Handelsstreit

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Chefunterhändler Chinas und

Chefunterhändler Chinas und der USA telefonieren im Handelskrieg

Im Handelskrieg zwischen den USA und China haben die Chefunterhändler beider Seiten wieder direkt miteinander gesprochen. Bei dem Telefonat am Montag ging es um die Vorbereitung des geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping diese Woche am Rande des Gipfels der grossen Wirtschaftsnationen im japanischen Osaka.

25.06.2019 06:33

Das Gespräch zwischen Vizepremier Liu He und US-Finanzminister Steven Mnuchin sei auf US-Wunsch geführt worden, hob am Dienstag Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua hervor. In Übereinstimmung mit den Anweisungen der Präsidenten, die am 18. Juni telefoniert hatten, seien Ansichten über Wirtschafts- und Handelsfragen ausgetauscht worden, hiess es nur. Der Kontakt solle fortgesetzt werden.

Von dem Treffen der Präsidenten wird abhängen, ob der Handelskrieg zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften weiter eskaliert. Beide sind seit einem Jahr in einen erbitterten Handelskonflikt verstrickt. Die US-Regierung beklagt das hohe Handelsdefizit mit China, mangelnden Marktzugang, Diebstahl geistigen Eigentums und staatliche chinesische Förderung, die den Markt verzerre.

So haben die USA schon die Hälfte aller Importe aus China mit Sonderzöllen belegt, während Peking mit Gegenzöllen reagiert hat. Trump droht jetzt damit, die Strafmassnahmen auf alle China-Einfuhren im Wert von 500 Milliarden US-Dollar auszuweiten. Trump hat den Streit noch verschärft, indem er Chinas Telekomriesen Huawei und andere Tech-Firmen auf eine schwarze Liste von Unternehmen setzte, deren Geschäfte mit US-Partnern scharfen Beschränkungen unterliegen./lw/DP/stk

(AWP)

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Treffen zwischen Trump und Xi

Treffen zwischen Trump und Xi wohl am Samstag

Das mit Spannung erwartete Treffen von US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping wird wohl am Samstag stattfinden.

25.06.2019 03:46

Aus US-Regierungskreisen verlautete am Montag, wahrscheinlich sei ein Gespräch am zweiten Tag des am Freitag beginnenden G20-Gipfels. Dabei werde Trump seine Position im Handelsstreit vertreten und sehen, wo die chinesische Seite stehe. "Der Präsident kann mit jedem Ergebnis ganz gut leben", sagte ein hochrangiger Vertreter der Regierung in Washington. Es ist die erste Zusammenkunft zwischen Xi und Trump seit Ende November. An den Finanzmärkten wirft es bereits seit längerem seinen Schatten voraus.

Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) treffen sich Ende der Woche für zwei Tage im japanischen Osaka. Im Vorfeld haben Teams aus den USA und China nach längerer Funkstille ihre Verhandlungen im Zollstreit wiederaufgenommen. Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums telefonierte Vizeregierungschef Liu He am Montag mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin.

Im Mai war der Gesprächsfaden abgerissen, nachdem die US-Seite der Regierung in Peking vorgeworfen hatte, von bereits gemachten Zusagen wieder abzuweichen. Die beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte haben sich gegenseitig mit Sonderzöllen überzogen, was die Konjunktur rund um den Globus bremst. Trump wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken vor und hat mit weiteren Maßnahmen gedroht. 

(Reuters)

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USA und China vor einem

USA und China vor einem «Burgfrieden» im Handelsstreit?

Vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping beim G20-Gipfel haben sich einem Medienbericht zufolge beide Seiten auf einen vorläufigen Burgfrieden im Handelsstreit geeinigt.

27.06.2019 08:04

Die Vereinbarung sehe vor, dass die USA vorerst nicht wie angedroht Zölle auf zusätzliche chinesische Waren im Volumen von 300 Millionen Dollar verhängen, berichtete die "South China Morning Post" am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Details der Übereinkunft sollen demnach in Pressemitteilungen erörtert werden. Die Mitteilungen würden miteinander abgestimmt versendet, eine gemeinsame Erklärung werde es nicht geben.

Nach US-Angaben sollen Trump und Xi am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka am Samstag (04.30 Uhr MESZ) Handelsgespräche führen. Trump hatte am Mittwoch erklärt, ein Handelsabkommen mit Xi sei möglich. Sollten beide Seiten aber weiterhin nicht zusammenfinden, sei er darauf vorbereitet, US-Zölle auf praktisch alle chinesischen Importe zu verhängen, die bislang noch nicht mit zusätzlichen Abgaben belegt worden seien. Die beiden weltgrössten Wirtschaftsmächte haben sich gegenseitig mit Sonderzöllen überzogen, was die Konjunktur rund um den Globus bremst. Trump wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken vor und hat mit weiteren Massnahmen gedroht.

(Reuters)

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'Waffenstillstand' im

'Waffenstillstand' im Handelskrieg sorgt für gute Stimmung an Finanzmärkten

Am Montag nach dem G20-Gipfel herrscht an den globalen Finanzmärkten angesichts der Gespräche zwischen den USA und China zum Handelskrieg gute Laune. Die beiden Kontrahenten einigten sich auf einen "Waffenstillstand" und die Wiederaufnahme von Verhandlungen. Die Börsen in China und Japan reagierten am Morgen mit Erleichterung und legten deutlich zu. Auch der deutsche Dax wird mit einem ordentlich Plus zum Handelsstart erwartet. Die Ölpreise legten ebenfalls recht deutlich zu, während der Euro kaum reagierte.

01.07.2019 06:40

"Wir sind wieder auf dem richtigen Weg", hatte US-Präsident Donald Trump nach einem 80-minütigen Gespräch mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Samstag gesagt. Trump sicherte zu, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle vorläufig auszusetzen, was eine Vorbedingung Chinas war. Auch hob der US-Präsident die Blockade gegen den chinesischen Telekomriesen Huawei zunächst wieder auf.

Der G20-Gipfel habe dieses Mal tatsächlich positiv überrascht, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. "Das Treffen von Donald Trump und Xi Jinping gibt Hoffnung, dass es doch noch zu einer Lösung im Handelskonflikt kommt." Allerdings sei Euphorie fehl am Platz. Der Weg sei noch weit, denn die zugrunde liegenden strategischen Spannungen zwischen den USA und China werden sich nicht plötzlich in Luft auflösen./stk/ag

(AWP)

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Käse, Wurst und Whiskey: USA

Käse, Wurst und Whiskey: USA drohen EU mit weiteren Strafzöllen

Im Streit um Subventionen für die Flugzeugbranche erwägen die USA Strafzölle auf Produkte aus Europa wie Käse, Wurst und Whiskey.

02.07.2019 02:46

Das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer stellte am Montagabend (Ortszeit) in Washington eine Liste mit EU-Gütern im Wert von rund 4 Milliarden Dollar (3,5 Mrd Euro) vor, auf die Vergeltungszölle für illegale Staatshilfen beim Flugzeugbau verhängt werden könnten. Diese Zölle kämen zu einer bereits veröffentlichten Liste mit EU-Produkten im Wert von 21 Milliarden Dollar hinzu, hiess es in der Mitteilung des Handelsbeauftragten.

In dem bei der Welthandelsorganisation WTO ausgetragenen und seit Jahren andauernden Streit über illegale Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus hatten die USA im April zunächst eine vorläufige Liste mit EU-Gütern im Wert von rund 11 Milliarden Dollar veröffentlicht. Die EU reagierte umgehend mit einer Liste von US-Gütern, die im Gegenzug mit Vergeltungszöllen belegt werden könnten. In Frage kämen Sonderabgaben auf Produkte wie Tomatenketchup, Wein, Reisekoffer und Spielekonsolen.

Hintergrund der gegenseitigen Drohungen ist ein seit 15 Jahren laufender WTO-Streit, in dem sich die USA und EU jeweils illegale Bezuschussungen für ihre rivalisierenden Luftfahrtriesen Boeing und Airbus vorwerfen. Die WTO stellte in dem Mammutverfahren Regelverstösse auf beiden Seiten fest. Über die abschliessende Schadenshöhe, aus der sich mögliche Sonderzölle zum Ausgleich erlittener Nachteile ableiten, muss aber noch eine Schlichtungsstelle befinden. Eine erste Entscheidung wird in diesem Sommer erwartet.

Klagen liegen bei der WTO

Die USA hatten die Strafzölle im Konflikt mit der EU bereits bei der WTO beantragt. Die EU hatte die USA allerdings in einem parallelen Verfahren ebenfalls wegen illegaler Beihilfen für Boeing vor der WTO verklagt. Erst Ende März hatte ein WTO-Berufungsgremium in letzter Instanz entschieden, dass Boeing trotz eines früheren Urteils wegen verbotener Subventionen weiter staatliche Hilfen erhielt. Damit machte die Organisation den Weg für die Europäische Union frei, ebenfalls Vergeltungsschritte zu ergreifen.

Der Handelsstreit zwischen Brüssel und Washington könnte durch diesen Konflikt weiter eskalieren. Damit würde ein neuer Krisenherd in den Vordergrund rücken, nachdem die USA und China am Wochenende auf dem G20-Gipfel einen "Waffenstillstand" und neue Verhandlungen zur vereinbart hatten. Die USA und die EU haben bereits Strafzölle auf eine Reihe von Gütern gegeneinander verhängt. Trump droht zudem seit Monaten mit höheren Zöllen auf Autos. Zu der jetzt veröffentlichten vorläufigen Liste möglicher Zusatzmassnahmen soll am 5. August eine öffentliche Anhörung in Washington stattfinden, so Lighthizers Büro.

(SDA/AWP)

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USA signalisieren baldige

USA signalisieren baldige Wiederaufnahme von Handelsgesprächen mit China

Die USA und China bereiten nach amerikanischen Angaben die Wiederaufnahme von Handelsgesprächen zur Lösung ihres Zollstreits vor.

04.07.2019 06:38

Sie würden in der kommenden Woche fortgesetzt, sagte der Wirtschaftsberater der US-Regierung, Larry Kudlow, am Mittwoch während einer Presseunterrichtung. Ein Vertreter des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer erläuterte wenig später, beide Seiten seien dabei, für kommende Woche ein Telefonat auf Ebene der Chefunterhändler vorzubereiten. Für die USA sind dies Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin. Für China verhandelt Vizeministerpräsident Liu He.

Beide Seiten kommunizierten bereits telefonisch seit vergangenem Wochenende, als sich US-Präsident Donald Trump and Chinas Staatschef Xi Jinping grundsätzlich auf die Wiederaufnahme der seit Mai festgefahrenen Gespräche verständigt hatten. Wann es zu Gesprächen von Angesicht zu Angesicht kommt, war nicht klar. Kudlow sagte, dies würde "bald" der Fall sein. "Ich weiss nicht genau wann. Sie sind am Telefon. Sie werden diese kommende Woche am Telefon sein, und sie werden einen Termin für Gespräche von Angesicht zu Angesicht ausmachen."

(Reuters)

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USA und China reden

USA und China reden miteinander - Hoffnung für Huawei

Am Dienstagabend telefonierten US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, um gemeinsam eine Lösung für den anhaltenden Handelskrieg auszuloten.

10.07.2019 06:31

Die USA und China wollen einen neuen Anlauf unternehmen, um nach einer Lösung für ihren anhaltenden Handelskrieg zu suchen. Nach der Einigung von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auf eine Wiederaufnahme der Handelsgespräche am Rande des Gipfels der grossen Industrienationen (G20) Ende Juni in Osaka in Japan telefonierten die Unterhändler beider Seiten am Dienstagabend wieder miteinander, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete.

An dem Gespräch hätten Chinas Vizepremier Liu He und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sowie Finanzminister Steven Mnuchin teilgenommen. Wann die Unterhändler wieder persönlich zusammentreffen, blieb aber unklar. Nach Presseberichten soll eine neue Verhandlungsrunde in diesem Monat in Peking geplant sein. Die amerikanische Seite hat aber deutlich gemacht, dass sie keine Eile hat, sondern vielmehr ein gutes Ergebnis für die USA sucht.

Nach dem Versprechen von Trump, US-Unternehmen wieder Geschäfte mit Chinas Telekomriesen Huawei zu erlauben, kündigte Handelsminister Wilbur Ross laut "New York Times" an, dass dafür Lizenzen vergeben werden, "wo es keine Bedrohung für die nationale Sicherheit" gebe. "Wir öffnen es für eine begrenzte Zeit." Doch wird der führende Netzwerkausrüster und zweitgrösste Smartphone-Hersteller weiter aus Sicherheitsgründen auf einer schwarzen Liste bleiben.

Versorgung der Huawei-Smartphones gesichert?

Mit den Lizenzen werden grosse amerikanische Chiphersteller wie Qualcomm und Intel oder auch Google voraussichtlich wieder an Huawei liefern können. Somit könnte auch wieder die Versorgung der Huawei-Smartphones mit neuen Versionen des Android-Betriebssystems gesichert werden, was Verbraucher in Deutschland und anderswo schwer verunsichert hatte. Wann die Lizenzen vergeben werden und welche Technologie geliefert werden darf, muss sich aber noch zeigen.

Die beiden grössten Volkswirtschaften liefern sich seit einem Jahr einen erbitterten Handelskrieg, der das Wachstum in beiden Staaten bremst und auch der globalen Konjunktur schadet. Auslöser war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten, zwangsweisen Technologietransfer und staatliche Subventionen.

Seither hat Trump die Hälfte der Importe aus China mit 25-prozentigen Sonderzöllen überzogen. China reagierte mit Gegenzöllen. Bei dem Treffen mit Xi Jinping am 29. Juni in Osaka sagte Trump aber zu, eine geplante Ausweitung der Sonderzölle vorerst zu verschieben. So hatte der US-Präsident damit gedroht, die Sonderabgaben auf die restlichen China-Einfuhren im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar auszuweiten. Im Raum standen Zölle in Höhe von 10 bis 25 Prozent.

(AWP)

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Pompeo warnt Südostasien vor

Pompeo warnt Südostasien vor Chinas Handelspraktiken

US-Aussenminister Mike Pompeo hat die Staaten in Südostasien davor gewarnt, sich auf den Handel mit China zu verlassen.

02.08.2019 06:46

Auf einem Aussenministertreffen in Bangkok appellierte Pompeo am Freitag an Staaten wie Indonesien, Thailand oder Vietnam, ihre "nationale Souveränität" zu bewahren. Zugleich bot er eine noch engere Zusammenarbeit mit den USA an. Im Unterschied zu Chinas Handelspraktiken seien amerikanische Investitionen nicht dazu da, "einer Regierung, einer Partei oder dem imperialen Ehrgeiz eines Landes" zu dienen.

Pompeo äusserte sich am Rande eines Treffens der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean), kurz nachdem US-Präsident Donald Trump noch höhere Strafzölle gegen die Volksrepublik angekündigt hatte. Die USA warnen schon seit längerer Zeit davor, dass die chinesische Initiative für eine "Neue Seidenstrasse" andere Staaten in die Schuldenfalle treibt. Der Asean-Gruppe gehören insgesamt zehn Staaten mit mehr als 600 Millionen Einwohnern an.

Nach seinem Aufenthalt in Thailand reist Pompeo noch am Freitag nach Australien weiter.

(AWP)

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Handelskrieg: Trump droht

Handelskrieg: Trump droht China mit noch höheren Strafzöllen

(Update, neu Reaktion Chinas im zweiten Absatz, Börsen Asien im dritten Absatz) - Die Börsen beben, doch US-Präsident Donald Trump setzt im Handelskrieg mit China auf Eskalation: Er kündigt neue Strafzölle an und droht Peking sofort mit weiteren Schritten. Die für September angekündigten Strafzölle von 10 Prozent auf Güter im Wert von 300 Milliarden Dollar (270 Milliarden Euro) könnten auf 25 Prozent oder "deutlich darüber hinaus" erhöht werden, warnte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im Weissen Haus. Alles hänge vom Abschluss eines Handelsabkommens mit China ab. "Wenn sie nicht mehr mit uns handeln wollen, dann wäre das für mich auch in Ordnung", sagte Trump.

02.08.2019 06:44

Chinas Aussenminister Wang Yi verurteilte den Schritt. "Eine Erhöhung der Zölle ist definitiv keine konstruktive Massnahme zur Lösung der Wirtschafts- und Handelsspannungen, keine korrekte Massnahme", sagte er am Freitag im chinesischen Fernsehen am Rande des ASEAN- Aussenministertreffens in Thailand. Zunächst blieb noch unklar, ob und wie China auf Trumps Frontalangriff reagieren wird. Das zuständige Handelsministerium in Peking äusserte sich am Freitag zunächst nicht.

Unmittelbar nach Trumps Ankündigung der neuen Strafzölle in Höhe von 10 Prozent rutschte die US-Börse ins Minus. Der Dow Jones Industrial verlor 1,05 Prozent und stand am Abend bei 26 583,42 Punkten. Auch die Börsen in Fernost rutschen am Freitag ins Minus. Der Shanghaier Composite Index verlor bis zum Mittag 1,7 Prozent auf 2859 Punkte. Die Leitbörsen in Japan und Hongkong gaben um jeweils mehr als 2 Prozent nach. In Deutschland dürfte der Dax ebenfalls mit einem deutliche Minus in den Handel starten.

Setzt Trump seine Ankündigung um, würden ab September damit Chinas gesamte Importe in die USA - 2018 waren es rund 540 Milliarden Dollar - von Strafzöllen erfasst. Auch China hat Strafzölle gegen US-Produkte erhoben. Die Eskalation des Konflikts der grössten Volkswirtschaften der Erde droht die globalen Konjunkturaussichten weiter einzutrüben. Das könnte auch die exportlastige deutsche Wirtschaft zusätzlich treffen.

Trump sagte, die neu verhängten Strafzölle könnten weiter angehoben oder wieder gestrichen werden, alles hänge vom Verlauf der weiteren Verhandlungen ab. Die jüngsten Gespräche zwischen den USA und China um ein Handelsabkommen waren am Mittwoch in Shanghai offenbar ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Es wurde eine weitere Gesprächsrunde für September in Washington vereinbart. Doch Trump macht Chinas Präsident Xi Jinping Druck: "Er will ein Abkommen, aber ganz ehrlich gesagt, er macht es nicht schnell genug."

"Wir freuen uns darauf, den positiven Dialog mit China für ein umfassendes Handelsabkommen fortzusetzen", schrieb Trump auf Twitter. Zur Begründung der neuen Strafzölle erklärte er, China sei dem Versprechen, mehr Agrarprodukte aus den USA zu kaufen, nicht nachgekommen. Zudem habe China es versäumt, den illegalen Export der Droge Fentanyl in die USA zu stoppen. "Das ist nie passiert - und weiter sterben viele Amerikaner", zürnte er auf Twitter.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung legte er am Abend nach und betonte, dass er ohne Handelsabkommen seinen harten Kurs gegen China fortsetzen werde. "Bis es ein Abkommen gibt, werden wir China höllenmässig besteuern", sagte Trump unter Applaus seiner Anhänger.

Die am Mittwoch beendeten Gespräche in Shanghai waren das erste Treffen der Unterhändler seit dem Scheitern der Verhandlungen im Mai. Ende Juni hatten sich Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi am Rande des G20-Gipfels der grossen Wirtschaftsnationen in Osaka in Japan auf einen "Waffenstillstand" in ihrem Handelskrieg und eine Wiederaufnahme der Gespräche geeinigt. Zuvor hatte Trumps Regierung Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe im Wert von 250 Milliarden Dollar verhängt. Diese bleiben weiter bestehen.

Der Handelskrieg und die damit einhergehende Unsicherheit zieht die Weltwirtschaft nach unten. Der Internationale Währungsfonds (IMF) hatte seine Prognose für das globale Wachstum deswegen jüngst erneut gesenkt. Chinas Export-orientierte Wirtschaft leidet besonders unter dem Handelskrieg, doch auch die US-Wirtschaft ist zunehmend betroffen. Am Mittwoch senkte die US-Notenbank unter anderem wegen der Handelskonflikte ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte.

Der Handelskrieg zwischen den beiden Staaten läuft bereits seit über einem Jahr. Auslöser war ursprünglich die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen. Für die vereinbarte Wiederaufnahme der Handelsgespräche hatte der US-Präsident in Osaka eigentlich zugesagt, eine Ausweitung der Zölle vorerst zu verschieben. Die Drohung stand aber weiterhin im Raum./jbz/DP/zb

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Kreise: China will US

Kreise: China will US-Agrarimporte stoppen

Der Handelsstreit zwischen den USA und China scheint weiter zu eskalieren. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag mit Bezug auf informierte Kreise berichtete, hat die politische Führung Chinas die Staatsunternehmen dazu aufgefordert, die Einfuhr von Agrarprodukten aus den USA zu beenden. Dies sei eine Antwort auf die Androhung neuer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche.

05.08.2019 08:20

Trump hatte weitere Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden US-Dollar angekündigt. Im Falle einer Ausweitung wären faktisch alle chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafzöllen belegt. Trump hatte seine Ankündigung auch damit begründet, dass China nicht - wie eigentlich zugesagt - mehr Agrarprodukte aus den USA kaufe./bgf/jha/

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USA werfen China Manipulation

USA werfen China Manipulation vor - Yuan-Abwertung erschreckt Märkte

(neu: Entwicklung Yuan-Kurs im 3. Absatz) - Der Handelskrieg zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt eskaliert weiter: Die US-Regierung hat China offiziell als ein Land gebrandmarkt, das den Kurs seiner Währung manipuliert, um sich damit unfaire Vorteile im internationalen Wettbewerb zu sichern. Das Finanzministerium forderte Peking am Montagabend (Ortszeit) auf, alle Währungsgeschäfte künftig mit grösserer Transparenz und Fairness durchzuführen. Finanzminister Steven Mnuchin werde in der Sache Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds einleiten, hiess es in Washington weiter.

06.08.2019 08:09

Der jüngste Schritt der US-Regierung in dem eskalierenden Handelskonflikt dürfte China verärgern, hat aber zunächst wenig konkrete Auswirkungen. China hatte unmittelbar zuvor seine Währung, den Yuan, abgewertet und erklärte, chinesische Unternehmen würden keine Agrargüter mehr aus den USA importieren. Beides wurde als Reaktion auf die vergangene Woche von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle angesehen. Trump hatte zudem gewarnt, die Zölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden Dollar könnten jederzeit erhöht werden.

Zur allgemeinen Beruhigung der Lage an den Finanzmärkten legte die chinesische Zentralbank den Mittelkurs des Yuan am Dienstag etwas höher fest. Zudem kündigte sie an, dem Yuan-Markt durch Wertpapierverkäufe Liquidität zu entziehen. Dies dürfte die chinesische Währung ebenfalls stützen.

Der Handelskonflikt hatte am Montag zu grossen Kurseinbussen an den Finanzmärkten geführt. Viele Investoren befürchteten, dass Politiker der beiden Länder mit immer neuen Gegenmassnahmen reagieren würden - und damit das Wachstum der Weltwirtschaft abwürgen könnten. Die Wall Street verzeichnete einen der schlechtesten Handelstage des Jahres. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial schloss rund 3 Prozent niedriger bei 25 717 Punkten, der Nasdaq-Index verlor fast 3,5 Prozent und schloss bei 7 726 Punkte.

In Asien und Europa hatten die die Märkte am Montag ebenfalls nachgegeben - der deutsche Leitindex Dax verlor 1,80 Prozent. Sichere Häfen hingegen konnten zugewinnen: Der Goldpreis war am Montag auf ein neues Sechsjahreshoch gestiegen. Gold gilt traditionell als Krisenschutz, der in unsicheren Zeiten verstärkt nachgefragt wird.

Chinas Währung gab am Montag deutlich nach. Ein Dollar kostete erstmals seit 2008 wieder mehr als sieben Yuan. Diese Marke galt unter Experten lange Zeit als vermeintlich "rote Linie", die die chinesische Notenbank nicht überschreiten werde. Dass sie es jetzt doch zugelassen hat, rief bei Analysten Befürchtungen hervor, China könne den Wechselkurs zur Waffe im Handelskrieg mit den USA nutzen.

Ein niedrigerer Wechselkurs zum Dollar verbilligt den Preis chinesischer Produkte im Ausland. Der Yuan-Kurs bewegt sich nicht gänzlich frei nach Marktkräften, sondern wird von Chinas Notenbank in Grenzen gesteuert. Dies wirft bei jeder Marktbewegung die Frage auf, inwieweit die Kursbewegung durch die Marktteilnehmer oder durch die Notenbank zustande kam.

Trump kritisierte die Abwertung des Yuan als "Währungsmanipulation". China habe den Kurs seiner Währung nahe an ein historisches Tief gesenkt, um sich Vorteile im internationalen Wettbewerb zu verschaffen. Trump legte auf Twitter nach: China habe "schon immer die Manipulation seiner Währung genutzt, um unsere Unternehmen und Fabriken zu stehlen, unseren Arbeitsplätzen zu schaden" und die Löhne der amerikanischen Arbeiter zu drücken. "Damit ist jetzt Schluss."

Chinesische und amerikanische Unterhändler sollen sich im September erneut in Washington treffen, um ein Handelsabkommen abzuschliessen./bgf/jkr/jha/bvi/jbz/DP/jha

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Chinesische Staatsmedien: USA

Chinesische Staatsmedien: USA zerstören internationale Ordnung

Die chinesischen Staatsmedien haben den USA vorgeworfen, absichtlich die internationale Ordnung zu zerstören.

06.08.2019 06:46

Die grossen Staaten seien dafür verantwortlich, in der Welt für Stabilität zu sorgen, heisst es in einem scharf formulierten Leitartikel der Zeitung der Kommunistischen Partei vom Dienstag. Zugleich müssten sie die Grundlagen für die Entwicklung aller Länder schaffen. "Aber einige Leute in den Vereinigten Staaten machen genau das Gegenteil."

Die USA hatten die Volksrepublik zuvor erstmals seit 25 Jahren wieder als Währungsmanipulator eingestuft. Mit einer bewussten Abwertung der Landeswährung verschaffe sich China unfaire Vorteile im Welthandel und verstosse damit gegen Verpflichtungen als Mitglied der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer, erklärte Finanzminister Steven Mnuchin am Montag in Washington. Die Entscheidung kam, nachdem der chinesische Yuan auf den tiefsten Stand seit mehr als elf Jahren gefallen war.

Dies schürte die Furcht, dass nun auch ein Währungskrieg der beiden weltgrössten Volkswirtschaften droht. Eine Abwertung verbessert die Chancen chinesischer Firmen auf dem Weltmarkt und federt damit die Folgen der US-Strafzölle im Handelskonflikt ab. Die chinesische Führung liess die Abwertung zu. Denn der Yuan-Kurs bewegt sich nicht vollkommen frei von den Marktkräften, sondern wird von der Notenbank gewöhnlich in einer bestimmten Spanne gehalten. 

(Reuters)

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Pentagon-Chef Esper wirft

Pentagon-Chef Esper wirft China räuberische Wirtschaftspolitik vor

Im eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und China hat US-Verteidigungsminister Mark Esper Peking eine "räuberische" Wirtschaftspolitik vorgeworfen.

07.08.2019 06:44

China verstosse damit gegen die internationale regelbasierte Ordnung, "die wir aufrechtzuerhalten versuchen", sagte Esper am Mittwoch laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Tokio. Esper warf China zudem "militärische Aggression" vor. "China destabilisiert weiterhin die Region", sagte Esper laut Kyodo bei seiner ersten Auslandsreise als neuer US-Verteidigungsminister.

Zuvor hatte Washington Peking der Währungsmanipulation bezichtigt. In Bezug auf Nordkorea sagte Esper, die USA seien weiterhin einer vollständigen, unumkehrbaren und nachprüfbaren Denuklearisierung Nordkoreas verpflichtet. Der Pentagon-Chef dankte Japan, zur Umsetzung von UN-Sanktionen gegen Nordkorea beizutragen. Japan ist ein wichtiger Verbündeter Washingtons in der Asien-Pazifik-Region.

Am Vortag hatte Nordkorea Raketen getestet und zwei Geschosse ins Japanische Meer abgefeuert. Es war der vierte Raketenstart in den vergangenen knapp zwei Wochen. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea - das mehrfach Atombomben getestet hat - die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Esper wollte in Tokio auch seinen japanischen Amtskollegen Takeshi Iwaya treffen.

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Handelskonflikte sorgen für

Handelskonflikte sorgen für weniger Luftfracht

Die derzeitigen Handelskonflikte hinterlassen deutliche Spuren beim Aufkommen der weltweiten Luftfracht. Wie der Weltairline-Verband IATA am Mittwoch in Genf mitteilte, ging die Luftfracht im Juni im Jahresvergleich um 4,8 Prozent zurück. Damit sei das Aufkommen im achten Monat in Folge rückläufig. Zwischenzeitliche Erholungstendenzen hätten sich nicht bestätigt.

07.08.2019 13:50

"Der globale Handel leidet weiter unter den sich vertiefenden Handelskonflikten speziell zwischen den USA und China", sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac. Ein überdurchschnittliches Minus bei der Fracht verzeichneten die Fluggesellschaften in Asien und im Mittleren Osten. In Europa gab es bei den Frachttonnen mal Kilometer ein Minus von 3,6 Prozent, in Nordamerika von 4,6 Prozent im Vergleich zum Juni des Vorjahres./mrd/DP/stk

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Handel zwischen China und den

Handel zwischen China und den USA geht im Juli erneut zurück

(Ausführliche Fassung) - Der Handel zwischen den USA und China hat sich im Juli erneut abgeschwächt. Vor dem Hintergrund des Zollstreits der beiden grössten Volkswirtschaften sanken Chinas Exporte in die USA im Vergleich zum Juli des Vorjahres um 6,5 Prozent. Die Importe gingen in US-Dollar gemessen um 19 Prozent zurück, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Zahlen der Pekinger Zollbehörde hervorging. Damit sank das Handelsvolumen beider Staaten um mehr als fünf Milliarden Dollar.

08.08.2019 06:55

Die USA und China liefern sich seit einem Jahr einen erbitterten Handelskrieg, der nicht nur das Wachstum in den USA und China bremst, sondern auch der globalen Konjunktur schadet. Auslöser war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt.

Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten, zwangsweisen Technologietransfer und staatliche Subventionen. Seither hat Trump die Hälfte der Importe aus China mit 25-prozentigen Sonderzöllen belegt.

China reagierte mit Gegenzöllen. Im neuesten Eskalationsschritt kündigte Trump vergangene Woche an, ab September sämtliche Einfuhren Chinas mit Strafzöllen belegen zu wollen. China kündigte daraufhin an, vorerst den Kauf von US-Agrarprodukten zu stoppen.

Trotz der anhaltenden Belastung durch den Handelsstreit entwickelte sich Chinas Aussenhandel im Juli insgesamt besser als erwartet. Die Gesamtexporte stiegen um 3,3 Prozent. Experten hatten mit einem erneuten Rückgang gerechnet. Die Importe gingen um 5,6 Prozent zurück - hier war allerdings ein noch höheres Minus erwartet worden./jpt/DP/zb

(AWP)

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Goldman Sachs: Keine Einigung

Goldman Sachs: Keine Einigung im Zollstreit vor US-Wahl 2020

Die US-Bank Goldman Sachs geht nicht mehr davon aus, dass die USA und China ihren Handelskonflikt vor den US-Präsidentschaftswahlen im November 2020 beenden.

12.08.2019 06:45

Das Geldhaus erwartet, dass die neuen Sonderzölle auf chinesische Waren wie angekündigt ab kommendem Monat in Kraft treten sollten, hieß es in einer Mitteilung der Bank an ihre Kunden.

Die Ängste, dass der Zollstreit zu einer Rezession führe, nähmen zu. Zudem senkte Goldman seine Prognose für das US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal um 20 Basispunkte auf 1,8 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang August mitgeteilt, ab 1. September Sonderzölle auch auf bisher davon verschonte chinesische Waren im Volumen von 300 Milliarden Dollar verhängen zu wollen. Darüber hinaus stuften die USA die Volksrepublik erstmals seit 25 Jahren wieder als Währungsmanipulator ein. China setzte fast parallel den Kauf von US-Agrarprodukten aus.

(Reuters)

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Presse: China hält an

Presse: China hält an Handelsgesprächen mit den USA fest - bleibt aber skeptisch

China will laut einem Medienbericht an den geplanten Handelsgesprächen mit den USA im September trotz grosser Skepsis für die Erfolgsaussichten festhalten.

14.08.2019 07:49

Auch nach der Eskalation im Handelskonflikt der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt in den vergangenen Wochen sollen die Gespräche der beiden Delegationen in Washington stattfinden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch und berief sich dabei auf namentlich nicht genannte Vertreter Chinas. Einer dieser Vertreter habe aber klar gemacht, dass die chinesische Seite die Erfolgsaussichten skeptische einschätze.

Man sei "nicht sehr optimistisch", dass die Gespräche irgendwelche Fortschritte liefern werden, schreibt Bloomberg mit Bezug auf den chinesischen Vertreter. Die Aussagen erfolgten, nachdem die USA kurz zuvor im Handelskonflikt einen kleinen Rückzieher gemacht hatten. Dies geschah wiederum nur wenige Tage nachdem der Streit durch den US-Präsidenten Donald Trump weiter eskaliert worden war.

Angesichts drohender Preissteigerungen vor dem Weihnachtsgeschäft hatte die US-Regierung am Dienstag eine Verschiebung neuer Strafzölle auf Elektronikgeräte und andere Importe aus China angekündigt. Mit dem Schritt räumte US-Präsident Trump erstmals ein, dass der von ihm angezettelte Handelskonflikt Auswirkungen auf US-Verbraucher haben könnte./jkr/mis

(AWP)

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Trump: Apple-Chef rät mir von

Trump: Apple-Chef rät mir von China-Zöllen ab

Apple-Chef Tim Cook rät nach Worten von US-Präsident Donald Trump von milliardenschweren China-Zöllen ab.

19.08.2019 05:07

In einem Gespräch habe Cook zudem vor der Konkurrenz durch den südkoreanischen Handy-Hersteller Samsung Electronics gewarnt, sagte Trump zu Journalisten. Cook habe zu Recht darauf hingewiesen, dass die Zölle Apple schaden könnten. Samsungs Produkte unterlägen dagegen nicht denselben Abgaben.

Cook habe damit ein schlagendes Argument geliefert. Deshalb müsse er nun nachdenken, sagte Trump.

Bei Apple war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Trump hatte Anfang August den Zollkonflikt trotz einer neuen Verhandlungsrunde verschärft und angekündigt, auf Importe aus China im Volumen von 300 Milliarden Dollar einen zehnprozentigen Sonderzoll zu erheben. Er stört sich am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit der Volksrepublik und wirft der Regierung in Peking vor, sich nicht an Zusagen zu halten.

Keine Geschäfte mit Huawei

Trump hat sich derweil gegen Geschäfte mit dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei ausgesprochen. Grund seien nationale Sicherheitsbedenken, sagte Trump zu Journalisten. Der Republikaner äusserte sich jedoch nicht dazu, ob die US-Regierung eine am Montag ablaufende temporäre allgemeine Lizenz für Huawei um 90 Tage verlängern wird.

Aus Kreisen war am Freitag verlautet, dass das US-Handelsministerium seine Geschäftsbeschränkungen für Huawei voraussichtlich vorerst nicht verschärfen wolle. Trump geht im Handelsstreit mit China auch gegen den Netzwerkausrüster vor. Er fürchtet, dass Huawei-Technik der chinesischen Regierung zur Spionage dienen könnte. Der Konzern weist dies zurück.

(Reuters/cash)

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China betont Wille zu

China betont Wille zu Verhandlungen

China versucht im Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten nach der Eskalation am Freitag die Wogen wieder etwas zu glätten.

26.08.2019 07:55

"Wir sind gewillt, die Probleme durch Beratungen und Kooperationen mit einer ruhigen Haltung zu lösen", sagte Liu He, chinesischer Vizepremierminister und in der Regierung für die Verhandlungen mit den USA zuständig, am Montag nach Angaben des Wirtschaftsmagazins "Caixin" bei einer Veranstaltung in Chongqing.

"Wir glauben, die Eskalation des Handelskriegs ist nicht dienlich für China, die Vereinigten Staaten und ist nicht im Interesse der Menschen auf der Welt." China heisse weiter alle ausländischen Investoren willkommen - inklusive diejenigen aus den USA. Am Freitag hatte sich der Disput zwischen den beiden Ländern weiter zugespitzt.

Nachdem Chinas Regierung neue Strafzölle auf bestimmte US-Einfuhren angekündigt hatte, holte US-Präsident Donald Trump sofort zum grossen Gegenschlag aus: Die USA wollen sämtliche Strafzölle auf Importe aus China um jeweils fünf Prozentpunkte anheben. Ausserdem will Trump US-Unternehmen dazu drängen, ihre Produktion aus China abzuziehen. Wie - das liess er offen. Unmittelbar nach Trumps Ankündigung reagierte Peking am Samstag abermals und drohte Washington mit Konsequenzen.

Eskalationsspirale dreht sich immer schneller

Die US-Seite wiederum machte am Sonntag deutlich, dass auch eine weitere Anhebung der Strafzölle denkbar sei. Die Eskalationsspirale im Konflikt der beiden grössten Volkswirtschaften dreht sich damit immer schneller. Der Handelskrieg zwischen den USA und China läuft seit Monaten und belastet zunehmend die globale Wirtschaft. Beide Seiten überziehen einander schrittweise mit immer neuen Strafzöllen.

Am Freitag hatte Chinas Handelsministerium mitgeteilt, Zusatzzölle von fünf bis zehn Prozent auf US-Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar zu erheben. Die Zölle sollen - parallel zu US-Strafmassnahmen - in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden. China wird zunächst auf Sojabohnen und Erdölimporte einen Zusatzzoll von fünf Prozent verhängen. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen Mitte Dezember folgen.

Trump reagierte nur wenige Stunden später mit der Ankündigung, die US-Strafzölle auf Importe aus China durchweg anzuheben. Bereits seit längerem sind Importe aus China in die USA im Umfang von rund 250 Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen von 25 Prozent belegt. Sie sollen nun ab Oktober auf 30 Prozent erhöht werden. Gleiches gilt für die zweite Tranche von Strafzöllen, die noch aussteht.

«Wir brauchen China nicht»

Nach dem Ende der jüngsten Verhandlungsrunde beider Länder Anfang August hatte Trump neue Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Umfang von weiteren rund 300 Milliarden US-Dollar angekündigt. Diese sollten ursprünglich komplett von September an in Kraft treten. Die USA verschoben allerdings einen Teil davon - nämlich Zölle auf zahlreiche Konsumgüter wie Smartphones, Laptops oder Spielzeug - bis zum 15. Dezember, um das wichtige Weihnachtsgeschäft nicht zu beeinträchtigen. Diese zweite Tranche an Strafzöllen wird nun auf 15 Prozent angehoben.

"Wir brauchen China nicht, und - ehrlich gesagt - ginge es uns ohne sie besser", schrieb der US-Präsident in einer ganzen Serie wütender Tweets am Freitag. Die Vereinigten Staaten würden von China nur beraubt. US-Firmen sei "hiermit befohlen, sich sofort um Alternativen zu China zu bemühen" und Produkte wieder zu Hause in den USA herzustellen, erklärte Trump.

Die Ansage sorgte für Irritationen. Experten wandten ein, ihnen sei nicht klar, wie der Präsident Unternehmen Geschäfte mit China untersagen wolle. Die Regierung kann Unternehmen deren Standortwahl für die Fertigung erschweren - zum Beispiel eben durch immer höhere Zusatzzölle für die spätere Einfuhr von Produkten in die USA. Diktieren kann sie eine Standortentscheidung aber keineswegs. Eine andere Option wäre es, US-Firmen, die Produkte in China herstellen lassen, bei öffentlichen Ausschreibungen zu benachteiligen.

Trump selbst verwies auf ein Gesetz von 1977. Damit könnte er einen nationalen Notstand mit Blick auf China erklären und so Geschäfte mit dem Land erheblich erschweren - beispielsweise mit der Begründung, dass der Diebstahl geistigen Eigentums durch die Chinesen die US-Wirtschaft bedrohe. Einzelheiten nannte Trump nicht.

Wachstum beider Länder leidet unter Konflikt

Beim G7-Gipfel in Biarritz sagte der Präsident am Sonntag, er habe das Recht, einen nationalen Notstand zu erklären. Was mit Blick auf den Handel mit China und deren Diebstahl von geistigem Eigentum geschehe, sei in der Tat ein Notstand. Derzeit plane er aber nicht, einen solchen Schritt zu gehen, weil die Gespräche mit Peking liefen.

China reagierte dennoch höchst verstimmt auf Trumps neueste Zoll-Entscheidung. "Die chinesische Seite fordert die US-Seite nachdrücklich auf, die Lage nicht falsch einzuschätzen", hiess es am Samstag in einer Mitteilung des chinesischen Handelsministeriums. Washington sollte die Entschlossenheit des chinesischen Volkes nicht unterschätzen und den falschen Ansatz sofort korrigieren, "da sonst alle Konsequenzen von den USA getragen werden".

Das Wachstum in beiden Ländern leidet schon jetzt unter dem Handelskonflikt. Dennoch ist keine Einigung in Sicht. Im Gegenteil. Allerdings wird der Spielraum beider Seiten zumindest mit Blick auf Strafzölle enger. China kann hier generell nicht in gleichem Umfang zurückschlagen, weil das Land erheblich weniger aus den USA importiert als andersherum. Und auch für die USA werden die Optionen weniger: Von Mitte Dezember an werden fast alle Importe aus China in die USA mit solchen Sonderabgaben belegt sein. Der US-Regierung bleibt als Hebel hier also nur noch, deren Höhe weiter anzuheben.

Und das steht durchaus im Raum. In Biarritz sagte Trump am Sonntag, das Verhalten Chinas in Handelsfragen sei "unverschämt". Auf die Frage, ob er daran zweifele, dass es richtig war, den Handelskrieg zu eskalieren, antwortete Trump zwar: "Ja, sicher, warum nicht. (...) Ich habe bei allem Zweifel." Trumps Sprecherin Stephanie Grisham stellte kurz darauf aber klar, der Präsident bedauere lediglich, "die Zölle nicht stärker angehoben zu haben".

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Eskalation im Handelskrieg

Eskalation im Handelskrieg der USA mit China: Strafzölle in Kraft (2. AF)

(neu: Trump-Aussage im Weissen Haus, erster Absatz) - US-Präsident Donald Trump will mit seinem Handelskrieg mit China die globale Wirtschaft neu ordnen - auch wenn sich die Zeichen mehren, dass er damit einen Konjunktureinbruch riskiert. "Es gibt keinen Grund, alles aus China zu kaufen", schrieb Trump am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Amerika dürfe nicht mehr "Diener" Chinas sein, zitierte er einen Ökonomen. Im Weissen Haus sagte er wenig später: "Wir können China nicht mehr erlauben, uns abzuzocken."

01.09.2019 19:16

Trump wiederholte auch sein von den meisten Experten als absurd angesehenes Mantra, wonach alle Kosten des Handelskriegs allein von China getragen würden. Die Verhandlungen zwischen den USA und China im September in Washington seien aber weiter geplant, sagte Trump.

Am Sonntag trat im Ringen der beiden grössten Volkswirtschaften die nächste Eskalationsstufe ein: Auf beiden Seiten traten wie angekündigt neue Strafzölle in Kraft. Die USA erheben erstmals zusätzliche Importgebühren auf in China hergestellte Konsumgüter wie Fernseher, Bücher, Windeln und Turnschuhe. Die Zölle dürften daher nach Ansicht von Experten mittelfristig zu Preiserhöhungen für US-Verbraucher führen. Die neuen Sonderabgaben in Höhe von 15 Prozent betreffen Waren im Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar (90,82 Mrd Euro).

Als unmittelbare Reaktion verhängte China von Sonntag an Gegenzölle in Höhe von fünf und zehn Prozent auf Importe aus den USA. Zehn Prozent werden zusätzlich auf Importe von Fleisch, Gemüse wie Mais und Kartoffeln, Obst, Kleidung und Lederwaren erhoben. Fünf Prozent entfallen auf Sojabohnen, Milchprodukte, Pilze und Chemikalien.

Die USA und China liefern sich nunmehr seit gut einem Jahr einen Handelskrieg, der in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums geführt hat und die Weltkonjunktur bremst. Auch die Aktienmärkte sind nervös. US-Präsident Trump will China mit den Strafzöllen zum Abschluss eines umfassenden Handelsabkommens bewegen. "Die Zölle haben uns eine unglaubliche Verhandlungsposition verschafft", zeigte Trump sich am Freitag zuversichtlich. "Ich glaube wirklich, dass China ein Abkommen will."

Die Verhandlungen sind seit Monaten festgefahren, sollen Trump zufolge diesen Monat wieder aufgenommen werden. In Peking gab es dafür aber zunächst keine Anzeichen.

Die nächsten Eskalationsstufen sind indes schon programmiert: Vom 15. Dezember an wollen die USA Strafzölle von 15 Prozent auf weitere Konsumgüter aus China im Wert von rund 160 Milliarden US-Dollar in Kraft setzen. Dann werden auch Produkte wie Smartphones, Laptops und Kleidung erfasst werden. Die im August angekündigten Strafzölle sollten ursprünglich ebenfalls von Sonntag an gelten. Doch liess Trump die zweite Tranche verschieben, um das Weihnachtsgeschäft nicht zu belasten. Von Dezember an gelten dann auf fast alle Warenimporte aus China - 2018 waren das rund 540 Milliarden US-Dollar - Strafzölle.

Bislang hatte Trump nur Strafzölle auf chinesische Waren wie Industriegüter und Maschinen im Wert von rund 250 Milliarden US-Dollar verhängt. Diese führten zu Mehrkosten bei Unternehmen, aber nicht direkt bei Verbrauchern. Diese bestehenden Strafzölle sollen von Oktober an nochmals um fünf Prozentpunkte auf 30 Prozent steigen.

Auch Peking hat bereits weitere Strafzölle angekündigt. China plant, weitere Importgebühren in Höhe von fünf und zehn Prozent vom 15. Dezember an zu erheben, wenn die weiteren US-Abgaben in Kraft treten. Zehn Prozent werden dann zusätzlich auf Waren aus den USA wie Kaffee, Obstsäfte, Wein und Bier, Medikamente, Holz und auch Autos erhoben. Fünf Prozent kommen auf Zigaretten, Kleidung, Autoteile, Elektrogeräte und Flugzeugmotoren drauf. Die neuen Strafzölle Chinas sollen dann Einfuhren aus den USA mit einem Volumen von insgesamt 75 Milliarden US-Dollar erfassen.

Das Wachstum in den USA hat sich bereits verlangsamt. Für den Fall, dass der Handelskonflikt einen Wirtschaftseinbruch auslösen würde, hat Trump bereits einen Schuldigen ausgemacht: Die US-Notenbank Fed. Sie müsse den Leitzins drastisch senken, um die Konjunktur anzukurbeln, fordert er. Doch eine Wachstumsdelle oder gar Rezession wäre für Trump gut ein Jahr vor der Präsidentenwahl verheerend.

Auch die Konjunktur in China ist betroffen. So verschlechterte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in Chinas Industriebetrieben im August: Der entsprechende Index sank von 49,7 auf 49,5 Punkte, wie die chinesische Statistikbehörde am Wochenende bekanntgab. Werte unterhalb von 50 Punkten deuten ein Schrumpfen der Industrie der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt an.

Der Handelskonflikt ist seit mehr als einem Jahr im Gange. Auslöser war ursprünglich die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen. Später forderte der US-Präsident auch strukturelle Veränderungen in China, die der Führung in Peking aber zu weit gehen. Auch Trumps Unberechenbarkeit in den Gesprächen verärgerte die chinesische Führung./lw/DP/fba

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China und USA vereinbaren

China und USA vereinbaren neue Handelsgespräche für Anfang Oktober

In ihrem seit mehr als einem Jahr andauernden Handelsstreit haben die USA und China neue direkte Verhandlungen für Anfang Oktober vereinbart.

05.09.2019 06:42

Das berichten chinesische Staatsmedien am Donnerstag. Sie sollen im Rahmen des regelmässigen strategischen Wirtschafts- und Handelsdialogs beider Länder in Washington geführt werden. Auf der Arbeitsebene sollen Mitte September schon Gespräche aufgenommen werden, um Vorbereitungen für "bedeutende Fortschritte" bei den Konsultationen zu treffen.

Chinas Unterhändler Liu He und andere Mitglieder des chinesischen Verhandlungsteams hätten am Donnerstag am Telefon mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin gesprochen.

Beide Seiten seien dabei übereingekommen, "gemeinsam konkrete Schritte zu unternehmen, um günstige Voraussetzungen für bilaterale Konsultationen zu schaffen", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump noch bekräftigt, in dem seit mehr als einem Jahr andauernden Konflikt nicht nachgeben zu wollen - selbst wenn darunter die amerikanische Wirtschaft leiden sollte. Er räumte im Weissen Haus ein, dass Amerikas Börsenindizes ohne den Konflikt deutlich höher stehen würden. "Aber jemand musste das machen. Für mich ist das viel wichtiger als die Konjunktur."

Für China sei der Konflikt eine grössere Last, und er gehe davon aus, dass Peking ein Handelsabkommen wolle. Die US-Wirtschaft sei weiter stark.

"Selbst wenn es der Wirtschaft nicht gut ginge, (...) müsste ich das mit China trotzdem machen", sagte Trump. Die USA seien nicht auf China angewiesen. "Wenn sie keinen Deal abschliessen wollen, dann ist das in Ordnung. Wir werden sehen, was passiert."

In den offiziellen chinesischen Angaben wurde nun besonders hervorgehoben, dass es das erste Telefongespräch zwischen beiden Seiten seit dem 13. August war.

Damit wurde der Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf dem Gipfel der grossen Industrienationen (G7) im französischen Biarritz widersprochen, dass es am 25. August Telefongespräche zwischen beiden Seiten gegeben habe, um die Verhandlungen "sehr bald" wiederaufzunehmen.

Beobachter vermuten, dass Trump mit der Aussage nach seiner erneuten Erhöhung der Strafzölle auf Importe aus China möglicherweise die nervösen Aktienmärkte beruhigen wollte.

Der Handelskrieg führt in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bremst auch die Weltkonjunktur. Die Aktienmärkte sind beunruhigt. Viele Analysten warnen, der Konflikt könnte die US-Wirtschaft in eine Rezession schlittern lassen.

Trump weist das als Angstmache und Lüge zurück. Für den Republikaner, der im November 2020 erneut gewählt werden will, wäre eine Rezession problematisch.

Auslöser des Handelskonflikts war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen.

Später forderte der US-Präsident auch strukturelle Veränderungen in China und Mechanismen, um die Einhaltung eines Abkommens zu garantieren. Der Führung in Peking geht das aber zu weit. Auch Trumps Unberechenbarkeit verärgert die chinesische Führung.

Der US-Präsident liegt auch mit den Europäern im Streit. Seine Regierung droht damit, ab November Strafzölle auf Autos einzuführen, die aus der EU importiert werden. Das würde vor allem deutsche Hersteller schwer treffen.

Trump wolle ein "freieres und faireres" System des Handels, sagte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dazu gehöre eine Anpassung der Zölle und eine Öffnung des europäischen Agrarmarktes. "Die USA werden alles Notwendige tun, um ein offeneres System zu erreichen." Der Status quo sei inakzeptabel.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier sprach sich dafür aus, die Anstrengungen zu verdoppeln, um zu einer Handelsvereinbarung zwischen den USA und Europa zu gelangen. Das werde eine vorrangige Aufgabe der neuen EU-Kommission sein, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Die Gefahr amerikanischer Strafzölle auf deutsche Autos sei nicht gebannt. Er halte eine Einigung auf ein Industriezollabkommen jedoch für möglich.

(SDA)

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China nimmt einige US

China nimmt einige US-Produkte von Strafzöllen aus

China hat eine Liste von US-Produkten vorgelegt, die von Strafzöllen ausgenommen werden sollen. Es geht um 16 Arten von Produkten, wie Chinas Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, darunter einige Medikamente, medizinische Ausrüstung und Chemikalien. Das Ministerium machte keine Angaben darüber, wie gross das Volumen der Produkte ist. Weitere Ausnahmen würden geprüft. Die staatliche Zeitung "Global Times" sprach von einer "Geste des guten Willens" im Handelskrieg, bevor beide Seiten Anfang Oktober wieder Verhandlungen aufnehmen.

11.09.2019 08:36

Beide Staaten haben sich mit hohen Strafzöllen überzogen. Auslöser des seit mehr als einem Jahr andauernden Handelskonflikts war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen.

Später forderte der US-Präsident auch strukturelle Veränderungen in China und Mechanismen, um die Einhaltung eines Abkommens zu garantieren. Der Führung in Peking geht das aber zu weit. Auch Trumps Unberechenbarkeit verärgert die chinesische Führung. Der Handelskrieg führt in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bremst auch die Weltkonjunktur. Viele Analysten warnen, der Konflikt könnte die US-Wirtschaft in eine Rezession schlittern lassen./jpt/DP/jha

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Trump verschiebt Zollerhöhung

Trump verschiebt Zollerhöhung auf China-Produkte

Im Handelsstreit mit China verschiebt US-Präsident Donald Trump die angekündigte Erhöhung von Zöllen um zwei Wochen.

12.09.2019 06:42

Dies sei ein Zeichen des guten Willens, sagte Trump am Mittwoch. Die Abgaben auf Waren im Wert von 250 Milliarden Dollar würden erst ab dem 15. Oktober erhoben. Ursprünglich sollte die Erhöhung auf 30 von 25 Prozent bereits am 1. Oktober kommen. Vize-Ministerpräsident Liu He hätte ihn um die Verschiebung gebeten, sagte Trump. Hintergrund sei der 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik.

Seit vergangenem Jahr überziehen sich die beiden weltgrössten Wirtschaftsmächte gegenseitig mit Zöllen. Dies bremst die globale Konjunktur. China kündigte am Mittwoch allerdings Ausnahmen bei zusätzlichen Vergeltungszöllen auf US-Importe an. Dies gilt für insgesamt 16 Produkttypen aus den USA wie beispielsweise Molke und Fischmehl, die beide als Tierfutter eingesetzt werden. Die Regelung tritt ab dem 17. September für ein Jahr in Kraft, wie das Finanzministerium bekanntgab.

Die Handelsgespräche zwischen den beiden Ländern sollen in wenigen Tagen im Washington fortgesetzt werden. Anfang Oktober sind dann Treffen von Liu mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin geplant.

Spekulationen auf eine Annäherung in dem Zollstreit wirkten sich positiv auf die Aktienmärkte aus. So legten die Börsen in Asien nach der Ankündigung von Trump am Donnerstag zu. 

(Reuters)

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