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Facebook: Künstliche

Facebook: Künstliche Intelligenz erkannte Christchurch-Video nicht

Facebooks Software auf Basis künstlicher Intelligenz, die in Livestreams auf der Plattform unter anderem Gewalt erkennen soll, hat beim Video des Massakers von Christchurch nicht reagiert. "Um das zu erreichen, müssen wir unsere Systeme erst mit grossen Mengen von Daten von genau solchen Inhalten versorgen - was schwierig ist, da solche Ereignisse dankenswerterweise selten sind", erklärte das Online-Netzwerk am Donnerstag.

21.03.2019 09:03

Eine weitere Herausforderung für die Software sei, echte Gewalt von der Übertragung von Videospiel-Szenen zu unterscheiden. "Wenn unsere Systeme zum Beispiel bei tausenden Stunden von Livestreams aus Videospielen Alarm schlagen würden, könnten unsere Prüfer die wichtigen Videos aus der realen Welt verpassen", bei denen Facebook Helfer alarmieren könnte.

Der Attentäter, der am vergangenen Freitag 50 Menschen bei Angriffen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch tötete, übertrug die Attacke in Echtzeit beim Dienst Facebook Live. Das Unternehmen bekräftigte frühere Angaben, wonach der 17-minütige Livestream von weniger als 200 Nutzern gesehen wurde und der erste Nutzerhinweis 12 Minuten nach dem Ende der Übertragung das Online-Netzwerk erreichte. Nach dem Ende eines Livestreams bleibt eine Aufzeichnung verfügbar.

Nach wie vor bleibt unklar, wie lange das ursprüngliche Video des Angreifers online war, bevor es von Facebook entfernt wurde. Das Online-Netzwerk erklärte, dass der Hinweis schneller bearbeitet worden wäre, wenn jemand das Video noch während des Livestreams gemeldet hätte. Das ursprüngliche Video sei rund 4000 Mal gesehen worden - zur späteren Verbreitung habe aber beigetragen, dass mehrere Nutzer Kopien bei anderen Diensten hochgeladen hätten.

Facebooks Software blockierte in den ersten 24 Stunden zwar 1,2 Millionen Versuche, das Video erneut hochzuladen - liess aber auch rund 300 000 Uploads durch. Das liege unter anderem daran, dass man es mit über 800 veränderten Varianten des Videos zu tun gehabt habe./so/DP/jha

(AWP)

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Facebook speicherte Nutzer

Facebook speicherte Nutzer-Passwörter intern im Klartext

(Ausführliche Fassung) - Passwörter von hunderten Millionen Facebook -Nutzern sind für Mitarbeiter des Online-Netzwerks im Klartext zugänglich gewesen. "Wir gehen davon aus, dass wir hunderte Millionen Nutzer von Facebook Lite, Dutzende Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie zehntausende Instagram-Nutzer benachrichtigen werden", erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Facebook habe keine Hinweise darauf, dass jemand intern missbräuchlich darauf zugegriffen habe, hiess es weiter. Die Passwörter seien auch für niemanden ausserhalb des Unternehmens sichtbar gewesen.

21.03.2019 21:55

Die betroffenen Nutzer sollen dennoch "als Vorsichtsmassnahme" benachrichtigt werden, obwohl es keinen Hinweis auf einen Missbrauch der Daten gebe. Die Passwörter hätten eigentlich auch intern unkenntlich sein müssen. Der Fehler sei bei einer Routine-Prüfung im Januar aufgefallen. Er sei inzwischen behoben worden - Facebook machte keine Angaben dazu, wann genau.

Facebook Lite ist eine abgespeckte Version für Nutzer des Online-Netzwerks in Regionen mit langsamen Internet-Leitungen.

Kurz vor der Facebook-Mitteilung hatte der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs in seinem Blog von dem Fall berichtet. Er schrieb unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Facebook-Insider, mehr als 20 000 Mitarbeiter des Online-Netzwerks hätten Zugriff auf die im Klartext gespeicherten Passwörter haben können. Insgesamt könnten 200 bis 600 Millionen Facebook-Nutzer betroffen sein.

Die Archiv-Dateien mit unverschleierten Passwörtern gingen bis ins Jahr 2012 zurück, hiess es bei Krebs weiter. Laut Logdaten hätten rund 2000 Entwickler etwa neun Millionen interne Abfragen für Daten-Elemente gemacht, die ungeschützte Passwörter enthielten, schrieb der Sicherheitsexperte unter Berufung auf den Firmen-Insider. Facebook machte dazu zunächst keine Angaben.

Ein ehemaliger Facebook-Techniker, der ebenfalls nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der Website "Motherboard", für ihn klinge das nach einem unbeabsichtigten Fehler. Und gerade wenn Zugang zu Nutzerdaten in einem Unternehmen stark eingeschränkt sei, könne es lange dauern, bis so ein Fehler entdeckt werde. Auch Twitter und die Programmierer-Website GitHub hatten im vergangenen Jahr Fehler eingeräumt, durch die Passwörter intern im Klartext gespeichert worden waren.

Facebook musste in den vergangenen Monaten wiederholt Datenpannen melden. So hatten im September hunderte Apps mehrere Tage lang zu weitreichenden Zugriff auf Fotos von mehreren Millionen Mitgliedern des Online-Netzwerks gehabt. Durch einen anderen Fehler hatten mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise ungewollt mit der ganzen Welt geteilt - statt nur mit Freunden. Und bei einem Hackerangriff wurden 14 Millionen Nutzern zum Teil sehr private Daten gestohlen. Dazu gehörten die 10 letzten Orte, an denen sie sich über Facebook angemeldet hatten oder von anderen Nutzern markiert wurden, und die 15 jüngsten Suchanfragen bei dem Online-Netzwerk. Die Hacker hatten eine komplexe Sicherheitslücke ausgenutzt./so/DP/fba

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Facebook-Chef will global

Facebook-Chef will global einheitliche Internet-Regulierung

Facebook -Chef Mark Zuckerberg hat eine international abgestimmte Regulierung im Internet gefordert. Dabei hob er auch die EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) als ein Vorbild für die Welt hervor. Seine Geschäftsführerin Sheryl Sandberg erklärte zugleich, das Online-Netzwerk prüfe nach dem Livestream des Massakers von Christchurch Einschränkungen für Direktübertragungen auf der Facebook-Plattform. Ein Faktor dabei könnten frühere Verstösse gegen Verhaltensregeln bei Facebook sein, schrieb sie im "New Zealand Herald". Australien drohte Social-Media-Konzernen wie Facebook unterdessen mit drakonischen Geldbussen und langen Freiheitsstrafen für Führungskräfte, wenn sie "grausame Gewaltaufnahmen" auf ihren Seiten dulden.

31.03.2019 15:21

Zuckerberg betonte die Bedeutung weltweit einheitlicher Bestimmungen. "Ich bin überzeugt, dass anstelle nationaler Regulierungen ein gemeinsamer globaler Rahmen notwendig ist, um eine Fragmentierung des Internets zu verhindern, damit Unternehmer nützliche Produkte entwickeln können und alle Menschen den gleichen Schutz erhalten", betonte Zuckerberg in einem Beitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und der "Washington Post". Dabei hoffe er, dass Gesetzgeber bei der Verabschiedung neuer Datenschutzbestimmungen auf einige der Aspekte eingehen, die die DSGVO offenlasse. "Wir brauchen klare Regeln, wann Informationen im öffentlichen Interesse genutzt werden können und wie wir mit neuen Techniken - zum Beispiel der Künstlichen Intelligenz - sowie Datenschutz umgehen wollen."

Auch bei Massnahmen gegen politische Manipulation sieht Zuckerberg Defizite in der Regulierung. "Gesetze für politische Werbung im Internet konzentrieren sich in erster Linie auf Kandidaten und Wahlen anstatt auf politische Themen, die die Gesellschaft polarisieren", bemängelte er. "Unsere Systeme wären effektiver, wenn es einheitliche Standards für die Verifizierung politischer Akteure gäbe." Manche Gesetze gälten nur in Wahlkampfzeiten. "Desinformationskampagnen gibt es jedoch auch unabhängig von Wahlen." Nach Ansicht von Facebook sollten die entsprechenden Gesetze aktualisiert werden, "um den tatsächlichen Bedrohungen Rechnung zu tragen und branchenweite Standards festzulegen".

Facebook war in die Kritik geraten, nachdem eine gross angelegte Propaganda-Kampagne aus Russland im Zuge des US-Präsidentenwahlkampfs bekannt wurde. Dabei ging es vor allem darum, die Spaltung in der US-Gesellschaft zu verstärken. Danach verschärfte Facebook die Massnahmen gegen den Missbrauch von Anzeigen zu politischen Themen. So wurden 2017 vor der französischen Präsidentenwahl und der Bundestagswahl tausende gefälschte Accounts gelöscht. Zur anstehenden Europawahl verbietet Facebook - wie zuvor schon vor anderen Abstimmungen - gänzlich politische Werbung, die aus dem Ausland finanziert wird.

Beim Datenschutz sind Forderungen nach einer strengeren Regulierung von Facebook lauter geworden, nachdem vor gut einem Jahr der Skandal um Cambridge Analytica ausbrach. In dem Fall waren Daten mehrerer Dutzend Facebook-Nutzer vom Entwickler einer Umfrage-App an die Datenanalysefirma Cambridge Analytica übergeben worden. Der Fall liegt zwar mehrere Jahre zurück, sorgte aber für viel Aufregung, unter anderem weil die Firma später für das Wahlkampfteam von Donald Trump arbeitete. Facebook wusste seit Ende 2016 von der Weitergabe der Daten, begnügte sich damals aber mit der Zusicherung, dass sie vernichtet worden seien und informierte die betroffenen Nutzer nicht.

Zuckerberg ging nicht direkt auf Forderungen ein, Facebook zur Abspaltung der Chatdienste WhatsApp und Messenger oder der Fotoplattform Instagram zu zwingen.

Zuckerberg ging nicht auf die Debatte um die Livestreaming-Plattform des Online-Netzwerks nach dem Anschlag im neuseeländischen Christchurch ein, bei dem ein australischer Rechtsextremist 50 Menschen in zwei Moscheen tötete. Der Mann übertrug die Attacke live bei Facebook. Das 17 Minuten lange Video wurde von einigen Nutzern aufgezeichnet und immer wieder neu veröffentlicht. Facebook entfernte nach eigenen Angaben allein in den ersten 24 Stunden nach dem Angriff 1,5 Millionen Kopien des Videos, davon 1,2 Millionen bereits beim hochladen. Der Fall löste auch Forderungen aus, Facebook müsse die Livestreaming-Plattform strenger überwachen.

Australiens Premierminister Scott Morrison kündigte am Samstag schärfere Gesetze gegen solche Gewaltdarstellungen im Internet an. Internet-Plattformen wie Facebook drohen demnach künftig Geldbussen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes und mehrjährige Haftstrafen für Führungskräfte, wenn sie die Übertragung solcher Schwerverbrechen nicht unterbinden. Über die gesetzlichen Auflagen soll kommende Woche das Parlament in der Hauptstadt Canberra beraten. Die geplanten Regeln richten sich nach Regierungsangaben gegen das Streamen oder die zeitverzögerte Wiedergabe von Terrorakten, Morden, Mordversuchen, Folter, Vergewaltigung und Entführungen in sozialen Netzwerken./so/DP/he

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Facebook fördert Abo-Modelle

Facebook fördert Abo-Modelle bei deutschen Verlagen

Facebook hat ein Förderprogramm aufgelegt, um die Weiterentwicklung digitaler Bezahlmodelle bei Verlagen in Deutschland voranzutreiben. Das Programm im Umfang von zwei Millionen Euro gehört zu einer breiter angelegten Initiative mit einem Volumen von 300 Millionen Dollar (263 Mio Euro), mit der Nachrichtenorganisationen auf der ganzen Welt gefördert werden.

02.04.2019 13:15

Im Rahmen des "Local News Subscriptions Accelerators" werde Facebook mit 13 deutschen Verlagsgruppen zusammenarbeiten, "um sie dabei zu unterstützen, neue Leserinnen und Leser zu finden und diese stärker an sich zu binden", kündigte das Online-Netzwerk am Dienstag an. Zu den teilnehmenden Verlagsgruppen gehören demnach unter anderem Rheinische Post Digital, Funke Mediengruppe, MHS Digital, Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung, Nordbayern Infonet, Oberpfalz Medien, Verlag und Druckerei Main-Echo, DuMont, Ippen Digital, Mediengruppe Main-Post, Mediengruppe Oberfranken und Lensing Media.

Das Programm wurde in einem Gespräch von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mit Mathias Döpfner, dem Vorstandsvorsitzenden des Medienkonzerns Axel Springer, angekündigt. Döpfner forderte in dem Dialog den Chef des Internet-Konzerns auf, auf seinen Plattformen faire Modelle für die Aufteilung von Erlösen anzubieten. Nur so könne Qualitätsjournalismus aufrecht erhalten werden. Es sei nicht die Aufgabe von Facebook zu entscheiden, was die Anwender zu sehen bekommen und was nicht. "Je mehr Facebook kuratiert, selektiert und (redaktionelle) Entscheidungen trifft, desto mehr verwandelt sich Facebook in ein Medienunternehmen, vielleicht sogar unfreiwillig."

Dafür sei Facebook aber zu gross. "Sie werden dann von den Regulierungsbehörden aufgespalten, die sagen werden, dass es nicht so eine grosse Dominanz einer grossen Firma geben darf, die weltweit Entscheidungen trifft", sagte Döpfner.

Ein ähnliches Förderprogramm wie Facebook hatte bereits auch Google für Medien und Journalisten auf den Weg gebracht. Im März 2018 rief der Internet-Konzern die "Google News Initiative" (GNI) als globales Dach ins Leben. Sie setzt im Wesentlichen auf der Arbeit der "Digitalen News Initiative" auf, mit der das Unternehmen auf europäischer Ebene zum Beispiel Entwicklungsprojekte in Verlagen förderte. Auch Google kündigte damals eine Investition in Höhe von 300 Millionen Dollar an, die das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren unterfüttern soll./chd/DP/mis

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Bei Whatsapp installiert sich

Bei Whatsapp installiert sich Überwachungssoftware

Der Chatdienst WhatsApp hat eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die Überwachungs-Software auf Smartphones installiert werden konnte.

14.05.2019 06:41

Die Geräte konnten mit einem präparierten WhatsApp-Anruf infiziert werden, da die Schwachstelle in der Umsetzung der Internet-Telefonie lag.

Hinter der Angriffs-Technologie werde die israelische Firma NSO vermutet, die Spionage-Werkzeuge an Regierungen verkauft, berichteten unter anderem die "Financial Times" und das Blog "TechCrunch". WhatsApp geht davon aus, dass Ziel der Angriffe lediglich einige ausgewählte Nutzer geworden sein dürften.

So war wohl ein Menschenrechts-Anwalt in Grossbritannien am Wochenende Ziel einer versuchten Cyber-Attacke über die Schwachstelle geworden, wie die "Financial Times" unter Berufung auf Forscher des Citizen Lab an der Universität von Toronto berichtete. Der Angriff sei durch die von WhatsApp unternommenen Gegenmassnahmen aber gescheitert, hiess es.

Der zum Facebook-Konzern gehörende Chatdienst erfuhr Anfang Mai von dem Problem und schloss die Lücke innerhalb weniger Tage. Betroffen waren sowohl Smartphones mit Googles Android-System als auch Apples iPhones, Telefone mit Microsofts Windows Phone und Samsungs Tizen, wie aus einem in der Nacht zum Dienstag veröffentlichten technischen Hinweis hervorgeht. WhatsApp schaltete auch US-Regierungsbehörden für Ermittlungen ein.

Das bekannteste Produkt der Firma NSO ist eine Software mit dem Namen Pegasus, das nach bisherigen Informationen Mikrofon und Kamera eines Telefons aktivieren, Standort-Daten sammeln sowie E-Mails und Kurzmitteilungen durchsuchen kann. NSO betonte in einer Stellungnahme an die "Financial Times", das Unternehmen setze seine Werkzeuge nicht selbst ein, das machten nur Geheimdienste und Sicherheitsbehörden.

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Facebook entfernt mehr als

Facebook entfernt mehr als drei Milliarden Fake-Konten

Facebook hat von Oktober bis März mehr als drei Milliarden Fake-Konten gelöscht. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Im letzten Quartal von 2018 waren es demnach 1,2 Milliarden Konten, im ersten Quartal dieses Jahres 2,19 Milliarden. Wie aus dem Bericht hervorgeht, waren das zusammengerechnet mehr als doppelt so viele wie in den sechs Monaten zuvor.

23.05.2019 19:53

Facebook teilte mit, die überwiegende Mehrheit der Konten sei kurz nach der Erstellung entdeckt worden, bevor sie aktiv werden konnten. Das Netzwerk hat monatlich insgesamt rund 2,4 Milliarden aktive Nutzer und schätzt, dass davon fünf Prozent gefälscht sind.

Facebook sieht sich seit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 Vorwürfen ausgesetzt, nicht genug gegen die Verbreitung von Fake-Konten zu tun./hma/DP/he

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Hans
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Facebook entfernt mehr als

Facebook entfernt mehr als drei Milliarden Fake-Konten

Kann ja wohl nicht stimmen, dänn wäre kein Konto mehr online....

...müsste wohl heissen ... 3 Millionen... 

Gruss Hans

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Aktien der US

Aktien der US-Technologiefirmen sacken ab

Die US-Demokraten im Abgeordnetenhaus wollen umfassend die Marktmacht der grossen Technologiefirmen wie Facebook, Google oder Amazon untersuchen lassen. Die Aktien sinken deutlich.

04.06.2019 06:30

Das kündigte der Vorsitzende des Unterausschusses für Wettbewerb, David Cicilline, am Montag in Washington an. Die Kurse der Technologieaktien reagierten umgehend mit Abschlägen. Google verlor 6 Prozent, Facebook 8 Prozent und Amazon 5 Prozent.

Die Untersuchung soll unter anderem herausfinden, ob die Unternehmen ihre Monopolstellungen ausnutzen oder wettbewerbsfeindliche Massnahmen ergriffen haben. In den USA macht sich parteiübergreifend ein Gefühl breit, dass bei Technologieriesen wie Apple oder Google zu viel Macht und Einfluss bei zu wenig Regulierung gebündelt sein könnte.

Damit steigt der politische Druck auf die Unternehmen, die auch in Europa massiv ins Auge der Wettbewerbshüter und Steuerbehörden geraten sind. Die Unternehmen müssen sich darauf gefasst machen, grössere Mengen von Dokumenten aushändigen zu müssen und Vertreter zu Anhörungen nach Washington schicken zu müssen.

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Instagram bei jungen Leuten

Instagram bei jungen Leuten für Nachrichten wichtiger als Facebook

Nachrichten über das Weltgeschehen erreichen junge Menschen in Deutschland inzwischen häufiger über Instagram als über Facebook . Das geht aus dem "Reuters Institute Digital News Report" hervor, der am Mittwoch erscheint. "Instagram hat bei den 18- bis 24-Jährigen Facebook und Twitter als Nachrichtenquelle überholt", sagte der Kommunikationswissenschaftler Sascha Hölig vom Leibniz-Institut für Medienforschung in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur.

12.06.2019 06:40

Rund ein Viertel (23 Prozent) der Internetnutzer im Alter von 18 bis 24 Jahren sieht sich bei Instagram regelmässig Nachrichteninhalte an, das beim Vergleich mit anderen sozialen Medien damit vorn liegt. Facebook und Youtube rangieren mit 22 Prozent knapp dahinter. WhatsApp kommt bei den 18- bis 24-Jährigen auf 10 Prozent, Twitter nur auf 6 Prozent.

"Auch in der Gesamtheit der Befragten hat Instagram Twitter hinter sich gelassen", sagte Hölig. "Es ist eben das angesagte Medium. Doch nutzt niemand Instagram, um Nachrichten zu suchen. Man bewegt sich eben dort - hauptsächlich, um Fotos von Freunden oder Essen zu sehen - und findet dann Nachrichten quasi als Beifang." Ohnehin nutze so gut wie niemand soziale Medien als alleinige Nachrichtenquelle. Nur 3 Prozent der Befragten stützen sich nach eigenen Angaben ausschliesslich darauf.

Die Wissenschaftler untersuchten für die aktuelle Studie auch das Vertrauen der Menschen in Nachrichten: Demnach stimmt in Deutschland etwa die Hälfte (47 Prozent) der erwachsenen Internetnutzer der Aussage zu, dass sie dem Grossteil der Nachrichten vertrauen. Das sei ein vergleichsweise guter Wert, sagte Hölig. "Das Vertrauen in die Nachrichten allgemein ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern hoch. In Grossbritannien sind es 40 Prozent, in den USA 32 Prozent, in Ungarn 28 Prozent und Frankreich sogar nur 24 Prozent. Deutschland liegt im vorderen Drittel."

Man müsse auch unterscheiden: "In diesem Wert sind alle Nachrichten enthalten, die den Befragten insgesamt und auf sämtlichen Wegen begegnen können", erklärte Hölig. "Bei Nachrichten, die man selbst nutzt, hat sich der Wert seit drei Jahren bei 60 Prozent eingependelt."

Deutlich mehr Vertrauen als Instagram oder Facebook geniessen klassische Medien wie Tageszeitungen oder öffentlich-rechtliches Fernsehen. Nachrichten, die sich über soziale Medien verbreiten, sehen die Nutzer dagegen sogar zunehmend skeptisch: "Das Vertrauen in Nachrichten in sozialen Medien ist rückläufig", sagte Hölig. "Nur noch 16 Prozent vertrauen ihnen. 2018 sind es noch 18 Prozent gewesen. Die jüngeren Mediennutzer sind noch skeptischer, dort sind es nur 12 Prozent. Man darf also nicht in die Logik verfallen, dass junge Leute auf Fake News hereinfielen und deswegen ihr Wahlverhalten änderten."/bok/DP/jha

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Presse: Visa, Mastercard,

Presse: Visa, Mastercard, Paypal und andere investieren in Facebooks Kryptogeld

Facebook hat sich für seine geplante neue Kryptowährung laut einem Pressebericht mehr als ein Dutzend teils bekannter Investoren ins Boot geholt. Zu den Unterstützern gehören demnach unter anderem die beiden Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard , der Zahlungsdienstleister Paypal sowie der Fahrdienstvermittler Uber , wie das "Wall Street Journal" (WSJ) am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Die neue Währung namens Libra solle in der kommenden Woche vorgestellt werden, den Start plant Facebook für das nächste Jahr. Eine Unternehmenssprecherin wollte den Bericht laut Zeitung nicht kommentieren.

14.06.2019 09:44

Die Investoren aus der Finanz-, E-Commerce-, Telekommunikations- und Investmentszene würden mit jeweils rund 10 Millionen US-Dollar (rund 8,9 Millionen Euro) in die neue Währung einsteigen, hiess es weiter. Das Geld solle zunächst in die Entwicklung fliessen. Laut den Insidern soll Libra an einen Korb aus staatlichen Währungen gebunden sein. Damit wolle Facebook jene teils abnormen Kursschwankungen vermeiden, die es immer wieder bei anderen Kryptowährungen gibt.

Wie die Zeitung bereits zuvor berichtet hatte, soll Facebook seit mehr als einem Jahr an dem Projekt arbeiten. Der Konzern wolle dafür insgesamt rund eine Milliarde Dollar aufbringen. Einige Gespräche seien derzeit noch am Laufen, zitierte das "WSJ" nun die Insider. Denen zufolge könne sich die finale Zusammenstellung der Partner auch noch ändern.

Facebook-Nutzer sollen Libra künftig nicht nur untereinander tauschen und für Käufe über das soziale Netzwerk nutzen, sondern auch bei Transaktionen im Internet einsetzen können. Wie genau die Währung funktionieren soll, sei bislang aber noch nicht ganz klar - selbst manchen der Investoren nicht. Einige von ihnen hätten demnach Bedenken geäussert, dass Libra wie viele andere Cyber-Währungen für Geldwäsche oder zur Terrorfinanzierung missbraucht werden könnte. Klar sei jedoch, dass weder Facebook noch die einzelnen Partner die Währung direkt kontrollieren werden./kro/tav/mis

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Facebook will digitale

Facebook will digitale Weltwährung etablieren

Mark Zuckerberg will die Finanzwelt umkrempeln: Facebook hat eine neue globale Währung erfunden.

18.06.2019 11:15

Das Digitalgeld mit dem Namen Libra basiert ähnlich wie der Bitcoin auf der sogenannten Blockchain-Technologie, soll aber ohne Kursschwankungen auskommen. Facebook werde keinen Zugang zu den Transaktionsdaten haben, versicherte der für das Projekt zuständige Facebook-Manager David Marcus.

In der Anfangszeit dürfte das Digitalgeld vor allem für Überweisungen zwischen verschiedenen Währungen eingesetzt werden, sagte Marcus der DPA. Damit würde Libra mit Diensten wie Western Union oder Moneygram konkurrieren, die für internationale Überweisungen hohe Gebühren verlangen. Die Vision sei aber, Libra schliesslich zu einem vollwertigen Zahlungsmittel für alle Situationen zu machen.

Für Konsumenten soll es einfach sein, das Geld zwischen Libra und anderen Währungen zu tauschen und Transaktionen damit zu machen. So soll man Libra-Überweisungen zum Beispiel direkt in Facebooks Chatdiensten WhatsApp und Messenger ausführen können. Mit einer Verknüpfung zum Bankkonto sollen Libra auch direkt auf dem Smartphone in andere Währungen umgetauscht werden können.

Allianz mit grossen Finanzdienstunternehmen

Um das grosse Ziel einer digitalen Vollwährung zu erreichen, hat Facebook eine Allianz geschmiedet, die Libra Association. Diese Allianz und nicht Facebook soll das Digitalgeld verwalten. Unter den aktuell 28 Mitgliedern sind die Finanzdienstleister Visa, Mastercard, Paypal und Stripe - was die Integration in Bezahlsysteme erleichtern dürfte. Mit an Bord sind unter anderem auch Vodafone und Ebay, die Reisebuchungsplattform Booking.com sowie der Musikstreamingdienst Spotify und die Fahrdienstvermittler Uber und Lyft. Zum Libra-Start im Jahr 2020 hoffe er auf mehr als 100 Mitglieder, sagt Marcus. Facebook werde keine Sonderrolle in der Organisation haben.

Bisherige Blockchain-Währungen wie Bitcoin sind für ihre massiven Kursschwankungen berüchtigt - das ist etwas, was Facebook bei Libra unbedingt vermeiden wollte. Deshalb wird Libra in vollem Umfang durch einen Reservefonds mit verschiedenen Währungen wie Dollar, Euro und Yen gedeckt sein. "Wenn zum Beispiel jemand Libra für 100 Euro kauft, fliessen diese 100 Euro in die Reserve", erläutert Marcus. Die Libra Association werde zudem festlegen, in welchem Verhältnis Währungen und Wertpapiere wie Anleihen in der Reserve gehalten werden, um für einen stabilen Kurs zu sorgen. Auch wird Libra anders als der Bitcoin nicht von den Nutzern selbst erstellt, sondern muss bei Mitgliedern der Allianz oder auf Handelsplattformen erworben werden.

Ziel globale Währung

Facebook lässt keinen Zweifel daran, dass Libra am Ende eine globale Währung werden soll, mit der man genauso wie mit dem heutigen Geld alles und überall kaufen kann - egal, ob online oder in einem Laden. Zugleich schränkte Marcus ein: "Ich denke, dass jede neue Währung viel Zeit brauchen wird, um so gross zu werden wie eine existierende nationale Währung einer grossen Volkswirtschaft." Ein Grund dafür sei, dass in der entwickelten Welt die Bezahlwege bereits mit den heutigen Möglichkeiten gut eingespielt seien. "Zumindest in den nächsten zehn Jahren werden wir alle noch unsere Gehälter bekommen und Steuern zahlen in der Währung der Länder, in denen wir leben." Zugleich gebe es aber auch Länder mit hoher Inflation und schlecht ausgebauten Banksystemen - und dort könne eine Digitalwährung wie Libra eine viel grössere Rolle spielen, "weil sie eine Lösung für viele Probleme bieten kann". In China wird Libra nicht verfügbar sein.

Zur Aufbewahrung und Nutzung von Libra werden verschiedene Anbieter digitale Brieftaschen, sogenannte Wallets, aufsetzen können. Facebook will nur einer von vielen Wallet-Anbietern sein, dafür gründete das Online-Netzwerk die Tochterfirma Calibra mit Marcus an der Spitze. "Facebook und Calibra werden keine besonderen Rechte oder Vorteile haben, obwohl wir den gesamten Quellcode für die Blockchain und die Transaktionen geschrieben haben", sagt er. Facebook steht insbesondere nach dem Skandal um Cambridge Analytica unter massivem Druck, den Datenschutz zu verbessern.

Nutzer können in dem Libra-System unter Pseudonymen agieren und mehrere Zugänge haben. "Transaktionen enthalten keine Verbindung zur Identität der Nutzer in der realen Welt", heisst es in einem Papier.

Regulierung auf Wallet-Ebene

Die übliche Regulierung - also zum Beispiel Massnahmen gegen Geldwäsche - werde auf Ebene der Wallets greifen, sagte Marcus. "Wir haben mit Regulierern rund um die Welt gesprochen." Für Unternehmen, die Gründungsmitglieder der Libra-Allianz werden wollen, wurde eine Hürde gesetzt: Sie müssen einen Marktwert von mindestens einer Milliarde Dollar oder mehr als 20 Millionen Kunden haben. Mitglieder müssen mindestens zehn Millionen Dollar investieren.

Die bekannteste Blockchain-Währung Bitcoin ist anders organisiert: Bei ihr werden die Einheiten durch mathematische Berechnungen auf den Computern der Nutzer generiert - geschürft, wie es im Fachjargon heisst. Dabei ist die Gesamtzahl der Bitcoin, die produziert werden können, beschränkt. Und die Berechnungen dafür werden immer komplexer. Inzwischen braucht man Hochleistungscomputer, um Bitcoin zu erstellen, daher schürfen derzeit vor allem kommerzielle Minining-Farmen. Das steigert den Energieverbrauch und das knappe Angebot kann für Preissprünge sorgen. In der Spitze kostete ein Bitcoin Ende 2016 bis zu 20'000 Dollar - dann folgte der Einbruch. Inzwischen arbeitet sich der Bitcoin auch dank Gerüchten über Facebooks Pläne wieder an die Marke von10'000 Dollar vor.

Neue Prorammiersprache entwickelt

Bei einer Blockchain werden verschlüsselte Daten über Transaktionen aneinander gereiht und an verschiedenen Orten gespeichert. Durch einen Abgleich würden eventuelle Änderungen auffallen, was für Sicherheit sorgt. Facebook sei es bei seinem System gelungen, bekannte Probleme der Technologie wie Langsamkeit zu lösen. Bei Libra komme es auch nicht zu dem hohen Energieverbrauch wie bei Bitcoin. "Wir haben eine Blockchain entwickelt, die sich an die Anforderungen von Milliarden Menschen anpassen kann", sagt Marcus. Facebook entwickelte für das System auch eine neue Programmiersprache mit dem Namen Move.

Marcus war vor seinem Wechsel zu Facebook Chef des Bezahldienstes Paypal. Beim Online-Netzwerk war er zunächst für den Chatdienst Messenger verantwortlich, bis ihn Zuckerberg mit dem Blockchain-Projekt betraute.

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Facebook richtet

Facebook richtet Aufsichtsgremium für Hassrede-Bekämpfung ein

Facebook will noch in diesem Sommer ein neues unabhängiges Aufsichtsgremium einrichten, um Hasskommentare konsequenter bekämpfen zu können. Das kündigte Facebook-Sprecher Nick Clegg am Montag auf einer Veranstaltung der Hertie School of Governance in Berlin an. In dem Gremium sollen 40 Mitglieder aus der ganzen Welt sitzen, zum Beispiel Wissenschaftler, Juristen, Journalisten und andere Experten sitzen.

24.06.2019 18:21

Der ehemalige britische Vize-Premierminister räumte ein, dass die bisherigen Facebook-Regeln zur Bekämpfung der Hassrede "Gegenstand vieler Debatten" sind. Aus diesem Grund werde Facebook dieses unabhängige Aufsichtsgremium schaffen. "Die Entscheidungen des Gremiums werden transparent und verbindlich sein, so dass die Menschen gegen unsere Inhalte Einspruch erheben können", sagte Clegg.

Das Gremium soll über strittige Fragen beraten, die ihnen Facebook-Nutzer vorschlagen - zum Beispiel die Frage, ob Hasskommentare künftig konsequent gelöscht werden sollen oder ob sie online bleiben, aber mit einer Art Warnhinweis versehen werden sollen. Denkbar wäre auch, den Kommentaren Reichweite zu entziehen, sie also kaum noch Facebook-Nutzern anzuzeigen. Clegg betonte, die Entscheidungen dieses Gremiums sollten für Facebook verbindlich sein.

Clegg wies zugleich darauf hin, die Facebook-Plattform könne nicht jede Hass-Äusserung unterbinden. Das Internet sei letztlich eine Technologie, die nicht von sich aus gut oder schlecht sei. Die Druckerpresse habe der Menschheit die Schönheit der Shakespeare-Komödie "Was ihr wollt" beschert, aber auch den Hass von Hitlers "Mein Kampf". Jede grosse technologische Revolution folge einem Muster. "Zuerst gibt es Euphorie, dann herrscht Angst, und schliesslich finden wir ein vernünftiges Gleichgewicht."

Clegg betonte in einem ZDF-Interview, Facebook habe zuletzt auch auf Hasskommentare im Mordfall Walter Lübcke reagiert. "Nach den furchtbaren Umständen, unter denen Herr Lübcke getötet wurde, haben wir auf Facebook jede Verherrlichung des mutmasslichen Mörders oder der Tat gelöscht", sagte Facebook-Sprecher Clegg. Die Facebook-Plattform könne nicht jede Hass-Äusserung unterbinden./chd/DP/stw

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Störung bei Facebook,

Störung bei Facebook, Instagram und Whatsapp weitestgehend behoben

Technische Störungen bei Facebook , Instagram und Whatsapp sind in der Nacht zum Donnerstag weitestgehend behoben worden. Die Probleme waren nach Darstellung der Website "allestörungen.de" in den frühen Morgenstunden gelöst. Alle drei Dienste gehören zum Facebook-Konzern.

04.07.2019 06:33

Auch Twitter, das von Störungen betroffen war, meldete sich wieder zurück. "Wir sind fast wieder bei 100 Prozent", teilte Twitter auf seiner eigenen Seite mit. Es könne zwar noch "Restwirkungen" bei einigen wenigen Nutzern geben, doch dürfte der Dienst generell wieder "ordentlich funktionieren".

Laut "allestörungen.de" waren besonders Nutzer in Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten betroffen. Ausserdem wurden Störungen an der Ostküste der USA sowie in Teilen Südeuropas und Südamerikas gemeldet.

Bereits im März dieses Jahres war es zu mehrstündigen Störungen der weltweit genutzten Plattformen gekommen. Damals waren Facebook, der Chatdienst Messenger sowie das Netzwerk Instagram betroffen./tsn/DP/stk

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Facebook-Währung Libra will

Facebook-Währung Libra will sich Aufsicht in Schweiz und USA unterstellen

Facebook will seine geplante Kryptowährung Libra nur mit Zustimmung der Aufsichtsbehörden starten. Für die "Libra Association", die ihren Sitz in Genf hat, solle die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma für "angemessene regulatorische Rahmenbedingungen" sorgen, erklärt David Marcus, der bei Facebook für Libra zuständig ist.

16.07.2019 12:44

Bedenken müssten vor dem Start ausgeräumt werden, heisst es in einem Redetext von Marcus, der im Vorfeld einer Anhörung am Dienstagnachmittag (Schweizer Zeit) vor dem Bankenausschuss des US-amerikanischen Senates veröffentlicht wurde. Facebook wolle seine Libra-Währung erst anbieten, wenn alle regulatorischen Sorgen ausgeräumt seien, versichert Marcus.

Kontakt mit Finma

"Die Libra Association erwartet, dass sie lizensiert, reguliert und einer Aufsicht unterstellt wird", so Marcus. Mit der Finma habe die Libra Association bereits erste Diskussionen geführt. Die Gespräche werden auch von der Finma bestätigt: "Die FINMA kennt das Projekt "Libra" und steht mit den Initianten des Projekts in Kontakt", erklärte ein Finma-Sprecher am Dienstag auf Anfrage. Auf Einzelheiten wollte er aber nicht eingehen: "Grundsätzlich ist es die Rolle der Finma, solche Projekte aus der Perspektive des schweizerischen Finanzmarktrechts zu beurteilen."

Neben der Finma will die Libra Association laut Marcus mit US-Behörden etwa bezüglich Geldwäscherei-Bekämpfung zusammenarbeiten. So wolle sie sich beim Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums als Zahlungsdienstleister registrieren.

Währungskorb

Libra wolle nicht mit den traditionellen Währungen wetteifern, versicherte Marcus. "Die Libra Association wird mit der Federal Reserve und anderen Zentralbanken zusammenarbeiten um sicherzustellen, dass Libra nicht mit nationalen Währungen konkurriert oder in die Geldpolitik eingreift."

Libra soll an einen Korb aus den Währungen US-Dollar, britisches Pfund, Euro und Yen gekoppelt werden und durch kurzfristige Staatsanleihen abgesichert werden, wie Marcus frühere Angaben bestätigte. Mit einer solchen Koppelung sollen auch massive Kursschwankungen wie bei der Kryptowährung Bitcoin vermieden werden.

Datenschutzbeauftragter

Eine wichtige Rolle könnte den Schweizer Behörden zudem bezüglich Datenschutz zufallen. Die Libra Association werde keine persönlichen Daten über die Personen halten, welche die Libra-Blockchain nutzen werden, versicherte Marcus erneut. "Sie kann und wird keine Daten der Blockchain monetisieren." In dieser Hinsicht werde der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte der Regulator der Libra Association sein.

Auch die Facebook-Tochter Calibra - welche den Facebook-Nutzern etwa ein elektronisches "Wallet" auf der Libra-Blockchain bereitstellt - werde die finanziellen Daten nicht an Facebook weitergeben, sagte Marcus. Deshalb könnten die Daten etwa auch nicht für gezielte Werbung verwendet werden.

Einen Nutzen werde Facebook daraus ziehen, dass viele kleine und mittlere Unternehmen künftig direkt über die Facebook-Plattform Transaktionen mit ihren Kunden durchführen könnten. "Wir hoffen, dass das dazu führt, dass Konsumenten und Geschäfte künftig Facebook noch mehr gebrauchen." Das werde dann wieder zu höheren Werbeeinnahmen für Facebook führen.

Politiker aufgeschreckt

Libra soll in der ersten Jahreshälfte 2020 an den Start gehen. Mit der Ankündigung im Juni hatte Facebook Notenbanken und Politiker weltweit aufgeschreckt. Zuletzt hatte sich etwa US-Finanzminister Steven Mnuchin besorgt über die Pläne gezeigt.

Sein Ministerium habe dem Konzern und anderen Anbietern von finanziellen Diensten klargemacht, dass sie die gleichen Massnahmen zum Kampf gegen Geldwäsche und Terror-Finanzierung umsetzen müssten wie traditionelle Firmen, sagte Mnuchin am Montag. Das soziale Netzwerk sei "weit davon entfernt", von den Behörden grünes Licht für Libra zu erhalten.

tp/sta/ra

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Deutscher Bundesbankchef:

Deutscher Bundesbankchef: Facebook-Geld kann für Bürger attraktiv sein

Bundesbankpräsident Jens Weidmann sieht unter bestimmten Bedingungen grösseres Potenzial für Digitalwährungen wie Facebooks Libra. "Wenn sie halten, was sie versprechen, könnten sie für Endverbraucher durchaus attraktiv sein", sagte er nach dem Treffen der G7-Finanzminister und Notenbanker am Donnerstag in Chantilly bei Paris.

18.07.2019 13:04

Zugleich aber müsse man sich über die Risiken solcher Kryptowährungen im Klaren sein. Es gebe ein Kreditrisiko, wenn der Anbieter beim Rücktausch nicht zahlungsfähig sei, ein Wechselkursrisiko, wenn das Geld nicht ausschliesslich an die Heimatwährung des Nutzers gekoppelt sei. Die Zentralbanken prüften derzeit auch, ob Risiken für die Finanzstabilität entstünden.

Es gebe keinen Grund für Alarmismus - aber für Wachsamkeit, sagte Weidmann. Facebook lasse viele Detailfragen offen, beispielsweise, wie Geldwäsche verhindert werden könne. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) betonte, ohne eine Antwort auf diese und andere Fragen dürfe Libra nicht in die Welt gesetzt werden./tam/DP/jha

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Bundesbank: Facebook-Geld

Bundesbank: Facebook-Geld darf Zentralbanken-Aufgaben nicht gefährden

Die Deutsche Bundesbank sorgt sich um die Sicherheit des Zahlungsverkehrs und die Finanzstabilität bei einer möglichen Einführung von Facebooks Digitalwährung Libra. Zwar seien wichtige Fragen zum Vorgehen des Libra-Konsortiums um Facebook noch offen, schrieb die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. "Gleichwohl scheint es sinnvoll, dass Aufsichtsbehörden und Zentralbanken das Vorhaben schon jetzt sorgfältig beobachten und bewerten."

22.07.2019 14:45

Grundsätzlich könnten sogenannte Stable Coins wie Libra die teilweise sehr hohen Gebühren bei grenzüberschreitenden Überweisungen senken, erläuterte die Notenbank. Zugleich könnten sie klassische Zentralbankaufgaben berühren. "Die Erfüllung der gesetzlichen Notenbankaufgaben muss jedoch Vorrang haben vor privaten geschäftspolitischen Interessen", mahnte die Bundesbank. Wichtige Ziele wie die Geldwertstabilität, die Finanzstabilität und die Sicherheit des Zahlungsverkehrs dürften nicht beeinträchtigt werden.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte im Juni die Einführung der eigenen Internet-Währung angekündigt. Mit stabilen Währungen wie Dollar oder Euro soll man sie ab 2020 kaufen können. Libra könnte dann nach Vorstellungen von Facebook vor allem für grenzüberschreitende Überweisungen, aber auch zum Bezahlen von Einkäufen eingesetzt werden. Kursschwankungen sollen vermieden werden, indem die Libra an einen Korb etablierter Währungen gekoppelt und durch Staatsanleihen abgesichert ("Stable Coin") wird. 28 private Unternehmen wie Mastercard , Visa, Paypal und Uber gehören zu den ersten Partnern.

Die grossen Wirtschaftsmächte stehen einer möglichen Libra-Einführung äusserst kritisch gegenüber. Bei ihrem Treffen hatten die Finanzminister der sieben grossen Industrieländer (G7) und die Chefs der grossen Notenbanken jüngst unisono "schwere Bedenken" gegen das Facebook-Geld zum Ausdruck gebracht. Zweifel gibt es unter anderem darum, wie effizient bei Libra Geldwäsche und Terrorfinanzierung unterbunden werden können.

Zugleich rechnet die Bundesbank mit einem Dämpfer für die deutsche Konjunktur im zweiten Quartal. "Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte sich im zweiten Vierteljahr 2019 leicht verringert haben", schrieb die Notenbank im Monatsbericht. Zwar habe die Binnenwirtschaft wohl weiter für Auftrieb gesorgt - die Verbraucher sind dank der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt in Konsumlaune. Allerdings seien zuletzt Sondereffekte entfallen, die die Wirtschaft zu Jahresbeginn noch angekurbelt hätten, erläuterten die Experten.

Nachdem das Baugewerbe im Winter noch von einer guten Witterung profitierte, ging die Produktion im Mai kräftig zurück. Ausserdem pendelten sich die Pkw-Zulassungen den Angaben zufolge wieder auf einem normalen Niveau ein, nachdem zu Jahresbeginn noch viele Autokäufe wegen vorausgegangenen Lieferschwierigkeiten nachgeholt worden waren.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorquartal noch um 0,4 Prozent gestiegen. Vor allem die Kauflust der Verbraucher und der Bauboom brachten Europas grösste Volkswirtschaft zurück auf Wachstumskurs./mar/len/DP/mis

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Tech-Plattformen im Visier

Tech-Plattformen im Visier von US-Wettbewerbsuntersuchung

Das US-Justizministerium will untersuchen, ob grosse Online-Plattformen den Wettbewerb behindern. Namen von Unternehmen wurden bei der Ankündigung nicht genannt. Aber aus den erwähnten Bereichen - Websuche, soziale Medien, Online-Einzelhandel - wird klar, dass es zumindest um Google , Facebook und Amazon gehen dürfte.

24.07.2019 06:33

Inwieweit auch andere Tech-Schwergewichte wie Apple oder Microsoft ins Visier der Untersuchung geraten könnten, wurde aus der Ankündigung zunächst nicht deutlich.

Man wolle der Besorgnis von Verbrauchern und Unternehmern nachgehen, erklärte das Justizministerium am Dienstag. Es gehe um die Frage, wie die Plattformen ihre Marktmacht erreicht hätten und ob sie Innovationen gebremst und Verbrauchern geschadet hätten.

Unter anderem Google und Amazon stehen im Mittelpunkt von Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission und amerikanischen Behörden wurde oft vorgeworfen, Tech-Konzernen gegenüber zu lasch zu sein.

Zugleich hat die Eröffnung einer US-Wettbewerbsuntersuchung zum jetzigen Zeitpunkt aber auch einen politischen Beigeschmack. Präsident Donald Trump wirft unter anderem Facebook und Google seit längerer Zeit vor, Stimmen aus dem konservativen Lager zu unterdrücken. Das Silicon Valley gilt traditionell als grösstenteils liberal. Eine Kartelluntersuchung im Präsidentschaftswahlkampf 2020 könnte den Druck auf die Plattformen verstärken, Trumps Anhängern mehr Platz einzuräumen.

Amazon war ebenfalls häufiges Ziel von Trumps Attacken. Amazons Gründer und Chef Jeff Bezos gehört die Tageszeitung "Washington Post", die Trump kritisch gegenübersteht.

Zugleich wird schon lange darüber diskutiert, ob zumindest einige Tech-Plattformen nicht so gross und mächtig geworden sind, dass neben ihnen kein neuer Herausforderer entstehen kann.

Als ein Paradebeispiel gilt Facebook: Das Online-Netzwerk wurde in den vergangenen Jahren immer grösser, während kleinere Konkurrenten einer nach dem anderen aus dem Geschäft gingen. Inzwischen hat die Facebook-Plattform rund 2,4 Milliarden Nutzer. Grösse kann bei Online-Netzwerken eine wichtige Rolle spielen: Nutzer landen bei dem Dienst, bei dem sie die meisten ihrer Freunde finden. Zudem zögerte Facebook nicht lange mit Übernahmeangeboten, wenn potenzielle Rivalen auftauchten. So kaufte das Online-Netzwerk die Foto-Plattform Instagram und den Chat-Dienst WhatsApp.

Diese Zukäufe wurden seinerzeit von den Wettbewerbshütern bewilligt. Heute argumentiert unter andrerem die demokratische Präsidentschaftskandidaten Elizabeth Warren, dass sei ein Fehler gewesen und Facebook müsse zerschlagen werden. Das Online-Netzwerk entgegnet, es gebe genug Wettbewerb im Netz.

Einige Suchmaschinen-Konkurrenten werfen Google vor, sie zu benachteiligen. Die EU-Kommission sieht zudem unfairen Wettbewerb beim meistgenutzten Smartphone-System Android, das bei Google entwickelt wird. Das Bewertungs-Portal Yelp bezichtigt Google schon seit Jahren, ein Geschäft mit Inhalten der Firma aufgebaut zu haben. Der Internet-Konzern erklärt dagegen, man habe viel neuen Wettbewerb im Netz entstehen lassen.

Im bisher grössten Wettbewerbsverfahren in der Tech-Industrie vor rund zwei Jahrzehnten ging es um Microsoft. Der Konzern hatte den Web-Browser Internet Explorer mit seinem Windows-Betriebssystem gebündelt. Das US-Justizministerium argumentierte, dass angesichts der dominierenden Marktposition von Windows Browser-Rivalen wie Netscape durch diese Praxis aus dem noch neuen Markt gedrängt wurden. Ein Richter ordnete zwischenzeitlich die Zerschlagung von Microsoft an, was jedoch von einem Berufungsgericht gekippt wurde. Am Ende einigten sich das Justizministerium und Microsoft auf mildere Auflagen./so/DP/zb

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Facebook verdaut Milliarden

Facebook verdaut Milliarden-Strafe mit Gewinnrückgang

(Ausführliche Fassung) - Facebook hat die Rekord-Datenschutzstrafe in den USA mit Leichtigkeit verdaut. Im zweiten Quartal machte das Online-Netzwerk immer noch einen Gewinn von gut 2,6 Milliarden Dollar - etwa halb so viel wie ein Jahr zuvor. Dabei hatte Facebook weitere zwei Milliarden Dollar als Belastung aus den Datenschutz-Ermittlungen der US-Behörde FTC verbucht. Der Umsatz stieg unterdessen im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 16,6 Milliarden Dollar, wie Facebook nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

25.07.2019 06:34

Facebook hatte sich bereiterklärt, fünf Milliarden Dollar zu zahlen, damit die FTC ihre Ermittlungen einstellt. Drei Milliarden Dollar hatte Facebook bereits im ersten Quartal zurückgelegt. Im zweiten Quartal stellte der Konzern zudem 1,1 Milliarden Dollar für möglicherweise höhere Steuerzahlungen als Folge eines anderen Rechtsstreits zurück.

Zugleich gab Facebook mit den Quartalszahlen bekannt, dass die FTC das Online-Netzwerk auch in einer Wettbewerbsuntersuchung unter die Lupe nimmt. Das US-Justizministerium hatte am Vortag ebenfalls eine Kartelluntersuchung grosser Online-Plattformen öffentlich gemacht, dabei allerdings Facebook nicht ausdrücklich erwähnt.

Die Anleger zeigten sich unbeeindruckt von dem Druck der US-Behörden. Die Facebook-Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um rund ein Prozent zu, schon im regulären Handel hatte sie mehr als ein Prozent dazugewonnen.

Dazu dürfte beigetragen haben, dass das Geschäft von Facebook keine Schwächen zeigt. Die Zahl monatlich bei Facebook aktiver Nutzer wuchs binnen drei Monaten von 2,38 auf 2,41 Milliarden. Täglich griffen davon 1,59 Milliarden auf Facebook zu - nach 1,56 Milliarden im ersten Quartal. Dieses Wachstum kam vor allem aus Ländern wie Indien, Indonesien und den Philippinen, wie Facebook-Finanzchef David Wehner sagte. Zugleich gab es auch in den für Facebook bereits starken Märkten Nordamerika und Europa deutliche Umsatzzuwächse.

Die FTC hatte neben der Milliardenstrafe noch weitere Auflagen wie Datenschutz-Kontrollen bei Facebook über die nächsten 20 Jahre durchgesetzt. Als eine der Massnahmen soll im Verwaltungsrat des Online-Netzwerks ein zusätzliches Gremium zur Datenschutz-Aufsicht eingerichtet werden. Dies solle Gründer und Chef Mark Zuckerberg die bisherige "uneingeschränkte" Machtfülle bei Datenschutz-Entscheidungen nehmen, erklärte die FTC am Mittwoch. Das Gremium werde vierteljährlich zusammenkommen, teilte Facebook mit.

Ausserdem soll Facebook den Datenschutz bei Apps anderer Anbieter auf der Plattform stärker überwachen und bei Verstössen konsequenter gegen sie vorgehen. Dem Online-Netzwerk wurde darüber hinaus auch untersagt, für Sicherheitsfunktionen gesammelte Telefonnummern zur Personalisierung von Werbung zu verwenden. Zuckerberg sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, die Einigung mit der FTC gebe dem Unternehmen Klarheit für die Zukunft.

Auf die Frage nach einem Termin für die schon seit längerem erwartete Einführung von Werbeanzeigen im sogenannten "Status"-Bericht der Chat-App WhatsApp gab es weiterhin keine konkrete Antwort. Zugleich sagte Zuckerberg, dass Facebook an einer Bezahlfunktion für den Dienst arbeite, der nach Tests in Indien noch von fehlenden regulatorischen Freigaben gebremst werde. Generell seien Zahlfunktionen mit klassischen Währungen für Facebook ein interessantes Feld - auch für den Fall, dass die Einführung der vom Online-Netzwerk erfundenen Digitalwährung Libra sich hinziehen sollte. Facebook will Libra im kommenden Jahr für Verbraucher verfügbar machen, die Idee stösst aber auf bei Politikern und Zentralbanken auf Widerstand./so/DP/zb

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Facebook macht Milliarden

Facebook macht Milliarden-Gewinn trotz Rekordstrafe

(Ausführliche Fassung) - Facebook hat die Rekord-Datenschutzstrafe in den USA mit Leichtigkeit verdaut. Im zweiten Quartal machte das Online-Netzwerk immer noch einen Gewinn von gut 2,6 Milliarden Dollar - etwa halb so viel wie ein Jahr zuvor. Dabei hatte Facebook weitere zwei Milliarden Dollar als Belastung aus den Datenschutz-Ermittlungen der US-Behörde FTC verbucht. Der Umsatz stieg unterdessen im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 16,6 Milliarden Dollar, wie Facebook nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

25.07.2019 11:00

Facebook hatte sich bereiterklärt, fünf Milliarden Dollar zu zahlen, damit die FTC ihre Ermittlungen einstellt. Drei Milliarden Dollar hatte Facebook bereits im ersten Quartal zurückgelegt. Im zweiten Quartal stellte der Konzern zudem 1,1 Milliarden Dollar für möglicherweise höhere Steuerzahlungen als Folge eines anderen Rechtsstreits zurück.

Zugleich gab Facebook mit den Quartalszahlen bekannt, dass die FTC das Online-Netzwerk auch in einer Wettbewerbsuntersuchung unter die Lupe nimmt. Das US-Justizministerium hatte am Vortag ebenfalls eine Kartelluntersuchung grosser Online-Plattformen öffentlich gemacht, dabei allerdings Facebook nicht ausdrücklich erwähnt.

Die Anleger zeigten sich unbeeindruckt von dem Druck der US-Behörden. Die Facebook-Aktie legte im vorbörslichen Handel am Donnerstag zeitweise um rund zwei Prozent zu, schon im regulären Handel am Vortag hatte sie mehr als ein Prozent dazugewonnen.

Dazu dürfte beigetragen haben, dass das Geschäft von Facebook keine Schwächen zeigt. Die Zahl monatlich bei Facebook aktiver Nutzer wuchs binnen drei Monaten von 2,38 auf 2,41 Milliarden. Täglich griffen davon 1,59 Milliarden auf Facebook zu - nach 1,56 Milliarden im ersten Quartal. Dieses Wachstum kam vor allem aus Ländern wie Indien, Indonesien und den Philippinen, wie Facebook-Finanzchef David Wehner sagte. Zugleich gab es auch in den für Facebook bereits starken Märkten Nordamerika und Europa deutliche Umsatzzuwächse.

Die Zahlen zeigten, dass Facebook gleichzeitig sein Geschäft ausbauen und in Sicherheit und Datenschutz investieren könne, sagte die für das operative Geschäft zuständige Top-Managerin Sheryl Sandberg. Auf mindestens einen Facebook-Dienst - zum Konzern gehören auch die Foto-Plattform Instagram und die Chat-Apps WhatsApp und Messenger - greifen 2,7 Milliarden Nutzer im Monat und 2,1 Milliarden täglich zu.

Die FTC hatte neben der Milliardenstrafe noch weitere Auflagen wie Datenschutz-Kontrollen bei Facebook über die nächsten 20 Jahre durchgesetzt. Als eine der Massnahmen soll im Verwaltungsrat des Online-Netzwerks ein zusätzliches Gremium zur Datenschutz-Aufsicht eingerichtet werden. Dies solle Gründer und Chef Mark Zuckerberg die bisherige "uneingeschränkte" Machtfülle bei Datenschutz-Entscheidungen nehmen, erklärte die FTC am Mittwoch. Das Gremium werde vierteljährlich zusammenkommen, teilte Facebook mit.

Ausserdem soll Facebook den Datenschutz bei Apps anderer Anbieter auf der Plattform stärker überwachen und bei Verstössen konsequenter gegen sie vorgehen. Dem Online-Netzwerk wurde darüber hinaus auch untersagt, für Sicherheitsfunktionen gesammelte Telefonnummern zur Personalisierung von Werbung zu verwenden. Zuckerberg sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, die Einigung mit der FTC gebe dem Unternehmen Klarheit für die Zukunft. Er sprach sich erneut für einen Ausbau der Regulierung von Online-Diensten aus - ansonsten sei die Gefahr gross, dass die Frustration über die Branche wachsen werde.

Auf die Frage nach einem Termin für die schon seit längerem erwartete Einführung von Werbeanzeigen im sogenannten "Status"-Bericht der Chat-App WhatsApp gab es weiterhin keine konkrete Antwort. Zugleich sagte Zuckerberg, dass Facebook an einer Bezahlfunktion für WhatsApp arbeite, der nach Tests in Indien noch von fehlenden regulatorischen Freigaben gebremst werde. Generell seien Zahlfunktionen mit klassischen Währungen für Facebook ein interessantes Feld - auch für den Fall, dass die Einführung der vom Online-Netzwerk erfundenen Digitalwährung Libra sich hinziehen sollte. Facebook will Libra im kommenden Jahr für Verbraucher verfügbar machen, die Idee stösst aber bei Politikern und Zentralbanken auf Widerstand./so/DP/jha

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WhatsApp bestreitet

WhatsApp bestreitet Expertenbericht über Schwachstellen

WhatsApp hat den Vorwurf einer IT-Sicherheitsfirma zurückgewiesen, seit einem Jahr eine Lücke in der Verschlüsselung des Dienstes offenzulassen. "Wir haben das Thema vor einem Jahr sorgfältig geprüft und es ist falsch, zu unterstellen, dass es eine Schwachstelle in der Sicherheit von WhatsApp gibt", erklärte ein Facebook -Sprecher am Donnerstag.

08.08.2019 14:33

Sicherheitsforscher der Firma Check Point hatten zuvor auf der Konferenz Black Hat in Las Vegas beschrieben, wie Chatverläufe manipuliert werden könnten, indem man die Identität der Quelle bei der Zitier-Funktion oder den Inhalt einer Antwort verfälscht. Die Sicherheitsforscher erklärten, sie hätten die Verschlüsselung rekonstruiert - durch die Umkehrung des Algorithmus, der zur Entschlüsselung von Datensätzen dient. WhatsApp konterte, das von ihnen beschriebene Szenario sei vergleichbar damit, wie man Antworten in einem E-Mail-Wechsel manipulieren könne. Dort könne man auch etwas vortäuschen, was ursprünglich nie geschrieben worden sei.

WhatsApp betrachtet das "Signal"-Verschlüsselungsprotokoll, auf dem der Dienst aufsetzt, weiterhin als sicher. WhatsApp mit rund 1,5 Milliarden Nutzern wirbt mit Komplett-Verschlüsselung für sich, bei der nur Absender und Empfänger Inhalte sehen können, aber keine Dritten - nicht einmal der Dienst selbst. Facebook arbeitet gerade daran, WhatsApp, dem zweiten Facebook-Chatdienst Messenger und der Nachrichten-Funktion von Instagram auf eine gemeinsame technische Infrastruktur zu bringen. Dabei versicherte Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dass das Online-Netzwerk stärker auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzen werde./so/DP/stk

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Facebook führt separaten

Facebook führt separaten Bereich für Medieninhalte ein

Facebook will einen eigenen Bereich für Medieninhalte einrichten. Er solle bis Ende des Jahres starten, sagte eine Sprecherin dem US-Sender CNBC in der Nacht zum Freitag. Kurz davor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Facebook biete Medienunternehmen bis zu drei Millionen Dollar pro Jahr dafür an, in dem neuen Bereich Schlagzeilen und Auszüge aus Artikeln zu platzieren. Unter den angesprochenen Medien seien die "Washington Post", der Finanzdienst Bloomberg und die "Wall Street Journal"-Mutter Dow Jones. Dieses Informationen liess Facebook unkommentiert.

09.08.2019 06:40

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte den separaten News-Bereich im April ins Gespräch gebracht. Das Online-Netzwerk wolle stärker "hochwertige und vertrauenswürdige News" hervorheben, sagte er in einem Gespräch mit dem Chef des Medienkonzerns Springer , Mathias Döpfner. Dabei schloss Zuckerberg auch Lizenzzahlungen an teilnehmende Medienunternehmen nicht aus.

Facebook schwankte im Umgang mit Medieninhalten in den vergangenen Jahren hin und her. Zunächst wurde das Online-Netzwerk zu einer immer wichtigeren Plattform für Medienunternehmen, um Nutzer zu erreichen. Doch dann wurde Facebook im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 für die massenhafte Verbreitung gefälschter Nachrichten missbraucht - und setzte neue Prioritäten. Anfang 2018 kündigte Zuckerberg an, Beiträge von Familie und Freunden sollen im Newsfeed der Nutzer mehr Gewicht als Medieninhalte erhalten. Die Idee eines abgetrennten Bereichs für Medieninhalte - diesen Weg geht unter anderem der Konkurrent Snapchat - lehnte Facebook damals noch ab.

Facebook und Google sind besonders stark im Geschäft mit Online-Werbung - und bei ihnen landen auch Anzeigenerlöse, die früher an Medienunternehmen gingen. Facebook bietet Medienpartnern laut "Wall Street Journal" die Wahl, ob sie ihre Inhalte direkt auf der Plattform des Online-Netzwerks vorhalten - oder in den neuen Bereich nur Überschriften und Auszüge platzieren, die zu ihren eigenen Websites weiterführen. Die Zeitung konnte nicht herausfinden, ob sich schon Medienunternehmen bereiterklärt haben, Inhalte an Facebook zu lizenzieren./so/DP/zb

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Facebook erneut in der Kritik

Facebook erneut in der Kritik wegen Datennutzung

Das Soziale Netzwerk Facebook hat Messengergespräche abtippen lassen und steht damit weiter in der Kritik wegen seines Umgangs mit Kundendaten.

14.08.2019 07:59

Das weltweit grösste soziale Netzwerk hat Mitarbeiter ausgewählte Aufnahmen von Nutzern aus seinem Chatdienst Messenger anhören und abtippen lassen. Das bestätigte Facebook der Finanzagentur Bloomberg. Betroffen gewesen seien Nutzer, die die sogenannte Transkriptions-Funktion für Sprachunterhaltungen eingeschaltet hätten.

Mit der Praxis habe überpüft werden sollen, ob die Software die Sätze richtig verstanden habe. Inzwischen geschehe dies nicht mehr. Zuletzt waren wegen ähnlicher Praktiken auch andere US-Techkonzerne wie Apple und Google in die Kritik geraten. Facebook steht wegen seinem Umgang mit privaten Daten besonders im Fadenkreuz von Politikern und Regulatoren.

(Reuters/cash)

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