pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

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Pensionskassen: Über 2,7 Milliarden Franken warten auf Besitzer

15.01.2015 10:06



Bern (awp/sda) - Auf fast 600'000 Konten liegen ehemalige Pensionskassengelder, von denen die Besitzer nichts wissen. Über 2,7 Mrd CHF "vergessene" Freizügigkeitsleistungen verwaltete die Auffangeinrichtung im letzten Jahr - so viel wie noch nie.

Meist gehen die Gelder bei einem Stellenwechsel oder Arbeitsunterbruch vergessen, sagt Max Meili, Geschäftsleiter der Stiftung Auffangeinrichtung BVG, gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Dann liegt es nämlich am Arbeitnehmer zu entscheiden, ob die angesammelten Gelder von der Pensionskasse des alten Arbeitgebers in jene des neuen oder an eine andere Einrichtung transferiert werden sollen. Tut er dies nicht, landet das Geld spätestens zwei Jahre nach dem Austritt bei der Auffangeinrichtung.

Diese nimmt, wenn möglich, Kontakt mit dem Kontoinhaber auf. Hat dieser aber neben der Stelle auch noch die Adresse gewechselt, wird es schwierig. Die Auffangeinrichtung verwaltet das Geld, bis eine entsprechende Anfrage eingeht.

VON 10 RAPPEN BIS 4500 FRANKEN

Dank einer besseren, systematischen Datenerfassung können immer mehr Konteninhaber ausfindig gemacht werden, sagt Meili. Mittlerweile kann bei 34% der insgesamt gut 900'000 Konten bei der Auffangeinrichtung der Besitzer kontaktiert werden, 62% des verwalteten Kapitals gelten als "zustellbar".

Trotzdem nimmt, in absoluten Zahlen, auch die Menge der unzustellbaren Konten zu. 599'212 waren es im letzten Jahr, fünf Jahre zuvor erst 426'303. Mittlerweile werden über 2,7 Mrd CHF "unzustellbares Kapital" verwaltet, gut eine Milliarde mehr als noch 2009.

In der Regel sind es eher kleine Pensionskassenguthaben, die vergessen gehen und bei der Auffangeinrichtung landen. Auf einigen Konten liegen gerade einmal 10 Rappen, im Schnitt sind es 4500 Franken.

GELD BEI DER AUSREISE VERGESSEN

Ein wichtiger Grund für die Zunahme der Anzahl vergessener Konten sei die Globalisierung, sagt Meili. Erstens verbringen immer mehr Schweizer eine gewisse Zeit im Ausland, sei es für die Arbeit oder für eine Auszeit. Diese Leute vergessen dann, dass sie die angesammelten Pensionskassengelder in der Schweiz von der Kasse des alten Arbeitgebers an eine neue Vorsorgeeinrichtung überführen müssten.

Zweitens arbeiten aber auch immer mehr Ausländer in der Schweiz. Viele kennen das System der zweiten Säule nicht und lassen bei der Rückkehr in die Heimat das Geld in der Schweiz zurück. Eine weitere Erklärung sei, sagt Meili, dass die Leute heute häufiger umziehen als früher und so schwieriger auffindbar sind.

33'000 ANFRAGEN LETZTES JAHR

Wer vermutet, er habe "vergessene Pensionskassengelder", kann über die Zentralstelle 2. Säule eine Anfrage starten. Allein im letzten Jahr sind dort rund 33'000 Anfragen eingegangen - deutlich mehr als noch vor einigen Jahren, wie die Zentralstelle auf Anfrage mitteilt. Gründe für die Zunahme seien Medienberichte zum Thema, aber auch Behörden, die etwa bei Ergänzungsleistung- oder Sozialhilfebezügern genauer nachfragten.

Eine Anfrage lohnt sich häufig. In 42% der Fälle werden ein oder mehrere Konten entdeckt. Letztes Jahr konnte die Auffangeinrichtung eine Rekordsumme von 940 Mio CHF ausbezahlen beziehungsweise an eine neue Pensionskasse überweisen. Darin eingerechnet sind allerdings auch Gelder von Personen, die über ihr Konto informiert waren, dieses aber aus irgendeinem Grund noch nicht transferiert hatten.

ANSPRUCH VERFÄLLT AM 100. GEBURTSTAG

Doch selbst wer von sich aus nicht aktiv wird, hat mit Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters gute Chancen, entdeckt zu werden. Bei weiterhin bestehenden Guthaben vergleicht die Zentralstelle dann die Kontodaten mit den Daten der AHV-Ausgleichskassen. Selbst Angaben aus dem nahen Ausland werden teilweise einbezogen. "Da die meisten auf irgend eine Weise Altersleistungen beziehen, werden auf diesem Weg viele Leute gefunden", sagt Meili.

Erste wenn eine Person bis zu ihrem 100. Geburtstag nicht ausfindig gemacht werden kann, verfällt ihr Anspruch. Dann fliessen die Gelder in einen allgemeinen Topf des Sicherheitsfonds der Zentralstelle, der am Ende allen Versicherten zu Gute kommt.

tp

(AWP)

 

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Fine-Tuner
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Der 36'000 Milliarden US-Dollar Schildbürgerstreich

Empfehlenswerter Artikel in der Kolumne von Werner Vontobel unter cash.ch (Jetzt jammern sie wieder) mit provokativen Aussagen u.a.

"Gemäss der Global Pension Assets Study 2015 von Towers Watson liegen allein in den Vorsorgesystemen der 16 wichtigsten Länder Ersparnisse im Marktwert von 36'000 Milliarden US-Dollar. Volkswirtschaftlich gesehen sind diese 36'000 Milliarden ein Schildbürgerstreich."

oder

"Erstens sind nicht die Zentralbanken an den tiefen Zinsen schuld, sondern die Sparer. Typischerweise sind das die reichsten 10 Prozent der Haushalte, die gut einen Drittel der Markteinkommen kassieren, aber "nur" etwa die Hälfe davon konsumieren."

 

Ich mag es, wenn jemand die Ursachen eines Übels benennt und nicht nur die Symptomen beschreibt.

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Elias
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Und täglich grüsst das Murmeltier

Typischerweise sind das die reichsten 10 Prozent der Haushalte, die gut einen Drittel der Markteinkommen kassieren, aber "nur" etwa die Hälfe davon konsumieren. Mit diesem "Verzicht" drücken sie den Konsum ingesamt, bremsen so die Investitonen (wo nicht konsumiert wird, wird auch nicht investiert) und verursachen so enorme Sparüberschüsse.

Simplifizierung nennt sich das.

Shared-Economy ist bei einigen noch nicht in den Köpfen angekommen

Wie schon mehrfach festgestellt wurde: Es gibt keine ewiges Wachstum und die Märkte in den Industrieländern sind gesättigt. Das Bevölkerungswachstum kommt zum Stillstand und wird langfristig schrumpfen. Es ist dann unerheblich, wieviel Geld herum liegt.

Auf der anderen Seite erwartet man von den alten Menschen, dass sie selber für die Folgen der Überalterung aufkommen. Womit, wenn nicht mit der Vorsorge?

 

Gespartes Geld wurde im Mittelalter genau so verflucht wie der Zins (Wucher). Eben weil nicht konsumiert wurde. Wir können das Ganze auch Scharia-Konform machen, wenn einem das mehr behagt. Aber dann jammern die gleichen Ketzerer wieder über Islamisierung des Abendlandes.

 

Noch bis vor wenigen Jahren wurde Gold gepriesen, weil die Inflation vor der Türe steht. Dabei hätte ein Blick nach Japan genügt. Japan sei ein Sonderfall, hiess es immer wieder. Weil eine Insel. Trotzdem sollten die Waren von A nach B fliessen, bis die Preise gleich werden.

Was nicht passt, wird passend gemacht. Auch wenn es noch so realitätsfremd ist.

 

 

 

 

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Elias
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China hat meines Wissens noch keine vergleichbare Vorsorge.

Mal schauen, wie sich das in den nächsten Jahren dort auswirkt.

 

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Konsum treibt Schweizer Wirtschaft an

Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Bruttoinlandprodukt leicht zulegen. Es betrug 2014 exakt zwei Prozent.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Konsum-treibt-Schweizer-Wirtschaf...

 

Und die Pensionskassengelder sorgen dafür, dass bis ins hohe Alter konsumiert & vor allem gereist werden kann, sofern das Geld nicht fürs Pflegeheim drauf geht. Dann landet das Geld einfach nur in anderen Händen.

 

 

 

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Selector
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Diese Woche hörte ich in einer unserer Nachrichten-Wirtschaftssendungen auf SF1/TV, dass bei den 'SMI-Spitzenreitern' Nestlé, Novartis und Roche 90% der Angestellten vorzeitig pensioniert würden (abserviert). Hat noch jemand zugehört? ist dies tatsächlich so?


Es wäre interessant zu wissen.

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Selector hat am 04.03.2015 - 13:19 folgendes geschrieben:

 

Diese Woche hörte ich in einer unserer Nachrichten-Wirtschaftssendungen auf SF1/TV, dass bei den 'SMI-Spitzenreitern' Nestlé, Novartis und Roche 90% der Angestellten vorzeitig pensioniert würden (abserviert). Hat noch jemand zugehört? ist dies tatsächlich so?


Es wäre interessant zu wissen.

....ich weiss nicht genau worauf du hinaus willst, ..wahrscheinlich wird denen der Abgang derart versüsst, dass sie nicht wiederstehen können (?)...Allenfalls bist Du der Ansicht, dass dieses Geld eigentlich den Aktionären gehört und nicht den Angestellten?....

Fine-Tuner

Elias
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«Das ist eine total verkehrte Welt»

 

Finanzierungslücken in der Vorsorge

Die langfristig grössten Auswirkungen haben die Negativzinsen jedoch auf das Schweizer Vorsorgesystem, wobei gleich alle drei Säulen betroffen sind. Bereits heute beträgt zum Beispiel bei der AHV die Lücke zwischen den Leistungsversprechen und dem vorhanden Kapital über eine Billion Franken. Dem zu Grunde liegt allerdings die Annahme, dass das Kapital mit real zwei Prozent verzinst wird.

Nur schon bei einem Absinken auf 1,5 Prozent wächst laut UBS die Lücke auf 1,4 Billionen Franken. Ähnliche umfangreiche Deckungslücken ergeben sich laut der Studie auch bei den Pensionskassen.

Ganzer Beitrag http://www.20min.ch/finance/news/story/-Das-ist-eine-total-verkehrte-Wel...

 

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Pensionskassen-Reserven bleiben im ersten Quartal stabil

20.04.2015 09:13

Zürich (awp) - Die Schweizer Pensionskassen haben den im Januar erfolgten Einbruch aufgrund der Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die SNB gut verdaut. Die Wertschwankungsreserven der privatrechtlichen Pensionskassen blieben praktisch auf dem Niveau des Vorquartals, die der öffentlich-rechtlichen Kassen ging leicht zurück, wie der Fondsspezialist Swisscanto am Montag mitteilte.

Bei den im "Pensionskassen-Monitor" erfassten privatrechtlichen Pensionskassen stieg der vermögensgewichtete Deckungsgrad im ersten Quartal um 0,4 Prozentpunkte auf 116,3% an. Der Deckungsgrad der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung nahm hingegen um 0,4 Punkte auf 105,8% ab.

Die erfassten öffentlich-rechtlichen Kassen mit Staatsgarantie, bei welchen eine Teilkapitalisierung von 80% zulässig ist, weisen einen Anstieg des Deckungsgrades um 0,2 Prozentpunkte auf 78,1% aus. Per Ende März befinden sich den Hochrechnungen zufolge 21% (VQ 18%) der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung in Unterdeckung.

Die nach der Struktur des Vermögens (Asset Allocation) errechnete Performance ergibt für die erfassten Vorsorgeeinrichtungen für den Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. März 2015 eine geschätzte vermögensgewichtete Rendite von 9,3%. Die geschätzte Rendite für das erste Quartal beträgt 1% bis 1,5%.

Grundlage für die aktuellen Schätzungen im "Pensionskassen Monitor" per Ende März 2015 bilden die Ende 2014 gemachten Angaben von 370 Vorsorgeeinrichtungen. Die Schätzungen sind dabei Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2014 gewählten Anlagestrategie. Die Einrichtungen verwalten zusammen insgesamt ein Vermögen von 506 Mrd CHF.

yr/ra

(AWP)

 

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Namor
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Bedienungsladen

Sehen wir mal in die Vergangenheit und nehmen wir einmal den Trick damals von der ABB Management. Nach dem Abgang der zwei Nordländischen Spitzenmanager, die ein Scherbenhaufen hinterlassen haben wurden ihnen noch über 350'000'000.-- CHF aus der ABB-Pensionskasse ausbezahlt. Heute kann man die angenommene Abzockerabstimmung umgehen, in dem man für das Management eine eigene Pensionskasse mit höherer Verzinsung aber mit Verrechnung mit der normalen Pensionskasse konstruieren kann statt dauernd höhere Vergütungen zu bezahlen. Man sagt ja auch heute Vergütungen statt Leistungslohn oder Lohn. Meiner Meinung nach sollte ein Maximum von 8000.-- im Monat in den Pensionskassen eingeführt werden wie das Maximum in der AHV aber die Beitragspflicht beibehalten werden. Das ist ein sozialer Schritt und gleicht die ungeheueren Saläre in den sogenannten Spitzenmanagements gegen die Mehrwert schaffenden Arbeiter in den unteren Chargen aus. Meint man, dass das Management alleine für ein Betrieb einen Mehrwert erbringt, so sollten doch die produktiven Arbeitenden der Arbeit fern bleiben und das Mehrwert erbringen beobachten. Halt, mit arbeiten wurde noch nie jemand reich, oder? Handwerk hat goldenen Boden ist eine Fantasie. Wie können die Banken Milliarden Gewinne mit einem Bruchteil der Gelder von Pensionskassen erzielen und die Pensionskassen kämpfen mit Unterdeckung oder Einbrüchen. Herr Christen (Analyst von der CS) hat 2014 im Cash erwähnt, dass 14 Milliarden mehr einbezahlt als ausbezahlt wird in den Pensionskassen. Wo ist dieses Geld? Wo ist oder sind die Aufsichtorgane? Auch die AHV hat über 1'8 Milliarden im Jahre 2014 Überschuss erwirtschaftet. Umlagerungsverfahren bei der AHV? Wo sind die Milliarden der letzten Jahren, Jahrzenten? Eine Studie hat ergeben, dass die Alterung bei den Frauen zum Stillstand gekommen ist und beim Mann einen Rückgang von 4-5 Monaten erkannt wurde. Wer und woher kommt die Behauptung einer immer älter wertenden Bevölkerung? Vielleicht sollte man auch mal die ausbezahlten Gelder im Inland und Ausland überprüfen und man wird feststellen, dass wie in Griechenland schon vor 10 Jahren verstorbene Rente beziehen oder bezogen. Da wird man staunen, dass man locker 100 Jahre und mehr werden kann. Ist eine Vermutung.

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Pensionskassen-Index der Credit Suisse gibt im dritten Quartal etwas nach

12.10.2015 11:09

Zürich (awp) - Der Schweizer Pensionskassen-Index der Credit Suisse (CS) hat im dritten Quartal 2015 in einem volatilen Finanzmarktumfeld an Wert eingebüsst. Der Index verlor 1,31% respektive 1,99 Punkte und liegt per Ende September bei 149,98 Zähler, wie die CS am Montag mitteilt. Damit ist er auf das Niveau von Ende Januar (149,45 Punkte) zurückgefallen, als die Schweizer Börse stark von der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) belastet war. Seit Jahresbeginn hat der CS-Index in den ersten neun Monaten des Jahres 1,47% verloren.

Die Entwicklung des PK-Index der CS im dritten Quartal gleicht einer Achterbahnfahrt. Nach einem fulminanten Start ins Quartal mit einem Indexplus von 1,87% im Juli, büsste er im August (-2,21%) und im September (-0,93%) deutlich an Wert ein. Den grössten Anteil am Rückgang hatte wie bereits im zweiten Quartal die Anlageklasse Aktien Ausland mit -1,03%.

Zudem trugen auch die Liquidität (-0,40%) und die Aktien Schweiz (-0,34%) zur negativen Performance bei. Der Rückgang bei der Liquidität führt die CS insbesondere auf die Abwertung des Schweizer Frankens gegenüber den Hauptwährungen und den damit verbundenen Absicherungsprogrammen zurück.

Positiv entwickelten sich im Berichtsquartal etwa die Anlageklassen Obligationen Fremdwährungen mit 0,22%, die Schweizerfrankenobligationen mit 0,12% und die Immobilien mit 0,11%, während sich die Alternativen Anlagen mit -0,01% und die Hypotheken 0,02% nur leicht verändert haben.

Der Indexstand der BVG-Mindestverzinsung, die aktuell bei 1,75% p.a. liegt, stieg im Berichtsquartal um 0,64 Punkte beziehungsweise 0,43% auf den Stand von 148,09 Zähler. Somit liegt der PK-Index der CS im Berichtsquartal mit 1,75% unter der BVG-Vorgabe.

Annualisiert (seit 01.01.2000) beträgt die Rendite auf Basis des CS-Index bei 2,61%, während sich jene auf Basis der BVG-Mindestverzinsung auf 2,52% beläuft.

mk/cp

(AWP)

 

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Pensionskassen senken erstmals die Renten

Die Pensionskassen der grossen Unternehmen zahlen erstmals tiefere Renten. Die durchschnittlichen Altersleistungen sind in den letzten zwei Jahren um 3 Prozent gesunken.

Dies zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Tower Watson. In den Jahren davor blieben die Renten noch konstant. Die Studienautoren sprechen in der Mitteilung vom Dienstag von einem "Umdenken": Tiefere Leistungen aufgrund einer Senkung der Umwandlungssätze würden nun in Kauf genommen und nicht mehr zwingend mittels höherer Beiträge kompensiert.

Und die durchschnittlichen Umwandlungssätze sind in den letzten zwei Jahren deutlich gesunken. Das bedeutet, dass Versicherte mehr einzahlen müssen, um auf die gleiche Rente zu kommen wie früher.

Umwandlungssatz sinkt

2015 liegt der durchschnittliche Umwandlungssatz bei den Pensionskassen der untersuchten Unternehmen bei 6,05%. Wer also 100'000 Franken auf dem Vorsorgekonto hat, bekommt bei einer Pensionierung im Alter von 65 durchschnittlich 6050 Franken pro Jahr. Bei der letzten Auswertung von Tower Watson im Jahr 2013 lag der durchschnittliche Umwandlungssatz noch bei 6,32%.

Beim obligatorischen Altersguthaben dürfen die Pensionskassen den Umwandlungssatz nicht senken. Dort ist er gesetzlich bei 6,8% festgeschrieben. 2010 lehnte das Volk die von der Linken unter dem Stichwort "Rentenklau" bekämpfte Senkung ab. Die "Altersvorsorge 2020" von Bundesrat Alain Berset sieht nun neben anderen Massnahmen erneut eine Senkung des Umwandlungssatzes vor.

Dass der durchschnittliche Umwandlungssatz trotz dem geltenden gesetzlichen Mindestsatz sinkt, liegt an den freiwilligen Leistungen. Bei diesem sogenannten Überobligatorium ist der Umwandlungssatz bei vielen Unternehmen deutlich tiefer.

Tiefere Renditen, längeres Leben

Dass die Pensionskassen die Leistungen senken, liegt unter anderem an den tieferen Anlagerenditen und der steigenden Lebenserwartung. Tower Watson hat für seine Studie alle 30 im Swiss Leader Index (SLI) zusammengefassten Unternehmen befragt. Es handelt sich dabei in etwa um die 30 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz. 27 der 30 befragten Konzerne haben an der Umfrage teilgenommen.

Die Studie zeigt nicht nur, dass die Altersleistungen insgesamt sinken, sondern auch, dass sie je nach Arbeitgeber sehr unterschiedlich ausfallen. Die Autoren schreiben deshalb, dass bei der Wahl des Arbeitgebers auch die Vorsorgeleistungen beachtet werden sollten.

Sie untermauern dies anhand eines Beispiels: Die Rentenleistung eines heute 25-Jährigen würden bei der Firma mit dem besten Vorsorgeplan rund 2,2 mal höher ausfallen als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum. Bei jenem Unternehmen mit dem schlechtesten Vorsorgeplan erhalte er nur etwa 1,3 mal mehr als vorgeschrieben.

(AWP/SDA)

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Der zweiten Säule brechen die Anlageerträge weg

Das Nettoergebnis aus Kapitalanlage in der beruflichen Vorsorge ist im vergangenen Jahr gesunken.

Der Rückgang betrug im vergangenen Jahr 87,4% auf 6,5 Mrd CHF. Zudem sanken die Wertschwankungsreserven der Schweizer Pensionskassen um 13,8% auf 56,8 Mrd CHF.

Allerdings erhöhte sich laut einer Publikation des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Dienstag mit den provisorischen Zahlen zur Beruflichen Vorsorge das Gesamtvermögen um 1,2% auf rund 787 Mrd CHF.

Gleichzeitig ging aus den vorläufigen Ergebnissen des BFS für das vergangene Jahr hervor, dass die Zahl der Pensionierten um 3,9% auf rund 723'000 Personen stieg. Sie bezogen Rentenleistungen in Höhe von 21,2 Mrd CHF, was ein Plus von 2,3% darstellt. Bei der Pensionierung liessen sich 2015 rund 36'000 Personen (-1,1%) zirka 6,2 Mrd CHF (+1,5%) in der zweiten Säule als Kapitalleistungen auszahlen.

Die Zahl der aktiv Versicherten legte im vergangenen Jahr um 1,7% auf rund 4 Millionen Personen zu.

(AWP)

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Anlage bequem bis fahrlässig

In der Schweiz wird traditionell der UBS, CS etc. und Versicherungen die Pensionskassengelder übergeben und diese können sich mit diesen Geldern von ihren Strafen an andere Länder über Wasser halten. Minus-Rendite schauen dabei heraus. Schaut man die Norwegische Staatsbank (Pensionkasse) einmal an so haben diese schon wieder über 5% Rendite erwirtschaftet. Leben wir eigentlich in einer staatlich geförderten Abzockerei? Die 2 Säule ist ein muss bei den Lohnabzügen und wir können nicht mitbestimmen. Das nennt man Demokratie. Eine Verzinsung von 2.5% liegt locker drin, wenn sich nicht alle daran bedienen würden. 6,8% Umwandlungsatz gem. Politik ist ja zum Heulen, 5.25% liegt sie beim Bund. Das jetzige Argument für eine AHV plus Ja-Stimme zur Stärkung im Alter scheint ebenfalls gefährlich. Erstens: 0,4% mehr Lohnabzüge, Zweitens: muss voll versteuert werden, Drittens: durch mehr AHV senkt sich die Ergänzungsleistung von kleinen Renten die ja nicht versteuert wird und dadurch der Staat (erstens) mehr Steuern generieren kann und (zweitens) bei der EL-Gelder einspart. Also provitiert der Kleine und die Mittelschicht gar nicht sondern wird noch mehr geschröpft.

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Deckungsgrade von Schweizer Pensionskassen sinken
13.09.2016 12:30

Zürich (awp/sda) - Der langjährige Aufwärtstrend bei den Deckungsgraden von Schweizer Pensionskassen ist im vergangenen Jahr gebrochen worden. Die Werte sanken 2015 für den Gesamtmarkt um 1,7 Prozentpunkte auf 104,1%.

Damit gab es laut einer Mitteilung der Anlageberatungsfirma Complementa vom Dienstag erstmals seit 2011 eine Trendumkehr bei der wichtigen Kennzahl, denn seither gingen die Deckungsgrade von 96,2% eigentlich nur nach oben.

Allerdings sei der Rückgang im vergangenen Jahr von 1,7 Prozentpunkten nicht mit den Einbrüchen während des Platzens der Dotcom-Blase 2001 sowie der Finanzkrise 2008 zu vergleichen, sagt Jürgen Rothmund, der Leiter der Studie, die Complementa seit 22 Jahren publiziert und deren Stichprobe mittlerweile zirka 400 Pensionskassen mit einem Vorsorgevermögen von rund 530 Mrd CHF umfasst.

KEINE KRISENNIVEAUS

Damals ging es mit den Deckungsgraden von Schweizer Pensionskassen innerhalb kürzester Zeit nämlich um 26,7 Prozentpunkte beziehungsweise 17,4 Prozentpunkte nach unten. Zudem zeigt eine Simulation per August 2016, dass die Werte bereits wieder um 1,1 Prozentpunkte auf 105,2% steigen würden.

Deutlich mehr Deckungsgrad als der Rückgang 2015 dürfte allerdings gemäss den Worten von Rothmund in Zürich vor den Medien die geplante Harmonisierung beim Referenzzinssatz kosten. Ein einheitlicher technischer Zinssatz von 2,25% würde die Deckungsgrade der Schweizer Pensionskassen um 4,8% reduzieren und derzeit zu einer Unterdeckung führen.

VERSTECKTE GEFAHREN

Neben dem gesunkenen Deckungsgraden weist Complementa noch auf ein weiteres Ergebnis ihrer Untersuchung hin. In einer Sonderauswertung haben die Kapitalanlageexperten nämlich das Risikomanagement der Schweizer Pensionskassen unter die Lupe genommen. Ein solcher Fokus liegt angesichts des Niedrigzinsumfeldes und der vermehrten Investition in gefährlichere alternative Anlagevehikel nahe.

So gaben immerhin 51% der befragten Einrichtungen an, dass sie nicht über ein ausreichendes Risikomanagement verfügen. Rund 19% verzichten sogar aufgrund von Zweifeln an der Wirksamkeit auf eine systematische Gefahrenanalyse. Und nur ein Drittel der Teilnehmerkassen habe die Absicht, ihr Risikomanagement weiter aufzubauen.

Die Hauptursache dafür, dass Vorsorgeeinrichtungen das Risikomanagement quasi als "hässliches Entlein" betrachten, dürfte gemäss den Ausführungen der Autoren sein, dass man schon acht Jahre lang keine grössere Krise gesehen hat.

mk

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Pensionskassen verbessern den Deckungsgrad leicht

Die Situation der Schweizer Pensionskassen hat sich im dritten Quartal dank einer leichten Erholung der Bilanzen der Unternehmen etwas verbessert.

So erholte sich der vierteljährlich erhobene Pensionsplanindex von Willis Towers Watson per Ende September um 1,8 Prozentpunkte auf 90,2 Punkte, wie das Beratungsunternehmen am Mittwoch mitteilt. Dabei seien die Diskontierungssätze gegenüber dem zweiten Quartal unverändert geblieben, während die Anlagerenditen positiv ausgefallen seien. Der Pensionsplanindex stellt die Entwicklung des Ausfinanzierungsgrads dar, anstatt den sonst typischen Deckungsgrad.

Das anhaltend niedrige Zinsniveau setze die Schweizer Pensionskassen aber weiterhin unter Druck; sie bewegten sich im Spannungsfeld zwischen niedrigen Zinsen einerseits und hohen garantierten Leistungen, wie sie das BVG verlange, andererseits. Daher müssten die Schweizer Pensionskassen ihre Vermögensallokation und Leistungsstruktur genau überwachen, um sicherzustellen, dass sie nicht unter dem Druck zusammenbrechen, so die Mitteilung von Willis Towers Watson.

(AWP)

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Vorsorge: Bundesrat senkt Mindestzinssatz auf 1 Prozent

Der Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge sinkt 2017 von heute 1,25 auf 1 Prozent. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Empfehlung der zuständigen Kommission übernommen.

Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu welchem Satz das Vorsorgeguthaben der Versicherten mindestens verzinst werden muss. In der Eidg. Kommission für berufliche Vorsorge waren Vorschläge von 0,5 bis 1,25 Prozent diskutiert worden. Die Mitglieder einigten sich schliesslich auf 1 Prozent.

Angesichts der aktuellen Negativverzinsung von Obligationen guter Qualität sei ein Zinssatz von 1 Prozent vergleichsweise attraktiv, argumentierte sie. Entscheidend für die Festlegung des Satzes ist die Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften.

Negativzinsen bei Bundesanleihen

Die Rendite der Bundesobligationen ist gemäss Mitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) weiter gefallen und auf rekordtiefe Werte gesunken. Die Verzinsung der 7-jährigen Bundesobligationen betrug Ende September 2016 minus 0,73 Prozent. Ein Jahr zuvor lag die Verzinsung noch bei minus 0,39 Prozent.

Tiefe Zinsen im Bereich der Anleihen liessen sich weltweit beobachten. Die Performance der Aktienmärkte sei sowohl 2015 als auch in diesem Jahr unbefriedigend. Gemäss BSV konnte hingegen mit Immobilien "eine ansprechende Rendite erzielt werden". Allerdings betrage der Anteil Immobilien am Vorsorgevermögen nur 18 Prozent.

«Deutlich zu hoch»

Bei der Bekanntgabe des Vorschlags der Kommission Anfang September hatte der Schweizerische Versicherungsverband SVV die Empfehlung von 1 Prozent als "deutlich zu hoch" kritisiert. Kritik kam auch vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund: Die Versicherten müssten sich erneut auf tiefere Renten einstellen, hiess es im September.

(AWP/SDA)

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3,2 Milliarden Franken an Pensionskassengeldern warten auf Besitzer

Auf rund 650'000 Konten liegen ehemalige Pensionskassengelder, von denen die Besitzer nichts wissen.

Rund 3,2 Milliarden Franken an vergessenen Freizügigkeitsleistungen verwaltete die Auffangeinrichtung BVG 2016 - erneut ein Rekord.

Ende 2015 hatte sie etwas über 2,97 Milliarden Franken an vergessenen Pensionskassengeldern verwaltet. Das war schon ein Spitzenwert, wie Marco Bagutti, Leiter Kapitalanlagen der Stiftung Auffangeinrichtung BVG, gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte.

Der Transfer der Gelder der Pensionskasse liegt in der Verantwortung des Arbeitnehmers. Wechselt er die Stelle oder nimmt er eine Auszeit, muss er seiner Pensionskasse mitteilen, wohin diese die Gelder der 2. Säule überweisen muss. Tut er nichts, landet das Geld frühestens sechs Monate und spätestens zwei Jahre nach dem Austritt aus der Pensionskasse bei der Auffangeinrichtung. Diese eröffnet in seinem Namen ein neues Freizügigkeitskonto.

Wenn möglich, nimmt die Stiftung Kontakt mit dem Kontoinhaber auf. Hat dieser neben der Stelle auch die Adresse gewechselt oder gar die Schweiz verlassen, wird es schwierig.

Viele EU-Bürger mit vergessenen Konten

Beim Grossteil der kontaktlosen Konten handle sich um Pensionskassengelder von EU-Bürgern, die die Schweiz bereits vor ihrer Pensionierung verlassen haben, sagte Bagutti.

"Verlässt ein Arbeitnehmer die Schweiz, bleibt der obligatorische Teil des Pensionskassengeldes hier; nur der überobligatorische Teil wird an eine Vorsorgeeinrichtung des Landes überwiesen, in das der Arbeitnehmer gezogen ist."

Die Auffangeinrichtung selbst spricht nicht von vergessenen Geldern sondern von kontaktlosen. Und oft kommt es wieder zum Kontakt: Wenn die Kontenbesitzer ins Rentenalter kommen. Dass sie noch AHV in der Schweiz zugute haben, daran denken die meisten.

Melden sie sich bei der AHV, benachrichtigt diese auch die Zentralstelle 2. Säule, die Verbindungsstelle zwischen den Pensionskassen und den Versicherten. Und genau dort sind auch all jene an der richtigen Adresse, die bereits vermuten, sie könnten Pensionskassengelder vergessen haben. Sie können bei der Zentralstelle mit einem Formular eine Anfrage starten.

Findet die Zentralstelle vergessene Pensionskassengelder, werden diese an die neue Pensionskasse überwiesen. Ist der Betroffene aber gerade arbeitslos, nimmt eine Auszeit oder lebt im Ausland, bleibt das Geld auf dem Freizügigkeitskonto (FZ-Konto) der Auffangeinrichtung BVG. Das Konto gilt nun aber nicht mehr als kontaktlos, wie die Konten anderer Stellenloser oder ins Ausland gezogener auch, die eine gültige Adresse hinterlegt haben.

In die Kategorie mit Kontakt fallen weitere rund 360'000 FZ-Konten der Auffangeinrichtung. Auf diesen liegen gemäss Bagutti über 6,8 Milliarden Franken. Insgesamt verwaltet die Auffangeinrichtung damit derzeit FZ-Konti in Höhe von über 10 Milliarden Franken.

Eine Milliarde Neugeld

Der Neugeldzufluss lag in diesem Jahr bislang bei einer Milliarde Franken. Unter anderem kamen auch einige gepolsterte Neuzugänge aus der Bankenwelt zur Auffangeinrichtung."Es gibt einige entlassene Banker, die absichtlich bei uns sind. Obwohl wir keine Staatsgarantie haben, stufen die Banker unsere Stiftung offenbar als sicherer ein als eine Bank", sagte Bagutti.

Auf den kontaktlosen - vergessenen - Konten dagegen liegen eher kleinere Beträge, manchmal in Rappenhöhe. Bei 160'000 FZ-Konten sei des Guthaben kleiner als 3000 Franken.

Weil sich der Aufwand nicht lohne, gebe es für Ausländer eine so genannte Geringgfügigkeitsregel, sagte Bagutti. FZ-Konten unter 1500 Franken könnten diese vorzeitig beziehen.

Die Auffangeinrichtung verwaltet einzelne Konten manchmal jahrzehntelang. 10 Jahre nach der Pensionierung ist aber Schluss. Wer sich bis dann nicht gemeldet hat, dessen Gelder wandern in den Sicherheitsfonds der Zentralstelle.

In diesem Jahr wurde dem Fonds nur ein einstelliger Millionenbetrag überwiesen, weil die meisten Konti-Inhaber doch noch gefunden werden. Und selbst wenn das Geld im Sicherheitsfonds liegt, verfällt der Anspruch erst im Alter von 100 Jahren.

(SDA)

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Crocc
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Sanierung der Pensionskassen

Wenn die Revision am 24. September 2017 angenommen wird, können der Umwandlungsfaktor bis 6,0 % gesenkt werden. Dies ist ein erheblicher Rentenverlust für die Neupensionierten. Allerdings ist die Teuerung seit Jahren so niedrig, dass die Kaufkraft lange Zeit erhalten bleibt.
Wie könnte man die erwirtschafteten Renditen der Kassen verbessern ?
Da nicht alle das Pensionsgeld gleich erfolgreich und kostengünstig anlegen, sollte jeder Arbeiter und Angestellte seine Kasse frei auswählen können. Somit würde Konkurrenz diesen bedeutenden Anlagemarkt steuern. Damit würden die 'schwarzen Schafe' bald verschwinden.

Pascal.Zueger
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Am 24. September wird über

Am 24. September wird über die Reform der Altersvorsorge ("Altersvorsorge 2020") abgestimmt. Glaubt man der aktuellen cash-Umfrage, wird es an der Urne ein deutliches Ergebnis geben. Zum cash-Artikel: https://www.cash.ch/news/politik/rentenreform-altersvorsorge-2020-nein-l...

Elias
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Die Schweiz mit gutem Vorsorgesystem

Es gibt kaum ein Land, in dem im Rentenalter die laufenden Lebenshaltungskosten durch das obligatorische Vorsorgesystem gedeckt wären. Die Schweiz ist nahe an diesem Ziel, Japan meilenweit davon entfernt.

Wie viel müsste eine alleinstehende Frau im Alter von 50 Jahren auf die hohe Kante legen, um sich einen Ruhestand ohne Geldsorgen gönnen zu können? Die UBS hat in einer Studie den Versuch unternommen, in zwölf ausgewählten Ländern (vgl. Grafik) diese Frage zu beantworten. Wenig überraschend ist die erste Schlussfolgerung, dass es in Fortschreibung demografischer Trends überall auf der Welt Lücken in den Vorsorgesystemen und entsprechend einen wachsenden Bedarf für private Vorsorge gibt. Gleichwohl existieren schon innerhalb einer Referenzgruppe von zwölf Staaten enorme Unterschiede.

Einfacher, urbaner Lebensstil

In der UBS-Studie wird die Leistungsfähigkeit staatlicher Vorsorgesysteme gleichsam einem Stresstest unterzogen: Um zu allgemeingültigen Aussagen gelangen zu können, sind jeweils in zwölf Grossstädten der untersuchten Länder die Lebenshaltungskosten von «Average Jane» ermittelt worden. Jane ist eine 50-jährige alleinstehende Frau, führt ein einfaches Leben, verdient durchschnittlich und weiss, dass sie nicht allein auf die staatliche Rente bauen kann, wenn sie sich dereinst mit einer gewissen Gelassenheit zur Ruhe setzen möchte. Die UBS-Ökonomin Jackie Bauer erklärte an einer Pressekonferenz in Zürich, Jane könne sich ab und zu einen Opern- oder Kinobesuch leisten, auswärts essen gehen, aber eine grössere Auslandreise liege nicht drin.

Unter der Annahme nun, dass Jane ab dem 50. Altersjahr konsequent private Altersvorsorge betreibt, kann sie die sich öffnende Lücke bei staatlichen Rentenleistungen – in der Schweiz wären dies die AHV und der obligatorische BVG-Teil – schliessen. Je nach Qualität der bestehenden Rentensysteme, der Solidität der Staatsfinanzen und der demografischen Perspektiven hat die UBS einen «Unsicherheitsabschlag» errechnet; für Australien fällt er mit 2% am geringsten aus, die Schweiz liegt irgendwo im Mittelfeld (7%); Italien und Japan (je 20%) sind Länder, in denen es Jane wegen der ungelösten Probleme ganz schlecht ergehen könnte. Abgesehen von schleichenden Kürzungen der staatlichen Einheitsrente drohen höhere Einkommenssteuern und sicher steigende Mehrwertsteuern.

Jane profitiert in der Schweiz letztlich von der Robustheit des gesamten Vorsorgesystems, wobei sie nach den UBS-Berechnungen ab dem 50. Lebensjahr 11% ihres Monatslohns sparen müsste, um sich ab Alter 64 ihren «einfachen, urbanen Lebensstil» leisten zu können. Dabei dürfe sie davon ausgehen, dass mit der AHV- und der BVG-Rente etwa 48% ihres vorherigen Einkommens abgedeckt wären. Schon deutlich abgeschlagen, rangieren hinter der Schweiz als Nächste Länder wie Australien und Deutschland, wo 37 bzw. 40% des monatlichen Lohns auf die Seite gelegt werden müssten.

Nahe an einem Systemversagen

Auch weil Jane in Japan mit 60 Jahren in Rente ginge, wären ihre Chancen gleich null, mit privatem Vorsorgesparen ab dem 50. Lebensjahr ein in der Schweiz erreichbares Niveau zu erreichen. Dafür wären monatlich 148% des laufenden Lohns auf ein privates Vorsorgekonto einzuzahlen. Dass ihre Lebenserwartung auch dank dem gesünderen Lebensstil mit 91 Jahren leicht höher liegt als für «Jane in der Schweiz» (90 Jahre), vergrössert ihre Sorgen nur noch.

Die UBS schreibt, Japan habe wie kaum ein anderes Land mit dem demografischen Umbruch zu kämpfen. Bekanntlich sinkt die Wohnbevölkerung seit einigen Jahren, weil die Geburtenrate in Nippon unter der Sterberate liegt. Zudem ist hinter die Solidität des staatlichen Rentensystems ein dickes Fragezeichen zu setzen. Der Staat ist mit brutto rund 240% des Bruttoinlandprodukts verschuldet. Laufende Kürzungen der staatlichen Rente und die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre würden Jane in Japan wohl dazu animieren, entweder aufs Land zu Verwandten zu ziehen oder Arbeit zu suchen. Jedenfalls reichen die staatlichen Rentenleistungen bei weitem nicht aus – und die Situation wird sich aus demografischen Gründen zwangsläufig verschlechtern.

Letztlich zeigt die UBS mit ihrem Pension-Gap-Index» auf, dass die private Vorsorgeplanung mit grosser Ernsthaftigkeit betrieben werden muss. Dass in der Schweiz jüngst die Rentenreform gescheitert ist, war wegen der Unausgewogenheit der Vorlage auch von Gutem. Doch eine Reform ist unausweichlich.

 

https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-schweiz-mit-gutem-vorsorgesystem-ld.13...

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iruch
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«Die Vorsorge befindet sich noch in den 70er-Jahren»

«Die Vorsorge befindet sich noch in den 70er-Jahren»

Das Schweizer Vorsorgesystem ist dringend reformbedürftig. Einen radikalen Vorschlag macht Vorsorge-Experte Jérôme Cosandey von Avenir Suisse: die freie Wahl der Pensionskasse. Im Interview nennt er Chancen und Risiken.

https://www.cash.ch/news/politik/jerome-cosandey-die-vorsorge-befindet-sich-noch-den-70er-jahren-1116747

Pascal.Zueger
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«Vorsorge-Weichen müssen früh gestellt werden»

Die unabhängige Vorsorgeberaterin Silvia Villars warnt vor dürftiger Altersvorsorge speziell bei Frauen. Sie gibt im cash-Interview Ratschläge für eine sorgenfreie Pension.

Zum Interview auf cash: https://www.cash.ch/ratgeber/3_saeule/vorsorgeberaterin-silvia-villars-v...

Pascal.Zueger
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So kommt man zu möglichst viel Geld im Alter

Für Vorsorgespezialist Willy Graf ist die Rendite der Schweizer Pensionskassen weniger wichtig als die individuelle Planung. Im cash-Talk gibt er konkrete Tipps im Hinblick auf die Pensionierung.

Hier der Link: https://www.cash.ch/news/top-news/vorsorgeexperte-willy-graf-so-kommt-ma...

Crocc
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Viel Geld im Alter ?

Herr Graf gibt hier eher eine Anleitung, wie Vericherungen und Banken an unseren Altersguthaben mitverdienen können. Für ein gutes Alterseinkommen müssen die meisten bis 65 Jahre arbeiten können, ohne Beitragslücken und mit Säule 3A. Dazu braucht es eine Pensionskasse, die das Altersgeld für die Versicherten gut anlegt. Mich stören die dauernden Klagen, dass Junge für die Rentner bezahlen: Das meiste Geld in den PK's haben die Aelteren einbezahlt, nicht die Jungen und von den Ueberdeckungen profitieren die Alten selten. Eine Verbesserung der Renditen wäre möglich, wenn jeder seine Pensionskasse frei wählen könnte, damit Konkurrenz zu höheren Umwandlungssätzen führt (Neues PK-Gesetz nötig).
Die AHV-Rente ist eine Umlagefinanzierung, die in den letzten Jahren nicht mehr angepasst worden ist (trotz höheren Krankenkassenprämien und Mieten; Neufinanzierung seit Jahren blockiert).
Privates Sparen und Einzahlungen in die PK hängen von guten Einkommen ab, einige haben da beschränkte Möglichkeiten. Das viele Geld auf Sparkonten bringt kaum Zinsen und wird von der Inflation abgewertet. Mit Wohneigentum oder Aktien kann jeder die Renditen verbesseren, aber es braucht dazu eine Risikobereitschaft und aktives Verwalten. Also Vorsicht vor "Anlageexperten", denn die riesigen Altersguthaben, verlocken zum Mitverdienen.

Zyndicate
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Pensionskassen: Hohe Reserven

Pensionskassen: Hohe Reserven reichen nicht

Die Reserven der Schweizer Pensionskassen sind auf einen Höchststand seit der Finanzkrise gestiegen. Zu verdanken ist dies einem starken Anlagejahr. Trotzdem haben die Kassen weitere Leistungssenkungen vorgenommen.

29.05.2018 07:17

Per Ende 2017 weisen die Pensionskassen einen durchschnittlichen Deckungsgrad von knapp 114 Prozent aus, wie der am Dienstag von Swisscanto veröffentlichten Schweizer Pensionskassenstudie 2018 zu entnehmen ist. Damit verfügen sie über eine Wertschwankungsreserve von 14 Prozent gegenüber den eingegangenen Verpflichtungen. Seit der Finanzkrise 2008 sei das ein neuer Höchststand, heisst es in der Studie.

Im Anlagejahr 2017 erzielten die Pensionskassen eine durchschnittliche Rendite von 7,6 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent). Damit steuerten die Finanzmärkte als sogenannter "dritter Beitragszahler" rund 63 Milliarden Franken zum gesamten Vorsorgevermögen bei. Im Vergleich dazu zahlten im Jahr 2017 die aktiv Versicherten 18,5 Milliarden und die Arbeitgeber 26,5 Milliarden in die berufliche Vorsorge ein.

Mit über 90 Prozent konnte eine grosse Mehrheit der Pensionskassen eine Performance von mehr als 5 Prozent generieren.

Aktive mit besserer Verzinsung als Rentner

Die Sparguthaben der aktiv Versicherten wurden dank des guten Anlagejahrs 2017 erstmals höher verzinst als diejenigen der Rentner. Im Durchschnitt haben die aktiv versicherten Personen im Jahr 2017 mit 2,5 Prozent eine bessere Verzinsung ihrer Vorsorgeguthaben erhalten als die Rentner mit 2,3 Prozent. Noch 2014 lag die Verzinsung der Rentnerguthaben mit 3,2 Prozent über ein halbes Prozent über der Verzinsung der Guthaben der aktiv Versicherten mit 2,6 Prozent.

Trotz der guten Zahlen sei die finanzielle Stabilität der Vorsorgeeinrichtungen durch die Langlebigkeit und den demografischen Wandel mittelfristig bedroht, heisst es in der Studie. Die Pensionskassen haben deshalb 2017 ihre Leistungen weiter gesenkt. Der durchschnittliche Umwandlungssatz belief sich 2018 auf 5,9 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2008 entspricht dies einem Rückgang von knapp einem Prozentpunkt (2008: 6,8 Prozent).

Auch der technische Zinssatz war weiter rückläufig. Über alle Vorsorgeeinrichtungen sank er von einem Niveau im Jahr 2007 von 3,6 Prozent auf 2,0 Prozent im Jahr 2017. Der technische Zinssatz bemisst als Bewertungszinssatz, wie hoch das zurückgestellte Vorsorgekapital erwartungsgemäss verzinst werden kann.

An der Schweizer Pensionskassenstudie 2018 nahmen 535 Vorsorgeeinrichtungen teil (Vorjahr 507). Das erfasste Vermögen der Teilnehmer beläuft sich auf 680 Milliarden Franken. Gesamthaft sind damit 4,1 Millionen Versicherte repräsentiert, davon 3,2 Millionen aktiv Versicherte und 0,9 Millionen Rentenbezüger. Gemessen an der Bilanzsumme verwalten die Teilnehmer gut drei Viertel der in der Schweiz aufgeführten Vorsorgevermögen.

(AWP)

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iruch
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Die Pensionskassenbeiträge gehören nicht in die Verfassung

Kolumne: Die Pensionskassenbeiträge gehören nicht in die Verfassung

Eine Reform bei den Renten drängt. Weil sich die Bundesparlamentarier aber nicht auf eine mehrheitsfähige Lösung einigen können, entstehen Volksinitiativen - was nicht unbedingt besser ist.

https://www.cash.ch/kolumne/vorsorge-die-pensionskassenbeitraege-gehoeren-nicht-die-verfassung-1192131

Zyndicate
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Pensionskassen verzinsen

Pensionskassen verzinsen Vorsorgegelder tiefer

Das laufende Jahr ist bisher kein gutes Anlagejahr für die Schweizer Pensionskassen. Angestellte müssen wieder mit einer tieferen Verzinsung ihrer Vorsorgegelder rechnen. Und auch Neurentnern drohen Leistungseinbussen.

11.09.2018 12:51

Die Verzinsung der aktiv Versicherten dürfte 2018 wieder unter 2,0 Prozent liegen, wie die Anlageberatungsfirma Complementa am Dienstag zu ihrem "Risiko Check-up 2018" mitteilte. Noch 2017 hatte die Verzinsung mit 2,2 Prozent einen der höchsten Werte seit der Finanzkrise erreicht.

Deckungsgrad sinkt

Damals hatte insbesondere ein Boom an den Aktienmärkten den Pensionskassen eine Rendite von hohen 7,9 Prozent beschert. Doch dieses Jahr müssen die Pensionskassen laut Complementa wieder kleinere Brötchen backen.

Ihre Anlagen haben unter dem Strich nichts abgeworfen. Per Ende August schätzt Complementa die Rendite auf minus 0,6 Prozent. Zwar können Pensionskassen damit die Rentenauszahlungen weiterhin decken. Doch fällt der Deckungsgrad um 1,8 Prozentpunkte auf 106,2 Prozent.

Als Reaktion auf das anhaltend tiefe Zinsumfeld gehen viele Pensionskassen mehr Risiken ein. Sie legen die Vorsorgegelder vermehrt in Aktien, Immobilien und in alternativen Anlagen an. Der Anteil der als relativ sicher geltenden festverzinslichen Anlagen ist dagegen seit 2007 um 8,5 Prozentpunkte auf ein historisches Tief von 35,1 Prozent gesunken.

Umwandlungssätze unter Druck

Neben den gesunkenen Zinsen sei auch die gestiegene Lebenserwartung der Schweizer Bevölkerung für die Pensionskassen eine grosse Herausforderung, schrieb Complementa. Als Reaktion auf diese Veränderungen sänken die Umwandlungssätze.

Der durchschnittliche Umwandlungssatz, mit dem die jährlich auszuzahlende Rente berechnet wird, liege für das aktuelle Jahr bei 5,8 Prozent. Das heisst, bei einem Pensionskassenvermögen von beispielsweise 100'000 Franken erhält ein Rentner jährlich 5'800 Franken.

Vom gesetzlichen Umwandlungssatz für den obligatorisch versicherten Teil ist der Satz damit weit entfernt. Denn der gesetzliche Mindestsatz liegt bei 6,8 Prozent. Noch vor der Finanzkrise 2007 lagen die tatsächlichen Umwandlungssätze nahe an diesem Wert. Dagegen schätzen Pensionskassen, dass Pensionierte bis 2023 jährlich gerade noch 5,3 Prozent ihres Vorsorgekapitals als Rente ausbezahlt erhalten.

Für die "Risiko Check-up 2018"-Studie hat Complementa Informationen aus den Geschäftsberichten von 421 Pensionskassen ausgewertet. Diese vereinen gemeinsam Vermögenswerte von 674 Milliarden Franken.

(AWP)

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