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Bayer mit mehr Klägern wegen

Bayer mit mehr Klägern wegen Glyphosat konfrontiert

Die Klagewelle in den USA gegen den Agarchemie- und Pharmakonzern Bayer ist weiter gewachsen. Im Zusammenhang mit dem Wirkstoff Glyphosat wurden dem übernommenen Saatgutkonzern Monsanto in den USA bis zum 30. Oktober Klagen von etwa 9300 Klägern zugestellt, wie Bayer am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Das sind rund 600 mehr als Ende August.

13.11.2018 08:00

Die Zahl der Kläger war nach oben geschnellt, nachdem im August ein Geschworenen-Gericht in Kalifornien einem krebskranken ehemaligen Platzwart fast 289 Millionen US-Dollar (255 Millionen Euro) Schadensersatz zugesprochen hatte. Die Richterin in dem Prozess reduzierte die Summe zwar auf 78 Millionen Dollar und Bayer will in Berufung gehen, die US-Klageindustrie hat das Thema Glyphosat aber längst für sich entdeckt.

Infolge des Jury-Urteils waren die Bayer-Aktien eingebrochen. Aktuell kosten sie rund rund ein Viertel weniger als vor dem Urteil. Glyphosat dürfte daher auch die Telefonkonferenz mit Analysten zu den Zahlen für das dürfte Quartal bestimmen./mis/fba

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Bayer erringt Zwischenerfolg

Bayer erringt Zwischenerfolg in US-Glyphosat-Verfahren

Im anstehenden Schadenersatz-Verfahren um den Unkrautvernichter Glyphosat in den USA hat sich der deutsche Pharmakonzern Bayer einen Vorteil verschafft: Ein US-Bezirksrichter gab am Donnerstag dem Antrag des Konzerns nach einer Aufteilung des Verfahrens in zwei Phasen statt.

04.01.2019 07:20

Dadurch kann der Kläger seine Vorwürfe, die Bayer-Tochter Monsanto habe versucht, Behörden und die öffentliche Meinung zu manipulieren, nicht schon am Anfang des Prozesses vorbringen. Sie kommen erst zum Tragen, wenn in einer ersten Phase des Prozesses geklärt wurde, dass Glyphosat die Krebserkrankungen des Klägers ausgelöst hat, und das Verfahren in eine zweite Phase eintritt. Bayer begrüsste die Entscheidung.

Die Entscheidung des Richters betrifft den Prozess um die Klage von Edwin Hardeman, der am 25. Februar startet, sowie zwei weitere als sogenannte "bellwether trials" klassifizierte Klagen. Sie geben die Richtung für rund 620 beim Bezirksgericht in San Francisco anhängige Verfahren vor.

Grosser Schadenersatz

Das Argument, Monsanto habe bewusst versucht, die Gefährlichkeit von Glyphosat zu verschleiern, hatte im ersten Urteil mit dazu geführt, dass das Geschworenengericht den Konzern zur Zahlung von 289 Millionen Dollar Schadenersatz an einen an Krebs erkrankten Mann verurteilte. Später wurde die Summe zwar auf 78 Millionen Dollar reduziert, doch Glyphosat wurde immer noch für die Krebserkrankung des Mannes verantwortlich gemacht.

Bayer bestreitet das und hat immer wieder erklärt, dass Glyphosat bei sachgemässer Anwendung sicher sei. Der Leverkusener Konzern sieht sich in den USA inzwischen mit rund 9.300 Klägern wegen Glyphosat konfrontiert. Glyphosat zählt zu den weltweit am meisten eingesetzten Unkrautvernichtern und wurde vom Monsanto-Konzern entwickelt, den Bayer im Sommer für rund 63 Milliarden Dollar übernommen hat.

jb/

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Bayer-Tochter Monsanto

Bayer-Tochter Monsanto gewinnt weitreichenden Patentstreit in Indien

DEHLI (awp international) - Die Bayer-Tochter Monsanto hat einen Patentstreit in Indien gewonnen, der weitreichende Folgen für die Industrie haben könnte. So urteilte der Oberste Gerichtshof des Landes am Dienstag, dass die Patente zu genveränderter Baumwolle des Saatgut- und Pflanzenschutzherstellers weiterhin gültig sind. Damit kassierte das Gericht eine vorangegangene Gerichtsentscheidung, nach der Saatgut, Pflanzen sowie Tiere unter indischem Recht nicht patentiert werden könnten. Ein anderes Gericht müsse nun entscheiden, ob indische Unternehmen Monsantos Baumwoll-Patente verletzt haben, hiess es in der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs.

08.01.2019 08:22

Das Urteil dürfte weitreichende Auswirkungen haben, da es das Vertrauen ausländischer Investoren in die Gültigkeit von Patenten stärkt. Biotech-Unternehmen etwa könnten ihre Expansionspläne überdenken, die sie aufgrund der Restriktionen der indischen Regierung oder durch Gerichte zuletzt heruntergefahren hatten. Monsanto muss dagegen nicht mehr den Verlust erheblicher Umsätze fürchten, die durch den Verlust des Patentes gedroht hatten.

Dem Urteil waren jahrelange Streitigkeiten zwischen dem US-Konzern sowie indischen Saatgutfirmen vorangegangen, angeführt von dem Unternehmen Nuziveedu Seeds. Die indische Firma, ein Lizenzträger von Monsanto in dem Land, hatte vor Gericht gefordert, das Patent für Monsanto aufzuheben. Daraufhin hatten die Amerikaner Patentklage eingereicht. Die indischen Lizenzunternehmen hatten zudem argumentiert, dass Monsanto kein Recht habe, Gebühren von ihnen zu verlangen./nas/stw/jha/

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US-Jury spricht Bayer 155

US-Jury spricht Bayer 155 Millionen Dollar in Patent-Rechtsstreit zu

Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im US-Patentstreit mit dem Rivalen Takeda einen Erfolg errungen. Die Jury des zuständigen Gerichts in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware ordnete an, dass die Takeda-Tochter Baxalta Bayer 155,2 Millionen Dollar (136,1 Mio Euro) wegen Rechteverletzungen bei einem Medikament zur Behandlung der Bluterkrankheit Hämophilie zahlen muss.

06.02.2019 06:36

Das geht aus Gerichtsdokumenten vom Dienstag hervor. Das Urteil bestätige "die Stärke von Bayers Innovationen", teilte der Leverkusener Konzern mit. Eine Sprecherin von Takeda kündigte gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg an, dass ihr Unternehmen nun sämtliche verfügbaren Rechtsmittel prüfen werde./hbr/DP/zb

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Bayer kommt bei Prostatakrebs

Bayer kommt bei Prostatakrebs-Medikament Darolutamid voran

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann sich beim Krebsmittel-Kandidaten Darolutamid mehr Hoffnung auf eine Zulassung machen. Laut Daten der Aramis-Studie führte eine Behandlung des nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom mit Darolutamid in Kombination mit einer Hormontherapie (ADT) zu einem deutlich längeren metastasenfreien Überleben als mit der ADT alleine.

15.02.2019 08:14

Das mittlere metastasenfreie Überleben bei der Behandlung mit dem Bayer-Wirkstoff habe bei 40,4 Monaten im Vergleich zu 18,4 Monaten bei einer alleinigen Hormontherapie gelegen, wie Bayer am Donnerstagabend in Berlin mitteilte. Patienten hätten die Therapie zudem vergleichsweise gut vertragen.

"Mit den positiven Ergebnissen der Aramis-Studie sind wir unserem Ziel, Patienten und Ärzten Darolutamid anbieten zu können, einen Schritt näher gekommen", sagte Chef der Krebsmedikamenten-Entwicklung von Bayer, Scott Fields laut Mitteilung. Noch ist das Mittel nicht zugelassen.

Für den Analysten Wimal Kapadia von Bernstein Research birgt Darolutamid ein gewisses Potenzial für Bayer. Ein wirklicher Kassenschlager, der die Herausforderungen durch Patentabläufe wichtiger Medikamente wie des Gerinnungshemmers Xarelto oder des Augenmittels Eylea in einigen Jahren deutlich abfedern könnte, ist es dem Experten zufolge allerdings nicht. Kapadia rechnet damit, dass das Medikament wahrscheinlich im Jahr 2020 auf den Markt kommt./mis/stk

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Bayer verdient deutlich

Bayer verdient deutlich weniger - Klagewelle in USA reisst nicht ab

(Ausführliche Fassung) - Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Unter dem Strich brach der Gewinn um rund drei Viertel auf 1,7 Milliarden Euro ein, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in Leverkusen mitteilte. Bayer-Aktien standen vorbörslich mit einem Abschlag von 0,7 Prozent leicht unter Druck.

27.02.2019 08:05

Neben Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto belasteten Abschreibungen auf Firmenwerte im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten, da sich Bayer hier von weniger gut laufenden Bereichen trennen will. Zudem floss nicht mehr die ehemalige Tochter Covestro ein.

Der Umsatz legte dank der Monsanto-Übernahme im abgelaufenen Jahr um rund 13 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten stieg aber nur leicht um 2,8 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro, auch weil Kosten für die Behebung von Problemen infolge einer Rüge der US-Gesundheitsbehörde FDA anfielen.

Die Klagewelle in den USA gegen Bayer reisst nicht ab. Bis zum 28. Januar seien Klagen von rund 11 200 Klägern zugestellt worden, wie Bayer weiter mitteilte. Das sind rund 1900 mehr als Ende Oktober.

Die Zahl schnellt seit August letzten Jahres nach oben. Damals hatte ein Geschworenen-Gericht einem Krebspatienten, der glyphosathaltige Unkrautvernichter von Monsanto für seine Erkrankung verantwortlich macht, zunächst einen Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe zugesprochen. Bayer weist die Vorwürfe zurück.

Bedeutender als dieses erste Verfahren ist der in der letzten Februar-Woche gestartete Prozess eines weiteren Klägers. Denn es handelt sich um den ersten Fall, der vor einem Bundesbezirksgericht verhandelt wird und Teil eines Massenverfahrens ist./mis/jha/DP/jha/

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Bayer erhält für

Bayer erhält für Krebswirkstoff Sorafenib Sonderstatus in den USA

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer erhält in den USA einen Sonderstatus für einen Krebswirkstoff. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA verlieh dem Wirkstoff Sorafenib zur Behandlung sogenannter Desmoid-Tumoren am 28. Februar den Status einer "Orphan Drug", wie aus aktuellen FDA-Daten hervorgeht. Der "Orphan-Drug"-Status ermöglicht die Förderung bestimmter Medikamentenkandidaten für seltene Krankheiten, darunter Steuererleichterungen für klinische Tests. Bei Desmoid-Tumoren handelt es sich um seltene Weichteiltumore.

04.03.2019 10:22

Sorafenib ist unter dem Medikamentennamen Nexavar bereits zur Behandlung anderer Krebsformen der Leber, Nieren und Schilddrüse zugelassen. Allerdings sank der Umsatz mit dem Medikament im Jahr 2018 deutlich wegen eines hohen Wettbewerbsdrucks./mis/stw

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Kreise: Verkauf

Kreise: Verkauf Tiergesundheit könnte Bayer 8 Milliarden Euro bringen

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann sich beim geplanten Verkauf seiner Sparte für Tiergesundheit offenbar über grosses Interesse freuen. Die Veräusserung des Geschäftsbereichs könnte bis zu 8 Milliarden Euro einspielen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Eine Reihe von Investmentgesellschaften wie KKR, Blackstone und Permira hätten ebenso ein Auge darauf geworfen wie andere Pharmaunternehmen.

17.03.2019 16:21

Der Verkauf der Tiergesundheit zählt zu einer umfassenden Restrukturierung, die die Leverkusener gegen Ende des vergangenen Jahres angekündigt hatten. Im Schaufenster stehen mit der Hautpflegemarke Coppertone und der Fusspflegemarke Dr. Scholl's auch Teile des Konsumenten-Geschäfts sowie der 60-Prozentige Anteil am deutschen Chemiestandort-Dienstleister Currenta. Mit dem Umbau will Bayer-Chef Werner Baumann den Konzern fit für die Zukunft machen. Dazu gehört auch ein umfangreicher Stellenabbau, dem fast 10 Prozent der Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen.

Im vergangenen Jahr brachte es die Sparte Tiergesundheit auf einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen von 358 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der gesamte Bayer-Konzern erzielte Umsätze von 39,6 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 9,5 Milliarden Euro.

Sollte der Verkauf des Bereichs tatsächlich die laut Bloomberg im Raum stehenden 8 Milliarden Euro einspielen, würden die Schätzungen vieler Analysten wohl übertroffen. Sie hatten zuletzt eher um die 6,5 bis 7,5 Milliarden Euro auf dem Zettel. Bayer kann das Geld nach dem rund 63 Milliarden Dollar (55 Mrd Euro) teuren Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto gut gebrauchen. Aber auch das Pharmageschäft muss laut Analysten weiter gestärkt werden./mis/he

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Empfindliche Schlappe für

Empfindliche Schlappe für Bayer in wichtigem US-Glyphosat-Prozess

Schwerer Rückschlag für Monsanto: Der zum deutschen Bayer-Konzern gehörende US-Saatguthersteller hat einen wichtigen Teilprozess um angebliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup verloren. Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco befand am Dienstag (Ortszeit), dass das Produkt mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman gewesen ist. Die sechs Geschworenen trafen die Entscheidung einstimmig.

20.03.2019 06:35

Damit geht der Prozess nun mit der selben Jury in eine zweite Phase, in der die Haftungsfragen geklärt werden sollen. Dabei geht es auch darum, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte. Sollte Monsanto für haftbar befunden werden, könnte dies Bayer viel Geld kosten. Wäre die Jury zu dem Schluss gekommen, dass Roundup nicht für Hardemans Erkrankung mitverantwortlich ist, so hätte es keine zweite Prozessrunde gegeben, was für Monsanto ein Befreiuungsschlag gewesen wäre.

Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht von der Entscheidung der Jury. Dennoch sei das Unternehmen weiterhin fest davon überzeugt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass glyphosatbasierte Herbizide keinen Krebs verursachen. Bayer sei zuversichtlich, im zweiten Teil des Prozesses beweisen zu können, dass Monsantos Verhalten angemessen war und das Unternehmen nicht für Hardemans Krebserkrankung haftbar gemacht werden sollte.

Für Bayer ist der Fall Hardeman hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden "Bellwether Case" handelt. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmass von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt.

Die Klagewelle gegen Bayer war so richtig ins Rollen gekommen, nachdem eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren im August insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zugesprochen hatte. Die Richterin senkte zwar die Strafe gegen den im vergangenen Jahr von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto später auf gut 78 Millionen Dollar (69 Mio Euro), im Grundsatz änderte sie am Urteil aber nichts.

Der Bayer-Aktienkurs war nach dem Urteil im August massiv eingebrochen. Anleger und Analysten warfen die Frage auf, ob die Leverkusener die Risiken des rund 63 Milliarden Dollar (55 Mrd Euro) teuren Monsanto-Kaufs unterschätzt hätten. Das aktuelle Verfahren ist erst der Anfang: Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11 200 Klägern zugestellt. Am 28. März soll bereits ein weiterer Prozess bei einem Landgericht im kalifornischen Oakland starten, weitere sollen rasch folgen.

Bayer weist die Vorwürfe eines Krebsrisikos von Monsantos Unkrautvernichtern zurück und beruft sich dabei auf zahlreiche Studien. "Wir haben grosses Mitgefühl mit Herrn Hardeman und seiner Familie - dennoch stützen umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse die Schlussfolgerung, dass Roundup nicht die Ursache seiner Krebserkrankung ist", heisst es im Statement des Unternehmens. Bayer stehe hinter diesen Produkten und werde sie entschieden verteidigen.

Der Dax -Konzern gibt sich denn auch betont optimistisch: Bislang sah das Unternehmen keinen Grund, für Schadenersatzzahlungen Vorsorge zu leisten. Viel Geld kosten die Glyphosat-Klagen aber dennoch schon: Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten stiegen im vergangenen Jahr um rund 660 Millionen Euro. "Wir stellen hier im Wesentlichen für drei Jahre Verteidigungskosten zurück", erklärte Finanzchef Wolfgang Nickl während einer Bilanzpressekonferenz Ende Februar./hbr/mis/DP/zb

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Bayer-Chef Baumann: 'Monsanto

Bayer-Chef Baumann: 'Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee'

(Ausführliche Fassung) - Bayer -Chef Werner Baumann verteidigt den milliardenschweren Kauf des umstrittenen US-Saatgutkonzerns Monsanto nach einer weiteren Gerichtsschlappe gegen wachsende Kritik. "Der Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee", sagte der Chef des Agrarchemie- und Pharmaunternehmens der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

24.03.2019 15:55

Erst in der abgelaufenen Woche hatte ein Rückschlag in einem wegweisenden Prozess um angebliche Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup den Druck auf den Manager erhöht. Eine Jury in San Francisco befand, dass das Produkt ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des 70-jährigen Klägers Edwin Hardeman gewesen sei.

Damit geht der Prozess nun mit derselben Jury in eine zweite Phase, in der die Haftungsfragen geklärt werden sollen. Dabei geht es auch darum, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte.

Die Zweifel an dem grössten Auslandszukauf eines deutschen Unternehmen wuchsen dadurch weiter. Anleger fürchten schwer kalkulierbare Milliardenrisiken durch mögliche Schadenersatz- und Vergleichszahlungen. Der Aktienkurs von Bayer, der sich gerade erst ein wenig berappelt hatte, ging wieder auf Talfahrt: Minus 12,5 Prozent schlugen in der vergangenen Woche zu Buche.

Damit wurden weitere Milliarden Euro an Börsenwert vernichtet. Der Höchstkurs von gut 140 Euro datiert aus dem Jahr 2015, seither geht es bergab - zuletzt auf etwa 60 Euro. Vor einem Millionenurteil einer Geschworenenjury im ersten grossen Glyphosatprozess im vergangenen August waren es noch mehr als 90 Euro gewesen.

Die Klagewelle in den USA war infolge des Urteils so richtig ins Rollen gekommen. Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11 200 Klägern zugestellt. Bayer weist die Vorwürfe eines Krebsrisikos von Monsantos Unkrautvernichtern zurück und beruft sich auf zahlreiche Studien.

Die Abschläge an der Börse infolge der Gerichtsschlappen hält Baumann für stark übertrieben: "Wenn es darum geht, Unsicherheiten zu bewerten, neigt die Börse zu Übertreibungen." Die gute Verfassung des Unternehmens, die hervorragenden Wachstumsperspektiven, die Ertragskraft - all das sehe er "nur sehr unvollständig im derzeitigen Börsenwert gespiegelt", sagte der Bayer-Chef. Den Ärger der Aktionäre verstehe er aber.

Beschwichtigen dürfte das die Anleger kaum. Auf der Hauptversammlung Ende April wird sich der Bayer-Manager harscher Kritik stellen müssen. So bezeichnete Christian Strenger, Gründungsmitglied der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, den Monsanto-Kauf jüngst in einem dem "Manager Magazin" vorliegenden Brief als "den grössten und schnellsten Wertvernichter der Dax -Geschichte". Strenger fordert demnach, Baumann und seinen Vorstandskollegen die Entlastung zu verweigern.

Gedanken an einen Rücktritt weist Baumann von sich: "Der Vorstand hat die volle Rückendeckung des Aufsichtsrats."/sl/mis/DP/mis

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Bayer soll US-Kläger 80

Bayer soll US-Kläger 80 Millionen Dollar zahlen

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat im wichtigen Grossprozess um angeblich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto eine herbe Schlappe erlitten.

28.03.2019 07:41

 Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco urteilte am Mittwoch (Ortszeit), dass Monsanto für Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat haftbar ist und dem 70-jährigen Kläger Edwin Hardeman Schadenersatz in Gesamthöhe von 80,3 Millionen Dollar (71,4 Mio Euro) zahlen muss.

In der vergangenen Woche war die Jury bereits im vorentscheidenden ersten Teil des Prozesses einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass Roundup als wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung Hardemans einzustufen sei. In der zweiten Runde des Verfahrens ging es um die Haftungsfrage und darum, wie viel Entschädigung dem Kläger zusteht. Die Summe setzt sich zusammen aus 5,3 Millionen Dollar an regulärem Schadenersatz und 75 Millionen an sogenanntem Strafschadenersatz, der im US-Recht zusätzlich verhängt werden kann.

Bayer zeigte sich enttäuscht und kündigte an, Berufung einzulegen. Dennoch ändere das Urteil nichts "am Gewicht von über vier Jahrzehnten umfangreicher wissenschaftlicher Arbeit und den Schlussfolgerungen von Regulierungsbehörden weltweit, welche die Sicherheit unserer glyphosatbasierten Herbizide und die Schlussfolgerung stützen, dass diese nicht krebserregend sind". Das Urteil habe keinen Einfluss auf zukünftige Fälle - jedes Verfahren sei auf Basis der jeweiligen Umstände gesondert zu betrachten.

Dennoch ist der Fall für Bayer hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden "Bellwether Case" handelt. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmass von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt.

Bayer-Aktie unter Druck

Die Klagewelle gegen Bayer war so richtig ins Rollen gekommen, nachdem eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren im August insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zugesprochen hatte. Die Richterin senkte zwar die Strafe gegen den im vergangenen Jahr von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto später auf gut 78 Millionen Dollar (69 Mio Euro), im Grundsatz änderte sie am Urteil aber nichts. Bayer hat auch in diesem Verfahren Berufung eingelegt.

An der Börse steht Bayer wegen der vielen Glyphosat-Klagen in den USA inzwischen massiv unter Druck. Mittlerweile notiert der Börsenwert des Konzerns sogar deutlich unter den rund 63 Milliarden Dollar (56 Mrd Euro), die die Leverkusener sich den Monsanto-Kauf hatten kosten lassen. Anleger und Analysten fragen sich, ob Bayer die Risiken der bislang teuersten Auslandsübernahme eines deutschen Unternehmens unterschätzt hat. Trotz aller Probleme verteidigt Bayer-Chef Werner Baumann die Übernahme. "Der Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Doch das jetzige Verfahren war erst der Anfang: Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11 200 Klägern zugestellt. Am heutigen Donnerstag soll bereits ein weiterer Prozess bei einem Landgericht im kalifornischen Oakland starten. Die US-Kläger stützen sich ebenfalls auf diverse Studien, insbesondere auf die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation, die Monsantos Unkrautvernichter 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" für Menschen einstufte.

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Hackerangriff auf Chemie

Hackerangriff auf Chemie-Konzern Bayer

Der Chemie-Riese Bayer ist Opfer eines Cyber-Angriffs geworden. Wie der Konzern am Donnerstag der dpa bestätigte, habe es bereits seit Anfang 2018 Anzeichen dafür gegeben, dass das Firmennetzwerk mit Schadsoftware der Winnti genannten Hackergruppe angegriffen wurde.

04.04.2019 10:13

Winnti soll im Auftrag des chinesischen Staates agieren. Die Hackergruppe soll 2016 auch hinter einer Attacke gegen Thyssenkrupp gesteckt haben. Die Experten des eigenen Abwehrzentrums hätten die betroffenen Systeme identifiziert und bereinigt, teilte der Konzern in seiner Stellungnahme mit. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Daten abgeflossen seien. Derzeit ermittle die Staatsanwaltschaft Köln.

Zuvor hatte NDR und der Bayrische Rundfunk über den Vorfall berichtet. Demnach hatten Datenjournalisten des BR die Winnti-Schadsoftware aufgespürt und den Konzern daraufhin kontaktiert. Demnach seien vor allem Systeme an der Schnittstelle vom Intranet zum Internet sowie Autorisierungssysteme infiziert gewesen, berichtet "tagesschau.de". Ende März seien die Systeme dann bereinigt worden. Bis dahin seien die Angreifer aber offenbar nicht aktiv geworden, hiess es.

Die Hackergruppe war von IT-Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab enttarnt worden. IT-Sicherheitsexperten als auch deutsche Sicherheitsbehörden vermuten, dass die Bande aus China stammen. Gesicherte Erkenntnisse darüber, wer sich hinter der Gruppe verbirgt, gibt es allerdings nicht. ThyssenKrupp hatte damals den Angriff in einer sechsmonatigen Abwehrschlacht erfolgreich beendet./gri/DP/stk

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Bayer will laut Kreisen 4500

Bayer will laut Kreisen 4500 Stellen in Deutschland abbauen

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will in Deutschland 4500 Stellen abbauen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus informierten Kreisen. Wie das Unternehmen bereits im November angekündigt hatte, sollen weltweit insgesamt 12 000 von 118 000 Arbeitsplätzen wegfallen. In Deutschland waren zum Jahreswechsel 32 100 Mitarbeiter beschäftigt. Die "Rheinische Post" hatte zuvor über die Pläne für Deutschland berichtet.

08.04.2019 19:39

In dem Konzern sind in Deutschland betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2025 ausgeschlossen. Um die Stellenzahl zu verringern, setzt das Unternehmen daher auf Abfindungen, Altersteilzeit und Abgänge durch die übliche Fluktuation.

Wie die "Rheinische Post" berichtete, will der Vorstand die Mitarbeiter am Dienstag in einem Brief über die geplante Stellenreduzierung informieren. Demzufolge entfallen 3000 der 4500 Stellen auf sogenannte Querschnittsfunktionen etwa in Verwaltung und IT.

Bayer befindet sich in einer schwierigen Phase. Die Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto wurde zum milliardenschweren Kraftakt mit Nebenwirkungen - die Leverkusener müssen sich einer Klagewelle wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat erwehren. Der Konzern hat viele Baustellen, auch das Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln läuft nicht rund. Bayer verkündete als Konsequenz Pläne zum Stellenabbau, um Kosten zu sparen und Arbeitsabläufe effizienter zu machen./wdw/DP/mis

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US-Richter fordert Bayer zur

US-Richter fordert Bayer zur Mediation in Glyphosat-Prozess auf

(Ausführliche Fassung) - Zwei Mal hat Bayer bereits in Prozessen um angebliche Krebsrisiken von Produkten der Tochter Monsanto Schlappen einstecken müssen - nun soll der Agrarchemie- und Pharmakonzern nach dem Willen eines US-Richters nach einer gütlichen Einigung mit Klägern suchen.

12.04.2019 10:06

Der zuständige US-Richter Vince Chhabria, bei dem mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt sind, forderte Bayer und die Anwälte der Gegenseite in einer Anweisung vom Donnerstag auf, einen Mediator einzuschalten. In diesem Zusammengang strich der Richter einen für Mitte Mai angesetzten Prozess vorerst. Sollten sich die beiden Seiten nicht einigen können, werde ein Vermittler gerichtlich bestellt. Bereits in der vergangenen Woche hatte es Spekulationen über eine Aufforderung zur Mediation gegeben.

"Wir werden selbstverständlich dem Beschluss des Gerichts hinsichtlich des Eintritts in eine Mediation Folge leisten", sagte Bayer-Sprecher Rolf Ackermann. Allerdings befinde sich der Verfahrenskomplex nach erst zwei Jury-Urteilen noch in einer frühen Phase, zumal in noch keinem Fall die Berufung durchlaufen worden sei. Bayer konzentriere sich daher weiterhin darauf, die eigenen glyphosatbasierten Herbizide und deren Sicherheit vor Gericht zu verteidigen.

Bayer hatte Ende März einen richtungweisenden Fall am Bundesbezirksgericht in San Francisco unter Vorsitz von Chhabria verloren. Die Geschworenen-Jury urteilte, dass Monsanto für Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup haftbar ist und dem 70-jährigen Kläger Edwin Hardeman Schadenersatz in Gesamthöhe von 80,3 Millionen Dollar (71,4 Mio Euro) zahlen muss. Bereits im letzten Jahr hatte eine Jury an einem anderen Gericht Monsanto in einem weiteren Fall zu einer Millionenzahlung verdonnert.

Bayer betont weiterhin die Sicherheit glyphosatbasierter Herbizide und beruft sich auf zahlreiche wissenschaftliche Studien. Der Dax -Konzern geht gegen die Urteile vor. Aktuell läuft ein weiteres Verfahren - allerdings bei einem Landgericht - im kalifornischen Oakland. Bei den Klägern handelt es sich um ein krebskrankes Rentnerehepaar, das jahrelang mit Roundup hantierte und den Unkrautvernichter für sein Leiden verantwortlich macht.

Per Ende Januar lagen Bayer bereits Klagen von 11 200 Klägern vor. Analyst Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan geht davon aus, dass die Zahl auf mindestens 15 000 steigen wird. Er rechnet mit Belastungen für Bayer von 5 Milliarden Euro.

Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank bezweifelt angesichts der vielen Klagen, dass Bayer sich schon jetzt auf einen Vergleich einlassen werde, da sonst ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte. Daher werde eine Mediation vermutlich nicht zu einem für alle Beteiligten akzeptablen Ergebnis führen.

Die Bayer-Aktien fielen am Freitag kurz nach dem Handelsstart um rund 1 Prozent auf 60,15 Euro, nachdem sie sich zuletzt ein Stück weit vom Mehrjahrestief von 54,48 Euro erholt hatten. Auf das waren sie nach der Niederlage im Hardeman-Prozess gefallen.

Bayer-Aktien stehen schon seit Monaten unter Druck: Seit der Niederlage im Johnson-Prozess im vergangenen August ist der Börsenwert des Konzerns um fast 31 Milliarden Euro geschmolzen. Aktuell bringt es Bayer noch auf etwa 56,5 Milliarden Euro Marktkapitalisierung. Ende des Monats muss sich Konzernchef Werner Baumann auch deshalb bei der Hauptversammlung auf harsche Kritik einstellen./mis/nas/tav

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Bayer verliert neuen US

Bayer verliert neuen US-Glyphosat-Prozess - Jury fordert Milliarden

Neue Niederlage für Bayer vor einem US-Gericht: Der Agrarchemie- und Pharmakonzern hat auch den dritten wichtigen Prozess um womöglich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto verloren. Die Geschworenen-Jury des zuständigen Gerichts im kalifornischen Oakland verurteilte das Unternehmen am Montag zu Schadenersatz in Höhe von insgesamt über zwei Milliarden Dollar an die beiden Kläger. Ein Rentnerehepaar macht geltend, wegen des von der Bayer-Tochter Monsanto erzeugten, hochumstrittenen Wirkstoffs Glyphosat an Krebs erkrankt zu sein.

14.05.2019 06:39

Der grösste Teil der Zahlung entfällt auf sogenannten Straf-Schadenersatz, wofür es im deutschen Recht keine Entsprechung gibt. Bayer macht für die Krebserkrankungen der beiden Kläger umfangreiche Vorerkrankungen verantwortlich und kündigte umgehend an, Rechtsmittel einzulegen. Es gebe keine wissenschaftlichen Beweise, dass es ohne den Einsatz von Glyphosat nicht zu der Krebserkrankung gekommen wäre.

Man sei von der Entscheidung enttäuscht, erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme. Das Urteil der Jury stehe in direktem Widerspruch zu der Einschätzung der US-Umweltbehörde EPA, die erst im vergangenen Monat im Rahmen der vorläufigen Zulassungsüberprüfung veröffentlicht worden sei. Die Kläger hätten dagegen nur Teile von Studien angeführt, die so nicht ausreichend belastbar seien.

Während des Ende März begonnenen Prozesses hatte die Anklage immer wieder versucht, die Geschworenen nicht nur davon zu überzeugen, dass Monsantos Produkte Krebs verursachen, sondern auch, dass etwa mit manipulierten Studien Risiken verschleiert wurden.

Für Bayer ist der Fall hochbrisant: Es ist bereits der dritte Schuldspruch innerhalb weniger Monate und weitere Prozesse werden folgen. Zuletzt war der Konzern in den USA nach eigenen Angaben mit rund 13 400 Klagen wegen des Unkrautvernichters Roundup konfrontiert. Bayer hat in den ersten beiden Fällen Berufung eingelegt. Der Konzern weist Gesundheitsgefahren von Monsanto-Produkten vehement zurück.

Bayer vertritt dagegen die Auffassung, dass auf dem Wirkstoff Glyphosat basierende Produkte, darunter das Unkrautvernichtungsmittel Roundup seit mehr als 40 Jahren erfolgreich in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Regulierungsbehörden in aller Welt hätten diese Herbizide bei sachgemässer Anwendung als sicher eingestuft.

Angesichts der sich häufenden Schlappen vor US-Gerichten wird die Lage für Bayer und Konzernchef Werner Baumann jedoch kritischer. Der Aktienkurs hat bereits gelitten, bei der Hauptversammlung im April verpassten die Aktionäre der Bayer-Führung einen historischen Denkzettel und verweigerten Baumann die Entlastung. Der Börsenwert des Konzerns liegt mittlerweile deutlich unter den rund 63 Milliarden Dollar (56 Mrd Euro), die sich die Leverkusener den Monsanto-Kauf vergangenes Jahr hatten kosten lassen.

Auch wenn Bayer sich bislang beharrlich dagegen sträubt, dürften Verhandlungen über einen Vergleich mit US-Klägern durch die dritte Niederlage im dritten Prozess wahrscheinlicher werden. US-Richter Vince Chhabria, bei dessen Bundesbezirksgericht in San Francisco mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt sind, drängte bereits im April auf eine gütliche Einigung der Streitparteien. Sollten die beiden Seiten keine einvernehmliche Lösung finden, werde ein Mediator gerichtlich bestellt.

Offiziell geht Bayer davon aus, dass das Geschworenen-Urteil aus Oakland keinen Einfluss auf weitere Verfahren hat. Es werde einige Zeit dauern, bis der gesamte Verfahrenskomplex abgeschlossen sei, hiess es. Bislang habe noch kein Fall die Berufung durchlaufen, bei der wichtige rechtlich relevante Entscheidungen der Verfahren bewertet würden./mis/hbr/he/dm/DP/zb

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Bayer sieht Wirksamkeit des

Bayer sieht Wirksamkeit des Krebsmittels Larotrectinib bestätigt

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer sieht die Wirksamkeit seines Krebswirkstoffs Larotrectinib durch neue Studiendaten untermauert. Die im Rahmen der jährlichen Tagung der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie ASCO vorgestellten Studiendaten zeigten hohe Gesamtansprechraten bei Kindern und Erwachsenen mit sogenannten TRK-Fusionstumoren, wie Bayer am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Daten bestätigten den klinischen Nutzen bei Patienten mit Tumoren des zentralen Nervensystems und Metastasen im Gehirn und wiesen auch eine Verbesserung der Lebensqualität nach.

15.05.2019 23:01

Bayer hatte sich im Februar die vollen Rechte an Larotrectinib und einem weiteren Krebsmittel (LOXO-195) des Partners Loxo Oncology gesichert, nachdem dieser vom US-Pharmakonzern Eli Lilly geschluckt wurde. Der Wirkstoff zielt auf Krebserkrankungen mit einer sogenannten NTRK-Genfusion ab, einem insgesamt seltenen Treiber für Krebs, der jedoch laut Bayer bei vielen verschiedenen Tumorarten vorkommen kann. Larotrectinib ist in den USA unter dem Namen Vitrakvi zur Behandlung bestimmter Tumore zugelassen. Entsprechende Anträge in Europa und anderen Regionen laufen.

Bayer traut Larotrectinib einen Spitzenumsatz (Peak Sales) von mehr als 750 Millionen Euro zu. Damit wäre das Mittel zwar noch kein Blockbuster, aber ein wichtiger Baustein zur laut Analysten dringend notwendigen Belebung der Pharma-Pipeline. So läuft in einigen Jahren der Patentschutz für Wachstumstreiber und grosse Umsatzbringer, wie den Blutverdünner Xarelto und das Augenmedikament Eyla, ab./mis/elm/fba

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US-Klage gegen Bayer-Tochter

US-Klage gegen Bayer-Tochter Monsanto wegen Umweltschäden

Dem Bayer-Konzern steht neuer rechtlicher Ärger wegen der US-Tochter Monsanto ins Haus. Der Landkreis Los Angeles reichte am Donnerstag (Ortszeit) beim zuständigen kalifornischen Bundesbezirksgericht Klage wegen angeblich vor Jahrzehnten schon verursachter Umweltschäden ein. Das Unternehmen müsse sich an den Kosten für die Säuberung von Dutzenden mit PCB-Chemikalien verseuchten Gewässern beteiligen und Strafschadenersatz zahlen, fordern die Kläger.

31.05.2019 06:46

Bayer teilte auf Nachfrage mit, die Klage noch zu prüfen. Der Konzern gehe aber davon aus, dass die Vorwürfe haltlos seien und kündigte an, dass er sich energisch verteidigen werde. Monsanto habe die PCB-Produktion vor mehr als 40 Jahren freiwillig gestoppt. Davor sei es an diverse Abnehmer aus der Industrie und dem Verarbeitenden Gewerbe verkauft worden, die es für verschiedene Zwecke verwendet hätten. Unter den damaligen Kunden sei auch die US-Regierung gewesen.

Die Kläger werfen Monsanto vor, jahrzehntelang verheerende Folgen der toxischen Schadstoffe für Natur und Lebewesen verschwiegen zu haben. Das Unternehmen sei von 1935 bis 1977 der einzige Hersteller von Polychlorierten Biphenylen (PCB) in den USA gewesen. 1979 wurde die Chemikalie dort verboten. Gegen Bayers Tochter Monsanto, die der Konzern vergangenes Jahr für rund 63 Milliarden Dollar gekauft hatte, laufen bereits zahlreiche US-Klagen. Meist geht es um angebliche Krebsgefahren von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat./hbr/DP/zb

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Wdh: Bayer bleibt bei

Wdh: Bayer bleibt bei Glyphosat - Aber Milliarden für Alternativen

(neu: berichtigt Firmensitz von Bayer im ersten Absatz) - Bayer hält an der Produktion des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat fest, will aber zugleich Milliarden in die Entwicklung von Alternativen investieren. "Glyphosat wird weiterhin eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft und in der Produktpalette von Bayer spielen", erklärte das Leverkusener Unternehmen am Freitag.

14.06.2019 08:20

Gleichzeitig seien in den kommenden zehn Jahren Investitionen von rund fünf Milliarden Euro in zusätzliche Methoden zur Unkrautbekämpfung geplant. Bayer setze sich zudem höhere Massstäbe für "Transparenz, Nachhaltigkeit und den Umgang mit allen Interessensgruppen", hiess es weiter. "Die Massnahmen gehen auf Bedenken ein, die Bayer im Jahr nach der Akquisition von Monsanto erreicht haben."

In den USA sieht sich Bayer mit etwa 13.400 Klägern wegen des von Monsanto entwickelten Unkrautvernichters konfrontiert. Zuletzt wurde der Konzern Mitte Mai zu mehr als zwei Milliarden Dollar Schadenersatz an ein krebskrankes Ehepaar verurteilt. In zwei vorherigen Fällen wurden den Klägern Schadenersatzzahlungen von insgesamt knapp 160 Millionen Dollar zugesprochen. Bayer hat wiederholt auf zahlreiche Studien verwiesen, die Glyphosat als nicht gesundheitsschädigend einstufen. Der Konzern hat Berufung gegen die Klagen eingelegt oder angekündigt, viele Experten gehen aber letztlich von einem teuren Vergleich aus. Die Klagewelle erreichte zuletzt auch Australien.

yr/

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Fragezeichen nach Milliarden

Fragezeichen nach Milliarden-Investment von Hedgefonds Elliott bei Bayer

(Meldung vom Vorabend ergänzt) - Der für seine aggressive Einmischung bekannte Hedgefonds-Investor Elliott aus dem Imperium des US-Milliardärs Paul Singer hat seinen Einstieg beim Dax -Unternehmen Bayer öffentlich gemacht. Elliott sei mit insgesamt 1,1 Milliarden Euro am Leverkusener Agrar- und Chemiekonzern beteiligt, teilte der Hedgefonds am Mittwochabend mit. Angesichts eines Börsenwerts von zuletzt rund 54 Milliarden Euro fällt dies zwar nicht sonderlich ins Gewicht, doch Elliotts Einfluss sollte nicht unterschätzt werden.

27.06.2019 06:44

Singer ist bekannt dafür, mit aggressiven Methoden seinen Willen durchzusetzen. Seine Fonds sind berüchtigt wegen Spekulationen gegen angeschlagene Firmen und Staaten. Ob bei der Absetzung des früheren Siemens -Chefs Klaus Kleinfeld beim US-Konzern Arconic oder bei Schuldenschlachten um Anleihen von Krisenländern wie Griechenland oder Argentinien - Singer mischte in den vergangenen Jahren öfters mit rabiaten Mitteln mit. Allerdings zetteln seine Fonds längst nicht überall, wo sie einsteigen, Aktionärsrevolten und Prozesse an.

Bei Bayer zeigt sich der Hedgefonds zunächst von seiner freundlichen Seite und begrüsste die jüngsten Schritte zur Bewältigung der US-Klagewelle gegen Unkrautvernichter mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat. Elliott sei zuversichtlich, dass die Bildung eines Sonderausschusses der richtige Weg sei, die Probleme zu lösen. Bayer hat schon drei Gerichtsprozesse verloren, in denen es um angebliche Krebsgefahr von Glyphosat-Produkten der US-Tochter Monsanto geht. Der Konzern ist mit rund 13 400 weiteren Klägern konfrontiert.

Im letzten Teil von Elliotts Statement verbirgt sich allerdings auch eine Formulierung, die durchaus Brisanz enthalten könnte. Dort fordert der Investor langfristig mehr Rendite und deutet auch an, wie diese zu bekommen sein könnte. "Elliott ist der Ansicht, dass der aktuell niedrige Aktienkurs von Bayer den signifikanten Wert der einzelnen Geschäftseinheiten beziehungsweise die bestehende Wertschaffungsmöglichkeit von mehr als 30 Milliarden Euro nicht widerspiegelt". Was verklausuliert klingt, liesse sich durchaus als Forderung nach einer Aufspaltung des Unternehmens interpretieren.

Das käme auch wenig überraschend, auf eine Zerlegung des Konzerns in seine Einzelteile drängen einige Investoren hinter den Kulissen offenbar schon länger. Bereits Ende 2018 hatte es Spekulationen gegeben, dass Singers Hedgefonds die treibende Kraft hinter der Initiative sein könnten. Bayer-Chef Werner Baumann hatte eine Aufspaltung im Dezember entschieden abgelehnt. "An diesen Einwürfen beteiligen wir uns nicht", sagte er damals der "Börsen-Zeitung". Doch seitdem ist der Druck auf den Vorstand weiter gestiegen - die Glyphosat-Urteile in den USA haben den Börsenwert stark gedrückt./hbr/DP/stk

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Gericht lehnt Antrag auf

Gericht lehnt Antrag auf neuen Prozess durch Bayer ab

Bayer bekommt in einem bedeutenden Rechtsstreit um die Gesundheitsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat keine Gelegenheit, das Verfahren neu aufzurollen.

14.07.2019 16:20

Kläger Edwin Hardeman habe genug Belege dafür geliefert, dass das Mittel Roundup seinen Krebs hervorgerufen habe, verkündete der zuständige Richter Vince Chhabria am Wochenende.

Bayer war zu Schadenersatzzahlungen an Hardeman in Höhe von gut 80 Millionen Dollar verdonnert worden. Allerdings hat Chhabria bereits zu erkennen gegeben, dass die Forderung möglicherweise falsch berechnet wurde. Am Montag wird eine zweite Entscheidung von Chhabria hinsichtlich der Höhe des Schadenersatzes erwartet.

Der am Bundesbezirksgericht in San Francisco unter Vorsitz von Chhabria verhandelte Fall gilt als richtungweisend, da es sich um einen "Bellwether Case" handelte. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint.

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US-Gericht hält 2-Milliarden

US-Gericht hält 2-Milliarden-Glyphosat-Strafe für Bayer für zu hoch

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann in einem weiteren Prozess um Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter mit einer Senkung der Strafe rechnen. Ein Gericht in Oakland teilte am Donnerstag (Ortszeit) mit, dass die insgesamt rund 2 Milliarden US-Dollar, die eine Geschworenen-Jury dem Rentnerpaar Alva und Alberta Pilliod zugesprochen hatte über den verfassungsrechtlich angemessenen Rahmen hinausgehe.

19.07.2019 07:29

Die Gesamtsumme soll nach Einschätzung des Gerichts auf maximal das Vierfache des eigentlichen Schadenersatzes von 50 Millionen Dollar reduziert werden. Das wären dann maximal 250 Millionen Dollar. Für diesen Freitag ist eine Anhörung angesetzt, in der sich die beiden Streitparteien nochmals zu dem vorläufigen Urteil äussern können.

Die Reduzierung des Schadenersatzes wäre ein Schritt in die richtige Richtung, schrieb ein Bayer-Sprecher in einer EMail. Bayer werde jedoch die endgültige Entscheidung des Gerichts abwarten und dann eine detailliertere Stellungnahme abgeben.

Erst zu Wochenbeginn hatte ein Richter in einem anderen Glyphosat-Prozess die von Geschworenen geforderte Strafe deutlich reduziert. Auch er hielt den Anteil des sogenannten Strafschadenersatzes für zu hoch. Dieser existiert im deutschen so nicht. Im US-Recht als Zusatzsanktion bei besonders schweren Entschädigungsfällen verhängt. Bayer kündigte in diesem Verfahren bereits an, in Berufung zu gehen./mis/nas

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Bayer kann Fusspflege

Bayer kann Fusspflege-Geschäft Dr. Scholl's losschlagen

(Ausführliche Fassung) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer ist bei der Suche nach einem Käufer für seine schwächelnde Fusspflegemarke Dr. Scholl's fündig geworden. Der auf die mittelständische Konsumgüterbranche konzentrierte US-Finanzinvestor Yellow Wood Partners erwerbe die Markenrechte an Dr. Scholl's in Nord- und Südamerika für 585 Millionen US-Dollar (521 Mio Euro), wie Bayer am Montag mitteilte. 2018 habe Dr. Scholl's einen Umsatz von 234 Millionen Dollar erzielt, hiess es weiter.

22.07.2019 15:37

Der Verkauf der Fusspflegemarke ist Teil eines grösser angelegten Konzernumbaus. So wurde bereits die Hautpflegemarke "Coppertone" für rund 550 Millionen Dollar an den Konsumgüterkonzern Beiersdorf veräussert. Beides hatte Bayer erst vor wenigen Jahren teuer vom US-Pharmakonzern Merck & Co übernommen.

Zudem soll der 60-prozentige Anteil am Chemieparkbetreiber Currenta vom Hof und auch der Verkauf der Tiergesundheitssparte wird dem Vernehmen nach vorbereitet. Letztere würde Bayer wohl mit Abstand das meiste Geld einbringen. So hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg zuletzt von denkbaren bis zu 8 Milliarden Euro berichtet.

Das Geld kann Bayer nach dem Milliardenkauf von Monsanto für den Schuldenabbau sowie für die laut Analysten mittelfristig notwendige Stärkung der Pharmasparte gut gebrauchen. Zudem verschlingen die Glyphosat-Prozesse in den USA viel Geld. Sollte es irgendwann zu einer Einigung mit den vielen Tausend Klägern kommen, rechnen Analysten mit Milliardenbelastungen./mis/eas/fba

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Gericht senkt Strafe für

Gericht senkt Strafe für Bayer in wichtigem Glyphosat-Prozess drastisch

(Ausführliche Fassung) - Bayer kommt in einem der wichtigen Glyphosat-Prozesse in den USA mit einer deutlich geringeren Strafzahlung davon. Die zuständige Richterin Winifred Smith senkte den von einer Jury verhängten Schadenersatz für die an Krebs erkrankten Kläger in der Nacht auf Freitag von insgesamt rund 2 Milliarden auf 86,7 Millionen Dollar. Das sind umgerechnet rund 77,8 Millionen Euro.

26.07.2019 06:56

Das Ehepaar Alva und Alberta Pilliod hatte den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup des von Bayer übernommenen US-Herstellers Monsanto für seine Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs verantwortlich gemacht. Die Geschworenenjury entschied im Mai, dass Bayer haftbar sei und verurteilte den Konzern zu hohem Schadenersatz.

Richterin Smith hatte allerdings schon eine Reduzierung angekündigt, da das Strafmass den zulässigen verfassungsrechtlichen Rahmen überschreite. Bayer bezeichnete die Entscheidung als Schritt in die richtige Richtung, kündigte aber Berufung an. Das Unternehmen vertrete weiterhin die Ansicht, dass das Urteil und der Schadenersatz nicht von den Beweisen gestützt werden, teilte Bayer mit.

Die Richterin hatte einen Antrag von Bayer abgelehnt, die Strafe ganz zu streichen. Letztlich ändert der verringerte Schadenersatz auch nichts am Urteil, dass Bayer für die Krebserkrankung der Pilliods haften muss. Dem Unternehmen war auch zur Last gelegt worden, nicht ausreichend vor den Gefahren von Monsantos Unkrautvernichter Roundup gewarnt zu haben. Bayer hatte den US-Saatgutriesen 2018 für rund 63 Milliarden Dollar gekauft und damit immense Rechtsrisiken übernommen.

Nun müssen die Pilliods entscheiden, ob sie den reduzierten Schadenersatz akzeptieren oder einen neuen Prozess wollen. Ihr Anwalt Brent Wisner bezeichnete die Entscheidung des Gerichts trotz des gesenkten Strafmasses insgesamt als "grossen Sieg". Es ist bereits der dritte Glyphosat-Prozess, den Bayer in den USA verloren hat. Zwar wurden die von Geschworenenjurys verhängten Strafen jedes Mal später gesenkt, doch der Druck für den Dax -Konzern bleibt hoch.

Bayer ist in den USA mit mehr als 13 400 Klagen wegen angeblicher Krebsgefahren von Monsanto-Produkten konfrontiert. Bislang setzt der Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern konsequent darauf, die Urteile vor Berufungsgerichten anzufechten. Allerdings werden solche Massenklagen in den USA meist früher oder später mit einem Vergleich beigelegt. Ein Bundesgericht in San Francisco, bei dem mehrere Hundert Glyphosat-Klagen gebündelt sind, hat Bayer bereits zu einer gütlichen Einigung gedrängt und einen Schlichter bestellt./hbr/DP/zb

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Zahl der Glyphosat-Klagen

Zahl der Glyphosat-Klagen gegen Bayer in den USA steigt weiter rasant

Die Zahl der Klagen in den USA gegen den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter ist weiter kräftig gestiegen. Bis zum 11. Juli seien Klagen von rund 18 400 Klägern zugestellt worden, teilte Bayer am Dienstag in Leverkusen bei Vorlage des Quartalsberichts mit. Das sind rund 5000 mehr als im April. Die Klagezahl war seit August 2018 nach oben geschnellt, nachdem ein Geschworenen-Gericht einem Krebspatienten hohen Schadensersatz zugesprochen hatte.

30.07.2019 08:38

Bayer musste bereits drei Prozessniederlagen in den USA hinnehmen. Die Richter reduzierten zwar die von Geschworenen geforderten Strafen deutlich, der im Raum stehende Schadenersatz liegt aber immer noch im teils hohen zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich.

Bayer verweist unter Berufung auf zahlreiche wissenschaftliche Studie weiterhin auf die Sicherheit von Glyphosat bei richtiger Anwendung und geht in allen drei Fällen in Berufung. Das Kalkül dahinter ist, dass die Berufsrichter die Sache in der nächsten Instanz anders einschätzen könnten als die Geschworenen./mis/jha/

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Schlechtes US-Wetter bremst

Schlechtes US-Wetter bremst Bayer - Jahresausblick zunehmend ambitioniert

Ein schwieriges Geschäft mit Landwirten stimmt den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer für das Gesamtjahr ein wenig vorsichtiger. Der Dax -Konzern bestätigte bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal am Dienstag in Leverkusen zwar den Jahresblick, bezeichnete ihn aber als "zunehmend ambitioniert". Grund sind eher schwache Agrar-Geschäfte in den USA, da dort schlechtes Wetter mit Überschwemmungen die Produktion der Landwirte behinderte. Ein deutliches Wachstum des Pharmageschäfts konnte das nur teilweise ausgleichen.

30.07.2019 08:05

Im abgelaufenen zweiten Jahresviertel stieg der Konzernumsatz zwar um mehr als ein Fünftel auf knapp 11,5 Milliarden Euro, das lag aber insbesondere an der Übernahme von Monsanto. Die US-Saatguttochter floss vor einem Jahr nur teilweise ins zweite Quartal ein. Währungseffekte sowie Unternehmenzu- und -verkäufe herausgerechnet stieg der Umsatz um 0,9 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen legte - auch hauptsächlich wegen des Monsanto-Effekts - um knapp ein Viertel auf 2,93 Milliarden Euro zu. Währen der Umsatz leicht unter der durchschnittlichen Analystenschätzung blieb, lag das operative Ergebnis einen Tick darüber./mis/jha/

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Bayer erhält Zulassung für

Bayer erhält Zulassung für Prostatakrebs-Medikament in den USA

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer darf in den USA sein Prostatakrebs-Medikament Darolutamid verkaufen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe die Zulassung für das Mittel zur Behandlung von Patienten mit nicht-metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakrebs erteilt, teilte Bayer in der Nacht auf Mittwoch in Berlin mit. Mit dem Schritt war am Markt gerechnet worden, nachdem die FDA dem Mittel (Markenname Nubeqa) im April ein beschleunigtes Prüfverfahren gewährt hatte, was eine Zulassung bis Ende Oktober implizierte.

31.07.2019 08:03

Auch in der Europäischen Union sowie in Japan laufen Zulassungsverfahren für Darolutamid, dem Bayer einen Spitzenumsatz von mehr als einer Milliarde Euro zutraut. Das würde das Mittel zu einem Blockbuster machen.

Bayer ist aktuell dabei sein Pharmageschäft zu stärken, auch weil in wenigen Jahren der Patentschutz für wichtige Wachstumstreiber wie den Gerinnungshemmer Xarelto sowie das Augenmedikament Eylea ausläuft. So hatte sich Bayer unlängst auch die Rechte am Krebswirkstoff Larotrectinib gesichert, der in den USA bereits zur Behandlung bestimmter Tumore zugelassen ist und Ende Juli in der EU eine Zulassungsempfehlung vom Ausschuss für Humanarzneimittel erhielt. In der Regel folgt die Arzneimittelbehörde solchen Empfehlungen./mis/nas

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Bayer und Lanxess verkaufen

Bayer und Lanxess verkaufen Chemieparkbetreiber Currenta

Bayer und Lanxess verkaufen den Chemieparkbetreiber Currenta ins Ausland. Dies teilten die beiden Konzerne am Dienstagabend mit. Das Unternehmen geht für 3,5 Milliarden Euro inklusive Schulden an Macquarie Infrastructure and Real Assets, eine Fondstochter der australischen Investmentbank Macquarie.

06.08.2019 21:02

Bayer hatte 60 Prozent an dem Unternehmen, die ehemalige Tochter Lanxess 40 Prozent. Bayer hatte zuvor bereits angekündigt, einem Verkauf seines Anteils nahe gekommen zu sein. Lanxess-Chef Matthias Zachert dagegen hatte betont, Eigentümer des Parkbetreibers bleiben zu wollen, weil dieser als Dienstleister für den Chemiekonzern wichtig sei.

Sowohl die Bayer- als auch die Lanxess-Aktien rückten im nachbörslichen Handel auf Tradegate beziehungsweise bei Lang & Schwarz um rund 1 Prozent vor./fba/ajx

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Bayer treibt

Bayer treibt Stammzelltherapie voran - übernimmt Gemeinschaftsunternehmen

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer setzt verstärkt auf Stammzelltherapien zur Behandlung verschiedener Krankheiten. Das 2016 mit der Investmentgesellschaft Versant Ventures gegründete Gemeinschaftsunternehmen BlueRock Therapeutics soll nun komplett übernommen werden, wie Bayer am Donnerstag in Berlin mitteilte.

08.08.2019 13:20

Für die noch nicht gehaltenen 59,2 Prozent sollen zunächst 240 Millionen US-Dollar (214 Mio. Euro) in bar fliessen. Weitere bis zu 360 Millionen Dollar könnten dazu kommen, was aber von bestimmten Entwicklungsziele abhängt. Insgesamt ergibt sich damit eine Bewertung von bis zu rund einer Milliarde Dollar. Die Transaktion soll noch im dritten Quartal abgeschlossen werden.

Aktuell fokussiert sich BlueRock bei seiner Forschung auf Therapien unter anderem auf neurologische und kardiologische Krankheiten. Dabei kommen iPSC, sogenannte Induzierte pluripotente Stammzellen, zum Einsatz, die den natürlichen Stammzellen ähneln. Sie können sich in andere Körperzellen weiterentwickeln und sind daher als mögliche Behandlung für viele Krankheiten interessant. Ein wesentliches Programm zielt dabei auf die Parkinson-Erkrankung, bei der Nervenzellen langsam absterben.

Erst Anfang Juli hatte Bayer mehr als 200 Millionen Dollar zur Grundlagenforschung in den Krebsspezialisten Century Therapeutics gesteckt, der bereits 2018 Versant Ventures und Fujifilm Cellular Dynamics gegründet worden war. Century Therapeutics arbeitet an Immuntherapien gegen Krebs auf Basis von Stammzellen./mis/stk

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