CS

CS Aktie - Credit Suisse Aktie 

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Elias
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waspch hat am 10.03.2015 - 09:00 folgendes geschrieben:

Die Auswahl des neuen CEO's wird nicht allen gefallen.

Gibt es denn keine eidgenössischen Banker mehr die was können ?

 

Hör endlich auf herum zu meckern.

Du kannst dich in die Politik oder in den VR einer Bank wählen lassen oder gleich als CEO bei einer Bank bewerben und uns dann zeigen, wie man es besser macht.

 

Kritisieren ist billig
besser machen ist schwierig

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
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Prudential hatte unter Thiam rund 200% zugelegt

 

Aktuell 7.xx% im Plus

 

 

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Elias
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Vorbörse

3% im Plus

 

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Elias
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«Den Schweizern fehlt der Karriere-Hunger»

Der Schweiz fehlt es an Top-Managern mit weltweiter Erfahrung, sagt Headhunter Björn Johansson. Am neuen CS-Chef Tidjane Thiam lobt er die Internationalität.

..

..

«Den Schweizern geht es zu gut»

Was Johansson am designierten CS-Chef Thiam überzeugt, ist nicht nur seine Leistung, sondern eben auch seine Internationalität: Der 52-Jährige ist in der westafrikanischen Elfenbeinküste geboren, er studierte in Frankreich und leitet derzeit noch den britischen Versicherungskonzern Prudential.

«Den Schweizern geht es zu gut, so dass sie nicht mehr ins Ausland wollen», sagt Johansson. Umgekehrt sei für viele Ausländer die Schweiz unglaublich attraktiv: Der harte Franken, die Natur, die Multikulturalität, niedrige Kriminalität, gute Schulen sowie Flughäfen und Airline ziehen internationale Topmanager an.

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http://www.20min.ch/finance/news/story/-Den-Schweizern-fehlt-der-Karrier...

 

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samy
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Darf man jetzt eigentlich bei der CS wieder offiziel Schwarzgeld deponieren?

martinidrink
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Mein Bauchgefühl sagt zu mir:  http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Freitag 

 

 

 

Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

Elias
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CS beantragt Kapitalerhöhung für Dividende

Die Credit Suisse plant zur Bedienung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 eine Kapitalerhöhung.

Im Detail beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 24. April, das genehmigte Kapital auf maximal 6,4 Mio CHF (160 Mio Namenaktien) von gegenwärtig knapp 4,5 Mio (112,4 Mio Namenaktien) zu erhöhen. 60 Mio der Namenaktien seien für die Bedienung der Wahldividende reserviert. Die Bank will bekanntlich eine Dividende von 0,70 CHF nach Wahl in Aktien, in bar oder in einer Kombination davon vorschlagen.

Ganzer Beitrag http://www.cash.ch/news/top_news/cs_beantragt_kapitalerhoehung_fuer_divi...

 

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Elias
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Credit Suisse in Italien verklagt

Die Credit Suisse (CS) ist in Italien mit einem Schadenersatzverfahren in Milliardenhöhe konfrontiert. Das von der Stiftung Monte dei Paschi di Siena angestrengte Schadenersatzverfahren über 3 Milliarden Euro richtet sich gegen die CS, die Banco Leonardo & Co sowie ehemalige Geschäftsleitungsmitglieder der Stiftung.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/credit-suisse-italien-verklagt-...

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Amphibolix
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Frage an die Aktionäre von CS: Wie verhaltet Ihr Euch in bezug auf die bevorstehende Dividende -

a) Auszahlung

b) Aktien

c) Mix

Was ist Eurer Meinung nach die beste Variante. Es steht noch eine KE ins Haus. Ist es unter diesen Umständen empfehlenswert auf die Variante b) zu tendieren?

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft

sarastro
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@Amphibolix

Bei der CS lasse ich die Dividende auszahlen und investiere das Geld lieber in ausländische Aktien.

Längerfristig kommt die CS kaum um eine Kapitalerhöhung herum. Dort werde ich dann vermutlich mitziehen (müssen).

johnylong4u
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Hallo mitenand,

 

CS wurde heute auf sell heruntergestuft, denke nach ob ich verkaufen soll und bei nwrn rein oder lassen bis 30?

  Credit Suisse Sell   

PARIS (dpa-AFX Analyser) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Credit Suisse auf "Sell" belassen. Angesichts der zuletzt stark gelaufenen europäischen Bankenaktien sollten Anleger bei einigen Titeln Gewinne mitnehmen, schrieb Analyst Geoff Dawes in einer Branchenstudie vom Montag. Dazu gehöre auch die Credit Suisse, die strukturelle Probleme habe und deren Kapitalsituation im Sektorvergleich unterdurchschnittlich sei. Es gebe überzeugendere Investments, als die übliche Sommerflaute dieser Bankentitel auszusitzen./edh/ag

 

was meint ihr sell oder kommt auf die CHF 30.- ??

Amphibolix
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Bankaktien

Ich sehe Licht am Horizont der Bankaktien. Nachdem deren Kurse jahrelang gebeutelt wurden, erhoffe ich mir, dass das Tal der Tränen nachhaltig durchschritten ist und die Notierungen sich weiterhin kräftig erholen. Interessant wird es sein festzustellen, wer schneller ist: CS auf 30 oder UBS auf 20 rsp. diese Grenzen dann auch nachhaltig überwindet und gegen unten verteidigt. Bin auf jeden Fall bei beiden Titeln am 16.01. kräftig eingestiegen und bleibe dabei. Auch in Punkto Dividendenrendite erhoffe ich mir von beiden Titeln in Zukunft gute Zahlen.

Nachtrag vom Mai 2015: Die UBS hat gewonnen....

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Amphibolix
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Quartalsgewinn von über 1 Mrd.

Der Quartalsgewinn von über 1 Mrd. Fr. entspricht einer Steigerung von 23% und liegt im Rahmen der Erwartungen. Vor allem das Investment Banking hat viel besser abgeschnitten als vor einem Jahr.

(AWP) Die Credit Suisse (CSGN 26.81 0.75%) (CS) hat im ersten Quartal 2015 angetrieben von einer starken Investmentbank im Rahmen der Prognosen abgeschnitten. Die Grossbank weist für die Berichtsperiode einen Reingewinn von 1054 Mio. Fr. aus nach 859 Mio. im Vorjahr. Der konzernweite Vorsteuergewinn beträgt 1538 Mio. nach 1400 Mio. im Vorjahr. Die Gesamterträge des Konzerns lagen mit 6,67 Mrd. ebenfalls knapp in den Erwartungen.

In der Sparte Investmentbanking schnitt die CS im Vergleich zu den letzten Quartal überdurchschnittlich ab und verbuchte für das Auftaktquartal einen Vorsteuergewinn von 945 Mio. Dies nach einem Verlust von 265 Mio. im Vorquartal und einem Gewinn von 827 Mio. im ersten Quartal 2014. In der Division habe die Ertragssteigerung im Wertpapierverkauf und -handel den schwachen Jahresauftakt im Emissions- und Beratungsgeschäft kompensiert, teilte die Bank am Dienstag mit. Von AWP befragte Analysten waren für die Investmentbank im Durchschnitt von einem Vorsteuergewinn von 983 Mio. ausgegangen.

Im Private Banking & Wealth Management (PB&WM) schloss die CS mit einem Vorsteuergewinn von 834 Mio. Fr. knapp entsprechend der Erwartungen ab. Die besonders erfreuliche Entwicklung im Bereich Wealth Management Clients habe sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt, hiess es. Netto konnte in der gesamten Division ein Neugeldzufluss von 17 Mrd. Fr. erzielt werden – nach einem Abfluss in der Höhe von 3,0 Mrd. im vierten Quartal 2014 und einem Zufluss von 13,7 Mrd. im Vorjahr. Die verwalteten Vermögen der Gruppe betrugen in Schweizer Franken Ende März 1374 Mrd. Fr. nach 1377 Mrd. Ende Dezember.

Bezüglich Kapitalisierung machte die Bank gemessen an der harten Kernkapitalquote (CET1 nach Basel III) keine Fortschritte: Die Kennzahl ging im Vergleich zum Stand Ende des letzten Quartals um 10 Basispunkte auf 10,0% zurück.

Beim Sparprogamm waren die Fortschritte ebenfalls relativ bescheiden: Der Stand liegt neu bei 3,6 Mrd CHF, bei einem ursprünglich anvisierten Ziel von über 4,5 Mrd CHF bis Ende 2015 (Basis 2011) bzw. einem Stand von 3,5 Mrd CHF per Ende Dezember. Das Ziel dürfte bis Ende Jahr nicht mehr erreicht werden, hiess es am Dienstag. Daher wurde es angepasst auf 4,0 Mrd bis 4,25 Mrd. Es werde Gegenwind in Form von höheren Risiko-, Compliance- und regulatorischen Kosten in beiden Divisionen erwartet, hiess es dazu.

Sparziel wird bekräftigt

Die jüngst angekündigten zusätzlichen Einsparungen von rund 200 Mio. bis Ende 2017, indem im Private Banking & Wealth Management die Kostenbasis in Franken und die Ertragsbasis besser aufeinander abgestimmt werden sollen, wurde indes bestätigt.

Mit Blick in die Zukunft gibt sich Konzernchef Dougan, der Ende Juni den Konzern verlässt, optimistisch: «Die gute Geschäftsentwicklung im ersten Quartal hat sich im zweiten Quartal bisher fortgesetzt, und auch die Ergebnisse im Emissions- und Beratungsgeschäft haben sich verbessert», sagt er gemäss Mitteilung. Man halte an den Kapital- und Leverage-Zielen fest und strebe im laufenden Jahr «weitere Fortschritte bei der Umsetzung unserer strategischen Initiativen» an.

Das veränderte Währungs- und Zinsumfeld nach dem SNB-Entscheid, den Mindestkurs aufzuheben, wirkt sich laut Management indes nur begrenzt auf die Ergebnisse aus. Dies, «dank der Massnahmen, die wir nach der Ankündigung der Schweizerischen Nationalbank rasch ergriffen hatten, sowie einer Zunahme der Marktaktivität», wie es hiess. Die lancierten Massnahmen hätten zudem zu höheren Erträgen im Bereich Wealth Management Clients geführt.

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft

alpenland
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endlich regt sie sich...

Auch die Aktien der Schweizer Bank Credit Suisse profitierten mit plus 3,88 Prozent von einem positiven Analystenkommentar. Die Experten von RBC Capital Markets hatten die Papiere auf "Outperform" hochgestuft. Der bevorstehende Amtsantritt des neuen Konzernchefs Tidjane Thiam sollte einen strategischen Wandel mit sich bringen, schrieb Analystin Fiona Swaffield.

 

Amphibolix
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Ein super Tag gestern für die CS. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass sagenhafte knapp 4% Kursgewinn lediglich aufgrund der Kaufempfehlung einer unbedeutenden (sorry) RBC Capital Markets zustandekommen. Hoffen wir, dass mehr dahintersteckt und irgendwas Konkretes und Nachhaltiges im Busch ist.

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alpenland
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Investmentbanking sei wieder In !!

03-06-2015 17:41  DJ Top Equity Brokers on Wall Street Boost Market Share -- Market Talk Name Letzter Veränderung CS GROUP N   26.39 0.42 (1.62 Wacko 11:41 EDT - The biggest stock brokers on Wall Street are only getting bigger. According to consultancy Greenwich Associates, the four investment banks with the biggest market share in stock trading have pulled ahead of their rivals. Goldman Sachs, JPMorgan, Bank of America and Morgan Stanley each control more than 8% of stock trading and have boosted their lead over rivals in the last year, a Greenwich survey finds. Credit Suisse rounds out the top five with a 6.9% share, according to Greenwich. (wsj)

 

Zyndicate
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Was vom neuen CS-CEO zu erwarten ist Auf den neuen CEO der Credit Suisse, Tidjane Thiam, wartet viel Arbeit. Er wird sich wohl 100 Tage Zeit nehmen, um sich einen Plan zurecht zu legen. Von Lorenz Burkhalter

Bis in zwei Wochen muss Brady Dougan seinen Chefsessel bei der Credit Suisse geräumt haben. Dann übernimmt sein Nachfolger Tidjane Thiam. Obwohl Thiam seine Arbeit noch nicht aufgenommen hat, erhielt die Aktie der CS in den letzten zwei Wochen einiges an Vorschusslorbeeren. Seit Anfang Juni errechnet sich ein Plus von knapp 6 Prozent. Bei der Erzrivalin UBS war der Aktienkurs in dieser Zeit sogar leicht rückläufig.

In einer Unternehmensstudie schreibt ein Analyst von MainFirst, was vom neuen starken Mann bei der Credit Suisse zu erwarten ist. Er geht davon aus, dass sich Thiam 100 Tage Zeit nimmt, um sich einen Plan zurecht zu legen. Dieser werde voraussichtlich zum Zeitpunkt der Ergebnisveröffentlichung für das dritte Quartal 2015 vom 5. November kommuniziert, so die Vermutung.

Wird die Credit Suisse zur digitalen Bank?

Der Studienverfasser rechnet allerdings schon vor dem 5. November mit einem ersten Massnahmenpaket. Dieses könnte eine Verkleinerung der Geschäftsleitung vorsehen: Nur noch ein Verantwortlicher für das Private Banking und weniger Vertreter aus dem Investment Banking. Thiam könnte darüberhinaus frühere Gefolgsleute einstellen, beispielsweise im Personalwesen und im Controlling.

Auch Wachstumsinitiativen in den Schwellenländern hält der Experte in einem ersten Schritt für möglich. Längerfristig traut der Analyst dem zukünftigen Chef auch grössere Pläne zu: Die Credit Suisse könnte unter Thiam sogar zur führenden digitalen Bank für Kunden mit den höchsten Ansprüchen aufsteigen.

Thema Kapitalerhöhung noch immer nicht vom Tisch

Nach Jahren unterdurchschnittlicher Investitionen in die eigene Plattform sieht der Experte die Grossbank über die nächsten drei bis vier Jahre insgesamt 2 Milliarden Franken in deren Ausbau fliessen lassen. Eine weitere Redimensionierung des Investment Bankings hält er zwar für möglich, rechnet allerdings erst nach Abschluss der bisherigen Kosteneinsparmassnahmen mit weiteren Einschnitten.

Was die Eigenkapitalsituation der Credit Suisse anbetrifft, nimmt man bei der MainFirst Bank kein Blatt vor den Mund: Diese mache einen schwächlichen Eindruck, so ist der Studie zu entnehmen. Eine Kapitalerhöhung im Umfang von rund 4 Milliarden Franken schliesst der Analyst deshalb nicht völlig aus.

Für wichtiger hält er jedoch den psychologischen Effekt des Wechsels an der Spitze der Credit Suisse. Mit seiner Erfahrung und seinem Charisma werde Thiam die zuletzt eher demoralisierten Mitarbeiter auf die neuen Aufgaben einschwören, was sich als sehr effektiv erweisen werde.

Die Aktie der Schweizer Grossbank wird bei der MainFirst Bank mit "Outperform" und einem auf 29 (27) Franken angehobenen Kursziel zum Kauf empfohlen. Gemäss Erhebungen der Nachrichtenagentur awp wird die Aktie derzeit von 7 Analysten mit "Kaufen", von 11 mit "Halten" und nur von 5 mit "Verkaufen" eingestuft. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 25,48 Franken sogar leicht unter dem Schlussstand vom Freitag.

CASH

 

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chnobli
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http://insideparadeplatz.ch/2015/06/29/ubs-cs-haben-eu-kredite-aus-statt-abgebaut/

 

Die CS hat gegenüber griechischen Banken und Unternehmen 1 Milliarde ausstehend

Zyndicate
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CS-Aktien steigen nach Kaufempfehlung
 

Eine Kaufempfehlung von Morgan Stanley hat den Aktien der Credit Suisse kräftig Auftrieb gegeben.

Mit einem Kursplus von 2,4 Prozent auf 26,32 Franken setzten sich die Anteile der Grossbank am Mittwoch an die Spitze des europäischen Bankenindex.

Die US-Bank hat die Empfehlung für Credit Suisse auf "Overweight" von "Equal-Weight" angehoben. Das Kursziel wurde auf 31 von 29 Franken erhöht. Morgan Stanley führte dafür unter anderem den Antritt des neuen Konzernchefs Tidjane Thiam als Grund an. Thiam werde die Türe zu einer stärkeren Kapitalallokation und zu höheren Erträgen öffnen, hiess es.

Auch Vontobel erhöht

Auch die Bank Vontobel erhöhte das CS-Kursziel auf 25 von 24 Franken, hielt allerdings an der Empfehlung "Hold" fest. Der neue CEO dürfte den Geschäftsschwerpunkt vom Investmentbanking weg hin zu anderen Bereichen verlagern. Davon versprechen sich die Vontobel-Analysten langfristig bessere Renditen.

Thiam, der am 1. Juli bei der Credit Suisse das Ruder übernimmt, ist mit Vorschuss-Lorbeeren nur so überhäuft worden. Die Erwartungen an den Versicherungsmanager sind entsprechend hoch. Sein Vorgänger Brady Dougan hinterlässt dem Ivorer Baustellen, die den Aktienkurs seit Jahren bremsen.

(Reuters)

 

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Elias
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Tidjane Thiam strebt höheres Tempo an

Die CS wird sich unter ihrem neuen Chef Tidjane Thiam wohl rascher bewegen. In seinen ersten Interviews zeigt er sich vor allem auch als Team-Player, der die Menschen mag.

Thiam macht klar, dass sich die Bank bewegen muss. Er werde sich alles «schonungslos gezielt» anschauen, sagte er am Samstag der Zeitung «Financial Times». Wachsen könne die Schweizer Grossbank möglicherweise in Schwellenländern, in den USA und der Heimat.

Auch in der «Neuen Zürcher Zeitung NZZ» lässt er durchblicken, dass er wohl ein rasches Tempo ansetzen wird. Die Investoren seien ungeduldig geworden und erwarteten einen «raschen Wandel, und vielleicht müssen wir uns in der Tat etwas schneller bewegen», sagte Thiam der NZZ (NZZ 5600 0%). Sobald klar sei, was sich verändern solle, müsse die Bank die «Projekte sehr rasch und diszipliniert umsetzen».

Als Herausforderung bezeichnet der 52-Jährige die Kapitalverteilung zwischen den Geschäftssektoren. Thiam will in dieser Frage einen fairen Wettbewerb spielen lassen statt Traditionen fortzuführen. Bei seinem letzten Arbeitgeber sei sein Credo gewesen: «Kapital soll dorthin fliessen, wo es das grösste Potenzial für Renditen gibt.»

Derzeit liegt der Anteil des Investmentbankings am Kapital über dessen Gewinnbeitrag. Auf die Frage, ob die Investmentbank schrumpfen werde, sagte Thiam: «Wir werden darauf in einigen Monaten eine Antwort geben.» Eine weitere Frage, an der laut Thiam gearbeitet wird, ist eine Forcierung der Vermögensverwaltung. Er habe aber keine prinzipielle Präferenz für das eine oder das andere.

Wichtige Compliance

Für einen Bankenvertreter eher ungewohnt äussert sich Thiam wohlwollend zur Regulierung im Bankensektor, der im Nachgang der Finanzkrise mit neuen Regeln konfrontiert ist: «Ich betrachte Regulierung nicht als Hindernis», sagte er.

«Die Kunden vertrauen uns schliesslich ihr hart verdientes Geld an, und es ist wichtig, dass sie sich auf uns verlassen können. Darin liegt der tiefere Sinn der Regulierung, sie ist grundsätzlich eine absolut gute Sache», sagte er.

Er will sich auch nicht über die wachsenden Kosten für die Compliance, also die Bemühungen der Banken zur Einhaltung der Regeln, beschweren. Man könne Compliance auch als Investition in die Zukunft verstehen. Die Branche habe viel Vertrauen verspielt. «Dieses muss neu aufgebaut werden, und das ist mit Kosten verbunden.»

Bekenntnis zur Schweiz

Ausserdem bekennt sich Thiam zur CS als Schweizer Bank: «Den Kern der Credit Suisse (CSGN 26.47 -2.18%) wird weiterhin die Schweiz bilden.» Das sei wichtig, weil in ausländischen Märkten jene Unternehmen eine hohe Glaubwürdigkeit besässen, «die zu Hause eine starke Position besitzen».

Thiam, Bürger von Frankreich und der Elfenbeinküste, ist vom britischen Versicherer Prudential (PRU 21.5 -2.47%) zur Credit Suisse gestossen. Er hat am letzten Mittwoch offiziell den ersten Arbeitstag bei der CS gehabt, nachdem der Wechsel im März angekündigt wurde.

Über das Interesse an seiner Person in den Medien, die personalisierte Berichterstattung, zeigte er sich etwas überrascht. Persönlich sei er eher eine zurückhaltende, scheue Person, sagte er im Interview mit der Sendung «Pardonnez-moi» des Westschweizer Senders «RTS UN». Er habe aber in seiner vergangenen Karriere gelernt, mit der Öffentlichkeit umzugehen.

Team-Spieler

Er beschreibt sich im Interview als Person, welche gerne im Team arbeitet und Ziele gemeinsam mit anderen erreichen will. Er wolle nicht scheinheilig tun, doch er habe keine Ambitionen für sich alleine. «Ich mag die Menschen», sagt er weiter. «Ein Tag, an dem nicht gelacht wird, ist sicher etwas ein verlorener Tag.»

Sein Vorgänger Brady Dougan hatte die CS acht Jahre lang als CEO durch eine turbulente Zeit mit Finanzkrise und Steuerstreitigkeiten geführt, insgesamt gehörte er der Bank 25 Jahre lang an. Investoren bemängeln vor allem, dass das riskante Investmentbanking zu langsam abgebaut wurde. Zuletzt gab es Spekulationen, dass Thiam in dieser Sparte rund 15% der Stellen streichen könnte.

http://www.fuw.ch/article/tidjane-thiam-strebt-hoheres-tempo-an/

 

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alpenland
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aus Cash Guru

 Nomura wiederholt Kaufempfehlung, sieht jetzt 32. Aktie unter den 5 Top-Banken!

alpenland
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EK Quote problemloser erfüllbar

MARKTGESPRÄCH CREDIT SUISSE (+0,8% auf 26,70 CHF): Starkes Kapitalstatement

 

Am Markt sorgt der Credit Suisse-Bericht an die US-Zentralbank Fed für steigendes Vertrauen, kann doch die Bank für den Fall eines stärkeren wirtschaftlichen Rückgangs ihr Eigenkapital um 27 Mrd CHF erhöhen. Händler meinen, dass die Bank mit nächsten Reorganisationen die Eigenkapitalquote problemloser als erwartet weiter verstärken kann. Hellt sich das Umfeld nach Beilegung der Eurokrise wieder auf, werden auch die Bankaktien wieder eine breitere Nachfrage erhalten. Entsteht hingegen eine Krise an den Finanzmärkten, weil sich die Eurozone nicht mit ihrem Problemkind einigen kann, stehen den Bankaktien generell sehr volatile Wochen bevor. Werden die Banken generell mit überraschend positiven Ergebnissen auftrumpfen, wird der Sektor die Krisensymptome abschütteln können, auch wenn an den Staatsanleihenmärkten die Turbulenzen noch längst nicht ausgestanden sind.

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CS-CEO Thiam verpflichtet ehemalige Weggefährten

16.07.2015 11:58

Zürich (awp) - Der neue Chef der Credit Suisse, Tidjane Thiam, setzt auch in Zürich auf die Unterstützung von früheren Weggefährten. Für die Schweizer Grossbank hat er mit Pierre-Olivier Boueé und John Murray gleich zwei ehemalige Kollegen verpflichtet, mit denen er bereits beim Versicherer Prudential gerbeitet hat. Ein dritter hochkarätiger Manager könnte folgen.

Gleichzeitig mit dem Arbeitsbeginn des Nachfolgers von Brady Dougan startete auch Boueé Anfang des Monats als sogenannter Chief of Staff bei der Credit Suisse, wie eine Sprecherin der Bank gegenüber AWP bestätigte. Boueé war zuletzt Group Chief Risk Officer bei Prudential, wo Thiam CEO war. Und auch bei Aviva und McKinsey waren die beiden zeitgleich tätig.

Nun wurde zudem der frühere Prudential-Kommunikationschef Murray, der seinen alten Arbeitsplatz ebenfalls gekündigt hat, als Berater der Credit Suisse engagiert, wie die Sprecherin weiter sagte und damit einen Medienbericht des "Tages-Anzeiger" bestätigte. Er übernehme aber nicht den Job der CS-Kommunikationschefin Clarissa Haller, sondern solle diese von London aus unterstützen. Im Zeitungsbericht heisst es, es sei gut möglich, dass Murray "schon bald eine wichtige Rolle innerhalb der CS" einnehme. Ob dem so ist, wollte die Bank gegenüber AWP nicht kommentieren.

Auch ob Peter Goerkoe, ehemaliger Personalchef der Prudential, intern als neuer CS-Personalchef gehandelt werde - wie die "Handelszeitung" berichtete -, wollte die Sprecherin nicht sagen. Goerke ist Schweizer und war vor der Zeit beim britischen Versicherer als Personalchef der Zurich tätig. Er habe - kurz nachdem Thiam als neuer CS-CEO präsentiert wurde - bei Prudential gekündigt und sich ausserdem laut einem Insider jüngst eine Immobilie in der Schweiz gekauft, so der "Tages-Anzeiger".

Bankintern werde davon ausgegangen, dass Thiam zentrale Funktionen wie Marketing oder Human Resources in der Schweiz zentralisieren werde, heisst es im Bericht der Wochenzeitung wiederum weiter. Unter dem Amerikaner Brady Dougan waren diverse Funktionen in die USA ausgelagert worden. Gerechnet wird nun mit einer Entmachtung der Dougan-Vertrauten Pamela Thomas-Graham. Sie ist von New York aus unter anderem Chefin Marketing, Branding, Human Resources und leitet die vier Centers of Excellence, in denen Supportdienste wie die IT zusammengefasst sind.

In dieser Woche fand offenbar eine Sitzung der CS-Konzernleitung in New York statt, bei der die Mitglieder dem neuen Konzernchef aufgezeigt haben sollen, wie es mit ihrem jeweiligen Bereich weitergehen könnte. Der "Tages-Anzeiger" spekuliert, dass Thiam dem Verwaltungsrat bereits in einem Monat einen ersten Strategie-Entwurf präsentieren wird.

In der kommenden Woche steht jedoch zunächst erst einmal der Rapport zum bereits in der Vorgängerzeit abgelaufenen zweiten Quartal an.

ys/uh

(AWP)

 

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Durchwachsenes zweites Quartal bei der CS?
 

Ende Juli ist Grossbanken-Zahlensaison. Die Credit Suisse fächert ihren Zahlensatz morgen auf, während die UBS am nächsten Dienstag orientiert. Für eine der Banken sind die Prognosen eher unerfreulich.

Von Marc Forster

Die schlechte Nachricht traf vergangene Woche die Credit Suisse: Die Deutsche Bank senkte die Aktien-Einstufung von 'buy' auf 'hold'. Die Analysten des Frankfurter Geldhauses sind bei ihren Schätzungen zur Nummer Zwei der Schweizer Banken generell vorsichtiger geworden und fürchten schlechte Einflüsse auf den Kurs, falls der neue CEO Tidjane Thiam – er sitzt seit Anfang Monat auf dem Chefsessel am Paradeplatz – die Neuausrichtung der Investmentbank nicht entscheidend vorantreibt.

Thiam wird die Ergebnisse des letzten Quartals vorstellen, für das noch sein Vorgänger Brady Dougan verantwortlich gewesen ist. Für den Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ist aber wichtiger als die Zahlen die künftige Ausrichtung der Bank. Er geht jedoch davon aus, dass Thiam noch nichts konkretes dazu sagen wird.

Kapitalbasis könnte schrumpfen

Möglich ist auch, dass die CS per Ende Juni mit einer leicht schwächeren Kapitalbasis dasteht, weil sie Aktienpakete gekauft hat, die in Form von Boni an Mitarbeiter fliessen. Bei den Netto-Zuflüssen von Neugeld könnten sowohl die UBS wie auch die CS relativ solide Zahlen am unteren Ende der jeweiligen Zielbandbreiten vorlegen, sagt Andreas Venditti, Bankenanalyst bei Vontobel: "Bei der CS war das erste Quartal leicht enttäuschend gewesen, daher erwarte ich lediglich einen geringen Rückgang für das zweite Quartal; Die UBS war beim Neugeld im ersten Quartal sehr stark, daher dürften die Zweiquartals-Werte stärker rückläufig sein."

Das zweite Quartal zeige aber saisonal bedingt meistens einen Abschwung, wobei dieser nicht dramatisch ausfallen würde. Die Zahlen von Julius Bär hätten gezeigt, dass sich auch Mai und Juni gar leicht positiv entwickelt hätten, sagt Venditti.

Der saisonale Effekt wird bei den Grossbanken generell eine Rolle spielen: Nach einem relativ starken ersten Quartal dürfen die Margen im zweiten Quartal in der Vermögensverwaltung geschrumpft sein. Deswegen interessieren sich die Analysten weiter dafür, ob die Banken ihre Kosten gesenkt haben. Bei der Höhe der verwalteten Vermögen drückt die Frankenstärke auf die Bilanz.

Aktienhandel nützt UBS

Im Investmentbank-Geschäft dürften die Schweizer Banken trotz eines globalen Rückgangs des Geschäfts dank ihres Geschäftsmodells besser als der weltweite Schnitt dastehen, vor allem, weil der Aktienhandel gut lief. Dies vor allem bei der UBS – bei der Credit Suisse sehen die Prognosen einen Einnahmenrückgang beim - gebenüber der UBS grösseren - Geschäft mit festverzinslichen Papieren, Währungen und Rohstoffen (FICC). Konkret erwartet die Deutsche Bank im Investmentbanking 13 Prozent weniger Einnahmen bei der UBS und 16 Prozent weniger bei der Credit Suisse (in Dollar gerechnet).

Die Deutsche Bank schliesst aber nicht aus, dass gerade die CS-Aktie profitieren könnte, wenn sich der Franken abschwächen sollte und die Zinsen noch dieses Jahr angehoben werden. Stabilere Finanzmärkte und anlagefreudigere Kunden würden die Margen verbessern.

Generell steht die UBS-Aktie bei den Experten besser da als das Papier der CS: Bei Kaufempfehlungen für die grösste Schweizer Bank sind die Analysten etwas weniger zurückhaltend als bei ihrer Konkurrentin. Das mag auch damit zusammenhängen, dass die UBS dank stärkerer Kapitalbasis als künftig interessantes Dividendenpapier diskutiert wird.

Seit Jahresanfang hat die UBS-Aktie ihren Wert um gut 31 Prozent gesteigert. Die CS-Aktie schafft es nur zu einer Year-to-date-Performance von 9,4 Prozent. Solange nicht mehr über den künftigen Kurs der Bank bekannt ist, dürfte die Anleger-Zurückhaltung noch andauern.

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Ausblick Credit Suisse: Quartalsgewinn von durchschnittlich 694 Mio CHF erwartet

22.07.2015 14:00

Zürich (awp) - Die Credit Suisse Group veröffentlicht am Donnerstag, 23. Juli das Geschäftsergebnis zum zweiten Quartal 2015. Analysten haben dazu die folgenden Schätzungen:

Q2 2015
In Mio CHF            AWP-Konsens     Q1 15     Q2 14  

Geschäftsertrag          6'273        6'673     6'433     
Geschäftsaufwand         4'888        5'105     6'785      
Konzernergebnis            694        1'054      -700     

Gewinn vor Steuern       
- Konzern                1'257        1'538      -370      
- Investment Banking       667          945       752      
- PB &WM                   853          834      -749       

FOKUS: Von der Credit Suisse erwarten die Analysten im Schnitt ein solides Quartalsergebnis. Die Investmentbank dürfte vom anhaltendem M&A-Boom profitiert haben, während das Private Banking nach Expertenmeinung vielleicht nicht ganz an das starke erste Auftaktquartal anknüpfen konnte - besonders mit Blick auf den Netto-Zuwachs der Neugelder.

Das Handelsumfeld präsentiert sich positiv, was auch starke Quartalszahlen der US-Institute wie Morgen Stanley, JPMorgan Chase oder Citigroup zeigen. Die grossen Banken aus Übersee insgesamt haben im zweiten Quartal nicht zuletzt auch von Kosteneinsparungen profitiert. Im Branchenvergleich sieht besonders die Deutsche Bank die CS jedoch sowohl im Investment Banking als auch im Wealth Management schlechter aufgestellt und nahm daher auch jüngst die Kaufempfehlung für die Aktie zurück.

Mit den Befürchtungen, dass jene Geschäftsbereiche übergewichtet würden, die sich in den bevorstehenden Zyklen schwächer entwickeln dürften, steht der zuständige Analyst unter den Experten zudem nicht alleine da. Sorgenkind bleibt in vielen Augen auch die Kapitalisierung: Ein Rückgang der Kernkapitalquote (CET1, B III, look through) unter 10% wird befürchtet. Dabei brennt die Frage, ob es in diesem Zusammenhang zu einer Kapitalerhöhung kommen wird.

Zum ersten Mal präsentiert der neue CEO Tidjane Thiam den Abschluss. Das zurückliegende Quartal wurde zwar noch vollständig unter der Führung von Brady Dougan abgeschlossen, mit der Anwesenheit "des Neuen" dürften jedoch Aussagen zur strategischen Ausrichtung und zum andauernden Konzernumbau wieder stärker in den Fokus rücken. Es werden zwar noch keine grossen Ankündigungen zur künftigen Strategie erwartet, dennoch rechnen Investoren mit einen groben Überblick, wo die Prioritäten unter dem neuen Management liegen.

ZIELE: Die Credit Suisse strebt eine Eigenkapitalrendite von 15% über den Marktzyklus und ein Kosten-Ertrags-Verhältnis unter 70% als Leistungsindikator an. Bei der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal steckte die Grossbank zudem das Ziel für die Reduktion der Leverage Exposure neu - basierend auf den Wechselkursen Ende des Quartals (zum USD 0,97 CHF, zum EUR 1,04 CHF): Diese soll bis Ende 2015 zwischen 960 und 990 Mrd CHF erreichen - nach Ende Q1 ausgewiesenen gut 1'100 Mrd. Zuvor war von 930 bis 950 Mrd die Rede gewesen.

Ursprünglich sollten die risikogewichteten Aktiven (RWA) mittelfristig auf 250 Mrd CHF abgesenkt werden bzw. sollte eine harte Kernkapitalquote von 11% erreicht werden. Von dieser Zielgrösse sieht die Grossbank nun ab. Im April hiess es, man erwarte einen weiteren Anstieg der RWA wegen regulatorischen und methodologischen Veränderungen im Investment Banking und PB&WM, was den Rückgang trotz des Abstossens nicht-strategischer Einheiten einschränke. Ende März lagen die risikogewichteten Aktiven bei 288 Mrd CHF und damit wieder höher als im zweiten Quartal 2014.

Sofern das harte Kernkapital 10% und das Leverage Ratio 3% beträgt, soll ungefähr die Hälfte des Gewinns ausgeschüttet werden. Ende März 2015 erreichte die erste Quote 10,0%. Bei der Zahlenpräsentation für das erste Quartal 2015, sagte Finanzchef David Mathers, er erwarte Ende des Gesamtjahres eine Quote von über 10%. Das Ziel für das Tier-1 Leverage Ratio (look through) liegt bei 4%, für das CET1-Ratio bei 3%. Ende März lagen die Kennzahlen bei 3,6% bzw. 2,6%.

Weiter sollten bis 2015 Kosteneinsparungen von ursprünglich 4,5 Mrd (auf Basis H1 2011) erzielt werden. Ende März 2015 waren 3,6 Mrd CHF davon erreicht worden. Gleichzeitig wird nun neu erwartet, dass die Einsparungen Ende Jahr 4,0 bis 4,25 Mrd CHF erreichen - wegen höherer regulatorischer Kosten in beiden Divisionen.

Die strategischen Ziele wurden auch nach der Ernennung Thiams von VRP Urs Rohner bestätigt: Die Kapitalzuordnung zwischen Wealth Management und Investment Banking, die derzeit noch zugunsten der letzteren ausfällt, soll längerfristig nach wie vor Richtung je 50% gehen. Ob dies unter dem neuen Management so beibehalten wird, ist ungewiss. An seinem ersten Arbeitstag betonte Thiam in einer internen Memo an die Belegschaft, wie wichtig eine starke Bilanz und Kapitalbasis für die Credit Suisse sei, um auch in schwierigen Situationen bestehen und weiter in die Zukunft investieren zu können.

PRO MEMORIA:

MANAGEMENT: Thiam hat per 1. Juli seinen neuen Posten eingenommen. Der Nachfolger des langjährigen Konzernlenkers Dougan hat nach Amtsantritt mit Pierre-Olivier Boueé und John Murray gleich zwei ehemalige Kollegen verpflichtet, mit denen er bereits bei Prudential gearbeitet hat. Boueé, der zuletzt Group Chief Risk Officer beim englischen Versicherer war, startete Anfang des Monats als sogenannter Chief of Staff bei der Credit Suisse. Bereits bei Aviva und McKinsey waren die beiden zeitgleich tätig. Zudem wurde der frühere Prudential-Kommunikationschef Murray nach Kündigung seines alten Arbeitsplatz als Berater der Credit Suisse engagiert.

RECHTSFÄLLE: Per Ende 2014 wies die Credit Suisse deutlich weniger Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten aus als noch ein Jahr zuvor. Nach der gelungenen Bereinigung des US-Steuerstreits sieht sich die Grossbank denn auch in einer angenehmere Position innerhalb der Branche. So geht das Management etwa bezüglich der Untersuchungen hinsichtlich einer Manipulation des Libor-Satzes und anderer Referenzzinssätze weiter davon aus, dass in diesem Zusammenhang keine grösseren Probleme auf den Konzern zukommen dürften.

AKTIENKURS: Die CS-Titel haben einen guten Lauf und legten seit Anfang Jahr - inklusive des Einbruchs nach dem 15. Januar - fast 13% auf 27,50 CHF zu (Stand Dienstag 12.45 Uhr), während der SMI rund 5% im Plus steht. Seit der Ernennung von Thiam stieg der CS-Kurs gar um 22%. 2014 hatte die Banken-Aktie allerdings 8% eingebüsst.

Homepage: www.credit-suisse.com

hr/jl/ys/uh

(AWP)

 

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CS erreicht Gewinn von über einer Milliarde und übertrifft Prognosen deutlich

23.07.2015 08:02

(Umgeschrieben und ergänzt um mehr Details)

Zürich (awp) - Die Credit Suisse (CS) hat im zweiten Quartal 2015 an das gute Vorquartal angeknüpft und den Milliardengewinn gehalten. Im Vorjahr hatte noch die Busse im US-Steuerstreit einen hohen dreistelligen Millionenverlust beschert. Der neue CEO Tidjane Thiam, der seit Anfang Juli im Amt ist, präsentiert am Donnerstag noch die Ergebnisse seines Vorgängers. Mit Blick in die Zukunft kündigt er bis Ende des Jahres eine Strategie an, die auf profitables und nachhaltiges Wachstum ausgelegt ist und die Bank widerstandsfähiger machen soll.

Die Grossbank weist für die Monate April bis Juni einen Reingewinn von 1'051 Mio CHF aus und übertrifft damit die Markterwartungen von durchschnittlich 694 Mio deutlich. Im Vorquartal betrug der Gewinn 1'054 Mio und im Vorjahr resultierte wegen des US-Steuerstreits ein Verlus von 700 Mio. Die Gesamterträge des Konzerns lagen mit 6,9 Mrd ebenfalls über den Prognosen.

Konzernchef Thiam zeigte sich in einer Mitteilung am Donnerstag zufrieden mit dem Ergebnis: "Die Credit Suisse wies im zweiten Quartal 2015 ein verbessertes Ergebnis aus. Die Region Asien-Pazifik verzeichnete sehr gute Resultate." Dort habe die effektive Zusammenarbeit und Abstimmung der Bereiche Private Banking und Investment Banking zu einem "ausgezeichneten Gewinnwachstum" geführt.

IB BELASTET VON HOHEN KOSTEN UND SCHWACHEM ANLEIHENGESCHÄFT

In der Sparte Investmentbanking verbuchte die CS allerdings einen Vorsteuergewinn von 615 Mio. Dies nach einem Gewinn von 945 Mio im Vorquartal und einem Gewinn von 752 Mio im zweiten Quartal 2014. Ein verbessertes Aktien- und Beratungsgeschäft in der Division habe einem schwächeren Anleihengeschäft gegenübergestanden, so die Bank. Zudem seien höhere Ausgaben aufgrund von Investitionen in die regulatorische, Risiko- und Compliance-Infrastruktur angefallen. Von AWP befragte Analysten waren für die Investmentbank im Durchschnitt von einem Vorsteuergewinn von 667 Mio ausgegangen.

HÖHERE BRUTTOMARGE IM PW&WM

Im Private Banking & Wealth Management (PB&WM) schloss die CS mit einem Vorsteuergewinn von 937 Mio CHF hingegen über den Erwartungen von 853 Mio ab. Im Vorjahr hatte die Busse im Zusammenhang mit der Einigung im Steuerstreit mit den USA voll auf das Ergebnis von -749 Mio durchgeschlagen.

Die Division konnte in der Berichtsperiode den Zinserfolg steigern, die Margen verbessern und verzeichnete eine Zunahme der Kundenaktivität, wie es hiess. Netto flossen der gesamten Division ein Neugelder von 14,2 Mrd CHF zu - nach 17 Mrd im ersten Quartal 2015 und 10,7 Mrd im Vorjahr. Die verwalteten Vermögen der Gruppe betrugen in Schweizer Franken Ende Juni 1'356 Mrd CHF nach 1'374 Mrd Ende März. Die Bruttomarge erreichte 102 Basispunkte nach 100 im Vorquartal und 99 im zweiten Quartal 2014.

CET1-KERNKAPITALQUOTE BEI 10,3%

Bezüglich Kapitalisierung machte die Bank gemessen an der harten Kernkapitalquote (CET1 nach Basel III) Fortschritte: Die Kennzahl stieg im Vergleich zum Stand Ende des letzten Quartals um 30 Basispunkte auf 10,3%. Das Leverage Exposure (look through) verminderte sich per Ende Juni auf 1'062 Mrd nach 1'103 Mrd Ende März. Die Schweizer Leverage Ratio (look through) erhöhte sich dagegen leicht auf 4,3% nach 4,2% per Ende des ersten Quartals.

Auch beim Sparprogramm erlitt die Bank einen kleinen Rückschritt: Der Stand liegt neu bei 3,5 Mrd CHF nach einem Stand von 3,6 Mrd CHF per Ende März. Das Ziel wurde neu auf etwa 4,0 Mrd CHF bis Ende 2015 (Basis 2011) reduziert. Nach dem ersten Quartal hiess es bereits, es könnten nur noch 4,0 bis 4,25 Mrd erreicht werden - bei einem ursprünglichen Ziel von 4,5 Mrd. Während die Bank im Private Banking & Wealth Management sowie bezüglich Infrastrukturkosten auf gutem Weg sei, die Zielwerte für das Jahresende zu erreichen, herrsche im Investment Banking ein starker Gegenwind. Dieser äussere sich in Form von höheren direkten Kosten infolge gestiegener indirekter Steuerausgaben und ertragsabhängiger Kosten äusserte.

Die Cost-/Income-Ratio lag Ende Juni bei 75,6% nach 76,5% drei Monate zuvor. Mittelfristig will die Bank 70% erreichen.

TIEFGREIFENDE ÜBERPRÜFUNG DER STRATEGIE

Der neue Konzernchef Thiam befindet sich derzeit zusammen mit seinem Management-Team im Prozess einer tiefgreifenden strategischen Überprüfung, um die Bank optimal weiterentwickeln zu können. Noch vor Jahresende werde so eine Strategie und ein Geschäftsmodell festgelegt, die auf profitables und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet seien, lässt er sich in der Mitteilung zitieren. "Dadurch soll sichergestellt werden, dass unsere Ergebnisse weniger volatil sind und sich das festgelegte Geschäftsportfolio auch in einem sehr herausfordernden Umfeld als widerstandsfähig erweist."

Die neue Strategie werde den im zweiten Quartal sichtbar gewordenen Herausforderungen begegnen. Die Bank prüfe zudem auch eine Optimierung des Geschäftsportfolios, um die Kapitalintensität zu verringern, Überschusskapital zu generieren und die Rendite für unsere Aktionäre über die Marktzyklen hinweg zu maximieren, so Thiam weiter.

Mit Blick auf das laufende dritte Quartal sprach Finanzchef David Mathers von einer anhaltenden Dynamik in Asien-Pazifik, im Bereich Wealth Management Clients und im Aktiengeschäft. Die schwächere Entwicklung der Anleihenmärkte im Juni habe sich allerdings auch im Juli fortgesetzt, und das dritte Quartal sei gewöhnlich saisonal bedingt schwächer. Die Bank sei weiterhin auf gutem Weg, die Ziele zu erreichen, die man sich für das Jahresende gesetzt habe, gibt sich der CFO jedoch überzeugt.

ys/gab

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Ziel 32

Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Credit Suisse nach Zahlen von 30 auf 32 Franken angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Bank habe im zweiten Quartal dank der Vermögensverwaltung die Konsensschätzungen übertroffen, schrieb Analyst William Howlett in einer Studie vom Donnerstag. Der Bewertungsaufschlag der Aktie zum Sektor spiegele die überlegene Profitabilität wider./gl/ag

AFA0040 2015-07-23/15:16Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Credit Suisse nach Zahlen von 30 auf 32 Franken angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Bank habe im zweiten Quartal dank der Vermögensverwaltung die Konsensschätzungen übertroffen, schrieb Analyst William Howlett in einer Studie vom Donnerstag. Der Bewertungsaufschlag der Aktie zum Sektor spiegele die überlegene Profitabilität wider./gl/ag

AFA0040 2015-07-23/15:16

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CS besser, meint die StG KB
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CS stellt 124 Millionen für Rechtsfälle zurück
 

Die Grossbank Credit Suisse weist für das zweite Quartal 2015 Rückstellungen für Rechtsfälle in der Höhe von netto 124 Millionen Franken aus.

Unter Berücksichtigung der Rückstellungen gehe man auf der Grundlage aller zur Verfügung stehenden Informationen davon aus, dass der Ausgang offener Rechtsstreitigkeiten "keinen wesentlichen" negativen Effekt auf die Finanzlage haben werde, heisst es im am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht zum zweiten Quartal 2015.

Angesichts der dennoch bleibenden Unsicherheiten, auch beim Vorgehen von Regulatoren und anderen Regierungsbehörden, könnten die ultimativen Kosten für Lösungen oder Einigungen jedoch grösser sein als die derzeit bestehenden Rückstellungen. Eine Überschreitung könnte dann eventuell für die operativen Resultate eines Zeitraum wesentlich sein - abhängig der Resultate in der bestimmten Periode. Die realistische Breite der nicht bereits durch Rückstellungen gedeckten potentiellen Kosten, bei denen eine Schätzung möglich ist, gibt die Gruppe nach wie vor mit "von 0 bis 1,8 Mrd CHF" an.

Bereits bei der Zahlenvorlage in der vergangenen Woche hatte die Credit Suisse von nur "geringfügig neuen Rückstellungen für Rechtsfälle" im Quartal gesprochen. Finanzchef David Mathers sagte, der Betrag sei nicht gross im Vergleich zu dem, was man vielleicht "anderswo" sehe.

Auch bei den Gewinnzahlen gab es derweil im Geschäftsbericht keine Anpassung. Wie bereits vergangene Woche kommuniziert, erzielte die Bank im zweiten Quartal einen Konzerngewinn von 1'051 Mio bei Erträgen von insgesamt 6,94 Mrd CHF.

(AWP)

 

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CS steht vor tiefgreifendem Konzernumbau
 

Der neue Chef der Credit Suisse verordnet einem Zeitungsbericht zufolge der Bank einen tiefgreifenden Umbau.

Die Private-Banking-Aktivitäten in den USA sollten verkauft und das Investmentbanking massiv verkleinert werden, berichtete "Schweiz am Sonntag" unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen. Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam hatte bei seinem Amtsantritt im Juli eine grundlegende Überprüfung der Strategie angekündigt. Dem Blatt zufolge sollen die Ergebnisse bereits Ende Oktober vorgelegt werden und damit früher als gedacht. So solle den Märkten Zeit gegeben werden, sich auf eine geplante Kapitalerhöhung einzustellen. Ein Credit-Suisse-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Der Zeitung zufolge will sich Credit Suisse von den Private-Banking-Aktivitäten in den USA trennen, da diese nicht recht vom Fleck kämen. Dort verwalte die Schweizer Bank rund 100 Milliarden Franken von vermögenden Kunden. Massiv verkleinert werden solle das sogenannte Prime-Brokerage-Geschäft. Dabei handelt es sich um kapitalintensive Dienstleistungen für Großanleger wie Hedgefonds, die von der Bank unter anderem Kredite erhalten, um im großen Stil riskante Wetten auf den Finanzmärkten einzugehen. Ebenfalls deutlich zurechtgestutzt werde das Geschäft mit festverzinslichen Finanzanlagen. Mit beiden Maßnahmen solle Kapital freigesetzt werden, um die Kapitaldecke zu stärken und in neue Geschäfte zu investieren.

Thiam ließ bereits im Juli durchblicken, dass er sich aus Bereichen zurückziehen könnte, die viel Kapital verschlingen und wenig abwerfen. Zudem will er die zweitgrößte Schweizer Bank stärker auf das lukrative Asien-Geschäft ausrichten. Wie er die im Branchenvergleich magere Kapitaldecke der Bank aufpäppeln will, ließ er offen.

Der Umbau der Bank betreffe auch das Management, hieß es in dem Pressebericht. Vertraute von Thiams Vorgänger Brady Dougan dürften aus der Geschäftsleitung ausscheiden. Auf der Streichliste stünden der Co-Chef der Private-Banking-Abteilung, Robert Shafir, sowie Finanzchef David Mathers. Letzterer solle durch Gael de Boissard ersetzt werden, der derzeit das Investmentbanking leitet.

Der Verwaltungsrat, der die Maßnahmen absegnen muss, könnte insbesondere bei der Neubesetzung der Managementposten Bedenken haben, berichtete die Zeitung. Das Kontrollgremium werde voraussichtlich am ersten Oktober-Wochenende die neue Strategie beschließen.

(Reuters)

 

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