Swatch Group

Swatch Aktie 

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Die Swatch Group kehrt der

Die Swatch Group kehrt der Baselworld den Rücken

Der Uhrenkonzern Swatch wird nicht mehr auf der internationalen Uhren- und Schmuckmesse in Basel vertreten sein.

29.07.2018 13:57

"Die Swatch Group hat beschlossen, ab 2019 nicht mehr an der Baselworld präsent zu sein", sagte Konzernchef Nick Hayek der "NZZ am Sonntag". Es sei alles "transparenter, schnelllebiger und spontaner" geworden. "Die traditionellen, jährlichen Uhrenmessen sind darum für uns nicht mehr sinnvoll." Grosse Aussteller wie Swatch planten für solche Messen ein Budget von 50 Millionen Franken ein.

Der Konzern war jahrelang wichtiger Teilnehmer der Branchenmesse, die es seit 1917 gibt und die eine grosse Bedeutung für die Schweizer Uhrenindustrie hat. Der Uhrenhersteller aus Biel in der Westschweiz hat 18 Marken im Angebot, etwa die Plastikuhren der Marke Swatch oder Modelle der Edelmarken Breguet oder Omega.

Allerdings war die Attraktivität der Messe für die Hersteller zuletzt gesunken: Laut "NZZ am Sonntag" gab es in diesem Jahr 650 Aussteller. 2008 seien es dreimal so viele gewesen.

(Reuters)

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Na also, geht doch...

#SWATCH GROUP – CS sieht +32% Gewinnpotenzial!
06.09.2018 | 08:52
(wirtschaftsinformation.ch) – Die Credit Suisse hat heute Morgen das Kursziel von SWATCH GROUP I (CHF 385.50) von CHF 550 auf CHF 510 gesenkt, die Kaufempfehlung angesichts des erwarteten Gewinnpotenzials von +32% allerdings bestätigt. Nachdem der Uhrenhersteller im ersten Halbjahr eine der besten Leistungen im Luxusgüter-Sektor ausgewiesen habe, sei die Aktie seit Juni um -20% zurückgekommen. Die Gründe dafür seien Sorgen bezüglich der Wirtschaftsentwicklung in China, das Erstarken des Schweizer Frankens sowie höhere Vergleichszahlen im zweiten Semester. Die zuständigen Analysten halten die jüngste Kurskorrektur jedoch für übertrieben. Zudem seien die positiven Aussichten weitgehend intakt.

 

Blaues Hufeisen
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Für mich ein glasklarer Kauf auf diesem Niveau...

Top-Halbjahreszahlen Mitte Juli, und die Aktie taucht seither von Fr. 470.- auf Fr. 390.-. Im Juni lag der Kurs sogar bei knapp CHF 500.-. Völlig unverständliche Kursreaktion, Handelsstreit hin oder her. Nun denn, des einen Freud, des anderen Leid. Ich habe mich nun in Position gebracht....

Zyndicate
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UBS empfiehlt Swatch-Aktie

UBS empfiehlt Swatch-Aktie nicht mehr zum Kauf

Obwohl die Inhaberaktie der Swatch Group seit Mitte Juni 15 Prozent an Kurswert verloren hat, senkt die UBS nun überraschend den Daumen. Im ungünstigsten Fall sieht die Grossbank den Kurs um 35 Prozent fallen.

31.08.2018 08:31

Von Lorenz Burkhalter

Als die Luxusgüteranalystin der UBS die Inhaberaktie der Swatch Group Ende April 2017 von "Neutral" auf "Buy" heraufstufte, war sie ziemlich alleine. Die Angst vor Marktanteilverlusten an die Smart Watch des US-Kultunternehmens Apple hielt andere Berufskollegen von einer Kaufempfehlung ab.

Am frühen Freitagmorgen macht die UBS-Analystin den damaligen Schritt nun rückgängig. In einer 38-seitigen Unternehmensstudie reduziert sie das Anlageurteil wieder auf "Neutral". Im Zuge von bis zu 9 Prozent tieferen Gewinnerwartungen lautet das 12-Monats-Kursziel für die Inhaberaktie neu 450 (zuvor 535) Franken.

Anhaltspunkte für eine Wachstumsverlangsamung häufen sich

Es ist vor allem der Zeitpunkt der Herunterstufung, der überraschend kommt. Kostete die Aktie vor etwas mehr als zwei Monaten noch fast 500 Franken, so waren es zuletzt noch knapp 428 Franken. Das entspricht einem Minus von fast 15 Prozent. Ausserdem notiert die Aktie nur unwesentlich höher als Ende April 2017.

Die Luxusgüteranalystin der UBS begründet ihre vorsichtigere Haltung mit dem nachlassenden Wachstum. Sie spürt insbesondere bei den chinesischen Konsumenten eine nachlassende Kauflust. China gilt als einer der wichtigsten Märkte der Swatch Group.

Kursentwicklung der Swatch-Inhaberaktie seit Ende April 2017 (Quelle: www.cash.ch)

Eine Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China träfe den Bieler Uhrenhersteller deshalb wohl besonders stark. Ein solches Schreckensszenario könnte der Analystin zufolge zu einem Umsatzrückgang von bis zu 5 Prozent führen und einen Kurseinbruch bei der Aktie auf 280 Franken nach sich ziehen.

Zwischenbericht von Richemont verspricht wichtige Erkenntnisse

Bei anderen Banken gibt man sich deutlich entspannter. Wie Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP zeigen, raten nicht weniger als sieben Banken zum Kauf der Swatch Inhaberaktie. Das höchste Kursziel hat mit 585 Franken die Citigroup ausstehend, gefolgt von der Credit Suisse mit 550 Franken.

Wichtige Erkenntnisse rund ums Tagesgeschäft der Swatch Group verspricht der nahende Zwischenbericht von Richemont. Am 10. September legt der Genfer Rivale den Zwischenbericht für die ersten fünf Monate des Fiskaljahres 2018/19 vor, welches am 31. März 2019 endet.

Von den Aussagen von Richemont lassen sich an diesem Tag für gewöhnlich Rückschlüsse auf die Uhren- und Schmucknachfrage bei der Swatch Group ziehen. Dementsprechend gehen vom Zwischenbericht Kursimpulse für die Inhaberaktie aus. Mit einem Kursplus von knapp 8 Prozent seit Jahresbeginn bewegt sich diese bei den Vertretern aus dem Swiss Market Index (SMI) im oberen Mittelfeld.

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Die Swatch-Aktie ist nicht

Die Swatch-Aktie ist nicht mehr «en vogue»

Noch im Sommer war man sich einig: Die Inhaberaktie der Swatch Group ist ein klarer Kauf. Doch immer mehr Analysten kehren sich vom Uhrenhersteller ab und dies selbst bei den tiefsten Kursen seit mehr als zwei Jahren.

21.11.2018 08:29

Von Lorenz Burkhalter

Wer will, kann seit wenigen Wochen mit ein paar wenigen Klicks auf der Webseite seine eigene Swatch-Armbanduhr kreieren. Damit ist der Bieler Luxusgüterhersteller der Konkurrenz einmal mehr ein Schritt voraus.

Doch während die Armbanduhren weiterhin als "hipp" gelten, lässt sich das von den Aktien der Swatch Group nicht länger sagen. Seit Wochen wirft ein Analyst nach dem nächsten das Handtuch. Alleine am frühen Mittwochmorgen treffen zwei Herunterstufungen für die Inhaberaktie ein.

Der bekannte Luxusgüteranalyst der Royal Bank of Canada ist nicht länger zuversichtlich. Er stuft die Aktie bei einem neu 370 (zuvor 450) Franken lautenden Kursziel von "Outperform" auf "Sector Perform" herunter. Der Analyst warnt vor zu optimistischen Erwartungen an die zukünftige Margenentwicklung. Zudem fehlen ihm auf absehbare Zeit die Gründe für steigende Kurse.

Zeitpunkt der Herunterstufungen überrascht

Gar noch einen Schritt weiter geht die Berufskollegin bei der UBS. Sie geht bei der Swatch Group von einer länger andauernden Nachfrageverlangsamung aus und hält diese für vom Markt unterschätzt. Die Luxusgüteranalystin befürchtet ab dem kommenden Jahr gar eine rückläufige Margenentwicklung. Deshalb streicht sie das 12-Monats-Kursziel für die Inhaberaktie auf 272 (zuvor 450) Franken zusammen und spricht eine Verkaufsempfehlung aus. Die nächstjährigen Gewinnschätzungen der Grossbank liegen neuerdings um nicht weniger als 19 Prozent unter den Markterwartungen.

Beobachter zeigen sich überrascht, dass die Analysten erst jetzt ihre Empfehlungen zurücknehmen, nachdem die Valoren der Swatch Group auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen sind. Mit einem Minus von fast 25 Prozent zählt die Inhaberaktie des Bieler Luxusgüterkonzerns zu den schwächsten Titeln aus dem Swiss Market Index (SMI) in diesem Jahr. Vom Rekordhoch von Mitte Juni bei knapp 500 Franken trennen die Swatch-Aktie sogar satte 40 Prozent.

Schätzungs- und Kurszielreduktionen noch nicht ausgestanden

Überwogen damals noch die Kaufempfehlungen, raten mittlerweile nur noch sechs von 21 Analysten zum Kauf der Inhaberaktie. Wie Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP zeigen, hat neben der UBS auch die US-Investmentbank Merrill Lynch eine Verkaufsempfehlung ausstehend.

Mit 430 Franken überragt das durchschnittliche Kursziel aller befragten Analysten die aktuellen Kurse zwar noch immer um mehr als 40 Prozent. Darauf angesprochen, sehen Marktbeobachter in den nächsten Wochen weitere Schätzungs- und Kurszielreduktionen eintreffen. Selbst dass einige der noch immer optimistisch gestimmten Analysten das Handtuch werfen, sei nicht auszuschliessen.

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Swatch verfehlt die Prognosen

Swatch verfehlt die Prognosen im Gesamtjahr

Wie immer unangekündigt hat Swatch die Zahlen zu 2018 veröffentlicht.

31.01.2019 07:23

Die Swatch Group hat das Jahr 2018 positiv abgeschlossen: Der Uhrenkonzern steigerte den Umsatz und verbesserte gleichzeitig die Marge. Allerdings ging der Schwung in der zweiten Jahreshälfte ein wenig verloren. Der Start ins neue Jahr sei jedoch geglückt, teilte Swatch am Donnerstag mit.

Der Nettoumsatz des Konzerns nahm 2018 um 6,1 Prozent auf 8,48 Milliarden Franken zu und wuchs um Währungseinflüsse bereinigt mit 5,7 Prozent. Damit konnten die Bieler das hohe Wachstumstempo aus dem ersten Halbjahr, als die Verkäufe währungsbereinigt um knapp 12,6 Prozent zugelegt hatten, bis zum Schluss nicht ganz halten.

Die Umsatzzunahme schlug auch auf die Ergebnisseite durch: Der Betriebsgewinn (EBIT) der Swatch Group, zu der bekannte Uhrenmarken wie Omega, Longines und Tissot zählen, erhöhte sich um 15 Prozent auf 1,15 Milliarden Franken. Und so ging die Marge um 1,1 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent nach oben. Im Halbjahr hatte jedoch noch eine Marge von 14,7 Prozent resultiert.

Dividende erhöht

Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn in Höhe von 867 Millionen Franken nach 755 Millionen im Vorjahr. Den Aktionären will Swatch erneut mehr Geld ausschütten: Je Inhaberaktie soll eine Dividende von 8,00 Franken nach zuvor 7,50 Franken und je Namenaktie 1,60 Franken nach 1,50 Franken bezahlt werden.

Mit den Zahlen hat die Swatch Group die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz in Höhe von 8,68 Milliarden Franken, einem EBIT von 1,30 Milliarden und einem Reingewinn von 977 Millionen gerechnet. Bei der Dividende wurde je Inhaberpapier ein Vorschlag von 8,20 Franken erwartet.

Geglückt sei der Start ins neue Jahr, hiess es. Im Monat Januar sei die Gruppe verglichen mit dem sehr guten Vorjahresmonat gewachsen. Swatch rechnet 2019 mit einem positiven Verlauf, dies sowohl betreffend der Nachfrage als auch bei der Beseitigung von Kapazitätsengpässen in der Produktion. Als Chance sieht Konzernchef Nick Hayek das Geschäft in China, wo die Gruppe eine starke Position habe.

(AWP)

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Mr.Wallstreet
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Ich finde Swatch ziemlich

Ich finde Swatch ziemlich unterbewertet wenn man sich die Kurse von Mitte 2018 anschaut. Einsteigen?

marabu
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Einsteigen?

Ich bin kein Kenner dieser Sparte und kann deshalb keine Aussage zur Bewertung machen.

Mein Bauchgefühl sagt eher nein. Schmuck und Uhren sind sehr konjunkturabhängig. Seit rund 2 Jahren ist im Rahmen der chinesischen Korruptionsbekämpfung der grösste Hype nach westlichen Markenartikeln etwas abgeflacht. Die Geschäfte laufen zwar gut, auch bei Richmond.

Was man nicht gut kennt, soll man nicht kaufen!

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Für die Swatch-Aktie werden

Für die Swatch-Aktie werden die Aussichten schlechter

Der tiefe Kurs der Swatch-Aktie verlockt zu einem Einstieg. Deuten nun aber die 2018er Zahlen des Uhrenkonzerns darauf hin, dass Anleger mit diesem SMI-Titel in eine Falle laufen?

31.01.2019 14:34

Von Marc Forster

Von einer Value-Aktie sprechen Investoren, wenn der Kurs und die Bewertung eines Titels tief sind, dies aber angesichts der Umstände nicht gerechtfertigt ist. Fast zwangsweise muss der Kurs dann irgendwann steigen, weil die fundamentalen Daten dies begünstigen. 

Wenn eine Aktie aber nicht nur mit einem schlechten Kurs geschlagen ist, sondern das dahinterstehende Unternehmen grosse Schwierigkeiten hat, ist eine vermeintliche Value-Aktie in Tat und Wahrheit ein Value-Trap. Aber ob man mit dem Kauf einer Aktie in die Falle ("trap") treten wird, ist eine Frage der Interpretation. 

Bei Swatch sind in den vergangenen Monaten einige Analysten dazu übergegangen, die Aktie zum Verkauf zu empfehlen. Diese hat seit vergangenem Sommer um 40 Prozent nachgegeben, nicht zuletzt wegen des Handelsstreits USA-China. Denn in China und der zu China gehörenden Sonderverwaltungszone Hongkong verkauft der Konzern mit Marken wie Omega, Blancpain, Longines, Tissot oder Swatch die meisten Uhren. Die Verkäufe umfassen etwa 40 Prozent des Gesamtumsatzes von Swatch.

Die Zürcher Kantonalbank ist heute vom Rating "Marktgewichten" zu "Untergewichten" übergegangen, nachdem die Jahreszahlen von 2018 trotz ohnehin nicht allzuhoher Erwartungen für einiges an Enttäuschung gesorgt haben. Die Bank Vontobel behält ihr "Hold" vorerst, will aber das Kursziel überprüfen. Die gesteckten 370 Franken sind auf absehbare Zeit unrealistisch weit weg von aktuell von den 287 Franken, zu den Swatch heute gehandelt werden.

Die Swatch-Group-Inhaberaktie in den vergangenen drei Jahren: Den Tiefpunkt erreichte der Kurs Anfang August 2016. Bis Mitte Juni 2018 verdoppelte sich der Kurs. Seitdem stürzt die Aktie wieder ab: Der Wertverlust beträgt fast 40 Prozent, wobei sich wie bei zahlreichen Aktien eine kleine Erholung nach dem Jahresanfang 2019 gezeigt hat (Grafik: cash.ch).

2016 befand sich der Swatch-Kurs schon einmal auf einem Tief (siehe Grafik). Sorgen um den Hauptmarkt China hatten das Papier auf 246 Franken gedrückt. Damals hiess es: Wenn China sich erholt, geht es auch Swatch und der Swatch-Aktie wieder besser. Bewundert wurde CEO Nick Hayek, der von abrupten Sparmassnahmen absah, weder in der Produktion noch in der Werbung. Dann zogen die Verkäufe in China wieder und der Kurs der Aktie stieg. Der Value-Ansatz ging auf und beflügelte Swatch-Aktionäre lange. Aber gilt dies auch heute?

Eine Value-Aktie sollte eine gute Marktposition aufweisen, deutlich profitabel sein und über gute Gewinnaussichten verfügen. Wie zuverlässig dies von Swatch noch behauptet werden kann, ist mit Jahresergebnis 2018 zumindest in Frage gestellt. Die Prognose des Swatch-Managements, 2019 "gesundes Wachstum" zu erreichen. Dies stösst auf Skepsis: "Swatch Group ist bekannt für (zu) optimistische Prognosen", schreibt dazu die Zürcher Kantonalbank. 

Uhrenexporte klettern 2018 über Marke von 20 Milliarden Franken

Morgan Stanley rechnet vor: Im zweiten Halbjahr seien die Verkäufe um 1,1 Prozent zurückgegangen (mehr als erwartet). Die Schweizer Uhrenexporte hätten aber noch um 2,3 Prozent zugenommen. "Das deutet an, dass die Swatch Group sehr wahrscheinlich Marktanteile verloren hat", schreibt die US-Bank. Solche Urteile haben dazu beigetragen, dass die Swatch-Aktie am heutigen Donnerstag bis zu fast 8 Prozent im Kurs verloren hat. 

Befürworter der Swatch-Aktie wenden ein, dass das Unternehmen 1700 Stellen geschaffen habe und es im zweiten Halbjahr zu Lieferverzögerungen bei der Luxusmarke Omega und bei der Mittelpreismarke Longines gekommen sei: Dies zeige, wie solide der Konzern und wie beliebt die Uhren verschiedener Segmente seien. Finanzell stabil und fähig zu Investitionen ist Swatch in der Tat.

Allerdings macht zu den Absatzaussichten am Markt noch eine andere Geschichte die Runde. Nämlich, dass Swatch auf Halde produziere und sich die Frage stelle, ob sich solche Bestände später noch verkaufen liessen – vor allem dann, wenn Chinas Konjunktur wirklich abkühlt. Die Lagerbestände, ein oft diskutiertes Thema um Swatch, sind stark angestiegen. Konkurrent Richemont hat in den letzten Jahren in den Läden zurückgebliebene Waren zurückgekauft und vertreibt sie nun über beliebte Onlineportale. Man kann dies als cleveren Ansatz verstehen.

Der Konzern steht im Moment also vor einigen Schwierigkeiten, und eine Erholung der Aktie ist nicht absehbar. Eher noch könnte der Kurs eine zeitlang weiter sinken. Swatch nun aber als Value-Trap zu verschreien ist dennoch zu stark. Die Firma hat es auch immer wieder geschafft, mit einem unkonventionellen Stil, prestigeträchtigen Marken und einem guten Mix von Preisklassen von Neuem Fahrt aufzunehmen. Wer schon Swatch-Aktien besitzt, sollte diese daher nun auch nicht panikartig verkaufen. Ein Einstieg bei Swatch zum heutigen Zeitpunkt wäre aber eine sehr heikle Sache.

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Swatch-Chef Nick Hayek hat

Swatch-Chef Nick Hayek hat 2018 mehr verdient als im Vorjahr

Der Chef der Swatch Group, Nick Hayek, hat 2018 mehr verdient als noch 2017. Die höheren Bezüge überraschen nicht, schliesslich ist der Uhrenkonzern im vergangenen Jahr gewachsen und konnte den Gewinn steigern. Zum Jahresende hin hat sich das Wachstum allerdings abgeschwächt.

14.03.2019 07:46

Hayek erhielt im letzten Jahr 7,26 Millionen Franken nach zuvor 6,97 Millionen, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Die Hauptbestandteile des Salärs sind eine Basis-Vergütung im Umfang von 1,5 Millionen, ein Bonus von 3,1 Millionen sowie Aktienoptionen in Höhe von gut 2 Millionen Franken. Zudem erhält Hayek für sein Verwaltungsratsmandat 168'000 Franken.

Seine Schwester Nayla, die den Verwaltungsrat präsidiert, wurde für ihre Arbeit mit 4,65 Millionen Franken entschädigt, nachdem sie 2017 ein Salär in Höhe von 4,38 Millionen erhalten hatte. Für die gesamte Geschäftsleitung bezahlt Swatch total 37,2 Millionen an Gehältern nach 33,5 Millionen im Vorjahr.

Das Jahr 2018 hatte für die Swatch Group gut begonnen, zum Jahresende hin verlor das Geschäft jedoch spürbar an Schwung. Dennoch legte der Umsatz um 6,1 Prozent auf 8,48 Milliarden Franken zu, der operative Gewinn stieg um gut 15 Prozent auf 1,15 Milliarden und der Reingewinn um knapp 15 Prozent auf 867 Millionen, wie Swatch bereits Ende Januar mitgeteilt hatte.

Den Aktionären will die Gruppe erneut mehr Geld ausschütten: Je Inhaberaktie soll eine Dividende von 8,00 Franken (+50 Rappen) und je Namenaktie 1,60 Franken (+10 Rappen) bezahlt werden. Nach einem schwachen Monat Dezember sei der Start ins neue Jahr geglückt, hielt Swatch zum Ausblick fest. Im Januar sei die Gruppe verglichen mit dem sehr guten Vorjahresmonat gewachsen.

Am heutigen Donnerstag präsentiert Swatch-Chef Hayek das Ergebnis des Jahres 2018 an der in Biel stattfindenden Bilanzmedienkonferenz.

mk/tt

(AWP)

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