Türkei

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Lira unverändert nach Rating

Lira unverändert nach Rating-Herabstufung der Türkei

Die türkische Lira hat sich von der Rating-Herabstufung des Landes unbeeindruckt gezeigt. Mit 5,97 Lira kostete ein Dollar am Montag ungefähr so viel wie am Freitag, als die Ratingagenturen Moody's und S&P die Kreditwürdigkeit der Türkei noch tiefer in die Ramschzone herabgestuft hatten.

20.08.2018 07:58

Für Aktienanleger bietet sich keine Chance, auf die Herabstufung zu reagieren, denn die Börsen in dem Land am Bosporus bleiben wegen des islamischen Opferfestes die ganze Woche geschlossen. Die türkische Lira hat seit Jahresbeginn rund 40 Prozent zum Dollar verloren.

S&P begründete ihre Entscheidung mit der extremen Volatilität der türkischen Währung. Für das kommende Jahr sagte die Agentur eine Rezession voraus. Das Rating wurde von "BB-" auf "B+" gesenkt, der Ausblick blieb stabil.

Moody's erklärte, die staatlichen Institutionen der Türkei würden geschwächt, wodurch die Vorhersagbarkeit der türkischen Politik schwieriger werde. Das Rating wurde auf "Ba2" auf "Ba3" herabgesetzt, der Ausblick auf negativ geändert. Ein schlechteres Rating zieht üblicherweise steigende Kosten für die Verschuldung nach sich.

(AWP)

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Weshalb der türkische

Weshalb der türkische Schuldenberg zum Problem wird

Türkische Grossunternehmen, Banken und der Staat haben Fremdwährungsanleihen im Volumen von mindestens 16 Milliarden Dollar begeben. Sie werden nächstes Jahr zur Rückzahlung fällig. Das ist ein Problem.

20.08.2018 03:30

Der bis Ende des nächsten Jahres fällige Betrag setzt sich hauptsächlich aus Anleihen (Obligationen) zusammen, die von türkischen Finanzinstituten emittiert wurden. Dazu gehören herkömmliche Anleihen und islamische Sukuk-Anleihen mit einem Wert von mindestens 100 Millionen Dollar zum Zeitpunkt der Emission. Das zeigen Daten, die Bloomberg zusammengestellt hat.

Investoren beobachten genau, ob die türkischen Banken und andere Unternehmen Zugang zu den ausländischen Finanzmitteln behalten, die sie benötigen, um die Wirtschaftsaktivität angesichts des Einbruchs der Landeswährung am Laufen zu halten.

"Bisher hat sich eine Währungskrise nicht in eine Schuldenkrise verwandelt", schreiben Stuart Culverhouse und Hasnain Malik, Analysten bei Exotix Partners, in einem Bericht. Die niedrige Staatsverschuldung des Landes, mit 28 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, "könnte etwas Trost bieten, und das Land hat Munition in Form von offiziellen Rücklagen in Höhe von 98 Milliarden Dollar", schreiben sie.

Wird die Währungskrise zur Schuldenkrise?

Angesichts der Tatsache, dass sich die Türkei auf Aussenfinanzierung verlässt, könnte sich eine Währungskrise in eine Schuldenkrise verwandeln, schreiben sie, insbesondere für jene Unternehmen, die stark fremdfinanziert sind und besonders empfindlich auf Devisenbewegungen reagieren.

Coca-Cola Icecek ist als Erste dran, mit einer vorrangigen unbesicherten Anleihe über 500 Millionen Dollar, die am 1. Oktober fällig wird. Das Unternehmen refinanzierte die Papiere im vergangenen September, um die Laufzeit zu günstigeren Konditionen als bisher bis 2024 zu verlängern, und verfügt nun über "mehr als ausreichende Hartwährungs-Barmittel", um ihre Verpflichtungen erfüllen zu können, wie CCI am Dienstag mitteilte.

Fitch Ratings bestätigte die Bonitätsnote des Unternehmen in dieser Woche mit "BBB-" und einem negativen Ausblick, wies aber darauf hin, dass alle Aktivitäten von CCI in Schwellenländern basiert sind.

Im nächsten Jahr gibt es eine starke Konzentration fällig werdender Anleihen von türkischen Emittenten, wie Daten von Bloomberg zeigen. Die Bank Türkiye Garanti Bankasi hat drei Anleihen mit einem Volumen von 1,4 Milliarden Dollar im Umlauf, die zwischen Februar und Oktober fällig werden. Von der türkischen Regierung wird ein Sukuk über 1,25 Milliarden Dollar im Oktober fällig. Darüber hinaus laufen drei auf Dollar und Euro lautende Anleihen mit nominal 4,4 Milliarden Dollar zwischen März und November aus.

(Bloomberg)

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Türkei wirft USA gezielten

Türkei wirft USA gezielten Wirtschaftskrieg gegen Türkei vor

Die Regierung in Ankara hat den USA vorgeworfen, einen gezielten Wirtschaftskrieg gegen die Türkei zu führen. Dies bewiesen die jüngsten Aussagen des Nationalen Sicherheitsberaters der USA, erklärte der Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch in einer schriftlichen Stellungnahme an die Nachrichtenagentur Reuters.

23.08.2018 06:41

Zudem hätten die USA gezeigt, dass sie mit ihren Sanktionen und wirtschaftlichen Strafmassnahmen einen weltweiten Handelskrieg anzetteln wollten. Die jüngste US-Politik stehe im Widerspruch zu den Prinzipien und Werten des Sicherheitsbündnisses Nato. Der Erdogan-Sprecher verbat sich zudem eine Einmischung der USA in die Abläufe der türkischen Justiz im Fall des inhaftierten US-Pastors Andrew Brunson.

Der Nationale Sicherheitsberater und enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hatte Reuters zuvor gesagt, die Türkei habe mit der Festnahme von Brunson einen "schweren Fehler" begangen. Der Pastor müsse ohne Bedingungen und sofort freigelassen werden. Trump hat unter Hinweis auf den Fall Sanktionen gegen die Türkei verhängt. Beide Staaten sind Mitglied der Nato.

(AWP)

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Türkische Notenbank begrenzt

Türkische Notenbank begrenzt Bankenliquidität

Die Notenbank der Türkei hat den Zugriff der heimischen Banken auf liquide Mittel wieder etwas begrenzt. Wie die Währungshüter am Mittwoch mitteilten, gilt erneut eine Höchstgrenze an Übernachtliquidität, auf die die Geschäftsbanken am Interbanken- und Geldmarkt zugreifen können. Sie liegt jedoch doppelt so hoch wie die ursprüngliche Grenze. Diese hatte die Notenbank am 13. August aufgehoben, um den Banken in der Lira-Krise mit Liquidität unter die Arme zu greifen.

29.08.2018 10:27

Mit ihrem aktuellen Schritt nimmt die Zentralbank also einen Teil ihrer Mitte August ergriffenen Krisenmassnahmen wieder zurück. Sie geht dabei vorsichtig vor, indem sie den Banken ein recht hohes Liquiditätslimit einräumt. Auf Zinsanhebungen, die Volkswirte zur Bekämpfung der Lira-Krise als notwendig erachten, deutet nach wie vor wenig hin. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist strikt dagegen./bgf/jkr/fba

(AWP)

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Türkei muss bis Mitte 2019

Türkei muss bis Mitte 2019 über 150 Milliarden Euro zurückzahlen

In der Türkei werden nach Analystenschätzungen bis Mitte nächsten Jahres umgerechnet rund 153 Milliarden Euro an Auslandsschulden fällig. Das entspricht fast einem Viertel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes.

29.08.2018 14:55

Wie die Analysten der US-Investmentbank J.P. Morgan am Mittwoch in einer Studie ausführen, entfällt der Grossteil der Summe auf den Privatsektor - insbesondere auf Banken. Nur umgerechnet 3,7 Milliarden Euro seien Schulden von öffentlichen Stellen.

"Der Finanzierungsbedarf in den nächsten Monaten ist gross und der Zugang zu den Märkten ist problematisch geworden", warnen die Experten. Umgerechnet rund 27 Milliarden Euro müssen nach Berechnungen von J.P. Morgan bereits bis zum Ende dieses Jahres zurückgezahlt werden. Bei Verbindlichkeiten von etwa 93 Milliarden Euro, die bis Juli 2019 beglichen werden müssten, bestehe ein Finanzierungsrisiko.

Seit Wochen steht die türkische Währung unter Druck. Seit Januar büsste die Lira zum Dollar fast 40 Prozent an Wert. Um die Liquidität der heimischen Banken zu sichern, hat die türkische Notenbank Mitte August die Geldschleusen geöffnet und den Instituten eine ausreichende Liquiditätsversorgung zugesichert.

Hinter dem Lira-Verfall steht unter anderem ein Streit zwischen den Regierungen in Ankara und Washington wegen der Inhaftierung eines US-Pastors in der Türkei. Zudem sehen Investoren zunehmend die Unabhängigkeit der türkischen Notenbank in Gefahr.

(Reuters)

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Lira-Krise: Österreichische

Lira-Krise: Österreichische Notenbank bietet Türkei Expertise an

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) bietet der türkischen Notenbank in der aktuellen Währungskrise ihre Hilfe an. "Es ist sicherlich keine einfache Situation, aber sie ist nicht unlösbar", sagte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny am Freitag am Rande des Forum Alpbach. "Bei Bedarf sind wir bereit, unsere Expertise einzubringen."

31.08.2018 07:43

Die OeNB habe bei der "Vienna Initiative" mitgeholfen, "eine schwierige Situation" im Bankensektor in Osteuropa zu entschärfen. Ein ähnliches Vorgehen kann sich Nowotny auch für die Türkei vorstellen. Die "Vienna Initiative" sei ein "interessantes Modell", weil auch die Gläubigerbanken ins Boot geholt wurden.

Die Initiative schaffte es in der Wirtschaftskrise 2009 und danach, die Finanzstabilität Mittel- und Osteuropas aufrecht zu erhalten. Vor allem multinationale Bankgruppen hatten zugesichert, ihr Engagement in der Region beizubehalten und ihre Töchterbanken unter Mithilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU zu rekapitalisieren./cri/pro/APA/bgf

(AWP)

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Anleger fordern Erdogan

Anleger fordern Erdogan-Kurswechsel in Wirtschaftspolitik

Eine ausufernde Inflation und eine Landeswährung im freien Fall: Die Türkei schlittert Experten zufolge in eine Wirtschaftskrise.

12.09.2018 15:43

Die Schlüsselfigur im Kampf dagegen ist Präsident Recep Tayyip Erdogan, der das Investorenvertrauen bislang allerdings nicht zurückgewinnen konnte. Anleger sehen nur in einem radikalen Kurswechsel Erdogans eine Chance, die Krise noch zu stoppen. Vor allem die vom Präsidenten immer wieder kritisierte türkische Notenbank müsse geldpolitisch endlich in die Offensive gehen.

Unicredit-Ökonom Erik Nielsen sagt, Erdogan müsse als erstes den Streit um einen in der Türkei inhaftierten US-Pastor beenden. Der seit dem Sommer über weitreichende Vollmachten verfügende Erdogan scheint im Clinch mit US-Präsident Donald Trump bislang aber hart bleiben zu wollen. So wirft Erdogan Trump vor, einen Wirtschaftskrieg gegen sein Land zu führen. Er hat seine Landsleute aufgerufen, US-Produkte wie Coca-Cola und Apple zu boykottieren. Den Lira-Absturz will Erdogan stoppen, indem Türken Dollar in Lira tauschen sollen. Die Exportunternehmen verpflichtete er, 80 Prozent ihrer Deviseneinnahmen im Ausland in Lira umzuwandeln. Das könnte Exporteure, die etwa Rohstoffe im Ausland einkaufen oder Kredite in fremden Währungen abzahlen müssen, stark belasten.

Höhere Zinsen, strengere Haushaltsdisziplin

"Erdogan muss die logischen Grundlagen einer wirtschaftlichen Politik anerkennen, inklusive deutlich höherer Zinsen und strenger Haushaltsdisziplin", fordert Ökonom Nielsen. Das sei vor allem wichtig, wenn das Land seinen Finanzbedarf nur mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds bewältigen könne. Aber ein solches Zugehen auf den IWF lehnt der türkische Präsident ab. "Wann Erdogan seine wirtschaftspolitische Haltung ändern wird, ist nicht absehbar, er könnte versuchen abzuwarten bis die lokalen türkischen Wahlen gelaufen sind, was im März kommenden Jahres sein könnte", so Nielsen. Doch der Druck sei angesichts der hohen Schuldenlast immens, schlimmstenfalls drohten Anfang 2019 Zahlungsausfälle und in Folge eine schwerwiegende Wirtschaftskrise. "Ich nehme an und hoffe, dass es Leute um Erdogan herum gibt, die ihm das erklären können und werden."

Auch der türkische Finanzminister Berat Albayrak konnte die Zweifel bislang nicht zerstreuen. Zwar bekannte sich der Schwiegersohn Erdogans vor Investoren in einer vielbeachteten Telefonkonferenz zu einer strengen Haushaltsdisziplin. Auch werde es nicht zu Kapitalverkehrskontrollen kommen. Doch die Skepsis bleibt. "Er hat die richtigen Sachen gesagt, aber es ist eine Sache darüber zu reden und eine andere, es auch umzusetzen", sagt Analyst Sailesh Lad von der Investmentgesellschaft des französischen Versicherers Axa. "Er sprach von einem Plan, um die Dinge anzugehen, aber wir brauchen Details dazu."

Lasche Zentralbankreaktion könnte Krise verschärfen

Investoren sind uneins, ob die Lira ihren Boden bereits gefunden hat oder ob der Absturz nach rund 40 Prozent seit Jahresbeginn weitergehen wird. Eine zentrale Rolle spielt dabei die türkische Zentralbank, die am Donnerstag erneut tagt. "Weitere massive Verluste der Lira sind nahezu unvermeidlich, wenn die Zentralbank nicht auf einen restriktiveren Kurs einschwenkt", sagt Jan Bopp vom Schweizer Bankhaus Sarasin. "Aber das wird nur passieren, wenn Erdogan begreift, dass die Finanzmärkte ihm keine andere Wahl lassen."

Erdogan bezeichnet sich selbst gerne als Gegner von Zinsen, sieht in einer Anhebung einen Wachstumskiller. Investoren sorgen sich deshalb um die Unabhängigkeit der Notenbank und hoffen auf ein klares Zeichen. Im Juli hatten die Zentralbanker die Zinsen nicht angetastet. "Ohne eine angemessene Reaktion - also eine Zinserhöhung um 300 bis 400 Basispunkte - wird die Lira weiter abwerten und sich das Risiko der Einführung von Kapitalverkehrskontrollen erhöhen", so Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Aktuell liegt der Schlüsselsatz bei 17,75 Prozent.

Auch die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs hoffen auf einen grossen Schritt. "Bislang sind wir enttäuscht, was das Ausmass der Zinsschritte angeht und wir stellen uns darauf ein, wenig beeindruckt zu werden", sagt Marie Cardoen von Goldman Sachs Asset Management. Und fügt mit Blick auf eine Zinserhöhung hinzu: "Je höher, desto besser für Investoren und Wirtschaft."

Am Schicksal der Lira hängen auch andere aufstrebende Schwellenländer wie Brasilien, Argentinien, Indien oder Südafrika. Denn ihre Währungen sind ebenfalls unter Druck geraten, da sich einige Investoren generell aus der Anlageklasse verabschieden. Wegen der Straffung der US-Geldpolitik fliesst weniger ausländisches Kapital in die aufstrebenden Volkswirtschaften. "Es ist die übliche Schwellenländer-Geschichte, bei der die Leute aufwachen, eine schlechte Nachricht in einem Land hören und einfach alles verkaufen", sagt Bart Turtelboom, Chef der Investmentfirma APQ Global. Bleibt Erdogan also stur, könnte die Krise noch viel grösser werden.

(Reuters)

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Anleger schicken türkische Lira wieder auf Talfahrt

Die türkische Währung verliert nach der Vorstellung des neuen Wirtschaftsprogramms erneut deutlich an Wert.

Aus Enttäuschung über das mit Spannung erwartete neue Wirtschaftsprogramm der Türkei haben sich Anleger von der Lira getrennt. Die türkische Währung verlor am Freitag an Wert, der Dollar verteuerte sich im Gegenzug um fast zwei Prozent auf 6,2857 Lira.

Devisen-Analyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank führte den erneuten Kursrückgang darauf zurück, dass in der Rede von Finanzminister Berat Albayrak am Donnerstag Details gefehlt hätten. Zweifelhaft sei auch, ob die Zentralbank dazu fähig sei, mit weiteren Zinssteigerungen auf eine höhere Inflation zu reagieren.

Positiv sei zu werten, dass Albayrak Handlungsbedarf erkannt habe, fügte der Analyst hinzu. Ausserdem habe er die Wachstumsprognosen für die Wirtschaft zurückgenommen und treffe Finanzplanungen nicht länger auf «unsinnigen Annahmen».

Geringeres Wachstum veranschlagt

Albayrak rechnet nun mit einem Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent in diesem Jahr und von 2,3 Prozent im kommenden Jahr. Bisher war jeweils ein Plus von 5,5 Prozent veranschlagt worden. Der Schwiegersohn von Staatschef Recep Tayyip Erdogan kündigte an, notwendige Massnahmen ergreifen zu wollen, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu überwinden.

(reuters/gku)

 

https://www.handelszeitung.ch/invest/anleger-schicken-turkische-lira-wie...

 

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Türkische Regierung will hohe

Türkische Regierung will hohe Inflation senken

Der türkische Finanzminister Berat Albayrak hat in einem einem Wirtschaftsprogramm ehrgeizige Ziele zur Bekämpfung der hohen Inflation gesetzt.

20.09.2018 13:15

Man wolle die Teuerung - die derzeit bei rund 18 Prozent liegt - bis 2021 schrittweise auf 6 Prozent senken, kündigte Albayrak am Donnerstag in Ankara an. Allerdings nannte er keine konkreten Massnahmen, wie er dieses Ziel erreichen wolle. Die türkische Lira hatte zuletzt auch im Verhältnis zu anderen Währungen stark an Wert verloren. Ein Programm gegen die Inflation werde bald vorgestellt.

Wie aus der Präsentation Albayraks hervorging, senkte die Türkei zudem ihre Wachstumsziele für 2019. Während das Land für das laufende Jahr noch von einem Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent ausgeht, wird 2019 nur noch mit einem Plus von 2,3 Prozent gerechnet. Die Lira gab nach der Bekanntgabe dieser Prognose erneut leicht nach.

Starke Zinserhöhung

Die Türkei steckt seit Monaten in einer Währungskrise. In der vergangenen Woche hatte die Zentralbank den Leitzins überraschend stark um 6,25 Punkte auf 24 Prozent angehoben. Höhere Zinsen sollen etwa die weitere Zunahme der Geldmenge in der Inflation begrenzen und die Währung stützen, indem Investitionen im Land aus Sicht ausländischer Anleger wieder attraktiver werden.

Der Lira-Kurs erholte sich jedoch nur zwischenzeitlich. Die Zentralbank hatte sich mit der Zinserhöhung zudem gegen die Linie von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gestellt, der niedrige Zinsen fordert. Albayrak betonte am Donnerstag erneut, dass die Notenbank unabhängig sei. In einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" schrieb er zudem, dass er die Währungskrise als überwunden betrachte und sich eine Ausweitung der Zollunion mit Europa wünsche.

Erst im Juni hatten die EU-Staaten beschlossen, wegen der politischen Situation in der Türkei vorerst keine Verhandlungen über den Ausbau der Zollunion aufzunehmen. Am Freitag trifft sich Albayrak mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin.

(AWP)

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EU-Kommission: Keine

EU-Kommission: Keine Wirtschaftshilfen für die Türkei

Die EU-Kommission in Brüssel hat sich kurz vor dem Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland gegen Wirtschaftshilfen für die kriselnde Türkei ausgesprochen.

26.09.2018 07:26

 Der zuständige EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn sagte der "Welt" (Mittwoch): "Die Situation kann nicht dadurch gelöst werden, dass die EU oder einzelne Mitgliedstaaten Hilfspakete oder Kredite an Ankara vergeben." Er sehe einfach keine Notwendigkeit, "dass wir hier einspringen". Die aktuellen wirtschaftlichen Probleme der Türkei seien im Grunde genommen hausgemacht.

Die Türkei leidet seit Monaten unter einer hohen Inflation und einem massiven Werteverfall ihrer Währung. Die angespannte wirtschaftliche Lage soll auch bei den Gesprächen des türkischen Staatspräsidenten Erdogan in Deutschland in dieser Woche beraten werden.

Erdogan trifft am Donnerstag in Deutschland ein. Das offizielle Programm des Staatsbesuchs beginnt erst am Freitagmorgen. Erdogan wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren empfangen. Am Abend soll es ein Staatsbankett geben. Erdogan trifft auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie führende deutsche Wirtschaftsvertreter.

Hahn sagte der "Welt", die EU habe ein starkes Interesse an einer stabilen und prosperierenden Türkei. "Eine solide Geldpolitik, eine unabhängige Notenbank und die nachhaltige Wahrung demokratischer Grundsätze würden helfen, damit es mit der Wirtschaft wieder bergauf geht", betonte der Kommissar aus Österreich. Wenn Vertrauen in Politik und Wirtschaft zurückkehre, würden westliche Unternehmen auch wieder stärker in der Türkei investieren.

(AWP)

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Türkischer Finanzminister

Türkischer Finanzminister will Anti-Inflationsprogramm vorlegen

Der türkische Finanzminister Berat Albayrak hat ein Programm zur Bekämpfung der hohen Inflation in seinem Land angekündigt.

07.10.2018 12:13

Das berichtete am Sonntag die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf den Minister, der der Schwiegersohn von Präsident Recep Tayyip Erdogan ist.

Mitte vergangener Woche waren neue amtliche Zahlen bekanntgeworden, nach denen die Preissteigerungsrate im September mit fast 25 Prozent den höchsten Stand sei 15 Jahren erreicht hat. Dem Preisanstieg will Albayrak nun mit einem umfassenden Programm entgegentreten, das er in der nächsten Woche vorlegen will. Der Minister hatte jüngst von einer bevorstehenden Periode gesprochen, in der die Wirtschaft wieder ins Gleichgewicht gebracht werden solle. Dabei werde es bei der Budget-Disziplin keinerlei Kompromisse geben.

Die im Ausland hoch verschuldete Türkei steckt seit geraumer Zeit in schwerwiegenden Finanz- und Währungsproblemen. Die heimische Lira hat seit Jahresbeginn rund 40 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Die Wachstumsprognosen hat die Regierung vor kurzem bereits deutlich zurückgenommen.

(Reuters)

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Türkische Notenbank lässt

Türkische Notenbank lässt Leitzins unverändert

25.10.2018 13:33

ANKARA (awp international) - Die türkische Notenbank hat ihren Leitzins trotz der hohen Inflation nicht angetastet. Der Zins für einwöchiges Notenbankgeld liege unverändert bei 24,0 Prozent, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Ankara mit. Experten hatten dies mehrheitlich erwartet. Die türkische Lira legte in einer ersten Reaktion zum US-Dollar um etwa ein Prozent zu.

Zugleich signalisierte die Zentralbank ihre Bereitschaft zu weiteren Zinsanhebungen, falls dies erforderlich werden sollte. Im September hatte die Notenbank ihren Leitzins kräftig um 6,25 Punkte auf das aktuelle Niveau angehoben. Grund war der heftige Sinkflug der Lira, der die Inflation über teurere Einfuhren angeheizt hat. Die Schwäche der Lira wiederum hatte mehrere Gründe, darunter wiederholte Angriffe von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf die Unabhängigkeit der Notenbank.

Die Lira hat ihren Sinkflug in den vergangenen Wochen nicht nur gestoppt, sondern sich auch etwas erholen können. Experten nennen als Gründe das bessere Verhältnis der Türkei zu westlichen Ländern, insbesondere zu den USA und die generell weniger skeptische Haltung der Finanzmärkte gegenüber den Schwellenländern. Das amerikanisch-türkische Verhältnis war durch die Inhaftierung eines amerikanischen Pastors in der Türkei belastet worden, der mittlerweile auf freiem Fuss ist und in die USA zurückkehren durfte./bgf/jkr/jha/

(AWP)

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Türkische Inflation fällt

Türkische Inflation fällt erneut leicht auf rund 20 Prozent

Nach Monaten des starken Anstiegs ist die türkische Inflationsrate zum zweiten Mal in Folge leicht gesunken.

03.01.2019 11:05

Wie das Statistikamt am Donnerstag bekannt gab, fiel sie im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 20,3 Prozent. Im Oktober war die Teuerungsrate noch zum ersten Mal seit 15 Jahren auf über 25 Prozent geklettert.

Vor allem der Absturz der türkischen Landeswährung Lira - unter anderem durch ein schweres, aber mittlerweile beigelegtes Zerwürfnis mit den USA - hatte die Inflation in der Türkei stark steigen lassen. Die Währungskrise verteuert Einfuhren, auf die das Land stark angewiesen ist.

Die Lira hat sich zwar in den vergangenen Wochen nach dem schweren Absturz im Spätsommer leicht erholt. Ein kurzzeitiger heftiger Kurseinbruch am Donnerstag aufgrund allgemeiner Verunsicherung am Devisenmarkt zeigte aber, dass die Währung nach wie vor instabil ist.

(AWP)

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Trump droht Türkei mit

Trump droht Türkei mit wirtschaftlicher Zerstörung

US-Präsident Donald Trump droht der Türkei für den Fall eines Angriffs auf die kurdischen Milizen in Nordsyrien mit wirtschaftlicher Zerstörung.

14.01.2019 08:28

Umgekehrt wolle er aber auch nicht, dass die Kurden die Türkei provozierten, schrieb Trump am Sonntagabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Er sprach sich zugleich dafür aus, eine 20 Meilen (gut 32 Kilometer) breite Sicherheitszone zu schaffen. Die Türkei appellierte umgehend an die USA, die strategische Partnerschaft der beiden Nato-Staaten zu respektieren. Trumps Äußerungen setzten die türkische Währung unter Druck. Die Lira gab rund ein Prozent zum Dollar nach.

"Terroristen können nicht Ihre Partner und Verbündeten sein", schrieb der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, ebenfalls auf Twitter an die Adresse Trumps. Die Türkei wolle nicht, dass das Verhältnis zu den USA durch "terroristische Propaganda" belastet werde.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA sind angespannt: Die USA unterstützen in Nordsyrien die Kurdenmiliz YPG im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Türkei sieht die YPG als Terrororganisation an und hat angekündigt, sie zu zerschlagen.

Seit der Ankündigung des Abzugs der US-Truppen aus Syrien gibt es Sorge vor einem dadurch entstehenden Sicherheitsvakuum im Norden und Osten Syriens. Die Kurden befürchten nach einem US-Abzug eine Offensive der Türkei auf syrischem Gebiet.

Die türkische Armee hatte am Wochenende ihre Truppen an der Grenze zur nordsyrischen Provinz Idlib weiter verstärkt. Türkische Sicherheitsvertreter wollten sich aber nicht dazu äußern, ob dies die Vorbereitung auf einen Einsatz jenseits der Grenze ist. 

(Reuters)

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Inflationsrate in Türkei

Inflationsrate in Türkei bleibt vor Kommunalwahlen auf hohem Niveau

Knapp einen Monat vor den wichtigen Kommunalwahlen kämpft die Türkei weiter mit stark steigenden Preisen. Die Inflationsrate ist zwar leicht gesunken, sie bleibt aber auf einem hohen Niveau. Im Februar lag die Jahresteuerung bei 19,67 Prozent, wie das Statistikamt in Ankara am Montag mitteilte. Im Januar lag die Rate bei 20,35 Prozent.

04.03.2019 09:26

Lebensmittel und nicht alkoholische Getränke verzeichnen wie im Vormonat eine besonders hohe Teuerungsrate, im Februar lag sie bei 29,25 Prozent. Angesichts der schnell steigenden Lebensmittelpreise hatte die Regierung vor etwa drei Wochen damit begonnen, billiges Gemüse direkt an die Bürger zu verkaufen. Sie richtete dazu Verkaufsstellen in der Hauptstadt Ankara und in Istanbul ein.

Die wirtschaftliche Lage ist eines der Hauptthemen bei den Kommunalwahlen am 31. März. Am Samstag hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan auf einer Wahlkampfveranstaltung gesagt, er wolle die Inflation auf sechs bis sieben Prozent drücken. Wie genau er das erreichen will, liess er jedoch offen.

Im Sommer hatte unter anderem ein Zerwürfnis mit den USA zu einer Währungskrise in der Türkei geführt. Im Oktober war die Teuerungsrate zum ersten Mal seit 15 Jahren auf über 25 Prozent geklettert./jam/DP/stw

(AWP)

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Erdogan droht den Akteuren am

Erdogan droht den Akteuren am Devisenmarkt

Am Freitag verzeichnete die türkische Lira den grössten Kurssturz an einem einzigen Tag seit Beginn der Währungskrise im August. Präsident Recep Tayyip Erdogan droht Währungsspekulanten nun mit Konsequenzen.

25.03.2019 07:33

Diejenigen in der Finanzbranche, die Devisen kauften und auf einen Kursverfall der türkischen Lira setzten, würden einen "hohen Preis" zahlen müssen, sagte Erdogan am Sonntag in Istanbul. Das Finanzministerium arbeite bereits an entsprechenden Maßnahmen.

"Einige Leute" hätten damit begonnen, die Türkei zu provozieren, sagte der Präsident auf einer Wahlkampfveranstaltung. Sie versuchten gemeinsam mit ihren Kompagnons in der Türkei auf einen Kursverfall der Lira gegenüber ausländischen Währungen hinzuwirken.

Der Kurs der Lira hatte am Freitag um mehr als vier Prozent gegenüber dem Dollar verloren. Das war der größte Kurssturz an einem einzigen Tag seit Beginn der Währungskrise im August. Die Entwicklung nährte die Besorgnis, dass immer mehr Türken ausländische Währungen kaufen. Am Montag nun erholt sich die Lira leicht. Sie steigt rund 1,5 Prozent im asiatischen Handel.

Die Lira war 2018 unter Druck geraten, da Investoren nach Verbalattacken Erdogans an der Unabhängigkeit der Zentralbank zweifelten. Zudem verstärkten politische Spannungen zwischen der Türkei und den USA die Konjunktur-Sorgen. 

(Reuters)

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Führende US-Senatoren drohen

Führende US-Senatoren drohen Türkei mit Sanktionen

Führende US-Senatoren haben dem Nato-Partner Türkei mit Sanktionen gedroht, sollte Präsident Recep Tayyip Erdogan das russische Raketenabwehrsystem S-400 kaufen. Die Türkei müsse zwischen dem US-Kampfjet F-35 und dem russischen S-400-System wählen, hiess es in einem am Dienstag veröffentlichten Gastbeitrag der Senatoren Jim Inhofe, Jack Reed, Jim Risch und Bob Menendez für die "New York Times". "Sie wird nicht beides haben." Sollte die Entscheidung für das russische System ausfallen, "werden gegen die Türkei Sanktionen verhängt werden".

09.04.2019 22:00

Inhofe und Risch sind die republikanischen Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses und des Auswärtigen Ausschusses im Senat, Reed und Menendez sind die hochrangigsten Demokraten in den beiden Gremien. Die Senatoren warnten: "Sanktionen werden die türkische Wirtschaft schwer treffen." Sanktionen würden die internationalen Märkte erschüttern, ausländische Investitionen abschrecken und die Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie der Türkei lähmen.

"Ausserdem wird keine F-35 jemals türkischen Boden erreichen", heisst es in dem Beitrag. "Und die türkische Beteiligung am F-35-Programm, einschliesslich der Herstellung von Teilen, der Reparatur und der Wartung der Kampfflugzeuge, wird beendet werden." Türkische Firmen würden aus der Herstellungs- und Lieferkette ausgeschlossen. Man werde dafür alle notwendigen gesetzgeberischen Massnahmen ergreifen.

"Die Türkei ist ein wichtiger Partner im F-35-Programm, aber sie ist nicht unersetzlich", schrieben die Senatoren. Sie verwiesen darauf, dass die Türkei den Kauf von mehr als 100 F-35-Kampfjets plane und bereits mehr als 1,25 Milliarden Dollar (1,11 Milliarden Euro) in das Programm investiert habe. An dem F-35-Programm beteiligen sich neben den USA und der Türkei zwölf weitere Nationen. Das Flugzeug wird vom US-Rüstungskonzern Lockheed Martin produziert. Erdogan hält bislang am Kauf des russischen Raketenabwehrsystems fest./cy/DP/he

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Türkei wird nach Einschätzung

Türkei wird nach Einschätzung des IWF nicht um Finanzhilfe bitten

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht nicht davon aus, dass die wirtschaftlich angeschlagene Türkei in naher Zukunft um Unterstützung aus den Hilfstöpfen des Fonds bitten wird. "Wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass die Türkei überhaupt darüber nachdenkt, zum IWF zu kommen", sagte die Chefvolkswirtin des Weltwährungsfonds, Gita Gopinath, am Dienstag in Washington.

09.04.2019 21:59

Die türkische Volkswirtschaft stehe sicherlich unter Stress. Der IWF geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr sinkt. Allerdings werde auch eine Erholung im Jahr 2020 erwartet. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte mehrmals erklärt, er wolle auf keinen Fall internationale Hilfe des IWF beantragen.

Gegenwärtig werde dort über eine straffere Geldpolitik versucht, Effekte auf den Währungskurs und auf die Inflation abzufedern. Es habe bereits positive Auswirkungen gegeben, etwa bei der Handelsbilanz, sagte Gopinath.

Der türkische Finanzminister und Erdogan-Schwiegersohn Berat Albayrak will am Mittwoch einen Reformplan für die türkische Wirtschaft vorstellen. Die Volkswirtschaft ist arg gebeutelt, die Lira hatte Ende 2018 gegenüber dem US-Dollar fast ein Drittel ihres Wertes verloren./dm/DP/he

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Wahlbehörde ordnet

Wahlbehörde ordnet Wiederholung von Abstimmung in Istanbul an

Mehr als einen Monat nach der Kommunalwahl in der Türkei hat die Wahlkommission die Abstimmung in Istanbul annulliert und eine Wiederholung angeordnet. Damit gab sie am Montag einem Antrag der Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan statt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Demnach sollen die Bürger am 23. Juni erneut wählen. Die Hohe Wahlkommission (YSK) gab zunächst keine offizielle Erklärung ab.

06.05.2019 21:54

Der Politiker der grössten Oppositionspartei CHP, Ekrem Imamoglu, hatte die Kommunalwahl in Istanbul am 31. März knapp vor Ex-Ministerpräsident Binali Yildirim gewonnen. Erdogans AKP legte Beschwerde wegen angeblicher "Regelwidrigkeiten" ein. Die Wahlbehörde erkannte Imamoglus Sieg trotz zahlreicher Einsprüche der AKP im April an und erklärte ihn zum Bürgermeister. Allerdings wird ihm das Mandat nun wieder aberkannt, wie Recep Özel, AKP-Miglied der Wahlkommission, bestätigte.

Das wochenlange Gezerre um das Ergebnis in der grössten Stadt der Türkei wurde auch international aufmerksam verfolgt. Die Entscheidung der Wahlkommission stiess nun auf scharfe Kritik, auch aus Deutschland.

Özel sagte, die Kommission habe zwei Beschwerden der AKP stattgegeben, und unter anderem festgestellt, dass zahlreiche Vorsitzende der Wahlräte und deren Mitglieder keine Beamten waren. Das verstösst nach einer Änderung des Wahlgesetzes vom vergangenen Jahr gegen die Vorschriften. Die AKP hatte damals trotz Einspruchs der Opposition durchgesetzt, dass nur noch Staatsbedienstete Vorsitzende der Wahlräte sein dürfen.

Noch-Bürgermeister Imamoglu kündigte eine Erklärung an. Er reagierte zunächst gelassen und teilte ein Video auf Twitter, dass ihn beim Fastenbrechen mit einer Familie in Istanbul zeigt und sagte: "Alles wird sehr gut meine Bürger, meine lieben Leute. Alles wird gut." CHP-Vizechef Onursal Adigüzel zeigte sich dagegen empört: "Gegen die AKP bei der Wahl anzutreten ist erlaubt, aber gewinnen ist verboten", schrieb er auf Twitter. "Dieses System, das den Willen des Volkes mit Füssen tritt und die Justiz ignoriert, ist weder demokratisch noch legitim. Das ist schlicht und einfach eine Diktatur." In mehreren Bezirken Istanbuls standen die Menschen an den Fenstern und schlugen auf Töpfe und Pfannen - eine Protestform, die sich während der regierungskritischen Gezi-Proteste von 2013 etablierte hatte.

Istanbul wurde 25 Jahre lang von islamisch-konservativen Bürgermeistern regiert. Die Niederlage für die AKP war ein Gesichtsverlust für Erdogan, der selbst einst Bürgermeister von Istanbul war. Die Entscheidung der Wahlkommission könnte sich auch auf die ohnehin angeschlagene türkische Wirtschaft auswirken und zu einem weiteren Verfall der Lira führen. Die Türkei befindet sich seit Ende des Jahres in der Rezession. Die Inflation liegt konstant hoch bei rund 20 Prozent. Vor allem Lebensmittel werden immer teurer. Analysten sagen, die wirtschaftliche Lage habe zum schlechten Abschneiden der Regierungspartei in den Grossstädten beigetragen.

Präsident und AKP-Chef Erdogan hatte am Samstag erneut deutlich gemacht, dass er die Abstimmung in Istanbul für unrechtmässig hält. Es habe "Makel" und Korruption gegeben, sagte er. Diese zu "beseitigen", werde die Hohe Wahlkommission und die Nation erleichtern. Damit erhöhte er auch den Druck auf die Hohe Wahlkommission, dem Antrag auf Annullierung stattzugeben.

Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth reagierte empört auf die Entscheidung zur Neuwahl. "Die Entscheidung der Wahlkommission ist auch Ergebnis massivsten Drucks von ganz oben", sagte sie. Europarats-Präsident Thorbjorn Jagland teilte mit: "Die Entscheidung des Hohen Wahlrates hat das Potenzial, das Vertrauen der türkischen Wähler in die Wahlbehörden schwer zu beschädigen." Die notwendigen Voraussetzungen für freie und faire Wahlen müssten vor dem Wahltag überprüft werden und nicht danach.

Landesweit wurde Erdogans AKP bei der Kommunalwahl stärkste Partei. Allerdings verlor sie in Metropolen Zuspruch. Vier der fünf grössten Städte des Landes gingen an die Opposition. Nach Ansicht von Beobachtern des Europarats verlief die Kommunalwahl an sich zwar grundsätzlich geordnet, allerdings kritisierten sie die Umstände der Wahl wie mangelnde Meinungs- und Pressefreiheit. Ein Grossteil der Medien wird direkt oder indirekt von der Regierung kontrolliert.

Rund 57 Millionen Türken waren am 31. März dazu aufgerufen, in 81 Provinzen Bürgermeister, Gemeinderäte und andere Kommunalpolitiker zu wählen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 84 Prozent./jam/DP/he

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Türkei schreibt eintägige

Türkei schreibt eintägige Verzögerung bei Devisengeschäften vor

Die türkische Bankenaufsicht BDDK hat eine eintägige Verzögerung bei Devisengeschäften mit einem Volumen von mehr als 100'000 Dollar für Einzelpersonen eingeführt.

21.05.2019 06:30

Die ab Dienstag geltende Vorschrift solle unter anderem zur Stabilität der Finanzmärkte beitragen und "potenzielle spekulative Geschäfte" verhindern, hieß es am Montag in einem Schreiben der BDDK.

Der Schritt könnte allerdings Befürchtungen über Kapitalkontrollen in dem Land wecken, deren Währung in den vergangenen Monaten wegen der jüngsten Krisen deutlich zum Dollar verloren hat. 

(Reuters)

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Erdogan verspricht kräftige

Erdogan verspricht kräftige Senkung der Leitzinsen in der Türkei

Die Leitzinsen in der Türkei werden laut Präsident Tayypip Recep Erdogan deutlich sinken. Man wolle die Inflation bis Ende des Jahres von über 15 Prozent auf einen einstelligen Prozentsatz reduzieren.

15.07.2019 06:15

So zitierte der Sender Habertürk den Staatschef am Sonntag. Erdogan habe auch ein bestimmtes Ziel für den Schlüsselzins für den gleichen Zeitraum. Sobald der Zins niedriger liege, werde auch die Preisbeschleunigung deutlich zurückgehen, fügte er hinzu. Der Präsident hatte vor rund einer Woche überraschend Notenbank-Gouverneur Murat Cetinkaya abberufen.

Dieser sei nicht den Anweisungen gefolgt, begründete er den Schritt. Cetinkaya wurde durch den bisherigen Vize Murat Uysal ersetzt. Uysal gilt als Befürworter einer lockeren Geldpolitik. Analysten halten es für möglich, dass die Währungshüter nun unter neuer Führung auf ihrem Treffen am 25. Juli eine Zinssenkungsrunde einleiten. Von Reuters befragte Volkswirte rechnen mit einer Senkung um zwei Prozentpunkte.

Erdogan hatte wiederholt Druck auf die Notenbank ausgeübt und sie immer wieder ohne Erfolg zu einer Lockerung ihrer Geldpolitik aufgefordert. Die Leitzinsen liegen bereits seit September 2018 bei 24 Prozent. Der Präsident verlangt niedrigere Zinsen, um die inzwischen in einer Rezession steckende Wirtschaft anzukurbeln. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung der Türkei um 2,6 Prozent geschrumpft. 

(Reuters)

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Nach Chefwechsel: Türkische

Nach Chefwechsel: Türkische Zentralbank senkt Leitzins deutlich

Die türkische Zentralbank hat das erste Mal seit 2015 die Leitzinsen gesenkt und kommt damit einer Forderung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach. Der Zinssatz werde von 24 Prozent deutlich auf 19,75 gesenkt, teilte die Notenbank am Donnerstag mit.

25.07.2019 14:05

Es war die erste Sitzung unter dem neuen Zentralbankchef Murat Uysal. Erdogan hatte den vorherigen Chef Murat Cetinkaya Anfang Juli gefeuert. Cetinkaya hatte die Forderungen des Präsidenten nach niedrigen Zinsen nicht umgesetzt.

Investoren sorgen sich um die Unabhängigkeit der türkischen Währungshüter. Erdogan hatte dies nach dem Rauswurf Cetinkayas selbst befeuert und gesagt: Von nun an werde die Zentralbank das Wirtschaftsprogramm der Regierung "viel stärker unterstützen".

Der Präsident ist entgegen der gängigen Wirtschaftslehre der Meinung, dass ein hoher Leitzins nicht ein Mittel gegen die Inflation ist, sondern eine Ursache. Der ehemalige Zentralbankchef Cetinkaya hatte den Leitzins trotz des Drucks vom Präsidenten seit September unverändert beibehalten, um gegen die hohe Inflation zu kämpfen.

Im Oktober 2018 war die Teuerungsrate zum ersten Mal seit 15 Jahren auf mehr als 25 Prozent gestiegen. Ursache war damals unter anderem ein Zerwürfnis mit den USA, das auch zu wirtschaftlichen Sanktionen geführt hatte. Inzwischen ist die Inflation aber wieder auf rund 16 Prozent gesunken.

Allerdings drohen neue Sanktionen aus den USA, weil die Türkei gegen den Willen Washingtons das russische Abwehrsystems S-400 gekauft hat. Vergangene Woche hatten die USA deswegen bereits den Ausschluss der Türkei aus dem Programm zum Bau des US-Kampfjets F-35 erklärt./jam/DP/nas

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Erdogan dringt auf weitere

Erdogan dringt auf weitere Zinssenkungen in der Türkei

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan - ähnlich wie Donald Trump in den USA - fordert weitere Zinssenkungen von der heimischen Notenbank.

04.08.2019 17:08

"Die Zentralbank hat die Zinsen gesenkt und wird sie weiter senken", sagte Erdogan am Sonntag. Die Bürger forderte er auf, sich allen Spekulationen über die türkische Wirtschaft zu verschließen: "Machen Sie einfach ihre Arbeit."

Die Zentralbank hatte ihren Leitzins im vergangenen Monat von 24,0 auf 19,75 Prozent gesenkt. Der neue Notenbank-Chef Murat Uysal sagte Ende Juli, dass es in den kommenden Monaten "erheblichen" Handlungsspielraum bei den Zinssätzen gebe. Sein Vorgänger war von Erdogan abrupt entlassen worden, da er Zinssenkungen kritisch sah.

Der Präsident verlangt niedrigere Zinsen, um mit billigerem Geld die Wirtschaft anzukurbeln. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung der Türkei um 2,6 Prozent geschrumpft. Spielraum für die Zinssenkung sah die Notenbank zuletzt durch die abflauende Inflation. Die Teuerungsrate war im Juni auf 15,7 Prozent zurückgegangenen, nachdem sie im Oktober mit 25 Prozent so hoch lag wie seit 15 Jahren nicht mehr. Zu niedrige Zinsen können die Inflation anheizen.

(Reuters)

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