Schuldenkrise Europa

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carro4
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Schuldenkrise Europa

spoili wrote:

ich liebe faber Lol

Kann mich erinnern, dass Faber vor ca. 10 Jahren eindringlich in einem cash TV Interview gesagt hat, man solle Gold kaufen. Warum habe ich nicht gekauft! Ich war noch kurz davor, auf die Bank zu gehen und ein paar oz zu erwerben, dann wieder vergessen. Dies kommt mir noch ab und zu in den Sinn.

Auf dem einzigen Mist, wo nichts wächst, ist der Pessimist.

Denne
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Re: der nächste bitte

aprecio wrote:

"Germany's Finances Not as Sound as Believed"

http://www.spiegel.de/international/europe/0,1518,799059,00.html

"The German government likes to pride itself on its solid finances and claim the country is a safe haven for investors. But Germany's budget management is not nearly as exemplary as it would have people believe, and the national debt is way over the EU's limit. In some respects, Italy's finances are in much better shape."

Eben. Die Mär vom "Zahlmeister Europas" hält sich hartnäckig, dabei haben die Toitschen den "point of no return" ebenso überschritten wie alle Anderen. Wenn demnächst die EZB beginnt, den ganzen Schuldenschrott aufzusaugen, wird auch Deutschland noch "grosszügiger" in seiner Haushaltsführung.

Denne
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Schuldenkrise Europa

Belgien 10 Jahre, aktuell bei rund 5.5%:

Unterdessen werden die Deutschen weichgekocht, damit sie endlich ihren Widerstand gegen die Eurobonds aufgeben. Dann klappt's nämlich auch mit den Zinsen. Wink

"Das ist ein absolutes Desaster"

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:deutsche-anleiheemi...

"Und bist Du nicht willig, so brauch' ich Gewalt ..."

Denne
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Denne wrote:

Belgien 10 Jahre, aktuell bei rund 5.5%:

Die 6% streng im Visier: aktuell 5,7%

http://www.bloomberg.com/quote/GBGB10YR:IND

Nicht schlecht für die Heimat der EU-Hauptstadt.

Zyndicate
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Ungarn wurde von Moody's auf Ramsch herabgestuft!!!

Gemässe NZZ.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Denne
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Schuldenkrise Europa

Denne wrote:

Denne wrote:
Belgien 10 Jahre, aktuell bei rund 5.5%:

Die 6% streng im Visier: aktuell 5,7%

http://www.bloomberg.com/quote/GBGB10YR:IND

Nicht schlecht für die Heimat der EU-Hauptstadt.

...there you go, S&P stuft Belgien runter:

http://www.marketwatch.com/story/sp-downgrades-belgiums-credit-rating-20...

Ramon Lull
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Schuldenkrise Europa

Und so beginnt das nächste Kapitel im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise:

http://www.welt.de/politik/ausland/article13737213/Merkel-und-Sarkozy-gr...

Da steht z.B.:

"Die Europäische Zentralbank (EZB) soll verstärkt als Krisenbekämpfer in der Euro-Zone auftreten. Durch den Kauf von Staatsanleihen könnte sie die Zinsen für die Euro-Staaten niedrig halten."

Frankreich und v.a. Deutschland stehen mit dem Rücken zur Wand und wissen, dass es unausweichlich sein wird noch viel mehr € zu drucken, solange die USA, Japan und GB alle auch wie wild Geld drucken und damit nie werden aufhören können, bis es den US$ und das £ nicht mehr gibt, denn sowohl die USA als auch GB haben schlicht zu viele Schulden. Das hat mit Realwirtschaft gar nichts mehr zu tun. Die Mär von den tiefen Zinsen wird überall (auch in den USA und GB) gebraucht, um das Geld drucken politisch zu legitimieren. Was für ein Irrsinn!

Für alle Sparer die noch gar kein physisches Gold und/oder Silber im Portfolio haben wird es wohl langsam höchste Zeit einen Anteil des Ersparten in EM zu parkieren.

Und Nein, der Goldpreis ist noch mindestens 2-3 Jahre (wahrscheinlich noch einiges mehr, hängt aber einzig davon ab wie schnell und wie viel Geld die FED, EZB und BoE drucken werden) von seinem Höchststand entfernt und zwischen dem heutigen Goldpreis und jenem Höchstpreis liegt noch ein parabolischer Anstieg (den hatten wir bis jetzt noch nicht!).

MarcusFabian
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Ramon Lull wrote:

Und so beginnt das nächste Kapitel im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise:

http://www.welt.de/politik/ausland/article13737213/Merkel-und-Sarkozy-gr...

Notfalls wären sie [D und F] bereit, mit einigen Ländern voranzugehen und so innerhalb der Währungszone eine Art Klub der Super-Europäer zu gründen, deren Mitglieder sich strengen Sparauflagen unterwerfen.

Das löst die Probleme nicht mal ansatzweise: Was passiert mit den Ländern, die sich den strengen Sparauflagen nicht unterwerfen (können) und deshalb in Merkozy's Super-Euroland keinen Rettungsschirm finden?

Werden die aus dem Euroland rausgeschmissen? Bekommen die kein Geld? Müssen die sich selbst auf dem freien Kapitalmarkt finanzieren?

Ramon Lull
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Die Vorschläge werden immer verrückter und noch verzweifelter:

http://derstandard.at/1319183907359/IWF-bereitet-600-Milliarden-Euro-Hil...

Fine-Tuner
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Langsam wirds wirklich langweilig. Dieses Gejammere auf höchstem Niveau nervt. Trotz noch nie dagewesenem Wohlstand, einer Lebenserwertung wo man bald Angst bekommt und persönlichen Freiheiten wie es vor 100 Jahren noch völlig undenkbar gewesen wäre....dies alles für ein paar lumpige hundert Milliarden aufs Spiel zu setzen...?

Die EU muss endlich konsolidieren. Alle Schulden auf den Tisch. Für diese (alten) Schulden müssen alle haften.--> Eurobonds.

Dies ermöglicht einen so dringend nötigen Neuanfang; einen realistischen Finanzausgleich der Regionen Europas...Europa sollte sich dabei an der Schweiz orientieren.

Es wird in Europa immer Strukturschwache und -starke Regionen geben. Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied...es ist im grössten Interesse der Starken die Schwachen zu stärken.

In einer glabislierten Welt von noch wenigen Wirtschaftsblöcken hat nur ein vereintes Europa eine Chance...jedes Land für sich alleine würde gnadenlos aufgerieben.

Fine-Tuner

Karat1
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Hier noch die Meinung von ............................

Hier noch die Meinung von Uwe Lang. Seine Ansichten sind eigentlich immer sehr sachlich und auf den Punkt gebracht.

www.boersensignale.de/eurorettung.html

Allen eine in jeder Hinsicht gute Woche.

Karat

MarcusFabian
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Schuldenkrise Europa

Fine-Tuner wrote:

Die EU muss endlich konsolidieren. Alle Schulden auf den Tisch. Für diese (alten) Schulden müssen alle haften.--> Eurobonds.

Als Kernfrage bleibt dann folgende:

Werden die starken Länder die schwachen nachhaltig aus dem Sumpf ziehen können oder ziehen die Schwachen die Starken auch mit nach unten?

Oder wie es eine österreichische Zeitung gestern formulierte: "Österreich ist nur noch 2 Jahre von Griechenland entfernt."

Karat1
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Die Entwicklung des MSCI Europe Index über 22 Jahre!

Habe wieder mal meine Sammlung "Das will ich dann noch lesen" - aussortiert. Vieles hat sich zum Guten, anderes zum Schlechten entwickelt. Das alles, ohne dass ich es gelesen habe.

Interessant finde ich jedoch einen Chart ¨über die Entwicklung des MSCI Europe Index der letzten 22 Jahre".

Von 1988 - Mitte 1995 gings bedächtig so eben auf bis leicht ansteigend. 6 Jahre wo es für den lang-fristigen orientierten Anleger ausser Dividende, kaum etwas zu holen war. In diese Zeit fielen Ereignisse wie: Mauerfall Berlin, Einmarsch des Iraks in Kuweit, Wiedervereinigung Deutschlands, Balkan-Konflikt, Zerfall der Sowjetunion.

Ab 1995/96 gings dann mit kleineren Rückschlägen bis 1999/2000 schön bergauf. Es gab für den langfristig denkenden Anleger nichts zu tun, trotzdem gab es eine ansehnliche Rendite. In diese Zeit fielen Ereignisse wie die Schuldenkrise in Russland, die TCM-Hedge-Fonds-Krise, die Einführung des Euro's. Das Platzen der Technoblase beendete dann diese Periode. Der Abstieg von 2000 bis ca. März 2003 beendete dann der Einmarsch der USA in den Irak. Der amerikanische Leitzins erreichte in Juni 2003 seinen Tiefpunkt mit 1%!

Von März 2003 bis August 2007 ging es dann wieder steil aufwärts. Trotz Tsunami im Dez. 2004. Diese Periode war relativ "beschwerdefrei" was Aktien anbelangte. Es ging einfach aufwärts.

Was jetzt kommt, 2007 bis heute ist eher wieder in Erinnerung geblieben. Kreditkrise 8/2007 und Lehman Brothers-Kollaps schickten die Börsen wieder in den Keller.

Seit Anfang 2009 schwenkten wir dann wieder, mit einer kurzen Unterbrechung, bis anfangs 2011 auf Höhenflug.

Ab anfangs 2011 wurde die Höhenluft dann wieder dünner und seither sinkt der MSCI mit einer kurzen Gegenreaktion wieder. Die Gründe sind hinlänglich bekannt.

Was sagt und das? Diese Zacken im Chart eines Indexes?

Sind die Probleme noch so gross und aussichtslos, es geht weiter. Je grösser das Problem, um so grösser die Bemühungen von allen Seiten die Probleme zu lösen. So wird es wohl auch dieses Mal sein, dass man die Schuldenkrise in Europa und in den USA irgend wie bewältigt hat, und es wieder aufwärts geht.

Dann ist auch diese Zeit nur wieder ein "Zacken" in einem Chart!

Das hoffe ich wenigstens, am Glauben muss ich noch etwas arbeiten.

Geht es aber wieder aufwärts, werden wohl die Aktienanlagen als erste davon profitieren. Was dann mit dem Gold passiert können andere besser erklären.

Karat

MarcusFabian
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Re: Die Entwicklung des MSCI Europe Index über 22 Jahre!

Karat1 wrote:

Sind die Probleme noch so gross und aussichtslos, es geht weiter. Je grösser das Problem, um so grösser die Bemühungen von allen Seiten die Probleme zu lösen. So wird es wohl auch dieses Mal sein, dass man die Schuldenkrise in Europa und in den USA irgend wie bewältigt hat, und es wieder aufwärts geht.

Manchmal weiss ich nicht, ob ich über so viel Naivität weinen oder lachen soll.

Oder meintest Du das ironisch?

Minerva.
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Re: Die Entwicklung des MSCI Europe Index über 22 Jahre!

MarcusFabian wrote:

Karat1 wrote:

Sind die Probleme noch so gross und aussichtslos, es geht weiter. Je grösser das Problem, um so grösser die Bemühungen von allen Seiten die Probleme zu lösen. So wird es wohl auch dieses Mal sein, dass man die Schuldenkrise in Europa und in den USA irgend wie bewältigt hat, und es wieder aufwärts geht.

Manchmal weiss ich nicht, ob ich über so viel Naivität weinen oder lachen soll.

Oder meintest Du das ironisch?

Selig sind die die es einfach nicht besser wissen wollen/können.

at MF: lachen.

Karat1
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Re: Die Entwicklung des MSCI Europe Index über 22 Jahre!

Minerva wrote:

Selig sind die die es einfach nicht besser wissen wollen/können.at MF: lachen.

Lachen ist gesund. Weiter so!

Die Geschichte zeigt uns aber, dass sich die industrieallisierte Welt immer wieder aus dem Sumpf gezogen hat. Ich sage ja nicht dass die Lösung der anstehenden Probleme einfach und angenehm sind, dafür hat sich noch zu wenig Gemeinschaftssinn entwickelt. Mit Worten schon, aber dem müssen jetzt auch noch Taten folgen. Trotz unfähigen Politikern, gibt es aber viele Menschen, vorallem in der Wirtschaft, die innovativ, kreativ und hartnäckig genung sind um "etwas" zu bewegen. Das hat die Geschichte hinlänglich ja immer wieder gezeigt. Das wird nicht einfach, wird aber gelingen. Kann sein, dass wir mal die Gürtel etwas länger schnallen müssen, was soll's! Vielleicht tut es wieder mal ganz gut, wenn wir uns nicht mehr einfach alles leisten können. Vielleicht müssen wir mal wieder eine zeitlang Staub fressen! Vielleicht kehrt dann auch wieder etwas mehr Menschlichkeit und Nächstenliebe zurück und verdrängt das egoistische

Denken des Einzelnen.

Karat

MarcusFabian
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Re: Die Entwicklung des MSCI Europe Index über 22 Jahre!

Karat1 wrote:

Lachen ist gesund. Weiter so!

Na ja, es ist ein lachendes und ein weinendes Auge.

Dein vorletztes Posting kam irgendwie rüber wie: "die Zeit heilt alle Wunden einfach mal abwarten, vielleicht löst sich alles von selbst".

Was natürlich leider nicht der Fall ist, nicht der Fall sein kann!

Wenn Du privat massive Schulden hast und mit dem Einkommen nicht auskommst, kämst Du ja auch nicht auf die Idee, einfach mal ein halbes Jahr Ferien zu machen und zu hoffen, dass alle Schulden weg sind, wenn Du danach wieder nach Hause kommst.

T15
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Re: Die Entwicklung des MSCI Europe Index über 22 Jahre!

MarcusFabian wrote:

Wenn Du privat massive Schulden hast und mit dem Einkommen nicht auskommst, kämst Du ja auch nicht auf die Idee, einfach mal ein halbes Jahr Ferien zu machen und zu hoffen, dass alle Schulden weg sind, wenn Du danach wieder nach Hause kommst.

genau wie Artikel vom Tagi schön find ich am schluss:

Die Sparpolitik ist gescheitert, ein gehebelter Rettungsfonds ebenfalls;

und ein geordneter Auflösungsprozess der Einheitswährung,

verbunden mit einer Rückkehr zu nationalen Währungen, kann sich niemand wirklich vorstellen.

und jetzt was wird gmacht? Sie bestätigen das alles nix bringt und ich kenne nur 1.Sparen 2. Vor dem Kurs wird jemand kommen und helfen 3. Konkurs

naja Sparen bringt nix, helfen kann niemand mehr... da bleibt doch nur noch 3. :roll:

Metropolit
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Re: Die Entwicklung des MSCI Europe Index über 22 Jahre!

MarcusFabian wrote:

Manchmal weiss ich nicht, ob ich über so viel Naivität weinen oder lachen soll.

Oder meintest Du das ironisch?

Ich glaube schon, dass du den Beitrag etwas falsch interpretiert hast.

Bürogummi aka das Stubenkamel würde sagen:

- Die Welt dreht sich = weiter. vue? selber denken -

LolLol

Grundsätzlich stimme ich zu, es wird schon "irgendwie" weitergehen. Allerdings nachdem dieser Schlamassel gelöst ist. Und das geht sicherlich nicht durch abwarten.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Ramon Lull
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Schuldenkrise Europa

So, die Geldpresse ist nun auch bei der EZB angeworfen:

http://www.welt.de/finanzen/article13741976/Nun-finanziert-die-EZB-Schul...

Bullish
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@weico steht ja auf Stützel:

Quote:

Die Kreditmechanik von Lautenbach wurde später von seinem Schüler Stützel zur Saldenmechnik in den Definitionen verbessert. Wir lesen hier von einem deutschen Vordenker bilanziellem Denkens, der kaum ausreichende Würdigung findet.

Genial finde ich anhand der aktuellen Inflationsangst auch "Lautenbach und GRÖFAZ" in der Einleitung von Röpke:

Lautenbachs witzige Schlagfertigkeit, die auch vor Amt und Würden nicht zurückschreckte, war berühmt und von vielen gefürchtet. War ihm einmal blitzartig die schlagende Formulierung eingefallen, so schien er fast physisch unfähig, sie zurückzuhalten. So war es denn auch ein denkwürdiger Augenblick, als dieser feuerköpfige Mann mit der Schärfe des Verstandes und der Zunge, der jede fachliche Unterredung mit seinem Temperament (und der Ausgereiftheit seiner Gedanken beherrschte, im Frühsommer 1933 zu Hitler geschickt wurde, um ihm die Nationalökonomie der Krisenbekämpfung durch Kreditexpansion im amtlichen Auftrage klarzumachen. Man hat erfahren, daß diese Unterredung zu den seltenen gehört hat, in denen nicht Hitler, sondern der andere das Wort führte. Als Hitler einwandte, daß eine solche Kreditexpansion doch Inflation sei, erwiderte ihm Lautenbach: «Herr Hitler, Sie sind jetzt der mächtigste Mann in Deutschland. Nur eines können Sie nicht: Sie können unter den gegenwärtigen Umständen keine Inflation machen, soviel Sie sich auch anstrengen mögen.» Als Hitler zu bemerken wagte, daß immerhin die von ihm befragten Bankiers anderer Meinung seien, erhielt er prompt die Antwort: «Herr Hitler, Bankiers sind wie Hefebazillen. Wie diese Alkohol fabrizieren, ohne davon zu wissen, so die Bankiers Kredit, ohne sich darüber klar zu sein.»

von hier: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=242066

... aktueller denn je.

weico
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Schuldenkrise Europa

Bullish wrote:

@weico steht ja auf Stützel:

Exakto!

Stützel ist,Angesichts der Finanzlage,anscheinend wieder so aktuell (in Buch-Antiquariaten ist seine "Saldenmechanik" fast nicht erhältlich..),dass nun ein Nachdruck auf den Markt kommt.

http://www.exlibris.ch/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/stuetzel-wo...

weico

MarcusFabian
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Metropolit
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Schuldenkrise Europa

Nach den politischen Reden und Vorschlägen der letzten Tage scheint der Willensweg der Deutschen schon etwas klarer.

Merkel hat zwar immer nocht gesagt dass Quote:

jetzt nicht der Zeitpunkt sei um über Eurobonds zu disktieren

aber "jetzt" ist nicht nie.

Deutschland will weitreichede Mitspracherechte zur Haushaltspolitik der "Nehmerländer".

Eine mögliche Lösung angedeutet hat bereits Deutschlands Finanzminister:

http://www.boerse-go.de/nachricht/Merkel-begruesst-Schaeubles-Schuldentilgungsfonds-Modell,a2707390.html

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Zyndicate
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Schuldenkrise Europa

Der direkte Geldhandel zwischen den Banken ist wieder erheblich ins Stocken geraten. Die Banken parkieren ihre kurzfristigen Mittel lieber bei der Europäischen Zentralbank, statt es sich gegenseitig zu leihen. Die Einlagen haben den höchsten Wert seit 1,5 Jahren erreicht.

(sda/dpa) Das europäische Bankensystem steht nach wie vor unter starker Anspannung. Am Freitag legten sowohl die eintägigen Einlagen als auch die kurzfristigen Ausleihungen der Institute bei der Europäischen Zentralbank (EZB) von hohem Niveau aus noch weiter zu.

Die Einlagen stiegen von 304,4 Mrd. Euro am Vortag auf 313,8 Mrd. Euro. Dies ist der höchste Wert seit rund eineinhalb Jahren und viel mehr als üblich. Die Mittel, die sich die Geschäftsbanken über Nacht von der EZB leihen, sprangen unterdessen von 4,6 Mrd. auf 8,6 Mrd. Euro. Sie liegen damit so hoch wie seit neun Monaten nicht mehr.

Die eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten als Misstrauens-Indikator, da die Geschäftsbanken auf diese Instrumente normalerweise kaum zurückgreifen. Ausschlaggebend sind die vergleichsweise ungünstigen Konditionen über die Notenbank.

Angesichts der sehr hohen Unsicherheit wegen der Schuldenkrise nehmen die Banken entsprechende Zinsverluste aber in Kauf. Anstatt sich das Geld gegenseitig zu leihen, parken sie kurzfristige Mittel lieber bei der EZB oder legen es dort kurzfristig an.

Der direkte Geldhandel zwischen den Banken ist also – ähnlich wie in der Finanzkrise seit 2008 – wieder erheblich ins Stocken geraten.

Aus diesem Grund hatten zur Wochenmitte sechs weltweit führende Notenbanken, darunter die US-Notenbank Fed, die EZB und die Schweizerische Nationalbank, weitreichende Massnahmen ergriffen. Sie senkten zum einen den Preis für Dollar-Liquidität, da derzeit vor allem europäische Banken nur schwer Zugang zum amerikanischen Geldmarkt finden.

Darüber hinaus spannten die Zentralbanken ein Sicherheitsnetz, sollten sich die Spannungen am Interbankenmarkt auf die Liquidität in anderen Landeswährungen ausweiten.

Quelle: www.nzz.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Bullish
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Bullish wrote:

Denne wrote:

Italien..? Oh ja! die Italiener wissen, was Ihnen blüht, deshalb betteln sie auch nicht in Brüssel sondern in Peking...das muss man sich mal geben! Vermutlich haben sie Schiss davor, dass ihnen die Troika mal genauer in die Bücher kuckt.

Vermutlich kein schöner Anblick.

Wie die Aktien des Premiers, gehalten über seine Fininvest Holding:

http://www.finanzen.net/aktien/Mediaset-Aktie

http://www.finanzen.net/aktien/Mediolanum-Aktie

http://www.finanzen.net/aktien/Mondadori-Aktie

Wink

Vor ein paar Wochen meinte Berlusconi, die Märkte böten Chancen, "hätte ich Geld, würde ich kaufen". So sieht es wohl wirklich aus.

Wie ich vor ein paar Monaten spekulierte, ist Berlusconi etwas klamm. Mal angenommen Fininvest benutzte einen Hebel, um die Anteile zu erwerben, dann wird er bei kommenden Steuererhöhungen nicht mehr viel zu leiden haben.

Die Linken merken es auch langsam: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Das-broeckelnde-Imperi...

Xtrem
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Befinden wir uns im Wirtschaftskrieg USA gegen Europa ?

Massen-Herabstufung europäischer Staaten durch Standard & Poor’s ist eine Androhung bzw. ein weiterer Beleg eines Wirtschaftskrieges oder ?

Selbst das Rating Luxemburgs ist in Gefahr. Dabei hat dieses Land weit bessere Werte als die Schweiz.

Da meinen wohl einige Herrschaften, sie seien die Weltenrichter des Universums.

:oops: :oops: :oops:

Ventus2cxt
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Da sieht man wieder, dass die USA mit der Welt machen kann, was immer sie wollen.

Ich frage mich, ob die Leute immer noch so Obama jubeln wie vor einigen Jahren :roll:

Es ist ja wohl naiv zu glauben, dass die Ratingagenturen kein politisches Werkzeug der Amis sind. Gerade deshalb sind wir dem weissen Haus ausgeliefert. Ich für meinen Teil schliess so gut es geht mit den Amis ab.

Samsung anstatt Apple. Mercedes statt GM. Adelbodner anstatt Valser Wasser. usw....

MarcusFabian
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Re: Befinden wir uns im Wirtschaftskrieg USA gegen Europa ?

Xtrem wrote:

Massen-Herabstufung europäischer Staaten durch Standard & Poor’s ist eine Androhung bzw. ein weiterer Beleg eines Wirtschaftskrieges oder ?

Nein. Mit Verlaub: Die Abstufung ist durchaus gerechtfertigt. Vor allem, wenn Eurobonds kommen sollten.

Allerdings müssten auch die USA längstens auf A oder A- heruntergestuft werden.

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