Nestle

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Nestlé verkauft

Nestlé verkauft Geschäftseinheit in Malaysia

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé verkauft Produktionsstätte für gekühlte Milchprodukte in Malaysia.

09.10.2018 07:03

Käufer ist Lactalis Trading Malaysia, die dafür 155,3 Millionen Ringgit (rund 37 Millionen Franken) bezahle, wie es in einem Bericht von Reuters am Dienstag heisst. Nestlé konnte vorerst noch nicht für eine Bestätigung erreicht werden.

Der Verkauf soll Nestlé gemäss dem Artikel einen Einmalgewinn von 27 Millionen Ringgit gesplittet auf die Jahre 2018 und 2019 bescheren. 100 Millionen Ringgit des Erlöses sollen zum Aufbau eines Fertigungs-Centers in der Produktionsstätte Chembong verwendet werden

(AWP)

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Nestlé Health Science kauft

Nestlé Health Science kauft weitere Aimmune-Aktien

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut seine Beteiligung am kalifornischen Biopharma-Unternehmen Aimmune Therapeutics aus. Wie Aimmune am Montag mitteilte, hat Nestlé Health Science weitere 98 Millionen US-Dollar investiert und so 3,24 Millionen Aktien von Aimmune erworben. Damit einhergehend werde auch die strategische Zusammenarbeit der beiden Firmen erweitert.

12.11.2018 15:32

Mit der Übernahme weiterer Aktien besitze Nestlé nun einen Anteil von rund 19 Prozent an Aimmune und sei mit 273 Millionen Dollar investiert, so die Mitteilung weiter. Gleichzeitig sei die vor bereits zwei Jahren eingegangene Kooperation um weitere zwei Jahre verlängert worden. Das Ziel der Kooperation ist es, gemeinsam Behandlungsoptionen gegen lebensbedrohende Lebensmittelallergien zu entwickeln.

mk/cf

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Presse: Nestlé in

Presse: Nestlé in Endausmarchung um indisches GSK-Geschäft

Das Interesse von Nestlé am indischen Nahrungsmittelgeschäft des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) hat sich offenbar konkretisiert. Aktuell seien nur noch Nestlé und Unilever im Rennen, schrieb die indische Zeitung "Economic Times" am Montag mit Verweis auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Coca Cola habe sich hingegen zurückgezogen.

19.11.2018 07:58

Für die Endausmarchung habe Nestlé mutmasslich die aggressivere Offerte abgegeben, hiess es weiter. Konkret wird laut der Zeitung von Geboten in der Grössenordnung von 3,1 bis 3,5 Milliarden Dollar für den GSK-Mehrheitsanteil ausgegangen. Der Gewinner müsste dann laut dem Bericht aber auch noch ein öffentliches Kaufangebot für die Minderheitsaktionäre abgeben.

Gemäss der Zeitung wurde die Frist zur Abgabe der verbindlichen Offerte, die am letzten Samstag abgelaufen sei, um einige Tage verlängert. Weder Nestlé noch Unilever wollten sich gegenüber dem Blatt zum Thema äussern.

Teil des GSK-Nahrungsmittelgeschäfts in Indien ist der Malzgetränkehersteller Horlicks.

rw/cf

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Nestlé streicht 380 Stellen

Nestlé streicht 380 Stellen in Deutschland - Aus für Caro-Werk

(Ausführliche Fassung) - Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé streicht Hunderte Stellen in Deutschland. Nach monatelangen Verhandlungen mit Gewerkschaften und Betriebsräten habe man die Bedingungen für den Abbau von 380 Jobs beschlossen, teilte Nestlé Deutschland am Montag in Frankfurt. Das traditionsreiche Caro-Werk in Ludwigsburg bei Stuttgart und ein Lebensmittel-Labor werden geschlossen, zwei weitere Werke umstrukturiert.

17.12.2018 12:13

Allein in Ludwigsburg sind rund 100 Mitarbeiter von dem Stellenabbau betroffen. Ferner gebe es für das Labor in Weiding mit 85 Beschäftigten keine wirtschaftliche Perspektive, auch weil es in unmittelbarer Nähe kein Nestlé-Werk gebe. Darüber hinaus sollten die Standorte im nordrhein-westfälischen Lüdinghausen und im bayerischen Biessenhofen, in denen Nestlé Maggi beziehungsweise Babynahrung produziert, 2019 neu aufgestellt werden. Man wolle die Kosten in deutschen Werken senken, hiess es. Auch sei die Produktion von Maggi in Lüdinghausen in den vergangenen Jahren "angesichts veränderter Ernährungs- und Konsumgewohnheiten" deutlich geschrumpft.

Bei den Stellenstreichungen gebe es keine betriebsbedingten Kündigungen, teilte Nestlé mit. Es sei ein "aussergewöhnlich gut ausgestatteter Sozialplan" ausgehandelt worden, sagte Ralf Hengels, Personalvorstand bei Nestlé Deutschland. Betroffene Mitarbeiter könnten Anfang Februar in eine Transfergesellschaft wechseln. Auf Betriebsversammlungen vor Ort werde es Details, etwa zu Abfindungen, Weiterbildungen und Altersteilzeit, geben.

Nestlé hatte das Aus für das Caro-Werk in Ludwigsburg im Sommer angekündigt. Der Konzern leidet darunter, dass die Nachfrage nach Caro, einem aus Getreide hergestellten Ersatzkaffee, sinkt. Das Werk in Luwigsburg sei bei weitem nicht ausgelastet, teilte Nestlé weiter mit. Caro-Kaffe werde künftig in Portugal produziert.

Bisher wurde Caro-Kaffee ausschliesslich in Ludwigsburg hergestellt. Das Werk geht zurück auf eine Kaffee-Manufaktur aus dem Jahr 1828, wo der Kolonialwarenhändler Johann Heinrich Franck als erster im grossen Stil den Landkaffee herstellte. Er mischte Gerste, Malz und Roggen mit der Zichorie-Pflanze. Die Marke Caro gibt es seit 1954. Nestlé vertreibt das Getränk seit 1971 weltweit, teils unter anderem Namen.

Mit Ludwigsburg schliesst das nächste Kaffee-Werk von Nestlé: Ende 2017 hatte der Konzern schon sein Nescafé-Werk in Mainz dicht gemacht. Hingegen hat der Konzern im Zuge eines europaweiten Effizienzprogramms zuletzt in sein Schokoladenwerk in Hamburg und seine Produktion für Aufbaunahrung in Osthofen nahe Worms investiert. Nestlé beschäftigt insgesamt 10 500 Mitarbeiter in Deutschland./als/DP/nas

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Nestlé eröffnet Kaffeefabrik

Nestlé eröffnet Kaffeefabrik in Ägypten

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat eine Kaffeefabrik in der ägyptischen Hauptstadt Kairo eröffnet. In der umgerechnet rund 14 Millionen Franken teuren Anlage sollen 240 Mitarbeitende Kaffee produzieren.

24.01.2019 10:54

Die rund 13'000 Quadratmeter grosse Fabrik mit 8 Produktionslinien verfüge über die fortschrittlichsten Technologien zur Kaffeezubereitung, teilte Nestlé am Donnerstag mit. Vorerst ist eine Produktion von 14'000 Tonnen vorgesehen, die in Zukunft bis auf 44'000 Tonnen erhöht werden soll.

Eingeweiht wurde die Anlage im Zuge der im Januar 2017 erfolgten Übernahme der Caravan Marketing Company (CMC) durch Nestlé. CMC produzierte Instantkaffee der Marke Bonjorno, die Nestlé ebenfalls übernommen hat.

Die Fabrik soll als Exportzentrum für Kaffee in der Region genutzt werden. Nestlé betreibt den Angaben nach in Ägypten insgesamt 3 Fabriken mit mehr als 3'500 Beschäftigten.

sta/kw

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WEF 2019: Konsumriesen wie

WEF 2019: Konsumriesen wie Nestlé versuchen sich an haltbaren Verpackungen

Bei Konzernen wie Nestlé, Procter & Gamble und Unilever werden nicht unbedingt die Pioniere im Kampf gegen Plastikabfall vermutet. Jetzt lancieren die Konsumgüterunternehmen jedoch eine Initiative, künftig Glacé, Waschpulver oder Deo in wiederverwendbaren Verpackungen zu verkaufen.

24.01.2019 21:41

Insgesamt 25 Konsumgüterunternehmen schliessen sich einem neuartigen Einkaufssystem namens Loop (englisch für "Schlaufe") an, das am Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt wurde. Ab April 2019 soll das Ganze zunächst in New York und Paris starten. Weitere Märkte sollen in den Jahren bis 2020 dazu kommen.

Das Recyclingunternehmen TerraCycle wird für die Unternehmen - neben Nestlé, P&G und Unilever sind weitere grossen Namen dabei wie Beiersdorf ("Nivea"), The Bodyshop oder Danone - die Kunden beliefern. Nach dem Verzehr werden die haltbaren Verpackungen wieder eingesammelt, gereinigt und erneut benutzt.

"Reboot" des Milchmanns

Von Nestlé gibt es als erstes Häagen-Dazs in wiederverwendbaren Eisbehältern aus Stahl, per abonnierten Heimlieferdienst in New York wird das Speiseeis bis vor die Haustür gebracht. Für die Lieferung arbeitet TerraCycle mit dem Logistiker UPS zusammen.

Die Eigentümerschaft der Produkte verschiebt sich weg vom Nutzer zum Produzenten, sagte Tom Szaki, der Gründer von TerraCycle, am WEF in Davos. "Abfall" sei ein modernes Konzept, und die Initiative sei eine Art Wiederbelebung des Milchmanns.

Aber können sich wiederverwendbare Verpackungen bei Lebensmitteln durchsetzen? Nestlé glaubt daran, "dass Loop sehr wohl funktionieren kann". Auch Caroline Frery von TerraCycle gibt sich im Pavillon des Unternehmens, wo die Behälter der verschiedenen Unternehmen ausgestellt sind, überzeugt.

Glacé eignet sich besonders gut

Gerade auch Speiseeis eigne sich ideal für die Heimlieferung, sagte sie mit Blick auf Nestlé. In den USA sei man es sich gewöhnt, einfach immer etwas davon da zu haben. Also sei es quasi kein Problem, dass die Lieferung erst am nächsten Tag erfolgt.

Loop solle anregen, gänzlich zu überdenken, wie wir konsumieren. Denn es sei technologisch zum Beispiel durchaus möglich, Stifthüllen oder Kaffeekapseln wiederverwendbar zu machen. "Ich würde schliesslich auch nicht meine Jacke wegwerfen."

Und trotz dem immensen logistischen Aufwand würden eines Tages tatsächlich alle Lebensmittel in wiederverwendbaren Verpackungen verkauft. Die Langzeitverpackungen seien im Vergleich zu Einwegverpackungen besser für die Umwelt, sagte Frery. Um das zu belegen, führt TerraCycle Studien durch.

Politik macht Druck

Vergangene Woche erst hatte Nestlé verkündet, bis 2025 sämtliche Verpackungen wiederverwendbar oder wiederverwertbar zu machen. Wie viel der Schweizer Lebensmittelkonzern für die Vermeidung von Kunststoffabfall investiert, will er nicht sagen.

Die Branche ist zunehmendem Druck von Politik und Umweltschützern ausgesetzt, Plastikabfälle zu reduzieren. So sagte die EU wegen der zunehmenden Verschmutzung der Meere bereits Wegwerfgegenständen wie Einwegbesteck oder Trinkhalmen den Kampf an und einigte sich im Dezember auf ein Verbot bestimmter Plastikprodukte.

(AWP)

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bonobolio
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Nestle pusht Klimapolitik

Nach dem WEF dürfte die Klimapolitik weiter im Fokus stehen.

Nestle ist vorbildlich und benutzt bereits GenDrive von Plug Power (PLUG):

https://www.plugpower.com/customer/whos-using-gendrive/

Bitte ausbauen

Domtom01
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die und umweltfreundlich?

Wohl eher nicht!

https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/was-ist-besser-fuer-di...

Ich trinke schon seit Langem keinen Kapsel-Kaffee mehr, sondern Kaffee aus der Mokkakanne. Oder Tee.

Aber Nespresso ist ein Goldesel, muss man anerkennen! Doch Nestlé mit Nachhaltigkeit in einem Atemzug zu nennen, ... käme mir nicht in den Sinn.

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Nestlé springt auf Blockchain

Nestlé springt auf Blockchain-Zug auf

Auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé macht jetzt in «Blockchain». Mit der Technologie wollen die Westschweizer die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln sicherstellen - für Konsumenten, Unternehmen und für Lieferanten.

28.01.2019 14:24

Dazu arbeitet Nestlé bereits seit anderthalb Jahren als Teil des Projekts "IBM Food Trust" an dem Thema "dezentral geführte Datenbanken" mit. "Die Blockchain-Technologie soll der Forderung der Konsumenten nach mehr Transparenz nachkommen", sagte Benjamin Dubois, der die Blockchain-Projekte bei Nestlé leitet, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Nestlé sei bereits seit einiger Zeit Teil der Food-Trust-Initiative des Computerkonzerns IBM, sagte Dubois weiter. Nebst Nestlé engagieren sich auch Weltkonzerne wie Walmart oder Unilever am Programm. Konkret wollen die beteiligten Unternehmen etwa Daten zur Ernte, Verarbeitung, Produktkennzeichnung und zum Transport auf der Blockchain-Lösung von IBM bereitstellen.

Dank der Blockchain erhoffen sich die Firmen, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen Abfragemethoden innert weniger Sekunden solche Daten einsehen können. Mit dem neuen Verfahren sollen vom Produzenten über den Verkäufer bis hin zum Endkunden alle Zugang zu einer breiten Palette an Informationen über die verschiedenen Produkte erhalten.

Als Option zur Datenerfassung werde der bereits verbreitete QR-Code geprüft, erklärte der Nestlé-Manager. Ein solcher Code, auf dem Produktetikett angebracht, könne Daten zum Ursprung und der Zusammensetzung des Produkts liefern. Es wäre so auch möglich, Konsumenten über den Hersteller, das Verarbeitungsdatum oder über das Bio-Label des Produktes zu informieren.

Test mit Babybrei

Erste Tests hat Nestlé mit einfachen Produkten bereits durchgeführt - zum Beispiel mit Babybrei. In diesem Jahr sei geplant, das Projekt auf weitere Produkte auszuweiten, fügte Dubois an.

Die Nahrungsmittelkonzerne versprechen sich diverse Vorteile von der Blockchain: Eine verbesserte Kontrolle ihres Angebots sowie eine schnellere Identifikation etwaiger Probleme. Damit sind verunreinigte oder bereits verdorbene Produkte gemeint. "Ziel ist eine volle Visibilität in Echtzeit", so die Vision des Nahrungsmultis Nestlé, dessen Portfolio rund 2'000 Marken umfasst und 165'000 Lieferanten zählt.

Unterstützung erhält Nestlé auch von Seiten der Konsumentenschützer. Der Westschweizer Konsumentenverband FRC begrüsst etwa die Initiative: "Die Rückverfolgbarkeit bei Produkten entspricht einem starken Bedürfnis der Konsumenten", sagte FRC-Generalsekretärin Sophie Michaud Gigon. Denn einige Etiketten, die zwei oder drei Jahre lang nicht geprüft werden, seien problematisch.

Die Vergangenheit habe gezeigt, dass beispielsweise im Zusammenhang mit dem Pferdefleischbetrug in der Lasagne aus dem Jahr 2013 die fehlende Rückverfolgbarkeit die Suche nach den Verantwortlichen erschwert habe. Daher sei der Versuch, die Transparenz bezüglich der Herkunft von Produkten zu erhöhen, löblich, halten die Konsumentenschützer fest.

(SDA)

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iruch
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«Nestlé muss mehr in die Marken investieren»

«Nestlé muss mehr in die Marken investieren»

Mark Denham vom französischen Fondshaus Carmignac erwartet im europäischen Aktienmarkt baldige Kursgewinne. Zurückhaltend äussert er sich aber zu grossen SMI-Titeln - besonders einem Schweizer Blue Chip misstraut er.

https://www.cash.ch/news/top-news/mark-denham-nestle-muss-mehr-die-marken-investieren-1270560

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Ausblick Nestlé: Organisches

Ausblick Nestlé: Organisches Wachstum 2018 von 3,0 Prozent erwartet

Der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller Nestlé veröffentlicht am Donnerstag, 14. Februar die Resultate zum Geschäftsjahr 2018. Insgesamt 16 Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.

13.02.2019 14:00

2018E (in Mio Fr.) AWP-Konsens 2017A* Umsatz 91'338 89'590 Trading op. profit (adj.) 15'510 14'771 - Marge (in Wacko 17,0 16,5 Reingewinn n. M. 11'541 7'156 (in Fr.) Dividende je Aktie 2,48 2,35 (in Wacko Organ. Wachstum 3,0 2,4 RIG 2,4 1,6 *teilweise revidiert

FOKUS: Klar im Vordergrund stehen werden bei Analysten und Investoren das organische Wachstum (OG) sowie die (bereinigte) operative Marge. Das OG gilt bekanntlich als die wichtigste Umsatzzahl, entsprechend findet die Umsatzentwicklung in Franken weniger Aufmerksamkeit. Es setzt sich zusammen aus dem sogenannten RIG (Real internal growth, Mengenwachstum) sowie den Preisveränderungen; Akquisitionen und Wechselkursveränderungen werden dagegen herausgerechnet. In den letzten sechs Jahren musste der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller einen deutlichen Rückgang der Wachstumsrate hinnehmen, wobei die Werte für das Gesamtjahr 2017 (2,4%) und für das vierte Quartal 2017 (1,9%) die jeweils tiefsten im laufenden Jahrhundert waren.

Für 2018 dürfte nun eine (leichte) Erholung eingetreten sein. Nestlé rechnet (gemäss Angaben vom Oktober) mit einem Wert von rund 3 Prozent. Im Vergleich zum Wert nach 9 Monaten (2,8%) wäre dies eine leichte Beschleunigung im vierten Quartal. Nestlé begründete diese mit der sehr tiefen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr, aber auch damit, dass das vierte Quartal 2018 einen Handelstag mehr hatte als im Jahr davor. Die meisten Analysten haben sich den Schätzungen von Nestlé angenähert, entsprechend liegt der Konsens für das Gesamtjahr bei 3,0 Prozent mit einer engen Bandbreite. Allerdings könnte das vierte Quartal auch etwas schwächer ausgefallen sein als noch im Oktober erwartet und das Gesamtjahr etwas nach unten ziehen. Der Konkurrent Unilever etwa hat beim organischen Wachstum enttäuscht.

Mühe hatte Nestlé zuletzt vor allem mit der Preissetzung. War der Konzern früher bekannt dafür, dass er mit seinen starken Marken höhere Preise am Markt gut durchsetzen konnte, war ihm das zuletzt kaum mehr gelungen. Das lag zu einem guten Teil am lange Zeit schwachen Wachstum und der tiefen Inflation in einigen Regionen, aber auch an der zunehmenden Konkurrenz. Grundsätzlich bleibt das Branchenumfeld trotz der jüngsten Verbesserung denn auch schwierig. Stichworte in diesem Zusammenhang sind etwa gesündere Produkte, lokale Marken, Premiumisierung oder E-Commerce. Vor allem kleinere, lokale Unternehmen, welche den grossen Multis Marktanteile abjagen, sind eine grosse Herausforderung.

Um nicht abgehängt zu werden bzw. um die Wachstumsraten wieder zu steigern, setzt Nestlé stark auf Forschung und investiert Milliarden-Beträge in neue Produkte. "Es gibt nichts Wichtigeres im Hinblick auf das langfristige Wachstum von Nestlé als Innovation", sagte Konzernchef Mark Schneider denn auch jüngst in einem Interview.

Der Druck kommt allerdings nicht nur von der Konkurrenz, sondern auch von Investorenseite. Gewisse Investoren fordern einen verstärkten Fokus weg vom Wachstum hin zur Profitabilität in der Nahrungsmittel-Industrie. Auch Nestlé kann sich bekanntlich solchen Forderungen nicht entziehen. So tritt etwa der aktivistische Hedgefund Third Point von US-Investor Daniel Loeb, der seit Mitte 2017 rund 1,3 Prozent an Nestlé hält, immer wieder mit Forderungen an die Öffentlichkeit. Vor ein paar Monaten nannte Loeb den strategischen Kurs von Nestlé 'konfus'. Nestlé bewege sich nicht schnell genug bei der Abtrennung von Firmenteilen. Er forderte konkret den Verkauf, die Abspaltung oder andere Massnahmen zur Devestition von 15 Prozent des Umsatzes. Die Mittel daraus seien für Akquisitionen und weitere Aktienrückkäufe zu verwenden.

Nestlé wehrt sich (zum Teil) dagegen. CEO Schneider argumentierte etwa jüngst in der Presse, dass Nestlé mit seiner langfristigen Denkweise und seinem bisherigen Ansatz zur Unternehmensführung seit Jahrzehnten erfolgreich sei. Dass Nestlé vor einiger Zeit aber ein Margenziel formuliert hat, dürfte doch eine (gewisse) Konzession an diese Seite sein.

ZIELE: Für 2018 erwartet Nestlé beim organischen Wachstum gemäss Angaben von Mitte Oktober (9-Mte-Abschluss) einen Wert von rund 3 Prozent (9 Mte: 2,8%, Q3: 2,9%). Zudem sollte sich die bereinigte operative Ergebnismarge entsprechend der Zielvorgaben für 2020 entwickeln. Auch wird eine Steigerung sowohl beim zugrunde liegenden Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen als auch bei der Kapitaleffizienz erwartet. Für das laufende Jahr gehen Analysten aufgrund des anhaltendend herausfordernden Umfeldes von einer eher vorsichtigen Prognose aus und erwarten zumeist eine leichte Verbesserung gegenüber 2018.

In Bezug auf die längerfristige Entwicklung hat das Management um CEO Schneider bekanntlich anlässlich des Investorentages 2017 erstmals ein Margenziel gesetzt und damit das sogenannte Nestlé-Modell (org. Wachstum 5-6% etc.), das viele Jahre gegolten hatte, abgelöst. Neu soll bis 2020 eine bereinigte EBIT-Marge von 17,5 bis 18,5% erreicht werden. Gegenüber dem Wert 2017 (16,4%) entspricht das einer Verbesserung um rund 200 Basispunkte. Beim Umsatz will Nestlé bis 2020 ein mittleres einstelliges organisches Wachstum erreichen. Da die Marge bisher nicht allzu stark im Fokus war, sehen viele Analysten dort noch deutlich mehr Verbesserungspotential auch nach 2020. So ist etwa die Rede von 20 Prozent bis 2023.

PRO MEMORIA:

M&A: Der Nestlé-Konzern hat im September den Bereich Skin Health (Hautpflege) auf den Prüfstand gestellt oder - wie gewisse Kreise sagen - zum Verkauf angeboten. Nach deutlichen Fortschritten in den letzten zwei Jahren sei nun der richtige Zeitpunkt für eine Prüfung der Eigentümerstruktur gekommen, hiess es damals von Nestlé. Die Überprüfung von Skin Health, das 2017 immerhin einen Umsatz von 2,7 Milliarden Franken erwirtschaftet hat, soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein.

Gemäss einem Bericht der Agentur Reuters hat der potentielle Verkauf eine Reihe von Finanzinvestoren auf den Plan gerufen. Advent habe sich mit Cinven zusammengeschlossen, um das Geschäft mit einem Wert von rund sieben Milliarden Franken zu übernehmen, hiess es etwa. Zudem sei die in Privatbesitz stehende deutsche Merz Pharma Group auf der Suche nach einem Finanzinvestor als Partner. Und auch die Private-Equity-Gesellschaften Partners Group, Blackstone, CVC, KKR, EQT und Carlyle dürften Offerten für Nestle Skin Health unterbreiten. Der Verkaufsprozess werde in den kommenden Wochen formell starten, hiess es im Bericht vom 21. Januar. Die erste Angebots-Runde ende dann voraussichtlich Anfang März.

In der ersten Hälfte 2018 hatte Nestlé bekanntlich zwei grössere M&A-Transaktionen getätigt. Im Mai kaufte er für einen Anfangsbetrag von über 7 Milliarden US-Dollar gewisse Rechte an Starbucks (weltweite Vermarktung sämtlicher Konsum- und Gastronomieprodukte). Dies war die grösste Akquisition der Firmengeschichte. Mitte September folgte dann der Verkauf von Gerber Life Insurance für 1,55 Mrd US-Dollar.

L'ORÉAL: Immer wieder wird über das 23%-Paket von Nestlé am französischen Kosmetikkonzern spekuliert. Im März 2018 lief ein Abkommen mit der französischen Familie Bettencourt aus bzw. wurde von Nestlé nicht verlängert. Dieses sah vor, dass sowohl der Schweizer Konzern als auch die Familie ihren Anteil bis zu sechs Monate nach dem Tod der L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt - sie ist im September 2017 gestorben - nicht erhöhen können. Nestlé betonte vor einem Jahr, dass man nicht beabsichtige, den Anteil zu erhöhen. Allerdings fordern Investoren eher den Verkauf des Anteils, insofern hat die Äusserung von Nestlé diesbezüglich für keine Klarheit gesorgt.

AKTIENRÜCKKAUF: Bei Nestlé läuft bekanntlich ein grösseres Aktienrückkauf-Programm: bis Mitte 2020 und damit über drei Jahre sollen Aktien im Wert von 20 Milliarden Franken zurückgekauft werden. Aktuell (per 05.02.19) sind Aktien im Gesamtwert von rund 11,0 Milliarden zurückgekauft bzw. gut die Hälfte des Programms abgewickelt.

AKTIENKURS: Die Nestlé-Aktie hat sich im bisherigen Jahresverlauf in etwa gleich entwickelt wie der Gesamtmarkt. Aktuell notiert das Papier mit rund 86,50 (Stand Dienstag 12 Uhr) 8,4 Prozent über dem Stand von Ende 2018(SMI +8,3%). Das Kursband im bisherigen Jahrverlauf reicht von 79,86 (3.1.) bis 87,72 (6.2.) Franken.

Homepage: http://www.nestle.com

an/uh

(AWP)

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Nestlé-Zahlen kommen am

Nestlé-Zahlen kommen am Aktienmarkt gut an

Nestlé hat im vergangenen Jahr drei Prozent organisches Wachstum erreicht und somit die Analystenerwartungen erfüllt. Die Aktie steigt vorbörslich.

Aktualisiert um 08:13

Das organische Wachstum erreichte im Berichtsjahr 3,0 Prozent, wie der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller am Donnerstag mitteilte. Die wichtigste Umsatzkenngrösse in der Nahrungsmittelindustrie, bei der Wechselkursverschiebungen und Zukäufe/Verkäufe heraus gerechnet werden, hat sich im vierten Quartal (+3,7%) damit etwas beschleunigt von den 2,8 Prozent nach 9 Monaten.

Die 3,0 Prozent setzten sich zusammen aus einem Mengenwachstum (RIG) von 2,5 Prozent und Preissteigerungen von 0,5 Prozent. Der Gesamtumsatz stieg derweil um 2,1 Prozent auf 91,4 Milliarden Franken. Nettozukäufe erhöhten den Umsatz um 0,7 Prozent, die Wechselkurseffekte reduzierten ihn um 1,6 Prozent.

Die operative Gewinnmarge stieg auf bereinigter Basis um 50 Basispunkte (BP) auf 17,0 Prozent. Nestlé legt den Fokus bzw. die Zielgrösse aufgrund grösserer Restrukturierungen seit einiger auf die bereinigte Kennzahl. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 10,1 Milliarden nach 7,2 Milliarden im Vorjahr. Grund für den deutlichen Anstieg waren laut Mitteilung von mehreren grossen Einmaleffekten positiv beeinflusst.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Schätzungen der Analysten ziemlich genau getroffen. Der AWP-Konsens lag für das organische Wachstum bei +3,0 Prozent (RIG +2,4%) und für die operative Marge bei 17,0 Prozent.

Vorbörslich legen die Titel um 0,9 Prozent zu. 

2019 weitere Verbesserungen erwartet

CEO Mark Schneider zeigt sich in der Mitteilung "zufrieden mit den erzielten Fortschritten". Alle Finanzkennzahlen hätten sich deutlich verbessert. Das Wachstum habe sich in den beiden grössten Märkten von Nestlé, den Vereinigten Staaten und China, zudem auch im Bereich Säuglingsnahrung wiederbelebt.

Für das Gesamtjahr rechnet das Nestlé-Management mit einer weiteren Verbesserung des organischen Wachstums, ohne aber eine konkrete Zahl zu nennen. Zudem soll sich gemäss den Angaben vom Donnerstag die bereinigte operative Ergebnismarge entsprechend der Zielvorgaben für 2020 entwickeln. Nestlé erwartet dabei Restrukturierungskosten von etwa 700 Millionen Franken für das laufende Jahr.

Die Nestlé-Aktie hat sich im bisherigen Jahresverlauf in etwa gleich entwickelt wie der Gesamtmarkt. Aktuell notiert das Papier mit rund 86,50 Franken rund 8,4 Prozent über dem Stand von Ende 2018. Der SMI, dessen wichtigster Titel Nestlé ist, stieg um 8,3 Prozent. Das Kursband im bisherigen Jahrverlauf reicht von 79,86 bis 87,72 Franken.

(cash/AWP/Reuters)

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Was gegen einen Kauf der

Was gegen einen Kauf der Nestlé-Aktien spricht

Die rege Nachfrage der Investoren hat die Aktie von Nestlé auf ein Allzeithoch getrieben. Doch Vorsicht ist angebracht. cash zeigt die Schwachstellen des Nahrungsmittelmultis.

20.02.2019 23:10

Von Pascal Züger

Alle lieben die Nestlé-Aktie. Diesen Eindruck erhält man unweigerlich, wenn man sich durch die verschiedenen Analystenkommentare liest: "Wir sehen einen Wendepunkt in der operativen Performance, da Nestlé in ihrem Kerngeschäft an Fahrt gewinnt und von wachstumssteigernden Akquisitionen und Portfolio-Veränderungen profitiert", schreibt etwa Morgan Stanley.

"Zweistelliges Gewinnwachstum und defensive Qualitäten sprechen für Nestlé". Das heisst es bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Und die Helvetische Bank betont, dass Nestlé-Zweiflern zusehends der Wind aus den Segeln genommen werde. Alle erwähnten Finanzinstitute - und zahlreiche weitere - empfehlen zum Kauf der Nestlé-Aktie. Insgesamt haben derzeit von 30 abdeckenden Analysten 16 eine Kaufempfehlung ausstehend, wie Daten von Bloomberg zeigen.

Grund zur Euphorie ist der vergangene Woche präsentierte Zahlenkranz für das Jahr 2018 sowie die Guidance: Die Handschrift von CEO Mark Schneider - er übernahm das Amt vor zwei Jahren - ist nun deutlich erkennbar. Der Konzern fokussiert sich stärker auf gesündere und nachhaltigere Produkte, gleichzeitig verbessern sich Marge und Wachstum. Auch die positive Entwicklung des Free Cash-Flows und die Beschleunigung des Aktienrückkaufprogramms kommen bei Investoren gut an.

Doch auch wenn vieles derzeit für Nestlé spricht, ist ein Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt nicht zwingend sinnvoll. Folgende Punkte sprechen gegen einen Kauf der Nestlé-Aktie:

1) Stolze Aktienbewertung

Ganze 13 Prozent hat die Nestlé-Aktie in diesem Jahr bereits zugelegt, in den letzten 52 Wochen sind es sogar plus 20 Prozent – aus dem Swiss Market Index performten nur Roche und Swiss Life noch besser. Diese Entwicklung deutet an: Vieles der positiven News bei Nestlé ist inzwischen im Aktienkurs eingepreist. Das schraubt die Erwartungen nach oben und macht den Titel anfälliger auf Korrekturen bei kleinsten Enttäuschungen.

Kursentwicklung Nestlé-Aktie in den letzten 52 Wochen, Quelle: cash.ch

Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel der Analysten liegt für Nestlé gemäss Bloomberg-Daten bei 93.68 Franken. Zum derzeitigen Stand bei über 90 Franken ist das noch ein Aufwärtspotenzial von 3,8 Prozent. Im Vergleich zur Performance der letzten Monate ist das ziemlich bescheiden. Berechnungen der ZKB zeigen gar, dass das derzeitige Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 22,5 ganze 30 Prozent über dem historischen KGV (bei 17,6) liegt. Kurz gesagt: Die Aktie ist teuer.

2) Bescheidene Dividendenrendite

Nestlé ist bekannt für ihre beeindruckende Dividendenhistorie. Wie auf der Nestlé-Webseite nachgesehen werden kann, wurde seit 1959 nonstop eine Ausschüttung vorgenommen – seit 1996 kam es sogar in jedem Jahr zu einer Erhöhung. Damit schafft es Nestlé in den auserwählten Kreis des Schweizer Dividendenadels (siehe dazu auch cash-Artikel vom 30.1.2019).

Am 14. April 2019 wird nun die nächste Auszahlung erfolgen: 2.45 Franken pro Aktie. Das ist eine leichte Enttäuschung, denn Analysten hatten sich im Durchschnitt eine deutlichere Anhebung erhofft (AWP-Konsens: 2.48 Franken pro Aktie). Aktuell beträgt die Dividendenrendite gerade Mal noch 2,7 Prozent - was auch mit dem im vorherigen Punkt erwähnten starken Kursanstieg zu tun hat. Wer richtig viel Dividende kassieren will, fährt mit anderen SMI-Titeln deutlich besser: Zurich weist etwa eine Dividendenrendite von 5,9 Prozent auf, bei UBS sind es 5,6 Prozent, bei Swiss Re 5,1 Prozent und bei Swisscom 4,8 Prozent.

3) Preise unter Druck

Gemäss Berechnungen der ZKB lag das Preiswachstum bei Nestlé von 2001 bis 2015 noch bei durchschnittlich 2,4 Prozent pro Jahr, in den vergangenen drei Jahren sank dieses auf 0,7 Prozent pro Jahr. 2018 waren die Preise bei Nestlé für die Industrieländer gar leicht rückläufig. ZKB-Analyst Patrik Schwendimann erklärt dies damit, dass Preiserhöhungen wegen aggressiverer Detailhändler und vermehrter Konkurrenz durch lokale Marken schwieriger geworden seien. Für 2019 kämen erschwerend steigende Inputkosten hinzu, aufgrund höherer Verpackungskosten sowie Milchpreisen. Das alles drückt etwas auf die Gewinnmarge, auch im laufenden Jahr.

4) Grosse Abhängigkeit von Schwellenländern

42 Prozent des Nestlé-Umsatzes stammt aus Schwellenländern. Dort steigt der Umsatz schneller an als in den Industrieländern, ausserdem sind die Geschäfte dort auch deutlich profitabler. Es ist also ein wichtiger Wachstumsmotor für Nestlé. Doch kann die hohe Abhängigkeit von diesen Emerging Markets auch gefährlich sein, vor allem wenn sich die globalen Wachstumsaussichten eintrüben sollten und die Schwellenländer dabei unter die Räder kommen. Genau eine solche Eintrübung zeichnet sich derzeit ab, gemäss OECD etwa hat das globale Wirtschaftswachstum den Höhepunkt bereits überschritten.

5) Radikale Umstrukturierung birgt Gefahren

Die Kursfantasien bei der Nestlé-Aktie sind auch eng an das Vertrauen in die Fähigkeiten von CEO Ulf Mark Schneider geknüpft, der seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 ordentlich durchgreift: Er stösst nicht profitable Unternehmensteile ab und kauft dort zu, wo er Wachstumsopportunitäten sieht. So wurde etwa das Süsswarengeschäft in den USA an Ferrero verkauft, umgekehrt hat sich Nestlé im vergangenen Jahr die Rechte an der Handelssparte von Starbucks gesichert.

Bislang ging die Strategie auf. Doch auf Schneider warten noch zahlreiche weitere knifflige Entscheidungen: Was macht er mit der Hautpflegesparte, was mit dem Bereich Wasser? Unbeantwortet ist auch, was mit der 23-Prozent-Beteiligung am französischen Kosmetikhersteller L’Oréal geschehen soll. Einige halten hier einen Abbau für sinnvoll, andere sehen die gute Kursentwicklung der L’Oréal-Aktie, die in den letzten 52 Wochen 28 Prozent an Wert gewinnen konnte, und fordern daher ein Halten der Aktien. Schneider wird schwierige Entscheide treffen müssen.

6) Knatsch mit aktivistischem Aktionär

Der aktivistische US-Investor Dan Loeb ist mit seinem Fonds Third Point zu 1,3 Prozent an Nestlé beteiligt (zum Porträt von Daniel Loeb). Bereits in der Vergangenheit hielt er sich mit Kritik am Nahrungsmittelkonzern nicht zurück. Er forderte etwa einen Verkauf der L'Oréal-Beteiligung, ein kreditfinanziertes Aktienrückkaufprogramm und kritisierte den "konfusen strategischen Kurs" der Firma. Er schlug gar eine Aufsplittung von Nestlé vor.

Auch künftig wird sich Loeb zu Wort melden, wenn ihm etwas nicht passt. Mit seiner relativ geringen Beteiligung kann Loeb alleine zwar wenig ausrichten, doch bringen seine medienwirksamen Angriffe immer wieder Unruhe in die Firma. Eine Angriffsfläche bietet weiterhin der Verwaltungsrat von Nestlé, worüber sich Loeb bereits vergangenen Sommer beschwerte. Wie die "Finanz und Wirtschaft" letzte Woche schrieb, wurde auch bei der jüngsten Erneuerungsrunde des Verwaltungsrates niemand mit Erfahrung bei einem anderen Lebensmittelhersteller gewählt. Das dürfte Loeb nicht auf sich sitzen lassen.

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Nestlé Purina erweitert

Nestlé Purina erweitert Fabrik für Katzennahrung in den USA

Nestlé Purina, der Tierfuttermittelbereich von Nestlé, baut seine Kapazitäten in den USA aus. Für 115 Millionen US-Dollar soll die Fabrik für Katzenfutter in Bloomfield, Missouri, ausgebaut werden, wie Nestlé Purina am Donnerstag mitteilte. Nestlé stellt dort Produkte für die Marke "Tidy Cats" her und beschäftigt über 3'500 Personen.

21.02.2019 18:07

cf/mk

(AWP)

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Nestlé-Chef Mark Schneider

Nestlé-Chef Mark Schneider hat 9 Millionen Franken im 2018 verdient

Nestlé-Chef Mark Schneider hat für das Geschäftsjahr 2018 eine Gesamtentschädigung von 9,01 Millionen Franken erhalten. Im Vorjahr 2017 hatte Schneider in seinem ersten Amtsjahr 7,45 Millionen bekommen.

12.03.2019 08:41

Nun betrug im 2018 das Grundsalär 2,4 Millionen Franken. Dazu kamen Boni und Bezugsrechte auf Aktien im Gegenwert von 6,6 Millionen, wie aus dem am Dienstag publizierten Geschäftsbericht hervorgeht. Mit der Entschädigung für 2018 kommt Schneider nun auf das Lohnniveau, das sein Vorgänger Paul Bulcke in seinem letzten Amtsjahr 2016 erhalten hatte.

Die Entschädigung für die gesamte Nestlé-Geschäftsleitung stieg 2018 um 2,7 Millionen auf 40,6 Millionen Franken. Verwaltungsratspräsident Paul Bulcke erhielt im abgelaufenen Jahr insgesamt 3,49 Millionen Franken. Das sind 0,25 Millionen weniger als im Vorjahr. Dem gesamten Verwaltungsrat wurden 8,58 Millionen ausbezahlt (-0,75 Millionen).

ra/uh/jb

(AWP)

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Wie die Food- und

Wie die Food- und Klimadiskussion Nestlé & Co erfasst

Nahrungsmittelproduktion ist das nächste grosse Thema, bei dem Klimaaktivisten zuschlagen werden. Food-Konzerne kommen durch neue Modelle der Lebensmittelherstellung genauso unter Druck wie durch wählerische Konsumenten.

14.04.2019 23:05

Von Marc Forster

In der Autobranche und der Luftfahrt ist es ein Riesenthema, doch die Lebensmittelbranche ist davon genauso wenig verschont: Umwelt- und Klimadiskussionen. Sie sorgen für steigenden Druck auf die Geschäftsmodelle. Die Diskussionen um den CO2-Ausstoss in der Tierhaltung wie auch in der Produktion und dem Transport von Lebensmitteln wird Unternehmen beschäftigen.

Fans des Themas "Disruption" sagen komplett neue Geschäftsmodelle voraus - so weit, dass als "das nächste Apple" ein Nahrungsmittelhersteller vermutet wird. Für die Veränderungen in der Nahrungsmittelproduktion stehen die Stichworte "Agritech" und "Smart Farming": Dies steht für die Digitalisierung der Produktion, neue Anbaumethoden in der Landwirtschaft bis hin zum Bestreben, Lebensmittel mit an sich tierischem Ursprung ganz ohne tierische Grundlagen herzustellen. 

Von sich reden gemacht hat das mit Venture-Kapital aufgezogene US-Unternehmen Impossible Foods, das einen Burger ohne Tierbestandteile herstellt und die Bemühungen verdeutlicht, proteinhaltige Lebensmittel aus Pflanzen und mithilfe chemischer Prozesse herzustellen. Der Labor-Burger von Impossible Foods soll in Geschmack und Konsistenz einem echten Fleischprodukt in nichts nachstehen. Die Fastfood-Kette Burger King jedenfalls bietet ihn seit kurzem als "Impossible Whopper" an. 

Beim Kuhfutter wird angesetzt

Auch in der Schweiz entwickeln sich Start-ups, die beispielsweise im Gemüseanbau, der Unkrautbekämpfung oder bei Tierfutterzusätzen an neuen Verfahren und Methoden forschen. Vor allem Kühe und damit die Fleisch- und Milchwirtschaft stehen im Zentrum der Klimadiskussionen. Der Methanausstoss, der sich bei Lebewesen der Gattung Hausrind an beiden Enden des Körpers ereignet, wird durch Nahrungsmittelzusätze reduziert. Der Zusatz Ruminant des Schweizer Unternehmens Agolin, der den Methanausstoss um 15 Prozent reduziert und die Gesundheit der Kuh nicht beeinträchtigt, ist schon zertifiziert.

Während Start-ups neue Methoden für die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelproduktion entwickeln, kommen traditionelle Lebensmittelhersteller unter Druck. Es ist eine Auseinandersetzung Klein gegen Gross: Hier die forschenden Start-ups, dort die marktdominierenden Riesenkonzerne. Einige der Giganten bewegen sich. Der niederländische Chemie-, Pharma- und Nahrungsmittelkonzern Koninklijke DSM etwa arbeitet an einem "green cow food", der die Emissionen von rülpsenden Kühen um ein Viertel einschränken soll.

Grösse allein reicht nicht

Aber wie sind Schweizer Unternehmen positioniert, wenn zum "Flight-Shaming" auch noch das "Food-Shaming" kommt? Grösse, Marktmacht und der Besitz berühmter Marken allein reiche nicht mehr aus, um als Nahrungsmittelunternehmen langfristig bestehen zu können, schreibt die Barclays-Bank in einer Branchenstudie. Jüngere Konsumenten treiben diesen Wandel an. Und erfahrungsgemäss reagieren Unternehmen auf Vorgänge, bei denen Diskussionen auf Social Media eine treibende Kraft sind, entweder überempfindlich oder weitgehend passiv.

Mit der Wachstumsstrategie von CEO Mark Schneider, der Nestlé auf die Themen Gesundheit und Wohlbefinden ausrichtet, passt der mit Abstand wichtigste Schweizer Nahrungsmittelhersteller insofern in die Welt künftiger Nahrungsmitteltrends. Das derzeit umstrittenste Thema Fleischproduktion nimmt beim 91-Milliarden-Konzern an Bedeutung ab, wie etwa der angestrebte Verkauf des deutschen Wurstherstellers Herta zeigt. Allerdings attestiert die Barclays-Studie das "gesündeste Portfolio" im globalen Food-Geschäft dem französischen Nestlé-Konkurrenten Danone.

Der Veränderungsdruck findet unabhängig davon statt, wie berechtigt oder widerlegbar die Argumente von Aktivisten sind. Es ist eine Frage der öffentlichen Diskussion. Auch bei einem Konzern wie Nestlé, der sich anpassen kann, bestehen Risiken. "Es steht und fällt mit dem Konsumenten", sagt Analyst Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Deren Präferenzen könnten sich schnell ändern, beeinflusst von Ernährungstrends, die vor allem in den USA alle paar Jahre ändern könnten. Als grösster Nahrungsmittelkonzern der Welt stehe Nestlé jedoch viel mehr im Rampenlicht und trage eine viel grössere Verantwortung, was ein Wettbewerbsnachteil sein könne, sagt Schwendimann.

Diskussionen um Fleisch und Milch

Die kleineren Schweizer Nahrungsmittelunternehmen stehen im Moment weniger stark im Zentrum der Diskussionen wie die globalen Nahrungsmittelmultis. Bei einem Zeithorizont von 15 Jahren kann sich aber alles verändern. 

Am meisten getroffen durch sich schnell wandelnden Konsumgewohnheiten würden die Fleischproduzenten Bell und Orior. Während Orior mit der Übernahme von Thurella vor knapp einem Jahr in den Markt mit Biogetränken eingestiegen ist, hat Bell mit der Herstellung von Vegi-Burgern begonnen. Wesentlich grösser wäre der Schritt zum fleischlosen, aber wie Fleisch schmeckenden Burger wie im Falle von Impossible Foods. 

Wenn Agritech-Start-ups einen solchen Burger herstellen können, werden sie auch Milchersatz produzieren können, der alle von Konsumenten verlangten Eigenschaften von Milch hat. Die Kritik an der Milchwirtschaft führt schon heute im In- und Ausland dazu, dass Produzentenverbände vermehrt das Produkt Milch in Kampagnen anpreisen. Dies bedeutet auch, dass sich ein derzeit sehr erfolgreiches Unternehmen wie der Molkereikonzern Emmi mit der Zeit vielleicht Gedanken machen muss.

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Greenpeace protestiert bei

Greenpeace protestiert bei Nestlé gegen Plastikverpackungen

Greenpeace setzt seine Aktion gegen Plastikabfälle fort. Am Dienstagmorgen brachte die Umweltschutzorganisation einen riesigen Plastik-Drachen zum Nestlé-Hauptsitz in Vevey VD, um gegen Einwegplastik zu protestieren.

16.04.2019 12:54

Die von etwa dreissig Aktivisten durchgeführte Aktion fand in einer friedlichen Atmosphäre unter Aufsicht der Polizei statt. Auf dem Dach des Gebäudes brachten die Umweltschützer ein Banner mit dem Slogan "Nestlé, stop single use" ("Nestlé, stoppe den Einweggebrauch") an.

Greenpeace wirft Nestlé vor, einer der weltweit grössten Verursacher von Plastikmüll zu sein. Der Nahrungsmittelmulti hingegen gibt an, Massnahmen zur Reduzierung des Einsatzes von Einwegkunststoffen zu ergreifen.

(AWP)

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Nestlé wächst zu Jahresbeginn

Nestlé wächst zu Jahresbeginn schneller als erwartet

Nestlé hat im ersten Quartal dank anziehender Preise und guter Geschäfte in Amerika und Asien zugelegt.

Aktualisiert um 07:35

Das um Sondereffekte bereinigte organische Wachstum lag bei 3,4 Prozent - nach 2,8 Prozent im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mit Marken wie Maggi, KitKat oder Nescafe am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Wachstum von 2,8 Prozent gerechnet. Für das Gesamtjahr sieht sich das Unternehmen weiterhin auf Kurs, ein Plus von mehr als drei Prozent zu erzielen.

Besonders stark wachsen konnte der Nahrungsmittelmulti im ersten Quartal in dem für ihn viertgrössten Markt Brasilien, wo es mit einer zweistelligen Rate nach oben ging. Als Wachstumstreiber erwiesen sich im Jahresauftakt vor allem das Tierfuttergeschäft sowie Milchprodukte und Säuglingsnahrung. Mit dem Erwerb der Starbucks-Lizenz und einem Zukauf konnten die Verkäufe von Geschäftsteilen mehr als ausgeglichen werden, wie Nestlé am Donnerstag mitteilte.

Insgesamt setzte der Hersteller von Cailler-Schokolade, Nespresso-Kaffee und Purina-Tierfutter 22,2 Milliarden Franken um, das ist ein Plus von 4,3 Prozent. Diese Wachstumszahl ist für Anleger allerdings zweitrangig, da sie auch durch Wechselkurseffekte (-0,3%) sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen (+1,2%) beeinflusst wird.

Bei Nestlé richten sich deshalb immer alle Augen auf das organische Wachstum. Dieses setzte sich im ersten Quartal aus einer Steigerung der Verkaufsmenge um 2,2 Prozent und Preiserhöhungen um 1,2 Prozent zusammen. Nestlé hat im letzten Jahr nach einer Schwächephase wieder in die Wachstumsspur zurückgefunden. Bis im Schlussquartal beschleunigte sich das Wachstum auf 3,7 Prozent.

Daten der Feiertage bremsten

Allerdings fiel im diesjährigen ersten Quartal der Rückenwind durch Feiertage schwächer aus als im Vorjahr: Das chinesische Neujahr fand nämlich früher statt, so dass ein Teil der Feiertagskäufe bereits vor dem Jahreswechsel stattgefunden haben dürfte. Auf der anderen Seite findet Ostern später statt. Dazu zählte der Januar einen Arbeitstag weniger.

Die Finanzgemeinde hat denn diese Effekte auch bereits in ihren Erwartungen berücksichtigt. Diese konnte Nestlé nun deutlich überflügeln. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem organischen Plus von 2,6 Prozent gerechnet, wobei die Prognosen von 2,2 bis 3,2 Prozent reichten. Ein von Nestlé selbst berechneter Konsens kam auf 2,8 Prozent. Beim Mengenwachstum sagten die Branchenkenner gemäss AWP-Konsens 1,6 Prozent voraus und beim Umsatz 22,0 Milliarden Franken.

Für das laufende Jahr bestätigt Nestlé den Ausblick. Das organische Umsatzwachstum sowie die zugrunde liegende operative Ergebnismarge sollen sich entsprechend der Ziele für 2020 weiter verbessern. Auch wird eine Steigerung sowohl beim zugrunde liegenden Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen als auch bei der Kapitaleffizienz erwartet.

Der laufende Verkaufsprozess der Hautgesundheitssparte Nestle Skin Health sei im Plan und solle weiterhin bis zum Halbjahr abgeschlossen sein, erklärte das Management. Analysten zufolge könnte Nestle mit dem Verkauf bis zu zehn Milliarden Franken einnehmen.

(AWP/Reuters)

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Nestlé kann an Investorentag

Nestlé kann an Investorentag punkten

Der Investorentag von Nestlé stösst auf positive Resonanz. Die Aktie des Nahrungsmittelkonzerns kann nach der jüngsten Rekordjagd neue Impulse auch gut brauchen.

08.05.2019 08:20

Von Lorenz Burkhalter

Gestern Dienstag lud Nestlé zum diesjährigen Investorentag. Und das Who-is-who der Finanzwelt folgte der Einladung in die Ortschaft Arlington im US-Bundesstaat Virginia, wo der Nahrungsmittelkonzern eine grosse Produktionsstätte betreibt.

Wer sich vom Investorentag tiefgreifende Neuigkeiten erhoffte, dürfte zwar enttäuscht worden sein. Allerdings stossen die vom Management gemachten Aussagen auch am Tag danach noch auf positive Resonanz.

Nestlé strotzt vor Innovationskraft

Die Nahrungsmittelanalystin von J.P. Morgan beispielsweise zeigt sich beeindruckt von der wiedergewonnenen Innovationskraft. Sie spielt damit auf eine Vielzahl an Produktneuheiten und Produktinitiativen an und sieht darin einen wichtigen zukünftigen Wachstumstreiber.

Kursentwicklung der Nestlé-Aktie seit Jahresbeginn im Vergleich mit den letzten fünf Jahren (Quelle: www.cash.ch)

Gleichzeitig sieht die Analystin den Nahrungsmittelkonzern die sich selbst gesetzten Neuausrichtungsziele übertreffen. Nestlé will bis Ende 2020 Geschäftsbereiche mit einem Anteil von 10 Prozent am Jahresumsatz veräussern oder übernehmen.

Das Unternehmen sucht derzeit nach einem Käufer für Nestlé Skin Health. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet, befinden sich neben industriellen Interessenten wie Unilever oder Colgate-Palmolive auch zahlreiche Finanzinvestoren im Rennen um diese Geschäftsaktivitäten. Schätzungen von Goldman Sachs zufolge könnte das Waadtländer Mutterhaus zwischen 5 und 8 Milliarden Franken für Nestlé Skin Health lösen. Nestlé hätte dann bereits für 9 der geplanten 10 Umsatzprozent Umstellungen im Firmenportfolio getätigt.

Aktie ist auf neue Impulse angewiesen

Nach der Rekordjagd der letzten Monate ist die Nestlé-Aktie denn auch dringend auf neue Impulse in Form positiver Neuigkeiten angewiesen. Seit Jahresbeginn errechnet sich ein Plus von 22 Prozent, den Dividendenabgang von Mitte April aufgerechnet sogar eines von mehr als 25 Prozent. Mehr als die Hälfte der gut 1200 Punkte, um die der SMI seit Januar zulegen konnte, gehen auf das Konto des Schwergewichts.

Neue Impulse könnten auch von einem weiteren Aktienrückkaufprogramm ausgehen, so sind sich Analysten einig. So rechnet die für J.P. Morgan tätige Analystin schon im kommenden Jahr mit einer Neuauflage des auslaufenden Rückkaufprogramms in Höhe von 15 Milliarden Franken oder mehr. Ihre Berufskollegen bei Morgan Stanley sehen hingegen eher die Innovationskraft Nestlés und die Bereitschaft des Unternehmens für Veränderungen als möglichen Kurstreiber.

Die Aktie von Nestlé wird bei den beiden US-Investmentbanken mit "Overweight" zum Kauf empfohlen. Damit befinden diese sich in guter Gesellschaft. Wie Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP zeigen, raten nicht weniger als 16 von 27 Banken zum Kauf der Aktie. Dass sich das durchschnittliche Kursziel mit 98 Franken in etwa auf dem aktuellen Kursniveau bewegt, lässt allerdings vermuten, dass die Luft zusehends dünner wird.

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Nestle baut Tiefkühlvertrieb

Nestle baut Tiefkühlvertrieb in USA um - streicht 4000 Jobs

Nestlé stellt sein Liefersystem von Pizza und Eiscreme in den USA in diesem Jahr um.

Aktualisiert um 08:20

Nestle schliesst in den USA sein firmeneigenes Liefernetz für Tiefkühlpizza und Eiscreme und baut im Zuge dessen 4000 Stellen ab. Der Nahrungsmittelkonzern wechselt von einer direkten Belieferung der Läden (Direct store delivery, DSD) zum Vertrieb über eine Zwischenlagerung in Tiefkühllagern (Frozen Warehouse distribution).

"Das ist eine grosse Sache für uns", sagte Nestlé-Chef Mark Schneider am Investorentag in Arlington im US-Bundesstaat Virgina. Die Nestlé-Führungscrew erhofft sich von dem Schritt tiefere Kosten und höhere Margen sowohl für Nestlé als auch für die Detailhandelspartner, wie USA-Chef Steve Presley sagte. Zudem sei die Belieferung nach der Umstellung deutlich weniger kapitalintensiv. Diese Vorteile dürften ab 2020 zum Tragen kommen.

DSD sei eine hochkomplexe und teure Angelegenheit: Dafür betrieb Nestlé für das Tiefkühlgeschäft in den USA 230 Anlagen mit 4000 Angestellten und 1400 Lastwagen. Dieses Belieferungssystem habe historisch Sinn gemacht, erklärte Presley. So seien die Produkte schneller in die Regale gelangt und es sei möglich gewesen, Displays mitzuliefern. Doch heute hätten viele Detailhändler ihre Lieferketten professionalisiert, was die Vorteile habe verschwinden lassen.

Die Umstellung lässt sich Nestlé rund eine halbe Milliarde Dollar kosten. Es gilt, die Folgen für die betroffenen Mitarbeiter abzufedern. Auch beim Umsatz dürfte sich die Umstellung über Preissenkungen und Optimierungen im Sortiment 2019 einmalig niederschlagen, wie Presley ausführte.

Bislang hatte Nestlé Produkte mit einem Umsatz von 3,3 Milliarden Dollar über DSD vertrieben und Produkte mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Dollar über Tiefkühllager.

(AWP/Reuters)

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Nestlé streicht in Basel bis

Nestlé streicht in Basel bis zu 100 Stellen

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé stellt seine Fabrik in Basel künftig als «Kompetenzzentrum für Senf und Mayonnaise» auf. Dabei fallen bis zu 100 der heute 177 Arbeitsplätze weg.

09.05.2019 10:45

Die Fabrik Basel werde sich in Zukunft ganz auf die Innovation und Produktion von Senf und Mayonnaise konzentrieren, teilt Nestlé Schweiz am Donnerstag mit. Damit unterstreiche Nestlé Schweiz auch das Bekenntnis zur Marke "Thomy". Das Unternehmen plane, insgesamt 15 Millionen Franken in den Standort zu investieren.

Die Produktion von Salatsaucen und Dips soll dagegen künftig an spezialisierten Nestlé-Standorten in Europa erfolgen, die Produktion von Chicoréekaffee unter der Marke "Incarom" wird an das Kompetenzzentrum für getreidehaltige Getränke in Portugal ausgelagert. Des weiteren erwägt Nestlé Schweiz einen Verkauf der beiden Marken "Le Parfait" (Brotaufstrich) und "Franck Aroma" (Chicoréegetränk).

Stellenabbau über 18 Monate verteilt

Der Wegfall von bis zu 100 Stellen durch die geplante Neuausrichtung soll über die nächsten 18 Monate erfolgen. Die Belegschaft inklusive der Personalkommission in Basel sei am Donnerstag über die Pläne informiert worden. Die betroffenen Mitarbeitenden sollen mit einem freiwilligen Sozialplan unterstützt werden. Dies könnte unter anderem Stellenangebote innerhalb der Nestlé-Gruppe, Frühpensionierungen oder Outplacement-Beratung umfassen.

Zu den Gründen für die Neuausrichtung verweist Nestlé Schweiz auf die "sich immer schneller ändernden Konsumentenwünsche". Marken, die nicht in Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Nestlé-Gruppe stehen, will man veräussern. Darüber hinaus entspreche die Fabrik in Basel mit ihrer Komplexität und der breiten Produktepalette nicht mehr den "heutigen Anforderungen an moderne Produktionsstätten".

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé beschäftigt in der Schweiz rund 9700 Mitarbeitende. Er betreibt hierzulande elf Fabriken, an vier Standorten wird Forschungsarbeit betrieben.

(AWP)

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Steht Nestlé kurz vor dem

Steht Nestlé kurz vor dem Verkauf der Hautpflege-Sparte?

Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat einen Käufer für sein Hautpflege-Geschäft gefunden.

Aktualisiert um 07:33

Der Weltmarktführer aus Vevey am Genfersee verhandelt mit einem Konsortium um den Finanzinvestor EQT und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) exklusiv über den Verkauf des Bereichs. Der Verkaufspreis betrage 10,2 Milliarden Franken (neun Milliarden Euro), teilte Nestle am Donnerstag mit.

Die Transaktion soll nach den Konsultationsverfahren mit den Beschäftigten und der Genehmigung durch die Behörden in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Darüber, was mit dem Verkaufserlös geschehen soll und über die künftige Kapitalstruktur will Nestle in der zweiten Jahreshälfte informieren.

Die Sparte namens Skin Health, die unter anderem verschreibungspflichtige Präparate und ästhetische Dermatologie-Produkte der Markte Galderma sowie Pflegeprodukte wie Cetaphil vertreibt, erzielte im vergangenen Jahr mit mehr als 5000 Beschäftigten einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken. Nestle hatte den Bereich im September zur Disposition gestellt. Insider hatten neben EQT auch von anderen Finanzinvestoren Angebote erwartet, darunter etwa Advent und Cinven, Partners Group, Blackstone, CVC, KKR sowie Carlyle.

Nestle-Chef Mark Schneider will sein Wachstum über Zukäufe in vielversprechenden Bereichen vorantreiben und bis 2020 wieder frühere Wachstumsraten von rund fünf Prozent erreichen. Das hatten die Schweizer zuletzt nicht geschafft. Angesichts der Flaute nahm Schneider einen Umbau in Angriff, zu dem neben dem Verkauf des US-Süßigkeitengeschäfts auch die Trennung von Skin Health gehört.

(Reuters)

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