Sonova (Phonak)

Sonova Hldg N 

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Sonova enttäuscht die Investoren

Der Hörsystem-Hersteller Sonova hat im Geschäftsjahr 2015/16 (per Ende März) den Umsatz gesteigert, unter dem Strich aber weniger verdient als im Vorjahr. Die Aktie fällt im vorbörslichen Handel deutlich.

Der Umsatz stieg um 1,8% auf 2'071,9 Mrd CHF. In Lokalwährungen (LW) betrug das Umsatzwachstum 5,8%. Der Gewinn verringerte sich indes um 6,1% auf 345,8 Mio, wie Sonova am Mittwoch mitteilt.

Das Ergebnis zeige, dass Sonova Fortschritte erzielt habe, heisst es in der Mitteilung weiter. Insbesondere habe das Cochlea-Implantate-Geschäft nach verhaltenem Beginn in der zweiten Jahreshälfte in sämtlichen Regionen wieder Wachstum verzeichnet.

Der EBITA sank gemäss den Angaben um 5,5% auf 430,6 Mio CHF. In Lokalwährungen erhöhte sich der EBITA aber um 1,4%. Die EBITA-Marge verringerte sich auf 20,8% von 22,4%. Das Unternehmen selbst hatte in LW ein Umsatzwachstum von 6% bis 8% und eine Steigerung des EBITA in der Bandbreite von 7% bis 11% in Aussicht gestellt.

Der Umsatz im Hörgeräte-Segment belief sich auf 1'885,0 Mio, was einem Anstieg um 6,6% in Lokalwährungen und um 2,4% in Schweizer Franken entspricht. Das organische Wachstum betrug 2,8% in Lokalwährungen. Hinzu kamen 3,8% aus Akquisitionen und Devestitionen.

Mit den Eckdaten hat Sonova die Konsenserwartungen auf Stufe EBITA übertroffen, beim Umsatz und Reingewinn aber nicht ganz erfüllt. Der Umsatz wurde im Mittel auf 2,09 Mrd CHF geschätzt, der EBITA auf 440,0 Mio und der Reingewinn auf 358,2 Mio.

Die Aktie von Sonova fällt im vorbörslichen Handel am Mittwoch um 4 Prozent.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer erhöhten Dividende von 2,10 CHF nach 2,05 CHF je Aktie vor. Die Ausschüttungsquote belaufe sich auf 41%, heisst es weiter. Für das laufende Rechnungsjahr 2016/17 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von 4% bis 6% und eine EBITA-Steigerung von 3% bis 7%, jeweils in Lokalwährungen.

(AWP/cash)

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Sonova lanciert Hörgeräte-Produktplattform

Der Hörgerätehersteller Sonova lanciert unter seiner Marke Phonak die Hörgeräte-Produktplattform der nächsten Generation Belong.

Die Markteinführung der neuen Receiver-in-Canal-Produkte der Reihe Audéo B und das Audéo B-R erfolge in den USA im August und ab September in Europa, teilte die Gesellschaft am Montag mit.

Bei der nächsten Generating Belong kommt in Hörgeräten die Lithium-Ionen-Technologie für wiederaufladbare Batterien zum Einsatz. Damit seien die Receiver-in-Canal-Produkte (RIC) der Reihe Audéo B und das Audéo B-R die ersten wiederaufladbare Hörgerät ihrer Art mit Lithium-Ionen-Batterie, schreibt Sonova weiter.

"Das wiederaufladbare Hörgerät mit der kürzesten Ladezeit und der längsten Laufzeit, das jemals gebaut wurde, wird durch seine Benutzerfreundlichkeit neue Massstäbe in unserer Branche setzen", zeigt sich CEO Lukas Braunschweiler in der Medienmitteilung überzeugt.

(AWP)

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Sonova verändert Führungsstruktur - Jan Metzdorff leitet US-Grosshandelsgeschäft
31.08.2016 08:30

Stäfa (awp) - Der Hörgerätehersteller Sonova nimmt Änderungen in seiner Führungsstruktur vor und will so die Synergien zwischen den Geschäftsbereichen stärker nutzen. Dabei scheidet Jan Metzdorff, der bisher das Geschäft von Unitron verantwortete, aus der Geschäftsleitung aus und übernimmt neu die Leitung des US-Grosshandelsgeschäfts für die Hörgeräte-Marken Phonak, Unitron und Hansaton. Er soll die gemeinsame Wachstumsstrategie für Sonova in diesem wichtigen Markt vorantreiben, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Auch im globalen Markenmanagement und Marketing kommt es zu Veränderungen. Unter der Leitung von Martin Grieder, zurzeit Group Vice President Phonak, werden die Marken Phonak, Unitron und Hansaton zusammengefasst. Grieder übernimmt neu die Rolle des Group Vice President Hearing Instruments Marketing. Zudem wird das e-Marketing Franz Petermann zugeordnet, zusätzlich zu seiner Funktion als Group Vice President Connect Hearing Group.

yr/uh

(AWP)

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Sonova schliesst Akquisition von AudioNova ab
15.09.2016 07:21

Zürich (awp) - Der Hörsystemhersteller Sonova schliesst die angekündigte Übernahme von AudioNova ab. Diese wird ab September 2016 in den konsolidierten Abschluss von Sonova einfliessen.

Im Geschäftsjahr 2016/17 wird die Akquisition (voraussichtlich) 210 Mio bis 220 Mio CHF zum Umsatz und 25 Mio bis 30 Mio zum EBITA (vor Einmalkosten) beitragen, wie Sonova am Donnerstag mitteilte. Die Übernahme dürfte in den kommenden zwei bis drei Jahren zudem zu einmaligen Transaktions- und Integrationskosten in der Höhe 30 Mio bis 35 Mio führen, von denen die Hälfte im Geschäftsjahr 2016/17 anfallen werde.

Die jährlichen akquisitionsbedingten Abschreibungen belaufen sich gemäss Sonova auf 20 Mio bis 25 Mio CHF respektive 12 Mio bis 15 Mio für den Rest des laufenden Geschäftsjahres.

Der Wert von AudioNova wird auf 830 Mio EUR veranschlagt. Die Auszahlung des Kaufpreises erfolgt in bar. Die kurzfristige Finanzierung wurde den Angaben zufolge mithilfe eines Überbrückungskredites sichergestellt, der grösstenteils durch die Ausgabe einer Anleihe abgelöst werden wird.

Die Aktivitäten von AudioNova und Connect Hearing werden in ein globales Sonova Retailgeschäft unter der Führung eines in Kürze zu ernennenden Group Vice President Retail zusammengeführt. Bis zu dieser Ernennung werden Frank van der Vis (CEO von AudioNova) und Lukas Braunschweiler (CEO von Sonova) ad interim das globale Retailgeschäft gemeinsam leiten.

Van der Vis werde bis am 1. November 2016 im Unternehmen verbleiben, was einen reibungslosen Übergang sicherstelle, heisst es weiter. Franz Petermann bleibt Global Vice President Corporate e-Marketing. 2'750 Mitarbeiter von AudioNova stossen mit der Übernahme zu Sonova.

sig/ys

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Sonova baut Produktionskapazitäten in Vietnam aus
29.09.2016 10:09

Stäfa (awp) - Der Anbieter von Hörlösungen Sonova erweitert die Kapazitäten seiner vietnamesischen Produktionsstätte. Das neue Bebäude mit einer Fläche von über 10'000 Quadratmetern sei für den Einsatz von 1'200 Mitarbeitenden ausgelegt, wie Sonova am Donnerstag mitteilte. Zu finanziellen Aspekten der Investitionen wurden keine Angaben gemacht.

Das Phonak Operation Center Vietnam ist eines von drei Produktions-Hubs von Sonova und ist seit einer Dekade in Ho Chi Minh City präsent; die anderen beiden befinden sich in der Schweiz (Stäfa) und China. Die neue Anlage ist für die Herstellung von verschiedenen Höregeräte-Typen ausgelegt, darunter Phonak Lyric, die Phonak Virto V Custom Familie und für Phonaks Audéo B Receiver-in-Canal (RIC).

"Die neue Produktionsanlage stellt einen weiteren wichtigen Schritt für Sonova in der Region Asien/Pazifik dar", sagt in der Mitteilung CEO Lukas Braunschweiler. Sie stelle die Kapazitäten für weitere Wachstum sowohl in der Region als auch weltweit sicher.

sig/ra

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Sonova-CEO sieht Kräfteverschiebung in Richtung Fachhandel

Der CEO des Hörgerätehersteller Sonova, Lukas Braunschweiler, sieht in seiner Branche eine Kräfteverschiebung in Richtung des Handels.

Unabhängige Fachhändler würden von Ketten übernommen, die grössere Mengen einkauften und höhere Rabatte von den Herstellern forderten, sagte Braunschweiler in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag" (9. Oktober). "Darum ist es für uns wichtig, eigene Läden zu haben. Sie helfen, die Gewinnmarge abzusichern, ausserdem wächst dieses Geschäft auch stärker als jenes mit den Geräten."

Die Sonova hatte im Mai die Übernahme des niederländischen Hörgeräte-Retailunternehmens AudioNova bekanntgegeben. "Nach der Akquisition des Fachhändlers Audio Nova wird jedes siebte Hörgerät, das wir produzieren, über unsere Ladentische gehen. Das wird an die 40% des Umsatzes beisteuern", sagte Braunschweiler.

Die Übernahme weiterer Ketten sieht Braunschweiler allerdings nicht. "Es gibt nicht mehr viele grosse Häuser, jetzt kommen eher kleine Schritte." Keine Option sei es auch, in den Geschäften Sehhilfen zu verkaufen. "Der Schritt in die Optik wäre zu gross für uns."

Auch einen Einstieg von Sonova in den Markt von Kopfhörern strebt der Sonova-CEO nicht an. "Uns fehlt schlicht der Zugang zu diesem Markt, darum arbeiten wir lieber mit Firmen zusammen, die darauf spezialisiert sind."

(AWP)

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Sonova beim Reingewinn leicht unter Erwartungen

Der Hörsystem-Hersteller Sonova hat im ersten Halbjahr 2016/17 (per Ende September) den Umsatz gesteigert. Beim Reingewinn lag das Unternehmen jedoch knapp unter dem Marktkonsens.

Beide Segmente Hörgeräte und Cochlea-Implantate verzeichneten ein Wachstum. Unter Beibehaltung des zu Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 gegebenen Ausblicks und unter Berücksichtigung der positiven Auswirkungen der Akquisition von AudioNova erwartet Sonova 2016/17 ein konsolidiertes Umsatzwachstum von 14%-16% in Lokalwährungen.

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um 6,7% auf 1,07 Mrd CHF, in Lokalwährungen (LW) betrug das Wachstum 5,5%, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das Wachstum durch die im Berichtszeitraum getätigten Akquisitionen und aus der Annualisierung der im letzten Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen belief sich auf 4,5%. Im Vorjahr getätigte Veräusserungen belasteten das Wachstum gemäss Mitteilung mit 1,0%. Ein günstiges Wechselkursumfeld hatte einen positiven Einfluss von 1,2% auf den ausgewiesenen Umsatz.

Der Bruttogewinn um 9,5% respektive um 8,2% in Lokalwährung auf 723,8 Mio. Bereinigt um Schwankungen der Wechselkurse wurde ein Plus von % erreicht.

Der um Einmal- und integrationskosten für die zugekaufte AudioNova normalisierte EBITA stieg um 5,2% auf 205,9 Mio (+2,7% in LW), die entsprechende Marge betrug 19,2% nach 19,5% im Vorjahr. Der ausgewiesene EBITA einschliesslich der Einmalkosten belief sich auf 195,8 Mio. In Lokalwährungen entspricht dies einem Rückgang um 2,5%. In Schweizer Franken ist er gegenüber dem Vorjahr hingegen unverändert.

Unter dem Strich lag der Reingewinn bei 152,1 Mio CHF, ohne die Einmaleffekte wären es 161,3 Mio gewesen.

Umsatzwachstum wird an Fahrt gewinnen

Damit hat das Unternehmen die Konsenserwartungen des Marktes auf Stufe Umsatz und EBITA erfüllt. Beim Reingewinn lag es leicht darunter. Im Durchschnitt wurde mit einem Umsatz von 1,07 Mrd CHF, einem EBITA von 206,5 Mio und einem Reingewinn von 162,5 Mio gerechnet.

Das Hörgerätesegment wuchs durch die Akquisitionen in Lokalwährungen um 5,4% auf 977,5 Mio CHF. Dieses Wachstum sei durch die Veräusserung des italienischen Retailgeschäfts und weitere kleinere Anpassungen des Portfolios im vorhergehenden Geschäftsjahr um 1,1% gemindert worden, teilte Sonova mit.

Das Cochlea-Implantate-Segment (CI) verbuchte einen Umsatzrückgang um 8,3% auf 92,4 Mio CHF (+7,0% in LW).

Sonova geht davon aus, dass das Umsatzwachstum im Zuge der positiven Marktreaktion auf die neu eingeführten Produkte in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres an Fahrt gewinnen wird. Inklusive der Akquisition von AudioNova erwarte die Gesellschaft 2016/17 ein konsolidiertes Umsatzwachstum von 14-16% in Lokalwährungen. Unter Ausschluss der Einmalkosten rechne Sonova mit einem Anstieg des EBITA um 8-12% in Lokalwährungen, heisst es weiter.

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spylong
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Sonova über über überverkauft

Schon sehr lange keine dermassen überverkaufte Aktie mehr gesehen - bin letzte Woche bei 116 mal rein - im ersten Schritt erwarte ich 128, im Jaänner liegen dann die 135 drin. Die Kurzfristtechnik (STOCH) hat bereist gedreht. Im mittelfristbereich bildet sich eben gerade der Boden

spylong

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Sonova-Grossaktionär reduziert seinen Anteil

Beim Hörsystem-Hersteller Sonova ist es zur Veränderungen im Aktionariat gekommen. MFS Investment Management hat seinen Anteil von knapp 10 auf unter 5 Prozent gesenkt.

MFS Investment Management hat seinen Anteil auf 4,97% gesenkt, wie Sonova am Weihnachtswochenende mitteilte. Neu kontrolliert MFS somit 3'254'449 Namenaktien mit einem Nominalwert von 0,05 CHF, wie es heisst.

Zuletzt hatte der Anteil der US-amerikanischen Investmentgesellschaft laut SIX bei 9,94% gelegen.

(AWP)

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Sonova will zwei Hörgerätehändler an Amplifon verkaufen - Umsatz 25 Mio EUR
17.01.2017 09:16

(Meldung vom Vorabend ergänzt um Analystenkommentare und Aktienkurs)

Zürich (awp) - Der Hörgerätehersteller Sonova will sich von einem Teil seines Detailhandelsnetzes in Portugal und Frankreich trennen und zwei Geschäftseinheiten an den italienischen Hörgeratefachhändler Amplifon verkaufen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Sonova und dem Retailer MiniSom in Portugal sowie Amplifon S.p.A. sei bereits unterzeichnet worden, wie der Hörgerätehersteller am Montagabend mitteilte.

Der Schritt stehe "ganz im Zeichen der Strategie der Gruppe, sich auf ausgewählte Schlüsselmärkte zu konzentrieren", heisst es. Die Übernahme muss noch von der Regulierungsbehörde genehmigt werden.

Zudem steht Sonova in Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des AudioNova Detailgeschäfts in Frankreich an Amplifon. Man wolle sich in diesem Markt mit dem Retail- und Servicenetz der Marke AuditionSanté auf die bestehenden Aktivitäten konzentrieren. Voraussetzung für den geplanten Verkauf von AudioNova Frankreich sei die Konsultation des Betriebsrats sowie die Wahrung weiterer Arbeitnehmerrechte.

Die Retailstrategie bleibe insgesamt unverändert, schreibt Sonova weiter. Professionelle audiologische Dienstleistungen seien auch weiterhin ein wichtiges Standbein der Gruppe.

MiniSom verfügt den Angaben zufolge in Portugal über rund 75 Fachgeschäfte und Shop-in-Shop-Verkaufsstellen. Zusammen mit den rund 55 Fachgeschäften von AudioNova in Frankreich erzielten die beiden Geschäftsbereiche einen Jahresumsatz von 25 Mio EUR. Es sei nicht zu erwarten, dass der mögliche Verkauf der beiden Retaileinheiten sich wesentlich auf die Ergebnisse des aktuellen Geschäftsjahres 2016/17 (per Ende März) auswirken werde.

Die Bank Vontobel bestätigt ihr Rating und Kursziel, da die Devestition wie erwähnt keine Auswirkungen auf das Geschäftsjahr habe. Die Analysten der Commerzbank sehen die Straffung des Retail-Portfolios eher positiv. Ihrer Ansicht nach betreibt Sonova seine Einzelhandelsaktivitäten sehr professionell und der Verkauf sei im Gegensatz zu Desinvestitionen in der Vergangenheit "strategisch angemessen". Die Bank rechnet mit einem geringeren externen Wachstum von 1 Prozentpunkt.

Für die ZKB komme der Verkauf "überraschend", sei aber strategiekonform, schreibt die Bank in einem ersten Kommentar. Der Umsatz dürfte zwar "etwas geringer ausfallen", der operative Gewinn aber kaum beeinflusst werden. Die ZKB bewertet den Abschluss daher als neutral und stuft die Titel weiterhin mit "Marktgewichten" ein.

Im frühen Handel avancieren die Sonova-Titel gegen 9.10 Uhr nach einem bereits vorbörslichen Plus um 0,1% auf 128,90 CHF. Der SPI verliert derweil mit -0,37% etwas an Terrain.

sta/ra

(AWP)

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Blaues Hufeisen
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06.02.2017 | 08:39#SONOVA – UBS mit Verkaufsempfehlung!

(wirtschaftsinformation.ch) – Im Rahmen einer Branchenstudie hat die UBS die Einstufung von SONOVA (CHF 130.60) von „Neutral“ auf „Sell“ und das Kursziel von CHF 130 auf CHF 120 gesenkt. Eine Umfrage unter Audiologen habe gezeigt, dass die Produkte von SONOVA bezüglich verschiedener Qualitätskriterien schwächer abschneiden würden als jene des Konkurrenten William Demant. Der Studienautor geht davon aus, dass SONOVA Marktanteile einbüssen werde und die Wachstumsraten weiterhin enttäuschen dürften. Mit Blick auf die Bewertung seien die zu erwartenden Gegenwinde noch nicht eingepreist, so die Begründung für die Rückstufung.

 

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Sonova dank AudioNova-Zukauf deutlich gewachsen
16.05.2017 07:21

Stäfa (awp) - Der Hörsystem-Hersteller Sonova ist im Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende März) akquisitorisch stark gewachsen. Der Umsatz stieg um 15,6% auf 2,40 Mrd CHF. Das war zu einem grossen Teil dem Kauf des Retailers AudioNova zuzuschreiben. Das organische Wachstum habe bei 4,3% gelegen.

Die Gewinnzahlen vermochten indes nicht ganz Schritt zu halten. Sonova begründet dies am Dienstag mit dem stärkeren Wachstum des Retailgeschäfts, das zwar eine höhere Bruttomarge ausweise. Aber die zugekaufte Audionova habe auch bei den Vertriebs- und Marketingkosten, sowie bei den Administrationskosten zu einem deutlichen Anstieg geführt.

So nahm zwar der Bruttoertrag um 20% auf 1,65 Mrd und die entsprechende Marge um 2,5 Prozentpunkte auf 68,9% zu. Der EBITA stieg um 7,5% auf 463,0 Mio CHF und unter dem Strich lag der Reingewinn bei 356,2 Mio CHF, das sind 3,0% mehr als im Jahr zuvor.

Bei einem Gewinn von 5,35 CHF pro Aktie schüttet Sonova seinen Aktionären eine Dividende von 2,30 CHF je Anteil aus.

Daneben publiziert Sonova "normalisierte" Zahlen, also die um Einmalkosten von 18,4 Mio CHF für die zugekaufte AudioNova bereinigten Werte. Dieser Berechnung zufolge stieg der EBITA um 12% auf 481,4 CHF; versprochen hatte Sonova ein Plus von 8 bis 12% in LW. Der "normalisierte" Reingewinn lag mit 371,5 Mio CHF um 7,4% über dem Vorjahreswert.

Mit den Eckdaten hat Sonova die Konsenserwartungen bis auf den Gewinn erfüllt. Der Umsatz wurde gemäss AWP-Konsens auf 2,38 Mrd CHF geschätzt, der EBITA auf 457,6 Mio und der Reingewinn auf 359,3 Mio. Für den Gewinn je Aktie wurden durchschnittlich 5,34 CHF und für die Dividende 2,31 CHF veranschlagt.

Für das laufende Rechnungsjahr 2017/18 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von 10% bis 12% und eine "normalisierte" EBITA-Steigerung von 10% bis 14%, jeweils in Lokalwährungen.

ra/hr

(AWP)

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Sonova: Arnd Kaldowski wird

Sonova: Arnd Kaldowski wird neuer CEO - Braunschweiler wechselt in den VR

Der Hörgerätehersteller Sonova plant den Wechsel an der Konzernspitze. Denn CEO Lukas Braunschweiler hat nach sechs Jahren seinen Rücktritt als CEO bekanntgegeben. Zu seinem Nachfolger wurde der Deutsche Arnd Kaldowski benannt, der von der Danaher Corporation zu Sonova stösst. Der Übergang wird gestaffelt über die Bühne gehen.

01.09.2017 07:14

Wie Sonova am Freitag mitteilt, wird Kaldowski am 1. Oktober 2017 zunächst als COO in die Gruppe eintreten. In dieser Funktion werde er die direkte Verantwortung für alle drei Geschäftsbereiche Hörgeräte, Retail und Cochlea-Implantate sowie für Forschung & Entwicklung, Supply Chain und IT haben. Die Position des CEO werde er ab April 2018 wahrnehmen.

Ganz auf Braunschweiler muss Sonova aber auch in Zukunft nicht verzichten: Er wird der Generalversammlung vom Juni 2018 zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Dadurch bleibe der Gruppe sein umfangreiches Industrie-Knowhow erhalten und die Kontinuität in der Unternehmensführung sei gewährleistet.

ra/ys

(AWP)

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Sonova-CEO: Mehr Wachstum dank Produkten mit Sword-Chip

Sonova-CEO: Mehr Wachstum dank Produkten mit Sword-Chip

Der Chef des Hörgeräteherstellers Sonova, Lukas Braunschweiler, hat sich am diesjährigen Investorentag optimistisch gezeigt.

https://www.cash.ch/news/top-news/hoergeraete-sonova-ceo-mehr-wachstum-dank-produkten-mit-sword-chip-1110071

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Sonova mit Ergebnis unter den

Sonova mit Ergebnis unter den Erwartungen

Der Hörgerätehersteller Sonova hat in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres deutlich mehr umgesetzt und verdient. Die Konsenserwartungen des Marktes wurden damit jedoch nicht ganz erreicht.

13.11.2017 07:35

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um 17,1 Prozent auf 1,25 Milliarden Franken, in Lokalwährungen (LW) betrug das Wachstum 16,9 Prozent, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Vor allem die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) habe mit 34,6 Prozent ein starkes Wachstum beim Umsatz verzeichnet, erklärt Sonova in einem Communiqué weiter. So habe man in den meisten grossen europäischen Märkten wie Grossbritannien, Frankreich und Italien ein starkes organisches Wachstum erzielt. In Deutschland und den Niederlanden sei das Geschäft hingegen durch ein schwächeres Marktumfeld beeinträchtigt worden.

Der Bruttogewinn nahm um 22 Prozent auf 883,3 Mio zu. Die Steigerung ergab sich laut Mitteilung durch den höheren Anteil des Retailgeschäfts, eine Verbesserung der durchschnittlichen Verkaufspreise im Hörgeräte-Segment sowie kontinuierliche Effizienzverbesserungen. Umgekehrt habe man im Cochlea-Implantate-Segment niedrigere Margen hinnehmen müssen, insbesondere in Zusammenhang mit der staatlichen Ausschreibung in China.

Der "normalisierte" EBITA - exklusive Einmalkosten der Akquisition von AudioNova in der Höhe von 6,8 Mio Franken - stieg um knapp 17 Prozent auf 240,5 Mio, die entsprechende Marge blieb dabei unverändert bei 19,2 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn (ausgewiesen) von 176,2 Mio Franken.

Damit hat das Unternehmen die Konsenserwartungen des Marktes auf Stufe Umsatz und EBITA nicht ganz erreicht. Im Durchschnitt wurde mit einem Umsatz von 1,27 Milliarden bzw. einem EBITA von 255,2 Mio Franken gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2017/2018 bestätigt Sonova die Guidance. Das Management erwartet ein Umsatzwachstum von 10 Prozent bis 12 Prozent und eine "normalisierte" EBITA-Steigerung von 10 Prozent bis 14 Prozent, jeweils in Lokalwährungen. Dabei ausgeklammert sind die Einmalkosten, die durch Übernahme von AudioNova entstanden sind.

(AWP)

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Sonova schlägt die

Sonova schlägt die Erwartungen und erhöht die Dividende

Der Hörsystem-Hersteller Sonova ist im Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende März) erneut gewachsen und erhöht die Dividende. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich.

22.05.2018 07:38

Konkret legte der Umsatz um 10,4 Prozent auf 2,65 Milliarden Franken zu. Dieser Anstieg sei schwergewichtig auf ein organisches Wachstum von 3,8 Prozent und ein Wachstum aus Akquisitionen von 6,0 Prozent zurückzuführen, schreibt Sonova in einer Mitteilung vom Dienstag.

Beim Betriebsgewinn auf Stufe EBITA gelang dem Hörgerätehersteller ebenfalls eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr und zwar auf 532 Millionen Franken verglichen mit 463 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen einen Reingewinn von 407 Millionen Franken nach 356 Millionen im vorangehenden Geschäftsjahr.

Bei einem Gewinn von 6,13 Franken pro Aktie schüttet Sonova seinen Aktionären eine auf 2,60 Franken von 2,30 Franken erhöhte Dividende je Anteilsschein aus.

Mit den Eckdaten hat Sonova die Konsenserwartungen auf Gewinnstufe übertroffen. Der Umsatz wurde gemäss AWP-Konsens auf 2,66 Milliarden Franken geschätzt, der EBITA auf 524,6 Millionen und der Reingewinn auf 406,5 Millionen Franken. Für den Gewinn je Aktie wurden durchschnittlich 6,08 Franken und für die Dividende 2,49 Franken veranschlagt.

Die eigenen Ziele hat Sonova mit den Zahlen auf EBITA-Ebene ebenfalls übertroffen: Zusammen mit der Annualisierung der im Vorjahr getätigten Akquisitionen, insbesondere von AudioNova, rechnete Sonova beim Gesamtumsatz mit einem Wachstum von 10 bis 12 Prozent in Lokalwährungen für das Gesamtjahr 2017/2018. Unter Ausschluss der Einmalkosten in Zusammenhang mit AudioNova sowohl im Geschäftsjahr 2016/17 als auch im Geschäftsjahr 2017/18 erwartete das Unternehmen ausserdem einen entsprechenden Anstieg des normalisierten EBITA um 10 bis 14 Prozent in Lokalwährungen.

Für das laufende Rechnungsjahr 2017/18 erwartet das Management sowohl im Hörgeräte- als auch Cochlea-Implantate-Segment weiterhin ein solides Umsatz- und Gewinnwachstum. Konkret rechnet die Gesellschaft mit einem organischen Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent beziehungsweise einem Wachstum von 2 bis 4 Prozent nach Nettodevestitionen. Beim EBITA wird eine Steigerung (im Vergleich zum normalisierten EBITA 2017/18) von 6 bis 9 Prozent jeweils in Lokalwährungen in Aussicht gestellt.

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Stapelt Sonova bei den Zielvorgaben absichtlich tief?

Stapelt Sonova bei den Zielvorgaben absichtlich tief?

Eine Ergebnisenttäuschung bleibt bei Sonova zwar aus. Allerdings wartet der Hörgerätehersteller mit eher konservativen Zielvorgaben fürs neue Jahr auf. Als Folge davon gerät die Aktie unter Verkaufsdruck.

https://www.cash.ch/news/top-news/hoergeraetehersteller-stapelt-sonova-bei-den-zielvorgaben-absichtlich-tief-1175265

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Sonova will eigene Aktien

Sonova will eigene Aktien zurückkaufen

Der Hörgerätehersteller Sonova will eigene Aktien im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Franken zurückkaufen.

31.08.2018 07:29

Die Aktien sollen zum Zweck einer Kapitalherabsetzung zurückerworben werden, teilte der Weltmarktführer am Freitag mit. Das Aktienrückkaufprogramm beginne spätestens im Oktober 2018 und dauere maximal 36 Monate.

Das Programm solle über den Free Cash Flow sowie zusätzliche Schulden finanziert werden. Sonova plane den Verschuldungsgrad, das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Betriebsgewinn EBITDA, bis 2020/21 schrittweise auf bis zu 1,0 mal zu erhöhen. 

(Reuters)

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Sonova-Aktien brechen ein -

Sonova-Aktien brechen ein - Sorgen um verschärfte Konkurrenz

Sonova-Aktien setzen ihre steile Abwärtsbewegung am Montag fort. Mit Kursverlusten von zeitweise annähernd 10 Prozent sind die Anteilsscheine des Herstellers von Hörsystemen der mit Abstand grösste Verlierer unter den Schweizer Blue Chips. Es ist zudem der dritten Handelstag in Folge, dass die Titel deutlich verlieren. Am Markt werden Gründe wie ein sich verschärfender Konkurrenzkampf in den USA angeführt.

08.10.2018 12:34

Gegen 12.20 Uhr kosten Sonova-Aktien 169,40 Franken. Das ist ein Minus von 9 Prozent. Zum Vergleich: Am vergangenen Mittwoch sind sie bei einem Stand von knapp 200 Franken aus dem Handel gegangen. Der Gesamtmarkt (SPI) steht zeitgleich 0,98 Prozent tiefer.

Händler verweisen auf eine Studie von Bernstein. Darin greift Analystin Lisa Clive die jüngste Marktzulassung für ein selbst anpassbares Hörgerät der Firma Bose auf. Damit steigt der Hersteller von Unterhaltungselektronik in den US-Einzelhandel ein. Noch sei sie zwar nicht übermässig besorgt, dennoch sei Bose eine Kraft im Markt, mit der in den USA in Zukunft möglicherweise zu rechnen sei. Immerhin sei das System des Unternehmens so konzipiert, dass es Audiologen überflüssig mache.

Wie gross die Sorge am Markt vor einem sich verschärfenden Wettbewerb ist, zeigen neben dem Sonova-Kurs auch die Kursreaktionen der beiden dänischen Konkurrenten William Demant und GN Store Nord. Beide Papiere sacken an der Börsen in Kopenhagen um mehr als 11 Prozent ein.

Sonova-Aktien haben aber bereits in den vergangenen Tagen zu den grösseren Verlieren am Markt gehört. Wie es im hiesigen Handel weiter heisst, sinkt bei vielen Marktteilnehmern die Hoffnung auf ein Jahresendrally zusehends. Das sorge gerade bei kurzfristig orientierten Investoren für Umschichtungen.

hr/cf

(AWP)

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Sonova geht an Investorentag

Sonova geht an Investorentag mit neuer Hörgeräteplattform in die Offensive

(Erweiterte Fassung) - Der Hörgerätemarkt ist im Wandel. Erst kürzlich kündigte der US-Kopfhörerspezialist Bose seinen Markteintritt an. Der Schweizer Platzhirsch Sonova will diese Neuigkeit mit der Lancierung der Hörgeräteplattform Marvel im November kontern. Am Investorentag am Hauptsitz in Stäfa bestätigte das Unternehmen ausserdem seine bisherigen Mittelfristziele.

16.10.2018 15:17

Konkret wird mit der neuen Marvelplattform von Sonova eine direkte Übertragung von Musik, Telefonaten oder Video-Inhalten via Bluetooth auf beide Hörgeräte eines Nutzers möglich. Die Kunden hören die Geräusche also mit beiden Ohren, statt wie bisher nur mit einem.

Mit Marvel sieht sich das Stäfener Unternehmen daher in der Lage, den Kunden ein Produkt zu bieten, das sämtliche ihrer Bedürfnisse zufriedenstellt, zeigte sich Geschäftsleitungsmitglied Martin Grieder am Dienstag am Investorentag überzeugt.

Leichte Strategieanpassung

Das neue Produkt ist jedoch nicht Sonovas einzige Antwort auf den angekündigten Markteintritt von Bose. Wie CEO Arnd Kaldowski ausführte, möchte das Unternehmen auch leicht an seiner bisherigen Strategie herumschrauben.

Zwar werde das Unternehmen auch in Zukunft an seinem "vertikal-integrierten Geschäftsmodell" festhalten. Nebst der Produktion kontrolliert der Konzern dabei auch die Supply Chain, die Distribution sowie eben mit eigenen Retailern den Verkaufskanal. Allerdings sollen - gerade auch als Antwort auf den sich verändernden Markt - der Faktor Digitalisierung sowie der vereinfachte Zugang der Konsumenten zu den Sonova-Produkten in Zukunft stärkere Beachtung erhalten.

Im Gegensatz zu Bose, die mit ihrem neuen System die Audiologen überflüssig machen möchten, geht das Management von Sonova weiterhin davon aus, dass die Fähigkeiten der Fachkräfte auch in Zukunft gefragt sein werden. "Die digitale Anpassung von Hörgeräten über Distanz wird an Bedeutung gewinnen, die Interaktion mit Hörgerätetechnikern aber nicht vollständig ersetzen", erklärte Grieder vor den Investoren.

Eintritt von Bose als Tabubruch

Ob Sonova mit diesen Ausführungen die Investoren beruhigen kann, muss sich nun erst zeigen. Nicht nur die Aktie des Schweizer Herstellers, auch die Anteilsscheine der beiden dänischen Konkurrenten William Demant und GN Store Nord hatten infolge der Bose-Ankündigung in den letzten Wochen deutlich an Wert verloren.

Dabei darf laut Analysten nicht vergessen werden, dass der Eintritt von Bose in den Hörgerätemarkt eine Art Tabubruch ist. So wurde das Geschäft bisher von Firmen kontrolliert, die sich selbst als Medtechunternehmen sehen. Neu wagt nun ein Unterhaltungselektronikhersteller den Eintritt in den Markt.

Für eine gewisse Verunsicherung sorgte am Berichtstag in Händlerkreisen ausserdem, dass das Management anlässlich des Investorentags nur die Mittelfristziele, nicht jedoch die diesjährigen Zielvorgaben bestätigte. Die Aktien des Unternehmens rutschten am Vormittag nach einem deutlich positiven Start daher kurzzeitig in die Verlustzone ab.

Sonova in der "Quiet Period"

Das Unternehmen selbst erklärte dazu gegenüber AWP allerdings, dass man sich in der "Quiet Period" befinde und deshalb keine Angaben zur Guidance 2018/19 mache. Inzwischen notieren die Valoren wieder im positiven Bereich. So gewinnen Sonova um 14.10 Uhr 0,6 Prozent. Der Gesamtmarkt (SPI) rückt derzeit um 0,9 Prozent vor.

Für die Performance der Aktien in den nächsten Tagen könnte entscheidend sein, wie das gesamte Portfolio an Produktneuheiten aller Sonova-Marken auf dem EUHA-Kongress in Hannover aufgenommen wird. Dieser dauert vom 17. bis zum 20. Oktober und gilt als wichtiger Gradmesser in der Branche.

kw/rw

(AWP)

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