Swisscom

Swisscom Aktie 

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Niemand will der Swisscom

Niemand will der Swisscom-Aktie zu Hilfe kommen

Die Aktie von Swisscom gilt als dividendenstark, steht nach dem Einstieg von Salt in den Festnetzbereich jedoch unter Verkaufsdruck. Entgegen den Gepflogenheiten wird sie einstweilen von keinem Analysten verteidigt.

21.03.2018 08:32

Von Lorenz Burkhalter

Als die Schweizer Börse SIX am Dienstagmorgen den Handel aufnahm, sah noch alles nach einem ganz gewöhnlichen Tag für die dividendenstarke Swisscom-Aktie aus. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: Kurz nach 10 Uhr kündigte der Mobilfunkanbieter Salt mit Pauken und Trompeten den Einstieg ins Festnetzgeschäft an.

Prompt gerieten die Kurse bei der Schweizer Marktführerin ins Rutschen. Als die Nachrichtenagentur Bloomberg im Laufe des Nachmittags dann auch noch von einem bevorstehenden Schulterschluss zwischen Sunrise Communications und UPC Schweiz berichtete, geriet die Aktie erst recht in einen Abwärtsstrudel.

Nach Tagestiefstkursen von 473,40 Franken ging die Swisscom-Aktie um 4,6 Prozent tiefer bei 479,30 Franken aus dem Handel. Seit Jahresbeginn errechnet sich damit gar ein Minus von fast 8 Prozent. Zur Freude der Leerverkäufer, berichtete der cash Insider kürzlich doch von grossen Wetten.

Diese Reaktion überrascht, war doch bei Salt schon seit über einem Jahr die Rede von einem Vorstoss ins Festnetzgeschäft. Denn nur so kann die Nummer drei im Mobilfunkmarkt Schweiz wie die Konkurrenz Kombi-Pakete anbieten.

Hohe Surfgeschwindigkeit zu Kampfpreisen

Für gewöhnlich lassen verteidigende Analystenkommentare nicht lange auf sich warten, wenn eine Aktie derart an der Börse abgestraft wird.

Doch weit gefehlt: J.P. Morgan bekräftigt die Underweight lautende Verkaufsempfehlung. Und das obwohl das Kursziel von 480 Franken im Laufe des Dienstagnachmittags unterschritten wurde. Die US-Investmentbank zeigt sich überrascht von den Kampfpreisen und der hohen Surf-Geschwindigkeit, mit welchen Salt ins Festnetzgeschäft vorstösst.

Allerdings könnten vorerst nur geschätzte 20 bis 30 Prozent der Schweizer Haushalte vom neuen Angebot profitieren. Ausserdem sei es Salt in den letzten Jahren auch im Mobilfunkbereich nicht gelungen, der Marktführerin Swisscom im grossen Stil Marktanteile abzujagen, so heisst es bei J.P. Morgan weiter.

Berechnungen der Deutschen Bank zufolge ist der Preis für das Festnetzangebot von Salt um 60 Prozent unter dem der Swisscom und immerhin um 53 Prozent unter jenem von Sunrise Communications angesetzt. Wie die Grossbank weiter schreibt, beträgt die Preisdifferenz bei den Kombi-Paketen hingegen "nur" rund 29 Prozent. Bei der Deutschen Bank wird die Swisscom-Aktie als fair bewertet bezeichnet und mit "Hold" sowie einem Kursziel von 509 Franken eingestuft.

Ist Sunrise stärker als die Marktführerin Swisscom betroffen?

Barclays macht in einem Kommentar hingegen den sich abzeichnenden Zusammenschluss zwischen Sunrise Communications und UPC Schweiz zum Thema. Dass die UPC-Mutter Liberty Global ein Joint-Venture zwischen den beiden Unternehmen und keine Übernahme von Sunrise anstrebt, deckt sich mit den bisherigen Erwartungen der britischen Grossbank. Darauf abgestützt hatte Barclays die Sunrise-Aktie erst letzte Woche auf "Underweight" heruntergestuft.

Wie es weiter heisst, dürfte der Vorstoss von Salt in den Festnetzbereich die Nummer zwei im Schweizer Mobilfunkmarkt stärker beeinträchtigen als die Swisscom. Anders als ihre Rivalin werde die Marktführerin nur wo nötig die Preise senken, um ihre Marktanteile zu verteidigen.

Dennoch empfiehlt Barclays nicht nur die Aktie von Sunrise Communications, sondern auch jene von Swisscom zum Verkauf.

Eine geballte Ladung Pessimismus

Wie Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP zeigen, raten zehn von 19 Analysten zum Verkauf der Swisscom-Aktie. Sechsmal lautet das Anlageurteil "Halten" und nur in drei Fällen "Kaufen".

Dieser verbreitete Pessimismus überrascht, beträgt die Dividendenrendite nach dem jüngsten Kursrückgang doch attraktive 4,6 Prozent. Wäre da nicht die Aktie von Sunrise, welche gar 4,7 Prozent rentiert - und das erst noch steuerfrei aus Kapitaleinlagereserven.

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Swisscom übertrifft die

Swisscom übertrifft die Erwartungen

Swisscom hat im ersten Quartal mehr Umsatz, EBITDA und Reingewinn erwirtschaftet als von Analysten erwartet wurde. Zugelegt hat vor allem das Italiengeschäft, während der Umsatz in der Schweiz rückläufig war.

Aktualisiert um 07:40

Swisscom weist für die ersten drei Monate des Jahres 2018 einen 1,9 Prozent höheren Umsatz von 2,89 Milliarden Franken aus. Der operative Gewinn (EBITDA) ging derweil um 1,4 Prozent auf 1,06 Milliarden zurück. Unter dem Strich steht ein 1,6 Prozent höherer Reingewinn von 379 Millionen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

Konzernchef Urs Schaeppi spricht von einem "soliden Ergebnis", wobei die Branche in einem anhaltend schwierigen Umfeld stark gefordert sei. Dies gilt vor allem für das Schweizer Kerngeschäft, das sich um 1,8 Prozent zurückbildete. Begründet wird dies primär mit dem anhaltenden Rückgang bei der traditionellen Festnetztelefonie sowie dem Preisdruck.

Es sei jedoch gelungen, beim operativen Gewinn in der Schweiz dank "umsichtiger Planung, Effizienzsteigerungen und aktivem Kostenmanagement" einen Teil des Umsatzrückgangs zu kompensieren. Konkret wurden in der Schweiz gemäss Mitteilung im ersten Quartal 77 Vollzeitstellen abgebaut. Bekanntlich plant die Swisscom für das Gesamtjahr einen Abbau von 700 Stellen.

Zahlen über den Erwartungen

Gut lief das Geschäft hingegen in Italien, wo der Umsatz in der Berichtswährung Euro um 8,6 Prozent zunahm. Der EBITDA stieg laut den Angaben auf vergleichbarer Basis um 5 Prozent.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Swisscom die Markterwartungen beim Umsatz übertroffen und bei den Gewinnzahlen erfüllt. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 2,83 Milliarden, einem EBITDA von 1,06 Milliarden und einem Reingewinn von 373 Millionen gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2018 bestätigt das Unternehmen die Ziele. So werden ein Umsatz von rund 11,6 Milliarden, ein EBITDA von rund 4,2 Milliarden sowie Investitionen von weniger als 2,4 Milliarden angepeilt. Unverändert sind auch die Angaben des Managements zur Dividende: Die Aktionäre sollen 22 Franken pro Papier erhalten, sofern die Ziele erreicht werden.

(AWP)

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Swisscom prüft Einstieg in

Swisscom prüft Einstieg in Computergaming-Wettkämpfe

Einige Zeit nach dem Einstieg der Kabelnetzbetreiberin UPC in Computergaming-Wettkämpfe will Konkurrentin Swisscom offenbar nachziehen. "Wir prüfen derzeit einen Einstieg in Gaming/E-Sports", sagte Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher am Montagabend auf Anfrage zu einem entsprechenden Online-Artikel der "Handelszeitung".

23.07.2018 20:33

Man überlege, wie ein gesellschaftlich verantwortungsvolles Angebot aussehen könnte. "Allfällige Neuerungen würden wir zu gegebener Zeit kommunizieren", sagte Hubacher weiter. Ob es sich dabei um die Gründung einer eigenen Gaming-Liga handle, wie die "Handelszeitung" schrieb, wollte die Sprecherin nicht bestätigen. Laut der Zeitung hat die Swisscom die Marke "Swisscom eSports Hero League" im Markenregister eintragen lassen.

jb/

(AWP)

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Swisscom stärkt das

Swisscom stärkt das Italiengeschäft

Die Swisscom wächst in Italien: Die Tochtergesellschaft Fastweb übernimmt vom Anbieter Tiscali ein bestimmtes Frequenzband, das bei der nächsten Mobilfunkgeneration 5G eine wichtige Rolle spielen dürfte.

31.07.2018 06:57

 Zudem kauft Fastweb Tiscali die sogenannte Fixed-Wireless-Infrastruktur ab, eine Technologie zur Überbrückung der "letzten (Festnetz-)Meile" über die Luft.

Die Transaktion habe einen Gesamtwert von rund 150 Millionen Euro, teilte Swisscom am Montagabend mit. Finanziert werde er mit Barreserven von Fastweb. Der Deal, der noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden muss, soll laut den Angaben im November 2018 über die Bühne gehen.

Mit dem Kauf wechseln laut der Mitteilung 835 Funktürme sowie 34 Mitarbeiter zu Fastweb.

Frequenzen als Hauptwert

Der grösste Wertanteil der Transaktion liege jedoch beim Frequenzspektrum von 40 MHz im 3,5 GHz Frequenzband, erklärte ein Swisscom-Sprecher auf Anfrage. Dieses sei wichtig im Hinblick auf die demnächst bevorstehende Auktion von 5G-Frequenzen in Italien. Insgesamt sei der Kauf ein wichtiger Schritt für Fastweb in der Konvergenzstrategie, also dem Anbieten von Festnetz- und Mobilfunkprodukten.

Fastweb tritt erst seit letztem Jahr offensiv mit Mobilfunkangeboten am Markt auf, dies dank einer Zusammenarbeit mit Telecom Italia. Fastweb habe jedoch auch jetzt keine Ambition, der fünfte Mobilfunk-Netzbetreiber in Italien zu werden, sagte der Sprecher. Geplant seien jedoch Investitionen in 5G mit Fokus auf grössere Städte. Fastweb prüfe zudem Möglichkeiten, die sich in der bevorstehenden Auktion von Frequenzspektrum in Italien ergeben würden.

Zugleich schliesst Tiscali laut den Angaben einen Grosshandelsvertrag mit einem Volumen von 40 Millionen Euro mit Fastweb ab. Dieser ist auch Teil des Transaktionspreises von 150 Millionen Euro. 100 Millionen würden in bar entrichtet, je zur Hälfte 2018 und 2019. 10 Millionen seien zudem Schulden in Höhe von 10 Millionen gegenüber Lieferanten.

(AWP)

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buy

Die UBS hat heute Morgen die Einstufung von SWISSCOM (CHF 461.60) von „Neutral“ auf „Buy“ und das Kursziel von CHF 490 auf CHF 501 erhöht. Die Anleger seien gegenüber dem grössten Schweizer Telekomanbieter weiterhin skeptisch eingestellt, schreibt der zuständige Branchenexperte. Als Risikofaktoren würden das nachlassende Marktwachstum und der zunehmende Wettbewerb im Breitbandgeschäft gesehen. Der Studienverfasser hält diese Bedenken allerdings für übertrieben.

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Swisscom übertrifft die

Swisscom übertrifft die Markterwartungen bei den Halbjahreszahlen leicht

Die Swisscom hat im ersten Halbjahr etwas mehr Umsatz erzielt, unter dem Strich aber weniger verdient.

16.08.2018 07:45

Gewachsen ist der Telekomkonzern vor allem in Italien, während sich der Umsatz im Heimmarkt Schweiz zurückbildete. Die Ziele für das Gesamtjahr gelten unverändert.

Swisscom weist für das erste Semester einen 2,0 Prozent höheren Umsatz von 5,81 Milliarden Franken aus. Der operative Gewinn (EBITDA) ging hingegen um 5,2 Prozent auf 2,14 Milliarden zurück. Unter dem Strich steht ein 6,2 Prozent tieferer Reingewinn von 787 Millionen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Die Swisscom habe im zweiten Quartal "trotz anhaltend starkem und von Promotionen getriebenem Wettbewerb" eine gute Leistung gezeigt, liess sich Konzernchef Urs Schaeppi zitieren. Der starke Wettbewerb zeigte sich vor allem im Schweizer Kerngeschäft, das sich um 1,9 Prozent zurückbildete. Begründet wurde dies unter anderem mit Preisdruck. Gut lief das Geschäft hingegen in Italien, wo der Umsatz in der Berichtswährung Euro (auf vergleichbarer Basis) um 9,5 Prozent zunahm.

Der Gewinnrückgang hat laut dem Unternehmen primär mit verschiedenen Sondereffekten und der Währungssituation zu tun. Insbesondere sei Fastweb im Vorjahr ein Ertrag aus einem Rechtsverfahren von über 100 Millionen Franken zugeflossen. Auf vergleichbarer Basis habe der Betriebsgewinn nur um 0,6 Prozent abgenommen.

Sparprogramm auf Kurs

Das Sparprogramm der Swisscom ist auf Kurs. Im ersten Halbjahr habe sich der Personalbestand in der Schweiz um 485 Vollzeitstellen reduziert, wobei es nur rund bei der Hälfte der Fälle zu Kündigungen kam. Wie früher angekündigt plant die Swisscom für das Gesamtjahr einen Abbau von 700 Stellen.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Swisscom die Markterwartungen leicht übertroffen. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 5,75 Milliarden, einem EBITDA von 2,14 Milliarden und einem Reingewinn von 770 Millionen gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2018 bestätigt das Unternehmen die Ziele. So werden ein Umsatz von rund 11,6 Milliarden, ein EBITDA von rund 4,2 Milliarden sowie Investitionen von weniger als 2,4 Milliarden angepeilt. Unverändert sind auch die Angaben des Managements zur Dividende: Die Aktionäre sollen 22 Franken pro Papier erhalten, sofern die Ziele erreicht werden.

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Swisscom mit Veränderung im

Swisscom mit Veränderung im Verwaltungsrat

Im Verwaltungsrat des Telekomkonzerns Swisscom kommt es zu einem Abgang.

20.09.2018 08:01

Valérie Berset Bircher, die im April 2016 als Personalvertreterin ins Gremium einzog, tritt per Ende Jahr zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Der Grund für den Abgang ist laut den Angaben, dass Berset Bircher Anfang 2019 im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) Leiterin für Internationale Arbeitsfragen wird. Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli bedauert den Abgang.

Es sei geplant, an der nächsten ordentlichen Generalversammlung vom 2. April 2019 eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zur Wahl vorzuschlagen, hiess es weiter.

(AWP)

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Sieg für Swisscom in Bern

Der Nationalrat hat die Entbündelung des Glasfasernetzes für Sunrise, UPC, Salt und Co abgelehnt

(AWP) Sieg für die Swisscom (SCMN 448 -0.6%): Der Nationalrat hat die Öffnung des Glasfasernetzes des «blauen Riesen» für die Konkurrenz abgelehnt. Damit schauen Sunrise (SRCG 89.6 -0.06%), UPC, Salt und Co in die Röhre. Der Bundesrat hatte sich für eine Regulierung bei Marktversagen ausgesprochen.

Bei der Beratung des Fernmeldegesetzes folgte der Rat am Donnerstag mit 127 zu 57 Stimmen seiner Kommission und strich einen Kernartikel des Gesetzes. Die einzelnen Fraktionen stimmten nicht geschlossen.

Der Bundesrat möchte zur Förderung des Wettbewerbs Fernmeldedienstanbieterinnen verpflichten können, anderen gegen eine angemessene Entschädigung den Zugang zu den gebäudeinternen Fernmeldeinstallationen zu gewähren – und zwar nicht nur zu Kupferleitungen, sondern auch zu Glasfaseranschlüssen. Der Zugang auf die sogenannte letzte Meile ist aus seiner Sicht eine essenzielle Voraussetzung für Wettbewerb und Wahlfreiheit.

Entwicklung beobachten

Der Nationalrat will am heutigen Zugangsregime nichts ändern. Die Entbündelung der letzten Meile soll vorderhand auf Kupferleitungen beschränkt bleiben. Der Bundesrat soll dem Parlament aber alle drei Jahre Bericht erstatten über die Entwicklung.

Damit setzte sich die Version durch, welche die Swisscom bevorzugt. Die anderen Anbieter wünschen sich eine Regulierung gemäss dem Bundesratsvorschlag. UPC, Sunrise, Salt, Green sowie einige kleinere Anbieter plädierten im Vorfeld dafür, diese Regelung möglichst bald umzusetzen.

Schutz vor Konkurrenz

Im Nationalrat plädierte Jürg Grossen (GLP/BE) für eine technologieneutrale Zugangsregelung im Sinne des Bundesrates. Er beantragte dem Rat jedoch, diese im Gesetz zu verankern und nicht lediglich die Kompetenz dafür an den Bundesrat zu delegieren. Die Gegnerinnen und Gegner wollten die staatlich kontrollierte Swisscom weiterhin vor Konkurrenz schützen, kritisierte er. Das Gesetz werde zu einem Swisscom-Gesetz.

Einzelne Ratsmitglieder forderten mit Einzelanträgen, dem Bundesrat zu folgen – unter ihnen Konsumentenschützerin Priska Birrer-Heimo (SP/LU). Die Swisscom habe beim Glasfaserausbau einen vom Steuerzahler finanzierten Wettbewerbsvorteil, argumentierte sie. Das sei schädlich für die Konsumentinnen und Konsumenten.

Wettbewerb funktioniert

Matthias Aebischer (SP/BE) dagegen stellte fest, es sei in Ordnung, wenn im Gesetz viel Swisscom stecke. Diese gehöre dem Bund, von ihr erwarte man eine Grundversorgung für alle. «Bis jetzt funktioniert das recht gut», sagte Aebischer. Massnahmen brauche es, wenn die Swisscom die marktbeherrschende Stellung ausnutzen sollte.

Auch Thomas Hurter (SVP/ZH) befand, der Wettbewerb funktioniere. Wo dies der Fall sei, müsse nicht reguliert werden. Adrian Amstutz (SVP/BE) gab zu bedenken, jemand müsse die Investitionen tätigen, und das sei primär die Swisscom. Sowohl die Gegner als auch die Befürworter einer technologieneutralen Regulierung führten die Versorgung in ländlichen Gebieten ins Feld.

Kupfer keine Zukunftstechnologie

Bundesrätin Doris Leuthard sagte am Ende der Diskussion zum umstrittenen Gesetzesartikel, es sei nicht im Interesse der Schweiz, die Swisscom so stark zu schützen. Die Entbündelung auf dem Kupfernetz habe zu besserer und günstigerer Versorgung geführt. Das Kupfernetz sei aber keine Zukunftstechnologie. Deshalb sollte die heutige Regelung auch für andere Technologien gelten.

Der Entscheid der vorberatenden Kommission habe sie etwas schockiert, sagte die Infrastrukturministerin. Ein Bericht alle drei Jahre werde nichts ändern. Es sei zu befürchten, dass es zu einer Re-Monopolisierung komme. Eine technologieneutrale Regulierung dagegen würde Investitionen in wenig erschlossenen Regionen befördern.

Schutz vor Massenwerbung

Der Nationalrat folgte aber seiner Kommission. Das tat er auch beim Zweckartikel des Gesetzes. Er will beim geltenden Recht bleiben, was die Werbung betrifft: Das Gesetz soll die Konsumentinnen und Konsumenten vor unlauterer Massenwerbung und Missbrauch durch Mehrwertdienste schützen. Der Bundesrat wollte anstelle von «Massenwerbung» den Begriff «unlautere Werbung» ins Gesetz schreiben.

Der Nationalrat wird die Beratungen am Freitag fortsetzen. Zur Debatte stehen unter anderem Regeln zum Roaming, zum Replay TV sowie Sperren für Kinderpornografie.

Am Ende der Beratungen vom Donnerstag gab es im Rat Standing Ovations für Bundesrätin Leuthard, die am Vormittag ihren Rücktritt per Ende Jahr angekündigt hatte.

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Swisscom steigt in

Swisscom steigt in Computerspiele-Wettkämpfe ein

Einige Zeit nach dem Einstieg der Kabelnetzbetreiberin UPC in Computergaming-Wettkämpfe zieht Konkurrentin Swisscom nach. Der grösste Schweizer Telekomkonzern gründet eine eigene E-Sports-Liga.

12.10.2018 11:10

Dabei arbeite man mit dem weltgrössten E-Sports-Unternehmen ESL zusammen, gab die Swisscom am Freitag am Gaming- und Fantasyanlass Herofest in Bern bekannt. Mit der Swisscom Hero League wollen zum einen dem E-Sport eine professionelle Plattform bieten und zum anderen der breiten Bevölkerung zugänglich zu mache, erklärte Marketingchef Michel Siegenthaler. Neben einer Profiliga solle es auch eine Plattform für Gelegenheitsspieler geben.

Gaming sei mittlerweile ein Volkssport in der Schweiz. Über 3 Millionen Menschen würden regelmässig am Computer, an einer Konsole oder auf mobilen Geräten spielen. Mekka des E-Sports ist jedoch Südkorea, wo Gamer teilweise in Hallen vor grossem Publikum ihrer Leidenschaft nachgehen.

jb/kw

(AWP)

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Ausblick Swisscom: 9Mte

Ausblick Swisscom: 9Mte-Umsatz von 8,70 Milliarden Franken erwartet

Die Telekommunikationsanbieterin Swisscom publiziert am Donnerstag, 1. November die Neunmonatszahlen 2018. Insgesamt haben sieben Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

31.10.2018 13:30

9M 2018E (in Mio Fr.) AWP-Konsens 9M 2017A Nettoumsatz 8'701 8'604 EBITDA 3'226 3'354 EBIT 1'609 1'766 Reingewinn 1'190 1'269

FOKUS: Die Analysten gehen davon aus, dass die Swisscom für die ersten neun Monate 2018 einen leicht höheren Umsatz, jedoch tiefere Gewinnzahlen ausweisen wird. Bei den Gewinnzahlen hinkt jedoch der Vergleich, weil die Vorjahreswerte von Sondereffekten (u.a.Rechtsverfahren) beeinflusst waren.

Beim Umsatz erwarten die Experten, dass die gegenläufigen Trends innerhalb des Konzerns angehalten haben. So dürfte das Schweizer Geschäft weiter unter Druck gestanden haben - wegen der rückläufigen Festnetztelefonie, Rabatten auf Bündelangeboten, rückläufigen Roamingeinnahmen und Preisdruck im Geschäftskundensegment. Auf der anderen Seite wird von der Italientochter Fastweb ein neuerliches Wachstum erwartet.

Für beide Märkte - die Schweiz und Italien - interessiert, ob und wie stark sich der Wettbewerb verschärft hat. Konkret geht es um das neue Festnetzangebot von Salt in der Schweiz und das neue Mobilfunkangebot von Salts Mutterkonzern Iliad in Italien. Beide wurden in den letzten Monaten lanciert. Vor allem interessiert, ob die Swisscom Kunden verloren hat und ob sich im Mobile-Wachstum in Italien weitere Bremsspuren gezeigt haben.

Von Interesse wäre ein Update zum Sparprogramm, mit dem die Umsatzerosion in der Schweiz teilweise aufgefangen werden soll. Dieses Sparprogramm wurde im letzten Februar verschärft. Neu sollen im Zeitraum 2018 bis 2020 jährlich 100 Millionen Franken eingespart werden, davor lautete das Ziel auf 60 Millionen pro Jahr. Im laufenden Jahr rechnet das Management konkret mit einem Abbau von rund 700 Stellen.

Von grossem Interesse wären auch Aussagen zu den Gerüchten, wonach in Italien Gespräche über eine Partnerschaft mit einem Mobilfunkanbieter stattfinden oder stattgefunden haben (siehe PRO MEMORIA).

ZIELE: Für das Gesamtjahr peilt die Swisscom einen Umsatz von rund 11,6 Milliarden (Vorjahr: 11,66), einen EBITDA von rund 4,2 Milliarden (Vorjahr: 4,30) sowie Investitionen von weniger als 2,4 Milliarden Franken an. Werden die Ziele erreicht, lockt erneut eine Dividende von 22 Franken pro Papier.

Nachgelagert gibt es auch Ziele für Fastweb. Die Italientochter soll im Gesamtjahr einen Umsatz von über 2 Milliarden Euro sowie einen EBITDA von rund 700 Millionen erzielen.

PRO MEMORIA: Punkten konnte die Swisscom kürzlich auf dem politischen Parkett. So soll sie nicht verpflichtet werden, anderen Anbietern Zugang zu ihrem Glasfasernetz zu gewähren. Nach dem Nationalrat hat sich auch die Ständeratskommission dagegen ausgesprochen. Eine Niederlage gab es hingegen beim Replay-Fernsehen, das stärker reguliert werden soll.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete im Oktober, die Swisscom prüfe Optionen für ihre Italientochter Fastweb. Möglich sei auch ein Verkauf oder eine Partnerschaft mit einem Konkurrenten. So habe es Gespräche mit dem Besitzer des Mobilfunkanbieters Wind Tre gegeben.

Die Gerüchte kursierten auch in Zusammenhang mit der 5G-Auktion in Italien, wo Fastweb offenbar nur wenige Frequenzen ersteigerte.

Finanzchef Mario Rossi bekräftigte im September gegenüber AWP allerdings das Ziel, in Italien wachsen zu wollen. Im dortigen Geschäftskundensegment peilt die Gesellschaft einen Marktanteil von "35 bis 40 Prozent" an. Aktuell sind es rund 30 Prozent.

Kritisiert wurde die Swisscom im Spätsommer für Tarifänderungen. Sie erhöhte für gewisse Internetabos die Surfgeschwindigkeit und auch die Preise. "Man darf bei aller Kritik auch nicht vergessen, dass die Tarife in den letzten zehn Jahren um rund 50 Prozent gesunken sind", sagte Finanzchef Rossi gegenüber AWP.

Im Oktober lancierte die Swisscom zusammen mit der Mobiliar, Vaudoise, Clientis Zürcher Regionalbank und EY eine neue Online-Hypothekenbörse. Das Gemeinschaftsunternehmen heisst Credit Exchange AG, oder kurz CredEx. Die neue Plattform soll etwa Pensionskassen der Einstieg ins Hypotheken-Geschäft erleichtern.

AKTIENKURS: Die Swisscom "feierte" am 5. Oktober ein rundes Börsenjubiläum: Die Titel wurden damals seit genau 20 Jahren an der Schweizer Börse gehandelt. Die Kursentwicklung im laufenden Jahr sorgt allerdings bei Investoren für wenig Freude. Aktuell notieren die Papiere rund 12 Prozent unter dem Stand von Anfang Jahr. Immerhin haben sie sich zuletzt etwas von den Jahrestiefstständen gelöst.

Homepage: www.swisscom.ch

jl/ab/rw

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Swisscom-Tochter einigt sich

Swisscom-Tochter einigt sich mit Tiscali über Kauf

Fastweb aus Italien hat sich mit Ticali engültig über die Konditionen zur Übernahme der Fixed-Wireless-Sparte und der Eigentümerschaft am 3,5 Ghz-Frequenzspektrum von Tiscali geinigt.

13.11.2018 06:49

Dieses Frequenzband dürfte bei der nächsten Mobilfunkgeneration 5G eine wichtige Rolle spielen.

Fastweb übernimmt demnach wie im Juli angekündigt die Lizenz für die Frequenznutzung von Aria, einer 100%-igen Tochtergesellschaft von Tiscali, für 40 MHz auf dem 3,5-GHz-Band sowie die Fixed-Wireless-Access-Sparte (FWA) von Tiscali. Fastweb sichere sich mit dieser Übernahme einen langfristigen Zugang zum wertvollen 5G-Frequenzspektrum, teilte Swisscom am Montag mit.

Bei der Ankündigung der Transaktion wurde für diese ein Wert von rund 150 Millionen Euro genannt. Nun wird ein Transaktionwert von rund 198 Millionen Euro angegeben, 130 Millionen davon in bar - wovon 50 Millionen noch im laufenden und 80 Millionen im kommenden Jahr fällig werden - sowie 55 Millionen für eine Grosshandelsvereinbarung über vier bis fünf Jahre.

Denn gleichzeitig hat Tiscali mit Fastweb einen Grosshandelsvertrag abgeschlossen für den vollständigen Zugang zum glasfaserbasierten Netz von Fastweb. 13 Millionen des Transaktonwerts sind Schulden gegenüber Lieferanten. Fastweb finanziert die Transaktion mit eigenen Barreserven.

Marktdynamik verteuert Transaktion

Die im Vergleich zur Ankündigung vom Juli um rund 45 Millionen Euro höhere Summe erklärt Swisscom mit der jüngsten Marktdynamik. Gleichzeitig werde damit der Neustart von Tscali und die Umsetzung von Restrukturierungsplänen unterstützt.

Mit dem Kauf wechseln 835 Funktürme sowie 34 Mitarbeiter zu Fastweb. Der grösste Wertanteil der Transaktion liege jedoch beim Frequenzspektrum von 40 MHz im 3,5 GHz Frequenzband, erklärte im Juli ein Swisscom-Sprecher. Dieses sei wichtig im Hinblick auf die demnächst bevorstehende Auktion von 5G-Frequenzen in Italien. Insgesamt sei der Kauf ein wichtiger Schritt für Fastweb in der Konvergenzstrategie, also dem Anbieten von Festnetz- und Mobilfunkprodukten.

Der Vollzug der Transaktion soll in den nächsten Wochen erfolgen.

(AWP)

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