Autoneum (AUTN)

Autoneum Hldg N 

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Autoneum wird in Japan

Autoneum wird in Japan grösser und grösser

Der Schweizer Automobilzulieferer Autoneum und die japanischen Branchennachbarn Nittoku und Toyota Boshoku erweitern ihre seit 2012 bestehende Zusammenarbeit.

05.10.2017 08:17

Dazu haben sie ein Joint-Venture zur gemeinsamen Forschung und Entwicklung im Bereich Fahrzeugakustik gegründet.

Als Erstkunde profitiere der Fahrzeughersteller Toyota ab 2018 von der gebündelten Akustikexpertise im Rahmen von Vorentwicklungsstudien und entwickelten Lärmschutzkomponenten, teilte Autoneum am Donnerstag mit.

Ab Januar 2018 werden, unter der wissenschaftlichen Leitung von Autoneum, in Japan Akustikstudien für den Fahrzeughersteller Toyota Motor Corporation und weitere Automobilunternehmen durchgeführt. Um höchste Standards zu gewährleisten, würden in dem Akustikzentrum von Toyota Boshoku in Japan von Autoneum entwickelte Messsysteme und Simulationssoftware eingesetzt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Bereits seit über fünfzig Jahren kooperieren Autoneum und Nittoku in der weltweiten Belieferung japanischer Automobilhersteller mit innovativen, leichtgewichtigen Komponenten für Akustik- und Wärmemanagement. Sie betreiben weltweit sieben Gemeinschaftsunternehmen.

(AWP)

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Autoneum passt

Autoneum passt Umsatzerwartung an

Der Industriekonzern Autoneum präzisiert seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr. Entgegen früheren Annahmen werde der Umsatz den Wert des Vorjahres nur noch leicht übertreffen.

26.10.2017 08:02

Dies teilt Autoneum am Donnerstag mit. Begründet wird dies mit einer "stark rückläufigen Fahrzeugproduktion in den USA".

Schon bei der Präsentation der Halbjahreszahlen hatte das Management auf die Nachfrageabschwächung im nordamerikanischen Markt hingewiesen. Damals war ein Umsatzwachstum über dem Markt, jedoch unter den jährlich angestrebten 4% bis 5% in Aussicht gestellt worden. Unverändert ist die Prognose zur EBIT-Marge, die bei über 8% erwartet wird.

Ausserdem teilt der Automobilzulieferer mit, dass ein neues Werk im ostchinesischen Yantai kürzlich in Betrieb genommen wurde und bereits in Serie produziert. Dieses neue Werk bilde nur den Auftakt einer signifikanten Kapazitätserweiterung in China, heisst es weiter. Bereits in wenigen Wochen starte das neue Werk in Changsha in der Provinz Hunan. Noch im Bau befinden sich laut den Angaben ein Werk im rund 100 Kilometer südwestlich von Shanghai gelegenen Pinghu (Provinz Zhejiang) und eine Fertigungsstätte in Shenyang Tiexi in der Provinz Liaoning im Nordosten des Landes.

Mit dem Ausbau der Fertigungskapazitäten in China würden trotz regional herausfordernder Märkte die Weichen für weiteres, profitables Wachstum gelegt, schreibt die Gesellschaft dazu.

(AWP)

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Autoneum-CEO bestätigt

Autoneum-CEO bestätigt «ambitiöse» Mittelfristziele bis 2020

Der Industriekonzern Autoneum hält auch nach der Prognosesenkung für das laufende Jahr an den Zielen bis 2020 fest.

12.11.2017 16:56

Die Mittelfristziele, wonach das Unternehmen bis 2020 einen Umsatz von 2,6 Mrd und eine EBITDA-Marge von 12% anstrebt, könne er bestätigen, sagte CEO Martin Hirzel in einem Interview mit der mit der "Finanz und Wirtschaft" (Ausgabe 11.11.). Die Erreichung der Ziele sei mit Blick auf das aktuelle Umfeld aber "ambitiös".

Um die Ziele zu erreichen, müsse Autoneum gut doppelt so schnell wachsen wie der Markt, ergänzte der CEO. "Aber wir sind sportlich und verfolgen unsere Ziele mit Leidenschaft". Es würde auch nicht der Unternehmenskultur entsprechen, bereits drei Jahre vor der Zielfrist zu kapitulieren.

Wachstumspotenzial sieht Hirzel insbesondere in Asien. "Wir haben dank Asien Potenzial, schneller zu wachsen als der relevante Markt." Auch die Elektromobilität sieht er eher als Chance denn als Gefahr für sein Unternehmen: Gerade bei Hybriden sei der mögliche Lieferumfang eher grösser, weil darin mehr Teile verbaut würden, die gegeneinander abgeschirmt oder akustisch behandelt werden müssten.

(AWP)

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Autoneum-CEO: Nordamerika

Autoneum-CEO: Nordamerika bleibt auch dieses Jahr eine Herausforderung

Autoneum rechnet nicht mit einer raschen Erholung des Geschäfts in Nordamerika. "Der nordamerikanische Markt bleibt auch dieses Jahr eine Herausforderung", sagte CEO Martin Hirzel in einem Interview mit dem Onlineportal "cash.ch". Der Autozulieferer sei in den USA und Kanada mit weiteren Produktionsrückgängen konfrontiert, nachdem die Zahl der dort produzierten Fahrzeuge 2017 um über 8 Prozent geschrumpft sei. Mittelfristig geht Hirzel für die USA von einer Stagnation auf dem aktuellen Niveau aus.

05.06.2018 07:30

Im März hatte Hirzel noch gesagt, es zeichne sich im laufenden Jahr für die USA zwar kein Boom ab. Er hatte jedoch auch Prognosen angeführt, wonach für Nordamerika insgesamt mit einer bis zu 1 Prozent höheren Automobilproduktion gerechnet werde.

Vom Handelskonflikt sieht sich das Unternehmen derzeit nicht direkt tangiert. Von einer Verlagerung der Fahrzeugproduktion in die USA würde Autoneum dank seiner acht Werke im Land jedoch "durchaus profitieren", ist Hirzel überzeugt. Steigende Produktionszahlen gebe es derzeit im Übrigen in Mexiko, wo Autoneum wegen des Auf- und Ausbaus der Fabriken aber noch nicht am Wachstum partizipieren könne, fügte der Firmenchef an.

Ausserdem hat Hirzel die Hoffnung nicht aufgegeben, irgendwann Tesla als Kunden zu gewinnen. Autoneum habe an der US-Westküste kein Werk. "Das ist schlicht der Grund, weswegen wir nicht dabei sind", sagte er. Aber wenn Tesla den Schritt zu einem Hersteller mit viel höheren Stückzahlen mache, müssten die Kalifornier auf mehr als einen Zulieferer pro Produkt bauen. "Dann wird Tesla auch auf den Technologieführer aufmerksam - also uns", so der CEO.

rw/ra

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Autoneum senkt Erwartungen an

Autoneum senkt Erwartungen an den Betriebsgewinn

Der Autoteile-Produzent Autoneum kämpft weiter mit Schwierigkeiten in Nordamerika und auch in Asien.

26.07.2018 08:06

Der Autozulieferer Autoneum hat im ersten Semester 2018 zwar mehr Umsatz erzielt, doch musste das Unternehmen bei den Gewinnzahlen eine leicht rückgängige Entwicklung hinnehmen. Vor allem die Situation in der wichtigen Absatzregion Nordamerika stellte sich für die Winterthurer weiterhin als schwierig dar. Daher wird der Ausblick leicht gesenkt. Konkret wuchs der Umsatz des Unternehmens um 3,9 Prozent auf 1,16 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährungen betrug das Plus 2,2 Prozent.

In den Marktregionen Europa (+4,7 Prozent), Asien (+6,8 Prozent) und Samea (Südamerika, Mittlerer Osten, Afrika; +23 Prozent) wurde in Lokalwährung Wachstum erzielt. Einzig Nordamerika (-4,1 Prozent) war rückläufig. In diesem Markt seien erneut weniger Fahrzeuge produziert worden als in der Vorjahresperiode.

Expansion in Asien belastet

Die Gewinnzahlen waren nicht nur von den tieferen Produktionsvolumen und Anlaufkosten in Nordamerika geprägt. Gleichzeitig expandierte Autoneum stark in Asien. Zahlreiche Neuanläufe mit entsprechend niedrigeren Ergebnismargen drückten die Profitabilität.

In Zahlen ausgedrückt sank das operative Ergebnis auf der Stufe EBIT um 8,0 Prozent auf 86,4 Millionen Franken, die Marge ging gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent zurück. Der Konzerngewinn sank um 2,7 Prozent auf 60,1 Millionen und der Gewinn nach Minderheiten lag bei 48,9 Millionen.

Mit den Zahlen hat Autoneum die Schätzungen der Analysten nicht erreicht. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 1,15 Milliarden Franken und einen EBIT von 92,6 Millionen gerechnet.

EBIT-Ausblick gesenkt

Für das Jahr 2018 geht Autoneum beim Wachstum nach wie vor von einem organischen Plus von rund 3 Prozent aus. Dabei werden eine leichte Erholung des nordamerikanischen Marktes im zweiten Halbjahr sowie eine gleichbleibend hohe Nachfrage in Europa unterstellt.

Etwas zurückbuchstabieren muss das Unternehmen jedoch bei der Profitabilität. Neu wird für das Gesamtjahr eine EBIT-Marge von 7 Prozent veranschlagt, nach bisher versprochenen 8 Prozent. Denn im saisonal etwas schwächeren zweiten Semester rechne man bei der Business Group Europe mit einer niedrigeren Marge, während die Profitabilität in Nordamerika kurzfristig stagnieren dürfte.

Ferner kommt es zu einem Wechsel an der Spitze der grössten Geschäftseinheit. Per 1. Februar 2019 wurde Alexandra Bendler zur Leiterin der Business Group Europe und damit auch zum Mitglied der Konzernleitung ernannt. Bendler leitet heute den Vertrieb und das Projektmanagement des Bereiches. Bendler folgt auf Matthias Holzammer. Dieser wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen, so die Mitteilung.

(AWP)

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Autoneum trotzt der Flaute in

Autoneum trotzt der Flaute in den USA

Der Autozulieferer Autoneum ist 2018 trotz der Probleme in Nordamerika gewachsen. Die Prognosen der Analysten wurden dabei leicht übertroffen.

23.01.2019 08:02

Die Verkäufe nahmen im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 2,28 Milliarden Franken zu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Vorfeld mit einem minimal tieferen Wert von gut 2,27 Milliarden gerechnet.

Organisch erhöhte sich der Umsatz laut den Angaben um 3,7 Prozent. Das Unternehmen hatte ein organisches Wachstum von rund 3 Prozent in Aussicht gestellt.

Dieses Wachstum sei in einem rückläufigen Markt erzielt worden, betonte Autoneum. So sei die weltweite Autoproduktion im vergangenen Jahr um 1 Prozent geschrumpft. Man habe dank eines "vorteilhaften Modellmixes" besser als der Markt abgeschnitten.

US-Geschäft rückläufig

Das US-Geschäft, das bekanntlich seit Monaten in Schwierigkeiten steckt, verhinderte eine noch bessere Entwicklung. Der Umsatz in Nordamerika bildete sich um 4,4 Prozent auf 921,8 Millionen Franken (organisch: -3,4%) zurück. Der Rückschlag war damit noch etwas stärker, als von Analysten befürchtet.

Im Dezember hatte das Management wegen der Probleme in Nordamerika den dortigen Chef ausgewechselt sowie eine Gewinnwarnung publiziert. Konkret wurde eine EBIT-Marge von unter 6 Prozent für den Gesamtkonzern in Aussicht gestellt.

Nun hiess es, dass die Nordamerika-Sparte "aufgrund der operativen Herausforderungen in US-Werken und damit verbundenen Kosten" rote Zahlen schreiben werde. Und dies werde sich auf die Profitabilität des Konzerns auswirken. Gewinnzahlen werden erst am 6. März veröffentlicht.

Begründet wurde die US-Absatzschwäche in der Mitteilung vom Mittwoch mit geringeren Produktionsvolumen der Fahrzeughersteller, welche zu reduzierten Lieferungen bei Autoneum geführt hätten.

Wachstum in Europa

Deutlich besser lief es in den anderen Regionen, die organische Umsatzsteigerungen von 7,7 Prozent (Europa), 6,6 Prozent (Asien) und sogar von gut 24 Prozent (Südamerika/Nahost/Afrika) verzeichneten. Das Marktwachstum sei in all diesen Regionen deutlich übertroffen worden, wurde betont. So habe sich etwa die Automobilproduktion in China rückläufig entwickelt.

(AWP)

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Gewinneinbruch und weniger

Gewinneinbruch und weniger Dividende bei Autoneum

Autoneum hat ein sehr schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Wegen Problemen in der wichtigen Absatzregion Nordamerika kam die Profitabilität des Autozulieferers unter die Räder. Erst 2020 soll es wieder aufwärts gehen.

06.03.2019 08:08

Die Nordamerika-Sparte ist wegen Produktionsproblemen in den US-Werken in Schieflage geraten. Im Dezember warnte Autoneum vor einem Verlust im Nordamerika-Geschäft und kippte das Ziel einer Betriebsgewinnmarge (EBIT) von 6 Prozent.

Wie der nun am Mittwoch veröffentliche Geschäftsbericht zeigt, stieg der Umsatz 2018 zwar um 3,4 Prozent auf 2,28 Milliarden Franken, das operative Ergebnis auf Stufe EBIT brach aber um knapp 37 Prozent auf 114,1 Millionen ein.

EBIT-Marge auf 5 Prozent gesunken

Die entsprechende Marge verringerte sich somit auf 5,0 Prozent von 8,2 Prozent im Vorjahr. Zu Jahresbeginn hatte Autoneum von eine EBIT-Marge von 8 Prozent in Aussicht gestellt. Das Ziel musste danach im Jahresverlauf wegen der Probleme in den USA drei Mal nach unten revidiert werden.

Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 74,7 Millionen. Das sind ebenfalls 37 Prozent weniger als im Vorjahr. Aufgrund des Gewinnrückgangs wird die Dividende gekürzt. Der Verwaltungsrat beantragt noch eine Dividendenzahlung von 3,60 Franken pro Aktie, nachdem die Aktionäre im Vorjahr noch 6,50 Franken erhalten hatten.

Mit den vorgelegten Zahlen die Erwartungen der Analysten verfehlt. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsensus) mit einem EBIT von 118,2 Millionen und einer Dividende von 6,25 Franken gerechnet.

Wie erwähnt war das Nordamerika-Geschäft für den Rückgang der Profitabilität verantwortlich. In dieser Region bildete sich der Umsatz um 4,4 Prozent auf 921,8 Millionen Franken zurück. Auf Stufe EBIT resultierte gar ein Verlust von 8,2 Millionen, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 65,3 Millionen herausgeschaut hatte.

Operative Ineffizienzen und entsprechende Restrukturierungsaufwände sowie gestiegene Lohnkosten und Rohmaterialpreise hätten zu diesem negativen Ergebnis geführt, begründete die Gesellschaft das Defizit in der Mitteilung.

Stagnierender Umsatz 2019 erwartet

Der Ausblick auf das laufende Gesamtjahr fällt verhalten aus. Angesichts eines stagnierenden Automobilmarktes, Handelsstreitigkeiten und geopolitischer Spannungen geht Autoneum für 2019 von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus.

Die anhaltenden Verluste in Nordamerika und die mit dem Turnaround verbundenen Kosten sowie die noch ausstehende Rendite auf den Investitionen in China würden allerdings zu Profitabilitätseinbussen führen, hiess es weiter. Für das erste Halbjahr 2019 erwartet das Unternehmen daher ein negatives Konzernergebnis.

Basierend auf den ergriffenen Gegenmassnahmen sollte Autoneum 2020 "substanzielle" Ergebnisverbesserungen und 2021 wieder ein "gesundes" Profitabilitätsniveau erreichen, schrieb das Unternehmen weiter.

(AWP)

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Händler beobachten

Händler beobachten spekulative Käufe bei Autoneum- und Rieter-Aktien

Die Aktien der Industriekonzerne Autoneum und Rieter erfreuen sich laut Händlern eines regen Interesses.

02.04.2019 10:56

Es gebe Spekulationen, dass der Bahnindustrielle Peter Spuhler, der mit Stadler Rail demnächst an die Börse fährt, seine Beteiligungen an den beiden Firmen aufstocken könnte, heisst es am Markt. Nach frühen Kursgewinnen von jeweils rund einem Prozent büsst Autoneum allerdings 0,5 Prozent ein und bei Rieter verringert sich das Kursplus auf noch 0,3 Prozent. Der Gesamtmarkt tendiert eine Spur leichter.

Händler verweisen auf ein Interview, das Stadler Rail-Mehrheitsaktionär Spuhler der "SonntagsZeitung" gegeben hatte. Auf die Frage, was er mit den 1,2 bis 1,7 Milliarden Franken, die er aus dem Börsengang von Stadler Rail löse, machen werde, sagte Spuhler, das Geld bleibe in der PCS Holding und sei nicht für ihn bestimmt.

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"Es ist mein unternehmerischer Werkzeugkasten, um meine bestehenden Beteiligungen an Stadler, Autoneum, Rieter und Aebi Schmidt weiterzuentwickeln." Er hätte Freude, eine Rettungsaktion, wie er sie vor zehn Jahren bei Aebi Schmidt und Rieter gemacht habe, noch einmal durchzuziehen.

"Mit solchen Sätzen öffnet Spuhler Tür und Tor für Spekulationen", sagte ein Händler.

"Wer weiss, vielleicht bekommt die Idee zur Bildung einer Swiss Industries Holding mit vielen kleineren und grösseren Industriefirmen, die vor Jahren der Unternehmer und Industrielle Walter Fust aufgebracht hatte, wieder etwas mehr Farbe", sagte ein anderer Händler.

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Martin Ebner kauft wieder

Martin Ebner kauft wieder Aktien von Autoneum

Die BZ Bank von Martin Ebner hält bei Autoneum wieder über 3 Prozent des Kapitals.

23.05.2019 07:57

Von Daniel Hügli

Martin Ebner und seine Frau Rosmarie haben über die ihre BZ Bank 145'000 Aktien des Automobilzulieferers Autoneum gekauft. Das geht einer Meldung der Offenlegungsstelle des SIX am Donnerstamorgen hervor.

Investor Ebner baute zuletzt im Jahr 2014 eine Beteiligung von bis zu 5 Prozent an Autoneum auf - er reduzierte diese aber bis im November desselben Jahres auf unter 3 Prozent. Ob er damals ganz ausstieg beim Unternehmen aus Winterthur, ist nicht bekannt. 

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Autoneum rutscht in die roten

Autoneum rutscht in die roten Zahlen, kann Umsatz aber halten

Der Autozulieferer Autoneum ist im ersten Halbjahr wie erwartet in die roten Zahlen gerutscht. Der Grund sind gravierende Probleme in Nordamerika. Es gebe dort jedoch Fortschritte, wurde versichert.

25.07.2019 08:00

Unter dem Strich steht ein Fehlbetrag von 6,0 Millionen Franken, wie das Winterthurer Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Minus ist keine Überraschung, weil Autoneum schon im März ein solches angekündigt hatte. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 60,1 Millionen resultiert.

Das Unternehmen kämpft bekanntlich mit Problemen in zwei US-Werken, wo Produktionsanläufe fehlschlugen. Die Region Nordamerika schrieb deswegen beim operativen Ergebnis (EBIT) einen Fehlbetrag von 33,1 Millionen. Die anderen drei Konzernregionen waren profitabel, wenn auch zum Teil nicht mehr im gleichen Ausmass wie im Vorjahr. Insgesamt ging der Konzern-EBIT massiv auf 16,4 Millionen zurück (VJ 86,4 Mio).

Die Anfang Jahr initiierten Restrukturierungsmassnahmen in den USA zeigten die erwartete Wirkung, wurde betont. So sei die die Lieferfähigkeit in beiden Werken wiederhergestellt worden, was ein "wesentliches Ziel" gewesen sei. Die Situation bleibe jedoch "äusserst herausfordernd".

Umsatz besser als Markt

Ein Lichtblick war die Umsatzentwicklung. Er blieb mit 1,16 Milliarden Franken auf Vorjahreshöhe (-0,3%). Organisch resultiere sogar ein Wachstum von 1,9 Prozent. Dies sei trotz einem deutlichen Rückgang der globalen Fahrzeugproduktion gelungen, wurde betont.

In allen vier Konzernregionen sei der Markt übertroffen worden. Auch in der "Problemregion" Nordamerika (organisches Wachstum: 4,1%). In Europa ging der Umsatz allerdings wegen stark gesunkener Produktionsvolumen der Autohersteller organisch um 3,6 Prozent zurück.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Autoneum die Erwartungen der Analysten beim EBIT übertroffen und beim Gewinn verfehlt. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsensus) mit einem Umsatz von 1,15 Milliarden, einem EBIT von 11,9 Millionen und einem Verlust von 0,8 Millionen gerechnet.

Ausblick konkretisiert

Der Ausblick auf das Gesamtjahr wird ausserdem konkretisiert. So wird nun auch im zweiten Halbjahr ein leichtes organisches Umsatzwachstum erwartet - trotz dem "anspruchsvollen Umfeld". Dank einer Stabilisierung des Nordamerikageschäfts werde zudem ein verbessertes operatives Konzernergebnis im zweiten Semester erwartet.

Für 2020 wird - wie bis anhin - eine substanzielle Ergebnissteigerung und für 2021 wieder ein gesundes Profitabilitätsniveau angepeilt.

(AWP)

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Mr. Stock Exchange
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CHF 100

Ist hier jemand dabei?

Aktie verliert seit Monaten an Wert, auf Basis der Flaute in der Autobranche grundsätzlich nachvollziehbar - aber trotzdem, ist hier der Rückschlag nicht zu weit erfolgt?

Branchenleader, führender Ausstatter, auch für neue Fahrzeuge (Hybrid/Elektro), Umsatz konnte im 1. Semester in einem sehr schwierigen Umfeld sogar gesteigert werden, man geht im 2. Semester von einem organischen Wachstum aus und die Probleme in Nordamerika sind mehrheitlich 'gelöst' bzw. ist das schlimmste definitiv überstanden. Nicht gerade Euphorie pur, aber bei einem geschätzten EPS von CHF 8-12 für die Jahre 2020/2021 ist hier meines Erachtens durchaus ein nachhaltiges/wesentliches Aufholpotential vorhanden.

Meinungen dazu?

Good trades @ all!

mats
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FUW vom 25.04.19 Bodenbildung?

FUW vom 25.04.19 Roland Vogt Charttechnik

Die Aktien der Autozulieferers Autoneum (AUTN 100.4 -3.18%) haben vor wenigen Wochen ein neues Tiefst geschrieben. Davon gab es in den vergangenen 15 Monaten schon viele. Aus dieser Sicht entspricht das vermeintlich Neue der Normalität, weshalb atavistische Verhaltensmuster zum Tragen kommen. Also  wird die Situation nicht weiter hinterfragt.

Solches wäre aber sehr wohl notwendig. Denn weshalb notiert die Aktie drei Wochen nach diesem Tief wieder auf dem gleichen Kursniveau wie vor 20 Wochen, wenn das «neue Tief» doch eine so wichtige Information ist? Trügt der erste Eindruck und die Aktie befindet sich trotz des «neuen Tiefst» gar nicht mehr im Abwärtstrend?

Bodenbildung dauert an

Nach meiner Einschätzung befindet sie sich in einem Bodenbildungsprozess. Während eines solchen Prozesses bzw. Transitionsvorgangs entstehen typischerweise Kursstrukturen, wie sie im Chart hervorgehoben sind, und die Kursschwankungen werden grösser. Investoren, deren Wahrnehmung hauptsächlich auf der Verarbeitung neuester Informationen beruht, haben bei der Erkennung dieses Vorgangs logischerweise keine Chance. Sie sehen das Neueste, aber nicht den Zusammenhang.

Die Bodenbildung von Autoneum dürfte noch einige Zeit dauern. Sie terminiert einen grossen und mächtigen Trend. Das ist kein Vorgang, der von heute auf morgen abgeschlossen ist. Um die Situation entsprechend zu bewirtschaften, braucht der Investor eine Kaufstrategie. Diese sollte die Zeit nutzen, mehrstufig sein und kurzfristige Anreize ausblenden.

Domtom01
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überholt

Das war vom... vom 25. April! Geht weiter runter, wobei ich noch pessimistischer als gertrud bin (oder realistischer?).

gertrud
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Charttechnik

Der Herr Vogt hat das bei gut CHF130 geschrieben. Heute, ein Viertel tiefer, war das dann wohl nichts mit seiner Bodenbildung. 

Mal schauen, ob ich's besser treffe bei Autoneum: Charttechnik für Hausfrauen (gilt bis Ende Jahr, Kursziele +/- 2%):
Erholung jederzeit möglich bis 120, nach unten geht es vorerst bis 91.
Sehr unwahrscheinlich, dass 125 genommen werden, aber wenn, dann ist der Weg nach oben frei bis 141. Danach bröckelts wieder ab und bildet den Boden bei 105-110.
Wahrscheinlicher, dass 88 unterschritten werden, und dann geht es runter bis 75. Dort beginnt eine solide Bodenbildung wo man sich dann positionieren kann.

Wenn ich recht habe, werde ich mich hier zum Jahresende gerne wieder selber zitieren und neben der üblichen no bullshit Analyse künftig auch charttechnische Interpretationen von mir geben.
Wenn ich falsch liege, werde ich diesen Kommentar unauffällig löschen im Vertrauen darauf, dass hier die Mehrheit nur kurzfristig denkt und sich eh nicht mehr erinnert.

paul81
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bin drin

bin bei 130 mit einer ersten position rein, werde jetzt um die 100 nochmals bisschen nachlegen... wenn es noch auf die von Gertrud zitierten 75 runter gehen sollte, würde ich wieder nachlegen... positiongrösse aktuell 0.2% meines portfolios

Domtom01
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So entstehen Klumpenrisiken

Eine Firma, die ihren Zenit überschritten hat (siehe Kennzahlen). Eine Firma, die im struktuellen Wandel steckt, von dem noch nicht absehbar ist, wie er gemeistert wird. Dividenden und Gewinn je Aktie (unverwässert), die sinken. Konkurrenten in Asien (China), die teilweise Zugriff auf die Technologie haben. Alles Faktoren, die mich noch abhalten. Nicht auszuschliessen, dass Autoneum das passiert, was Meyer Burger passiert ist.

Das alles zusammen lässt mich aufhorchen. Und deshalb sehe ich die Kurse auf ein Niveau sinken, welches noch unterhalb gertruds Prognose ist. Das Schlimmste liegt noch vor der Firma.

Mr. Stock Exchange
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Aktie kommt langsam in Schwung

Besten Dank für eure Einschätzungen, spannend!

Anscheinded und zumindest vorübergehend scheint sich bei rund CHF 100 ein Bödeli gebildet zu haben - ich habe mein Investment < CHF 100 nochmals aufgestockt und bin weiterhin positiv gestimmt. Sollten sich die Autoverkäufe nur schon stabiliseren (auf immer noch sehr hohem Niveau) hat Autoneum kurz- bis mittelfristig ein massives Aufhol-/Korrekturpotential.

Good trades @all!

 

gertrud
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wie weit noch

Eine Erholung von 30% in weniger als einem Monat

Hab damals geschrieben, es geht bis 91 und dann nicht über 125: Es ging bis 93 und hat jetzt 125 genommen. Bin heute mit einem ersten Teil raus, weil ich nochmals einen grösseren Rücksetzer erwarte, für die Vogtsche Bodenbildung. Charttechnik zum Selberbasteln halt.

Wenn das jetzt allerdings die Wiederentdeckung der Zykliker ist, ist das nur der Anfang.

gertrud
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Charttechnik

Da es bis jetzt nicht schlecht gelaufen ist, betätige ich mich hier solange als Charttechnikerin, bis ich mir einen soliden Ruf als Expertin aufgebaut habe (wie plenaspei bei AMS, nur mit viel weniger farbigen Linien).

Also: Jetzt geht es mit Autoneum noch in den Bereich von 105, und die Optimisten können sich auf die Ausbildung eines doppelten Bodens und nachfolgend einen schönen Anstieg freuen. Ich werde dort den Teil, den ich vor 10 Tagen über 125 gegeben habe, wieder nachkaufen.

Wenn weiter die Konjunkturabkühlung die allgemeine Börse verunsichert, geht es mit Autoneum allerdings zu den am 11.August angedrohten CHF 75. Da ist dann fertig lustig und wir müssen Farbe bekennen.

Mr. Stock Exchange
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Ich habe glücklichwerise

Ich habe glücklichwerise Freitag vor einer Woche auch 2/3 meiner Positionen (Aktien / Long-Zertis) geschmissen und werde mich ab dem Bereich CHF 110 sinkend wieder laufend Long positionieren.

gertrud
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Charttechnik

Charttechnik zum Selberbasteln (bis Jahresende, Kursziele +/-2%)

So entstehen Investoren-Legenden: Mit beeindruckender Präzision wurden die vorausgesagten 105 gestern und heute erreicht und kurzfristig unterschritten, und ich habe wie angekündigt meinen Teil wieder zugekauft.

Für die Optimisten kommt jetzt die erhoffte Bodenbildung im Bereich 98-105. Wenn´s mit dem Boden klappt, lässt die Aktie noch dieses Jahr 130 hinter sich.

Da ich nicht grad die grosse Optimistin bin, halt ich neue Tiefst für wahrscheinlicher: Durchbruch der 88 und dann den Absturz in die 70er. Dafür haben wir viel Pulver trocken gehalten und da sehen wir dann weiter.

Das angehängte Bild der technischen Analyse lässt selbst den Laien erkennen, dass der Oktober zum Schicksalsmonat für Autoneum werden wird.

 

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Pesche
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gertrud hat am 04.10.2019 18

gertrud hat am 04.10.2019 18:08 geschrieben:

Charttechnik zum Selberbasteln (bis Jahresende, Kursziele +/-2%)

So entstehen Investoren-Legenden: Mit beeindruckender Präzision wurden die vorausgesagten 105 gestern und heute erreicht und kurzfristig unterschritten, und ich habe wie angekündigt meinen Teil wieder zugekauft.

Für die Optimisten kommt jetzt die erhoffte Bodenbildung im Bereich 98-105. Wenn´s mit dem Boden klappt, lässt die Aktie noch dieses Jahr 130 hinter sich.

Da ich nicht grad die grosse Optimistin bin, halt ich neue Tiefst für wahrscheinlicher: Durchbruch der 88 und dann den Absturz in die 70er. Dafür haben wir viel Pulver trocken gehalten und da sehen wir dann weiter.

Das angehängte Bild der technischen Analyse lässt selbst den Laien erkennen, dass der Oktober zum Schicksalsmonat für Autoneum werden wird.

 

Mit Deinem Chart und meinem Hund wären wir unschlagbar. Warum bringst Du nicht einen so Superchart für AMS zu stande  Wink 

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

Elias
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Autoneum warnt vor schwachem Semester - CEO Hirzel weg

Autoneum warnt vor einem schwachen zweiten Semester. Das Ergebnis wird sich im Gegensatz zu den bisherigen Annahmen wegen der Probleme in Nordamerika im zweiten Semester nicht verbessern.

In diesem Zusammenhang erfolgt die einvernehmliche Trennung vom langjährigen CEO Martin Hirzel.

Autoneum hatte in Nordamerika im ersten Semester Probleme bei der Produktion in zwei Werken, kündigte aber für das zweite Halbjahr für die "Problemsparte" Nordamerika einen geringeren Verlust an. Der EBIT werde sich im zweiten Halbjahr zwar verbessern, für den Break-even werde es aber nicht reichen, hiess es im vergangenen Juli anlässlich der Halbjahreszahlen.

Da die bestehenden Probleme in Nordamerika tiefgreifender seien als erwartet, werde sich das operative Konzernergebnis auch im zweiten Semester entgegen der bisherigen Annahme nicht verbessern, teilte das Unternehmen nun am Dienstag mit. Der Verwaltungsrat hat sich deshalb zu einem Wechsel an der operativen Spitze entschlossen.

Hirzel per sofort weg

Per sofort wurde Matthias Holzammer, der langjährige ehemalige Leiter der Geschäftseinheit Europa, zum CEO von Autoneum ernannt. Er folgt auf Martin Hirzel. Dieser werde das Unternehmen im Einvernehmen mit dem Verwaltungsrat verlassen, hiess es.

Aufgrund der tiefgreifenden operativen und kommerziellen Probleme in Nordamerika werde der Turnaround und die Verbesserung der Resultate mehr Zeit erfordern als erwartet. Holzammer werde sich diesem Problem mit höchster Priorität widmen, um die Business Group und den Konzern schnellstmöglich zurück in die Profitabilität zurückzuführen, schreibt Autoneum. Das Unternehmen stützt sich dabei auf die Industrieerfahrung Holzammers und seinen Erfolgsausweis bei Restrukturierungen.

Hirzel hatte als erster CEO von Autoneum das Unternehmen 2011 nach der Abspaltung von Rieter in die Unabhängigkeit geführt.

(AWP)

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Autoneum macht Grossaktionär

Autoneum macht Grossaktionär Spuhler keine Freude

Der Automobilzulieferer Autoneum warnt vor einer schwachen zweiten Jahreshälfte. Die Aktie gerät vorbörslich unter Verkaufsdruck. Mit an Bord ist auch Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler.

08.10.2019 08:21

Von Lorenz Burkhalter

Ende Juli stellte der Automobilzulieferer Autoneum den Aktionären für die zweite Jahreshälfte eine Verbesserung beim operativen Gewinn (EBIT) in Aussicht. Man werde die Verluste in der mit Problemen kämpfenden Region Nordamerika eingrenzen, so hiess es damals an einer Telefonkonferenz mit Investoren.

Gut zwei Monate später gibt man sich am Firmensitz in Winterthur desillusioniert. Einer Medienmitteilung lässt sich entnehmen, dass die Probleme in Nordamerika unterschätzt wurden und für das zweite Halbjahr mit keiner Verbesserung beim operativen Gewinn (EBIT) zu rechnen sei. Der Automobilzulieferer zieht personelle Konsequenzen und ersetzt den langjährigen Firmenchef Martin Hirzel mit Matthias Holzammer, dem früheren Europa-Chef.

Die Gewinnwarnung kommt bei den Anlegern verständlicherweise nicht gut an. Im vorbörslichen Handel von Julius Bär wird die Autoneum-Aktie mit einem satten Minus von 4,7 Prozent auf einen Mittelkurs von 101,80 Franken abgestraft. Damit errechnet sich alleine seit Mitte September ein Minus von gut 20 Prozent.

Hat Grossaktionär Spuhler bei Autoneum zugekauft?

Bei Autoneum mit an Bord ist auch Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler. Über seine Beteiligungsgesellschaft PCS Holding hält er offiziellen Angaben zufolge 17 Prozent. Im hiesigen Handel wird allerdings gemunkelt, dass es mittlerweile sogar mehr sein könnten. Denn aus dem Börsengang von Stadler Rail flossen Spuhler im April dieses Jahres geschätzte 1,4 Milliarden Franken zu. Mitte September bestätigte der Stadler-Rail-Chef gegenüber Finanzmedien, dass er bereits einen Drittel dieses Erlöses in Firmen reinvestiert habe, an denen er beteiligt sei und im Verwaltungsrat sitze. So könnten in der ersten Septemberhälfte auch Geld in die Autoneum-Beteiligung geflossen sein.

Gemeinsam mit dem Industriellen Michael Pieper zählt Spuhler seit der Abspaltung des Automobilzulieferers vom ehemaligen Winterthurer Mutterhaus Rieter zu den bedeutendsten Aktionären. Auch an Rieter selber halten die beiden substanzielle Beteiligungen. Allerdings liegt sowohl der Aktienkurs von Autoneum als auch jener von Rieter mittlerweile unter dem damaligen Stand zum Zeitpunkt der Abspaltung vom Mai 2011.

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

gertrud
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Charttechnik

Der periodische Heimwerker-Blick auf den Autoneum - Chart:

Kurz nach dem letzten Post kam eine böse Gewinnwarnung, die den Kurs den kritischen Bereich um 88-91 testen liess.
Positiv: Die Unterstützung hat gehalten, der Kurs ist sauber abgeprallt und sowas wie ein Doppelboden hat sich ausgebildet.
Noch zu früh um die Trendumkehr zu feiern, dafür müssen 125 nachhaltig überwunden werden. Sieht gut aus, bis Weihnachten wird man es wissen.

 

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