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sarastro
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marabu
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Enjoy Life!

Selbstverständlich eine wichtiger Aspekt. Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Psychologie auf dem Börsenparkett ist trotzdem eine spannende Angelegenheit! Ausserdem scheint mir wichtig, verschiedene Ansichten zu vernehmen. Die Meinungen alter Hasen wie Marc Faber, Philip A. Fisher, Jim Rogers und anderen interessieren mich. Je mehr man sich in das Denken anderer hineinversetzen kann, desto mehr lassen sich manchmal gewisse Ereignisse antizipieren. Manchmal fehlt mir die Geduld, Gewinne laufen zu lassen. Dann ahne ich aber auch wieder Gegenreaktionen und handle richtig. Heute Morgen zB den Gewinn bei Alibaba (Xtra) an Land gezogen. Heute Abend wäre er schon weg.

tolggoe28
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Tja wie steigt man besten ein

Tja wie steigt man besten ein.

Also ehrlich gesagt momentan am besten gar nicht. Wenn man die Charts in den USA betrachtet kann das Warnsignal eines bevorstehenden Crashs nicht deutlich genug gesehen werden. Jede Erholung fällt schwächer aus als die letzte. Ein Vorbote der sich in einen Crash auswachsen kann. Dann heisst es einfach für einige Montage oder für ein Jahr schön die Pfoten von den vermeintlich günstigen Aktien lassen. Nach der Korrektur von ca. 60%-70% muss man sich als Leihe nur noch Gedanken darüber machen ob es die Bude in welche man investieren will in 5 Jahren noch geben kann und ob noch KE anstehen. Wenn man diese Fragen mit nein beantworten kann spielt es gar nicht mal so eine grosse Rolle was man kauft. Das Wasser hebt dann alle Boote.

 

 

Megavolt
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Die Kehrichtabfuhr!

Einige gute Hinweise, wie man sich als Kleinanleger von Verlusten mit Trashaktien schützen kann wurden schon gegeben.

Eine weitere Variante wäre die Schockmethode. Wie funktioniert diese?
In der Zigarettenindustrie werden beispielsweise von Gesetzeswegen „Schockbilder“ auf die Packungen gedruckt um aufzuzeigen, was man als Raucher langfristig zu erwarten hat. Das Ergebnis: Keine Sau interessiert‘s (für mich als Nichtraucher übrigens unverständlich – auf mich wirkt das Ganze wirklich abschreckend)!

Im Cashforum liesse sich diese Schock-Methode auch anwenden:
Ein Forumsteilnehmer, der andere Anleger gerne vor Trashaktien warnen möchte, kauft Put-Optionen seiner ausgewählten Müllaktien (sofern verfügbar). Anschliessend übermalt er mit dickem Filzstift seinen Namen auf dem Transaktionsbeleg um seine Identität zu schützen und scannt den Beleg im Forum als Beweis seines Kaufs ein.
Zum Zeitpunkt des Verkaufs der Putoption tut er dasselbe. Jedermann und jede Frau kann dann den unglaublichen finanziellen Erfolg des Forumsteilnehmers sehen, der mit dem Absturz der Müllaktien Millionen verdiente. Die Aktie wird dann gemieden. Genauso wie Raucher aufgrund von Schockbildern Zigaretten meiden…

Lieber Sarastro, Ich schätze Deine Beiträge sehr (zumindest wenn sie sachlich sind und sich nicht gegen Personen richten). Allerdings dürftest Du langfristig mit Deinen Versuch, andere vor schlechten Investments zu warnen, sehr unglücklich und frustriert werden.
Cash als Ganzes ist nämlich Trash. Es ist der „Blick am Abend“ des Finanzjournalismus (im Gegensatz zu gutem Wirtschaftsjournalismus wie FUW).
Gerne hätte ich bei FUW eine eigene Kolumne, wie der Praktikus (Vielleicht "Volti's Weisheiten"). Junge wäre das Klasse. Dafür bin ich aber zu wenig prominent und bestimmt auch zu wenig begabt. Also tummle ich mich halt beim Blick (Cash) herum…
Der Blick dient bekanntlich nicht der Information, sondern der Unterhaltung.
So gesehen könntest Du uns mit der angewandten Schockmethode zumindest unterhalten, und gleichzeitig selbst etwas verdienen…

Jetzt im Ernst:

Hier Megavolts Grundregeln (nicht abschliessend – einfach das, was mir gerade einfällt):

  1. Diversifikation
    Kaufe entweder ausgewählte Fonds (z.B. ETF) oder investiere in mindestens 10 Einzeltitel aus unterschiedlichen Branchen. Wenn Du Dich für letzteres entscheidest, lohnt sich ein Einstieg an der Börse allerfrühestens ab einer Anlagesumme von CHF 50‘000 (Wenn ich 10 Einzeltitel halte, muss ich 10X Courtagen bezahlen => Stichwort Gebühren)
  2. Trash-Gradmesser
    Achte darauf, dass nicht mehr als 2 Deiner mindestens 10 Aktien auf der ersten Seite des Cashforums diskutiert werden (ausser es sind Titel wie Roche, Novartis, ABB mit soliden Gewinnen und guter Reputation)
    1-2 Joker sind aber OK und sorgen für Spannung.
    Aber unbedingt darauf achten, dass die Summe aller Joker in CHF nicht mehr als maximal 10% von Deinem Depot ausmacht (wurde von Marabu auch bereits erwähnt => er ist mit 7-8% etwas defensiver und möglicherweise vernünftiger unterwegs als ich).
  3. Siehe Liste von Marabu (Beitrag vom 04.12.2018 – 19:04 Uhr)
    Eine gute Liste!
  4. Gegenteilige Meinung zur Liste von Marabu:
    Pennystocks sind nicht generell zum Scheitern verurteilt.
    Auch mit Traden kann man Geld verdienen (ist einfach riskant).
  5. Suche die Langeweile
    (Z.B. Firmen, die seit mehreren Jahren regelmässig eine gute Dividende zahlen => Swisslife, SwissRe, Roche, Novartis, Zürich… => Vergiss das Stichwort „Diversifikation nach Branche“ nicht)
  6. Es gibt nicht nur Aktien
    Lass Dich von mehreren Seiten (Banken und Versicherungen) beraten, was Du bezüglich Pensionskasse und 3. Säule tun kannst. Wähle Produkte und Varianten, die zu Dir passen. Mach das mit 30 und nicht erst mit 50!
  7. Gib Dein Geld aus!
    Wie hat meine Oma schon immer gesagt: Der Sarg hat kein Regal.
    Macht schöne Ferien, geniesst eine edle Flasche Wein, kauft Euch ein Auto mit Sitzheizung (obwohl das eigentlich nicht lebensnotwendig wäre).

Dieser neu eröffnete Thread „Börseneinstieg“, den ich übrigens Klasse finde und Sarastro dafür danke, wird aber m.E. genauso enden, wie eine Zigarettenschachtel mit aufgedrucktem Schockbild. Im Abfalleimer.

Bei einem Boulevard-Blatt wie Cash vor Fehlinvestitionen zu warnen ist genauso nutzlos wie eine Warnung vor Fettleibigkeit im Schaufenster von McDonalds. Wenn jemand Müll haben will (egal ob Schundnahrung, Schundrauchware, Schund-Geldanlagen), dann zieht er sich das Zeugs rein.
Mit und ohne Warnung. Mit und ohne Bild.
Sofern ich mich irren sollte und dieser Thread rege am Leben erhalten bleibt, würde mich das hingegen sehr freuen.

Falls nicht: Geniesst den Müll.

MfG
Megavolt

 

 

marabu
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@ Sarastro: Ich finde deinen

@ Sarastro: Ich finde deinen Post hervorragend!

Weshalb ich mich mit diesem Thema zwischendurch gerne beschäftige? Auch ich zählte früher mal zur Kategorie der Greenhorns und Lemminge. Wählte oft Titel nach dem "schönen oder interessanten" Namen, hatte gelegentlich das Glück eines blinden Huhns und stürzte mich deshalb in der Folge erst recht ins Desaster.

Mein Tipp: Keine Pennystocks oder Risikopapiere, welche periodische KE benötigen.

Überlege vor dem Kauf:

1 Kannst Du dir vorstellen, dass die Firma in 20 Jahren immer noch existiert?

2. Erarbeitet die Firma Gewinne und ist nicht überschuldet (hängt natürlich mit Punkt 1 zusammen)?

3. Arbeitet das Management seriös und denkt nicht bloss in Quartalszeiträumen?

4. Lässt sich eine Strategie erkennen?

5. Kaufe nur Unternehmen, über deren Tätigkeitsfeld du auch etwas verstehst!

6. Sei misstrauisch auch gegenüber Analystenmeinungen, die meist zu hohe Zielwerte für Kurse nennen. Ich verkaufe Titel in der Regel früher. Nirgends (ausser in der Politik und im Mainstreamjournalismus) wird mehr gelogen als im Finanzbereich. Schau dir bloss die sagenhaften Kursversprechungen der zahlreichen Scharlatane an! ("Wie ich mit 1'000 Euro Millionär werde" und dergleichen)

Und natürlich darf man auch Start Up Unternehmen seinem Depot beifügen. Allerdings sollten diese nicht 7-8% des Gesamtwertes übersteigen.Das Dilemma der meisten Neuanleger ist einerseits die fehlende Geduld und der Drang, schnelles Geld zu machen (verleitet zu Risiko). Ebenfalls gilt allgemein, sich nicht in eine Aktie zu "verlieben". Es braucht manchmal auch die Grösse, sich selbst gegenüber Fehler einzugestehen und die Titel abstossen zu können. Nicht nachkaufen und nachkaufen und nachkaufen... Ausser aber man hat ein Phase leichter Rückschläge oder eine ungünstige politische Konstellation.

Es gäbe noch Vieles zu erwähnen. Bin aber auch nur ein Laie.

 

marabu
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Unterhaltsam, lehrreich und informativ

Hier Link zu Meinungen alter Hasen, aber auch unterhaltsam. Periodisch updated. Wohl etwas gold- und commoditylastig. Aber diese Old Boys haben alle ihr Geld gemacht und müssen nichts mehr beweisen. Auch rennen sie nicht (mehr) dem raschen Profit nach.

https://jimroger.blogspot.com/

ursinho007
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Prognosen in die Zukunft

Hier ein interessanter Artikel, der den Wert von Finanzanalysen ziemlich ernüchternd beschreibt:

https://www.woz.ch/-8835

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

kirschbaum
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ausbuchen

Kapitalist ist für mich wie Goodwill ohne Wert. Einfach ausbuchen, fertig. 

Ice9
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unglaublich

Ich war richtig schockiert -  Fast eine ganze Seite Thread mit guten Beiträgen welche ich durchwegs einfach interessiert lesen konnte. Und dann, wie kann es anders sein, folgt natürlich wieder ein Thrash Post, diesmal von Kapitalist. Wenn man nix zu sagen hat sollte man einfach das Maul halten.

Ist es denn nicht möglich, hier einen Moderator einzuführen welcher Postings ohne Gehalt löscht? Man könnte ja den Voting/like Button als Anhaltspunkt für löschenswerte Beiträge nehmen....Cash, bitte unternehmt etwas.

Mein Dank gilt den anderen Schreiber im Thread. Euer angesammeltes Wissen ist für einige hier Gold wert (oder wäre es zumindest, wenn man sich damit befassen würde)

marabu
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Einfach abstossend, menschlich unterirdisch...

Sind zahlreiche Beitragsschreiber in diesem Forum. Dazu gehören Leute wie Kapitalist, Hans im Glück und dergleichen.

Sachlich hat man wenig zu bieten und zielt deshalb in primitivster Weise auf den Mann. Was kümmert mich die Aussage über Vermögen eines anderen? Aber der Neid ist eben die Mutter vieler Konflikte und setzt alle Arten von negativer Energie frei.

Es ist höchst bedauerlich, dass in diesem Forum NIEMAND Verantwortung zu übernehmen scheint. Angst, die letzten User auch noch zu verlieren? Man beachte die kümmerliche Auswahl an Titeln, die hier diskutiert werden! Zu 80% handelt es sich um Penny Stocks oder Kamikaze Aktien.

Shame on you! Aber vielleicht schimmert hier einfach die Edelgazette Blick von Ringier durch?

Kapitalist
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@sarastro

sarastro hat am 05.12.2018 09:44 geschrieben:

Vielleicht kann die eigene Entwicklungsgeschichte anderen Personen Hinweise für den Einstieg in die Börse liefern. Meine Ehefrau und ich waren lange Zeit beruflich schwer gefordert und hatten keine Zeit für Börsengeschäfte. Alle Jahre kamen lästige Anrufe von einem Bankberater, dass irgend eine Obligation auslaufe und als Ersatz eine andere Obligation empfohlen werde. Vor zwanzig Jahren kam plötzlich die Nachricht, dass es keinen Ersatz für die auslaufenden Obligationen gebe. Also habe ich mangels Alternative für rund CHF 80'000 einige Bluechips gekauft (Sandoz, Rück, SBG etc., aber keine Roche, weil sie damals weit über CHF 10'000 pro GS kosteten). Aus beruflichen Gründen wusste ich, dass Aktien langfristig die besten Renditen abwerfen. Ich kannte auch die Wahrscheinlichkeitstheorie, die mathematische Statistik und die Portfolioanalyse. Aber das hatte mich nicht interessiert. Im folgenden Jahr explodierte der Wert meines Depots (im Gegensatz leider zur Situation für heutige Börseneinsteiger). Ich hatte hierauf weitere Titel und einen ersten ETF dazu gekauft. Der Frust kam erst später mit dem Crash im Zusammenhang mit der sogenannten Dotcom-Blase. Ich wusste, dass man trotz ausradiertem Gewinn investiert bleiben sollte, und hatte mich tapfer daran gehalten. Nach einigen Jahren waren die Kurse erholt und dann kam der Subprime-Crash. Aus Wut über Ospel&Co. hatte ich damals alle Bankaktien plus einige andere Titel geschmissen und mich für lange Zeit nicht mehr um die verbliebenen Aktien gekümmert (Nestlé, Novartis, Roche, ETF auf den S&P500 etc.). Im Nachhinein musste ich erkennen, dass ich damals die größte Chance zur Vermehrung meines Vermögens verpasst hatte. Ich hatte also viel zu spät wieder zugekauft. Trotzdem knackte das Depot die "magische" Millionengrenze. Die zweite Millionen war schon wesentlich einfacher und nachher stieg das Depot munter weiter. Mit der Zeit begannen mich Bankberater zu nerven, um mir ein Vermögensverwaltungsmandat anzudrehen. Darauf falle ich natürlich nicht herein! Ein allfällig bevorstehender Crash lässt mich nun völlig kalt. Ich verkaufe nichts, da ich (fast) nur Bluechips und ETFs habe, und das Depot meinen Kindern vererben möchte.

Mein Fazit: Man sollte jetzt oder bei einem allfälligen Crash möglichst viele verschiedene Bluechips und ETFs auf marktbreite Indices kaufen. Aber dann müsste man/frau über längere Zeit mit Verlusten im Depot*) leben können, bevor die Gewinne anfallen. Nur: wer kann diesen Stress aushalten?

_______________

*) Damit meine ich nicht Verluste, die man mit schrottreifen Penny-Aktien einfängt. Dieses Geld würde ich lieber im echten Casino verbrennen. Dort macht es wenigstens Spaß.

Also für jemand der gerade gute 30 Jahre alt ist hast Du aber schon eine beachtliche Karriere hingelegt Frantiskus!*mosking*

Aber im Märchen erfinden bist Du recht gut, das muss ich Dir attestieren. Vielleicht solltest Du Dir ja einen Berufswechsel überlegen?

 

 

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

Kapitalist
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@marabu

marabu hat am 06.12.2018 09:06 geschrieben:

Sind zahlreiche Beitragsschreiber in diesem Forum. Dazu gehören Leute wie Kapitalist, Hans im Glück und dergleichen.

Sachlich hat man wenig zu bieten und zielt deshalb in primitivster Weise auf den Mann. Was kümmert mich die Aussage über Vermögen eines anderen? Aber der Neid ist eben die Mutter vieler Konflikte und setzt alle Arten von negativer Energie frei.

Es ist höchst bedauerlich, dass in diesem Forum NIEMAND Verantwortung zu übernehmen scheint. Angst, die letzten User auch noch zu verlieren? Man beachte die kümmerliche Auswahl an Titeln, die hier diskutiert werden! Zu 80% handelt es sich um Penny Stocks oder Kamikaze Aktien.

Shame on you! Aber vielleicht schimmert hier einfach die Edelgazette Blick von Ringier durch?

Mit den Angriffen gegen mich hat vor längerer Zeit Sarastro angefangen, seine Angriffe waren sehr massiv! Deshalb habe ich ihn jetzt geoutet und seine Märchengeschichten aufgedeckt, aber das muss ja niemand glauben, es reicht wenn es stimmt. Scratch one-s head

Komischerweise regt sich jeweils niemand auf wenn man persönlich unter der Gürtellinie angegriffen wird!

Wenn Sarastro sein PN-Konto nicht gesperrt hätte hätte ich ihm und noch weiteres per PN mitgeteilt, aber so musste ich das leider über das Foru,m mitteilen. Scratch one-s head

 

 

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

marabu
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Für heute keine Ratschläge...

Dafür eine Prognose für den kommenden Montag:

Sollte sich auf der politischen Bühne keine einzige positive Nachricht einstellen (CFO Huawei Verhaftung, Frankreichkrise, Brexit, Ukraine, Italien Budgetdefizit), dann wird es nicht nur leichte Schauer an den Börsen, sondern ein heftiges Gewitter geben. Das Negativpotential scheint mir enorm!

Ben
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Qualität ist wieder gefragt!

 Jetzt kann es in diesem Thread, hoffentlich wieder mit guten Beiträgen von börsenerfahrenen Anlegern weiter gehen. Hoch interessant und auch lehrreich. Danke.

 

 

Kapitalist
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Besser reich und gesund als arm und krank!

Xemex
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Richtig lesen

Kapitalist hat am 06.12.2018 09:49 geschrieben:

sarastro hat am 05.12.2018 09:44 geschrieben:

Vielleicht kann die eigene Entwicklungsgeschichte anderen Personen Hinweise für den Einstieg in die Börse liefern. Meine Ehefrau und ich waren lange Zeit beruflich schwer gefordert und hatten keine Zeit für Börsengeschäfte. Alle Jahre kamen lästige Anrufe von einem Bankberater, dass irgend eine Obligation auslaufe und als Ersatz eine andere Obligation empfohlen werde. Vor zwanzig Jahren kam plötzlich die Nachricht, dass es keinen Ersatz für die auslaufenden Obligationen gebe. Also habe ich mangels Alternative für rund CHF 80'000 einige Bluechips gekauft (Sandoz, Rück, SBG etc., aber keine Roche, weil sie damals weit über CHF 10'000 pro GS kosteten). Aus beruflichen Gründen wusste ich, dass Aktien langfristig die besten Renditen abwerfen. Ich kannte auch die Wahrscheinlichkeitstheorie, die mathematische Statistik und die Portfolioanalyse. Aber das hatte mich nicht interessiert. Im folgenden Jahr explodierte der Wert meines Depots (im Gegensatz leider zur Situation für heutige Börseneinsteiger). Ich hatte hierauf weitere Titel und einen ersten ETF dazu gekauft. Der Frust kam erst später mit dem Crash im Zusammenhang mit der sogenannten Dotcom-Blase. Ich wusste, dass man trotz ausradiertem Gewinn investiert bleiben sollte, und hatte mich tapfer daran gehalten. Nach einigen Jahren waren die Kurse erholt und dann kam der Subprime-Crash. Aus Wut über Ospel&Co. hatte ich damals alle Bankaktien plus einige andere Titel geschmissen und mich für lange Zeit nicht mehr um die verbliebenen Aktien gekümmert (Nestlé, Novartis, Roche, ETF auf den S&P500 etc.). Im Nachhinein musste ich erkennen, dass ich damals die größte Chance zur Vermehrung meines Vermögens verpasst hatte. Ich hatte also viel zu spät wieder zugekauft. Trotzdem knackte das Depot die "magische" Millionengrenze. Die zweite Millionen war schon wesentlich einfacher und nachher stieg das Depot munter weiter. Mit der Zeit begannen mich Bankberater zu nerven, um mir ein Vermögensverwaltungsmandat anzudrehen. Darauf falle ich natürlich nicht herein! Ein allfällig bevorstehender Crash lässt mich nun völlig kalt. Ich verkaufe nichts, da ich (fast) nur Bluechips und ETFs habe, und das Depot meinen Kindern vererben möchte.

Mein Fazit: Man sollte jetzt oder bei einem allfälligen Crash möglichst viele verschiedene Bluechips und ETFs auf marktbreite Indices kaufen. Aber dann müsste man/frau über längere Zeit mit Verlusten im Depot*) leben können, bevor die Gewinne anfallen. Nur: wer kann diesen Stress aushalten?

_______________

*) Damit meine ich nicht Verluste, die man mit schrottreifen Penny-Aktien einfängt. Dieses Geld würde ich lieber im echten Casino verbrennen. Dort macht es wenigstens Spaß.

Also für jemand der gerade gute 30 Jahre alt ist hast Du aber schon eine beachtliche Karriere hingelegt Frantiskus!*mosking*

Aber im Märchen erfinden bist Du recht gut, das muss ich Dir attestieren. Vielleicht solltest Du Dir ja einen Berufswechsel überlegen?

 

 

 

Sarastro schreibt wer nach 30 Jahren an der Börse.. und nicht, dass er 30 Jahre alt ist.

 

paul81
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Börseneinstieg, nichts leichter als das

falls ich nur ein Produkt empfehlen müsste, wäre das ein ETF auf den S&P 500, damit kann man absolut nichts falsch machen, ich bevorzuge den iShares CHF hedged (ISIN IE00B88DZ566), ist zwar viel kleiner als der ohne hedge und etwas teurer (TER 0.20% p.a. zu 0.07% p.a.) und thesaurierend, aber dafür habe ich keine/weniger Währungssorgen... einfach regelmässig nachkaufen und liegen lassen

meiner Meinung nach wird bei ETFs viel zuviel gestreut, um auch noch das letzte Entwicklungsland und den allerletzten Sektor abzudecken, glaube kaum das diese Diversifikation aus Absicherungsgründen oder wieso auch immer etwas bringt... oder dann wird versucht eine Überrendite zu erzielen, in dem man einen ETF wählt der nach bestimmten Value Kriterien einzelne Aktien favorisiert und dann ständig umschichtet, was schon fast wieder in Richtung eines gemangten Fonds geht... sehe bei ETFs keinen Grund ausserhalb des S&P 500 zu streuen, ausser man will halt unbedingt ein bestimmtes Gebiet (Region/Sektor) abdecken (in meinem Fall ein Teil des Heimatmarkts)... der amerikanische Markt ist der mit Aaaaabstand wichtigste (im MSCI World ca. 60% Anteil), wenns in den USA mal rumpelt, kann sich dem kein anderer relavanter Markt entziehen und auf absehbare Zeit wird das so bleiben

wärs bisschen spannender mag und Zeit und Musse für Recherchen/Analysen hat, evtl. auch schon bisschen mehr verdient/gespart hat... dem steht natürlich alles andere auch noch offen, von Anleihen über Einzelaktien bis hin zu Optionen

ich selber bin an 3 Märkten/Ländern beteiligt (Einzelaktien, ETFs, selten Optionen)

Heimatmarkt Schweiz: SMI Aktien kaufe ich direkt, schaue allerdings dass ich nicht zu weit von der Indexaufteilung entfernt bin, sprich grösste Positionen Nestle, Roche, Novartis... Vorteil, ich kann bei Schwäche gezielter nachkaufen, Nachteil, vielleicht kaufe ich gerade die Falschen nach, ob das alles zu einer Überperformace führt, keine Ahnung, ich hoffe, viel schlechter als der Index kann es allerdings sicher nicht sein, ausserdem muss ich keiner Bank einen Anteil an meinem Gewinn abgeben... die 3-4 grössten Aktien aus dem SMIM kaufe ich auch direkt und daneben auch noch einen SMIM ETF, ob der ETF wirklich nötig ist, wohl kaum, aber dann kann ich gleich die Performance des ETFs mit der meiner Einzelaktien vergeichen, bisschen Spass muss auch sein

USA: S&P 500 ETF, ausserdem Einzelaktien, vor allem aus dem Pharma/Biotech Bereich, Biotechs sind eine Leidenschaft, ist auch das einzige Segment vo ich ab und zu zocke, bisher mit eher mässigem Erfolg, hätte ich allerdings alle Biotechs die ich mal hatte, gehalten und nicht nur die Verlierer und die Gewinner dafür viel zu früh verkauft, wäre es eine super Performance geworden, haha ja hätte wäre wenn, aber ich bin zuversichtlich, dass ich das noch hinbekomme... die mentalen Herausforderungen, vor allem auch an die Geduld, sind hier natürlich ganz andere, als wenn man einfach einen S&P 500 ETF kauft

Grossbritannien: sehr aktionärsfreundliches Land (keine Dividendenabzüge, alles wird ausbezahlt) mit grossen starken Firmen, kaufe hier Einzelaktien, ausschliesslich Blue Chips

sooo das wärs... allen noch viel Erfolg an der Börse, egal mit welcher Strategie sie unterwegs sind und auf ein wertvermehrendes Jahr 2019

marabu
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Nachtrag:

Beim SMI besitze. bzw. kaufe ich persönlich zur Zeit nur im Bereich Nestle, Novartis, Roche, Swiss Life, Swiss Re, und Zurich. Wo ich mich fernhalte: Adecco, LafargeHolcim (Finger verbrannt im Sommer), Swatch, UBS und CS, Julius Bär und Richmond. Restliche: Zur Zeit neutral.

marabu
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Seitwärtsbewegung oder doch eher Bärenmarkt?

An alte Börsenhasen: Entschuldigt bitte, wenn ich hier einfache Dinge zum Besten gebe. Aber das ist ja schliesslich im weiteren Sinne auch Thema (Börseneinstieg)!

Die Zeit der Bullen ist definitiv zu Ende gegangen. Eine einfache Börsenpsychologie besagt, dass das, was die Mehrheit der Anleger erwartet, tendenziell eher auch eintrifft. Also sucht man bloss nach äusseren Anlässen (zB Brexit, Handelskrieg, konjunkturelle Abschwächung oder Damoklesschwert der Überschuldung), um loszugaloppieren.

Momentan ist es ein kurzfristiges auf und ab, wobei deren Summe als Ganzes negativ ist ==> Bärenmarkt. Und allzu oft gibt es Übertreibungen, wie kurzfristig üblich an der Börse. Denn nirgendwo gilt mehr als auf dem Börsenparkett die Lösung "Was kümmert mich das, was ich noch gestern gesagt habe"!

Für den Anleger mit genügend freiem Cash ergibt sich daraus die Möglichkeit, sich dies zunutze zu machen. Dabei muss er gar nicht allzu grosse Risiken eingehen. Man nehme eines der Schwergewichte im SMI mit guter Rendite (als Beispiel könnte man Zurich nehmen) und kaufe nach Rückschlägen. Natürlich muss man, damit sich's lohnt, mindestens 30 k für diese kurzfristigen Trades einsetzen. Klappt's nicht, braucht man sich trotzdem nicht zu Tode fürchten und freut sich auf eine schöne Dividende, bzw. verkauft einfach später. Wenn man wie ich nicht an das grosse Bla Bla der Zinserhöhungen glaubt (die USA scheinen bereits von ihren grossmundigen Ankündigungen wieder zurückzukrebsen - in gewissen Bereichen ist die Überschuldung derart hoch, dass höhere Zinsen untragbar wären und zu Konkursen führen würden). Unter dieser Rahmenbedingung lässt die 6% Rendite, welche auf dem gegenwärtigen Kurs basiert, keine grossen Rückschläge befürchten.

So geht man ein geringeres Risiko ein als mit den hochspekulativen kleinen Werten, die hier so beliebt scheinen.

Aber trotzdem: Wir wissen nicht, ob morgen schon ein unvorhergesehenes Ereignis eintrifft, das alles verändert. Deshalb gibt es auch hier keine totsichere Garantie. Alles eine Frage von Wahrscheinlichkeiten. Doch das macht das Ganze ja auch spannend!

Monetas
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sarastro hat am 09.12.2018 08

sarastro hat am 09.12.2018 08:06 geschrieben:

Welche Zielgruppe kommt für einen Börseneinstieg in Frage? () Zielgruppe sehe ich eher Personen mit guter Berufsausbildung, aber noch ohne finanzielles Vermögen. Nach dem Einstieg ins Berufsleben müssen sie sich zuerst einen höheren Lohn durch gute Berufsleistungen erarbeiten. Es sind 20-jährige Personen mit Berufslehre oder 25-jährige Personen mit einem Studium.

Dann gehöre ich sowie viele meiner Freunde wahrscheinlich auch zu dieser Zielgruppe. Es ist kein Geheimniss, ich bin seit meinem 18. Lebensjahr an der Börse und auch schon den einen Gewinn und Verlust eingefahren. Angefangen hat das natürlich mit den Warrents, mit denen ich in den Jahren 2005-2007 einen 6 stelligen Betrage als Student gewonnen habe, nur es dann in der Finanzkrise wieder zu verlieren. Zurück auf Los hies es dann. Dann kam mit der Wandelanleihe von Cytos der grosse Wurf, Vermögen verfünffacht, eine grosse Portion Glück gehörte natürlich dazu. Diese Erfahrung hat bei mir aber einiges ausgelöst und mittlerweile bin ich nur noch in Bluechips als Cashcows investiert, welche meine ETF's finanzieren.

Nun sehe ich bei meinen Kollegen aber genau die Entwicklung, die ich in meinen 20igern durchgemacht habe. Und zwar arbeiten die seit 3-5 Jahren und mit dem Innvestieren immer abgewartet, da die Börse immer zu hoch schien. Nun haben die sich aber auch einen 6 stelligen Betrag angespart und wissen nicht was damit anfangen. Also ab an die Börse und Titel wie Aryzta gekaut. Natürlich ging das in die Hosen und bei 5K Verlust kam schon das grosse Zittern. Von diesem Hintergrund bin ich der Meinung (auch wenn du Sarastro anderer Meinung bist), dass jeder der an der Börse agieren will, sich in seinen 20igern austoben sollte. Die einzige Gefahr sehe ich nur darin, dass man entweder spielsüchtig wird und den Switch zur Vernungft nicht gelingt.

Eine andere Frage die mir aber stellt, ab welchem Sparbetrag es sich überhaupt, eine Langfrist Strategie zu verfolgen. Ich bin der Meinung falls man nicht bereit ist pro Jahr 30K (besser 40K) zu sparen sich gar nicht mit dem Thema befassen sollte.

Ich bin ein grosser Anhänger des (Achtung Modewort!) Frugalismus, im Englischen auch Fire (Financial Independent Retired Early) genannt:

https://www.youtube.com/watch?v=khJE_FfL_NE

marabu
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Elias: Ich kann nur das versuchen zu tun...

..., was ich auch glaube zu verstehen. Aber auch da bin ich mir nicht so sicher. (Frei nach Albert Einstein) Blush

Nein, ganz ohne Spass. Ich habe mit Derrivaten nie Glück gehabt. Eine Börsenregel besagt, dass man nur das tun soll, das man versteht. Vor vielen Jahren habe ich enorm viel verloren, dann vielleicht mal ein zwei bescheidene Gewinne realisiert. Ist deshalb gar nicht mein Ding. Aber ich glaube Euch, dass Ihr damit erfolgreich arbeiten könnt!

Wenn ich gelegentlich trade, mach' ich einfach meine bescheidenen, einfachen Dinger: Kaufen, wenn ich glaube, dass ein Papier günstig ist und, je nach der abgelaufenen Zeitspanne, mit wenigen Prozent Gewinn wieder aussteigen.

Elias
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marabu hat am 25.12.2018 09

marabu hat am 25.12.2018 09:07 geschrieben:

Gestern DJIA nochmals 500 runter, heute Nikkei 5% im Minus. Ich fürchte, dass dies erst der Anfang eines längeren Downtrends ist. Irgend wann wirft dann jemand noch die masslose Überschuldung in die Runde - einfach so als Brandbeschleuniger.  Gibt ja auch Kreise, die davon profitieren. 

Trotzdem frohe Weihnachten!

Dass ich einen Strangle (Put und Call)auf den SMI habe, habe ich schon ein paarmal geschrieben.

Den Put konnte ich mal mit guten Gewinn verkaufen. Habe ihn später zu einem noch tieferen Preis gekauft als beim ersten Mal

Der Call war bis vor kurzem auch stark im Plus. Habe auf die Rallye gewettet. Nun ist er halt im Minus,

Dafür ist der Put jetzt satt im Plus. Werde ihn verkaufen. Vielleicht zu früh. Aber es ist noch keiner verlumped, der mit Gewinn verkauft.

 

Was ich sicher auch noch machen werde ist, einen Short Put (Sell Open) auf Swisscom und Roche schreiben. Die sind soeben wertlos zu meinen Gunsten verfallen. Laufzeit bis vor Dividendentermin

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Benjamin Franklin

marabu
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Für Mutige!

Ein heisses Eisen, aber es könnte sich enorm lohnen. Zumindest kurz- bis mittelfristig:

Ich spekuliere auf eine vorläufige Einigung im chinesisch - amerikanischen Handelskonflikt. Trump braucht sie am dringendsten, um vor seinen Wählern zu punkten. China möchte seine langfristigen Pläne weiter umsetzen. Da wäre das Grossprojekt Seidenstrasse, dh eine engere Bindung Asiens an Europa vor allem über den Landweg, zudem ein Ausbau des Handels mit Afrika und Südamerika. Infrastrukturen, Umleitung von Handelswegen, Entwicklung bisher zurückgebliebener Regionen.

Chinesische Aktien wurden in den letzten Wochen arg gebeutelt. Für diese rechne ich mit einem höheren Aufwärtspotential als für NYSE und Nasdaq.

Wenn die good News über die Medien flackern, ist ein Teil des Kuchens bereits gegessen. So wie das meistens läuft an den oszillierenden Börsen.

Ohne Risiko läuft natürlich nichts.

Also - über mögliche Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!   Dirol

marabu
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Um die Wunden zu lecken scheint mir noch zu früh...

New York hat gestern eine ein veritables Bärenmarktrallye hingelegt. Wir erleben jetzt einen Crash in Raten. Wie tief das Ganze wohl schlittert? Für Neubörseler ein wertvolles Lehrstück! Unbedingt mit Zukäufen warten! Da stellt sich übrigens die Frage, wer wie viel freien Cash hat! Etliche haben sich im vergangenen Börsenoptimismus in gewisse Titel festgebissen, sind also voll investiert und müssen dem bunten Treiben an den Märkten hilflos zuschauen oder aber doch schon respektable Verluste realisieren.

Folgende politische Ereignisse, bzw. Situationen belasten die Märkte:

- Trumps "America First"-Politik und sein Wirtschaftskrieg mit China. Meiner Meinung nach unterschätzt Trump im Falle einer weiteren Eskalation den "Nationalismus" der Chinesen. Was - wenn letztere plötzlich viel weniger amerikanische Produkte kaufen? (IT-Hardware und Software, amerikanisсhe Autos, landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Trump Country etc). Die Importe von Flüssiggas und Oel aus den USA sind schon drastisch zurückgegangen. Ich denke, Onkel Donald pokert hoch und unterschätzt die Intelligenz seiner Kontrahenten.Wir werden sehen!

- Brexit Gibt es eine harte Landung?

- Ungewisse Zukunft bzgl. der europäischen Krise mit den Defiziten von Italien und Frankreich.

- Keine Lösung bzgl. der Migration nach Europa (Visegradstaaten mit Österreich, sich sperrendes Dänemark - zunehmend auch Schweden)

- ungelöste Ukrainekrise

Durch all die oben genannten Probleme wird sich die Konsumentenstimmung weiter eintrüben.

 

Elias
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marabu hat am 25.12.2018 18

marabu hat am 25.12.2018 18:04 geschrieben:

..., was ich auch glaube zu verstehen. Aber auch da bin ich mir nicht so sicher. (Frei nach Albert Einstein) Blush

Nein, ganz ohne Spass. Ich habe mit Derrivaten nie Glück gehabt. Eine Börsenregel besagt, dass man nur das tun soll, das man versteht. Vor vielen Jahren habe ich enorm viel verloren, dann vielleicht mal ein zwei bescheidene Gewinne realisiert. Ist deshalb gar nicht mein Ding. Aber ich glaube Euch, dass Ihr damit erfolgreich arbeiten könnt!

Wenn ich gelegentlich trade, mach' ich einfach meine bescheidenen, einfachen Dinger: Kaufen, wenn ich glaube, dass ein Papier günstig ist und, je nach der abgelaufenen Zeitspanne, mit wenigen Prozent Gewinn wieder aussteigen.

Alles richtig

Darum gibt es Leerverkäufer, Contranians, Chartisten, Börsenhoroskope u.v.m.

Es muss einem wohl sein bei dem, was man macht

 

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Chrigu
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marabu hat am 30.12.2018 13

marabu hat am 30.12.2018 13:56 geschrieben:

Ein heisses Eisen, aber es könnte sich enorm lohnen. Zumindest kurz- bis mittelfristig:

Ich spekuliere auf eine vorläufige Einigung im chinesisch - amerikanischen Handelskonflikt. Trump braucht sie am dringendsten, um vor seinen Wählern zu punkten. China möchte seine langfristigen Pläne weiter umsetzen. Da wäre das Grossprojekt Seidenstrasse, dh eine engere Bindung Asiens an Europa vor allem über den Landweg, zudem ein Ausbau des Handels mit Afrika und Südamerika. Infrastrukturen, Umleitung von Handelswegen, Entwicklung bisher zurückgebliebener Regionen.

Chinesische Aktien wurden in den letzten Wochen arg gebeutelt. Für diese rechne ich mit einem höheren Aufwärtspotential als für NYSE und Nasdaq.

Wenn die good News über die Medien flackern, ist ein Teil des Kuchens bereits gegessen. So wie das meistens läuft an den oszillierenden Börsen.

Ohne Risiko läuft natürlich nichts.

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https://www.cash.ch/news/politik/handelsstreit-trump-und-xi-jinping-stel...

 

Nicht zu gierig werden vs. Hin und Her macht Taschen leer

jiroen
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sarastro hat am 31.12.2018 13

sarastro hat am 31.12.2018 13:31 geschrieben:

aber natürlich keine der Lieblingsaktien im Cash-Forum, die viel Lärm absondern und sonst nur Verluste bringen)

Cher Sarastro,

Es-tu sûr de ce que tu dis ?

Prenons l'exemple d'un portefeuille de 6 actions très risquées: Newron, Santhera, Cosmo, Evolva, Cassiopea, Idorsia.

Es-tu sûr à 100% qu'aucune de ces 6 biotech ne va connaître le succès? En investissant dans ce genre d'actions, je parie qu'au moins 1, voire 2, vont réussir. Et j'accepte une perte totale pour les 4 ou 5 autres actions. Si ma mise initiale sur la biotech ayant réussi est multipliée par 7 (ou plus), je suis dans le vert - et ce même si les 4 ou 5 autres biotech sont en liquidation. 

Je fais ici un parallèle avec les paris sportifs, dans lesquels j'ai certainement plus d'expérience:

Parier sur Roche, Nestlé, Novartis, etc., c'est comme parier sur Federer. Leur cote se situe entre 1,05 et 1,10: ces entreprises sont presque toujours gagnantes, et si tu investis au bon moment (ce qui semble être ton cas) et que tu es patient, tu réalises du profit à long terme. 

Parier sur Newron, Santhera, Cosmo, Evolva, etc. revient à parier sur Ernests Gulbis: ils perdent presque toujours. Mais comme leur cote est  systématiquement supérieure à 7, j'ai juste besoin d'une victoire de temps à autre pour réaliser un gain important.

Bref, au bout du compte, qu'il s'agisse de multinationales ou de biotech à haut risque, tout ce qu'il y a à faire, c'est d'identifier les cotes dites 'value' pour faire du bénéfice à long terme.

DISCLAIMER I'm long with Cassiopea, Acacia Pharma, Exro Technologies, Flexion Therapeutics, AC Immune, Aimmune Therapeutics.

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Warum so viele scheitern.

Der eine spielt russisches Roulette, der andere tröstet sich mit "die Zeit heilt alle Wunden". Beides kann erfolgreich sein, doch es gibt noch andere Wege mit weniger Risiko: Die ruhige Hand, die dann gierig ist, wenn die Mehrheit ängstlich ist.

Es ist noch zu früh, um zu kaufen. Eine Krise dauert 12 bis 18 Monate, eine Depression noch länger. Mein Tipp: Abwarten, die wahren Gelegenheiten kommen erst noch.

Ein gutes Neues! 

refoh
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Finanzanalysten liefern keine besseren Prognosen als Affen

«Finanzanalysten liefern keine besseren Prognosen als Affen – wieso gibt es sie also?»

Ein Zitat aus einem Interview in der WOZ mit einem ehemaligen Anlageberater einer Bank, aus einem Link von ursinho007.

Klar, die WOZ ist nicht gerade bankenfreundlich eingestellt (ist ja auch gut so). Dennoch, das Interview finde ich interessant.

Ich finde eine Menge spannender Erlebnisberichte aus denen man Lehren ziehen kann. Gerne trage ich mit einer kleinen Geschichte, die aufzeigen soll, was von vermeintlichen "Insidern" einer Firma zu halten sein kann, diesem Blog bei.

Was ich jedem Interessierten empfehle:

Es sind an die 30 Jahre her, als wir, eine Gruppe von 20 Männern, unterschiedlicher Berufe, Bildung und Alter, einen Investment Club gründeten, den man vierteljährlich mit 300 Franken pro Person äufnete. Dabei waren 2 UBS-Mitarbeiter, der Direktor einer Filiale und sein Stellvertreter. Ich habe jeweils das Sitzungsprotokoll verfasst. Wir haben uns ca. viermal im Jahr zu interessanten Sitzungen getroffen. Es wurden spannende Anlage-Ideen besprochen und Beschlüsse gefasst. Nach der Sitzung haben wir dann noch ein bisschen gebechert… Es war immer gemütlich und lehrreich. Die neuen Erkenntnisse konnte man dann für das eigene Wertschriftenkonto nach eigenen Vorstellungen anwenden.

 

Im Herbst 2007, einige Monate vor dem Horrorcrash 2008, haben wir den Club mit schönem Gewinn liquidiert. Grund: Einige Mitglieder sind gestorben, einige brauchten Geld um z.B. eine Liegenschaft zu kaufen, und wir fanden indessen keine neuen Mitglieder. Zumal ja der Einstandspreis inzwischen zu hoch gewachsen war.

Nun zu einer Episode in meiner Anlagekarriere:

Gemessen an meinem bescheidenen Anlagevermögen habe ich eine (zu) grosse Menge an UBS-Aktien gehabt. Ich habe sie im Jahr 1991 gekauft und zwischen 10 bis 12 Franken bezahlt. Im Jahr 2007, auf ihrem Höchst waren sie bei 82 Franken! Die beiden Börsenclubmitglieder von der UBS haben immer für UBS Aktien geworben. Ich habe immer gesagt sie seien zu teuer.

Nun ist folgendes passiert: Wenn ich mich richtig erinnere, war es im Frühjahr 2007, als ich gelesen habe, dass die UBS in den USA zu sehr viel Geld einen Hedge-Fonds mit Namen Dillon Read gekauft hätte. Die Gerüchte mehrten und verdichteten sich, wonach die UBS zu viel für jenen Fond bezahlt hätte. In der Folge wurde er geschlossen. Als schliesslich sogar die seriöse FuW davon schrieb, dachte ich, jetzt musst du aufpassen. Ca. einen Monat später, wurde bekannt, dass Peter Wuffli, der Protegé des Marcel Ospel, die UBS verlassen mit gegenseitigem Einverständnis verlassen werde. (Wuffli ist nun sehr erfolgreicher VR-Präsident von Partners-Group.)

 

Das war für mich das Verkaufssignal. Ich gab folgenden Order: Verkaufen, wenn der Kurs unter 80 fällt. Bevor ich den Auftrag setzte, konsultierte ich noch meine UBS-Freunde über ihre Meinung. Sie waren überrascht von meiner Idee, dass ich diesen tollen Titel verkaufen wolle. Ich verkaufte sie dennoch. Gleichzeitig kaufte ich einige Put-Optionen (viel zu wenig) von UBS, verkaufte sie (viel zu früh) mit 8-fachem Gewinn.

 

Aber es ist ja nicht nur das Verkaufen der Aktien, sondern was man mit dem Erlös macht, was den Meister in Geldanlagen ausmacht. Mit dem Entscheid, zu verkaufen, habe ich mich bereits als einen echter Börsen-Guru gefühlt. Ich kaufte dann einige Titel, die ich als interessant empfand. Darunter Oerlikon. Verlust ca. 80%. Comet um die 30. Immer noch über 100% im Gewinn. Swisslife bei 315. Zwischenzeitlicher Absturz auf 45. Das Jahr darauf, kam die Ernüchterung. Ich wurde voll erwischt.

 

Das meine kurze Episode auf eine lange Erfahrung meines Anlagelebens.

 

Hier noch eine Buchempfehlung: "The Big Short" von Michael Lewis.

Auch in Deutsch.

Spannender als jeder Krimi.

Ich wünsche allen Lesern ein wunderbares Anlagejahr.

Und denkt daran, irgendwann geht es wieder die andere Richtung!

 

Krokodil
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Jetzt ist der Kurs bereits

Jetzt ist der Kurs bereits bei 1.30. ...........auch auf Teletext ...

Krokodil
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Hallo, gehört nicht hierhin,

Hallo, gehört nicht hierhin, aber ich habe gesehen, dass sowohl auf Teletext  wie auch z.B. auf Cash.ch der Euro gegenüber dem Schweizer Franken über Nacht um 13 Prozent gestiegen ist. 
Notiert gegenwärtig bei 1.28. Ist wohl Nonsens aber wieso kann sich sowas über Stunden halten?

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