Handelsstreit

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Flüssiggas aus den USA bahnt

Flüssiggas aus den USA bahnt sich Weg nach Europa

Zur Beilegung des Handelsstreits haben sich US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker für höhere Exporte von US-Flüssiggas (LNG) nach Europa ausgesprochen.

29.07.2018 14:50

Eine Übersicht zu der Rolle von LNG bei der europäischen Energieversorgung.

Woher bezieht Deutschland sein Erdgas?

Hauptlieferanten sind Russland, Norwegen und die Niederlande jeweils aus eigenen Quellen über Pipelineverbindungen. Nach Angaben des Branchenverbands BDEW bezieht Deutschland bislang kein LNG, das von Spezialschiffen transportiert wird, aus den USA. Über einen eigenen Terminal dafür verfügt Deutschland nicht. Diskutiert wird über ein solche Anlage im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel. Auch im niedersächsischen Wilhelmshaven könnte der Terminal gebaut werden. Pläne dazu hatten früher sowohl E.ON als auch RWE.

Welche Rolle könnte LNG spielen?

Die EU und auch Deutschland wollen ihren Gasbezug möglichst breit aufstellen. Dabei könnte LNG eine Rolle spielen. "LNG kann zu einer weiteren Diversifizierung und Flexibilisierung der Importquellen für Erdgas in Europa beitragen", erklärt der Energiebranchenverband BDEW. Der von E.ON abgespaltene Versorger Uniper geht davon aus, dass die USA auch für Europa wichtiger werden. "Die USA würden in absehbarer Zeit dank ihres Schiefergasbooms voraussichtlich der größte Gasproduzent und -exporteur sein. Da der europäische Gasmarkt für US-LNG aufgrund der relativ kurzen Transportwege der am kostengünstigsten zu erreichende Absatzmarkt ist, kommt dem US-LNG in Europa zukünftig eine besondere Bedeutung zu."

Wo gibt es Terminals für LNG?

Terminals gibt es unter anderem im niederländischen Rotterdam, im britischen Ipswich und im belgischen Seebrügge. Deutschland könnte LNG auch über Terminals im Ausland beziehen. So hat Uniper freie und gebuchte Kapazitäten in Rotterdam.

Ist die deutsche Energiebranche überhaupt interessiert?

Ja, aber nur, wenn der Preis stimmt. "LNG ist immer eine Preisfrage. Und aktuell sind die LNG-Lieferungen aus den USA im Vergleich zu anderen Gasquellen für uns nicht wettbewerbsfähig", sagt der Finanzchef des Energiekonzerns EnBW, Thomas Kusterer. Die LNG-Lieferungen aus den USA seien einfach zu teuer. Der Konzern schaue sich den Markt aber laufend an. Bei passenden Preisen würde EnBW auch LNG aus den USA kaufen. Experten zufolge liegen die Notierungen für LNG etwa um ein Drittel über denen von Pipeline-Erdgas.

(Reuters)

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Auch deutsche Pharmakonzerne

Auch deutsche Pharmakonzerne beugen sich Trump - Keine Preiserhöhungen

(Ausführliche Fassung) - Nach harscher Kritik von Präsident Donald Trump an hohen Medikamentenpreisen in den USA machen jetzt auch deutsche Pharmakonzerne Zugeständnisse. Sie folgen einer Reihe von Branchen-Schwergewichten, die auf Preiserhöhungen in Amerika verzichten, um Trump nicht zu provozieren. Was für Patienten zunächst eine gute Nachricht ist, kann langfristig jedoch auch Risiken für die Entwicklung neuer Arzneien bergen, fürchten Experten.

29.07.2018 14:38

Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck hat inzwischen ebenfalls reagiert. "Wir planen derzeit keine Preiserhöhungen in den USA für den Rest des Jahres 2018", teilte Merck mit. Man treffe aber Preisentscheidungen "unabhängig". Ferner gibt der Pharmariese Bayer Trumps Druck nach: Man habe eine Vereinbarung unterzeichnet, die Preise für alle rezeptpflichtigen Medikamente bis zum Jahresende nicht zu erhöhen, erklärte der Konzern. Darüber sei US-Gesundheitsminister Alex Azar "persönlich" informiert worden.

Trump hat wiederholt die hohen Kosten im US-Gesundheitssystem bemängelt, das als eines der ineffizientesten weltweit gilt. Gerade teure rezeptpflichtige und patentgeschützte Medikamente stören ihn. Jüngst hatten reihenweise Pharmariesen wie Roche , Novartis und Pfizer eingelenkt und auf Preiserhöhungen in den USA zu verzichtet. Der US-Konzern Merck & Co kündigte gar niedrigere Preise an.

Daraufhin hatte Trump sich per Twitter bedankt. "Vielen Dank an Novartis, dass Sie Ihre Preise für verschreibungspflichtige Medikamente nicht erhöht haben. Gleiches gilt für Pfizer", schrieb er über den Kurznachrichtendienst. Man sei dabei, einen grossen Schritt zu machen, um die Preise für rezeptpflichtige Medikamente zu senken.

Analysten sehen in dem schnellen und geschlossenen Handeln der Konzerne eine Vorsichtsmassnahme. "Sie wollen aus der Schusslinie von Trump", meint Ulrich Huwald, Analyst bei der Privatbank M.M. Warburg. Hohe Arzneipreise seien ein Politikum: "Im Herbst sind dort Halbzeitwahlen, für die Trump Erfolge braucht." Viele Ankündigungen seien aber sehr weich formuliert. "Keiner hat angekündigt, für alle Zeiten auf Preiserhöhungen in den USA zu verzichten", sagt Huwald.

Deutsche Konzerne trifft die Debatte am Rande. Merck erzielte 2017 in seiner Arzneisparte in Nordamerika rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz - knapp zehn Prozent der Gesamterlöse. Auch Bayer erwirtschaftete mit Arzneien auf Rezept - darunter der Blutverdünner Xarelto - in Nordamerika weniger als ein Zehntel der Konzernumsätze.

Neben Merck und Bayer sind auch das Familienunternehmen Boehringer Ingelheim und der Gesundheitskonzern Fresenius in den Vereinigten Staaten vertreten - letzterer mit seiner Dialysetochter FMC sowie intravenös verabreichten Nachahmer-Medikamenten. Doch Trumps Ärger richtet sich vorrangig gegen teure Originalpräparate. Boehringer wiederum wollte sich nicht zu Preisänderungen äussern.

Trumps Verbaloffensive trübt gleichwohl die Perspektiven von Pharmakonzernen auf dem wichtigen US-Markt. "Während in Deutschland die Arzneipreise stark reguliert sind, konnten die Unternehmen in den Vereinigten Staaten die Preise frei setzen", sagt Huwald. "Für sie waren die USA bisher ein Eldorado." Sollten aus Trumps Drohungen Gesetzesänderungen resultieren, würde das die Pharmakonzerne treffen.

Merck nutzte den Spielraum in Übersee etwa, um Erlösrückgänge seines Blockbuster-Mittels Rebif gegen Multiple Sklerose über Preiserhöhungen zu dämpfen. Und für das Krebsmedikament Bavencio hat der Konzern erst im Frühjahr 2017 die US-Zulassung gegen einen seltenen Hautkrebs sowie gegen Tumore im Harntrakt bekommen. Das Mittel ist für Merck mit einem US-Listenpreis von 13 000 Dollar im Monat lukrativ und die grösste Arznei-Hoffnung der Darmstädter.

Die teure Entwicklung neuer Arzneien könnte für Pharmakonzerne bei einer dauerhaften Preisdebatte unattraktiver werden. Natürlich sei der Verzicht auf Preissenkungen für US-Patienten zunächst positiv, meint Huwald. Langfristig gebe es aber durchaus Gefahren: "Wer investiert schon in die Entwicklung von Medikamenten, wenn er keine Planungssicherheit für die Preise hat?" Im schlimmsten Fall könnten Pharmakonzerne die Forschung an neuen Mitteln auf den Prüfstand stellen. "Das wäre nicht im Sinne von Patienten."/als/DP/mis

(AWP)

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Trump droht China mit höheren

Trump droht China mit höheren Strafzöllen

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump droht China im Handelskonflikt mit einer weiteren Eskalation.

02.08.2018 06:45

Trump wies seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer an, eine Erhöhung der geplanten Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent zu prüfen. Die Massnahme solle die chinesische Regierung zu einem Politikwechsel bewegen, um gerechtere Marktbedingungen zu schaffen, teilte Lighthizer am Mittwoch mit.

In dem Fall geht es um die von Trump angedrohten Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. "Wir haben sehr deutlich gesagt, welche konkreten Änderungen China vornehmen sollte", erklärte Lighthizer. Bedauerlicherweise habe die chinesische Regierung ihr Verhalten aber nicht geändert, sondern mit Vergeltungsmassnahmen gegen amerikanische Unternehmen, Arbeiter und Landwirte reagiert.

Eine Lösung oder auch nur Entspannung in dem Handelskonflikt zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften ist damit weiter nicht in Sicht. Macht Trump seine Drohungen wahr und lässt die Strafzölle auf Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar in Kraft treten, wäre zusammen mit anderen Vergeltungszöllen etwa die Hälfte der chinesischen Ausfuhren in die USA betroffen.

Die Liste mit potenziell betroffenen Produkten, die die US-Regierung am 10. Juli vorgelegt hatte, umfasst etliche Konsumgüter wie Möbel und Lebensmittel. Die Liste könnte in den kommenden Wochen noch finalisiert werden. Am 5. September läuft eine Frist ab, innerhalb derer noch Anhörungen laufen. Ursprünglich sollte diese Frist am 30. August enden.

Anfang Juli waren bereits US-Zölle in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden US-Dollar in Kraft getreten. Als Vergeltung erhebt China inzwischen Sonderabgaben auf Autos aus den USA, aber auch auf landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Sojabohnen, Schweinefleisch, Rindfleisch und Molkereiprodukte. Es zielt damit vor allem auf die Wählerschaft Trumps im ländlichen Raum ab.

Zudem könnten in Kürze auch noch 25-prozentige US-Zölle auf chinesische Waren im Wert von weiteren 16 Milliarden US-Dollar folgen. Ein US-Regierungsmitarbeiter erklärte am Mittwoch, die Überprüfung dazu laufe noch.

Vielleicht alle Importe

Wegen des hohen Handelsdefizits der USA hat Trump auch damit gedroht, vielleicht sogar alle Importe aus China im Gesamtwert von 500 Milliarden US-Dollar mit Abgaben überziehen zu wollen. Referenzjahr für diese Summe ist 2017. China will mit Gegenmassnahmen in ähnlichem Umfang antworten. Diese dürften über blosse Strafzölle hinausgehen, da Chinas Importe aus den USA - ebenfalls 2017 - nur 130 Milliarden US-Dollar ausmachen.

Chinas Regierung hatte Trump am Mittwoch vor einer weiteren Verschärfung des Konfliktes gewarnt. "Wenn die USA einen Schritt weitergehen, wird China unausweichlich zurückschlagen", sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Geng Shuang, vor Journalisten in Peking. "Der Druck und die Erpressung der USA werden nicht funktionieren." China werde seine legitimen Rechte und Interessen verteidigen.

Bisher laufen keine formellen Verhandlungen zwischen beiden Seiten. Der US-Regierungsmitarbeiter sagte am Mittwoch, Trump sei aber weiterhin offen dafür. Derzeit führe man informelle Gespräche mit Peking über die Frage, ob "produktive" Verhandlungen möglich seien, sagte der Mitarbeiter, der nicht namentlich zitiert werden wollte.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass Vertreter von Finanzminister Steven Mnuchin und Chinas Vize-Ministerpräsident Liu He Gespräche über eine Wiederaufnahme der Verhandlungen führten. Der Aussenamtssprecher Geng Shuang wies darauf hin, dass sich China immer für Gespräche zur Lösung des Konflikts ausgesprochen habe. Der Dialog müsse aber glaubwürdig sein.

Der Hinweis deutet auf die Verärgerung in Peking hin, dass sich Trump nicht an die Übereinkunft bei Verhandlungen des Vize-Ministerpräsidenten im Mai in Washington gehalten hatte, einen Handelskrieg zu vermeiden. Damals hatten sich beide Seiten aufeinander zubewegt, indem China seinen Willen kundtat, künftig erheblich mehr amerikanische Güter zu erwerben und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

(AWP)

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Vorsicht Handelsstreit

Zyndicate hat am 02.08.2018 08:42 geschrieben:

Trump droht China mit höheren Strafzöllen

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump droht China im Handelskonflikt mit einer weiteren Eskalation.

02.08.2018 06:45

Trump wies seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer an, eine Erhöhung der geplanten Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent zu prüfen. Die Massnahme solle die chinesische Regierung zu einem Politikwechsel bewegen, um gerechtere Marktbedingungen zu schaffen, teilte Lighthizer am Mittwoch mit.

In dem Fall geht es um die von Trump angedrohten Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. "Wir haben sehr deutlich gesagt, welche konkreten Änderungen China vornehmen sollte", erklärte Lighthizer. Bedauerlicherweise habe die chinesische Regierung ihr Verhalten aber nicht geändert, sondern mit Vergeltungsmassnahmen gegen amerikanische Unternehmen, Arbeiter und Landwirte reagiert.

Eine Lösung oder auch nur Entspannung in dem Handelskonflikt zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften ist damit weiter nicht in Sicht. Macht Trump seine Drohungen wahr und lässt die Strafzölle auf Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar in Kraft treten, wäre zusammen mit anderen Vergeltungszöllen etwa die Hälfte der chinesischen Ausfuhren in die USA betroffen.

Die Liste mit potenziell betroffenen Produkten, die die US-Regierung am 10. Juli vorgelegt hatte, umfasst etliche Konsumgüter wie Möbel und Lebensmittel. Die Liste könnte in den kommenden Wochen noch finalisiert werden. Am 5. September läuft eine Frist ab, innerhalb derer noch Anhörungen laufen. Ursprünglich sollte diese Frist am 30. August enden.

Anfang Juli waren bereits US-Zölle in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden US-Dollar in Kraft getreten. Als Vergeltung erhebt China inzwischen Sonderabgaben auf Autos aus den USA, aber auch auf landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Sojabohnen, Schweinefleisch, Rindfleisch und Molkereiprodukte. Es zielt damit vor allem auf die Wählerschaft Trumps im ländlichen Raum ab.

Zudem könnten in Kürze auch noch 25-prozentige US-Zölle auf chinesische Waren im Wert von weiteren 16 Milliarden US-Dollar folgen. Ein US-Regierungsmitarbeiter erklärte am Mittwoch, die Überprüfung dazu laufe noch.

Vielleicht alle Importe

Wegen des hohen Handelsdefizits der USA hat Trump auch damit gedroht, vielleicht sogar alle Importe aus China im Gesamtwert von 500 Milliarden US-Dollar mit Abgaben überziehen zu wollen. Referenzjahr für diese Summe ist 2017. China will mit Gegenmassnahmen in ähnlichem Umfang antworten. Diese dürften über blosse Strafzölle hinausgehen, da Chinas Importe aus den USA - ebenfalls 2017 - nur 130 Milliarden US-Dollar ausmachen.

Chinas Regierung hatte Trump am Mittwoch vor einer weiteren Verschärfung des Konfliktes gewarnt. "Wenn die USA einen Schritt weitergehen, wird China unausweichlich zurückschlagen", sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Geng Shuang, vor Journalisten in Peking. "Der Druck und die Erpressung der USA werden nicht funktionieren." China werde seine legitimen Rechte und Interessen verteidigen.

Bisher laufen keine formellen Verhandlungen zwischen beiden Seiten. Der US-Regierungsmitarbeiter sagte am Mittwoch, Trump sei aber weiterhin offen dafür. Derzeit führe man informelle Gespräche mit Peking über die Frage, ob "produktive" Verhandlungen möglich seien, sagte der Mitarbeiter, der nicht namentlich zitiert werden wollte.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass Vertreter von Finanzminister Steven Mnuchin und Chinas Vize-Ministerpräsident Liu He Gespräche über eine Wiederaufnahme der Verhandlungen führten. Der Aussenamtssprecher Geng Shuang wies darauf hin, dass sich China immer für Gespräche zur Lösung des Konflikts ausgesprochen habe. Der Dialog müsse aber glaubwürdig sein.

Der Hinweis deutet auf die Verärgerung in Peking hin, dass sich Trump nicht an die Übereinkunft bei Verhandlungen des Vize-Ministerpräsidenten im Mai in Washington gehalten hatte, einen Handelskrieg zu vermeiden. Damals hatten sich beide Seiten aufeinander zubewegt, indem China seinen Willen kundtat, künftig erheblich mehr amerikanische Güter zu erwerben und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

(AWP)

Es dürfte richtig sein, wenn man sich mit Käufen zurückhält, es brodelt in der Pfanne!

Aus Cash heute:

+++Börsen-Ticker+++ - Handelsstreit vermiest Schweizer Anlegern die Stimmung

Die Angst vor einer Eskalation des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits hat am Donnerstag die Schweizer Börse belastet.

Aktualisiert um 17:40

Die Anleger an der Schweizer Börse legten am Donnerstag eine Pause ein.

Die Anleger an der Schweizer Börse legten am Donnerstag eine Pause ein.

Bild: pixabay.com

17:40

Der Leitindex SMI schwächt sich um 0,2 Prozent auf 9156 Punkte ab. Unter Druck standen europaweit Finanz- und zyklische Werte.

15:45

Die jüngste Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump an China verschreckt auch an der Wall Street die Anleger. Der Dow Jones fällt am Donnerstag nach Eröffnung um 0,7 Prozent, während der S&P 500 und der Nasdaq je ein halbes Prozent verlieren. Nach dem Willen Trumps sollen chinesische Einfuhren im Wert von 200 Milliarden Dollar mit einem Sonderzoll von 25 Prozent belegt werden.

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USA verhängen weitere Zölle

USA verhängen weitere Zölle gegen China

Die USA haben eine weitere Runde in ihrem Handelsstreit mit China eingeläutet. Importe aus China mit einem Volumen von 16 Milliarden Dollar würden ab 23. August mit zusätzlichen Zöllen belastet.

08.08.2018 07:14

Das teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten am Dienstag mit. Insgesamt 279 Produktgruppen seien von den Zöllen betroffen. Von der im Juni geplanten Liste seien fünf Produktgruppen gestrichen worden.

US-Präsident Donald Trump wirft China seit längerem unfaire Handelspraktiken, erzwungenen Technologietransfer von US-Firmen und Diebstahl geistigen Eigentums vor. Trotz massiver gegenseitiger Vorwürfe und angedrohter Vergeltung für Importzölle haben beide Seiten immer wieder durchblicken lassen, dass sie versuchen wollen, die Probleme über Verhandlungen zu lösen.

Der US-Präsident stört sich an dem riesigen Defizit seines Landes im Handel mit China und auch mit der Europäischen Union und hat deswegen den Zollstreit vom Zaun gebrochen. Die EU hat in Gesprächen mit Trump erreicht, dass sie von höheren Zöllen auf ihre in die USA gelieferten Autos zunächst verschont bleiben soll.

(Reuters)

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China kündigt Gespräche in

China kündigt Gespräche in Washington an

Zur Entschärfung des schwelenden Handelsstreits mit den USA hat China angekündigt, Ende August eine Delegation zu Gesprächen nach Washington zu schicken.

16.08.2018 06:32

 Der chinesische Vize-Handelsminister Wang Shouwen werde auf Einladung der US-Seite Gespräche mit seinem amerikanischen Kollegen David Malpass führen, teilte das chinesische Handelsministerium am Donnerstag mit.

China akzeptiere keine unilateralen Handelsbeschränkungen und begrüsse den Dialog, hiess es in der Erklärung weiter. Es wäre das erste offizielle Treffen beider Seiten, seit Verhandlungen zwischen Chinas Vize-Premierminister Liu He und US-Handelsminister Wilbur Ross Anfang Juni in Peking gescheitert waren.

Seitdem haben sich beide Länder mit gegenseitigen Zöllen auf Waren im Wert von rund 50 Milliarden US-Dollar überzogen, von denen die jüngsten am 23. August in Kraft treten sollen.

Begonnen wurde der Handelsstreit, der laut Beobachtern bei einer Eskalation zur Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft werden könnte, von US-Präsident Donald Trump, der seit langem das Handelsdefizit der USA mit China kritisiert und es deutlich reduzieren will.

Zudem will Trump Pekings staatliche Unterstützung für eigene Technologie-Firmen und den angeblichen Diebstahl geistigen Eigentums einen Riegel vorschieben. Anfang September wollen die USA über weitere Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von rund 200 Milliarden US-Dollar entscheiden.

(AWP)

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Japanische Ausfuhren in die

Japanische Ausfuhren in die USA sacken ab

Der Handelsstreit mit den USA bremst die Exportwirtschaft Japans aus.

16.08.2018 03:49

Die Unternehmen mussten im Juli einen Rückgang der Ausfuhren in die USA um 5,2 Prozent hinnehmen, wie das Finanzministerium in Tokio am Donnerstag mitteilte. Vor allem Autobauer waren betroffen, hier betrug das Minus 12,1 Prozent.

Japan erwirtschaftet im Handel mit den USA einen Überschuss, was US-Präsident Donald Trump ändern will. Er drängt Tokio deshalb zur Unterzeichnung eines bilateralen Freihandelsabkommens und droht damit, höhere Zölle auf Autoeinfuhren zu erheben. Die Amerikaner indes führten im Juli elf Prozent mehr nach Japan ein als vor Jahresfrist. Dadurch sank der Japanische Handelsüberschuss mit den USA um rund 22 Prozent auf rund 503 Milliarden Yen (0rund vier Millairden Euro).

Insgesamt legten die japanischen Ausfuhren im Juli um 3,9 Prozent zu. Volkswirte hatten aber mit 6,3 Prozent gerechnet.

Die Wirtschaft des Landes ist anfällig. Dank steigender Konsumausgaben und höheren Investitionen war sie im zweiten Quartal zwar zwar auf Wachstumskurs zurückgekehrt. Im ersten Vierteljahr war die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Erde noch um 0,2 Prozent geschrumpft. 

(Reuters)

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Trump dämpft Hoffnung auf

Trump dämpft Hoffnung auf Entspannung im Handelstreit

US-Präsident Donald Trump hat Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit mit China gedämpft.

21.08.2018 02:39

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters signalisierte er am Montag, einen langen Atem zu haben. Es gebe keinen Zeitrahmen zur Beendigung des Konflikts. Bei den Verhandlungen diese Woche in Washington werde wohl nicht viel herauskommen.

Der Handelsstreit belastet bereits viele Unternehmen und drückt auf die Stimmung in der Wirtschaft. Trump stört sich an dem riesigen Defizit seines Landes im Handel mit China und Europa. Er hat deswegen Sonderzölle erhoben und plant weitere Maßnahmen. Allerdings antworteten China und die EU mit höheren Abgaben auf Importe aus den USA. Ökonomen befürchten, dass sich daraus ein Handelskrieg entwickelt.

Auch in der US-Wirtschaft ist Trumps Handelspolitik umstritten, teilweise auch bei seinen Republikanern. "Zölle sind für unsere Produzenten und Verbraucher wie Steuern, zudem spüren wir bereits die negativen Auswirkungen im Form schrumpfender Marktanteile", sagte der Senator des US-Bundesstaats Kansas, Pat Roberts, dem "Tagesspiegel".

"Wir werden gewinnen"

Trump griff auch die US-Notenbank Fed an, von der er sich mehr Rückendeckung wünschte. Es gebe im Handelsstreit harte Verhandlungen. "Wir werden gewinnen. Aber in dieser Zeit sollte mir die Fed etwas helfen." Trump kritisierte vor allem die jüngsten Zinserhöhungen von Notenbankchef Jerome Powell. "Nein, ich bin nicht begeistert", so Trump.

Die Fed hat in diesem Jahr bereits zwei Mal den Leitzins erhöht, zuletzt im Juni auf die aktuell gültige Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. An den Börsen wird mit weiteren Schritten in diesem Jahr gerechnet, weil die US-Wirtschaft heiß läuft. Die Inflation ist so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr und die Arbeitslosigkeit so gering wie seit rund 20 Jahren. Trump hat mit seiner radikalen Steuerreform der Wirtschaft einen zusätzlichen Schub verliehen.

US-Präsidenten haben in der Vergangenheit die unabhängig agierende Fed so gut wie nie öffentlich kritisiert. Trump sagte, er werde sie sich aber weiter vornehmen, sollten die Zinsen noch mehr steigen. Die Federal Reserve wollte nicht auf die Aussagen Trumps eingehen.

Der US-Präsident warf China und Europa zudem vor, ihre Währungen zu manipulieren, um auf den Weltmärkten bessere Chancen zu haben. Zum Yuan hat der Dollar dieses Jahr bislang mehr als fünf Prozent zugelegt. Der Euro hat zum Dollar über vier Prozent nachgegeben.

(Reuters)

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China und USA setzen im

China und USA setzen im Handelsstreit neue Strafzölle in Kraft

(Mit weiteren Angaben ergänzt, Chinas Strafzölle in Kraft getreten) - Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat eine neue Eskalationsstufe erklommen. Nachdem Washington am Donnerstag eine weitere Tranche von Strafzöllen für Waren im Wert von 16 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt hatte, aktivierte auch Peking umgehend Vergeltungszölle in gleicher Höhe. China müsse den "notwendigen Gegenangriff durchführen", hiess es in einer Mitteilung des chinesischen Handelsministeriums. Auch werde die Volksrepublik die Welthandelsorganisation (WTO) über die Verstösse der USA informieren. Bereits Anfang Juli hatten sich beide Seiten mit zusätzlichen Zöllen von 25 Prozent auf Waren im Wert von jeweils etwa 34 Milliarden Dollar überzogen.

23.08.2018 07:44

Gleichzeitig ist in Washington eine Anhörung angelaufen, bei der US-Unternehmen ihre Bedenken gegen die mögliche Verhängung von Zöllen auf Waren im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar vorbringen können. Sollten auch diese Zölle in Kraft treten, wäre mehr als die Hälfte des Handelsvolumens mit China von Sonderabgaben betroffen. Eine Entscheidung darüber soll im September getroffen werden.

Die Palette der chinesischen Produkte, die von den neuen US-Zöllen betroffen sind, reicht von Kunststofferzeugnissen wie Abflussrohren bis hin zu Agrarprodukten und Eisenbahnwaggons. Peking will dagegen laut der vorherigen Ankündigung Rohstoffe wie Kohle und Gas sowie Motorräder und andere Fahrzeuge mit Strafabgaben belegen.

Eine chinesische Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Handelsministers Wang Shouwen wollte sich in Washington mit Finanzstaatssekretär David Malpass treffen und eine Entspannung der Situation anstreben. Wegweisende Entscheidungen wurden von dem Besuch der Chinesen in Washington zunächst nicht erwartet.

Ökonomen befürchten, dass die beiden grössten Volkswirtschaften auf einen Handelskrieg zusteuern, der Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft haben könnte. Stark davon betroffen wäre wohl auch die deutsche Wirtschaft, deren Exportindustrie sowohl mit den USA als auch China eng verwoben ist.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump stört sich an dem hohen Handelsdefizit mit China. Trump wirft Peking vor, seine Währung zu manipulieren, um eigene Exporte künstlich zu verbilligen. Ausserdem fürchten die Amerikaner das strategische chinesische Industrieprogramm unter dem Titel "Made in China 2025". Damit will Peking mit staatlicher Förderung zahlreiche heimische Unternehmen für den Weltmarkt vorbereiten. Die USA halten das für unerwünschte Subventionspolitik, die auch zulasten amerikanischer Firmen geht.

China kann Vergeltung mit eigenen Strafzöllen auf Importe aus den USA nur begrenzt ausüben, weil die USA nur Waren für 130 Milliarden US-Dollar nach China ausführen. US-Firmen fürchten deshalb, dass Peking ausser Zöllen noch zu anderen Gegenmassnahmen greifen könnte./dm/DP/zb

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Zollstreit belastet: Jack

Zollstreit belastet: Jack-Daniel's-Hersteller gibt Gewinnwarnung raus

Der Handelsstreit zwischen der Trump-Regierung und der Europäischen Union macht dem US-Spirituosenriesen Brown-Forman zu schaffen. Der vor allem für Jack-Daniel's-Whiskey bekannte Konzern aus Louisville im Bundesstaat Kentucky senkte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr mit Verweis auf höhere Zölle am Mittwoch deutlich. Pro Aktie dürfte der Gewinn zwischen 1,65 und 1,75 Dollar liegen. Zuvor waren zehn Cent mehr in Aussicht gestellt worden.

30.08.2018 06:32

Brown-Forman hatte bereits im Juni angekündigt, die Preise in Europa wegen zusätzlicher EU-Zölle erhöhen zu müssen. Eine Reihe anderer US-Konzerne, darunter der Motorradbauer Harley-Davidson , die grössten Autohersteller General Motors und Ford sowie der Softdrink-Gigant Coca-Cola , hatten im Zuge des Handelsstreits ebenfalls schon Gewinnwarnungen ausgegeben oder Preiserhöhungen angekündigt.

Nachdem die Regierung von Präsident Donald Trump im Juni Zölle auf Stahl und Aluminium verhängte, schlugen Handelspartner wie die EU, China oder Mexiko zurück. Sie nahmen klassische US-Produkte wie Bourbon, Mais oder Erdnussbutter aus Wahlkreisen ins Visier, die für Trumps republikanische Partei besonders wichtig sind. Eine weitere Eskalation des Streits zwischen den USA und der EU wendeten Trump und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Juli vorerst ab./hbr/DP/he

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Trump nennt EU-Vorschläge zu

Trump nennt EU-Vorschläge zu Autozöllen 'nicht gut genug'

(Ausführliche Fassung) - Die EU ist bei US-Präsident Donald Trump mit ihrem Angebot einer gegenseitigen Abschaffung von Autozöllen abgeblitzt. Die Offerte von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sei "nicht gut genug", sagte Trump in einem Interview der US-Nachrichtenagentur Bloomberg, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. "Die EU ist fast so schlimm wie China, nur kleiner", sagte Trump und wiederholte damit seine bereits vor Wochen gewählten Worte im Handelsstreit mit Europa. Derweil steht der Handelskonflikt der USA mit China vor einer weiteren Eskalation. In den Verhandlungen um ein neues Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko steht laut Trump indes ein Durchbruch bevor.

31.08.2018 08:37

Gegenüber China will Trump nach Bloomberg-Informationen möglicherweise schon in der nächsten Woche Strafzölle auf eine riesige Warenmenge im Wert von 200 Milliarden Dollar erheben. In den USA läuft derzeit eine öffentliche Anhörung zu der Angelegenheit. Trump hatte eine entsprechende Drohung bereits vor längerer Zeit ausgestossen. Das Weisse Haus kommentierte den Bericht am Donnerstag nicht. Derzeit belegen die USA Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar mit Strafzöllen. China reagierte mit Gegenmassnahmen in gleicher Höhe. Sollten die neuen US-Zölle kommen, wären die Hälfte aller US-Importe aus China mit Sonderzöllen belegt.

Die EU-Kommission hat den USA die Abschaffung aller Autozölle beider Seiten im Rahmen eines Handelsabkommens vorgeschlagen. Die EU sei bereit, "unsere Autozölle auf Null zu reduzieren, wenn die USA dasselbe tun", sagte Handelskommissarin Cecilia Malmström am Donnerstag in Brüssel.

Im Konflikt mit der EU hatten Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Trump hatten Mitte Juli in Washington vereinbart, auf die Abschaffung aller Zölle auf Industriegüter hinzuarbeiten, allerdings mit Ausnahme von Autos. Diese Ausnahme kam nach EU-Angaben auf Wunsch der USA zustande. Die EU hätte indes nichts dagegen gehabt, Autos in die Verhandlungen einzubeziehen, heisst es in Brüssel.

Teil der Washingtoner Absprachen ist, dass während der Gespräche keine neuen Zölle verhängt werden. Sollte Trump dennoch Strafzölle auf Autoimporte erheben, "würden wir diese Gespräche sofort unterbrechen", sagte Malmström.

Trumps Drohung mit solchen Strafzöllen auf europäische Autos hatte den Handelsstreit mit der EU im Frühsommer eskalieren lassen. Juncker gelang es mit dem Krisengespräch in Washington, den Konflikt zu entschärfen. Dabei hatte Juncker in Aussicht gestellt, dass die EU grössere Mengen Soja sowie Flüssiggas aus den USA importiert.

Zu den Nafta-Verhandlungen mit Kanada und Mexiko sagte Trump der Nachrichtenagentur Bloomberg: "Ich denke, wir stehen kurz vor einem Deal". An diesem Freitag geht der seit Tagen andauernde Verhandlungsmarathon in die entscheidende Runde.

Ob es dann schon ein klares Ergebnis geben wird, sei abzuwarten. "Kanada wird irgendwann einen Deal machen. Das könnte am Freitag sein oder innerhalb eines Zeitraums", sagte Trump weiter. Kanadas Delegationsleiterin, Aussenministerin Chrystia Freeland, hatte am Donnerstag mehrfach mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer beraten und sich optimistisch gezeigt.

Am Freitagmorgen sollen die Gespräche in Washington weitergehen. Bis in die Nacht hinein hatten die Delegationen der USA und Kanadas verhandelt, wie das Blatt "The Star" berichtete. Kanada steht unter Druck, weil die USA und Mexiko sich bereits auf ein vorläufiges Abkommen bilateral geeinigt hatten.

Einer der Streitpunkte, bei denen sich Mexiko kompromissbereit gezeigt hatte, waren Mindestlöhne in einigen Bereichen der Automobilindustrie. Zu den Streitpunkten gehört weiterhin die Abschottung kanadischer Milchbauern mit Schutzzöllen.

Das 1994 abgeschlossene nordamerikanische Handelsabkommen Nafta ist eines der grössten Freihandelsabkommen der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar (19,79 Billionen Euro) ab./vsr/dm/ddo/DP/tav

(AWP)

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USA laden China zu neuen

USA laden China zu neuen Handelsgesprächen ein

Die USA haben China zu neuen Gesprächen zur Beilegung des Handelsstreits eingeladen.

13.09.2018 03:17

Larry Kudlow, Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump. sagte am Mittwoch dem Sender Fox, Finanzminister Steve Mnuchin sei mit einem entsprechenden Angebot an eine hochrangige chinesische Delegation herangetreten. Man habe die Information erhalten, dass die chinesische Regierung die Gespräche fortsetzen wolle. Daraufhin habe Mnuchin die Einladung ausgesprochen. Zeit und Ort für neue Gespräche blieben allerdings unklar. Zuletzt hatten sich beide Seiten am 22. und 23. August getroffen.

Kudlow hatte zuvor vor Reportern gesagt, die Kommunikation mit der Regierung in Peking habe sich ein Stück weit verbessert. Er sehe das als gutes Zeichen, "Viele von uns meinen, dass reden besser ist als nicht zu reden - und ich glaube, die chinesische Regierung will reden." Wenn China ernsthaft reden wolle, sei man für weitere Handelsgespräche offen. Kudlow fügte aber hinzu: "Ich garantiere für nichts."

Seit Anfang Juli haben sich beide Länder mit Straf- und Vergeltungszöllen auf Waren im Volumen von insgesamt 100 Milliarden Dollar überzogen. Trump hat noch weitere Schritte angekündigt, Peking hat mit Gegenmaßnahmen gedroht. Der US-Präsident wirft China unter anderem unfaire Handelspraktiken und den Diebstahl geistigen Eigentums vor. China weist das zurück. Der Streit belastet die Finanzmärkte, weil es die Sorge vor einem Handelskrieg gibt.

(Reuters)

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China und USA überziehen sich

China und USA überziehen sich mit weiteren Zöllen

Nach der Zuspitzung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben sich beide Seiten unnachgiebig gezeigt. Auf die Verhängung neuer Strafzölle durch Donald Trump reagierte China mit eigenen Strafmassnahmen.

19.09.2018 06:54

Man habe "keine andere Wahl", erklärte die Regierung in Peking. Trump hatte für diesen Fall bereits eine weitere Zoll-Runde - eine "Phase drei" - auf chinesische Waren im Wert von fast 300 Milliarden Dollar angedroht. Er warf China vor, den US-Wahlkampf beeinflussen zu wollen. Die Aktienmärkte in Europa und den USA reagierten gelassen auf die neuen Strafmassnahmen, die erwartet worden waren.

Trump hatte am Montag zehnprozentige Zuschläge auf Waren aus China in einem Wert von 200 Milliarden Dollar angekündigt. Die neuen Zölle sollen einem Regierungsbeamten zufolge von Montag an erhoben und bis Jahresende auf 25 Prozent steigen. Von der ursprünglichen Liste genommen wurden einige Technologieprodukte wie Apple-Lautsprecher und -Uhren. "Wir haben China sehr deutlich gemacht, welche Änderungen wir brauchen - und wir haben ihnen jede Möglichkeit gegeben, uns fair zu behandeln", erklärte Trump. "Aber bislang ist China nicht willens, seine Praktiken zu ändern." Später sagte Trump zu Journalisten, dass die Tür für Gespräche mit China offenbleibe. Die USA und China würden irgendwann zu einer Handelsvereinbarung kommen.

Trump: China versucht US-Wahl zu beeinflussen

Das Handelsministerium in Peking reagierte binnen Stunden. Um seine legitimen Rechte und Interessen und die Ordnung im internationalen Freihandel zu schützen, bleibe dem Land keine andere Wahl, als Vergeltung zu üben, hiess es. Ab dem 24. September würden US-Waren mit einem Volumen von 60 Milliarden Dollar mit Zöllen in einer Spanne von fünf bis zehn Prozent belegt. Dabei wurden einige Produkte, bei einen zunächst ein Zoll von 25 oder 20 Prozent angekündigt worden war, mit zehn Prozent belegt. Eine komplette Liste der Waren lag nicht vor. China reichte zudem Beschwerde bei der Welthandelsorganisation ein. Medienberichten zufolge hat die Regierung in Peking auch erwogen, durch gezielte Exporteinschränkungen für Bauteile und andere Güter die Lieferketten von US-Konzernen zu treffen.

Trump warf China auf Twitter vor, es habe offen den Versuch angekündigt, Einfluss auf die Kongresswahl im November zu nehmen. Dazu sollten "Landwirte, Züchter und Industriearbeiter" ins Visier genommen werden, schrieb er, ohne dies zu belegen. "Was China nicht versteht, ist dass diese Leute grosse Patrioten sind", schrieb er. Ein Angriff auf diese Gruppen werde eine "riesige und rasche wirtschaftliche Vergeltung" zur Folge haben. In den USA sind Anfang November Kongresswahlen. Trumps Republikanern droht eine Niederlage.

Alibaba-Gründer: Streit könnte Jahrzehnte anhalten

Experten gingen davon aus, dass die Auswirkungen der neuen US-Zölle für China überschaubar bleiben. Der "Bremseffekt" für das deren Wirtschaftswachstum werde 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte betragen, rechnete das Ifo-Institut vor. China habe sich in den vergangenen Jahren unabhängiger vom Export gemacht. "Aber der Handelskrieg zwischen den USA und China erhöht die weltwirtschaftlichen Risiken deutlich."

Die beiden grössten Volkswirtschaften überziehen sich seit Anfang Juli mit Straf- und Vergeltungszöllen, die vor der neuen Runde Waren im Wert von mehr als 100 Milliarden Dollar betrafen. Die USA werfen China unter anderem Marktabschottung, unfaire Beihilfen für die eigene Wirtschaft und Technologiediebstahl vor. Für die jetzt angekündigte Runde nahm das US-Handelsministerium allerdings fast 300 Produktkategorien wieder aus der Vorschlagsliste für Zölle, darunter neben einigen Technologieprodukten auch Agrarchemikalien. Bei einer weiteren Zoll-Runde in der von Trump angekündigten Höhe dürften diese jedoch einbezogen werden.

In der Wirtschaft wurde der weitere Verlauf des Streits auf beiden Seiten des Pazifiks unterschiedlich eingeschätzt. Der Gründer des Online-Einzelhandelsriesen Alibaba, Jack Ma, warnte in Shanghai, die Spannungen zwischen den Staaten im Handel könnten noch zwei Jahrzehnte nachklingen. "Selbst wenn Donald Trump abtritt und ein neuer Präsident kommt, werden sie weitergehen." Dagegen sagte Apple-Chef Tim Cook dem Sender ABC, er sei zuversichtlich, dass die Länder das Problem lösen werden. "Ich bin optimistisch, weil der Handel zu den Dingen gehört, die kein Null-Summen-Spiel sind."

(Reuters)

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China will laut Medien

China will laut Medien Einfuhrzölle weiter senken - USA erst einmal aussen vor

Chinas Premierminister Li Keqiang will offenbar seiner Werbung für mehr Freihandel bald weitere Taten folgen lassen. So könnte der durchschnittliche Satz für Einfuhrzölle auf Waren der wichtigsten Handelspartner bereits im Oktober weiter gesenkt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Li hat diesen Schritt bereits am Mittwoch bei dem als "Sommer-Davos" genannten Weltwirtschaftsforum in Tianjin angedeutet, ohne Details zu nennen.

20.09.2018 07:56

China hatte bereits im Juli zahlreiche Einfuhrzölle gesenkt. Das Land will damit die zuletzt ins Stocken geratene Wirtschaft ankurbeln. Auf der Liste der wichtigsten Handelspartner stehen auch die Vereinigten Staaten. Diese wären damit im Prinzip auch von der Senkung der Zölle betroffen - allerdings kann der allgemeine Satz für die Zölle durch Einzelvereinbarungen ausgehebelt werden. Dies ist zur Zeit im Handel mit den USA der Fall.

Die Vereinigten Staaten und China überziehen sich derzeit gegenseitig mit einer Reihe von neuen Zöllen auf zahlreiche Waren. Dieser Handelsstreit der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt hatte in den vergangenen Tagen eine neue Eskalationsstufe erreicht. US-Präsident Donald Trump hatte den Konflikt durch neue Sonderzölle auf China-Importe im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar befeuert.

Das Handelsministerium in Peking reagierte umgehend und kündigte Vergeltung an. So sollen US-Importe im Wert von 60 Milliarden Dollar mit Extrazöllen belegt werden. China kann mit eigenen Strafzöllen auf Importe aus den USA allerdings nur begrenzt Vergeltung ausüben, weil das Land deutlich weniger Waren aus den Vereinigten Staaten einführt als andersherum./zb/stk/fba

(AWP)

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China kappt Einfuhrzölle für

China kappt Einfuhrzölle für Textil- und Metallprodukte

Inmitten des eskalierenden Handelsstreits mit den USA will China bei einer Reihe von Produkten die Importzölle senken.

01.10.2018 06:54

Darunter seien Textil- und Metallprodukte wie Stahl, teilte das Finanzministerium am Sonntag mit. Die Zölle würden ab November von 11,5 Prozent auf 8,4 Prozent reduziert. Importzölle auf Holz- und Papierprodukte, Mineralien und Edelsteine würden auf 5,4 Prozent gesenkt. Im Durchschnitt würden die Abgaben bei 1500 Produkten von 10,5 Prozent auf 7,8 Prozent reduziert. Niedrigere Zölle trügen zu einer ausgeglichenen Entwicklung des Aussenhandels bei, erklärte das Ministerium.

Bereits im Juli hatte die Regierung in Peking Einfuhrzölle auf eine Reihe von Konsumartikeln herabgesetzt. Die Volksrepublik liefert sich derzeit einen Handelskonflikt mit den USA. Die beiden weltweit grössten Volkswirtschaften haben sich mit Straf- und Vergeltungszöllen im Volumen von mehreren Hundert Milliarden Dollar überzogen. Weitere Gespräche über eine Entschärfung der Lage waren geplatzt. China importiert deutlich weniger aus den USA als umgekehrt, was US-Präsident Donald Trump massiv kritisiert.

Der Handelsstreit hinterlässt in Chinas Konjunktur Bremsspuren. Die Industrie der zweitgrössten Volkswirtschaft verlor im September merklich an Schwung, wie zwei Umfragen unter Einkaufsmanagern zeigen.

(Reuters)

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USA und China streiten auch

USA und China streiten auch über Währung

Vor dem Treffen der G20-Finanzminister im indonesischen Nusa Dua auf Bali bahnt sich ein neuer Streit zwischen den weltgrössten Volkswirtschaften China und USA an. US-Finanzminister Steven Mnuchin warnte am Mittwoch Peking vor einer Abwertung der chinesischen Währung, um sich Handelsvorteile zu verschaffen.

10.10.2018 09:17

"Während wir auf Handelsthemen schauen, ist es keine Frage, dass wir sicherstellen wollen, dass China keine Abwertungen vornimmt, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen", sagte Mnuchin der "Financial Times". Das US-Finanzministerium beobachte die Situation sehr genau. Die chinesische Währung sei über das Jahr signifikant gefallen.

Chinas Volkswirtschaft ist stark exportorientiert. Eine niedriger Kurs der eigenen Währung im Vergleich etwa zum US-Dollar macht den Kauf chinesischer Güter für ausländische Käufer billiger. Eine künstliche Abwertung ist somit unter Umständen ein Werkzeug, um den Handelsschranken der USA zu begegnen.

Der chinesische Yuan oder Renminbi hat in den vergangenen Monaten gegenüber dem US-Dollar etwa zehn Prozent seines Wertes verloren. Mnuchin erkannte an, dass es auch innerchinesische Gründe gibt, etwa ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum.

Die Schwäche des Yuan hängt aber auch damit zusammen, dass sich globale Kapitalströme durch die Geldpolitik und Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed verändert haben. Dadurch werden Anlagen im Dollar-Raum für Investoren attraktiver. Auch andere Währungen von Schwellenländern, etwa die Rupie des Gastgeberlandes Indonesien, haben gegenüber dem Dollar deutlich abgewertet.

Am Rande des Jahrestreffens von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Nusa Dua (Indonesien) werden Mnuchin und Vertreter Chinas am Donnerstag beim Treffen der Finanzminister grosser Industrie- und Schwellenländer (G20) aufeinandertreffen. Mnuchin will dabei nach eigen Angaben auch Handels- und Währungsthemen ansprechen./dm/DP/jha

(AWP)

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USA könnten laut Gerüchten

USA könnten laut Gerüchten Anfang 2019 alle China-Importe mit Zölle belegen

Wird es im kommenden Jahr US-Zölle auf alle chinesische Waren geben? Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Montag unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen, die US-Regierung bereite sich auf einen entsprechenden Schritt vor. Die Massnahme könne erfolgen, falls es bei den anlässlich des geplanten G20-Treffens geplanten Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zu keiner Einigung im Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern komme.

29.10.2018 19:56

Eine Liste mit den neu erfassten Produkten könnte Anfang Dezember bekanntgegeben werden und dann nach der üblichen 60-Tage-Frist für öffentliche Stellungnahmen Anfang Februar in Kraft treten. Das Papier würde dann etwa 257 Milliarden US-Dollar an Importen betreffen, dem Gesamtbetrag der aus China im vergangenen Jahr eingeführten Waren.

An den Kapitalmärkten sorgten die Neuigkeiten für Unruhe. Der US-Aktienmarkt drehte nachhaltig ins Minus, der Eurokurs legte zu und näherte sich der Marke von 1,14 Dollar./he

(AWP)

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Kreise: Trump will bis Ende

Kreise: Trump will bis Ende November Handelsabkommen mit China

US-Präsident Donald Trump will den Handelsstreit mit China offenbar noch in diesem Monat aus der Welt schaffen. Zum Treffen der G20-Staaten Ende November wolle er ein Handelsabkommen mit dem Präsidenten der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft, Xi Jinping, abschliessen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagmorgen unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen. Er habe bereits Regierungsmitarbeiter und Leute aus seinem Stab mit der Ausarbeitung von Details beauftragt.

02.11.2018 06:32

Auslöser für diesen Schritt sei ein Telefonat mit Xi am Donnerstag gewesen. Trump selbst hatte das Gespräch als "lang und sehr gut" bezeichnet und sich in über Twitter positiv zum Verlauf der Gespräche über ein Handelsabkommen geäussert. An der Börse wurden die Informationen von Bloomberg positiv aufgenommen. Die zuletzt arg gebeutelten Indizes in China und Hongkong legten deutlich zu und in Deutschland deutet die Indikation des Brokers IG auf einen freundlichen Handelsstart hin./zb/nas

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China-Experte sieht keinen

China-Experte sieht keinen 'neuen Kalten Krieg' mit China

Der Handelskrieg zwischen China und den USA verschafft Deutschland nach Ansicht des Chefs des Berliner China-Instituts Merics, Frank Pieke, "mehr Einfluss auf China". Einen "neuen Kalten Krieg" der USA gegen China sah er nicht. In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur riet Pieke dem deutschen Aussenminister Heiko Maas (SPD), die Chinesen bei seinem am Montag beginnenden Besuch in Peking stärker zur Marktöffnung zu drängen. "Sie sind momentan in der Stimmung, Konzessionen zu machen, weil sie das Welthandelssystem und Europa plötzlich viel mehr brauchen als noch vor einem halben Jahr."

12.11.2018 06:34

Deutschland und die EU könnten stark davon profitieren, wenn sie das Welthandelssystem mit China neu verhandelten - statt wie die USA daraus auszusteigen. Es gebe keine Grossmacht-Rivalitäten, selbst wenn sich Deutschland gegenüber China wie die USA "auch durch Kooperation, Konkurrenz und Konflikt navigieren" müsse, sagte Pieke zum ersten Besuch von Maas als Aussenminister in China.

In dem Handelskrieg sah Pieke den Versuch der USA, "Chinas Grossmachtstreben einzudämmen". Aber der Handelskrieg lasse sich nicht unendlich lange fortsetzen. "Und Trump ist immer noch eher ein "Dealmaker" als ein Kriegstreiber", findet Pieke. China und die USA müssten einen Kompromiss finden. "Gleichzeitig wird sich der Aufstieg Chinas fortsetzen, wenn auch etwas langsamer und vorsichtiger."

Von einem vielfach zitierten "neuen Kalten Krieg" zwischen den USA und China mochte der Merics-Chef nicht reden. Die Bindung sei viel komplexer als es zwischen der Sowjetunion und den USA gewesen sei. Die gegenseitige Abhängigkeit bleibe gross. "Je stärker China wird und je mehr seine Wirtschaft an Komplexität gewinnt, umso stärker wird auch der Wettbewerb zwischen China und den USA", sagte Pieke.

"Die anfangs linkisch agierende US-Regierung unter Trump hat China dazu verleitet, den Moment zu nutzen und sich als Wettbewerber und Gegner der USA zu positionieren - aus meiner Sicht viel zu früh - statt weiter ein Partner der USA zu sein." Die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe im zweiten Amtsjahr offensichtlich Gefallen an der Auseinandersetzung gefunden und China blossgestellt. "Das ist kein Kalter Krieg, sondern eine Lektion in Erniedrigung."

Der international renommierte Wissenschaftler Pieke leitet seit Mai gemeinsam mit Mikko Huotari das Mercator Institute for China Studies (Merics). Die Initiative der Mercator Stiftung wird in diesem Monat fünf Jahre alt und hat sich zu einer weltweit führenden Denkfabrik der praxisbezogenen Forschung und Beratung zu China entwickelt./lw/DP/zb

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China und USA nehmen

China und USA nehmen Handelsgespräche wieder auf

Im Handelskrieg zwischen den USA und China haben beide Seiten die Gespräche wieder aufgenommen. Nach dem Telefonat zwischen Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump vor zwei Wochen seien ranghohe Vertreter wieder in Kontakt getreten, berichtete der Sprecher des Handelsministeriums am Donnerstag in Peking. Die Arbeitsgruppen stünden in engem Austausch, um die Vereinbarung der beiden Staatsoberhäupter umzusetzen.

15.11.2018 11:19

Beide Präsidenten wollen sich auf dem Gipfel der grossen Wirtschaftsnationen (G20) in zwei Wochen in Buenos Aires treffen, um über ihre Handelsspannungen zu sprechen. Die USA haben Importe aus China im Wert von rund 250 Milliarden US-Dollar mit Sonderabgaben belegt, während China im Gegenzug ähnliche Zölle auf Einfuhren aus den USA im Wert von 130 Milliarden US-Dollar erhebt. Trump beklagt mangelnden Marktzugang in China und Technologiediebstahl./lw/DP/jha

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Streit auch ohne Trump: US

Streit auch ohne Trump: US-Konflikt mit China überschattet Gipfel

Beim Apec-Gipfel liefern sich die USA und China einen Streit auf offener Bühne - auch ohne Donald Trump. Die kleineren Staaten fürchten, dass der Krach zu ihren Lasten geht. Nicht einmal eine Abschlusserklärung kommt in diesem Jahr zustande.

18.11.2018 09:34

Der US-Präsident blieb dieses Mal lieber zuhause - aber auch ohne Donald Trump hat der Handelsstreit zwischen den USA und China den alljährlichen Asien-Pazifik-Gipfel völlig überschattet. Bei dem Treffen in Papua-Neuguinea überzogen sich die Grossmächte mit neuen gegenseitigen Vorwürfen.

Nicht einmal auf eine Abschlusserklärung konnte sich die Staats-und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) am Sonntag einigen. Die Gastgeber gaben den beiden Grossmächten die Schuld.

China und USA mit gegenseitigen Vorwürfen

Zuvor hatte Trumps Stellvertreter Mike Pence der Volksrepublik mit weiteren Strafzöllen in Milliardenhöhe gedroht. Er hielt Peking auch vor, schwächere Staaten mit Krediten gezielt in die Abhängigkeit zu treiben.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sagte dazu, sein Land locke niemanden in eine Falle. Er warnte vor einem "Handelskrieg" ohne Gewinner. Mehrere kleinere Länder beschwerten sich, dass der Konflikt jetzt schon zu ihren Lasten geht.

Bei dem Gipfel in Port Moresby waren fast alle 21 Apec-Mitglieder mit ihrem Staats- oder Regierungschef dabei. Dass Trump nur seinen Vize schickte, sorgte für Verwunderung. In den Apec-Staaten rund um den Pazifik lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Dazu gehören zum Beispiel auch Russland, Kanada, Japan und Indonesien.

Die neuen harten Töne kamen überraschend, weil Trump unmittelbar zuvor in Washington noch davon gesprochen hatte, dass Peking eine Liste mit möglichen Zugeständnissen übermittelt habe. Xi hielt den USA dann jedoch gleich in der ersten Rede "Egoismus" vor. "Die Geschichte beweist, dass Konfrontation - egal, ob als Kalter Krieg, echter Krieg oder Handelskrieg - keine Gewinner hervorbringt."

Im Gegenzug bezichtigte US-Vizepräsident Pence die Chinesen erneut "unfairer Handelspraktiken". Die Zeiten, dass sich sein Land dies gefallen lasse, seien jedoch vorbei. Washington sei zur Zusammenarbeit bereit, auch mit Peking. Aber: "Die USA werden ihren Kurs nicht ändern, solange China seinen Kurs nicht ändert."

Hoffnung auf Entspannung

Beide Staaten haben schon Strafzölle in Milliardenhöhe gegeneinander verhängt. Manche hoffen, dass sich der Konflikt bis zum nächsten Gipfel entspannt: Ende November treffen sich die Staats- und Regierungschefs der grossen Industrie- und Schwellenländer (G20) in Argentinien. Dort wird neben Xi dann auch Trump dabei sein.

So deutlich wie nie warnte Pence die anderen Pazifik-Anrainer davor, durch chinesisches Geld in Abhängigkeit zu geraten. "Nehmt keine Kredite an, die eure Souveränität gefährden. Schützt eure Interessen. Erhaltet euch eure Unabhängigkeit. Macht es wie Amerika: immer euer eigenes Land zuerst."

Pence richtete seine Warnung auch an den Gastgeber: Papua-Neuguinea ist mit Abstand das ärmste aller Apec-Mitglieder, geplagt von Kriminalität und Korruption. Der US-Vize versprach Hilfe beim Ausbau des Stromnetzes. In dem Inselstaat haben von acht Millionen Einwohnern nur 13 Prozent Strom. Zusammen mit Australien planen die USA dort auch eine Militärbasis.

Beide Länder zu Lösung aufgefordert

Trotzdem äusserte Papua-Neuguineas Premierminister Peter O'Neill wegen des Handelsstreits sowohl an den USA als auch an China Kritik. ""Natürlich ist die ganze Welt besorgt. Das ist eine Situation, in der sich beide Länder zusammensetzen und eine Lösung finden müssen." O'Neill machte beide auch dafür verantwortlich, dass keine gemeinsame Abschlusserklärung zustande kam. "Das liegt daran, dass es im Raum zwei grosse Giganten gibt."

Der US-Vizepräsident war zu diesem Zeitpunkt schon weg: Pence verliess den Gipfel als einer der ersten. Immerhin hatte die US-Delegation aber eine Nacht lang in Port Moresby übernachtet. Zwischenzeitlich war geplant, dass die Amerikaner zu den Gesprächen aus Australien ein- und ausfliegen - aus Sicherheitsgründen.

(AWP)

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Strafzölle gegen China

Strafzölle gegen China bringen USA Milliarden

Die US-Volkswirtschaft profitiert einer Studie zufolge von den Strafzöllen gegen China. Und zwar nicht zu knapp.

19.11.2018 12:47

Der Gesamtnutzen der US-Handelszölle auf chinesischen Produkten summiere sich auf rund 18,4 Milliarden Dollar, heisst es in der am Montag veröffentlichten Untersuchung für das Forschungsnetz EconPol Europe. "Zölle sind nichts anderes als Abgaben, deren Last verteilt wird auf ausländische Hersteller und inländische Verbraucher", sagte Co-Autor Gabriel Felbermayr vom Münchener Ifo-Institut, der mit Benedikt Zoller-Rydzek vom KOF-Institut in Zürich die Folgen untersucht hat. "Im Falle der US-Zölle auf chinesische Güter werden drei Viertel der Belastung auf die chinesischen Hersteller verlagert, und die USA erzielen damit erhebliche Einnahmen", sagte Felbermayr. "Das Probleme mit dem Protektionismus ist, dass er sich tatsächlich wirtschaftlich vorteilhaft auf die USA auswirken kann."

Die US-Zölle betreffen rund 50 Prozent der Produkte, die aus China importiert werden, mit einem Wert über 250 Milliarden Dollar. Darauf hat China mit Vergeltungsmassnahmen reagiert, die US-Güter für 60 Milliarden Dollar betreffen. Der Studie zufolge dürften die Zölle die amerikanischen Verbraucherpreise für die betroffenen Importe um 4,5 Prozent steigen lassen. Zudem werde der Export dieser Güter in die USA um 37 Prozent schrumpfen. Dadurch werde das Handelsdefizit der USA mit China um 17 Prozent schmelzen. Zugleich wird ein Anstieg der US-Zolleinnahmen von 22,5 Milliarden Dollar prognostiziert.

Die USA werfen China unter anderem Marktabschottung, unfaire Beihilfen für die eigene Wirtschaft und Technologiediebstahl vor. China weist dies zurück. Der Konflikt schürt Sorgen, dass er sich zu einem Handelskrieg mit schweren Folgen für die Weltwirtschaft ausweitet.

(Reuters)

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China verschärft Importverbot

China verschärft Importverbot für Feststoffabfälle

China hat sein Verbot für die Einfuhr von Feststoffabfällen verschärft. Mit Jahresanfang wird der Import von 32 weiteren Kategorien untersagt, wie am Montag aus einem Dokument der Ministerien für Umwelt, Handel und Entwicklung sowie des Zolls hervorgeht. Zu den neu verbotenen Importen zählen Computer- und Autoteile, Schrott sowie Abfälle aus Stahl, Titan oder Holz.

19.11.2018 11:08

Die Einfuhr von Feststoffmüll ist mit bereits erlassenen Beschränkungen in diesem Jahr schon deutlich zurückgegangen. Bis Ende 2019 sollen solche Importe weitgehend gestoppt werden - es sei denn, sie enthalten Rohstoffe, die anders nicht ersetzt werden können, wie Staatsmedien berichteten.

Die Volksrepublik hat in den 80er Jahren mit den Mülleinfuhren als Quelle für Rohstoffe begonnen und war jahrelang der grösste Importeur der Welt, obwohl sein Umgang mit Abfall noch nicht weit entwickelt war. Einige Unternehmen hätten illegalerweise Müll ins Land gebracht, nur um Gewinn zu machen, was eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit gewesen sei, schrieb die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Anfang des Jahres hatte China schon die Einfuhr von Plastikabfällen verboten. Die laufende Kampagne gegen "ausländischen Müll" zwingt andere Länder, darunter auch Deutschland, sich nach Alternativen umzusehen. Bis dahin hatte die Bundesrepublik nach Angaben des Umweltbundesamts 560 000 Tonnen Plastikabfälle pro Jahr nach China exportiert - das waren 9,5 Prozent des deutschen Plastikmülls./lw/DP/she

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USA kritisierten erneut

USA kritisierten erneut Chinas Handelspraktiken

Die USA erhöhen im Handelsstreit mit China den Druck.

21.11.2018 02:06

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer präsentierte am Dienstag einen Zwischenbericht, wonach die bisherigen Strafzölle der Vereinigten Staaten die Volksrepublik nicht zum Einlenken bewegt haben.

Die Führung in Peking unterstütze weiter den Diebstahl geistigen Eigentums und zwinge US-Firmen, ihr Knowhow an chinesische Unternehmen weiterzugeben. "Dieser Lagebericht zeigt, dass China seine unfairen, untragbaren und wettbewerbsverzerrenden Praktiken nicht grundlegend geändert hat", betonte Lighthizer.

Die USA verhängten bereits Zölle auf chinesische Waren im Volumen von 250 Milliarden Dollar. Die Volksrepublik reagierte mit Strafzöllen auf US-Güter im Wert von 110 Milliarden Dollar. US-Präsident Donald Trump droht damit, sämtliche übrigen China-Importe im Umfang von 267 Milliarden Dollar mit Zöllen zu belegen.

Grosse Erwartungen knüpfen sich an das geplante Treffen Trumps mit Chinas Präsident Xi Jinping Ende des Monats beim G20-Gipfel in Argentinien. Doch zuletzt verschärften sich die Spannungen zwischen den beiden Ländern beim Wirtschaftsgipfel des Asien-Pazifik-Raums (Apec).

(SDA)

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Trump will wohl an Erhöhung

Trump will wohl an Erhöhung der Zölle auf China-Importe festhalten

(Ausführliche Fassung) - Wenige Tage vor seinem erwarteten Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump signalisiert, an der Erhöhung der Strafzölle gegen China festhalten zu wollen. Es sei "höchst unwahrscheinlich", dass er auf Pekings Bitte eingehen werde, von der Massnahme abzusehen, sagte Trump dem "Wall Street Journal" (Montag).

27.11.2018 10:42

Die US-Regierung hatte im September entschieden, Zölle auf chinesische Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar (170,2 Mrd Euro) zu verhängen - zusätzlich zu den bereits eingeführten Abgaben auf Waren aus der Volksrepublik im Wert von 50 Milliarden Dollar. Zusammen sind damit die Hälfte aller US-Importe aus China betroffen. Die US-Zölle betragen bislang 10 Prozent, ab dem 1. Januar 2019 sollen 25 Prozent erhoben werden. China reagierte mit Gegenmassnahmen.

Trump drohte in dem Interview auch damit, Zölle auf die übrigen chinesischen Importe, die bislang nicht betroffen sind, zu verhängen. Wenn keine Einigung mit Peking zustande komme, werde er Abgaben auf Waren im Wert von 267 Milliarden US-Dollar einführen. Der US-Präsident schloss auch nicht aus, dass Zölle auf aus China importierte iPhones und Laptops erhoben werden könnten. Kurz vor dem Erscheinen des Interviews am Montagnachmittag (Ortszeit) hatte er vor Journalisten gesagt, dass ein Deal mit China gelingen könne.

China gab sich trotz der nun erneut scharfen Töne aus Washington optimistisch. "Wir hoffen, dass die USA auf die chinesische Seite zugehen werden und hart arbeiten, um das Treffen zu fördern und positive Ergebnisse zu erwirken", sagte die Pekinger Aussenamtssprecherin Geng Shuang am Dienstag. In einem vorangegangenen Telefonat hätten sich die beide Staatsführer darauf geeinigt, eine akzeptable Lösung zu finden. Daran wolle China festhalten.

Trump und Xi nehmen Ende dieser Woche am G20-Gipfel in Argentinien teil. Es wird erwartet, dass sich beide bei dieser Gelegenheit auch persönlich treffen./hma/jpt/DP/jha

(AWP)

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Handelsstreit bremst Tesla in

Handelsstreit bremst Tesla in China aus

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Umsätze des Elektroauto-Pioniers Tesla in der Volksrepublik einbrechen lassen.

27.11.2018 08:05

Die US-Firma verkaufte im Oktober auf dem weltgrössten Automarkt nur noch 211 Fahrzeuge und damit 70 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie der chinesische Branchenverband am Dienstag mitteilte. Tesla äusserte sich zunächst nicht. Der Konzern ist von den Strafzöllen besonders betroffen, weil Tesla alle in China verkauften Fahrzeuge dorthin exportiert.

Vergangene Woche hatte der Elektroauto-Hersteller angekündigt, die Preise für die Modelle X und S in China zu senken, um damit die Zölle zu kompensieren. Zugleich treibt das Unternehmen die Investitionen in seine erste Fertigungsstätte in China voran. Sie soll bei Shanghai entstehen. Die Regierung in Peking hatte im Sommer die Zölle auf importierte US-Autos auf 40 Prozent erhöht.

(Reuters)

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Erhöht USA die Zölle auf

Erhöht USA die Zölle auf chinesische Autos?

Die USA loten nach Angaben ihres Handelsbeauftragten Robert Lighthizer Möglichkeiten aus, Zölle auf chinesische Fahrzeuge zu erhöhen.

29.11.2018 06:44

Die USA wollten mit den von China erhobenen 40 Prozent auf importierte Autos gleichziehen, teilte Lighthizer am Mittwoch mit. US-Präsident Donald Trump habe ihn mit der Prüfung beauftragt. Im Handelsstreit mit den USA hat China die Zölle auf importierte Autos um 25 auf nun 40 Prozent heraufgesetzt, für alle anderen Länder dagegen um 15 Prozent gesenkt. Die USA haben ursprünglich 2,5 Prozent erhoben und dies um 25 Prozent erhöht.

Trump nahm erst am Mittwoch die Autoindustrie erneut ins Visier. Er kündigte an, Sonderzölle auf die Einfuhr von Fahrzeugen aus dem Ausland zu prüfen. Auslöser war die Ankündigung von General Motors, in Nordamerika Tausende Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Dies zeige das Ungleichgewicht im Handel zulasten seines Landes, twitterte Trump. Am Dienstag hatte Trump erneut damit gedroht, die bereits verhängten Strafzölle auf chinesische Waren insgesamt zu erhöhen. Die Zölle dürften eine wichtige Rolle beim G20-Treffen ab Freitag spielen, wenn die Staats- und Regierungschefs im argentinischen Buenos Aires zusammenkommen.

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China und USA beraten über

China und USA beraten über Fahrplan für Handelsgespräche

China und die USA haben sich über das weitere Vorgehen in den Verhandlungen über ein Ende ihres Handelskrieges ausgetauscht. Der zuständige chinesische Vize-Ministerpräsident, Politbüromitglied Liu He, telefonierte am Dienstag mit dem amerikanischen Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lightizer, wie das Handelsministerium in Peking mitteilte.

11.12.2018 06:32

Beide Seiten hätten darüber gesprochen, wie der Konsens bei dem Treffen zwischen Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump nach Abschluss des G20-Gipfels der grossen Wirtschaftsmächte in Buenos Aires vor eineinhalb Wochen umgesetzt werden könne. Es sei um den Fahrplan für die geplanten weiteren Handelsgespräche gegangen.

Trump und Xi Jinping hatten sich auf eine 90-tägige Angriffspause in dem seit Monaten andauernden Handelskrieg mit gegenseitigen Sonderzöllen geeinigt, um ihre Differenzen beizulegen. Die USA fordern vor allem eine weitere Marktöffnung der Volksrepublik sowie wirksame Massnahmen gegen Produktpiraterie und zwangsweisen Technologietransfer in China. Bisher hat sich Peking bereit erklärt, mehr Waren in den USA zu kaufen, um Handelsungleichgewichte abzubauen.

Es wurde erwartet, dass Vize-Ministerpräsident Liu He bald zu Gesprächen in die USA reist. Die von den USA initiierte Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Huawei-Konzerns und Tochter des Firmengründers, Meng Wanzhou, in Kanada hat die Beziehungen aber noch komplizierter gemacht. Sie wird beschuldigt, Sanktionen gegen den Iran umgangen zu haben. China hat scharf gegen die Festnahme protestiert.

(AWP)

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