SMI im November 2011

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MarcusFabian
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Stimmt. Und was hat sich seither geändert, ausser dass die Schulden noch weiter gewachsen sind?

morgenstern
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Stimmt. Und was hat sich seither geändert, ausser dass die Schulden noch weiter gewachsen sind?

Eines hat sich zu 110% geändert:Ospel und Co. sitzen heute auf ihr wohlverdientes mio-faches marktübliches Gehalt und die Bürger müssen heute für das vollbrachte Kunstwerkt der Banken bluten.

Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

John Doe
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MarcusFabian wrote:

Stimmt. Und was hat sich seither geändert, ausser dass die Schulden noch weiter gewachsen sind?

Hast du dir diese Zahlen schon einmal angeschaut?

http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung

marco
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Stimmt. Und was hat sich seither geändert, ausser dass die Schulden noch weiter gewachsen sind?

Also da wurde wir von den Banken wider verarscht?

Die sind noch immer so gehebelt?

Gibt es da Beweise,Grafiken usw.?

MarcusFabian
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SMI im November 2011

John Doe wrote:

Hast du dir diese Zahlen schon einmal angeschaut?

http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung

Yep, wobei es ja bei der obenstehenden Studie um die gesamte Schulden geht und nicht nur der Staatsschulden!

MarcusFabian
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marco wrote:

Also da wurde wir von den Banken wider verarscht?

Die sind noch immer so gehebelt?

Gibt es da Beweise,Grafiken usw.?

Schwer an Zahlen zu kommen. Aber Dein Einwand, dass die obenstehenden Zahlen von 2007 sind, ist natürlich schon berechtigt:

Dieser Artikel von 2009 spricht implizit von einer Leverage von 40:

The high leverage is concentrated in the two large banks, which have a ratio of 2.5%, while the rest of the sector is on sound footing.

(EK-Ratio von 2.5% entspricht einem Hebel von 40)

http://voxeu.org/index.php?q=node/3245

Die aktuellesten Zahlen, die ich auf die schnelle gefunden habe, sind vom Herbst 2010 und sogar pro Bank:

http://www2.goldmansachs.com/our-thinking/public-policy/regulatory-reform/still-not-level-pdf.pdf

Nur die erste, gelb markierte Spalte beachten. Die EK-Quote nach Tier1 ist ein schlechter Witz!

John Doe
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@Marcus Fabian

Die Büchse der Pandora in die du da schaust.

marco
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SMI im November 2011

Das kann es doch nicht sein!

Dass wir das Volk, solche Risiken akzeptieren!

Denn wenn was schief geht, stehen wir ja wider gerade, von den Gewinnen kommt uns, 95% der Bevölkerung, ja nichts zu gute!

Oder wie erklärt man dann dass wir, die Schweiz so hohe Schulden haben?

Die Banken haben uns doch so viel Wohlstand gebracht?

Oder war es doch die Realwirtschaft?

Nur alle die sogenannten Top Wirtschaftsnationen sind ja komplet in den Händen der Banken!

Früher war es die Kirche, heute die Banken!

:roll: :roll: :roll:

MarcusFabian
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marco wrote:

Oder wie erklärt man dann dass wir, die Schweiz so hohe Schulden haben?

Die Banken haben uns doch so viel Wohlstand gebracht?

Beides ist richtig.

Betrachten wir es mal so: Die Finanzindustrie ist in der Schweiz der grösste und wichtigste Sektor. Wir sind ein wohlhabendes, stabiles Land und ein klassisches Steuerparadies.

Ergo wollen viele Ausländer von Deutschland bis USA ihr Geld bei uns anlegen.

Aber das UBS-Konto eines Ausländers ist ja nichts anderes als eine Schuld der UBS gegenüber diesem Ausländer in Höhe seiner Spareinlage!

Das heisst: Spareinlagen von Ausländern bei uns sind aus unserer Sicht Schulden!

Was tun wir also? Wir zahlen dem Ausländer vielleicht 1% Zins (eher weniger) für sein Geld und verleihen dieses dann zu 3% oder 5% weiter. Aus dieser Differenz leben wir und diese Bankengewinne sind ein nicht zu unterschätzender Teil unseres nationalen Einkommens und Wohlstandes.

Dies sollten wir übrigens berücksichtigen, wenn wieder mal der Ruf nach Schwächung des Franken laut wird.

Ja, ein schwächerer Franken nützt unserer Exportindustrie. Aber er schadet uns nicht nur direkt über höhere Importpreise sondern auch indirekt über den Finanzsektor, sollten die Ausländer ihr Geld bei uns abziehen, um es in Kanada, Norwegen oder Singapur zu deponieren.

Das heisst, diese hohen Schulden sind nicht dadurch entstanden, dass wir - wie z.B. die Amerikaner - über unsere Verhältnisse gelebt haben sondern weil wir grosse ausländische Vermögen verwalten.

Entsprechend stehen den hohen Schulden gleich hohe Forderungen gegenüber, die wir gegenüber dem Ausland haben.

Soweit das Spiel, wie wir es die letzten 50 Jahre sehr erfolgreich und gewinnbringend gespielt haben.

Ganz unproblematisch ist das Spiel aber dennoch nicht. Es kommt darauf an, was wir mit diesem uns anvertrauten Geld gemacht haben. Wenn es in riskanten Anlagen investiert ist (seien es italienische Staatsanleihen, Hypotheken nach Osteuropa oder gar Derivate, CDS und andere Massenvernichtungswaffen), dann bekommen wir ein echtes Problem, wenn erstens die Forderungen abgeschrieben werden müssen und zweitens unsere Gläubiger davon Wind kriegen, das Vertrauen in den Finanzplatz Schweiz verlieren und ihre Gelder aus der Schweiz wieder abziehen.

teletuuby
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SMI im November 2011

Huch

Eigentlich lese ich hier nur noch...

Ist viel zu umständlich in die Tiefe zu diskutieren

Scheint mir haarsträubend, die Erklärungen von dir, MF:

1.) Die Benk betreibtt im Private banking das Zinsdifferenzgeschäft? Wie bitte? Dem Kunden werden Produkte verkauft, die dann mehr oder weniger performen. Es wird von den Transaktionskosten und Gebühren gelebt. Der Kunde kriegt doch nicht einfach einen Zins! Und die Bank nimmt doch nicht das Investmentexposure in ihre Bücher.

2.) Was haben die Schulden der Schweiz mit den Assets under Management der UBS zu tun. Kein Franken der 2000 Mia. CHF(!) under Management bei der UBS wird als Schulden der Schweiz deklariert. Der Staat hat doch keine Schulden, wenn eine private Organisation Geld entgegen nimmt und verwaltet.

In diesem Sinne ist die Erklärung aus meiner Sicht ziemlich aus der Luft gegriffen und die Erläuterungen zwar schlüssig, jedoch total am Thema vorbei schabulierend.

Lala, Tinky-winky

Neu-SG
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SMI im November 2011

juhuuu UBS muss wieder zahlen im Kackland drüben. Verklagen die Amis eigenlich ihre eigenen Banken auch? Wegen Leerverkäufen? das macht ja sicher nicht nur die UBS.

was hat die UBS da drüben im Mafialand bisher verdient? Vermutlich nix. Schliesst endlich den Laden da drüben, entlasst die rund 30000 Angestellten in den USA und zwingt dieses von irgend so einem Land neben Palästina (das man nie nennen darf) ferngesteuerte USA-Filzsystem zu Veränderungen.

Metropolit
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SMI im November 2011

Liebe User,

Als, normalerweise, Mitleser oder höchstens Kurzpostingschreiber habe ich mich entschieden im mo-mentanen Umfeld doch auch mal meine Marktmeinung zu posten, denn wenn die eigente Meinung nicht kritisch hinterfragt übersieht man schnell einmal wichtige Faktoren.

Ich versuche mich im Text auf die momentane Schuldenkrise in Europa und deren Probleme und Lö-sungsmöglichkeiten zu beschränken.

Was erleben wir überhaupt:

Wohl eine der schwersten und tiefgründigsten Krisen die es je gegeben hat.

Die im Frühjahr 2010 aufgekommene Schuldenkrise beschränkte sich zuerst auf Griechenland, weitete sich in der Folge immer mehr zu einer Vertrauenskrise aus. Und Sie hat uns im Kern des Fi-nanzsystems, den eigentlich als sicher geltenden Staatsaleihen, getroffen. Der momentan herrschende Teufelskreis aus schwindendem Vertrauen und dadurch steigenden Zinsen zieht weiter seine Kreise und bringt somit meines Erachtens die Stabilität der gesamten Eurozone (wenn nicht sogar Weltwirt-schaft) in Gefahr.

Der Löschwagen der Politik rast zu immer grösser werdenden Feuer und das ohne die vorherigen Feuer komplett gelöscht zu haben... und es geht zunehmend das Wasser aus!

Griechanland ist eigentlich bereits untergegangen, unser Hauptaugenmerk sollten wir zum heutigen Zeitpunkt auf Italien richten. Italien muss sich hauptsächlich selber retten, denn der Rettung-sschrim reicht bei weitem nicht aus um eine Volkswirtschaft wie die Italienische durchzufüttern. Ita-lien muss gegenüber den Finanzmärkten wieder etwas mehr Vertrauen gewinnen, damit die Zinsen auf akzeptablen Niveaus bleiben um die hohe Schuld zu tragen. Dies wird meies erachtens bereits einer der schwierigstens Schritte. Ohne neue Regierung und Rüchalt in der Bevölkerung wird dies ein äus-serst schwieriges Unterfangen.

Italien steht allerdings nicht komplett alleine im Sumpf, Italien wird so gut es geht (wohl meist vers-teckt) geholfen. Einerseits durch Anleihenkäufe der EZB, andererseits mithilfe des Target II Systems in Europa ( http://de.wikipedia.org/wiki/TARGET_(Bankwesen) ).

Was ist (sollte) das Ziel sein:

Zeit!! Wie diverse andere Formsteilnehmer laufend plädieren kann mit der momentan enorm hohen Schuldenlast der Staaten eine definitive Lösung der Krise nicht erfolgen. Es nützt nichts Schul-den mit noch mehr Schulden tilgen zu wollen, es braucht grundlegende Reformen in Kapital- und Fis-kalpolitik, eine Lösung wird nicht einfach! Dazu braucht Wirtschaft und v.a Politik Zeit und diese gewinnen wir indem mit ach und Krach Regierunen ausetauscht und Sparpakete durchgestampft wer-den. Diese Massnahmen bringen aber nichts wenn nicht früher oder später (nein eigentlich nur früher!) eine definitive vertrauensbringende Lösung für die Staatshaushalte ausgearbeitet wird.

Wie könnte so eine Lösung aussehen:

Ach hier dreht sich wieder alles um das Vertrauen. Die Märkte müssen überzeugt sein, dass die Pro-beme gelöst und angepackt werden. Mit lauwarmen Versprechen und Reden werden die Märkte nie überzeugt, ich hoffe schwer jeder Politiker hat dies mittlerweile begriffen.

Der Schuldenschnitt von Griechenand geht in die richtige Richtung und war sicherlich notwendig. Dies kann allerdings bei Italien nich gemacht werden, dafür sind diese einfach eine Nummer zu Gross. Ein Austritt der Problemländer ist für mich eine schlechte Lösung damit werfen wir die Ganze Zone noch tiefer in die Unsicherheit.

Der Vertrag von Maastricht, der bei der Gründung der Eurozone ausgehandelt wurde, ist zwar nicht grundsätzlich falsch, hat aber in der Krisensituation nicht gegriffen, da zwar die Staatsschulden be-grenzt, aber die Schulden aus der Privatwirtschaft (teilweise auch von Unternehmen in Teilstaatsbesitz zB Banken) nicht eingerechnet wurden. Zudem waren bei Verstössen keine automatischen Sanktionen vorgesehen.

Gut am Vertrag ist die max. Verschuldung von 60 vH. Meiner Meinung nach muss den Märkten ein klarer, verbindlicher, gemeinsamer Plan zur Schuldentilgung vorgelegt werden. Hier ein kurzes Beis-piel, dass mir vorschwebt und wohl auch schon hie und da diskutiert wurde:

Bei allen Staaten werden die individuellen Schulden auf 60 %. reduziert. Alle sich darüber befindli-chen Schulden werden laufend (also jeweils bei Fälligkeit, auch hier muss das ganze wieder ruhig und klar über die Bühne gehen) in einen externen Topf (Fonds) ausgelagert. Gleichzeitig müssen sich alle Länder verbindlich verpflichten, Ihre üer 60 vH. innert einer gewissen Zeit zu tilgen. Das Wichtigste wäre eine strikte Disziplin sowie verpflichtungen und auch greiffende Sanktionen. Hierzu einige Punkte:

- Der Fonds und die Reduzierung der individuellen Schulden pro Staat fordern eine nationale Schul-denbremse, welche glaubwürdig die Schulden unter 60% des BIP hält.

- Sparpakete und eine glaubwürdige Strategie wie innerhalb der abgemachten Zeitdauer das Schulden-limit von 60% des BIP erreicht werden will.

- Sanktionen. Ein Land muss sich unbedingt an die Abmachungen halten. Wenn nicht wird der lau-fende Roll-in der auslaufenden Schulden in den Fonds gestoppt und das Land muss die Gelder wieder selber aufnehmen. Das Land würde somit wieder auf den Markt geschmissen und wäre dem Tode geweiht. Hier sehe ich das grösste Problem, denn wenn die Politiker tatsächlich so verantwortungslos agieren und dies bei ihrem eigenen Land zulassen haben wir dieselben Probleme die wir heute wieder haben und das Vertrauen ist dahin.

- Sicherstellungen der Zins- und Tilgungszahlungen. Wie auch immer. Durch Rentenkürzungen, MwsT Zahlungen, um das ganze konjunkturunabhängig zu machen könnte auch eine Jährliche Til-gungszahlung in % des BIP abgemacht werden.

- Teilabsicherung der individuellen Verbindlichkeiten mit Devisen oder Goldreserven. Vor allem letz-tere haben seit Einführung des FIAT Systems keine Bedeutung mehr. Eine Teilabsicherung würde sicherlich vertrauen zurückbringen.

Der Fonds selber könnte anschliessend am Kapitalmarkt Geld aufnehmen und dies prozentual an die Länder verteilen. Dadurch sinken sowohl die Anleihen der direkten Staaten (nur noch 60% Indivi-dualschulden) als auch diejenigen des Tilgugskorbes. Jedenfalls wird letztere Rendite nicht bei 8% liegen. Sie bietet zudem ein optimales Investitionsinstrument für Länder wie China oder Japan die an einer stabilen Eurozone interessiert sind. Bis jetzt mussten diese willkürlich 20 verschiedene Anleihen aufkaufen, immer dort wo es gerade brannte. Mit diesem System hätte man vielleicht die Mö-glichkeit den Märkten glaubhaft aufzuzeigen, bis wann und wie die Probleme gelöst werden können. Vielleicht gewinnen wir dadurch etwas Vertrauen zurück und mit Vertrauen ist eine Ver-trauenskrise durchaus zu meistern.

Selbstverständlich wird es auch bei diesem Vorschlag noch viele verschiedene Probleme geben, die perfekte Lösung gibt es wohl nicht, aber meiner Meinung nach wäre sie möglich. Dazu darf aber kei-nes der grösseren Problemländer(Italien, Spanien, man redet schon von Frankreich) tiefer in den Teu-felskreis gezogen werden. Die Politik braucht Zeit um ein solches Konstrukt auszuarbeiten und glaubwürdig zu verkaufen. Dies wird nicht von heute auf Morgen geschehen.

Ich freue mich auf Anregungen, Gedanken, Ideen sowie positive sowie negative Feedbacks

Gruss

Metro

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

John Doe
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SMI im November 2011

Metropolit wrote:

Liebe User,

Ich freue mich auf Anregungen, Gedanken, Ideen sowie positive sowie negative Feedbacks

Gruss

Metro

Hallo Metropolit

Danke für deinen Beitrag, ich finde ihn interessant und kompetent dargelegt, man merkt du setzt dich mit der Schuldenproblematik auseinander.

Ich bin überzeugt, dass über solche und ähnlichen Vorschläge, in den Parteien und unter den Ländern heiss diskutiert wird, bis zum Köpfe rauchen. Man könnte davon ausgehen das eine rationale Lösung, nach genauer Analyse der Thematik, schnell gefunden wird, wird sie aber nicht.

Warum eigentlich.

Weil der Psychologische Faktor ausser Acht gelassen wird und der wiegt genauso schwer, wenn nicht noch schwerer, als jede noch so fundamentierte, analytisch richtige Aussage.

Ich finde man kann das auch gut in diesem, für mich sehr interessantes Forum feststellen, bei vielen Beiträgen, erkennt man wie und wo der Schreiber investiert ist.

Ein Aktienbulle (so wie ich es bin) hofft dann auf einen Aufschwung und hat auch Argumente dafür, er schreibt über Unternehmenszahlen, hohen Bargeldbestand, tiefe Zinsen usw.

Ein Gold-bug argumentiert dann schon ganz anders, er schreibt über Schulden, Inflation, Geldentwertung und Währungsreformen.

Eine Lösung der Schuldenkrise wird sicher gefunden oder findet sich quasi von selber, schneller ginge es aber, wenn der psychologische Faktor stärkere Gewichtung finden würde.

Merced
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Re: Schulden zu GDP

MarcusFabian wrote:

Ist es wirklich möglich, dass die Schweiz eine Schuldenlast von 300-399% GDP aufgeladen hat?

Ja ist es. Um wieviel übersteigt die Hypothek auf Deinem Haus Dein Jahreseinkommen? 3 bis 4 mal?

Und wieso ist Japan auch rot? Veilleicht weil sie auch viele Menschen haben, die sich dicht auf wenig Raum drängen?

Schönes WE allerseits.

MarcusFabian
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SMI im November 2011

teletuuby wrote:

2.) Was haben die Schulden der Schweiz mit den Assets under Management der UBS zu tun. Kein Franken der 2000 Mia. CHF(!) under Management bei der UBS wird als Schulden der Schweiz deklariert. Der Staat hat doch keine Schulden, wenn eine private Organisation Geld entgegen nimmt und verwaltet.

In diesem Sinne ist die Erklärung aus meiner Sicht ziemlich aus der Luft gegriffen und die Erläuterungen zwar schlüssig, jedoch total am Thema vorbei schabulierend.

Zum einen. Wir sprechen nicht von Staatsschulden sondern von der Summe aller Schulden und ein Konto, das Du bei der Bank hast ist eine Forderung an die Bank also eine Schuld der Bank Dir gegenüber.

Du hast erklärt, wie es Deiner Meinung nach nicht läuft. Jetzt wäre es interessant zu erfahren, wie es wirklich läuft?

Z.B. der Ami investiert in italienische Staatsanleihen und die Bank ist nur der Vermittler?

Und wenn ja, warum brauchte dann die UBS 2009 einen so hohen bailout, wenn sie doch kein Risiko trägt?

MarcusFabian
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SMI im November 2011

@Metro,

Bei Deinem Lösungsansatz sehe ich ein wesentliches praktisches Problem: Ein rigides Sparprogramm entzieht der Wirtschaft und dem Konsumenten Geld. Somit sinkt das GDP, damit die Steuereinnahmen, was weitere Sparanstrengungen und Tilgungen schwierig bis unmöglich macht.

Wir können das ja am Beispiel Griechenlands bestens miterleben. Die Wirtschaft ist um 5.x% eingebrochen.

Schulden können auf zwei Wege abgebaut werden: Durch Zahlung oder durch Ausfall. Ich behaupte, die Schulden sind schon zu hoch als dass sie auf "legalem" Wege, durch Zahlung, Sparsamkeit etc. abgebaut werden könnten.

Und selbst wenn es Italien gelingen würde, einen Überschuss zu generieren und pro Jahr €100 Mrd. einzusparen und zurückzuzahlen, würde es bei 1.9 Billionen Schulden gut 20 Jahre dauern, bis die Schulden bezahlt wären.

Ob sich ein harter Sparkurs über so lange Zeit politisch durchsetzen lässt, wage ich stark zu bezweifeln.

Dr.B.
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betreffend Verrechnungen und Hypotheken

ich habe diverse beiträge gelesen von verrechnungen von hypothekendarlehen mit übersteigendem guthaben, welcher nicht mehr vom staat/banken gedeckt ist.

ich bitte die interessierten users, doch mal ihre verträge mit der bank anzuschauen.

bei meiner bank, hat es unter anderem ein verrechnungsverbot :twisted:

und eine übertragungsklausel, bei der die bank an dritte schuldbriefe übertragen kann und ins in- und ausland anbieten kann.

da ich davon ausgehe, dass ein paar users ihre meinungen so darlegen, dass diese eine juristische ausbildung haben,

möchte ich diese personen ansprechen, um ihre meinung zu hören.

frage: habt ihr liebe user(s), eure hypothekarverträge (falls ihr eigentümer seid) bei der bank a) gelesen b) für gut befunden c) abändern lassen d) oder nur die faust im eigenen sack gemacht?

Dr.B.

Die, die sich dumm stellen, sind gefährlicher als die, die dumm sind.

(Sohn vom Fennek)

Metropolit
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Schulden/GDP dürfen einerseits sicherlich nicht ausser acht gelassen werden. Genau dieser Fehler ist schon einmal passiert:

Beispiel: 2007 Hatte zB. Spanien eine Staatsverschuldung ggü dem BIP von ca 40% - also 20% unter der vertraglich geforerten Limite von 60%.

Nur kurze Zeit später hatte sich die Situaion um 180° gedreht, da diverse Bail-outs erfolgten.

Trotzdem finde ich, darf man mit diesen Zahlen den Teufel nicht an die Wand malen. Dass die Schweiz als kleines Land und Finanzplatz schnell so hohe Zahlen aufweist ist nicht verwunderlich. Dieses Risiko wird, so denke ich, bewusst getragen. Es sollte allerdings so klein wie möglich sein, ohne die Bank dabei einzurschränken aus dem Internationalen Geschäftsfeld Gelder aufzunehmen. Verkleinern kann man das Risiko durch entsprechende Eigenkapitalvorschriften und Einschränkungen des Investementbankings

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

John Doe
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MarcusFabian wrote:

Zum einen. Wir sprechen nicht von Staatsschulden sondern von der Summe aller Schulden und ein Konto, das Du bei der Bank hast ist eine Forderung an die Bank also eine Schuld der Bank Dir gegenüber.

Marcus, ich bringe mein Auto in die Werkstatt, um eine Reparatur auszuführen zu lassen! Schuldet mir die Werkstatt jetzt mein Auto, kann es also in ihrer Bilanz als Schuld deklarieren, für die Zeit, die sie für die Reparatur benötigt?

Oder ist die Werkstatt zwar für die Reparatur Zeit verantwortlich für meinen Wagen, aber nicht als Besitzer, sondern als Auftragsnehmer. Kann zwar nach Beendigung der Reparatur den Gewinn welchen sie durch die Reparatur erwirtschaftet hat in Ihrer Bilanz als Erfolg verbuchen, nicht aber mein Auto als Gesamtwert in Ihre Bilanz eintragen?

Nach deinem Modell würden die Banken dies aber so handhaben.

Metropolit
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@MarcusFabian

Der Zeithorizont dieser Lösung bezieht sich tatsächlich auf 20 bis 25 Jahre. Wir sind in einer der tiefsten Krisen die es je gegeben hat, es wird (ohne Ausfall und reboot des Systems -ob mit der ohne Systemwechsel sei mal dahingestellt) ein harter und langer Weg.

Meiner Meinung nach wäre ein Ausfall deutlich schlimmer, dass denken wohl auch die Politiker und deren Berater, der Wille zur Eurozone ist weiterhin vorhanden, auch wenn er zusehends bröckelt.

Wie ich bereits erwähnt habe braucht es Verpflichtungen um diese Lösung glaubwürdig zu machen. Deshalb der Vorschlag die Tilgungsraten direkt an das BIP zu knüpfen, so wären sicherlich zu Beginn, wenn die Wirtschaft in eine Rezession stürzt, die Rückzahlungen am geringsten. Somit ergäbe sich ein automatischer Stabilisator für stürmische Zeiten.

Alternativ könnte in den ersten zB. 5 Jahre nach der Schuldauslagerung die Tilgungsrate sukzessive auf das notwenige Niveau herangeführt werden. Dies muss nicht generell entschieden werden sondern nur bei Ländern bei denen zusätzliche Massnahmen notwendig sind.

Die Frage ist in der Tat ob die Politiker die Eier haben ihrem eigenen Volk zu erklären, dass während Jahren massiv über den Verhältnissen gelebt wurde.

Meiner Meinung nach lieber mit Sparpaket durchbeissen als den Supergau geschehen lassen. Das sich mit Sparpakten leben lässt zeigt ja das Beisiel Irland.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

GloomBoomDoom
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SMI im November 2011

Dr.B. wrote:

betreffend Verrechnungen und Hypotheken

ich habe diverse beiträge gelesen von verrechnungen von hypothekendarlehen mit übersteigendem guthaben, welcher nicht mehr vom staat/banken gedeckt ist.

ich bitte die interessierten users, doch mal ihre verträge mit der bank anzuschauen.

bei meiner bank, hat es unter anderem ein verrechnungsverbot :twisted:

und eine übertragungsklausel, bei der die bank an dritte schuldbriefe übertragen kann und ins in- und ausland anbieten kann.

da ich davon ausgehe, dass ein paar users ihre meinungen so darlegen, dass diese eine juristische ausbildung haben,

möchte ich diese personen ansprechen, um ihre meinung zu hören.

frage: habt ihr liebe user(s), eure hypothekarverträge (falls ihr eigentümer seid) bei der bank a) gelesen b) für gut befunden c) abändern lassen d) oder nur die faust im eigenen sack gemacht?

Dr.B.

Diesen Passus findest du in jedem Rahmenvertrag der Banken im Zusammenhang mit Wohneigentumsfinanzierung.

Der Passus kann auf dein Wunsch aber gestrichen werden!

Es zeigt sich deshalb wiedermal. Man muss nicht blind vertrauen, sondern die Punkte der jeweiligen Verträge genau anschauen und das Unangenehme halt auch mal auf den Tisch legen! Jedoch sollte man nicht alles gleich verschreien und Angst vor allem haben...

GloomBoomDoom
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SMI im November 2011

Haha naja meine Villa hab ich bei 1 % Amortisation p.a. auch nicht in 20 Jahren zurückbezahlt, wenn ich eine maximale Belehnung von 80 % eingehe....

Zudem kann ich ab 66 % (1. Hypothek) aufhören zu amortisieren auf mein Wunsch.

Entscheidend ist doch nicht die Dauer der Rückzahlung, sondern wie meine Tragbarkeit (oder beim Staat die Handelsbilanz) ausschaut...

ooooh, 19 Jahre geht das noch so weiter?!?! PANIK! ... (Ironie, falls unklar)

Dr.B.
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MarcusFabian wrote:

@Metro,

Bei Deinem Lösungsansatz sehe ich ein wesentliches praktisches Problem: Ein rigides Sparprogramm entzieht der Wirtschaft und dem Konsumenten Geld. Somit sinkt das GDP, damit die Steuereinnahmen, was weitere Sparanstrengungen und Tilgungen schwierig bis unmöglich macht.

Wir können das ja am Beispiel Griechenlands bestens miterleben. Die Wirtschaft ist um 5.x% eingebrochen.

Schulden können auf zwei Wege abgebaut werden: Durch Zahlung oder durch Ausfall. Ich behaupte, die Schulden sind schon zu hoch als dass sie auf "legalem" Wege, durch Zahlung, Sparsamkeit etc. abgebaut werden könnten.

Und selbst wenn es Italien gelingen würde, einen Überschuss zu generieren und pro Jahr €100 Mrd. einzusparen und zurückzuzahlen, würde es bei 1.9 Billionen Schulden gut 20 Jahre dauern, bis die Schulden bezahlt wären.

Ob sich ein harter Sparkurs über so lange Zeit politisch durchsetzen lässt, wage ich stark zu bezweifeln.

@all

liebe leute

der staat (sprich die regierungen) hat seid dem WAR II, immer versucht 1. den kommunismus einzudämmen (siehe P2) mit hilfe ***vomva ti ca nund den a mi

sum*** an die macht zu kommen, wurde gebuhlt auf teufel komm raus.

die gewerkschaften (bestens organisiert) haben wie die gegenpartei nicht das langfristige wohl des staates im sinn.

es wurden viele geschenke an die italiener gemacht, ohne einen echten moralischen generationenvertrag zu unterschreiben und einen solchen einzuhalten. (sprich dass die kosten/verbindlichkeiten nicht der nächtsten generation schaden oder/und aufgebürdet werden)

1. fakt ist der staat hat ca. 1900 mrd Euro schulden

2. viele milionen italiener sind vermögensmillionäre in euro :roll: :!:

weil, als in der schweiz anfangs des 20.jahrhundert sehr wenige reiche und dafür viele arme menschen lebten in italien viele adlige und seit generationen viele reiche familien ihren wohlstand aufgebaut hatten.

(dieser in nicht im WAR I oder WAR II elimiert worden, nein! sondern in save haven angelegt worden, desgleichen in den 50er - 80er jahren (angst vor den roten))

3. in einer studie der europäischen kommission vor ca. 10 jahren(habe sie leider nicht aufbewahrt), hatte man festgestellt, dass von von allen selbständig erwerbenden erheblich das falsche einkommen deklariert haben.

und zwar in der grössenordnung von 99 PROZENTEN

und die italiener die es können, sind um einiges gerissener als der durchschnitts europäer :oops:

also macht euch bitte keine sorgen (geld ist da, aber der staat funktioniert nicht)

und übrigens, es gibt wenige länder auf dieser welt, die mehr sparen/haushalt/jahr, als die italiener.

bei den * habe ich mir ein spass erlaubt, da es staaten gibt und programme, welche gerne alles von den foren lesen.

darum seid vorsichtig und wachsam und wehret den anfängen!! denn ob die welt hoops geht, ist für mich als gedanke nicht unerträglicher als die möglichkeit, dass wir kontrolliert werden.

Dr.B.

Die, die sich dumm stellen, sind gefährlicher als die, die dumm sind.

(Sohn vom Fennek)

Metropolit
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SMI im November 2011

Quote:

Marcus, ich bringe mein Auto in die Werkstatt, um eine Reparatur auszuführen zu lassen! Schuldet mir die Werkstatt jetzt mein Auto, kann es also in ihrer Bilanz als Schuld deklarieren, für die Zeit, die sie für die Reparatur benötigt?

Oder ist die Werkstatt zwar für die Reparatur Zeit verantwortlich für meinen Wagen, aber nicht als Besitzer, sondern als Auftragsnehmer. Kann zwar nach Beendigung der Reparatur den Gewinn welchen sie durch die Reparatur erwirtschaftet hat in Ihrer Bilanz als Erfolg verbuchen, nicht aber mein Auto als Gesamtwert in Ihre Bilanz eintragen?

Nach deinem Modell würden die Banken dies aber so handhaben.

Beispiel 1

Beispiel 1 Auto: Wenn du das Auto vorbeibringst zur Reparatur und danach wieder abholst kann es die Garage nicht in die Bücher nehmen.

Beispiel 1 Bank: Du Bringst 5000 Stutz und möchtest in 4 Stunden 500 neue Hundertrnöli abholen. -> Die Bank kassiert (jetzt hier in der Theorie) eine sagen wir mal Umtauschgebühr.

Beispiel 2

Beispiel 2 Auto:Wenn du dein Auto allerdings vorbeibringst und es die Garage für die nächste Zeit vermieten kann. Du musst dich 3 Monate vorher melden, wenn du das Auto wieder möchtest = Kündigungsfrist. Du erhältst einen Teil der Mieteinnahmen. Die Garage das Auto in die Bücher nehmen.

Beispiel 2 Bank: Du bringst Geld aufs Sparheft, die Bank wird dies ausleihen. Du hast ebenfall eine Kündigungsfrist und erhältst Zins.

@GloomBoomDoom

Nein 19 Jahre wird es hoffentlich nicht mehr so weitergehen, da zwar gespart werden muss aber durch eine Lösung das Vertrauen und etwas Normalitä zurückkehrt. Man kann natürlich auch weitermachen wie bis anhin und dan irgendeinmal zusehen wie alles den Bach runterscheppert. Ich sehe nicht viele Alternativen ausser einem Schuldenschnitt für die halbe Welt oder sparen.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

bengoesgreen
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beste Lösung

Quote:

Ich sehe nicht viele Alternativen ausser einem Schuldenschnitt für die halbe Welt oder sparen.

EZB. Geld drucken, Anleihen aufkaufen. (Krugman)

3) Φιλαργυρία

Minerva.
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Re: beste Lösung

bengoesgreen wrote:

Quote:
Ich sehe nicht viele Alternativen ausser einem Schuldenschnitt für die halbe Welt oder sparen.

EZB. Geld drucken, Anleihen aufkaufen. (Krugman)

Dem Krugman sollte man sein blödes Maul stopfen.

bengoesgreen
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Re: beste Lösung

Minerva wrote:

bengoesgreen wrote:
Quote:
Ich sehe nicht viele Alternativen ausser einem Schuldenschnitt für die halbe Welt oder sparen.

EZB. Geld drucken, Anleihen aufkaufen. (Krugman)

Dem Krugman sollte man sein blödes Maul stopfen.

Scharfsinniges Posting

3) Φιλαργυρία

Bullish
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Was tun wir also? Wir zahlen dem Ausländer vielleicht 1% Zins (eher weniger) für sein Geld und verleihen dieses dann zu 3% oder 5% weiter. Aus dieser Differenz leben wir und diese Bankengewinne sind ein nicht zu unterschätzender Teil unseres nationalen Einkommens und Wohlstandes.

Dies sollten wir übrigens berücksichtigen, wenn wieder mal der Ruf nach Schwächung des Franken laut wird.

Ja, ein schwächerer Franken nützt unserer Exportindustrie. Aber er schadet uns nicht nur direkt über höhere Importpreise sondern auch indirekt über den Finanzsektor, sollten die Ausländer ihr Geld bei uns abziehen, um es in Kanada, Norwegen oder Singapur zu deponieren.

Das hat mit der Frankenstärke relativ wenig zu tun, denn diese ausländischen Gelder werden grösstenteils gleich wieder im Ausland angelegt.

Erst wenn die Kacke am dampfen ist, wie jetzt, werden von Ausländern Franken gekauft. Dann sitzen aber die Banken auf den Schrott-Euros und brauchen die SNB, damit diese Risiken *sterilisiert* werden.

Damit ihr nicht gleich wieder über die Banken herfallt: die Banken würden die Schrott-Euros nur noch zu sehr hohen Frankenkursen nehmen, weil sie das WK-Risiko nicht tragen wollen, denn die Flucht in CHF bei CH-Banken würde sofort die Bankbilanzen schmelzen lassen (genauso, wie dies bei der SNB thematisiert wurde).

Würden nun die CH-Banken restikiver EUR/CHF wechseln, wäre es der Supergau für die CH-Exporteure.

Btw, auf die Verschuldung der Schweizer habe ich seit 3 Jahren regelmässig hingewiesen, hat aber niemand zur Kenntnis genommen.

PS: Schaut mal auf die Auslandsverschuldung von Luxemburg Wink

Hohe Verschuldung ist im übrigen ein Zeichen von Stabilität.

Diese Verschuldung ist ein anderer Name für Vermögen, denn ohne Verschuldung, keine Vermögen.

Die grösste Verschuldung tragen die *Reichen*, auch das scheint hier keiner zu verstehen. Sie sind nur deshalb reich, weil momentan die Assetpreise noch über ihrer Verschuldung liegen. Kann sich bald ändern.

MarcusFabian
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SMI im November 2011

Dr.B. wrote:

bei meiner bank, hat es unter anderem ein verrechnungsverbot :twisted:

Ich bin zwar juristisch nicht bewandert aber soweit ich mich erinnere sind Vertragsklauseln ungültig, wenn sie dem Gesetz (OR Art. 120 in diesem Fall) widersprechen.

Oder kann man Gesetze durch Vertragsklauseln rechtsgültig aushebeln???

MarcusFabian
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SMI im November 2011

John Doe wrote:

Marcus, ich bringe mein Auto in die Werkstatt, um eine Reparatur auszuführen zu lassen! Schuldet mir die Werkstatt jetzt mein Auto, kann es also in ihrer Bilanz als Schuld deklarieren, für die Zeit, die sie für die Reparatur benötigt?

Ich will ja nicht den Erbsenzähler spielen aber nach meinem Verständnis ist nur Eigentum Bilanz-wirksam, nicht Besitz.

Blöd gesagt: Kein Mieter käme auf die Idee, seine Mietwohnung als Aktivum in der Bilanz aufzuführen.

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