Schmolz und Bickenbach

Schmolz + Bickenbach Aktie 

Valor: 579566 / Symbol: STLN
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Maroni
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EUR 5.625% S&B Luxemb. 15.7.22 notiert in den tiefen 60ern

gertrud hat am 16.09.2019 11:20 geschrieben:

nummelin hat am 12.09.2019 12:35 geschrieben:

So bin eingestiegen 0,247 bin gespannt 

Steht es wirklich so schlimm um S+B, dass nummelin hier auftaucht?

Den Bond über 250 Mio Euro im Auge behalten. Wer das nötige Kleingeld hat (Bonds haben min 100K), könnte damit besser fahren, bzw. in 3 Jahren mit einem Haufen Aktien dastehen.

@Gertrud. Danke für den Hinweis zum Bond. Notiert in den tiefen 60ern. Ausstehend sind Total EUR 350 Mio / DE000A19FW97
 Interessant auch der NZZ-Artikel:

https://www.nzz.ch/wirtschaft/beim-luzerner-stahlkonzern-schmolz-bickenbach-werden-notfallplaene-gewaelzt-ld.1507943

Elias
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Schmolz+Bickenbach finden keinen Boden

Aktien von Schmolz+Bickenbach finden keinen Boden

Die Aktien des Stahlherstellers Schmolz+Bickenbach finden auch auf tiefem Niveau keinen Halt. Eine Ratingagentur sieht das Unternehmen gar in existenzieller Gefahr.

Nach der Gewinnwarnung von vergangener Woche - bereits die zweite im laufenden Jahr - äussern sich die Experten noch einmal kritischer zum Unternehmen.

Vor der Gewinnwarnung im Juli notierten die Titel noch bei über 46 Rappen, dieser Wert hat sich mittlerweile auf gut 23 Rappen in etwa halbiert. Im vergangenen Januar wurde noch ein Jahreshoch bei 62 Rappen markiert und vor etwa einem Jahr noch mehr als 82 Rappen. Nach unten geht es mit Schmolz+Bickenbach aber schon seit dem zweiten Quartal 2017.

Am Montag verzeichnen die Aktien um 13 Uhr bei gutem Handelsvolumen ein Minus voneund 10 Prozent auf 22,1 Rappen. Der Gesamtmarkt (SPI) steht 0,53 Prozent tiefer.

Der Stahlproduzent hatte am vergangenen Mittwoch die Guidance für den Betriebsgewinn im Gesamtjahr deutlich gesenkt. Der bereinigte EBITDA wird neu zwischen 70 und 100 Millionen Euro erwartet. Vor den beiden Gewinnwarnungen hatte die Prognose noch bei 190 bis 230 Millionen gelegen. Die Stahlnachfrage habe sich im dritten Quartal aufgrund der zahlreichen politischen Unsicherheiten und Handelskonflikte noch einmal abgeschwächt, hiess es beim Unternehmen.

In arger finanzieller Bedrängnis

Die Ratingagentur Standard & Poors (S&P) hat inzwischen das Kreditrating auf "B-" von zuvor "B" gesenkt. Trotz der Ratingsenkung wird der Ausblick auf "Creditwatch mit negativen Implikationen" gesetz. Die Ratingagentur sieht den Stahlproduzenten wegen der hohen Schuldenlast in arger finanzieller Bedrängnis.

Sollten sich die Automobil- und die Maschinenindustrie 2020 nicht deutlich erholen - und dies sei nicht das Basisszenario -, sei die Kapitalstruktur nicht mehr nachhaltig, so S&P. Und wenn das Unternehmen in den kommenden Wochen von den Eigentümern oder von den wichtigsten Banken keine Unterstützung erhalte, sei eine weitere Abstufung des Ratings wahrscheinlich.

Die UBS hat gleichzeitig ihre Empfehlung "Buy" für den Titel gestrichen. Die Bank sieht die schlechten Nachrichten mittlerweile zwar eingepreist, sie reduziert aber das Kursziel auf 26 von zuvor 65 Rappen massiv und führt den Titel lediglich noch mit "Neutral". Die vom Stahlproduzenten dringend benötigte Normalisierung der Endmärkte sei ausgeblieben, hiess es dazu bei der UBS.

(AWP)

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ursinho007
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Der Pleitegeier kreist

Wenn die Konkursfrage in den Fokus einer Gesellschaft rückt, erfolgt ein "bodenloser" Aktienabsturz. Die Frage ist natürlich, ist das übertriebene Panik, weil Schmobi nicht in Konkurs gehen wird oder eben der Konkurs doch eine reale hohe Wahrscheinlichkeit besitzt.

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nummelin
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Der Boden scheint gefunden,

Der Boden scheint gefunden, und nun 20% Gegenbewegung... 0,30 würden drinn liegen 

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ursinho007
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abwarten......

Nur weil der Kurszerfall bei 20 Rappen stoppte? Da ist natürlich eine psychologisch harte Grenze. Aber ob das für die Bodenbildung reicht?

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Domtom01
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bin auch interessiert

Hätte zwar auch Lust, den Bond zu kaufen, doch so viel Stahl kann auch böse runterziehen. Die Aktie kann man traden, ist liquide. Momentan wird gerade die kommende KE eingearbeitet (vermutlich seit Mitte August). Mal schauen, wie lange oder kurz es noch dauert, bis ich einsteige. Tippe eher auf kurz.

Elias
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Bei S+B werden Notfallpläne gewälzt

Eine weitere Gewinnwarnung

Um die Liquidität zu schonen, hat sich das Unternehmen entschlossen, Lagerbestände für Elektroden und andere Verbrauchsgüter auf ein Minimum zu reduzieren. Lieber verzichte man punktuell auf die Annahme eines Auftrags, als unnötig Geld auszugeben, lautet das derzeitige Credo bei der Firma. Elektroden sind ein unerlässlicher Bestandteil für den Betrieb sogenannter Lichtbogenöfen, in denen wie bei Swiss Steel Stahl aus eingeschmolzenem Schrott produziert wird.

Mangels Bestellungen hat sich der Auftragsbestand des Unternehmens seit Mitte dieses Jahres weiter zurückgebildet. Er war schon im ersten Semester deutlich gefallen. Vor diesem Hintergrund ist die Firma auch nicht mehr in der Lage, an der bereits Mitte Juli im Rahmen einer Gewinnwarnung nach unten revidierten Prognose für den Betriebs-Cashflow (Ebitda) festzuhalten. Das Management rechnet neu damit, dass diese Kennziffer 2019 bereinigt um Einmaleffekte lediglich noch 70 Mio. bis 100 Mio. € statt wie bis anhin erwartet 130 Mio. bis 170 Mio. € betragen wird. Zu Jahresbeginn war man sogar noch von 190 Mio. bis 230 Mio. € ausgegangen.

Shok

Die trüben Aussichten verschlimmern die finanzielle Notlage der Gesellschaft. Auf Basis der jüngsten Ertragsprognose erreicht die Nettoverschuldung von 709 Mio. € (per 30. Juni 2019) das Sieben- bis Zehnfache des bereinigten Ebitda. Dies ist markant mehr als das rund Dreieinhalbfache, das als Obergrenze für die Verschuldung mit den Banken einst vereinbart worden ist. S+B muss sich denn auch auf harte Verhandlungen mit den Gläubigern einstellen, zu denen auch die Inhaber von Obligationen zählen. Der Konzern hat 2017 und 2018 in zwei Tranchen Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 350 Mio. € emittieren lassen. Es gehe nun schlichtweg darum, das Unternehmen finanziell gut durch die Krise zu bringen, macht man sich in der Konzernzentrale Mut.

Mickrige Börsenkapitalisierung

Unter Anlegern am Aktienmarkt ist der Vertrauensverlust riesig. Die Börsenkapitalisierung der Firma hat sich seit Anfang dieses Jahres mehr als halbiert. Am Dienstag erreichte sie mit knapp 240 Mio. Fr. einen rekordtiefen Stand. Diesem mickrigen Wert steht ein Konzernerlös von immerhin noch 3,3 Mrd. € im vergangenen Jahr gegenüber. Völlig offen ist, wie sich die beiden Hauptaktionäre von S+B bei einer allfälligen finanziellen Rettungsaktion positionieren würden. Dass das Finanzvehikel Liwet von Viktor Vekselberg, das 26,91% der Anteile hält, Kapital einzuschiessen in der Lage wäre, ist angesichts der gegen den russischen Investor verhängten US-Sanktionen kaum anzunehmen. Weitere 17% befinden sich im Besitz von Martin Haefner, dem Eigentümer des Schweizer Autoimporteurs Amag.

https://www.nzz.ch/wirtschaft/beim-luzerner-stahlkonzern-schmolz-bickenb...

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Cherokee
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gertrud hat am 19.09.2019 12

gertrud hat am 19.09.2019 12:58 geschrieben:

BlackJack? Link? Megavolt? Cherokee? und vor allen Audibes, wo seid Ihr? Was meint Ihr?

Wäre interessant, wenn sich hier die wieder in die Diskussion einmischen würden, die was zu S+B zu sagen haben, weil sie die Firma über Jahre begleitet haben. Oder seid ihr inzwischen verrostet? Noch bevor S+B selber?
Wieso hat Haefner kürzlich noch aufgestockt? Wieso beteiligt sich überhaupt jemand an einem Stahlkonzern?
Wenn sich die Banken bei der Covenants nicht kulant zeigen, können sie bei S+B schon bald eine Rekapitalisierung erzwingen. Ich schau da jetzt genauer hin.

Hoi Gertrud

Ich bin hier noch zu Kursen um die 0.80.- raus, zum Glück. Ich habe meine Lehren gezogen und bin in einen DAX Wert, ein SPI Wert sowie bei einem Pharmaunternehmen investiert. Bald wird wohl noch der ein oder andere ETF dazu kommen.

Liebe Grüsse

Domtom01
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Trade

Ich lade euch ein, es mir nachzumachen. Danke!

ursinho007
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Hochrisiko

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Domtom01
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glatt

Wie üblich habe ich den Trade abgeschlossen, zumal WE ist. Hat mich zwar nicht reich gemacht, aber die Zeit am Bildschirm bezahlt.

Nächste Woche geht es dann weiter!

Link
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Übernahmekandidat? Jetzt ist

Übernahmekandidat? Jetzt ist es an der Zeit die S+B wieder auf der Watchlist zu setzen. Zudem gefällt mir das Handelsvolumen ganz gut - die Aktie ist ja wieder liquide geworden, was auch erklärt wieso Domtom01 die Aktie reitet..ich meine tradet.

nummelin
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Aufgehst 

Aufgehst Yahoo

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@nummelin

@nummelin

Du bist mir ein Vogel. Nichts aufgehts. Aber Hauptsache der Aktienkurs lag kurz über 10%, und dann wird man schon euphorisch.

ursinho007
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Wie tief geht es noch?

ursinho007 hat am 20.09.2019 10:08 geschrieben:

Ob die 20 Rp. halten? Spannend........

Bei 20 Rp. war mit sehr hohen Kaufgeboten ein erheblicher Widerstand vorhanden. Selbst der ist nun gestern auch durchbrochen worden. Offenbar ist die Angst, dass es zu einem tödlichen Ende kommt, trotz den Aussagen des CEO's  immer noch sehr gross.

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HeimliFace
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Nun ja, nur wenn sich Haefner

Nun ja, nur wenn sich Haefner für den Weg über die Publikumsaktionäre entscheiden sollte, ist ein Geschenkchen absehbar.

Aktuell ist das aus meiner Sicht Verhandlungsvorgeplänkel - das kann sich hinziehen. Dennoch spannend.  Vekselberg wird das nicht einfach so auf sich sitzen lassen - schliesslich hängt er tief im Verlust. Wie weit werden die beiden gehen?

Definitiv wurden grosse Blöcke reingestellt, sobal die Info Kreise zog. Ich sass im Zug und staunte, ohne noch die Nachricht zu kennen.

 

 

norisknomoney
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HeimliFace hat am 25.09.2019

HeimliFace hat am 25.09.2019 17:53 geschrieben:

Nun ja, nur wenn sich Haefner für den Weg über die Publikumsaktionäre entscheiden sollte, ist ein Geschenkchen absehbar.

Aktuell ist das aus meiner Sicht Verhandlungsvorgeplänkel - das kann sich hinziehen. Dennoch spannend.  Vekselberg wird das nicht einfach so auf sich sitzen lassen - schliesslich hängt er tief im Verlust. Wie weit werden die beiden gehen?

Definitiv wurden grosse Blöcke reingestellt, sobal die Info Kreise zog. Ich sass im Zug und staunte, ohne noch die Nachricht zu kennen.

 

 

Hier noch der Link für alle: https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/haefner-vs-vekselberg-machtkampf-bei-schmolzbickenbach

Durchaus spannend was da geht. Fragt sich was denn alles stimmt.

spesenmoos
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Spannend

Ja wirklich spannend, da will ich dabei sein.

Xeno72
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Risiko hoch

Bin mit EK 0.35 drin (Spielgeld!!). Es ist eine Turnaroundspekulation, der Ausgang ist offen.

Lg X.

Bargain
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S&B

Verstehe ich es richtig, dass Haefner die 300Mio. für den Aufkauf von Aktien und die anschliessend geplante KE einsetzen will. 

Da er aktuell 17% hält, müsste er noch 33.1% aufkaufen, um die KE durchzubringen? Er müsste demnach noch 312Mio. aufkaufen. Findet er genügend Kleinaktionären, welche ihm ihre Aktien zu sagen wir mal 30Rp. andienen, müsste er mindestens 94Mio. für den Aufkauf investieren. 206Mio. blieben dann für die KE. 

Ist das ein mögliches Szenario?

 

HeimliFace
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Ich persönlich würde den

Ich persönlich würde den genannten Betrag von 300 Millionen mal mit Vorsicht geniessen. Es ist schwierig, daraus etwas abzuleiten.

Aus meiner Sicht ist die Situation folgende:

- die Gründerfamilien werden zu den aktuellen historisch tiefen Kursen mit Sicherheit nicht verkaufen (Annahme!)

- Liwet steigt entweder ganz aus - oder geht in die Gegenoffensive und will seinerseits die Mehrheit anstreben. Je nachdem wie sich die Pläne von Haefner entwickeln sollten, ist Stillstand nicht empfehlenswert. Ein Deal zwischen den beiden halte ich für unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

- der Freefloat liegt bei ca. 48,5%. Haefner müsste einen beachtlichen Teil davon auf sich vereinen können, damit er die Mehrheit gewinnen würde. Das kann teuer werden, wenn man sich die volumengwichteten längerfristigen Durchschnittskurse mal anschaut. Schlägt Haefner den Publikumsweg ein, kann das - ohne überhaupt die Mehrheit gewinnen zu wollen - zu höheren Kursen führen. Das per se ist gut für die Eigenkapital-Decke.

Es steht und fällt mit der Art und Weise, wie die KE angedacht ist - insbesondere das Bezugsverhältnis. Und natürlich, ob Haefner überhaupt die absolute Mehrheit gewinnen will. Zünglein an der Waage ist die Familie und Liwet - und sie wissen das. Vorgeplänkel eben, das kann langatmig werden Smile Dennoch ein äusserst spannende Situation, man wird nicht um die Publikumsaktionäre herumkommen.

Mit fällt aktuell auf, dass systematisch gesammelt wird. Es waren klare "Gross"orders zu sehen bei 0.20, 0.21 und 0.22. Jemand sammelt hier mit System - wer steckt wohl dahinter?

Hoffen wir auf einen auf den Ausblick in hellerem Schwarz im November - das würde auch schon helfen Smile

spesenmoos
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Zeit

Ich glaube, dass er bestimmen will und das so schnell als möglich. Mit einem angeschlagenen Vekselberg und einer Familiengruppe im Schlepptau, das hört sich nach träge und lange Entscheidungswege an.

öffentliches Übernahmeangebot hört sich guet an. Wenn er 20 Rappen bietet kann er ja nicht damit rechnen, dass alle die Aktien andienen. Darum: für 50 Räppli kann er meine 8800 Schmobis sofort haben und ich ziehe mich aus dem Aktionariat zurück... und mache eine Woche Ferien...

Elias
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Seilziehen um S + B geht in die nächste Runde

Die grössten Aktionäre des Stahlproduzenten befinden sich im Machtkampf. Beide Parteien versuchen, ihre Einflusssphäre zu erweitern.

Der Kampf um die Vorherrschaft beim Stahlproduzenten Schmolz + Bickenbach (S + B) geht in die nächste Runde: Die grössten Ak­tionäre erweitern ihre Einflusssphäre. Gleichermassen daran beteiligt sind die beiden Kontrahenten Martin Haefner, Besitzer des Autoimporteurs Amag, sowie die Gesellschaft Liwet, bei welcher der rus­sische Investor Viktor Vekselberg namhaft beteiligt ist. Beide Seiten haben zuletzt mit der Suche nach Verbündeten begonnen.

Besonders umgarnt wird dabei die S + B-Erbenfamilie aus Deutschland, welche noch immer über 10 Prozent der Anteile an S + B hält. Im Hintergrund finden Sondierungsgespräche zwischen den ­Parteien statt, berichten gut informierte ­Kreise.

10 Prozent könnten entscheidend sein

Historisch neigte die Erbenfamilie zu Liwet und die beiden Parteien bildeten börsenrechtlich phasenweise auch eine Gruppe. Doch seit kurzem bemüht sich auch die Haefner-Seite um die 10 Prozent Stimmenanteile. Weder die Erbenfamilie noch Haefner oder Liwet wollen sich zur Situation äussern. Dabei geht es um viel: Die 10 Prozent könnten entscheidend sein für das Vorhaben von Haefner, bei S + B via Übernahmeangebot und Kapitalerhöhung zur Mehrheit zu gelangen. Haefners Absichten sind seit den Recherchen der «Handelszeitung» von letzter Woche bekannt. Vorderhand hält er nur 17 Prozent.

Liwet, mit 27 Prozent grösste Aktionärin, lehnt die Pläne von Haefner ab und will den eigenen Anteil nicht verwässern lassen. «Alles ist zurzeit blockiert», sagt eine mit der Materie vertraute Person. Es herrsche quasi ein Patt. Wie lange das für die auf Spezialstahl spezialisierte Schmolz + Bickenbach unproblematisch ist, hängt auch von der Konjunkturentwicklung ab. Der Gesellschaft fehlen die Aufträge aus der Auto­industrie und deren Zulieferer. Gleich­zeitig ist S + B mit über 700 Millionen Euro beträchtlich verschuldet. Die Rating­agentur Moody’s rechnet für nächstes Jahr mit einem alarmierenden Schulden-­Gewinn-Verhältnis von über 10.

Banken werden immer wichtiger

In dieser Situation werden die Banken als direkte Kreditgeber mit jeder Woche wichtiger. Bereits sind erste Bedingun- gen der Kreditverträge nicht mehr eingehalten. Das gibt den Banken mehr Verhandlungsmacht. Ihr Gewicht wird aber auch durch die ausstehende 350-Millionen-­Euro-Anleihe grösser. Eigentlich ist die Anleihe erst 2022 fällig. Aber S + B müsste sie innerhalb von neunzig Tagen zurückzahlen, wenn es zu einer sogenannten Change of Control kommt, also wenn ein Aktionär seinen Anteil auf über 33,3 Prozent erhöhen würde. Im Prospekt zur Anleihe steht, dass die Gesellschaft die Anleihe «zu einem Preis von 101 Prozent der Kapitalsumme» zurückkaufen müsse.

So viel Geld hat S + B natürlich nicht flüssig. Keine angeschlagene Firma, bei der ein Übernahmekampf tobt, hat das. In solchen Fällen schnürt meistens der ­Aktionär, der über 33 Prozent geht, ein Paket mit den Banken. Gerade in Kombination mit einer Kapitalerhöhung sind die Finanzinstitute dazu gerne bereit: Das frische Geld aus einer Kapitalerhöhung stärkt die Gesellschaft, was wiederum die Bankkredite stärker sichert. Moody’s hat erst kürzlich ihr Rating für S + B auf das Niveau Caa1 herabgestuft. Das ist Junk-Status.

Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt der Kurs dieser 350-Millionen-Euro-Anleihe, die in Luxemburg und an Sekundärmärkten börsenkotiert ist und gehandelt wird. Schon im August kostete die Anleihe nicht mehr 100 Prozent des Nominalwertes, sondern nur noch 80 Prozent. Im September sackte der Wert auf 54 Prozent ab, bevor er zuletzt wieder deutlich anstieg.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Handelszeitung unter dem Titel "Schmolz + Bickenbach: Warten auf das Getöse"

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Uhi...also doch eine KE

Uhi...also doch eine KE

Der Stahlkonzern hat als Folge einer anhaltenden Nachfrageschwäche die Jahresprognose gesenkt. Der Betriebsgewinn von Schmolz + Bickenbach wird niedriger ausfallen als erwartet. Zur Stärkung der Bilanz soll das Kapital um 189 bis 350 Mio. Fr. erhöht werden. Gleichzeitig sei eine Nennwertreduktion notwendig.

gertrud
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Audibes? BlackJack? Megavolt?

Audibes? BlackJack? Megavolt? wo seid Ihr? Was meint Ihr?

Wäre interessant, wenn sich hier die wieder in die Diskussion einmischen würden, die was zu S+B zu sagen haben, weil sie die Firma über Jahre begleitet haben. Oder seid ihr inzwischen verrostet? Noch bevor S+B selber?

Wie kann es sein, dass S+B schon jetzt dermassen am Boden ist? Schwächelnde Autobranche zugegeben, aber was wäre wenn eine richtige Rezession kommen würde.
Wieso tut sich Haefner die Rolle als Retter an? Im August hat es sich sogar ernsthaft ein Angebot überlegt - jetzt wird er noch so froh sein, dass er einfach zugewartet hat. Nun kriegt er viel mehr von S+B für's gleiche Geld.
Wieso beteiligt sich überhaupt jemand an einem Stahlkonzern?
Ist S+B für einen Kleinaktionär noch interessant, oder wird das jetzt so eine "Privat-Sache" wie VonRoll?
Das ist auch für mich ein Novum wie diese KE ablaufen soll:

Da der Ausgabepreis erst nach abgeschlossener Angebotsfrist festgelegt wird, können die bestehenden Aktionäre angeben, wie viele neue Aktien sie in einer gewissen Preisspanne beziehen wollen."

Die einzigen Gewinner bis jetzt sind die Besitzer der S+B Anleihe Euroanleihe

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Machtkampf eskaliert:

Machtkampf eskaliert: Vekselberg fordert Neubesetzung von Verwaltungsrat

Beim Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach gehen die Turbulenzen weiter. Die Liwet Holding des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg fordert eine ausserordentlichen Generalversammlung zur Neubesetzung des VR.

29.10.2019 07:58

Dabei sollen gemäss dem Vorschlag von Liwet vier amtierende Mitglieder des Verwaltungsrats abgewählt werden, wie Schmolz + Bickenbach (S+B) am Dienstag in einem Communiqué mitteilte: Verwaltungsratspräsident Jens Alder, Michael Büchter, Isabel Corinna Knauf und Adrian Widmer.

Liwet schlage vor, diese vier Mitglieder durch die Zuwahl von vier neuen VR-Mitgliedern zu ersetzen. Die vorgeschlagenen neuen Mitglieder sind Jürgen Geissinger, der neuer Präsident werden solle, Aldo Belloni, Inka Koljonen und Michael Süss.

"Der VR hat den Eingang des Vorschlags von Liwet bestätigt und wird zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen informieren", schrieb S+B weiter. Vekselbergs Liwet hält 26,9 Prozent am Spezialstahlkonzern.

Kapitalerhöhung geplant

Das Unternehmen kämpft ums Überleben, weil die Kunden noch weniger bestellen als erwartet. Der hoch verschuldete Konzern braucht nun frisches Geld und will daher eine Kapitalerhöhung durchführen, wie er vergangene Woche bekannt gab.

S+B plant die Ausgabe neuer Aktien im Gesamtbetrag von mindestens 189 Millionen und höchstens 350 Millionen Franken. Die Aktionäre sollen darüber an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 2. Dezember abstimmen. Grossaktionär Martin Haefner hat bereits seine Unterstützung signalisiert.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

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@Gertrud

@Gertrud

Obschon ich nicht namentlich aufgefordert wurde, möchte ich dir meine Beweggründe nennen, weshalb ich wieder in Schmolz und Bickenbach investiert bin.

Der Markt spielt nicht mit, aber: kann es denn noch schlimmer werden? Ja, wenn tatsächlich kein (Schrott-) Stahl mehr verkauft wird. Aber wie realistisch ist das? Dann: Haefner und Vekselberg werden sich um die Firma bemühen. Der Klügere soll sich die Firma aneignen.

 

Elias
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gertrud hat am 30.10.2019 09

gertrud hat am 30.10.2019 09:26 geschrieben:

! bis 1. November verfolge ich im Forum eigene Interessen !

Danach die der anderen. Da bin ich mal gespannt.....

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Benjamin Franklin

gertrud
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VoestAlpine weisser Ritter?

Ich bin auch gespannt, wie es hier  weitergeht. Wie Haefner sich die S+B Rettung vorstellt, ist klar. Aber nicht, wie Vekselberg S+B refinanzieren will. Das müsste er bald mal erklären. Oder ist er für den Verkauf der S+B an die VoestAlpine? Das würde die KE überflüssig machen und den Kursanstieg der letzten Tage erklären.

S+B braucht sehr viel Geld um wieder auf die Beine zu kommen. Viel mehr als die 325 Mio die Haefner bereit wäre zu investieren.
Wer auch immer die Kontrolle über S+B anstrebt, er wird sein Geld möglichst der Firma und nicht den Altaktionären zukommen lassen.

Dann ist der Bond über 350 Mio Euro besichert und hat eine «Change of Control»- Klausel: Wenn «jemand» die Kontrolle (grösser als 33.5% glaub ich) über S+B übernimmt, können die Bondholder diesen sofort zu 101% fällig stellen. «Jemand» oder die Banken müssten diesen Betrag dann auch bereitstellen und die Anleihe Gläubiger auszahlen.

Fazit: Die Sympathien liegen wohl bei Haefner, aber Vekselberg (+ die dt Erbengemeinschaft) kann alles blockieren. Und je länger das Gerangel dauert, desto schlechter steht es um S+B und desto günstiger wird sie.
Das weiss natürlich auch ein möglicher "Weisser Ritter".

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@gertrud

@gertrud

VoestAlpine weisser Ritter?

Plausibel und eine mutmassliche Erklärung zur Kursreaktion nach oben. Schon erstaunlich wie gut sich die Aktie hält und auch das Handelsvolumen ist doch ansprechend. Es tut sich was und mir gefällts. Ich steige jetzt sicher nicht aus Biggrin

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