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VW und Ford weiten ihre

VW und Ford weiten ihre Allianz aus

(Ausführliche Fassung) - Volkswagen und Ford bauen ihre Zusammenarbeit aus. Das kündigte VW am Donnerstagabend nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Wolfsburg an. Was genau die neue Allianz umfasst, wollen VW-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett am Freitag (14.00 Uhr MESZ) in New York bekanntgeben.

11.07.2019 19:18

Bisher kooperieren die Unternehmen bereits im Bereich leichter Nutzfahrzeuge und Pick-ups, um Hunderte Millionen Euro in der Entwicklung zu sparen. Nun könnten sie auch bei der Elektromobilität und dem autonomen Fahren die Kräfte bündeln - diese Möglichkeit hatten Diess und Hackett stets offengelassen. Beide Felder sind ebenfalls mit hohen Entwicklungsausgaben verbunden.

Vor der Aufsichtsratssitzung war vermutet worden, Ford könne an der von VW entwickelten Plattform MEB interessiert sein. Diese bildet eine technische Grundlage für den Bau von Elektroautos. Der kriselnden Europatochter von Ford fehlt ein solches System bisher. Angesichts verschärfter CO2-Abgasregeln in der Europäischen Union ab 2021 könnten daher Strafzahlungen drohen.

"Der Pkw-Bereich von Ford Europe kann ohne die Zusammenarbeit mit einem anderen Hersteller bei Elektromobilität nicht eigenständig überleben", sagte der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer dazu. Bisher habe Ford in Europa "absolut nichts in der Pipeline".

Volkswagen könnte sich seinerseits an Fords Autonom-Tochter Argo AI beteiligen. Fraglich wäre dann aber, wie Argo in die VW-Aktivitäten rund ums autonome Fahren eingebunden werden soll. Die Zusammenarbeit mit dem US-Start-up Aurora hatte VW-Chef Diess jüngst schon gekappt und damit einen Stolperstein für die Allianz mit Ford aus dem Weg geräumt.

Zugute kommen könnte VW dabei, dass die Aufmerksamkeit für das autonome Fahren in den vergangenen Monaten nachgelassen hat. Zulieferer warnten vor unausgereiften Systemen, zudem beurteilten Manager die finanziellen Aussichten skeptischer. Das könnte eine Beteiligung günstiger machen.

"Man muss heute investieren, um vielleicht 2030 die ersten Umsätze damit zu machen", sagte auch Dudenhöffer. "Daher macht es für beide - Ford und VW - viel Sinn, gemeinsam das anzugehen." Zuletzt hatten sich sogar die Erzrivalen Daimler und BMW verbündet, um die Technik kostenschonender voranzutreiben.

Entscheidend für die Allianz von VW und Ford dürfte nach Dudenhöffers Einschätzung am Ende vor allem die Gestaltung der Zusammenarbeit sein. Das "kulturelle Verständnis" sei wichtig, sagte er. "Bei Daimler-Chrysler und Opel-GM waren das ja keine Erfolgsgeschichten."/cwe/DP/men

(AWP)

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Chef von VW-Tochter Audi will

Chef von VW-Tochter Audi will höhere Kapitalrendite

Die Volkswagen -Tochter Audi soll in Zukunft eine höhere Kapitalrendite abwerfen. "Wir verkaufen heute auch eine halbe Million Autos mehr als 2011", sagte Chef Bram Schot in einem Interview mit der Fachzeitung "Automobilwoche". "Dennoch kommt unterm Strich kein höheres Ergebnis heraus. Das ändern wir jetzt".

14.07.2019 18:03

Schot nennt im Interview zwei Gründe, warum die Kapitalrendite gesunken ist: Höhere Investitionen und höhere Personalausgaben. Jetzt will er Synergien im VW-Konzern heben, um bei der Kennziffer, die den Gewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzt, auf Kurs zu kommen./fba

(AWP)

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Volkswagen-Konzern trotzt

Volkswagen-Konzern trotzt Branchentristesse - Ergebnis über Erwartungen

Der Volkswagen -Konzern hat inmitten der Branchenflaute ein gutes zweites Quartal hinter sich und mehr Gewinn erzielt als erwartet. Der Umsatz kletterte im Vorjahresvergleich trotz geringerer Auslieferungen um 6,6 Prozent auf 65,2 Milliarden Euro, wie der Dax -Konzern am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis ging zwar um 8,1 Prozent auf 5,13 Milliarden Euro zurück, lag damit aber über den Erwartungen von Analysten. Die entsprechende Marge betrug 7,9 Prozent, was im derzeitigen Branchenumfeld vergleichsweise viel ist.

25.07.2019 08:13

Besser lief es insbesondere beim Sportwagenbauer Porsche, aber auch die Kernmarke VW Pkw steigerte den operativen Gewinn. Der Konzern verdient gut am steigenden Anteil der teureren SUV-Modelle. Unter dem Strich stieg der Gewinn um fast ein Viertel auf 4,12 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte die Dieselaffäre mit 1,6 Milliarden Euro belastet. Die Prognosen bestätigten die Wolfsburger./men/jha/

(AWP)

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VW-Tochter Audi fährt im Jahr

VW-Tochter Audi fährt im Jahr der 'Bewährungsprobe' weniger Vorsteuergewinn ein

Audi hat im ersten Halbjahr weniger Autos verkauft und weniger Umsatz gemacht - der Gewinn vor Steuern fiel um 20 Prozent von 3,21 Milliarden auf 2,58 Milliarden Euro. Die Probleme bei der Umstellung auf die WLTP-Abgasmessung sowie hohe Investitionen in neue Modelle und in Elektroautos hätten belastet, teilte die VW -Tochter am Freitag in Ingolstadt mit. "Trotz starken Gegenwinds" bekräftigte Audi aber seine Jahresprognose: Absatz und Umsatz sollen im Vergleich zu den schwachen Vorjahreswerten leicht steigen.

26.07.2019 11:37

Finanzvorstand Alexander Seitz sagte: "2019 ist wie erwartet eine echte Bewährungsprobe." Das Unternehmen streicht Schichten, Modell- und Motorvarianten und setzt stärker auf gemeinsame Plattformen und Werkskapazitäten im VW-Konzern. Mit dem Transformationsplan will es dieses Jahr gut eine Milliarde Euro einsparen.

Im ersten Halbjahr sank der Absatz auf 906 000 Autos und der Umsatz auf 28,8 Milliarden Euro. Allerdings zählt Audi Umsätze aus dem Vertrieb von Autos anderer Konzernmarken neuerdings nicht mehr mit - bereinigt um diesen Effekt liege der Umsatz leicht über Vorjahr, teilte das Unternehmen mit. Die grossen SUVs Audi e-tron und Q8 hätten dazu beigetragen. Der Betriebsgewinn sank dennoch, wegen höherer Abschreibungen in den Werken, höherer Personalkosten und deutlich höherer Vorleistungen in Zukunftstechnologien. Audi investiert derzeit 7,7 Prozent seiner Erlöse in Forschung und Entwicklung.

Im zweiten Halbjahr setzt Audi auf den Start der überarbeiteten Modelle A4 und Q7, des neuen Q3 Sportback, der A7- und A8-Hybridmodelle, des e-tron und des Q8 in China und des Q3 in den USA. "Im zweiten Halbjahr werden wir unsere Restrukturierung mit Nachdruck vorantreiben", sagte Seitz. Mindestens 7 Prozent vom Umsatz sollen 2019 als Betriebsergebnis bleiben./rol/DP/men

(AWP)

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VW-Nutzfahrzeugtochter Traton

VW-Nutzfahrzeugtochter Traton steigert Profitabilität deutlich

Die VW -Nutzfahrzeugtochter Traton hat die Profitabilität im ersten Halbjahr deutlich gesteigert. Dabei profitierte die Gesellschaft von einer nach wie vor guten Entwicklung in Europa und Brasilien. Die operative Rendite kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent, wie das Unternehmen am Montag in München mitteilte. Die erst im Juni an die Börse gebrachte Lkw- und Bustochter von Volkswagen verzeichnete ein deutliches Gewinnplus. Das operative Ergebnis stieg um ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro.

29.07.2019 08:36

Das Umsatzwachstum setzte sich im ersten Halbjahr ebenfalls fort. Die Erlöse stiegen um 7 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro. Allerdings war der Auftragseingang um 6 Prozent rückläufig. Gründe waren rückläufige Lkw-Bestellungen unter anderem in Europa sowie geringere Aufträge für Busse in Mexiko und im Nahen Osten.

Alle drei Marken MAN , Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus hätten zur positiven Entwicklung beigetragen und zugelegt, hiess es weiter. Insgesamt setzte die VW-Tochter 123 336 Fahrzeuge ab und damit rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr./eas/jha/

(AWP)

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Volkswagen steigert US-Absatz

Volkswagen steigert US-Absatz im Juli erneut kräftig

(neu: Audi) - Volkswagen bleibt auf dem US-Automarkt dank starker SUV- und Jetta-Verkäufe im Aufwind. Im Juli stieg der Absatz im Jahresvergleich um 12,7 Prozent auf 31 188 Neuwagen mit VW -Logo, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

01.08.2019 21:29

Im bisherigen Jahresverlauf hat VW in den USA ein Absatzplus von 6,1 Prozent erzielt. Damit ist dem deutschen Hersteller, dessen Verkaufszahlen im Zuge des Abgas-Skandals zeitweise eingebrochen waren, auf dem wichtigen Auslandsmarkt bereits eine ordentliche Aufholjagd gelungen.

Auch die VW-Tochter Audi verzeichnete einen Anstieg der Verkäufe. Mit 19 370 Fahrzeugen wurden 0,8 Prozent mehr abgesetzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Auch BMW und Daimler verbuchten im Juli deutliche Verkaufszuwächse. BMW setzte mit 23 015 Fahrzeugen 4,7 Prozent mehr ab. Daimlers Marke Mercedes-Benz USA machte sogar ein Plus von 19,5 Prozent auf 224 612 Neuwagen, hatte zuvor allerdings auch Rückschläge erlitten. Die Zahlen der VW-Töchter Audi und Porsche lagen noch nicht vor.

Der japanische Branchenriese Toyota schaffte einen Minianstieg von 0,4 Prozent. Honda lieferte immerhin 1,9 Prozent mehr Neuwagen aus, und Rivale Hyundai wurde starke 12 Prozent mehr Autos bei der US-Kundschaft los. Allerdings gab es auch Hersteller mit erheblichen Einbussen - bei Mazda fielen die Verkäufe um 3,5 Prozent, Nissan musste sogar ein Minus von 9 Prozent verkraften.

Analysten rechneten damit, dass der US-Automarkt den siebten Monat in Folge mit sinkendem Absatz verzeichnet. Die monatliche Statistik hat ohnehin deutlich an Aussagekraft verloren, da die drei grössten US-Autobauer General Motors , Ford und Fiat Chrysler ihre Zahlen nur noch quartalsweise veröffentlichen. Nach Schätzung des Fachblatts "Automotive News" machen sie rund 45 Prozent des Absatzes aus./hbr/jsl/DP/he/he

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Porsche SE steigert dank VW

Porsche SE steigert dank VW ihren Gewinn

Die VW -Dachgesellschaft Porsche SE hat trotz eines neuen Bussgelds im Zusammenhang mit dem Dieselskandal im Volkswagen -Konzern ihren Gewinn im ersten Halbjahr deutlich erhöht. Nach Steuern lag das Ergebnis bei 2,38 Milliarden Euro, wie die Holding am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,9 Milliarden Euro.

07.08.2019 11:50

Der Gewinn der Porsche SE ergibt sich zum allergrössten Teil aus der Bewertung der VW-Anteile - und die hatte die Holding in diesem Jahr auf gut 53 Prozent aufgestockt.

Der VW-Konzern hatte unterm Strich im ersten Halbjahr mit 7,2 Milliarden Euro 8,4 Prozent mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Zwar hatte die VW-Tochter, der Sportwagenbauer Porsche AG, im zweiten Quartal einen Bussgeldbescheid im Zusammenhang mit dem Dieselskandal über rund 500 Millionen Euro kassiert. Vor einem Jahr hatte die Dieselaffäre die Bilanz aber mit noch höheren Sonderkosten belastet.

Insgesamt geht die Porsche Holding für 2019 weiterhin von einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 3,4 Milliarden bis 4,4 Milliarden Euro aus. 2018 waren es rund 3,5 Milliarden Euro./ang/DP/jha

(AWP)

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Ermittlungen nach Verkauf von

Ermittlungen nach Verkauf von Vorserienautos bei Volkswagen

Wegen fehlerhafter Dokumente zurückgerufene Vorserienfahrzeuge von Volkswagen beschäftigen die Staatsanwaltschaft in Braunschweig. Es gebe ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt aufgrund eines Anfangsverdachts auf Betrug, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe am Donnerstag. Ende vergangenen Jahres hatte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) mitgeteilt, dass VW rund 4000 Autos wegen fehlerhafter Dokumente zurückrufe. Die Aktion werde überwacht, da ein ernstes Risiko nicht ausgeschlossen werden könne, hiess es damals aus der Flensburger Behörde.

08.08.2019 15:51

"Wir sind informiert, dass sich die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit den Sachverhalten befasst", sagte ein VW-Sprecher. Zuvor hatte die "Braunschweiger Zeitung" (Donnerstag) über das neue Verfahren berichtet.

Früheren Unternehmensangaben zufolge handelt es sich zumeist um sogenannte Vorserienfahrzeuge, die zu Testzwecken gebaut werden. Zur Begründung des Rückrufs hatte ein VW-Sprecher im Dezember gesagt: "Es wurde versäumt, zu dokumentieren, was an den betroffenen Fahrzeugen nicht seriengemäss ist." Eine interne Überprüfung habe ergeben, dass zwischen 2006 und 2018 weltweit etwa 6700 Fahrzeuge in einem Bauzustand vermarktet worden sein könnten, der nicht dem serienmässigen Bauzustand entspreche./bch/DP/jha

(AWP)

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Südkorea verhängt wegen

Südkorea verhängt wegen Abgasmanipulation Geldbusse gegen Volkswagen

Südkorea will wegen des Einbaus verbotener Abgassoftware die Importzulassung für Dieselautos der Marken Volkswagen , Audi und Porsche widerrufen. Zudem kündigte das Umweltministerium am Dienstag an, Geldbussen in Millionenhöhe gegen Audi Volkswagen Korea sowie Porsche Korea zu verhängen und bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige zu erstatten. Bei drei Modellen von Audi sowie jeweils einem VW - und Porsche-Modell sei verbotene Software zur Abgaskontrolle gefunden worden. Audi und Porsche gehören ebenfalls zum Volkswagen-Konzern.

20.08.2019 13:12

Audi Volkswagen müsse mit einer Strafe von 7,9 Milliarden Won (5,9 Millionen Euro), Porsche mit vier Milliarden Won rechnen, hiess es. Insgesamt sind mehr als 10 200 Autos, darunter allein 6656 von Audi, betroffen, die zwischen Mai 2015 und Januar 2018 verkauft wurden. Die Modelle werden in Südkorea nicht mehr verkauft.

Bei den Autos handelt sich um fünf Typen beziehungsweise Zertifizierungsnummern der Modelle A6 40 TDI, A6 50 TDI und A7 50 TDI von Audi, zwei Typen des VW Touareg und einem des Porsche Cayenne.

VW hatte im September 2015 eingeräumt, rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge weltweit mit Software zur Manipulation von Abgaswerten ausgerüstet zu haben.

Audi Volkswagen Korea erklärte, für die Autos gebe es Rückrufpläne, die noch von der Behörde gebilligt werden müssten. "Die Audi AG hat mit den Untersuchungen sämtlicher Dieselmotoren im August 2016 begonnen und arbeitet freiwillig eng mit dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt zusammen an den Angelegenheiten, die potenziell Probleme bereiten können." Als die Probleme klar geworden seien, habe das Unternehmen die Informationen an die Behörde in Südkorea weitergeleitet, hiess es./dg/DP/jha

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Früherer VW-Chef Ferdinand

Früherer VW-Chef Ferdinand Piëch ist tot

Der langjährige VW -Vorstands- und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ist tot. Piëch starb im Alter von 82 Jahren.

27.08.2019 06:31

Piëch starb im Alter von 82 Jahren. Die Witwe Piëchs, Ursula Piëch, bestätigte den Tod ihres Ehemannes. Ihr Mann sei am Sonntag "plötzlich und unerwartet verstorben", hiess es in einer Mitteilung Ursula Piëchs, die der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend vom Anwalt der Familie, Christian Schertz, zugeschickt wurde.

Ursula Piëch schrieb: "Das Leben von Ferdinand Piëch war geprägt von seiner Leidenschaft für das Automobil und für die Arbeitnehmer." Er sei bis zuletzt ein begeisterter Ingenieur und Autoliebhaber gewesen. Die Beisetzung finde im engsten Familienkreis statt, hiess es weiter.

Der in Wien geborene Piëch stand viele Jahre mitten im Machtzentrum des VW-Konzerns. Der frühere Audi -Chef war von 1993 bis 2002 Vorstandsvorsitzender von Volkswagen und führte danach lange Zeit den Aufsichtsrat - als massgeblicher Protagonist der Familien Porsche und Piëch, der VW-Grossaktionäre. Seine Macht schien zeitweilig unbegrenzt, 2012 hievte er sogar seine Frau Ursula in den VW-Aufsichtsrat. Piëch galt als mächtiger Strippenzieher und Königsmacher hinter den Kulissen.

Der detailverliebte Autonarr lenkte das immer grösser werdende VW-Imperium schliesslich zusammen mit dem damaligen Konzernchef Martin Winterkorn mit strenger Hand, ehe er sich von seinem Lebenswerk entfremdete. Im Jahr 2015 sorgte er mit der Äusserung für Aufsehen, er sei "auf Distanz" zum damaligen Vorstandschef Winterkorn - er verlor schliesslich den Machtkampf und warf im Zorn hin.

«Göttervater» Piech

Nach der Ära der Alpha-Manager Piëch und Winterkorn - und vor allem nach dem einschneidenden Abgasskandal - blieb bei Volkswagen kaum ein Stein auf dem anderen. Ein "Kulturwandel" wurde von Winterkorns Nachfolger Matthias Müller ausgerufen: Weniger Zentralismus, mehr Verantwortung für die einzelnen Manager, mehr interne Kritik waren die Ziele. Die Mitarbeiter sollten nicht mehr zittern vor einem Patriarchen wie Piëch, der in Wolfsburg auch "der Alte" genannt wurde - oder von einem Kleinaktionär einmal "Göttervater".

Ostern 2017 wurde Piëch 80 Jahre alt. Zum Geburtstag würdigte VW die Verdienste des Auto-Managers: "Ferdinand Piëch hat das Automobil, unsere Industrie und den Volkswagen-Konzern in den vergangenen fünf Jahrzehnten massgeblich geprägt", sagte ein VW-Sprecher. "Sein Lebenswerk ist gekennzeichnet von mutigem Unternehmertum und technologischer Innovationskraft." Dabei hatte Piëch zuvor an Verwandte sein milliardenschweres Aktienpaket an der VW-Dachholding Porsche SE verkauft.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte 2017: "Ferdinand Piëch war als Vorstandsvorsitzender der richtige Mann zur richtigen Zeit." Mit der Unterstützung der 4-Tage-Woche habe er sich grosse Verdienste um den Erhalt Zehntausender Arbeitsplätze erworben. "Kurz: Ferdinand Piëch hat sich grosse Verdienste um Volkswagen erworben."/mbr/jgo/tst/DP/he

(AWP)

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Abwärtstrend in der

Abwärtstrend in der weltweiten Autoindustrie geht weiter

Der Abwärtstrend im Autogeschäft hat tiefe Löcher in die Bilanzen vieler Hersteller gerissen. 10 der 16 grössten Autokonzerne weltweit mussten im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen.

28.08.2019 08:14

Insgesamt legte die Branche zwar beim Umsatz noch leicht zu, arbeitete angesichts enormer Kosten aber so wenig profitabel wie seit fast zehn Jahren nicht, hat das Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) in einer aktuellen Analyse errechnet.

Zusammengenommen gingen die operativen Gewinne demnach um 18 Prozent zurück, der weltweite Neuwagen-Absatz schrumpfte um fünf Prozent. Nur 4 der 16 Hersteller, darunter als einziger deutscher BMW, konnten im zweiten Quartal mehr Autos verkaufen als vor einem Jahr.

"Die weltweite Autoindustrie befindet sich in einer Absatz- und Gewinnkrise, die derzeit noch in erster Linie konjunkturell bedingt ist", sagte EY-Experte Constantin Gall. Schrumpfende Absatzmärkte bedeuteten stärkeren Preisdruck und sinkende Margen - und dazu kämen dann noch die hohen Investitionen in Autonomes Fahren und Elektromobilität. Um die noch kommenden Herausforderungen auch durch strenger werdende Emissionsgrenzwerte zu meistern, seien weitere Kooperationen und Partnerschaften zu erwarten, sagte Gall.

Für die deutsche Autoindustrie sehen die Berater trotz schwacher Zahlen - Daimler machte gar Verlust im zweiten Quartal - aber durchaus gute Perspektiven. Das Absatzminus falle vergleichsweise klein aus, für die schwache Gewinnentwicklung seien insbesondere Einmaleffekte verantwortlich. "Die deutschen Konzerne haben zuletzt in grossem Stil Altlasten aus der Bilanz geräumt", sagte EY-Experte Peter Fuss. Operativ laufe es hingegen nicht schlecht.

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VW, BMW und Daimler steigern

VW, BMW und Daimler steigern US-Verkäufe kräftig

Die deutschen Autobauer Volkswagen (VW), BMW und Daimler haben im August starke Absatzanstiege auf dem wichtigen US-Markt erzielt. Der anhaltende SUV-Boom und die rabattträchtige Verkaufsschlacht rund um das "Labor Day"-Feiertagswochenende spielten der Branche in die Karten. Auch andere Hersteller konnten im vergangenen Monat kräftig zulegen.

05.09.2019 06:32

Die starke Nachfrage nach Stadtgeländewagen hält Volkswagen in den USA weiter in der Erfolgsspur: Im August kletterte der Absatz im Jahresvergleich um 9,8 Prozent auf 35 412 Autos mit VW-Logo, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auch im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich ein deutliches Verkaufsplus von 6,6 Prozent.

Sollte der Aufwärtstrend anhalten, dürfte VW 2019 erstmals wieder mehr Fahrzeuge bei der US-Kundschaft loswerden als 2014. Das war das letzte volle Jahr, bevor der Abgasskandal den US-Absatz des deutschen Autoriesen hatte einbrechen lassen. Boden gut machte VW zuletzt besonders dank der gefragten SUV Atlas und Tiguan. Die Konzerntochter Audi erhöhte den US-Absatz im August um 3 Prozent auf 21 531 Autos. Bei Porsche stiegen die Verkäufe um 13,5 Prozent auf 4636 Autos.

Für Daimler lief es im vergangenen Monat sogar noch besser in den USA. Die Mercedes-Benz-Verkäufe stiegen im Jahresvergleich um 21,8 Prozent auf 24 771 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am US-Sitz in Atlanta mitteilte. Inklusive der Marken Vans und Smart ergab sich ein Absatzanstieg von 24,9 Prozent. Dennoch liegt die bisherige Jahresbilanz des Konzerns noch mit knapp einem Prozent im Minus.

Florierende SUV-Verkäufe bescherten im August auch Daimlers deutschem Oberklasse-Rivalen BMW ein deutliches Absatzplus auf dem US-Markt. Im vergangenen Monat legte die Stammmarke verglichen mit dem Vorjahreswert um 7,2 Prozent auf 25 505 Neuwagen zu, wie das Unternehmen in Woodcliff Lake mitteilte. Seit Jahresbeginn hat BMW die Verkäufe in den USA bislang um 2,9 Prozent erhöht.

Insgesamt scheint der US-Automarkt nach einem schwachen ersten Halbjahr zuletzt wieder etwas an Fahrt gewonnen zu haben. So konnten die asiatischen Schwergewichte Honda , Nissan , Hyundai und Toyota im August allesamt zweistellige Absatzzuwächse verbuchen. Allerdings hatte der Monat auch einen Verkaufstag mehr als im Vorjahr. Zudem fiel diesmal das verlängerte "Labor Day"-Wochenende in die Statistik, an dem die Branche traditionell mit Sonderangeboten lockt./hbr/DP/fba

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VW-Grossaktionär facht

VW-Grossaktionär facht Spekulationen zu Tesla neu an

Volkswagen-Miteigner Wolfgang Porsche schliesst eine Beteiligung an dem US-Elektroautobauer Tesla offenbar doch nicht aus.

10.09.2019 06:16

"Man muss immer alles überlegen dürfen", sagte der 76-Jährige auf Fragen von Journalisten am Rande einer VW-Veranstaltung am Vorabend der Automesse IAA in Frankfurt. Im Moment sei Tesla jedoch viel zu teuer.

Volkswagen hatte erst im August einen Magazin-Bericht zurückgewiesen, wonach Vorstandschef Herbert Diess mit einer Beteiligung an dem Elektroautopionier liebäugelt. Derartige Spekulationen seien gegenstandslos. Das Magazin hatte einen ranghohen Manager mit den Worten zitiert, Diess "würde sofort einsteigen, wenn er könnte".

Das Geld sei da, mit der Zustimmung der Großaktionäre, der Familien Porsche und Piëch, sei es aber schwierig. Ein VW nahestehender Banker hatte gesagt, Diess würde zwar gerne Zugriff auf die Softwarekompetenz Teslas haben, es sei aber wohl unmöglich zu rechtfertigen, 30 Milliarden Dollar (27 Milliarden Euro) für das ganze Unternehmen hinzublättern.

Volkswagen präsentiert auf der IAA den batteriegetriebenen ID.3 erstmals einem breiten Publikum. Der Konzern will in den nächsten Jahren zum Marktführer bei E-Autos aufsteigen.

(Reuters)

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VW-Konzern schliesst

VW-Konzern schliesst Vergleich in Australien im Abgasskandal

Im Abgasskandal um seine Dieselfahrzeuge hat der deutsche Volkswagen-Konzern in Australien einem Vergleich im Wert von bis zu 127 Millionen australischen Dollar zugestimmt. Dies teilten am Montag die Anwälte der Kläger mit.

16.09.2019 06:42

Betroffene Autobesitzer hatten mehrere Sammelklagen gegen den Konzern eingereicht. Die Einigung muss noch von einem Gericht gebilligt werden. Umgerechnet kostet der Vergleich rund 100 Millionen Franken.

Der Volkswagen-Konzern hatte im September 2015 nach Ermittlungen von US-Behörden eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. Die Software drückte den Schadstoffausstoss bei Emissionstests, damit dieser niedriger erschien, nicht aber im Strassenverkehr.

Mehr als 97'000 australische Autobesitzer können demnach Entschädigung beantragen. Sie können jeweils mit rund 1400 australischen Dollar rechnen. Die Einigung sei ein wichtiger Schritt, um tausenden Autofahrern in Australien zu "Gerechtigkeit und Wiedergutmachung" zu verhelfen, sagte Julian Schimmel, Anwalt der Kanzlei Maurice Blackburn, die eine der Sammelklagen eingereicht hatte.

Der Autokonzern teilte umgehend mit, er sehe die Einigung als weiteren Schritt bei der Überwindung des Diesel-Problems. Der Vergleich sei kein Schuldeingeständnis, hiess es weiter. Die australische Verbraucherschutzbehörde ACCC hatte VW wegen des Abgasskandals ebenfalls verklagt. Man hoffe, auch dieses Verfahren in Kürze beilegen zu können, erklärte ein Volkswagen-Sprecher in Sydney.

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Europäischer Automarkt bricht

Europäischer Automarkt bricht im August ein

Der Autoabsatz in Europa ist im August nach dem Sonderboom ein Jahr zuvor merklich eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden rund 8,4 Prozent weniger Autos zugelassen.

18.09.2019 08:08

In der Europäischen Union wurden im abgelaufenen Monat rund 1,04 Millionen Personenwagen neu zugelassen und damit 8,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der europäische Branchenverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Für den Vormonat Juli stand hingegen noch ein Zuwachs von 1,4 Prozent auf fast 1,3 Millionen Autos zu Buche.

Im August des Vorjahres hatten Autohersteller wegen der Umstellung auf das neue Abgas-Testverfahren WLTP viele Wagen mit dem älteren Standard mittels hoher Rabatte an Kunden losgeschlagen. Dieser Boom wiederholte sich nun nicht. In Summe wurden in den ersten acht Monaten des Jahres insgesamt 10,5 Millionen Pkw in der EU neu zugelassen und damit 3,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im August gingen die Neuzulassungen in den fünf grössten Absatzmärkten der EU zurück. Mit fast 31 Prozent fiel der Einbruch in Spanien am höchsten aus. In Deutschland hielt er sich mit 0,8 Prozent in Grenzen. Unter den einzelnen Herstellern büsste die Marke VW knapp 14 Prozent ein, bei Renault und Fiat Chrysler belief sich der Rückgang sogar auf rund ein Viertel. BMW kam mit einem Minus von rund 5 Prozent glimpflich davon, während Daimler mit seinen Marken Mercedes-Benz und Smart insgesamt sogar um rund 23 Prozent zulegen konnte./stw/jha/

(AWP)

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