VOLKSWAGEN (VOW)

Volkswagen Aktie - VW Aktie 

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Klageflut von Diesel-Kunden

Klageflut von Diesel-Kunden gegen VW

Neue Runde im Rechtsstreit zwischen Volkswagen und wütenden Dieselkunden: Mehr als 15 000 VW -Kunden mit einem manipulierten Diesel reichen am Montag (12.00 Uhr) über die Internetplattform "myright.de" Klage am Landgericht Braunschweig ein. Nach Angaben eines VW-Sprechers wurde bislang in gut 900 zivilrechtlichen Fällen entschieden - und in 70 bis 75 Prozent dieser Fälle hätten die Richter die Klage abgewiesen. Insgesamt seien gut 7000 zivilrechtliche Verfahren anhängig. Ausserdem steht Volkswagen das Musterverfahren der Anleger bevor, die VW vorwerfen, im September 2015 zu spät über Abgas-Manipulationen informiert zu haben. VW weist dies zurück. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts auf Betrug./tst/DP/stk

06.11.2017 06:49

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Volkswagen entscheidet über

Volkswagen entscheidet über Investitionen der nächsten fünf Jahre

Volkswagen verteilt die Investitionen für die nächsten fünf Jahre. Am Freitag entscheiden die Konzernkontrolleure über das Budget, ausserdem geht es um die Auslastung der Werke. Um hohe zweistellige Milliardensummen dürfte es gehen - vor dem Abgasskandal waren es auch schon über 100 Milliarden Euro. Die Abgasaffäre und die Krise des Dieselmotors generell machen Investitionen in die Zukunft allerdings zu einem Kraftakt. Denn allein die Beilegung des Skandals in den USA kostete den Konzern bislang mehr als 25 Milliarden Euro.

15.11.2017 06:39

Investitionen in Elektromobilität oder autonomes Fahren sind zudem teuer, gleichzeitig müssen die klassischen Verbrennungsantriebe verbessert werden. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte unlängst gemahnt, alle E-Autos zunächst in nur einem Werk zu produzieren. Als Beispiel nannte er Zwickau.

Konzernchef Matthias Müller hatte zum Auftakt der Automesse IAA angekündigt, dass VW die Investitionen in die Elektromobilität bis 2030 auf 20 Milliarden Euro hochfährt. Bis 2025 bringen die Konzernmarken insgesamt mehr als 80 neue Autos mit E-Motor auf den Markt, darunter rund 50 reine E-Autos und 30 Plug-in-Hybride./tst/DP/zb

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Ermittler durchsuchen Büros

Ermittler durchsuchen Büros von VW-Managern

Ermittler von Staatsanwaltschaft und Finanzbehörden haben am Dienstag die Büros von Vorstandsmitgliedern des Autoherstellers VW durchsucht. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Durchsucht wurden demnach die Büros von Finanzvorstand Frank Witter, Personalvorstand Karlheinz Blessing sowie des jetzigen Aufsichtsratschefs und früheren Finanzvorstandes Hans Dieter Pötsch. Weitere Einzelheiten nannte der Sprecher mit Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht. Nach dpa-Informationen aus Unternehmenskreisen soll die Aktion der Ermittler im Zusammenhang mit laufenden Untersuchungen wegen angeblich überhöhter Zahlungen an den VW-Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh stehen.

15.11.2017 06:37

VW hatte bisher betont, die Bezahlung des Betriebsratschefs habe den Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes entsprochen. Aus dem Betriebsrat hiess es nach früheren Angaben, Regelungen bei VW und Vergütung seien rechtskonform. Der Betriebsrat war in der Nacht zum Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte im Mai mitgeteilt, es gebe "ein Verfahren wegen des Anfangsverdachts der Untreue im Zusammenhang mit der Aufwandsentschädigung für Betriebsratstätigkeit". Zum genauen Kreis der Beschuldigten wollte die Staatsanwaltschaft seinerzeit noch keine Angaben machen. Inhaltlich soll es bei den Vorwürfen unter anderem um mutmasslich zu hohe Bezüge für Betriebsratschef Osterloh gehen. Osterloh selbst ist nach früheren Informationen jedoch nicht Ziel der Ermittlungen. Er übernehme "seit vielen Jahren in herausragender Weise Verantwortung für die Belegschaften des Volkswagen -Konzerns", hatte der Aufsichtsrat damals erklärt.

Bei der Braunschweiger Staatsanwaltschaft laufen derzeit noch etliche andere Verfahren gegen VW-Mitarbeiter - darunter auch hohe Manager sowie aktuelle oder ehemalige Vorstände. Dabei geht es allerdings um die Entstehung und die Folgen des Diesel-Skandals, der im September 2015 bekannt wurde./kf/DP/he

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Volkswagen investiert zehn

Volkswagen investiert zehn Milliarden Euro in Chinas E-Automarkt

Volkswagen geht auf Chinas rasant wachsenden Markt für E-Autos weiter in die Offensive.

16.11.2017 06:54

Zehn Milliarden Euro sollen in den nächsten sieben Jahren zusammen mit den chinesischen Partnern in dem Bereich investiert werden, wie Volkswagen China-Chef Jochem Heizmann am Donnerstag anlässlich der Automesse im südchinesischen Guangzhou ankündigte. Rund 40 Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben sollen demnach bis 2025 in China produziert werden - noch einmal 25 Modelle mehr als bisher vorgesehen.

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Studie: VW als Diktatur

Studie: VW als Diktatur-Unterstützer in Brasilien

Eine unabhängige Studie wirft dem VW-Konzern Repressalien gegen Oppositionelle in seinen brasilianischen Fabriken während der Militärdiktatur (1964-85) vor. "Der Werkschutz überwachte oppositionelle Aktivitäten seiner Beschäftigten und erleichterte durch sein Verhalten die Verhaftung von mindestens sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", heisst es einer nun in Brasilien vorgestellten Untersuchung des Historikers Christopher Kopper von der Universität Bielefeld. Der VW-Konzern hatte sie selbst in Auftrag gegeben, er will auf die damaligen Opfer zugehen.

15.12.2017 06:47

Überschattet wurde die Vorstellung in Sao Bernardo do Campo von einem Boykott durch die damaligen Opfer um den Arbeiter Lucio Bellentani, der dem Konzern trotzdem ein unzureichendes Zugehen auf die Diktaturopfer vorwirft. Da sie eine Einladung ablehnten, reiste auch nicht wie erst geplant Personalvorstand Karl-Heinz Blessing an, um mit den Opfern zu sprechen, wie ein VW-Sprecher mitteilte.

Volkswagen do Brasil ist seit 1953 im fünftgrössten Land der Welt aktiv und beschäftigt dort rund 20 000 Menschen. Auf dem Gelände des Werks in Sao Bernardo do Campo wurde eine Gedenktafel für die Opfer des Regimes enthüllt, Menschenrechtsorganisationen sollen zudem zur Stärkung der Demokratie unterstützt werden.

Nach der Aussage von Lucio Bellentani liess der VW-Werkschutz nicht nur seine Verhaftung, sondern auch seine Misshandlung durch die Politische Polizei auf dem Werksgelände geschehen. "Dies geschah zu einem Zeitpunkt, als der Einsatz von Folter durch die Politische Polizei bereits in der brasilianischen und in der deutschen Öffentlichkeit bekannt war", schreibt Kopper.

Er zog Unternehmensarchive von Volkswagen in Wolfsburg und der Tochter Volkswagen do Brasil heran, zudem wurden brasilianische Archive konsultiert und Befragungen von Zeitzeugen durchgeführt.

"Die Korrespondenz mit dem Vorstand in Wolfsburg zeigt bis 1979 eine uneingeschränkte Billigung der Militärregierung". 1969 habe die Zusammenarbeit des Werkschutzes mit der Geheimpolizei begonnen. VW wollte sich mit der Zusammenarbeit ein günstiges Marktumfeld sichern. "Die staatliche Kontrolle der Lohnentwicklung und der Gewerkschaften hielten die Löhne auf einem niedrigeren Niveau als in einer pluralistischen Demokratie", so Kopper.

Das Management von VW do Brasil habe den Militärputsch von 1964 und die Etablierung einer zunehmend repressiveren Militärdiktatur eindeutig positiv beurteilt, da es eine unternehmensfreundliche Politik erwartete. VW prüft auch Opferentschädigungen. Ein Sprecher betonte, man arbeite mit den Behörden in Brasilien zusammen, bisher sei aber keine Anklage erhoben worden. "Es bleibt abzuwarten, wie die Staatsanwaltschaft die Studie bewertet", so der VW-Sprecher. Man stelle sich der Verantwortung. Volkswagen betont, dass der Konzern als erstes Automobilunternehmen seine Geschichte während des Militärregimes in Brasilien nun umfassend aufarbeite./ir/DP/zb

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Bei VW gab es «eine

Bei VW gab es «eine verdorbene Unternehmenskultur»

Bei der Aufarbeitung des Dieselskandals hat der VW-Konzern laut dem von der US-Justiz eingesetzten Oberkontrolleur noch einen langen Weg vor sich.

26.12.2017 17:10

"Wir haben bei Volkswagen einen Drei-Jahres-Marathon vor uns und keinen Sprint über sechs Monate", sagte US-Aufpasser Larry Thompson dem "Handelsblatt" laut Vorabbericht vom Dienstag. Er wurde im Frühling von der US-Regierung als Aufpasser bei Volkswagen eingesetzt und soll den Wolfsburgern auf die Finger schauen, damit sich Verfehlungen wie im Dieselskandal nicht wiederholen können.

Der VW-Konzern muss nach Ansicht von Thompson an seiner Unternehmenskultur arbeiten, um künftig völlig integer und gesetzeskonform zu sein. "Bei Volkswagen gab es bei einigen Mitarbeitern eine verdorbene Unternehmenskultur. Sie war nicht von Offenheit und Ehrlichkeit geprägt", sagte Thompson der Zeitung. Für den US-Juristen sei es bis heute unerklärlich, warum es überhaupt zum Dieselbetrug kommen konnte. "Volkswagen ist doch immer ein erfolgreiches Unternehmen gewesen." Aus wirtschaftlicher Sicht seien die Betrügereien überhaupt nicht nötig gewesen.

Eine Schlüsselrolle komme beim Aufbau einer neuen Unternehmenskultur dem Topmanagement zu. "Es ist wichtig, dass der Vorstand von oben den richtigen Ton angibt und das Vertrauen der Mitarbeiter erwirbt", sagte Thompson. Compliance und Integrität müssten im Konzern dieselbe Bedeutung bekommen wie Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Volkswagen war am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

(Reuters)

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Volkswagen schafft 2017

Volkswagen schafft 2017 Verkaufsrekord in China

China hat seine Stellung als einer der wichtigsten Märkte für Volkswagen zementiert.

12.01.2018 07:57

 Im vergangenen Jahr verkauften die Wolfsburger und ihre chinesischen Partner so viele Autos der Marke VW im Land wie nie zuvor. Insgesamt wurden 3,177 Millionen Wagen abgesetzt, wie Volkswagen am Freitag in Peking mitteilte. Das waren 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nach Angaben von Landeschef Stephan Wöllstein hält die Dynamik an: "Der Dezember war unser bester Monat aller Zeiten." Auch für die anderen deutschen Autobauer ist China ein enorm wichtiger Absatzmarkt. Zuletzt hatte sich das branchenweite Wachstumstempo nach Angaben des chinesischen Pkw-Verbandes PCA allerdings abgekühlt. Im laufenden Jahr rechnet der Verband jedoch wieder mit einem etwas anziehenden Wachstum.

(AWP)

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VW-Rekordabsatz 2017 - neuer

VW-Rekordabsatz 2017 - neuer Jetta soll US-Geschäft anschieben

Mit einer Erholung des lange schwierigen US-Geschäfts und einem weltweiten Absatzrekord im Rücken setzt Volkswagen 2018 auf weitere Fortschritte in den Vereinigten Staaten. Dazu beitragen sollen neue Modelle und Milliarden-Investitionen in Nordamerika.

15.01.2018 06:30

Im abgelaufenen Jahr lieferte die Kernmarke VW Pkw insgesamt mehr Autos aus als je zuvor. 6,23 Millionen Wagen mit dem VW-Emblem wurden in aller Welt an die Kunden übergeben - 4,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Sonntagabend zur Automesse in Detroit mitteilte. Auch im Dezember verbuchte die Marke rund um Golf, Passat und Tiguan mit 594 100 Autos einen Bestwert der Auslieferungen. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat lag das Plus hier bei 5,6 Prozent.

VW profitierte vor allem vom starken Geschäft in China - dort seien 3,18 Millionen Autos ausgeliefert worden (plus 5,9 Prozent). Schlechter lief es in Deutschland, wo die Dieselkrise den Absatz im vergangenen Jahr belastet hatte: Zwar konnte VW im Dezember die Zahlen um 8,4 Prozent auf 42 000 Autos steigern. Im Gesamtjahr aber gab es einen Rückgang um 4,7 Prozent auf 531 600 Stück.

"Hier in den USA legen wir den Grundstein, um Volkswagen als relevanten Volumenhersteller in Stellung zu bringen", sagte Markenchef Herbert Diess in Detroit. Bisher waren die Marktanteile eher gering, legten aber leicht auf knapp 2 Prozent zu. Man arbeite "hart" an einer Wiedergutmachung der Abgasaffäre.

In den USA, wo im September 2015 der Abgasskandal mit Millionen von manipulierten Dieselmotoren aufgeflogen war, sank die Zahl der Auslieferungen im Dezember um 18,7 Prozent auf rund 30 300 Autos. Im Gesamtjahr verzeichnete die Marke dagegen ein Plus von 5,2 Prozent auf 340 000 Auslieferungen - der erste Zuwachs seit 2013.

Nun will die Kernmarke in Nordamerika mit viel Geld in die Offensive gehen. Bis 2020 sollen 3,3 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro) in der Region investiert werden. Jährlich sollten bis dahin mindestens zwei neue Modelle auf dem US-Markt starten, sagte Diess. Eine zentrale Rolle soll der neue Jetta spielen, den Volkswagen in Detroit erstmals vorstellt. Nordamerika-Chef Hinrich Woebcken sprach von "sichtbaren Fortschritten" beim Comeback der Marke in den USA.

In der Aufarbeitung der Abgas-Affäre hatte Volkswagen zuvor gemeldet, in Kanada weitere Entschädigungen an Kunden akzeptiert zu haben. Der Vergleich habe einen Wert von bis zu 290,5 Millionen kanadische Dollar (191 Millionen Euro), hiess es auch von den Klägeranwälten. Gerichte müssen die vorläufige Grundsatzeinigung noch genehmigen./jap/DP/zb

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VW-Betriebsrat fordert

VW-Betriebsrat fordert Aufklärung nach Tierversuchen

Angesichts der Verstrickung des Volkswagen-Konzerns in Tierversuche beim Test von Dieselabgasen fordert der Betriebsrat eine eingehende Untersuchung. "Wir werden hierzu eine umfassende Aufklärung einfordern", sagte Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh der "Welt" (Montag).

28.01.2018 22:06

"Wenn das so stimmt, dann hat das mit einwandfreiem ethisch-moralischen Verhalten nichts, aber auch gar nichts zu tun." Sollten damalige Verantwortliche noch an Bord sein, "dann müssen personelle Konsequenzen geprüft werden", verlangte er.

Der Autobauer hatte sich am Wochenende für die in den USA durchgeführten Versuche entschuldigt, bei denen Affen gezielt Schadstoffen ausgesetzt worden waren. Diese Tests waren Teil einer Studie, die beweisen sollte, dass die Diesel-Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat.

Deshalb hatte die EUGT ("Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor") - eine von VW, Daimler und BMW finanzierte Lobby-Initiative - sie beim US-amerikanischen Lovelace Respiratory Research Institute in Auftrag gegeben. Federführend war laut dem Studienleiter dabei VW.

Auch menschliche Probanden

Nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" (Montag) förderte die EUGT auch ein Experiment, bei dem sich menschliche Probanden dem Reizgas Stickstoffdioxid aussetzten; Autoabgase gelten als dessen wichtigste Quelle.

Dabei wurden an einem Institut des Universitätsklinikums Aachen 25 Personen untersucht, nachdem sie jeweils über mehrere Stunden NO2 in unterschiedlichen Konzentrationen eingeatmet hatten. Laut der 2017 aufgelösten EUGT wurde keine Wirkung festgestellt.

Der zuständige Institutsleiter Thomas Kraus sagte der Zeitung jedoch, die 2016 veröffentlichte Studie sei nur eingeschränkt aussagekräftig. Zum einen liessen sich die Befunde nicht auf die gesamte Bevölkerung übertragen, zum anderen sei Stickstoffdioxid nur ein Teil der gesamten Luftbelastung.

Stickstoffdioxid ist ein ätzendes Reizgas, es schädigt laut dem deutschen Umweltbundesamt das Schleimhautgewebe im gesamten Atemtrakt und reizt die Augen.

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VW-Abgasklage: US-Richter

VW-Abgasklage: US-Richter lehnt Antrag auf Prozesspause ab

Volkswagen ist im Abgas-Skandal mit einem Antrag auf Prozessverschiebung in den USA gescheitert. Nun muss sich die US-Tochter des Konzerns bereits in wenigen Tagen erstmals einem Rechtsstreit mit einem Dieselbesitzer vor Gericht stellen. Richter Bruce D. White sah keinen Grund, der Forderung der VW -Anwälte nach einer sechsmonatigen Pause stattzugeben. "Der Antrag ist abgelehnt", sagte White am Dienstag bei einer Anhörung in Fairfax, Virginia. Der Richter drängte stattdessen darauf, den für den 26. Februar geplanten Auftakt des geschätzt dreiwöchigen Prozesses vorzubereiten.

21.02.2018 06:33

VW hatte eine "Abkühlungsperiode" gefordert, weil die Klägerseite das Unternehmen öffentlich mit "Hitler, dem Holocaust und anderem Horror" in Verbindung gebracht habe. Klägeranwalt Michael Melkersen soll in einer Netflix-Dokumentation Assoziationen zwischen Experimenten mit Dieselabgasen im Auftrag von VW und der Vergasung von Juden im Zweiten Weltkrieg geweckt haben. Die VW-Anwälte sahen darin einen unlauteren Versuch, die Jury gegen den Konzern aufzubringen. Deshalb hatten sie gefordert, mehrere Prozesse Melkersens zu verschieben.

In dem ersten davon fordert ein Diesel-Besitzer 725 000 Dollar von Volkswagens US-Tochter, weil ihm ein Jetta mit manipulierter Abgastechnik verkauft worden sei. "Wir werden beim Prozess beweisen, dass der Kläger keine Schäden erlitten hat und seine Forderungen nach Entschädigung extravagant und unberechtigt sind", teilte VW nach der Gerichtsanhörung mit. Trotz der Milliarden-Vergleiche streitet das Unternehmen immer noch mit vielen US-Kunden, die aus der Sammelklage ausscherten und auf eigene Faust Entschädigung durchsetzen wollen.

Zwei weitere solche Prozesse Melkersens stehen in den folgenden Monaten an, insgesamt vertritt er über 300 Kläger. Der Anwalt liefert sich schon lange heftige juristische Scharmützel mit VW, seiner Aussage nach versuchte der Konzern monatelang eine brisante Studie mit Affen-Experimenten vom Prozess auszuschliessen. Durch einen Auftritt in der Netflix-Dokumentation "Dirty Money" machte Melkersen die Tierversuche im Auftrag eines von VW, Daimler und BMW finanzierten Lobby-Vereins öffentlich. Dabei mussten 2014 zehn Affen vier Stunden lang Dieselabgase inhalieren.

Da VW - so geht es aus Gerichtsunterlagen hervor - zunächst vorgehabt habe, die Experimente an Menschen durchzuführen, liess der Anwalt sich zu dem Nazi-Vergleich hinreissen. "Man kommt nicht umhin, [...] an eine andere Reihe von Ereignissen zu denken, bei der Individuen vergast wurden - von einer Person, die tatsächlich bei der Eröffnung des ersten Volkswagen-Werks anwesend war", sagt Melkersen in der Dokumentation, bevor Adolf Hitler eingeblendet wird. Mit dem Argument, damit werde vor der Jury-Auswahl die Stimmung aufgeheizt, hatte VW daraufhin die Verschiebung gefordert - vergeblich.

"Wir leben in einem Nachrichtenzyklus, der sich fast wöchentlich ändert", sagten VWs Anwälte auf die Frage von Richter White, was eine monatelange Pause bringen sollte. White überzeugte das nicht. "Die Juroren wissen nicht viel über diese Fälle", sagte er und zeigte sich zuversichtlich, eine faire und unvoreingenommene Jury finden zu können. Melkersen witterte indes ein Manöver der Gegenseite, die angeblich schon seit Monaten versucht, seine Prozesse zu verhindern. "Es gibt immer irgendeinen Grund zu verschieben - wenn es nach VW geht", sagte der Anwalt. "Sie tun dies, weil ich von allen Anwälten derjenige bin, der sie am stärksten unter Druck setzt."/hbr/DP/zb

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VW wendet Abgas-Prozess in

VW wendet Abgas-Prozess in USA ab - Einigung in letzter Minute

(Ausführliche Fassung) - Volkswagen hat auf den letzten Drücker den ersten US-Gerichtsprozess im "Dieselgate"-Skandal verhindert. Der Rechtsstreit mit einem Jetta-Besitzer, der wegen manipulierter Abgastechnik auf 725 000 Dollar geklagt hatte, wurde am Freitag (Ortszeit) mit Zustimmung des Richters beigelegt. Das geht aus Gerichtsunterlagen vor, die der Deutschen Presse-Agentur vorlagen.

25.02.2018 14:29

Weder VW noch der Klägeranwalt Michael Melkersen wollten sich auf Nachfrage zu der Einigung oder Einzelheiten eines Vergleichs äussern. Der Prozess hätte eigentlich am Montag mit der Jury-Auswahl am Bezirksgericht in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia beginnen sollen.

Obwohl es dabei nur um einen einzigen Kläger und eine relativ geringe Streitsumme ging, sorgte der Fall für grosses Aufsehen. Melkersen hatte eine Studie mit Abgasversuchen an Affen im Auftrag von VW aufgedeckt, die viel Empörung hervorrief. Zunächst sollten die Tests an Menschen durchgeführt werden, was den Anwalt zu einem kontroversen Nazi-Vergleich verleitete - in einer TV-Dokumentation stellte er einen Bezug zur Juden-Vergasung im Zweiten Weltkrieg her.

Volkswagen hatte daraufhin eine "Abkühlungsperiode" und Verschiebung des Prozesses um sechs Monate gefordert, weil die Klägerseite das Unternehmen öffentlich mit "Hitler, dem Holocaust und anderem Horror" in Verbindung gebracht habe. Die VW-Anwälte sahen darin einen unlauteren Versuch, die Jury gegen den Konzern aufzubringen. Diesen Antrag hatte das Gericht jedoch am Dienstag abgewiesen.

Trotz der Milliarden-Vergleiche, die VW im "Dieselgate"-Skandal mit zahlreichen Autobesitzern in Nordamerika geschlossen hat, streitet der Konzern immer noch mit vielen US-Kunden, die aus der Sammelklage ausscherten und auf eigene Faust Entschädigung durchsetzen wollen. Allein Melkersen vertritt über 300 solcher Kläger, zwei weitere Prozesse stehen eigentlich in den nächsten Monaten an. Ob er sich auch hier aussergerichtlich mit VW einigt, ist unklar. Bislang hat VW US-Klagen im Abgas-Skandal mit Vergleichen aus der Welt geschafft, so dass es auf Konzernebene nie zu einem richtigen Gerichtsprozess kam.

VW hatte im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, in grossem Stil bei Abgastests betrogen zu haben. Der Konzern hat ein Schuldbekenntnis abgegeben und bereits rund 25 Milliarden Euro an Rechtskosten für Strafen und Entschädigungen bei Vergleichen mit Klägern in Nordamerika verbucht. Zudem wurden schon zwei Mitarbeiter in den USA zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt.

VW steht auch noch ein grosses Verfahren in Deutschland bevor. Anleger klagen am Oberlandesgericht Braunschweig auf Schadenersatz für Kursverluste der VW-Aktie, weil das Management angeblich nicht rechtzeitig und den Kapitalmarktregeln entsprechend auf die Risiken des Abgas-Skandals hingewiesen habe. VW weist den Vorwurf zurück. Ende Februar läuft die Erwiderungsfrist bei der Musterklage aus./hbr/DP/das

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Presse: VW kommt ans Ende bei

Presse: VW kommt ans Ende bei der Entschädigung von US-Kunden

Volkswagen kommt mit der Kompensation der US-Kunden im Diesel-Skandal einem Pressebericht zufolge gut voran. Mit etwa 350 000 US-Kunden, die ein manipuliertes Dieselmodell gekauft hätten, habe sich der Autokonzern bereits über einen Schadensersatz verständigt, berichtet das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf den jüngsten Kontrollbericht der US-Sammelkläger.

14.03.2018 06:46

VW habe durch Rückkauf und Umrüstung rund 82,5 Prozent der manipulierten Dieselfahrzeuge von den US-Strassen geholt, so das "Handelsblatt". Volkswagen sei damit nicht mehr allzu weit entfernt von den geforderten 85 Prozent, auf die sich der Wolfsburger Konzern mit der US-Justiz, Umweltbehörden und den Sammelklägern verständigt hatte.

"Volkswagen setzt das Entschädigungsprogramm effektiv und effizient um", heisst es laut "Handelsblatt" in dem jüngsten Kontrollbericht aus den USA. Bislang musste der VW-Konzern etwa 7,4 Milliarden US-Dollar für die Entschädigungen aufbringen.

Die durchschnittliche Entschädigungssumme je US-Kunde belaufe sich laut Kontrollbericht auf rund 21 500 US-Dollar. Wer sich statt des Rückkaufs für eine Umrüstung entscheide, erhalte in den USA - im Unterschied zu Deutschland und Europa - dennoch eine Kompensation. Der Durchschnittsbetrag dafür liege bei etwa 6000 US-Dollar, heisst es weiter./jsl/edh

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VW steckt 340 Millionen

VW steckt 340 Millionen Dollar in US-Werk

Volkswagen steckt noch einmal kräftig Geld in seine SUV-Offensive in den USA. Für die Fertigung eines neuen fünfsitzigen Stadt-Geländewagens "Made in America" sollen weitere rund 340 Millionen US-Dollar (276 Mio Euro) ins Werk in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee investiert werden, wie VW am Montag mitteilte. Die Ankündigung erfolgt mitten im handelspolitischen Säbelrasseln zwischen der EU und den USA, deren Präsident Donald Trump mit Strafzöllen auf Autos europäischer Hersteller droht.

19.03.2018 19:51

Bei dem neuen VW-Modell handelt es sich um eine kleinere Variante des 2017 auf dem US-Markt lancierten SUV Atlas, für dessen Produktion das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits etwa 900 Millionen Dollar in Chattanooga investiert hatte. In der Fabrik wird ausserdem seit 2011 die US-Version des Passats hergestellt. VW will seinen bislang geringen US-Marktanteil mit neuen Modellen ausbauen. Zuletzt war der Absatztrend zwar positiv, doch zuvor lief es schlecht, der Abgas-Skandal hatte die Verkäufe zwischenzeitlich einbrechen lassen./hbr/DP/nas

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Volkswagen investiert

Volkswagen investiert deutlich mehr in China - neue Marke Sol

(Ausführliche Fassung) - Volkswagen will in China deutlich mehr als bisher geplant in die Entwicklung von Elektroautos und in das autonome Fahren investieren. Bis 2022 wollen die Wolfsburger mit ihren Partnern 15 Milliarden Euro für Zukunftsprojekte auf dem grössten Automarkt der Welt in die Hand nehmen, wie der neue VW-Konzernchef Herbert Diess und China-Chef Jochem Heizmann am Dienstag vor dem Beginn der Pekinger Automesse ankündigten.

24.04.2018 12:51

Gleichzeitig stellte VW eine neue Marke für Elektrofahrzeuge mit dem Namen Sol vor, deren Autos zusammen mit dem Joint-Venture-Partner JAC für den chinesischen Markt produziert werden sollen. Das erste Modell der Marke - ein kompakter SUV mit der Bezeichnung E20X - soll demnach noch in der zweiten Jahreshälfte herauskommen.

China ist Volkswagens wichtigster Markt, der Autobauer rückte neben Diess mit vielen weiteren Vorständen zum Messeauftakt in Peking an. Für Diess war es der erste Auslandsbesuch, nachdem er in der vorigen Woche das Amt des Konzernchefs von Matthias Müller übernommen hatte.

Das Land ist der Leitmarkt für E-Mobilität. In den letzten Jahren zogen die Verkäufe von E-Autos in China nach Branchenangaben stärker an als überall sonst auf der Welt. Die Regierung hat eine Reihe von Massnahmen ergriffen, um den Verkauf von Autos mit alternativen Antrieben anzukurbeln. China sei nicht nur als Markt wegen der hohen Verkaufszahlen wichtig, sagte Diess. Vielmehr entstünden hier auch neue Trends rund um die Themen Vernetzung und Elektroantriebe.

In von Smog geplagten Grossstädten wie Peking und Shanghai ist kaum noch an neue Nummernschilder für Benziner-Autos zu kommen. Käufer von E-Fahrzeugen profitieren dagegen von staatlichen Subventionen. Zudem verordnete die Regierung im September eine Produktionsquote auf Elektroautos von zehn Prozent, die ab 2019 greifen soll.

Heizmann kritisierte, dass Batterien für die E-Autos laut der bisher geplanten Regeln in China bei heimischen Anbietern eingekauft werden müssen und nicht aus dem Ausland eingeführt werden dürfen. "Wir hoffen, dass sich die Dinge noch ändern." Westliche Diplomaten und Branchenbeobachter sehen in dem Verbot einen Versuch Pekings, nicht nur zum Weltmarktführer in der E-Mobilität zu werden, sondern auch die vorgelagerte Produktion von Batterien zu dominieren.

Die Zahl der verkauften Elektro- und Plug-in-Hybrid-Pkw lag 2017 bei 770 000, wovon ein Grossteil jedoch von heimischen Anbietern abgesetzt wurde. Deutsche Autobauer hinken hier bisher hinterher. Bis 2025 will VW 40 alternativ betriebene Modelle in China auf den Markt bringen.

Die von den Wolfsburgern angekündigten Milliarden-Investitionen sollen auch in Bereiche wie Digitalisierung und Mobilitätsdienste fliessen - darunter ein neues Carsharing-Angebot mit dem chinesischen Anbieter Shouqi. "Wir wollen in all diesen Schlüsselbereichen, in denen die Zukunft der Mobilität entschieden wird, vorne dabei sein", sagte Heizmann.

Stärkster Treiber bleiben aber die auch in China beliebten SUVs. Die Nachfrage nach den kompakten Geländewagen sei so gross, dass diese bald die Hälfte der Gesamtverkäufe oder sogar mehr ausmachen könnten.

Nach Rekordverkäufen im vergangenen Jahr rechnet Volkswagen auch 2018 mit Zuwächsen. Der Gesamtmarkt dürfte nach Heizmanns Aussagen um 4 bis 5 Prozent zulegen. "Wir sind gut unterwegs, besser abzuschneiden als der Markt."

Unmittelbare Auswirkungen neuer Regeln, wonach ausländische Autobauer künftig nicht mehr zwingend mit einheimischen Partnern produzieren müssen, sieht Diess für Volkswagen zunächst nicht. "Wir haben wenig Notwendigkeit, viel zu verändern", sagte der Manager. "Wir werden also zumindest in der Produktion - auch mit den Marken, die wir heute etabliert haben - so weitermachen. Wir sind mit dieser Joint-Venture-Politik sehr gut gefahren." Beobachter hatten ohnehin nicht mit abrupten Veränderungen gerechnet, weil die deutschen Autobauer in langfristigen Verträgen stecken.

Bisher dürfen ausländische Autobauer in dem Land nur aktiv sein, wenn sie dafür Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Firmen gründen. An diesen dürfen sie nicht mehr als die Hälfte der Anteile halten.

Schrittweise soll dieser Zwang nun fallen. Im Geschäft mit Nutzfahrzeugen könnte die Grenze für ausländische Beteiligungen im Jahr 2020 passé sein, bei Pkw im Jahr 2022, bei Elektroautos aber auch schon deutlich früher. Das könnte Elektro-Konkurrent Tesla in die Karten spielen. Die Kalifornier verhandeln mit den chinesischen Behörden schon länger über einen ersten Produktionsstandort im Land./jpt/men/DP/stw

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Volkswagen steigert Umsatz

Volkswagen steigert Umsatz wie erwartet - Operatives Ergebnis enttäuscht etwas

Der weltweit grösste Autobauer Volkswagen ist ungeachtet aller Turbulenzen an der Unternehmensspitze und den Folgen des Dieselskandals solide in das laufende Jahr gestartet. Wie erwartet legte der Umsatz zu. Probleme bereitete aber ein Bilanz-Effekt aus der Bewertung von Derivaten, der das operative Ergebnis belastete. Der Umsatz sei in den ersten drei Monaten dank eines Rekordabsatzes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp vier Prozent auf 58,2 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Donnerstag in Wolfsburg mit.

26.04.2018 09:06

Das operative Ergebnis fiel um knapp vier Prozent auf 4,2 Milliarden Euro - ohne den bilanziellen Sondereffekt wäre das operative Ergebnis aber leicht gestiegen. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 3,3 Milliarden Euro gut zwei Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit fiel die Bilanz beim Umsatz in etwa so aus, wie es die von Bloomberg befragten Experten erwartet hatten. Die Gewinnkennziffern fielen dagegen etwas schlechter als prognostiziert aus.

Der Konzern hatte Mitte April überraschend den Vorstand umgebaut - jetzt steht der zuvor nur für die Marke VW zuständige Manager Herbert Diess an der Konzernspitze. Zudem belasten die Folgen des Dieselskandals und die aktuelle Diskussion über Fahrverborte den Konzern - aber zumindest finanziell hatte die Diesel-Affäre im ersten Quartal keine Folgen./zb/jha/

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VW vor Milliardenklage im

VW vor Milliardenklage im Streit mit Lieferant Prevent

Der Autogigant Volkswagen als Opfer eines einzigen Zulieferers? Das mutet wie eine verkehrte Welt an nach "Dieselgate", Abgastests mit Affen und Kartellvorwürfen. Aber im Streit mit der Prevent-Gruppe scheint so gut wie alles möglich - VW schlägt sich mit Boykotten und aufs Zehnfache erhöhten Preisforderungen herum.

30.05.2018 08:43

Schon lange schwelt der Konflikt zwischen dem Wolfsburger Konzern und dem bosnischen Lieferanten. 2015 beginnt die Auseinandersetzung - in Brasilien. Ein Ende? Nicht absehbar, eine Schadenersatzklage gegen VW ist angedroht, und die wird laut Kreisen "umfangreich" und damit vermutlich milliardenschwer sein. Auch Daimler liegt mit der Zulieferergruppe der Unternehmerfamilie Hastor im Clinch.

Derzeit dreht sich der Streit mit VW vor allem um die Giesserei Neue Halberg Guss in Saarbrücken. Prevent hatte diese erst vor wenigen Monaten übernommen, und zwar über die zu Prevent gehörende Castanea Rubra Assets GmbH. Neues Unternehmen, altbekanntes Spiel?

Halberg Guss stellt Kurbelgehäuse, Zylinderköpfe und Kurbelwellen her - Teile, die Volkswagen offensichtlich so schnell nicht anderswo herbekommen kann. Das nutzt Prevent wie schon zuvor für hohe Preisforderungen - es geht um Aufschläge bis zum Faktor 10 auf das vereinbarte Niveau als "Auflaufpreise". Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief von Volkswagen an Barbaros Arslan, Geschäftsführer der Neuen Halberg Guss, hervor.

Demnach fordert das Unternehmen allein im zweiten Quartal 150 bis 180 Millionen Euro mehr. VW kommentiert den Brief nicht: "Wir äussern uns grundsätzlich nicht zu internen Unterlagen."

Zuvor hatte der Zulieferer dem Schreiben zufolge in Abrede gestellt, dass es überhaupt bindende Verträge mit Volkswagen gibt. Das weist der Autobauer entschieden zurück - es bestünden rechtsgültige, unbefristete und ungekündigte Lieferverträge, eine Befristung oder Kündigung gebe es nicht. VW bietet ein persönliches Gespräch an.

Nach Vermittlungen über das saarländische Wirtschaftsministerium kämen die Lieferungen "natürlich", sagt ein Prevent-Sprecher. Die Bandagen in dem Geschäft seien hart. Aber keine Prevent-Firma sei aufgefallen, weil Qualität oder Liefertreue nicht gestimmt hätten.

Laut dem Brief beklagt VW aber auch einen Prevent-Eigentumsvorbehalt. Demnach liefert Halberg Guss zwar - unter Eigentumsvorbehalt stellt sich aber die Frage, ob VW die gelieferten Teile verarbeiten darf.

Aus Branchenkreisen verlautet, dass die Beziehungen von Prevent zu vielen anderen Herstellern wie General Motors , BMW oder der PSA -Gruppe funktionierten. Anders im Fall Volkswagen. Die Wolfsburger erklären dazu: "Volkswagen ist auf eine jederzeit planbare und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten angewiesen." Daher würden bestehende Geschäftsbeziehungen regelmässig überprüft.

Was ist eigentlich passiert? Alles beginnt 2015 in Brasilien, als Prevent den Sitzbezug-Hersteller Keiper übernimmt. Es folgen Lieferstopp, Preiserhöhungen und schliesslich die Kündigung durch VW. Der Ärger bringt Volkswagen 160 Tage Produktionsstopp, ein Minus von 140 000 Fahrzeugen und Zwangsurlaub für rund 18 000 Beschäftigte ein.

2016 lässt ein Lieferstopp beim Prevent-Ableger ES Automobilguss und Car Trim wegen geplatzter Liefervereinbarungen Bänder in mehreren VW-Fabriken still stehen, so in der Golf-Produktion des Stammwerks Wolfsburg. Und das trotz einstweiliger Verfügung des Landgerichts Braunschweig, die zur Wiederaufnahme verpflichten sollte.

Für Volkswagen eine neue Erfahrung - bei rund 40 000 Lieferanten weltweit und einem Einkaufsvolumen von etwa 80 Milliarden Euro. Der Riesenkonzern spricht von einer Zusammenarbeit mit den Zulieferern "auf Augenhöhe". Der unfreiwillige Produktionsstopp in Deutschland soll das Unternehmen eine dreistellige Millionensumme gekostet haben.

Um den Schaden nicht noch zu vergrössern, unterschreibt VW zähneknirschend ein Eckpunkte-Papier zu neuen Lieferverträgen - kündigt aber an, dieses anfechten zu wollen. Anfang April schliesslich kündigt der Konzern fristlos die Lieferverträge mit ES Automobilguss, Car Trim und einer weiteren Prevent-Tochter. Prevent wiederum gibt in der Folge Kündigungen und Kurzarbeit bekannt - und droht mit Klage auf Schadenersatz. Um mit VW im Geschäft bleiben zu können, hat die Gruppe aber vorgesorgt. Nämlich mit dem Kauf der Neuen Halberg Guss.

Was treibt Prevent an? Es wäre Harakiri zu sagen, das Geschäftsmodell bestehe darin, verbrannte Erde zu hinterlassen, heisst es in der Branche. Es gibt Spekulationen, dass Prevent Grundstücke betroffener Firmen für Immobilien nutzen will. Aber auch das wird zurückgewiesen.

Jedoch: Ein klares Bekenntnis gebe es nicht, warnt Patrick Selzer von der IG Metall Saarbrücken. Die Beunruhigung in der Belegschaft der Neuen Halberg Guss sei gross. Und: Sollten VW und Daimler als Kunden wegbrechen, fehlten Produktionsmengen von 140 000 bis 150 000 Tonnen.

Insidern zufolge geht es Prevent darum, selbstbewusster gegenüber den grossen Herstellern aufzutreten und das Spiel immer weiter gedrückter Preisspannen zugunsten günstiger Angebote für die Autobauer nicht mitzumachen - auch wenn dies dem Image und den Arbeitsplätzen schade.

Das ist aber inzwischen der Fall. Bei ES werden rund 160 Stellen gestrichen. Zwar verpflichtete das Landgericht Leipzig VW in einer einstweiligen Verfügung, 30 Prozent des früheren Umfangs der von der Prevent-Tochter gefertigten Bauteile abzunehmen - aber das ist eine Niederlage für den Zulieferer, denn dies entspricht weitgehend dem zuvor abgelehnten Vergleichsvorschlag von VW. Das Gericht bezeichnet einen Belieferungsanspruch des Zulieferers zudem als "zweifelhaft".

Autoexperte Stefan Bratzel sagt: "Der Prevent-Gruppe bleibt nichts anderes übrig, als sich über Zukäufe ein Blockadepotenzial zu erarbeiten." Man habe aber viel Porzellan zerschlagen. Für seinen Kollegen Ferdinand Dudenhöffer ist Prevent in der Branche nach grossen Fehlern und dem Versuch, mit den Herstellern zu zocken, "durch"./tst/DP/zb

--- Von Thomas Strünkelnberg, dpa ---

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US-Richterin weist Illinois'

US-Richterin weist Illinois' Abgas-Klage gegen VW ab

Der Volkswagen -Konzern hat im Abgas-Skandal einen wichtigen rechtlichen Erfolg in den USA verbucht. Die zuständige Richterin Kathleen Pantle wies am Dienstag (Ortszeit) eine Klage des Bundesstaates Illinois wegen Verstössen gegen Umweltgesetze ab. Durch die Entscheidung des Bezirksgerichts in Cook County entfällt für den deutschen Autoriesen ein hohes Finanzrisiko.

06.06.2018 06:40

Die Generalstaatsanwältin von Illinois, Lisa Madigan, hatte laut Anklageschrift Schadenersatz in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar für insgesamt über 19 000 Dieselautos aus dem VW -Konzern gefordert. Die Wagen sollen in dem Bundesstaat mit Betrugsprogrammen zur Manipulation von Abgaswerten verkauft worden sein.

Richterin Pantle befand jedoch, dass aufgrund der Vergleiche, die VW bereits mit zahlreichen US-Sammelklägern geschlossen hat, keine zusätzlichen Ansprüche mehr auf bundesstaatlicher Ebene bestehen. Wegen der gleichen Begründung waren zuvor bereits andere Bundesstaaten mit ähnlichen Klagen abgeblitzt.

Aus dem Schneider ist der Konzern aber noch nicht: Die Verfahren einer Reihe von Staaten laufen noch, darunter Missouri, Montana, New Mexico und Ohio. VW hat im Abgas-Skandal bereits über 25 Milliarden Euro an Rechtskosten für Vergleiche in Nordamerika verbucht. Der Konzern hatte im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörden hin eingeräumt, in grossem Stil Abgaswerte manipuliert zu haben./hbr/DP/zb

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VW zahlt eine Milliarde Busse

VW zahlt eine Milliarde Busse - Autobesitzer gehen leer aus

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Volkswagen in der Dieselaffäre ein Bussgeld über insgesamt eine Milliarde Euro aufgebrummt.

14.06.2018 06:58

Ermittelt wurde schon länger, nun sehen die Ankläger "Aufsichtspflichtverletzungen" im Konzern belegt. Am heutigen Donnerstag will sich die Staatsanwaltschaft zu den Details äussern (11.00 Uhr).

In den USA hatte VW wegen der Dieselaffäre schon Milliarden an Strafen zahlen müssen. Und es gab Entschädigungen für betroffene Autobesitzer. Das gibt das Rechtssystem in Deutschland bislang nicht her. Verbraucherschützer bewerten das Bussgeld gegen Volkswagen denn auch positiv, sehen aber für die Besitzer der betroffenen Autos dadurch erst einmal keine Auswirkungen. "Grundsätzlich ist es zu begrüssen, dass offensichtlich endlich begonnen wird, Volkswagen für den Betrug zur Rechenschaft zu ziehen", sagte der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Klaus Müller.

Für die Käufer der Wagen ändere sich damit unmittelbar jedoch erstmal nichts. "Sie stehen bislang weiter allein mit ihrem Schaden da", sagte der Verbraucherschützer. Müller regte einen Fonds für die Hardware-Nachrüstung von Dieseln an, die wegen Abgasmanipulationen bald mit Fahrverboten belegt werden könnten. So könnten Verbraucher von solchen Hersteller-Geldern profitieren.

Formal handelt es sich bei den "Aufsichtspflichtverletzungen" um eine Ordnungswidrigkeit; die Busse setzt sich aus dem gesetzlichen Höchstbetrag von fünf Millionen Euro sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile in Höhe von 995 Millionen Euro zusammen, wie die Volkswagen AG am Mittwochabend mitteilte. Der Autobauer verzichtet darauf, Rechtsmittel einzulegen "und bekennt sich damit zu seiner Verantwortung". Das Geld muss laut Staatsanwaltschaft innerhalb von sechs Wochen an das Land Niedersachsen gezahlt werden.

Volkswagen äusserte die Erwartung, "dass die Beendigung dieses Verfahrens auch erhebliche positive Auswirkungen auf weitere in Europa gegen die Volkswagen AG und ihre Konzerngesellschaften geführte behördliche Verfahren haben wird". Unter anderem laufen in Braunschweig Ermittlungen gegen frühere und aktuelle Manager - zum einen wegen des Anfangsverdachts des Betruges, zum anderen wegen Marktmanipulation. Anleger klagen ausserdem auf Schadenersatz in Milliardenhöhe, weil die VW-Aktie nach Bekanntwerden des Skandals auf Talfahrt ging. Die Manager sollen die Finanzmärkte im Herbst 2015 zu spät über den Abgasskandal informiert haben. Der Konzern betonte stets, dies rechtzeitig getan zu haben.

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Presse: VW-Aufsichtsrat will

Presse: VW-Aufsichtsrat will trotz Dieselkrise an Audi-Chef Stadler festhalten

Der Aufsichtsrat des Autobauers Volkswagen (VW) steht laut einem Medienbericht in der Dieselkrise hinter dem Chef der Konzerntochter Audi . Rupert Stadler werde bleiben, berichtete das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) mit Bezug auf das Umfeld des Aufsichtsrats. Die VW-Aufseher hatten demnach am Mittwoch über die Zukunft Stadlers beraten. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen den Audi-Chef./tos

14.06.2018 20:35

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Audi-Chef Stadler verhaftet -

Audi-Chef Stadler verhaftet - VW-Aufsichtsrat tagt

(ausführliche Fassung) - Mit Audi-Chef Rupert Stadler ist zum ersten Mal in der Dieselaffäre ein Unternehmenslenker verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft München wirft ihm Betrug vor und erwirkte am Montag einen Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr. In Wolfsburg trat am Mittag das Präsidium des VW-Aufsichtsrats zusammen, um über die neue Lage und die Konsequenzen zu beraten. Am Nachmittag sollte der Aufsichtsrat tagen.

18.06.2018 14:07

Die VW-Aktie reagierte mit Kursverlusten auf die Nachrichten. Am frühen Nachmittag lag sie mit 3,47 Prozent im Minus bei 155,42 Euro und war damit Schlusslicht im bereits schwachen Dax .

Stadler ist seit elf Jahren Audi-Vorstandschef. Kurz nach Aufdeckung manipulierter Abgaswerte bei VW-Vierzylinder-Motoren im Herbst 2015 in den USA hatte er Manipulationen auch bei Sechszylinder-Dieselmotoren von Audi zugeben müssen. Eine persönliche Mitwisserschaft oder gar Beteiligung hat er jedoch bis heute bestritten. Die VW-Eigentümerfamilien Porsche und Piech hatten Stadler bislang den Rücken gestärkt.

Vor einer Woche hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie ein Ermittlungsverfahren gegen ihn und ein namentlich nicht genanntes Vorstandsmitglied von Audi eingeleitet hat. Sie legt ihnen Betrug und Falschbeurkundung zur Last. Die beiden hätten Dieselautos mit manipulierter Abgasreinigung in Europa wissentlich in den Verkehr gebracht. Stadler soll nach der Aufdeckung der Manipulationen in den USA von den falschen Abgaswerten auch in Europa gewusst haben, aber anders als in den USA keinen Vertriebsstopp angeordnet haben. Die Ermittler stützten sich auf die Auswertung von Korrespondenz, verlautete aus Ermittlerkreisen.

Im März 2017 und im Februar 2018 hatte es in der Audi-Zentrale in Ingolstadt und im Werk Neckarsulm Razzien gegeben. Zur Sicherung von Beweismaterial hatten die Ermittler vor einer Woche auch die Privatwohnungen von Stadler und dem Vorstandsmitglied durchsucht.

Als Audi-Chef gehört Stadler auch dem VW-Konzernvorstand an. Ein VW-Sprecher wollte sich "vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen" inhaltlich nicht äussern. "Für Herrn Stadler gilt weiterhin die Unschuldsvermutung", sagte er. Eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums sagte am Montag, sie habe die Medienberichte wahrgenommen und darüber hinaus keine weiteren Informationen. "Zu staatsanwaltschaftlichen Vorgängen äussern wir uns generell nicht."

Gegen Stadler waren in der Vergangenheit schon mehrfach Rücktrittsforderungen laut geworden, auch Namen möglicher Nachfolger waren schon im Gespräch.

Audi soll in den USA und Europa von 2009 an rund 220 000 Dieselautos mit Schummelsoftware verkauft haben. Seit Ende 2015 hatten zwei Audi-Entwicklungsvorstände und vier weiter Audi-Vorstände ihren Hut nehmen müssen. Wegen der Abgastricksereien hatte Audi bereits 2,25 Milliarden Euro zurückstellen müssen.

Ein ehemaliger Porsche-Entwicklungsvorstand sitzt seit September 2017 in München in Untersuchungshaft. Einer seiner früheren Mitarbeiter bei Audi in Neckarsulm war nach mehreren Monaten Untersuchungshaft im November 2017 wieder freigekommen./rol/DP/stw

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Bester Halbjahres-Absatz für

Bester Halbjahres-Absatz für VW-Konzern in der Unternehmensgeschichte

Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Halbjahr erstmals über 5,5 Millionen Fahrzeuge weltweit an seine Kunden ausgeliefert. Das entsprach einem Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

17.07.2018 11:26

Im Juni stiegen die Verkaufszahlen um 4,1 Prozent gegenüber dem Einzelmonat 2017 auf insgesamt 958 600 Neuwagen, wie das Unternehmen am Dienstag in Wolfsburg mitteilte. "Hinter uns liegt das beste erste Halbjahr der Unternehmensgeschichte", sagte Konzern-Vertriebschef Fred Kappler.

In allen Kernregionen habe man bei den Auslieferungen deutlich zulegen können. Im zweiten Halbjahr erwartet der Konzern allerdings wegen der neuen Abgastests des Standards WLTP eine Durststrecke.

Es werde Auswirkungen auf die Auslieferungen geben, sagte Kappler. "Einige Fahrzeuge werden wir vermutlich später als geplant an Kunden übergeben", erklärte er. Am VW -Stammsitz Wolfsburg hält der Konzern nach den Werksferien tageweise die Bänder an. Grund: Er kommt mit der Zertifizierung verschiedener Varianten nicht hinterher. Im September greift der für Neuwagen verbindliche neue Abgastest-Standard WLTP.

Im wichtigsten Markt China lieferten die VW-Konzernmarken in der ersten Jahreshälfte knapp zwei Millionen Neuwagen aus - ein Plus von 9,2 Prozent. Im Monat Juni allerdings hielten sich die Kunden wegen der Senkung der Einfuhrzölle auf Importwagen zum 1. Juli zurück: Der Absatz sank um 2,2 Prozent auf 308 400 Neuwagen.

Deutlichen Auftrieb erlebte das Geschäft in Brasilien, wo der Absatz im ersten Halbjahr um 22,6 Prozent auf 174 400 Fahrzeuge zulegte. Auch in Russland stiegen die Auslieferungen zweistellig. In den Vereinigten Staaten betrug der Zuwachs 6,3 Prozent, auf dem Heimatmarkt Deutschland legten die Konzernmarken um 4,6 Prozent zu.

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Volkswagen-Kernmarke legt im

Volkswagen-Kernmarke legt im Juli kräftig zu - Abverkauf vor neuem Abgasstandard

Kurz vor Einführung der neuen Abgas- und Verbrauchsnorm WLTP hat der Autobauer Volkswagen vor allem in Europa Fahrzeuge mit altem Prüfstandard auf den Markt geworfen. In Westeuropa kletterten die Auslieferungen im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 30 Prozent, wie die Kernmarke des Volkswagen-Konzerns am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte. Der ungewöhnlich starke Anstieg sei im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass viele Märkte vor Inkrafttreten des WLTP-Testzyklus am 1. September Programme zum Abverkauf der nach NEFZ zugelassenen Fahrzeuge aufgelegt hätten, hiess es vom Unternehmen. "Die nächsten Monate werden allerdings herausfordernder werden", sagte Marken-Vertriebschef Jürgen Stackmann.

09.08.2018 10:07

Der neue Prüfstandard WLTP (Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure) stellt insbesondere Volkswagen auf eine harte Probe, weil hunderte Getriebe-Motorkombinationen nach dem ab 1. September verbindlichen Standard neu gemessen und zugelassen werden müssen. Der Konzern rechnet im zweiten Halbjahr beim operativen Ergebnis mit Belastungen in Milliardenhöhe, weil er nicht mit den Messungen hinterher kommt und zudem die Produktion tageweise angehalten werden muss.

Insgesamt lieferte Volkswagen weltweit 505 900 Autos an die Kunden aus, das war ein Plus von 8,4 Prozent. In China belastete die Zollsenkung für aus der EU importierte Fahrzeuge, die Auslieferungen gingen um 2,4 Prozent zurück. Die Autokäufer im wichtigsten Einzelmarkt hätten sich mehr Zeit für ihre Kaufentscheidung genommen, hiess es. Auf Jahressicht steht bei der Marke VW insgesamt ein Plus von 6,5 Prozent auf 3,62 Millionen ausgelieferte Autos zu Buche./men/fba

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Volkswagen will eine Million

Volkswagen will eine Million Autos in Wolfsburg bauen

Der Autoriese Volkswagen will die Produktion im Stammwerk Wolfsburg in den nächsten Jahren auf eine Million Autos erhöhen. Dazu werde die Produktion des Absatz-Dauerbrenners Golf mit Einführung der achten Modellgeneration in Wolfsburg gebündelt, sagte Andreas Tostmann, Produktions- und Logistikvorstand der Kernmarke VW Pkw. Die Golf-Fertigung aus Zwickau und dem mexikanischen Puebla werde ins Stammwerk verlegt. Zwickau bekommt dafür die Fertigung der neuen vollelektrischen ID-Modellfamilie. Bis 2020 solle die Produktivität aller deutschen Standorte um 25 Prozent zulegen, kündigte Tostmann an./tst/DP/stk

17.08.2018 08:10

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US-Aufseher Larry Thompson

US-Aufseher Larry Thompson legt Zwischenbericht zu VW vor

Der von den US-Behörden bei Volkswagen eingesetzte Aufpasser Larry Thompson legt am Montag (10.00 Uhr) seinen ersten Zwischenbericht vor. Kürzlich hatte Thompson fehlende personelle Folgen nach dem millionenfachen Betrug mit manipulierter Abgasreinigung von Dieselmotoren kritisiert.

27.08.2018 06:32

In seinem ersten halben Jahr hatte Thompson allerdings bei dem Autobauer gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Managern gemacht. "Volkswagen will wirklich den Kulturwandel schaffen, daran habe ich überhaupt keine Zweifel", sagte der Jurist Ende 2017.

Inzwischen will Volkswagen dem früheren Entwicklungschef der Marke VW , Heinz-Jakob Neusser, kündigen. Neben Neusser will sich Volkswagen auch von weiteren Mitarbeitern trennen, die in die Abgas-Affäre verwickelt waren.

Nach dem aufgeflogenen Abgasbetrug und dem Schuldeingeständnis des Konzerns in den USA soll Thompson sicherstellen, dass sich ein solches kriminelles Verhalten nicht wiederholt. Seine Bestellung ist Teil des Milliardenvergleichs zwischen VW und dem US-Justizministerium./tst/DP/jha

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VW-Zwischenbericht von US

VW-Zwischenbericht von US-Aufseher: 'Haben noch viel Arbeit vor uns'

(Ausführliche Fassung) - Mehr Transparenz gefordert, Verstösse festgestellt: Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Abgasskandals eingesetzte Aufpasser Larry Thompson hat Volkswagen aufgefordert, sämtliche Informationen zeitnah zur Verfügung zu stellen. Vereinzelt sei er mit der Zurückhaltung bei der Übermittlung bestimmter Informationen nicht einverstanden, hiess es im am Montag veröffentlichten ersten Zwischenbericht Thompsons nach "Dieselgate". Dort wurden auch zwei Verstösse gegen die Auflagen festgestellt. Volkswagen-Rechtsvorstand Hiltrud Werner erklärte, es gebe grosse Fortschritte - aber auch immer noch Schwächen.

27.08.2018 12:53

Thompson beklagte in seinem Bericht, das Unternehmen habe unter Berufung auf das Anwaltsgeheimnis und den Datenschutz Schwärzungen in Dokumenten vorgenommen. Volkswagen habe Nachbesserungen zugesagt. Werner betonte: "Wir haben noch ganz schön viel Arbeit vor uns."

Aufgabe des früheren US-Staatssekretärs Thompson und seines rund 60-köpfigen Teams ist es, Volkswagen drei Jahre lang auf die Finger zu schauen, damit sich kriminelles Verhalten wie im Abgasskandal nicht wiederholt. Im Detail: Der Kontrolleur überwacht, ob der Autobauer den mit den US-Behörden geschlossenen Milliardenvergleich einhält. Volkswagen hatte im September 2015 zugegeben, in den USA die Abgasreinigung von Autos mit Dieselmotor manipuliert und so Kunden und Behörden betrogen zu haben.

Kürzlich hatte Thompson fehlende personelle Folgen nach dem millionenfachen Betrug mit manipulierter Abgasreinigung kritisiert. Allerdings kündigte VW inzwischen an, sich von Mitarbeitern trennen zu wollen, die in die Abgas-Affäre verwickelt waren. Der neue VW-Personalvorstand Gunnar Kilian sagte der "Braunschweiger Zeitung", generell ahnde des Unternehmen Regelverstösse "konsequent und der jeweiligen Verantwortlichkeit oder Pflichtverletzung angemessen".

Der Zwischenbericht von Larry Thompson legte zwei Verstösse bei Volkswagen offen - nach Werners Angaben wurde eine Liste von fünf Fragen im Zusammenhang mit der jährlichen Mitarbeiterbefragung "aus Versehen" nicht in die Manager-Handbücher aufgenommen. Zudem sei übersehen worden, zehn Tage vor Beginn von Emissionstests für das Modelljahr 2017 die Umweltbehörde CARB schriftlich zu informieren. Thompson sagte aber, Volkswagen selbst habe diese Verstösse gemeldet.

Der VW-Aufseher erklärte, es sei verfrüht, zu sagen, wie weit das Unternehmen bei der Umsetzung seiner Verpflichtungen gekommen sei: "Wir sind eher am Anfang unserer Audit-Arbeit." Volkswagen solle ein "besseres Unternehmen" werden. "Das ist unser gemeinsames Ziel", betonte er.

Dazu legte er auch Handlungsempfehlungen vor - diese betreffen Analysen, ob die umgesetzten Massnahmen wirklich greifen, aber auch Dokumentationspflichten. Auch schlug er vor, Ungenauigkeiten in Schulungsstatistiken abzustellen. Volkswagen habe zudem eine Reihe von Gremien und Prozessen eingerichtet, um Abgas- und CO2-Ziele für einzelne Fahrzeuge festzulegen, um damit die Einhaltung in der gesamten Flotte sicherzustellen. Thompson überprüft neben der Marke Volkswagen und den sogenannten Konzernfunktionen auch die Tochter Audi , Volkswagen Chattanooga und die Volkswagen Group of America.

Werner betonte, Volkswagen wolle auch in Sachen Integrität ein Vorbild sein - dies sei gleichrangig mit finanziellen Kennzahlen und Qualität der Fahrzeuge. Zu den Verstössen sagte sie: "Es ging um Dinge, die wir hätten umsetzen können, wenn wir achtsamer gewesen wären."

Ziel sei, das im April beschlossene Integritäts-Programm "Together4Integrity" bis 2020 auf die anderen Marken des VW-Konzerns auszurollen. Damit sollten 70 Prozent der Belegschaft erreicht werden: "Wir haben hier einen Marathon vor uns, dessen Umsetzung Jahre in Anspruch nehmen wird." Bis 2025 wolle Volkswagen alle Tochtergesellschaften weltweit und sämtliche rund 650 000 Mitarbeiter erreicht haben.

Werner machte auch klar, dass die vielbeschworene Verbesserung der Unternehmenskultur für den Konzernvorstand "oberste Priorität" habe. "Für den weiteren Kulturwandel rechne ich mit einem Dekaden-Horizont", sagte sie. Auch der Schulungsaufwand sei hoch: allein im vergangenen November seien rund 7300 Manager mit Themen rund um Integrität und Unternehmenskultur vertraut gemacht worden. Dies sei auch für andere Marken und Regionen vorgesehen./tst/DP/jha

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Schadenersatzklage im VW

Schadenersatzklage im VW-Skandal soll Tausenden helfen

Vom Dieselskandal betroffene VW-Besitzer können sich ab November einer Verbraucherklage anschliessen und damit möglicherweise einen Anspruch auf Schadenersatz sichern.

12.09.2018 13:38

Rund drei Jahre nach dem Bekanntwerden des Skandals um manipulierte Dieselmotoren kündigten der Bundesverband der Verbraucherzentralen und der ADAC am Mittwoch in Berlin eine Musterfeststellungsklage an.

Deren Ziel sei es, gerichtlich festzustellen, dass der Autobauer "mit Software-Manipulationen Käufer vorsätzlich sittenwidrig geschädigt" habe. Verbraucher könnten dann von einem Vergleich mit VW profitieren oder ihren Anspruch auf Schadenersatz leichter durchsetzen.

Beteiligen können sich demnach kostenlos alle, die ab dem November 2008 einen Diesel der Marken Volkswagen , Audi , Skoda oder Seat mit Motoren des Typs EA 189 gekauft haben, für die es einen Rückruf gab. Eine Vormerkung ist online auf der Homepage "www.musterfeststellungsklagen.de" möglich, ab November ist dann der Eintrag in ein Klageregister erforderlich. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will die Klage am 1. November am Oberlandesgericht Braunschweig einreichen - dann tritt das Gesetz in Kraft, das die neue "Einer-für-alle-Klage" ermöglicht. Der ADAC klagt nicht selbst, unterstützt den vzbv aber.

Im September 2015 hatte Volkswagen Manipulationen an Dieselmotoren einräumen müssen. US-Umweltbehörden hatten festgestellt und öffentlich gemacht, dass nur bei Tests die Abgasreinigung voll aktiviert war, während der Ausstoss auf der Strasse viel höher lag.

Tausende VW-Fahrer haben bereits auf eigene Faust geklagt. Die Musterfeststellungsklage sei nun auch "für diejenigen interessant, die keine Rechtsschutzversicherung haben oder denen die bisherigen Möglichkeiten zu kompliziert waren", sagte vzbv-Vorstand Klaus Müller. Wer sich von November bis zum 31. Dezember anschliesse, könne auch sicher sein, dass sein möglicher Anspruch nicht verjähre.

Vom Pflichtrückruf bei Volkswagen sind 2,5 Millionen Autos betroffen. 99 Prozent der betroffenen Dieselfahrer hätten bisher noch nicht geklagt, sagte Müller. Die Anwälte, die die Verbraucherschützer vor Gericht vertreten werden, rechnen mit "mindestens mehreren Tausend" Interessenten. Auch wer seinen VW-Diesel inzwischen verkauft hat oder verschrotten liess, sei nicht von der Klage ausgeschlossen. Mit einem Urteil des Braunschweiger Oberlandesgerichts rechnen die Verbände für das Jahr 2020. Danach könnte der Fall am Bundesgerichtshof landen.

Von Fahrverboten sind zwar auch andere Dieselfahrer betroffen - ihnen droht ebenfalls ein grosser Wertverlust, wenn sie ihren Wagen verkaufen wollen. In der Musterfeststellungsklage geht es aber nur um den Pflichtrückruf von Volkswagen, denn nur hier droht eine Verjährung von Ansprüchen zum Jahresende.

VW sieht kaum Erfolgschancen

Volkswagen sieht wenig Aussichten für die Klagen. "Das Instrument der Musterfeststellungsklage ändert nichts an unserer Position: Es gibt keine Rechtsgrundlage für kundenseitige Klagen im Zusammenhang mit der Diesel-Thematik in Deutschland", teilte der Autobauer mit. Schon heute blieben die Klagen von Kunden vor Landgerichten überwiegend erfolglos. Es gebe zudem zwölf Urteile von Oberlandesgerichten, die im Sinne von Volkswagen beziehungsweise im Sinne der Händler ausgefallen seien.

Dagegen sagte der Anwalt Ralf Stoll: "Ich denke, VW wird sich vor dieser Klage mit Sicherheit fürchten." Immer mehr Gerichte gäben den Geschädigten Recht. In manchen Fällen kommt es aber auch dazu, dass sich Konzern und Dieselkunden vor einer Gerichtsentscheidung per Vergleich auf eine Entschädigung einigen. Bei Einzelklagen mit Erfolgsaussicht habe VW versucht, Klägern Geld für ein Stillschweige-Abkommen zu bieten, sagte ADAC-Präsident August Markl. "Das wird in der Musterfeststellungsklage natürlich nicht gehen."

Volkswagen zufolge sind in Deutschland rund 23 800 Verfahren im Diesel-Skandal anhängig. Etwa 6100 Urteile seien bisher ergangen. Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) begrüsste die Ankündigung der Verbände: "Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen nicht die Dummen sein, wenn sich Unternehmen nicht rechtstreu verhalten."

Juristischen Ärger hat Volkswagen reichlich. Auch an anderer Stelle geht es um milliardenschweren Schadenersatz - allerdings für VW-Aktionäre. Am Oberlandesgericht Braunschweig läuft derzeit ein Musterverfahren der Anleger. Grundlage ist hier das sogenannte Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG), Musterklägerin ist die Sparkassen-Tochter Deka Investment. Die Schadenersatz-Forderung der Deka beläuft sich auf gut 200 Millionen Euro, insgesamt aber haben Tausende Anleger geklagt - es geht um fast 9 Milliarden Euro.

(AWP)

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VW sieht 'mögliche

VW sieht 'mögliche Auswirkungen' von neuen US-Sanktionen gegen Iran

VW prüft angesichts der neuen US-Sanktionen gegen den Iran mögliche Folgen für sein Geschäft in dem Land. "Volkswagen hält sich an alle geltenden nationalen und internationalen Gesetze sowie Export-Regularien", teilte der Konzern am Donnerstag auf Anfrage mit.

20.09.2018 15:17

"Darum beobachtet Volkswagen die Entwicklung des politischen und wirtschaftlichen Umfelds im Iran und in der Region sehr genau. Dabei berücksichtigen wir auch mögliche Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Wiedereinsatz der US-Sanktionen."

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hatte zuvor über den Twitter-Kanal der US-Vertretung in Berlin geschrieben: "Volkswagen hat uns mitgeteilt, die US-Sanktionen gegen den Iran zu befolgen." VW wollte sich nicht näher dazu äussern.

Die Wolfsburger waren im Juli 2017 nach mehr als 17 Jahren mit ihrer Kernmarke auf den iranischen Markt zurückgekehrt. Nach dem vorläufigen Ende der US-Strafmassnahmen gegen Teheran hatte VW mit dem lokalen Partner Mammut Khodro den Verkauf von Autos gestartet.

Grenell hatte von der deutschen Wirtschaft bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Frühjahr verlangt, Investitionen im Iran zurückzufahren - was ihm Kritik von Verbänden eintrug. So forderte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, von der Bundesregierung, vereinbarte Geschäfte mit dem Iran abzusichern.

Auch im Fall von Siemens hatte Grenell via Twitter Schritte eines deutschen Unternehmens angekündigt. "Siemens hat mir mitgeteilt, dass sie sich aus dem Iran zurückziehen, um US-Sanktionen zu erfüllen", schrieb er Ende August. Das Münchner Unternehmen teilte selbst mit, geeignete Massnahmen zu ergreifen, um die "Geschäftsaktivitäten mit den sich verändernden multilateralen Rahmenbedingungen bezüglich Iran in Einklang zu bringen". Man werde dafür sorgen, dass alle Exportbeschränkungen sowie alle Vorschriften "einschliesslich US-amerikanischer Sekundärsanktionen" strikt eingehalten würden.

US-Präsident Donald Trump hatte das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und Anfang August Sanktionen verhängt. Er wirft Teheran vor, Terrorismus zu finanzieren. Die Massnahmen betreffen zunächst Finanzgeschäfte, vor allem den Dollar-Handel. Es besteht aber die Sorge, dass etwa auch europäische Banken, die Geschäfte mit dem Iran finanzieren, von "sekundären" US-Sanktionen getroffen werden könnten./jap/DP/tos

(AWP)

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