Hypothek abschliessen oder warten..?

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Zyndicate
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Hypozinsen im vierten Quartal

Hypozinsen im vierten Quartal weiter auf tiefem Niveau - Anzeichen für Anstieg

Die Hypothekarzinsen in der Schweiz haben sich im vierten Quartal 2017 nur wenig bewegt. Im Vergleich zum Vorquartal wurden zehnjährige Festhypotheken 0,02 Prozentpunkte tiefer mit 1,45% verzinst. Die Zinsen für fünfjährige Festhypotheken lagen zum Quartalsende bei 1,10% (+0,03 Prozentpunkte), jene für zweijährige bei 0,96% (+0,01), wie der Internet-Vergleichsdienst Comparis in seinem am Mittwoch publizierten Hypotheken-Barometer mitteilte.

17.01.2018 08:06

Weiter zurückgegangen ist der Anteil von Hypotheken mit langer Laufzeit. Er machte im vierten Quartal noch 78,5% der Gesamtnachfrage aus, nachdem er im Vorquartal noch bei 79,4% und im Vorjahresquartal bei 88,0% gelegen hatte. Gestiegen ist hingegen der Anteil von Hypotheken mit mittlerer Laufzeit (unter 7 Jahren), und zwar auf 18,5% gegenüber 16,9% im Vor- und 11,0% im Vorjahresquartal, wie es weiter heisst. Hypotheken mit kurzer Laufzeit (unter 4 Jahren) kommen derzeit auf einen Anteil von 3,0%.

Derweil mehren sich laut Comparis die Anzeichen für einen Zinsanstieg. Dies zeige ein Blick auf den Interest Rate Swap für zehnjährige Festhypotheken. Dieser sei seit Mitte Dezember stark angestiegen und deute darauf hin, dass die Absicherungskosten weiter zunehmen. Der Vergleichsdienst stellt denn Mitte Januar auch bereits höhere Zinsen fest als zum Jahresende.

"Die rosigen Konjunkturaussichten für die Schweiz und Europa sowie die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, sich langsam vom Anleihekaufprogramm zu verabschieden und die Zinsen voraussichtlich 2019 anzuheben, könnten auch die Schweizerische Nationalbank in absehbarer Zeit zu einem Zinsanstieg bewegen", meint Comparis-Experte Marc Parmentier dazu.

rw/cp

(AWP)

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waspch
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Wetten auf Zinsanstieg

Es wäre ja unglaublich genial, wenn man jetzt eine Festhypothek auf 5 - 10 Jahre hat und mit einer Wette auf steigende Zinsen doppelt abkassieren könnte.

Bei steigenden Zinsen werden wohl die Immobilien an Wert verlieren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es ab 3% Zinsen eine Immobilienkrise.
 + Eventuell könnte man einge Immo Fonds shorten.

Gold wird eher fallen, wenn die Zinsen steigen
 + Short auf Gold

Gibt es ein direktes Hebelprodukt auf steigende Zinsen ?

Andere Ideen ?

 

Goldman Sucks !

Pascal.Zueger
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Keine Panik bei steigenden Hypothekenzinsen

Während sich die Festhypotheken jüngst rasch verteuert haben, bleiben Libor-Produkte günstig. Ist die Zeit gekommen für einen Strategiewechsel?

Link zum cash-Artikel: https://www.cash.ch/news/top-news/immobilien-keine-panik-bei-steigenden-...

Zyndicate
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Höhere Risiken im

Höhere Risiken im Hypothekargeschäft

Die Risiken im Hypothekarkreditgeschäft haben sich 2017 nach Ansicht der Schweizerischen Nationalbank weiter erhöht. Die SNB regt deshalb neue Massnahmen im Bereich Hypothekarkredite an.

21.06.2018 08:02

Zwar seien die Ungleichgewichte im Schweizer Hypothekarmarkt etwas zurückgegangen. Diejenigen auf dem Wohnimmobilienmarkt hätten allerdings zugenommen, stellt die SNB in ihrem am Donnerstag veröffentlichten "Bericht zur Finanzstabilität 2018" fest. Es bestehe das Risiko einer Kurskorrektur.

Gleichzeitig habe 2017 das Engagement der Inlandbanken im Schweizer Hypotheken- und Immobilienmarkt weiter zugenommen. Zudem seien bei den Wohnimmobilien die Erschwinglichkeitsrisiken auf einen historischen Höchststand geklettert, gemessen am Verhältnis zwischen Belehnung und Einkommen. Es mehren sich laut SNB Anzeichen für Ausfallrisiken.

Dennoch bleibe die Widerstandsfähigkeit der meisten inländischen Banken angemessen, hält die SNB fest. Diese hätten ihre Kapitalisierung im Gleichschritt mit ihren Bilanzsummen und gar etwas schneller als ihre risikogewichteten Aktiven verbessert. Sowohl die Leverage Ratio als auch die die risikogewichtete Kennziffer für diese Banken lägen deutlich über den gesetzlichen Mindestanforderungen.

Die Stresstests hätten gezeigt, dass bei den meisten Inlandbanken das Überschusskapital gross genug sei, um Verluste unter den relevanten Negativszenarien aufzufangen. Dabei spielten der antizyklische Puffer und die Vorschriften für systemrelevante Banken eine wichtige Rolle, so die Nationalbank.

Anreize für hohe Risiken

Die SNB hebt aber auch den Warnfinger: Eine Reihe von Banken - mit einem signifikanten kumulierten Marktanteil - liege in der Nähe oder unterhalb der regulatorischen Mindestwerte, sollten diese Institute keine Gegenmassnahmen ergreifen.

Sollten die Zinsen auch in Zukunft ausserordentlich tief blieben, gebe es weiterhin Anreize, im Kreditmarkt hohe Risiken einzugehen, warnt die SNB. So könnten die Banken versucht sein, mit einem Wachstum bei den Ausleihungen den Druck auf Margen und Profitabilität aufzufangen. Ein solches Verhalten könnte zu neuen Ungleichgewichten auf dem Hypothekar- und Immobilienmarkt führen.

Die SNB regt in diesem Zusammenhang neue Massnahmen im Bereich Hypothekarkredite an. So etwa die neuerliche Überarbeitung der Selbstregulierungsrichtlinien. Oder alternativ regulatorische Änderungen als Ergänzung zu einer verstärkten Aufsicht über besonders exponierte Banken. Die SNB verweist in diesem Zusammenhang auf den letzten Jahresbericht der Finanzmarktaufsicht.

Die FINMA habe in diesem Bericht hervorgehoben, dass sie ihr Engagement für die Aufsicht über jene Inlandbanken verstärken will, welche im Bereich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien besonders stark exponiert seien. Für diese Banken werde die FINMA Massnahmen zur Reduktion der Risiken oder alternativ einen Kapitalzuschlag zur Absicherung dieser erhöhten Risiken verlangen. Die SNB unterstütze diese Stossrichtung.

Die SNB werde entsprechend die Entwicklung in den Märkten und insbesondere auch die von den Banken eingegangenen Risiken weiter verfolgen, heisst es in dem Bericht. Gleichzeitig werde der Bedarf für eine Anpassung des antizyklischen Puffers "regelmässig überprüft".

(SDA)

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Jetzt in eine Festhypothek

Jetzt in eine Festhypothek wechseln?

Feste Laufzeiten bei Hypotheken werden bei einem Anziehen der Zinsen attraktiver. Doch wer mit einem Strategiewechsel liebäugelt, sollte einige Punkte beachten.

25.06.2018 23:00

Von Ivo Ruch

Eigentlich sind es traumhafte Zeiten für Immobilienbesitzer. Aber viele Hypothekenkunden treibt vor allem die Frage um, wann die Wohlfühlwelt vorbei ist. Der Grund: Hypotheken sind zwar weiterhin historisch günstig. Doch niemand will den Zeitpunkt verpassen, wenn sie sich zu verteuern beginnen.

Das betrifft vor allem jene Hypothekarnehmer, die schon seit längerem auf Libor-Hypotheken setzen. Diese waren in den letzten Jahren stets die günstigste Variante der Immobilienfinanzierung, wie unten stehende Grafik zeigt. Laut Schätzungen sind in der Schweiz rund 20 Prozent der Immobilienkredite in Libor-Produkten angelegt.

Dabei orientieren sich die Hypothekenanbieter an den Leitzinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB), und diese stehen seit Januar 2015 bei -0,75 Prozent. Dementsprechend bewegt sich eine durchschnittliche Libor-Hypothek (Laufzeit drei Monate) seit mehr als drei Jahren knapp bei oder unter 1 Prozent. Aktuell sind es 0,95 Prozent.

Hypothekenzinsen in den letzten sieben Jahren

Durchschnittliche Zinsen für Festhypotheken mit Laufzeiten von zehn (gelb), fünf (grün) und zwei (blau) Jahren sowie für Libor-Hypotheken (rot). Quelle: Vermögenspartner.

Aus dem obigen Chart wird deutlich, dass der Abstand zu den ebenfalls beliebten zehnjährigen Festhypotheken beträchtlich ist. Momentan beträgt er rund 60 Basispunkte (100 Basispunkte entsprechen 1 Prozent). Bei einer Zeitspanne von zehn Jahren und einer Hypothekensumme von einer Million bedeutet das 60'000 Franken Sparpotenzial.

Darüber hinaus gelten Libor-Hypotheken auch als transparenter als Produkte mit festem Zins. Denn diese Kredite bestehen nur aus zwei Komponenten: dem Dreimonats-Libor der SNB und einer je nach Bank unterschiedlich hohen Marge.

Doch trotz dieser Pluspunkte könnten Libor-Hypotheken in Zukunft an Attraktivität verlieren. Nämlich dann, wenn sich Festhypotheken deutlich verteuern: Mit einer Festhypothek kann man sich einen Zinssatz für eine fixe Laufzeit sichern, was mit den Libor-Produkten nicht möglich ist.

Festhypotheken werden beliebter

Diese Möglichkeit haben viele Hypothekenkunden im Hinterkopf. "Festhypotheken sind bei Neuabschlüssen in der jüngeren Vergangenheit beliebter geworden. Doch wer an einer Libor-Hypothek Gefallen gefunden hat, bleibt in der Regel dabei", sagt Giampiero Brundia, Geschäftsführer der Hypothekenbörse in Uster. Auch Angaben von comparis.ch zeigen, dass Hypotheken mit langen Laufzeiten im ersten Quartal 2018 stärker nachgefragt wurden.

Zum Zinsausblick gibt es verschiedene Szenarien. Die Leitzinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) dürften noch lange auf dem jetzigen Niveau von -0,75 Prozent bleiben, wenn die SNB mit ihrer Zinserhöhung auf die Europäische Zentralbank (EZB) wartet. Für dieses Szenario spricht, dass der Schweizer Franken nicht unnötig aufgewertet werden soll, der von SNB-Präsident Thomas Jordan immer noch als "sicherer Hafen" bezeichnet wird. Die EZB will ihre Leitzinsen mindestens bis Sommer 2019 unangetastet lassen, eine SNB-Zinserhöhung könnte in diesem Szenario frühestens im zweiten Halbjahr 2019 folgen.

Doch nicht alle Zinsexperten sind sich darin einig, dass die SNB mit einer Zinserhöhung auf die EZB wartet. Insbesondere seit Thomas Jordan und sein Team im Januar 2015 völlig überraschend den Euro-Mindestkurs aufhoben, traut man der SNB viel eher unerwartete Manöver zu. "Die SNB wartet nur darauf, die Zinsen zu erhöhen, was ökonomisch absolut Sinn machen würde", sagt Florian Schubiger von Vermögenspartner.

Entscheidend ist dabei der Euro-Franken-Wechselkurs. Dieser hat sich in den letzten Wochen zwar wieder etwas zuungunsten der SNB entwickelt und bewegt sich zwischen 1,15 und 1,16. Das kann sich aber auch rasch wieder ändern. "Schwächt sich der Franken deutlich ab, könnte ich mir eine baldige Zinserhöhung der SNB durchaus vorstellen", so Schubiger.

Noch wichtiger: Vergleichen

Immobilienbesitzer stellen sich deshalb die Frage, wann der richtige Zeitpunkt ist, um von einer Libor- in eine Festhypothek zu wechseln. Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wichtig ist, nicht nur den Libor-Zins, sondern auch die langfristigen Zinsen zu beobachten. Denn verändert sich die Zinslandschaft, kann es mitunter zu sehr grossen Schwankungen kommen. Eine Phase mit derart wenig Volatilität wie in den letzten Jahren ist eher ungewöhnlich.

Ebenfalls gut zu wissen: Libor-Hypotheken haben einen variablen Zinssatz, aber eine feste Laufzeit, die meistens zwischen zwei und sechs Jahren liegt. Bei vielen Anbietern ist ein vorzeitiger Ausstieg trotzdem möglich. Allerdings nur in ein anderes Hypotheken-Produkt derselben Bank. Damit fällt der Vorteil des Vergleichens weg.

Denn fast noch wichtiger als der richtige Zeitpunkt zum Strategiewechsel ist der Vergleich der verschiedenen Anbieter. Zum Beispiel kostet eine zehnjährige Festhypothek im Durchschnitt momentan knapp 1,6 Prozent. Wie die folgende Tabelle zeigt, verlangen die günstigsten Anbieter aber deutlich weniger. Bei guter Bonität können die effektiven Zinsen sogar noch tiefer liegen. Zweifellos sind das nach wie vor traumhafte Hypotheken-Bedingungen.

Die günstigsten Schweizer Hypotheken (Festhypothek 10 Jahre)

Anbieter Zinssatz, in % Veränderung
Zurich 1,32
Swiss Life 1,34
APK Aarg. Pensionskasse 1,35
homegate.ch 1,36
hypoklick.ch 1,36
Luzerner Pensionskasse 1,36
Pensionskasse Post 1,36
FRIbenk 1,37
hypomat.ch 1,40
AXA Winterthur 1,41

Quelle: Vermögenspartner (Stand 25.06.18)

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Zyndicate
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Schweizer Hausbesitzer nutzen

Schweizer Hausbesitzer nutzen Hypothekarmarkt kaum

Eine deutliche Mehrheit der Schweizer wählt für die Finanzierung ihres Hauses ihre Hausbank. Viele vergleichen für die Hypothek nicht einmal die Zinsen. Das zeigt eine Umfrage des Vergleichsdienstes Comparis.

27.09.2018 09:03

Flickr, Lizenz CC BY-NC 2.0

Auch wenn sie draufzahlen - Schweizerinnen und Schweizer sind treue Bankkunden: So schliessen 70 Prozent die Hypothek bei ihrer Hausbank ab. Ein Viertel verzichtet sogar auf einen Zinsvergleich.

Das geht ins Geld. Wer beispielsweise eine Hypothek über 700'000 Franken aufgenommen hat, spart bei einer zehnjährigen Festhypothek mit einem günstigen Anbieter und einem Zins zu 1,4 Prozent gegenüber dem publizierten Richtzins von 1,6 Prozent satte 14'000 Franken.

Laut der Umfrage von Comparis sind vor allem die Bewohner der ländlichen Regionen und die Romands vergleichsfaul. Im Vergleich zu den Städtern übernehmen auf dem Land übernehmen mit rund 30 Prozent fast doppelt so viele Hauskäufer unkritisch die erste Offerte. In der Romandie verzichten 28 Prozent vor Vertragsabschluss auf einen Zinsvergleich.

Zudem fällt laut Comparis auf, dass sich vor allem die über 60-jährigen Hypothekarnehmer nicht mit den Angeboten auf dem Markt auseinandersetzen. Fast jeder Dritte dieser Altersgruppe hat keinen Zinsvergleich durchgeführt. Bei den 40- bis 59-Jährigen ist es rund jeder Vierte, bei den unter 40-Jährigen nur noch knapp jeder Neunte.

Als wichtigsten Grund für einen Vergleichsverzicht nennen die Befragten ihre Bindung zur Hausbank: Rund jeder zweite vergleichsfaule Hypothekarkunde gab an, sowieso bei seiner Hausbank abschliessen zu wollen. 27 Prozent nannten die persönliche Beziehung zum Berater. Knapp fünf Prozent nennen den zeitlichen Aufwand als Hürde für den Zinsvergleich.

Die Comparis Online-Befragung wurde im September 2018 durchgeführt. Es nahmen daran 1'066 Hypothekarkunden in allen Regionen der Schweiz teil.

(SDA)

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Zyndicate
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Hauskäufer wählen nach

Hauskäufer wählen nach leichtem Zinsanstieg vermehrt mittelfristige Hypotheken

Festhypotheken haben sich im dritten Quartal 2018 leicht verteuert. Die Zinsen für zehnjährige Festhypotheken erhöhten sich auf 1,62 Prozent, im zweiten Quartal waren sie noch für 1,56 Prozent zu haben. Hauskäufer griffen deshalb vermehrt nach Mittelfristhypotheken.

09.10.2018 08:20

Die Nachfrage nach mittleren Laufzeiten erhöhte sich auf 17,7 Prozent nach 12,4 Prozent. Diese Hypotheken haben weniger stark aufgeschlagen als die langfristigen. Für eine fünfjährige Festhypothek wird derzeit 1,13 Prozent Zins verlangt, nach 1,11 Prozent im Vorquartal, wie die Vergleichsplattform Comparis.ch am Dienstag mitteilte.

Die Nachfrage nach langen Laufzeiten habe im Gegenzug erstmals seit dem Ende 2018 nachgelassen. Dennoch setzen mit einem Anteil von 78,7 Prozent nach 83,5 Prozent noch immer die Meisten auf lange Laufzeiten.

Hypozinsen von einem Prozent seien eine psychologisch wichtige Schwelle, wird Comparis-Banken-Experte Dominik Weber in der Mitteilung zitiert. Nicht wenige Hypothekarnehmer würden zuerst die monatliche Zinsbelastung definieren und dann die entsprechende Laufzeit wählen.

Mittelfristig dürften die Zinsen laut Comparis weiterhin tief bleiben. Anfang Jahr hätten die Richtzinsen noch markant angezogen und auf eine schnelle Zinswende hingedeutet. Aktuell jedoch gebe es makroökonomisch widersprüchliche Tendenzen, die den Zinsanstieg deutlich bremsen könnten. Da die Schweizerische Nationalbank nur im Gefolge der Entwicklung im Euroraum reagieren werden, sei ein rapider Anstieg der Leitzinsen hierzulande ein unwahrscheinliches Szenario.

tt/cf

(AWP)

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Elias
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Was ist besser: Vorsorge beziehen oder verpfänden?

Der Bezug von Pensionskassengeld für Wohneigentum ist umstritten, denn er schmälert die spätere Rente. Als Alternative bietet sich die Verpfändung von Vorsorgevermögen an. cash.ch sagt, wann dies sinnvoll ist.

Der Vorbezug des Pensionskassengeldes gehört in der Schweiz zu den beliebten Varianten, ein Haus oder eine Wohnung zu finanzieren. Zwar sind nicht alle Hypothekenberater die grössten Fans dieser Methode: Wer Geld aus der Pensionskasse bezieht und Gelder später nicht zurückzahlt, kürzt schliesslich damit die Rente.

Experten weisen immer wieder darauf hin, dass man sich den Bezug von Vorsorgemitteln genau überlegen muss. Pensionskassengeld, das als Eigenkapital für den Hauskauf verwendet worden ist, verzinst sich nicht mehr. Wer 80‘000 Franken aus der zweiten Säule bezieht, dem fehlt dieser Betrag nicht nur beim Antritt der Rente, sondern auch die Verzinsung, die dieser Betrag über die Jahre mit sich bringt. Das kann je nach Zinsen und Laufzeit zehntausende Franken ausmachen.

Versicherungsleistungen betroffen

Dazu kommt: Eine Pensionskasse ist nicht nur dazu da, Vorsorgegelder anzulegen, zu verzinsen und schliesslich auszubezahlen. Sie sichert auch Risiken im Berufsleben ab, nämlich für den Fall der Invalidität beziehungsweise Berufsunfähigkeit sowie den Todesfall.  Der Vorbezug hat Auswirkungen auf diese Versicherungsleistungen. Bei einem Bezug von Pensionskassengeldern müssen die Leistungen für Invalidität und Tod überprüft und notfalls zusätzlich versichert werden.

Vorbezogenes Pensionskassengeld muss zudem versteuert werden. Die Sätze reichen von etwa 5 bis etwa 10 Prozent, je nachdem, wie viel Geld bezogen wird und in welchem Kanton man lebt. Die Steuern können nicht mit dem bezogenen Geld bezahlt werden. Der Satz entspricht in etwa jenen, der beim Bezug des Alterskapitals beim Antritt der Pensionierung besteht. Die Besteuerung der Altersguthaben wird mit dem Bezug "vorverlegt".

Nichtsdestotrotz kommt der Pensionskassenbezug zum Kauf - oder auch zur Renovation - von selbstbewohnten Wohneigentum gern zum Einsatz. Für das gewünschte Eigenheim müssen all jene, die an einer Hypothek interessiert sind, Eigenkapital im Gegenwert von 20 Prozent des Werts der Wunschimmobilie mitbringen. Die Hälfte davon darf dabei aus Vorsorgegeldern bestehen. Bis zum Alter 50 kann alles Pensionskassengeld für den Hauskauf verwendet werden, danach ist die Summe eingeschränkt. Im Detail regeln die Pensionskassen den Bezug individuell – wer die Bestimmungen genau kennen will, muss bei der Vorsorgeeinrichtung nachfragen oder den Pensionskassenausweis genau durchlesen.

Verpfändung hat finanzielle Vorteile

Als Alternative zum Bezug der Pensionskasse wird immer wieder die Möglichkeit der Verpfändung der Altersguthaben der zweiten Säule hingewiesen. Bei der Verpfändung der Pensionskasse werden die benötigten Beträge nicht bezogen, sondern der Hypothekarbank als Sicherheit gegeben. Das hat gegenüber dem Bezug den Vorteil, dass der Versicherungsschutz bei Invalidität und Tod erhalten bleibt. Ausserdem fällt nicht, wie beim Bezug, eine unmittelbare Versteuerung an.

Die verpfändeten Mittel bilden allerdings kein Eigenkapital, sondern eine Sicherheit. Deswegen wird bei einer Verpfändung eine insgesamt höhere Hypothek benötigt. Damit steigen auch die Zinsen. Im Klartext heisst das: Bei der Verpfändung bleiben Rentenumfang und Verzinsung erhalten und Kosten für zusätzlichen Versicherungsschutz fallen weg. Dafür bezahlt man mehr Hypothekarzinsen, kann aber wiederum mehr von den Steuern abziehen. Je nach Situation der Hypothekarnehmer ist die Verpfändung also finanziell attraktiver als der Bezug.

Tragbarkeit wird zum Stolperstein

Nur, wie häufig im Leben, gibt es ein "aber". Das ist daran zu sehen, dass der Bezug von Pensionskassengeld trotz aller Nachteile immer noch sehr verbreitet ist. "Viele  Hypothekarkunden erfüllen die Tragbarkeitsregeln nicht", sagt Giampiero Brundia, Geschäftsführer der Hypothekenbörse Uster. Zwar bezahlt man im Moment für Hypotheken immer noch sehr tiefe Zinsen – derzeit betragen die Zinsen für zehnjährige Festhypotheken 1,62 Prozent. Aber die Banken setzen einen Tragbarkeitszins von um die 5 Prozent voraus, bevor sie einen Hauskredit sprechen.

Giampiero Brundia erklärt: "Jemand will beispielsweise für eine Million Franken ein Eigenheim kaufen und braucht dafür für 800‘000 Franken eine Hypothek. Von Einkommen her erreicht er die Tragbarkeit für eine so grosse Hypothek aber nicht. Dann kann das Pensionskassengeld nicht verpfändet werden, sondern muss als Eigenkapital bezogen werden, um die Lücke zu füllen." An diesem Beispiel zeigt sich, dass für das Verpfänden von Pensionskassenvermögen in aller Regel ein relativ hohes Einkommen nötig ist.

Ein höheres Einkommen ist auch wichtig, um die Hypothek amortisieren zu können: Wenn die Hypothek schrittweise zurückbezahlt wird, sinkt das Pfand. Bei Pensionsantritt sollte die Verpfändung möglichst beendet oder weit zurückgefahren sein. Die so genannte zweite Hypothek, die neben der ersten Hypothek 10 bis 15 Prozent der Belehnung ausmacht, muss ohnehin vollständig amortisiert werden (der Unterschied zwischen erster und zweiter Hypothek ist in diesem Beitrag erklärt).

Im Übrigen ist es aber auch so, dass nicht nur die zweite Säule, sondern auch die dritte Säule verpfändet werden kann. Damit steht man bei den Banken oder den anderen Hypothekenfinanzierern sogar noch ein Stück besser da. Der Grund liegt auf der Hand: Während man mit der zweiten Säule obligatorisch angespartes Vermögen verpfändet, kann bei der dritten Säule auf freiwillig und zusätzlich angespartes Geld zurückgegriffen werden.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Goldman Sachs will in den

Goldman Sachs will in den Schweizer Hypomarkt

Goldman Sachs plant offenbar den Eintritt in den Schweizer Hypothekenmarkt. Die US-Investmentbank soll Kundengruppen anpeilen, die mit den heutigen Tragbarkeitskriterien kaum eine Hypothek erhalten.

14.10.2018 18:49

"Seit gut einem Jahr analysieren wir im Auftrag von Goldman Sachs die Attraktivität des Schweizer Hypothekarmarktes", sagte Stefan Heitmann, CEO des Hypothekenspezialisten Moneypark, der "NZZ am Sonntag".

Man lote unter anderem aus, wo und welche Produkte am Schweizer Hypothekarmarkt auf Nachfrage stiessen. Eine Goldman-Sachs-Sprecherin sagte dem Blatt, dass man seit einigen Jahren in der Immobilienfinanzierung in Europa aktiv sei und es nicht ausgeschlossen sei, in Zukunft weitere Opportunitäten wahrzunehmen. Entschieden sei aber nichts.

Dem Vernehmen nach, so der Bericht, peile die Bank Kundengruppen an, die mit den heutigen Tragbarkeitskriterien kaum oder nur schwierig eine Hypothek erhielten - etwa einkommensschwächere Haushalte, zu denen Rentner oder Alleinerziehende zählen.

(AWP)

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