Commerzbank

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Commerzbank-Tochter Comdirect

Commerzbank-Tochter Comdirect sieht sich in schwierigem Fahrwasser auf Kurs

Die Onlinebank Comdirect hat ein von Niedrigzinsen und ruhigen Finanzmärkten geprägtes Jahresviertel gemeistert. Der Gewinn vor Steuern stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 21,5 Millionen Euro, wie die Commerzbank-Tochter am Donnerstag in Quickborn bei Hamburg mitteilte. Unterm Strich blieben 15,5 Millionen Euro übrig. Auf der Handelsplattform Tradegate legte der Kurs gegenüber dem Xetra-Schluss des Vortags leicht zu.

02.11.2017 08:12

"Mit Blick auf das schwierige Marktumfeld haben wir ein sehr ordentliches Ergebnis erzielt", erklärte Vorstandschef Arno Walter. "Das zum Halbjahr verkündete Ergebnisziel für 2017 von 85 Millionen Euro vor Steuern haben wir fest im Blick". Das ist allerdings weniger als die Bank in den beiden Vorjahren verdient hatte.

Der gesamten Branche machen momentan die niedrigen Zinsen und die ruhigen Finanzmärkte zu schaffen - wenn Anleger weniger handeln, entgehen den Geldhäusern Gebühren. Bei der Comdirect kommen erschwerend gestiegenen Kosten hinzu. Das Management begründete den Anstieg in den ersten neun Monaten mit den Aufwendungen für die Integration des übernommenen Finanzportals und Onlinebrokers Onvista, einer Vertriebskampagne und Aufwendungen für die strenger gewordene Regulierung.

Comdirect ist börsennotiert und gehört zu 82 Prozent der Commerzbank , die an diesem Donnerstag (9. November) ihre Geschäftszahlen vorlegt. Im Spätsommer war die Investmentgesellschaft Petrus Advisers bei der Onlinebank eingestiegen und hatte für Unruhe gesorgt. In einem offenen Brief an Commerzbank-Chef Martin Zielke sprach Petrus von Kostenproblemen, einer fehlenden Wachstumsstrategie und einer fragwürdigen Managementvergütung bei Comdirect. Die Commerzbank hatte die Vorwürfe zurückgewiesen./das/she/oca

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Korr Commerzbank profitiert

Korr Commerzbank profitiert von Verkäufen

(Klargestellt wird der Verlust im Vorjahreszeitraum im ersten Absatz, dritter Satz. Er lag bei 288 rpt. 288 Millionen Euro.) - Immobilien- und Beteiligungsverkäufe haben der Commerzbank zu einem merklichen Gewinn im dritten Quartal verholfen. Unterm Strich stand ein Plus von 472 Millionen Euro, wie der Deutsche-Bank-Rivale am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte hier noch ein Verlust von 288 Millionen Euro gestanden und auch im Vorquartal hatte die Commerzbank wegen Kosten für ihren laufenden Umbau Geld verloren. Im Gesamtjahr erwartet der Vorstand weiterhin ein leicht positives Ergebnis.

09.11.2017 08:17

"Wir haben dieses Jahr gute Fortschritte erzielt und wichtige Grundlagen für unsere Transformation gelegt", erklärte Bankchef Martin Zielke am Donnerstag in Frankfurt. Mit der Neuaufstellung, bei der auch Tausende Stellen wegfallen, begegnet die Bank dem schwierigen Umfeld aus niedrigen Zinsen, ruhigen Kapitalmärkten und hartem Wettbewerb. Analysten hatten allerdings mit einem etwas besseren Abschneiden im Quartal gerechnet.

So lief das Tagesgeschäft im dritten Quartal durchwachsen - der Überschuss im Zinsgeschäft bröckelte weiter ab. Die Ergebniserholung rührte nicht zuletzt aus dem Verkauf der markanten Frankfurter Firmenzentrale, der Auflösung eines Gemeinschaftsunternehmens für Ratenkredite mit der BNP Paribas sowie dem Verkauf der Beteiligung am Finanzdienstleister Concardis her. Alles in allem summieren sich die Sondererträge auf gut eine halbe Milliarde Euro./das/ben/jha/

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Commerzbank-Tochter Comdirect

Commerzbank-Tochter Comdirect profitiert von starkem Wertpapier-Geschäft

Dank eines regen Handels mit Wertpapieren hat die Onlinebank Comdirect im vergangenen Jahr ihr Gewinnziel übertroffen. Vor Steuern kamen 94,9 Millionen Euro heraus, wie die Commerzbank-Tochter am Dienstag mitteilte. Angepeilt waren rund 85 Millionen Euro. "In einem nach wie vor herausfordernden Marktumfeld hat Comdirect ein gutes Ergebnis erzielt", erklärte Bankchef Arno Walter.

30.01.2018 08:38

Während das Zinsergebnis angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen schrumpfte, stieg der Provisionsüberschuss auf einen Rekordwert. Die Privatkunden hätten ein Fünftel mehr Transaktionen abgewickelt als im Vorjahr, schlüsselte Comdirect auf. Dazu trug auch die Übernahme des Onlinebrokers Onvista bei. Hinzu kam, dass Comdirect angesichts der Rekordstände an den Börsen eigene Wertpapiere versilbert hat.

Dennoch schrumpfte der Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent. Hintergrund ist, dass der Verkauf der Beteiligung am europäischen Zweig des Kreditkartenanbieters Visa das damalige Ergebnis nach oben getrieben hatte. Ohne diesen Effekt, so rechnete Comdirect vor, sei das Vorsteuerergebnis um 19 Prozent gestiegen. Nach Steuern fiel der Gewinn von 92,5 Millionen auf 71,5 Millionen Euro. Die Dividende soll stabil bei 25 Eurocent liegen.

Comdirect ist börsennotiert und gehört zu 82 Prozent der Commerzbank , die am Donnerstag nächster Woche (8. Februar) ihre Geschäftszahlen vorlegt. Im Spätsommer war die Investmentgesellschaft Petrus Advisers bei der Onlinebank eingestiegen und hatte für Unruhe gesorgt./das/stk

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Commerzbank erhöht

Commerzbank erhöht Kostenprognose für 2018 leicht - Geringere Risikovorsorge

Die teilverstaatlichte Commerzbank rechnet 2018 wegen der Investitionen und Pflichtabgaben mit etwas höheren Kosten als zuletzt. Die Kosten werden im laufenden Jahr bei rund 7,1 Milliarden Euro und damit etwa auf dem Niveau von 2017 erwartet, wie die Bank am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das sind etwa 100 Millionen Euro mehr als jüngst in Aussicht gestellt.

07.08.2018 07:50

Etwas besser sieht es gegen bei der Vorsorge für Kreditausfälle aus. Hier erwartet die Bank jetzt weniger als 500 Millionen Euro. Bislang hatte die Prognose bei unter 600 Millionen Euro gelegen.

Die Bank rechnet insgesamt nach wie vor mit Wachstum. Auf Konzernebene peilt sie höhere bereinigte Erträge an als bislang erwartet. Sie sollen im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden zulegen und im Segment Firmenkunden etwas niedriger ausfallen. Bisher hatte die Bank für beide Bereiche höhere Erträge in Aussicht gestellt./zb/fba

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Ein Debakel-Halbjahr für

Ein Debakel-Halbjahr für deutsche Grossbanken

Deutschlands grösste Banken weisen die schlechteste Performance aller europäischen Bankaktien auf. Nun droht der Abstieg aus traditionsreichen Indizes.

19.08.2018 13:17

Die zwei grössten börsennotierten Banken in Deutschland - Deutsche Bank und Commerzbank - haben dieses Jahr die zweifelhafte Ehre, die schlechteste Wertentwicklung aller europäischen Banken abgeliefert zu haben. Und ohne Gnadenfrist für die Aktien in Sicht, laufen beide Institute Gefahr, sich noch unansehnlicher zu entwickeln: Es droht der Abstieg aus Aktien-Benchmarks, deren fester Bestandteil sie seit Jahrzehnten gewesen sind.

Die Commerzbank, seit Auflegung im Jahr 1988 Mitglied im DAX-Index, läuft Gefahr, ihre Mitgliedschaft an den Zahlungsanbieter Wirecard zu verlieren, dessen Aktien in den letzten zehn Jahren mehr als 30-fach gestiegen sind, während die etablierte Bank mehr als 90 Prozent ihres Börsenwertes verlor.

Die Commerzbank ist mit einer Marktkapitalisierung von nur 10,4 Milliarden Euro das rangniedrigste Mitglied der 30 DAX-Unternehmen, während Wirecard knapp ausserhalb der Top 20 liegt und damit ein potenzieller Einstiegskandidat in der Quartalsüberprüfung im September ist. Mit einem Marktwert von 21 Milliarden Euro hat Wirecard auch die die mit 20,9 Milliarden Euro bewertete Deutsche Bank überholt.

Stichtag 31. August

Obwohl die Aktien der Deutschen Bank von ihrem Juni-Tief aus um 15 Prozent gestiegen sind, ist der Verbleib der Bank im Euro Stoxx 50 ebenfalls zweifelhaft. Deutschlands grösste Bank rangiert auf Platz 53 der jüngsten Rangliste des Indexanbieters Stoxx - der drittniedrigste Wert aller Mitglieder der Euroraum-Benchmark. Vier Nicht-Mitglieder haben derzeit Marktbewertungen, die zu den Top-40 zählen, was eine automatische Einbeziehung in der September-Überprüfung bedeuten würde.

Die Deutsche Bank wäre somit ein Kandidat, der vom Ausschluss betroffen wäre, wenn die Aktien nicht bis zum Stichtag 31. August auf ein Niveau steigen, mit dem sie auf den fünftniedrigsten Wert steigen. "Das war vor Jahren noch undenkbar", sagt Stefan Müller, Geschäftsführer der DGWA, einer Investment-Beratungsboutique mit Sitz in Frankfurt.

Index- Analyst Uwe Streich bei der Landesbank Baden-Württemberg sieht die Chance der Commerzbank, aus dem DAX zu fliegen bei über 65 Prozent. Und eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 80 Prozent, dass die Deutsche Bank den Euro Stoxx 50 verlässt.

Wirecard für Commerzbank?

Die potenziellen Index-Exits "erzählen die Geschichte, wie weit deutsche Banken hinterher hinken", sagt Andreas Meyer, Portfoliomanager bei der Hamburger Aramea Asset Management. "Während andere europäische Banken weiter wachsen, sind die deutschen Banken mit sich selbst beschäftigt, ohne zu bemerken, wie die Konkurrenz sie auf ihrem Heimatmarkt angreift."

Dass Wirecard die Commerzbank ersetzen könnte, spiegelt den aktuellen Zeitgeist einer Verlagerung hin zu Fintechs und Digitalisierung wieder, sagt Meyer, der Positionen in nachrangigen Anleihen der beiden Frankfurter Banken hält.

Seit Jahren werden Systeme zur Abwicklung von Zahlungen in Geschäften und online von Grossbanken, Kreditkartengesellschaften und einer Reihe von alt eingesessenen IT-Lieferanten kontrolliert. Wirecard ist Teil einer neuen Generation von Fintech-Unternehmen, die diese Vormachtstellung in Frage stellen, mehr Wahlmöglichkeiten für die Verbraucher schaffen und den Wettbewerb für traditionelle Finanzinstitute verstärken. Aber im Gegensatz zu den beiden grossen Banken kanalisiert das Unternehmen keine Kredite an die allgemeine Wirtschaft oder wandelt kurzfristige Mittel in langfristige Investitionen um.

Dennoch wird Wirecard für das kommende Jahr mit einem 57-fachen des geschätzten Gewinns pro Aktie gehandelt, verglichen mit dem 11-fachen für die Commerzbank.

Folgen für passive Anleger

Sprecher der Deutschen Bank sowie die Index-Anbieter Deutsche Börse und Stoxx lehnten einen Kommentar ab. Ein Mitarbeiter von Wirecard war nicht sofort für einen Kommentar verfügbar. Die Commerzbank lehnte es ab, sich über Äusserungen ihres Finanzchefs hinaus zu äussern. Stephan Engels hatte in der vergangenen Woche in einer Telefonkonferenz gesagt, es wäre "schade", wenn die Commerzbank aus dem DAX ausscheiden würde, dies werde aber "an der Relevanz der Bank für die deutsche Wirtschaft" nichts ändern.

Der Ausschluss könnte die Aktien noch stärker unter Druck setzen, wobei insbesondere passive Anleger gezwungen wären, die Aktien zu verkaufen, wenn sie ihre Portfolios an die neuen Konstituenten anpassen. Börsengehandelte Fonds mit einem Vermögen von mehr als 40 Milliarden Euro folgen dem Euro Stoxx 50, ETF mit 16 Milliarden Euro dem DAX, wie von Bloomberg zusammen gestellte Daten zeigen.

Während Wirecard der einzige Kandidat für den deutschen Spitzenindex ist, könnte der Euro Stoxx 50 in der September-Überprüfung noch weitere Veränderungen erfahren. Linde, Kering, Amadeus IT Group und Unicredit sind vier Unternehmen, die aufgrund der aktuellen Marktbewertungen gute Chancen haben, in die Benchmark des Euro-Währungsgebiets einzusteigen. Ebenso droht neben der Deutschen Bank noch Cie. de Saint Gobain, E.ON und Vivendi der Ausschluss.

(Bloomberg)

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Korr: Commerzbank verdient

Korr: Commerzbank verdient etwas mehr als erwartet

(Im letzten Absatz wurden die Angaben zum Überschuss korrigiert.) - Die Commerzbank profitiert weiter vom Ausbau des Geschäfts in Deutschland und vom Konzernumbau. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis zog unter anderem dank einer höheren Kundenzahl an. Unter dem Strich verdiente die teilverstaatlichte Bank allerdings deutlich weniger als im Vorjahr. Das ging allerdings nur darauf zurück, dass die Bank anders als im Vorjahresquartal dieses Mal keine hohen Einmalerträge verbuchen konnte.

08.11.2018 08:34

Das operative Ergebnis sei im dritten Quartal um fast die Hälfte auf 331 Millionen Euro eingebrochen, teilte das vor kurzem vom Dax in den MDax abgestiegene Geldhaus am Donnerstag in Frankfurt mit. Im dritten Quartal 2017 hatte die Bank, deren grösster Aktionär seit der Finanzkrise der Bund ist, allerdings rund eine halbe Milliarde Sondererträge - unter anderem aus dem Verkauf von Immobilien verbucht.

Unter dem Strich stand zwischen Juli und Ende September ein Gewinn von 218 (Vorjahr: 467) Millionen Euro. Mit den Ergebnissen schnitt die Bank etwas besser ab, als Experten erwartet hatten. Die Bank peilt für 2018 weiter eine Dividende von 20 Cent je Aktie an - es wäre das erste Mal seit Jahren./zb/jha/

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Commerzbank-Aktien werden

Commerzbank-Aktien werden bald nicht mehr an der SIX gehandelt

Die Aktien der deutschen Commerzbank werden bald nicht mehr an der hiesigen Börse SIX gehandelt. Die SIX-Regulierungsbehörde habe dem Gesuch der Gesellschaft zur Dekotierung der entsprechenden Aktien mit einem Nennwert vom 1,00 Euro am 10. Dezember 2018 entsprochen, teilte die Börse am Dienstag mit.

11.12.2018 08:25

Die Dekotierung erfolgt per 12. März 2019, letzter Handelstag bei SIX ist entsprechend der 11. März 2019.

uh/cf

(AWP)

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Commerzbank will nach

Commerzbank will nach Gewinnsprung Tempo erhöhen

(Ausführliche Fassung) - Die Commerzbank will nach einem kräftigen Gewinnsprung ihren Konzernumbau noch einmal beschleunigen. "Unsere Strategie ist richtig und funktioniert. Wir wachsen bei Kunden, im Kreditvolumen und bei bereinigten Erträgen. Wir kommen voran und sind wieder dividendenfähig", bilanzierte Konzernchef Martin Zielke am Donnerstag in Frankfurt. Die erste Halbzeit der im Herbst 2016 ausgerufenen Ziele zeige aber auch, "dass wir angesichts des herausfordernden Umfelds noch schneller werden müssen". In der Frankfurter Zentrale sollen gemeinsame Teams von IT- und Produktexperten neue Angebote schneller an den Markt bringen.

14.02.2019 08:19

Im vergangenen Jahr verdiente die Commerzbank nach zwei mageren Jahren wieder deutlich mehr Geld. Unter dem Strich standen 865 Millionen Euro Gewinn. Das waren fast sieben Mal so viel wie ein Jahr zuvor (128 Mio Euro), als sich das Institut nur durch den Verkauf seiner Konzernzentrale in den schwarzen Zahlen gehalten hatte. Und es ist deutlich mehr als die Deutsche Bank , die als möglicher Partner für eine grosse Banken-Hochzeit gehandelt wird.

Der Aufwärtstrend soll sich auch für die Aktionäre des im Herbst in den MDax abgestiegenen Instituts auszahlen: Der Vorstand schlägt für das Geschäftsjahr 2018 eine Gewinnausschüttung von 20 Cent je Anteilsschein vor. Es wäre das zweite Mal seit der Rettung mit Steuermilliarden in der Finanzkrise vor zehn Jahren, dass die teilverstaatlichte Commerzbank eine Dividende zahlt. Für das Geschäftsjahr 2019 plant die Bank mit einem Dividendenniveau in ähnlicher Höhe wie für 2018.

Das Kostenziel hat der Vorstand unterdessen noch nicht erreicht. Im vergangenen Jahr lagen die Verwaltungsaufwendungen mit rund 6,88 Milliarden Euro etwas über dem Vorjahreswert von 6,83 Milliarden Euro. Die Bank erklärte den Anstieg mit Investitionen in Digitalisierung sowie steigenden Ausgaben für Regulierung. Finanzvorstand Stephan Engels bekräftigte das Ziel, die Kosten bis 2020 auf 6,5 Milliarden Euro zu drücken.

Erreicht werden soll das auch durch eine schlankere Aufstellung. Die Zahl der Vollzeitkräfte ist in den vergangenen Jahren bereits von 43 300 auf 41 500 Ende vergangenen Jahres gesunken. Nach jüngster Planung sollen es nun bis 2020 etwa 38 000 sein. Ursprünglich sollte der Stellenabbau noch drastischer ausfallen: Geplant war ein Schrumpfen der Belegschaft auf 36 000 Vollzeitkräfte. Die gut 800 Millionen Euro Aufwand für den Konzernumbau hatte die Bank bereits komplett im Jahr 2017 verbucht. Für den Grossteil der nun noch abzubauenden Stellen sind Massnahmen wie Altersteilzeit bereits vereinbart.

Ein Zwischenziel hat die Bank beim Kundenwachstum erreicht: Bis Ende 2018 wurden wie vom Vorstand vorgegeben eine Million zusätzliche Kunden gewonnen. Eine weitere Million soll bis zum Jahr 2020 hinzukommen. Mit mehr Kunden will die Commerzbank auf Dauer mehr verdienen. Aktuell strebt der Vorstand ein jährliches Ertragswachstum von durchschnittlich drei Prozent an./ben/stw/DP/tav

(AWP)

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EZB senkt Kapitalanforderung

EZB senkt Kapitalanforderung für Commerzbank - Aktionäre jubeln

Die Commerzbank muss künftig weniger Kapital vorhalten. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe die bankspezifischen Kapitalanforderungen ("Pillar 2") um 0,25 Prozentpunkte auf 2 Prozent gesenkt, teilte das Kreditinstitut am Freitag in Frankfurt mit. "Darin spiegelt sich die umfassende Verbesserung des Risikoprofils der Bank, unter anderem durch umfangreichen Abbau von Kreditrisiken, wider."

15.02.2019 16:20

Die reine harte Kernkapitalanforderung (CET 1) der Commerzbank für 2019 liege nun bei 10,11 Prozent, hiess es weiter. Die Commerzbank-Aktie reagierte auf die Nachricht mit einem Kurssprung und notierte zuletzt gut 5 Prozent im Plus.

In dem im Fachjargon SREP ("Supervisory Review and Evaluation Process") genannten Prozess legen die Behörden individuelle Kapitalzuschläge für Banken fest und bestimmen unter anderem darüber, wie viel Geld die Institute als Dividende an ihre Anteilseigner ausschütten dürfen./fba/edh

(AWP)

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Deutsche Bank und Commerzbank

Deutsche Bank und Commerzbank loten offenbar Fusion aus

In die Bemühungen um einen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank (CoBa) kommt einem Medienbericht zufolge erneut Bewegung.

08.03.2019 06:59

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und sein CoBa-Kollege Martin Zielke seien seit wenigen Tagen wieder in intensiven Gesprächen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" am Freitag unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen in Frankfurt. Zuvor hätten sich die beiden Manager vom ihrem jeweiligen Vorstand und Aufsichtsrat das Mandat für diese Gespräche geben lassen.

Über eine Fusion beider Banken wird seit Monaten spekuliert. Sewing wollte bislang von derartigen Überlegungen nichts wissen. "Wir haben unseren Plan und den arbeiten wir ab", sagte der Deutsche-Bank-Chef Anfang Februar bei der Jahrespressekonferenz. "Über alles andere mache ich mir keine Gedanken." Auch Zielke hat betont, die Commerzbank komme bei ihrem Konzernumbau voran und sei auf Kurs. Durch den Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank entstünde das mit Abstand größte deutsche Geldhaus mit einer Bilanzsumme von fast zwei Billionen Euro.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat immer wieder die Bedeutung einer starken deutschen Großbank betont und kritisiert, dass es in den vergangenen Jahren in Deutschland keine Industriepolitik in der Finanzbranche gegeben habe. Dabei ist der Bund schon seit einem Jahrzehnt an der Commerzbank beteiligt und hält derzeit an ihr noch gut 15 Prozent. Unter Investoren gibt es allerdings Zweifel, dass ein Zusammenschluss die Institute maßgeblich voranbringen würde. Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass sich viele Geschäftsbereiche der beiden Banken überlappen.

(Reuters)

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Machen grosse Bankenfusionen

Machen grosse Bankenfusionen wirklich Sinn?

Deutsche Bank und Commerzbank befinden sich in Fusionsverhandlungen. Ein Zusammenschluss ist nicht unumstritten und frühere Grossfusionen selten von Erfolg gekrönt. Dennoch könnten auch UBS und CS unter Druck geraten.

18.03.2019 08:11

Von Lorenz Burkhalter

Seit diesem Wochenende ist es offiziell: Die beiden grössten deutschen Banken, Deutsche Bank und Commerzbank, befinden sich in Sondierungsgesprächen für einen Zusammenschluss. Werden sich die Vertreter beider Seiten einig, entstünde ein Riese mit weltweit rund 140'000 Beschäftigten und einer Bilanzsumme von umgerechnet gut 2000 Milliarden Franken.

Die eigentliche Herkules-Aufgabe beginnt erst dann. Denn zum einen treffen zwei völlig unterschiedliche Unternehmenskulturen aufeinander. Filialen müssen geschlossen werden und bis zu 20'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten ihre Arbeitsstelle verlieren.

Grossfusionen kein Erfolgsrezept

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Wenn sich zwei Banken vom Kaliber von Deutsche Bank und Commerzbank zusammenschliessen, geht nur in den seltensten Fällen ein stärkeres Unternehmen daraus hervor. Oft ist das neu entstehende Unternehmen auf Jahre hinaus mit sich selbst beschäftigt. Es werden fürs Tagesgeschäft wichtige Management-Kapazitäten gebunden.

Der Kursverlauf der Deutsche-Bank-Aktie (rot) im Fünfjahresvergleich mit jenem der Commerzbank-Aktie (Quelle: www.cash.ch)

Das gilt insbesondere dann, wenn - wie bei den beiden deutschen Grossbanken - zwei mit hausgemachten Problemen kämpfende Unternehmen verschmelzt werden sollen. Aus schwach und schwach wird nicht automatisch stark. Eine gewisse Grösse braucht es zwar, um sich gegen übermächtige US-Rivalen wie J.P. Morgan oder Citigroup behaupten zu können. Mit Grösse alleine ist es aber noch nicht gemacht. Das legt unter anderem auch die seinerzeitige Übernahme der niederländischen ABN AMRO durch die Royal Bank of Scotland nahe. Selbst 12 Jahre danach ist das Unternehmen bloss ein Schatten seiner selbst.

Das lässt sich auch von Deutsche Bank und Commerzbank als eigenständige Unternehmen behaupten. Alleine in den letzten zwei Jahren hat die Deutsche Bank gut die Hälfte ihres Börsenwerts eingebüsst. Dieser liegt gerademal noch bei einem Drittel des rechnerischen Buchwerts. Sprich: Jeder Euro in der Bilanz der Grossbank wird von der Börse bloss mit 33 Cents bewertet. Bei der Commerzbank sind es immerhin 50 Cents je Euro. Mehr denn aber auch nicht.

Geraten auch UBS und Credit Suisse unter Zugzwang?

Branchenkenner sind sich einig, dass ein Zusammenschluss von Deutsche Bank und Commerzbank in Europa eine Konsolidierungswelle lostreten könnte. Seit Monaten werden auch Unicredit und der französischen Société Générale Hochzeitspläne nachgesagt. Und selbst die britischen Grossbanken Standard Chartered und Barclays scheinen einen Zusammenschluss unter Gleichberechtigten in der jüngeren Vergangenheit zumindest auf dem Plan durchgespielt zu haben.

Ob damit auch der Druck auf die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse steigt und diese eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess übernehmen, wird sich zeigen müssen. Zumindest wurde auch der UBS in der Vergangenheit ein Interesse an der Commerzbank nachgesagt.

Zumindest eines lässt sich aber sagen: Vorbei sind die Zeiten, als sich beispielsweise die Credit Suisse noch von der Universalbank Schweiz trennen und diese als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen wollte. Ob mit diesem Schritt Aktionärswerte geschaffen worden wären, gilt allerdings als höchst umstritten. Zu gross wäre wohl die Kapitalbindung der übrigen Geschäftsbereiche gewesen.

Stark fragmentierte Schweizer Bankenlandschaft

Dass der Trend ganz klar wieder in Richtung Grösse geht, zeigen auch die vor dem Wochenende erwachten Spekulationen, wonach die angebliche Suche von Julius Bär nach einem Nachfolger für Konzernchef Bernhard Hodler in einen Verkauf der Zürcher Bank münden könnte (cash berichtete). Vor wenigen Jahren wurden an der Börse schon einmal Spekulationen laut, wonach sich Julius Bär mit der Credit Suisse zusammenschliessen könnte.

Anders als beim nördlichen Nachbarn Deutschland gilt der Bankenplatz Schweiz - mit Ausnahme der beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse - noch immer als stark fragmentiert. Das will heissen: Unzählige kleinere Banken stehen miteinander im Wettbewerb. Im Wissen um die erdrückende Dominanz der US-Banken und der immer strengeren regulatorischen Vorgaben fragt sich allerdings, wie dies lange noch so sein wird.

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Katar blickt skeptisch auf

Katar blickt skeptisch auf die Bankenfusion

Die Deutsche Bank stösst bei ihren Grossaktionären aus Katar auf Widerstand gegenüber ihren Plänen zu einer Fusion mit der Commerzbank.

26.03.2019 20:03

Die Investoren befürchten, dass eine derartige Transaktion ihre Bestände verwässern würde, wenn die Deutsche Bank gezwungen wäre, zur Finanzierung des Deals Kapital über eine Aktienemission zu beschaffen. Die Staaten am Persischen Golf versuchen auch andere Zugeständnisse auszuhandeln, bevor sie den Deal unterstützen, hiess es laut vier mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

Die Aktien der Deutschen Bank sind um etwa zwei Drittel eingebrochen, seit Katar erstmals vor fünf Jahren investiert hatte. Die Unzufriedenheit unter den Hauptaktionären trägt zu einer zunehmenden Opposition gegen eine mögliche Fusion bei. Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sagen, dass eine Fusion die Bank nicht stärken, jedoch zu einem massiven Stellenabbau führen würde.

Als Bedingung für eine Unterstützung der Fusion sei Katar auch an weiteren bilateralen Vereinbarungen mit Deutschland in anderen Branchen interessiert, sagte eine der informierten Personen.

Keine Stellungnahme

Organisationen aus Katar halten mehr als 6 Prozent an der Deutschen Bank, die eine Stellungnahme ablehnte. Die Kommunikationsbehörde der Regierung Katar hat auf eine Bitte um Stellungnahme nicht unmittelbar reagiert. Katars ehemaliger Herrscher, Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani und der ehemalige Premierminister Scheich Hamad bin Jassim Al Thani konnten nicht erreicht werden.

Die Anteile Katars werden von Anlagevehikeln gehalten, die von Mitgliedern der Herrscher-Familie und anderen prominenten Politikern kontrolliert werden. Im vergangenen Jahr sagte Katar, es gehe davon aus, in den nächsten fünf Jahren 10 Milliarden Euro in die deutsche Wirtschaft zu investieren.

(Bloomberg)

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Commerzbank rechnet 2019 mit

Commerzbank rechnet 2019 mit steigendem Überschuss

Die Commerzbank will ihren Gewinn 2019 weiter steigern. "Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir unter dem Strich ein leicht höheres Konzernergebnis als im Vorjahr", sagte Konzernchef Martin Zielke bei der Vorlage des schriftlichen Geschäftsberichts am Mittwoch. Bei der Bilanzvorlage Mitte Februar hatte Zielke sich noch keine Gewinnprognose entlocken lassen.

27.03.2019 11:02

Im vergangenen Jahr hatte das seit Herbst im MDax notierte Institut einen kräftigen Gewinnsprung gemacht: Unter dem Strich standen zum Jahresende 865 Millionen Euro Gewinn. Das waren fast sieben Mal so viel wie ein Jahr zuvor (128 Mio Euro), als sich das teilverstaatlichte Institut nur durch den Verkauf seiner Konzernzentrale in den schwarzen Zahlen gehalten hatte. Und es war etwa zweieinhalb Mal so viel wie bei der Deutschen Bank (341 Mio Euro), mit der derzeit über eine mögliche Fusion gesprochen wird.

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den beiden grössten Privatbanken Deutschlands auch bei der Vergütung der Mitarbeiter. Bei der Commerzbank ist der Bonuspool mit 134 (Vorjahr: 229) Millionen Euro gefüllt, bei der Deutschen Bank sind es 1,9 (2,3) Milliarden Euro. Die Mitarbeiterzahl sank bei beiden Instituten.

Commerzbank-Chef Zielke kam auf eine Gesamtvergütung von gut 1,96 (2, 87) Millionen Euro. Davon sind 1,3 Millionen Euro Grundgehalt, der Rest wird zum Grossteil erst später abhängig vom Geschäftserfolg ausgezahlt. Zum Vergleich: Der seit Anfang April 2018 amtierende Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing erhält für das vergangene Jahr insgesamt 7 Millionen Euro. Knapp 3,3 Millionen Euro davon sind Fixgehalt - der Rest geht auf variable Vergütungen zurück, die zum Teil erst später ausgezahlt werden./ben/DP/jha

(AWP)

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Presse: Commerzbank könnte

Presse: Commerzbank könnte schon am 9. April Fusions-Vorentscheidung treffen

Bei den Fusionsgesprächen zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank könnte einem Bericht zufolge schon in der kommenden Woche eine Vorentscheidung fallen. Der Commerzbank-Vorstand wolle in einer regulären Sitzung am kommenden Dienstag (9. April) über weitere Gespräche mit dem Konkurrenten entscheiden, berichtete die "Wirtschaftswoche" am Mittwoch unter Berufung auf Kreise aus der Bank und des Aufsichtsrats.

03.04.2019 10:12

Konkret solle es darum gehen, ob die Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss intensiviert oder ob die vor rund zweieinhalb Wochen bekanntgewordenen Gespräche abgebrochen werden sollen, hiess es demnach aus Kreisen des Aufsichtsrats. Ein Commerzbank-Sprecher kommentierte diese Informationen auf Anfrage von dpa-AFX nicht.

Bisher gehen Experten davon aus, dass eine Entscheidung über den Zusammenschluss beider Banken bis Ende April gefallen sein sollte. Deutsche Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner hatte zuletzt angekündigt, dass bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal am 26. April konkretere Überlegungen präsentiert werden könnten. Commerzbank-Chef Martin Zielke hatte in einem Brief an die Mitarbeiter der Bank erklärt, er wolle "schnell zu einem Ergebnis" kommen./zb/stk/mis

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Presse: Unicredit zeigt

Presse: Unicredit zeigt erneut Interesse an Commerzbank-Übernahme

(Ausführliche Fassung) - Beim Ringen um die Zukunft der grossen deutschen Privatbanken bringt sich einem Pressebericht zufolge wieder einmal die Unicredit ins Spiel. Die italienische Grossbank, die bereits seit der Übernahme der HypoVereinsbank im Jahr 2005 in Deutschland vertreten ist, erwäge ein Gebot für die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Commerzbank , berichtete die "Financial Times" am Donnerstag unter Berufung auf einige mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es sei allerdings unwahrscheinlich, dass die Unicredit bei den derzeitigen Gesprächen zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank dazwischenfunkt.

04.04.2019 08:28

Sollten diese jedoch scheitern, wie einige Experten erwarten, stünde die Unicredit dem Bericht zufolge bereit. Die italienische Bank wollte auf Anfrage der Zeitung die Informationen nicht kommentieren. Die Unicredit galt in den vergangenen Jahren immer wieder als möglicher Käufer der Commerzbank. So soll die Bank dem "FT"-Bericht zufolge zuletzt 2017 Kontakt mit deutschen Regierungsvertretern wegen eines möglichen Gebots aufgenommen haben. Die Unicredit ist wegen der wirtschaftlichen Krise in Italien selbst angeschlagen, konnte sich aber zuletzt berappeln. Sollte sie bei der Commerzbank zum Zuge kommen, würde sie diese mit ihrer Tochter HypoVereinsbank verschmelzen.

Der Zeitung zufolge will Unicredit die Commerzbank in diesem Fall zudem nicht komplett übernehmen, sondern nur die Kontrolle über das Geldhaus erlangen. Es sei denkbar, dass die italienische Bank die Mehrheit an der fusionierten HypoVereinsbank/Commerzbank halten würde und die übrigen Anteile der Bank weiter an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Die Kombination der in München und Frankfurt beheimateten Häuser würde zudem ihren Sitz weiter in Deutschland haben, während die Unicredit ihren Sitz und Börsennotiz in Mailand behalten würde.

Für die italienische Bank wäre es auch eine Option, um ihre zuletzt schwächelnde deutsche Dependance wieder aufzuwerten. Eine die Unicredit beratende Person sagte der Zeitung: "Diese Kombination hätte für Deutschland Sinn." Man könnte es als "nationalen Champion" verkaufen.

Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten zunächst gut an. Im vorbörslichen Handel auf der Handelsplattform Tradegate gewann die Commerzbank-Aktie am Morgen fast drei Prozent an Wert. Aber auch für die Papiere der Deutschen Bank ging es um rund anderthalb Prozent aufwärts. Die Aktie der Unicredit geriet vorbörslich in Mailand unter Druck und gab gut 1,5 Prozent nach.

Aus Sicht der Marktbewertung wäre eine Commerzbank-Übernahme für die Unicredit leichter zu stemmen als für die Deutsche Bank. Die Unicredit-Aktie gehört zwar seit der Finanzkrise - neben den Anteilen der Deutschen Bank und der Commerzbank - zu den grössten Verlierern unter den europäischen Banktiteln. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 27 Milliarden Euro bringt die Unicredit allerdings rund elf Milliarden Euro mehr auf die Waage als die Deutsche Bank. Die Commerzbank ist an der Börse derzeit rund neun Milliarden Euro wert.

Der seit 2016 amtierende Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier hatte zuletzt mit den Altlasten aufgeräumt, der Bank eine Rosskur verordnet und das Kapital erhöht. Seitdem ist sie trotz der politischen Krise wieder in ruhigeren Fahrwassern und kam anders als die beiden deutschen Institute im vergangenen Jahr auf einen Milliardengewinn.

Die Deutsche Bank und Commerzbank hatten Mitte März mitgeteilt, dass sie über die Möglichkeiten eines Zusammenschlusses sprechen. In den Monaten davor hatten Vertreter beider Häuser immer wieder betont, dass eine Fusion wegen der jeweils eigenen Probleme derzeit keinen Sinn ergebe. Nachdem Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein von Goldman Sachs geholter Staatssekretär Jörg Kukies aber immer wieder die Bedeutung einer grossen nationalen Bank betonten und es zudem viele Gespräche im Hintergrund gab, sprechen die Banken über eine mögliche Fusion, die de facto wegen der Grössenverhältnisse eine Übernahme der Commerzbank durch die Deutsche Bank wäre.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und Commerzbank-Vorstandschef Martin Zielke hatten betont, die Gespräche ergebnisoffen zu führen. Berichten der "Wirtschaftswoche" und der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) zufolge will aber vor allem die Commerzbank das Thema wieder schnell vom Tisch haben. So berichtete die "SZ" am Donnerstag unter Berufung auf einen Insider, dass es bereits an diesem Wochenende eine Vorentscheidung geben könnte. Ein konkreter Termin, etwa eine reguläre Vorstandssitzung der Commerzbank, stünde zwar nicht im Kalender, hiess es in dem "SZ"-Bericht unter Berufung auf Finanzkreise. Man werde aber generell zügig entscheiden, sagte ein Insider.

Am Mittwoch hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet, dass der Commerzbank-Vorstand in einer Sitzung am kommenden Dienstag (9. April) eine Entscheidung über weitere Gespräche mit dem Konkurrenten treffen könnte. Das Magazin berief sich dabei auf Kreise aus der Bank und des Aufsichtsrats. Konkret solle es darum gehen, ob die Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss intensiviert oder ob Gespräche abgebrochen werden sollen, hiess es demnach aus Kreisen des Aufsichtsrats. Ein Commerzbank-Sprecher kommentierte diese Informationen auf Anfrage von dpa-AFX nicht.

Bisher gehen Experten davon aus, dass eine Entscheidung über den Zusammenschluss beider Banken bis Ende April gefallen sein sollte. Deutsche Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner hatte zuletzt angekündigt, dass spätestens bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal am 26. April konkretere Überlegungen präsentiert werden sollen. Zielke hatte in einem Brief an die Mitarbeiter der Bank erklärt, er wolle "schnell zu einem Ergebnis" kommen. Da bei einem Zusammenschluss der beiden deutschen Grossbanken viele tausend Arbeitsplätze wegfallen dürften, laufen die Arbeitnehmervertreter Sturm gegen die Fusion.

So forderte der Commerzbank-Gesamtbetriebsrat vom Vorstand bereits den Abbruch der Gespräche. "Es ist an der Zeit, den Schaden jetzt zu begrenzen", hiess es in einer vergangene Woche verschickten "Protestnote" des Gremiums an den Vorstand, die der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt vorliegt. "Ihr Vorhaben hat im Management, bei den Mitarbeitern, in den Gremien, bei den Kunden unserer Bank wie auch in der Gesellschaft keinen Rückhalt." Der Betriebsrat verwies zudem auf bereits gestiegene Refinanzierungskosten der Commerzbank infolge der bestätigten Fusionsgespräche. Dies drückt auf die zuletzt wegen der Nullzinspolitik ohnehin niedrigen Margen./zb/stw/stk

(AWP)

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Commerzbank zum Jahresauftakt

Commerzbank zum Jahresauftakt mit Gewinneinbruch

(Ausführliche Fassung) - Die Commerzbank sieht sich trotz eines Gewinneinbruchs zum Jahresauftakt auf Kurs in eine zunächst weiterhin eigenständige Zukunft. "Durch Wachstum stärken wir unsere Ertragsbasis und wirken den niedrigen Zinsen und dem Margenverfall entgegen", liess Konzernchef Martin Zielke am Mittwoch mitteilen. Vor knapp zwei Wochen hatten Commerzbank und Deutsche Bank einer Fusion der beiden Frankfurter Grossbanken eine Absage erteilt.

08.05.2019 08:53

Zum Jahresauftakt 2019 brockten sinkende Erträge und eine höhere Steuerlast der Commerzbank einen Gewinneinbruch ein. Unter dem Strich verdiente das Institut im ersten Quartal 120 Millionen Euro und über die Hälfte weniger als ein Jahr zuvor (262 Mio Euro). Analysten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Am Finanzmarkt wurden die Nachrichten zunächst positiv aufgenommen. Im vorbörslichen Handel bei Tradegate gewann die Commerzbank-Aktie am Morgen gut ein Prozent an Wert.

Gesunkene Verwaltungskosten konnten den Ertragsrückgang der Bank im ersten Quartal 2019 nur teilweise ausgleichen. Zugleich wirbt die Commerzbank massiv um Kunden. Von Januar bis einschliesslich März wurden nach Angaben der Bank im Segment Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland 123 000 zusätzliche Kunden gewonnen.

Die Commerzbank hatte sich im Herbst 2016 zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 insgesamt zwei Millionen zusätzliche Klienten anzulocken, Ende 2018 war die Hälfte davon erreicht. Von einer breiteren Kundenbasis verspricht sich der Konzern mit aktuell gut 13 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland langfristig mehr Gewinn.

Auch im hart umkämpften Firmenkundengeschäft sieht die Commerzbank Fortschritte. In diesem Segment sei sowohl die Zahl der Kunden als auch das Kreditvolumen gewachsen. "Die Richtung stimmt, das Kundengeschäft entwickelt sich weiter positiv", bilanzierte Finanzvorstand Stephan Engels.

Nachdem der Traum von der grossen Bankenhochzeit geplatzt ist, müssen Commerzbank und Deutsche Bank ihr Heil wieder allein suchen - oder nach neuen Partnern Ausschau halten. Commerzbank-Chef Zielke hatte nach dem Fusions-Aus wiederholt die Stärke seines Hauses betont. Das Institut, dessen grösster Anteilseigner mit gut 15 Prozent der deutsche Staat ist, sei "alleine stark genug", sagte Zielke in mehreren Interviews kurz nach Beendigung der Gespräche mit der Deutschen Bank Ende April.

Für das Gesamtjahr 2019 peilt Zielke nach früheren Angaben "unter dem Strich ein leicht höheres Konzernergebnis als im Vorjahr" an. 2018 hatte das seit Herbst im MDax notierte Institut 865 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen - fast sieben Mal so viel wie ein Jahr zuvor. Doch das anhaltende Zinstief und steigende Regulierungskosten belasten.

Für 2018 sollen die Aktionäre eine Gewinnausschüttung von 20 Cent je Anteilsschein erhalten - abgestimmt wird darüber bei der Hauptversammlung in zwei Wochen. Es wäre das zweite Mal seit der Rettung mit Steuermilliarden in der Finanzkrise vor zehn Jahren, dass die teilverstaatlichte Commerzbank eine Dividende zahlt./ben/stw/DP/stw

(AWP)

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Unicredit an Commerzbank

Unicredit an Commerzbank interessiert

Die italienische Großbank Unicredit treibt ihre Planungen für eine mögliche Übernahme der Commerzbank Insidern zufolge voran.

15.05.2019 06:19

Unicredit habe die Investmentbanken Lazard und JP Morgan als Berater für eine mögliche Übernahmeofferte engagiert, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Der Mailänder Finanzkonzern, der 2005 bereits die Münchener HypoVereinbank (HVB) schluckte, ist schon seit längerem an einem Ausbau seines Deutschland-Geschäfts interessiert. Ein Zusammenschluss mit der Commerzbank würde zu dem Ziel von Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier passen, die Abhängigkeit vom italienischen Heimatmarkt weiter zu reduzieren.

UniCredit betonte, die Bank habe keinen Auftrag an eine Investmentbank unterzeichnet, der im Zusammenhang mit einer angeblichen Übernahme stehe. Die italienische Großbank bekräftigte, sie baue derzeit auf Wachstum aus eigener Kraft. Die neue Strategie werde wie geplant am 3. Dezember vorgestellt.

Die Investmentbank Lazard, für die der ehemalige Finanzstaatssekretär und Notenbanker Jörg Asmussen arbeitet, solle helfen, skeptische Politiker in Berlin für eine Fusion der Commerzbank mit den Italienern zu gewinnen, sagte einer der Insider. Der Staat hat bei der zweitgrößten deutschen Privatbank ein gewichtiges Wort mitzureden, da er nach der Rettung des Instituts in der Finanzkrise immer noch 15,6 Prozent besitzt. JP Morgan, Lazard, die Commerzbank und das Bundesfinanzministerium lehnten eine Stellungnahme ab.

GEWERKSCHAFT LÄUFT STURM

Die Gewerkschaft Verdi hat bereits Widerstand gegen eine mögliche Übernahmeofferte der Unicredit angekündigt. "Bevor wir mit Italienern fusionieren, würde sehr viel Blut fließen", hatte Commerzbank-Aufsichtsratsmitglied Stefan Wittmann am Montag gesagt. Das Beispiel der Münchner HVB zeige, dass nach einer Übernahme durch die UniCredit "nicht mehr viel übrig bleibt".

Seit der 15 Milliarden Euro schweren Übernahme durch die Italiener ist die HVB kräftig geschrumpft: Beteiligungen wurden verkauft, das Filialnetz auf etwa die Hälfte eingedampft und zahlreiche Jobs gestrichen. Ihre nationalen Ambitionen hat die HVB - einst die zweitgrößte Privatbank des Landes - im Privatkundengeschäft längst aufgegeben. Sie konzentriert sich auf ihre angestammten Regionen in Bayern und rund um Hamburg.

Für Mustier ist die Commerzbank unter anderem wegen ihrer Einlagen attraktiv, weil die Refinanzierung italienischer Banken im Zuge des Haushaltskonflikts zwischen der EU-Kommission und Italien deutlich teurer geworden ist. Fraglich ist allerdings, inwieweit Unicredit die Gelder tatsächlich nutzen könnte. In der Vergangenheit sahen die hiesigen Aufseher den Transfer von Milliarden von der HVB nach Mailand mit Sorge. Mit der Übernahme der Bankenaufsicht über die größten Institute durch die EZB ist der Widerstand geringer geworden, aber nicht verschwunden.

Die italienischen Aktionäre der Unicredit würden jeden Deal positiv sehen, der den Aktienkurs von Unicredit ankurbeln würde, sagte ein Insider. Einige machten sich aber Sorgen, dass die Bank ihre italienischen Wurzeln verlieren könnte.

Mustier hatte erst vor kurzem angekündigt, den Bestand an italienischen Staatsanleihen zu senken, der als Hindernis für eine mögliche Fusion gilt. Auf die Frage, ob er Unicredit so für eine grenzüberschreitenden Zusammenschluss wappnen wolle, sagte Mustier vergangene Woche bei der Vorlage der Zahlen: "Unser Bekenntnis zu Italien war noch nie größer."

AUCH ING BUHLT UM DIE COMMERZBANK

Doch Unicredit droht im Werben um die Commerzbank Konkurrenz von anderen Banken. Insidern zufolge hat auch die niederländische ING ihre Fühler ausgestreckt. Manche Experten halten es für möglich, dass die Niederländer im Falle einer Fusion ihren Sitz nach Frankfurt verlegen könnten. Damit könnte die ING auch bei Verdi punkten.

Die Commerzbank selbst hat zuletzt versucht, Fusionsspekulationen zu dämpfen. Er sehe im Moment kein großes Bieterrennen auf die Commerzbank zukommen, sagte Finanzchef Stephan Engels vergangene Woche. "Ich höre hier jetzt nichts klopfen", sagte Engels als er gefragt wurde, welche Auslandsbanken bei der Commerzbank Interesse angemeldet hätten. 

(Reuters)

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Commerzbank-Chef: Keine

Commerzbank-Chef: Keine Angebote von ING für Fusionsverhandlungen

Commerzbank-Chef Martin Zielke hat Gerüchte über angebliche Fusionsgespräche mit der niederländischen Grossbank ING ins Reich der Märchen verwiesen. Es habe von der ING keine konkreten Angebote zu Verhandlungen über einen Zusammenschluss gegeben, sagte Zielke am Mittwoch bei der Hauptversammlung des Frankfurter Instituts in Wiesbaden. Zwar habe er ING-Chef Ralph Hamers in den vergangenen zwölf Monaten zweimal getroffen. Allerdings treffe er regelmässig viele Bankchefs bei Konferenzen und anderen Veranstaltungen.

22.05.2019 12:40

Die Führungsspitzen von Commerzbank und Deutscher Bank hatten ab Mitte März mehrere Wochen lang einen möglichen Zusammenschluss ihrer Häuser durchgespielt. Ende April begruben sie die Pläne wieder. Zwischenzeitlich hatten Medien berichtet, dass die niederländische ING und die italienische Unicredit an der Commerzbank interessiert seien. Die Unicredit dementierte aber vor wenigen Tagen, dass sie andere Banken für eine mögliche Übernahme der Commerzbank mandatiert habe./stw/ben/mis

(AWP)

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Unicredit legt Plan für

Unicredit legt Plan für Commerzbank-Übernahme auf Eis

Die italienische Grossbank Unicredit hat Insidern zufolge ihre Pläne für eine Übernahme der Commerzbank vorerst auf Eis gelegt.

24.06.2019 19:05

Die Commerzbank sei so kurz nach den Ende April gescheiterten Fusionsgesprächen mit der Deutschen Bank nicht bereit zu Verhandlungen mit Unicredit, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Commerzbank hat Unicredit gesagt, sie brauche Zeit, um ihre Optionen zu prüfen", sagte einer der Insider. Die beiden Banken lehnten eine Stellungnahme ab.

Unicredit hatte im Frühjahr ihre Vorbereitungen für eine mögliche Übernahmeofferte für die Commerzbank vorangetrieben. Dazu hatten die Italiener die Investmentbanken Lazard und J.P. Morgan als Berater engagiert, wie Insider im Mai gesagt hatten. Der Mailänder Finanzkonzern, der 2005 bereits die Münchener HypoVereinbank (HVB) schluckte, ist schon seit längerem an einem Ausbau seines Deutschland-Geschäfts interessiert. Mit einem Börsenwert von aktuell rund 24 Milliarden Euro bringen die Italiener rund drei Mal so viel auf die Waage wie das Frankfurter Geldhaus.

Detaillierte Pläne

Die Pläne für einen Zusammenschluss mit der Commerzbank seien bereits weit vorangeschritten, sagen die Insider. Demnach wollte Unicredit die HVB und Teile des Osteuropa-Geschäfts mit der Commerzbank zusammenlegen. Das Italien-Geschäft wollte Unicredit abtrennen und abschirmen, sagt einer der Insider. Das fusionierte Deutschland-Geschäft sollte in Frankfurt börsennotiert sein, an seinem Hauptquartier und der Börsennotierung in Mailand wollte Unicredit jedoch festhalten. Um die Übernahme zu finanzieren, bräuchten die Italiener eine fünf bis sieben Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung, sagen zwei Banker.

Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier suche nach einem Weg, um die skeptischen Entscheidungsträger in Deutschland zu überzeugen, sagt ein zweiter Insider. Schliesslich hat die Bundesrepublik mit ihrem Anteil von gut 15 Prozent bei der Commerzbank ein gewichtiges Wort mitzureden. Als  Hindernis für eine Fusion gilt der riesige Bestand an italienischen Staatsanleihen in den Büchern der Unicredit, der zuletzt bei 54 Milliarden Euro lag und den Mustier reduzieren will.

Keine erneute Schlappe

Nach Aussage von zwei Insider ist die Commerzbank zu Gesprächen über ein Zusammengehen nur bereit, falls man sich des Erfolgs sicher sein könne. Nach dem Scheitern der Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank könne man sich eine erneute Schlappe nicht leisten.

Beide Banken arbeiten aktuell an neuen Strategien, die sie noch im Laufe des Jahres der Öffentlichkeit vorstellen wollen. Dabei prüfe die Commerzbank sowohl Möglichkeiten für Wachstum aus eigener Kraft als auch durch Fusionen und Zukäufe, hatte Vorstandschef Martin Zielke Ende Mai auf der Hauptversammlung gesagt. Mitte September trifft sich der Aufsichtsrat zu seiner jährlichen Strategiesitzung, danach will die Commerzbank ihre Planungen auf einem Investorentag präsentieren. Unicredit-Chef Mustier will am 3. Dezember einen neuen Mehrjahresplan vorstellen.

(Reuters)

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Commerzbank will mit CoCo

Commerzbank will mit CoCo-Anleihe Kapitalquoten stärken

Die Commerzbank will ihre Kapitalausstattung durch die Begebung einer Nachranganleihe stärken. Die sogenannte Additional-Tier-1-Anleihe soll ein Volumen von mindestens 500 Millionen US-Dollar (439 Mio Euro) haben, teilte der Finanzkonzern am Dienstag in Frankfurt mit. "Mit der AT-1-Emission optimieren wir unsere Kapitalstruktur, gerade auch mit Blick auf unsere Wachstumsstrategie und veränderte regulatorische Vorgaben", sagte Finanzvorstand Stephan Engels Commerzbank. Commerzbank-Aktien fielen nach dem Handelsstart um ein Prozent.

25.06.2019 09:41

Tier-1-Anleihen (auch "CoCo"-Bonds genannt) werden dem harten Kernkapital zugeschrieben und können mit besonderen Bedingungen verknüpft sein, falls die Kapitalquoten des Instituts unter eines bestimmte Schwelle fallen. Dazu können ein Aussetzen von Kouponzahlungen, die Wandlung in Aktien oder sogar Totalverlust im Fall einer Krise zählen. Diese Massnahmen sollen es Banken erlauben, in Krisenzeiten die Kapitaquoten ohne einen dann noch schwierigeren Gang an den Kapitalmarkt zu verbessern.

Bei der nun geplanten Emission der Commerzbank-Papiere wird im Falle eines Herabsinkens der harten Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter 5,125 Prozent der Nominalwert der Anleihen abgeschrieben. Ende März 2019 lag die CET-1-Quote den Angaben zufolge bei 12,7 Prozent./mis/men

(AWP)

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Geringere Steuern verschonen

Geringere Steuern verschonen Commerzbank vor Gewinneinbruch

Belastet vom Zinstief und faulen Krediten hat die Commerzbank im zweiten Quartal nur dank geringerer Steuern einen Gewinneinbruch verhindern können. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 271 Millionen Euro und damit eine Million weniger als ein Jahr zuvor, wie das im MDax gelistete Institut am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das war deutlich mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Der operative Gewinn brach hingegen stärker als gedacht um ein Viertel auf 298 Millionen Euro ein.

07.08.2019 07:29

Für das laufende Jahr peilt Vorstandschef Martin Zielke zwar weiterhin einen etwas höheren Überschuss an als im Vorjahr. Dieses Ziel sei wegen der sich "spürbar eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Lage" und der unsicheren Situation in der Weltpolitik aber "deutlich ambitionierter" geworden. So musste die Bank im zweiten Quartal schon deutlich mehr Geld für faule Kredite zurücklegen als ein Jahr zuvor./stw/jha/

(AWP)

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