Facebook

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paul81
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Alphabet & Facebook: top
  • Alphabet & Facebook: top Unternehmen, günstig bewertet (bin drin)
  • Amazon: top Unternehmen, ist mir schon seit Jahren zu teuer, wächst trotzem immer weiter Biggrin
  • Netflix = Blase, Geschäftsmodell finde ich auch nicht besonders interessant/sicher
Feraud
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Alphabet sehe ich kritisch.

Alphabet sehe ich kritisch. Das Umsatzwachstum wird durch höhere Kosten mittlerweile fast völlständig aufgefressen. Lt. letztem Quartalsbericht von Alphabet wird sich der Trend auch in Zukunft fortsetzen.

Bzgl. Netflix: was macht ein Geschäftsmodel denn so besonders? Ich denke, die Suche nach dem Burggraben ist ein guter Ansatz. Auch FB ist oberflächlich betrachtet nichts besonderes. Trotzdem hat es die anderen Plattformen wie StudiVz verdrängt.

Allgemein auc die Frage, woran man die Bewertung einer FANG-Aktie festmacht. Amazon z.B. hat zwar gut zugelegt im Kurs, aber der GAP zu den Earnings wird voarussichtlich rasch geschlossen. Ende des GJ läge der fair Wert bereits bei 1.500 USD.

Amazon Bewertung

Zyndicate
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Höchststrafe für Facebook in

Höchststrafe für Facebook in Grossbritannien

Im Skandal um weitergegebene Facebook-Nutzerdaten will die britische Datenschutzbehörde eine Strafe von umgerechnet 660'000 Franken aussprechen. Für den US-Konzern ist das relativ wenig, für die Behörde aber das Maximum.

11.07.2018 07:38

Facebook habe die Daten nicht geschützt und gegen das Gesetz verstossen. Zudem habe es keine Transparenz darüber gegeben, wie Daten der Plattform von Dritten abgefischt worden seien, erklärte Behördenchefin Elizabeth Denham am Mittwoch.

Hintergrund des Skandals ist die Weitergabe von Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern an die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica. Das Unternehmen unterstützte 2016 das Wahlkampfteam des späteren US-Präsidenten Donald Trump. Die von Facebook erlangten Daten verwendete es nach eigener Darstellung aber nicht für den amerikanischen Wahlkampf.

Die Strafe von 500'000 Pfund (660'000 Franken) ist für Facebook vergleichsweise klein, weil der Konzern einen Marktwert von 590 Milliarden Dollar hat. Sie ist aber der Höchstbetrag, den ICO-Chefin Denham verhängen kann. Facebook kann sich vor der endgültigen Entscheidung noch zu den Vorwürfen äussern.

Das Unternehmen kündigte an, den Zwischenbericht der britischen Behörde zu prüfen und in Kürze darauf zu reagieren. Die Datenschutzbeauftragte Erin Egan bekräftigte, man hätte im Zusammenhang mit Cambridge Analytica schon früher tätig werden müssen. Facebook arbeitet nach eigenen Angaben bei den Ermittlungen mit den Behörden zusammen.

(SDA)

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Facebook will an Bankkunden

Facebook will an Bankkunden kommen

Facebook will eigenen Angaben zufolge seine Dienste ausweiten und ist deshalb mit Banken in Kontakt.

07.08.2018 06:53

Zugleich könnten Finanzinstitute dadurch ihr Angebot verbessern, teilte Facebook am Montag mit. Facebook-Nutzer könnten ihre Bankkonten von beispielsweise PayPal, Citibank oder American Express mit dem Messenger von Facebook verknüpfen und über diesen Weg mit einem Kundenbetreuer in Verbindung treten. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Facebook habe bei grossen US-Banken Kundendaten angefragt. So sei der Internetkonzern im Verlauf des letzen Jahres an JPMorgan, Wells Fargo, Citigroup und US Bankcorp herangetreten.

Sollten sich Kunden für das neue Facebook-Angebot entscheiden, sei es möglich, dass Facebook einige Finanzinformationen der Bankkonten einsehen könnte. Diese würden aber nicht für Werbung oder ähnliches genutzt. "Die Idee, die dahinter steckt, ist, dass es einfacher sein kann mit der Bank über Messenger zu kommunizieren als in der Warteschleife am Telefon zu hängen", hiess es in der Mitteilung von Facebook.

(Reuters)

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Facebook löscht erneut

Facebook löscht erneut hunderte falsche Accounts

(Ausführliche Fassung) - In der Cyberwelt der USA wird kräftig aufgeräumt. Nach einem entschiedenen Vorgehen von Microsoft gegen Hacker ist jetzt auch Facebook gegen Beeinflussung von aussen vorgegangen.

22.08.2018 06:48

Das Online-Netzwerk hat nach Darstellung seiner Chefs Mark Zuckerberg den nächsten Versuch aufgedeckt, Propaganda mit Hilfe hunderter gefälschter Profile zu verbreiten. Das soziale Netzwerk löschte 652 Accounts, Seiten und Gruppen, die aus dem Iran und mutmasslich vom Umfeld des russischen Militärgeheimdiensts betrieben worden seien. Es habe sich um koordinierte Aktionen mit verknüpften Accounts gehandelt, sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Journalisten in der Nacht zum Mittwoch.

Am Vortag hatte Microsoft die Kontrolle über sechs täuschend echt aussehende Webdomains übernommen, auf die Computernutzer gelockt werden könnten, um ihre Geräte mit Schadsoftware zu infizieren. Auf ähnliche Weise war vermutlich dieselbe Hackergruppe im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2016 in Computersysteme der demokratischen Partei eingebrochen und hatte in grossem Stil Daten entwendet. Nach Ansicht von Microsoft seien Cyberattacken auf den US-Senat und konservative Denkfabriken mit Blick auf die nächste grosse Wahlrunde in den USA im November vorbereitet worden.

Die Domains erweckten zum Teil den Eindruck, mit Microsoft-Diensten verbunden zu sein. Sie seien von einer Hackergruppe registriert worden, die im Westen unter den Namen APT28, "Fancy Bear", "Strontium" oder "Sofacy" bekannt ist, erklärte Microsoft. Sie wird unter anderem auch hinter dem Hackerangriff auf den Bundestag 2015 vermutet. Nach Einschätzung westlicher Experten stehen hinter der Gruppe russische Geheimdienste. Der Kreml wies alle Anschuldigungen umgehend zurück.

Das aktuelle Vorgehen von Facebook sei das Ergebnis von vier getrennten Untersuchungen gewesen, erklärte Zuckerberg. "Wir ermitteln immer noch und es gibt eine Menge, was wir noch nicht wissen." Die Verbindungen der iranischen Accounts zu staatlichen Medien des Landes hätten zum Teil über öffentlich zugängliche Registrierungsinformationen nachgewiesen werden können.

Hunderttausende Nutzer hätten mindestens einen dieser gefälschten Accounts abonniert. Die Zuordnung von Aktivität zu russischen Geheimdienstkreisen beruhe hingegen auf Erkenntnissen amerikanischer Sicherheitsbehörden, hiess es. Diese Accounts hätten sich vor allem auf Syrien und die Ukraine fokussiert und diesmal die USA nicht im Visier gehabt.

Facebook hatte zuletzt Ende Juli einen Versuch gemeldet, mit einem Netzwerk gefälschter Profile die öffentliche Meinung in den USA zu manipulieren. Facebook war hart dafür kritisiert worden, dass auf der Plattform vor allem im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 gefälschte Accounts in grossem Stil Falschinformationen verbreiten konnten.

Deswegen verschärfte das Online-Netzwerk im vergangenen Jahr massiv die Sicherheitsvorkehrungen. Aktuell liefen noch mehrere weitere ähnliche Untersuchungen, sagte Zuckerberg. In den USA will man vor allem Manipulationen der öffentlichen Meinung vor den Kongresswahlen im November verhindern.

Die Aktivität russischer Hacker ist in den USA ein brisantes Thema. Grösste Aufmerksamkeit haben die Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zur Einmischung Russlands in die Präsidentenwahl 2016, die von Trump als "Hexenjagd" abgetan werden./so/DP/zb

(AWP)

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Facebook & Co. bekommen

Facebook & Co. bekommen eigenen Branchenindex

An der Wall Street stehen im September weitreichende Änderungen an: Der Index-Anbieter S&P klassifiziert Firmen wie Facebook und Netflix künftig in anderen Sektoren. Experten zufolge bietet dieser Schritt kleineren Technologiefirmen die Chance, aus dem Schatten von Internet-Giganten wie Amazon oder der Google-Mutter Alphabet herauszutreten.

26.08.2018 11:20

Obwohl Anleger Firmen wie Alphabet als Vorreiter der Digitalisierung sehen, sind sie bei S&P künftig nicht mehr im Unterindex für Technologiefirmen sondern in einem Sektor mit dem Namen "Kommunikationsdienstleistungen" notiert. Neben Alphabet gehören dem Index, der ab dem 24. September gelten soll, Firmen wie die Online-Videothek Netflix, der Kurznachrichtendienst Twitter, der Bezahlservice Paypal, das Online-Netzwerk Facebook und der Videospiel-Hersteller Electronic Arts an.

Die technische Umsortierung dürfte an den Börsen nicht ohne Auswirkungen bleiben: Weil hunderte Portfoliomanager in den Tagen nach der Umstellung ihre Fonds und ETFs neu strukturieren und bestimmte Aktien kaufen und verkaufen müssen, drohen heftige Kursausschläge, prognostiziert Andrew Bodner, Geschäftführer des Brokers Double Diamond. "Das ist ein zeitlich begrenztes Szenario und könnte für viele Anleger gute Kaufgelegenheiten bieten."

Nach Daten des Fondsanalysehauses Lipper sind über börsengehandelte Fonds (ETFs) rund 89 Milliarden Dollar im Technologiesektor angelegt. Ein Grossteil davon muss nach Einschätzung von Fachleuten aktualisiert werden. Grossanleger wie der Vermögensverwalter Vanguard haben nach eigenen Angaben bereits damit begonnen, ihre ETFs anzupassen.

Chancen für die zweite Liga

Profitieren könnten von der Umstellung auch kleinere Firmen. "Investoren erhalten ohne solche Riesenkonzerne, die eigentlich Medienunternehmen sind, einen ganz anderen Blickwinkel auf den Technologiesektor", erläutert Mike O'Rourke, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses JonesTrading. Ausserdem müssten Portfoliomanager künftig nicht mehr entscheiden, ob sie aus dem Techsektor in Amazon oder Apple investieren, sondern könnten Titel von beiden Unternehmen kaufen.

Fonds haben in der Regel Quoten für Aktien aus den unterschiedlichen Branchen. Weil Schwergewichte wie Amazon und andere aus dem S&P-Technologieindex herausgenommen werden, steigt die Bedeutung von Werten wie Microsoft, Intel, Cisco Systems oder Oracle. Der erweiterte Sektorindex Kommunikationsdienstleistungen wird künftig für ein Zehntel des S&P 500 stehen. Bislang war der Index, der lediglich die Telekombranche abbildete, für weniger als zwei Prozent des Hauptindex verantwortlich.

(AWP)

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Facebook führt Videoplattform

Facebook führt Videoplattform Watch weltweit ein

Facebook startet einen gross angelegten Angriff auf die Dominanz der Google -Plattform YouTube bei Online-Videos. Das Online-Netzwerk macht sein Konkurrenz-Angebot Watch auf einen Schlag fast überall auf der Welt verfügbar. Bisher war die Facebook-Plattform seit einem Jahr nur in den USA aktiv. Bei Watch werden Videos aus Facebook-Seiten an einem Ort gebündelt. Facebook zeigt aber zum Beispiel auch an, welche Videos Freunden gefallen haben oder von ihnen geteilt wurden.

29.08.2018 12:41

Autoren der Videos sollen Geld mit Werbepausen verdienen können. Diese Möglichkeit wird zunächst in den grossen Märkten eingeführt, im September auch in Deutschland. Facebook behält 45 Prozent der Werbeerlöse. Facebook ist auch in Gesprächen mit der Fernsehbranche und wirbt unter anderem mit der Aussicht auf eine stärkere Personalisierung des TV-Konsums für die Plattform. Facebook mit seinen über zwei Milliarden Nutzern weltweit wolle der Ort sein, an dem Videoinhalte gemeinsam mit Freunden und Familie angesehen und diskutiert werden. Umfragen und Abstimmungen sollen die Zuschauer stärker einbinden - bis hin zu Entscheidungen, welche Richtung eine Geschichte nehmen soll.

"Wir wissen, dass es eine gewaltige Konkurrenz um die Zuschauer gibt", räumte die zuständige Facebook-Managerin Fidji Simo ein. YouTube gilt als klare Nummer eins bei Internet-Video.

In den USA besuchten inzwischen monatlich 50 Millionen Nutzer die Watch-Plattform für mindestens eine Minute, sagte Simo. Die Länge der insgesamt angesehen Videos sei 14 Mal höher als zu Jahresbeginn. In den USA gibt es auch Eigenproduktionen speziell für Watch, in Europa ist das bisher nicht geplant. Wie auch die anderen Facebook-Dienste wird Watch nicht in China sowie Ländern wie Nordkorea verfügbar sein.

Watch startet im Rest der Welt zunächst auf Smartphones mit dem Google-System Android, Apples iPhones sollen folgen. Fernsehgeräte stünden ebenfalls im Fokus, sagte Simo. Facebook hat bereits eine Video-App für vernetzte Fernseher und Streaming-Boxen. Für Facebook soll Watch auch das Problem lösen, dass die Newsfeeds der Nutzer stärker auf Beiträge von Familie und Freunden ausgerichtet wurden. Damit wurden Videos dort weniger sichtbar - und das schränkt auch die Möglichkeiten zum Geldverdienen mit Werbung ein./so/DP/jha

(AWP)

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Instagram-Gründer kehren

Instagram-Gründer kehren Facebook den Rücken

Facebook verliert mit dem Abgang der beiden Instagram-Gründer zwei der wichtigsten kreativen Köpfe des Konzerns. Die Aktie gibt vorbörslich nach.

25.09.2018 12:30

Nach sechs Jahren kehren Kevin Systrom und Mike Krieger "in Kürze" dem weltgrößten Internet-Netzwerk den Rücken. In einer dürftigen Erklärung führte der bisherige Spartenchef Systrom an, beide wollten sich eine Auszeit nehmen, um ihre "Neugierde und Kreativität" wiederzuentdecken. Erst vor wenigen Monaten hatte Whatsapp-Gründer Jan Koum bei Facebook gekündigt.

Facebook schreibt seit Monaten Negativ-Schlagzeilen. Dem US-Konzern machen Forderungen nach mehr Datenschutz, Kritik wegen Hassrede und Terror-Propaganda zu schaffen. Gerüchte reißen nicht ab, dass die Abgänge in direktem Zusammenhang mit Firmenchef Mark Zuckerberg stehen, der die Zügel in dem mit 480 Milliarden Dollar bewerteten Konzern wieder enger anzieht.

Aktie gibt vorbörslich nach

Anleger verunsicherten die jüngsten Nachrichten: Die Facebook-Aktie verlor vorbörslich 2,2 Prozent.

Lange Zeit mischte sich Zuckerberg kaum ins Tagesgeschäft von Instagram ein. Die Gründer hatten freie Hand und unter ihrem Regime wurde der Foto-Dienst zu einer der wertvollsten Apps der Welt. Inzwischen kommt Instagram mit seinen mehr als eine Milliarde aktiven Nutzern auf einen Jahresumsatz von geschätzten acht Milliarden Dollar - vor allem mit Werbung. Facebook zählt gut 2,2 Milliarden Mitglieder.

Die beiden Stanford-Absolventen Systrom und Krieger gründeten Instagram 2010. Zwei Jahre später holte Zuckerberg den rasant wachsenden Dienst, der sich zunehmend als Konkurrent entpuppte, für eine Milliarde Dollar in den Konzern. Ähnlich verfuhr Facebook mit Whatsapp - der Messaging-Dienst gehört seit der 19 Milliarden Dollar schweren Übernahme 2014 zu dem US-Unternehmen.

Zuckerberg sagte zum zumindest für die Öffentlichkeit überraschenden Abgang von Systrom und Krieger: "Ich habe in den letzten sechs Jahren eine Menge durch die Zusammenarbeit mit ihnen gelernt und es wirklich genossen." Im letzten Quartalsbericht hatte Zuckerberg davon gesprochen, welch "großartiger Erfolg" der Instagram-Kauf war. Es sei ein innovativer Dienst. Zuckerberg nannte diesbezüglich die Möglichkeit, dass ähnlich wie bei dem Rivalen Snapchat Inhalte nach 24 Stunden wieder verschwinden, sowie die Einbindung von längeren Videos über die Anwendung IGTV.

Zuckerberg verstärkt Kontrolle

Spätestens seit dem Datenskandal, bei dem Informationen von bis zu 87 Millionen Mitgliedern genutzt wurden, um US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf zu unterstützen, nimmt Zuckerberg die Schalthebel bei Facebook wieder fester in die Hand. Nach dem Abgang von Koum übertrug er seinem langjährigen Vertrauten Chris Cox die Kontrolle über Whatsapp und Instagram. Zudem installierte er seinen engen Mitarbeiter Adam Mosseri als Produktchef bei Instagram. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge kam es zuletzt immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Instagram-Gründern und Zuckerberg über die Ausrichtung des Fotodienstes.

Der 34-jährige Facebook-Gründer müht sich seit Monaten, aus den Schlagzeilen zu kommen. Im Zusammenhang mit dem Datenskandal ermitteln unter anderem die US-Verbraucherschutzbehörde FTC und die Generalstaatsanwälte von 37 Bundesstaaten. Immer wieder werden hochrangige Manager vor den US-Kongress zitiert, um Stellung zu Fragen des Datenschutzes, der Verbreitung von Falschinformationen und der Rolle Facebooks im Wahlkampf zu nehmen. Ganz neu ist die Klage einer Frau, die mit der Prüfung von Inhalten auf der Plattform beauftragt war und behauptet, Facebook habe sie nicht ausreichend vor den Folgen von erschütterndem Material geschützt. In der Klage steht, dass die damit beauftragten Mitarbeiter von Facebook-Dienstleistern mit "Tausenden Videos, Bildern und Echtzeit-Übertragungen von Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Folter, Brutalität, Köpfungen, Selbstmord und Mord" bombardiert würden.

(Reuters)

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Trauma durch Schock-Inhalte?

Trauma durch Schock-Inhalte? Facebook droht Sammelklage in USA

(Ausführliche Fassung) - Der Arbeitsalltag in Facebooks Löschzentren ist nichts für schwache Nerven: Tagtäglich werden die Mitarbeiter als eine Art menschlicher Filter mit verstörenden Bildern und Videos konfrontiert. Die Frage, ob sich der Konzern ausreichend um sie kümmert, wird nun zum Rechtsstreit. Eine ehemalige Mitarbeiterin hat Facebook verklagt, weil die ständige Belastung sie krank gemacht habe. Es könnte ein grösseres Verfahren werden: Denn die Anwälte der Frau aus San Francisco streben eine Sammelklage an, der sich auch andere Beschäftigte anschliessen könnten. Auch in Deutschland gibt es zwei Löschzentren - in Berlin und Essen.

25.09.2018 17:35

Die Vorwürfe klingen heftig: Die als Zeitarbeiter eingestellten sogenannten Facebook-Moderatoren würden "täglich mit Tausenden Videos, Bildern und Live-Übertragungen von sexuellem Missbrauch von Kindern, Vergewaltigungen, Folter, Tiersex, Enthauptungen, Suiziden und Morden bombardiert", erklärte Klägeranwalt Korey Nelson von der Kanzlei Burns Charest am Montag (Ortszeit). Hauptklägerin in dem Verfahren ist Selena Scola, die ab Juni 2017 neun Monate im Auftrag einer Zeitarbeitsfirma für Facebook gearbeitet und durch den Job ein posttraumatisches Belastungssyndrom erlitten haben soll.

"Wir prüfen die Behauptungen derzeit", teilte Facebook in einem Statement mit. Der Internetriese räumte ein, dass die Arbeit häufig schwierig sei. "Darum nehmen wir die Unterstützung unserer Moderatoren unglaublich ernst". Die Mitarbeiter erhielten spezielles Training, zudem biete man ihnen psychologische Hilfe an. Facebook-Angestellten stehe dies hausintern zur Verfügung, auch von Partnerfirmen würden entsprechende Ressourcen verlangt. Über die Arbeitsbedingungen in Facebooks sogenannten Löschzentren unter anderem in Asien gab es bereits wiederholt negative Medienberichte.

In den Löschzentren werden unter anderem anstössige Videos und Bilder, Hassrede oder Gewaltdarstellung gesichtet und entfernt. In der US-Klage, die bei einem Gericht im kalifornischen San Mateo eingereicht wurde, wird Facebook beschuldigt, seine Pflicht zu ignorieren, für die Sicherheit dieser Mitarbeiter zu sorgen. Der Konzern greife beim Ausmisten seiner Plattform auf Zeitarbeiter zurück, die angesichts der schockierenden Inhalte irreparable traumatische Schäden erlitten. Das bei der Hauptklägerin diagnostizierte Leiden PTSD ist etwa bei Soldaten nach Schreckenserlebnissen im Krieg ein bekanntes Phänomen.

Die Klage richtet sich neben Facebook auch gegen die Zeitarbeitsfirma Pro Unlimited aus Boca Raton im US-Bundesstaat Florida, für die Scola tätig war. Ihre Rechtsanwälte streben eine Sammelklage im Namen aller betroffenen Facebook-Mitarbeiter an und fordern unter anderem die Einrichtung eines Fonds für medizinische Tests und Versorgung der Moderatoren. Facebook beschäftigt derzeit insgesamt rund 7500 solcher Mitarbeiter. Ob das Verfahren als Sammelklage zugelassen wird, muss das zuständige Gericht allerdings erst noch entscheiden.

Die deutschen Löschzentren in Berlin und Essen betreibt Facebook nicht selbst, sondern greift auf die Dienstleistungsfirmen CCC und Arvato zurück, die unter anderem im Call-Center-Geschäft sind. Nach Kritik an den Arbeitsbedingungen gewährte Facebook im vergangenen Jahr einigen wenigen Journalisten Zugang zum Berliner Löschzentrum und betonte auch hier die Massnahmen zur psychologischen Unterstützung.

Gespräche mit Mitarbeitern - in Anwesenheit von Facebook-Vertretern - zeichneten damals ein Bild von Menschen, die mit der Härte des Jobs zu kämpfen haben und zum Teil abstumpfen. "Ich weiss noch, das erste Enthauptungsvideo - da hab' ich dann ausgemacht, bin raus und hab erstmal ein wenig geheult", erinnerte sich damals eine 28-jährige Mitarbeiterin. "Jetzt hat man sich so daran gewöhnt, es ist nicht mehr so schlimm."

Einer der Teamleiter sagte damals auch, Mitarbeiter müssten sich selbst melden, um psychologische Betreuung zu bekommen. "Ich als Teamleiter weiss ja nicht, ob jemand Betreuung braucht oder nicht." Zugleich arbeiten die Menschen in den Löschzentren mit dem Gefühl, andere vor Schaden zu bewahren: "Wenn ich jemandem ersparen kann durch meine Arbeit, dass er das sehen muss, dann finde ich das sehr gut", sagte eine der Frauen. Laut Facebook können sich die Mitarbeiter jederzeit in andere Aufgabenbereiche versetzen lassen, wenn es ihnen zu hart wird./hbr/so/DP/tos

(AWP)

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Hacker hatten Zugang zu fast

Hacker hatten Zugang zu fast 50 Millionen Facebook-Accounts

Wegen einer Sicherheitslücke bei Facebook haben Hacker auf Profile von fast 50 Millionen Nutzern zugreifen können als wären es ihre eigenen. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten die unbekannten Angreifer aber keine privaten Nachrichten abgerufen oder versucht, etwas im Namen der betroffenen Nutzer bei Facebook zu posten, betonte das Online-Netzwerk am Wochenende.

30.09.2018 18:05

Abgeschöpft hätten die Angreifer aber Profil-Informationen wie Name, Geschlecht und Wohnort. Dadurch sei die Attacke auch erst aufgefallen. Bisher habe Facebook keinen speziellen Fokus auf bestimmte Regionen oder Nutzergruppen feststellen können. Die Angreifer hatten digitale Schlüssel zu den Accounts gestohlen, mit denen man in die Profile kommt, ohne ein Passwort eingeben zu müssen.

Potenziell gefährlich ist, dass die Hacker sich mit den erbeuteten Digitalschlüsseln auch bei anderen Online-Diensten anmelden konnten, die mit dem Facebook-Login genutzt wurden. Ob es dazu kam, ist bisher unklar. Die Option "Login mit Facebook" bieten unter anderem Internet-Händler sowie viele andere Websites an. Das soll Nutzern den Aufwand ersparen, sich noch mehr Passwörter ausdenken zu müssen.

Die Sicherheitslücke sei am Donnerstag geschlossen worden, versicherte Facebook. Zumindest gemessen an der Zahl betroffener Nutzer ist es der bisher grösste bekanntgewordene Hacker-Angriff auf das Online-Netzwerk. Facebook hat insgesamt mehr als 2,2 Milliarden aktive Mitglieder.

"Wir wissen nicht, wer hinter dieser Attacke steckt", sagte Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einer Telefonkonferenz. Man werde das möglicherweise auch nie erfahren, fügte Produktchef Guy Rosen hinzu. Auch die Profile von Zuckerberg und Geschäftsführerin Sheryl Sandberg seien betroffen gewesen, berichteten die "New York Times" und die "Financial Times".

Die Angreifer hätten eine Sicherheitslücke in der Funktion ausgenutzt, mit der Facebook-Mitglieder sich ihr Profil aus der Sicht anderer Nutzer anzeigen lassen können, erläuterte das Unternehmen. Die Schwachstelle erlaubte es ihnen demnach, sogenannte Token zu stehlen - eine Art Langzeitschlüssel, der auf einem Gerät gespeichert wird. Facebook stellte fest, dass rund 50 Millionen dieser Token gestohlen wurden. Das Passwort selbst kann dabei nicht ausgelesen werden.

Die Funktion mit der Anzeige des Profils aus Sicht von Facebook-Freunden - mit der Nutzer eigentlich ihre Privatsphäre besser im Griff haben sollten - sei vorerst sicherheitshalber abgeschaltet worden, teilte Facebook weiter mit. Zur Sicherheit werden sich weitere rund 40 Millionen Nutzer auf ihren Geräten neu anmelden müssen, nur weil sie diese Funktion im vergangenen Jahr benutzt haben.

Die Attacke kommt zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt für das Online-Netzwerk, das noch um das Vertrauen der Nutzer nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica kämpfen muss. Die Datenanalyse-Firma hatte unberechtigterweise Zugang zu Informationen von Dutzenden Millionen Nutzern bekommen. Diese Enthüllung hatte Facebook in die bisher schwerste Krise gestürzt. Derzeit versucht das Unternehmen zudem mit grössten Anstrengungen, die Plattform vor den wichtigen Kongress-Wahlen in den USA im November gegen Manipulation von aussen abzusichern. Die Facebook-Aktie fiel zum US-Handelsschluss am Freitag um rund 2,6 Prozent.

Die Schwachstelle sei bereits im Juli 2017 durch eine Kombination aus drei Software-Fehlern entstanden, erläuterte Rosen. Zunächst einmal sei eine damals neu eingeführte Funktion zum Hochladen von Videos fälschlicherweise in der später ausgenutzten Fremdansicht angezeigt worden. Das sei zwar nur vorgekommen, wenn es um Geburtstagsgrüsse ging - hätte aber überhaupt nicht passieren dürfen.

Zweitens sei fälschlicherweise zugelassen worden, dass für diesen Video-Uploader auch Digitalschlüssel generiert werden konnten. Und schliesslich sei dabei ein Token nicht für den Account des Nutzers erstellt worden - sondern für den des Facebooks-Freundes, aus dessen Perspektive man sich sein eigenes Profil ansehen wollte. So hätten die Hacker über das Freundesnetz Zugriff zu immer mehr Profilen bekommen können. Den Angreifern war es gelungen, diese Kombination aus mehreren Faktoren nicht nur zu entdecken, sondern auch in grösserem Stil auszunutzen.

Facebook macht keine Angaben dazu, wann genau die Hacker die Token gestohlen und damit Zugriff auf die Nutzer-Profile gehabt haben könnten. Facebook habe zunächst ungewöhnlich hohe Aktivität bei einer Schnittstelle am 16. September entdeckt. Am Dienstagabend dieser Woche sei man dann sicher gewesen, dass eine Attacke laufe und habe die Sicherheitslücke bis Donnerstag gefunden und geschlossen. Neben dem FBI seien gemäss der EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) auch Behörden in Irland eingeschaltet worden. Die DSGVO sieht bei Verstössen gegen den Datenschutz Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes vor.

Die Facebook-Mitteilung brachte neue Aufmerksamkeit für die Ankündigung eines Hackers aus Taiwan von Mitte der Woche, am Sonntag in einem Livestream das Facebook-Profil von Mark Zuckerberg zu löschen. Am Freitag sagte er die Übertragung dann ab und erklärte, er habe stattdessen Facebook kontaktiert./so/DP/zb

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Weniger als zehn Prozent der

Weniger als zehn Prozent der Betroffenen bei Facebook-Hack aus EU

Von den fast 50 Millionen von einem Hacker-Angriff betroffenen Facebook -Nutzer stammen weniger als zehn Prozent aus der Europäischen Union. Das teilte die zuständige irische Datenschutzbehörde am Montagabend bei Twitter mit. Facebook habe zugesichert, "bald" ausführlichere Informationen liefern zu können, hiess es in der knappen Stellungnahme weiter.

02.10.2018 06:32

Facebook hatte am Freitag mitgeteilt, dass unbekannte Angreifer vollen Zugriff auf fast 50 Millionen Profile bei dem Online-Netzwerk erlangt hatten. Die Basis dafür war der Diebstahl digitaler Schlüssel, mit denen man in einen Account kommt, ohne dafür das Passwort eingeben zu müssen. Die Hacker hätten auch Zugang zu anderen Online-Diensten bekommen können, bei denen sich die Nutzer mit ihrem Facebook-Login anmeldeten, räumte Facebook ein. Die Lücke sei am Donnerstag geschlossen worden und nach bisherigen Erkenntnissen hätten die Angreifer nicht versucht, private Nachrichten abzurufen oder etwas im Namen der Nutzer bei Facebook zu posten, hiess es.

Facebook hatte die irischen Datenschützer bereits vergangene Woche unterrichtet. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sieht eine Benachrichtigung der Behörden binnen drei Tagen vor. Unternehmen drohen nach der DSGVO bei Verstössen gegen Datenschutzregeln Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes - das wären im Fall von Facebook 1,6 Milliarden Dollar nach Zahlen von 2017./so/DP/he

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Neuer Chef für Fotodienst

Neuer Chef für Fotodienst Instagram ernannt

Facebooks Fotoplattform Instagram bekommt nach dem Abgang der beiden Gründer einen neuen Chef aus dem Führungszirkel des Online-Netzwerks. Adam Mosseri war lange für den Newsfeed verantwortlich - das Herzstück von Facebook , in dem die Nutzer tagtäglich die neuen Beiträge sehen. Er war bereits vor einigen Monaten als Produktchef zu Instagram gegangen und übernimmt jetzt den Chefposten bei dem Dienst, wie die Fotoplattform am Montag mitteilte.

01.10.2018 20:42

Instagram war von Facebook 2012 für rund eine Milliarde Dollar gekauft worden, konnte aber mit den beiden Gründern Kevin Systrom und Mike Krieger an der Spitze weitgehend eigenständig weiteragieren. Vor einer Woche gaben Systrom und Krieger aber ihren Rückzug bekannt. Laut Medienberichten gab es Differenzen mit der Facebook-Führung über die Strategie. Zudem seien die beiden auch unzufrieden darüber gewesen, dass Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg immer mehr bei Instagram mitmischen wollte.

Mosseris Einsetzung als Vizepräsident bei Instagram war bereits als Versuch der Facebook-Führung gesehen worden, den Foto-Dienst stärker zu kontrollieren. Instagram mit mehr als einer Milliarde Nutzer wird immer wichtiger für Facebook, während sich das Geschäftswachstum bei der Haupt-Plattform des Online-Netzwerks zuletzt deutlich verlangsamte./so/DP/he

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Irischer Datenschutz

Irischer Datenschutz ermittelt gegen Facebook

Die irische Datenschutzbehörde DPC nimmt nach dem massivem Hackerangriff auf Facebook Ermittlungen gegen das soziale Netzwerk auf.

04.10.2018 07:08

Die Behörde teilte am Mittwoch mit, dass sich die Nachforschungen insbesondere darauf konzentrierten, ob sich Facebook an die vor kurzem verschärften Datenvorschriften gehalten habe. Nach dem jüngsten Hackerangriff auf Facebook, von dem mindestens 50 Millionen Nutzer betroffen waren, droht dem Netzwerk nun im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung eine Strafe von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes oder 20 Millionen Euro. Facebook hat seine Europa-Zentrale in Irland.

Nach dem jüngsten Datendiebstahl bei Facebook haben Hacker Untersuchungen des Konzerns zufolge die Login-Daten der Kunden nicht für den Zugang zu anderen Webseiten benutzt. "Wir haben keine Hinweise darauf gefunden, dass sich die Hacker mit Hilfe des Facebook-Logins Zugang zu anderen Apps verschafft haben", erklärte der für die Sicherheit bei Facebook zuständige Manager Guy Rosen am Dienstag.

Immer mehr Nutzer greifen auf die Möglichkeit zurück, sich mit ihrer Facebook-Identität bei Apps oder Online-Verkaufsplattformen zu registrieren und sich so langwierige Einlogg-Prozeduren mit separatem Passwort zu ersparen. Bei dem von Facebook vergangene Woche bekanntgegebenen Angriff war befürchtet worden, die Hacker hätten über diese sogenannten Single-Sign-Ons (SSO) auch Zugriff auf weitere Apps und Webseiten gehabt.

Der Angriff kommt zu einer ungünstigen Zeit für das Online-Netzwerk. Der größere Datenskandal, bei dem die britische Firma Cambridge Analytica die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern mutmaßlich missbraucht hat, ist noch Gegenstand von Ermittlungen.

(Reuters)

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Facebook will mit

Facebook will mit Videotelefonie und VR Menschen besser verbinden

Facebook will mit Hilfe von Videotelefonie und Virtueller Realität persönliche Verbindungen von räumlich getrennten Menschen vertiefen. "Wir werden persönliche Treffen niemals ersetzen und wir planen auch nicht, das zu tun", sagt Andrew Bosworth, Vizepräsident bei Facebook für Virtuelle (VR) und Erweiterte Realität (AR). Aber schon einen Teil der persönlichen Interaktion ins Virtuelle umzusetzen, sei bereits sehr wertvoll. Etwa, weil Kosten und Zeitaufwand für Reisen und Pendeln entfielen.

08.10.2018 15:05

Um Videotelefonie zu verbessern, hat Facebook am Montag zwei neue Geräte vorgestellt. Portal und Portal+ sind eine Kombination aus Bildschirm, Webcam und smartem Lautsprecher. Sie verfolgen automatisch Personen im Blickfeld der Kamera und zoomen eigenständig auf deren Gesichter.

VR und AR sollen dafür ebenfalls genutzt werden. VR biete mehr Interaktivität als Videotelefonie, sagt Bosworth. Hier gebe es allerdings noch Probleme mit der Ausdrucksfähigkeit, beispielsweise mit Mimik und Aussehen. "Aber die Technologie liegt am Horizont."/DP/jha

(AWP)

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Facebook bereitet sich auf

Facebook bereitet sich auf Umbruch in seinem Werbegeschäft vor

31.10.2018 06:32

MENLO PARK (awp international) - Dem Werbegeschäft von Facebook steht ein Umbruch bevor, der die jahrelang auf Hochtouren laufende Geldmaschine des Online-Netzwerks abbremsen wird. Die Mitglieder teilten ihre Beiträge verstärkt im kleineren Freundeskreis statt im Newsfeed, der bisher das Herzstück der Facebook-Nutzung war, wie Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Dienstagabend erläuterte.

Facebook muss deswegen sein Geschäft umbauen. Der Newsfeed bietet viel Platz für Anzeigen - und das Online-Netzwerk macht damit Milliardengewinne. Bei Werbung in den neuen Formaten steht Facebook aber erst am Anfang und muss sich unter anderem bei den Anzeigenpreisen noch durchtasten. "Das ist eine Reise, die Jahre und nicht Quartale dauern wird", sagte Finanzchef Dave Wehner.

Zu den neuen Formaten gehören zum Beispiel die sogenannten "Stories", bei denen Nutzer ihre Fotos und Videos typischerweise für einen Tag für ausgewählte Freunde veröffentlichen. "In nicht allzu ferner Zukunft werden die Leute mehr in Stories als in Feeds teilen", prognostizierte Zuckerberg.

Facebook durchlebte bereits einen ähnlichen Umbruch, als Nutzer vom PC auf Smartphones wechselten. Damals hatte das Online-Netzwerk zunächst kein Geschäftsmodell für das Handy und Anleger zweifelten an den Zukunftsaussichten der Firma. Doch die Newsfeed-Anzeigen als Lösung für das Problem erwiesen sich als eine Goldgrube. Zuckerberg und Geschäftsführerin Sheryl Sandberg erinnerten jetzt daran, um besorgte Investoren zu beruhigen. Das klappte ganz gut: Die Aktie, die nach Zuckerbergs Warnungen erst fast vier Prozent verlor, erholte sich auf ein Plus von über drei Prozent.

Schon die Zahlen für das vergangene Quartal offenbarten einige Probleme. So verlor das Online-Netzwerk im zweiten Quartal in Folge eine Million Nutzer in Europa und hat hier noch 375 Millionen mindestens einmal im Monat aktive Mitglieder. Facebook hatte bereits gewarnt, dass die Regelungen der seit Ende Mai greifenden Datenschutz-Grundverordnung das Geschäft in Europa erschweren werden.

Weltweit gesehen geht das Wachstum des Online-Netzwerks weiter. Die Zahl monatlich aktiver Facebook-Nutzer legte binnen drei Monaten von 2,23 auf 2,27 Milliarden zu. Und auch die Werbeeinnahmen wuchsen noch deutlich: Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 13,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte um neun Prozent auf knapp 1,34 Milliarden Dollar.

Doch ein genauerer Blick in die Facebook-Zahlen zeigt, dass das Wachstum vor allem aus Regionen kommt, die für das Online-Netzwerk bisher weniger lukrativ sind. In den USA und Kanada kommt Facebook nun auf 242 Millionen monatlich aktive Nutzer - eine Million mehr als vor drei Monaten. Es ist aber der mit Abstand lukrativste Markt für das Online-Netzwerk: Hier machte Facebook im vergangenen Quartal einen Umsatz von 27,61 Dollar pro Nutzer. In Europa sind es 8,82 Dollar pro Nutzer und im weltweiten Durchschnitt 6,09 Dollar.

Zugleich dürften die Ausgaben in diesem Jahr um über 50 Prozent steigen und 2019 um weitere 40 bis 50 Prozent. Das sei unter anderem für die Sicherheit und den Kampf gegen Hass und Hetze nötig, sagte Zuckerberg. Unter anderem stellt Facebook mehr Mitarbeiter für seine Löschzentren ein, die verbotene Inhalte entfernen. Die Zahl der Beschäftigten stieg binnen eines Jahres um 45 Prozent auf gut 33 600. Er verliere aber das Gleichgewicht von Kosten und Einnahmen nicht aus den Augen, versicherte Zuckerberg vor Analysten.

Zuckerberg, der sonst Wettbewerber selten erwähnt, räumte ein, dass Facebook bei Video hinter Googles Plattform YouTube zurückliege. Das Online-Netzwerk habe aber bisher die Zeit, die Nutzer mit dem Ansehen von Videos verbringen können, bewusst reduziert. Facebook stecke in einem Dilemma: "Die Leute wollen sich Videos anschauen", sagte Zuckerberg. Zugleich erwarteten sie von Facebook aber auch soziale Kontakte mit Freunden und Familie. Deswegen habe Facebook die Ausbreitung sogenannter "viraler" Unterhaltungsvideos gebremst.

Facebook wurde in diesem Jahr von dem Datenskandal um Cambridge Analytica in eine Krise gestürzt. Zuletzt sorgte ein Hacker-Angriff, von dem rund 30 Millionen Nutzer betroffen waren, für neue Negativ-Schlagzeilen. Diese Turbulenzen scheinen das Geschäft des Online-Netzwerks jedoch bisher kaum beeinflusst zu haben./so/DP/zb

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Korr: Facebook verliert

Korr: Facebook verliert weitere Million Nutzer in Europa

31.10.2018 14:43

MENLO PARK (awp international) - Facebook steht ein Umbruch in seinem Werbegeschäft bevor, der die jahrelang auf Hochtouren laufende Geldmaschine des Online-Netzwerks abbremsen wird. Die Mitglieder teilten ihre Beiträge verstärkt im kleineren Freundeskreis statt im Newsfeed, der bisher das Herzstück der Facebook-Nutzung war, wie Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Dienstag erläuterte. Facebook muss deswegen sein Geschäft umbauen - und tastet sich erst zu einer Lösung durch.

Denn aktuell kommen die Milliardengewinne des Online-Netzwerks fast ausschliesslich aus dem Newsfeed, der viel Platz für Anzeigen bietet. Beim Geldverdienen in seinen Chatdiensten WhatsApp und Messenger sowie den neuen Formaten auf der Facebook-Plattform steht die Firma aber erst am Anfang und weiss zum Beispiel noch nicht, wie sich die Anzeigenpreise entwickeln werden. "Das ist eine Reise, die Jahre und nicht Quartale dauern wird", sagte Finanzchef Dave Wehner.

Zu den neuen Formaten gehören zum Beispiel die sogenannten "Stories", bei denen Nutzer ihre Fotos und Videos für einen Tag für ausgewählte Freunde veröffentlichen. "In nicht allzu ferner Zukunft werden die Leute mehr in Stories als in Feeds teilen", prognostizierte Zuckerberg.

Es hat eine gewisse Ironie, dass Facebook das "Stories"-Format hemmungslos beim Herausforderer Snapchat kopierte. Facebook gelang es dadurch zwar, den Aufstieg von Snapchat zu stoppen - die Foto-App kämpft seitdem mit Nutzerschwund. Doch jetzt muss Facebook selbst die wirtschaftlichen Konsequenzen des veränderten Nutzer-Verhaltens tragen. Der Wandel verlaufe weniger geschmeidig als er es sich erhofft habe, räumte Zuckerberg ein. Doch für Facebook spreche allein schon, dass täglich mehr als zwei Milliarden Menschen mindestens ein Produkt der Firma nutzen. Dem Online-Netzwerk gehört auch die erfolgreiche Foto-Plattform Instagram.

Facebook durchlebte bereits einen ähnlichen Umbruch, als Nutzer vom PC auf Smartphones wechselten. Damals hatte das Online-Netzwerk zunächst kein Geschäftsmodell für das Handy und Anleger zweifelten an den Zukunftsaussichten der Firma. Doch die Newsfeed-Anzeigen als Lösung für das Problem erwiesen sich als eine Goldgrube. Zuckerberg und Geschäftsführerin Sheryl Sandberg erinnerten jetzt daran, um besorgte Investoren zu beruhigen. Das klappte im nachbörslichen Handel ganz gut: Die Aktie, die nach Zuckerbergs Warnungen erst fast vier Prozent verlor, erholte sich auf ein Plus von über drei Prozent.

Schon die Zahlen für das vergangene Quartal offenbarten einige Probleme. So verlor das Online-Netzwerk im zweiten Vierteljahr in Folge eine Million Nutzer in Europa und hat hier noch 375 Millionen mindestens einmal im Monat aktive Mitglieder. Facebook hatte bereits gewarnt, dass die Regelungen der seit Ende Mai greifenden Datenschutz-Grundverordnung das Geschäft in Europa erschweren werden.

Weltweit gesehen geht das Wachstum des Online-Netzwerks weiter. Die Zahl monatlich aktiver Facebook-Nutzer legte binnen drei Monaten von 2,23 auf 2,27 Milliarden zu. Und auch die Werbeeinnahmen wuchsen noch deutlich: Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 13,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte um neun Prozent auf knapp 5,14 Milliarden Dollar.

Doch ein genauerer Blick in die Facebook-Zahlen zeigt, dass die Nutzer-Zuwächse vor allem aus Regionen kommen, die für das Online-Netzwerk bisher weniger lukrativ sind. In den USA und Kanada kommt Facebook nun auf 242 Millionen monatlich aktive Nutzer - gerade einmal eine Million mehr als vor drei Monaten. Es ist aber der mit Abstand profitabelste Markt für das Online-Netzwerk: Hier machte Facebook im vergangenen Quartal einen Umsatz von 27,61 Dollar pro Nutzer. In Europa sind es 8,82 Dollar pro Nutzer und im weltweiten Durchschnitt 6,09 Dollar.

Zugleich dürften die Ausgaben in diesem Jahr um über 50 Prozent steigen und 2019 um weitere 40 bis 50 Prozent. Das sei unter anderem für die Sicherheit und den Kampf gegen Hass und Hetze nötig, sagte Zuckerberg. So stellt Facebook mehr Mitarbeiter für seine Löschzentren ein, die verbotene Inhalte entfernen. Vor allem dadurch stieg die Zahl der Beschäftigten binnen eines Jahres um 45 Prozent auf gut 33 600.

Zuckerberg, der sonst Wettbewerber selten erwähnt, räumte ein, dass Facebook bei Video hinter Googles Plattform YouTube zurückliege. Das Online-Netzwerk habe aber bisher die Zeit, die Nutzer mit dem Ansehen von Videos verbringen können, bewusst reduziert. Facebook stecke in einem Dilemma: "Die Leute wollen sich Videos anschauen", sagte Zuckerberg. Zugleich erwarteten sie von Facebook aber auch soziale Kontakte mit Freunden und Familie. Deswegen habe Facebook die Ausbreitung sogenannter "viraler" Unterhaltungsvideos gebremst.

Facebook wurde in diesem Jahr von dem Datenskandal um Cambridge Analytica in eine Krise gestürzt. Zuletzt sorgte ein Hacker-Angriff, von dem rund 30 Millionen Nutzer betroffen waren, für neue Negativ-Schlagzeilen. Diese Turbulenzen scheinen das Geschäft des Online-Netzwerks jedoch bisher kaum beeinflusst zu haben./so/DP/fba

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