Kriminalität durch die Abschaffung der Grenzkontrollen zugenommen hat? Dann schau einmal die Statistik.

Ich zitiere aus der Statistik von 2012 ( http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/infothek/lexikon/lex/0.topic... ):

Starke Zunahme der Verstösse gegen das Ausländergesetz


Rund 67 Prozent der Straftaten gegen das AuG sind den Fällen von illegaler Einreise und unrechtmässigem Aufenthalt in der Schweiz zuzuordnen (24'521 Straftaten) und 14 Prozent betreffen die illegale Ausübung oder Beschaffung einer Erwerbstätigkeit (5105 Straftaten).
Im Vorjahresvergleich zeigt sich ein erneuter Anstieg um 15 Prozent der Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz (+26% seit 2010). Dieser lässt sich hauptsächlich auf die Zunahme der illegalen Einreisen sowie auf Fälle von unrechtmässigem Aufenthalt in der Schweiz zurückführen (+15%, +3157 Straftaten).

 

Wer will, kann auch die Realität leugnen.

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Elias hat am 04.02.2014 - 10:33 folgendes geschrieben:

Einnahmen 2011

Gesamteinnahmen Bund 64,2 Mrd.

Gesamteinnahmen ESTV 47,5 Mrd.
davon MWST 21,7 Mrd.
direkte Bundessteuer 17,9 Mrd.
Verrechnungssteuer 4,9 Mrd.
Stempelabgaben 2,9 Mrd.
Wehrpflichtersatzabgabe 160 Mio

Quelle http://www.estv.admin.ch/org/01257/index.html?lang=de

 

Du willst mit der MWST argumentieren, dann Bitte sehr!

Wenn die Emissionsabgaben, die läppische 1% betragen, gleichhoch wären wie die MWST, wären z.B. im Jahr 2007 fast 4  Mrd. CHF zusammengekommen. Die Gewerbler und Konsumenten können wie immer die Zeche zahlen, dafür wird der Finanzsektor, die Spekulanten und Couponschneider, wie immer schön mit Samthandschuhen angefasst und verschont. Wie wärs also mit 10% Emissionsabgaben, welche in den Stempelabgaben enthalten sind? Dann könnte man nämlich die MWST senken, statt sie immer zu erhöhen.

 

Emissionsabgabe

Die Emissionsabgabe wird insbesondere auf inländischen Beteiligungsrechten und auf inländischen Obligationen erhoben.
Die Abgabe erfasst die - entgeltliche oder unentgeltliche - Ausgabe und Erhöhung des Nennwerts von Beteiligungsrechten in Form von Aktien inländischer Aktiengesellschaften, von Stammeinlagen inländischer Gesellschaften mit beschränkter Haftung, von Genossenschaftsanteilen inländischer Genossenschaften, von Genussscheinen und von Partizipationsscheinen inländischer Gesellschaften, Genossenschaften oder gewerblicher Unternehmen des öffentlichen Rechts.
Ferner erfasst die Abgabe die Ausgabe von Obligationen (z.B. Anleihens- und Kassenobligationen) und Geldmarktpapiere durch inländische Personen.

Die Abgabe beträgt

  • 1,0 % auf inländischen Beteiligungsrechten.
    Bei der Gründung oder Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung gilt gegenwärtig für entgeltlich ausgegebene Beteiligungsrechte generell eine Freigrenze, welche per 1. Januar 2006 auf 1 Million Franken erhöht worden ist.
    Für die Beteiligungsrechte ist die inländische Gesellschaft abgabepflichtig.

Die Begründung oder Erhöhung von Beteiligungsrechten im Zusammenhang mit Fusionen, Umwandlungen oder Spaltungen von Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften sowie die Sitzverlegung einer ausländischen Gesellschaft in die Schweiz sind von der Emissionsabgabe ausgenommen, ebenso die anerkannten Risikokapitalgesellschaften.

Im 2007 betrug der Bruttoertrag aus der Emissionsabgabe 405 Millionen Franken.

http://www.estv.admin.ch/stempelabgaben/themen/00167/00708/index.html?la...

 

sime
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@ Global Trader

Ich finde es nicht gut, dass Du den Titel des Threads geändert hast. Was soll man unter Allerlei schon suchen, ausser man weiss nicht was?

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sime hat am 04.02.2014 - 22:32 folgendes geschrieben:

Elias hat am 04.02.2014 - 10:33 folgendes geschrieben:

Einnahmen 2011

Gesamteinnahmen Bund 64,2 Mrd.

Gesamteinnahmen ESTV 47,5 Mrd.
davon MWST 21,7 Mrd.
direkte Bundessteuer 17,9 Mrd.
Verrechnungssteuer 4,9 Mrd.
Stempelabgaben 2,9 Mrd.
Wehrpflichtersatzabgabe 160 Mio

Quelle http://www.estv.admin.ch/org/01257/index.html?lang=de

 

Du willst mit der MWST argumentieren, dann Bitte sehr!

Wenn die Emissionsabgaben, die läppische 1% betragen, gleichhoch wären wie die MWST, wären ...

Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen erwischt.

 

Ein Pizzakurier verkauft solange, wie er liefern kann. Egal wieviele kommen. Keiner macht sich über die Konfektionsgrösse seiner Kunden Gedanken.

Ich arbeite 3 x Jährlich bei einem Weinbauern. Solange Leute kommen, wird geliefert und wenn es morgen um 4 wird, Keiner kommt auf die Idee, die Leute nach hause zu schicken.

 

Ems Chemie wächst unentwegt

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/ems-chemie-w...

Da redet auch niemand von Grössenwahn.

 

 

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Die Zuwanderung aus Deutschland verebbt

Die Nettozuwanderung aus Deutschland erreichte 2008 einen Rekord von über 33'000 Personen. In den vier Jahren seither ging sie um rund 70% zurück. Dafür steigt die Zuwanderung aus Südeuropa.  

nettozuwanderung_ch_div_länder_800Noch vor 2-3 Jahren ging die Angst vor der stetig steigenden deutschen Zuwanderung um. Die 2002 mit der EU vereinbarte Personenfreizügigkeit (PFZ) hatte die Schleusen zwischen der Schweiz und dem teutonischen Nachbarn mit seinen 80 Millionen Einwohnern geöffnet und es schien, als würde die Schweiz von deutschen Zuwanderern überflutet. Umso erstaunlicher, dass die Öffentlichkeit bisher kaum Notiz nahm vom dramatischen Rückgang der deutschen Zuwanderung.

http://www.avenir-suisse.ch/31252/die-zuwanderung-aus-deutschland-verebbt/

 

 

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Allerlei vs. Allerelei

sime hat am 04.02.2014 - 22:36 folgendes geschrieben:

@ Global Trader

Ich finde es nicht gut, dass Du den Titel des Threads geändert hast. Was soll man unter Allerlei schon suchen, ausser man weiss nicht was?

 

„Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige was wcthiig ist, dass der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.“

 

Es zeigt klar: hätte er nichts geändert, wäre es gut geblieben.

 

 

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Masseneinwanderung chinesischer Art

Für einmal nicht als Experte, Spezialist oder Kenner sondern als simpler Schweizer Bürger - allerdings erst in dritter Generation, als Tercero sozusagen - aus der Ferne zu kommentieren, bedarf eines dringenden Grundes. Es war ein Wort, Masseneinwanderung nämlich. "80'000 Zuwanderer netto pro Jahr", lese ich digital in den helvetischen Gazetten. So viel! Bald hat die Schweiz, wird gejammert und geklagt, acht Millionen Einwohner. So viel!

Seit langen Jahren in einer chinesischen Grosstadt lebend, fällt mir beim Wort Masseneinwanderung weniger die Schweiz sondern vielmehr China ein. Sicher, China ist kein Einwanderungsland wie etwa die USA, Australien oder Kanada. Weit davon entfernt. Ende 2013 lebten gerade einmal knapp 600'000 Ausländer im Reich der Mitte. Und das bei mittlerweile fast 1,4 Milliarden Einwohnern. Kein Wunder, dass chinesische Freunde und Bekannte ungläubig staunen, wenn ich erzähle, dass der Ausländeranteil in der Schweiz weit über 20 Prozent betrage. Doch Masseneinwanderung? Zu diesem Stichwort fällt mir dann weniger die Schweiz, sondern vielmehr Chinas Grossstädte, insbesondere Peking ein.

Im Verwaltungsbezirk Peking - flächenmässig ein Drittel so gross wie die Schweiz und genauso viele Berge - leben mittlerweile fast 22 Millionen Menschen. Vor zehn Jahren waren es noch 15 Millionen. Oder: Seit dem Jahre 2000 strömen jährlich und netto 600'000 Chinesinnen und Chinesen in die Megalopolis. Es sind vornehmlich ländliche Migranten aus dem Heer der über 250 Millionen Wanderarbeiter. Das ist Masseneinwanderung. Buchstäblich. Nicht nur in Peking. Auch in Shanghai, Kanton, Shenzhen, Chengdu, Chongqing und vielen andern Städten.

Viele Zuwanderer haben kein Hukou

Keine Niederlassung oder halten sich gänzlich illegal im Dschungel der Grossstadt auf. Ohne Hukou gibt es aber keine Sozialleistungen, keine staatlichen Schulen für die Migrantenkinder. Eine der vielen jetzt von der Partei geplanten Reformen ist die Öffnung des Hukou-System, mehr Freizügigkeit also. Die Masseneinwanderung vom Lande strapaziert die städtische Infrastruktur aufs äusserste. Und dennoch, die Menschen in Peking sind nach meiner natürlich nicht repräsentativen Meinung gelassener und höflicher.

Die Untergrundbahn von Peking zum Beispiel ist nicht nur zu Stosszeiten so gerappelt voll, dass einem eine Schweizer S-Bahn schon behaglich und komfortabel vorkommt. Älteren Leuten wird fast immer ein Sitzplatz angeboten, und ab und zu gibt es von den in ihre Smartphones vertieften Massen den einen oder andern, der den Ausländer in ein Gespräch verwickelt. Ganz andere Erfahrungen neulich während den Ferien in der Schweiz. Im ÖV in den Grossregionen Zürich, Bern, Yverdon-Payerne und Genf ist die Stimmung ziemlich gespannt. Gott sei Dank gibt es auch hier Smartphones, um die Massen einigermassen ruhigzustellen. Die höfliche, fast schüchtern vorgetragene Bitte, ob jemand vielleicht den Sitzplatz für eine offensichtlich sehr alte Frau freimachen könnte, wurde von einer jungen Mittelschülerin erwidert mit einem knappen "tais-toi, vieux con!". Ebenfalls ein Mittelschüler, ein Schwarzer notabene, der mit dem Rücken zur beschriebenen Szene sass, erhob sich und führte die alte Dame galant an seinen Platz. Seither halte ich die Klappe, zumal schon in früheren Jahren bei ähnlichen Situationen Ausdrücke wie Grufti gefallen sind. Dass die Alten - oder politisch korrekt: Senioren - mit ihrem Verhalten auch nicht eben zur sozialen Harmonie beitragen, sei nicht verschwiegen.

In der Schweiz haben wir ein Problem. Sicher. Die Gründe jedoch sind diffus.

Wie alle - insbesondere die Politiker und Politikerinnen - wissen, selten aber zugeben, gibt es kein Allheilmittel. Die Diskussion im Abstimmungskampf jedoch, so war das jedenfalls in meinen Schweizer Ferien, ist kein Dialog, sondern flache, zum Teil dummdreiste Propaganda. Hier und dort. Ein Dialog der Taubstummen. Die "SVP-Masseneinwaderungsinitiative" versus die "SVP-Abschottungsinitiative" etwa. Die "SVP-Mogelpackung" fördere den Untergang der Schweizer Wirtschaft, zerstöre den bilateralen Weg und sei eine gesamtwirtschaftliche Wachstumsbremse. Weiter polemisieren die Wirtschaftsverbände mit "Planwirtschaft", manchmal gar mit dem Beiwort "sowjetisch" - was für eine Dummheit, welche Sottisen! Andrerseits - malt die SVP den Teufel an die Wand - ist die Eigenständigkeit, ja die Schweizer Souveränität wegen Überfremdung in höchster Gefahr. Der moralische Zeigefiger wird beidseits des Abstimmungsgrabens lehrerhaft erhoben, und die Mulitkulti-Keule wird für die Promotion der Personenfreizügigkeit ausgepackt. Wir haben ein Riesenproblem, sagen die einen. Nein, meinen die andern, das Problem haben wir erst nach Annahme der Initiative.

Ein Dialog ist das jedenfalls nicht. Summa summarum ist es gewiss so, :ok:  dass nicht alles, was die SVP sagt, falsch ist, und nicht alles, was die Wirtschaft und die Multikulti-Linke sagt, richtig ist. Und umgekehrt. Ein schönes Beispiel ist das halbstündige Interview im ersten Programm von Radio Suiss Romande, wo ein höflicher aber knallharter Moderator Luzi Stamm in die Zange nahm. Und wie. Es war ein Debattier-Genuss erster Ordnung. Stamm dreschte aber nicht mit der Blocherschen SVP-Keule sondern - hört, hört! - er focht mit dem feinen Florett. Der Moderator und Stamm hörten sich zu, entwickelten Argumente, fielen sich nicht ins Wort und liessen sich ausreden. Und siehe da, Luzi Stamm legte in gepflegtem Französisch den SVP-Standpunkt dar. Differenziert, mit Nuancen.  ClappingDas wären gute Voraussetzungen für einen Dialog.

Es muss ja nicht gerade die Kappeler Milchsuppe für den Frieden sein. Ein Fondue auf dem Bundesplatz täte es schon. Angerührt müsste es werden - um echte Dialogbereitschaft zu fördern - nach dem Freiburger Rezept Moitié-Moitié. Von Bundesrat Berset natürlich. Die Weine kredenzen könnte Bundespräsident Burkhalter. Einen schönen Weissen von den Nordgestaden des Neuenburgersees. Dazu, versteht sich, Mauler für die überparteiliche Prosecco- und Cüpli-Fraktion der Vereinigten Bundesversammlung. Rede und Gegenrede, vor allem aber zuhören und nach für beide Seiten akzeptablen Lösungen suchen - das wäre das Ziel. Wer weiss, vielleicht könnte so ein Fondue-Kompromiss gefunden werden, der gewiss in die Geschichte eingehen würde.

Wir haben also ein Problem. Nur eben: es ist nicht zuvörderst die Einwanderung, ob in Massen oder nicht bleibe dahingestellt. Das Problem ist vielmehr der klassische, mit Propagand-Worthülsen geführte Dialog der Taubstummen des Polit-Establishments im Kampf um politische Klientel. Soll das Demokratie sein? Sicher ist, die Realität ist bunter, als es der krude schwarz-weisse Abstimmungs-Schlagabtausch ahnen lässt. Oder anders ausgedrückt, Information und Wissen, nicht Propaganda ist gefragt. Nur eben bringt das den schrecklichen Vereinfachern aller Parteien und Lager nicht immer die gewünschten Stimmen. Leider...

Welches Verdikt aber in der Situation des real existierenden Taubstummen-Dialogs fällen? Ich werde mich, politisch inkorrekt, der Stimme enthalten. Das fällt nicht schwer, denn die Abstimmungsunterlagen erreichen das Reich der Mitte jeweils zu spät. Ein chinesischer Kollege hat es da besser. Neulich auf die Niederlassungsreform (Hukou) und die Schweizer Abstimmung angesprochen, meinter er ironisch: "Das Dritte Plenum des 18. Zentralkomitees hat für uns Chinesen bereits im November entschieden. Für die schrittweise Hukou-Reform, also für mehr Freizügigkeit."

http://www.cash.ch/news/topnews/masseneinwanderung_chinesischer_art-3168...

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So will die SVP die Masseneinwanderungs-Initiative umsetzen
  1. Der Familiennachzug soll erst nach einem Jahr möglich sein.
  2. Arbeitslosengeld bekommt nur, wer zuvor ein Jahr in der Schweiz gearbeitet hat.
  3. Pflegepersonal soll in China und Indien rekrutiert werden.

SVP-Exponenten vermieden es bislang, klar Stellung zu beziehen zur Frage, wie die Einwanderungs-Initiative umgesetzt werden soll. Sie sagten bloss: «Wir müssen die Einwanderung wieder selber steuern.»

Jetzt erklären sie in der Zeitung «Schweiz am Sonntag», welche Umsetzung sie anstreben. Der Vizepräsident der SVP-Fraktion, Fritz Müri (LU), und sein Nationalratskollege, der Migrationsexperte Heinz Brand (GR), sagen, wie die Einwanderung nach dem Gusto der SVP gedrosselt werden soll.

Laut Müri sollten ausländische Arbeitskräfte ihre Familien nicht wie heute sofort, sondern erst nach einem Jahr in die Schweiz holen können. Der Familien-Nachzug macht etwa ein Viertel der gesamten Einwanderung aus.

Weiter sagt Müri: «Arbeitslosengeld sollte jemand erst erhalten, wenn er mindestens ein Jahr in der Schweiz gearbeitet hat.» Heute ist es so, dass ein EU-Bürger, der in der Schweiz Arbeitslosengeld beziehen will, während der letzten zwei Jahre mindestens zwölf Monate unselbstständig gearbeitet haben muss, sei es in der EU oder in der Schweiz.

Pikant ist, dass der SVP-Vizefraktionschef die Einwanderung aus China, Indien und Asien erleichtern will: «Der Bedarf an Pflegepersonal könnte via Asien gedeckt werden.»

 

http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/so-will-die-svp-die-masseneinwande...

 

China, Indien und Asien  :roll:

 

 

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"Masseneinwanderung" der Deutschen stoppen

Am Sonntag stimmen die Schweizer über die Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung" ab. Käme das Anliegen der rechtspopulistischen SVP durch, wären auch viele Deutsche betroffen.

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/4221630/masseneinwanderung-d...

 

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Zuwanderung: So geht die Debatte nach dem Sonntag weiter

Die Parteien bringen sich für kommende Urnengänge in Stellung. Thomas Minder plant einen Gegenvorschlag zur Ecopop-Initiative. Und die SP droht.

uch wenn die Zuwanderungsinitiative am Sonntag abgelehnt werden sollte: Die Verschnaufpause für die Befürworter des freien Personenverkehrs mit der EU wird kurz bleiben. Anstelle der SVP-Initiative bestimmen ab kommender Woche die Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien sowie die Ecopop-Initiative die Debatte.

Das Ecopop-Begehren aus ökologisch-bürgerlichen Kreisen will die jährliche Nettozuwanderung auf 0,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung beschränken. Derzeit wären das rund 16'000 Personen und damit deutlich weniger als die rund 70'000 Personen, die in den vergangenen Jahren jeweils einwanderten.

Wachstumsdebatte

Bislang argwöhnten die Initianten, dass die Behandlung des Geschäfts im Parlament bewusst hinausgeschoben werde. Doch nun zeigt sich: Die zuständige Parlamentskommission hat die Vorlage noch diesen Monat traktandiert. Die Staatspolitische Kommission des Ständerats wird sich an ihrer Sitzung vom 24. Februar mit der Ecopop-Initiative befassen. Die Kommissionsmitglieder werden dabei nicht nur über die Gültigkeit des Volksbegehrens diskutieren. Im Raum steht auch ein Gegenvorschlag zur Ecopop-Initiative, wie mehrere Kommissionsmitglieder bestätigen.

Es brauche jetzt eine Wachstumsdebatte, sagt Kommissionspräsidentin Verena Diener. «Mit Blick auf die beschränkten Ressourcen in der Schweiz müssen wir unser Wirtschaftswachstum kritisch hinterfragen. Es bringt nichts, wenn wir immer neue Arbeitsplätze schaffen, die dann aber fast ausschliesslich von Zuwanderern besetzt werden», sagt die Zürcher Ständerätin. Ein Wachstum um jeden Preis sei der falsche Ansatz. Für Diener wirft die Ecopop-Initiative deshalb berechtigte Fragen auf. Sie gebe aber die falschen Antworten. Dieners Fazit: «Ein sinnvoller Gegenvorschlag könnte ein Ausweg sein.»

Minder will Inländervorrang

Der Kommission liegt noch kein konkreter Gegenvorschlag vor. Thomas Minder, der ebenfalls der Staatspolitischen Kommission angehört, hat allerdings einen Ansatz skizziert. Der Schaffhauser Ständerat will die Rekrutierung ausländischer Arbeitskräfte davon abhängig machen, dass im fraglichen Beschäftigungssektor keine einheimischen Arbeitskräfte auf Stellensuche sind. Im Ergebnis läuft dies auf einen bedingten Inländervorrang hinaus: Ausländische Arbeitskräfte dürfen nur kommen, wenn im Inland die Sockelarbeitslosigkeit erreicht ist. Damit soll die Zuwanderung gesenkt werden. Gegenwärtig, so sagt Minders rechte Hand Claudio Kuster, würden viel zu oft ausländische Arbeitskräfte geholt, obschon qualifizierte Inländer verfügbar wären.

Den Initianten dürfte ein Gegenvorschlag gelegen kommen. Denn die Initiative enthält neben ihrer Kernforderung einen Passus, der selbst bei Sympathisanten umstritten ist: Ecopop will 10 Prozent der Entwicklungshilfegelder in ärmeren Ländern für «Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Familienplanung» einsetzen. Ecopop-Vorstandsmitglied Albert Fritschi versichert zwar, der Verein stehe hinter beiden Forderungen. Ob sie mit Blick auf einen allfälligen Gegenvorschlag des Parlaments unverhandelbar sind, lässt er aber offen: Man habe intern noch nicht über rote Linien gesprochen. Gleichzeitig räumt Fritschi ein, dass die Abstimmung ohne den umstrittenen Passus einfacher zu gewinnen wäre. Doch sei das Bevölkerungswachstum ein globales Problem, das nicht im nationalen Kontext allein gelöst werden könne. Deshalb habe man die beiden Punkte verknüpft.

Der Bundesrat hat einen Gegenvorschlag abgelehnt. Die Grundanliegen der Initiative seien mit der Migrations- und Entwicklungspolitik der Schweiz nicht vereinbar. Nach heutigem Stand ist ein Gegenvorschlag auch im Parlament nicht mehrheitsfähig. Je nach Ausgang der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative könnte die Debatte jedoch an Dynamik gewinnen. «Das Abstimmungsergebnis vom Wochenende wird die Behandlung der Initiative sicher beeinflussen», sagt die Grünliberale Verena Diener. Die Zuwanderung werde sich nicht von selber regulieren, wie dies Bundesrat Schneider-Ammann gesagt habe. Es brauche vielmehr politische Lösungen.

«EU versteht ein Nein»

Politische Lösungen will auch die SP – allerdings nicht für die Zuwanderung, sondern zur Beseitigung der unerwünschten Nebenwirkungen. Die Partei hat deshalb ein Positionspapier verabschiedet, in dem sie eine Reihe von zusätzlichen flankierenden Massnahmen verlangt. So fordert die SP zusätzliche Anstrengungen gegen Lohndumping sowie Massnahmen im Wohnungsmarkt. Zu Letzteren gehören die vom Bundesrat Anfang Januar in Aussicht gestellte Formularpflicht sowie eine Begrenzung der Aufschläge bei Mieterwechseln. Als Hebel zur Durchsetzung ihrer Forderungen dient der SP nicht die Ecopop-Vorlage, sondern die Referendumsabstimmung über die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien. Diese findet voraussichtlich nach der Ecopop-Abstimmung statt. Für den Fall, dass Bundesrat und Parlamentsmehrheit auf die Forderungen nicht eingehen, drohte die SP bislang damit, die Ausdehnung auf Kroatien nicht zu unterstützen. Nun geht sie noch einen Schritt weiter. Sie spüre, dass auch ein Nein zu Kroatien nicht ausgeschlossen sei, sagt Generalsekretärin Flavia Wasserfallen.

Die EU würde das Nein laut Wasserfallen zu deuten wissen. «Mit einem Nein signalisieren wird, dass wir zuerst die innenpolitischen Hausaufgaben machen müssen. Erst dann sind wir für die Erweiterung bereit.» Die EU, so ist Wasserfallen überzeugt, hätte für eine solche Zusatzrunde Verständnis.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Zuwanderung-So-geht-die-Debatte-nach...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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Elias
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Forscher wandern ab - Der Weg zurück

nano 3Sat

Der Weg zurückImmer öfter wandern Forscher aus der Schweiz ab: Deutsche Forscher kehren der Schweiz den Rücken, auch wenn sie lange dort gearbeitet haben: Deutsche Unis locken ihre gebildeten Köpfe aktiv zurück in die Heimat. http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=41050

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weico
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 Die Schweiz ist das weltoffenste Land Europas

 

Vor der Volksabstimmung wird das Land wieder als ausländerfeindlich dargestellt. Dabei will die Initiative der SVP lediglich erreichen, was auch viele EU-Staaten wollen: dass die Richtigen kommen.

.........................................................usw.

Wieder einmal sind alle Augen auf die Schweiz gerichtet – die letzte unabhängige, bürgernahe und damit echte Demokratie Europas.

 

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article124622831/Die-Schweiz-ist-d...

 

weico

mach3
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Masseneinwanderung

Ich wandere auch gerne.. Was habt ihr mit dem Thread gemacht, habt ihr wieder aufeinander rumgehackt? Elias läuft ja seit neuestem mit dem Schwert herum..

 

Tja, ich habe vieles verpasst in letzter Zeit in diesem Forum.. Petrosilus Zwackius ist aber ein lustiger Zeitgenosse, vor ein paar Jahren hatte er noch anderen Namen, war es wohl Freeby..

 

Nun zu was ernsthaftem, was haltet ihr von folgendem Blog (Die Dame hat glaub achtung fertig Charlie 2 gedreht, ist eine Regisseurin, habe den Film nicht gesehen):

http://blog.tagesanzeiger.ch/blogmag/index.php/34506/1-milliarde-auslaen...

 

Das die Ausländer immer gegen die Schweizer sein müssen, wieso können die nicht akzeptieren, dass viele von uns (mit Ausnahme speziell von Elias?) rassistisch sind? Und wie würde es uns in ihrem Land ergehen (dieses Bsp. Türkei) Die sind anders rassistisch da, Glauben, Beleidigung des Türkentums.. Ich erlebe jeden Tag Story's, da ich in einem Ghetto Block wohne.. Kannste mir glauben.

Bin gespannt wie Fabi abschneiden wird, mein Nein ist schon gezählt worden.

Elias
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mach3 hat am 08.02.2014 - 14:48 folgendes geschrieben:

Was habt ihr mit dem Thread gemacht, habt ihr wieder aufeinander rumgehackt? Elias läuft ja seit neuestem mit dem Schwert herum..

Da hat einer über mein Avatar gemeckert.  Wollte nur sehen, ob er auch bei diesem meckert, was er auch tat. Was nichts anderes bedeutet, dass ihm die Argumente ausgegangen sind und der Avatar noch das einzige war, womit er sich auseinander setzten konnte. Das ist der Unterschied zu igwt. Der war dann zufrieden, als es kein Heiligenbildchen mehr war.

 

Es fällt vermutlich nur wieder mir auf.  Aber die "Regelmässigkeit" von Postings war mit schon vor langer Zeit aufgefallen. Hab mich dazu schon mal geäussert

 

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weico
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mach3 hat am 08.02.2014 - 14:48 folgendes geschrieben:

Ich wandere auch gerne.. Was habt ihr mit dem Thread gemacht, habt ihr wieder aufeinander rumgehackt? Elias läuft ja seit neuestem mit dem Schwert herum..

..er meckerte ..und dann wurde zurückgemeckert...

Wer nicht einstecken kann ,soll eben nicht austeilen.

 

Drinks

http://www.cash.ch/comment/554115#comment-554115

 

 

weico

 

mach3
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Uups, habe gerade gemerkt, das dieser Thread vom Eröffner umbennant wurde, in Allerlei. Das ist natürlich ganz irreführend. Da ich nur noch sporadisch in diesem Forum aktiv bin, habe ich das total verpasst.

 

Schade gibt es keinen Thread Masseneinwanderungsintiative mehr. Aber was soll's.

 

Zu Elias, dein Avatar ist ja soweit ok, du scheinst damit deine Standpunkte zu verteidigen oder was weiss ich.

Mein Avatar zum Beispiel sind drei Galaxien oder so, aufgenommen mit modernster Technik. Also bin ich einiges moderner als du, aber ok, Schwerter können tödlich sein, wie auch Zigaretten etc.

 

Schönes WE

 

Und viel Spass morgen am Abstimmungssonntag!

weico
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Behandlung gegen «Deutsche Schaben»

 

http://blogs.tageswoche.ch/de/blogs/ausdenquartieren/637512/behandlung-g...

ROFL

 

weico

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