SMI im Mai 2011

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Merlin2033
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SMI im Mai 2011

Ramschpapierhaendler wrote:

@ Bugatti:

Bist ein Witzbold! Da rechnest du in CHF, beklagst dich über den Wert des Goldes in CHF und... stellst hier einen Chart in € rein. Lol

Ich hab mit Immobilien auch deutlich mehr verdient als mit Gold. Bei meiner Strategie sind es sogar alles realisierte Gewinne und nicht nur Buchgewinne. Wink Dafür hab ich zwischendurch etwas viel Cash, das ich lieber in etwas werthaltiges investiere als es auf dem Konto rumliegen zu lassen.

Zudem ist dir aber schon klar, dass nicht alle genug Geld haben, um sich Wohnungen etc. zu kaufen?

@ Merlin:

Ich konnte dir mehrmals hintereinander nicht erklären, weshalb ein € bei Golddeckung seine Kaufkraft auch bei einem Griechenlandbankrott nicht verliert. Deshalb lass ich's jetzt lieber. Ich denke, du verweigerst dich gewissen Argumenten.

Mal im ernst. Reden wir mal nicht von Goldgedeckten Euros in griechenland!

Ein Land X hat die Goldgedeckte Währung Y! Alles leute glauben was MF predigt und sagen, dass der Y ja durch gold gesichert ist! Also muss man keine angst um sein Vermögen haben! Jetzt geht der staat aber pleite und muss sein Gold verkaufen wegen Importüberschuss!!!! Wenn nun alles gold weg ist, was nützt mir nun die Goldbindung???

Ich weiss nicht, aber vieleicht stehe ich ja auch auf dem Schlauch!!!

Ramschpapierhaendler
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SMI im Mai 2011

@ Merlin:

Ok, dann sprechen wir ab jetzt nur nich von diesem Fall. 1 Land, 1 gedeckte bzw. ungedeckte Währung. Ist einfacher als mit € und Griechenland.

Du hast absolut recht, dass auch eine Golddeckung keine echte Garantie hergibt. Weico hat uns das ja schon oft aufgezeigt. Wenn der Staat am Schluss doch kein Gold rausrückt oder rausrücken kann, dann nützt dir auch eine gedeckte Banknote nichts.

Der Punkt war und ist aber ein anderer: wie schon früher in der Diskussion festgestellt, geht's um's Vertrauen in eine stabile Währung.

Ungedecktes Geld ist wirklich nur ein Tauschmedium, bzw. eine Konvention der Gesellschaft, dieses Geld als Tauschmittel zu akzeptieren. Den Wert bestimmt jeder von uns, der Preise macht, also die Migros genauso auch wie ich und vielleicht auch du, auf der einen Seite, als auch die NB mittels Geldmenge auf der anderen Seite. Wenn wir Geld nur als Tauschmedium sehen, dannist es auch völlig egal, ob wir für 1 Brötchen heute 1 CHF und in 1 Jahr 10 CHF bezahlen. Unsere Löhne steigen ja mit dem Preis der Brötchen. Inflation kann uns also egal sein.

Nun aber zum Hauptproblem ungedeckten Geldes: es taugt nicht als Wertaufbewahrungsmittel! Wenn ich mir heute mit 10'000 CHF 10'000 Brötchen kaufen kann und in 1 Jahr nur noch 1'000, dann kotzt mich das an.

Nun geht man beim Goldstabdard davon aus, dass die meisten Waren und Dienstleistungen zueinander in etwa wertstabil sind. Die Geschichte und die Logik sprechen auch dafür. Damit wäre ja eigentlich Gold- oder Silbergeld sehr als Tausch- UND Wertaufbewahrungsmittel geeignet. Aus Gründen der Handlichkeit greift man dann halt auf Gold-Schuldscheine zurück.

Zheoretisch wären auch 2 Geldformen nebeneinander denkbar. Ungedecktes zum Bezahlen, gedecktes zum Sparen. Die Goldbugs haben sich das ja auf privater Basis so eingerichtet. Wink

Zurück zum Vertrauen:

Als kurzfristiges Tauschmittel spielt es fast keine Rolle, welches Geld man hat. Als Spargeld sehe ich das etwas anders:

1. Physisches Gold: sozusagen kein Total-Verlustrisiko / Wertschwankungen, unter Goldstandard jedoch stabil im Preis

2. Goldgedecktes Geld: dito Gold, jedoch Emittentenrisiko (wie anfangs erwähnt) in etwa analog heutigen Staatsanleihen

3. Ungedecktes Geld: Emittentenrisiko pur /keine Sicherheit / rein vom öffentlichen Vertrauen abhängig (Konventiom) / der Teuerung unterworfen!

Zum Sparen möchte ich deshalb nur physisches Gold bzw. Eine goldgedeckte Währung mit ihren Vor- und Nachteilen gegenüber Gold. Bei Verhältnissen wie hier in der Schweiz würde ich gedecktes Geld bevorzugen und das geringe Emittentenrisiko in Kauf nehmen. In einem halb bankrotten Staat würde ich langsam beginnen, mein gedecktes Geld gegen Gold einzutauschen.

Um zum Anfang der Diskussion zurück zu kommen: egal, wie (inflations-)sicher odet unsicher die Währungen sind: dad Geld fliesst zur sichereren Währung. Heute ist das vom € zum CHF. Da ein gedeckter € inflationssicherer wäre als ein ungedeckter CHF, würde das Geld andersrum fliessen und die CH evtl. dazu zwingen, den Goldstandard auch wieder einzuführen, auch wenn das sonst nicht nötig wäre.

Eins ist klar: der CHF wird in der heutigen Form vielleicht nicht sehr stark inflationiert. Eine gedeckte Währung KANN gar nicht inflationiert werden, bzw. nur mittels Erhöhung der Goldmenge, bleibt dabei aber wertstabil. Und das ist, was Anleger wollen.

Ramschpapierhaendler
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SMI im Mai 2011

Sry, falls etwas chaotisch geschrieben. Aber auf dem Handy fehlt bei grösseren Beiträgen etwas der Überblick.

Merlin2033
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SMI im Mai 2011

Ramschpapierhaendler wrote:

Um zum Anfang der Diskussion zurück zu kommen: egal, wie (inflations-)sicher odet unsicher die Währungen sind: dad Geld fliesst zur sichereren Währung. Heute ist das vom € zum CHF. Da ein gedeckter € inflationssicherer wäre als ein ungedeckter CHF, würde das Geld andersrum fliessen und die CH evtl. dazu zwingen, den Goldstandard auch wieder einzuführen, auch wenn das sonst nicht nötig wäre.

Eins ist klar: der CHF wird in der heutigen Form vielleicht nicht sehr stark inflationiert. Eine gedeckte Währung KANN gar nicht inflationiert werden, bzw. nur mittels Erhöhung der Goldmenge, bleibt dabei aber wertstabil. Und das ist, was Anleger wollen.

Bis auf die oberen Punkte gehe ich mit dir einig! Aber eben, wie sollte denn ein Euro in der jetzige konstellation funktionieren, wenn x staaten mit unterschiedlichen handelsbilanzen den goldstandard einführen würde! am schluss wäre alles gold in deutschland und der rest pleite! Da stelle ich mir die frage, wie wollen mir dann die griechen (oder welches land auch immer ausser D) meine Euroscheine in Gold tauschen, wenn die doch keines mehr haben, weil die pleite sind!?!

Die frage wäre doch bei welcher währung wäre der deckungsgrad in gold am höchsten, das wäre dann doch die sicherste währung! hat jemand gerade die Gold- und Geldmenge der schweiz und der gesamten EU im überblick???

zum zweiten punkt:

Genau diese Schranken haben doch den kleinen österreicher in deutschland an die macht gebracht!!!

Gott bewahre, aber diesen Fehler sollte man besser nicht wiederholen!!!

Merlin2033
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SMI im Mai 2011

Ramschpapierhaendler wrote:

Sry, falls etwas chaotisch geschrieben. Aber auf dem Handy fehlt bei grösseren Beiträgen etwas der Überblick.

Kein Problem, ich hab das vermögen in einen grossen bildschirm investiert und nicht in gold *duckundweg* Lol

Rookie65.
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SMI im Mai 2011

Zurück zum Thema SMI:

Langfristig befindet sich der SMI –als eine der wenigen "wichtigen" Aktienmärkte- immer noch im Abwärtsrend, (1) den die Finanzkrise ausgelöst hat. Ende letzter Woche sind wir zum dritten Mal innert Jahresfrist am Abwärtstrend gescheitert (A, B, C). Mittelfristig ist der 10%ige Fukushima-Einbruch korrigiert worden, nicht mehr und nicht weniger. Kurzfristig blüht uns wohl ein Rückgang bis auf den Support bei 6'050/6'200 (2), je nachdem wie stark der Rückschlag ausfallen wird.

Insofern: Hands off, solange wir den Rückschlag nicht "ausgesessen" oder zu Ende gefahren haben.

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Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

inkognito2009
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SMI im Mai 2011

Rookie65 wrote:

Zurück zum Thema SMI:

Langfristig befindet sich der SMI –als eine der wenigen "wichtigen" Aktienmärkte- immer noch im Abwärtsrend, (1) den die Finanzkrise ausgelöst hat. Ende letzter Woche sind wir zum dritten Mal innert Jahresfrist am Abwärtstrend gescheitert (A, B, C). Mittelfristig ist der 10%ige Fukushima-Einbruch korrigiert worden, nicht mehr und nicht weniger. Kurzfristig blüht uns wohl ein Rückgang bis auf den Support bei 6'050/6'200 (2), je nachdem wie stark der Rückschlag ausfallen wird.

Insofern: Hands off, solange wir den Rückschlag nicht "ausgesessen" oder zu Ende gefahren haben.

das würde ja wieder für einen einstieg in einen smi put sprechen

Rookie65.
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SMI im Mai 2011

Rein Charttechnisch betrachtet: Ja.

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

inkognito2009
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SMI im Mai 2011

Rookie65 wrote:

Rein Charttechnisch betrachtet: Ja.

wie hoch ist jeweils die charttechnische trefferquote im allgemeinen gesehen?

fritz.
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SMI im Mai 2011

Wenn du den Chart richtig interpretierst über 80%. Wink

Gruss

fritz

inkognito2009
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SMI im Mai 2011

fritz wrote:

Wenn du den Chart richtig interpretierst über 80%. Wink

Gruss

fritz

also wie kaffeesatz lesen, denn interpretation ist bekanntlich ansichtssache Biggrin

Agent$mith
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SMI im Mai 2011

Ich handle nur charttechnisch und den aktuellen Fall auf 6440 habe ich seit 12. Mai sehen kommen... resp. wurde er immer möglicher. Deshalb :arrow: SMI DAX etc. short. Nun ist eine kurzfristige Erholung möglich und Gold stand gestern abend charttechnisch interessant um kurzfristig die Positionen zu erhöhen. Darum schnell umgeschichtet Lol

Heute gesehen wars die richtige Entscheidung.

Bei Gold bleibe ich weiterhin drin habe aber bei 7% Gewinn eine Verkaufsorder des Einsatzes gesetzt. welcher ich dann hoffentlich bei höherem SMI oder DAX wieder in Putt umwandeln kann.

Darum muss man auch Charttechnisch wie auch Newstechnisch von Kurz-, mittel und langfristigen Strategien unterscheiden. Und diese richtig zu machen sowie genug Geduld bringt im Daytrading sowie Yahreszeitraum gute Gewinne.

"Charttechnisch - What else?"

Der Autor ist in den oben stehenden Werten investiert sonst würde er sich nicht dafür interessieren.

inkognito2009
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SMI im Mai 2011

Agent$mith wrote:

Ich handle nur charttechnisch und den aktuellen Fall auf 6440 habe ich seit 12. Mai sehen kommen... resp. wurde er immer möglicher. Deshalb :arrow: SMI DAX etc. short. Nun ist eine kurzfristige Erholung möglich und Gold stand gestern abend charttechnisch interessant um kurzfristig die Positionen zu erhöhen. Darum schnell umgeschichtet Lol

Heute gesehen wars die richtige Entscheidung.

Bei Gold bleibe ich weiterhin drin habe aber bei 7% Gewinn eine Verkaufsorder des Einsatzes gesetzt. welcher ich dann hoffentlich bei höherem SMI oder DAX wieder in Putt umwandeln kann.

Darum muss man auch Charttechnisch wie auch Newstechnisch von Kurz-, mittel und langfristigen Strategien unterscheiden. Und diese richtig zu machen sowie genug Geduld bringt im Daytrading sowie Yahreszeitraum gute Gewinne.

wie weit denkst du wird der smi sinken? und in welcher zeitspanne?

Bullish
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SMI im Mai 2011

Merlin2033 wrote:

Ein Land X hat die Goldgedeckte Währung Y! Alles leute glauben was MF predigt und sagen, dass der Y ja durch gold gesichert ist! Also muss man keine angst um sein Vermögen haben! Jetzt geht der staat aber pleite und muss sein Gold verkaufen wegen Importüberschuss!!!!

Deshalb soll die Notenbank privat oder zumindest unabhängig sein.

Die Notenbank müsste nur Gold gegen ihre eigenen Noten rausrücken.

Wenn der Staat Schulden macht, dann bilden sich entweder Debitoren/Kreditoren oder es werden marktfähige Bonds ausgegeben, aber keine Noten der Notenbank, denn diese gibt nur soviele Noten aus, wie sie decken kann.

Wird Gold zu Geld gemacht, und das ist nun der interessante Punkt, dann braucht es gar keine zentrale Notenbank; es könnte jede Bank ihre eigenen Noten ausgeben und es könnten auch Noten auf Silber, etc. ausgegeben werden. Die Bank würde dann je nachdem einen höheren oder tieferen Zins bieten, damit Gold gegen Banknoten eingelegt würden. Das ist der Traum der Anhänger der österreichischen Wirtschafttheorie. Unter Umständen würden die Banken sogar eine Gebühr für die Einlage fordern und damit einen negativen Zins schaffen. (ich gehe auf die daraus zu erwartende Problematik nicht ein, die jeder erwartet, der den Schuldendruck der Privaten als Innovationstreiber anerkennt)

Trotz Golddeckung kann aber immer noch eine Kreditpyramide entstehen, deren Einsturz die genau gleichen Konsequenzen haben würde. (ohne Kreditpyramide wahrscheinlich ein Abflauen der Innovation)

Unser Problem ist nicht, dass es zuviel Papiergeld gibt, sondern zuwenig, um die Kontrakte zu erfüllen und es aus dieser Mangelsituation zu massenhaften Konkursen käme.

Um dieses Problem sozialverträglich zu lösen, wird einfach "nachgedruckt" und "sozialisiert", was nun verhindert, dass Sparer wie @orangebox endlich ihre Kaufkraft benutzen könnten. Diese Sparer werden somit indirekt besteuert (Kaufkraftverlust wegen Teuerung) und es kommt das Verlangen nach einem "unmanipulierbaren" Geld auf. Die meisten Investoren sind gar keine "gierigen Spekulanten", sondern wollen irgendwie ihre Kaufkraft erhalten, die sie immerwährend schwinden sehen.

Dieses "Nachdrucken" geschieht aber nicht "netto", zB im Falle des QE2 sind Schulden, die weiterhin bedient werden müssen, die Deckung für das emittierte Geld. Erst wenn die aufgekauften Treasuries nicht mehr zurückgezahlt würden, also als Aktivum in der FED Bilanz verschwänden, stünden weniger Aktiven dem emittierten Geld gegenüber. Erst jetzt gäbe es zusätzliches "Nettogeld".

MarcusFabian
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SMI im Mai 2011

Merlin2033 wrote:

Du weisst aber auch was die gedeckten Währungen alles hervorgebracht haben??? Da müsste noch ein wenig politisches/soziales Gedankengut in deine überlegungen rein!!!

Sicher weiss ich das. In den USA beispielsweise 113 Jahre ohne Inflation und enormes Wirtschaftswachstum bzw. Kolonialisierung des ganzen Landes, Bau von Eisenbahnlinien etc. etc.

Wir müssen uns einfach einig darüber sein, dass ein Goldstandard weder ein Garant für gute noch für schlechte Wirtschaft ist. Es ist lediglich so, dass ein Goldstandard Excesse verhindert.

Wenn ein Land mehr ausgibt als es einnimmt, verliert es Gold und wird somit unmittelbar gezwungen, den Gürtel enger zu schnallen und danach zu streben mehr zu produzieren, um wieder eine ausgeglichene Bilanz zu haben.

Mit "unmittelbar" meine ich, dass die Wirtschaft nur ein paar Jahre in die falsche Richtung laufen darf.

Mit Papiergeld können Exzesse über mehrere Jahrzehnte in die falsche Richtung laufen und entsprechend wird der finale Kollaps viel grösser.

Und hier kommen wir zum moralischen Aspekt, den Du ansprichst und der mir persönlich sehr wichtig ist: Die Strafe für Exzesse soll möglichst die Generation treffen, die die Exzesse verursacht hat. Wer Schulden gemacht hat, soll entsprechend danach zum sparen gezwungen werden.

Sprechen wir aber über Exzesse von 40 Jahren bis zum Kollaps, sind es nicht mehr die Schuldigen sondern deren Kinder und Enkelkinder, die den Schlamassel ausbaden müssen. Und genau das ist meiner Überzeugung nach die grösste Schweinerei!

Das Problem der modernen Demokratie und der grossen Aktiengesellschaften ist doch, dass die Führer jeweils nur einen Zeithorizont von 4 Jahren (Politiker) oder 1 Jahr (Manager) haben und entsprechend lieber heute neue Schulden machen und um die Konsequenzen soll sich bitte die nächste Generation kümmern.

Wir haben in den letzten 30 Jahren ein enormes nominales Wirtschaftswachstum gehabt, das unter einem Goldstandard zwar auch aber weniger rasant und mit weniger Fehlentscheiden passiert wäre.

Beispielsweise wurden Ende der 1990er Jahre im Silicon-Valley über 100 Firmen gegründet, die sich dem Breitband-Internet verschrieben hatten. Man wusste damals, dass evtl. 1-3 dieser Firmen überleben würden und der Rest Konkurs geht. Dennoch haben alle Firmen Venture-Kapital bekommen. Unter einem Goldstandard hätten die Geldgeber bereits vor der Kreditvergabe sehr viel genauer die Business-Modelle überprüft und somit vielleicht nur 10 oder 20 Firmen finanziert.

Nominal also ein geringeres Wirtschaftswachstum, wenn Du so willst. Dafür andererseits auch weniger Konkurse beim Platzen der Blase. Oder es hätte überhaupt keine Blase gegeben.

Unter dem Strich würde sich unsere Wirtschaft unser Wohlstand unter einem Goldstandard ziemlich genau so entwickeln wie unter Papiergeld. Halt mit weniger Spekulation dafür mehr mit richtigen Investments. Und auch mit weniger Schulden, denn Kredite müssten aus vorhandenem Sparkapital finanziert werden und nicht mit neu gedrucktem Geld.

Blasen hat es bekanntlich auch unter einem Goldstandard gegeben. Beispiel die Eisenbahn-Mania vor 1873. Aber die Menschen haben nur mit ihrem eigenen Geld spekuliert und nicht mit Schulden, die darüber hinaus mit Faktor 100 gehebelt wurden.

MarcusFabian
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Re: Gold Langfristchart in $

Bugatti wrote:

Gegenfrage auf die Gegenfrage: Hast Du in Deinem Leben bis dato mal erlebt, dass der CHF nicht als Geld angenommen wurde?

Bis 2000 war der Franken ja auch noch durch Gold gedeckt.

Aber nimm den Dollar als bestes Beispiel. Der lebt mittlerweile 38 Jahre ohne Golddeckung. Und ja, er lebt noch, hat seither aber gegen Gold 95% seines Wertes eingebüsst (97.5% seit Gründung der Fed).

Glaub mir, diese restlichen 5% wird er auch noch verlieren Wink

Aber dennoch, das muss ich zugeben, hält der Dollar derzeit den Rekord für eine ungedeckte Papierwährung. Mehr als 30 Jahre hat meines Wissens zuvor nie eine Papierwährung überlebt.

Agent$mith
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SMI im Mai 2011

inkognito2009 wrote:

Agent$mith wrote:
Ich handle nur charttechnisch ...

wie weit denkst du wird der smi sinken? und in welcher zeitspanne?

Kurzfristig ist jetzt entscheidend - heute regt sich nichts. Noch Abwarten aber dann die restliche Woche mitreiten.

Charttechnisch ist eine Abwärtstendenz sehr stark ausgeprägt. Deshalb rechne ich damit, dass wir diese Woche die 6400 durchbrechen und nächste Woche im Bereich 6300 ankommen. Danach ist ein restart möglich.

:arrow: Sollte die Woche aber wieder über 6520 gegangen werden, wäre kurzfristig das Rennen bis 6600 offen. spätestens über 6550 kann man charttechnisch shorten.

Kurzfristig Interday - (1-4d)

- abwarten! (eher SMI Short)

- Sell z.B.imSMI: "SYST"

- Buy z.b.imSMI: "BAER"

Mittelfristig sollten wir bis Ende Juli tiefe 6500er Kurse nochmals sehen können ich rechne aber nicht mehr mit 6600ern bis November.

Mittelfristig 2W-2M

- Wenn SMI über 6500 Sell SMI Titel

- Wenn SMI unter 6400 Buy SMI Titel

Langfristig erwarte ich alles. Abhängig davon wie die Inflation USD EUR, Hyperinflation USD oder Umschuldungen, noch mehr Verschuldung oder globale Kriegssituationen im zweiten Halbjahr aussehen wird.

Langfristig 2M-...

- Buy Gold

- Sell USD

"Charttechnisch - What else?"

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MarcusFabian
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SMI im Mai 2011

Merlin2033 wrote:

Jetzt geht der staat aber pleite und muss sein Gold verkaufen wegen Importüberschuss!!!! Wenn nun alles gold weg ist, was nützt mir nun die Goldbindung???

In diesem Statement liegt meiner Meinung nach der Schlauch, auf dem Du stehst:

Du gehst davon aus, dass ein Land über längere Zeit ein Handelsbilanzdefizit haben kann. Im Endeffekt, bis es Pleite ist.

Genau das darf aber eben nicht passieren, denn grundsätzlich muss jedes Volk mit dem auskommen, was es selbst produziert. Natürlich im Tauschhandel mit anderen Ländern aber Handelsdefizite sind nicht die Norm (so wie heute) sondern die absolute Ausnahme!

Hat ein Land ein Defizit, nimmt seine Goldmenge und somit seine Geldmenge ab. Dadurch sinken die Preise. Klassische Deflationäre Depression.

Die sinkenden Preise machen die Exporte aber wieder günstiger und erhöhen somit die Chance, im nächsten Jahr einen Handelsüberschuss zu produzieren.

Gleichzeitig ist weniger Geld da, um Waren im Ausland zu kaufen, wobei der Import sinkt.

Es ist also ein automatisches Regelsystem, das über die Jahre für Ausgleich sorgt.

Unter dem Strich und ausgedeutscht bedeutet das nichts anderes als:

1. Du darfst nur so viel ausgeben, wie Du eingenommen hast

2. Wenn Du in einem Jahr über Deine Verhältnisse gelebt hast, musst Du im darauf folgenden Jahr entsprechend sparen.

Im Prinzip werden Staaten somit genau in dasselbe Korsett gezwungen wie Unternehmen und Familien.

Notabene: Wenn Land A ein Handelsdefizit hat, muss es irgendwo ein Land B mit Handelsüberschuss geben, in das das Gold fliesst.

Dort passiert dann das Gegenteil: Durch das zusätzliche Gold wird die Geldmenge erhöht, Inflation, die Preise steigen. Import wird begünstigt, Export gebremst.

Zwischen Grossbritanien und den USA ist genau dieses Spiel in den 1920er Jahren passiert: Die Briten hatten jahrelang ein grosses Handelsdefizit mit den USA. Es floss viel Gold von GB nach Amerika.

Nun hat es allerdings die FED versäumt, entsprechend der steigenden Goldmenge auch die Geldmenge auszuweiten. Genau das hat schlussendlich zur Depression geführt. Nicht der Goldstandard an sich!

Merlin2033
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SMI im Mai 2011

@MF

Besten Dank für die gute Erklärung. Aber das mit der Inflation und Deflation im einen und anderen land funktioniert wohl auf dem Papier, aber doch nicht bei währungen mit unterschiedlich hoher golddeckund oder? und was passiert dann noch wenn eine Volkswirtschaft wächst und die andere schrumpft!!! Aber das is zu weit in die theorie!

Hat sich wiedermal gelohnt heute aufzustehen!! Wink

MarcusFabian
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SMI im Mai 2011

Merlin2033 wrote:

Besten Dank für die gute Erklärung. Aber das mit der Inflation und Deflation im einen und anderen land funktioniert wohl auf dem Papier, aber doch nicht bei währungen mit unterschiedlich hoher golddeckund oder?

Warum nicht? Es hat Jahrtausende funktioniert. Nur weil wir jetzt zufällig wieder einmal eine (historisch gesehen) kurze Periode ohne gedecktes Geld haben, soll es auf einmal nicht mehr funktionieren?

Warum?

Merlin2033 wrote:

und was passiert dann noch wenn eine Volkswirtschaft wächst und die andere schrumpft!!!

Dann wird die schrumpfende Volkswirtschaft ihren Bruttolebensstandard an das wachsende Nettoeinkommen anpassen müssen. So wie immer in der Geschichte.

Agent$mith
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SMI im Mai 2011

Interday steht der SMI auf der 6400er Linie und eröffnet genau in der Mitte der von mir erwarteten Handelsspanne von 6400 - 6450 für heute.

Was über 6450 ist Kurzfristig Bullish zu werten

Was unter 6400 geht ... geht auch noch weiter bis 6300... Lol

... Asche auf mein Haupt ...

"Charttechnisch - What else?"

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SMI im Mai 2011

sieht fast danach aus als ob der SMI heute noch ins plus dreht

hamster
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SMI im Mai 2011

BUY EON

paparlapap

Agent$mith
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SMI im Mai 2011

ja, das ist gut wenns so aussieht ... könnte mir vorstellen um 12:00 wieder short zu gehen aber besser erst mal abwarten

"Charttechnisch - What else?"

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hamster
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SMI im Mai 2011

spekulation auf den 6.juni, dann wird sehr wahrscheinlich die brennelemtsteuer abgeschafft. die eon jährlich rund 1mrd. kostet!

paparlapap

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SMI im Mai 2011

hamster wrote:

spekulation auf den 6.juni, dann wird sehr wahrscheinlich die brennelemtsteuer abgeschafft. die eon jährlich rund 1mrd. kostet!

Du bist sehr wahrscheinlich im falschen Thread!!!

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Agent$mith
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SMI im Mai 2011

interessiert mich trotzdem weil Pelztier-relevant... weis aber nicht wie stark das meinen Put auf den DAX betrifft. :roll:

"Charttechnisch - What else?"

Der Autor ist in den oben stehenden Werten investiert sonst würde er sich nicht dafür interessieren.

tschonas
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SMI im Mai 2011

Agent$mith wrote:

ja, das ist gut wenns so aussieht ... könnte mir vorstellen um 12:00 wieder short zu gehen aber besser erst mal abwarten

Sei dir da bloss nicht zu sicher mit deinen Shorts. Ich zumindest bin ziemlich skeptisch, die Griechenland-Geschichte ist doch schon längst ausgelutscht und viel negatives schon eingepreist.

@hamster, der "Melde Spam"-Button wurde gerade aktiviert.

Agent$mith
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SMI im Mai 2011

tschonas wrote:

Agent$mith wrote:
ja, das ist gut wenns so aussieht ... könnte mir vorstellen um 12:00 wieder short zu gehen aber besser erst mal abwarten

Sei dir da bloss nicht zu sicher mit deinen Shorts. Ich zumindest bin ziemlich skeptisch, die Griechenland-Geschichte ist doch schon längst ausgelutscht und viel negatives schon eingepreist.

Ich bin mir nicht zu sicher, deshalb warte ich auf den charttechnisch richtigen Zeitpunkt... erst wenn ein solcher gefunden wird wird gehandelt. Wink

:roll: :arrow: *denk* evtl. am Mittag Gold in SMI und DAX short umstapeln vielleicht kommen im Verlaufe der Woche noch mehr Italien oder Spaniensorgen... *fertig denk*

"Charttechnisch - What else?"

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Rookie65.
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SMI im Mai 2011

@tschonas/@Agent$mith

Ich denke, dass Griechenland -wenn überhaupt- nur an der Oberfläche gekrazt eingepreist ist. Bei einer Umschuldung gehen die griechischen Banken gleich hops, die europäischen Tragen 30-50% Haircuts (bei ca 80 Mrd Bankschulden...) davon, was zu einem seit 1929 nicht gesehenen Bankencrash führen wird. Ob wir wollen oder nicht.

Der leder of last resort ist längst überüberüberschuldet und kann selber nicht mehr als Retter auftreten. Also: Kurzfristig alles möglich. Sobald die Griechen auf dem Finanzgrill durch den Rost fallen, gute Nacht. Egal für welchen Index!

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

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