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Swiss Re steigt bei

Swiss Re steigt bei Lebensversicherer in Kenia ein

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re baut sein Geschäft in Afrika aus. Der Konzern erwerbe eine Beteiligung von 13,8 Prozent am kenianischen Versicherer Britam Holdings, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten.

12.06.2018 11:50

Verkäufer des Aktienpakets sei die private Firma Plum. Ein Swiss-Re-Sprecher betonte, Britam sei einer der grössten Lebensversicherer Afrikas. In Kenia sei das Unternehmen mit einem Marktanteil von mehr als ein Fünftel der grösste Anbieter. Zum Kaufpreis hielten sich die beiden Gesellschaften bedeckt. An der Börse ist Britam knapp 300 Millionen Dollar wert.

Swiss Re, der zweitgrösste Rückversicherer der Welt, forciert seit einiger Zeit das Erstversicherungsgeschäft. Beispielsweise bietet der Konzern grossen Kunden massgeschneidert Versicherungslösungen an. In Kenia ist Swiss Re bereits am Versicherer Apollo Investments beteiligt, der auch in den Nachbarländern Uganda und Tansania tätig ist. Auch Rückversicherungs-Branchenprimus Münchener Rück betreibt das Erstversicherungsgeschäft. Die Branche kämpft vor allem in der wichtigen Katastrophen-Rückversicherung seit Jahren mit Preisdruck, weil branchenfremde Anbieter wie Hedge- und Pensionsfonds in das Geschäft eingestiegen sind.

red/

(AWP)

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Swiss Re setzt Referenzkurs

Swiss Re setzt Referenzkurs für Wandelanleihe auf 88,66 US-Dollar

Der Rückversicherer Swiss Re hat die Konditionen für die 500 Millionen US-Dollar schwere Wandelanleihe festgelegt. Der Referenzkurs liege bei 88,66 Dollar, der Wandelpreis mit einer Prämie von 30 Prozent wurde auf 115,26 Dollar festgesetzt, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

21.06.2018 08:06

Swiss Re hat die Wandelanleihe Anfang Juni platziert, die Laufzeit beträgt sechs Jahre. Der jährliche Coupon wurde auf 3,25 Prozent festgelegt, zahlbar halbjährlich.

dm/

(AWP)

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Prescht die Swiss-Re-Aktie

Prescht die Swiss-Re-Aktie auf 120 Franken vor?

Mit der Aktie von Swiss Re liess sich zuletzt kein Geld verdienen. Das könnte sich aber laut J.P. Morgan schon bald ändern: Die US-Investmentbank rechnet gar mit einem Vorstoss auf 120 Franken.

29.08.2018 08:24

Von Lorenz Burkhalter

Nicht Swiss Re, sondern die Zurich Insurance Group gilt als Dividendenkönig unter den Unternehmen aus dem Swiss Market Index (SMI). Die Aktienrückkaufprogramme mitaufgerechnet, hat allerdings der traditionsreiche Rückversicherungskonzern die Nase vorn. In Analystenkreisen wird Swiss Re für 2018 eine Gesamtrendite (Dividende plus Aktienrückkäufe) von knapp 10 Prozent nachgesagt.

Der Aktie half das in den letzten Wochen überraschend wenig. Seit der Halbjahresergebnispräsentation von Anfang August büsste sie fast 4 Prozent ein. Von den Jahreshöchstkursen von Ende Februar bei 88,80 Franken errechnet sich mittlerweile gar ein Minus von 12 Prozent (aktuell 87,66 Franken).

Geschäftsmodell ist stabiler als früher

In einer Studie über die europäische Rückversicherungsindustrie rät die US-Investmentbank J.P. Morgan nun zum Kauf der Aktie und sieht diese im weiteren Jahresverlauf auf 120 Franken steigen. Keine andere Bank kommt auch nur annähernd auf ein solch hohes Kursziel wie J.P. Morgan. Swiss Re gilt bei den Amerikanern denn auch als Branchenfavorit unter den europäischen Rückversicherungsunternehmen.

Die Swiss-Re-Aktie (rot) im 12-Monats-Vergleich mit dem SMI (grün) (Quelle: www.cash.ch)

Seit Jahren gehe von alternativen Anbietern - sprich grossen Pensionskassen oder anderen Finanzinvestoren - eine Gefahr für die traditionellen Rückversicherer aus. Die Naturkatastrophen von 2017 hätten selbst die letzten Zweifel zerstreut, dass die alternativen Anbieter hohe Verluste nicht tragen könnten. Das zumindest schreiben die Autoren von J.P. Morgan in ihrer Studie.

Börsengang von ReAssure als möglicher Kurstreiber

Ihres Erachtens hat gerade Swiss Re in den letzten Jahren aber Anpassungen am Geschäftsmodell vorgenommen, um sich gegenüber alternativen Anbietern durchsetzen zu können. Dadurch ist die zukünftige Gewinnentwicklung nicht nur weniger schwankungsanfällig, sondern auch besser prognostizierbar.

Die Studienautoren beziffern die Summe der einzelnen Geschäftsbereiche (SOTP) gar auf 130 Franken je Swiss-Re-Aktie. Mit 120 Franken liegt das Kursziel etwas darunter.

Bei J.P. Morgan sieht man im geplanten Börsengang von ReAssure einen möglichen Kurstreiber, um die Aktie in die Nähe der Summe der einzelnen Geschäftsbereiche (SOTP) vorstossen zu lassen.

Aktie bei Banken beliebt

Noch ist der definitive Entscheid, das Geschäft mit geschlossenen Lebensversicherungspolicen an die Börse zu bringen, aber nicht gefallen. Vom strategischen Investment des japanischen Versicherungskonzerns MS&AD lässt sich auf einen Wert von ReAssure von gut 5 Milliarden Dollar oder knapp 18 Franken je Aktie schliessen.

Mit der Kaufempfehlung für die Aktie von Swiss Re befindet sich J.P. Morgan in guter Gesellschaft. Von 23 weiteren Banken raten gemäss Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP nicht weniger als 10 zum Kauf der Aktie. Nur eine Bank hat eine Verkaufsempfehlung ausstehend. Der Durchschnitt aller Kursziele liegt bei etwas über 100 Franken.

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Swiss Re rechnet mit stabiler

Swiss Re rechnet mit stabiler Preisentwicklung

Der Rückversicherer Swiss Re rechnet mit einem insgesamt stabilen Preisumfeld in seiner Branche. Das Marktumfeld bleibe zwar herausfordernd, es böten sich aber kurz- wie langfristig Wachstumschancen, schreibt Swiss Re am Montag anlässlich des Branchentreffens "Les Rendez-vous de Septembre" in Monte Carlo. Künftiges Wachstum könnten etwa digitale Lösungen bringen.

10.09.2018 08:00

Bei der Preisentwicklung sieht Swiss Re allerdings keinen einheitlichen Trend. Nach Jahren der Preiserosion und einer nur moderaten Verbesserung im bisherigen Verlauf 2018 seien die Preise in den grossen Marktsegmenten weiterhin nicht hoch genug, um substanzielle Erträge auf dem eingesetzten Kapital zu erwirtschaften. Swiss Re rechne nun aber mit einer graduellen Verbesserung.

Er glaube, dass der Wendepunkt im Preiszyklus im Nicht-Leben-Geschäft erreicht wurde, sagt in der Mitteilung Edouard Schmid, Chief Underwriting Officer der Gruppe. Er erwarte für 2019 stabile Preise, vorausgesetzt, es komme nicht noch zu grossen Schadenereignissen im laufenden Jahr.

Beim jährlichen Treffen im Fürstentum Monaco loten Rückversicherer wie Swiss Re, Munich Re, und Hannover Rück mit Maklern und Erstversicherern wie Allianz und Axa die Konditionen für das nächste Jahr aus. Dabei geht es um Preise und Bedingungen, zu denen Rückversicherer den Erstversicherern Teile ihres Risikos übernehmen.

sig/ra

(AWP)

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Im Auge des Wirbelsturms FLORENCE

Da braut sich was zusammen. Zuerst konnten keine Preiserhöhungen durchgesetzt werden und nun will sich FLORENCE des Gewinns bemächtigen.

Die Evaquation läuft nicht nur zu Lande sondern hat auch an der Börse eingesetzt.

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Ausblick Swiss Re: 9M-Gewinn

Ausblick Swiss Re: 9M-Gewinn von 802 Millionen US-Dollar erwartet

Der Rückversicherer Swiss Re gibt am Donnerstag, 1. November die Ergebnisse zu den ersten neun Monaten 2018 bekannt. Insgesamt haben fünf Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

31.10.2018 12:07

9M 2018E (in Mio USD) AWP-Konsens 9M 2017A Verdiente Prämien 28'759 26'664 Reinergebnis 802 -468 (in Wacko Combined Ratio P&C 100,6 114,1 Combined Ratio CorSo 108,8 142,6 Per 30.9.2018E 30.06.2018A (in Mrd USD) Eigenkapital 28,7 30,1

FOKUS: Im dritten Quartal wurde das Geschäft von Swiss Re von einer hohen Schadenlast aus Katastrophen im Umfang von geschätzt 1,4 Milliarden US-Dollar belastet. Dies hatte der Rückversicherer bereits in einer Vorabinformation klargestellt und somit ist dieser Einfluss auf das Ergebnis in den Erwartungen der Analysten eingepreist. Demgegenüber blieb die Rechnung im ersten Halbjahr weitestgehend von Grossschäden verschont.

Analysten gehen davon aus, dass Swiss Re die Schäden dank ihrer starken Bilanz gut auffangen kann und keinen wesentlichen Einfluss auf die zuletzt grosszügige Dividendenpolitik haben wird. Noch nicht bekannt ist, wie viel Hurrikan Michael, der Anfang Oktober in Florida auf Land getroffen ist, den Rückversicherer kosten wird.

Trotz der hohen Katastrophenkosten wird das Neunmonats-Ergebnis von Swiss Re im Jahr 2018 aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich höher als im Jahr 2017 ausfallen. Damals führte eine Belastung in Höhe von rund 3,6 Milliarden Dollar aus den Jahrhundert-Wirbelstürmen "Harvey", "Irma" und "Maria", dass unter dem Strich für Swiss Re ein Verlust in Höhe von knapp einer halben Milliarde resultierte.

ZIELE: Die Swiss Re misst die Leistung anhand mittelfristiger Ziele: Die Gruppe will über den Versicherungszyklus mit der Eigenkapitalrendite den risikofreien Zinssatz zehnjähriger US-Staatsanleihen um mindestens 700 Basispunkte übertreffen. In der Sach- und Haftpflichtrückversicherungen (P&C Re) gilt für die Rendite eine Zielbandbreite von 10-15 Prozent, für die Leben- und Kranke-Sparte (L&H Re) von 10-12 Prozent und für Corporate Solutions (Erstversicherungsgeschäft) von 10-15 Prozent.

Das ökonomische Eigenkapital je Aktie will die Swiss Re über den Versicherungszyklus auf Gruppenebene derweil jährlich um 10 Prozent steigern. Dabei ist es das Ziel, "überschüssiges" Kapital, das keine Verwendung für das operative Geschäft findet, an die Aktionäre zurückzuführen. Dies setzt Swiss Re mit einem weiteren Aktienrückkaufprogramm um.

PRO MEMORIA: Naturkatastrophen und sogenannte durch Menschenhand (Man-made) ausgelöste Katastrophen haben der Swiss Re im dritten Quartal hohe Kosten beschert. Schätzungen zufolge summieren sich die Naturkatastrophen-Schäden auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar, wobei der grösste Teil auf witterungsbedingte Schäden in Japan entfällt. Weitere 300 Millionen verursachten Man-made-Schäden wie beispielsweise der Einsturz der Autobahnbrücke in Genua oder ein Brand in einer deutschen Schiffswerft.

Medienberichten zufolge will sich Swiss Re am chinesischen Versicherer Anbang beteiligen. Der Rückversicherer habe entsprechende Gespräche mit den chinesischen Behörden geführt. Swiss Re gehöre zu den Parteien, an die sich China gewandt habe, um neue Mittel zu finden, um den Versicherer zu rekapitalisieren. Im Rahmen der Gespräche hätten chinesische Beamte auch Swiss Re's Interesse an der Übernahme einiger ausländischen Vermögenswerte von Anbang bewertet. Dazu zählen der in Antwerpen ansässige Versicherer Fidea, der niederländische Versicherer Vivat und der belgische Kreditgeber Nagelmackers.

Im September wurde der Rücktritt von Agostino Galvagni als Chef der Erstversicherungssparte Corporate Solutions per Ende 2018 bekannt. Zu seinem Nachfolger ist Andreas Berger ernannt worden, der das Amt per 1. April 2019 antreten wird. Galvagni werde Swiss Re während der Übergangsperiode als Berater zur Verfügung stehen, hiess es. Berger wechselt von der deutschen Allianz Gruppe zu Swiss Re.

Am jährlich in Monte Carlo stattfindenden Branchentreffend Anfang September sprachen Vertreter von Swiss Re davon, dass nach Jahren des Preisdrucks der Wendepunkt wohl erreicht worden ist. Preiserhöhung seien dabei aber eigentlich nur in den von den im vergangenen Jahr verheerenden Hurrikan-Katastrophen betroffenen Gebieten - also in der Karibik und Florida - zu beobachten. Mit leichten Tariferhöhungen rechne man je nach Geschäft bei Spezialrückversicherungen und im Haftpflichtgeschäft.

Die Tochter ReAssure, die auf das Halten und die Verwaltung geschlossener Lebensversicherungsbeständen spezialisiert ist, soll nach den Plänen des Swiss-Re-Managements an die Londoner Börse gebracht werden. Damit diese wie vorgesehen im kommenden Jahr umgesetzt werden können, braucht es allerdings noch die Zustimmung der zuständigen Behörden.

AKTIENKURS: Die Aktien von Swiss Re sind im Oktober, wie der Gesamtmarkt auch, zurückgefallen. Allerdings verbleibt seit Jahresbeginn mit einem Abschlag von rund 2 Prozent ein geringeres Minus als im Leitindex SMI, der gut 6 Prozent verlor. Die Aussichten auf weiterhin hohe Ausschüttungen machen die Titel für Anleger attraktiv.

Homepage: www.swissre.com

jl/mk

(AWP)

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Japanische

Japanische Versicherungsgruppe erhöht Anteil an Swiss-Re-Sparte

Bei der Swiss-Re-Sparte für geschlossene Lebensversicherungsbestände in Grossbritannien, ReAssure, baut die japanische Versicherungsgruppe MS&AD ihren Anteil aus.

20.12.2018 07:40

Dieser steige auf 25 von 15 Prozent, teilte die Swiss Re in der Nacht auf Donnerstag mit. MS&AD hatte sich im Oktober 2017 mit 5 Prozent an ReAssure beteiligt und seither den Anteil auf 15 Prozent erhöht.

Mit der Investition unterstreiche MS&AD ihre Wertschätzung für das Geschäftsmodell von ReAssure, hiess es weiter. Die Investition kostet die Japaner laut den Angaben 315 Millionen Pfund, wobei die Transaktion auf einer Bewertung von ReAssure von 3,5 Milliarden Pfund basiere.

Gleichzeitig werde weiter "entschlossen" am potentiellen Börsengang von ReAssure im kommenden Jahr gearbeitet, hiess es weiter. Dieser sei jedoch abhängig von den aktuellen Marktbedingungen.

Swiss Re hatte einen möglichen Börsengang der Sparte im letzten August angekündigt. Denn angesichts der signifikanten Risikozuschläge unter dem Kapitalregime des Swiss Solvency Tests sei die Swiss Re nicht die ideale Besitzerin von ReAssure, hatte es damals geheissen. Laut den damaligen Angaben soll die Gesellschaft an die Londoner Börse gebracht werden.

(AWP)

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Swiss-Re-Chef warnt Cat-Bonds

Swiss-Re-Chef warnt Cat-Bonds-Anleger vor Enttäuschungen

Wegen der vielen Naturkatastrophen waren 2017 und 2018 für die globale Versicherungsbranche sehr teure Jahre. Das bekommen laut Swiss-Re-CEO Christian Mumenthaler auch Käufer von Cat-Bonds zu spüren.

28.12.2018 07:47

"Es könnte enttäuschte Investoren geben", sagte er gegenüber der "Financial Times". Mumenthaler macht dabei im Markt für Anleihen, die mit Versicherungsrisiken verbunden sind, gefährliche Entwicklungen aus. "Der Markt für alternative Anlangen zeigt Anzeichen, die mich an den US-Hypothekarmarkt vor der Krise erinnern", lässt sich Mumenthaler am Freitag von der FT zitieren.

Wie im US-Hypothekarmarkt, in dem ebenfalls Risiken an wenig versierte Investoren weitergereicht wurden, gebe es auch im Markt für alternative Versicherungs-Anlagen eine Aufteilung der Akteure in solche, die die Risiken einschätzen können und solche, die diese tragen. "Wenn wenig versierte Investoren auf Leute hören, die selbst kein Risiko eingehen, dann ist das immer eine gefährliche Konstellation."

Mumenthaler sieht aber auch die Investoren selbst in der Verantwortung. Sogar wenn ein Experte von einer Investition abrate, gebe es bei Anlegern die Tendenz, trotzdem zu investieren mit dem Argument, dass es sich um eine strategische Anlage handle. "Ich habe Fälle gesehen, bei denen die Gebühren die Gewinnmarge übertrafen."

Versicherungs-Finanzprodukte wie zum Beispiel Katastrophenanleihen haben in den letzten Jahren einen Boom erlebt. Gefragt waren solche Anlagen vor allem darum, weil sie in ihrer Entwicklung nicht mit anderen Anlageklassen korrelieren. In den letzten zwei Jahren jedoch waren Cat-Bonds eine schlechte Wahl, weil gehäufte Naturereignisse zu hohen Schadenskosten bei den Versicherern geführt haben.

Gemäss Swiss Re belief sich 2017 der gesamte Versicherungsschaden weltweit aus Natur- und sogenannten Man-made-Katastrophen auf rekordhohe 144 Milliarden Dollar. Für das Jahr 2018 rechnet Swiss Re mit 79 Milliarden Dollar.

(AWP)

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Swiss Re bekommt offenbar

Swiss Re bekommt offenbar Gegenwind bei IPO-Plänen für ReAssure

Beim Rückversicherer Swiss Re könnten die Pläne für die Tochter ReAssure laut Medienberichten durchkreuzt werden.

Aktualisiert um 15:23

Wie der britische Nachrichtensender Sky News am Freitag berichtete, ist der Spezialversicherer Rothesay Life offenbar an einer Übernahme der Tochter interessiert. Die Swiss Re wollte den Bericht auf Anfrage von AWP nicht kommentieren.

Dem Bericht zufolge ist Rothesay Life vor einigen Wochen an den Schweizer Rückversicherer herangetreten, um ReAssure zu kaufen. Als möglichen Preis nennt der Sender 3,5 Milliarden britische Pfund, umgerechnet etwa 4,3 Milliarden Franken.

Mit einem solchen Schritt würden die Pläne des Rückversicherers, die britische Tochtergesellschaft, die die geschlossenen Bücher von Lebensversicherungsgesellschaften verwaltet, an die Börse zu bringen, ins Wanken gebracht. Die Swiss Re hatte im vergangenen Sommer angekündigt, dass sie eine Börsennotierung für ReAssure anstrebe.

Allerdings, so hiess es bei Sky weiter, sei der Stand der Gespräche zwischen den beiden Parteien zu diesem Zeitpunkt unklar.

(AWP)

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Dividende bei Swiss Re nicht

Dividende bei Swiss Re nicht gefährdet

Naturkatastrophen kosten Swiss Re im vierten Quartal mehr als eine Milliarde Dollar. An den Dividendenaussichten dürfte sich dadurch aber nicht viel ändern. Dementsprechend besonnen reagiert die Börse.

Aktualisiert um 09:07

Von Lorenz Burkhalter

Der Versicherungskonzern Swiss Re blickt auf ein kostspieliges Schlussquartal zurück. Die Wäldbrände in Kalifornien, der Wirbelsturm Michael sowie zwei Taifune in Japan dürften das Unternehmen eigenen Angaben zufolge rund eine Milliarde Dollar gekostet haben. Hinzu kommen von Menschen verursachte Schäden in Höhe von rund 300 Millionen Dollar.

Damit erführt die Gesamtschadenbelastung für 2018 im Nicht-Lebengeschäft im vierten Quartal nahezu eine Verdoppelung auf 2,9 Milliarden Dollar. Rückblickend hatten Beobachter mit geringeren Kosten für die genannten Katastrophen gerechnet.

Da das Schadensbudget für 2018 schon zuvor nahezu ausgereizt war, schlagen die Kosten auf die Erfolgsrechnung durch. Angesichts der starken Eigenkapitalbasis halten Analysten allerdings weder die Dividende, noch das Aktienrückkaufprogramm für gefährdet.

An der Schweize Börse SIX reagiert die Swiss-Re-Aktie denn auch nur mit moderaten Verlusten. Zur Stunde verliert sie 0,5 Prozent auf 93,74 Franken.

Kosten für die Brände in Kalifornien überraschend hoch

Wie der Versicherungsanalyst der UBS schreibt, liegt die Schadensbelastung über den bankeigenen Annahmen von 850 Millionen Dollar. Er unterzieht seine Gewinnschätzungen für das gesamte 2018 deshalb einer weiteren Reduktion um 33 Prozent. Diese Anpassungen haben aber weder Auswirkungen auf das "Sell" lautende Anlageurteil, noch auf das 12-Monats-Kursziel von 78 Franken. Der UBS-Analyst zeigt sich sichtlich enttäuscht, dass Swiss Re nach der Gewinnwarnung für das dritte Quartal rückblickend auch im vierten Quartal noch einmal über die Bücher gehen musste. Mit einer zurückhaltenderen Ausschüttungspolitik rechnet er zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht.

Auch sein Berufskollege bei der Zürcher Kantonalbank will seine Gewinnschätzungen einer Überarbeitung unter negativen Vorzeichen unterziehen. Gerade die Kosten für die Brände in Kalifornien bezeichnet der Analyst als "erheblich". Er stuft die Aktie wie bisher mit "Marktgewichten" ein.

Dividende von mindestens 5 Franken je Aktie

Entspannt gibt man sich hingegen in einem Kommentar aus dem Hause Julius Bär. Der Autor hegt keinerlei Zweifel an der Dividendenkraft von Swiss Re. Gleichzeitig rechnet er mit einem günstigeren Prämiengestaltungsumfeld für Rückversicherungsunternehmen. Das wiederum dürfte sich in höheren zukünftigen Gewinnen bemerkbar machen. Der Autor stuft die Swiss-Re-Aktie weiterhin mit "Hold" und einem Kursziel von 90 Franken ein.

Für 2018 rechnen Analysten mit einer Jahresdividende zwischen 5 und 5,25 Franken je Aktie. Bei 5 Franken entspräche das mindestens einer Ausschüttung auf Vorjahreshöhe. Parallel dazu kauft Swiss Re jährlich für eine Milliarde Dollar eigene Aktien zurück.

Damit liegt die für die Aktionäre zu erwartende Gesamtrendite gemäss Berechnungen aus dem Berufshandel noch immer bei rund 8 Prozent.

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Swiss Re steigert Gewinn

Swiss Re steigert Gewinn trotz hohen Katastrophenschäden deutlich

(Ausführliche Fassung) - Nach dem Einbruch im Vorjahr hat Swiss Re 2018 wieder deutlich mehr verdient. Der Reingewinn kletterte auf 421 Millionen Dollar. Die Katastrophenschäden waren zwar hoch, aber nicht so gewaltig wie im Vorjahr.

21.02.2019 07:55

Im Vorjahr hatten vor allem die Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" das Ergebnis zerzaust und unter dem Strich den Reingewinn von 3,56 Milliarden auf 331 Millionen Dollar in die Tiefe gerissen. Insgesamt hatte Swiss Re ihren Kunden nach den rekordteuren Naturkatastrophen mit 4,7 Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen.

2018 ist es nicht ganz so schlimm, auch wenn Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Katastrophen der Swiss Re erneut grosse Kosten eingebrockt haben. Die Gesamtschadenbelastung aus Katastrophen belaufe sich auf 3 Milliarden Dollar, teilte der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Donnerstag in einem Communiqué mit. Insgesamt kosteten die Naturkatastrophen die Swiss Re 2,2 Milliarden Dollar, während 0,8 Milliarden Dollar auf von Menschenhand verursachte Katastrophen entfielen.

Im laufenden Jahr haben vor allem die Grossschäden des US-Hurrikans "Florence", der Taifune "Jebi" und "Trami" in Japan oder des Brückeneinsturzes in Genua die Rechnung geprägt. Und in den USA schlug der Hurrikan "Michael" zu. 2018 sei für die gesamte Versicherungsbranche das viertteuerste Jahr der Geschichte. Im vierten Quartal schlugen am meisten die Brände in Kalifornien und Taifune in Japan zu Buche.

Zudem wurde der Reingewinn durch eine Änderung des US-Rechnungslegungsstandards US-GAAP belastet. Diese schlug mit 599 Millionen Dollar vor Steuern zu Buche. Ohne die Änderung hätte der Konzern einen Reingewinn von 894 Millionen Dollar eingefahren.

Wieder Gewinn im P&C-GESCHÄFT

Im Sachrückversicherungsgeschäft konnte die Swiss Re wieder einen Gewinn von 370 Millionen Dollar erzielen, nachdem sie im Vorjahr einen Verlust von 413 Millionen Dollar erlitten hatte. Der Schaden-Kosten-Satz (sog. Combined Ratio) verbesserte sich von 111,5 Prozent auf 104,0 Prozent. Unter 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch profitabel.

Aber auch im Erstversicherungsgeschäft für grosse Firmenkunden (Corporate Solutions) ging es wieder aufwärts, wenn auch nicht so stark wie erhofft. Der Verlust der Sparte schrumpfte von 741 Millionen Dollar auf 405 Millionen Dollar. Der Schaden-Kosten-Satz verbesserte sich auf 117,5 Prozent, nach schlechten 133,4 Prozent im Vorjahr.

Mit den Zahlen hat die Swiss Re die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Analysten hatten im Schnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Reingewinn von 608 Millionen Dollar gerechnet. Bei der Combined Ratio im Sachrückversicherungsgeschäft hatten sie 103,9 Prozent prognostiziert, bei der Firmenkundenversicherung waren sie von 107,7 Prozent ausgegangen.

Firmenkundengeschäft enttäuschend

"Die Katastrophen im letzten Jahr haben sich, wie zu erwarten war, negativ auf unser Property & Casualty-Geschäft ausgewirkt", erklärte Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler. "Zudem sind die Jahresergebnisse von Corporate Solutions leider enttäuschend. Trotz des schwierigen Umfelds sehe ich der Zukunft von Swiss Re optimistisch entgegen. Ich freue mich, dass wir bei den Vertragserneuerungen unseres P&C-Rückversicherungsgeschäfts im Januar das Prämienvolumen steigern und zugleich die laufenden Kosten konstant halten konnten."

In der Sparte Leben- und Krankenrückversicherung (Life & Health Reinsurance) sank der Gewinn von 1,092 Milliarden auf 761 Millionen Dollar. "Das Anlageergebnis war solide, aber niedriger als im Vorjahr", schrieb die Swiss Re. Bei Life Capital schrumpfte der Gewinn von 161 Millionen auf 23 Millionen Dollar. Die Entwicklung am britischen Anlagemakrt sei negativ gewesen, was entsprechende Auswirkungen auf fondsgebundene und partizipierende Erträge gehabt habe.

Die gebuchten Bruttoprämien der Gruppe stiegen um 4,7 Prozent auf 36,4 Milliarden Dollar, vor allem dank Prämienwachstum im gesamten Leben- und Krankengeschäft der Gruppe.

Die Dividende will die Swiss Re auf 5,60 Fr. je Aktie erhöhen. Im Vorjahr hatte sie 5,00 Fr. je Titel ausgeschüttet.

jb/ys/tt

(AWP)

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Swiss Re weist tieferes

Swiss Re weist tieferes ökonomische Eigenkapital aus

Der Rückversicherer Swiss Re weist auf Basis des firmeneigenen Bewertungssystems Economic Value Management (EVM) für 2018 einen Verlust aus.

14.03.2019 07:44

Grund sind die erneut hohen Naturkatastrophenschäden. Konzernchef Christian Mumenthaler hat derweil im letzten Jahr etwas mehr verdient und Präsident Walter Kielholz soll im Amt bestätigt werden. Der EVM-Verlust betrug laut Mitteilung vom Donnerstag 693 Millionen US-Dollar nach einem Minus im Vorjahr in Höhe von 9 Millionen. Das EVM-Modell misst Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf einer marktnahen Basis und dient der Steuerung des Geschäfts. Auch die Vergütungen des Managements richten sich danach.

Die Rechnung belastet haben laut Swiss Re nebst ungünstigen Entwicklungen an den Finanzmärkten erneut verheerende Naturkatastrophen. Nach einem relativ günstigen Schadenverlauf im ersten Semester verwüsteten im zweiten Halbjahr die Wirbelstürme "Florence" und "Michael" weite Teile an der US-Ostküste. In Japan wüteten die Taifune "Jebi" und "Trami". Swiss Re musste Katastrophenschäden von 3 Milliarden Dollar schultern.

Tieferes ökonomische Kapital

Das ökonomische Eigenkapital (Economic Net Worth, ENW) sank zum Jahresende auf 36,0 Milliarden Dollar nach einem Wert von 37,7 Milliarden im Jahr davor. Auf das Kapital gedrückt hätten die Dividenden und Aktienrückkaufprogramme im Wert von insgesamt 2,9 Milliarden sowie die Auswirkungen ungünstiger Wechselkursentwicklungen. Auf der Gegenseite habe der Gesamtbeitrag zum ökonomischen Eigenkapital von 2,2 Milliarden die negativen Effekte teilweise ausgeglichen.

Je Aktie erhöhte sich das ökonomische Eigenkapital auf 119,96 Dollar von zuvor 119,74 Dollar. In Franken rückte die Kennzahl auf 118,20 von 116,67 Franken vor. Das Wachstum des Kapitals habe mit 4,4 Prozent das über den Versicherungszyklus angestrebte Ziel von 10 Prozent im vergangenen Jahr verfehlt, so die Mitteilung.

Gemessen am Swiss Solvency Test (SST) kann sich Swiss Re auf ein dickes Kapitalpolster stützen. Die SST-Quote liege mit 251 Prozent klar über dem Zielwert von 220 Prozent, hiess es. Allerdings sank sie im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozentpunkte, was Swiss Re mit den Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen begründet.

Chef verdient etwas mehr

Im Geschäftsbericht weist Swiss Re auch die an das Management gezahlten Vergütungen aus. Insgesamt erhielt Christian Mumenthaler für 2018 ein Salär in Höhe von 5,81 Millionen Franken, nach 5,23 Millionen im Jahr davor. Der langjährige Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz erhielt 3,88 Millionen nach 4,17 Millionen.

Weiter hat Swiss Re auch noch die Einladung zur Generalversammlung vom 17. April versendet. Wie bereits bekannt, schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer Dividende von 5,60 Franken je Aktie vor. Das sind 60 Rappen mehr als im letzten Jahr.

Ausserdem hat die Gruppe ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. In einer ersten Tranche sollen Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde Franken zurückgekauft werden, was kurz nach der GV beginnen soll. Danach könnte eine zweite Tranche von ebenfalls bis zu 1 Milliarde folgen, je nachdem wie hoch das Überschusskapital sein wird. Dies sei unter anderem abhängig davon, ob die Tochter Reassure an die Börse gebracht wird.

Nun ist auch klar, dass Präsident Walter Kielholz zumindest für ein weiteres Jahr an der Spitze des Konzerns bleiben möchte. Der Verwaltungsrat schlägt ihn der Generalversammlung zur Wiederwahl vor.

(AWP)

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Moderatio
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Da ist er endlich wieder mal. Ein dreistelliger Kurs Smile 

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Boeing-Absturz wird

Boeing-Absturz wird Rückversicherer auf Jahre belasten

Der Absturz der Boeing-Maschine von Ethiopian Airlines mit 157 Toten und das weltweite Flugverbot der 737 Max 8 wird für die Rückversicherungen teuer.

02.04.2019 07:11

Insgesamt könnten die Schadenszahlungen für die Branche mit ihren Aushängeschildern Munich Re und Swiss Re die Milliardengrenze überschreiten. Die Schadensansprüche für die Branche könnten sich auf eine Milliarde Dollar summieren, erklärte James Vickers vom Versicherungsmakler Willis Re im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Für den Luftfahrt-Rückversicherungs-Markt, "der sehr klein und sehr, sehr spezialisiert" sei, sei das eine sehr hohe Summe, ergänzte er. Das könnte die Branche über drei bis vier Jahre belasten.

Die britische Global Aerospace führt ein Konsortium von Versicherern und Rückversicherern, die Boeing versichern. Die Münchener Rück hatte zuletzt die für sie zu erwartende Schadenshöhe aus dem Absturz auf 100 bis 120 Millionen Euro beziffert.

Der Versicherungskonzern Talanx, zu dem auch die Hannover Rück gehört, erklärte derweil, als Teil eines Konsortiums wohl mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag dabei zu sein. Boeing habe eine Produkthaftpflicht-Police beim Konsortium abgeschlossen, das auch für finanzielle Folgen eines vorübergehenden Flugverbots aufkomme.

Noch keine Zahlen von Swiss Re

Auch die Swiss Re oder Berkshire Hathaway des Milliardärs Warren Buffett dürften vom Fall Boeing betroffen sein. Bei Schweizer Rückversicherer hält man sich allerdings mit einem Kommentar zu möglichen Schadensansprüchen noch zurück. Dazu sei es noch zu früh, liess der Konzern auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP durchblicken.

Vor gut drei Wochen war eine der neuen Boeing 737 MAX von Ethiopian Airlines in Äthiopien abgestürzt, 157 Menschen verloren ihr Leben. Beim Absturz einer Maschine des gleichen Typs waren im Oktober in Indonesien schon 189 Passagiere gestorben. Bis zur Feststellung der Ursache gilt praktisch weltweit ein Flugverbot für diese Flugzeug-Baureihe.

Ein mit Spannung erwarteter Untersuchungsbericht über den jüngsten Absturz werde möglicherweise im Lauf der Woche veröffentlicht, sagte ein Insider.

mk/ra

(AWP)

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Swiss Re nennt Details zur

Swiss Re nennt Details zur Kapitalausstattung

Der Rückversicherer Swiss Re gibt am Donnerstag im Rahmen des neu veröffentlichten «Financial Condition Reports» Details zum Kapitalmanagement nach dem Swiss Solvency Test (SST) bekannt.

18.04.2019 08:21

Dabei liegt die SST-Quote der Gruppe - wie bereits bekannt - bei 252 Prozent Prozent und damit klar über dem Zielwert von 220 Prozent. Die SST 2019 befinde sich mit 218 Prozent auf einem starken Niveau, teilte der Rückversicherer weiter mit.

Der Bericht enthält im weiteren detaillierte Angaben zu den verschiedenen Geschäftsaktivitäten, der Performance nach Rechnungslegungsstandard US GAAP, dem Risikomanagement und -profil der Gruppe sowie zur Bewertung und Kalkulation im Kapitalmanagement gemäss dem SST. Dabei habe die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma das interne Rechnungsmodell für den SST von Swiss Re gutgeheissen.

(AWP)

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Was hat Swiss Re mit dem IPO

Was hat Swiss Re mit dem IPO-Erlös vor?

Swiss Re will ReAssure schon im Juli an die Börse bringen. Dem Rückversicherungskonzern fliesst dann mehr als eine Milliarde Franken zu. Das wiederum regt die Fantasie der Anleger an.

14.06.2019 08:23

Von Lorenz Burkhalter

Wieder ist Freitag - und wieder wartet Swiss Re mit Neuigkeiten rund um die geplante Publikumsöffnung von ReAssure auf. Das auf geschlossene Lebensversicherungsportfolios spezialisierte Tochterunternehmen soll schon im Juli an die Londoner Börse gebracht werden, so schreibt der Rückversicherungskonzern in einer Medienmitteilung.

Branchenexperten zufolge könnte ReAssure von der Börse mit bis zu 4 Milliarden Pfund bewertet werden. Das wären umgerechnet rund 5 Milliarden Franken. Im Wissen, dass Swiss Re die Beteiligung am Tochterunternehmen im Zuge des Börsengangs von 75 auf knapp unter 50 Prozent reduzieren will, könnten dem Zürcher Mutterkonzern geschätzte 1,3 Milliarden Franken zufliessen.

Zusätzliche Aktienrückkäufe oder Sonderdividende?

Gleichzeitig wird bei Swiss Re mit der Beteiligungsreduktion bei ReAssure auf unter 50 Prozent zuvor gebundenes Eigenkapital frei. Nun fragt sich, wie der Rückversicherungskonzern den Erlös aus dem Börsengang und das freiwerdende Eigenkapital verwenden will.

Ursprünglich wurde angenommen, dass Swiss Re den Erlös in neue geschlossene Lebensversicherungsportfolios fliessen lassen wird. Doch dieses Geschäft gilt als eher mässig attraktiv, bindet es doch viel Eigenkapital. Ausserdem ist es schwierig, an neue Lebensversicherungsportfolios heranzukommen.

Aufgrund von weltweiten Überkapazitäten in vielen anderen Bereichen der Rückversicherungsindustrie schliessen Beobachter nicht aus, dass die Swiss-Re-Aktionäre zum Handkuss kommen. Will heissen: Es winken entweder neue Aktienrückkäufe oder eine Sonderdividende. Es gibt allerdings auch Beobachter, die einer Reinvestition des Erlöses ins Neugeschäft bevorzugen würden.

Aktie mit Kurs auf die Mehrjahreshöchstkurse

Die davon ausgehende Fantasie lässt die Swiss-Re-Aktie im vorbörslichen Handel von Julius Bär weiter steigen. Zur Stunde gewinnt sie 0,1 Prozent auf einen Mittelkurs von 99,05 Franken.

Damit rücken die Mehrjahreshöchstkurse vom Tag vor dem Dividendenabgang von Mitte April bei knapp 103 Franken wieder in Griffnähe. Die Aktie des Rückversicherungskonzerns konnte alleine in den letzten vier Wochen fast 11 Prozent an Boden gutmachen. Den Dividendenabgang mitberücksichtigt, errechnet sich seit Jahresbeginn ein Plus von ziemlich genau 16 Prozent.

Gewisse Beobachter sehen im Börsengang von ReAssure vom Juli denn auch einen möglichen Kurstreiber (cash berichtete).

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Swiss Re bringt ReAssure für

Swiss Re bringt ReAssure für maximal 3,3 Milliarden Pfund an die Börse

Der Rückversicherer hat die Preisspanne für den Börsengang der britischen Tochterfirma ReAussure bekannt gegeben.

Aktualisiert um 07:23

Die Aktien sollen zu 280 bis 330 Pence platziert werden. Daraus ergibt sich für die auf das britische Geschäft mit geschlossenen Lebensversicherungen spezialisierte Firma eine Marktkapitalisierung von 2,8 bis 3,3 Milliarden Pfund.

Das Angebot werde voraussichtlich einen Streubesitz von 26 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals von ReAssure ermöglichen. Im Rahmen einer Mehrzuteilungsvereinbarung stellt Swiss Re zudem auch Aktien von bis zu 15 Prozent des Angebots zur Verfügung, wie der weltweit zweitgrösste Rückversicherer am Donnerstag mitteilte.

Der Börsengang von ReAssure ist von langer Hand geplant. Bereits im August des vergangenen Jahres hatte Swiss Re diesen in Aussicht gestellt. Swiss Re hatte ReAssure im Rahmen der Vorbereitungen in eine eigenständige Gesellschaft umgewandelt. Mit dem IPO will der Rückversicherer gemäss früheren Angaben seinen Anteil an ReAssure von derzeit 75 Prozent auf unter 50 Prozent senken.

(AWP/cash)

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Swiss Re bläst Börsengang von

Swiss Re bläst Börsengang von ReAssure ab

Swiss Re lässt die Pläne für einen Börsengang der Tochtergesellschaft ReAssure an die Londoner Börse vorerst fallen.

11.07.2019 07:34

Der Rückversicherer halte aber am Ziel fest, seine Beteiligung an der britischen Tochter zu reduzieren und zu dekonsolidieren, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Die Aussetzung des IPO sei eine Folge der gestiegenen Zurückhaltung und der schwächeren Nachfrage grosser institutioneller Investoren am britischen Primärmarkt. Am Vortag war am Markt war eine mögliche Verschiebung des Börsengangs bereits gerüchteweise herumgereicht worden. In der Folge verlor der Kurs der Swiss-Re-Aktie am Mittwoch 2,5 Prozent.

Er sei zwar weiter davon überzeugt, dass eine stärkere Aktionärsbasis für ReAssure das Beste wäre, doch bestehe für Swiss Re keine Notwendigkeit die Aktien zu jedem Preis zu veräussern, sagte laut Mitteilung Finanzchef John Dacey.

In der Zwischenzeit blieben Swiss Re und MS&AD dem Unternehmen weiterhin uneingeschränkt verpflichtet. Sie würden das Management von ReAssure weiter unterstützen und würden sich an zukünftigen Akquisitionen entsprechend ihrer jeweiligen Anteilsquoten beteiligen, hiess es weiter.

IPO lange geplant

Der Börsengang von ReAssure war von langer Hand geplant. Bereits im August des vergangenen Jahres hatte Swiss Re diesen in Aussicht gestellt, während man sich gleichzeitig die Tür für einen allfälligen Verkauf des Geschäfts offen gehalten hatte.

Swiss Re hatte ReAssure im Rahmen der Vorbereitungen in eine eigenständige Gesellschaft umgewandelt und gemeinsam mit dem japanischen Partner MS&AD die Kapitalposition aufgestockt. Mit dem IPO will der Rückversicherer seinen Anteil an ReAssure von derzeit 75 Prozent auf unter 50 Prozent senken.

Ende Juni gab Swiss Re dann den Platzierungspreis bekannt. Die Aktien sollten zu 280 bis 330 Pence platziert werden. Daraus hätte sich für ReAssure eine Marktkapitalisierung von 2,8 bis 3,3 Milliarden Pfund ergeben. Das Angebot werde voraussichtlich einen Streubesitz von 26 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals von ReAssure ermöglichen, hatte es Ende Juni geheissen.

(AWP/Reuters)

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Swiss Re verdient trotz

Swiss Re verdient trotz Gewinnrückgang überraschend viel

Schaden- und Restrukturierungskosten belasten Rückversicherer Swiss Re. Die Aktie legt vorbörslich über 2 Prozent zu.

Aktualisiert um 08:13

Die Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2019 einen Gewinnrückgang ausgewiesen. Der Reingewinn sank zwar um 5 Prozent auf 953 Millionen Dollar, übertraf aber dennoch die Erwartungen der Analysten weit. Im Vorjahr hatte der zweitgrösste Rückversicherer der Welt noch 1 Milliarde Dollar verdient.

Grund für den Rückgang sind eine Reihe von Belastungen, wie der Zürcher Konzern am Mittwoch bekannt gab. So schlugen Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Grossschäden zu Buche. Vor allem sind die Schäden durch den Taifun "Jebi", der im vergangenen September in Japan Zerstörungen hinterliess, nochmals gestiegen.

Hinzu kamen Naturkatastrophen im laufenden Jahr wie Überschwemmungen, Hagel- und Sturmschäden in Australien, schrieb der Konzern. Hinzu kommt, dass das Flugverbot für Maschinen des Typs Boeing 737 Max nach zwei Abstürzen in Äthiopien und Indonesien immer noch nicht aufgehoben ist.

Sach-Rückversicherungsgeschäft macht mehr Gewinn

Dies führte zu einer Verschlechterung des Schaden-Kostensatzes (Combined Ratio) im Sach-Rückversicherungsgeschäft (P&C) auf 100,5 Prozent nach 92,9 Prozent im Vorjahr, das vergleichsweise wenige Katastrophenschäden ausgewiesen hatte. Über 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch nicht profitabel.

Dennoch stieg der Gewinn im Sach-Rückversicherungsgeschäft um 2,5 Prozent auf 771 Millionen Dollar. Dies sei einem profitablen Geschäftswachstum und einer sehr starken Anlageperformance zu verdanken, schrieb die Swiss Re.

Die Geschäftseinheit sei auf Kurs, einen normalisierten Schaden-Kosten-Satz von 98 Prozent für 2019 zu erreichen. Dies unter der Annahme einer durchschnittlichen Belastung durch grosse Naturkatastrophenschäden und ohne Berücksichtigung der Entwicklung der Rückstellungen aus Vorjahren.

Firmenkundenversicherung mit Verlust

Dagegen rutsche das Erstversicherungsgeschäft von Unternehmen (Corso) in die roten Zahlen. Die Sparte fuhr einen Verlust von 403 Millionen Dollar ein nach einem Gewinn von 58 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Schaden-Kostensatz schnellte auf 132,8 Prozent nach oben von 101,7 Prozent im ersten Semester 2018.

Die Swiss Re geht bei ihrem Sorgenkind über die Bücher und hat wie angekündigt eine umfassende Überprüfung der Strategie und Aktivitäten der Geschäftseinheit vorgenommen. Vor allem das problematische Haftpflichtportfolio in den USA sollte weiter zurückgestutzt werden. Die Gruppe erhöhte die Kapitalausstattung von Corporate Solutions um 600 Millionen Dollar. Die Swiss Re untermauere damit ihr Engagement im Firmenkundengeschäft, hiess es.

Die verdienten Nettoprämien von Corso erhöhten sich um 7,6 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar dank signifikanter Preiserhöhungen und Wachstum in einzelnen Sparten, womit die "Auswirkung der gezielten Bereinigung verschiedener Versicherungsportefeuilles mehr als kompensiert werden konnte". Die Swiss Re erwartet, dass sich der positive Preistrend im Firmenkundengeschäft fortsetzt, nachdem im ersten Halbjahr 2019 bereits eine breit abgestützte Verbesserung der Preisqualität um 9 Prozent erzielt worden sei.

Gut lief es indes in der Leben- und Krankenrückversicherung (Life & Health Reinsurance), die den Gewinn um 15,3 Prozent auf 459 Millionen Dollar steigerte. Hier zahlte sich laut Swiss Re das aktive Portefeuillemanagement und der besserte Mortalitätsverlauf in Nord- und Südamerika aus.

Erwartungen weit übertroffen

Bei Life Capital, wo die Swiss Re Lebensversicherungsbestände aufnimmt und diese bis zum Ablauf der Verträge betreut oder abwickelt, schmolz der Gewinn auf 5 Millionen Dollar nach 34 Millionen im Vorjahr.

"Das Ergebnis profitierte von einer starken Anlageperformance, wurde jedoch durch Aufwendungen im Zusammenhang mit dem wachsenden Geschäft mit offenen Versicherungsbeständen sowie der Reorganisation von ReAssure zu einer eigenständigen Gruppe geschmälert", schrieb der Konzern. Die Swiss Re hatte vor kurzem den geplanten Börsengang von ReAssure auf Eis gelegt. Der Konzern "hält jedoch an dem Ziel fest, seine Beteiligung zu reduzieren, um ReAssure dekonsolidieren zu können."

Insgesamt hat die Swiss Re die Erwartungen der Finanzgemeinde weit übertroffen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Reingewinn von 594 Millionen Dollar gerechnet. Bei der Combined Ratio hatten sie in der Sachversicherungssparte 106,2 Prozent erwartet und im Firmenversicherungsgeschäft 123,5 Prozent.

"Wir freuen uns sehr, dass die Stärke unseres Rückversicherungsgeschäfts wieder in den Vordergrund tritt", erklärte Konzernchef Christian Mumenthaler. "Auch sind wir überzeugt, dass die konsequenten Massnahmen in Corporate Solutions greifen und das Geschäft wieder in die versicherungstechnische Profitabilität zurückführen werden. Und wir sind sehr erfreut über das Wachstum unseres Geschäfts mit offenen Beständen in Life Capital."

Zudem wurde Urs Baertschi per 1. September 2019 zum CEO Reinsurance EMEA, Regional President und Mitglied des Group Executive Committee ernannt. Er folgt auf Russell Higginbotham, der Anfang Juli die Funktion des CEO Reinsurance Asia und Regional President übernommen hat. 

(cash/Reuters/AWP)

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Aktien von Swiss Re nach Zahlen gefragt

Für Swiss Re geht es am Mittwoch nach den Halbjahreszahlen im frühen Börsenhandel aufwärts. Analysten heben vor allem das starke Abschneiden des Sach-Rückversicherungsgeschäfts hervor.

Swiss Re hat im ersten Semester 2019 zwar einen Gewinnrückgang ausgewiesen - der Reingewinn sank um 5 Prozent auf 953 Millionen Dollar. Damit übertraf der Konzern aber selbst die optimistischsten Erwartungen der Analysten markant.

Die Aktien des Rückversicherers notieren um 10:00 Uhr 0,9 Prozent höher auf 96,16 Franken, in bisherigen Hoch waren es gar 96,60 (+1,3 Prozent). Der Gesamtmarkt SMI ist derweil kaum verändert. Seit Jahresbeginn hat die Swiss-Re-Aktie 6,7 Prozent zugelegt.

Analysten zielen in ihren ersten Kommentaren vor allem auf den deutlich höheren Gewinn ab. Dieser fiel um 60 Prozent über dem AWP-Konsens aus und hat mit 953 Millionen Dollar sogar die höchsten Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten maximal mit 853 Millionen Dollar gerechnet. Die Prognosen hatten aber eine grosse Spannbreite. Die Swiss Re habe beeindruckende Zahlen abgeliefert, kommentiert Jefferies.

Das starke Abschneiden sei vor allem dem Sach-Rückversicherungsgeschäft (P&C) zu verdanken gewesen, heisst es einhellig in den Kommentaren. Dieses habe den Schaden-Kosten-Satz (die sogenannte "Combined Ratio") auf 100,5 Prozent drücken können, nachdem dieser im Startquartal noch bei 110,3 Prozent gelegen habe, kommentiert Barclays.

Fokus auf weiterer Strategie für Corporate Solutions

Bei Jefferies schreibt Analyst Philip Kett, dass er davon ausgehe, dass der Fokus der Investoren und Analysten aber vor allem auf der weiteren Strategie für Firmen-Erstversicherungsgeschäft Corporate Solutions (Corso) liegen werde. Hier versprach Finanzchef John Dacey weitere Details in den anstehenden Medien- und Analystenkonferenzen im Laufe des Tages.

Für die RBC dürfte diese Sparte früher als erwartet zur Profitabilität zurückkehren, wie Analyst Kamran Hossain schreibt. So habe die Swiss Re eine Reihe von Schritten unternommen, um die Einheit zu stärken. Derweil habe es aber keine Neuigkeiten zum aufgeschobenen Börsengang der Sparte ReAssure gegeben.

Auch die Erneuerungsrunden seien stark ausgefallen, befinden Analysten. Die beiden Lebenversicherungssparten hätten dagegen die Erwartungen verfehlt, hiess es unisono.

Die Bank Vontobel empfiehlt zum Kauf der Swiss-Re-Aktie mit einem Kursziel bei 117 Franken - das ist 22 Prozent über dem aktuellen Kurs. Etwas verhaltener zeigen sich die Zürcher Kantonalbank (ZKB) und Jefferies, mit der Einstufung "Marktgewichten" respektive "Hold". Letztere hat das Kursziel der Swiss-Re-Aktie für die nächsten 12 Monate auf 93 Franken gesetzt.

(cash/AWP)

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Swiss Re: ReAssure übernimmt

Swiss Re: ReAssure übernimmt geschlossene UK-Versicherungsbestände von Quilter

Die britische Swiss Re-Tochter ReAssure übernimmt die geschlossen Versicherungsbestände von Quilter. Der Kauf umfasst 0,2 Millionen Versicherungspolicen und Aktiven im Wert von 12 Milliarden britischen Pfund. Der Kaufpreis beträgt 425 Millionen Pfund, wie der Versicherungskonzern am Montag mitteilte.

05.08.2019 08:21

ReAssure übernehme damit die "Old Mutual Wealth Life Assurance Limited" und deren Tochtergesellschaft "Old Mutual Wealth Pensions Trustees Limited" mit ungefähr 300 Mitarbeitenden, wie es weiter hiess. Mit der Akquisition steigt die Zahl der verwalteten Policen von ReAssure auf 4,5 Millionen und das verwaltete Vermögen auf 81 Milliarden Pfund

ReAssure finanziere den Kauf mit internen Mitteln, hiess es weiter. Die Transaktion soll vorbehaltlich der regulatorischen Bewilligungen bis Ende 2019 abgeschlossen werden. Es werden "erhebliche Synergien" und höheres zukünftiges Potenzial erwartet, liquide Mittel zu generieren.

Swiss Re hatte Mitte Juli den geplanten Börsengang von ReAssure auf Eis gelegt. Als Gründe wurden die ungünstigen Marktbedingungen und die gestiegene Zurückhaltung grosser institutioneller Investoren genannt. Das Unternehmen ist auf die Verwaltung geschlossener Lebensversicherungs-Portfolios in Grossbritannien spezialisiert.

yr/jr

(AWP)

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Swiss Re: Es ist noch zu früh

Swiss Re: Es ist noch zu früh für Schadenschätzungen für Hurrikan "Dorian"

(2. Zusammenfassung; ergänzt um Aussagen von Munich Re) - Nach den Verwüstungen auf den Bahamas durch Hurrikan "Dorian" ist es laut dem Rückversicherer Swiss Re noch zu früh, Schadenschätzungen für den Wirbelsturm abzugeben, der derzeit in Ostkanada wütet. Dennoch erwartet die Swiss Re keine Preissteigerungen auf breiter Front.

08.09.2019 18:29

Zwar dürften die Rückversicherer bei den Vertragserneuerungen von ihren Kunden höhere Preise verlangen können in Geschäftsfeldern, die von höhen Schäden betroffen seien und zu wenig profitabel seien, erklärte die Swiss Re am Sonntag am Branchentreffen in Monte Carlo. In anderen Geschäftsfeldern dürften die Preise weitgehend stabil bleiben angesichts des reichlich vorhandenen Kapitals.

Es seien weitere Preiserhöhungen nötig, um langfristig einen nachhaltigen Rückversicherungsmarkt sicherzustellen. Die jetzige Hurrikane-Saison zeige die Bedeutung von Preisen, welche die Risiken adäquat reflektieren würden, teilte der zweitgrösste Rückversicherer der Welt weiter mit.

Analyst Johannes Bender von der Rating-Agentur Standard & Poor's geht davon aus, dass die Rückversicherer ihre Prämien zum Jahreswechsel im Schnitt um etwa fünf Prozent anheben können. Fitch-Experte Graham Coutts rechnet mit einem Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Seit diesem Wochenende sprechen Rückversicherer wie die Swiss Re, Branchenprimus Munich Re und Hannover Rück in Monte Carlo mit ihren Kunden sowie Maklern wie Aon und Guy Carpenter über die Preise und Bedingungen für die Vertragserneuerung zum bevorstehenden Jahreswechsel.

Die Branche sitzt trotz hoher Naturkatastrophenschäden in den Jahren 2017 und 2018 auf einem komfortablen Kapitalpolster. Dadurch gibt es ein hohes Angebot an Rückversicherungsschutz, die Nachfrage hält dabei nicht mit. Bis zum Naturkatastrophenjahr 2017, dem teuersten Jahr für die Branche, waren die Preise für Rückversicherungsschutz sogar lange gesunken. Preiserhöhungen auf breiter Front gab es aber auch seither nicht.

Schätzungen für Schäden auf Bahamas

Zum Hurrikan "Dorian", sagte Swiss Re-Underwriting-Chef Edouard Schmid am Sonntag vor den Medien, es gebe zwar ein paar Modellrechnungen für die Schäden auf den Bahamas, aber nicht für die Gesamtschäden. Das dauere noch eine oder einige Wochen. Alles andere wären Spekulationen. Da die Versicherungsdeckungen auf den Bahamas recht verbreitet seien, werde die Versicherungsbranche ihren Beitrag beim Wiederaufbau leisten, sagte Schmid.

Konkurrentin Munich Re geht nach grober Schätzung von einem mittleren einstelligen Milliarden-Dollar-Betrag für die Schäden in der Karibik und Nordamerika aus, wie Konzernleitungsmitglied Torsten Jeworrek seinerseits am Sonntag sagte: "Es ist ein sehr schlimmer Schaden, aber es hat immerhin nicht die am stärksten besiedelte Region der Bahamas getroffen." Der Sturm wütete tagelang über der Inselgruppe und richtete enorme Schäden an. Mindestens 43 Menschen starben.

Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister AIR Worldwide schätzt die versicherten Schäden in der Karibik auf 1,5 bis 3 Milliarden US-Dollar. Die Ratingagentur Fitch geht davon aus, dass die Versicherungsbranche auch für die gesamten Schäden durch "Dorian" nicht mehr als 10 Milliarden Dollar bezahlen muss.

Die Schäden in den USA würden voraussichtlich stärker von Erstversicherern getragen, sagte Fitch-Analyst Brian Schneider am Sonntag. Rückversicherer müssten auf den Bahamas einen grösseren Anteil tragen. Am Freitag war "Dorian" dann über einen küstennahen Teil des US-Bundesstaats North Carolina hinweggezogen und hatte dort Überschwemmungen, Schäden und Stromausfälle verursacht. Am (heutigen) Sonntag traf "Dorian" als so genannter posttropischer Zyklon an der kanadischen Ostküste nahe Halifax mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Kilometern pro Stunde auf Land.

Nervosität wegen "Dorian"

"Dorian" habe die Branche in den letzten zehn Tagen recht nervös gemacht, sagte Schmid. Die Lage erinnere ihn dan den Hurrikan "Irma", der vor zwei Jahren auf Miami zugesteuert habe. Hurrikan "Irma" hatte 2017 an der US-Ostküste und in der Karibik versicherte Schäden von rund 33 Milliarden Dollar verursacht.

Es gebe zwar die Wahrnehmung, dass der Klimawandel die Frequenz und Stärke der grossen Hurrikane antreibe, sagte Schmid: "Aber um ehrlich zu sein, ist es etwas zu früh, um diesen Schluss zu ziehen."

Denn der Klimawandel sei zwar ein Faktor. Aber es gebe Faktoren wie die Exposition von Menschen und Gütern in gefährdeten Gebieten oder die Klagebereitschaft vor Gericht, welche die Risiken für Naturkatastrophenversicherungen viel stärker hochtreiben würden.

"Jebi"-Schäden zunächst unterschätzt

Schmid erinnerte an den Taifun "Jebi", der vor einem Jahr in Japan Zerstörungen hinterliess. Hier seien die usprünglichen Schadenschätzungen viel zu tief gewesen. Erst in der Analyse habe man Faktoren gesehen, welche die Schäden hochgetrieben hätten. Ein solcher Faktor sei beispielsweise der Arbeitskräftemangel in der Baubranche.

Denn die Baubranche sei gleichzeitig mit dem Wiederaufbau nach einem Erdbeben, das vor dem Hurrikan stattgefunden hatte, und dem Bau für die Olympischen Spiele in Tokio beschäftigt gewesen. Zudem habe auch in Japan die Bereitschaft zugenommen, gegen die Versicherer zu klagen, um ein Maximum aus den Verträgen herauszuholen, sagte Schmid. Solche Faktoren müsse man bei der Versicherung von Naturkatastrophenschäden künftig berücksichtigen.

Unterdessen rüsten sich Munich Re und Swiss Re für die Chancen der Digitalisierung - als Geschäftsfeld und als Mittel zum Zweck. So bauen Rückversicherer ihr Geschäft mit der Cyber-Versicherung etwa gegen Pannen und Datenlecks in Computersystemen aus. Für viele Firmen wachse die Gefahr, dass sie wegen Cyberschäden hohe Strafen zahlen müssten, sagte Jeworrek. Deshalb gebe es dort einen wachsenden Bedarf, sich dagegen zu versichern. Der Markt für Cyberversicherungen wächst laut Munich Re jährlich um 20 bis 30 Prozent. 2018 habe er weltweit 5,3 Milliarden erreicht.

jb/

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Swiss Re muss kräftig zahlen

Die Schäden der Sturmsaison sprengen das Quartalsbudget des Rückversicherers. Was das für die Dividende bedeutet.

Die Tropenstürme «Dorian» in der Karibik und «Faxai» über Japan haben der Bevölkerung grosses Leid und den Versicherungen im dritten Quartal bis zu 15 Mrd. $ Schadenzahlungen verursacht. Die Analysten der Deutschen Bank kalkulieren, dass der Schweizer Rückversicherer Swiss Re davon etwa 0,6 Mrd. $ und die ähnlich grosse Münchener Rück 0,5 Mrd. $ schultern müssen.

Der überwiegende Teil der versicherten Schäden schwerer Naturereignisse und Unfälle geht zu Lasten von Erstversicherern wie Allianz oder Zurich Insurance. Die Rückversicherer decken die Spitzen. Swiss Re legt die Karten mit der Präsentation des Drittquartalsabschlusses am 31. Oktober auf den Tisch.

 

https://www.fuw.ch/article/swiss-re-muss-kraeftig-zahlen/

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Wird Swiss Re die

Wird Swiss Re die Zahlenqualität zum Verhängnis?

Swiss Re kann die Analystenschätzungen nach neun Monaten knapp erfüllen. Die Zahlenqualität wirft jedoch Fragen auf. Folglich fällt die Aktie vorbörslich etwas zurück.

Aktualisiert um 08:38

Von Lorenz Burkhalter

Unwetterschäden haben Swiss Re auch im dritten Quartal wortwörtlich das Ergebnis verhagelt. Mit 1,34 Milliarden Dollar bleibt der Reingewinn für die ersten neun Monate dieses Jahres zumindest leicht hinter den durchschnittlichen Analystenerwartungen von 1,36 Milliarden Dollar zurück.

Schuld sind hohe Verluste im Zusammenhang mit dem Wirbelsturm "Dorian" und dem Taifun "Faxai". Da diese Verluste mit fast 800 Millionen Dollar das Schadensbudget übersteigen, schlagen sie sich ins laufende Ergebnis nieder. Viele Analysten hatten die beiden Unwetter zwar auf dem Radar, die finanziellen Folgen rückblickend aber unterschätzt.

Dementsprechend verzichtet Swiss Re eigenen Angaben zufolge darauf, die zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms umzusetzen. Für viele Analysten kommt dieser Schritt nicht überraschend.

Ergebnis von eher mässiger Qualität

Dennoch verliert die Swiss-Re-Aktie im vorbörslichen Handel von Julius Bär 0,8 Prozent auf einen Mittelkurs von 103,30 Franken. Damit rückt ein Vorstoss über das bisherige Mehrjahreshoch von Anfang Oktober bei gut 105 Franken wieder in Ferne.

Einige Analysten stossen sich denn auch an der eher mässigen Zahlenqualität. Auf die einzelnen Geschäftszweige heruntergebrochen weiss nur gerade Life Capital die Erwartungen zu erfüllen. In den übrigen drei Geschäftszweigen bleibt die Gewinnentwicklung dahinter zurück. Das gilt insbesondere für das "Sorgenkind" Corporate Solutions.

Wie die Bank Vontobel schreibt, bewegt sich die Gewinnentwicklung nach neun Monaten weitestgehend im Rahmen der Erwartungen. Es sei auch im dritten Quartal weder zu positiven, noch zu negativen Überraschungen gekommen, so schreibt die Zürcher Bank weiter. Sie empfiehlt die Aktie denn auch weiterhin mit einem Kursziel von 121 Franken zum Kauf.

Etwas vorsichtiger äussert sich die UBS. Sie legt sowohl die Einstellung des Aktienrückkaufprogramms als auch die erhöhten Combined Ratios im dritten Quartal negativ aus. Im Gegenzug zieht die Grossbank ermutigende Rückschlüsse von den Kosten für den Taifun "Faxai" auf die im Schlussquartal anstehenden Kosten für den Taifun "Hagibis". Anders als die Bank Vontobel stuft die UBS die Swiss-Re-Aktie mit "Sell" und einem 12-Monats-Kursziel von 88,50 Franken ein.

Dividende scheint in trockenen Tüchern

Ein Lichtblick – so ist man sich in Expertenkreisen einig – ist aber die starke Zunahme beim Eigenkapital. Auch die SST-Quote fällt etwas weniger stark als einige Analysten erwartet hatten.

Zumindest die Dividende scheint deshalb wohl in trockenen Tüchern. Während die Commerzbank für 2019 von einer Ausschüttung von 5,70 Dollar je Aktie ausgeht, rechnet die britische Barclays sogar mit 5,85 Dollar pro Titel. Zu aktuellen Wechselkursen entspräche letzteres einer Rendite von 5,6 Prozent.

Beobachtern zufolge dürfte sich das Rückschlagspotenzial der Swiss-Re-Aktie alleine schon dieser attraktiv hohen Rendite wegen in einem überschaubaren Rahmen bewegen.

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marabu
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Wohin geht der Kurs?

Ich habe in den letzten Tagen mein Depot etwas  umgeschichtet, nachdem es einige Wochen wenige Veränderungen erfuhr. Manchmal bringt das Glück, manchmal verkauft man zu früh und verpasst weitere Kursavancen. Bei mir war das zB bei Zürich, der ich über Fr. 300.-- keine weiteren Steigerungen zutraute.

Nichtsdestotrotz sagte mir mein Bauchgefühl, dass Swiss Re nach Bekanntgabe der Quartalszahlen und deren verhaltenem Echo bei den Investoren eine gute Wahl sein könnte. So habe ich kräftig aufgeladen bis auf knapp 11%

Ist noch jemand drin? Sieht ja nicht schlecht aus, nach dem bekanntgegebenen Flirt mit einem chinesischen Versicherer.

Elias
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marabu hat am 06.11.2019 20

marabu hat am 06.11.2019 20:20 geschrieben:

Ich habe in den letzten Tagen mein Depot etwas  umgeschichtet, nachdem es einige Wochen wenige Veränderungen erfuhr. Manchmal bringt das Glück, manchmal verkauft man zu früh und verpasst weitere Kursavancen. Bei mir war das zB bei Zürich, der ich über Fr. 300.-- keine weiteren Steigerungen zutraute.

Nichtsdestotrotz sagte mir mein Bauchgefühl, dass Swiss Re nach Bekanntgabe der Quartalszahlen und deren verhaltenem Echo bei den Investoren eine gute Wahl sein könnte. So habe ich kräftig aufgeladen bis auf knapp 11%

Ist noch jemand drin? Sieht ja nicht schlecht aus, nach dem bekanntgegebenen Flirt mit einem chinesischen Versicherer.

 

Sie ist auf einem Mehrjahreshoch angelangt
So hoch war sie seit 2008 nicht mehr.
2007 war sie auf 116
2009 21.60

Rein charttechnisch sieht es so aus, wie wenn sie weiter steigt.

Die Hurrikan Saison dauert noch bis Ende November.

 

Tradingidee:

?? = Anzahl Kontrakte = Anzahl Aktien im Depot geteilt durch 100

Auftrag an die Bank
sell open ?? Kontrakte short Call auf Swiss Re
Strike 110
Verfall September 2020
Limite 3.50
tagesgültig

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

marabu
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Danke für Tipp!

Ich denke, du machst das richtig dank deiner langjährigen Erfahrung. Ich verstehe davon zu wenig und arbeite mehr oder weniger erfolgreich in dem Bereich, den ich zu verstehen glaube. 

Und Flops sind trotzdem drin. Wichtig ist aber immer, was unter dem Strich übrig bleibt. 

Wünsche viel Erfolg!

serious
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marabu hat am 06.11.2019 20

marabu hat am 06.11.2019 20:20 geschrieben:

Ich habe in den letzten Tagen mein Depot etwas  umgeschichtet, nachdem es einige Wochen wenige Veränderungen erfuhr. Manchmal bringt das Glück, manchmal verkauft man zu früh und verpasst weitere Kursavancen. Bei mir war das zB bei Zürich, der ich über Fr. 300.-- keine weiteren Steigerungen zutraute.

Nichtsdestotrotz sagte mir mein Bauchgefühl, dass Swiss Re nach Bekanntgabe der Quartalszahlen und deren verhaltenem Echo bei den Investoren eine gute Wahl sein könnte. So habe ich kräftig aufgeladen bis auf knapp 11%

Ist noch jemand drin? Sieht ja nicht schlecht aus, nach dem bekanntgegebenen Flirt mit einem chinesischen Versicherer.

Nicht dass ich Dich jetzt speziell verfolge, aber Deine Anlagephilosophie deckt sich num einmal mit der meinigen. Ganz wesentlicher Unterschied zu Dir, ich trade fast nie, das heisst ich bleibe auf den Engagements sitzen. Und deshalb mein Beispiel: Meine bestens performte Anlageklasse ist seit vielen Jahren die Chemie mit Food und zweitbeste die Versicherungsbranche mit Verdoppelung des Investitionswertes. Meine schlechteste waren die Banken. Schon im Jahr 2016 hat Ernst & Young in einer Studie festgehalten, die Versicherungsbranche werde jene sein, die in Zukunft am meisten leidet. Gewisse Zungen haben auch gesagt, dass sich die Branche wegen Übernahme von Eigenrisiken durch Grosskonglomerate oder Cat Bonds (Katrastrophenbonds) usw. zurückbilden wird und ein zukünftiges Risiko darstellt. Bisher ist das Gegenteil eingetreten und Grossschäden wie Hurricans oder Cook-Pleite beflügeln die Branche sogar. In wenigen Zahlen SwissRe: In meinem stetig angewachsenen Depot verzeichne ich einige mit einem EP von CHF 16.35 (J 2009) und nach der Finanzkrise mit einem Durchschnitts-EP von rund 58.00. Ähnliches liesse sich von Zürich N und Swiss Life berichten. Als Nicht-Daytrader sondern alter extrem konservativer Anleger habe ich das ROI bei einigen Titeln sogar erreicht und die Dividendenflut u. -rendite in den letzten Jahren liegt bei rund 10 % und teilweise mehr. Dabei darf man nicht vergessen, dass vor allem Versicherungen hohe Ausschüttungen von Kapitaleinlagereserven (steuerfrei) getätigt haben. Vor zwei drei Jahren wollte ich umschichten und bin heute sehr froh, es nicht getan zu haben. Warum diese Hinweise: Es mag sein, dass Daytrader wesentlich mehr Erfolg haben, aber ganz sicher nicht nur. Deshalb mein einfacher Tipp, bleib bei Deinen SwissRe und ZURN und verschmähe auch nicht andere Versicherungsaktien. Ich teile die Prognosen von Ernst & Young überhaupt nicht, denn das würde ja heissen, die CH-Versicherer werden allfällige Marktverwerfungen verschlafen oder nicht mit den neuen Technologien mitgehen - solche dummen Schweizer Versicherer gibt es garantiert nicht! Schau Dir nur einmal deren Bilanzen an.

Es hört doch jeder nur, was er versteht! (Goethe)

marabu
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Interessante Gedanken, Serious!

An der Börse gibt es viele "Wahrheiten". Vergleichen kann man sie am besten - wenn man die Summe aller Börsen weltweit und die vielen professionellen und privaten  Anleger meint - mit einem einem riesigen Aquarium voller Leben. Dort gibt es kleinste und grösste Fische aller Art, Korallen, Oktopusse,  Seeschlangen und Seesterne. Die Jagd nach Beute findet Tag und Nacht statt. Jedes Lebewesen hat seine eigene Taktik, um ans Futter zu gelangen. Viele Tiere bewohnen Nischen, aus denen sie zupacken oder in denen sie Tarnung finden.

Ich bin zu lange an der Börse aktiv, um zu behaupten, die richtige Taktik zu kennen. Jeder, der einmal begonnen hat, musste Lehrgeld bezahlen. Am schnellsten wird man in der Regel zur Kasse gebeten, wenn man zu gierig, zu ungeduldig, zu starrsinnig oder auch zu selbstsicher agiert. Natürlich gibt es Grundregeln, die ein jeder für sich zu eigen machen sollte. Seit Jahren lese ich in diesem Forum. Viele Neuanleger kamen und gingen in dieser Zeit. Etliche Hypes standen hier im Mittelpunkt und landeten schlussendlich wieder in der Versenkung.

Mit vielen "Wahrheiten" meine ich Strategien, welche sich für eine einzelne Person als mehr oder weniger erfolgreich erwiesen haben. Ich sage bewusst "mehr oder weniger", denn zu den Geschäften gehören auch kleinere oder grössere Niederlagen, die man zwangsläufig erleiden muss. Mir ist keine ehrliche Person bekannt, die nur Erfolge erzielte. Warren Buffet vielleicht? Ich weiss es nicht. Ich gehöre jedenfalls bestimmt nicht dazu.

Du schätzt mich falsch ein, wenn du in mir einen Daytrader zu erkennen glaubst. Einzelne Titel kann ich jahrelang im Portefeuille haben, andere aber wiederum nur Tage. Elementar wichtig scheint mir, sich nie in eine Aktie zu "verlieben". Auch habe ich schon Fehlinvestitionen als solche akzeptiert und mit stattlichem Verlust abgestossen. Anders wiederum halte ich es mit Branchen oder Regionen (Länder oder Ländergruppen). 2017 habe ich den für meine Verhältnisse  nicht geringen Bestand an UBS abgestossen und dann nie mehr eine Bankaktie gekauft. Für mich ist deren Zukunft fraglich. Dann stieg ich in Zürich ein, denn CEO Mario Greco ging guter Ruf voraus. Tatsächlich führte er die Aktie in neue Höhen. Natürlich hatte ich stets andere Titel wie Nestle, Novartis, Roche und natürlich Internationale Bluechips im Portefeuille. Manchmal gelangen mir eine  erfolgreiche Umschichtung oder Umgewichtung (d.h. einen Titel zugunsten eines anderen reduzieren oder auflösen). Von Roche zu Novartis und wieder zurück. Pharma erachte ich jetzt als stattlich bewertet und habe  davon zur Zeit  nur noch Roche in reduzierter Höhe.

In den letzten Jahren hielt ich nur noch grosskapitalisierte Werte, weil mir die grossen Schwankungen von Small und Midcaps nicht mehr behagen. Natürlich gibt es zahlreiche Perlen darunter, aber das ist nicht mehr mein Ding.

Vergessen wir aber eines nicht: Wir stehen vor einem Abgrund, denn vom jahrelangen Fiat Money der Nationalbanken (Hat nicht schon die FED unter Greenspan damit angefangen oder geschah es noch früher?) gibt es kaum noch einen Ausweg. Tausende Firmen weltweit können als Zombies nur dank Billigzinsen über die Runden kommen. Was dann? Kommt es zum grossen Knall, wie viele glauben? Mit Crash auf allen Anlageklassen, also auch im Immobilienbereich. Die politischen Folgen wären katastrophal, kaum auszudenken.

Diese Politik, gut gemeint einst als Stimulierung der Wirtschaft, erweist sich mehr und mehr als der grosse Sündenfall. Er macht die Reichsten noch reicher und die grosse Masse ärmer. Es ist ein Desaster.

Unbedingt lesenswert ist der Artikel von Ray Dalio, Er ist Gründer des weltgrössten Hedge Funds Bridwater. Selbst als Milliardär findet er deutliche und klare Worte zur jetzigen Situation. Zitat: “Because the 'trickle-down' process of having money at the top trickle down to workers and others by improving their earnings and creditworthiness is not working, the system of making capitalism work well for most people is broken,” Dalio said."

https://www.linkedin.com/pulse/world-has-gone-mad-system-broken-ray-dalio/

 Trotzdem viel Erfolg wünscht 

Marabu

P.S. Man vergesse nie, von seinem Erfolg auch etwas abzugeben...

 

 

Elias
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marabu hat am 07.11.2019 22

marabu hat am 07.11.2019 22:12 geschrieben:

Vergessen wir aber eines nicht: Wir stehen vor einem Abgrund, denn vom jahrelangen Fiat Money der Nationalbanken (Hat nicht schon die FED unter Greenspan damit angefangen oder geschah es noch früher?) gibt es kaum noch einen Ausweg. Tausende Firmen weltweit können als Zombies nur dank Billigzinsen über die Runden kommen. Was dann? Kommt es zum grossen Knall, wie viele glauben? Mit Crash auf allen Anlageklassen, also auch im Immobilienbereich. Die politischen Folgen wären katastrophal, kaum auszudenken.

P.S. Man vergesse nie, von seinem Erfolg auch etwas abzugeben...

 

Das Problem sind auch die Zinsen. Die Banken bekommen immer mehr, als sie gegeben haben. Auch so entsteht Fiat Money.

Viele Firmen schwimmen im Geld und müssen keine Zinsen bedienen. Haben also einen Vorteil.

 

Ich untertütze die Heilsarmee und die Fragile Suisse. Beides Organisationen ohne Wasserkopf.

Und ich unterstütze Opfer von Narzissten. Moralisch, Tat & Rat und auch finanziell. Es ist erstaunlich, wie schnell es Betroffenen besser geht, wenn sie wenigstens finanziell nicht mehr mit dem Rücken zur Wand stehen. Die Täter wissen nicht, wie ihnen geschieht, weil die Opfer sich zu wehren beginnen.

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