Schuldenkrise Europa

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Deutsche Industrieaufträge

Deutsche Industrieaufträge steigen kräftig

Die deutsche Industrie hat im Juni deutlich mehr Aufträge erhalten als erwartet. Die Bestellungen seien im Vergleich zum Vormonat um 2,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Das war der deutlichste Zuwachs seit fast zwei Jahren. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg um lediglich 0,5 Prozent erwartet.

06.08.2019 08:09

Der jüngste Anstieg folgt auf einen deutlichen Rückgang im Vormonat, der mit 2,0 Prozent jedoch etwas schwächer ausfällt als bisher gedacht. Zum Vorjahresmonat sanken die Aufträge im Juni zwar um 3,6 Prozent. Der Rückgang war aber deutlich schwächer als Analysten erwartet hatten./bgf/jha/

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Salvini: Italiens

Salvini: Italiens Haushaltsdefizit liegt 2020 über zwei Prozent

Im Schuldenstreit zwischen der EU und Italien droht möglicherweise neuer Ärger: Nach dem Willen des italienischen Innenministers Matteo Salvini soll das Haushaltsdefizit 2020 bei über zwei Prozent der Wirtschaftsleistung liegen.

06.08.2019 22:13

"Ich kann es nicht auf die Kommastelle genau sagen. Sicher ist aber, dass das Defizit nicht unter zwei Prozent liegen kann", sagte Salvini am Dienstag in Rom. Italien ist nach dem langjährigen Krisenstaat Griechenland das am höchsten verschuldete EU-Mitglied.

Die EU-Kommission hatte wegen der weiter steigenden Neuverschuldung im Juni den Weg für ein Defizitverfahren gegen Italien geebnet, nach Zusagen Roms zur Verringerung seiner Neuverschuldung letztlich aber doch darauf verzichtet.

In Rom regiert seit Juni 2018 eine Koalition aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und Salvinis rechtspopulistischer Lega-Partei. Sie hatte im Wahlkampf eine Abkehr vom Sparkurs mit höheren Sozialausgaben und der Senkung von Steuern versprochen.

Dennoch sollte das Defizit nach einer Absprache mit Brüssel in diesem Jahr nicht über 2,04 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen. Angesichts der sich verschlechternden Wirtschaftslage kündigte Rom dann aber im März eine Neuverschuldung von 2,4 Prozent an, woraufhin Brüssel mit dem Defizitverfahren drohte. Am Ende des Verfahrens hätten Geldbussen in Milliardenhöhe gestanden.

Anfang Juli kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte dann an, dass das Defizit in diesem Jahr 2,04 Prozent doch nicht überschreiten werde. Conte sagte zu, die Ausgaben um 7,6 Milliarden Euro zu verringern - teils über zusätzliche Einnahmen, teils über das Einfrieren von Haushaltsposten.

Budget bis Ende September

Bis Ende September muss Italien das Budget für das nächste Jahr vorlegen. Über das Defizit für 2020 will Rom nun erneut mit Brüssel verhandeln, wie Salvini an einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern ankündigte. Die Dogmen der EU seien nicht "heilig". Wenn mit den neuen Schulden Investitionen, öffentliche Bauvorhaben und Steuersenkungen finanziert würden, sei das Geld "gut angelegt".

Salvini räumte allerdings ein, dass der italienische Finanzminister Giovanni Tria anderer Meinung sei. Tria rechnet italienischen Medienberichten für 2020 mit einem Defizit von 1,8 Prozent des BIP.

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Deutsche Industrie schränkt

Deutsche Industrie schränkt Produktion deutlich ein

Die deutsche Industrie hat ihre Produktion im Juni deutlich zurückgefahren. Im Vergleich zum Vormonat ging die Herstellung des verarbeitenden Gewerbes um 1,5 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Der Rückgang war dreimal so stark wie Analysten im Mittel erwartet hatten. Zudem wurde der Zuwachs im Vormonat von 0,3 auf 0,1 Prozent nach unten angepasst.

07.08.2019 08:28

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Produktion des verarbeitenden Gewerbes im Juni um 5,2 Prozent zurück. Das ist der stärkste Rückgang seit November 2009, also zu Zeiten des Wirtschaftseinbruchs infolge der globalen Finanzkrise./bgf/jha/

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Regierungskrimi in Italien -

Regierungskrimi in Italien - Lega: Neuwahl einzige Alternative

Die Regierungskoalition in Italien steht möglicherweise vor dem Bruch. Die Lega von Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini brachte am Donnerstag offensiv eine Neuwahl als einzige Alternative zur bestehenden Koalition mit der Fünf-Sterne-Bewegung ins Spiel. Klar wurde aber nicht, ob Salvini die Regierungsallianz platzen lassen wollte.

08.08.2019 16:16

Die Fünf-Sterne-Bewegung forderte Aufklärung: "Sie sollen klar sagen, was sie tun wollen." Auslöser für die Krise der ohnehin zerstrittenen Koalition war ein Votum der Fünf Sterne am Mittwoch im Senat gegen ein Bahnprojekt, das die rechte Lega befürwortet.

In der aufgeheizten Stimmung hatten am Donnerstag hochrangige Treffen in Rom stattgefunden. Regierungschef Giuseppe Conte kam mit Staatspräsident Sergio Mattarella zusammen. Bei dem einstündigen Treffen soll es aber weder um einen möglichen Rücktritt des Premiers noch um eine etwaige Regierungskrise gegangen sein, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Beratungen gab es demnach auch mit Sterne-Chef Luigi Di Maio. Alle warteten auf eine Entscheidung Salvinis, hiess es in Rom.

Es bringe nichts, mit Aufschüben und täglichen Streitereien weiterzumachen, erklärte die Lega. Sie dementierte aber Medienberichte, wonach Salvini einen Rücktritt seiner Minister prüfe oder den Rücktritt Contes gefordert habe. Und so bangte Italien mitten in der Ferienzeit weiter um seine Regierung.

Bei einem Auftritt vor seinen Anhängern am Mittwochabend hatte Salvini die Sorge vor einer neuen Regierungskrise befeuert. "Wenigstens zehn, elf Monate haben wir gearbeitet und Italien Gesetze beschert, auf die Italien seit so vielen Jahren gewartet hat", sagte er im Seebad Sabaudia südöstlich von Rom. "Aber in den letzten zwei, drei Monaten hat sich etwas verändert, und es ist etwas kaputtgegangen."

Allerdings kann Salvini nicht über eine Neuwahl entscheiden. Sollte die Koalition tatsächlich zerbrechen, liegt der Ball beim Staatspräsidenten. Er könnte sondieren lassen, ob eine neue Mehrheit im Parlament zustande kommt - damit könnte eine Neuwahl umgangen werden. Im Parlament haben die Fünf Sterne die meisten Abgeordneten, nicht Salvinis Lega. Im Herbst müsste die Regierung eigentlich einen Haushaltsentwurf vorlegen, den das Parlament bis Ende des Jahres absegnen muss.

Die Regierung hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder überworfen. Etliche Themen entzweiten die ungleichen Partner: zum Beispiel die von der Lega geforderte Autonomie für einige Regionen oder der von den Sternen geforderte Mindestlohn. Bislang bekam die Koalition immer wieder die Kurve.

Am Mittwoch erreichte der Konflikt eine neue Qualität: Bei einem Votum im Senat stellten sich die Fünf Sterne gegen eine geplante Schnellbahnstrecke zwischen Lyon und Turin, die die Lega unterstützt. Salvini hatte noch am Montag gemahnt, wer Nein zu dem Milliardenprojekt sage, bringe die Regierung in Gefahr, und hatte eine Neuwahl ins Spiel gebracht. Salvini wirft den Sternen immer wieder vor, Nein-Sager zu sein und die Regierung zu blockieren. Es wehe ein "Wind der Krise", waren sich die Zeitungen wie der "Corriere della Sera" sicher.

Die Fünf Sterne können angesichts der deutlich erstarkten Lega kein Interesse an einer Neuwahl haben. Sie waren aus der Parlamentswahl 2018 als Sieger hervorgegangen. Bei der Europawahl im Mai war dann die Lega stärkste Partei des Landes geworden.

Die Regierung aus Sternen und Lega ist seit Juni 2018 im Amt. Salvini gilt seit Beginn als der starke Mann der Allianz. Am Donnerstagabend wollte er seine geplante Sommertour in Pescara an der Adria-Küste fortsetzen. "In der Hoffnung, dass in der Zwischenzeit keine komischen Sachen passieren", hatte er am Vorabend gesagt./lkl/DP/jha

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EZB erwartet

EZB erwartet Wachstumsabkühlung im Euroraum

Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt wegen der sich zuspitzenden Handelskonflikte mit Sorge auf die Konjunktur.

08.08.2019 10:45

Anhaltende Unsicherheiten, eine zunehmende Gefahr des Protektionismus sowie Anfälligkeiten in Schwellenländern drückten auf die Stimmung in der Wirtschaft, insbesondere in der Industrie, teilt die EZB in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Wirtschaftsbericht mit.

Daten und Umfragen deuteten auf ein schwächeres Wachstum im zweiten und dritten Quartal hin. Dahinter stehe vor allem die Eintrübung im globalen Handel. In diesem Umfeld bleibe auch der Inflationsdruck verhalten. Aus Sicht der Notenbank ist daher weiterhin ein erhebliches Ausmass an geldpolitischer Unterstützung notwendig.

Verschärfter Handelskonflikt

Die USA und China hatten zuletzt ihren Kurs im Handelskonflikt verschärft. Die USA stuften die Volksrepublik erstmals seit 25 Jahren wieder als Währungsmanipulator ein. China setzte daraufhin den Kauf von US-Agrarerzeugnissen aus. Der seit Monaten tobende Handelsstreit belastet die Weltwirtschaft zunehmend und dämpft das Wachstum in der Eurozone.

Wegen der gestiegenen Konjunktursorgen hatten die Euro-Wächter auf ihrer Zinssitzung im Juli die Möglichkeit noch tieferer Leitzinsen angedeutet. Bislang sollten diese bis zur Jahresmitte 2020 stabil gehalten werden. Die EZB prüft ausserdem eine Wiederauflage ihrer Anleihenkäufe, ebenso ein Staffelzinssystem, um die Folgen der jahrelangen Strafzinsen für Banken abzumildern.

Früheren Informationen von Insidern zufolge gingen Währungshüter zuletzt für die kommende Zinssitzung im September fest von einer Senkung des Einlagensatzes aus.

(Reuters)

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Gegenwind für deutsche

Gegenwind für deutsche Exportunternehmen wird stärker

(Ausführliche Fassung) - Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft wird schlechter, der Aussenhandel verliert an Tempo. Die Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China, die Abkühlung der Weltkonjunktur und das Risiko eines ungeordneten Brexits sorgen für Verunsicherung. "Die guten Zeiten der deutschen Exportindustrie sind erst einmal vorbei", beschrieb Ifo-Chef Clemens Fuest jüngst die Lage. Wie sich der Aussenhandel in dem zunehmend rauen Klima im ersten Halbjahr entwickelt hat, gibt das Statistische Bundesamt an diesem Freitag (8.00 Uhr) bekannt.

09.08.2019 06:39

Von Januar bis einschliesslich Mai summierten sich die Warenausfuhren "Made in Germany" auf 560,1 Milliarden Euro - das waren 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings verlangsamt sich das Tempo zunehmend. So rechnet der Aussenhandelsverband BGA für 2019 nur noch mit einem Wachstum des Exportvolumens von 1,5 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es noch 3 Prozent.

"Die Verunsicherung wächst durch die von einigen politischen Protagonisten verursachte Unruhe", sagte BGA-Präsident Holger Bingmann jüngst der Deutschen Presse-Agentur. Die Folge: Firmen halten sich mit Investitionen zurück, bei Unternehmen gehen weniger Bestellungen ein.

Erst in dieser Woche hatte eine neue Runde im Handelskrieg zwischen den USA und China für Aufregung gesorgt. Nur wenige Tage nach der Ankündigung neuer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump wertete China seine Währung ab. Den Vorwurf der USA, die Volksrepublik manipuliere ihre Währung mit dem Ziel eigener Vorteile im Welthandel, wies Peking zurück.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Joachim Lang, warnte vor einer weiteren Zuspitzung: "Die Ausweitung des Handelskonflikts auf die internationalen Währungsbeziehungen erhöht die Unsicherheit für die Weltwirtschaft."

Der Konflikt zwischen Peking und Washington sowie andere von US-Präsident Trump angeheizte Streitigkeiten bremsen das Wachstum des globalen Handels. Die Weltbank sagte zuletzt ein Plus von nur noch 2,6 Prozent für dieses Jahr voraus. Das wäre der schwächste Anstieg seit der Finanzkrise. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind das keine guten Nachrichten.

"Durch den grossen Exportsektor und die Offenheit beim Handel spürt Deutschland globale Entwicklungen meist schneller als viele andere Nationen", erläuterte der Chef des Kreditversicherers Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Ron van het Hof./mar/DP/zb

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Frankreich:

Frankreich: Industrieproduktion fällt deutlich stärker als erwartet

Die französische Industrieproduktion ist im Juni deutlich stärker gefallen als erwartet. Die Produktion sei um 2,3 Prozent im Monatsvergleich gesunken, teilte das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mit.

09.08.2019 09:12

Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang um 1,2 Prozent gerechnet. Im Mai war die Produktion noch um revidierte 2,0 Prozent gestiegen. In einer ersten Schätzung war noch ein Anstieg um 2,1 Prozent ermittelt worden.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stagnierte die Produktion. Hier war ein Anstieg um 1,0 Prozent erwartet worden.

Die Produktion im enger gefassten Verarbeitenden Gewerben fiel im Juni um 2,2 Prozent. Prognostiziert wurde ein Rückgang um 1,3 Prozent. Beim verarbeitenden Gewerbe werden der Energie- und der Bausektor nicht berücksichtigt./jsl/mis

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Italien wartet auf 'Politik

Italien wartet auf 'Politik-Showdown' - Salvini schon im Wahlkampf

Italien wartet nach turbulenten Tagen der Regierungskrise auf den "Showdown". An diesem Montag und Dienstag stehen im Senat und in der Abgeordnetenkammer Treffen der Fraktionsvorsitzenden an, die für die weiteren Schritte auf dem Weg zu einer möglichen Neuwahl entscheidend sind. Der Innenminister und Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, der das Regierungsbündnis mit der Fünf-Sterne-Bewegung mit einer Forderung nach schneller Neuwahl in die Krise gestürzt hat, jagte am Wochenende von einem Auftritt zum nächsten. Auch altbekannte Gesichter meldeten sich zurück.

11.08.2019 14:59

Die Frage, die dieser Tage über allem schwebt, lautet: Kommt es in Italien schon im Oktober zu einer Neuwahl - oder gar erst im kommenden Jahr? Die Weichen für den weiteren Ablauf stellt zunächst das Parlament. Salvini dringt auf eine umgehende Einberufung beider Kammern, um der Regierung des parteilosen Giuseppe Conte das Vertrauen zu entziehen. Die Lega hat im Senat einen Misstrauensantrag gegen die eigene Regierung gestellt. Seine Parlamentarier hat Salvini jedenfalls schon mal für diesen Montag nach Rom bestellt.

Kammerpräsident Roberto Fico von der Fünf-Sterne-Bewegung wies den Lega-Chef zurecht. Die Parlamentspräsidenten seien es, die die Kammern einberiefen. "Niemand anderes", schrieb er am Samstagabend auf Facebook. Die Konferenz der Fraktionsvorsitzenden lege anschliessend den Ablauf im Parlament fest. Der Staatspräsident wiederum sei der einzige, der die Kammern auflösen und eine Neuwahl einberufen könne. "Niemand anderes."

Italien ist in Aufruhr nach der plötzlichen Aufkündigung des Regierungsbündnisses. Die Fünf Sterne werfen Salvini Egoismus vor. Der Rechtspopulist, der seit Antritt der Regierung im Juni 2018 als der eigentliche starke Mann in Rom gilt, hat den Wahlkampf mit einer "Sommertour" schon eröffnet, bevor das formale Ende der Regierung besiegelt ist.

Am Wochenende liess er sich auf Bühnen und am Strand in Süditalien von Anhängern feiern und drehte vor den Kameras der Journalisten eine Runde im Kanu. In den Regionen Basilikata und Kalabrien wurde der Lega-Chef aber nicht nur mit offenen Armen empfangen. Eine Gruppe von Demonstranten stimmte das als antifaschistische Hymne bekannte Lied "Bella Ciao" an. Ein Video zeigt zudem, wie Salvini mit Wasser bespritzt wurde. Bei der Übertragung des abendlichen Auftritts in Soverato war ein Pfeifkonzert deutlich zu hören.

In der Regierungskrise schaltete sich nun auch der Mitbegründer der Fünf-Sterne-Bewegung Beppe Grillo ein. "Ich werde mich erheben, um Italien vor den neuen Barbaren zu retten, man kann das Land nicht solchen Menschen überlassen, nur weil sie glauben, dass wir ohne sie nicht überleben werden", schrieb der frühere Kabarettist auf seinem Blog.

Sofort wählen zu gehen wäre "wahnwitzig", sagte der frühere sozialdemokratische Ministerpräsident Matteo Renzi der Tageszeitung "Corriere della Sera" (Sonntag). Im Fall einer Neuwahl sollte eine Übergangsregierung das Land zur Wahl führen, meint Renzi.

Dagegen scheint sich Salvini nicht zu sperren. Eine Neuwahl würde sein Ministerium organisieren. "Ich klebe nicht am Sessel. Das wichtige ist, dass gewählt wird", zitierte die Zeitung "La Stampa" (Sonntag) Salvini. "Wenn (die Wahl) ein anderer organisiert, wäre ich noch glücklicher. Das bedeutet, dass ich mehr Zeit für den Wahlkampf habe."

Seit Monaten verzeichnet Salvinis Lega ein Umfragehoch. Ein Votum der Fünf-Sterne-Bewegung gegen ein von der Lega unterstütztes Bahnprojekt nahm der Parteichef am Donnerstag zum Anlass, die Koalition aufzukündigen.

Sobald der Rücktritt der Regierung formalisiert ist, kommt Staatspräsident Sergio Mattarella ins Spiel. Bevor er das Parlament auflöst, dürfte er zunächst sondieren, ob es eine alternative Mehrheit zur Lega und den Fünf Sternen gibt. 60 Tage nach einer Auflösung des Parlaments könnte es dann eine Neuwahl geben. Vor Ende Oktober ist das unwahrscheinlich./lkl/DP/fba

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Konsumentenpreise steigen in

Konsumentenpreise steigen in Deutschland

Die Konsumentenpreise in Deutschland sind im Juli wie von Experten erwartet gestiegen.

13.08.2019 08:10

Das allgemeine Preisniveau erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit bestätigte die Behörde wie von Analysten erwartet eine erste Schätzung. Im Vormonat waren die Lebenshaltungskosten noch um 1,6 Prozent gestiegen.

Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Juli um 0,5 Prozent und damit ebenfalls wie erwartet. Bei der für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Preisentwicklung (HVPI) meldete das Bundesamt im Juli einen Anstieg um 0,4 Prozent im Monatsvergleich und um 1,1 Prozent im Jahresvergleich.

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Deutsche Wirtschaft schrumpft

Deutsche Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im zweiten Quartal 2019 gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

14.08.2019 08:05

Dies war von Analysten erwartet worden. Zum Jahresanfang war die deutsche Wirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen.

mar/DP/jkr

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In der deutschen Wirtschaft

In der deutschen Wirtschaft schwindet die konjunkturelle Zuversicht

(Ausführliche Fassung) - In der deutschen Wirtschaft schwindet die Zuversicht, dass es bei einem kurzen Dämpfer für die Konjunktur bleibt. Industriepräsident Dieter Kempf fürchtet, dass das Wachstum der grössten Volkswirtschaft Europas sogar auf Null absackt, sollten die Briten Ende Oktober in einem Chaos-Brexit ohne Abkommen aus der EU aussteigen. Bundesbankpräsident Jens Weidmann sagt in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" indes: "Aber ich sehe keinen Grund, in Panik zu verfallen".

25.08.2019 15:14

Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Unsicherheiten in der Wirtschaft sind weiter gross, vor allem wegen internationaler Handelskonflikte und des Brexits. Die Auftragseingänge und die Industrieproduktion gehen zurück, die Unternehmen investieren weniger. Wir erwarten in diesem Jahr ein Wachstum von höchstens 0,5 Prozent. Im Falle eines harten Brexit Ende Oktober droht das Wachstum in Richtung Null zu gehen."

Internationale Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltkonjunktur hatten die exportorientierte deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal ausgebremst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte nach Zahlen des Statistischen Bundesamts um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Zum Jahresanfang war Europas grösste Volkswirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen. Nach dem schwachen zweiten Vierteljahr wird kaum mit einer Erholung der deutschen Wirtschaft im Sommer gerechnet.

Sinkt die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer "technischen Rezession". Es handelt sich in diesem Fall aber nur um eine sehr milde Rezession. Anders sähe es aus, wenn die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr gegenüber dem Vorjahr schrumpft. Damit wird jedoch derzeit nicht gerechnet. Zuletzt war dies 2009 infolge der globalen Finanzkrise der Fall; seitdem hatte die deutsche Wirtschaft ununterbrochen mit zum Teil kräftigen Wachstumsraten zugelegt.

Derweil wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland auch im August weiter steigen. Eine dpa-Umfrage unter Volkswirten grosser deutscher Finanzinstitute hat ergeben, dass die meisten Experten mit einem Anstieg um rund 35 000 auf etwa 2,310 Millionen rechnen. Katharina Utermöhl, Volkswirtin bei der Allianz, geht davon aus, dass für das Gesamtjahr 2019 ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr zu Buche stehen wird. Damit wäre erstmals seit 2013 kein Rückgang zu verzeichnen.

"Klar hat sich die konjunkturelle Lage eingetrübt, gerade in Deutschland. Wir stecken in einer konjunkturellen Flaute", sagte Bundesbankpräsident Weidmann, schränkte aber zugleich ein: "Die deutsche Wirtschaft kommt jedoch aus einem langen Aufschwung mit Rekordbeschäftigung und stark ausgelasteten Kapazitäten." Angesichts der grossen Unsicherheiten bei der Bewertung der Aussichten sprach er sich dafür aus, "weder in Aktionismus noch in Pessimismus" zu verfallen.

Für den Fall eines Konjunktureinbruchs sieht Weidmann vor allem den Staat in der Pflicht: "Ohne Zweifel hat die Fiskalpolitik die Aufgabe, die Konjunktur zu stabilisieren, sofern die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen nicht dadurch gefährdet wird." Allerdings sei die deutsche Fiskalpolitik "bereits expansiv ausgerichtet". Die Bundesregierung sieht nach früheren Angaben derzeit keine Notwendigkeit für weitere Massnahmen, die die Konjunktur stabilisieren. Für das Gesamtjahr geht Berlin derzeit von einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent aus, nach 1,5 Prozent im vorigen Jahr.

Der BDI und andere Wirtschaftsverbände haben von der schwarz-roten Koalition wiederholt etwa steuerliche Entlastungen für Firmen, einen Abbau von Bürokratie und einen Ausbau der digitalen Infrastruktur gefordert.

Kempf sprach sich gegen einen erneuten zeitlichen Aufschub für Grossbritannien beim Ausstieg aus der EU aus. "Die Unternehmen wollen endlich Klarheit. Am besten wäre gar kein Brexit, das Zweitbeste ein Brexit mit Abkommen. Ein harter Brexit oder eine neue Vertagung wären sehr schmerzhaft."

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht beim Brexit noch Chancen für eine Lösung vor dem Austrittsdatum 31. Oktober, wie sie am Donnerstag in Den Haag bekräftig hatte. Umstritten ist vor allem der sogenannte Backstop - die EU verlangt eine Garantie, dass keine Grenzanlagen zwischen Irland und Nordirland nötig werden. Grossbritannien will die Klausel streichen. Wird keine Einigung gefunden, droht Ende Oktober ein chaotischer Bruch./kf/hoe/dm/DP/fba

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Deutscher Staat mit

Deutscher Staat mit Milliardenüberschuss im ersten Halbjahr

Der deutsche Staat hat im ersten Halbjahr 2019 einen Überschuss von rund 45,3 Milliarden Euro erzielt. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Plus von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen bei 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte./mar/DP/jkr

27.08.2019 08:05

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Deutsche Wirtschaft schrumpft

Deutsche Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal vor allem wegen der Handelskonflikte geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag nach einer zweiten Schätzung in Wiesbaden mitteilte. Die Behörde bestätigte damit wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung. Im Jahresvergleich meldete das Bundesamt ein Wachstum um 0,4 Prozent.

27.08.2019 08:04

Damit hat sich die deutsche Konjunktur in den Monaten April bis Juni deutlich abgeschwächt. Zum Jahresanfang war die grösste europäische Volkswirtschaft Europas noch um 0,4 Prozent gewachsen./jkr/jha/

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Konsumklima der Deutschen

Konsumklima der Deutschen trotzt Konjunkturschwäche

Trotz der schwächelnden Konjunktur bleibt das Konsumverhalten der Verbraucher stabil und damit eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft. Laut der vom Marktforschungsinstitut GfK monatlich erstellten Konsumklimastudie sinkt zwar die Konjunkturerwartung der Bundesbürger auf den niedrigsten Stand seit mehr als sechs Jahren, die Entwicklung des eigenen Einkommens wird aber weiter positiv eingeschätzt. Für September prognostizieren die Marktforscher einen zum Vormonat unveränderten Wert von 9,7 Zählern Punkten, wie die GfK am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Zuvor war der Wert drei Mal in Folge gesunken.

28.08.2019 08:14

Der Handelskonflikt mit den USA mit drohenden Zöllen auch für deutsche Exporte sowie die anhaltenden Diskussionen um den Brexit mit oder ohne Abkommen liessen das Risiko einer Rezession in Deutschland auch in den Augen der Konsumenten weiter steigen, sagte GfK-Konsumklimaexperte Rolf Bürkl.

Die deutsche Wirtschaft leidet unter Handelskonflikten und der Abkühlung der Weltkonjunktur. Das drückt auf die Stimmung der Unternehmen: Der wichtige Ifo-Geschäftsklimaindex sank im August auf den tiefsten Stand seit November 2012. Im zweiten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt bereits um 0,1 Prozent gemessen am Vorquartal geschrumpft. Zum Jahresanfang war Europas grösste Volkswirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen./mac/DP/stk

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Ifo-Beschäftigungsbarometer

Ifo-Beschäftigungsbarometer auf schlechtestem Wert seit 2014

Die Personalabteilungen in deutschen Unternehmen schreiben dem Ifo-Institut zufolge angesichts der Konjunkturflaute immer weniger neue Stellen aus.

28.08.2019 08:14

Das Beschäftigungsbarometer fiel im August um 1,4 auf 98,1 Punkte, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Mittwoch zu ihrer Umfrage unter 9000 Firmen mitteilten. Das ist der schlechteste Wert seit annähernd fünf Jahren.

Im bislang robusten Dienstleistungssektor brach das Barometer so stark ein wie zuletzt im Dezember 2007. "Die Dienstleister fallen als Beschäftigungsmotor nach und nach aus", erklärte das Ifo-Institut. "Die Rezession in der Industrie schlägt sich nun mit Verzögerung auch bei den Dienstleistern nieder." Auch im Baugewerbe sank das Barometer, doch sind hier weiter Neueinstellungen geplant. Im Handel bleibt das Beschäftigungsniveau konstant. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg das Barometer zwar. "Jedoch sind die Unternehmen, die Personal eher abbauen wollen, weiter in der Mehrzahl", so das Ifo-Institut.

Die exportabhängige deutsche Wirtschaft steht wegen der von den USA angefachten Handelskonflikte und einer abflauenden Weltkonjunktur mit einem Bein in der Rezession. Im zweiten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent. Folgt im laufenden Sommerquartal ein erneutes Minus, wird von Rezession gesprochen.

(Reuters)

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Deutschland: Umsatz im

Deutschland: Umsatz im Detailhandel sinkt stärker als erwartet

Der deutsche Einzelhandel hat das dritte Quartal mit einem überraschend starken Umsatzdämpfer begonnen. Im Juli seien die Umsätze real (preisbereinigt) um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Analysten hatten im Schnitt zwar einen Rückgang erwartet, aber nur um 1,3 Prozent.

30.08.2019 08:30

Im Jahresvergleich fielen die Umsatzdaten hingegen stärker als erwartet aus. In dieser Betrachtung gab es im Juli real einen Zuwachs um 4,4 Prozent, während Volkswirte nur einen Anstieg um 3,3 Prozent erwartet hatten. Der Juli 2019 hatte mit 27 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Juli 2018.

Die Umsatzdaten für Juni wurden nach unten revidiert. Demnach legten die realen Umsätze im Monatsvergleich nur um 3,0 Prozent zu und nicht wie zuvor gemeldeten um 3,5 Prozent. Zuletzt hatte die Konsumlaune der Deutschen der aktuellen Konjunkturschwäche getrotzt und Hinweise für künftig bessere Umsatzdaten geliefert. Der für September berechnete Indikator für die Konsumlaune der GfK-Marktforscher hatte sich unverändert bei 9,7 Punkten gehalten.

Nominal, also ohne Preisbereinigung, fielen die Umsätze im Juli um 2,1 Prozent im Monatsvergleich. Im Jahresvergleich gab es einen Zuwachs um 5,4 Prozent./jkr/jha/

(AWP)

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Frankreichs Notenbankchef

Frankreichs Notenbankchef skeptisch gegenüber neuen EZB-Wertpapierkäufen

Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau hat sich zurückhaltend zur Idee neuer Wertpapierkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) geäussert. Die EZB müsse nicht alle geldpolitischen Instrumente gleichzeitig zum Einsatz bringen, sagte Villeroy de Galhau dem französischen Magazin L'Agefi. Das Gespräch wurde am späten Dienstagabend auf der Internetseite des Magazins veröffentlicht.

04.09.2019 08:32

Gefragt danach, ob die EZB ihre Wertpapierkäufe aktuell neu starten solle, sagte der Franzose, diese Frage sei zu diskutieren. Er nannte jedoch einige Argumente, die eher gegen eine sofortige Wiederaufnahme der Käufe sprechen. Beispielsweise sorge bereits der hohe Bestand an Wertpapieren in der EZB-Bilanz für eine Reduzierung der langfristigen Kapitalmarktzinsen. Eine zusätzliche Zinssenkung könnte dagegen geboten sein, ergänzte Villeroy de Galhau.

Der EZB-Rat trifft sich in gut einer Woche zu seiner nächsten Zinssitzung. Angesichts der wirtschaftlichen Abschwächung und der niedrigen Inflation prüft die Notenbank derzeit eine weitere Lockerung ihrer schon sehr lockeren Geldpolitik. In der Diskussion stehen eine Zinssenkung und neue Wertpapierkäufe. Gegen letztere hatten sich zuletzt mehrere Zentralbanker ausgesprochen, darunter Bundesbankchef Jens Weidmann./bgf/mis

(AWP)

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Deutscher Wirtschaftsminister

Deutscher Wirtschaftsminister erwartet für 2019 'moderates Wirtschaftswachstum'

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich verhalten optimistisch zur weiteren Entwicklung der deutschen Wirtschaft geäussert. "Wir sind nach Jahren starken Wachstums aktuell in einer Konjunkturschwäche, aber nicht in einer Rezession", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Wir müssen jetzt abwarten, wie sich das dritte und vierte Quartal entwickeln. Wir gehen aber davon aus, dass es für das Gesamtjahr 2019 ein moderates Wirtschaftswachstum geben wird."

05.09.2019 06:39

Die jüngsten Konjunkturzahlen seien ein "eindringlicher Appell an die Politik, die Rahmenbedingungen für Wirtschaftswachstum zu verbessern", sagte Altmaier. Notwendig seien vor allem Entlastungen für den Mittelstand. Man könnte ein "sehr gutes Paket schnüren" mit einer Körperschaftsteuerreform, "die insbesondere Personengesellschaften besser stellt, und einer verbindlichen Festlegung zur Komplettabschaffung des Solidaritätszuschlags".

Er halte es nicht für ausgeschlossen, dass die SPD noch auf sein Konzept zur vollständigen Abschaffung des Soli-Zuschlags einschwenke, nachdem sie ihre Führungsfragen geklärt habe, sagte Altmaier. Er sprach sich gegen ein Konjunkturpaket aus: "Konjunkturprogramme verpuffen wie Strohfeuer und verbrennen am Ende nur Geld."

Altmaier sprach sich dafür aus, die Anstrengungen zu "verdoppeln", um zu einer Handelsvereinbarung zwischen den USA und Europa zu gelangen. Das werde eine vorrangige Aufgabe der neuen EU-Kommission sein. Die Gefahr amerikanischer Strafzölle auf deutsche Autos sei "nicht gebannt". Doch halte er eine Einigung auf ein Industriezollabkommen mit den USA für möglich. Die ungelösten Handelskonflikte drückten auch die amerikanischen Wachstumszahlen nach unten./sl/DP/zb

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Deutschland: Exporte legen

Deutschland: Exporte legen überraschend zu

Die deutsche Exportwirtschaft hat im Juli überraschend zugelegt. Die Ausfuhren deutscher Waren stiegen im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten hingegen im Mittel einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet. Im Juni waren die deutschen Ausfuhren leicht um 0,1 Prozent gesunken.

09.09.2019 08:35

Die Einfuhren ausländischer Waren gingen im Juli hingegen stärker als erwartet zurück. Sie sanken um 1,5 Prozent. Analysten hatten nur einen Rückgang um 0,3 Prozent erwartet. Der Überschuss in der deutschen Handelsbilanz betrug 21,4 Milliarden Euro. Von Experten war ein Überschuss von 17,4 Milliarden Euro erwartet worden./jkr/jha/

(AWP)

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Spanien: Industrieproduktion

Spanien: Industrieproduktion erneut gesunken

Die spanische Industrieproduktion ist im Juli weiter gefallen. Sie sei um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken, teilte das Statistikamts INE am Mittwoch in Madrid mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang gerechnet, aber nur um 0,3 Prozent. Es war der zweite Dämpfer für die spanische Industrieproduktion in Folge.

11.09.2019 09:08

Im Jahresvergleich wurden die Markterwartungen ebenfalls verfehlt. Hier stieg die Produktion um 0,8 Prozent. Analysten hatten einen stärkeren Zuwachs um 1,5 Prozent erwartet./jkr/jha/

(AWP)

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DIW fordert Milliarden

DIW fordert Milliarden-Investitionen gegen drohende Rezession

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW hat ein milliardenschweres staatliches Investitionsprogramm gefordert, um eine mögliche Rezession zu verhindern.

11.09.2019 07:18

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW hat ein milliardenschweres staatliches Investitionsprogramm gefordert, um eine mögliche Rezession zu verhindern. "Das Investitionsprogramm sollte langfristig auf 15 Jahre angelegt sein und 30 Milliarden Euro an zusätzlichen öffentlichen Investitionen anstossen, vor allem in Infrastruktur, Bildung und Innovation", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der Funke Mediengruppe (Mittwochausgaben). Die Bundesregierung sollte nicht erst warten, bis eine Rezession sich verfestigt habe.

Auch die Schwarze Null - also ein Haushalt ohne neue Schulden - sei kein Selbstzweck, sondern notwendig in guten Zeiten, damit der Staat in schlechten Zeiten die Möglichkeit habe, stabilisierend zu wirken, sagte Fratzscher. "Wir befinden uns nun in schlechteren Zeiten und es ist höchste Zeit, dass die Politik agiert." Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte am Dienstag erklärt, im Falle einer Krise gerüstet zu sein, aber "dazu muss sie dann erst mal da sein." Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal geschrumpft. Experten erwarten auch im laufenden dritten Quartal einen Rückgang, womit Deutschland offiziell in einer Rezession wäre.

(Reuters)

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Deutschland: Inflation

Deutschland: Inflation schwächt sich wie erwartet deutlich ab

In Deutschland hat sich die Inflation im August wie erwartet deutlich abgeschwächt. Das allgemeine Preisniveau erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit bestätigte die Behörde wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung. Im Juli hatte die Inflationsrate noch bei 1,7 Prozent gelegen.

12.09.2019 08:09

Im Vergleich zum Vormonat fielen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Auch hier wurde eine erste Schätzung wie erwartet bestätigt. Bei der für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Preisentwicklung (HVPI) meldete das Bundesamt für August einen Anstieg um 1,0 Prozent im Jahresvergleich und einen Rückgang um 0,1 Prozent im Monatsvergleich. Auch hier wurden die vorläufigen Ergebnisse bestätigt./jkr/jha/

(AWP)

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Weitere EZB-Zinssenkung zur

Weitere EZB-Zinssenkung zur Stützung der Konjunktur erwartet

Die EZB wird der schwächelnden Wirtschaft im Euro-Raum voraussichtlich mit noch tieferen Zinsen und weiteren Konjunkturhilfen unter die Arme greifen.

12.09.2019 06:49

Volkswirte erwarten, dass die Währungshüter auf ihrer Sitzung heute (Donnerstag) den Einlagensatz noch tiefer in den negativen Bereich senken werden. Er liegt bereits bei minus 0,4 Prozent. Ein negativer Satz bedeutet Strafzinsen für Geldhäuser, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken. Denn sie sollen diese nicht bei der Zentralbank horten sondern als Kredite an die Wirtschaft weiterreichen.

Die Ökonomen erwarten zudem, dass die EZB Erleichterungen für die Institute beschliessen wird. So sollen die Folgen schärferer Strafzinsen für Banken abgemildert werden. Verbraucherverbände befürchten dennoch, dass die Institute die immer höheren Belastungen auf ihre Kunden abwälzen werden.

Ökonomen gehen zudem davon aus, dass die Euro-Wächter ihren Zinsausblick verändern werden. Bislang stellen sie bis mindestens zur Jahresmitte 2020 gleichbleibende oder tiefere Schlüsselzinsen in Aussicht. Viele Experten erwarten darüber hinaus eine Neuauflage der Anleihenkäufe, die bis zur Einstellung Ende Dezember ein Volumen von 2,6 Billionen Euro erreicht hatten.

(Reuters)

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Akute Rezessionsgefahr in

Akute Rezessionsgefahr in Deutschland

In Deutschland stehen die Zeichen auf Rezession. Die Konjunkturampel springt im Herbst auf «rot».

12.09.2019 06:45

Dies zeigt akute Rezessionsgefahr an, wie die Forscher des gewerkschaftsnahen Instituts IMK der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag mitteilten. Für den Zeitraum von September bis Ende November weist das Frühwarnsystem des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) ein Risiko für eine schrumpfende Wirtschaft von 59,4 Prozent auf – nach 43 Prozent im August. Das ist der höchste Wert seit dem Winterhalbjahr 2012/2013, als die Konjunktur während der Hochphase der Euro-Krise eine technische Rezession durchlief - also zwei Quartale mit schrumpfender Wirtschaftsleistung.

"Die bisherige Hoffnung, dass die gute Inlandsnachfrage Deutschland vor der Rezession retten kann, schwindet zunehmend", sagt der wissenschaftliche Direktor des IMK, Sebastian Dullien. Nun sei die Wirtschaftspolitik gefragt, um einer Rezession gegenzusteuern oder zumindest ihre Effekte abzumildern. Zudem erhöhe sich der Druck auf die Europäische Zentralbank, die Geldpolitik weiter zu lockern.

Der starke Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit basiert nach Analyse des IMK auf einer breiten Palette von Frühindikatoren. Darunter sind rückläufige Zahlen für die Produktion und für die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe, weniger offene Stellen auf dem Arbeitsmarkt und eine gedrückte Stimmung in der Wirtschaft.

Entscheidend für die Eintrübung des Indikators sind laut IMK die beträchtlichen außenwirtschaftlichen Risiken, also ein harter Brexit, die US-Handelskonflikte und geopolitische Spannungen. Hinzu kämen strukturelle Schwächen deutscher Schlüsselindustrien wie der Automobilindustrie.

(Reuters)

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Französische Wirtschaft

Französische Wirtschaft trotzt laut Notenbank Abschwung in Europa

Die französische Konjunktur wird dank eines starken Arbeitsmarkts und kräftiger Verbraucherausgaben einer Abkühlung der Weltwirtschaft standhalten. Dies gab die französische Notenbank am Dienstag bekannt.

18.09.2019 06:44

Im Gegensatz zu anderen grossen Ländern der Euro-Zone werde sich Frankreichs Wirtschaft in diesem und nächstem Jahr robust entwickeln, prognostizierte die Zentralbank des Landes am Dienstag weiter. Die zweitgrösste Volkswirtschaft des Euro-Raums dürfte demnach 2019 und 2020 jeweils um 1,3 Prozent wachsen. Die Zentralbank senkte damit lediglich ihren Ausblick für 2020 moderat.

Im Juni hatte die Vorhersage für kommendes Jahr noch auf plus 1,4 Prozent gelautet. Das Wirtschaftswachstum in den 19 Euro-Ländern halbierte sich im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten auf 0,2 Prozent. In Deutschland schrumpfte die Wirtschaft sogar um 0,1 Prozent.

Die Verbraucherausgaben in Frankreich werden nach Schätzung der Zentralbank dieses Jahr um 1,3 Prozent zulegen. Bei der vorherigen Prognose im Juni war die Notenbank von einem Anstieg um nur 1,1 Prozent ausgegangen. Die Zentralbank geht zudem davon aus, dass dieses Jahr 271'000 neue Stellen entstehen verglichen mit der Juni-Prognose von nur 122'000 neuen Jobs.

(AWP)

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