Teuerung in der Schweiz

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Leitner
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Teuerung in der Schweiz

Die Teuerung wird stark von der Frankenstärke abhängen. Sobald der Franken wieder schwächer wird, dann wird die Teuerung anziehen. Die Importgüter werden dann teurer! Obwohl sie jetzt, heute, bei diesem tiefen Euro/Dollar eigentlich günstiger sein sollten. Der Kursgewinn wird bei sinkenden Euro/Dollar nicht weitergegeben, beim Umkehr aber bestimmt!Wird sich negativ auf die Teuerung auswirken!

Elias
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Leitner wrote:

Die Teuerung wird stark von der Frankenstärke abhängen. Sobald der Franken wieder schwächer wird, dann wird die Teuerung anziehen. Die Importgüter werden dann teurer! Obwohl sie jetzt, heute, bei diesem tiefen Euro/Dollar eigentlich günstiger sein sollten. Der Kursgewinn wird bei sinkenden Euro/Dollar nicht weitergegeben, beim Umkehr aber bestimmt!Wird sich negativ auf die Teuerung auswirken!

Im Grundsatz stimme ich zu: die Teuerung wird bei schwächerem Franken wohl anziehen.

Ein konkretes Beispiel, um wieviel ein Produkt billiger sein sollte, wäre interessant. Zumal wir - ausser bei den Elektronikgütern - immer noch eine Hochpreisinsel sind. Beim Benzin z.B. spielt auch der Pegelstand des Rheins eine Rolle. Die Preise an der Zapfsäule sind aktuell am sinken. Bei den Autos werden die Eurorabatte nur zögerlich weitergegeben. Aber: Der Preis für das gleiche Auto schwankt selbst innerhalb der EU um 20%, was Reimporteure auszunutzen versuchen.

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Elias
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Teuerung in der Schweiz

Quote:

Weniger Steuern zahlen bei gleich viel Einkommen

Der Kanton Zürich gleicht die kalte Progression aus.

Gemäss Steuergesetz wird die kalte Progression automatisch ausgeglichen, wenn sich der Landesindex der Konsumentenpreise im Zeitraum zwischen der letzten Teuerungsanpassung und Ende Mai des laufenden Jahres um 7 Prozent erhöht hat. Der Regierungsrat kann den Ausgleich allerdings auch in eigener Kompetenz verfügen, sobald der Index um mindestens 4 Prozent gestiegen ist. Diese Bedingung war nun gegeben, da der Index Ende vergangenen Monats einen Wert von 162,3 Punkten erreicht hat und damit seit dem Inkrafttreten des letzten Ausgleichs der kalten Progression, dem 1. Januar 2006, um knapp 5 Prozent gestiegen ist.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/stadt_und_region/weniger_steuern_z...

Quote:

Seit 2010 wird die Kalte Progression für die Bundessteuer jährlich ausgeglichen, was einige Kantone schon ehedem für die weitaus höhere Staatssteuer und die daran gekoppelte Gemeindesteuer taten

http://de.wikipedia.org/wiki/Kalte_Progression

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Elias
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Teuerung in der Schweiz

Quote:

Franken und billigeres Benzin bremsen Teuerung

Während die EZB gegen die hohe Inflation im Euroraum ankämpft, zeigt sich in der Schweiz ein ganz anderes Bild: Die Preise stiegen im Juni im Vergleich zum Vormonat um massvolle 0,2 Prozent – endlich mal ein positiver Effekt des starken Frankens.

Kleider und Schuhe waren in der Schweiz im Juni insgesamt 1,9 Prozent billiger zu haben als noch im Mai. Rückläufig waren auch die Preise in den weiteren Hauptgruppen Haushaltsartikel (-0,7 Prozent), Freizeit und Kultur (-0,3 Prozent), Wohnen und Energie (-0,2 Prozent) sowie Verkehr (-0,9 Prozent). Letztere profitierten von deutlich billigeren Benzin- (-3 Prozent) und Dieselpreisen (-2,6 Prozent).

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/schweiz/franken-und-billigeres-b...

Es wird sich schon irgendwann mal ändern.

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scaphilo
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Teuerung in der Schweiz

elias bin ja mal gespannt was du dazu zu sagen hast. Bist du weiterhin der meinung es gibt keine Teuerung? ja gut höchstens 50% in 10 jahren.

http://www.cash.ch/news/front/kein_ende_des_schweizer_immobilienbooms_in...

Elias
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Teuerung in der Schweiz

scaphilo wrote:

elias bin ja mal gespannt was du dazu zu sagen hast. Bist du weiterhin der meinung es gibt keine Teuerung? ja gut höchstens 50% in 10 jahren.

http://www.cash.ch/news/front/kein_ende_des_schweizer_immobilienbooms_in...

Was hat das mit dem LIK zu tun oder anderer Teuerungsmessung?

Ich war bei der Immokrise in den 90er-Jahren dabei. Unterdeckung d.h. Kapital nachschiessen hiess es damals für mich

Ich sage nicht, es gäbe keine Teuerung, sondern dass sie

1. nicht so hoch ist wie im LIK, weil nur die Preise berücksichtigt werden können, die allgemein zugänglich sind

2. wegen dem Warenkorb für grosse Teile der Bevölkerung nicht zutreffen kann, weil sie entweder eine Immobilie besitzen oder kein Auto besitzen, etc. und somit im LIK falsch gewichtet werden. (Die "Miete" ist seit Jahren bei mir als Immobesitzer rückläufig)

3. nicht korrekt gemessen werden kann, wegen --> http://www.20min.ch/finance/news/story/Die-vergessenen-Millionen-Rabatte...

Quote:

Gemäss einer kürzlich im Quartalsheft der Österreichischen Nationalbank veröffentlichten Studie erschweren Kundenkarten in Österreich die Inflationsmessung.

Es gibt Dinge wie Brot oder Krankenkasse, die nur teurer werden. Andererseits gibt es Dinge (z.B. Computer), die billiger und schneller und langlebiger und gleichzeitig weniger Energie verbrauchen und einem die Arbeit erleichtern und Zeit einsparen helfen. Die Autos rosten nicht mehr wie früher, kosten kaum mehr, leisten mehr, saufen weniger, brauchen weniger Service, etc. etc.

Siehe auch "hedonische Preisberechnung"

Die Preise werden hier auf breiter Front anziehen, wenn der Franken gegenüber dem Dollar und Euro sinkt

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weico
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Elias
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weico wrote:

http://www.20min.ch/finance/news/story/Schweizer-bezahlen-bis-zu-100-Pro...

o

hab's auch gesehen. Da wäre bei uns noch viel Luft nach unten oder bei den Deutschen nach oben....

Oder das

Quote:

Roaming-Gebühren in Europa sollen sinken

Schweizer bezahlen deutlich höhere Roaming-Gebühren als die EU

http://www.netzwoche.ch/de-CH/News/2011/07/07/Roaming-Gebuehren-in-Europ...

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T15
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Teuerung in der Schweiz

Elias wrote:

Da wäre bei uns noch viel Luft nach unten oder bei den Deutschen nach oben....

ja nach unten auch mit unseren Löhnen, richtig? Wir kassieren hier ende Monat einiges mehr...

meine noch jetztige Firma fliegt schon Rumänen ein und stellt die ein... nach aussen heisst es "Wir finden keine Leute hier" intern erfährt man die sind einfach viel günstiger... auch wenn Sie in die Schweiz kommen. :evil:

MarcusFabian
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Elias wrote:

Es gibt Dinge wie Brot oder Krankenkasse, die nur teurer werden. Andererseits gibt es Dinge (z.B. Computer), die billiger und schneller und langlebiger und gleichzeitig weniger Energie verbrauchen und einem die Arbeit erleichtern und Zeit einsparen helfen.

Na dann können wir doch froh sein, dass die Krankenkassen nur mit einem lächerlich niedrigen Prozentsatz in den LIK einfliessen Wink

Im übrigen: Wer braucht schon eine Krankenkasse? :roll:

MarcusFabian
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T15 wrote:

ja nach unten auch mit unseren Löhnen, richtig? Wir kassieren hier ende Monat einiges mehr...

Richtig. Vor rund 10 Jahren (genauer 1997-99) gabe es eine ganz interessante Umverteilung:

Punkt 1) Deutschland hat 150'000 Green-Cards für Informatiker herausgegeben (meist Inder, Letten, Russen), weil es einen Notstand an Informatikern in Deutschland gab.

Punkt 2) Konsequenz: Diese "Fremden" haben in Deutschland 1. die Löhne versaut und 2. die Qualität verringert, denn die Ausländer können nicht deutsch und noch wichtiger, sie verstehen die Anforderungen eines Deutschen Betriebes nicht und genau die gilt es ja programmtechnisch umzusetzen. Hinzu kommt der grosse Aufwand der Projektleiter, alles bis ins kleinste Detail aufzuschlüsseln und auf englisch zu übersetzen.

Punkt 3) Konsequenz: Viele erfahrene deutsche Informatiker sind in die Schweiz ausgewandert, weil ein Lohn von Fr. 8000.- bedeutend attraktiver ist als DM 5000.-

Punkt 4) Da auch für deutsche Firmen wichtig ist, verstanden zu werden und genau das umgesetzt zu kriegen, was sie auch brauchen, haben wir jetzt als Schweizer wieder mehr Aufträge aus Deutschland, weil halt auch die Qualität zählt. Denn: wenn der Kunde die Wahl hat, sein Problem mit 100 Stunden Aufwand gelöst zu kriegen oder mit 500 Stunden nicht gelöst zu kriegen, entscheidet er sich zunehmend für die erste Variante. Auch wenn halt ein Schweizer Informatiker gut 5 mal soviel kostet wie ein Inder.

Blum 3

Elias
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Teuerung in der Schweiz

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Es gibt Dinge wie Brot oder Krankenkasse, die nur teurer werden. Andererseits gibt es Dinge (z.B. Computer), die billiger und schneller und langlebiger und gleichzeitig weniger Energie verbrauchen und einem die Arbeit erleichtern und Zeit einsparen helfen.

Na dann können wir doch froh sein, dass die Krankenkassen nur mit einem lächerlich niedrigen Prozentsatz in den LIK einfliessen Wink

Im übrigen: Wer braucht schon eine Krankenkasse? :roll:

verflixt nochmal ..... Die Krankenkasse ist nicht im LIK drin. Hab ich doch auch schon mehrfach gepostet.

Quote:

Warum ist die Prämienentwicklung der obligatorischen Krankenversicherung nicht im Landesindex?

Die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung sind Transferzahlungen an die Versicherer, die im Schadensfall grösstenteils wieder an die Haushalte zurückfliessen. Die Prämien sind obligatorisch und dienen nicht dem Endverbrauch. Der LIK erfasst im Warenkorb die prämienfinanzierten Gesundheitsdienstleistungen (Arzt-, Zahnarzt-, Spitalleistungen, Medikamente usw.), nicht aber die eigentlichen Prämien.

Hinzu kommt, dass die Entwicklung der Krankenversicherungsprämiennicht nur von den Preisen im Gesundheitswesen abhängig ist, sondern insbesondere auch von der Häufigkeit der Inanspruchnahme der entsprechenden Leistungen. Vermehrte Arztbesuche und Spitalaufenthalte sowie aufwändigere Untersuchungen und Therapien führen, auch bei konstanten Preisen, zu höheren Kosten und demzufolge zu höheren Krankenversicherungsprämien. Dieser Mengeneffekt steht im Widerspruch zur erklärten Zielsetzung des Landesindexes, die «reine Preisentwicklung» zu messen.

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MarcusFabian
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Ok, Sorry.

BadenerPower
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Teuerung in der Schweiz

Ich drücke die Teuerung durch vermehrte Einkäufe im grenznahen Ausland. Internetkäufe lasse ich mir an die hinterlegte Adresse in Waldshut bei Euroretour senden. Das Auto habe ich mir auch in Deutschland gekauft. Glaubt mir, das lohnt sich! Die Mehrwertsteuer von 19% bekomme ich zusätzlich auch noch zurück!

Wenige, die dafür sorgen, dass etwas geschieht

Viele, die zuschauen was geschieht

Grosse Masse, die nicht merkt was geschieht!

MarcusFabian
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Teuerung in der Schweiz

BadenerPower wrote:

Glaubt mir, das lohnt sich!

Das es Sparmöglichkeiten gibt, wissen wir. Elias hat darauf so oft hingewiesen, dass es mir schon zu den Ohren heraus quillt.

Das ändert nur nichts an der Tatsache der Teuerung.

Allerdings befindest Du Dich durchaus in guter Gesellschaft (falls Du Alan Greenspan als solche betrachtest), denn der hat ja mehrmals die Teuerungs-Berechnung verändern lassen. Sei es durch hedonistische Methoden, sei es durch Substitution (wenn Rindfeisch teurer wird, essen die Leute halt mehr Hamburger und geben somit nicht mehr für Fleisch aus) etc.

Unter dem Strich hat aber - was das Jahr 2010 und 2011 bis heute betrifft - Elias recht und ich unrecht.

Denn: Die SNB hat den Franken allen Unkenrufen meinerseits zum Trotz seit einem guten Jahr stabil gehalten. Entsprechend hat er auch die Kaufkraft erhalten. Gegenüber Gold und somit auch gegenüber allen anderen Dingen des täglichen Bedarfs (Plusminus natürlich).

Elias
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Teuerung in der Schweiz

MarcusFabian wrote:

Die SNB hat den Franken allen Unkenrufen meinerseits zum Trotz seit einem guten Jahr stabil gehalten.

hört, hört !!!! Der Franken ist stabil, dank der SNB !!

Es gibt sogar Leute hier im Forum, die werfen der SNB Untätigkeit vor.....

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Elias
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Teuerung in der Schweiz

BadenerPower wrote:

Ich drücke die Teuerung durch vermehrte Einkäufe im grenznahen Ausland. Internetkäufe lasse ich mir an die hinterlegte Adresse in Waldshut bei Euroretour senden. Das Auto habe ich mir auch in Deutschland gekauft. Glaubt mir, das lohnt sich! Die Mehrwertsteuer von 19% bekomme ich zusätzlich auch noch zurück!

Quote:

Konsumenten sollen Muskeln spielen lassen

Das Potenzial für tiefere Preise in der Schweiz sei beträchtlich, sagt WEKO-Präsident Corazza. Die Konsumenten müssen jedoch stärkeren Druck auf die Händler ausüben. Dies geschieht seiner Ansicht zu wenig.

Die Konsumentinnen und Konsumenten haben es in der Hand, tiefere Preise in der Schweiz durchzusetzen. Die geballte Macht der Käufer werde den Händlern Eindruck machen, die Währungsgewinne aufgrund des starken Frankens an die Konsumenten weiterzugeben.

http://www.20min.ch/finance/news/story/22425877

Potential nach unten ist bei einigen Produkten vorhanden.

Ich habe es in der Hand und mache mir einen Spass daraus, den LIK zu unterbieten.

Nicht jammern ....

Quote:

Hier kostet die Stange noch drei Franken

von Adrian Müller - Genug über die hohen Preise gejammert: 20 Minuten Online sucht die günstigste Stange Bier. Die Messlatte liegt derzeit bei drei Franken für ein Glas Gerstensaft.

http://www.20min.ch/sommerspecial/news/story/Hier-kostet-die-Stange-noch...

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Teuerung in der Schweiz

Quote:

Sinkende Preise

Neuchâtel, 13.07.2011 (BFS) – Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Juni 2011 um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Sein Stand beträgt 100,3 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Während die Produzentenpreise der im Inland hergestellten Güter leicht um 0,2 Prozent sanken, zeigten die Importpreise einen deutlichen Rückgang um 1,2 Prozent. Der Hauptgrund dafür waren tiefere Preise für Erdöl- und Metallprodukte. Im Vergleich zum Juni 2010 lag der Index des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 0,4 Prozent tiefer.

Rückgang der Produzentenpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex ging im Juni 2011 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Sein Stand liegt bei 99,7 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ein Preisrückgang von 0,8 Prozent. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.

Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat verzeichneten insbesondere Mineralölprodukte. Billiger wurden auch Frischgemüse, Textilien, Stahlprodukte und Kabel. Höhere Preise registrierte man dagegen für Schlachtrinder, Schlachtschweine und Fleisch.

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/medienmitteilungen.html

Quote:

Benzin (in Deutschland) teuer wie nie

Der Benzinpreis hat mit rund 1,60 Euro pro Liter das Rekordniveau vom Sommer 2008 überschritten. Am Mittwoch lag der Durchschnittspreis für Superbenzin bei 1,597 Euro pro Liter, wie ein Sprecher der größten deutschen Tankstellenkette

Der Ölpreis lag über 125 Dollar pro Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent.

"Rohöl kann man nicht in den Tank kippen"

Im Sommer 2008 lag der Ölpreis bei rund 150 Dollar. Nach Angaben eines Aral-Sprechers sind für die Preise an den deutschen Tankstellen nicht in erster Linie die Ölpreise, sondern die Preise am Markt für Rohprodukte verantwortlich.

Im Frühling steigen die Produktpreise in Rotterdam schon seit Jahren an. Als Ursache nennt die Industrie den Benzindurst der US-Autofahrer: Die US-Raffinerien kommen zu Beginn der sogenannten Fahrsaison mit der Benzinproduktion nicht nach.

Was an Benzin fehlt, wird unter anderem in Europa zugekauft. Eine Shell-Sprecherin fügte hinzu, neuerdings kaufe auch China Benzin auf dem Weltmarkt. Offenbar treibt auch die Einführung des Öko-Benzins E10 die Preise hoch: Der Aral-Sprecher erinnerte daran, dass in den Preisen für das Rohbenzin noch nicht der auf 10 Prozent erhöhte Anteil Bioethanol enthalten sei.

http://www.sueddeutsche.de/geld/energiepreis-benzin-teuer-wie-nie-1.1090561

Und trotzdem fahren immer noch viele mit dem Auto in die Ferien. So teuer ist es also doch noch nicht.

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Elias
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Teuerung in der Schweiz

Quote:

Eurotief: Konsumenten haben wenig davon

In den letzten drei Jahren hat die Schweizer Währung fast einen Drittel an Wert gewonnen. Doch die Konsumenten profitieren kaum vom Wechselkurs-Gewinn.

http://www.wissen.sf.tv/Dossiers/Wirtschaft/Hochpreisinsel-Schweiz#!videos

Quote:

Hohe Schweizer Preise: «Jeder Konsument muss selber handeln»

Euro und Dollar fallen gegenüber dem Schweizer Franken von Rekordtief zu Rekordtief. Schweizer Konsumenten spüren beim Einkaufen aber nur wenig vom Wechselkurs-Vorteil. Nun appelliert die Stiftung für Konsumentenschutz an die Wettbewerbs-Kommission: Sie müsse mehr gegen zu hohe Import-Preise unternehmen. Die Weko wiederum verweist auf den einzelnen Konsumenten.

Laut der Stiftung für Konsumentenschutz müssten die Preise für Waren aus dem Euro-Raum derzeit rund 15 bis 20 Prozent tiefer liegen – selbst wenn man die höheren Kosten für Löhne und Mieten einrechnet. «Diese Gewinne werden irgendwo eingesackt und kommen nicht den Konsumenten zu Gute, wie es eigentlich richtig wäre», sagt Sara Stadler von der Stiftung für Konsumentenschutz.

«Es ist verständlich, dass die Leute ausweichen.»

Handlungsbedarf sieht Stadler vor allem bei der Wettbewerbs-Kommission. Sie müsste den Detailhändlern vermehrt aufzeigen, wo genau sie helfen kann. Stadler äussert angesichts der fehlenden Weitergabe der tieferen Importreise zudem Verständnis für Einkaufs-Tourismus im Ausland – auch wenn dieser der Schweizer Volkswirtschaft eigentlich schade: «Solange die Preise für Alltagsprodukte in der Schweiz zu hoch bleiben, ist es verständlich, dass die Leute ausweichen.»

Die Wettbewerbs-Kommission (Weko) des Bundes weist die Verantwortung für die anhalten hohen Preise in der Schweiz von sich. Seine Behörde eröffne jeweils sofort ein Verfahren, wenn sie Hinweis auf Verstösse gegen das Kartellrecht erhalte, sagt Rafael Corazza von der Weko. Letzten Endes sei aber jeder Konsument selber verantwortlich: «Der einzelne Konsument muss handeln. Tut er es nicht, sendet er damit das Signal, dass er mit dem Zustand zufrieden ist.»

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/07/18/Wirtschaft/Hoh...

Diejenigen, die die Währungsgewinne einstreichen, sind für die aktuelle "Teuerung" verantwortlich.

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André
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Teuerung in der Schweiz

Laut der Stiftung für Konsumentenschutz müssten die Preise für Waren aus dem Euro-Raum derzeit rund 15 bis 20 Prozent tiefer liegen – selbst wenn man die höheren Kosten für Löhne und Mieten einrechnet.

Diejenigen, die die Währungsgewinne einstreichen, sind für die aktuelle "Teuerung" verantwortlich.

Welche Teuerung?

15 - 20% tiefere Preise!!

Wenn Importeure die Preise in der Schweiz künstlich hochhalten (z.B. Porsche), diese nach Kaufkraft der jeweiligen Länder anpassen, ist dies nicht in Ortnung. Aber die allermeisten Produkte werden unabhängig vom Standort des Verkaufstandortes geordert. Bei Branchen mit einer hohen Bruttomarge ( Nettomargen sind oft ähnlich) ist der Währungsvorteil sehr viel kleiner als 15%. Zum Beispiel ein in Italien gefertigter Kashmirpullover kostet dem deutschen Detailisten gleichviel wie dem schweizer. Dieser Pullover heute im Laden wurde vor 6 Monaten geordert und vor 3 Monaten geliefert und bezahlt. Die Lohn- und Mietkosten sind in Deutschland bedeutend kleiner und werden in sFr. immer kleiner als in der Schweiz! Will der Detailist die höheren Löhne und Mieten bezahlen können, muss er in sFr. verdienen, egal wie der Euro steht oder diese Kosten (Löhne,Mieten) müssten auf deutsches Niveau sinken. Den Anspruch schweizer Konsumenten am harten Franken zu profitieren, verstehe ich eigentlich nicht, so sägen sie doch am Ast, an dem sie so selbsgefällig draufsitzen.

Schaut man, wie lange in einem Land gearbeitet werde muss um ein bestimmten Artikel erwerben zu können relativieren sich deren höhere Preise in der Schweiz oft drastisch.

Elias
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Teuerung in der Schweiz

André wrote:

Den Anspruch schweizer Konsumenten am harten Franken zu profitieren, verstehe ich eigentlich nicht, so sägen sie doch am Ast, an dem sie so selbsgefällig draufsitzen.

Arme Leute brauchen tiefe Preise, reiche Leute lieben tiefe Preise.

Diejenigen, die knapp kalkulieren müssen, sitzen nicht selbstgefällig auf einem Ast.

Die Währungsgewinne fliessen in die falschen Taschen, viele Preise müssten schon lange sinken. Ikea versteckt sich hinter dem bereits gedruckten Katalog. Sie wollen nächstes Jahr die Preise senken. Die Pullover heute im Laden wurden vor 6 Monaten geordert und vor 3 Monaten geliefert und es wurde schon damals oft zuviel dafür bezahlt. Die Preise im Ausland sind in Fremdwährung. Das heisst, vor 3 Monaten war der Dollar und Euro sehr tief.

Lidl und Aldi haben die Macht, die Einkaufspreise zu bestimmen. Deren Preise sind in in der Schweiz für das gleiche Produkt trotzdem höher als in Deutschland.

Jede Wette: Wenn der Franken fällt, werden hier die Preise steigen. Dann ist der schwache Franken schuld.

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Benjamin Franklin

André
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Teuerung in der Schweiz

Elias wrote:

Arme Leute brauchen tiefe Preise, reiche Leute lieben tiefe Preise.

Diejenigen, die knapp kalkulieren müssen, sitzen nicht selbstgefällig auf einem Ast.

....... Die Pullover heute im Laden wurden vor 6 Monaten geordert und vor 3 Monaten geliefert und es wurde schon damals oft zuviel dafür bezahlt. Die Preise im Ausland sind in Fremdwährung. Das heisst, vor 3 Monaten war der Dollar und Euro sehr tief.

Lidl und Aldi haben die Macht, die Einkaufspreise zu bestimmen. Deren Preise sind in in der Schweiz für das gleiche Produkt trotzdem höher als in Deutschland.

Jede Wette: Wenn der Franken fällt, werden hier die Preise steigen. Dann ist der schwache Franken schuld.

Der Euro und der Dollar waren vor 3 Monaten wie teuer?

Dass ein Produkt in der Schweiz teurer ist als in Deutschland ist logisch. Der Angestellte ist auch teurer. Wieso sonst bräuchten wir flankierende Massnahmen um das schweizerische Lohnniveau zu schützen.

Welche Produkte sind in den letzten Jahren signifikant teurer geworden?

Auch der ärmste Schweizer hat mehr in der Tasche als der ärmste Deutsche. Keiner muss für den Kauf eines Ikeamöbel heute länger arbeiten, das Gegenteil ist der Fall.

Auch die höheren Preise in der Schweiz helfen unser hohes Lohnniveau zu sichern.

Mich erinnert diese Diskusion an den Touristen, der sich im Hotel so lange perfekt wohl fühlte, bis er erfahren hat, dass ein anderer viel weniger für das Zimmer bezahlt hat. Er reiste frustriert ab.

Elias
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Teuerung in der Schweiz

André wrote:

Der Euro und der Dollar waren vor 3 Monaten wie teuer?

Ikea kalkuliert noch mit 1.47 beim Euro.

Der Euro war bei 1.29

Der Dollar bei 0.90

Wer vor einem halben Jahr bestellt hat und erst vor 3 Monaten zahlen musste, macht in diesem Zeitraum einen Währungsgewinn.

André wrote:

Dass ein Produkt in der Schweiz teurer ist als in Deutschland ist logisch.

Die Preise der Elektronikprodukte sind mittlerweile auf EU-Niveau. Teilweise billiger als in Deutschland.

André wrote:

Welche Produkte sind in den letzten Jahren signifikant teurer geworden?

Es gibt Leute hier im Forum, die sind der Meinung, die Teuerung sei höher als vom bfs angegeben.....

Ich habe nicht behauptet, die Produkte seien signifikant teurer. Sie hätten aber meiner Meinung nach signifikant sinken müssen, damit ein zukünftiger Preisaufschlag - wegen einem schwächeren Franken - mit Währungsverlusten gerechtfertigt werden kann.

André wrote:

Auch die höheren Preise in der Schweiz helfen unser hohes Lohnniveau zu sichern.

Das sehen einige anders.

Quote:

Starker Franken, schwache Löhne

Das Wirtschaftswunder Schweiz kriegt Kratzer, die Konjunkturprognosen sehen trüb aus. Dadurch steigt der Lohndruck. Manches Unternehmen überlegt deshalb, die Löhne in Euro statt in Franken auszuzahlen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Starker-Franken-schwac...

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André
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Teuerung in der Schweiz

@Elias

1. Wie hoch ist die Marge von Ikea? Wieviel macht der Kursanstieg sFr./Euro auf den Verkaufspreis aus? (2%,5%,10%)

2.Sag ich doch. Und nicht nur bei Elektronik.

Sollten diese noch billiger werden?

3. Glaube nicht an einen Preisaufstieg bei schwächerem Franken, so werden die wenigsten Detailisten reagieren. In vielen Branchen werden Marktpreise verlangt. z.B. Fr. 798.- statt normal kalkuliert Fr. 833.- oder 757.-. Manchmal kann höher, manchmal tiefer kalkuliert werden. Die Schwankungen der EK-Währung oder der MWST. fallen in vielen Bereichen nicht so stark ins Gewicht.

4. Fallen die Löhne wird der Markt nicht nur für Höherpreisiges kleiner. Es werden weniger Audis, Rolex aber auch IKEA-Möbel verkauft, weniger Bier und Wein getrunken.

Es fallen sicher auch die Preise. Aber es werden kaum 20% mehr Audis oder Möbel gekauft um 20% Preisnachlass auszugleichen. Wir würden uns dem EU-Niveau anpassen.

Mehr Schweizer gehen nicht darum ins Ausland in die Ferien weil die Preise in der Schweiz zu hoch sind, sondern weil das Ausland billiger ist. -- Reiche Leute lieben tiefe Preise!

Elias
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Teuerung in der Schweiz

André wrote:

1. Wie hoch ist die Marge von Ikea? Wieviel macht der Kursanstieg sFr./Euro auf den Verkaufspreis aus? (2%,5%,10%)

Analysten in Stockholm taxieren Ikeas Marge auf 10 Prozent.

Der Währungsanstieg dürfte die Marge verdoppeln.

André wrote:

2.Sag ich doch. Und nicht nur bei Elektronik.

Sollten diese noch billiger werden?

ja, sollten sie.

Quote:

Starker Franken: Wer zockt die Schweizer ab?

http://www.cash.ch/news/topnews/starker_franken_wer_zockt_die_schweizer_...

Quote:

Schweizer bezahlen bis zu 100 Prozent mehr

http://www.20min.ch/finance/news/story/29602334

Quote:

Einzig Red Bull ist hier günstiger

20 Minuten Online hat in Deutschland 20 Produkte eingekauft und die Preise mit jenen in der Schweiz verglichen. Hier die Ergebnisse.

http://www.20min.ch/finance/dossier/frankenboom/story/26540479

André wrote:

3. Glaube nicht an einen Preisaufstieg bei schwächerem Franken, so werden die wenigsten Detailisten reagieren.

Das kommt darauf an, wer den Preis diktiert. Migros und Coop kommen bei einigen Produkten bei den Generalimporteuren nicht vorbei. Die höchsten Margen Europas haben die beiden immer noch.

Quote:

Auch versucht Coop, durch Parallelimporte die Generalimporteure zu umgehen. Das Problem: Die benötigten Mengen seien auf dem Graumarkt nicht über die Zeitachse zuverlässig und in den benötigten Mengen erhältlich, erklärt Stadler.

Wirkungsloses Cassis-de-Dijon Prinzip

Schuld an der Hochpreisinsel Schweiz sind gemäss den Aussagen von Coop also nicht die Grossisten, sondern die Generalimporteure. Der Detailhandelsexperte Gotthard F. Wangler bestätigt diesen Befund teilweise: "Gerade bei den Autoimporten läge noch viel Spielraum nach unten drin", sagt Wangler. Ein Beispiel: Für einen BMW Modell 320 xDrive muss ein Schweizer fast 13'000 Franken mehr auf den Tisch legen als ein Deutscher. Demnach sind also die Schweizer Generalimporteure die grossen Abzocker.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

André
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Teuerung in der Schweiz

Elias wrote:

Analysten in Stockholm taxieren Ikeas Marge auf 10 Prozent.

Der Währungsanstieg dürfte die Marge verdoppeln.

Eine Bruttomarge von 10%!?

Ich kenne einige Branchen die eine Bruttomarge von 50%+ brauchen um Netto 10% zu erzielen. Die können höchstens die Hälfte der Euroabwertung weitergeben.

Bei Discounter und Massenanbieter sieht es anders aus, da hast du recht. Bei denen sollte der starke Franken nicht zur Verbilligung des Sortimentes sondern zur Erhöhung der Hungerlöhne führen, die diese bezahlen.

Elias
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Teuerung in der Schweiz

André wrote:

Elias wrote:
Analysten in Stockholm taxieren Ikeas Marge auf 10 Prozent.

Der Währungsanstieg dürfte die Marge verdoppeln.

Eine Bruttomarge von 10%!?

Ich kenne einige Branchen die eine Bruttomarge von 50%+ brauchen um Netto 10% zu erzielen. Die können höchstens die Hälfte der Euroabwertung weitergeben.

Bei Discounter und Massenanbieter sieht es anders aus, da hast du recht. Bei denen sollte der starke Franken nicht zur Verbilligung des Sortimentes sondern zur Erhöhung der Hungerlöhne führen, die diese bezahlen.

Nettomarge

Quote:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 7.7% auf EUR 23.1 Milliarden. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Nettogewinn für das Geschäftsjahr 2010 (Das Geschäftsjahr 2010 begann am 1. September 2009 und lief bis zum 31. August 2010) um 6.1 % auf EUR 2.7 Milliarden.

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André
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Teuerung in der Schweiz

@Elias

Danke für die Info.

Diesen Riesenaufwand und ein solches Risiko um 10% zu verdienen ist ja krass! So können die natürlich keine besseren Löhne zahlen. Bei einer solchen Marge müsste ich auch bei IKEA und Aldi einkaufen. xxx bewahre!

MarcusFabian
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André wrote:

Diesen Riesenaufwand und ein solches Risiko um 10% zu verdienen ist ja krass!

Nur aus Schweizer Sicht, weil wir Schweizer Unternehmer immer nur in kleinen Stückzahlen denken und entsprechend eine Marge von 20% anstreben.

Ich hab' mich mal mit einem chinesischen Unternehmer unterhalten, der froh ist, wenn er eine Netto-Marge von 0.3%-0.5% hat.

Aber eben, bei der Produktion von 1 Mio Fernsehern pro Monat schenkt auch eine nominal geringe Marge ein!

André
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MarcusFabian wrote:

Ich hab' mich mal mit einem chinesischen Unternehmer unterhalten, der froh ist, wenn er eine Netto-Marge von 0.3%-0.5% hat.

Aber eben, bei der Produktion von 1 Mio Fernsehern pro Monat schenkt auch eine nominal geringe Marge ein!

Das ist richtig.

Die Kehrseite ist, das Qualität, Stil und eine Einkaufkultur auf der Strecke bleibt. Diese Massenbilligprodukte in den Massenbilligläden sind zum Kotzen. Wenn man weiss, wo und unter welchen Umständen diese Massen produziert werden, wird es noch schlimmer. Aber Geiz ist Geil. Billig im Ausland einkaufen. Bei Aldi,Media Markt,Ikea oder übers Internet einkaufen aber den Niedergang der kleinen Comstibles, den Niedergang der europäischen Textilindustrie beweinen und dem Verlust von Branchengeschäfte mit fachlich fundierter Bedienung nachtrauern. Sich über Tieflohnländer und Ausbeutung aufregen aber für 19.85 ein T'Shirt bei H+M kaufen. Und dieses Kaufverhalten legen auch Wohlhabende an den Tag.

Das geht mir auf die Nerven. Traurig.

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