Richemont

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S&P verleiht Richemont "A+"

S&P verleiht Richemont "A+"-Kreditrating - Ausblick stabil

Die Ratingagentur Standard&Poor's (S&P) verleiht dem Luxusgüterkonzern Richemont ein Langfrist-Kreditrating von "A+". Begründet wird dies mit der sehr konservativen Kapitalstruktur des Konzerns, wie es in einer Einschätzung vom Montag heisst.

05.03.2018 21:01

Der Ausblick wird ausserdem als "stabil" gesehen. Diese Einstufung erklären die Analysten mit der Annahme, dass die Luxusgüterindustrie weiter wachsen und Richemont davon profitieren wird. Mit der vollständigen Übernahme von Yoox Net-a-Porter werde die Gruppe ausserdem breiter aufgestellt.

rw/

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Richemont führt mit Piquadro

Richemont führt mit Piquadro Gespräche für Verkauf der Lederwarenmarke Lancel

Die Luxusgüter-Gruppe Richemont plant offenbar den Verkauf ihrer Lederwarenmarke Lancel. Der Interessent ist die Piquadro-Gruppe. Wie das italienische Unternehmen am Dienstag in einer kurzen Medienmitteilung schreibt, habe man mit Richemont Gespräche zu einem möglichen Kauf von Lancel aufgenommen. Bislang seien allerdings keine verbindlichen Vereinbarungen zwischen den beiden Parteien abgeschlossen worden.

13.03.2018 08:36

Die Due Diligence-Prüfung sei erst vor kurzem gestartet worden, heisst es weiter. Sollten die Ergebnisse der Due Diligence positiv ausfallen und falls sich die beiden Parteien über die Bedingungen des Verkaufs einig werden, dann könne der Verkauf von Lancel möglicherweise noch bis Ende des ersten Halbjahres über die Bühne gehen, so Piquadro.

Die italienische Marke Piquadro wurde im Jahr 1987 gegründet und ist bekannt für Taschen, Reisegepäck und Accessoires. Piquadro wird von CEO und Präsident Marco Palmieri geführt und ist seit 2007 an der Mailänder Börse kotiert. In dem per Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2016/2017 hatte Piquadro einen Umsatz in Höher von 75,91 Mio EUR und einen Gewinn von 3,4 Mio erzielt.

Für die Marke Lancel gibt Richemont keine detaillierten Zahlen bekannt. Lancel zählt wie Alfred Dunhill zum Lederwarengeschäft, welches im Jahr 2016/17 (Ende März) einen Umsatz in Höhe von 779 Mio EUR (+11% in LW) erzielt hatte. Richemont hatte das Geschäft mit Lederwaren restrukturiert. Dabei war noch im Januar an der Genfer Uhrenmesse (SIHH) aus firmennahen Quellen zu erfahren, dass es weder für Lancel noch für Alfred Dunhill Verkaufsabsichten gebe.

mk/tp

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Richemont veröffentlicht

Richemont veröffentlicht Angebotsprospekt für YNAP-Vollübernahme

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat den öffentlichen Angebotsprospekt für die Vollübernahme der Online-Verkaufsplattform Yoox Net-A-Porter (YNAP) veröffentlicht. Wie es in einer Mitteilung von Sonntagabend heisst, gilt das Angebot für alle ausstehenden YNAP-Aktien. Erst vor wenigen Tagen hatte Richemont berichtet, dass die italienische Börsenaufsicht den Angebotsprospekt akzeptiert habe. Und vor dem Wochenende hatte der Verwaltungsrat von YNAP das Angebot als angemessen bezeichnet sowie die Andienung eigener Aktien angekündigt.

19.03.2018 06:42

Das Angebot gilt für alle ausstehenden 69'249'601 YNAP-Aktien. Abhängig von den ausgeübten Aktienoptionen für Mitarbeiter und das Management von YNAP könnte diese Zahl noch steigen. Die Angebotsfrist läuft vom 19. März bis 9. Mai.

Richemont bietet für die ausstehenden YNAP-Titel einen Preis von 38 EUR je Stammaktie, womit sich der Gesamtumfang der Transaktion auf rund 2,6 Mrd EUR beläuft.

hr/cf

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Richemont hält definitiv 95%

Richemont hält definitiv 95% an YNAP - Dekotierung der YNAP-Aktien am 20. Juni

Der Luxusgüterkonzern Richemont kommt mit der Übernahme des italienischen Onlineverkäufers Yoox Net-a-Porter (YNAP) weiter voran. Nach der Publikation des provisorischen Ergebnisses des Angebotes zur Vollübernahme für YNAP vor einer Woche, hat Richemont nun die definitiven Ergebnisse publiziert. Danach hält Richemont weiterhin einen Anteil von 94,99 Prozent an YNAP. Die Aktien des italienischen Unternehmens werden im Juni dekotiert.

17.05.2018 08:15

Der geforderte Mindestakzeptanz-Wert für das Angebot (90 Prozent) sei damit erfüllt, teilte Richemont am Donnerstag mit. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das bereits vor dem Angebot mit rund 49 Prozent an YNAP beteiligt war, hatte für die ausstehenden YNAP-Titel einen Preis von 38 EUR je Stammaktie geboten.

Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich somit vorerst auf rund 2,5 Milliarden Euro. Der Verwaltungsrat der italienischen Online-Verkaufsplattform hatte das Übernahmeangebot als angemessen bezeichnet.

Die Inhaber der restlichen YNAP-Aktien können diese im Rahmen einer Ausverkaufsfrist bis zum 8. Juni nun noch Richemont zum Kauf anbieten, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Gesamtwert dieser restlichen Aktien betrage gut 300 Millionen Euro. Die Aussetzung des Handel mit YNAP-Aktien an der italienischen Börse soll dann am 18. oder 19. Juni erfolgen, die Anteilsscheine schliesslich am 20. Juni 2018 dekotiert werden.

Richemont will mit der Übernahme den in der Welt von Luxusuhren und Schmuck immer wichtigeren Online-Verkaufskanal für die eigenen "Maisons" stärken, wie es bei der Kaufankündigung im Januar geheissen hatte. Die EU-Kartellbehörde hatte die Vollübernahme im März bewilligt.

kw/tp

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Richemont wächst in den

Richemont wächst in den ersten fünf Monaten organisch um zehn Prozent

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2018/19 deutlich mehr Umsatz erzielt als noch vor Jahresfrist.

10.09.2018 08:24

Hauptgrund dafür ist die Konsolidierung des vollständig übernommenen Onlinehändlers Yoox Net-a-Porter sowie die Übernahme der britischen Uhrenplattform Watchfinder. Aber auch ohne diese Stütze, also organisch, gelang es den Genfern, zuzulegen.

In den Monaten April bis August wuchs der Umsatz der Gruppe in der Berichtswährung Euro und mit Yoox Net-a-Porter um 22 Prozent auf 5,67 Milliarden Euro. In Lokalwährungen resultierte ein Plus von 25 Prozent, wie Richemont am Montag im Vorfeld der Generalversammlung mitteilte. Damit wuchs die Gruppe schneller als von Analysten erwartet.

An der Börse kommen die Zahlen gut an - Richemont-Aktien steigen vorbörslich um 2,1 Prozent.

Yoox ganz einverleibt

Im Mai hatte Richemont die italienische Yoox Net-a-Porter, an welcher man zuvor bereits mit gut der Hälfte beteiligt war, ganz einverleibt. Für die restlichen Titel wurde ein Preis von rund 2,5 Milliarden Euro bezahlt. Mit Yoox will die Gruppe den in der Welt von Uhren und Schmuck immer wichtigeren Online-Verkaufskanal für die eigenen "Maisons" stärken. Watchfinder wurde Anfang Juni zugekauft.

Ohne die Übernahmen weist Richemont ein organisches Wachstum von 10 Prozent aus, womit auch hier das im Durchschnitt von Analysten erwartete Plus von 9 Prozent übertroffen werden konnte.

Wie schon in den vergangenen Berichtsperioden brillierte Richemont beim Verkauf von Schmuck der Marken Cartier oder Van Cleef&Arpels. Da legte der Umsatz organisch um 14 Prozent zu. Aber auch die Verkäufe der Uhrenhersteller wuchsen mit 4 Prozent. Zur Gruppe gehören Manufakturen wie Piaget, JaegerLeCoultre oder IWC.

Angaben zum Ergebnis werden im 5-Monatsbericht von Richemont keine gemacht, und auch zum Ausblick äussert sich das Unternehmen nicht. Detaillierter wird die Gruppe am 9. November über den Geschäftsgang berichten, wenn die Zahlen zum ersten Halbjahr 2018/19 zur Publikation anstehen.

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Presse: Richemont zeigt

Presse: Richemont zeigt Interesse an Kauf von Buccellati

(Meldung mit weiteren Informationen aus dem Bericht ausgebaut) - Der Luxusgüterkonzern Richemont zeigt offenbar Interesse am Kauf des Mailänder Schmuckherstellers Buccellati. Dessen chinesischer Besitzer stecke in Schwierigkeiten, war Montag einem Bericht der italienische Zeitung "Corriere della Sera" zu entnehmen. Richemont kommentiere Marktgerüchte grundsätzlich nicht, war aus der Zentrale in Genf zu erfahren.

01.10.2018 21:53

Nebst Richemont soll auch noch die Finanzgesellschaft Qatar Mayhoola um das italienische Traditionsunternehmen buhlen, das geschätzt einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro erzielt, hiess es im Bericht weiter. Marktkreisen zufolge soll die Firma derzeit mit 270 Millionen bewertet sein. Bereits 2016 wurde in der italienischen Zeitung "Il Sole 24" über ein Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung von Richemont an Buccellati spekuliert.

Im vergangenen Jahr wurde Buccellati dem Bericht zufolge vom chinesischen Unternehmen Gansu Gangtai. Die Chinesen hätten für 85 Prozent am Unternehmen zum Preis von 230 Millionen erworben. Zudem hätten die neuen Besitzer mit Investitionen von rund 200 Millionen in fünf Jahren zu einem weltweit gewichtigen Marktteilnehmer formen wollen.

Doch aus dem Vorhaben wurde nichts. Der Grund sind die von der chinesischen Regierung auf Investitionen im Ausland in die Luxusgüter- und Unterhaltungsbranche verhängten Beschränkungen. Gemäss den weiteren Angaben im Zeitungsbericht lote die Bank of America und Merrill Lynch nun einen Verkauf von Buccellati aus. Sie seien auf der Suche nach im Luxusgütermarkt global etablierten potenziellen Käufern.

Während Richemont mit Marken wie Cartier, Piaget oder Montblanc im Schmuck- und Uhrengeschäft ein starker Marktteilnehmer ist und derzeit viel in den Aufbau der E-Commerce-Aktivitäten investiert, war Qatar Mayhoola der Königsfamilie etwa mit den Übernahmen der Modemarken Valentino, Balmain oder Pal Zileri aufgefallen.

jl/mk

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Richemont schliesst

Richemont schliesst Partnerschaft mit Alibaba

Richemont geht eine globale strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Technologie-Riesen Alibaba ein.

26.10.2018 07:59

Damit will das Genfer Unternehmen die Produkte seines Online-Detailhändlers Yoox Net-a-Porter (YNAP) an die chinesischen Konsumenten bringen.

Im Rahmen der Partnerschaft werden YNAP und der chinesische Online-Händler laut Mitteilung vom Freitag ein Joint Venture (JV) gründen. Dieses soll zwei mobile Apps für Ynap und Mr Porter Multibrand entwickeln. Alibaba werde dazu die technologische Infrastruktur und das Marketing bereitstellen, aber auch Zahlungen, Logistik und andere technologische Unterstützung übernehmen.

Darüber hinaus werde das JV Online-Shops auf einer exklusiven Plattform für Luxusprodukte bei Alibaba einrichten. Diese Plattform mit dem Namen 'Tmall Luxury Pavilion' wurde den Angaben zufolge 2017 gegründet und ist exklusiv für Luxusprodukte gedacht. Sie ziele darauf ab, für Kunden die gleiche Markenexklusivität und dasselbe Einkaufserlebnis zu schaffen, wie wenn diese in einem Shop direkt einkaufen würden.

Die beiden Partner sollen daneben auch weitere Angebote für Kunden des JV ausloten. Richemont-Chef Johann Rupert erwartet sich viel von der Partnerschaft. "Chinesische Kunden im In- und Ausland sind eine zunehmend wichtige Kundenbasis für die Luxusgüterindustrie im allgemeinen und für Richemont im Speziellen. Unser digitales Angebot in China steckt aber noch in den Kinderschuhen", sagt er in der Mitteilung. "Mit Alibaba möchten wir nun ein bedeutender Player im Online-Markt werden."

Finanzielle Details zur Partnerschaft werden in der Mitteilung nicht genannt.

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Ausblick Richemont: H1-EBIT

Ausblick Richemont: H1-EBIT von 1'337 Millionen Euro erwartet

Die Compagnie Financière Richemont veröffentlicht am Freitag, 9. November die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2018/19 (bis Ende September). Insgesamt sieben Analysten haben dazu folgende Schätzungen:

08.11.2018 12:03

H1 2018/19E (in Mio EUR) AWP-Konsens H1 2017/18A Umsatz 6'860 5'605 EBIT 1'337 1'166 EBIT-Marge (in Wacko 19,5 20,8 Reingewinn 1'037 974

FOKUS: Bei Richemont geniessen im Halbjahresabschluss die Angaben zur Umsatzentwicklung etwas weniger Aufmerksamkeit als üblich. Schliesslich wurde bereits für die ersten fünf Monate ein organisches Wachstum, also ohne die Vollübernahme des Onlinehändlers Yoox und der britischen Uhrenplattform Watchfinder, von 10 Prozent kommuniziert. Inklusive September sei in etwa eine ähnliche Entwicklung zu erwarten, meinen Analysten.

Mit Spannung wird auf die Gewinnzahlen geschaut. Während die anhaltend gute Entwicklung im höher-margigen Schmuck-Geschäft positiv auf die operative Marge durchschlagen dürfte, rechnen Experten mit höheren Kosten etwa im Marketing, beim Umbau von Ladenflächen oder durch die im Online-Geschäft anfallenden Investitionen. Beachtet werden zudem Aussagen des Managements, die Hinweise auf die weitere Entwicklung in den wichtigen Märkten China und Hongkong liefern. Es wird befürchtet, dass Chinas Konsumentenstimmung durch den Handelsstreit zwischen den USA und China Schaden nehmen könnte.

ZIELE: Betreffend Geschäftszielen hält sich Richemont um Mehrheitsaktionär und Verwaltungsratspräsident Johann Rupert aber zumeist bedeckt. Auch für das laufende Geschäftsjahr wurde keine Guidance ausgegeben. Grundsätzlich sieht Rupert die Richemont-Marken, zu welchen etwa Cartier, IWC oder Piaget zählen, weiterhin gut positioniert, um langfristiges Wachstum zu erzielen.

PRO MEMORIA: Ende Oktober hatte Richemont mit der Ankündigung einer Partnerschaft mit dem chinesischen Technologie-Riesen Alibaba für Aufsehen gesorgt. Im Rahmen dieser Kooperation will Richemont die auf Yoox Net-a-Porter gehandelten Produkte an die chinesischen Konsumenten bringen. Angekündigt sind zwei mobile Apps für die Internethändler Net-a-Porter und Mr Porter. Alibaba wird die technologische Infrastruktur und das Marketing bereitstellen, aber auch Zahlungen, Logistik und andere technologische Unterstützung übernehmen.

Im Herbst haben Gerüchte am Finanzmarkt die Runde gemacht, wonach Richemont Interesse an der Übernahme des Mailänder Schmuckherstellers Buccellati hat. Dessen chinesischer Besitzer stecke in Schwierigkeiten, war in einer italienischen Zeitung zu lesen. Von Seiten Richemont hiess es, dass man grundsätzlich keine Marktgerüchte kommentiere.

Enttäuschend sind die Daten zu den Schweizer Uhrenexporten für den Monat September ausgefallen. Erstmals seit April 2017 sind sie gemessen an den monatlichen Statistiken des Verbands der Uhrenindustrie (FH) gesunken, und zwar um 6,9 Prozent auf 1,65 Milliarden Franken. In den beiden grössten Märkten, Hongkong und USA, waren die Verkäufe rückläufig. Im drittwichtigsten Markt China nahmen sie hingegen um satte 17 Prozent zu.

Im August wurden hingegen mehr Uhren aus der Schweiz ins Ausland verkauft: Die Exporte kletterten um 5,5 Prozent auf 1,50 Milliarden Franken. Im wichtigsten Absatzmarkt Hongkong kletterten die Exporte um 14,5 Prozent auf gut 189 Millionen. Und auch in die Märkte USA (+9,0%) und China (+18,6%) wurden deutlich mehr Schweizer Uhren geliefert.

Anfang September hat Jérôme Lambert bei Richemont den seit einiger Zeit verwaisten Posten des Konzernchefs übernommen. Damit richtete Richemont die Führung neu aus. Während rund anderthalb Jahren gab es keinen Konzernchef. Der Posten wurde im März 2017 nach dem Abgang von Richard Lepeu, der in Pension ging, nicht neu besetzt. Die Gruppe wurde von der Geschäftsleitung mit dem Finanzchef, den Schmuckchefs, Lambert als Chef der Uhrenmarken sowie von Präsident Johann Rupert geführt.

Nach fünf Monaten, also von April bis August, ist der Umsatz der Richemont-Gruppe organisch um 10 Prozent gewachsen. Inklusive Akquisitionen wuchs der Umsatz gar um 22 Prozent. Im Mai hatte Richemont zur Stärkung des Onlinegeschäfts ihrer Marken die italienische Yoox Net-a-Porter, an welcher man zuvor bereits mit gut der Hälfte beteiligt war, ganz einverleibt. Und im Juni kaufte man die kleinere britische Uhrenplattform Watchfinder.co.uk zu.

Vor allem die Schmuckmarken Cartier und Van Cleef&Arpels brillierten nach fünf Monaten mit einem Umsatzplus von organisch 14 Prozent. Die Uhren hinkten mit einem Anstieg von 4 Prozent hinterher. Die im neuen Segment "Online Distributors" zusammengefassten Aktivitäten der Online-Händler steuerte mit 708 Millionen Euro bereits gut 12 Prozent zum gesamten Umsatz von 5,67 Milliarden bei.

AKTIENKURS: An der Börse blickt Richemont auf ein ziemlich bewegtes Jahr zurück, in dem bislang ein Minus von rund 15 Prozent resultiert. Wie andere Luxusgüter-Titel auch, wurden Richemont vor allem durch Sorgen vor einer durch den US-Handelsstreit mit China belasteten Nachfrage nach Uhren und Schmuck im "Reich der Mitte" in die Tiefe gerissen.

www.richemont.com

jl/mk

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Richemont erreicht

Richemont erreicht Erwartungen im Halbjahr nicht

Der Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018/19 Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt.

Aktualisiert um 07:35

Für das Wachstum waren in erster Linie die vollständige Übernahme des Online-Händlers Yoox Net-a-Porter sowie der Kauf der britischen Uhrenplattform Watchfinder ausschlaggebend. Der Reingewinn wurde aber von einem Sondereffekt begünstigt.

Der Umsatz nahm in den Monaten April bis September um 21 Prozent auf 6,81 Milliarden Euro zu, nachdem bereits für die ersten fünf Monate ein Plus von 22 Prozent ausgewiesen worden war. Ohne Zukäufe, also um Währungs- und Akquisitionseffekte bereinigt, legte der Umsatz der Richemont-Gruppe um 8 Prozent zu, wie es in der Mitteilung vom Freitag hiess.

Speziell ist der Ausweis des Reingewinns: Da erzielte Richemont einen Wert von 2,25 Milliarden Euro nach knapp einer Milliarde im Vorjahr. Allerdings sei das Ergebnis von einem Bewertungsgewinn auf den Yoox-Aktien in Höhe von 1,38 Milliarden begünstigt worden, hiess es. Im Mai hatte Richemont die italienische Yoox Net-a-Porter, die ihr zuvor zur Hälfte gehört hatte, ganz einverleibt. Und Anfang Juni kaufte man Watchfinder.

Betriebsgewinn unter Druck

Besser ablesen lässt sich die Geschäftsentwicklung anhand des Betriebsgewinns. Dieser ging im Halbjahr leicht um 3 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro zurück. Im Zuge der Zu- und Verkäufe in der Berichtsperiode sei eine Belastung in Höhe von 159 Millionen entstanden, hielt das Unternehmen fest. Die Genfer trennten sich im Juni von der seit Jahren defizitären Lederwarenmarke Lancel.

Die operative Marge ging um deutliche 4,1 Prozentpunkte auf 16,6 Prozent zurück. Teilweise hat es damit zu tun, dass die übernommenen Online-Verkäufer tiefere Margen als Uhrenmarken wie IWC, Piaget oder Jaeger-LeCoultre und vor allem als die Schmuckhäuser Cartier und Van Cleef & Arpels erwirtschaften. Um den Einfluss der Übernahmen bereinigt, hätte sich die Marge laut Richemont auf 21,1 Prozent verbessert.

Mit Kennzahlen wurden die Vorgaben der Analysten verfehlt. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz in Höhe von 6,86 Milliarden Euro und einem EBIT von 1,32 Milliarden gerechnet. Die Prognosen für die EBIT-Marge lag bei 19,2 Prozent.

Rückläufige Barmittel

Weiter verfügt Richemont nach den Übernahmen per Ende September noch über Barmittel im Umfang von 1,6 Milliarden Euro. Die Netto-Cash-Position hatte sich Ende März noch auf 5,3 Milliarden belaufen. Alleine für die Yoox-Übernahme warf Richemont insgesamt rund 2,6 Milliarden auf. Verwaltungsratspräsident Johan Rupert hält sich in der Mitteilung - wie üblich - mit Aussagen zum Ausblick zurück.

(AWP)

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