Sunrise

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Sunrise senkt Preise für

Sunrise senkt Preise für Datenroaming

Sunrise macht bei der jüngsten Preisrunde im Schweizer Mobilfunk mit. Nachdem die Swisscom in der Vorwoche die Gebühren für Datenroaming gesenkt hat, kündigt Sunrise nun eine "Erneuerung" der Freedom-Tarife an. Konkret führt das Unternehmen zum Beispiel für 46 Länder einen Standardtarif von 1,90 CHF pro Tag für 100 MB an, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Damit werde auch ein "voller Kostenschutz" garantiert. Zum Vergleich: Bisher verrechnete Sunrise 1 Franken pro Megabyte für das Daten-Roaming in den meisten europäischen Ländern, den USA und Kanada. Abgesehen davon seien eingehende Sprachnachrichten auf die Voicemail ab sofort weltweit kostenlos, hiess es weiter.

19.03.2018 08:10

Die neuen Tarife von Sunrise seien eine Verbesserung, schreibt die Stiftung für Konsumentenschutz in einer ersten Reaktion. So hätten Anrufe auf die Sprachbox bislang bis zu 7,75 CHF gekostet. Für Moneyland-Experte Ralf Beyeler setzt Sunrise insbesondere mit dem Standardtarif für das Daten-Roaming in den meisten europäischen Ländern, in den USA und Kanada einen "neuen Standard". Er hält die Abopreise des Anbieters aber nach wie vor für eher teuer.

rw/jb

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Sunrise verdient operativ

Sunrise verdient operativ weniger

Sunrise hat im ersten Quartal zwar mehr umgesetzt, aber operativ leicht weniger verdient.

03.05.2018 07:28

Der Umsatz stieg um 6,3 Prozent auf 458 Millionen Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) sank indes um 1,9 Prozent auf 140 Millionen Franken. Grund für den Rückgang sind höhere Servicekosten fürs Handynetz, nachdem Sunrise über 2200 Sendemasten verkauft hatte.

Dafür gelang unter dem Strich ein Gewinnsprung, wie Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Der zweitgrösste Telekomkonzern der Schweiz erzielte in den ersten drei Monaten einen Reingewinn von 17 Millionen Franken. Das sind knapp 30 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dieses Plus sei vor allem geringeren Abschreibungen und Finanzaufwendungen zu verdanken.

Mit den Zahlen hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 434 Millionen und einem bereinigten EBITDA von 137 Millionen gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie lediglich 12 Millionen vorhergesagt.

Festhalten an Zielen

Die Dynamik an der Kundenfront habe sich im ersten Quartal 2018 fortgesetzt, schrieb der Konzern weiter. Sunrise habe über 31'000 neue Handyabokunden gewonnen. Das sei der grösste Nettokundenzuwachs seit 2011. Die Abokundenbasis sei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,6 Prozent auf 1,625 Millionen gestiegen. Auf der anderen Seite ging der Rückgang bei den Prepaidkunden weiter. Hier verlor Sunrise 10,5 Prozent der Kunden, weil diese auf Handyabos umsteigen würden.

Im Internet stieg die Zahl der Abonnenten um knapp 12 Prozent, während das TV-Geschäft gut ein Viertel mehr Kunden zählt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Anstieg sei dem Bündelangebot Sunrise One und den TV-Sportangeboten sowie Aktionspreisen zu verdanken, schrieb Sunrise.

Für das Gesamtjahr hält der Telekomkonzern an den bisherigen Zielen fest und erwartet Einnahmen in der Grössenordnung des Vorjahres. Das Ziel für den Umsatz liegt zwischen 1,83 und 1,87 Milliarden Franken, während ein bereinigter EBITDA von 580 und 595 Millionen Franken angepeilt wird (VJ 601). Die Investitionen sollen sich auf 283-323 Millionen Franken belaufen. In diesem Fall will Sunrise eine Dividende von 4,15 bis 4,25 Franken pro Aktie ausschütten. Dies wären mehr als im Vorjahr (4,00 Franken).

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Freenet offen für Verkauf von

Freenet offen für Verkauf von Sunrise-Beteiligung

Der deutsche Telekomkonzern Freenet ist offen für einen Verkauf seiner Beteiligung am Schweizer Mobilfunkunternehmen Sunrise. "Wir sind opportunistisch. Wenn jemand an Sunrise Interesse hat, muss er mit uns reden", sagte Freenet-Finanzvorstand Joachim Preisig im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Der deutsche Konzern hält knapp 24,6 Prozent an Sunrise.

18.06.2018 14:05

Experten erwarten eine Konsolidierung am Schweizer Telekommarkt. Im Fokus stehen dabei die drei Anbieter hinter dem Marktführer Swisscom: Sunrise und Salt, die über ein eigenes Mobilfunknetz verfügen, sowie der Kabelnetzbetreiber UPC, der das Netz anderer Anbieter nutzt. Unter unmittelbarem Zugzwang ist nach Einschätzung von Brancheninsidern allerdings keiner der Anbieter. Als ein mögliches Szenario gilt ein Zusammenschluss von UPC und Sunrise.

Auch für Freenet war die früher oder später erwartete Konsolidierung in der Schweiz Grund für den Einstieg bei Sunrise. "Sunrise ist eine finanzielle Beteiligung, mit Hilfe derer wir uns unabhängiger vom deutschen Markt machen wollten", sagte Preisig. "Irgendwo im Hinterkopf spielte auch eine Rolle, dass es möglicherweise im Schweizer Markt zu einer Konsolidierung kommen könnte. Wir wollen am Ende des Tages den Gewinn für unsere Investoren maximieren." Für Freenet gebe es drei Möglichkeiten: "Wir bleiben drin, wir verkaufen oder wir legen zu", sagte Preisig. Weitere Minderheitsbeteiligungen im Ausland plane die Firma nicht.

Einfluss auf mögliche Übernahmen oder Zusammenschlüsse in der Schweiz könnte auch die Konsolidierung im übrigen europäischen Markt haben: Vodafone will für 18,4 Milliarden Euro einen Grossteil des Europa-Geschäfts der UPC-Mutter Liberty Global kaufen. Das UPC-Geschäft in der Schweiz würde damit praktisch "übrig" bleiben. Das Österreich-Geschäft verkauft Liberty Global an die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile.

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Culoni86
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Da gits nur eis.....

Wisekey holding kaufen/kaufen......wow!!!!

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Sunrise: Weniger Gewinn, aber

Sunrise: Weniger Gewinn, aber Prognosen übertroffen

Sunrise hat im zweiten Quartal zwar mehr umgesetzt, aber weniger verdient. Die Erwartungen der Finanzgemeinde wurden übertroffen.

23.08.2018 07:18

Der Umsatz stieg um 2,1 Prozent auf 463 Millionen Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) schrumpfte um 1,8 Prozent auf 150 Millionen Franken.

Hier schlägt der Verkauf von über 2'200 Handymasten vor einem Jahr zu Buche, für deren Benutzung Sunrise nun bezahlen muss. Dies triebt die Kosten nach oben. Ohne diesen Effekt wäre der bereinigte Betriebsgewinn leicht gestiegen, teilte der zweitgrösste Telekomanbieter am Donnerstag in einem Communiqué mit.

Unter dem Strich tauchte der Reingewinn nach dem Gewinnsprung im Vorjahr um gut 10 Prozent auf 24 Millionen Franken. Im Vorjahresquartal hatte sich der Reingewinn wegen geringeren Abschreibungen, Amortisationen und tieferen Finanzaufwendungen beinahe verdreifacht. Nun ist der umgekehrte Effekt eingetreten: Höhere Abschreibungen und Amortisationen sowie höhere Netzgebühren nach dem Verkauf der Handysendemasten zogen das Ergebnis nach unten.

Damit hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 456 Millionen Franken und einem adjustierten EBITDA von 146 Millionen Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten die Experten 19 Millionen Franken vorhergesagt.

Der Umsatzanstieg sei dem Geschäft mit Mobilfunkabos, Internet und TV sowie dem Firmenkundengeschäft zu verdanken, hiess es. Dies konnte die Talfahrt in der Festnetztelefonie wettmachen.

Mehr EBITDA erwartet

Zudem gab Sunrise bekannt, den Vertrag zur Benutzung des Swisscom-Festnetzes erneut zu haben. Der Vertrag laufe nun zu weitgehend ähnlichen Konditionen bis zum 30. Juni 2022. Als Teil der Erneuerung werde Sunrise eine Anfangsinvestition von 101 Millionen Franken machen, die in Raten gezahlt werde.

Für die nahe Zukunft zeigt sich Sunrise optimistischer: Der Konzern hebt das Ziel für den bereinigten EBITDA im Gesamtjahr 2018 dank der soliden operativen Dynamik und einer Rechnungslegungsänderung auf 595 bis 605 Millionen Franken an. Bisher hatte Sunrise 580 bis 595 Millionen Franken angepeilt. Das Umsatzziel blieb bei 1,83 bis 1,87 Milliarden Franken unverändert. Bei Eintreffen der Prognose für 2018 will Sunrise eine Dividende von 4,15 bis 4,25 Fr. pro Aktie zahlen.

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Sunrise-Führung vor

Sunrise-Führung vor Veränderungen

Bei Sunrise kommt es zu einem Rücktritt im Verwaltungsrat. Der Finanzchef des Grossaktionärs Freenet verlässt das deutsche Telekomunternehmen und tritt damit auch aus dem Verwaltungsrat von Sunrise zurück.

11.10.2018 08:19

 Der Schritt wird per Ende Jahr erfolgen, wie es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag hiess. Der Sitz im Aufsichtsgremium soll zunächst vakant bleiben und erst an der Generalversammlung 2019 neu besetzt werden, wie Sunrise weiter schrieb. Joachim Preisig war im April 2016 in den Verwaltungsrat als nicht exekutives Mitglied gewählt worden.

Die börsennotierte Freenet mit Sitz im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf hält laut Aktienführer Schweiz 24,6 Prozent an Sunrise. Deren CEO, Christoph Vilanek, ist ebenfalls seit April 2016 Mitglied im Sunrise-Verwaltungsrat.

(AWP)

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Sunrise macht mehr Umsatz und

Sunrise macht mehr Umsatz und weniger Gewinn

(Ausführliche Fassung) - Sunrise hat in den ersten neun Monaten zwar etwas mehr umgesetzt, aber weniger verdient. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 1,39 Milliarden Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) schrumpfte indes leicht um 1,2 Prozent auf 448 Millionen Franken.

08.11.2018 07:42

Unter dem Strich blieb noch ein Reingewinn von 72 Millionen Franken, wie Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahr hatten noch 481 Millionen Franken in der Kasse geklingelt.

A1llerdings war der damalige Gewinnsprung auf den Verkauf von über 2200 Antennenmasten an die spanische Firma Cellnex zurückzuführen, was 420 Millionen Franken in die Kasse gespült hatte. Ohne den Verkauf der Masten wäre der Reingewinn um 17 Prozent gestiegen.

Operativ konnte Sunrise zulegen. Im Mobilfunk gewann Sunrise seit Jahresbeginn 92'500 Abokunden. Auf der anderen Seite gingen 78'500 Prepaidkunden verloren. Denn Prepaidkunden steigen zunehmend auf Abos um.

Beim Internet konnte Sunrise 26'500 neue Kunden anlocken, beim TV-Angebot waren es 22'000. Damit hat Sunrise mittlerweile 235'500 TV-Abonnenten.

Erwartungen übertroffen

Mit den vorgelegten Zahlen hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 1,383 Milliarden, einem adjustierten EBITDA von 446 Millionen und einem Reingewinn von 66 Millionen Franken gerechnet.

Im dritten Quartal alleine hat Sunrise den Umsatz um 1,9 Prozent auf 469 Millionen Franken gesteigert. Der bereinigte EBITDA stagnierte bei 158 Millionen Franken. Ohne die Miete für die Masten, die Sunrise nun bezahlen muss, wäre der EBITDA um 1,8 Prozent höher ausgefallen.

Unter dem Strich stand ein Reingewinn von 32 Millionen Franken nach 442 Millionen Franken im Vorjahresquartal. Ohne den Mastenverkauf wäre der Reingewinn allerdings um 42,5 Prozent geklettert, hiess es weiter.

Im Mobilfunk konnte Sunrise nicht nur bei den Privatkunden zulegen, sondern auch bei den Geschäftskunden. So habe man den Kanton Luzern und die Fluggesellschaft Edelweiss als Kunden gewonnen, schrieb der Telekomanbieter weiter. Die Aktionen für die Benutzung des Handys im Ausland (Roaming) im Sommer wirkten allerdings etwas bremsend.

Für die nahe Zukunft zeigt sich Sunrise zuversichtlich: Das Ziel für den bereinigten EBITDA im Gesamtjahr 2018 bleibt dank der "soliden operativen Dynamik" bei 595 bis 605 Millionen Franken. Beim Umsatzziel peilt der zweitgrösste Telekomanbieter wie bisher 1,83 bis 1,87 Milliarden Franken an. Die Investitionen sollen wie angekündigt zwischen 283 und 323 Millionen Franken betragen.

Bei Eintreffen der Prognose für 2018 will Sunrise eine Dividende von 4,15 bis 4,25 Fr. pro Aktie zahlen. Dies ist mehr als im Vorjahr, als die Aktionäre 4,00 Franken erhalten hatten.

jb/tp

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Sunrise erhöht Lohnsumme um 1

Sunrise erhöht Lohnsumme um 1,5 Prozent

Der Telekomanbieter Sunrise erhöht die Lohnsumme. Mit der Gewerkschaft Syndicom sei eine Erhöhung um 1,5 Prozent vereinbart worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

23.01.2019 10:27

Das zusätzliche Geld stehe für individuelle ordentliche und leistungsabhängige Lohnerhöhungen sowie für eine "noch stärkere Förderung der Lohngerechtigkeit" zur Verfügung, hiess es weiter. Die Anpassungen werden laut den Angaben per 1. April umgesetzt.

rw/kw

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Sunrise-Aktien bauen Verluste

Sunrise-Aktien bauen Verluste aus - Barclays stuft Rating zurück

Die Sunrise-Aktien haben am Dienstag nachgegeben und sind im Sitzungsverlauf auf ein Jahrestief gefallen. Händler erklären die anhaltende Kursschwäche mit einer Studie von Barclays und Übernahmespekulationen.

05.02.2019 12:55

Die Anteile des hinter dem Platzhirsch Swisscom zweitgrössten Schweizer Telekommunikationskonzern verlieren bis zur Sitzungsmitte 5,0 Prozent auf 76,65 Franken. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI steigt um 1,1 Prozent. Swisscom-Aktien gewinnen mit dem Markt 1,1 Prozent.

Barclays hat im Rahmen einer Telekom-Studie das Rating für Sunrise auf "Equal Weight" von "Overweight" gesenkt und das Kursziel auf 90 von 100 Franken reduziert. Auf dem Schweizer Markt sei zunehmende Konkurrenz zu befürchten, schreibt Analyst Simon Coles. Damit könne sich das Aufwärtspotenzial für Sunrise limitieren.

Zudem stiegen die Übernahme-Risiken. Seine bisher positive Sicht auf die Anlage habe auf der Annahme basiert, dass Sunrise in der Schweiz weiter Marktanteile gewinnt, da der Netz-Ausbau und Investitionen in die Qualität Früchte getragen hätten, so Coles weiter. Die jüngsten Schachzüge von UPC zur Verbesserung des IPTV-Produkts sowie der Breitband-Geschwindigkeit wie auch die Bemühungen von Salt machten es nun aber schwieriger auf dem Fixnetz-Markt Anteile zu gewinnen.

Als kursbelastend erweisen sich laut Händlern auch die Spekulationen, Sunrise könnte den Kabelnetzbetreiber UPC übernehmen. "Eine Übernahme würde einige Milliarden Franken kosten. Das könnte die Finanzen von Sunrise etwas arg strapazieren", sagt ein Händler. Auch verschärfe eine solche Transaktion den Wettbewerb, was sich negativ auf die Margen auswirken dürfte. "Dadurch könnten die Erwartungen der Anleger auf stetig steigende Dividenden getrübt werden", sagt ein anderer Börsianer.

pre/hr

(AWP)

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Sunrise steht in

Sunrise steht in Verhandlungen wegen Übernahme von UPC Schweiz

Der Telekomanbieter Sunrise verhandelt mit Liberty Global über den Kauf der Tochtergesellschaft UPC Schweiz.

Aktualisiert um 06:28

Das Unternehmen bestätige Gespräche mit der Muttergesellschaft Liberty Global über eine mögliche Akquisition, teilte Sunrise am Dienstagabend mit.

Am Wochenende hatte die "Financial Times" unter Berufung auf Kreise berichtet, Sunrise sei in fortgeschrittenen Gesprächen, um UPC in der Schweiz zu kaufen. In einer Stellungnahme von Sunrise gegenüber der Nachrichtenagentur AWP hiess es am vergangenen Sonntag dazu noch, man nehme die Medienberichte der vergangenen Tage zur Kenntnis, kommentiere jedoch keine Spekulationen.

Es werde lediglich zu einer Transkation kommen, wenn diese strategisch überzeuge und nachweislich Wert für die Aktionäre schaffe, schreibt Sunrise am Dienstag nun. Sollte es zu einem Deal kommen, sei das Schweizer Unternehmen einer umsichtigen Kapitalstruktur verpflichtet und werde die bestehende progressive Ausschüttungspolitik beibehalten. Es gebe zudem keine Gewissheit, dass es zu einer Einigung kommt. Wenn es angebracht ist, werde eine weitere Ankündigung erfolgen.

Im Zuge der Spekulationen hatte am Montag eine Sprecherin des Sunrise-Grossaktionärs Freenet der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, Freenet halte eine Konsolidierung des Sektors für richtig, würde einen möglichen Deal prüfen und eine Zustimmung sei nicht ausgeschlossen. Freenet kontrolliert knapp ein Viertel der Sunrise-Aktien.

Experten zufolge könnte UPC Schweiz sechs bis sieben Milliarden Franken wert sein.

(AWP/Reuters)

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Handy-Anbieter wollen 5G noch

Handy-Anbieter wollen 5G noch 2019 einführen

Swisscom, Sunrise und Salt zeigen sich mit den Resultaten der Auktion der 5G-Frequenzen zufrieden. Sie wollen ihre frisch ersteigerten 5G-Frequenzen so schnell wie möglich nutzen.

08.02.2019 08:03

Die Gelder für die Frequenzen fliessen in die Bundeskasse, wie die Eidgenösssische Kommunikationskommission (ComCom) und das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Freitag mitteilten. Das Bieterrennen um die Frequenzen hatte bei 220 Millionen Franken für alle Frequenzen begonnen.

Die Swisscom bezahlt 195,6 Millionen Franken für die von ihr ergatterten Frequenzen. Sunrise wendet 89,2 Millionen Franken auf und Salt 94,5 Millionen. Auch die Dense Air hatte mitgeboten, erwarb jedoch letztlich keine Frequenzen. Andere Firmen haben keine Frequenzen ersteigert. An dem Verfahren teilgenommen hat auch noch der britische Betreiber Dense Air, der letztlich jedoch keine Frequenzen erworben hatte.

Bei den begehrten Frequenzen von 700 Megahertz und 3,5 bis 3,8 Gigahertz konnte sich die Swisscom die grössten Frequenzbänder sichern: Bei 700 Megahertz erhält sie 30 Megahertz, während Salt und Sunrise 20 beziehungsweise 10 Megahertz ersteigerten. Bei 3,5 Gigahertz ergatterte die Swisscom 120 Megahertz, Sunrise erhielt 100, Salt 80 Megahertz.

Die 700 MHz-Frequenzen sind so begehrt, weil sie eine grosse Reichweite haben. Mit relativ wenigen Antennen lässt sich eine grosse Fläche abdecken. Die 3,5 bis 3,8 GHz-Frequenzen bieten dagegen viel höhere Geschwindigkeiten. Zudem können wesentlich mehr Handys eine Antenne gleichzeitig nutzen.

Kritik im Vorfeld

Swisscom, Sunrise und Salt können die Frequenzen nun für 15 Jahre nutzen. Im Vorfeld hatte es bereits ein Gerangel um die Frequenzverteilung gegeben. Die Telekomanbieter kritisierten die Bietbeschränkungen, die die Comcom festgelegt hatte.

Kein Betreiber solle leer ausgehen, erklärte die Comcom bei der Vorstellung der Auktionsregeln im Sommer. Bei den 700 MHz-Frequenzen durfte ein Anbieter maximal die Hälfte ersteigern, bei den 3,5 bis 3,8 GHz-Frequenzen waren es höchstens 40 Prozent.

Sunrise und Salt störten sich vor allem an der zu grosszügigen Maximalgrenze von Frequenzblöcken. Die Swisscom könnte damit auch Frequenzblöcke ersteigern und diese ungenutzt lassen, nur damit sie der Konkurrenz nicht zur Verfügung stünden.

Genau das Gegenteil bemängelte die Swisscom: Die Bietbeschränkungen seien viel zu eng gesteckt. Die Swisscom habe heute mit Abstand am wenigsten Frequenzen pro Kunde. Dieser Zustand werde nun zementiert: Die Swisscom-Konkurrenten hätten nach der Versteigerung mindestens die Hälfte mehr Frequenzen pro Kunde zur Verfügung als die Marktführerin.

Zufriedene Salt und Sunrise

Salt werde noch in diesem Jahr 5G-Dienste einführen, teilte Salt am Freitag nach Bekanntgabe der Auktionsergebnisse mit. In Zusammenarbeit mit Infrastrukturpartner Nokia wolle Salt ab dem dritten Quartal dieses Jahres 5G-Abdeckung mit Geschwindigkeiten, Reaktionszeiten und Kapazitäten der nächsten Generation bieten können.

Und die Swisscom will die neue Mobilfunktechnologie bis Ende 2019 in 60 Städte und Gemeinden bringen. Erste 5G-fähige Endgeräte würden in den nächsten Monaten auf dem Schweizer Markt erwartet, hiess es weiter. Denn heutige Smartphones können die höheren Geschwindigkeiten, die 5G bietet, noch gar nicht vollumfänglich ausschöpfen.

Swisscom, die mit 196 Millionen Franken am meisten Geld für die Versteigerung ausgegeben hat, erachtet diesen Preis als eine langfristige Investition in die Zukunft des Mobilfunkgeschäfts. Der Auktionsbeitrag werde als ausserordentlich betrachtet und sei nicht in den für 2019 prognostizierten Investitionen von rund 2,3 Milliarden Franken enthalten, schrieb die Telekomriesin. Ansonsten blieben der finanzielle Ausblick und die angestrebte Dividende für das Jahr 2019 unverändert.

Sunrise wird ihre 89,2 Millionen Franken vollumfänglich dieses Jahr bezahlen, wie die Telekomanbieterin mitteilte. Dies habe keine Auswirkung auf die Dividendenpolitik.

Sunrise sprach in der Mitteilung von einem "sehr guten Preis pro Megahertz für die strategisch wichtigsten Frequenzen". Sunrise habe die Frequenzbänder zu einem besseren Preis als die Mitbewerber erwerben können. Ein Blick ins Ausland zeige zudem, dass die Anbieter in Ländern wie Italien und Grossbritannien für diese wichtigsten Frequenzen viel tiefer hätten in die Tasche greifen müssen.

"Deshalb sind wir mit den Resultaten der Auktion sehr zufrieden", liess sich Sunrise-Chef Olaf Swantee zitieren. Auch Salt-Chef Pascal Grieder zeigte sich in der Mitteilung sehr zufrieden. Etwas zurückhaltender gibt sich hier die Swisscom, das Wort "zufrieden" taucht in ihrer Mitteilung nicht auf. Allerdings hatten zuvor ihre beiden Konkurrentinnen auch bemängelt, die Swisscom könne bei der Auktion zu sehr ihre finanziellen Muskeln spielen lassen.

(AWP/Reuters)

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Sunrise treibt den 5G-Ausbau

Sunrise treibt den 5G-Ausbau in der Schweiz voran

Sunrise will vorwärts machen bei 5G: Per Ende März sollen 150 Städte und Orte mit 5G abgedeckt sein.

21.02.2019 06:47

Dabei hat sich das Telekomunternehmen auf die Fahne geschrieben, mit 5G den digitalen Graben zwischen den Ballungszentren und den ländlichen Gebieten zu schliessen. Sunrise lanciere damit als erste Anbieterin das Programm "5G for People", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Ab Mitte März könnten die ersten ausgewählten rund 100 Privat- und Geschäftskunden 5G nutzen und ohne Glasfaser vom Hochbreitband-Internet mit Geschwindigkeiten bis zu 1 Gigabit pro Sekunden (Gbit/s) profitieren.

Im Laufe des Jahres will Sunrise weitere 5G-Angebote für Privat- und Geschäftskunden als Bestandteil der bestehenden Festnetz- und Mobilfunkangebote lancieren. Mit dem 5G-Ausbau will Sunrise die Datenautobahn insbesondere in die suburbanen und ländlichen Gebiete bringen. Dort verfügten die meisten Haushalte und Unternehmen nicht über einen Glasfaseranschluss bis in die Wohnung oder ins Büro, sondern müssten sich mit langsameren DSL-Anschlüssen begnügen.

Die Schweiz gehöre nach Ländern wie den USA, Südkorea und China weltweit zu den ersten Ländern, die 5G lancierten, schrieb die Telekomanbieterin weiter. Im Februar hatte Sunrise ebenso wie ihre Konkurrentinnen Swisscom und Salt bei einer Auktion des Bundes neue Mobilfunkfrequenzen für die 5G-Technologie ersteigert. Die meisten Frequenzblöcke sicherte sich dabei die Swisscom. Sunrise schnappte sich Frequenzen für insgesamt 89,2 Millionen Franken.

Die Telekomanbieter versicherten daraufhin, 5G so schnell wie möglich einführen zu wollen und die neue Technologie bereits in diesem Jahr den ersten Kunden zur Verfügung zu stellen. Bis dahin werden auch erste Smartphones erwartet, die tatsächlich die Vorteile von 5G ausschöpfen können: Mehr Tempo, schnellere Reaktionszeiten und höhere Kapazitäten. Mit den heutigen Handys kann noch nicht ganz so schnell gesurft werden, allerdings profitieren auch sie von den höheren Kapazitäten, die Netzüberlastungen vorbeugt.

(AWP)

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Sunrise will UPC für 6,3

Sunrise will UPC für 6,3 Milliarden Franken übernehmen

Es wird langsam konkret: Der Telekomanbieter Sunrise will den Kabelnetzbetreiber UPC für 6,3 Milliarden Franken übernehmen. Gespräche sind offenbar weit fortgeschritten.

27.02.2019 06:56

Sunrise und die amerikanische UPC-Muttergesellschaft Liberty Global befänden sich in fortgeschrittenen Verhandlungen für eine mögliche Transaktion, wie Sunrise in der Nacht auf Mittwoch mitteilte. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Komme es zu einer Akquisition werde Sunrise an einer umsichtigen Kapitalstruktur und der bestehenden Dividendenpolitik festhalten. Bereits Anfang Februar hatte Sunrise Gespräche über eine mögliche Übernahme bestätigt. 

(Reuters)

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Mega-Deal steht: Sunrise

Mega-Deal steht: Sunrise übernimmt UPC Schweiz

Grossfusion auf dem Schweizer Telekommarkt: Sunrise übernimmt UPC Schweiz und bezahlt dafür 6,3 Milliarden Franken. Die Sunrise-Aktionäre sind nicht happy.

Aktualisiert um 08:15

Am Schweizer Telekommarkt kommt es zu einer milliardenschweren Übernahme: Der zweitgrösste Mobilfunker Sunrise übernimmt den Kabelnetzbetreiber UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken, wie beide Unternehmen in der Nacht auf Donnerstag mitteilten.

Der neue fusionierte Anbieter ist im Mobilfunk und im Kabelgeschäft tätig und kann damit dem Marktführer Swisscom besser Paroli bieten. "Zusammen mit UPC Schweiz werden wir einen stärkeren und echten Herausforderer schaffen", sagte Sunrise-Chef Olaf Swantee. Den Zukauf will Sunrise mit einer 4,1 Milliarden Franken schweren Kapitalerhöhung finanzieren.

Die Aktie von Sunrise sinkt im vorbörslichen Handel um 2,1 Prozent. Die Aktie hatte bereits am Donnerstag leicht Federn lassen müssen.

Über die Konsolidierung am Schweizer Telekommarkt war seit Jahren spekuliert worden. Lange Zeit war aber offen, wer sich mit wem und in welcher Konstellation verbünden könnte. Marktführer im Mobilfunk- und Breitbandmarkt bleibt auch nach der Fusion von Sunrise und UPC die mehrheitlich in Staatsbesitz stehende Swisscom. Sunrise bleibt mit der Übernahme Nummer zwei und macht vor allem im Breitband- und Festnetzgeschäft Boden gut. Ziel des Unternehmens sei es nun, durch "wettbewerbsfähige Preise Marktanteile zu gewinnen", erklärte Sunrise. Nummer drei im Mobilfunkmarkt ist die vom französischen Unternehmer Xavier Niel kontrollierten Firma Salt.

Im Zuge des Zukaufs übernimmt Sunrise nach eigenen Angaben UPC-Schulden in Höhe von 3,6 Milliarden Franken. Weitere 2,7 Milliarden Franken erhält der Verkäufer Liberty Global in bar. Finanzieren will Sunrise den Zukauf unter anderem mit einer Kapitalerhöhung über 4,1 Milliarden Franken, für die die Aktionäre auf einer außerordentlichen Generalversammlung grünes Licht geben sollen. Arrangiert wird die Kapitalspritze von UBS und Deutscher Bank sowie Morgan Stanley.

Sunrise verspricht sich durch den Zusammenschluss nach drei Jahren Einsparungen von 190 Millionen Franken. Das neue fusionierte Unternehmen soll weiterhin unter dem Namen Sunrise an der Schweizer Börse notiert bleiben. Der Deal soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden - vorausgesetzt die Kartellbehörden geben grünes Licht.

Mit dem Verkauf von UPC Schweiz zieht sich Liberty Global aus einem weiteren europäischen Markt zurück: Das Österreich-Geschäft ging bereits an die Deutsche Telekom. Die Aktivitäten in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien will Liberty Global an Vodafone verkaufen. Bei dem Verkauf in der Schweiz wurde Liberty Global von Credit Suisse, JP Morgan und LionTree beraten.

(Reuters/cash)

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harley-rider
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sunrise vs. swisscom ?

Wie schätzt ihr diese beiden Aktien ein ?

sunrise :
- heute 10% 'Absturz' = Kaufgelegenheit ?
- mit UPC neues Potential für Gesamtpackete, damit ernst zu nehmende Konkurenz zu Swisscomm

swisscom :
- muss wohl mit den Tarifen runter = zukünftig weniger Umsatz / Gewinn ?

Dividendenrendite bei aktuellen Kursen +/- 4.5 % - in etwa identisch

Welche Aktie würdet ihr vorziehen ?

Zyndicate
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S&P senkt Ausblick für

S&P senkt Ausblick für Sunrise-Kreditrating auf "negativ"

Die Ratingagentur Standard&Poors (S&P) bewertet die Kreditwürdigkeit von Sunrise zwar weiterhin mit "BBB-", senkt aber den Ausblick für die Bonität auf "negativ" nach zuvor "stabil". Damit signalisiert S&P eine mögliche Senkung des Sunrise-Ratings um eine Stufe.

05.03.2019 12:00

S&P begründet den Schritt mit der in der Vorwoche angekündigten Milliardenakquisition des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz. Der Zukauf verbessere zwar den Wettbewerbsvorteil von Sunrise, S&P sieht aber Risiken im Zusammenhang mit der Integration und dem zuletzt rückläufigen Abonnententrend bei UPC.

Sollte es Sunrise nicht schaffen, den Schuldenstand innert zweier Jahre nach Abschluss der Transaktion wieder auf das 3,25-fache des EBITDA zu senken, wäre gemäss S&P eine Abstufung fällig.

Für UPC Schweiz setzt S&P das "BB-"-Kreditrating auf "Credit Watch Positive". Damit signalisiert die Ratingagentur eine mögliche Aufstufung in naher Zukunft. Gleiches gilt für die mit "BB" bewerteten Anleihen von UPC Schweiz, die von Sunrise übernommen werden.

Auch Moody's stellt eine höhere Bonität für UPC Schweiz in Aussicht. Aktuell gilt die Bewertung "Ba3" - laut Moody's könnte es jetzt um eine Stufe nach oben gehen.

ra/uh

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Peter Kurer: UPC-Übernahme

Peter Kurer: UPC-Übernahme wird klappen

Sunrise-Verwaltungsratspräsident Präsident Peter Kurer ist überzeugt, dass die milliardenschwere Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC funktionieren wird.

10.04.2019 07:57

Und sollten die USA ihren Kurs gegen den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei verschärfen, hat Sunrise laut Kurer einen Plan B in der Schublade. Kurer denkt, dass die Skepsis der Aktionäre gegen die Übernahme von UPC schwinden wird. Insbesondere der Ankeraktionär Freenet, der rund 25 Prozent der Sunrise-Titel besitzt, will sich nicht an der Kapitalerhöhung beteiligen. "Freenet hat jedoch nicht gesagt, dass sie sich gegen eine Transaktion stemmen wird", betonte Kurer in einem Interview mit der "NZZ".

Freenet hätte laut Kurer lieber eine Fusion statt eine Übernahme gesehen. "Das war aber nicht machbar." Der Sunrise-Präsident gibt sich zuversichtlich, dass Sunrise im Laufe der Zeit auch die Unterstützung von Freenet erhalten wird. Denn der Grossaktionär anerkenne die betriebswirtschaftliche Logik hinter der UPC-Übernahme.

Er sei daher zuversichtlich, dass die Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung dem Deal zustimmen werden. Erst muss aber noch die Weko grünes Licht für die Transaktion geben.

Sunrise sei optimistisch, dass die Wettbewerbshüter "die Sache ohne Auflagen durchwinken werden", so Kurer. Das Unternehmen habe eine Genehmigung der Übernahme ohne Auflagen beantragt. "Wir sind überzeugt, dass die Übernahme im Einklang mit dem Wettbewerbsrecht ist."

Kalkuliertes Risiko

Mit 6,3 Milliarden Franken ist der Kaufpreis für UPC fast doppelt so hoch wie die Börsenkapitalisierung von Sunrise. "Es ist eine grosse Übernahme. Und wir haben Respekt", räumt Kurer ein. Aber Sunrise übernehme mit UPC nicht ein spekulatives Unternehmen. "Wir gehen ein kalkuliertes Risiko ein", sagte Kurer. Jegliches finanzielle Risiko könne aber nicht ausgeschlossen werden.

Denn das Geschäft von UPC basiere auf Abonnementen. Daher könnten der Cashflow und der Umsatz gut prognostiziert werden. Und UPC habe einen klaren Plan für den Turnaround. "Wir haben klare Anzeichen, dass dieser Plan greift", sagte der Sunrise-Präsident. "Wir erwarten, dass wir den Cashflow mindestens verdoppeln werden."

Und Sunrise sei fest entschlossen, an seiner progressiven Dividendenpolitik festzuhalten. Das Unternehmen werde die Dividende selbst dann halten, wenn der Investitionsbedarf für einmal aus den eigenen Mitteln finanziert werden müsse und nicht aus den laufenden Einnahmen.

Nicht von Huawei abhängig

Sunrise setzt beim Bau des 5G-Mobilfunknetzes auf den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei. In Ländern wie Japan oder Australien darf Huawei wegen Sicherheitsbedenken nicht am Aufbau der Infrastruktur für den neuen Mobilfunkstandard 5G mitwirken. Und die USA haben kürzlich in Bern wegen des Aufbaus der 5G-Technologie interveniert.

"Bis jetzt hat es auf Sunrise keinen politischen Druck gegeben", erklärte Kurer. Der amerikanische Berater für Cybersicherheit habe lediglich dem Branchenverband Asut die Sichtweise seiner Regierung dargelegt. Die Diskussionen um Huawei haben nach Ansicht von Kurer in einigen Ländern damit zu tun, dass diese der Nato angehörten. Zugleich gehe es um die Rivalität zwischen den USA und China.

"Wir sind nicht von Huawei abhängig", betonte Kurer. Sunrise habe nicht nur einen Plan B, sondern auch einen Plan C und D. "Wir wissen genau, wie eine mögliche Eskalation der Amerikaner aussähe. Wir haben die Zusicherung, dass auch Huawei für einen solchen Fall einen Plan B hat."

Sunrise und Huawei arbeiten seit 2012 zusammen. "Es ist während dieser sieben Jahre nie auch nur das Geringste passiert, was Anlass zu Bedenken gegeben hätte", betonte der Sunrise-Präsident.

Heute ab 10.30 Uhr findet die ordentliche Generalversammlung von Sunrise in Zürich statt.

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Sunrise macht mit weniger

Sunrise macht mit weniger Umsatz mehr Gewinn im ersten Quartal 2019

(Ausführliche Fassung) - Sunrise hat im ersten Quartal zwar weniger umgesetzt, aber mehr verdient. Der Umsatz sank um 2,6 Prozent auf 447 Millionen Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) stieg dagegen um gut 13 Prozent auf 158 Millionen Franken.

16.05.2019 07:25

Unter dem Strich verdoppelte sich der Reingewinn auf 35 Millionen Franken, wie Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahr hatte der Konzern lediglich 17 Millionen Franken Nettogewinn eingefahren.

Dieses Plus sei vor allem dem Verkauf von 133 Handyantennenmasten an ein Konsortium unter der Führung der spanischen Cellnex, dem Kundenzuwachs bei Handyabos, TV und Internet sowie der Margenverbesserung bei den Telekomdienstleistungen zu verdanken, schrieb Sunrise. Zudem half eine Änderung der Rechnungslegungsvorschriften, welche das Betriebsergebnis nach oben trieb. Ohne diese Änderung wäre der EBITDA lediglich um 5 Prozent gestiegen.

Mit den Zahlen hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz verfehlt, beim EBITDA erfüllt, beim Reingewinn übertroffen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 463 Millionen und einem bereinigten EBITDA von 147 Millionen Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie lediglich 25 Millionen vorhergesagt. Allerdings war die Spannweite beim Reingewinn mit 15 bis 36 Millionen Franken gross gewesen.

Kunden gewonnen

Die Dynamik an der Kundenfront habe sich im ersten Quartal 2019 fortgesetzt, schrieb der Konzern weiter. Sunrise habe über 43'000 neue Handyabokunden gewonnen. Das sei der grösste Nettokundenzuwachs seit 2010. Die Abokundenbasis sei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9 Prozent auf 1,77 Millionen gestiegen. Auf der anderen Seite ging der Rückgang bei den Prepaidkunden weiter. Hier verlor Sunrise knapp 18 Prozent der Kunden, weil diese auf Handyabos umsteigen würden.

Im Internet wuchs die Zahl der Abonnenten um 9,5 Prozent, während das TV-Geschäft gut 14 Prozent mehr Kunden zählt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei der Festnetztelefonie nahm die Zahl der Kunden um 9,7 Prozent zu.

Dennoch sackte der Umsatz im Festnetz um ein Fünftel ab. Grund dafür ist, dass der internationale Handel mit Telefonminuten (Hubbing), der kaum Gewinn bringt, massiv zurückgefahren wurde. Dies zog den Gesamtumsatz des Konzerns leicht nach unten.

Höheres Ziel

Für das Gesamtjahr hebt der Telekomkonzern seine Ziele für den Betriebsgewinn um 5 Millionen Franken an. Neu erwartet Sunrise einen bereinigten EBITDA von 613 bis 628 Millionen Franken. Am Umsatzziel von 1,86 bis 1,90 Milliarden hält das Unternehmen indes fest. Die Investitionen sollen zwischen 420 und 460 Millionen Franken betragen. Bei Eintreffen der Prognose für 2019 will Sunrise eine Dividende von 4,35 bis 4,45 Franken pro Aktie zahlen. Dies wären mehr als im Vorjahr (4,20 Franken).

Im Fokus des Interesses steht allerdings die geplante Übernahme der Kabelnetzbetreiberin UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken. Eine endgültige Entscheidung der Eidg. Wettbewerbskommission (Weko) werde im zweiten Halbjahr erwartet.

"Die Integrationsplanung ist angelaufen, und es zeigt sich, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die Synergien realisiert werden können", schrieb Sunrise weiter. Vorbehaltlich der wettbewerbsbehördlichen Genehmigung und Zustimmung der ausserordentlichen Generalversammlung sei mit einem Vollzug der Transaktion im vierten Quartal 2019 zu rechnen.

Gegenwind von Grossaktionär

Allerdings droht hier Gegenwind. Sunrise-Grossaktionär Freenet hatte mehrfach verlauten lassen, bei der für den UPC-Kauf nötigen Kapitalspritze von 4,1 Milliarden Franken nicht mitmachen zu wollen. Über diese Kapitalerhöhung soll im Herbst an einer ausserordentlichen Generalversammlung entschieden werden.

Wie der grösste Sunrise-Aktionär mit seinem Anteil von 24,5 Prozent auf der GV stimmen wird, hat Freenet-Chef Christoph Vilanek bisher offen gelassen: Mehr Klarheit darüber, wie sich der deutsche Kernaktionär und andere Investoren entscheiden, soll es im Sommer geben.

"Der Meinungsbildungsprozess läuft noch zwei oder drei Monate", hatte Vilanek vor einem Monat gesagt. Zunächst wolle man die Sunrise- und UPC-Zahlen des ersten und zweiten Quartals analysieren. Je nachdem wie diese ausfielen, müsste allenfalls der Kaufpreis nachverhandelt werden, hatte Vilanek erklärt.

Sunrise zeigt sich indes zuversichtlich: Das Management habe sich mit mehr als 170 Investoren getroffen und die Transaktion sei überwiegend positiv aufgenommen worden, schrieb der Konzern im Communiqué.

jb/rw

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Sunrise: Weko nimmt geplanten

Sunrise: Weko nimmt geplanten UPC-Kauf genau unter die Lupe

(Ausführliche Fassung, ergänzt mit Mitteilung der Weko) - Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) wird die geplante Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz durch Sunrise einer genauen Überprüfung unterziehen. Ein Entscheid soll innert einer Frist von vier Monaten erfolgen, teilte die Weko am Montag mit.

03.06.2019 07:53

In ihrer Mitteilung schreibt die Behörde, dass der Zusammenschluss gemäss ersten Abklärungen auf verschiedenen Märkten eine marktbeherrschende Stellung begründen oder verstärken könnte. Dabei nennt sie zum Beispiel den Bereich der Sportübertragungsrechte im Bezahlfernsehen.

In anderen Sektoren bestünden ausserdem Anhaltspunkte für eine kollektive Marktbeherrschung zusammen mit Konkurrent Swisscom. Hiervon betroffen könnten unter anderem die Endkundenmärkte für Breitbandinternet oder für Festnetztelefonie sein, hiess es.

Sunrise zuversichtlich

Sunrise selbst gibt sich in einer separaten Mitteilung zuversichtlich. Man gehe von einer Zustimmung der Weko aus, hiess es. Denn die Übernahme von UPC führe zu einer Intensivierung des Wettbewerbs auf dem hiesigen Telekommunikationsmarkt.

Man erwarte, dass die Transaktion noch im vierten Quartal 2019 vollzogen werde. Sunrise werde dann besser positioniert sein, um den Wettbewerb zu fördern. Dies sei "mit unmittelbaren Vorteilen für die Schweizer Wirtschaft sowie für die Kunden und Aktionäre von Sunrise" verbunden.

Preis von 6,3 Milliarden

Angekündigt worden war die Übernahme im Februar dieses Jahres. Der Schweizer Telekomkonzern hatte sich mit der UPC-Mutter Liberty Global auf einen Kaufpreis von 6,3 Milliarden Schweizer Franken geeinigt. Um den Schritt zu finanzieren, benötigt Sunrise jedoch frische Mittel.

Konkret soll eine Kapitalspritze 4,1 Milliarden Franken einbringen. Über diese Kapitalerhöhung soll im Herbst an einer ausserordentlichen Generalversammlung entschieden werden. Sunrise-Grossaktionär Freenet hat bisher noch nicht entschieden, wie er abstimmen wird.

kw/rw

(AWP)

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Freenet verschärft offenbar

Freenet verschärft offenbar Konfrontationskurs bei Sunrise-Deal

Die geplante milliardenschwere Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC könnte für den Käufer Sunrise zur Zitterpartie werden.

04.06.2019 07:41

Die deutsche Freenet als größter Aktionär des Mobilfunkkonzerns Sunrise verschärft ihren Konfrontationskurs und versucht Insidern zufolge, im Gegenzug zur Zustimmung zu dem Deal mehr für sich herauszuschlagen. Freenet habe die amerikanische Citi beauftragt, ihren Handlungsspielraum dabei auszuloten. Vertreter von Freenet, der Verkäuferin Liberty und Sunrise hätten Gespräche aufgenommen. Die Stoßrichtung sei "nicht Harmonie-getrieben", sagte eine der Personen.

Sunrise will UPC für 6,3 Milliarden Franken übernehmen und den Kauf mit einer 4,1 Milliarden Franken schweren Kapitalerhöhung finanzieren - das ist mehr, als Sunrise aktuell an der Börse wert ist. Obwohl die Freenet-Vertreter im Sunrise-Verwaltungsrat Insidern zufolge für den Deal gestimmt hatten, übte die Gesellschaft danach öffentlich Kritik. Die Kapitalerhöhung sei zu groß, kritisierte Freenet-Chef Christoph Vilanek. Er forderte, ein Teil des Kaufpreises solle in Aktien statt in bar entrichtet werden. An der Kapitalerhöhung wollen sich die Hamburger nicht beteiligen. Ob Freenet auf der Hauptversammlung gegen die Kapitalmaßnahme stimmen werde, wollte Vilanek nicht sagen.

Damit die Kapitalerhöhung über die Bühne geht, benötigt Sunrise auf einer voraussichtlich im zweiten Halbjahr stattfindenden außerordentlichen Generalversammlung eine einfache Mehrheit der Stimmen. Weil auf Hauptversammlungen nie alle Aktionäre anwesend sind, hat Freenet mit ihrer 24,5-Prozent-Beteiligung beträchtliches Gewicht.

Strafzahlungen drohen

Sunrise sei darum bemüht, Freenet mit im Boot zu haben, sagte eine mit der Situation vertraute Person. Die Gespräche seien aber erst ganz am Anfang, es zeichne sich noch keine Lösung ab, erklärte ein anderer. Einem dritten Insider zufolge ist unklar, ob Sunrise und Liberty Freenet bei den Bedingungen ihres Deals überhaupt entgegenkommen wollten.

Sunrise und Liberty haben wiederholt bekräftigt, dass an den Eckwerten des Deals nicht gerüttelt werde. Weicht eine Seite ohne Absprache vom Kaufvertrag ab, werden Strafzahlungen fällig.

Ein Ausweg aus der verfahrenen Situation könnte Insidern zufolge sein, dass Freenet seine Beteiligung an Liberty oder auch an Dritte verkaufe. Bankern zufolge gebe es durchaus Anleger-Interesse, zumindest einen Teil des Freenet-Pakets zu kaufen - allerdings zu gegenwärtigen Marktkursen von rund 70 Franken. Für Freenet ist eine Sunrise-Aktie früheren Angaben zufolge dagegen über 80 Franken wert.

Eine Freenet-Sprecherin erklärte, es gebe nichts Neues zu sagen. Eine Sunrise-Sprecherin erklärte: "Wir sind selbstverständlich an einer konstruktiven Lösung interessiert. Aber zur Zeit laufe keine konkreten Diskussionen." Liberty wollte sich nicht äußern.

(Reuters)

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Sunrise-CEO fordert von

Sunrise-CEO fordert von Politik Einsatz für 5G

Olaf Swante, CEO von Sunrise, fordert vom Bund mehr Engagement im Kampf gegen falschen Fakten über die 5G-Technologie. Auch zur bevorstehenden UPC-Übernahme äusserte er sich.

14.07.2019 16:22

"Wir haben es versäumt, zusammen mit der Politik die falschen Fakten zu 5G zu widerlegen", sagte Swantee in einem am Sonntag publizierten Interview mit der "SonntagsZeitung". Die Eidgenossenschaft hat Sunrise, Swisscom und Salt 5G-Frequenzen für total 380 Millionen Franken verkauft. Da könne der Bürger erwarten, dass der Bund "als unabhängige und damit glaubwürdige Instanz bei solch einem wichtigen Thema gegen falsche Fakten ankämpft".

Ebenfalls äusserte sich Swantee zum geplanten Kauf von UPC Schweiz und verteidigte die geplante Kapitalerhöhung. "Aus unserer Sicht ist die Finanzierungsstruktur für dieses Projekt die richtige", sagte er. Weiter sei es jedoch keine gute Idee, dass der UPC-Eigner Liberty Global im Zuge einer Kapitalerhöhung bei Sunrise ins Aktionariat einsteigt.

Freenet nicht "einziger Aktionär"

Auf die Frage, ob Sunrise Gefahr laufe, an der ausserordentlichen Generalversammlung im Herbst von Aktionär Freenet ein Nein zur Übernahme von UPC zu kassieren, äusserte sich Swantee jedoch nur ausweichend. "Ich gehe davon aus, dass sie sich so lange wie möglich bedeckt halten werden", sagte er.

Freenet sei vor allem dagegen, dass das Geschäft mit einer Aktienkapitalerhöhung finanziert wird. Die Firma sei jedoch nicht der "einzige Aktionär", so der Konzernchef. Und weiter: "Unser Verwaltungsrat arbeitet für alle Anteilseigner."

Doch gab Swantee auch zu: "Kommt es an der ausserordentlichen Generalversammlung zu einem Nein, lässt sich die Übernahme von UPC durch Sunrise nicht umsetzen." Klar sei aber auch, dass Freenet alleine das Geschäft nicht umstossen könne. "Es braucht eine einfache Mehrheit", so Swantee.

(AWP)

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UPC Schweiz wieder mit

UPC Schweiz wieder mit weniger Umsatz

Der Umsatz des vor der Übernahme stehenden Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz ist im zweiten Quartal weiter geschrumpft.

08.08.2019 11:35

Von April bis Juni ging er um 3,6 Prozent auf 316 Millionen Franken zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit fiel das Minus allerdings weniger stark aus als in den vergangenen Quartalen: Im ersten Quartal waren die Erlöse um 3,7 Prozent gesunken, im vierten Quartal 2018 um 5,1 Prozent und im dritten Quartal 2018 um 6,3 Prozent. "Unsere Strategie funktioniert und ich bin überzeugt, dass wir auch in den kommenden Quartalen gute Resultate verzeichnen werden", sagt UPC-Schweiz-Chefin Severina Pascu.

Die Finanzkennzahlen der Firma werden wegen der geplanten Übernahme durch den Mobilfunkkonzern Sunrise eng verfolgt. Dieser will für den Kauf 6,3 Milliarden Franken auf den Tisch legen. Die dafür nötige Kapitalerhöhung stösst allerdings auf Widerstand eines Grossaktionärs von Sunrise - der deutschen Freenet.

Die Verkäuferin - die UPC-Schweiz-Eigentümerin Liberty Global - sieht die Transaktion weiterhin auf Kurs für einen Abschluss im vierten Quartal, wie sie in einer separaten Mitteilung erklärt. Die Käuferin Sunrise hatte bei Ankündigung der Übernahme bereits erklärt, erst 2020 mit einer Stabilisierung des Geschäfts von UPC Schweiz zu rechnen. 2019 werde die Entwicklung noch negativ ausfallen.

(Reuters)

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Sunrise: Läuft alles auf

Sunrise: Läuft alles auf einen Machtkampf hinaus?

Der Mobilfunkanbieter Sunrise schlägt zurück und wirft dem Ankeraktionär Freenet unter anderem «selbstsüchtiges Verhalten» vor. Dass sich die Fronten verhärten hat, setzt der Aktie im frühen Handel zu.

Aktualisiert um 09:08

Von Lorenz Burkhalter

Seit wenigen Tagen ist klar: Der deutsche Ankeraktionär Freenet stellt sich mit seinen knapp 25 Prozent der Stimmen entschieden gegen die geplante Übernahme von UPC Schweiz durch Sunrise Communcations.

Wie verhärtet die Fronten zwischen den beiden Streitparteien mittlerweile sind, lässt eine Medienmitteilung von Sunrise rund um die Veröffentlichung der Zweitquartalszahlen erahnen. Wie der Mitteilung entnommen werden kann, dürfen Vertreter des deutschen Grossaktionärs nicht länger an den Gesprächen mit UPC Schweiz und dessen Mutterhaus Liberty Global teilnehmen.

Sunrise wirft dem Ankeraktionär vor, finanzielle Zwänge auf Kosten der Partner zu lösen und unterstellt Freenet gar ein "selbstsüchtiges Verhalten", welches von den anderen Aktionären nicht geduldet werden dürfe. Mit diesen Aussagen geht die Nummer zwei im Mobilfunkmarkt Schweiz regelrecht auf Konfrontationskurs, so sind sich Beobachter einig.

Finanzierungsstruktur für UPC Schweiz höchst ungewöhnlich

Die Kritik des Grossaktionärs gilt in erster Linie der milliardenschweren Kapitalerhöhung, die Sunrise zur Teilfinanzierung der Übernahme durchführen will. Durch die Ausgabe neuer Aktien würde sich die Anzahl ausstehender Titel gegenüber heute fast verdoppeln.

Experten zufolge ist es unüblich, dass sich Liberty Global als Mutterhaus von UPC Schweiz im vorliegenden Fall nicht wenigstens einen Teil des Verkaufspreises in Sunrise-Aktien bezahlen lässt und während einer bestimmten Zeit Mitaktionärin wird. Sie befürchten, dass es im Vorfeld der ausserordentlichen Generalversammlung zu einem Machtkampf im Aktionariat kommen könnte.

Mageres zweites Quartal erhöht den Handlungsdruck

Nachdem sich die Anleger im vorbörslichen Handel noch entspannt gaben, strafen sie die Sunrise-Aktie zur Stunde mit einem Minus von 3,5 Prozent auf 75 Franken ab. Dabei erweist sich auch der magere Zahlenkranz für das zweite Quartal als belastend.

Denn mit 455 Millionen Franken liegt der Umsatz unter den Analystenschätzungen von 467 Millionen Franken. Noch deutlicher verfehlt der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) von 146 Millionen Franken die Erwartungen. Hier waren Analysten von 157 Millionen Franken ausgegangen. Wie es im hiesigen Berufshandel heisst, erhöht das magere zweite Quartal den Handlungsdruck auf Sunrise, mit der Übernahme von UPC Schweiz vorwärts zu machen.

Obschon die Sunrise-Aktie in den letzten Tagen rege gefragt war, errechnet sich seit Jahresbeginn noch immer ein Minus von gut 10 Prozent. Von den Jahreshöchstkursen trennen die Aktie sogar fast 18 Prozent.

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UPC-Besitzern Liberty Global

UPC-Besitzern Liberty Global will an Verkauf an Sunrise festhalten

Sunrise und Grossaktionär Freenet haben wegen der geplanten Übernahme von UPC das Heu definitiv nicht mehr auf der gleichen Bühne.

27.08.2019 06:35

Für UPC-Besitzerin Liberty Global ändert dies aber nichts. Man verpflichte sich, die Transaktion wie vereinbart durchzuführen, teilte das US-Unternehmen in der Nacht auf Dienstag in einem Communiqué mit.

Weiter hiess es, dass Liberty Global intern keine Diskussionen über die Änderung der Transaktionsbedingungen geführt habe. Ausserdem plane man auch nicht, dies künftig zu tun.

Ein Kompromissvorschlag zwischen Sunrise und Grossaktionär Freenet in Bezug auf die Übernahme war zuvor gescheitert. Sunrise hatte dann den "Abstimmungskampf" für die Generalversammlung eröffnet. Dabei erhob Sunrise heftige Vorwürfe gegen Freenet. Der Widerstand gegen die UPC-Übernahme sei nicht im Interesse aller Aktionäre.

(AWP)

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Sunrise: Gutachten

Sunrise: Gutachten untermauert Kaufpreis für UPC

Ein von Sunrise in Auftrag gegebenes Gutachten unterstützt dem Telekomkonzern zufolge die finanziellen Bedingungen der geplanten Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC.

04.09.2019 06:43

Die Agentur ValueTrust habe für die Bewertung unter anderen die aktuelle Entwicklung und finanziellen Projektionen von UPC sowie die durch den Zusammenschluss erwarteten Synergien herangezogen, teilte Sunrise am Dienstag mit.

Zudem seien Schlüsselfaktoren einem Stresstest unterzogen worden. Sunrise will die vollständige "Fairness Opinion" zusammen mit der Einladung zu einer Generalversammlung veröffentlichen, auf der die Aktionäre über die Finanzierung des 6,3 Milliarden Franken (5,8 Milliarden Euro) schweren Deals abstimmen sollen.

Dem nach Platzhirsch Swisscom zweitgrössten Schweizer Telekomanbieter droht eine Aktionärsrevolte gegen die geplante UPC-Übernahme. Neben dem grössten Aktionär, der deutschen Freenet, meldeten jüngst weitere Eigner Bedenken gegen die Transaktion an. Das Sunrise-Management stützt sich bei der UPC-Bewertung bislang auf ein Gutachten von Morgan Stanley.

(Reuters)

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Aktionär will Sunrise

Aktionär will Sunrise-Präsident Peter Kurer absetzen

In der Auseinandersetzung um die Übernahme von UPC fordert Grossinvestor Axxion die Absetzung von Sunrise-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer.

10.09.2019 07:13

Die Luxemburger Axxion habe die Abwahl von Präsident Peter Kurer und dem einfachen Mitglied Jesper Ovesen beantragt, wie Sunrise am Dienstag mitteilte. Die Ablösung solle auf die Agenda der nächsten außerordentlichen Generalversammlung gesetzt werden.

Sunrise werde den Antrag prüfen und sich zu gegebener Zeit äußern. Sunrise will den Schweizer Kabelnetzbetreiber UPC für 6,3 Milliarden Franken übernehmen. Die deutsche Freenet und mehrere andere Aktionäre sind gegen den Zukauf, der mit einer umfangreichen Kapitalerhöhung finanziert werden soll. 

(Reuters)

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Sunrise-Grossaktionäre stellen sich hinter UPC-Übernahme

Nach den kritischen Aktionären melden sich nun erstmals auch die Befürworter der geplanten Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC durch den Schweizer Telekomkonzern Sunrise zu Wort.

"Die Transaktion macht strategisch extrem viel Sinn", sagte einer der zehn grössten Eigner der Nachrichtenagentur Reuters. Der Kaufpreis von 6,3 Milliarden Franken in bar sei zwar nicht billig.

"Aber ich habe lieber eine gute Transaktion und bezahle etwas mehr als eine schlechte Transaktion, die ich günstig bekomme." Auch zwei weitere der 20 wichtigsten Sunrise-Aktionäre stellten sich hinter die grösste Übernahme in der Schweizer Telekom-Branche.

Die vor allem im Mobilfunk starke Sunrise will UPC vom US-Kabelriesen Liberty Global übernehmen. Dank Bündel-Angeboten für Mobilfunk, Breitband-Internet, TV und Festnetz soll das fusionierte Unternehmen Marktanteile gewinnen.

Freenet und AOC dagegen

Doch die deutsche Freenet, die rund ein Viertel der Anteile an Sunrise hält, bekämpft den Deal ebenso wie der aktivistische Investor Active Ownership Capital (AOC) und weitere Aktionäre. Neben dem Preis stören sie sich vor allem am Volumen der zur Finanzierung geplanten Kapitalerhöhung von bis zu 4,1 Milliarden Franken.

"Die Dealstruktur ist nicht optimal", räumt auch ein Befürworter ein, der rund 0,7 Prozent an Sunrise hält. Er hätte es bevorzugt, wenn Liberty teilweise in Sunrise-Aktien bezahlt worden wäre und diese Beteiligung ein paar Jahre behalten hätte. Damit hätten die Amerikaner auch die möglichen Risiken mitgetragen.

"Dennoch erachten wir den vorliegenden Deal als besser als keinen Deal." Durch den Zusammenschluss könne Sunrise attraktivere Bündel-Angebote aus einer Hand auf den Markt bringen. Bisher mietet Sunrise das Netz der Rivalin Swisscom.

Ähnlich äusserte sich auch ein dritter Top-Investor. Zusammen würden die Firmen zu einem gefährlicheren Konkurrenten für den Marktführer Swisscom. "Es hilft, mehr Masse zu haben." Damit könnten auch die Kosten gesenkt werden. Die von Sunrise in Aussicht gestellten Synergien erachtete er dabei als konservativ. "Ich gehe davon aus, dass sie mehr liefern werden." Die strategische Logik des Deals sei insgesamt überzeugend.

Werben um Aktionärsstimmen

Sunrise und Freenet haben in den letzten Tagen intensiv um Unterstützung für ihre jeweilige Position bei den Investoren geworben. Sunrise habe auf der Roadshow mit dem grössten Teil der Aktionäre gesprochen, sagte Finanzchef André Krause. Dass das Unternehmen in Aussicht gestellt habe, einen Teil der Kapitalerhöhung durch höhere Schulden zu ersetzen, werde sehr positiv gesehen. "Basierend auf dem Feedback gehen wir weiter davon aus, dass unsere Shareholder die Transaktion auf der ausserordentlichen Generalversammlung unterstützen."

Weniger sicher sind die drei Aktionäre, die sich für den Zukauf aussprechen. Zwei der drei wagten keine Prognose, während der dritte die Erfolgschance als gering einstuft. Einer gab zu bedenken, dass die Gegner solcher Transaktionen üblicherweise wesentlich lauter auftreten als die Befürworter.

Einig sind sich die drei Aktionäre, dass die Aktie zumindest kurzfristig anziehen dürfte, auch wenn der Deal platzt. Langfristig hätten die Sunrise-Titel nach Einschätzung des Top-10-Investors jedoch zusammen mit UPC deutlich mehr Potenzial.

"Über fünf bis zehn Jahre liegt eine Verdoppelung schon drin." Gehe Sunrise dagegen leer aus, könnte UPC an den vierten Anbieter - die vom französischen Milliardär Xavier Niel kontrollierte Salt - gehen und Sunrise damit auf den unattraktiven dritten Platz in der Schweiz verbannen.

(SDA)

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Weko genehmigt UPC-Übernahme

Weko genehmigt UPC-Übernahme durch Sunrise ohne Bedingungen

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat ihren Segen zum milliardenteuren Kauf von UPC durch Sunrise erteilt.

Aktualisiert um 07:17

Bedingungen oder Auflagen stellt die Weko nicht, wie Sunrise am Donnerstag mitteilte. Jetzt müssen nur noch die Sunrise-Aktionäre grünes Licht für den Deal geben. Diese wird laut Mitteilung voraussichtlich am 23. Oktober 2019 stattfinden.

Allerdings sind der grösste Aktionär Freenet und weitere Eigner gegen Deal. Als nächsten Schritt müssen die Eigner nun einer Kapitalerhöhung im Volumen von 4,1 Milliarden Franken zustimmen, mit der der Zukauf finanziert werden soll. Diese Aktionärsversammlung finde voraussichtlich am 23. Oktober 2019 statt, mit dem Vollzug der Transaktion werde bis Ende November gerechnet.

(SDA/Reuters)

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Sunrise krebst beim UPC-Kauf offenbar zurück

Der Mobilfunkbetreiber Sunrise will seine Aktionäre mit einem neuen Finanzierungs-Vorschlag von der Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC überzeugen.

Im Zentrum steht dabei die angekündigte Kapitalerhöhung über ursprünglich 4,1 Milliarden Franken: Diese Summe wolle Sunrise nun deutlich reduzieren, sagten vier mit den Plänen vertraute Personen.

In den vergangenen Wochen habe das Unternehmen dafür verschiedene Möglichkeiten mit Investoren diskutiert. Die bevorzugte Variante sieht eine Reduktion der Kapitalerhöhung auf rund drei Milliarden Franken oder noch weniger vor. Die finalen Details dürften in den kommenden Tagen beschlossen werden. Sunrise wolle diese mit der Einladung zur Generalversammlung publik machen, die für Anfang kommender Woche erwartet wird.

Ob es mit einer deutlich geringeren Kapitalerhöhung gelingt, die kritischen Sunrise-Aktionäre von der Transaktion zu überzeugen, ist offen. Das dürfte spätestens am 23. Oktober feststehen, wenn die Aktionäre auf einer Generalversammlung darüber abstimmen. Die Kapitalspritze war bislang vielen ein Dorn im Auge - auch weil der zunächst angekündigte Umfang von 4,1 Milliarden Franken den Börsenwert von Sunrise deutlich übersteigt. Die Eigentümer müssen also viel Geld in die Hand nehmen, um ihren bestehenden Anteil aufrechtzuerhalten - oder ihr Aktienpaket wird verwässert. Nach der Sommerpause hatte Sunrise bereits angekündigt, eine geringere Kapitalerhöhung ins Auge zu fassen.

Ringen um jede Stimme

Eine Firmensprecherin erklärte, Sunrise wolle die Einladung zu dem Aktionärstreffen demnächst veröffentlichen und dabei auch den neuesten Stand zur Transaktion bekanntgeben. Das Sunrise-Management habe mit vielen Aktionären gesprochen und dabei positive Rückmeldungen erhalten. "Die Mehrzahl der Aktionäre steht hinter der Transaktion", erklärte die Sprecherin. Sunrise benötigt eine einfache Mehrheit der Eigentümer für die Kapitalerhöhung.

Doch auch die Gegner sind sich ihrer Sache sicher. Angeführt werden sie vom deutschen Großaktionär Freenet, der rund ein Viertel der Anteile hält und angekündigt hatte, seine Zustimmung zu verweigern. Auch andere Aktionäre hatten sich kritisch geäußert. Daraufhin hatte Sunrise im vergangenen Monat zahlreiche Investoren getroffen, um Lösungsmöglichkeiten auszuloten. Parallel dazu hat Kreisen zufolge jedoch auch Freenet Sunrise-Investoren getroffen, um sie zu überzeugen.

Im Ringen um jede Stimme könnte nun die Einschätzung großer Stimmrechtsberater von Bedeutung sein. Viele institutionelle Investoren aus dem Ausland befolgen den Rat dieser Experten.bFreenet seinerseits bestätigt, dass die Sunrise-Aktien behalten werden sollen. "Wir tragen uns überhaupt nicht mit dem Gedanken, da rauszugehen", sagte Freenet-Chef Christoph Vilanek am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Das gelte unabhängig davon, ob Sunrise eine milliardenschwere Kapitalerhöhung in Angriff nimmt, um die Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC zu finanzieren. "Egal wie das ausgeht, wir schauen uns das Thema, unsere Aktienposition dort zu verändern, erst 2021 wieder an", sagte Vilanek. In der Vergangenheit hatte sich Freenet offen für einen Verkauf gezeigt. Seither halten sich Spekulationen, der Konzern könnte bei einer passenden Gelegenheit aussteigen.

(Reuters)

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Benjamin Franklin

pedro
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500 Millionen von Liberty

Die 500 Millionen von Liberty Global, die sie als Investment in sunrise pumpen wollen, entsprechen wahrscheinlich der Gewinnmarge oder einem Teil davon, wenn der Deal über die Bühne geht. Für Kurer und Swantee ein must sonst können sie ihre Abzocker-Boni nicht abholen.

22.10.2019 Sunrise hat die für Mittwoch angesetzte ausserordentliche Generalversammlung wegen des Widerstandes von Aktionären abgesagt.

Da werden die Aktien von Liberty Media heute nach unten korrigieren ... nebenbei vermerkt Liberty Media hat die f1 von Bernie Ecclestone übernommen.
Sie bleiben jetzt haltauf upc sitzen und müssen sich einen anderen Käufer suchen zu entsprechend tieferem Verkaufspreis.

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