UBS

UBS Aktie 

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Zyndicate
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Bleiben die Margen bei der

Bleiben die Margen bei der UBS unter Druck?

Seit Jahren kämpft die UBS im Kerngeschäft mit rückläufigen Margen. Ein britischer Bankenanalyst sieht die Margen weiter sinken und stellt sich damit gegen das Gros seiner Berufskollegen.

22.11.2018 08:30

Von Lorenz Burkhalter

Die Grossbank UBS zählt zu den ganz Grossen im Vermögensverwaltungsgeschäft. Doch dieses ist in den letzten Jahren schwieriger geworden. Berechnungen der US-Investmentbank zufolge ist die Bruttomarge im Global Wealth Management der UBS zwischen Januar 2011 und Dezember 2017 um 14 auf 68 Basispunkte geschmolzen. Mit anderen Worten: Je 1000 Franken an Kundenvermögen, die die Grossbank verwaltet, bleiben 6,80 Franken bei ihr als Bruttogewinn hängen.

Nach einer Belebung in den ersten sechs Monaten geriet die Bruttomarge im dritten Quartal ins Rutschen. Mit 68 Basispunkten liegt sie nun wieder auf dem Stand von Anfang Jahr. Schuld haben nicht zuletzt die geringen Kundenaktivitäten.

Hoffnungen auf eine Belebung im Oktober zerstreuen sich

Hoffnungen, wonach die seit Oktober beobachteten Marktverwerfungen für eine Belebung der Aktivitäten sorgen könnten, zerstreuen sich spätestens mit dem Zwischenbericht der Bank Julius Bär. Von der Bruttomarge von 87 Basispunkten für die ersten zehn Monate lässt sich auf eine Bruttomarge von gerademal knapp 83 Basispunkten für Juli bis Oktober schliessen. Experten hatten für diese vier Monate mit einer Bruttomarge von 88 Basispunkten gerechnet (cash berichtete).

Am frühen Donnerstagmorgen meldet sich nun der Bankenanalyst der britischen Grossbank Barclays zu Wort. Er reduziert seine Margenerwartungen für die UBS und sieht die Bruttomarge über die kommenden Jahre neuerdings um jährlich 2 Basispunkte vor sich hin schmelzen. Seines Erachtens dürfte die Grossbank insbesondere im eher margenschwachen Geschäft mit superreichen Kunden, im amerikanischen Sprachgebrauch auch Ultra High-Net-Worth Individuals genannt, wachsen.

Folglich liegen die Schätzungen des Analysten für den Vorsteuergewinn für die kommenden Jahre um bis zu 15 Prozent unter den durchschnittlichen Prognosen seiner Berufskollegen. Das wiederum erklärt, weshalb die UBS-Aktie bei Barclays mit "Underweight" und einem neu 14,50 (zuvor 15,10) Franken lautenden Kursziel quasi zum Verkauf empfohlen wird.

Wieviel nimmt der tiefe Aktienkurs vorweg?

Die UBS auf das Global Wealth Management zu reduzieren wäre zwar falsch. Die Grossbank ist mehr als "nur" eine Vermögensverwalterin. Allerdings gilt gerade dieser Geschäftszweig als Paradedisziplin der Grossbank.

Zum Vergleich: Vom ausgewiesenen Vorsteuergewinn von 1,74 Milliarden Franken für das dritte Quartal 2018 stammt gut eine Milliarde Franken aus dem Global Wealth Management. Das Investment Banking steuerte gerademal 450 Millionen Franken zum Gruppengewinn vor Steuern bei, der Bereich Personal & Corporate sogar nur 422 Millionen Franken. Die Margen im wichtigsten Geschäftszweig sind deshalb von zentraler Bedeutung für die zukünftige Gewinnentwicklung und damit auch für die Dividendenpolitik des Unternehmens.

Vermutlich nimmt die UBS-Aktie bereits einiges vorweg. Sie hat nämlich alleine seit Ende September gut 12 Prozent ihres Kurswerts eingebüsst. Seit den Mehrjahreshöchstkursen vom Januar errechnet sich gar ein Minus von über 30 Prozent. Selbst auf den tiefen Schätzungen des Barclays-Analysten errechnet sich für das kommende Jahr gerademal noch ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 11, was weit unter dem historischen Durchschnittswert liegt.

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Zyndicate
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Grossbankentitel nach

Grossbankentitel nach Kurszielsenkungen unter Druck

Die Bankaktien im SMI verlieren im frühen Handel deutlich an Boden. Zuvor hatte Morgan Stanley für die beiden Schweizer Grossbanken das Kursziel und für die Credit Suisse auch das Rating gesenkt.

27.11.2018 10:40

Gegen 10.00 Uhr sinken CS um 1,8 Prozent auf 11,91 Franken, Julius Bär um 1,0 Prozent auf 41,21 Franken und UBS um 0,8 Prozent auf 13,69 Franken. Am Vortag haben CS und UBS allerdings noch um je 2,3 Prozent zulegen können. In dem in einem Monat zu Ende gehenden Jahr liegen CS allerdings rund 30 Prozent im Minus und UBS rund 23 Prozent.

Zu Credit Suisse schreiben die Analysten von Morgan Stanley, dass sie zwar nach wie vor zuversichtlich seien, dass die Bank ihre Kostenziele erreicht. Bei den Erträgen jedoch sind sie pessimistischer als früher. Bei der UBS sehen die Spezialisten von Morgan Stanley Abwärtsrisiken bei den risikoreichen Anlagen sowie in möglichen Abflüssen von Kundengeldern.

Für den gesamten Bankensektor sieht Morgan Stanley die sich abschwächende Wirtschaft und den Kreditzyklus als entscheidende Faktoren für das kommende Bankenjahr. Besondere beachtet werden soll dabei die Widerstandsfähigkeit der Finanzinstitute und wie gut die Dividende durch die Erträge abgestützt sind.

lie/ys

(AWP)

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UBS-Prozess: UBS hätte einen

UBS-Prozess: UBS hätte einen "akzeptablen" Vergleich favorisiert

Die Grossbank UBS hätte im Streit mit den französischen Finanzbehörden einen Vergleich dem Mitte November zu Ende gegangenen Prozess am Pariser Strafgerichtshof vorgezogen. "Es hätte für unsere Kunden und Aktionäre aber eine Lösung zu akzeptablen Bedingungen sein müssen", sagte Jean-Frédéric de Leusse, Chef von UBS France, im Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Temps" (Ausgabe vom 28.11.).

28.11.2018 08:51

Das französische Gericht wird das Urteil am 20. Februar verkünden. Leusse glaubt "absolut" nicht, dass die UBS ihre Bankenlizenz in Frankreich verlieren könnte. Die französische Tochter, die mehr als 500 Mitarbeitende beschäftigt, sei stets "all ihren gesetzlichen Pflichten nachgekommen".

Vor Gericht musste sich die UBS während gut fünf Wochen gegen die Vorwürfe der Geldwäscherei und des unerlaubten Anwerbens von Kunden verteidigen. Auf der Anklagebank sassen auch sechs gegenwärtige und ehemalige UBS-Manager. Die französische Staatsanwaltschaft fordert von der Bank eine Geldstrafe in Höhe von 3,7 Milliarden Euro und von UBS France einen Betrag von 15 Millionen.

buc/ol/mk/kw

(AWP)

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marabu
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Gewissheit gibt es an der Börse nie!

Hallo Alpenland

Noch vor knapp 24 Monaten war ich stark in UBS investiert. Mit der Aktie habe ich gutes Geld verdient. Auch erfreute man sich meist an steuerfreien Kapitalrückzahlungen. Obwohl ich Charts nur mässig interpretieren kann, entwickelte ich ein gutes Gefühl für diese Aktie. So habe ich mich (nur) mit diesem Titel im Trading betätigt. Von zahlreichen Seiten beeinflusst liess ich mich dann davon überzeugen, dass die grosse Zeit der Banken vorbei sei. Der Markt sieht dies in Europa auch so.

Versuche, eine Aktie, abgesehen von eigenen Geschäftstätigkeiten, immer auch im wirtschaftlichen und politischen Umfeld zu sehen. 

Ein Beispiel: wenn der Anleihenmarkt wegen der italienischen Haushaltskrise unter Druck gerät, leiden umgehend die Bankenkurse.

Aber ich bin kein Profi. Viel Glück!

alpenland
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was ist da eigentlich los ?

Jeden Tag dieses runter gehaue der 2 CH Banken.

Ist die SNB am Verkaufen oder wer/ was ???

Eine offinzielle Erklärung ist nun wirklich überfällig !

Viele Insider (und Onkels und Tanten) bei Bund und Banken wissen doch längstens Bescheid (und werden reicht mit Shorts Sad  )

sarastro
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Eine Folge der Politik der EZB

Solange die EZB ihre Politik mit den tiefen bis negativen Zinsen fortsetzt, werden alle davon abhängigen Banken Probleme haben (sogar die SNB). Mit Zinsen verdienen die betroffenen Banken in Europa kein Geld mehr. Ich vermute hier kein spezifisches Problem bei den schweizerischen Banken. In den USA läuft das Geschäft besser.

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UBS zahlt 5 Millionen an US

UBS zahlt 5 Millionen an US-Börsenaufsicht

Die Grossbank UBS legt eine Auseinandersetzung in den USA wegen angeblich vorsätzlicher Verstösse gegen das Bankgeheimnisgesetz mit einer Millionenzahlung bei.

18.12.2018 06:53

So leistet die UBS an die US-Börsenaufsicht SEC eine Zahlung von 5 Millionen Dollar.

UBS Financial Services sei ihren Überwachungs- und Meldepflichten nicht ausreichend nachgekommen, erklärte die SEC am Montag in einer Verfügung. Darüber hinaus hat das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), ein Büro des US-Finanzministeriums, eine zivilrechtliche Geldstrafe von 14,5 Millionen Dollar verhängt.

Konkret werfen die Behörden der Schweizer Bank vor, verdächtige Transaktionen von nicht gebietsansässigen ausländischen Kundenkonten (non-resident aliens) in einer Niederlassung in San Diego nicht ausreichend überwacht, entdeckt und gemeldet zu haben. Das von Januar 2011 bis März 2013 existierende Anti-Geldwäsche-Programm der Bank sei nicht angemessen ausgelegt gewesen.

(AWP)

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US-Aufseher stimmen

US-Aufseher stimmen Notfallplänen von CS und UBS zu

Die Geldinstitute Credit Suisse, UBS, Deutsche Bank und Barclays haben von US-Aufsehern grünes Licht für ihre Notfallpläne erhalten.

21.12.2018 06:32

Die Pläne hätten zwar Schwächen, diese seien aber nicht so schwerwiegend, dass zusätzliche Auflagen nötig würden. Dies teilten die Finanzaufseher der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der Einlagensicherung FDIC am Donnerstag in Washington mit. Eine Bank begrüsste noch in der Nacht auf Freitag den Entscheid der Regulierer und versprach, sich mit deren Kritik zu befassen.

Die "Testamente" der Banken waren eine Reaktion auf die jüngste grosse Finanzkrise, als der Crash der Investmentbank Lehman Brothers 2008 die Weltwirtschaft erschütterte. Erstmals forderten die US-Behörden 2012 detaillierte Abwicklungspläne von den Geldhäusern ein, mit denen die Institute eine für die restliche Finanzwelt risikolose Abwicklung im Fall des eigenen Zusammenbruchs sicherstellen sollten.

(AWP)

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für UBS arbeiten 1000 Roboter

Die UBS gibt in Sachen Robotisierung Vollgas. In diesen Tagen nimmt die Grossbank den tausendsten Roboter in Betrieb, wie die NZZ schreibt. Und der hat es wie seine Kollegen in sich: Er kann die Arbeit von rund 500 Angestellten übernehmen.

Der Begriff Roboter kann einem in diesen Zusammenhang allerdings in die Irre führen. In Tat und Wahrheit handelt es sich um Software, die gleich wie ein Bank-Angestellter mit IT-Anwendungen umgehen kann. Dank der Programme kann die Bank etwa Kreditentscheide fixer fällen oder die Abwehrmassnahmen gegen Geldwäscherei verbessern.

25 Prozent höhere IT-Ausgaben

Stolze 3,5 Milliarden Franken investiert die UBS in die neue Technologie – allein im Jahr 2018. Die UBS hat im Vergleich mit 2013 ganze 25 Prozent mehr für die IT ausgegeben. Gespart hat das Finanzhaus laut der NZZ dagegen beim Betrieb der von ihr benutzten Büroräumlichkeiten.

Die Finanz-Roboter kommen derzeit primär im Back-Office zum Einsatz. So sollen Banker etwa Anträge von Kunden, die eine Kreditkarte wollen, nicht mehr von Hand bearbeiten müssen. Auch repetitive Tätigkeiten wie das Aufnehmen von Adressänderungen oder das Bearbeiten von Mietkautionen übernehmen die Roboter.

Ausgelagerte Arbeiten wieder im eigenen Hause

Positiver Nebeneffekt der Automatisierung: Arbeiten, die in den letzten Jahren ausgelagert wurden, um Geld zu sparen, können Banken wieder im eigenen Hause vornehmen. Zudem sollen sich die Angestellten wieder besser um den Kunden kümmern können.

Die Wahrscheinlichkeit ist laut der NZZ aber gross, dass in einigen Jahren unter dem Strich weniger Menschen in der Finanzbranche arbeiten werden, als das heute noch der Fall ist. (pbe)

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UBS: Zu früh für eine Fusion

UBS: Zu früh für eine Fusion

Die UBS strebt laut ihrem Verwaltungsratspräsidenten Axel Weber derzeit keinen Zusammenschluss mit einem anderen Finanzinstitut an.

03.01.2019 07:54

"Die UBS ist heute viel stärker als vor der Finanzkrise, dennoch käme ein Zusammenschluss mit einer anderen Bank, egal welcher, zum heutigen Zeitpunkt zu früh", erklärte er in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen, das diese am Donnerstag publizierten.

Konkret äusserte er sich zu einer möglichen Fusion mit der Deutschen Bank, wobei er sagte: "Das alles sind nur Planspiele." Jede Firma müsse sich Gedanken machen, aber jetzt schon über Fusionen auf Gruppenebene nachzudenken, mache wenig Sinn. "Diese lähmen Firmen über Jahre", sagte Weber. Seine Bank wolle primär aus eigener Kraft wachsen. "Bevor wir rennen wollen, müssen wir sicher laufen können."

Weber selbst steht inzwischen vor seinem achten Amtsjahr als Verwaltungsratspräsident. Schon vor seinem Antritt habe er gesagt, er könnte es sich vorstellen, fünf bis zehn Jahre dieses Amt auszuüben.

«Kein Hauruckverfahren»

Nun liege es im Bereich des Möglichen, dass er diese zehn Jahre ausfüllen werde - "immer vorausgesetzt, die Aktionäre unterstützen mich weiterhin", so Weber. Bei seiner Ablöse und jener von Bankchef Sergio Ermotti werde es aber "kein Hauruckverfahren", sondern einen geordneten Prozess geben.

Weiter äusserte sich der Bankmanager in dem Interview zur aktuellen politischen Lage. So ist er der Meinung, dass Brüssel nachbessern muss, damit der Rahmenvertrag mit der Schweiz nicht scheitert. Selbiges gelte auch für Grossbritannien. Denn ein harter Brexit wäre laut dem Manager eine der grössten Bedrohungen für die europäische Wirtschaft, auch für die Schweiz.

Zu den wirtschaftlichen Aussichten für die Schweiz im Spezifischen erklärte Weber, dass er von einer Inflation von einem Prozent in den nächsten beiden Jahren ausgeht. Die hiesige Wirtschaft werde 2019 derweil voraussichtlich noch mit 1,5 Prozent wachsen. "Der Boom ist vorbei", so Webers Worte.

(AWP/Reuters)

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UBS hat mit Nachfolgeplanung

UBS hat mit Nachfolgeplanung für Bankspitze begonnen

Die UBS hat mit der Suche nach möglichen Nachfolgern für Konzernchef Sergio Ermotti und Verwaltungsratschef Axel Weber begonnen. Das sagt Weber selbst in einem Interview.

07.01.2019 07:31

"Der CEO und ich sind nun in unserem achten Jahr bei der Bank - das ist ein Zeitpunkt, an dem man beginnen muss darüber nachzudenken, wie man die Bank seinen Nachfolgern übergibt. Und ich spreche hier absichtlich im Plural. Wir sind in einem sehr frühen Stadium dieser Diskussionen", sagte Weber in einem in der Nacht auf Montag veröffentlichten "Bloomberg"-Interview. Die Bank sei dabei aber nicht in Eile und strebe einen geordneten Übergang an. "Ich will keine Spekulationen schüren, dass etwas kurzfristig bevorsteht - das ist nicht der Fall."

Zuvor hatte "Bloomberg" berichtet, UBS sei in Gesprächen mit dem ehemaligen Investmentbankchef der Bank of America, Christian Meissner. Er solle eine Führungsrolle bei UBS übernehmen und damit zu einem der möglichen Nachfolgekandidaten für Ermotti werden. Ein UBS-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Auch Weber lehnte einen Kommentar ab. "Teil dessen, was wir machen ist es, so viele Talente wie möglich in die Bank zu bekommen. Natürlich sprechen wir mit Leuten", sagte Weber.

Zuletzt hatten mehrere potenzielle Nachfolger von Ermotti die Bank verlassen - darunter Ex-Investemtbank-Chef Andrea Orcel oder der frühere Leiter der internationalen Vermögensverwaltung, Jürg Zeltner. 

(Reuters)

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Datendiebstahl bei UBS:

Datendiebstahl bei UBS: Prozess wird ohne Angeklagten durchgeführt

Der ehemalige UBS-Angestellte, der des Datendiebstahls bezichtigt wird, ist am Dienstag trotz zweimaliger Vorladung nicht vor dem Bundesstrafgericht erschienen. Der Prozess wird deshalb in Abwesenheit des Beschuldigten durchgeführt.

08.01.2019 15:15

Der Angeklagte soll gemäss Anklageschrift der Bundesanwaltschaft (BA) im Sommer 2012 Kundendaten an das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen verkauft haben. Die Deliktsumme beträgt rund 1,45 Millionen Euro. Es handelt sich um mindestens 233 Kundendaten von Stiftungen.

Die BA beschuldigt den 45-Jährigen deshalb des qualifizierten wirtschaftlichen Nachrichtendienstes, der Verletzung des Geschäfts- und Bankgeheimnisses und der Geldwäscherei.

Am Dienstag erschien auch die Ehefrau des Mannes nicht vor dem Bundesstrafgericht, obwohl sie vorgeladen worden war. Der Versuch, die Frau polizeilich vorzuführen, misslang. Sie wurde von der Polizei nicht zu Hause vorgefunden. Auch konnte sie telefonisch nicht erreicht werden, wie die vorsitzende Richterin erklärte.

Lediglich die ehemalige Chefin des Angeklagten konnte am Dienstag als Auskunftsperson befragt werden. Dabei stellte das Gericht vor allem Fragen zum System der Bank und zu den Zugriffsberechtigungen. (Fall SK. 2016.34)

(AWP)

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Grossbanken werden nur noch

Grossbanken werden nur noch moderate Gewinne einfahren

Er war vor und während der Sturmjahre Chef der beiden Grossbanken. Oswald Grübel erklärt im Interview mit «Blick», warum er den Niedergang der Schweizer Banken nicht so dramatisch sieht.

https://www.cash.ch/news/top-news/ex-ubs-chef-gruebel-grossbanken-werden-nur-noch-moderate-gewinne-einfahren-1261672

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Citi recht gut drauf

Für das vierte Quartal verbuchte die amerikanische Grossbank nach Angaben vom Montag einen Überschuss von 4,3 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Institut wegen Einmalbelastungen durch die US-Steuerreform noch einen Verlust von 18,9 Milliarden Dollar eingefahren.

Bereinigt um Sondereffekte stieg der Gewinn dieses Mal dank gesunkener Kosten um 14 Prozent auf 4,22 Milliarden Dollar. Die Erträge gingen dagegen wegen eines schwachen Anleihengeschäfts um zwei Prozent auf 17,12 Milliarden zurück. Analysten hatten im Schnitt mit 17,55 Milliarden gerechnet.

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MS sieht nicht so schwarz, Ziel 17 CHF

Morgan Stanley belässt UBS auf 'Overweight' - Ziel 17 Franken

 

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für UBS auf "Overweight" mit einem Kursziel von 17 Franken belassen. Schwache Marktentwicklung und geringe Handelserträge dürften die Banken im vierten Quartal getroffen haben, schrieb Analystin Giulia Aurora Miotto in einer am Montag vorliegenden Branchenstudie vor der Berichtssaison. Die schwache Kursentwicklung werde den Schweizern aber nicht gerecht./ag/mis Veröffentlichung der Original-Studie: 11.01.2019 / 23:32 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben  Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 85 Abs. 1 WpHG, Art. 20 VO (EU) 596/2014 für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.

AFA0075 2019-01-14/13:06

 

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UBS will Siegel für

UBS will Siegel für nachhaltiges Investieren schaffen

Die Schweizer Grossbank UBS will Qualitätsstandards für nachhaltige Investments ohne Beteiligung von Aufsehern auf die Beine stellen.

25.01.2019 06:43

"Bevor eine grosse Regulierungsmaschinerie losgetreten wird, sollte die Industrie versuchen, sich selbst auf Definitionen und Kriterien zu einigen - und letztlich auch Produkte, die gegen diese Regeln verstossen, als nicht nachhaltig zu brandmarken", sagte UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber im Interview der Nachrichtenagentur dpa-AFX am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Sollte es zu Marktversagen kommen, muss man über Regulierung nachdenken. Aber ich finde, dass Regulierung dieses entstehenden Marktes nur die zweitbeste Wahl ist."

Die UBS gehört zu den grössten Vermögensverwaltern weltweit. Die Bank sieht aber beim Beitrag privater Investitionen zu den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen bis 2030 ein deutliches Defizit. Pro Jahr würden 2 bis 7 Billionen US-Dollar zusätzlich an privaten Investitionen benötigt, um Ziele wie Armutsbekämpfung und Umweltschutz wie angestrebt zu erreichen, hiess es von der Bank zum Treffen von Wirtschaftslenkern und Politikern in den Schweizer Alpen.

"Die Vereinten Nationen haben sich notwendigerweise sehr ambitionierte Ziele gesetzt, sowohl was das Klimaabkommen in Paris betrifft, als auch was die Entwicklung von nachhaltigen Investments betrifft", sagte der ehemalige Chef der Bundesbank. "Diese Märkte existieren bisher nur sehr unzureichend und in rudimentärer Form."

Für Privatkunden entstehen derzeit immer mehr Geldanlage-Produkte wie zum Beispiel Fonds, die damit werben, nur auf erneuerbare Energien und umweltfreundliche Technologien zu setzen - oder erklären, Firmen auszuschliessen, die ihr Geld mit Waffen, Alkohol oder Tabak verdienen. Bei genauer Betrachtung halten viele Produkte die hohen Standards, die sie sich auf die Fahnen schreiben, laut UBS nicht ein.

Insofern müssten die Akteure in einem sich gerade entwickelnden Markt hohe Standards setzen, sagte Weber. "Sie kennen das zum Beispiel in Deutschland aus der Ernährungsindustrie, wo es ein Bio-Label gibt. Und für diese Bio-Siegel gibt es gewisse Anforderungen, die nachhaltige Nahrungsmittel erfüllen müssen, um das Label zu bekommen. Beim Bereich nachhaltiges Investments ist es genau dasselbe - sie brauchen klare Kriterien, sie brauchen eine Marktinfrastruktur, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist", forderte Weber.

(AWP)

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alpenland
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Am TV gehört

Heiko Thieme empfiehlt Finanztitel, namentlich hat er UBS erwähnt  Yes 3
(war wahrscheinlich aus Davos)

Domtom01
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der auch?

Habe ich schon vorher gemacht. Diebstahl guter Ideen! Aber stimmt.

Ferner wurde von der UBS mitgeteilt, dass man in der Schweiz die Finanzierung von Mehrfamilienhäusern herunterfahre und sich mehr auf die Finanzierung qualitativ hochstehender Einfamilienhäuser fokusiere. Klar warum! Für mich ein weiteres, wenn auch kleines Kaufsignal. Ich halte.

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UBS wittert Zusatzgeschäft

UBS wittert Zusatzgeschäft bei reichen Unternehmern

Die UBS will ihre Vermögensverwaltung in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (Emea) stärker mit der Investmentbank und der Firmenkundensparte verzahnen und erhofft sich dadurch Zusatzgeschäft. Im Zuge dessen hat die Bank den langjährigen UBS-Manager Christian Rosset per Anfang Februar zum Chef einer neuen Einheit ernannt, die die Vermögensverwaltung bei der Beratung von Unternehmenskunden unterstützt.

31.01.2019 11:52

"Ein Grossteil der Neukunden, die wir gewinnen, sind Unternehmer", sagte die für die Vermögensverwaltung in Emea zuständige UBS-Managerin Christine Novakovic der Nachrichtenagentur Reuters. "Wenn wir ein kleines schlagkräftiges Team von Leuten etablieren, die aus der Investmentbank und dem Firmenkundengeschäft kommen, und unser Produktangebot dort in- und auswendig kennen, dann können sie die Brücke zu unserer Vermögensverwaltung bauen."

Von Unternehmern erhofft sich die Grossbank zum einen Zusatzgeschäft im Firmenkundenbereich und der Investmentbank, etwa wenn sie auch andere Dienstleistungen wie beispielsweise Währungsabsicherungen oder Beratung bei allgemeinen Finanzierungsfragen für ihre Firma bei der UBS beziehen. Zudem will die UBS auch weitere Unternehmer als neue Kunden gewinnen. Im Fokus stünden auch kleinere und mittlere Firmeninhaber. "Damit könnten wir Neugeld und Wachstum für die Vermögensverwaltung generieren", sagte Novakovic. "Wir werden in einigen Märkten starten und dieses Team dann schrittweise in anderen Regionen aufbauen."

Die langjährige UBS-Managerin war vor ihrem Wechsel in die Vermögensverwaltungs-Division für das Investmentbank- und Firmenkundensegment in der Schweiz verantwortlich. Einen ähnlichen Schritt vollzieht nun Rosset: Er war bislang in diversen Funktionen für Firmenkunden zuständig.

Zusätzliches Wachstum dürfte bei der grössten Schweizer Bank sehr willkommen sein: Denn im vierten Quartal hatten die Marktturbulenzen das Ergebnis in der Vermögensverwaltung und in der Investmentbank gedrückt.

(AWP)

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«Die Erholung der Bankaktien

«Die Erholung der Bankaktien ist nicht nachhaltig»

Bleiben die Finanzmärkte volatil, bleibt auch die Schweizer Börse attraktiv, sagt EFG-Anlagechef Moz Afzal im cash-Börsen-Talk. Zudem äussert er sich über die amerikanische Fed und die Zukunft von Bankaktien.

https://www.cash.ch/news/top-news/anlagechef-moz-afzal-die-erholung-der-bankaktien-ist-nicht-nachhaltig-1273062?autostart=1

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alpenland
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ist es wie bei der DB ? (Verkäufer HNA)

dort hat die HNA bereits massiv verkauft (man kommuniziert dies ja erst im Nachhinein Sad

Das chinesische Konglomerat HNA hat sich erneut Liquidität beschafft. Das hochverschuldete Unternehmen verringert den Anteil an der Deutschen Bank. Auch in der Schweiz stehen Entscheide an. ..!!!!!!!!

alpenland
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schon wieder runter, lieber...

Guru und Insider, könnt ihr nicht mal eure Beziehungen spielen lassen und berichten was die Händler so sagen, danke schööööööönn, das wäre nett !

alpenland
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das wussten wohl gewisse Leute vorher

Schei...... Franzosen, micht hat's wieder mal erwischt. Give rose
Ich hoffe, dass unsere Regierung denen klarmacht, dass wir erheblich mehr Bordeaux, Autos usw von ihnen importieren als umgekehrt.
Mit Küsschen und Händchenhalten ist dies nicht gemacht !

marabu
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Aber Alpenland!

Mit dem musste man leider rechnen. Es ist ein völlig politischer Entscheid. Deutschland zahlte man für das selbe Vergehen bloss 300 Millionen Euro, obwohl das Anlagevolumen beträchtlich höher war. Die Schweizer Gans ist dank unseren politischen Weicheiern in Bern beliebig erpressbar und leicht auszunehmen. 

Das gleiche wird uns auch mit dem Rahmenabkommen blühen!

Frankreich ist marode, überreguliert und kaum reformierbar.

Tut mir leid für dich! Banken sind für mich zur Zeit ein No Go; wobei ich noch vor wenigen Jahren bis zu einem Drittel des Depots in UBS investiert hatte.

Zauberlehrling
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Demut und Einsicht

Demut und Einsicht fehlt nicht nur Ermotti und Weber, sondern auch anderen Kommentatoren hier! 

Es ist der fatalen Fehleinschätzung der Realitat Ermottis und Webers geschuldet, dass die Strafe so hoch ausfällt! Unsere Sche... Schweizer Banken haben unseren Ruf in der Welt runiert! Und wir-das Schweizer Volk bezahlen dafür!

Hochmut und Arroganz, statt Einsicht, Reue und Demut! Sich lieber zu streiten als zu kooperieren und dafür gabs nun wieder eine saftige Quittung! Gut so und noch viel besser, dass sich die Politik nicht in diese Niederungen herab begeben hat. Skandalös genug dies von den Steuern abzusetzen und so uns alle zu Mitgefangenen zu machen!

PFUI UBS, PFUI WEBER UND ERMOTTI! SHAME ON YOU! 

Zauberlehrling
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Der Chefjurist der UBS M.

Der Chefjurist der UBS M. Diethelm-"wir sind uns keiner Untat bewusst"! Was für ein weltfremder Weichbecher dieser Typ! Arroganz regiert noch immer in der Teppichetage!

Blutet! Nur schade tut's Ermotti mit seinen zig Millionen Shares nicht mehr weh! Die Zeche bezahlt das einfache Volk u.a. mit seinem in UBS angelegtem Rentenvermögen! 

Um's mit alpenlands Worten zu sagen: Sche... Bank diese UBS!

Zauberlehrling
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Dumm, dümmer UBS
harley-rider
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Busse wird ja unter dem Strich nicht durch die UBS bezahlt

Mich verwundert, dass alle Medien schreiben und erzählen, dass die UBS 4.5 Mia Busse und Schadenersatz bezahlen muss.

Soweit ich weiss, kann die UBS diese Zahlung voll und ganz mit den Steuern verrechnen.
Die 'Gelackmeierten' sind also primär Stadt und Kanton Zürich, sowie einmal mehr die Schweiz.

Zyndicate
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UBS-Investoren fürchten neue

UBS-Investoren fürchten neue Rückstellungen

Die Aktie der UBS steht auch einen Tag nach dem Frankreich-Urteil unter Druck. Anleger fürchten sich vor neuen Rückstellungen. Die UBS sollte hier schnell Klarheit schaffen.

21.02.2019 11:30

Von Marc Forster

Das Gerichtsurteil aus Paris schickte die UBS-Aktie am Mittwoch fast 3 Prozent nach unten. Am Donnerstag sinkt der Wert des Titels noch einmal um über 2 Prozent. Das Frankreich-Urteil hat die UBS-Kursgewinne seit Anfang Jahr nun wieder zunichte gemacht. Der Titel ist so viel wert wie Anfang Jahr.

Die UBS soll Frankreich 4,5 Milliarden Euro Strafe und Schadenersatz zahlen. Die grösste Schweizer Bank kassiert damit die höchste je in Frankreich wegen Steuervergehen ausgesprochene Strafe. 

Die UBS-Aktie in den vergangen fünf Jahren (Chart: cash.ch)

Da die UBS in Frankreich in Revision geht und ihre Strafen gegenüber der französischen Republik nicht sofort bezahlen muss, rücken nun die Rückstellungen der Bank ins Zentrum. Rund 640 Millionen von insgesamt 2,5 Milliarden Dollar der UBS-Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sind dabei für den Bereich globale Vermögensverwaltung reserviert. Analysten vermuten, dass die Bank für den Frankreich-Fall wenige hundert Millionen Dollar reserviert hat. 

Gewinne und Aktienrückkauf tangiert

Die Frage ist, wie sich der Aktienkurs unter dem Eindruck dieses Urteils in den kommenden Monaten und Jahren entwickelt. UBS-Konzernchef Sergio Ermotti geht zuerst einmal davon aus, dass sich der Berufungsprozess über viele Jahre hinziehen wird.

Noch hat die UBS nicht mitgeteilt, ob sie ihre Rückstellungen aufstocken wird. Die Bank kann argumentieren, dass sie in Berufung gehe und daher vorerst keine weiteren Notbatzen für diesen Rechtsfall zur Seite legen müsse. Stockt sie aber die Provisionen auf, dann müsste wohl das Ergebnis für das vierte Quartal 2018 neu ausgerechnet werden, wie die Zürcher Kantonalbank (ZKB) schreibt. Ausserdem würde dies auch das laufende erste Quartal 2019 belasten. "Wir hoffen, dass sich die UBS bald zu diesen Fragen äussert", schreibt die ZKB.

Lesen Sie zum Thema bei handelszeitung.ch: "Der Fall UBS: Wenn Zürcher durch Paris stolpern"

Weiter haben Rückstellungen Einfluss auf das Aktienrückkaufprogramm der UBS, das wiederum im Zusammenhang mit der Kapitalausstattung der Bank steht. Ende 2018 betrug das harte Kernkapital, auf das die Regulatoren achten, gemäss Bilanzausweis 13,1 Prozent. Die UBS könnte auch noch mit einem dünneren Kapitalkissen einen Teil der eigenen Aktien zurückkaufen. Damit wird der Gewinn pro Aktie verdichtet, was dem Aktienkurs prinzipiell förderlich ist.

«Buy» bestätigt, Kursziele teils tiefer

Die Bank Vontobel erwartet indessen keine Änderung der Rückführungspolitik der UBS. Der Rechtsfall in Frankreich dürfte damit unmittelbar weder das Aktienrückkaufprogramm noch die Dividende beeinträchtigen. "Anders als das Recht anderer Länder sieht das französische Recht vor, dass ein Berufungsgericht den gesamten Fall noch einmal verhandelt, so, als ob es ein neuer Fall wäre. Daher wird die Angelegenheit wieder komplett von vorn beginnen, und die Beilegung des Falls wird mehrere Jahre dauern", schreibt Vontobel-Analyst Andreas Venditti.

Venditti bestätigte am Donnerstag seine "Buy"-Empfehlung. Mindestens zwei andere Analysten taten das gleiche. Aktuell stehen laut Bloomberg für die UBS-Aktie 18 Kaufempfehlungen aus, denen 10 "Hold"- und 2 "Sell"-Ratings gegenüberstehen. Allerdings haben am Donnerstag auch mindestens fünf Banken ihre Kursziele leicht gesenkt, so beispielsweise die Credit Suisse, die das Ziel von 20 auf 19 Franken herabgesetzt hat. Das durchschnittliche Kursziel liegt aber immer noch  bei 16,10 Franken, also rund ein Drittel über dem aktuellen Kurs von 12,20 Franken.

 

 

Die Aktionäre der UBS müssen berücksichtigen, dass die Bank auch von neuen Klagen nicht verschont bleiben dürfte. Die Unsicherheit belastet die Aktie grundsätzlich: Dass die Schweizer Grossbankaktien im langjährigen Vergleich auch den US-Grossbanken hinterherhinken, hat in den vergangenen zehn Jahren auch mit den immer wiederkehrenden Rechtsfällen und Millardenurteilen zu tun.

Umgekehrt zeigt sich aber auch, dass die Beilegung solcher Rechtsfälle der Aktie nützt, wie das Beispiel von Julius Bär zeigt, wo der mehr als fünf Jahre währende Rechtsstreit mit den USA vergangenes Jahr ad acta wurde. Das ist bei der UBS allerdings nicht zu erwarten. Klar ist: Rechtkosten, ein Thema das die UBS seit zehn Jahren beschäftigt, geraten bei der grössten Schweizer Bank wieder vermehrt in den Vordergrund.

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Zyndicate
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Nach Frankreich-Urteil: UBS

Nach Frankreich-Urteil: UBS erhöht die Rückstellungen

Die UBS hat ihre 2018 Rückstellungen für Rechtsfälle und regulatorische Angelegenheiten seit der Veröffentlichung der Jahreszahlen nochmals erhöht. Das Geschäft habe sich im ersten Quartal bisher verhalten entwickelt.

Aktualisiert um 07:29

Wie die Bank am Freitag mitteilte bzw. dem neu aufgeschalteten Geschäftsbericht 2018 zu entnehmen ist, sanken der Rein- bzw. der Vorsteuergewinn für das Gesamtjahr 2018 deshalb um 382 Millionen US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie reduzierte sich derweil um 0,10 bzw. 0,09 US-Dollar. Der Gewinn vor Steuern für das Gesamtjahr 2018 beträgt damit neu 5,99 Milliarden US-Dollar (statt der ursprünglich gemeldeten 6,37 Mrd), der Reingewinn 4,52 Milliarden (statt 4,90 Mrd) und der Gewinn pro Aktie 1,18 USD (statt 1,27 USD).

Hintergrund der Gewinnrevision ist der Prozess in Frankreich. Bekanntlich wurde die grösste Schweizer Bank vor wenigen Wochen von einem Pariser Gericht zu einer Rekordbusse von 3,5 Milliarden Euro verurteilt, zudem muss sie dem französischen Staat Schadenersatz in der Höhe von 800 Millionen Euro bezahlen. Im Prozess ging es um Geldwäsche und Beihilfe zu Steuerhinterziehung.

Vorsichtige Kunden

Die Bank hat dagegen Rekurs angekündigt, der Fall dürfte die UBS somit noch mehrere Jahre beschäftigen. Die Rückstellungen insgesamt für Altlasten und Prozessrisiken betragen neu 2,83 Mrd US-Dollar, für den Frankreich-Fall allein liegen sie bei 516 Millionen US-Dollar.

Etwas tiefer fällt mit den zusätzlichen Rückstellungen auch die Kapitalquote (CET 1) aus, und zwar lag sie Ende Jahr damit neu bei 12,9 statt der ursprünglich gemeldeten 13,1 Prozent. Die Leverage Ratio, also die ungewichtete Eigenkapitalquote, wird neu mit 3,77 Prozent statt zuerst mit 3,81 Prozent ausgewiesen.

Das Geschäft habe sich im ersten Quartal bisher verhalten entwickelt, so die UBS. "Trotz einer Erholung der Aktienmärkte, sind die Kunden bisher im ersten Quartal vorsichtig geblieben", hieß es in dem Bericht. Daher werde es schwieriger für die Bank, ihre Ziele zu erreichen.

(AWP/Reuters)

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