Silber

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silverhunter1
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Gold & Silber: kurzfristige Korrektur und nachher rasanter Anstieg à la 2011. Derzeit ist sich eine wunderschöne Tasse-Henkel-Formation am bilden (Gold sowie Silber):

 

 

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rph
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Aha, da wird zensiert! Wovor man wohl Angst hat? Geiles Forum! Lol

In anderen Foren, deren Namen ich hier nicht nennen darf (:biggrin:), erhält man nach einer Löschung wenigstens eine Nachricht.

lg ramschpapierhaendler

auch hier: http://tiny.cc/90deu

rph
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@ Silverhunter:

Die Tasse zeigt leider kein perfektes Chartmuster. Das 2. Hoch müsste ca. 5% unter dem 1. liegen. Nichts desto trotz: wäre nicht das erste Mal, dass beim Gold eine nicht ganz perfekte Chartformation funktioniert.

lg ramschpapierhaendler

auch hier: http://tiny.cc/90deu

kleiner
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Hallo


Ich kenne mich mit Chart, Boll.Bans, und des gleichen nicht so gut aus. Bin aber mit kleinem Rucksack dabei. Dachte so gegen, um,, Weihnachten müsste das was geben. Zur Zeit sieht es aber nicht gerade danach aus. Was denkt ihr,,,, geht Silber auch gegen Süden.


Gibt es eigentlich noch was, auf das man sich verlassen, vertrauen, usw. kann. So mit alten ehrwürdigen Werten oder kann ich das vergessen?


Schöner Tag Smile

Nebukadnezar
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Warum Silberaktien glänzen werden

 

Üblicherweise beginnen Empfehlungen zur Geldanlage mit dem Abwägen von Pro und Kontra, bis schließlich das Fazit folgt. Dagegen mache ich es gern immer dann umgekehrt, wenn das Fazit sich geradezu aufdrängt. So wie aktuell im Fall der Silberaktien: Wer spekulativ einsteigen möchte, sollte sie jetzt kaufen oder nachkaufen. Welche? Die mit den besten Kennzahlen, hier acht an der Zahl in der Reihenfolge der Börsenwerte, auch Marktkapitalisierung genannt:

Fresnillo, Silver Wheaton, First Majestic, Silvercorp, Sabina Gold & Silver, Great Panther Silver, Silvercrest Mines, Soltoro. Zugegeben, ich orientiere mich diesbezüglich auch an den Internetseiten silberjunge.de, silverinstitute.com, mcewencapital.com und natürlich an denen der Silberminen. Silberjunge alias Thorsten Schulte bewertet die acht mit "übergewichten“. Vier davon haben in diesem Jahr mit relativer Stärke geglänzt: Fresnillo, Silver Wheaton, First Majestic und Silvercrest Mines. Das heißt, sie haben die anderen bei der Kursentwicklung weit hinter sich gelassen. Das ist zunächst ein gutes Zeichen, schließt aber nicht aus, dass die anderen vier in den kommenden Monaten kräftiger aufholen können. Im Zweifel sollten alle acht gekauft werden, am besten limitiert, bei Aufträgen an einer deutschen Börse (vornehmlich Frankfurt) auf jeden Fall.

Nun fragen Sie sich bestimmt, warum Silberaktien zurzeit wieder kaufenswert sind. Der einfache Grund: Der Aufwärtszyklus von Silber (aber auch von Gold) nimmt nach 14 Monaten der sogenannten Konsolidierung erneut Fahrt auf. In solchen Phasen ist das Gewinnpotenzial der Silberaktien zunächst größer als das des Edelmetalls selbst, sieht man von Silber-Termingeschäften und -Hebelprodukten ab. Die Aktien eignen sich also für spekulative Anleger, die mit ihnen mehr Gewinn herausholen wollen als mit dem Edelmetall, ohne Kopf und Kragen zu riskieren, was an Terminmärkten und mit Hebelprodukten die Regel ist.

Wo stehen wir beim Silber- und Goldzyklus im langjährigen Vergleich? Zeitlich betrachtet, haben wir die Hälfte des Aufwärtstrends mit größter Wahrscheinlichkeit hinter uns. Was die Preise betrifft, bin ich mir da nicht so sicher. Das heißt, im Zuge des nächsten großen Preisschubs nach oben kann es für beide Edelmetalle prozentual ähnliche Gewinne geben wie in der Dekade von 2001 bis 2011, als - jeweils in US-Dollar gerechnet - der Silberpreis in der Spitze um 1091 Prozent und der Goldpreis um 657 Prozent stieg.

Bevor Sie mich als realitätsfernen Träumer abstempeln, folgt hier eine dreifache Erklärung:

1.Beim letzten großen Aufwärtszyklus der beiden Edelmetalle von 1970 bis Anfang 1980 hatte der Goldpreis um 2300 Prozent zugelegt. Einen damaligen Anstieg des Silberpreises anzugeben, erscheint nicht opportun, weil die Gebrüder Hunt aus Texas ihn derart manipuliert hatten, dass er Anfang 1980 erst fast kerzengerade hoch und kurz darauf ebenso wieder herunter schoss.

2.Seinerzeit war es zur Goldhausse gekommen, weil eine Währungskrise der anderen folgte und das Vertrauen in Papier-Leitwährungen wie Dollar und Pfund gegen Null tendierte. Heute ist es nicht so sehr und nicht allein die Eurokrise, die immer mehr Anleger veranlasst, in Edelmetalle - und andere Sachwerte - zu investieren; es ist vielmehr die internationale Schulden- und Bankenkrise. Im Vergleich zu ihr nehmen sich die Währungskrisen von einst wie ein harmloses Vorgeplänkel aus.

3.Warum die Edelmetalle darüber hinaus noch erhebliches Preispotenzial nach oben haben, ist ganz einfach damit zu erklären, dass große Megatrends so gut wie immer mit erheblichen, von der Gier und der Spielsucht der Spekulanten angeheizten Übertreibungen enden. Man denke nur an die verrückten Kurssprünge der Technologieaktien um die Jahrtausendwende. Aber gab es nicht auch eine solche Übertreibung bei den Edelmetallpreisen im August 2011? Nein, sie war auf keinen Fall mit der Technologieblase zu vergleichen. Der Beweis: Die Edelmetalle berappelten sich wieder nach kurzer Zeit und gingen in die bereits erwähnte Konsolidierung über. Dagegen waren die Kurse der meisten Technologieaktien drei Jahre lang eingebrochen, und nur ein Bruchteil von ihnen existiert heute noch.

Was könnte den sich anbahnenden weiteren Preisanstieg der Edelmetalle und speziell des stark schwankenden Silbers stoppen? Dazu fällt mir als Erstes ein Sieg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney ein, der anders als sein demokratischer Kontrahent Barack Obama nicht allzu viel von Fed-Chef Ben Bernanke und dessen Politik des billigen Geldes hält. Doch was hätte er dagegenzusetzen? Etwa Druck auf Bernanke und damit einhergehend eine restriktive Geldpolitik, in deren Gefolge es zum Kurssturz an der Wall Street käme? Ganz bestimmt nicht, denn falls Romney die Wahl gewinnt, hätte er das zu einem erheblichen Teil seinen Sponsoren von der Wall Street zu verdanken.

Bleiben wir noch ein wenig bei der lockeren Geldpolitik, die bekanntlich von den derzeit vorherrschenden Niedrigstzinsen begleitet wird. Was geschähe eigentlich mit den Edelmetallpreisen, wenn - etwa im Rahmen einer starken Erholung der Konjunktur - das Zinsniveau steigen würde? Die einen behaupten, dann wäre das für Anleger ein Anreiz, sich von den zinslosen Edelmetallen ab- und Anleihen oder Tagesgeldern zuzuwenden. Dagegen argumentieren die anderen, die mit steigenden Zinsen fallenden Kurse und damit Verluste der Anleihen seien Anlass genug, sich von diesen zu trennen und zumindest einen Teil der Erlöse in Edelmetallen anzulegen, die keine Verluste brächten.

Hier muss allerdings zwischen Kurz- und Langläufern bei den Anleihen unterschieden werden: Je länger die Laufzeit, desto tiefer fallen die Anleihenkurse, wenn das Zinsniveau steigt. Außerdem spielen die Inflationserwartungen eine große Rolle: Rechnen Anleger mit mehr Inflation, wenden sie sich von Anleihen ab, vor allem von Langläufern. Im Gegenzug kaufen sie Gold und Silber, die als Inflationsschutz gelten. Alles in allem handelt es sich hier also um ein ziemlich komplexes Thema.

Es wird noch komplexer dadurch, dass die meisten Staaten viel zu hoch verschuldet und deshalb dazu übergegangen sind, ihre Schulden mit der hier schon einige Male beschriebenen finanziellen Repression abzubauen. Eine von deren Varianten funktioniert bekanntlich wie folgt: Die Zinsen so niedrig halten, dass die Renditen von Staatsanleihen nach Abzug der Inflationsrate ins Minus rutschen. Dass solche Manipulationen die Anleger, vor allem solche mit reichlich anzulegendem Geld, geradezu aus Staatsanleihen herausjagen, liegt auf der Hand. Und was machen die Anleger dann? Hin und her gerissen zwischen der einen Gefahr, Verluste durch fallende Anleihenkurse aufgrund des steigenden Zinsniveaus zu erleiden, und der anderen Gefahr, durch die finanzielle Repression in die Verlustzone zu geraten, bringen sie das Geld ihrer Kunden durch Sachwertinvestitionen in Sicherheit. Dazu gehören gerade jetzt auch und ganz besonders Anlagen in Silber und Silberaktien. http://www.goldseiten.de/artikel/153675--Warum-Silberaktien-glaenzen-wer...

 

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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

Carpe Diem
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Über Silber wird in letzter Zeit noch weniger geschrieben als über Gold... Wie seht ihr die Aussichten für 2013? Fallen wir bald unter die 30-Dollar-Grenze?


Gruss in die Runde

Melvin
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Vergiss Silber!

Lege Dir besser etwa eine Nokia oder irgendeinein anderer Turnaround-Kandidat ins Depot, wenn Du zu investieren gedenkst.$

Silber hat seinen Bullenmarkt eindeutig hinter sich.

Immerhin dauerte er neun Jahre, bis zum tollen abschliessenden Spike Ende April 2011.

50 $ werden vielleicht in 30 Jahren wieder erreicht, oder überschritten.

Fuer 2013 sehe ich Kurse zwischen 15 und 25 Dolores.

Im ersten Quartal dürfte die starke Unterstuetzung bei 26 durchbrochen werden.

Bei deflationären Schocks kann es, wie Anno 2008, sogar unter 10 fallen.

Mit einem Put-Langläufer oder Mini-Short-Future liesse sich von diesen Szenarien satt profitieren.B

 

 

 


snowy
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Ist eine Erholung in den nächsten paar Monate möglich?

oder doch lieber in Gold investieren?

maka
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Silber korreliert stark mit Gold. Silber ist dabei einiges volatiler. Das heisst, zum ungehebelten traden eignet sich Silber nach meiner Meinung besser. Ob eine Erholung kurzfristig drin liegt wage ich nicht zu prognostizieren.

Geiz ist des Anlegers Feind.

pantaleo
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CBLSR4

Habe mir heute mal 10'000 Stück CBLSR4 zu 0.38 ins Depot gelegt.

Lasse die einfach mal liegen und schaue wo die Silberreise noch hingeht.

Gruss Pantaleo

Ben
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snowy hat am 20.02.2013 - 13:43 folgendes geschrieben:

Ist eine Erholung in den nächsten paar Monate möglich?

oder doch lieber in Gold investieren?

...vielleicht hilft der Silberjunge: Ein doch interessanter Artikel.

 http://www.goldseiten.de/artikel/162890--Ist-Silber-das-tote-Pferd-von-d...

snowy
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@ben

 

Intressanter Artikel:) jetzt bin ich noch unsicherer xD früher oder später geht silber wieder nach oben aber die frage ist wie weit nach unten dass es noch gehen kann:S

Carpe Diem
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Wie schätzt die hier versammelte Anlegergemeinde die Entwicklung des Silberpreises in den nächsten 12 bis 24 Monaten ein? 

Danke für Eure Einschätzungen und schönes Wochenende allerseits. 

00ps
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US-Notenbankchef Ben Bernanke hat den extrem lockeren Kurs der amerikanischen Geldpolitik abermals verteidigt. Zwar räumte der Fed-Vorsitzende am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats in Washington ein, eine Politik des billigen Geldes berge auch Risiken. Insgesamt sei der Nutzen in Form eines stärkeren Wirtschaftswachstums und einer Erholung des Arbeitsmarkts aber grösser. Bernanke sprach im Rahmen der halbjährlichen Anhörung vor dem Kongress.


Die Äusserungen Bernankes wurden mit Spannung erwartet, weil es im geldpolitischen Ausschuss FOMC unterschiedliche Meinungen über Nutzen und Kosten der ultralockeren Geldpolitik gibt. Einige, überwiegend nicht stimmberechtigte FOMC-Vertreter, wollen die Geldpolitik lieber früher als später straffen. Dass Bernanke diese Position nicht teilt, ist nicht überraschend. Er gilt als geistiger Vater der quantitativen Lockerung, über die die Fed zurzeit Staatsanleihen und Hypothekenpapiere im Wert von monatlich 85 Milliarden Dollar erwirbt. Darüber hinaus liegen die Leitzinsen in den USA seit über vier Jahren nahe der Nulllinie.


Bernanke bekräftigte, die Fed werde die Anleihekäufe fortsetzen, bis sich die Aussichten für den Jobmarkt "substanziell" verbessert hätten. Die Lage am Arbeitsmarkt beschrieb er als "grundsätzlich schwach", obwohl sie sich zuletzt etwas verbessert habe. Inflationsgefahren sieht der Fed-Chef kaum. Der Preisauftrieb sei insgesamt gering und werde voraussichtlich eine ganze Weile unter dem Inflationsziel der Notenbank von zwei Prozent bleiben.


-> Gute Aussichten für steigende Silberkurse! Smile MfG 00ps

JohnnyP
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Eine Tasse mit Henkel ist eine Bodenformation...die einen vorherigen Abwärtstrend erfordert...welcher nocht vorhanden war. Wir hatten ein riesiges Absteigendes Dreieck welches nicht nach unten unter 26.16 ausbrechen konnte...auch gegen oben erfolgte keine Ausbruch mit Kraft. Wir sind sogesehen im nowhereland. Seitwärts geschiebe. Väöllig uninteressant.

 

Liebe Grüsse

 

 

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otti
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Hab mich heute mal mittels derivaten auf der Long Seite positioniert. Wenn wir über 29,40 USD kommen kann es schnell Richtung 32 USD laufen. Ohnehin finde ich auch für Langfristanleger die aktuellen Preise sehr interessant.

otti
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Hab die letzten Wochen mal genutzt meine Silberpositionen weiter auszubauen. Zeitweise konnte man schon unter 27 USD kaufen. Bin hier weiter optimistisch und versuche nach 3 Jahren Abstinenz vom Silbermarkt einen Wiedereinstieg.

MarcusFabian
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Plutus hat am 14.04.2013 - 09:36 folgendes geschrieben:

Vielen Dank, MF.

 

Ja, Silber ist mir natürlich auch durch den Kopf gegangen. Das Problem bei Silber ist einfach der massive Spread und die MWST. Insofern verstehe ich Bäri, wenn er auf (den vergleichsweise wohl sicheren) ZSIL setzt. Natürlich ist mir klar, dass im Ernstfall dieses Geld faktisch verloren sein dürfte. Aber hier stelle ich mir schon die Frage, was es braucht, bis die ZKB derartige Schwierigkeiten hat, dass dieses Szenario eintreten kann.

Und mir stellt sich eine weitere, wesentliche Frage: Angenommen, Silber steigt auf >200$/oz. Ist dann die Bankfiliale um die Ecke noch bereit, mir dieses (physische!) Silber zu diesen Preisen abzukaufen? Oder bleibe ich allenfalls darauf sitzen, bis die (in diesem Stadium befindliche) Blase geplatzt ist? Ich könnte mir einfach vorstellen, dass der ZSIL liquider ist (klar, auch dort kann die Bank keine Kurse mehr anbieten, aber das hätte den grösseren Impact, als wenn einfach einem Kleinkunden der Abkauf des physischen Silbers verweigert wird (schliesslich können auch PK in ZSIL investieren; der Marktwert beträgt zudem mehrere Milliarden (wenn ich mich nicht irre)).

 

Wie siehst Du das?

Zunächst mal grundsätzlich: Mit Silber kann man elektrische Schaltungen verbessern, Spiegel bauen oder CD's beschichten. Mit einem Silber-ETF kann man das nicht, denn der ETF ist nur ein Papier.

Die Banken hatten in den letzten Jahren bei Gold wie auch Silber das Problem, genügend physisches Material zu beschaffen, um die Nachfrage zu decken. Mit ETF's ist ihnen ein sehr genialer Schachzug gelungen: Sie befriedigen die Nachfrage, ohne physisches Material liefern zu müssen. Die ETF-Besitzer sind nämlich mit dem Papier glücklich.

Das erlaubt es den Banken, ihre Gold- oder Silver-Reserven postwendende wieder zu verleasen und somit noch ein bisschen Geld zu verdienen. In den Bilanzen tauchen diese Bestände unter der Rubrik "Silber und Silber-Forderungen" noch sauber in den Aktiven auf aber physisch ist das Material weg.

Ich weiss nicht, wie die Situation in Silber ist aber bei Gold kommen auf 100 Unzen, die via ETFs verkauft wurden nur 1 Unze physisches Gold in den Tresoren der Banken, die diese ETFs ausgeben.
Bei Silber dürfte es noch dramatischer sein.

Das soll jetzt kein generelles Votum gegen ETF's sein. ETF's sind Derivate, die es erlauben auf Papier und billig pro oder contra Silber zu spekulieren. Aber es wäre falsch zu meinen, ein ETF sei gleichzusetzen mit physischem Silber.

Die Frage, ob die Bank bei einem Silberpreis von >200$ das Silber kaufen würde stellt sich für mich aus mehreren Gründen nicht, denn:

Wenn der Marktpreis $200 beträgt, dann nur deshalb, weil jemand bereit ist $200 dafür zu zahlen. Das gilt dann auch für die Bank. Und wenn nicht, dann doch wenigstens für den Edelmetallhändler oder einen direkten Abnehmen.

Selbst wenn man das natürliche Verhältnis von Gold zu Silber nehmen würde: Silber kommt in der Natur 15 mal häufiger vor als Gold. Entsprechend lag historisch auch der Silberpreis 15 mal niedriger als der Goldpreis. Das ist auch durchaus logisch.

Heute ist der Silberpreis 57 mal niedriger als der Goldpreis. Bei einem Goldpreis von $1500 müsste ein Silberpreis von $100 erwartet werden.

Du kannst es drehen und wenden wie Du willst: Silber ist im Moment das unterbewertetste Asset, das man sich nur vorstellen kann. Und genau das macht es für mich so interessant!

Ich weiss natürlich auch, dass die meisten Anleger am liebsten Assets kaufen, die schon lange hoch gestiegen sind. Im Moment sind das die Aktien. Nach einem langen Bullenmarkt, der durch die realen Wirtschaftsdaten alles andere als bestätigt wird, müsste man eigentlich mit einem Einbruch rechnen. Die Stimmung für Aktien ist jedoch ausgezeichnet bis euphorisch und deshalb rennen alle in Aktien.
Derweil werden Gold und Silber gemieden, weil sie im Moment billig sind.

Ich gebe zu, ich verhalte mich da anders als die Masse. Ich kaufe, wenn etwas billig und die Stimmung schlecht ist und verkaufe, wenn es teuer und die Stimmung gut ist.

 

Bäri
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MF, bin mir bewusst, dass der ZSIL auch nur ein Papier ist und ich diesen, wenn alle Stricke reissen, ans Bein streichen kann. Für diesen Notfall habe ich mein Gold, dieses habe ich auch wirklich nur physisches und auch nicht in einem Tresor auf einer Bank, das wird auch nicht zum traden verwendet. Silber und insbesonderes Silber ETFs eignen sich halt hervorragend um kurz- mittelfristige Wellen zu reiten, hierfür ist mir physisch Silber aus den bekannten Gründen wie MWST und Volumen zu umständlich.

MarcusFabian
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Bäri hat am 14.04.2013 - 15:17 folgendes geschrieben:

Silber und insbesonderes Silber ETFs eignen sich halt hervorragend um kurz- mittelfristige Wellen zu reiten, hierfür ist mir physisch Silber aus den bekannten Gründen wie MWST und Volumen zu umständlich.

Wie gesagt, genau dafür sind ETF's ja auch da. Wie übrigens alle Derivate.
Ich gehe schon davon aus, dass Du den Unterschied zwischen physischem und ETF machst.
Aber ich gehe auch davon aus, dass es weitere Leser gibt, die dem Irrtum unterliegen, ETF's würden physisches Material repräsentieren.

Dabei ist doch alles so einfach: Wenn Du es nicht anfassen kannst, ist es nicht echt Wink

waspch
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Grundsätzlich bin ich ja einverstanden, dass eine Relation (Gold zu Silber) von 1:15 berechnet werden.
Ist aber meiner bescheidenen Meinung nach nicht entscheidend für die Preisentwicklung.
Seit der Zypernkrise wissen wir, dass in der EU die Guten "Sparer" die Zeche der Schuldner bezahlen werden müssen.
Das heisst für Alle > 100'000er und Gutbetuchten, Bares sofort in Physisches Assets umtauschen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das Problem von Silber ist: Man kriegt so viel Material für so wenig Geld. Dieses sicher aufzubewahren wird nicht ganz billig.
Ich könnte mir vorstellen, dass Gold auch darum gefragter ist als Silber.

Nun zurück zur Kursentwicklung:

Ich stelle mir zur Zeit nur eine Frage: Geht die langjährige Edelmetall-Ralley zu Ende oder nicht ?
Wer diese Frage beantworten kann, hat leichtes Spiel.

 

 

5G Sucks !

MarcusFabian
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waspch hat am 14.04.2013 - 23:05 folgendes geschrieben:

Geht die langjährige Edelmetall-Ralley zu Ende oder nicht ?
Wer diese Frage beantworten kann, hat leichtes Spiel.

 

 

Nein, warum sollte sie? Hat sich an den Gründen, die seit 2000 für Gold oder Silber sprechen irgend etwas geändert?

Wurden die Schulden abgebaut? Wurden Probleme gelöst oder doch nur einfach wie die Dose die Strasse runtergekickt und vertagt?

Chliinejoscht
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RuckZuck

Die Edelmetalle sinken, weil die Aktienmärte nun wieder attraktiver wurden für die Anleger. Niemand will mehr so teuer Gold kaufen, wenn man mit billigen Aktien schneller mehr Geld machen kann. Ich habe schon seit 6 Monaten vom Gold-Kauf abgeraten. Sobald das Silber wieder bei 450.-/Kg ist, bin ich beim Kauf dabei. :yes: Kann es kaum abwarten!

sime
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Hallo MF

Super Beitrag, Du bringst es immer auf den Punkt. Ich sehe das excactemente gleich, so nach dem Motto: Es ist nicht alles Gold, was glänzt,  auch Silber! Biggrin

Hier noch noch ein Auszug, der Deine Aussagen unterstreicht und zeigt, wie es mit ETFs gemacht wird. Besonders interessant die Sache mit Reagan von 1982.

http://books.google.ch/books?id=6lZVhnYqg0EC&pg=PA153&lpg=PA153&dq=wievi...

 

Hier ein Bericht, was mit dem Gold aus Ford Knox passierte, welches ja noch von dem Versprechen der USA seit dem Bretton Woods-Abkommen herrührt, dass jeder Dollar mit 25% Gold hinterlegt ist. So war Ford Knox ein Goldbunker, welche die Exportüberschüsse/-defizite der Nationen, ähnlich dem heutigen Target2-System mit Gold hin und herschieben ausglich. Leider hat bereits Charles de Gaulle vergeblich versucht, dass Gold aus den Exportüberschüssen nach Hause zu holen und kürzlich wollte ja Deutschland dasselbige machen. Die Amis haben sich bloss eine Frist von sieben Jahren ausbedungen und liessen bisher auch niemals eine externe Inventur zu. Biggrin

 

http://www.zerohedge.com/news/2013-03-02/why-jpmorgans-gold-vault-larges...

 

Der bis jetzt tatkräftigste Beweis der Silbermarktmanipulation und Bestätigung, dass Derivate eben nicht bloss vom Basiswert abgeleitet werden, sondern offene Positionen mit einer bis dato verschwiegenen Technologie massgeblich beeinflussen, liefert der 15.09.2011.

Habt Ihr schon einmal was von Fantaseconds gehört? Dieser Begriff tauchte erstmal am 15.09.2011 auf und zwar am Silbermarkt. Fantasecond umschreibt ironisch und dennoch treffend das Knacken der Lichtgeschwindigkeitsbarriere in einem dokumentierten Zeitintervall von einer Sekunde, wo die Ausführung der Orders schneller war, als das Orderbuch aufgestellt war. So als würde der Market Maker zuerst den Kurs festlegen, bevor er die Angebote der Broker entgegennimmt. Nanex ist eine für HFT spezialisierte Tickersoftware, welche die Angebote und Abschlüsse der elektronischen Börsen in Echtzeit wiedergibt und aufzeichnet. Nanex hat, nachdem alle möglichen Fehlerquellen ausgeschlossen werden konnten, festgestellt, dass der an der NASDAQ gehandelte Silber-ETF SLV  den Kurs auf Yahoo   im betreffenden Intervall schneller war als das Bid und Ask für die auszuführenden trades dieses Kurses aufgestellt waren. Gemäss Reglement, darf kein Handelssystem zeitlich vorrangigen Zugriff auf die auszuführenden trades des Zentralrechners haben. Es muss also eine zeitliche Verzögerung geben zwischen den Data Feeds der Börsen  und jedem daran angeschlossenen Handelssystem. Selbst, wenn es so wäre, erklärte es aber noch nicht, dass der Kurs bereits festgesetzt war, ohne die entsprechenden Orders dazu aufgestellt zu haben. Hier wurden in einem beobachteten Zeitraum von nur einer Sekunde die Lichtgeschwindigkeit mehrmals und unterschiedlich schnell überschritten und hat den Begriff Fantasecond geboren(siehe Grafik). Es lassen sich zwei Schlussfolgerungen ziehen:

- Dank dieser Science-Fiction-Technologie kann der Inhaber mit Derivaten aktiv am Markt den Preis zu seinen Gunsten beeinflussen, da sich die gewünschten Positionen nach der Kursfestsetzung des Basiswertes entsprechend anpassen oder abändern lassen. Klingt verrückt, ist aber so. Natürlich ist das ein Verstoss gegen die Richtlinien der SEC und jeder anderen Börsenaufsicht.

- Durch dieses Vorkommnis ist bewiesen, dass der Silbermarkt manipuliert wird, denn hier musste jemand die Positionen entsprechend dem Angebot und Nachfrage des Marktes anpassen, um keine Verluste zu machen. In diesem Fall wurde der Silberpreis gedrückt.

Hier der Link:

http://www.nanex.net/Research/fantaseconds/fantaseconds.html

 

Übrigens, falls sich jemand fragt, wie das gemäss Relativitätstheorie möglich sein soll, empfehle ich sich mit Konstantin Meyl auseinanderzusetzen, welcher den Begriff Skalarwellen ins Feld führt, nachdem er sich intensiv mit Nikola Tesla auseinandergesetzt hat. Grundsätzlich geht es um die Feststellung, dass sich in der elektromagnetischen Welle Energie/Information mit Überlichtgeschwindigkeit ausbreiten kann und die Welle keine konstante Geschwindigkeit hat. Die offizielle Wissenschaft lässt das noch nicht zu, obwohl es sich experimentell nachweisen lässt. Die Technologie ist seit Tesla bekannt, doch nicht für zivile Zwecke. Angeblich existieren eben bereits Computer, die mit Skalarwellen, welche sich parallel zum Feldzeiger ausbreiten, Informationen austauschen. Es ist faszinierend, kann ich nur empfehlen, sich das mal reinzusaugen. Solche Computer würden notabene erklären, wieso dieser Timestamptrack des Kurses und der Orders zeitlich paradox daher kommt, denn ein Ergebnis könnte rückwirkend auf die Aufgabe übermittelt werden, da der Informationsaustausch überlichtschnell stattfindet, während alle anderen Computer mit Lichtgeschwindigkeit arbeiten. Die SEC hat trotz des Beweises bisher keine Schritte unternommen, diese Vorkommnisse aufzudecken.

 

http://www.youtube.com/watch?v=eB_HsLke4Vo

 

MarcusFabian
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sime hat am 16.04.2013 - 04:23 folgendes geschrieben:

Hallo MF

Super Beitrag, Du bringst es immer auf den Punkt.

 

Danke, wobei, was ich oben geschrieben habe ist nur ein sehr kleiner Auszug dessen, was ich letzten Samstag bereits sehr viel ausführlicher im TF gepostet habe.

Ramon Lull
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Silber Prämien

Bei Proaurum liegt der Preis (vor Mwst) für 1 Unzen Silber Philharmoniker ca. 4 Franken oder 18% über dem Silber Spotpreis in Franken. Ich habe vorher noch nie auf die Prämien geachtet, aber ist das normal?  

MarcusFabian
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Ramon Lull hat am 20.04.2013 - 22:57 folgendes geschrieben:

Bei Proaurum liegt der Preis (vor Mwst) für 1 Unzen Silber Philharmoniker ca. 4 Franken oder 18% über dem Silber Spotpreis in Franken. Ich habe vorher noch nie auf die Prämien geachtet, aber ist das normal?  

Nein, das ist nicht normal. Das ist ausserordentlich günstig!
Spreads von 30-50% sind bei Silber nicht ungewöhnlich.

Ramon Lull
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MarcusFabian hat am 21.04.2013 - 01:14 folgendes geschrieben:

Ramon Lull hat am 20.04.2013 - 22:57 folgendes geschrieben:

Bei Proaurum liegt der Preis (vor Mwst) für 1 Unzen Silber Philharmoniker ca. 4 Franken oder 18% über dem Silber Spotpreis in Franken. Ich habe vorher noch nie auf die Prämien geachtet, aber ist das normal?  

Nein, das ist nicht normal. Das ist ausserordentlich günstig!
Spreads von 30-50% sind bei Silber nicht ungewöhnlich.

Danke für Deine Antwort, ich stelle einfach fest, dass der Bid (Verkaufs) Preis der 1 Unzen Silbermünzen (vor Mwst) mindestens 18% über dem Wert des Silbers in der Münze liegt. Bei 1 Unzen Goldmünzen (z.B. Krügerrand) liegt diese Prämie i.d.R. 3%-6% über dem Spotpreis Wert des Goldes in der Münze. 18% (VOR Mwst!), sprich 26% mit Mwst scheint mir einfach sehr viel. Klar sind die Transport und Lagerkosten für Silber höher, aber macht das wirklich so viel aus? Selbst bei 1kg und 5kg Silberbarren liegt die Prämie (vor Mwst) noch bei fast 10%, sprich 18% nach Mwst. Da der Ask (Ankauf) Preis allerdings sehr nahe am Silber Spot Preis liegt, heisst das ja, dass es sich bei der Prämie zum grössten Teil um Händlermarge und nicht um höhere Präge-, Lager- und Transportkosten handelt.

Wenn Du sgast, dass der Spread üblicherweise 30%-50% beträgt, meinst Du der Spread/ die Prämie hat sich verringert und falls ja, seit wann. Das würde ja nicht gerade auf Silberknappheit, wie andernorts oft suggeriert, hinweisen.

Lohnt es sich überhaupt Silber physisch zu halten?

MarcusFabian
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Die höheren Herstellungs-, Lager- und Transportkosten in Relation zum Kilo sind sicher ein Beitrag zum grösseren Spread.
Kommt hinzu, dass Silber noch weniger Bedeutung als Wertaufbewahrungsgut (als Geld) hat als Gold. Es wird einfach noch zu wenig umgesetzt.

Offenbar hat sich das in den letzten Jahren geändert, denn als Silber noch bei Preisen zw. $12-18 herumdümpelte, lagen die Spreads zwischen Bid und Ask bei der Bank tatsächlich bei bis zu 50%. Die sinkenden Spreads dürften wohl dem steigenden Silberpreis geschuldet sein, denn die Handling-Kosten pro Kilo sind ja konstant und vom Silberpreis unabhängit.

Es gibt mehrere Gründe, weshalb es sich lohnt, Silber physisch zu halten:

* Silber ist im Vergleich zu Gold zu billig. Gold/Silber Ratio liegt bei etwa 56, was nicht gerechtfertigt ist, wenn man bedenkt, dass Silber nur etwa 15-17 mal häufiger in der Natur vorkommt als Gold.

* Viel Silber wurde verbraucht. Bei Gold ist das anders. Gold wird praktisch nie weggeworfen. 1980 war noch rund 7 mal mehr Silber verfügbar (= handelbar) als heute. Wir haben es mit einer enormen Reduktion des Angebots zu tun. Und dennoch kostet Silber heute nur rund die Hälfte dessen, was man vor 30 Jahren zahlen musste. Das gibt es bei keinem anderen wichtigen Wirtschaftsgut.

* Silber ist nicht nur Geld sondern auch ein unverzichtbares Industriemetall. Kein Handy, keine CD würde ohne Silber funktionieren.

* Bei Gold besteht die Unsicherheit eines Goldverbots. Das gab es bereits unter Hitler, Stalin, Mao und Roosevelt. Da Silber ein Industriemetall ist, kann man ein Silberverbot ausschliessen.

* Bei Silber liegt das meiste nahe der Erdoberfläche. Je tiefer man gräbt, desto weniger findet man. Bei Gold ist es umgekehrt. Da nun das meiste Gold und Silber nahe der Erdoberfläche im Laufe der letzten 5000 Jahre gefördert sein dürfte, muss immer tiefer gegraben werden. Entsprechend ändert sich das Gold/Silber Ratio zu Gunsten von Silber. Es gibt sogar einige Geologen, die behaupten, Silber werde demnächst seltener als Gold.

* Die Kleinanleger kaufen derzeit noch in erster Linie Gold. Wenn der Goldpreis zu hoch steigt, werden sie auf Silber, das "Gold des kleinen Mannes" vermehrt umsteigen.

Für physisches Silber spricht deshalb das höhere Preispotenzial. Allerdings nur Mittel- bis Langfristig.

Gegen Silber spricht der hohe Spread und die Märchensteuer. Es macht also nur Sinn, Silber zu kaufen, wenn man mit mindestens einer Verdoppelung des Spot-Preises rechnet.

 

Elias
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Silber droht ein deutlicher Preisrutsch

Nach den Kursverlusten in den letzten Tagen nähert sich Silber nun einer charttechnisch bedeutenden Marke. Fällt das Edelmetall darunter, sieht es zappenduster aus.

Die Erholungsphase bei den Edelmetallen nach dem massiven Kurseinbruch vor einem Monat war nur von kurzer Dauer. Seit Anfang dieser Woche fallen sowohl die Notierungen, wobei die Korrektur vor allem bei Silber besonders deutlich ausgefallen ist. Innerhalb von drei Handelstagen ist der Kurs von 24 Dollar auf ein neues Mehrjahrestief bei knapp 22 Dollar gefallen. Seit Anfang Jahr ist Silber um 27 Prozent getaucht - so viel, wie kein anderes Edelmetall. 

Auf dem aktuellen Niveau ist Silber deshalb gegenüber Gold historisch gesehen günstig bewertet. Für eine Unze Gold werden derzeit knapp 62 Unzen Silber bezahlt - deutlich weniger als noch vergangenes Jahr. Damals pendelte das Gold/Silber-Ratio um 50 herum. Noch teurer war Silber im Übertreibungsjahr 2011, als das Kursverhältnis zwischen Gold und Silber bei 32 lag.

Dennoch scheint derzeit ein Einstieg noch verfrüht, wenn man der Charttechnik Glauben schenkt. Diese wird gerade in Edelmetallkreisen stark beachtet. Denn mit dem jüngsten Rücksetzer nähert sich Silber einer wichtigen Zone. Fällt der Unzenpreis durch den Bereich zwischen 22,10 und 21,90 Dollar hindurch, droht dem weissen Edelmetall ein weiterer Preissturz bis gegen 19,50 Dollar. Dort befindet sich das Kurshoch aus dem Jahr 2008 - und damit die nächste stärkere Unterstützung. 

Analysten sehen Silber bei 33 Dollar

Bei dieser Marke sollte der Preis gemäss Charttechnikern Boden finden - und Anlegern einen Einstiegspunkt bieten. In diesem Fall winkt eine massive Erholungsbewegung bis gegen 25 Dollar. 

Optimistischer gestimmt sind hingegen Analysten, die sich auf fundamentale Daten abstützen. "Ich sehe den Silberpreis gegen Ende Jahr bei 33 Dollar und innert zwölf Monaten sogar bei 35 Dollar", sagte ZKB-Edelmetallexpertin Susanne Toren im April gegenüber cash. Das entspricht gegenüber dem heutigen Silberpreis einer Verteuerung von 50 Prozent. Preistreibend wirke, so Toren, die anziehende Industrienachfrage in Schwellenländern wie China.

Silber ist ein zyklischeres Edelmetall als Gold und findet vor allem bei elektronischen Geräten und in der Solarindustrie Verwendung. Allerdings deutet derzeit noch wenig darauf hin, dass die globale Konjunktur anzieht. Eine solche Entwicklung würde dem Silberpreis wieder Schub nach oben verleihen. http://www.cash.ch/news/top_news/silber_droht_ein_deutlicher_preisrutsch...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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