Aryzta

ARYZTA N 

Valor: 4323836 / Symbol: ARYN
  • 0.967 CHF
  • +2.02% +0.019
  • 19.07.2019 17:31:35
558 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'588
@Gertrud

gertrud hat am 11.11.2018 17:13 geschrieben:

Bei Kevin Tolands Antritt war die BöKap 2700Mio. Hätte er gleich die 800 Mio Euro via KE eingesammelt, wäre der Wert danach – schätz ich – 2500 Mio gewesen, und die Aktionäre hätten etwas geschimpft, aber dem Herrn Toland hätte niemand einen Vorwurf gemacht.
Aber der Herr Toland liest halt das Cash-Forum nicht, denn

gertrud hat am 13.03.2017 10:40 geschrieben:

..... Ich erwarte eine massive Wertberichtigung mit anschliessender Kapitalerhöhung. Wenn jetzt das alte Management schon Ende März weg ist, könnte das noch im ersten Halbjahr 2017 durchgezogen werden. Der neue CEO könnte das zur Antrittsbedingung machen, damit er sich nicht zuerst noch mit den Altlasten rumschlagen muss, sondern gleich auf das Geschäft konzentrieren kann. Ich würde das jedenfalls so machen. Ich wurde allerdings nicht angefragt. Dabei backe ich auch gelegentlich Brot.

Durch das Verschleppen der KE um anderthalb Jahre wird der Wert nun nach der KE – schätz ich – 1400 Mio sein, also eine satte Milliarde weniger.

Das ist wäre/hätte/würde und Vergangenheit. Also nach vorne schauen:

Ich denke, dass am Freitag bei CHF1.30 ein Boden gefunden sein könnte, WENN NICHT nur SOWENIGE Anrechte (12% vom Total) bis heute gehandelt worden wären.
- Die positive Interpretation: Die meisten Aktionäre haben sich längst im Vorfeld entschieden und allenfalls die Aktien abgestossen.
- Die negative Interpretation: Die Flut der Bezugsrechte wird erst morgen Montag auf den Markt geworfen.

Morgen Mittag wird man es wissen: Sind bis dann wieder nur 10-15 Mio ARYN1 gehandelt, ist die KE wohl gelaufen.

Ganz klar: Die hätten Dich wählen sollen! Gertrud for president. Mosking

Aber im Ernst; Ich bewundere Deine Weitsichtigkeit, die grenzt schon fast an Wahrsagerei. Clapping

 

Für die Altaktionäre ist der aktuelle Verlauf zwar eine absolute Katastrophe, aber für Neuaktiomäre bietet sich dafür die Chance gutes Geld mit dieser Aktie zu verdienen, denn es ist wahrscheinlich dass sich diese aktuellen tiefen Kurse mindestns mittelfristig wieder erholen und man mit dieser Aktie noch anständige Gewinne einfahren kann.

 

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

Eleggua
Bild des Benutzers Eleggua
Offline
Zuletzt online: 19.07.2019
Mitglied seit: 12.11.2018
Kommentare: 15
Hallo Guppy,

Hallo Guppy,

 

an deiner Stelle würde ich mich jetzt nicht so sehr ärgern.

Ich würde die Bezugsrechte einfach verkaufen und dann eben die Altaktie jetzt oder später die neuen Aktien in gewünschter Stückzahl kaufen. Zur Zeit ist das Bezugsrecht ja einigermassen fair gepreist. Bei dieser Vorgehensweise brauchst du auch nicht warten bis die neuen Aktien endlich ins Depot gebucht werden (wie dies bei Ausübung der Bezugsrechte wäre)

Übrigens ist der letzte Handelstag der Bezugsrechte morgen 13.11. und nicht heute 12.11.

Guppy
Bild des Benutzers Guppy
Offline
Zuletzt online: 14.11.2018
Mitglied seit: 12.11.2018
Kommentare: 3
Bezieht sich der von Euch

Das Schreiben war wie gesagt bereits vom 9.11. An diesem Tag wurden die BR auch erst gutgschrieben anstatt am 7.11., wo sie noch fast doppelt so hoch notiert wurden.

Trotzdem hat die Bank noch keine BR verkauft ohne eine Begründung abzugeben. Und ich selbst kann sie nicht mehr verkaufen über mein Depot.

Auch ein Anruf bei der Bank hat nichts weiteres ergeben ausser das auf das Schreiben verwiesen wurde.

Bezieht sich der von Euch angegebene Handelstag auf deutsche Börsen oder die Schweiz ?
 

Eleggua
Bild des Benutzers Eleggua
Offline
Zuletzt online: 19.07.2019
Mitglied seit: 12.11.2018
Kommentare: 15
Leerverkäufer

Ich hatte auch vermutet, dass die Leerverkäufer sich in Aktien und Bezugsrechten eindecken müssen. Dem ist aber wahrscheinlich nicht so! 

Mir ist aufgefallen, dass vom 01. November bis zum Beginn des Bezugsrechtehandels über 21 Mio. Aktien off Exchange gehandelt wurden. Diese Differenz ergibt sich jedenfalls wenn man die Marktdaten mit den gehandelten Volumen (historische Daten) von der SIX abgleicht. Sieht so aus, dass die Leerverkäufer ganz diskret durch die Hintertür verschwunden sind.

Das bedeutet aber auch, dass ihnen jemand über 21 mio. Aktien verkauft hat. Vermutlich Teilnehmer welche nicht an der KE partizipieren möchten. Ich denke, dass damit so langsam die grossen Spieler ihre Positionen bereinigt haben, was eine gute Basis für ein Kurstief sein kann. Morgen regnet es noch die Bezugsrechte, für die keine Weisungen erteilt wurden, und dann ist fertig.

Aryzta wird auch noch eine Weile ein Problemkind bleiben, aber das ist längstens bekannt. Die Marktkapitalisierung inkl. neuer Mittel ist ja ein Witz. Da sind ja die reinen Produktionsanlagen schon soviel wert. Das sämtlicher Goodwil bei denen NULL sein soll, ist auch schwer zu glauben.

Fazit: Short Squeeze ist eher nicht zu erwarten. Luft nach oben (nach der KE) haben sie auf jeden Fall. 1,85 bis 2 CHF sollten im Rahmen liegen.

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'588
Kurs zieht an +8,5%!

Jetzt hat es aber gedreht, aktuell +8,5%! Offenbar haben sich noch nicht alle Leerverkäufer eingedeckt. Yahoo

Die Anrechte liegen 40% im Plus!

Besser reich und gesund als arm und krank!

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'588
@Guppy

Ich würde davon ausgehen dass die Bezugsrechte verkauft wurden. Falls nicht, dann schreib doch eine Konsumentenorganisation an, die publizieren solche Sachen zum Schaden der Depotbank gerne!

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

Guppy
Bild des Benutzers Guppy
Offline
Zuletzt online: 14.11.2018
Mitglied seit: 12.11.2018
Kommentare: 3
Nicht mal das ist möglich.

Nicht mal das ist möglich.

Die Bank hat mir mitgeteilt, dass der private BR Handel nur bis heute 11 Uhr möglich war.

Ich weiß nicht, woher die diese Restriktion nehmen oder ob das alles rechtens ist. Also aktuell Verlust von mehr als 80 Prozent, nur weil ich meine BR nicht ausüben darf. Wenn ich diese zumindest verkaufen dürfte, wären es immer noch 50 Prozent Miese.

Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in Deutschland möglich ist. Ist da wirklich kein Schutz für Privatanleger ? Das ist ja wirklich eine Zwangsenteignung.

Das war auch noch in dem Schreiben enthalten:

 

"...Daher werden

wir versuchen, die Bezugsrechte für Sie zu verkaufen. Ob wir einen Verkaufserlös dafür erhalten, können wir

Ihnen nicht garantieren. Das hängt wie bei anderen Börsenverkäufen davon ab, ob sich ein Käufer für den

Bestand findet. Wird der Verkauf ausgeführt, schreiben wir Ihnen den Erlös gut - abzüglich eventuell

anfallender ausländischer Gebühren und Steuern und umgehend, nachdem das Geld bei uns eingegangen

ist..."

 

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'588
@Guppy

Da kann man wohl nur noch sein Bedauern mitteilen, das ist wirklich Scheisse.

Falls das nötige Geld vorhanden ist, würde ich die Anrechte verkaufen und im Gegenzug halt 7900 Aryztaaktien kaufen. Das ist ja im Prinzip das selbe wie die Anrechte auszuüben. Viel Glück.

 

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

Guppy
Bild des Benutzers Guppy
Offline
Zuletzt online: 14.11.2018
Mitglied seit: 12.11.2018
Kommentare: 3
Hallo zusammen,

Hallo zusammen,

vielen Dank für diesen informativen Thread hier.
Ich möchte Euch dringend um Eure Hilfe bzw. Rat bitten:

Ich habe am 5.11. für 5.200 Euro 790 ARY Aktien gekauft. Depot ist bei der ING Diba in Deutschland

Die Bezugsrechte wurden mir erst am Freitag gut geschrieben als sie bereits von 0.47 auf ca. 0,20 EUR gefallen waren.

Nun wollte ich meine BR ausüben zum Kauf neuer Aktien zum Preis von ca. 0.87 EUR (1 CHF).

Leider hat mir die ING Diba am Telefon wie auch per Email mitgeteilt, dass die Bezugsrechte in Deutschland angeblich nicht ausgeübt werden können zum Bezug neuer Aktien, da der Prospekt von Aryzta nicht den Richtlinien entsprach.

Für mich ist das aber aus dem Prospekt nicht ersichtlich, dass nur Instituionen oder ausser-deutsche Handelsplätze die BR wahrnehmen dürfen:

http://hugin.info/142194/R/2223482/871392.pdf

Die Ing Diba will die BR nun bestmöglich veräußern ohne mein Einstimmen.

Was soll ich denn nun nur tun ? Heute ist ja der letzte Handelstag der BR.
Wenn diese zu aktuell 0,20 EUR veräußert werden und ich nicht die neuen Aktien für 1 CHF kaufen kann, beläuft sich mein Verlust aktuell auf 50 Prozent.

Wenn ich die BR gar nicht veräußern würde auf 80 Prozent.

Ist sonst noch jemand betroffen ?

Habe eben mit Aryzta telefoniert und Sie haben es bestätigt.
Dass nur Institutionen die BR ausüben dürfen und keine Privatpersonen.

Gibt es denn wirklich keinerlei rechtlichen Schutz ?

Kann ich noch irgendetwas machen ?

Es ist wirklich tragisch für mich...

Wie lange können die BR heute noch verkauft werden ?

Ich wäre Euch wirklich sehr dankbar, wenn Ihr mir helfen könntet, was ich jetzt tun soll.

 

Bargain
Bild des Benutzers Bargain
Offline
Zuletzt online: 08.07.2019
Mitglied seit: 15.03.2018
Kommentare: 170
Ich muss Ihnen offen

Ich muss Ihnen offen zugestehen, dass ich mit der Zeit richtig Mitleid bekomme habe, als ich sah, wie von Woche zu Woche die Papiere von Aryzta (Börsensymbol: ARYN SW) mit erhöhtem Tempo Richtung Boden sausten. Meine Verkaufsempfehlung war vom Timing perfekt: -80.71% seit dem 1.1.2018, war der Stand von letzter Woche. Doch nun hat die Talfahrt nochmals Tempo zugelegt. Im Rahmen des Bezugsrechthandels werden die Papiere Millionenfach zur Disposition gestellt. Speziell der Goodwill (1.8 Milliarden EURO), welcher in den Büchern steht, würde mir als Aktionär ernsthafte Sorgen bereiten. Schon im Jahr 2017 musste ein hoher dreistelliger Franken Betrag aufgrund des überhöhten Goodwills abgeschrieben werden. Was für mich auch nicht überzeugend tönt ist die EBITDA Marge, welche sich von 2017 bis 2018 nochmals stark abschwächte, was keine erfreuliche Tendenz darstellt. Kapitalerhöhungen waren in der Vergangenheit an der Schweizer Börse keine gefreute Sache. Was für die Firma spricht ,ist der Kampfgeist des aktuellen Managements, welches mit grossem Elan versucht, den Turnaround hinzukriegen, was keine sehr einfache Angelegenheit darstellt. Interessant ist eine Auflistung der zehn grössten Aktionären des Unternehmens und das sind in meinen Augen wirklich keine Anfänger im Investmentbereich: The Vanguard Group oder eine Credit Suisse Asset Management mit einem Anteil von 1.85% am Unternehmen. Ich nehme an, dass hier mächtig Dampf gemacht wird, nicht offiziell sondern hinter verschlossenen Türen. Denken Sie daran, dass die internationalen Hedgefonds, welche eine Short Position einnehmen, mächtig auf der Gewinnerseite sind und sich nicht herauslocken lassen. Betrachte ich das Ganze aus einer objektiven Warte, würde ich im Gleichklang mit den Hedgefonds agieren. Der aufgebaute Goodwill ist brandgefährlich. Ich würde jedenfalls nicht mehr auf eine Gegenbewegung nach oben wetten: Hier ist noch vieles im Unklaren.  (Hände weg)

Quelle: payoff.ch

otti
Bild des Benutzers otti
Offline
Zuletzt online: 30.06.2019
Mitglied seit: 27.01.2010
Kommentare: 1'485
So, ich hab mir mal ein paar

So, ich hab mir mal ein paar Gipfeli geholt. Falls heute Abend noch billiger abverkauft wird, kaufe ich nach. Man kann die zur Not ja auch einfrieren und später in den Ofen schieben.

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'588
Eleggua hat am 12.11.2018 15

Eleggua hat am 12.11.2018 15:27 geschrieben:

Aryzta wird auch noch eine Weile ein Problemkind bleiben, aber das ist längstens bekannt. Die Marktkapitalisierung inkl. neuer Mittel ist ja ein Witz. Da sind ja die reinen Produktionsanlagen schon soviel wert. Das sämtlicher Goodwil bei denen NULL sein soll, ist auch schwer zu glauben.

Fazit: Short Squeeze ist eher nicht zu erwarten. Luft nach oben (nach der KE) haben sie auf jeden Fall. 1,85 bis 2 CHF sollten im Rahmen liegen.

Das sehe ich auch so! Selbst der dümmste Manager kauft doch nicht Firmen auf die überhaupt nichts wert sind und zahlt dafür einen hohen Preis. Man wollte scheinbar Umsatz bolzen, aber nur wertlose Betriebe hat man trotz allem nicht gekauft! Weil Aktien im grossen Stil leerverkauft wurden (mit grossem Erfolg) musste man natürlich alle negativen Punkte auch massiv übertreiben. Aber mittelfristig wird die Börse das auch wieder erkennen und es werden sich wieder realistische Kurse einstellen die den wahren Wert des Konzerns auch realistisch widerspiegeln.

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

gertrud
Bild des Benutzers gertrud
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 09.09.2015
Kommentare: 969
Vergesst die Schulden nicht!

Vergesst die Schulden nicht! Die Assets gehören zuerst mal den Gläubigern. Otti und mir, zum Beispiel. 

pee1983
Bild des Benutzers pee1983
Offline
Zuletzt online: 19.07.2019
Mitglied seit: 13.03.2018
Kommentare: 120
JO Hambro Capital Management Ltd hält neu 4.97 % bei Aryzta

JO Hambro Capital Management Ltd, London hat am 08.11 auf 4.97 % aufgestockt

otti
Bild des Benutzers otti
Offline
Zuletzt online: 30.06.2019
Mitglied seit: 27.01.2010
Kommentare: 1'485
Gertrud bringt es mal wieder

Gertrud bringt es mal wieder auf den Punkt Smile

 

Sollten sie auf die Idee kommen den Aktionären als Trostplaster eine Anlaufdividende zu zahlen, kommt eine happige Nachzahlung an Zinsen für die Hybridbonds auf die Aktionäre zu. Also in den Himmel wachsen die Bäume hier sicher nicht. 

Ich wäre mit einer kleinen technischen Erholung des Aktienkurses um 10% bis 15% froh und würde meine Aktien auf diesem Niveau auch schon wieder abstossen. 

Tobias007
Bild des Benutzers Tobias007
Offline
Zuletzt online: 02.07.2019
Mitglied seit: 29.08.2014
Kommentare: 28
Aryzta ist jetzt nicht Sfr. 1

Aryzta ist jetzt nicht Sfr. 1.4 Milliarden bewertet statt höher bewertet, weil die Kapitalerhöhung zu spät kam, sondern weil der Ebitda Ende Januar 2018 von ca. 420 Mio. Euro auf 360 Mio. korrigiert wurde, später Ende Frühjahr 2018 auf 300 bis 320 Mio. Euro (Gewinnwarnungen). Das neue neue Management hat sich immerhin als zuverlässig erwiesen und Wort gehalten im Bezug auf die Guidance. Das Jahresebitda war sogar ganz leicht höher als Ende Frühjahr vorausgesagt. Das Aktienkapital war übrigens damals nicht 2.4 Mia, sondern bei Kursen um 38 Sfr. im Januar 2018 3,5 Mia. Sfr.. Umgerechnet auf den alten Kurs musste eine Altakite neues Kapital von ungefähr 9 Sfr. einschiessen, ob die alte Akite nun 38 Sfr. oder 9 Sfr. wert ist, spielt keine Rolle, 9 Sfr. sind 9 Sfr.. Alles hängt davon ab, wie sich Umsatz, Gewinnmarge, Ebitda und Reingewinn in Zukunft auf alle Aktien verteilen (alte und neue Aktien). Wenn sich der Ebitda 2020 nach dem Restrukturierungsprogramm und den normalisierten Gewinnmargen wieder in die Region von 400 Mio. Euro bewegt, der Reingewinn in die Region von 150-200 Mio. Euro, dann wäre der Gewinn pro Aktie wieder in der Region von 15 bis 20 Rappen, Tendenz stiegend und bei einem konservativ gerechneten KGV müsst der Kurs wieder in der Region von Sfr. 3-4 sein.

Die tiefen Kurse sind m.E. immer noch verfälscht durch Druck von den Begugsrechtsveräusserungen und den Leerverkäufern, aber Geduld braucht es hier schon. Mein Vater, ein Investor, der 50 Jahre Börsenerfahrung als Börsenchef einer grossen Bank hatte, sagte immer: "Selling on good news, buying on bad news.", aber nur wenn Qualität vorhanden ist. Geduld und Qualität als wichtigste Anlageprinzipien. Aryzta ist Weltmarktführer in einem wachsenden Markt, hatte Probleme (Wertberichtigungen und falsche Strategie (Cloverhill), ist jetzt aber mit einer befriedigenden Eigenkaptitalquote ausgerüstet und neuem mit neuem Management aufgestellt, dass die Zukunft vorsichtig optimisch bewertet werden kann.

Übrigens hinkt der Vergleich mit dem Haus, denn das Haus wird ja nicht unter Einbezug der Eigenkapitalquote verkauft, sondern aufgrund des Markwertes. Könnte der Käufer auch verminderte Hypothekarschulden übernehmen, wäre natürlich der Kaufpreis des Hauses bedeutend höher.

Noch ein Wort an die Hybridanleger, juristisch sind Hybridanleihen nicht Gläubiger oder Fremdkapitalgeber, sondern Eigner, darum werden auch höhere Zinsen gezahlt. Die höheren Zinse werden darum gezahlt, weil die Firma durch die Buchung der Hybridanleihen auf der Eigenkapitalseite bei den Gläubigerbanken bessere Konditionen bekommt. Hybridanleger sind nicht Gläubiger einer Firma, sondern Eigentümer.

Im Moment denkt niemand an Zahlungen von Dividenden, sondern dass die Zinsen der Hybridanleihen nachgezahlt werden und weitere Gewinne in Investitionen und für eine weiter verbesserte Eigenkapitalquote aufgewendet werden. Weiter will man Luft haben, um Picard nur zu einem guten Preis und nicht mehr unter Druck zu verkaufen. Eventuell wird Picard sogar behalten, 49% Prozent Anteil an 1,3 Mia. Umsatz und rund 100 Mio. Euro Reingewinn jährlich.

Von daher gesehen, haben auch die Hybridanleger einen tollen Schachzug gemacht, wenn sie den Mut hatten bei tiefen Kursen zu investieren, den Zinszahlungen und Rückzahlung sind nun wieder sicher.

(allfällige Orthographiefehler entschuldigen, schreibe diese Posts sehr schnell)

 

 

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'588
gertrud hat am 12.11.2018 18

gertrud hat am 12.11.2018 18:53 geschrieben:

Vergesst die Schulden nicht! Die Assets gehören zuerst mal den Gläubigern. Otti und mir, zum Beispiel. 

Jetzt gibt es ja 900 Millionen neues Geld, das wird ja hoffentlich schon reichen für Euch. Mosking

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

pee1983
Bild des Benutzers pee1983
Offline
Zuletzt online: 19.07.2019
Mitglied seit: 13.03.2018
Kommentare: 120
heute wieder in Plus

Aryzta ist heute wieder in Plus. Sollte es bis zum Handelsschluss so bleiben, wäre es m.M.n schon ein guter Ansatz. Diese Woche sind natürlich noch weitere Beteiligungsmeldungen erwartet die auf den Kurs wirken können. 

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'588
Hybridanleihe?

Welche Konditionen hat denn diese Hybridanleihe, Verzinsung, Kündigunsmöglichkeiten usw.? Danke für Aufklärung.

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

pee1983
Bild des Benutzers pee1983
Offline
Zuletzt online: 19.07.2019
Mitglied seit: 13.03.2018
Kommentare: 120
Picard nicht vergessen

Ich würde in der Darstellung auch Picard als Option mit berücksichtigen. (Der Wert liegt bei ca. 450 Mio. €.)

Aryzta kann dafür jetzt ohne Druck einen besseren Verkaufspreis verhandeln...

F1
Bild des Benutzers F1
Offline
Zuletzt online: 24.03.2019
Mitglied seit: 13.11.2018
Kommentare: 24
@Sarastro

Man sollte den kurzfristigen Verbindlichkeiten auch die kurzfristig verfügbare Liquidität gegenüberstellen v.a. die Debitorenguthaben. Deine Darstellung erscheint zu einseitig

sarastro
Bild des Benutzers sarastro
Offline
Zuletzt online: 06.07.2019
Mitglied seit: 06.12.2014
Kommentare: 598
Locker vom Hocker

ist typisch für das Niveau dieses Forums. Kein Wunder, dass hier Börsenverlierer dominieren.

In Aryzta bin ich nur über einen ETF auf den SMIM investiert. Deshalb interessiert mich diese Bude nur ganz am Rande. Trotzdem zitiere ich aus dem letzten Geschäftsbericht (S. 77 und 78). Dann sollte die Goodwill- und Verschuldungssituation (fast) jedermann klar sein.

Group Consolidated Balance Sheet as at 31 July 2018
in EUR `000 2018 2019
Assets    
Non-current assets    
Property, plant and equipment 1,243,692 1,386,294
Investment properties 14,574 19,952
Goodwill and intangible assets 2,057,703 2,651,937
Investments in joint ventures 420,016 528,188
Deferred income tax assets 74,961 158,767
Total non-current assets 3,810,946 4,745,138
     
Current assets    
Inventory 244,535 252,162
Trade and other receivables 153,970 164,271
Derivative financial instruments 1,268 4,311
Cash and cash equivalents 517,854 535,570
  917,627 956,314
     
Assets of disposal groups held-for-sale 7,000 -
Total current assets 924,627 956,314
Total assets 4,735,573 5,701,452
     
Equity    
Called up share capital 1,191 1,172
Share premium 807,512 774,040
Retained earnings and other reserves 864,157 1,426,440
Total equity 1,672,860 2,201,652
     
Liabilities    
Non-current liabilities    
Interest-bearing loans and borrowings 1,772,315 383,242
Employee benefits 6,975 6,644
Deferred income from government grants 14,408 18,280
Other payables 49,664 36,278
Deferred income tax liabilities 212,878 353,164
Derivative financial instruments - 704
Total non-current liabilities 2,056,240 798,312
     
Current liabilities    
Interest-bearing loans and borrowings 255,803 1,886,198
Trade and other payables 684,335 750,511
Income tax payable 65,506 63,283
Derivative financial instruments 829 1,496
Total current liabilities 1,006,473 2,701,488
     
Total liabilities 3,062,713 3,499,800
     
Total equity and liabilities 4,735,573 5,701,452

 

Mit den erhofften 800 Millionen CHF aus der Kapitalerhöhung sind nicht einmal die laufenden Verbidlichkeiten gedeckt. Der Cash-Bestand wird weiter reduziert. Na dann, viel Vergnügen!

gertrud
Bild des Benutzers gertrud
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 09.09.2015
Kommentare: 969
Eingenommen

Na, dann ging das ja ganz gut mit dieser Kapitalerhöhung, so ziemlich nach Drehbuch.

Ein bisschen Fake Facts wurden hier allerdings schon gepostet:

Sarastro, F1 hat natuerlich recht.
Tobias007: Sicher sind die Inhaber von Hybridanleihen Gläubiger. Nachranging, die allerletzten sozusagen. Hingegen hast Du recht damit, dass die Schuldnerin die Hybride unter dem Eigenkapital verbucht. Damit hat Aryzta ausgiebig getrickst, bis das Fass zu überlaufen drohte.
Und dann nicht Aktienkapital mit Börsenkapitalisierung verwechseln.

Etwas Ordnung muss sein.

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'588
@Gertrud

Da warst Du aber sehr weitsichtig und hast die Situation genau erkannt! Gratulation, Du bist offenbar eine sehr kluge Frau. Clapping

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

gertrud
Bild des Benutzers gertrud
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 09.09.2015
Kommentare: 969
Die Sache mit den Hybrids ist

Die Sache mit den Hybrids ist gelaufen. Antwort auf deine Fragen findest Du am 23.3.2018 in diesem Thread. 

gertrud
Bild des Benutzers gertrud
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 09.09.2015
Kommentare: 969
@ otti 

@ otti 
als ich geschrieben habe "gelaufen" meinte ich für Neueinsteiger. Das Chancen/Risko ist jetzt nicht mehr dasselbe wie bei 70-80er Kursen.
Deine Erwartungen sind berechtigt und ich teile sie. Sollte in den nächsten 3 Monaten die Meldung von Aryzta kommen, dass die Anleihen wieder bedient werden, geht es über Pari.

 

@ Kapitalist

"gross investiert ?" - das war wohl eher ein symbolischer Akt in der Grössenordnung.

otti
Bild des Benutzers otti
Offline
Zuletzt online: 30.06.2019
Mitglied seit: 27.01.2010
Kommentare: 1'485
@gertrud: du sagst, die

@gertrud: du sagst, die Hybrid Geschichte ist gelaufen. Glaubst du nicht mehr an einen run to par? In ARY13 sollten per märz 19 noch rund 9 Punkte Zinsen drinstecken. FALLS sie zahlen sollten. Also ein theoretisches Potential von ca 15 Punkten im best case gegenüber Stand heute. Eigentlich wollte ich den Bond noch halten, aber wenn du meinst dass es jetzt gelaufen ist, stosse ich ab.

viceroy
Bild des Benutzers viceroy
Offline
Zuletzt online: 18.12.2018
Mitglied seit: 11.11.2018
Kommentare: 4
@ sarastro

@ sarastro: Dafür, dass dich "diese Bude nur ganz am Rande" interessiert, bist du kommunikativ sehr engagiert. Man kann die Meinung vertreten, dass 800 Mio. CHF "sehr knapp" sind. Viele, die schon vor der KE investiert waren, waren offenbar anderer Meinung; immerhin stimmten 47 % gegen die KE. Und gewisse Grossaktionäre, welche wohl auch nicht der Meinung waren, dass sich Aryzta "unmittelbar vor einem Konkurs" befand, hätten eine weniger weitgreifende Lösung bevorzugt. Nunja, gestern gings zur Abwechslung mal flott rauf, und wenn die Irrungen und Wirrungen der KE vorbei sind, werden wir sehen, wie knusprig die Brötchen wirklich sind. Als einer der "Börsenverlierer" (zumindest Stand heute) bin ich jedenfalls noch bzw. wieder zuversichtlich.

Silence
and a deeper silence
when the crickets
hesitate

(L. Cohen)

sarastro
Bild des Benutzers sarastro
Offline
Zuletzt online: 06.07.2019
Mitglied seit: 06.12.2014
Kommentare: 598
@F1 und gertrud

Ich hatte im vorhergehenden Post lediglich die von Aryzta publizierte Bilanz zitiert, genau so wie sie im Geschäftsbericht steht. Die Kritik wäre also nicht mein Problem, sondern Sache von Arizta.

Trotzdem genügt nur schon ein summarischer Blick auf diese Zahlen, um Verständnis für die Haltung der Banken aufzubringen. Mit dieser Bilanz würde ich keiner Firma Kredit einräumen. Zuerst müsste dringend zusätzliches Eigenkapital her.

Unmittelbar vor einem Konkurs ist nur noch der Cash maßgebend. Deshalb gab es gar keine Alternative zur Kapitalerhöhung. Mit dem zusätzlichen Eigenkapital ist Arizta aber noch längst nicht über dem Berg. Die 800 Mio. CHF sind nach meiner Meinung sehr knapp. Der Betrag kam eher aus der Überlegung heraus, wie viel Geld bei der vorhandenen Börsenkapitalisierung überhaupt herein geholt werden kann. Den Rest müssen nun die Banken auf Kredit liefern. Vermutlich werden die Banken kooperativ mitspielen. Andernfalls wäre Arizta pleite und der Schaden für die Banken hoch.

Für das Cash-Management genügen die Angaben einer Bilanz aus dem Geschäftsbericht natürlich nicht. Dafür wären detailliertere Informationen notwendig.

Ich persönlich würde dieser Firma kein Geld gegen Aktien zur Verfügung stellen. Selbst bei Bonds müssten mir sehr hohe Zinsen geboten werden, damit ich dieses Risiko eingehen würde.

 

PS für pee1983: Ein Verkauf von Picard für 450 Mio. CHF würde voraussetzen, dass ein Käufer für diesen Betrag gefunden wird. Offenbar hat niemand daran Interesse.

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 21.07.2019
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'588
Bosse haben auch einen Schuh rausgezogen

Zyndicate hat am 14.03.2018 07:19 geschrieben:

Aryzta-Chefs decken sich mit Aktien ein

Beim Backwarenkonzern Aryzta haben die zwei obersten Aushängeschilder nach Vorlage der Halbjahreszahlen Aktien ihres Arbeitsgebers erworben.

14.03.2018 07:30

VR-Präsident Gary McGann habe 4'930 und CEO Kevin Toland 5'043 Titel gekauft, teilt das Unternehmen am Mittwoch mit. McGann ist seit Dezember 2016 bei Aryzta mit an Bord, Toland seit September 2017.

Die beiden Manager wendeten also jeweils etwas mehr als 100'000 CHF auf. Die Aryzta-Aktien waren am vergangenen Montag mit dem Halbjahresbericht unter Druck geraten und schlossen zu Wochenbeginn 2,3% tiefer.

Einen weniger guten Schnitt dürfte daher Pat Morrissey gemacht haben. Der Gesellschaftssekretär hatte vor zwei Tagen seinen Rücktritt bei Aryzta erklärt und habe in der Folge 133'569 Anteile der Gesellschaft verkauft, wie Aryzta weiter mitteilt.

(AWP)

Die zwei obersten Bosse haben im März 2018 noch gross in Aryzta investiert und aktuell auch einen grossen Verlust eingefahren. Da die zwei mit Sicherheit mehr wissen als wir, darf man eigentlich davon ausgehen dass sich ausserhalb der Bilanz noch "stille Rserven" befinden, die hatten im März auch noch rund Fr. 20.- für ihre Aktien bezahlt!  Oder glaubt wirklich jemand dass die so wenig von ihrer Bude wissen? Scratch one-s head

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

Seiten