Aryzta

ARYZTA N 

Valor: 4323836 / Symbol: ARYN
  • 0.920 CHF
  • -2.00% -0.019
  • 20.09.2019 17:31:47
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gertrud
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Value nicht Wachstum

Mal den Jahresabschluss im September abwarten und die Bilanz überprüfen. Denke, da steckt immer noch viel Goodwill. Vielleicht kommen sie ja mal mit einer positiven Ueberraschung. Wenn nicht: Du kannst Dich dann immer noch umtaufen in "muchriskstillnomoney".

Nach den vergangenen katastrophalen 10 Jahren der Expansionsstrategie will Aryzta jetzt selbst-erklärtermassen eine Value- und keine Wachstumsaktie werden.
Dazu müssten erst die aufgestauten Schulden bedient/zurückgezahlt werden und dann kann man an eine Dividende denken.
Als Value Aktie wird Aryzta eine tiefe P/E bzw. hohe Rendite ausweisen, tendenziell also tief notieren.

Aber wer weiss schon, was in 4 Jahren ist. Ich will nur meinen Bond wieder bedient oder zurückgezahlt. Und das, möcht ich doch schwer hoffen, wird früher eintreffen.

 

norisknomoney
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Weitere Kostensenkungen geplant

Der Backwarenkonzern Aryzta prüft
die Schliessung von Produktionslinien und
kleineren Fabriken in Deutschland. Laut einem
Medienbericht sind zwei kleinere Werke
im Osten Deutschlands mit rund 200 Mitarbeitern
betroffen. Aryzta beabsichtige, die
Standorte Mansfeld in Sachsen-Anhalt mit
rund 180 Mitarbeitern und Artern in Thüringen
mit 25 Mitarbeitern zu schliessen. Damit will
der Konzern auf bestehende Überkapazitäten
auf dem deutschen Brot- und Backwarenmarkt
reagieren, indem Standorte besser
ausgelastet und Synergien genutzt werden.
Die Produktionsumverteilung solle in den
nächsten 12 bis 18 Monaten schrittweise vorgenommen
werden. Sie ist Teil des Kostensenkungsprogramms
"Project Renew", das Aryzta
im laufenden Geschäftsjahr gestartet
hat. Bis zum Geschäftsjahr 2021 sollen damit
jährlich rund 90 Millionen Euro eingespart
werden.

 

Gefällt.

Tobias007
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Das Management will sich auf

Das Management will sich auf profitable und qualitativ hochstehende Linien konzentrieren. So ist meiner Meinung auch die Umsatzentwicklung in den U.S. zu verstehen. Profitabilität steigend bei vorerst geringerem Umsatz. Das wichtigste sind die Produkte und das Marketing. Wenn sich Aryzta als Nr. 1 der Branche mit qualitativ hohen Produkten weiter durchsetzen kann, folgen die Kennzahlen von alleine. Das operative Finanzmanagement ist unter Toland und vor allem Fréderic Pflanz hervorragend, sodass die Verzahnung von Produktion (Qualität, Marketing, Umsatz) und Ergebnis greift. Seit langem bin ich das erste Mal ungetrübt optimistisch.

Schöner Abend Tobi

Eleggua
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Bilanz Aryzta

Hier mal eine Frage an die Experten, welche hin und wieder auch einen direkten Kontakt zum Aryzta-Management haben...

Mich würde mal interessieren, wie stark eigentlich die Bemühungen sind um den Picard-Anteil loszuwerden? Es ist klar, dass dies wohl nur in gemeinsamer Abstimmung mit Lion Capital abläuft, aber 2017 ist das Mandat an Rothschild vergeben wurden, seitdem hört man nichts mehr. Bei so viel Geld, welches in Privat Equity strömt und renditehungrigen Investoren, die Mangels Alternativen am Bondmarkt so ziemlich alles schlucken müssen, wundere ich mich, das man da nicht weiterkommt. Nach zwei Jahren muss es doch mal zumindest eine Idee geben, in welche Richtung es geht! Was denkt ihr, wie lange die wohl brauchen um den Anteil abzustossen?

Mit dem Geld könnte man auch gleich noch einen Teil der Hybridbonds platt machen. Was mich zur nächsten Frage bringt. Sollte es für Aryzta nicht möglich sein die Teile mit Anleihen zu einem viel besseren Coupon zu refinanzieren? Die Teile verschlingen jedes Jahr 28 Mio. Im Moment laufen ja die Zinsen auf, weil die Zinszahlung ausgesetzt ist. Also brennt das Problem unter den Nägeln, sonst würden sie ja locker die Zinsen bedienen. Oder sehe ich da etwas falsch?

Hat da jemand nähere Kenntnis ob diese Fragen Bestandteile ihres Profitabilitätsprogrammes sind? bzw. gibt es diesbezüglich noch weitere Informationen?

Tobias007
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Niemand hat direkten Kontakt

Niemand hat direkten Kontakt zum Management. Das würde den Börsenreglementen widersprechen.

Picard muss nicht verkauft werden. Umsatz 1.3 Mia. Euro, EBITDA 170 Mio, Net Profit 90 Mio, davon die Hälfte für Aryzta. Solange niemand bereit ist, mindestens Euro 300 Mio. zu bezahlen, wird wohl nicht verkauft ohne Not. Eine Not besteht seit der KE nicht mehr. Im Gegenteil, das Problem von Picard ist auch die etwas ungünstige Bilanz, trotz der Profitabiliät.

Wenn es Aryzta wieder besser läuft, könnte man sich auch überlegen, im Gegenteil die Bilanz von Picard etwas zu stärken und so den Verkaufspreis noch entscheidend attraktiver zu machen.

Der Rückkauf von Hybriden zu diesen tiefen Kursen macht Sinn, auch finanziert durch Erlöse eines Picard Verkaufs, aber eben nur eines zu sehr guten Konditionen, sonst rechnet es sich auch nicht.

Eleggua
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Picard Anteil

01.07.19 10:05
Vontobel Research

 

Zürich (www.aktiencheck.de) - ARYZTA-Aktienanalyse von Aktienanalyst Jean-Philippe Bertschy von Vontobel Research:

Jean-Philippe Bertschy, Aktienanalyst von Vontobel Research, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die ARYZTA-Aktie (ISIN: CH0043238366, WKN: A0Q4FN, Ticker-Symbol: YZA, SIX Ticker-Symbol: ARYN) zu verkaufen.

Picard habe vergangenen Freitag nach Börsenschluss die Zahlen für das GJ19 (mit Ende 31. März) vorgelegt. Der Umsatz in Frankreich (Umsatzanteil von 96%) sei auf vergleichbarer Basis in Q4 um 4,9% und in GJ 2019 um 2,9% zurückgegangen. Der Umsatz sei durch die sozialen Unruhen in Frankreich und ein nachlassendes Verbrauchervertrauen belastet worden.

Auf zugrunde liegender Basis sei die EBITDA-Marge wegen des Umsatzrückgangs in Frankreich im GJ19 um 70 Bp. auf 13,6% gesunken. Der FCF sei deutlich um 22,7% auf EUR 100 Mio. gefallen. Der FCF im Verhältnis zum Umsatz sei um 190 BP auf 7,0% zurückgegangen. Die Nettoverschuldung se um EUR 40 Mio. auf EUR 1.449 Mio. gestiegen. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA habe sich ebenfalls weiter um 50 Bp. auf 7,5 erhöht. Picard bleibe angesichts der zunehmend schwierigen Marktbedingungen und des sozialen Klimas höchst vorsichtig.

Zur Erinnerung: Aryzta habe 2015 eine 49,5%-ige Beteiligung an Picard für EUR 447 Mio. (EV/EBITDA: 11,7) erworben. Zu diesem Zeitpunkt habe Picard einen Umsatz von EUR 1.370 Mio. (ggü. EUR 1.423 Mio. im GJ19), eine EBITDA-Marge von 14,0% (ggü. 13,6%) und einen FCF von EUR 136 Mio. (bzw. 10,0% des Umsatzes ggü. EUR 100 Mio. bzw. 7,0%) verzeichnet.

Mit einem Umsatz von 96% auf dem Heimmarkt Frankreich und einer beherrschenden Position seien die Wachstumsaussichten von Picard beschränkt. Seit 2015 seien die Umsätze nur geringfügig gestiegen, während das EBITDA unverändert geblieben und die FCF-Generierung deutlich zurückgegangen sei. Angesichts der bereits aus Dividenden gezahlten EUR 91 Mio. ergebe sich ein restlicher Wert von Picard von rund EUR 220 Mio. Mit diesen Ergebnissen dürfte es Aryzta schwerfallen, eine Veräußerung zu attraktiven Konditionen auszuhandeln. Zudem bleibe das zugrunde liegende Geschäft von Aryzta schwierig.
 

Jean-Philippe Bertschy, Aktienanalyst von Vontobel Research, bewertet die ARYZTA-Aktie mit dem Rating "reduce". Das Kursziel laute CHF 1,12. (Analyse vom 01.07.2019)

Tobias007
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Schreibt Bertschy von

Schreibt Bertschy von Vontobel nicht einfach den Kursen hinterher? Als Aryzta Sfr. 80.- war (bei nur leicht höherem Umsatz, besserer EBITDA Marge, aber gleich grossen Schulden und Goodwill wie heute) empfahl er Aryzta dauernd zum Kauf (Sfr. 80.- sind heute umgerechnet Sfr. 7.- nach der Kapitalerhöhung).

Zur Zeit ist das durchschnittliche Kursziel der Analysten Sfr. 1.35.

3 haben Aryzta auf Strong Buy, 1ner auf Buy, 2 auf Halten, 1ner auf Reduzieren (Berschty) und der Freund von CS auf Verkaufen. Notabene hat der CS Investment Fund Aryzta neu gekauft, während der CS Analyst neu auf Verkaufen stellte.

Zur Zeit macht der Kurs schon etwas Bauchweh, aber mein Horizont ist 2022. Bei Clariant kaufte ich aufgrund von Unternehmensanalyse bei Sfr. 20.., dann viel bei Sfr. 8.-, der Kurs ruschte dann bis auf unter Sfr 4.- ab, aber wenn man die Firma nüchtern anschaute, war der Kurs unter Sfr. 10.- nie gerechtfertigt, einige Jahre später notierte Clariant wieder über Sfr. 20.-, bewegte sich wieder gegen 25.- und ist konstant nicht mehr stark unter Sfr. 20.- gefallen. Die Moral von der Geschichte: Die Firma anschauen, nicht den Kurs. Picard hat sicher keine riesigen Wachstumsaussichten in Frankreich, ist aber ein solider Detailhändler, ähnlich wie Denner in der Schweiz. Falls Picard nicht verkauft wird, trägt es über positven Gewinn und Cashflow weiter zur guten Dynamik von Aryzta bei.

Schöner Tag und viele Grüsse Tobi

Eleggua
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Picard Anteil

Jetzt kommentiert auch noch der Praktikus von FuW die Analysteneinschätzung von Bertschy.

Nun, das Positive ist, dass jetzt jedem klar ist, das der Picard-Anteil ganz offensichtlich nicht so schnell veräussert werden kann. Dies wird ja in hohem Masse vom Kapitalmarkt gefordert, und das Management ist auf diese Forderung eingegangen und hat diese Absicht bekräftigt!

Ich sehe das aber eigentlich ählich wie Tobias007. Die Verschuldung von Picard ist definitiv zu hoch, doch die Firma mit ihren Marken usw. steht in Frankreich wirklich super da. Wenn dieser Anteil mit noch 220 Mio. bewertet wird, ist hier auch alles negative eingepreisst, was sich schon längst auch im Aktienkurs von Aryzta widerspiegelt. (egal ob dort nun noch ein Abschreiber gemacht wird oder nicht) So richtig Neu ist hier eigentlich gar nichts. Diese Bewertung von dem Picard-Anteil wurde auch schon letztes Jahr so rumgereicht. 

Es wäre natürlich wünschenswert, wenn Aryzta nicht noch Mittel in Form von Dividende aus Picard rauszieht. So geschehen letztes Jahr, um ihr eigenes EBITA aufzupeppen. So könnte Picard den Free Cash Flow nutzen um die Verschuldung zu drücken. Für Aryzta bedeutet das ja eigentlich nur rechte oder linke Tasche!

Fazit: Stimmung ist nach wie vor am Boden. Aus meiner Sicht wird wird das Verbesserungspotenzial nach wie vor unterschätzt. Es braucht halt wirklich Zeit, aber bei Verbesserungen in Nordamerika wäre sicher ein deutliches Signal in die richtige Richtung gegeben. Das Kursrisiko nach unten sehe ich echt als beschränkt. Abzüglich Picard-Anteil wäre die reine Aryzta mit ca. 900 Mio. bewertet. Das ist doch ein schlechter Scherz. Alles unter 1,50 CHF ist eigentlich Quatsch. Nach der KE waren sie bei 1,40 CHF und seitdem ist die operative Situation nicht wirklich schlechter geworden. Und durch die Rekapitalisierung stehen sie ja bilanztechnisch auch eher besser da.

gertrud
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Eleggua hat am 03.07.2019 09

Eleggua hat am 03.07.2019 09:33 geschrieben:

Abzüglich Picard-Anteil wäre die reine Aryzta mit ca. 900 Mio. bewertet. Das ist doch ein schlechter Scherz. Alles unter 1,50 CHF ist eigentlich Quatsch. 

So eindeutig ist das nicht, wo hier die Scherze und der Quatsch beginnen. Mal die folgenden Zahlen aus der aktuellen Bilanz von Aryzta (In Euro Mio, gerundet):

Net assets: 2'400 wovon Goodwill und intangibles 2'000

Net Debt 810 plus Hybrid Schulden  790 gibt total 1'600 Fremdkapital. Beiben für die Aktionäre 800 Mio Euro.
Aber nur, wenn der Goodwill und die Intangibles als 100% werthaltig angesehen werden, was sehr optimistisch ist.

Also: Man stelle sich einen starken Schnaps zurecht und mache die Rechnung mal mit der Annahme, dass nur 60% des Goodwill werthaltig ist, und die anderen 40% in den nächsten 2-3 Jahren abgeschrieben werden müssen ... 

Eleggua
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Bilanzrelationen

Liebe Gertrud, ich danke für die kritische Anmerkung!

Natürlich bleibt so gesehen dann rechnerisch nichts mehr übrig. Diese Goodwill -Thematik betrifft ja auch ander Unternehmen. Nach Swiss GAAP FER ist dann auch locker negatives Eigenkapital möglich. Trotzdem bestehen diese Unternehmen und haben auch an der Börse einen Preis, der gössser als Null ist. (z.Bsp. Meier Tobler und Mobilzone)

In Bezug auf Aryzta ist auch diese Goodwill Problematik nicht neu und wird aus meiner Sicht im Aktienkurs reflektiert. Ich denke auch, dass die Finanzanalysten, welche vielleicht mit ihren Ratingäusserungen nicht immer glücklich agieren, jedoch keineswegs dumme Jungs sind, diese Berechnungen in ihren Kurszieleinschätzungen berücksichtigt haben.

Meine Meinung ist einfach, dass ein Unternehmen mit über 3,5 Milliarden Umsatz und berechtigtem Margensteigerungspotenzial mit einem stabilem Geschäftsmodell   auch wieder mehr als reichlich eine Milliarde wert sein darf.

Kleines überspitztes Beispiel, weil das Ebitda die gleiche Grössenordnung hat! Temenos wird mit ca 300 Mio. CHF Ebitda mit mehr als 12 Milliarden bewertet. Nicht eins zu eins vergleichbar (ich weiss), aber das Ergebnis zählt. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich!

Jetzt bist du wieder dran!

spesenmoos
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Kaufkurse!?

Allen Unkenrufen zum Trotz - Unter 1.- sind für mich Kaufkurse.

 

spesenmoos
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Gaming

scheint ein Tummelfeld für Leerverkäufer und Daytrader zu sein. Heute morgen schnell auf 1.05 und sofort wieder runterkorrigiert. Am Nachmittag stehen wir 8% tiefer... Casino ist ein Kinderspiel dagegen.

gertrud
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UBS zu Hybriden

In einer aktuellen Studie schätzt die UBS die Wiederaufnahme der Hybrid-Zinszahlungen erst für Mitte 2021 (FY21). Unter der Annahme, dass Picard nicht vorher zu einem guten Preis verkauft wird.

Da die Hybride noch vor den Aktien kommen, wundert es wenig, dass bei beiden Verleiderverkäufe einsetzen. In zwei Jahren kann noch vieles geschehen.
Und auch die neuen Aktionäre sind bereits wieder die letzten in der Hackordnung.
Wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, schafft Aryzta es doch immer.
Hartes Brot!

spesenmoos
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Blauauge

Danke Gertrud,

Hoffentlich irren sich die Analysten ein weiteres Mal...

Sonst macht mein "Blauauginvestment" bei Aryzta wirklich kein Spass. Dachte die Nahrungsmittelindustrie ist ein sicher Hafen... Falsch gedacht Smile

Ro-man
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1. Beitrag

Ich grüsse Euch,

ob es mich nach vielen Jahren des stillen 'mitlesens' und 'leidens' auch noch im Forum braucht sei mal dahingestellt...

trotzdem habe ich mich nun mal angemeldet, da der Wunsch "laut" mitleiden zu können immer grösser und grösser wurde.

Nach netten Artikeln über den potentiellen Turn-Around Kandidaten Aryzta habe ich den Titel bei 1.458 in (für mich) grosser Stückzahl ins Depot genommen und nach ein paar Wochen bin ich nun schon lässige 40% im Minus... mein Profilbild symbolisiert mein glückritterliches Börsenversagen.

Ich drück uns die Daumen... und werde mich bemühen mit guter Qualität an der Diskussion teilzunehmen.

Ro man

spesenmoos
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Willkommen

Sei Willkommen in unserer Mitte Ro-man

Ob ein 40%-Abschlag gerechtfertigt ist, werden wir wohl erst mit den nächsten Zahlen oder des Verkaufs der Picard-Beteiligung erleben.

Es braucht einen langen Atem bei Aryzta und die Fähigkeit blaue Augen wegzustecken.

norisknomoney
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Welcome Ro-man ! 

Welcome Ro-man ! 

Auch ich bin mit einem Einstand bei 1.35 massiv in der Kreide.. Nun langsam wird es emotional schwierig bei all den Opportunitäten am Markt an seiner langfristigen Anlagestratgie festzuhalten. 

Ist da Insiderwissen vorhanden oder was ist los? - das Ganze auf Verleiderverkäufe zu schieben finde ich irgendwie unrealistisch.. Die Aktie ist seit Wochen Tag für Tag immer wieder tiefer - und heute ist auch in der FRN Bewegung (- 6 Wacko drinn...

Ro-man
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Insider

Hallo zusammen,

bei einem Zerfall  dieser Art bin ich überzeugt, dass "Insider" Wissen eine Rolle spielt (analog MBTN).

Die letzten News waren ja durchwegs kein Pennystock Grund, CS waren die einzigen die den Titel bei 0.85 gesehen haben... einmal ins schwarze getroffen, leider.

Ich kaufe nach, wenn ich mich damit unter 1.00 drücken kann und hoffe auf KOMMUNIKATION (vor dem 08.10.2019... YE Results).

Gruss Ro-man

Domtom01
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Überleg es dir gut

Gutes Geld schlechtem nachwerfen? So wie es manche taten bei: bsln, kurn, newr, copn, mbtn & co? Die Versuchung ist verständlich, doch du ahnst es selbst, dass Insider am Werk sein könnten. 

Dazu kommt ein katastrophaler Chart und ein neues ATL! Und du willst nachkaufen?

Wenn überhaupt kaufen, dann würde ich diversifizieren, aber nicht in Schrott, sondern Qualität. Und davon gibt es doch bei uns weiss Gott genug!

Ro-man
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Thx

Danke Domtom,

bei Aryzta sehe ich einfach nicht ein, wieso dieser Titel zur Depotleiche oder zum ewigen Penny-Stock werden sollte...

OK, die Schulden sind immens, das frühere Management eine Katastrophe (das aktuelle hoffentlich nicht im selben Ausmass...), trotzdem, auch wenn der tatsächliche "Turnaround" länger auf sich warten lässt, die Produkte sind das A und O und die sind meiner Meinung nach gut (oder gut geeignet samt Firma übernommen zu werden...).

Bei 'Bären-Titel' aus Hauptindexen kaufe ich bei persönlicher Performance von -25% doppelte Menge nach (bei Titel aus Nebenindexen bei -50%-60%), bei erreichen des neuen Einstandes hau ich sie sofort raus (egal wie rosig die Aussichten sein könnten).

Diese Vorgehensweise hat mir schon ein paar Mal "den Arsch gerettet" ... ich gebe zu, mit dieser Strategie Börsen-Millionär zu werden wird schwierig (Ironie), aber es macht das Leben kurzfristiger unerträglich.

Es Grüsst, Ro-man

Mont Blanc
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Ro-man hat am 24.07.2019 14

Ro-man hat am 24.07.2019 14:40 geschrieben

Ich kaufe nach, wenn ich mich damit unter 1.00 drücken kann und hoffe auf KOMMUNIKATION (vor dem 08.10.2019... YE Results).

Gruss Ro-man

Hallo Ro-man 

Mein EP ist fast so hoch wie deiner. Aber im Gegensatz zu dir, bin ich nur mit einem kleinen Zock dabei. Auf keinen Fall werde ich hier aufstocken! Im Moment ist dies ja "nur" Buchverlust. Sollte bei Newron dereinst doch noch die Post abgehen, werde ich meine par Aryzta verkaufen und in Newron investieren. So könnte der Verlust vielleicht wieder korrigiert werden. Aber dies gilt nur für mich.

Das mit aufstocken würde ich mir an deiner Stelle sehr gut überlegen. 

Ro-man
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Warten

Danke, Mont Blanc,

auf jeden Fall werde ich noch warten bis die offensichtlich anstehende schlechte Nachricht raus ist..., wenn es an dem Tag einen Effekt wie vorgestern bei MBTN gibt (low -25%) werde ich mir nochmal adhoc überlegen meinen Einstand runterzuziehen.

Ro-man

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Ich gehöre auch zu denen mit

Ich gehöre auch zu denen mit EP +/- CHF 1.30.

Verstehe auch nicht weshalb die Aktie - und in der Tat ähnlich Meyer Buger - gehämmert wird.

Die letzte Geschäftsentwicklung war doch eher erfreulich. 

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EP gesenkt, Risiko

EP gesenkt, Risiko eingegangen.

Bin aber weiter ratlos, weshalb die Aktie so mächtig unter Druck war (ist).

Tobias007
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Das ganze würde mich nervös

Das ganze würde mich nervös machen, hätte ich solche Entwicklungen nicht auch bei ABB, Clariant oder Straumann erlebt. Der Kurs von ABB kam von Sfr. 45 und ging auf 1.75, jeder der die Nerven behielt und Kennzahlen lesen konnte, konnte mit recht grosser Plausibilität sagen, dass Kurse unter 7-10 Sfr. bei ABB nicht zu rechtfertigen waren. Damals spielt vor allem der Swissair Konkurs eine grosse psychologische Rolle, aufeinmal machte sich am Markt eine Psychose breit, dass ABB die nächste Firma sei, welche pleite gehen würde.

Bei Aryzta werfen jetzt die Verunsicherten ihre Aktien aus der KE auf den Markt, welche sie bei Sfr. 1.- bekommen haben. Sie möchten noch in der Nähe von 1 verkaufen und wenigstens diesen Betrag retten. Kein Wunder geht der Markt davon aus, dass die Aktie morgen noch weniger Wert sein wird, wenn sie seit 3 Jahren permanent sinkt. Nur: Es gibt keinen Grund eine Aktie zu kaufen, weil sie steigt (Warren Buffett) und darum... gibt es auch keinen rationalen Grund eine Aktie zu verkaufen, nur weil ihr Kurs sinkt, entscheidend sind alleine die Fundamentaldaten.

Die Turnaroundsituation ist mit gewissen Risiken verbunden, doch die Chancen sind auch hoch. Da sich der Umsatz erfreulich entwickelt, müssten sich nach den Gelingen des Restrukturierungsprogrammes "Renew" auch die Margen erholen. Ein Druck zu einem Verkauf von Picard besteht nach der KE keinesfalls und selbst eine kleine Wertberichtigung im Bezug auf Picard wäre nach der KE keine Katastrophe mehr.

Als ABB dann wieder bei Sfr. 10 war, haben sich alle an den Kopf gegriffen und gesagt, wie konnten wir nur so einer Psychose und Panik verfallen. Schnell erholte sich die Aktie dann sogar wieder auf über 20. Sie kam von 45, was eine völlige Überbewertung war (Techboom 1999 lässt grüssen) und sakte bis 1.80 ab, was ein massloses Unterschiessen des Kurses war. Die Wahrheit lag dann ganz unspektakulär irgendwo in der Mitte. Aryzta kommt von ca. Sfr. 8 und ist nun bei 90 Rappen, der Umsatz ging nur unwesentlich in dieser Zeit zurück. Wenn schon in einiger Zeit wieder Kurse in der Gegend von 2 auftauchen und sich Richtung 3 oder 4 bewegen, wäre es nur vernünftig. Wer verkauft jetzt? Wer Angst hat. Doch soll man sich von Angst und Gier leiten lassen? Nein. Aryzta hat hervorragende Produkte und bewegt sich in einem wachsenden Markt. Das Management und die Mitarbeiter finde ich gut. Ich sehe die Firma. Nicht Psychosen an der Börse.

 

Blaues Hufeisen
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Bilanz gefällt mir nicht...

wenn vom EK (EUR 2.4 Mrd.) satte EUR 2 Mrd. an Goodwill und anderen nicht verwertbaren Assets in der Bilanz sind, dann sind gewisse Bedenken sehr wohl angebracht. Ein laues Lüftchen, und ARYN steht erneut mit dem Rücken zur Wand. Und bez. den Produkten sehe ich das ein wenig anders. 50% des Umsatzes werden, wenn ich mich richtig erinnere, mit süssen Backwaren erzielt. Der Gesundheitstrend geht eher in eine andere Richtung. Ich bleibe jedenfalls vorsichtig, trotz des optisch tiefen Aktienkurses...

Tobias007
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Starbucks macht 25 Milliarden

Starbucks macht 25 Milliarden Umsatz mit gezucketer Milch und vor allem Süssgebäcken (zum Teil solchen von Aryzta), Linth und Sprüngli 4 Milliaren Umsatz mit Schoggi, welche 4x mehr Kalorien hat als Süssgebäcke, Trend des Wachstums stark steigend.

Der Trend zu weniger Kalorien stammt aus den 80er Jahren, Frischbackprodukte haben ihren Markt innerhalb dieses Trends gefunden und widersprechen ihm nicht, heute besteht vor allem eine gesellschaftliche Diskussion zu weniger Fleisch, was Aryzta sogar zu Gute kommen könnte.

Frischbackprodukte inkl. Süssgebäcke haben eine jährliche Wachstumsrate von 3-4%.

Solange der Kurs sich so entwickelt rede ich in den Wind. Ich habe das dieses Jahr ja bereits schon einmal erlebt bei AMS. Als AMS im Winter um 20 Sfr. notierte, konnte man auch nicht mehr Kennzahlen analysieren, sondern jeder sah ein weiterer, unerwartetes "laues Lüftchen" kommen, das AMS in die tiefe zieht. Ist der Handel in Aryzta heute ruhig und überlegt oder von Gerüchten oder Panik geprägt? Wenn  ja, dann sind die gegenwärtigen Kurse auch nicht ernst zu nehmen.

Schauen wir, wo die Firma sich Anfang 2022 befindet. So Gott will und wir leben.

viele Grüsse und schöner Sommertag Tobi

 

 

Eleggua
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Kursbewegung

Also egal welche Argumente oder Strategien hier jeder für sich hat - Fakt ist, dass die Kursbewegung der letzten Tage und Wochen hier sicher Einige auf dem falschen Fuss erwischt hat. 

Ich denke hier gilt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Grundsätzlich wird von Analysten und Investoren eine strapazierte Bilanz als kritisch angesehen. Natürlich nicht zu Unrecht! Fast sämtliche Kaufempfehlungen für Titel in diesem wirtschaftlich unsicheren Umfeld zielen auf Titel mit starker Bilanz. Da fällt Aryzta schon mal durch! Ein möglicher Kurstreiber könnte also sein: Aryzta schafft es, die eigene Bilanz zu verbessern. Dieser strategische Zug sollte eigentlich mit dem Verkauf des Picard-Anteils gelingen. Die erhaltenen Mittel könnte man dann zur Bedienung der Verbindlichkeiten einsetzten. Aus meiner Sicht ist mit Meldung der Picard-Zahlen auch dem Letzten klar geworden, dass hier so schnell keine Bewegung reinkommt. Picard selbst hat eine strapazierte Bilanz, müsste also selbst erstmal frische Mittel erhalten. Wo sollen die herkommen? Von Aryzta und Lion? Eher nicht. Die wollen ja beide raus! Also findet mal einen Privat Equity Investor, der dort rein will. Das wird nicht einfach, weil Picard auch nicht gerade mit Wachstum glänzt. Ich vermute, dass mit dem Picardanteil auf absehbare Zeit gar nichts passiert, also wird es auch schwierig dieses Verbesserungspotenzial für Aryzta zu generieren.

Dann gibt es natürlich auch noch Aspekte, welche den Kurs beeinflussen, aber mit der Firma selbst nichts zu tun haben. Dies würde ich aber nicht als Psychose abtun, sondern dies sind einfach Mechanismen, die Marktteilnehmer zum handeln zwingen. Da sind zum Beispiel Risikolimite, die eingehalten werden müssen. Selbst Parames hat seinen Anteil im Juli etwas reduziert! Es gibt auch Anlagegefässe, welchen es nicht erlaubt ist, in Titel zu investieren deren Marktkapitalisierung unter 1 Milliarde liegt. Fallen sie darunter, setzen Verkäufe ein. Eine weitere Beschränkung können Pennystocks sein. Geht es also unter 1 CHF, das gleiche Spiel: Verkäufe!

Das war früher schon so, und ist heute immer noch so. Neu ist, dass nun noch Trendfolgehandelsysteme /Algos auch noch loslegen und Trends eher verstärken! 

Es sieht also so aus, als ob unsere liebe Aryzta gerade den pefekten Sturm erlebt. Wo ist der Boden? Keine Ahnung: alles ist möglich. Es bleibt also abzuwarten wo sich der Wert stabilisiert. Ich weiss nicht wer es gesagt hat, aber es gilt: Börse kann viel länger irrational sein als die eigenen Taschen tief sind! Da fragt man sich natürlich: Wo fällt die Aktie hin, wenn der Gesamtmarkt mal Fahrt nach unten aufnimmt! 

Ich bin mal gespannt wie diese Abwärtsspirale gebrochen werden kann! Ein Statement von Aryzta selbst, könnte natürlich auch mal für Klarheit sorgen!

Allen Investierten weiterhin starke Nerven und viel Glück!

Blaues Hufeisen
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Picard-Anteil...

Der Grund, weshalb Picard nicht verkauft wird, ist der miserable Preis, der erzielt würde. Ein Verkauf würde nicht zur Stärkung der ARYN-Bilanz beitragen, sondern einen weiteren Abschreiber und damit eine Belastung des EK nach sich ziehen. So meine Einschätzung.

Eleggua
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Zum jetzigen Zeitpunkt ist

Zum jetzigen Zeitpunkt ist das sicher richtig. Dieses Problem lässt sich aber eigentlich gar nicht lösen. Picard müsste mit eigenem Free Cash flow die Schuldenlast drücken. Das kann aber dauern.

Ich meine aber, dass ein Abschreiber in den Aryztakursen längst diskontiert ist. Die Analysten rechnen auch nur noch mit einem Wert von um 200 Mio. für den Picardanteil. Das ist also keine Überraschung, sollte der Abschreiber irgendwann kommen.

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