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Minerva.
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

holdencaulfield30 wrote:

auch interessant ...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,798383,00.html

Wenn die Zentralbanken kaufen, dann muss man verkaufen.

Interessant, in diesem Artikel wird von 148,3 Tonnen gesprochen. Diese Menge entspricht ziemlich genau der Menge Gold, die im besitze des Machthabers Gaddafi WAR.

Da steht:

"Welche Zentralbanken zu den Käufern zählten, ist dem Bericht zufolge nicht bekannt".

Ich bin überzeugt, dass dieses Gold in den Tresoren der Staaten steckt, die man als "die

Gaddafi-Angreifer" kennt(NATO-Mitglieder die an der Operation aktiv beteiligt waren:US,GB,FR,IT u. co).

Friederich
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

Minerva wrote:

holdencaulfield30 wrote:
auch interessant ...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,798383,00.html

Wenn die Zentralbanken kaufen, dann muss man verkaufen.

Interessant, in diesem Artikel wird von 148,3 Tonnen gesprochen. Diese Menge entspricht ziemlich genau der Menge Gold, die im besitze des Machthabers Gaddafi WAR.

Da steht:

"Welche Zentralbanken zu den Käufern zählten, ist dem Bericht zufolge nicht bekannt".

Ich bin überzeugt, dass dieses Gold in den Tresoren der Staaten steckt, die man als "die

Gaddafi-Angreifer" kennt(NATO-Mitglieder die an der Operation aktiv beteiligt waren:US,GB,FR,IT u. co).

Nach dem Ableben von Ghadaffi wurde das nun herrenlose Gold von einigen Staaten (allen voran USA) "gekauft" (gestolen, enteignet oder wie man es auch nennen mag).

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

MarcusFabian
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

Minerva wrote:

Wenn die Zentralbanken kaufen, dann muss man verkaufen.

Sicher nicht. Jetzt steigen die Big-Boys erst ein Wink

Minerva.
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

MarcusFabian wrote:

Minerva wrote:

Wenn die Zentralbanken kaufen, dann muss man verkaufen.

Sicher nicht. Jetzt steigen die Big-Boys erst ein Wink

Das meinst du. Die Big-Boys sind schon längst raus aus Gold.

Denne
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

Minerva wrote:

MarcusFabian wrote:
Minerva wrote:

Wenn die Zentralbanken kaufen, dann muss man verkaufen.

Sicher nicht. Jetzt steigen die Big-Boys erst ein Wink

Das meinst du. Die Big-Boys sind schon längst raus aus Gold.

Ja, als der Preis am Boden war.

MarcusFabian
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

Minerva wrote:

Das meinst du. Die Big-Boys sind schon längst raus aus Gold.

Schau: 1921, 1930 oder 1981 waren die Fonds zu 20-25% in Gold investiert.

Im Schnitt hielten Pensionskassen etwa 5% ihrer Vermögen in Gold. Derzeit sind sie bei geschätzten 0.15-0.5%.

"Noch nicht drin" und "einsteigen" bedeutet also: Sie werden in der Zukunft erst kaufen!

(Hab' ich mich wirklich so missverständlich ausgedrückt? Sorry, ist sonst gar nicht meine Art.)

k3000
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

MarcusFabian wrote:

Im Schnitt hielten Pensionskassen etwa 5% ihrer Vermögen in Gold. Derzeit sind sie bei geschätzten 0.15-0.5%.

"Noch nicht drin" und "einsteigen" bedeutet also: Sie werden in der Zukunft erst kaufen!

Ok. Alle Marktteilnehmer wissen das und trotzdem ist der Goldpreis nur bei $1700.

Wenn sie es dann halt doch nicht kaufen und die Quote gleich behalten aus Grund xyz, wird der Goldpreis gemäss deiner Logik ja um Faktor 10 zusammenbrechen, sobald es der Markt merkt, da der Markt je letztendlich effizient funktioniert.

Gold $170, here we come. Da gehört es auch hin.

bengoesgreen
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

k3000 wrote:

MarcusFabian wrote:

Im Schnitt hielten Pensionskassen etwa 5% ihrer Vermögen in Gold. Derzeit sind sie bei geschätzten 0.15-0.5%.

"Noch nicht drin" und "einsteigen" bedeutet also: Sie werden in der Zukunft erst kaufen!

Ok. Alle Marktteilnehmer wissen das und trotzdem ist der Goldpreis nur bei $1700.

Wenn sie es dann halt doch nicht kaufen und die Quote gleich behalten aus Grund xyz, wird der Goldpreis gemäss deiner Logik ja um Faktor 10 zusammenbrechen, sobald es der Markt merkt, da der Markt je letztendlich effizient funktioniert.

Gold $170, here we come. Da gehört es auch hin.

Man nimmt zufälligerweise das Jahr, indem Gold inflationsbereinigt am höchsten notierte, schaut sich die Quote von ein handvoll wieder "randomisiert" ausgewählten Fonds an, übertreibt nocht ein bischen, vernachlässigt die veränderten historischen Gegebenheiten und behauptet felsenfest Gold müsse den gleichen Wert wie zuvor erreichen. Dank einer Unzahl an Schafen nennt man das kollektive Intelligenz.

3) Φιλαργυρία

MarcusFabian
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

k3000 wrote:

Wenn sie es dann halt doch nicht kaufen und die Quote gleich behalten aus Grund xyz, wird der Goldpreis gemäss deiner Logik ja um Faktor 10 zusammenbrechen, sobald es der Markt merkt, da der Markt je letztendlich effizient funktioniert.

Das ist erstens nicht meine Logik sondern Deine und zweitens Quatsch:

Man kann nicht behaupten: "Wenn ein Asset x mal häufiger nachgefragt wird, steigt auch der Preis um Faktor x" (bei x = 0.1 in Deinem Beispiel).

Wie kommst du dazu, 1. falsche Behauptungen aufzustellen und sie 2. mir unterschieben zu wollen?

MarcusFabian
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

bengoesgreen wrote:

Man nimmt zufälligerweise das Jahr, indem Gold inflationsbereinigt am höchsten notierte, schaut sich die Quote von ein handvoll wieder "randomisiert" ausgewählten Fonds an,

Du darfst eines nicht ausser acht lassen: Alles andere Wink

Gold-Anteil von - sagen wir mal - aktuell 0.5% bei Pensionskassen ist in bezug auf die Gesamtmenge aller Assets zu sehen.

Und wir wissen, dass sich die Summe dieser anderen Assets (Aktien, Bonds, Derivate, CDS ...) in den letzten Jahren und Jahrzehnten ausserordentlich stark aufgebläht hat.

Von 1950-2000 (Quelle: BuBa) um Faktor 31 in Deutschland.

Wenn also der Goldanteil von 5% auf 0.5% gesunken ist, ist das eine Kombination aus drei Gründen:

1. Sinkender Goldpreis

2. Verkauf von Gold

3. Kauf aller anderer Assets.

Ich halte Punkt 3 für den wichtigsten.

Denne
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

k3000 wrote:

.. da der Markt je letztendlich effizient funktioniert.

... jahaaaa "letztendlich" schon - solange keine Menschen daran teilnehmen.

Bäri
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

k3000 wrote:

Gold $170, here we come. Da gehört es auch hin.

Soviel Vertrauen wie du in unser Papiergeld hast möchte ich haben 8)

Dies wäre nur möglich durch enorme Aufwertung des Geldes, extremes Überangebot oder wenn die Nachfrage nach Gold zusammenbrechen würde, sprich Zentralbanken würden ihres abstossen. Momentan ist ja bekanntlich das Gegenteil der Fall. Wieso wohl? :roll:

Die durchschnittlichen Förderkosten für 1 Unze belaufen sich zurzeit ca. auf 1100$.

Wenn der Preis darunter fallen würde, würden wohl Minen wegen Unrentabilität geschlossen und ein Angebotsdefizit würde den Preis wieder treiben.

http://www.cash.ch/news/alle/goldanalyst_goldpreis_nicht_unter_1650_doll...

Diese werden in Zukunft wohl nicht weniger, da immer tiefer gebuddelt und mühsamer abgebaut werden muss (Ölpreis spielt auch noch eine Rolle)

Ausser du erfindest eine Methode, wie man dieses unnütze Metall gewinnbringend aus den Weltmeeren sieben kann Wink

cHäRäR
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SMI im November 2011

Woher habt ihr die Information mit den Förderkosten? Es wird einfach überall so geschrieben, aber bestätigt ist das glaube ich nicht.

Der Goldpreis war bis zum Jahr 2009 immer weit unter 1100 USD. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Förderkosten in 2 Jahren so stark gestiegen sind.

k3000
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Wie kommst du dazu, 1. falsche Behauptungen aufzustellen und sie 2. mir unterschieben zu wollen?

Das hab ich auch nicht gemeint. Ich hätte auch Faktor 2 sagen können. Oder 20. Völlig egal.

Meine Aussage war lediglich, dass der Markt die von dir beschriebene Situation einpreist, weil bekannt (buy the rumour, um es mal in den Worten des Plebs zu sagen). Trotzdem ist der Preis lediglich $1700.

Sollte der Umstand aus absehbaren Gründen nicht eintreten, klappt der Goldpreis zusammen wie die Lehman Aktie damals am Montagmorgen vor 3 Jahren (sell the news).

Bei einem weltweiten Pensionskassen Anlagevolumen von $ 20 T dürfte eine "wegfallende, im Raum stehende" Investition von $ 0,1 T schon eine gewisse Auswirkung haben.

:shock:

k3000
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SMI im November 2011

cHäRäR wrote:

Woher habt ihr die Information mit den Förderkosten? Es wird einfach überall so geschrieben, aber bestätigt ist das glaube ich nicht.

Der Goldpreis war bis zum Jahr 2009 immer weit unter 1100 USD. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Förderkosten in 2 Jahren so stark gestiegen sind.

Ist auch völliger Blödsinn.

Das heisst ja die Goldförderungen wäre nach Jahrzehnten von defizitärer Förderungsaktivitäten erst irgendwann mal im Laufe des Jahres 2009 rentabel geworden.

k3000
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

Bäri wrote:

Soviel Vertrauen wie du in unser Papiergeld hast möchte ich haben 8)

Ich wette mit dir, dass du wie 99% der sogenannten "Goldinvestoren" hier im Forum bis vor 3-4 Jahren keinen blassen Schimmer hattest was ein Papiergeldsystem ist und sie sich von dem her auch nie die Frage gestellt haben, ob sie einem Papiergeldsystem vertrauen sollen, so wie es 99.99% aller Leute auch heutzutage nicht tun.

Weiter wette ich mit dir, dass du selbst heute nicht en Detail darlegen könntest, wie ein Papiergeldsystem in Theorie und Praxis funktioniert.

Get a life.

Ramschpapierhaendler
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SMI im November 2011

@K 0.3000:

1. Die erste Wette hast du schon verloren (ich kenne Bäri).

2. Die zweite Wette würdest du wahrscheinlich gegen jeden hier gewinnen, wenn du überhaupt in der Lage wärst, beurteilen zu können, ob er recht hat oder nicht.

Zrugg is Chörbli!

CrashGuru
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SMI im November 2011

k3000 wrote:

Bei einem weltweiten Pensionskassen Anlagevolumen von $ 20 T dürfte eine "wegfallende, im Raum stehende" Investition von $ 0,1 T schon eine gewisse Auswirkung haben.

:shock:

Nach deinen wiederholten Aussagen:

Sarkasmus on.

"Da XY ja diese Riesen-Summen verwaltet, verursacht ja diese Mini-Summe sicher grosse Bewegungen"

Sarkasmus of.

Komisch, dass sich im Markt überhaupt etwas bewegt. Da kann ich nur sagen "und sie bewegt sich doch"....

bengoesgreen
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SMI im November 2011

cHäRäR wrote:

Woher habt ihr die Information mit den Förderkosten? Es wird einfach überall so geschrieben, aber bestätigt ist das glaube ich nicht.

Der Goldpreis war bis zum Jahr 2009 immer weit unter 1100 USD. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Förderkosten in 2 Jahren so stark gestiegen sind.

Kosten sind bei $800/oz für die durchschnittliche südafrikanische Mine. Andere Länder ähnlich oder gar tiefer.

3) Φιλαργυρία

cHäRäR
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SMI im November 2011

Quelle?

bengoesgreen
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SMI im November 2011

Quote:

In South Africa the average cost of production rose 8.7%, to $803/oz,

http://www.im-mining.com/2010/11/30/average-gold-mine-cash-costs-rise-4-...

http://goldcostforecast.com/operating-costs-of-gold-mining-in-the-world-...

Operating costs of gold mining in the world have grown to $ 558 per troy ounce

3) Φιλαργυρία

cHäRäR
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SMI im November 2011

Danke endlich mal eine Quelle.

Liegt weit unter den vielgesagten 1100 USD

Bäri
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Re: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

k3000 wrote:

Ich wette mit dir, dass du wie 99% der sogenannten "Goldinvestoren" hier im Forum bis vor 3-4 Jahren keinen blassen Schimmer hattest was ein Papiergeldsystem ist und sie sich von dem her auch nie die Frage gestellt haben, ob sie einem Papiergeldsystem vertrauen sollen, so wie es 99.99% aller Leute auch heutzutage nicht tun.

Stimt K3000, ich habe mir vor ziemlich genau 3 Jahren den ersten Klumpen gegönnt, davor habe ich mich nicht sonderlich dafür interessiert, habe etwas mit Aktien gespielt, mehr nicht.

Aber besser spät als nie Wink

k3000 wrote:

Weiter wette ich mit dir, dass du selbst heute nicht en Detail darlegen könntest, wie ein Papiergeldsystem in Theorie und Praxis funktioniert.

Da hast du warscheinlich wieder Recht! Allerdings weiss ich, dass unser Papiergeldsystem "nur" auf Vertrauen beruht, seitdem die Goldbindung aufgehoben wurde und nichts Reelles dahinter steht. Ich weiss auch, dass jedes Vertrauen irgend einmal gebrochen wird oder werden kann. Ich weiss, dass unser Geldsystem auf Schulden aufgebaut ist und ohne Neuverschuldung nicht weiter bestehen kann.

Ich weiss auch, dass unser Geldsystem Zinsen abwerfen muss, um Gläubiger zufrieden zu stellen, dieses Zins- und Zinseszinsystem wächst immer exponentiell und muss zwangsläufig kollabieren, da irgend einmal die Schuldenlast des Schuldners zu hoch wird und er diese nicht mehr begleichen kann (Siehe aktuelle Schuldensituation der Länder).

Dieses exponentielle Wachstum muss irgend einmal durch einen Schnitt gestoppt werden und Vermögen von oben wieder nach unten fliessen. Ob dies durch Abschreibungen, Reformen, Weltkriege etc. geschiet weiss ich nicht, ich vermute aber, dass dann reale Werte, egal ob ein Bugatti,Kunstbilder,Häuser oder Gold in meinem Besitz sinnvoller sind als Papier mit einer gewissen Zahl darauf..

Ramschpapierhaendler
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cHäRäR wrote:

Danke endlich mal eine Quelle.

Liegt weit unter den vielgesagten 1100 USD

Es gibt schon Minen, die erst ab 1'100 USD oder sogar darüber rentieren.

Es ist aber eh ein Witz, zu glauben, dass der Goldpreis durch die Förderkosten gestützt wird. Besteht erst ab 170$ Nachfrage nach Gold, dann geht der Preis dorthin. Egal, ob nun die Förderkosten 500$, 1'000$ oder 10'000$ betragen.

Ich wiederhole mich: Wert entsteht nie durch Kosten!

Stillhalter
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Natürlich entsteht Wert nicht durch Kosten. Wäre ja noch schöner.

Ein steigender Wert ermöglicht alternative Produktionswege, was tendenziell die Menge zusätzlich erhöht und die Wertsteigerung tendenziell abbremst.

Entsprechend kann man davon ausgehen, dass bei sinkenden Goldpreisen alternative Fördermethoden entfallen und die neu geschaffene Goldmenge abnimmt, dies verknappt das Neuangebot, was indirekt zu einer Art 'Preisstütze' führt, da bei abnehmendem Angebot, theoretisch, der Preis wieder etwas ansteigen bzw. weniger stark sinken lässt. Die Förderkosten von Gold kann man also, wenn man möchte, als eine Art Stabilisator des Goldpreises ansehen. Die Förderkosten sind aber ganz bestimmt kein Garant für irgendwelche Handelskurse.

Bäri
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SMI im November 2011

Ramschpapierhaendler wrote:

Wert entsteht nie durch Kosten!

Da hast du völlig Recht.

Aber wenn ich weiss, dass ein neues Auto, welches ich kaufen will Herstellkosten (Förderkosten) von 20000.- benötigt, warte ich nicht, bis der Preis womöglich bei 10000.- landet, ich schlage vorher zu.

Stillhalter
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Bäri wrote:

Ramschpapierhaendler wrote:
Wert entsteht nie durch Kosten!

Da hast du völlig Recht.

Aber wenn ich weiss, dass ein neues Auto, das ich kaufen will Herstellkosten (Förderkosten) von 20000.- benötigt, warte ich nicht, bis der Preis womöglich bei 10000.- landet, ich schlage vorher zu.

Der Vergleich einer individuellen Nutzware mit Gold ist jedoch nicht ganz zulässig.

Bei Gold würde ich dir unbedingt anraten die Förderkosten in keinster Weise zu berücksichtigen. Die globalen Wertvorstellungen machen keinen Halt bei irgendwelchen Förderkosten. Es ist plausibel, dass Dein favorisiertes Automodell unter 20'000.- nicht mehr hergestellt würde und Du damit gänzlich darauf verzichten müsstest. Gold jedoch, grundsätzlich völlig fungibel, ist in einer grossen Menge vorhanden und, theoretisch, kann auch über zehn Jahre hinweg gar kein Gold mehr gefördert werden, wenn der Marktpreis es nicht zulässt. Insofern könnte der Goldpreis, theoretisch, bis auf seinen industriellen Wert sinken, ganz egal, wie hoch die Förderkosten sind. Die Fördermenge richtet sich in so einem Fall ganz klar nach dem Preis. Muss so sein, denn im Gegensatz zu Autos wird Gold global an Börsen gehandelt. Über den Versuch eines Förderers seinen überteuerten Preis mit hohen Förderkosten zu rechtfertigen, würde die globale Anlegerschaft wohl nur schmunzeln.

MarcusFabian
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cHäRäR wrote:

Woher habt ihr die Information mit den Förderkosten? Es wird einfach überall so geschrieben, aber bestätigt ist das glaube ich nicht.

Der Goldpreis war bis zum Jahr 2009 immer weit unter 1100 USD. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Förderkosten in 2 Jahren so stark gestiegen sind.

Du hast recht. Es variiert sehr stark von Mine zu Mine, wobei in den letzten beiden Jahren die Förderkosten vor allem in Afrika sehr stark gestiegen sind wegen neuer Gesetze zum Schutz der Arbeiter: Sicherheitsmassnahmen, Belüftung etc.

Die Förderkosten dürften im Schnitt bei $700-800 liegen, wobei einige Minen wie DRDGold Kosten von weit über $1100 für einzelne Minen haben, während andere für $500 das Gold aus dem Boden holen.

Aber es ging mir auch nicht darum, hier wieder eine Golddiskussion loszutreten. Dafür ist das hier der falsche Thread.

Mir ging es gestern nur darum klarzustellen, was ich mit "einsteigen" meinte, weil Minerva diesen Begriff offenbar falsch verstanden hat:

"einsteigen" = kaufen

"aussteigen" = verkaufen

cHäRäR
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Sorry nochmals kurz zum Gold.

Ich denke die Förderkosten kann man als so eine Art Preisuntergrenze ansehen. Natürlich kann der Preis kurz- bis mittelfristig darunter fallen. Liegt er unter den Förderkosten wird jedoch nicht mehr gefördert -> Angebot sinkt -> Preis steigt.

Die Förderkosten werden, denke ich, langfristig nicht sicher sinken.

Ramschpapierhaendler
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cHäRäR wrote:

Ich denke die Förderkosten kann man als so eine Art Preisuntergrenze ansehen. Natürlich kann der Preis kurz- bis mittelfristig darunter fallen. Liegt er unter den Förderkosten wird jedoch nicht mehr gefördert -> Angebot sinkt -> Preis steigt.

Das sehe ich anders. Das Angebot sinkt ja nicht wenn nichts mehr gefördert wird. Es bleibt dann konstant.

Im Moment hat Gold für viele Anleger einen Zweck / Sinn / Nutzen. Daraus entsteht ein Wert und daraus der Preis. Wird Gold mal völlig unnütz (als Schmuck aus der Mode / als Industriemetall durch billigeres ersetzt / als Währung nicht mehr nötig bzw. tauglich / als Briefbeschwerer dank e-mail nicht mehr gebraucht), dann wird der Preis den Lieferkosten entsprechen.

Aber ich sehe langsam, dass ich den falschen Job gewählt habe. - Ich sollte unnütze Dinge herstellen, die ich dann hier übers Forum teuer verkaufen kann weil die Produktionskosten so hoch sind.

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