EURO - €

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SNB weiter am Devisenmarkt aktiv

Die wöchentlichen Bilanzpositionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) deuten auf reguläre Devisenankäufe durch die Zentralbank hin, um eine Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern. Da der Franken gegenüber dem Euro nicht substanziell abgewertet hat, glauben wir, dass die SNB ihre Interventionen fortführen wird.
In der Woche zum 8. Januar sind die Sichteinlagen von Banken und anderen Institutionen bei der SNB um CHF 1.6 Mrd. angewachsen. Dies war der stärkste Anstieg seit Juli 2015. Anstiege der Sichteinlagen sind ein guter Indikator für die Devisenankäufe durch die SNB, da die SNB diese Käufe über Gutschriften auf Sichteinlagen von Banken finanziert.

Deviseninterventionen sind aber nicht der einzige Faktor, um die Veränderungen der Sichteinlagen zu erklären
Besonders die Sichteinlagen von Banken fallen zum Jahresende meistens aufgrund der stärkeren Nachfrage nach Banknoten und erholen sich dann im Januar wieder.
Berücksichtigen wir diese saisonalen Faktoren, schätzen wir die Devisenankäufe der SNB im Verlauf der letzten zwei Wochen auf ca. CHF 500 Mio. pro Woche. Dies entspricht mehr oder weniger dem wöchentlichen Durchschnitt seit September 2015. Auch haben wir festgestellt, dass die Deviseninterventionen in der dritten und vierten Dezemberwoche mögliche r- weise höher waren (rund CHF 1.5 Mrd. pro Woche), was wahrscheinlich geschah, um eine allfällige Aufwertung des Frankens um die Zeit des letzten geldpolitischen Entscheids (10. Dezember 2015) zu verhindern. Generell und mangels einer substanziellen Abwertung des Frankens gegenüber dem Euro glauben wir, dass die SNB ihre regulären Interventionen am Devisenmarkt fortführen wird.

https://www.credit-suisse.com/media/production/pb/docs/unternehmen/kmugr...

 

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Euro hält sich bei 1,09 US-Dollar

Neue Daten zur Preisentwicklung in den USA konnten am Nachmittag keine grösseren Impulse am Devisenmarkt auslösen. Die US-Inflationrate legte im Dezember auf 0,7 Prozent zu. Wegen der Talfahrt der Ölpreise blieb die Teuerung aber vergleichsweise schwach. Yes 3   Am Markt gibt es wegen der niedrigen Inflation zunehmend Zweifel, ob die US-Notenbank nach der ersten Zinserhöhung im Dezember noch in der ersten Jahreshälfte eine weitere Erhöhung folgen lässt.

Am Morgen konnte der Euro dagegen noch stark von der schlechten Stimmung an den internationalen Aktienmärkten profitieren und stieg zeitweise bis auf ein Tageshoch bei 1,0976 Dollar. Wegen der Talfahrt der Ölpreise machen sich Investoren zunehmend Sorgen um die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und suchten sichere Anlagehäfen. Am Devisenmarkt sind das zurzeit vor allem der japanische Yen und der Euro.

Dagegen gerieten Währungen von Ländern mit einem starken Rohstoffsektor wegen der fallenden Ölpreise unter Abwertungsdruck. Besonders hart traf es den russischen Rubel, der auf ein Rekordtief fiel. Der Kurs erreichte zuletzt den historisch schwächsten Stand von 81,49 Rubel.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,77000 (0,76473) britische Pfund (EUR/GBP), 127,28 (128,12) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,0932 (1,0922) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest.

http://www.finanzen.ch/nachrichten/devisen/Devisen-Euro-haelt-sich-bei-1...

 

 

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EUR/CHF-Kurs >1,10: Jetzt kann alles ganz schnell gehen

Der Euro-Franken-Kurs steigt und steigt: Seit einem Monat geht es nach oben. Wenige Tage vor Weihnachten war 1 Euro nur 1,0755 Franken wert. Aktuell sind es 1,0960 - in der letzten Wochen sogar bis zu 1,0985 Franken. Die Marke bei 1,10 dürfte kein Hindernis darstellen. Hintergrund ist neu aufkeimender Optimismus an den Finanzmärkten und eine bei 1,13 liegende Wechselkursprognose eines sehr zuverlässigen Prognostikers.

Chinas Volkswirtschaft erreichte im 4. Quartal 2015 eine jährliche Wachstumsrate von 6,8%, wie die Regierung in Peking nun mitteilt. Das ist in etwa das, was Analysten erwartet hatten. Auch bei der Industrieproduktion bleibt eine negative Überraschung aus. Anleger nehmen die stabilen Zahlen zum Anlass, um in die Aktienmärkte einzusteigen.

Auffällig ist die schwache Performance des Euro-Franken-Kurses. Trotz des Anstiegs der Risikobereitschaft ist der Wechselkurs nicht ein der Lage, höher zu notieren. Die Erholung der Märkte ist offenbar noch nicht in trockenen Tüchern. Damit man von einer Risiko-Rallye sprechen kann, braucht es mehrere Tage am Stück steigende Aktienkurse und steigende Rohstoffpreise.

Dies wäre dann der Nährboden für Kursgewinne des Euros. Denn die Wirtschaft im Euroraum dürfte sehr viel stärker von einer Stabilisierung Chinas profitieren als die in der Schweiz. Der Währungsraum befindet sich konjunkturtechnisch im Aufhol-Modus. Hinzu käme bei einer weltweiten Aktienmarkt-Erholung eine rückläufige Franken-Nachfrage von Sicheren-Hafen-Anlegern.
 


Der Eurokurs wird bis Jahresmitte auf 1,13 Franken steigen, prognostiziert der Chef der Devisenabteilung bei Morgan Stanley, Hans Redeker. Der Deutsche kam bei seinen 6-Monats-Prognosen zuletzt auf eine Prognosegüte von 83% (5 von 6 möglichen Punkten). Es bietet sich somit für Franken-Kreditnehmer, die mit einer Euro-Konvertierung oder mit einem Switchen liebäugeln, an, auf Basis dieser Prognose eine Entscheidungen zu fällen.

Morgan Stanley hatte im Juli 2015, als der Eurokurs bei 1,04 Franken stand, gesagt, dass das Devisenpaar bis Jahresende auf 1,10 Franken steigen würde. Für die korrekt vorausgesagte Richtung gibt es die volle Punktzahl (3 von 3 möglichen Punkten). Der Euro kletterte bis Ende 2015 aber nur auf 1,09 Franken, weshalb es Abzug bei der Treffgenauigkeit gibt (2 von 3 möglichen Punkten).

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Wie ist Ihr Ausblick für den Franken?

Unsere Prognose sieht den Franken auf dem jetzigen Niveau über die nächsten zwölf Monate.

Langfristig erwarten wir ­allerdings eine Abwertung des Frankens über ein Niveau von 1,30 Euro zum Ende des nächsten Jahres.

 

Jan Hatzius arbeitet seit 1997 für die US-Bank Goldman Sachs, seit 2011 als Chefökonom. ­Hatzius ist einer der einflussreichsten Ökonomen an der Wall Street und erhielt mehrere Auszeichnungen für ­seine Prognosen.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/goldman-chefoekonom-wir-sehen-st...

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Höchster Stand seit September Euro überspringt Marke von 1,10 Fr

Der Euro-Kurs hat am Montagnachmittag kurzfristig die Marke von 1,10 Franken übersprungen. Damit haben die Auguren recht, die eine allmähliche Schwächung des Frankens prognostiziert haben.

http://www.nzz.ch/finanzen/euro-ueberspringt-marke-von-110-franken-1.186...

 

 

Das ist gut für die Margen der CH-Firmen

 

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Euro-Franken-Kurs legt kräftig zu

Wieder deutlich über 1.10: Warum die Schweizer Währung derzeit an Boden verliert.

 Der Euro übersteigt am Dienstag zum Franken teilweise die Marke von 1.1028.

Ein Chart ganz nach dem Geschmack der Schweizer Exportindustrie: Der Euro übersteigt am Dienstag zum Franken teilweise die Marke von 1.1028.

Der Franken lässt gegenüber dem Euro Federn. Der Wechselkurs übersprang seit Montag mehrmals die Marke von 1.10. Am Dienstag gegen 17.30 Uhr kletterte der Euro im Vergleich zum Franken auf den Tageshöchststand von 1,1043 Franken. Im Tagesverlauf legte der Euro damit um 0,48 Prozent zu. «Die Entwicklung der wöchentlichen Sichteinlagen des eidgenössischen Geschäftsbankensektors bei der Schweizerischen Nationalbank signalisiert, dass die eidgenössischen Währungshüter vermutlich wieder an den Devisenmärkten aktiv sind», heisst es in einem Kommentar der VP Bank. Der Anstieg der Sichteinlagen sei aber gemessen an der Entwicklung des Vorjahres «verhältnismässig gering».

«Zu vermuten ist, dass die SNB bemüht ist, die gegenwärtige Schwächephase des Franken noch weiter anzuschieben», so die Experten weiter.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/eurofrankenkurs-legt-k...

 

 

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Speedy3
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Euro Anstieg erstaunt

Mich erstaunt der Euro-Anstieg da der Brexit droht und das Asylantenproblem den Euroraum entzweit. 

 

Domtom01
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Die Stärke des Euros ist die Schwäche des CHF, bzw. die Finger der SNB.

Speedy3
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Der Euro hat aber auch gegenüber dem Dollar über 1% zugelegt. Dies würde gegen die Intervention der SNB sprechen, eher für eine allgemeine Eurostärke. Wenn sie die EU Minister nicht in den Hintern kneifen, fällt das Ding ins Wasser.

Brunngass
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Eurostärke ?

Die Eurostärke ist eine Dollarschwäche,vom Gold bis zum Yen hat alles gegenüber dem Dollar zugelegt.

Speedy3
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Gibt es einzigen Grund dass es im EU Raum wirtschaftlich besser läuft als in der USA. Keinen einzigen, im Gegenteil. Darum setze ich auf den Dollar, die EU hat echte Probleme.

 

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Der Franken wird zum Euro noch stärker

Der Franken gewinnt am Mittwoch zum Euro erneut deutlich an Boden. Zwischenzeitlich kostete der Euro weniger als 1,09 Franken. Zuletzt stand er vor etwa sechs Wochen so tief.

http://www.cash.ch/news/alle/der_franken_wird_zum_euro_noch_staerker-342...

 

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Spekulationen über EZB-Maßnahmen setzen Euro unter Druck

Die Inflation hinkt den Erwartungen der Europäischen Zentralbank weiter hinterher. Experten erwarten deshalb, dass die Währungshüter ihre Geldpolitik erneut lockern. Der Euro gerät mächtig unter Druck.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/devisen-s...

 

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«SNB muss weiter an den Devisenmärkten intervenieren»

Die SNB wird nicht drum herumkommen, weiterhin an den Devisenmärkten zu intervenieren. Auch eine weitere Senkung des Franken-Libor schliesse ich nicht kategorisch aus, obwohl es nicht mein Basisszenario ist. Ich rechne aktuell damit, dass der Negativzins uns noch weitere Jahre erhalten bleibt. Dementsprechend dürfte sich der Schweizer Franken zum Euro in diesem Jahr in einem Band zwischen 1.06 bis 1.12 bewegen.

http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/SNB-muss-weiter-an-den-Devisen...

 

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Arbonia-CEO rechnet mit Euro-Frankenkurs um die Parität

In seiner Planung gehe er davon aus, dass sich der Frankenkurs zum Euro "langfristig um die Parität, sprich 1:1 einpendeln wird", so von Witzleben. "Der Schweizer Franken ist seit langem eine starke Währung und wird es auf Dauer bleiben." In den letzten Wochen hatte sich die Schweizer Währung abgeschwächt, der Euro verteuerte sich dabei zeitweilig bis auf über 1,15 CHF.

https://www.cash.ch/news/top-news/devisen-arbonia-ceo-rechnet-mit-euro-f...

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iruch
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Martin Neff: «Momentan läuft der Zins-Tango»

Martin Neff: «Momentan läuft der Zins-Tango»

Verliert der Schweizer Franken weiter an Wert? Welche Rolle spielt dabei die SNB, und wie lange müssen wir noch mit Negativzinsen rechnen? Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff gibt Auskunft im cash-Interview.

https://www.cash.ch/news/politik/frankenkurs-snb-und-zinsen-martin-neff-momentan-laeuft-der-zins-tango-1092378

iruch
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Was der schwache Franken für die Schweizer Börse bedeutet

Was der schwache Franken für die Schweizer Börse bedeutet

Der Schweizer Franken wird schwächer und schwächer. Was gut ist für kleinere Exportunternehmen, ist für andere Schweizer Firmen kaum ein Vorteil.

https://www.cash.ch/news/top-news/waehrung-im-sinkflug-was-der-schwache-franken-fuer-die-schweizer-boerse-bedeutet-1089194

Zyndicate
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Was steckt hinter dem Euro

Was steckt hinter dem Euro-Höhenflug?

Der Euro wird zum Franken stärker. Inzwischen wurde im Wechselverhältnis die Marke von 1,11 überschritten. Weshalb Anleger von der europäischen Gemeinschaftwährung derzeit so angetan sind.

26.07.2017 13:45

Von Marc Forster

Einige Prognosen zum Euro-Franken-Wechselkurs wurden vor kurzem noch skeptisch gesehen: Die Vorhersage der UBS etwa, dass in den nächsten Monaten ein Tauschverhältnis von 1,16 erreicht wird. Aber langsam nähert sich die Realität dieser Marke: Der Interbanken-Kurs für die beiden Währungen befindet sich bereits bei 1,1172. Das Tageshöchst lag gar bei 1,1176.

Der Euro ist in den vergangenen Woche zum Franken konstant stärker geworden, wie die Grafik zeigt.

Der Euro-Franken-Kurs seit Anfang Juni (Quelle: www.cash.ch).

Der Optimismus für den Euro ist am Markt im Moment sehr gross. Nach der Wahl des Reformers Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs und den guten Umfrageergebnissen der EU-"Stabilitätsgarantin" Angela Merkel für die kommenden deutschen Wahlen gilt die Wahrscheinlichkeit von vom Markt unerwünschten poltischen Entwicklungen als reduziert. Dazu kommt, dass seit einigen Wochen viel offener über eine langsame Straffung der Frankfurter Geldpolitik gesprochen wird. Auch aus dem Innern der Europäischen Zentralbank werden jetzt Überlegungen laut, die Zinsen in der Euro-Zone langsam anzuheben.

Die Märkte sind euphorisch: "Mittlerweile ist daraus fast schon ein Selbstläufer geworden: Mit dem Bruch wichtiger markttechnischer Widerstände kommt es immer wieder zu Anschlusskäufen", schreibt die Liechtensteiner VP-Bank in einem Kommentar zum Euro-Dollar-Kurs. Wenn der Euro zum Dollar stärker wird, begünstigt dies in aller Regel auch die Abschwächung des Frankens zum Euro - eine Entwicklung, die von der Nationalbank im Interesse des Schweizer Exports nach wie vor gewünscht wird.

Spekulationen um Jordan-Aussage

Am Markt verweisen Händler auch auf ein Interview mit Thomas Jordan mit der Zeitung "Le Temps". Darin hatte der Direktionspräsident der Nationalbank den Franken als nach wie vor überbewertet bezeichnet. Dies habe nun Spekulationen ausgelöst, dass die aktuelle Frankenschwäche womöglich künstlich verstärkt werden könnte. Die Kursentwicklung von heute Morgen zeigt auch einen auffälligen Anstieg des Euros kurz vor Mittag. Solche Muster im Kursverlauf wurden früher schon mit Devisenkäufen der Nationalbank in Verbindung gebracht.

Auch andere gute Nachrichten nähren die positive Haltung der Märkte zum Euro. So konnte Griechenland gestern eine fünfjährige Staatsanleihe platzieren. Mit einer Rendite von 4,625 Prozent kommt das Kapitalmarktgeschäft für Athen wohl günstiger zustande als zunächst angenommen worden ist. In Deutschland wiederum kletterte das Konjunkturbarometer des Ifo-Index auf 116 Punkte. Damit ist die Stimmung in der deutschen Wirtschaft derzeit so gut wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

(mit Material der Nachrichtenagentur AWP)

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mfo
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Ich muss eine Rechnung von

Ich muss eine Rechnung von 50000€ bezahlen. Ich hoffe auf einen Kurs und unter 1.10

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

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Der Euro lockt zum Kauf

Der Euro lockt zum Kauf

Die Türkei-Wirren hinterlassen deutliche Spuren an den Währungsmärkten, der Euro-Franken-Kurs ist so tief wie schon lange nicht mehr. Sollen Schweizer nun schon Euro kaufen?

13.08.2018 23:00

Von Ivo Ruch

Die einen glauben an Verschwörung, für die anderen war es eine Frage der Zeit. Die beschleunigte Abwertung der türkischen Lira hat sich in den letzten Tagen zum Hauptthema an den Finanzmärkten entwickelt. Die Folgen: Flucht in sichere Devisen und Staatsanleihen sowie negative Börsenkurse bei erhöhter Volatilität. Kurz, die Verunsicherung ist deutlich gestiegen.

Während die türkische Regierung einen Komplott amerikanischer Investoren wittert, sehen die meisten Marktbeobachter die Lage nüchterner. Die türkische Lira ist schon seit geraumer Zeit unter Druck. Alleine in den letzten 52 Wochen hat sie 96 Prozent ihres Wertes gegenüber dem Dollar eingebüsst. Hohe Inflation, steigendes Leistungsbilanzdefizit und eine Zentralbank, die von der Regierung gegängelt wird, haben sukzessive am Investorenvertrauen genagt. Politisches Hickhack zwischen Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan gipfelte Ende letzter Woche zudem in der Ankündigung von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei.

Wie so oft wenn Geopolitik das Geschehen dominiert, stehen aus Schweizer Sicht die Währungen im Fokus. Der Euro-Franken-Kurs stürzte am Montagmorgen kurz unter der Marke von 1,13. Das war zuletzt vor rund einem Jahr der Fall. Im Vergleich zu Mitte Mai hat der Franken gegenüber dem Euro somit fast 6 Prozent an Wert gewonnen.

Wird der Euro noch schwächer?

Das sind schlechte Neuigkeiten für die Schweizer Exportindustrie und andere Branchen wie der Tourismus, die von einem schwächeren Franken profitieren. Wer allerdings Ferien in der Euro-Zone plant und dort einkauft, kann sein Geld zu deutlich attraktiveren Kursen umtauschen. Oder ist es gar noch zu früh, um sich bereits mit Euro einzudecken? Wertet sich der Euro noch mehr ab?

Die Gemeinschaftswährung verliert derzeit an Wert, weil der Kursverfall der türkischen Lira Sorgen um einige europäische Banken mit viel Geschäft in der Türkei hervorruft. Konkret ist laut der Zürcher Kantonalbank (ZKB) auf Ebene der einzelnen Banken insbesondere die spanische BBVA stark exponiert. An zweiter bis fünfter Stelle folgen die italienische Unicredit, die niederländische ING, die britische HSBC und die französische Grossbank BNP Paribas.

Die Schweizer Banken sind vergleichsweise weniger stark exponiert. Und doch verloren die beiden Grossbanken CS und UBS am Montag mehr als 1 Prozent an Wert. Die Rückkehr der Euro-Schwäche ist aber auch ein Zeichen dafür, wie viele Probleme die Euro-Zone immer noch mit sich herumträgt. Dazu gehören hohe Schulden in vielen Ländern, wackelige Banken und schwache Institutionen.

Spekulanten lösen ihre Positionen auf

Nachdem der Euro im Frühling zu verschiedenen Währungen aufwertete, seien die spekulativen Investoren nun dabei, ihre Positionen für einen starken Euro aufzulösen, schreibt die St. Galler Kantonalbank in einem Kommentar. "Entsprechend wird der Euro immer wieder unter Druck geraten". Wie der folgende Chart zeigt, ist der Eurokurs seit seinem Jahreshoch Mitte Mai nach und nach auf dem Rückzug.

Aufstieg und Fall des Euro in den letzten zwölf Monaten (Quelle: cash.ch)

Chartanalysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sehen den Euro-Franken-Kurs mittelfristig weiterhin in einem Abwärtstrend. Auf Sicht der nächsten ein bis zwei Wochen werde zwar mit einer Stabilisierung Richtung 1,145 gerechnet, im Anschluss daran aber mit wiederkehrenden Abgaben Richtung 1,12.

Am Montagvormittag konnte sich die türkische Lira etwas erholen, nachdem die dortige Notenbank mehrere Massnahmen ergriff, um die Liquidität der Banken zu erhöhen. Zudem wurden die Reserve-Anforderungen an bestimmte Währungsgeschäfte verringert, um dem Finanzmarkt mehr flüssige Mittel zuzuführen. Doch laut internationalen Experten wäre der wirksamste geldpolitische Schritt eine deutliche Zinserhöhung, in Kombination mit der Botschaft, dass die Zentralbank unabhängig von der Regierung sei.

Ein solcher Schritt ist momentan allerdings unwahrscheinlich. Bisher fiel Präsident Erdogan vor allem auf, indem er die wirtschaftlichen Probleme der Türkei abstritt. Finanzminister Berat Albayrak – ein Schwiegersohn von Präsident Erdogan – versuchte zwar mit der Ankündigung eines Wirtschaftsprogramms die Märkte zu beruhigen und den Kurssturz der Lira zu stoppen. Aber glaubhaft wirkten auch seine Äusserungen nicht. 

Der Euro könnte  in nächster Zeit also noch schwächer werder. Wer dieses Risiko nicht eingehen will, kann aber jetzt schon Euros kaufen. Den "richtigen" Einstiegszeitpunkt erwischt man an den Märkten ja sowieso äusserst selten bis nie.

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UBS-Ökonomen glauben an

UBS-Ökonomen glauben an Überleben des Euro

Die Ökonomen der Grossbank UBS glauben an den Euro. Die Gemeinschaftswährung dürfte ihrer Meinung nach dank der relativ hohen Popularität in der Bevölkerung auch in einem Szenario mit einer starken Rezession überleben.

11.04.2019 14:26

Die grösste Gefahr komme von Populisten und der Austeritätspolitik gewisser Länder. Die grösste Schwachstelle sei Italien.

"Eine Rezession könnte den Zusammenhalt des Euroraums zwar gefährden. Wir sind aber der Ansicht, dass der Euro auch eine schwere Rezession überstehen würde", sagte Ricardo Garcia, Chefökonom für die Eurozone, an einer Medienveranstaltung am Donnerstag in Zürich. Eine schwere Rezession wäre gemäss der UBS-Definition eine BIP-Kontraktion in der Grössenordnung von 6 bis 7 Prozent, etwa so wie bei der Finanzkrise 2009.

Euro ist populär

Ihren Optimismus in Bezug auf den Euro ziehen die Ökonomen vor allem aus der relativ hohen Popularität, die der Euro in den meisten Mitgliedsländern derzeit habe. Auch in Ländern wie Italien, wo de Euro verhältnismässig unpopulär sei, seien die Befürworter des Euro im Vergleich zu den Gegnern aktuell deutlich in der Überzahl. Die Differenz zwischen den beiden Gruppen könnte allerdings im Szenario mit einer starken Rezession nahe an die Null-Linie sinken, gestehen die Ökonom ein.

Zusätzlich belastet werden könnte die Stimmung für den Euro, wenn die Negativzinsen von Banken im grossen Stil an die Kunden weitergegeben würden und wenn die Populisten in Ländern wie Italien wegen unpopulärer fiskalpolitischer Massnahmen weiteren Auftrieb erhalten würden. "Dann dürfte es eng werden für den Euro", gibt Garcia zu.

Grössere Strukturveränderungen

Die UBS-Ökonomen gehen aber davon aus, dass das Euro-Konstrukt auch in einem solchen Fall halten würde. Eine schwere Rezession hätte aber wohl bedeutende Strukturveränderungen im Euroraum zur Folge, welche auch die stärksten Mitgliedsländer treffen würden. So dürften in einer ersten Phase die Risikoprämien, also die Zinsunterschiede zwischen Anleihen von starken und schwachen Euro-Ländern, wieder stark ansteigen.

Die Zinsen für längerfristige deutsche Staatsanleihen (Bunds) könnten dann auf unter -1 Prozent sinken, was wiederum auch den deutschen Bankensektor in Schwierigkeiten bringen würde. In einer solchen Lage bzw. bei einer wirklich starken Rezession würde die Europäische Zentralbank nach Einschätzung der UBS-Spezialisten die Zinsen wohl noch weiter senken.

Wie die Staaten auf solche Entwicklungen bzw. auf eine schwere Rezession reagieren würden, ist eine andere Frage. "Eine Fiskalunion, also die Ausgabe etwa von Euro-Staatsanleihen, würde sicher helfen. Das Vertrauen der Märkte würde damit steigen", meinte UBS-Ökonom Garcia. Das Endresultat müsste wohl "eher mehr als weniger Integration" sein.

Büchse der Pandora würde geöffnet

Garcia geht allerdings nicht davon aus, dass es soweit kommen wird; der Ökonom glaubt eher an weitere Massnahmen der EZB. Neben weiteren Rückkaufprogrammen für Anleihen (QE-Programm) könnten auch Aktienkäufe zum Thema werden, um die Märkte liquid zu halten und das Vertrauen zu stärken. Aber auch noch tiefgreifendere Massnahmen wie etwa Helikoptergeld, also mehr oder weniger das Verteilen von Bargeld zur Ankurbelung der Wirtschaft, wären laut Garcia nicht auszuschliessen - auch wenn das unwahrscheinlich sei.

Eher möglich wären wohl noch deutlich tiefere Zinsen. "Aber man würde damit die Büchse der Pandora öffnen", so Garcia mit Blick auf die völlig ungewissen Auswirkungen solcher Massnahmen etwa auf die Konsumenten. So könnte es etwa bei Leasing-Zinsen von -5 Prozent sehr attraktiv sein, ein fremdbezahltes Auto zu kaufen. Das aber könnte die Nachfrage und damit den Preis von Autos in die Höhe treiben, was wiederum zu Inflation führen könnte. Und was Konsumenten machen würden, wenn sie bei einem Bankomat-Bezug von 100 Euro lediglich 95 Euro erhalten würden, sei ebenfalls schwierig vorauszusehen.

(AWP)

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Devisen: Euro fällt unter 1

Devisen: Euro fällt unter 1,12 US-Dollar - knapp über 1,10 Franken

Der Kurs des Euro ist gegenüber dem US-Dollar am Dienstag gesunken und unter die Marke von 1,12 Dollar gefallen. Am Morgen rutschte die Gemeinschaftswährung bis auf aktuell 1,1190 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni. Am Vorabend notierte der sie bei 1,1210 Dollar.

23.07.2019 07:36

Gegenüber dem Schweizer Franken hält sich der Euro auch über Nacht knapp über der Marke von 1,10. Derzeit wird der Euro zu 1,1015 Franken gehandelt und damit marginal höher als am Montagabend mit 1,1007 Franken. Der Dollar notiert derweil bei 0,9843 (0,9819) Franken.

Marktbeobachter sprachen von einer breitangelegten Dollar-Stärke, die andere Währungen wie den Euro im Gegenzug belastet haben. Als Ursache für die Dollar-Stärke gilt die Einigung zu einer Schuldenobergrenze in den USA, die einen möglichen Stillstand der Regierungsgeschäfte für einen längeren Zeitraum abgewendet hat.

Die US-Regierung hat sich mit Vertretern aus dem US-Kongress auf ein Haushaltspaket mit einer Laufzeit von zwei Jahren geeinigt. Führende Politiker der Republikaner und der Demokraten sagten, dass es nun das Ziel sei, die Einigung so schnell wie möglich in beiden Kammern des Kongresses zu verabschieden und dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorzulegen.

In den vergangenen Jahren hatte der Streit um den Staatshaushalt mehrfach die Regierungsgeschäfte in den USA zeitweise lahmgelegt.

jkr/zb/ab

(AWP)

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Taucht der Euro gar auf 1,06

Taucht der Euro gar auf 1,06 Franken?

Der Euro notiert gegenüber dem Franken auf dem tiefsten Stand seit zwei Jahren. Experten könnte der Franken weiter steigen, sollten wichtige charttechnische Marken verletzt werden.

02.08.2019 08:25

Von Lorenz Burkhalter

Die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China verleiht dem Franken noch mehr Auftrieb. Am frühen Freitagmorgen lassen sogenannte Safe-Haven-Käufe den Franken im asiatischen Handel gegenüber dem Euro weiter steigen. Der Euro fällt vorübergehend auf 1,0950 Franken und damit auf den Stand von Juli 2017.

Darf man Charttechnikexperten Glauben schenken, dann hat das Währungspaar den Boden noch immer nicht erreicht.

Euro ist charttechnisch angeschlagen

Wie Mensur Pocinci und Alexis Chassagnade von Julius Bär schreiben, verläuft bei 1,0950 Franken eine wichtige charttechnische Schlüsselunterstützung. Wird diese nach unten verletzt, sehen die Autoren der Publikation "Technical Investment Strategy" den Euro auf 1,06 Franken zurückfallen. Dort notierte das Währungspaar letztmals Ende April 2017.

Seit gut einer Woche raten Pocinci und Chassagnade ihrer Leserschaft, Euro-Franken-Engagements zu veräussern. Das widerspricht früheren Empfehlungen der beiden Experten (cash berichtete).

Verlauf des Euro-Franken-Kurses seit 2015 (Quelle: Rolf Bertschi, Global Chart Outlook)

Ebenfalls vorsichtig gibt sich der früher für die Credit Suisse tätige und heute selbständige Rolf Bertschi in seiner wöchentlich erscheinenden Publikation "Global Chart Outlook". Auch er hält das Währungspaar für angeschlagen und wähnt es auf dem Weg in Richtung von 1,06 Franken. Allerdings macht Bertschi erst bei 1,09 Franken und nicht bei 1,0950 Franken eine entscheidende Unterstützungsmarke aus.

In einem Punkt sind sich die Charttechnikexperten jedoch einig: Selbst wenn der Euro nicht unter 1,0950 oder 1,0900 Franken tauchen sollte, bleibt die europäische Einheitswährung angeschlagen.

Anhaltspunkte für eine intervenierende SNB

Wie der im Mandat für die UBS Investmentbank tätige Michael Riesner ergänzt, hat die Situation seit April kontinuierlich eine Verschlechterung erfahren. Aufgrund der mittlerweile stark überverkauften Situation schliesst der bekannte Charttechnikexperte kurzfristige Erholungsversuche zwar nicht kategorisch aus. Solange der Euro aber nicht über 1,12 Franken zurückfindet, erwartet auch er in den Spätsommer hinein einen weiteren Rücksetzer in die Region von 1,08 bis 1,06 Franken.

Ein gewichtiges Wort mitzureden hat die Schweizerische Nationalbank (SNB). Wie sich von den zu Wochenbeginn veröffentlichten Statistiken zur Entwicklung der Franken-Sichtguthaben ableiten lässt, könnte die SNB zuletzt wieder mit Fremdwährungskäufen gegen eine weitere Aufwertung des Frankens interveniert haben. Beobachter warten nun ab, ob sich diese Vermutung am kommenden Mittwoch erhärten lässt, wenn die SNB über den Stand der Devisenreserven per Ende Juli informiert.

Die Interventionen kämen nicht von ungefähr, liegt der Euro-Franken-Kurs mittlerweile doch um gut 4 Prozent unter dem Stand von Ende April. Im Jahresvergleich errechnet sich sogar ein Minus von über 5 Prozent.

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Devisen: Eurokurs fällt in

Devisen: Eurokurs fällt in Richtung 1,09 US-Dollar

Der Eurokurs ist am Donnerstag im US-Handel wieder unter Druck geraten und hat sich der Marke von 1,09 Dollar weiter angenähert. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0913 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs noch auf 1,0938 (Mittwoch: 1,0982) Dollar festgelegt. Der Dollar hatte damit 0,9142 (0,9106) Euro gekostet.

26.09.2019 21:58

Gegenüber dem Franken legte der Euro wieder ganz leicht zu auf 1,0855 Franken, nachdem er am späten Nachmittag noch 1,0850 Franken gehandelt wurde. Damit kostet die Gemeinschaftswährung wieder so viel wie am Morgen. Auch der US-Dollar zog etwas an auf 0,9947 Franken nach 0,9923 Franken am Nachmittag.

Die Schwäche des Euro ist kein neues Phänomen. Bereits Mitte und Anfang September wurden ähnliche zweijährige Tiefstände erreicht wie am Donnerstag. Das zentrale Argument gegen den Euro liegt seit längerem in der immer lockereren Geldpolitik der EZB. Die Notenbank hatte ihren Kurs Mitte September nochmals verschärft, um sich gegen die schwächere Konjunkturlage und die aus ihrer Sicht zu geringe Inflation zu stemmen. Die immer niedrigeren Zinsen setzen dem Euro zu.

/he/jb

(AWP)

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Devisen: Euro bleibt

Devisen: Euro bleibt angeschlagen

Der Euro hat am Dienstag weiter in der Nähe seines tiefsten Stands seit fast zweieinhalb Jahren notiert. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,0890 US-Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Zum Wochenstart war der Euro mit 1,0885 Dollar auf den tiefsten Stand seit Mai 2017 gefallen.

01.10.2019 07:53

Im Vergleich zum Franken hat sich der Euro über Nacht kaum bewegt. Derzeit wird er zu 1,0880 gehandelt, nach 1,0881 am Vorabend. Der US-Dollar hat sich auf 0,9993 von 0,9980 leicht verteuert.

Am Dienstag stehen sowohl in der Eurozone als auch in den USA wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Die Einkaufsmanagerindizes, eine Umfrage in Unternehmen, geben Auskunft über den Zustand der Wirtschaft. Veröffentlicht werden die Indikatoren für die Industrie, die auf beiden Seiten des Atlantiks unter dem Handelskonflikt zwischen den USA und China leidet. Zusätzliche Belastung kommt von der ohnehin schwachen Weltwirtschaft.

bgf/jha/cf

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Deswegen hält sich der Euro

Deswegen hält sich der Euro-Franken-Kurs über 1,10

Trotz Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich der Franken zum Euro nicht aufgewertet. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Dies hat viel mit der Lage in einem bestimmten europäischen Land zu tun.

28.10.2019 22:26

Von Marc Forster

Seit knapp einer Woche hält sich der Kurs Euro-Franken über der Marke von 1,10. Dies zum Teil gar deutlich, denn zu Wochenbeginn erreichte das Währungspaar ein Drei-Monate-Hoch bei zwischenzeitlich 1,1059. Die Frankenschwäche scheint eine Behauptung und Annahme zu widerlegen, mit welcher die Schweizeriche Nationalbank (SNB) und die Währungsmärkte seit langem operiert haben: Die Ansicht nämlich, dass zwischen den Zinsen der EZB und jenen der SNB ein angemessener und möglichst gleichbleibender Abstand bestehen müsse, damit sich der Franken nicht aufwertet.

Diese Zinsdifferenz zwischen der Eurozone und der Schweiz hat sich vergangenen Monat aber reduziert. Am 12. September senkte die EZB ihre Negativzinsen für Banken von -0,4 auf -0,5 Prozent. Die SNB verzichtete eine Woche später allerdings auf eine Zinssenkung und beliess den Leitzins bei -0,75 Prozent. Der Kurs Euro-Franken bewegte sich in diesem Zeitraum zwischen 1,0957 und 1,0961. Auf ein Mehrjahrestief bei 1,0811 hatten die Investoren den Euro indessen schon am 4. September geschickt.

Der Kurs Euro-Franken in den vergangenen 12 Monaten (Grafik: cash.ch).

Die reduzierte Zinsdifferenz haben die Anleger bisher scheinbar also verdaut. "Der Markt glaubt kaum daran, dass die SNB den Zins noch weiter senken kann", sagt Ulrich Leuchtmann, Leiter der Devisenanalyse bei der Commerzbank in Frankfurt, zu cash. Die SNB sei da "technisch" bei einer Art Untergrenze angekommen.

Dass sich die Währungsmärkte gegenüber dem Franken derzeit entspannter zeigen, ist vor allem geopolitisch bedingt. So haben die Märkte für den Moment ihre Sorgen wegen eines ungeregelten Austritts Grossbritanniens aus der EU zur Seite gelegt. Die Deadline für den Austritt ist auf den 31. Januar 2020 verschoben worden. Am deutlichsten sichtbar ist dies an der Währungsfront beim britischen Pfund, das derzeit wieder fast 1,29 Dollar kostet. 

Brexit-Wirren beeinflussen Währungskurse

Das Hin und Her um den Brexit hat den Franken beeinflusst, denn kriselt es irgendwo, geben die Investoren der Schweizer Währung den Vorzug gegenüber anderen Währungen. Als der Euro zum Franken vor der aktuellen Hochphase Ende Juli zuletzt über 1,10 Franken gelegen hatte, war Boris Johnson gerade britischer Regierungschef geworden. Die Meinung bestand, er würde einen "No-Deal"-Brexit durchziehen.

Stattdessen verhandelte er die Austrittsmodalitäten mit der EU neu. Dass sowohl ein revidiertes Austrittsabkommen zwischen London und Brüssel besteht, und auch eine Brexit-Verlängerung auf geordnetem Wege vereinbart werden konnte, beruhigt die Finanzmärkte derzeit.

Nur hat das zerstrittene britische Parlament diesem Johnson-Deal nicht zugestimmt. Klärung sollen Wahlen bringen, die das Vereinigte Königreich möglicherweise im Dezember durchführen will.

Die – aus Sicht der allermeisten Kennern der britischen Politik unvermeidlichen - Wahlen sind bisher noch nicht offiziell angesetzt worden und bergen auch ein Risiko: Sie lösen das Problem nur, wenn Boris Johnson eine Parlamentsmehrheit gewinnt, mit der er anschliessend den Brexit auf dem geordneten Weg des revidierten Austrittsabkommen über die Bühne bringen kann. Bei erneut unklaren Verhältnissen wäre die Lage so kompliziert wie bis vor kurzem.

Euro könnte wieder unter Druck kommen

Darunter würde auch der Euro leiden und so den Franken wieder aufwerten. Als weiterer geopolitischer Einfluss könnte auch eine Verschärfung im Handelskonflikt dem Euro zusetzen. Aktuell stehen die Zeichen zwar auf Entspannung, aber der Konflikt zwischen den weltgrössten Volkswirtschaften USA und China hat sich mehr als einmal eine Wendung in die andere Richtung genommen.

Auch aus konjunktureller Sicht gibt es Gründe, die für eine Aufwertung des Franken in den nächsten Monaten sprechen. So kann die EZB den Leitzins durchaus noch weiter senken und dürfte dies beim entsprechenden konjunkturellen Umfeld tun, selbst wenn diese Massnahmen auch innerhalb der EZB-Führung höchst umstritten wäre. Eine nochmals reduzierte Zinsdifferenz könnte den Franken durchaus aufwerten lassen.

"Auch wirkt sich die nun wieder expansivere Geldpolitik der EZB mit neuen Anleihenkäufen grundsätzlich negativ auf den Euro aus", sagt Elias Hafner, Devisenexperte bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Europa hat von den Weltregionen derzeit die schwächste Wirtschaftssituation.  "Konjunkturell sehen wir in der Eurozone nach wie vor keine Anzeichen einer Belebung. Man könnte höchstens sagen, dass sich die Indikatoren in den letzten Wochen nicht weiter verschlechtert haben", sagt Hafner. Die ZKB rechnet daher mit einem Euro-Franken-Kurs von 1,08 in den nächsten drei Monaten.

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