pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

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Zyndicate
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Die 2. Säule kann auch

Die 2. Säule kann auch ablöschen

Was kriegt man als Antwort, wenn man seiner Pensionkasse eine Frage zu freiwilligen Einkäufen stellt? Eine deftige Portion Juristen-Kauderwelsch.

09.12.2018 21:39

Von Claude Chatelain

Eine Physiotherapeutin will freiwillige Einkäufe in ihre Pensionskasse tätigen. Das ist eine sehr gute Idee: Sie wird im Alter eine höhere Rente bekommen, erhöht den finanziellen Schutz gegen Erwerbsunfähigkeit und kann den Einkauf erst noch vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen.

Die Frau, Ende 50, die ich persönlich kenne, ist noch nicht lange bei der Pensionskasse versichert. Sie hat deshalb gemäss der BVG-Vorsorgestiftung Physioswiss eine grosse Einkaufslücke von gut 220'000 Franken. So viel könnte sie theoretisch einzahlen, um voll eingekauft zu sein. Nun schreibt ihr die Vorsorgestiftung: Von der maximal möglichen Einkaufssumme sei abzuziehen: "Guthaben in der Säule 3a aus der Zeit als Selbstständigerwerbender ohne 2. Säule für den Teil, der das grösstmögliche Guthaben übersteigt, das in der Säule 3a bei gleichzeitiger Versicherung in der 2. Säule möglich ist."

Liebe Leser, gibt es jemand unter Euch, der nicht Eidgenössisch diplomierter Pensionskassenleiter, Mitglied der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten, Professor Dr. Dr. honorum causa der Jurisprudenz oder sonst ein verdammt gescheites Haus ist, der oder die diesen Satz versteht?

Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren intensiv mit der beruflichen Vorsorge, sass während gefühlten zehn Jahren als Arbeitnehmervertreter in zwei Stiftungsräten, aber diesen Satz, liebe Physiotherapeutin, verstehe ich auch nicht.

Glücklicherweise habe ich so etwas wie einen direkten Draht zum Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Dort sitzen Juristinnen und Juristen, die mir das Fachchinesisch übersetzen können.

Etwa so habe ich die Erklärung der Juristin verstanden: Wer einer Pensionskasse angeschlossen ist, darf derzeit maximal 6768 Franken in die Säule 3a einzahlen und bei den Steuern geltend machen. Bei Selbständigerwerbenden ohne Pensionskasse beträgt der maximale Steuerabzug 33'840 Franken. Man spricht auch vom kleinen und vom grossen Abzug.

Angenommen, eine Person ohne Pensionskasse profitiert viele Jahre vom grossen Abzug und tritt erst später in eine Pensionskasse ein. Will sie sich nun voll einkaufen, so wäre sie gegenüber jenen Mitversicherten bevorteilt, die schon länger in der Pensionskasse versichert sind und in all den Jahren nur den kleinen 3a-Abzug vornehmen konnten.

Deshalb muss von der gesamten möglichen Einkaufssumme der Betrag in Abzug gebracht werden, den jemand durch den grossen Abzug mehr in die Säule 3a einzahlen konnte als jemand mit dem kleinen Abzug.

Was ist das Hauptproblem unserer 2. Säule? Es ist nicht der zu hohe Umwandlungssatz, nicht der Koordinationsabzug, nicht die Quersubventionierung von aktiv zu passiv Versicherten. Das Hauptproblem der beruflichen Vorsorge liegt darin, dass sie unsäglich kompliziert ist. 

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Crocc
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Umverteilung bei Pensionskassen, Sonntagszeitung

Das Schweizer 3-Säulen-System ist gut und sicher. Da bei den Pensionskassen riesige Vermögen angespart werden, müssen diese verantwortungsvoll verwaltet und verzinst werden. Einige PK's erwirtschaften ungenügende Renditen, deshalb sollten die Versicherten ihre Pensionskasse frei auswählen und wechseln können, damit die schlechten verschwinden. Die Gesamtkosten für Verwaltung, Beratungen, Anlagen und Löhne sollten gesetzlich limitiert werden, damit die Vermögen maximal den Renten zukommen. Der Koordinationsabzug sollte entfallen, damit alle Erwerbstätigen einzahlen und auch Teilzeitangestellte eine entsprechende Rente ansparen. Der Vorwurf des Rentenklaus ist unverschämt, denn von den Ueberdeckungen der guten PK's profitieren die Alten selten, obwohl sie den Grossteil erspart haben. Wenn diese Vermögen in Zukunft nicht genügen für ausreichende Altersrenten, dann soll ein Teil der Nationalbanküberschüsse (Negativzinsen und Währungsgewinne) überwiesen werden, denn dieses Geld wird dem Schweizermarkt laufend entzogen.

Zyndicate
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Deckungsgrad der

Deckungsgrad der Pensionskassen im zweiten Quartal gesunken

Der wieder niedrigere Diskontierungssatz und steigende Verpflichtungen hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres die Vermögen in der zweiten Säule geschmälert. Gemäss den Berechnungen von Willis Towers Watson (WTW) konnte nur ein Teil durch die positiven Anlagerenditen ausgeglichen werden.

11.07.2019 12:40

Der Deckungsgrad, also das Verhältnis von Pensionsvermögen zu den entsprechenden Verpflichtungen, sank laut dem vom Beratungsunternehmen berechneten Pensionskassenindex per Ende Juni um rund 0,6 Prozentpunkte auf 103,5 Prozent. Ein Wert von über 100 Prozent zeigt an, dass die Unternehmen ihren Pensionsverpflichtungen nachkommen und die künftig fälligen Renten bezahlen können.

Dank des ausgleichenden Effekts der positiven Anlagerenditen, insbesondere von Aktien, habe sich der Index trotz des weiteren Rückgangs des Diskontierungssatzes im Laufe des zweiten Quartals nicht markant verändert. Obwohl der Gesamteffekt im vergangenen Quartal durch den Anstieg der Anlagemärkte geprägt war, sei die Entwicklung uneinheitlich und im Mai besonders volatil gewesen, wie es weiter hiess.

Willis Towers Watson veröffentlicht seine Studie "Swiss Pension Finance Watch" jeweils vierteljährlich. Darin untersucht das Unternehmen die Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf die Finanzierung von Vorsorgeplänen in der Schweiz nach dem Rechnungslegungsstandard IAS 19, insbesondere auf das Anlagevermögen und die Verpflichtungen.

yr/ra

(AWP)

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Deckungsgrad der

Deckungsgrad der Pensionskassen auf Zehnjahreshoch

(awp) Den Schweizer Pensionskassen geht es so gut wie lange nicht mehr. Im zweiten Quartal 2019 konnten die Vorsorgeeinrichtungen vor allem dank Kursgewinnen bei Aktien und Immobilien die Wertschwankungsreserven weiter ausbauen. Nach Schätzungen der ZKB-Tochter Swisscanto sind die Deckungsgrade nach dem ersten Halbjahr auf dem höchsten Stand der letzten zehn Jahresendwerte.

25.07.2019 11:00

Die Reserven der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen haben sich gemäss dem am Donnerstag veröffentlichten Pensionskassen-Monitor im zweiten Quartal 2019 durch Kursgewinne um durchschnittlich 1,5 Prozentpunkte erhöht. Mit einem geschätzten Deckungsgrad von 116,1 Prozent erreichen die privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen nun den höchsten Stand seit Ende 2008. Auch bei den öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit Vollkapitalisierung sei der geschätzte Deckungsgrad leicht gestiegen und liege nun bei 109,7 Prozent.

Privaten Kassen geht es besser

96 Prozent der der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen und 90,8 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen wiesen zum Stichtag eine Deckung von 100 Prozent und mehr aus. Dabei übertrafen 58,7 Prozent der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen das Deckungsgrad-Niveau von 115 Prozent. 9,3 Prozent der öffentlich-rechtlichen und 3,9 Prozent der privatrechtlichen Kassen befanden sich in Unterdeckung.

Die erfassten Vorsorgeeinrichtungen erwirtschafteten im zweiten Quartal eine geschätzte vermögensgewichtete Rendite von 1,86 Prozent. Mit Ausnahme der Rohstoffe trugen sämtliche Anlageklassen positiv zur Rendite bei. An der Spitze stand erneut die Kategorie Aktien Schweiz mit einem Plus von 6,55 Prozent, gefolgt von Immobilien Schweiz mit plus 2,82 Prozent und Obligationen Welt mit 1,97 Prozent. Am schwächsten entwickelte sich die Kategorie Hedge Funds mit 0,06 Prozent. Rohstoffe verloren gar 3,27 Prozent. Insgesamt ergab sich im ersten Halbjahr eine Rendite von plus 8,00 Prozent.

Die beiden Schweizer Grossbanken berechnen ebenfalls einen Pensionskassen-Index. Dabei kommt die Credit Suisse gemäss jüngsten Angaben mit einem Anstieg von 1,9 Prozent im zweiten Quartal auf einen vergleichbaren Wert. UBS hat den aktuellen Wert noch nicht publiziert.

pre/kw

(AWP)

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So soll die zweite Säule

So soll die zweite Säule reformiert werden

Vorsorgereformen haben einen schweren Stand, verschiedene Vorlagen sind bereits gescheitert. Nun liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch. Die wichtigsten Punkte der BVG-Reform 2022.

28.07.2019 20:30

Von Pascal Züger

Verschiedene Versuche der Politik, das Vorsorgesystem der Schweiz zu revidieren, sind in den letzten Jahren gescheitert. Etwa die "Altersvorsorge 2020", die im September 2017 vom Volk abgelehnt wurde.

Nun hat aber ein Umdenken stattgefunden: Statt wie bisher ein umfassenden Gesamtpaket vorzuschlagen, sollen nun die 1. und 2. Säule einzeln reformiert werden.

Mit ersten Erfolgen, zumindest bei der 1. Säule: Im Mai wurde die AHV-Steuervorlage angenommen, zudem ist die Reformvorlage AHV 21 auf einem gutem Weg. Diese sieht etwa Rentenalter 65 für Frauen sowie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ab 2022 vor.

Weniger schnell ging es bisher mit der Reformation der 2. Säule voran. Doch auch hier kommt langsam Bewegung in die Sache: Im Juli haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf Eckwerte der Pensionskassen-Reform ("BVG-Reform 2022") geeinigt. Der Bundesrat entscheidet nun, ob er diese Kompromisslösung dem Parlament vorlegen will. Letztendlich dürfte dann die finale Vorlage zur Abstimmung vor das Volk kommen.

Hier die wichtigsten Punkte der BVG-Reform 2022:

  • Senkung des Umwandlungssatzes von 6,8 auf 6 Prozent

Dies betrifft Altersbeiträge aus dem obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge (BVG), also Löhne bis maximal 85’320 Franken. Eine solche Senkung ist an der Urne bereits zweimal gescheitert. Mit dem Vorschlag gingen rund 12 Prozent der Rente verloren.

Ein Beispiel: Bei einem angesparten Altersguthaben von 300'000 Franken beim Pensionsierungszeitpunkt würde sich durch den tieferen Umwandlungssatz die jährliche Rente von 20'400 auf 18’000 Franken reduzieren.

  • Halbierung des Koordinationsabzugs

Der Koordinationsabzug bestimmt den versicherten Lohn und beträgt aktuell 24'885. Dieser soll nun auf 12'443 Franken halbiert werden. Das würde für höhere Beiträge in die Pensionskasse sorgen. Schlussendlich kommt diese Massnahme vor allem Teilzeitbeschäftigten – was häufig Frauen sind - und Arbeitnehmern mit tiefem Einkommen zugute, die so später einmal mehr Rente erhalten werden.

Ein Beispiel: Wer 80'000 Franken verdient, hat abzüglich dem Koordinationsabzug einen versicherten Lohn von 55'115 Franken, worauf er Beiträge für die Vorsorge leistet. Neu würde der versicherte Lohn höhere 67'557 Franken betragen. Dadurch zahlt die Person mehr in die zweite Säule ein, was das Altersguthaben und schlussendlich die Rente erhöht.

  • Ältere Arbeitnehmer zahlen weniger, jüngere mehr Beiträge

Die Altersgutschriften sollen angepasst werden. Neu bezahlen ältere Arbeitnehmende ab Alter 45 weniger Lohnbeiträge (14 Prozent des Lohnes) als bisher. Umgekehrt muss die jüngere Generation von Alter 25 bis 34 etwas mehr einzahlen (9 Prozent des Lohnes). Das könnte die Chancen älterer Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt etwas verbessern, da deren Arbeitgeber für sie bisher höhere Lohnbeiträge leisten mussten.

Konkret ändern sich die zu leistenden Beiträge wie folgt:

Übersicht Sparbeiträge vom BVG-pflichtigen Lohn

Alter bisher neu
25 bis 34 Jahre 7% 9%
35 bis 44 Jahre 10% 9%
45 bis 54 Jahre 15% 14%
55 bis 64/65 Jahre 18% 14%
  • Solidarischer Rentenzuschlag

Rentnern soll künftig eine fixe Zusatzrente ausbezahlt werden. Dieser Zuschlag soll über zusätzliche 0,5 Lohnprozent auf AHV-pflichtige Jahreseinkommen bis 853'200 Franken finanziert werden. Ziel ist es, das Rentenniveau der Übergangsgeneration zu halten und die Renten für tiefere Einkommen und Teilzeitbeschäftigte sofort zu verbessern.  Vorgesehen ist eine Übergangsgeneration (nächste 15 Jahre), die einen garantierten Zuschlag erhält. Danach soll der Bundesrat jährlich die Höhe des Rentenzuschlages abhängig von den vorhandenen Mitteln festlegen.

Gerade der letzte Punkt ist äusserst umstritten, da damit Beiträge im Umlageverfahren verteilt würden. In der beruflichen Vorsorge wäre das ein Novum, denn diese Form der Finanzierung wurde bisher nur in der ersten Säule angewendet.

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Warum sich die Jungen nicht

Warum sich die Jungen nicht beklagen müssen

Die jungen Verdienenden werden in der zweiten Säule unvorteilhaft behandelt. Doch sie sind auch selber schuld.

28.07.2019 20:29

Von Claude Chatelain

In einem Pariser Café beim Centre Pompidou kam ich vergangene Woche mit einem Kellner ins Gespräch. Mein Akzent verriet meine Herkunft. So erzählte er mir, dass er einst in Zinal gearbeitet habe. Vergnügt sprach ich ihn auf das höhere Rentenalter an, über das in Frankreich derzeit heftig debattiert wird.

Unglaublich, wie sich der Mann über die Babyboomer echauffierte. Sie konnten früh in Rente und es gut haben. Aber sie, die Jüngeren, müssen für die Alten schuften und könnten erst später in Rente gehen.

In der Schweiz bin ich nie einem jungen Menschen begegnet, der sich derart über die Privilegien der Nachkriegsgeneration ereiferte. Dabei gäbe es Grund genug, wenn man bedenkt, dass der arbeitenden Bevölkerung in der beruflichen Vorsorge jährlich geschätzte 7 Milliarden Franken entgehen, um nicht gedeckte Renten der Babyboomer zu finanzieren.

Damit wären wir beim ominösen Umwandlungssatz, der im Interesse der Jungen schon längst hätte gesenkt werden müssen. Kürzlich hat sich der Arbeitgeberverband mit den Gewerkschaften darauf geeinigt, den gesetzlichen Umwandlungssatz auf 6 Prozent zu senken, wie das schon in der gescheiterten Altersvorsorge 2020 vorgesehen war. Mit diesem Prozentsatz wird das Pensionskassenkapital in eine Rente umgerechnet. Auf 100'000 Franken gibts bei einem Satz von 6,8 Prozent 6800 Franken im Jahr. Eine Senkung ist eigentlich unbestritten - glaubte ich.

Nun sagt doch die Wirtschaftsprofessorin Monika Bütler im Interview mit der NZZ, nichts tun wäre für viele Pensionskassen die bessere Option.

Ihre Kritik richtet sich vorab an den pauschalen Zuschlag von 0,5 Prozent des AHV-pflichtigen Einkommens für die ersten 15 Neurentner-Jahrgänge. Damit werden die Älteren zulasten der Jüngeren subventioniert. Zudem macht die Ökonomin darauf aufmerksam, dass viele Pensionskassen den Umwandlungssatz schon gesenkt haben. Dies ist möglich, weil die meisten Vorsorgeeinrichtungen überobligatorische Leistungen anbieten, die nicht dem gesetzlichen Mindestumwandlungssatz unterliegen.

Laut Bütler ist die ausgehandelte Reform ein "Unding für Personen, die in Kassen versichert sind, die den Umwandlungssatz schon gesenkt haben". Denn die Senkung wurde in vielen Fällen mit einmaligen Zuschüssen kompensiert. Bezahlt haben diese Zuschüsse wenig überraschend die Arbeitgeber und jüngeren Arbeitnehmer.

"Für eine Mehrheit der Jungen in den meisten Pensionskassen ist diese Lösung sehr ungerecht", sagt Bütler. Recht hat sie. Die Jungen sind es, die in der zweiten Säule unvorteilhaft behandelt werden. Doch im Unterschied zum Kellner in Paris haben sie sich nicht zu beklagen. Die Jungen haben an der Urne wiederholt mitgeholfen, eine Senkung des Umwandlungssatzes zu vereiteln. So am 7. März 2010, so ebenfalls am 24. September 2017. Selber schuld.

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