Ericsson

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IAG
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Ericsson

Habe auf den ersten Seiten im Forum Auslang kein Posting zu ERI gesehen und mir deshalb erlaubt, ein neues zu eröffnen.

Bin seit Ewigkeiten (wenigstens börsentechnisch gemessen) in Ericsson investiert. Eigentlich ist diese Aktie seit längerer Zeit (seit ca 1 Jahr) ein Langweiler. Was nun allerdings gestern passiert ist, scheint mir doch (zu meinen Ungunsten notabene) sehr ungewöhnlich. Mitte Oktober werden anständige Q2 Zahlen gemeldet. Ueberall sind die Ratings nicht so schlecht und dann bricht der Kurs nach einer m.E. nicht allzu dramatischen Gewinnwarnung fürs Q3 (Absatzprobleme in Italien und USA sollen der Grund sein) um ca. 25% ein. In wenig hektischer Börsenzeit, wie aktuell, schon erstaunlich.

Ich habe gestern auf jeden Fall bei 18.52 (SKr) noch einmal aufgestockt.

Was haltet ihr von Ericsson. V.a. mit dem neuen Kurs evlt. wirklich eine Ueberlegung wert, oder nicht?

chuecheib
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Ericsson

na ja in skandinavien besitzt mittlerweile fast jeder ein handy .. klar dass da der absatz irgendwann stagnieren wird und somit auch das potenzial der aktie ... klar ist ericson international tätig dennoch ist der handyboom in der westlichen welt vorbei

START! Time to play the Game !!!!!

<gelöscht>
Ericsson

naja, nur weil jeder ein handy besitzt, werden ja nicht einfach keine mehr verkauft. ich schätze mal im durchschnitt alle 2 jahre kauft sich der typische konsument ein neues handy. daran liegts wohl eher nicht. nokia hat ja gezeigt, wie's funktioniert.

chuecheib
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Ericsson

klar stimmt das bloss die steigerung ist wesentlich grösser wenn kaum jemand ein handy hat Wink ... bloss ist nokia aktiv durch zukäufe von anderen firmen sowie z.b. der integration von einem navigationssystem ins handy... auch apple hat mit dem iphone den schritt ins nächste jahrzehnt gewagt ... von ericson hab ich z.b. keine solchen news gehört Wink

START! Time to play the Game !!!!!

<gelöscht>
Ericsson

ja, eben. ericsson hat fehler gemacht und entwicklungen verschlafen. nokia nicht. darum gehts nokia gut und ericsson weniger.

aber hat wenig mit dem fakt zu tun, dass alle ein handy haben.

chuecheib
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Ericsson

joa da hatt ich mich zu kurz gefasst ... sorry... z.t. kommt was anderers beim tippen raus als beim denken Wink

START! Time to play the Game !!!!!

fritz.
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Ericsson

Bei SKr 18.- zu kaufen, kann wohl nicht komplett falsch sein, allerdings könnte man auch mal abwarten, bis sich ein Boden bildet.

Für mich ist Ericsson eine der vielen Tech-Blase-Albtraum-Aktien. Ich habe die damals in einem vermeintlichen Zwischentief bei SKr 204.- gekauft, habe die ganze Talfahrt mitgemacht, bis auf 3.14 runter, nach sechs Jahren Depotkosten bezahlen, habe ich sie vor einem Jahr bei 27.05 rausgeworfen und seither nie mehr den Kurs angeschaut.

Gruss

fritz

minos
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Ericsson

Guten Tag

Ericsson scheinen offensichtlich nur noch in meinem Depot als Tech-Bubble-Leichen herumzuliegen, so wenig wie hier darüber diskutiert wird. Wie sehen eure Erwartungen nach den jüngsten Zahlen aus? Auf aktuellem Kursniveau nachkaufen oder endgültig liquidieren? Hat sich jemand die ERI mal genauer unter die Lupe genommen und kann etwas dazu sagen?

Herzlichen Dank und freundliche Grüsse

Mario

Chrigu
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So, mal diese Aktie ein wenig

So, mal diese Aktie ein wenig vorholen...jemand ein Statement dazu?


 


Gruss Chrigu

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Zyndicate
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Ericsson steckt weiter in Schwierigkeiten - Sparmassnahmen verschärft
19.07.2016 08:09

STOCKHOLM (awp international) - Der Netzwerkausrüster Ericsson steckt weiter in Schwierigkeiten und will die Kosten nun noch stärker senken. Der Umsatz der Schweden sackte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 54,1 Milliarden schwedische Kronen (5,7 Mrd Euro) ab, wie das Unternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte. Auch ohne Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe hätte das Minus noch 7 Prozent betragen.

Der Gewinn schrumpfte um gut ein Viertel auf 1,6 Milliarden Kronen. Das um Umbaukosten bereinigte operative Ergebnis sackte um 40 Prozent in sich zusammen, vor allem weil die lukrative Patentsparte weniger Erlös erzielte. Mit den Zahlen schnitt Ericsson schwächer ab als von Analysten im Schnitt erwartet.

Der Konzern leidet im Geschäft mit der Ausrüstung von Telekomnetzen zunehmend unter billiger Konkurrenz von chinesischen Firmen wie Huawei und ZTE. Die negativen Branchentrends aus dem schwachen ersten Quartal hätten sich noch verstärkt, hiess es. Die schwachen Wirtschaftsaussichten vor allem in Schwellenländern hätten auf die Nachfrage nach Netzwerken für das schnelle mobile Internet durchgeschlagen.

Die Schweden wollen nun noch stärker sparen. Zusätzlich zu den bisher angestrebten Senkung der jährlichen Kosten von 9 Milliarden Kronen soll nun an Forschungsausgaben gegangen werden. So soll die Kostenbasis bis Ende kommenden Jahres auf hochgerechnet 53 Milliarden Kronen sinken, wenn Umbaukosten ausgeklammert werden. 2014 lagen die vergleichbaren Kosten den Angaben zufolge bei 63 Milliarden Kronen./men/enl/zb

(AWP)

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Netzwerkausrüster Ericsson taumelt immer tiefer in die Krise
12.10.2016 07:50

STOCKHOLM (awp international) - Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson schlittert wegen schwacher Nachfrage immer weiter in die Krise. Im abgelaufenen dritten Quartal sackte der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 51,1 Milliarden schwedische Kronen (5,3 Mrd Euro) ab, wie der Konzern am Mittwoch überraschend anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Das operative Ergebnis sackte demnach um 93 Prozent auf 0,3 Milliarden Kronen in sich zusammen und sei damit bedeutend schwächer ausgefallen als das Unternehmen erwartet habe. Unter anderem fielen Umbaukosten von 1,3 Milliarden Kronen an. Die bei Ericsson wichtige Bruttomarge sackte wegen geringeren Absatzes in der gewichtigen Netzwerksparte von 34 auf rund 28 Prozent ab. Kurzfristig bleibe das Umfeld auch weiter schwierig. Angaben zum Nettoergebnis machte der Konzern nicht, detailliertere Zahlen soll es am 21. Oktober geben./men/stb

(AWP)

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Netzwerkausrüster Ericsson

Netzwerkausrüster Ericsson steckt weiter in roten Zahlen

Der kriselnde Netzwerkausrüster Ericsson steckt weiterhin in Schwierigkeiten. Im zweiten Quartal fiel bei den Schweden ein Verlust von einer Milliarde schwedischen Kronen (105 Mio Euro) an, wie das Unternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 1,6 Milliarden Kronen eingefahren. Seit geraumer Zeit hat Ericsson Mühe, mit seinen Produkten bei den Kunden aus der Telekombranche zu landen. Der Umsatz ging nun weiter um 8 Prozent auf 49,9 Milliarden Kronen zurück. Ohne Währungseffekte sowie den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen wäre der Erlös sogar um 13 Prozent gesunken.

18.07.2017 08:11

Die bei dem Unternehmen wichtige, um Sonderposten bereinigte Bruttomarge lag mit 29,8 Prozent niedriger als von Analysten erwartet. Auch ohne Umbaukosten für das schon länger laufende Sparprogramm sackte das operative Ergebnis um 93 Prozent auf 0,3 Milliarden Kronen ab.

Nun will Chef Börje Ekholm das Sparkurs nochmal verschärfen. Bis Mitte 2018 sollen die jährlichen Kosten um mindestens 10 Milliarden Kronen sinken. Zudem warnte das Unternehmen, dass der Umbau in diesem Jahr bis zu 8 Milliarden Kronen verschlingen könnte. Zusätzlich könnten weitere Schwierigkeiten bei Projekten die Ergebnisse in den kommenden zwölf Monaten mit 3 bis 5 Milliarden Kronen belasten./men/stw/fbr

(AWP)

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Sanierung reisst Ericsson

Sanierung reisst Ericsson noch tiefer in die Verlustzone

Der kriselnde Netzwerkausrüster Ericsson ist im Zuge seiner Sanierung noch tiefer in die roten Zahlen gestürzt. Wegen hoher Kosten für den Konzernumbau stand im dritten Quartal unter dem Strich ein Verlust von 4,3 Milliarden Schwedischen Kronen (447 Mio Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern bereits ein Minus von rund 200 Millionen Kronen eingefahren. Eine Steigerung der wichtigen Bruttomarge erwartet Konzernchef Börje Ekholm erst im kommenden Jahr.

20.10.2017 08:11

In den Monaten Juli bis September musste Ericsson auch im laufenden Geschäft Federn lassen. Beim operativen Ergebnis reichte es diesmal nur für eine Null - auch wenn man Sonderfaktoren wie Sanierungskosten herausrechnet. Hier hatte im Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 1,6 Milliarden Kronen gestanden. Analysten hatten diesmal jedoch mit einem klaren Minus gerechnet. Eine Ursache für den Ergebniseinbruch im laufenden Geschäft waren rückläufige Einnahmen. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf 47,8 Milliarden Kronen.

Zudem summierten sich die Umbaukosten auf 2,8 Milliarden Kronen. Im Gesamtjahr sollen es 9 bis 10 Milliarden werden. Ein Grund dafür ist ein einschneidender Personalabbau. Allein im dritten Quartal schrumpfte die Ericsson-Belegschaft um 3000 Mitarbeiter - obwohl das Unternehmen im Forschungs- und Entwicklungsbereich 1100 neue Leute einstellte. Ekholm verspricht sich in diesem Zuge jährliche Einsparungen von mindestens 10 Milliarden Kronen, die ab Mitte 2018 greifen sollen.

Seit geraumer Zeit hat Ericsson Mühe, mit seinen Produkten bei den Kunden aus der Telekombranche zu landen. Netzbetreiber investieren derzeit etwa weniger in neue Mobilfunksendestationen. Der Ausbau des schnellen Mobilfunkstandards LTE/4G ist in vielen Weltregionen fortgeschritten, die künftige Technik 5G befindet sich noch Jahre in der Entwicklung./stw/oca/jha/

(AWP)

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US-Korruptionsverfahren

US-Korruptionsverfahren kostet Ericsson mehr als eine Milliarde Euro

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson muss wegen der Beilegung eines US-Korruptionsverfahrens 12 Milliarden schwedische Kronen (1,12 Mrd Euro) zurückstellen. Man rechne mit einer Strafzahlung von rund einer Milliarde US-Dollar, um US-Untersuchungen über fehlerhafte Geschäftspraktiken in China und fünf weiteren Ländern beizulegen, teilte Ericsson am Donnerstag in Stockholm mit. Dazu kommen weitere Kosten. Die Rückstellung werde im dritten Quartal verbucht.

26.09.2019 07:37

Die Börsenaufsicht SEC hat seit 2013 das Zustandekommen von einigen Aufträgen in den 90er Jahren von Ericsson durchleuchtet, seit 2015 hat sich auch das US-Justizministerium mit einer eigenen Untersuchung damit beschäftigt. Ericsson hat nach eigenen Angaben die Behörden voll unterstützt. Ericsson habe sich in Vergangenheit falsch verhalten, sagte Konzernchef Börje Ekholm./stk/zb/fba

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Ericsson mit Verlust -

Ericsson mit Verlust - Schraubt Ziele wegen 5G-Aussichten hoch

(Ausführliche Fassung) - Die erwartete Beilegung eines US-Korruptionsverfahrens hat den Netzwerkausrüster Ericsson tief in die roten Zahlen gerissen. Im dritten Quartal schrieben die Schweden einen Verlust von 6,9 Milliarden Schwedischen Kronen (637 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Nokia-Rivale noch 2,7 Milliarden Kronen Gewinn gemacht. Die Aktie legte aber in Stockholm dennoch deutlich um 6 Prozent zu, weil Ericsson im Tagesgeschäft immer besser in Fahrt kommt.

17.10.2019 10:15

Das zeigte sich auch daran, dass Ericsson-Chef Börje Ekholm die Umsatzziele für das kommende Jahr vor allem wegen der guten Aussichten bei der neuen 5G-Technik hochschraubte. Jetzt wollen die Schweden 230 bis 240 Milliarden Kronen Erlös machen, zuvor standen 210 bis 220 Milliarden im Plan. Die um Umbaukosten bereinigte operative Marge soll weiterhin bei mehr als 10 Prozent liegen. Darin seien aber schon die höheren Kosten für die Einführung der neuen 5G-Technik enthalten, fügte der Konzern an. Zudem dürfte der Bereich, der neuartige Geschäftsmodelle entwickeln soll, kommendes Jahr noch nicht wie bisher geplant in die schwarzen Zahlen kommen.

Zwischen Juli und Ende September dieses Jahres kletterte der konzernweite Umsatz im Jahresvergleich auch dank der Kronen-Schwäche um 6 Prozent auf 57,1 Milliarden Kronen. Vor allem in Nordamerika konnte Ericsson in der wichtigsten Sparte mit Netzwerkgeräten bessere Geschäfte machen.

Die Bruttomarge kletterte unerwartet kräftig um 1,2 Prozentpunkte auf 37,7 Prozent. Der Wert gibt an, wie viel vom Verkaufspreis nach den Herstellungskosten übrig bleibt und ist am Aktienmarkt daher ein stark beachtetes Mass für die Profitabilität.

Bereits Ende September hatte Ericsson mitgeteilt, rund 12 Milliarden Kronen zurückzustellen, um Untersuchungen der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums aus dem Weg zu räumen. Das Unternehmen rechnet mit einer Strafzahlung von rund einer Milliarde US-Dollar wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken in China und fünf weiteren Ländern in früheren Jahren./men/nas/fba

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Ericsson: Kapazitäten für

Ericsson: Kapazitäten für Aufbau europäischer 5G-Netze vorhanden

(Ausführliche Fassung) - Der schwedische Mobilfunkausrüster Ericsson sieht sich in der Lage, Europa mit genügend 5G-Funkeinheiten zu versorgen, um die Netze für die fünfte Mobilfunkgeneration aufzubauen. Das sagte Ericsson-Manager Fredrik Jejdling am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Jejdling trat damit Befürchtungen entgegen, Ericsson verfüge nicht über genügend Kapazitäten, alle europäischen Mobilfunknetzbetreiber mit 5G zu beliefern, wenn chinesische Anbieter wegen Sicherheitsbedenken in Europa ausgeschlossen werden sollten.

02.12.2019 10:06

"Ericsson verfügt über ein breites Portfolio an 5G-Produkten, mit denen wir Kunden auf allen Kontinenten beliefern", sagte Jejdling, der bei Ericsson die Netzwerk-Sparte leitet. Als Ausrüster von 23 5G-Netzen, die sich bereits im Livebetrieb befinden, habe Ericsson bisher mehr als vier Millionen 5G-fähige Funkeinheiten ausgeliefert. "Als globales Unternehmen stehen wir bereit, unsere Kunden in allen Märkten zu beliefern."

In den westlichen Ländern wird auch vor dem Hintergrund des Handelskriegs der USA gegen China kontrovers diskutiert, ob insbesondere der chinesische Konzern Huawei beim Aufbau des 5G-Netzes nicht von vornherein ausgeschlossen werden sollte. Vertreter der USA, aber auch etliche Politiker in Deutschland und in anderen westlichen Ländern sehen die Gefahr, dass Huawei aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen in seinem Heimatland gezwungen sein könnte, Informationen und Daten, die eigentlich geschützt werden sollen, dem Heimatland zur Verfügung zu stellen. Huawei weist diese Bedenken als unbegründet zurück.

Im vergangenen Jahr war Huawei nach Berechnungen der Analysefirma IHS Markit der führende Ausrüster von Mobilfunk-Netzen mit einem Marktanteil von 31 Prozent. Ericsson folgte mit 27 Prozent und Nokia mit 22 Prozent. Auf 11 Prozent Marktanteil kam der einheimische Huawei-Rivale ZTE. Auch in den USA setzten viele lokale Netzbetreiber auf Technik von Huawei - ihre potenziellen Probleme bei der Wartung waren ein zentraler Grund dafür, dass die US-Regierung ihre Sanktionen gegen Huawei schnell wieder aussetzte.

China ist beim Aufbau seines eigene 5G-Netzes deutlich weiter als Deutschland. Wie Staatsmedien berichteten, hat Anfang November der 5G-Betrieb in 50 Städten zumindest teilweise begonnen. In den chinesischen 5G-Netzen wird aber auch Ausrüstung von Ericsson eingesetzt. China ist für den schwedischen Konzern nach den USA der zweitgrösste 5G-Absatzmarkt.

In der Diskussion um einen Huawei-Bann tauchte immer wieder das Argument auf, 5G-Netze in Europa könnten eigentlich nur mit Hilfe der Chinesen aufgebaut werden, weil die europäischen Huawei-Konkurrenten Nokia und Ericsson gar nicht über die notwendigen Kapazitäten verfügten. Ausserdem könnten die Europäer nicht technologisch mit Huawei mithalten.

Der Lateinamerika- und Europachef von Ericsson, Arun Bansal, wies in einem Beitrag auf Linkedin diese Argumentation zurück. "Wir sind führend bei 5G", erklärte er und verwies dabei auf eine Studie der Anwaltskanzlei Bird & Bird zur Qualität der 5G-Patente. Um die Kapazität auszubauen, habe Ericsson ein neues Werk in Estland gebaut, das kurz vor der Eröffnung stehe./chd/DP/jha

(AWP)

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