Personenfreizügigkeit künden ?!?

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Elias
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Personenfreizügigkeit künden ?!?

@Alzheimer Die 70% stammen von dir

Du hast einmal mehr vergessen, vorher zu recherchieren.

Die Fakten stammen von mir (70-80 bzw. 71%). Deshalb geht es bei mir nicht um wollen oder nicht wollen. Du willst die Fluchtgefahr nicht akzeptieren und bastelst dir deine eigene Welt zusammen.

Würde niemand mehr eingebürgert, würden die Schweizer wegen ihrer Geburtenrate aussterben. Der Anteil wäre dann bei 100%, egal ob Fluchtgefahr oder nicht.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Pesche
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Personenfreizügigkeit künden ?!?

Ja wenn 70% der Ausländeranteil in der Kiste ist, können ja nicht mehr als 22% in Freiheit sein. Die rstlichen 8% sind Papierlose.

Oder habe ich da was fasch verstanden.

Da ja 70 % einsitzen werden diese nach der Ausschaffungsabstimmung rausgeworfen. Somit haben wir dann nur noch 22% Ausländer plus 8% wo wir nicht wissen was Sie sind.

So ich muss jetzt wieder ein paar Hebel von meinen Anlageinstrumente berechnen.

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Elias
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Personenfreizügigkeit künden ?!?

Quote:

Tendenz bei Schweizern: Raus aus Haftanstalt

Bei schweizerischen Verurteilten hingegen stellen die Forscher eine gegenteilige Tendenz fest: Immer häufiger werden Strafen im offenen Vollzug oder alternative Sanktionsformen angeordnet.

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Pesche
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Personenfreizügigkeit künden ?!?

Elias wrote:

Quote:
Tendenz bei Schweizern: Raus aus Haftanstalt

Bei schweizerischen Verurteilten hingegen stellen die Forscher eine gegenteilige Tendenz fest: Immer häufiger werden Strafen im offenen Vollzug oder alternative Sanktionsformen angeordnet.

Ja Du kannst ja nicht einen Ausländer in den offenen Vollzug schicken. Der muss ja ein Dach über dem Kopf haben und muss Verpflegt werden. Welcher Ausländer hat das schon wenn ich in die Schweiz auf Diebestour kommt. Immerhin wird Weltweit, in den Prospekten für Diebestour gezeigt wie schön unsere Gefängnisse sind. Alles 5 Stern mit Spital und Spa.

Ich selber musste auf Kuba mit einem 4 Stern Hotel vorliebnehmen und musste dafür noch bezahlen.

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Elias
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Personenfreizügigkeit künden ?!?

Pesche wrote:

Elias wrote:
Quote:
Tendenz bei Schweizern: Raus aus Haftanstalt

Bei schweizerischen Verurteilten hingegen stellen die Forscher eine gegenteilige Tendenz fest: Immer häufiger werden Strafen im offenen Vollzug oder alternative Sanktionsformen angeordnet.

Ja Du kannst ja nicht einen Ausländer in den offenen Vollzug schicken.

Kann man schon und er wird auch höflich warten, bis er ausgeschafft wird. Wenn es dir lieber ist, kann man die Sache umdrehen und nur noch die Schweizer in den Knast stecken. Dann geht der SVP aber ein Argument verloren.

Quote:

Hoffnungslos überfüllt

Im Genfer Untersuchungsgefängnis Champ-Dollon schlagen die Gefangenen Alarm. Aus Protest gegen das seit Jahren völlig überfüllte Gefängnis, weigerten sie sich in ihre Zelle zurückzugehen. Gebaut wurde das Gefängnis ursprünglich für 270 Gefangene. Im Moment jedoch sind mehr als doppelt so viele untergebracht. Neue Zellen sollen die Situation entschärfen. Aus Genf der Bericht von Biljana Gogic.

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=67ad558b-743d-4843-bfbb-f17fa6b300f3

Der Bericht stammt von Biljana Gogic.

Kann also genau so wenig wahr sein, wie der Grund "Fluchtgefahr"

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Pesche
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Personenfreizügigkeit künden ?!?

Quote:

Hoffnungslos überfüllt

Im Genfer Untersuchungsgefängnis Champ-Dollon schlagen die Gefangenen Alarm. Aus Protest gegen das seit Jahren völlig überfüllte Gefängnis, weigerten sie sich in ihre Zelle zurückzugehen. Gebaut wurde das Gefängnis ursprünglich für 270 Gefangene. Im Moment jedoch sind mehr als doppelt so viele untergebracht. Neue Zellen sollen die Situation entschärfen. Aus Genf der Bericht von Biljana Gogic.

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=67ad558b-743d-4843-bfbb-f17fa6b300f3

Der Bericht stammt von Biljana Gogic.

Kann also genau so wenig wahr sein, wie der Grund "Fluchtgefahr"

Ja wo ist den das Problem???

Bei der SBB hat jeder Passagier anrecht auf einen halben qm. Bei der Swiss sind es noch weniger. In anderen Ländern von wo viele der Gäste in den Gefängnissen kommen gilt zum Teil das Schichtprinzip. 50% sind im Hof die anderen 50% schlafen. Nach 6 Stunden folgt der Wechsel.

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Personenfreizügigkeit künden ?!?

Pesche wrote:

Ja wo ist den das Problem???

Bei der SBB hat jeder Passagier anrecht auf einen halben qm. Bei der Swiss sind es noch weniger. In anderen Ländern von wo viele der Gäste in den Gefängnissen kommen gilt zum Teil das Schichtprinzip. 50% sind im Hof die anderen 50% schlafen. Nach 6 Stunden folgt der Wechsel.

schön, und was hat das mit dem offenen Vollzug zu tun?

Pesche wrote:

Ja Du kannst ja nicht einen Ausländer in den offenen Vollzug schicken. Der muss ja ein Dach über dem Kopf haben und muss Verpflegt werden.

Was jetzt? Doch lieber offener Vollzug?

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Pesche
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Personenfreizügigkeit künden ?!?

Elias wrote:

Pesche wrote:
Ja wo ist den das Problem???

Bei der SBB hat jeder Passagier anrecht auf einen halben qm. Bei der Swiss sind es noch weniger. In anderen Ländern von wo viele der Gäste in den Gefängnissen kommen gilt zum Teil das Schichtprinzip. 50% sind im Hof die anderen 50% schlafen. Nach 6 Stunden folgt der Wechsel.

schön, und was hat das mit dem offenen Vollzug zu tun?

Pesche wrote:

Ja Du kannst ja nicht einen Ausländer in den offenen Vollzug schicken. Der muss ja ein Dach über dem Kopf haben und muss Verpflegt werden.

Was jetzt? Doch lieber offener Vollzug?

OK zu Kompliziert:

Vorschlag, sofortige Vollstreckung der Ausschaffung.

Da sind wir alle Probleme los und haben genügend Platz für die Verbrecher mit schweizer Pass. Unter dem Motto: Jeder Schweizer hat Anrecht auf ein Gefängnissplatz.

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Bullish
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Re: Personenfreizügigkeit künden ?!?

Smith2000 wrote:

Die Diskussionen werden immer lauter. Immer mehr Schweizer fordern eine Auflösung der Personenfreizügigkeit.

Meiner Meinung nach hat man mit der Personenfreizügigkeit den grössten Fehler gemacht.

Wer ist "man". Es gibt solche, die profitieren und solche, die nicht profitieren.

Smith2000 wrote:

1. Seit der Personenfreizügigkeit herrscht in der Schweiz starke Überbevölkerung.

Überbevölkerung wohl nicht, aber Bevölkerungswachstum mit dem Effekt, dass die Infrastruktur ausgebaut werden muss. Wieder eine pos./neg. Situation aus verschiedenen Perspektiven.

Smith2000 wrote:

2. Dadurch sind massiv mehr Arbeitslose in der Schweiz.

Kann man nicht sagen, denn wie kann man das vergleichen? Und "massiv" scheint in jedem Fall übertrieben, denn es gibt kaum Arbeitslose in der CH.

Es fehlen eher die Arbeitsplätze, wofür sich die "Ausgesteuerten" eigenen würden.

Sowieso sind "die Arbeitslosen" eine ungeeignete Gruppe, denn schau dir einmal die Definition von "Arbeitslosen" an. Wer wirklich nichts findet, der ist bald "ausgesteuert". Dort wird es dann schwierig und deshalb spricht man lieber über die Arbeitlosen.

Smith2000 wrote:

3. Die Kriminalität bzw. Jugendkriminalität nimmt stark zu.

Weiss ich nicht, aber wie kohärent sind eigentlich die Daten? Wie hat sich alleine die Erfassung der Daten verändert? Wie haben sich die zugrundeliegenden Gesetze verändert?

Smith2000 wrote:

4. Sozialbezüge quillen über, extreme überbelastung!

Das hat eher damit zu tun, dass man jedem helfen will. Früher hat man die Elendigen eher sich selber oder ihrer Familie überlassen.

Durch das "Outsourcing" an die Sozialbehörden konnte aber die Produktivität der früher belasteten Familienmitglieder erhöht werden.

Staaten, wo noch eine grosse Familiensolidarität herrscht, mögen zwar diesbezüglich humaner erscheinen, aber insgesamt erscheinen diese Staaten als "elender" als es die CH ist.

Smith2000 wrote:

Seit diesem Abkommen ist die Schweiz für mich nicht mehr sicher, in anbetracht des Wohlstands. Wenn es so weitergeht enden wir, wie Pouletschenkel auf dem Grill - einfach ohne Marinade und ohne Feuer!

Willst du denn lieber ein "Pouletflügeli" auf dem Grill sein? Mit Marinade und Feuer?

Diesen Punkt verstehe ich nicht.

Smith2000 wrote:

Altbundesrat Blocher prohezeite diese Erkenntnis im Jahr 2005, damals hat man ihn abgewählt, statt auf seine Warnungen einzugehen! Das hat man nun davon!

Generell wurden die Folgen zu wenig transparent diskutiert. Ich war gegen die erweiterte PFK, weil BR Leuthard so einseitig argumentierte. Wenn eine Partei einseitig argumentiert, ist dies normal, wenn es der BR macht, muss das mMn irgendwie sanktioniert werden.

Das alles machte es leicht für Blocher, denn es gab auch Nachteile. Diese wurden dämlicherweise von BR Leuthard verschwiegen, was es für Blocher sehr leicht machte, Recht zu bekommen.

Smith2000 wrote:

Die Personenfreizügigkeit muss sofort gekündigt werden, es war der grösste Fehler. Somit wird es Betrüger nur noch leichter gemacht.

Hat wenig mit Betrügern zu tun.

Man müsste das gesamte Thema besser diskutieren. Die PFK führt vorallem dazu, dass die CH-Wirtschaft immer stärker in hoch produktive Wirtschaftbereiche investiert. Die Arbeitsplätze sind dann besser bezahlt, aber die Anforderungen werden immer höher, Personal dank PFK vorhanden.

Für die weniger Qualifizierten wird es aber immer schwieriger Schritt zu halten. Sie können nicht mehr in den Zentren leben, werden verdrängt.

Haupttreiber ist die "Globalisierung", in der nun auch die Schwellenländer und bald die Entwicklungsländer wettbewerbsfähig werden. Mit der PFK kann die CH in diesem Prozess besser bestehen. (Wobei man auch diskutieren könnte, ob die Globalisierung aller Tage letzter Abend sei)

Insgesamt gewinnt "die Schweiz", aber viele Einwohner werden zumindest relativ schlechter gestellt. Was nützt es einem UBS-Angestellten, wenn die UBS profitabler wird, er hingegen entlassen?

Die Politik hat das natürlich schon von Anfang an erkannt, deshalb all die verschiedensten drosselnden Massnahmen, aber man könnte das Thema jetzt langsam im TV vertiefender besprechen, denn die Leute sind jetzt bereit, auf komplexere Argumentationen einzugehen (siehe auch Post von @RPH), da sie selber - je nachdem - betroffen sind.

Bullish
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Personenfreizügigkeit künden ?!?

Pesche wrote:

OK zu Kompliziert:

Vorschlag, sofortige Vollstreckung der Ausschaffung.

Da sind wir alle Probleme los und haben genügend Platz für die Verbrecher mit schweizer Pass. Unter dem Motto: Jeder Schweizer hat Anrecht auf ein Gefängnissplatz.

Gehört eigenlich nicht in diese Thread, aber

hier fangen dann doch die Probleme erst richtig an: Schweizer werden eingesperrt und Ausländer im Ausland "freigelassen"??

Dann wird es ja für Kriminaltouristen noch attraktiver, in die Schweiz zu kommen Biggrin

fritz.
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Personenfreizügigkeit künden ?!?

Manfred wrote:

Und hast selber nicht auch das untrügliche Gefühl, dass wenn unsere Grenzen nicht mehr besetzt sind, mehr Gesindel herein kommt? (Ist doch ganz einfach nur Logisch!)

Dieses Gefühl hatte ich vor dem Abkommen auch. Aber was hat sich wirklich geändert? Hast du seit dem Schengen-Abkommen mal irgendwo eine Grenze überquert?

Es hat sich wenig geändert, die Strassen-Grenzübergänge, die ich kenne, sind immer noch genauso besetzt wie vorher. Was aber neu dazukommst, sind ständige Kontrollfahrten und -gänge bis ca. 10 km von der Grenze entfernt, also dort, wo sich viele schon in Sicherheit wägen.

Solche Kontrollfahrten habe ich auch schon öfters im "Feindesland" gesehen, also Schweizer Zoll in Deutschland und umgekehrt, allerdings weiss ich nicht, zu was die dort dann befugt sind.

Also insgesamt würde ich nicht behaupten, dass es jetzt einfacher ist, unbemerkt über die Grenze zu kommen.

Gruss

fritz

Elias
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Mehr Gewinner als Verlierer

Die Personenfreizügigkeit mit der EU hat in der Schweiz das Wirtschaftswachstum erhöht. Ein breiter Lohndruck ist nicht sichtbar, doch es gibt auch Verlierer. Das geht aus einer Analyse der Bundesverwaltung hervor.

Beschönigung vorgeworfen

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/personenfreizuegigkeit-s...

 

 

In guten alten Zeiten der hochgelobten Kontingentierung in den 90er-Jahre hatten wir 5% Arbeitslose und Rezession. Ach, was war das schön damals.

 

 

 

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Benjamin Franklin

Sabrina.
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Personenfreizügikeit

Ich finde nicht dass man mit der Personenfreizügikeit einen Fehler gemacht hat. Wir profitieren auch sehr von den ausländischen Mitarbeitern. Es kommen sehr viele Fachkräfte die unserer Wirtschaft sehr gut tun. Viele Menschen die sich so fürchten sind in erster Linie sehr ängstlich und haben wahrscheinlich selbst nicht viel Zeit in ihre Ausbildung gesteckt. Ich denke diese Problematik hat für die Menschen die ihren Job gut machen und sich immer wieder weiterbilden keine so grosse Bedeutung. 

Elias
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Wegen den Ausländern geht es uns so gut

Herr Körber, die Wirtschaftsforscher von BAK Basel haben jüngst die BIP-Prognose für die Schweiz erhöht, das Barometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH steigt weiter an. Gibt es in der Schweiz wirklich keine Anzeichen der Eurokrise?
Alexis Körber:
Die Krise macht sich schon bemerkbar. Die Nachfrage aus der Eurozone hat deutlich nachgelassen. Das spürt unsere Exportwirtschaft. Aber im gesamtwirtschaftlichen Kontext kann hierzulande tatsächlich nicht von einer Krise gesprochen werden.

Erklären Sie uns, warum das so ist. Die Schweizer Wirtschaft ist doch in hohem Masse abhängig von der EU?
Es zeigt sich, dass die Schweiz eine sehr wettbewerbsfähige Exportindustrie mit qualitativ hochwertigen Produkten hat, die sich auch in der Krise verkaufen lassen.

Woran denken Sie?
Vor allem die Uhrenindustrie wächst sehr kräftig. Auch Pharmaprodukte stossen nach wie vor auf grosse Nachfrage, weil sie relativ konjunkturunabhängig sind.

Reicht das, um die ganze Schweizer Wirtschaft vor der Rezession zu retten?
Nein, aber hinzu kommen vergleichsweise gesunde Staatsfinanzen und – als wichtigster Faktor – die hohe Attraktivität für ausländische Arbeitskräfte. Die Zuwanderung wirkt im Moment wie ein Konjunkturprogramm, nur zahlt der Staat dafür nicht.

Wie lange hält dieses «Konjunkturprogramm», wie Sie es nennen, an?
Vorerst sehen wir kein Ende dieses Trends. Die Schweiz ist weiterhin sehr attraktiv für ausländische Arbeitnehmer, insbesondere für hochqualifizierte.

Machen die Schweizer Unternehmen etwas besser als ihre europäischen Konkurrenten?
Die Schweiz hat eine Exportindustrie mit sehr vielen verschiedenen Standbeinen. Hinzu kommt die erwähnte Wettbewerbsfähigkeit. Im Moment werden die Unternehmen durch den starken Franken noch zusätzlich fit gehalten, auch wenn das für viele Firmen in der aktuellen Lage alles andere als angenehm ist.

Welche Branchen machen Ihnen die grössten Sorgen?
Diejenigen, die sich ohnehin im Strukturwandel befinden, wie die Textilbranche oder die grafische Industrie. Auch der Tourismus leidet in hohem Masse.

Wann erreicht die Eurokrise die Schweiz doch noch?
Ich denke, gar nicht.

Was verleiht Ihnen diesen Optimismus?
Wir gehen davon aus, dass zumindest kein grosses Euroland wie Italien oder Spanien Pleite geht und die Märkte wieder Vertrauen fassen.

Und welches ist Ihr Worst-Case-Szenario?
Eine Pleite Italiens oder Spaniens. Dann würde auch die Schweiz in eine Rezession rutschen.

Hätten Sie zu Beginn der Eurokrise mit diesem Verlauf für die Schweiz gerechnet?
Wir sind vom starken ersten Quartal 2012 überrascht worden. Das hätten wir so nicht erwartet. Deshalb haben wir unsere Prognosen korrigiert. http://www.20min.ch/finance/news/story/Wegen-den-Auslaendern-geht-es-uns...

 

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Ausländer gründen vier von zehn Firmen

Im Jahr 2000 wurden erst 22 Prozent der Firmen in der Schweiz von Ausländern gegründet. Unterdessen beträgt der Anteil satte 40 Prozent.

 

Die Schweiz ist Innovationsweltmeister. Das verdankt das Land auch den Ausländern. Hinter vier von zehn Firmenneugründungen stehen Nicht-Schweizer. Das zeigen Zahlen, die der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B für das SRF-Wirtschaftsmagazin «ECO» berechnet hat. Seit dem Jahr 2000 ist der Anteil der Ausländer, die Unternehmen gründeten, von 22 auf 40 Prozent gestiegen, während ihr Anteil an der Bevölkerung lediglich von 20 auf 23 Prozent zunahm.

Migranten zeigten grundsätzlich eine höhere Bereitschaft, eine Firmengründung zu wagen. Das belegten mehrere Untersuchungen, sagt Beat Schillig vom St. Galler Institut für Jungunternehmen IFJ zu «ECO». «Zudem haben wir an den Hochschulen einen extremen Start-up-Boom beobachtet, vor allem im Hightech-Umfeld: 75 Prozent der Start-ups in diesem Umfeld werden von Ausländern gegründet.»

Mit 7 Prozent Neugründungen stehen die Deutschen in der Schweiz derzeit an der Spitze der Ausländer. Gefolgt von Italien (6%), Ex-Jugoslawien (5%) und Frankreich (4%).

http://www.20min.ch/finance/news/story/Auslaender-gruenden-vier-von-zehn...

 

Und sie schaffen die Firmengründungen, ohne ein Forum zuzumüllen

 

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