MeyerBurger MBTN

Meyer Burger Aktie 

Valor: 10850379 / Symbol: MBTN
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  • 03.08.2020 10:56:06
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SassoCorbaro
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es reicht

Habe mich diesmal angemeldet und werde persönlich an die GV kommen. Ich finde es eine bodenlose Frechheit neben der Einladung zwei zusätzliche Schmutzbriefe zu versenden. Als Aktionär treffe ich meine Entscheidungen selber und lasse mir nicht vom VR vorschreiben, wie ich zu wählen habe. Finde es super, dass Aktionäre sich für ihr Unternehmen einsetzen wollen. Und werde Mark Kerekes natürlich wählen. 

Dem aufgeblasenen VR um Lütolf werde ich meine Meinung sagen. Werden trotz hoher Verluste fürstlich mit Honoraren und Gratisaktien versorgt und haben scheinbar nichts besseres zu tun, als ihre Aktionäre zu drangsalieren. 

Erwarte vom VR, dass er sich aktiv in die Verhandlungen einbringt, um für uns Aktionäre das beste Ergebnis zu erzielen. Bin mir sicher das hier Unterstützung dringend gebraucht wird!

tolggoe28
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cash Insider von heute

 

Lange war es ruhig, nun schüttelt Meyer Burger innerhalb von weniger als 24 Stunden gleich zwei Erfolgsmeldungen aus dem Ärmel. Erst informierte das Solarzulieferunternehmen aus dem bernischen Gwatt die Öffentlichkeit über einen neuen Teilauftrag von Oxford PV in Höhe von 18 Millionen Franken. Tags darauf gab es dann den Verkauf einer Liegenschaft an einen Immobilienfonds bekannt.

Der Zeitpunkt dieser geballten Ladung an Erfolgsmeldungen könnte kaum besser gewählt sein. Denn wählen dürfen an der ausserordentlichen Generalversammlung von Ende Oktober auch die Aktionäre. Sie sind es letztendlich, die darüber entscheiden, ob der Aktionärsvertreter Mark Kerekes Einsitz im Verwaltungsrat nehmen darf.

Da kommt der Teilauftrag von Oxford PV gerade recht, ist die strategische Beteiligungsnahme an den Briten vom Frühjahr im Aktionariat doch nicht unumstritten.

Interessant ist, dass Meyer Burger den Aktionären den Verkauf des erst vor wenigen Jahren erbauten Hauptsitzes in Gwatt an einen Immobilienfonds als Erfolg anpreist. Über den Verkaufspreis von 42,5 Millionen Franken lässt sich noch im Guten streiten. Dass davon im ersten Moment aber nur rund 31 Millionen Franken fliessen und der Restbetrag über fünf Jahre hinweg abgestottert wird, und das vermutlich zinslos, wirft hingegen Fragen auf.

Kursentwicklung der Aktien von Meyer Burger über die letzten 12 Monate (Quelle: www.cash.ch)

Was in der Medienmitteilung des besagten Immobilienfonds, nicht aber in der Mitteilung des Solarzulieferunternehmens zu finden ist: Der Kaufvertrag umfasst langfristige Mietzinsgarantien seitens des Verkäufers. Das heisst soviel wie: Kann oder will einer der zahlreichen anderen Mieter nicht zahlen, muss der Verkäufer für ihn geradestehen. Kein Wunder also, schätzt der Immobilienfonds die Transaktion aus seiner Sicht als "sehr attraktiv" ein – was ganz offensichtlich der Fall ist.

Bei diesem "Verhandlungsgeschick" Meyer Burgers und im Wissen, dass die finanziellen Eckpunkte der Zusammenarbeit mit REC noch auszuhandeln sind, beschleicht mich ein eher ungutes Gefühl. Auch beim zukünftigen Partnerunternehmen scheint man in "Vorleistung" gegangen zu sein.

Ein Wort an dieser Stelle noch zum Thema Leerverkäufer. Der Beratungsfirma Markit zufolge laufen noch immer Wetten in Höhe von gut 16 Prozent aller ausstehenden Aktien gegen das Solarzulieferunternehmen. Vor wenigen Tagen waren es sogar deren 18 Prozent. Dabei bedienen sich die Leerverkäufer sämtlicher im Rahmen der Wertpapierleihe verfügbaren Titel. Dieses Phänomen ist nur sehr selten zu beobachten.

SassoCorbaro
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Immobilienverkauf

Man kann diese ständigen Manipulationsversuche als Aktionär kaum noch ertragen. 42 Mio. CHF hört sich ja ganz passabel an. Kein Wort von irgendwelchen Mietzinsgarantien, die als Eventualverbindlichkeiten gebucht werden müssen. Das schreit für mich nach Marktmanipulation. Genauso wie man uns Oxford PV als Überkreuzbeteiligung verkauft wurde. Den Herren geht es offensichtlich nur noch um Selbstdarstellung und Selbstbeteicherung. Habe nach 40% minus die Nase gestrichen voll! Werde die SIX anschreiben und bitten der Sache nachzugehen. 

tolggoe28
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 VORSICHT

 

Sollte jemand versucht sein jetzt oder in den kommenden Tagen Aktien zu verkaufen, will an der aoGV aber stimmen, wird das System dies bemerken.  Die Stimmen der verkauften Aktien werden dann nicht mehr zählen. Auch dann nicht, wenn ihr die Stimmen bereits elektronisch abgegeben habt.

Einfach zur Info.

 

tolggoe28
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Artikel der Weltwoche

 

https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-43/artikel/publireportage-meyer-b...

Meyer Burger – a never ending nightmare

Die ambitionierte Technologiefirma aus dem konservativen Herzen der schweizerischen Industriegemeinschaft hat unter der langjährigen Führung ihres helvetisch zwerghaften, gleichwohl charismatischen Gründers viele Investoren fasziniert- und dabei viele ihrer Kleinaktionäre schmerzhafte Verluste bereitet. Die Gesellschaft würde ausreichend Stoff für eine quere Hagiographie bieten, die den Verführer ehrt und den dummen Aktionär lehrt, dass jede Hoffnung auf einen Return, auf Kapitalgewinn oder gar Dividende naiv ist, wenn die Organe on the Top zuerst aufs eigene Portemonnaie schauen.

24.10.2019

Von Melchior Werdenberg

 

Wenn immer, und das über Dezennien, bei Meyer Burger die sonnenbeschienene Zukunft propagiert wurde, war bei den Zuhörern der Glaube wie in einer Offenbarungskirche zu spüren. Dabei ist die Hoffnung doch der sicherste Renditenkiller. Verdient haben bei Meyer Burger stets nur das Management und der Verwaltungsrat. Und selbst als die Gesellschaft mit neuem Geld vom Totenbett auferstand, hat der VR seine üppigen Honorare nochmals erhöht. Unglaublich, aber wahr, und nur in einem Land möglich, das sich demokratisch nennt, aber Publikumsaktionäre behandelt wie «Stimmvieh». Muhen beim Geld geben, das geht, mehr nicht.

Die schweizerische Gesetzgebung und höchstrichterliche Rechtsprechung gewähren den Aktionären weder Parteistellung noch Akteneinsicht. Der Schweizer Aktionär, so lautet ein gängiges Bonmot, ist dumm, weil er darauf vertraut, dass seinem Geld Sorge getragen wird, und er ist frech (in den Augen des Management), weil er gar noch eine Dividende wünscht. Bei Meyer Burger wurde der Bogen überspannt. Eine Aktionärsgruppe möchte einen Vertreter in den Verwaltungsrat entsenden. Am 30. Oktober findet die ausserordentliche GV statt. Obwohl die Gruppe des Kandidaten mehr als 11% der Aktien vereinigt, wehrt sich der Verwaltungsrat mit einer wüsten Kampagne gegen den Bewerber, dem von eigenen Interessen, potentiellen Interessenkonflikten und einer hypothetischen Aufnahme in die Putin-Sanktionslisten der Amerikaner ziemlich alles unterstellt wird, was sich ein kreativer Geist irgendwie ausdenken kann.

Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen: Offiziell droht der CEO mit seinem Rücktritt, falls der Kandidat gewählt werden würde. Er will damit den Anschein vermitteln, die Gesellschaft würde ohne ihn führungslos ins Elend taumeln. Wer zwei Minuten bei Besinnung ist und nachdenkt, der weiss, dass der CEO einer börsenkotierten Gesellschaft zur Zusammensetzung seines Verwaltungsrates überhaupt gar nichts zu sagen hat. Und da in concreto dieser CEO an einen festen Einjahresvertrag gebunden ist, muss seine Androhung als wohl vertragswidrig bezeichnet werden. Es gilt die Unschuldsvermutung, aber der Hinweis muss erlaubt sein, dass den Vorwurf der Nötigung auf sich ziehen kann, wer rechtswidrig angedrohte Nachteile und persönliche Interessen verknüpft. 

Diesem Verhalten des CEO entgegen jeder Good Corporate Governance setzt der Verwaltungsrat die doppelte Krone auf, indem er eben dieses fragwürdige Verhalten seines CEO gegenüber den Aktionären verwendet, um gegen die Wahl des unabhängigen Kandidaten und offensichtlich einzigen echten Aktionärvertreters Stimmung zu machen. 

Ist hier der Verwaltungsrat der Knecht des Managements oder haben alle nach der ominösen Oxford-Transaktion etwas zu verstecken? Wenn dieser Coup des Verwaltungsrates, anders kann man diesen versuchten Abschuss eines seriösen Kandidaten nicht bezeichnen, erfolgreich sein wird, dann zum Nachteil des Finanzplatzes Schweiz.

 

*Melchior Werdenberg ist der literarische nom de plume des Zürcher Anwaltes Hans Baumgartner, der hier die Anliegen von Sentis Capital vertritt. Soeben bei Elster & Salis erschienen ist sein Erzählband «Scheinwelten».

 

 

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Geduld habe ich kaum noch,

Geduld habe ich kaum noch, dafür bin ich hoch erfreut, dass doch einige JA stimmen werden.

Ob Meyer Burger überleben wird ist alles andere als sicher (siehe Schmobi). Aber Hauptsache VR und CEO kassieren (aber sich eben auch blamieren).

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Und es wird munter weiter

Und es wird munter weiter verkauft...jetzt die Software.

tolggoe28
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Bravo. Es wird keine

Bravo. Es wird keine Gelegenheit ausgelassen unseren Missmut wachsen zu lassen.

SassoCorbaro
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Lütolf & Brändle haben Vertrauen komplett verspielt

Egal was Meyer Burger verkündet, der Aktienkurs reagiert negativ. Die jahrelange Selbstbedienung und der fehlende Wille damit zu brechen, haben das Vertrauen in die handelnden Organe irreversibel zerstört! Es braucht dringend einen Neuanfang. Hatte nach der GV im Mai noch gehofft, dass dieser mit Lütolf und Herzog eingeläutet worden sei. Aber die beiden haben sich als nützliche Idioten ihres Vorgängers Alexander Vogel herausgestellt, die nichts anders machen, als seine Machenschaften zu decken, welche die Staatsanwaltschaft jetzt untersucht. Am Kapitalmarkt haben sie sich komplett blamiert!

Little Ghost
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Doch erhalten

Ich muss mich selbst korrigieren. Der zweite Betellbrief lag gestern doch noch im Briefkasten. Vielleicht hat der Postbote tags zuvor blau gemacht.

Dem nicht genug, muss ich heute Morgen lesen, dass der Ausverkauf munter weiter seinen Gang geht. Wann gehen sie zum Tafelsilber über?
Nur eine Frage der Zeit.

teslike_la
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Absurd

Was sich hier gewisse Leute seit bald Jahrzehnten erlauben, erstaunt sehr.

Ein Anteil von 10% und das wirklich hässliche Missmanagement, das bei Meyer Burger zu lange toleriert wurde, legitimieren es ein «Ja» einzulegen. Der neue Vertreter kann nicht mehr viel mehr falsch machen.

Die Solarbranche steht auf Rekordhoch. MB liefert lieber Bad Governance und verkauft munter Assets, damit die hohen Vergütungen weiter schön sprudeln.

tolggoe28
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 aus dem Forum von Finanzen

 aus dem Forum von Finanzen.ch gegriffen.

 

 

AIS Verkauf - top für den Käufer

S&T AG hat EBITDA mrge von ca 9,5 bis 10 %. Sie sagen in ihrer Press Release 

https://ir­.snt.at/ne­ws/...ung_­der_Softwa­rekompeten­zen_fuer_d­i.de.html

AIS ist ein Softwareun­ternehmen,­ das sich seit über 25 Jahren auf die Entwicklun­g innovative­r und flexibler Softwarelö­sungen im Bereich der Automatisi­erungstech­nik spezialisi­ert hat und 2018 bei rund EUR 12 Mio. Umsatz wertsteige­rnde Gewinnmarg­en im Vergleich zur S&T Gruppe erzielte.

was sagt uns das? AIS hat höhere EBITDA Marge als S&T. Bewertung S&T an der börse 1,3 x Umsatz. dh wenn sie etwas kaufen das sogar höhere Profitabil­ität als S&T hat ist der umsatz mindestens­ 30 % wertsteige­rnd in der gleichen sekunde. MBt schafft immer wert. beim anwalt, beim management­, beim VR und bei den Käufern der Assets. aber für die MBT shareholde­r? 

Wie bei der Immobilie.­ Schnelle Eilmeldung­en um sich zu profiliere­n aber für den aktionär na ja

Wenn die beim hauptasset­ HJt auch so um die Gewinnbete­iligung verhandeln­ dann gute Nacht! 

Sentis hat vollkommen­ recht 
Diese Leute können Kapitalmar­kt NICHT! 
Deshalb muss ein Aktionärsv­ertreter da rein. 

hauptsache­ die extrem  teure­n doppelstru­kturen im management­ und in der holding werden nicht angetastet­ Dort werden Millionen verbrannt.­ 

Ein KMU mit mittlerwei­le 800 Mitsrbeite­rn. Extrem teurer CEO und CFO 80“ km weg vom business teurer VR! 

, 3,4 mio budget für 3 executives­, 750 k für 4 VR + teuren stab

was soll das?

völlig ausreichen­ würde

CEO 800 k
CFO 400 k
VR wie bei Ascom total 500 k
Holding: 3 Sekretärin­nen max
Dr Erfurt ist ja heute schon der wahre CEO
Brändle spielt VRP und versucht sich an Strategie 800 km weg vom business
Lütolf ist der Statist für über 300 k
Average budget pro VR 187,500 chf!

management­ und VR budgets sind irre verglichen­ mit anderen unternehme­n dieser grösse. ganz zu schweigen vom Leistungsa­usweis

tolggoe28
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Meyer Burger kämpft laut Gutachter mit unlauteren Mitteln

https://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/meyer-burger-argumentier...

 

Meyer Burger kämpft laut Gutachter mit unlauteren Mitteln

 

Peter V. Kunz, Direktor des Instituts für Wirtschaftsrecht an der Uni Bern, hat ein Gutachten zum Vorgehen der Unternehmensführung von Meyer Burger erstellt. Er sieht Verstösse gegen Aktien- und Arbeitsrecht.

 

Kommt es zum Lichterlöschen bei Meyer Burger in Thun? Unternehmenschef Hans Brändle will zurücktreten, wenn der Kandidat des aktivistischen Grossaktionärs Sentis Capital in den Verwaltungsrat gewählt wird.

 

Am Mittwoch kommt es im Stade de Suisse in Bern zum Showdown. An einer ausserordentlichen Generalversammlung müssen die Aktionäre von Meyer Burger entscheiden, ob sie Mark Kerekes als Vertreter des Grossaktionärs Sentis Capital in den Verwaltungsrat wählen wollen.

 

Dieser Verwaltungsrat wehrt sich seit Wochen mit Händen und Füssen gegen diese Wahl –  so wie auch der Geschäftsführer Hans Brändle. In einem Brief an die Aktionäre kündete das Unternehmen Ende September an, dass Brändle zurücktreten werde, falls Kerekes gewählt werde.

Mit dieser Drohung habe Brändle Sorgfalts- und Treupflichten in seinem Arbeitsvertrag verletzt. Das sagt Peter V. Kunz, Direktor des Instituts für Wirtschaftsrecht an der Uni Bern. Er hat im Auftrag von Sentis Capital ein Gutachten zum Vorgehen der Führung von Meyer Burger geschrieben. «Es handelt sich dabei nicht um ein Parteigutachten. Mir wurden im Vorfeld keine Vorgaben gemacht», betont Kunz. Aber das sei hier auch zweitrangig.

«Juristisch ist es ein relativ simpler Fall», sagt der promovierte Aktienrechtsexperte. Die Führung von Meyer Burger habe rechtlich kein einziges Argument auf ihrer Seite, das gegen eine Wahl von Kerekes sprechen würde, so Kunz. Hingegen habe das Unternehmen selbst im Streit mit dem Grossaktionär rechtliche Grenzen überschritten. 

Kein Interessenkonflikt

Da wäre zum Beispiel die Rücktrittsdrohung von Hans Brändle. «Eine solche Drohung steht klar im Widerspruch zu den Interessen des Unternehmens und der Aktionäre», sagt Kunz. Wenn ein Geschäftsführer öffentlich droht seinen Job zu kündigen, falls die Eigentümer etwas entscheiden, verstösst er damit gegen seinen Arbeitsvertrag.

«Ein Arbeitnehmer hat natürlich ein Kündigungsrecht. Aber er kann damit nicht öffentlich drohen.» Wenn der Geschäftsführer einer börsenkotierten Firma sich so äussert, kann sich das direkt auf den Geschäftsgang der Firma auswirken.

«Gegen die Wahl eines Vertreters des Grossaktionärs gibt es rechtlich kein einziges Argument.»Peter V. Kunz Professor für Wirtschaftsrecht

Der Verwaltungsrat hätte diese Drohung jedenfalls keineswegs hinnehmen dürfen. «Als dem Geschäftsführer übergeordnetes Gremium hätte er sofort einschreiten müssen», sagt Kunz. Statt dies zu tun, machte er aber genau das Gegenteil. Der Verwaltungsrat instrumentalisierte die Drohung Brändles für seine eigenen Interessen – nämlich die Nichtwahl von Kerekes.

Er signalisierte gegenüber den Aktionären damit indirekt, dass kein «Plan B» bestehe, falls Brändle gehe. «Solch ein Vorgehen ist schlicht unhaltbar», sagt Kunz. Ein Verwaltungsrat dürfe seine Strategie prinzipiell nicht von einer einzigen Person abhängig machen. «Das ist keine gute Unternehmensführung.»

Aber damit nicht genug: In der Abwehrschlacht berief sich Meyer Burger seinerseits auf das schweizerische Aktienrecht. Da Kerekes der Interessenvertreter eines aktivistischen Aktionärs sei, würde dessen Wahl einen Interessenkonflikt darstellen. Das sei rechtlich eine absurde Argumentation, sagt Kunz.

«Zwischen Meyer Burger und Sentis Capital sind keine Interessenkonflikte ersichtlich.» Weder besteht ein Konkurrenzverhältnis zwischen den beiden Unternehmen noch sei Sentis an einer konkurrenzierenden Firma beteiligt.

«Allfällige unterschiedliche Ansichten zur strategischen Ausrichtung sind jedenfalls kein rechtlich relevanter Interessenkonflikt», sagt Kunz. Als Grossaktionär sei Sentis Capital vor allem an der Wertsteigerung seiner Investition sowie an Mitsprache interessiert – und das sei absolut legitim.

Zu wenig Leute im Verwaltungsrat

Kunz sieht im Vorgehen von Meyer Burger den typischen Fall eines Abwehrschlacht. In der jüngeren Vergangenheit fanden solche Konflikte immer wieder zwischen Führungen von Schweizer Unternehmen und ausländischen Grossaktionären statt – Sentis Capital, in Österreich domiziliert, gehört dem russischen Investor Petr Kondrashev.

«Die betroffenen Schweizer Unternehmensleitungen haben dabei immer wieder zu rechtlich fragwürdigen Verteidigungsmethoden gegriffen und ihren institutionellen Heimvorteil ausgenutzt», sagt Kunz. So etwa im Fall der Sika, wo Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gemeinsam eine Übernahme durch den französische Konzern Saint-Gobain verhinderten.

Bei Meyer Burger geht es aber gar nicht einmal um eine Übernahme. Es geht darum, wie das Unternehmen, das seit sieben Jahren rote Zahlen schreibt, wieder auf Kurs gebracht werden kann. Dass solch ein Unternehmen bloss vier Verwaltungsräte hat, sei bedenklich, so Kunz. «Für eine effiziente Unternehmensführung braucht es unbedingt personelle Verstärkung.»

Ob der Vertreter von Senits Capital, Mark Kerekes, dafür die geeignete Person sei, könne er nicht beurteilen, sagt der Berner Uni-Professor. Klar sei aber, dass die mit rechtlichen Argumenten gegründete Abwehrhaltung von Meyer Burger «offen gesagt Blödsinn ist», so Kunz. 

Am Mittwoch wird sich zeigen, ob die Aktionäre von Meyer Burger der Argumentation des Verwaltungsrats Folge leisten werden.

Freitag 25. Oktober 2019 20:11

von Quentin Schlapbach

tolggoe28
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Meyer Burger kontert

https://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/meyer...

 

Meyer Burger kontert

Remo Lütolf, Verwaltungsratspräsident von Meyer Burger, weist die Vorwürfe von Peter V. Kunz zurück.

 

Der Verwaltungsratspräsident von Meyer Burger, Remo Lütolf, weist die Vorwürfe von Peter V. Kunz zurück.Das Gutachten nehme zu den rechtlich relevanten Fakten und Fragen gar nicht Stellung nimmt, sondern zu von der Aktionärin Sentis Capital vorgegebenen Spekulationen und Annahmen.

 

 

Zur Rücktrittsdrohung des CEO im Fall der Wahl von Mark Kerekes in den Verwaltungsrat sagt Lütolf, «Hans Brändle ist frei zu entscheiden, unter welchen Bedingungen und in welchem Umfeld er arbeiten will. Dabei spielt das Vertrauensverhältnis eine wesentliche Rolle». Hans Brändle habe auch nicht gedroht, sondern einfach seine Entscheidung für diesen Fall mitgeteilt.

 

«Wir mussten den Entscheid unseres Geschäftsführers kommunizieren.»Remo Lütolf VR-Präsident von Meyer Burger

Der Verwaltungsrat sei sodann gemäss Börsenregeln und Aktienrecht verpflichtet gewesen, die Öffentlichkeit hierüber und über die Konsequenzen zu informieren. Zudem habe Kerekes als Vertreter von Sentis Capital Anfang August selber den Rücktritt von Brändle gefordert und den CEO immer wieder ungerechtfertigt und öffentlich angegriffen.

«Damit haben sie den Bogen überspannt», sagt Lütolf. «Dass sie dessen selbst geforderten und mit fragwürdigen Mitteln geförderten Entscheid kritisieren und ihre Rolle dabei dementieren, ist bedenklich.»

Auch stelle sich nicht die Frage eines Interessenkonflikts von Sentis Capital und dem dahinterstehenden Russen Petr Kondrashev, sondern von Mark Kerekes. Dass er mit dem Auftrag entsandt werden solle, die Interessen von Sentis im Verwaltungsrat zu vertreten, beisse sich mit der gesetzlichen Pflicht zur Vertretung der Gesellschaftsinteressen.

Ausserdem sei er unmittelbar Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft Sentis und könne keine Mauer durch seinen Kopf ziehen. Aus diesem Grund nominierten Aktivisten normalerweise aussenstehende Personen, die nicht direkt in ihre Entscheidungen involviert sind.

Kerekes ist für Lütolf kein geeigneter Kandidat für den Verwaltungsrat. Kerekes habe weder den Leistungsausweis noch die Erfahrung: «Er ist ein Investmentbanker, hat noch nie in einem Industrieunternehmen gearbeitet oder in einer börsenkotierten Firma die Funktion als Verwaltungsrat wahrgenommen», sagt Lütolf.

Grundsätzlich sei der momentan vierköpfige Verwaltungsrat aber offen für eine personelle Verstärkung, doch könne dies im ordentlichen Rhythmus und unter Beachtung der dafür vorgesehenen Nominationsprozedere geschehen.

Ferner stimmt es laut Lütolf nicht, dass der Verwaltungsrat keinen Plan B für den Fall des Rücktritts von Hans Brändle habe. «Wir haben eine Eventualplanung gemacht. Aber ich bin zuversichtlich, dass es nicht dazu kommt.» Lütolf zeigt sich zuversichtlich, dass die Aktionäre die Zuwahl von Mark Kerekes ablehnen werden.

Freitag 25. Oktober 2019 17:46

von Julian Witschi

tolggoe28
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Stellt ihm eure Fragen
Stormraider
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AoGv

bin ja etwas neu hier im forum darf man hier schreiben was man wirklich denkt?.... selber geh ich an die aogv weil ich ja in der nähe wohne

nächstes jahr bau ich meine eigene PV aufs dach.... ich will die pannels also nix mit pleite und verkaufen bis dahin Biggrin

ma sehn wo ich die herbekomm da es ja absolut nix zu finden gibt wie wo und wann man die auch kaufen kann.... plan ist die dann mit hybrid thermie modulen noch aufzumotzen das sie immer schön kühl haben Smile

mit den 21% modulen würde das auch gehn aber wenn schon den schon das beste wo gibt. die anlage zum heizen und für die wärme abführung existiert schon , 40kw thermisch auf niveau 20 grad kann ich 24h am tag unterbringen

plan ist es ne referenzanlage im grossen stil auf die beine zu stelln und MBT dann zur begutachtung dran teilhaben zu lassen

sollte dort jemand sitzen mit nur etwas ahnung wäre das n effizienz schritt nach vorne wo dem tandem noch einen draufsetzt

wissenswert is da das PV zellen mit jedem grad temperatur über 25 (STC messbedingungen) einen %ualen leistungseinbusen haben

also wenn die sonne am besten scheint wird am wenigsten produziert^^

unter 25 grad gibts n leistungsbonus den ich hier anstrebe zu nutzen

 

ich nutz die AoGv auch zum einkaufen , ma sehn ob ich da an kontakte komm sollte schon jemand mehr wissen wäre ich sehr froh drum

selber bin ich ja solateur und mach derzeit den projektleiter , tesla steht vor der tür ich ich hab 200m2 dach ost west zu belegen Biggrin

tolggoe28
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WICHTIG

Nutzt Eure Chance um Meyer Burger zu verändern und wählt Mark Kerekes in den VR.

Wer nicht persönlich an der ausserordentlichen Generalversammlung erscheint muss bis heute 28. Oktober 2019 um 22.00 Uhr seine Weisungen und Vollmachten elektronisch erteilen.

Zusammen schaffen wir es.

libero2016
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keine Einladung bekommen

habe Aktien von Meyer Burger, jedoch keine Einladung erhalten.

Was kann der Grund sein?

 

libero2016
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der Aktienkauf war über SQ

tolggoe28 hat am 28.10.2019 12:48 geschrieben:

Warst du im Besitz der Aktie vor dem 30.9.2019?

Wurden diese im Akteinregister von deiner Bank eingetragen?

 

Die Aktien sind von SQ, weit über ein Jahr alt. Ob ich als Besitzer eingetragen bin weiss ich nicht.

In der Regel bekomme ich von MBTN jährlich die Einladung, habe aber aber nie teilgenommen.

 

tolggoe28
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Warst du im Besitz der Aktie

Warst du im Besitz der Aktie vor dem 30.9.2019?

Wurden diese im Akteinregister von deiner Bank eingetragen?

tolggoe28
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es nimmt kein Ende (noch nicht)

Machtkampf Bei der Solarfirma kommt es am Mittwoch zum Duell mit dem russischen Grossaktionär. Präsident Remo Lütolf kämpft um die anderen Aktionäre und bekennt sich zum Sitz in Thun.

Nach sieben Jahren mit grossen Verlusten, massivem Arbeitsplatzabbau und vielen Spartenverkäufen sucht der einstige Börsenliebling Meyer Burger den Befreiungsschlag. Doch zuerst kommt es zum Schlagabtausch zwischen dem Solarunternehmen und der Aktionärsgruppe um den russischen Milliardär Petr Kondrashev. Am Mittwoch kommt es zum Kräftemessen.

Im Stade de Suisse werden die Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung über einen Antrag von Kondrashevs Aktionärsgruppe entscheiden, nämlich über die Wahl ihres Vertreters Mark Kerekes in den Verwaltungsrat. Die Führung von Meyer Burger lehnt dies vehement ab. CEO Hans Brändle droht gar mit Rücktritt, was Professor Peter V. Kunz in einem Rechtsgutachten für die aufbegehrende Aktionärsgruppe kritisiert (wir berichteten).

Remo Lütolf, Verwaltungsratspräsident, spricht Kerekes auf Anfrage die nötigen Qualifikationen ab, um für den Verwaltungsrat geeignet zu sein. Vielmehr habe der ehemalige Investmentbanker die Interessen von Kondrashevs Anlagegesellschaft Sentis Capital im Sinn, deren Co-Geschäftsleiter er ist.

Motiv bezweifelt

Was also will die Investorengruppe um Sentis, die inzwischen über 11 Prozent der Aktien kontrolliert? Meyer Burgerausschlachten, die zukunftsträchtigen Solartechnologien verkaufen oder gar für den russischen Machtzirkel ausspionieren? Nein, man sei an einem langfristigen Investment interessiert, heisst es in einem Schreiben an die Aktionäre. Es gebe keine Diskrepanz um die strategische Stossrichtung, man wolle als Grossaktionär aber mitreden.

Lütolf sagt hingegen: «Von Sentis haben wir kaum konstruktive alternative Vorschläge für die strategische Entwicklung gehört, sondern primär Kritik an der Vergangenheit. Wir wissen nicht, was sie vorhaben.» Ein Treffen mit Kondrashev habe sich leider nicht realisieren lassen, trotz Terminvorschlägen von beiden Seiten. Der Antrag für die Wahl von Kerekes komme zur Unzeit: «Sentis hätte schon bei der Generalversammlung im Frühling einen Kandidaten zur Wahl stellen können», sagt Lütolf. Der Aufwand für die ausserordentliche Generalversammlung sei nun beträchtlich. «Dabei müssten wir momentan unsere ganze Aufmerksamkeit vielmehr auf den Turnaround des Unternehmens lenken.»

Bekenntnis zu Thun

Die finanzielle Situation von Meyer Burger hatte sich zugespitzt. Im ersten Halbjahr 2019 sanken die flüssigen Mittel von 102 auf knapp 32 Millionen Franken. So kann es nicht weitergehen. Inzwischen hat das Unternehmen einige Aktiven zu Geld gemacht, zuletzt durch den Verkauf der deutschen Tochterfirma AIS Automation Dresden und des Konzerngebäudes in Thun. Anfang Jahr hat Meyer Burger bereits die Produktion am Stammsitz aufgegeben.

Trotzdem: «Thun bleibt ein wichtiger Standort für Meyer Burger», beteuert Lütolf. Hier befindet sich der Konzernsitz, das Unternehmen bleibt als Mieterin in dem Gebäude. «Zudem entwickeln wir hier die Smartwire-Technologie, und die Produktverantwortung dafür ist hier beheimatet.» Smartwire sind dünne Drähte zur Verbindung der Solarzellen. Wird Smartwire kopiert, kann man das bei jedem Modul sehen, wie Lütolf erklärt. «Mit einem weltweiten Patentschutz für Smartwire sind wir zusätzlich geschützt. Im Westen sind Sanktionen für Produktkopien inzwischen beträchtlich.»

Von China ernüchtert

Meyer Burger hat leidvolle Erfahrungen gemacht in China, die Investitionen haben sich nicht ausgezahlt. «Im heutigen Hauptmarkt China sind unsere Entwicklungen, unser geistiges Eigentum, nicht genügend geschützt», stellt Lütolf fest. Meyer Burger habe regelmässig Kopien entdeckt, sei aber mit Patentrechtsklagen dort mehrfach gescheitert. «Wir konnten also ein paar wenige, für viel Geld entwickelte neue Anlagen nach China verkaufen, dann gab es einige Monate später bereits ein Nachahmerprodukt.»

Lütolf glaubt, dagegen ein Rezept gefunden zu haben: Kunden, die sich verpflichten, die Technologien nicht zu kopieren. Im Gegenzug erhalten sie gegen bestimmte Volumenverpflichtungen eine gewisse Exklusivität, diese ist zeitlich und geografisch begrenzt. So will Lütolf Meyer Burgers neueste, noch effizientere Solarzellentechnologien Heterojunction und später Perovskit sowie die Zellverbindungstechnologie Smartwire schützen. Und die Thuner sind an den Gewinnen aus dem Verkauf der Technologien beteiligt.

Diese Strategie hat Meyer Burger im August vorgestellt. Trotzdem haben die Anleger kaum neue Hoffnung geschöpft. Der Aktienkurs dümpelt bei 40 Rappen herum, ein Drittel unter dem Stand von Anfang Jahr. Das Finanzportal «Cash» berichtete kürzlich, dass Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler bei Meyer Burger einsteigen könnte. Schliesslich seien Spuhler mit dem Börsengang des Zugherstellers 1,4 Milliarden Franken zugeflossen. Und Lütolf, der Chef von ABB Schweiz war und auch Präsident von Ruag ist, kennt Spuhler gut.

Lütolf weist den Bericht zwar als spekulatives Gerücht zurück. Aber einen Schweizer Grossaktionär würde er begrüssen. «Wir führen aktuell keine konkreten Gespräche. Aber mit einer weiteren strategischen Entwicklung könnten eventuell neue Partnerschaften entstehen.» Die Solarindustrie sei eine attraktive Branche mit viel Potenzial, Meyer Burger sei unbestrittener Technologieführer.

Das haben die Aktionärinnen und Aktionäre schon oft gehört. Ob sie der Unternehmensleitung trauen, zeigt sich übermorgen beim Duell Remo Lütolf versus Mark Kerekes.

tolggoe28
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Kommentarkopie aus Finanzen

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LongOnly01:

jetzt spielt Luetolf wieder die Russen Karte

 

Mann muessen die verzweifelt sein. Jetzt spielen sie wieder mit der Angst vor dem Russen ... dem 70-jaehrigen Pensionisten der in Wien wohnt

Faellt Euch bei meyer Burger nichts besseres ein als jetzt noch Spionage ins Spiel zu bringen? Es ist nurmehr Kabarett, laecherlich

Bei REC macht Ihr Euch bei Meyer Burger keine Sorgen? ach so...  gehoert ja nur dem Chinesischen Staat und ChemChina
 

tolggoe28
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Das ist tatsächlich

Das ist tatsächlich merkwürdig wenn du schon einmal Infos erhalten hast.

Melde dich bei Computershare Schweiz AG, welche die Aktionärsplattform «InvestorPortal» betreibt,  per E-Mail an business.support@computershare.ch oder telefonisch unter +41 62 205 77 50  (08.00 bis 17.00 Uhr).

Eventuell lässt sich noch etwas machen.

tolggoe28
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Aus dem AWP Fokus

Ich las folgenden Satz darin:

Im Gegensatz dazu sieht Meyer Burger die Zuwahl von Kerekes als Gefahr für den Umbau der Firma.

Kerekes sei Investmentbanker und habe keinerlei Branchen- und Industrieerfahrung, geschweige denn Erfahrung im Verwaltungsrat eines kotierten Unternehmens, hielt Lütolf fest. "Die Wahl wäre keine Bereicherung, sondern eine Belastung für eine effektive Zusammenarbeit im Verwaltungsrat."

---

Was wiegt schwerer keine Erfahrung eines kotierten Unternehmens zu haben oder nicht rechnen zu können? Also mit 5 Personen im Bord ergibt sich bei mir für Herrn Kerekes ein Stimmanteil von 20%.

Entweder haben wir es mit Kerekes almighty zu tun oder die anderen sind nur Ja-Sager und Kopfnicker.

 

 

tolggoe28
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Aus der NZZ

Das Management von Meyer Burger macht im Wahlkampf keine gute Figur

Mit der Duldung einer Rücktrittsandrohung durch den Konzernchef hat die Führung von Meyer Burger laut einem Rechtsgutachten den Bogen überspannt. Eine einvernehmliche Einigung mit den Aktionärsaktivisten scheint unmöglich zu sein, personelle Opfer sind zu erwarten.

Giorgio V. Müller 28.10.2019, 16:05 Uhr

 

Meyer Burger stehen unruhige Tage bevor. (Bild: Peter Schneider/Keystone)

Eine Schlammschlacht musste befürchtet werden, zu einer Schlammschlacht ist es gekommen: Über die Frage, ob an der bevorstehenden ausserordentlichen Generalversammlung diesen Mittwoch ein Vertreter der grössten Aktionärsgruppe von Meyer Burger in den Verwaltungsrat aufgenommen werden soll, ist ein wüster Streit zwischen dem Management auf der einen Seite und den angriffigen Aktionären der Beteiligungsgesellschaft Sentis auf der anderen entbrannt. Der vom ehemaligen ABB-Schweiz-Chef Remo Lütolf präsidierte vierköpfige Verwaltungsrat will keinen Vertreter der Aktionärsgruppe Sentis, die rund 11% kontrolliert, im Gremium haben. Er lehnt die Zuwahl von Mark Kerekes einstimmig ab. Auch die beiden Stimmrechtsberater ISS und Ethos sind der Meinung, dass keine zusätzlichen Änderungen notwendig seien bzw. dem Quartett «Zeit und Mittel zu konstruktiver Arbeit zur Verfügung gestellt werden sollten». Die Stimmrechtsberater Glass Lewis und zRating sehen das anders und befürworten einen Aktionärsvertreter im Verwaltungsrat.

Ob den Aktionärsinteressen mit der Zuwahl von Mark Kerekes besser oder schlechter gedient ist, bleibt offen. Doch mit der Androhung des Konzernchefs Hans Brändle, bei einer Zuwahl von Kerekes seinen Rücktritt einzureichen, hat das Meyer-Burger-Management den Bogen überspannt. Laut einem von Sentis beim bekannten Wirtschaftsrechtler Peter V. Kunz einholten Rechtsgutachten hätte der Verwaltungsrat gegen die Rücktrittsdrohung intervenieren müssen, weil sie «im Widerspruch zu den Gesellschaftsinteressen steht und eine Verletzung der Sorgfalts- und Treuepflichten gemäss Arbeitsrecht darstellt», heisst es in einer Mitteilung.

Dieser Fauxpas zeigt, wie ungeschickt das Meyer-Burger-Management gegenüber dem ungeliebten Aktionärsaktivisten agiert. Statt ihn zu integrieren und Mark Kerekes als Verwaltungsrat künftig stumm zu schalten, hat es unnötig Öl ins Feuer gegossen. Besonders bedauerlich ist, dass die Zukunft von Hans Brändle, der viel Herzblut in die Sanierung der Firma gesteckt hat, nun erst recht weit offen ist.

Xeno72
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miese Kommunikation

Ich habe gegen den Antrag des VR und für die Wahl von Kerekes gestimmt. Es kann nicht mehr wesentlich schlimmer werden. Die Kommunikation mit der Aktionärsgruppe kann problemlos in jedes Lehrbuch übernommen werden - als schlechtes Beispiel. Mag sein, dass auch Kerekes die durchschlagende industrielle Vision fehlt. Schaden kann er keinen anrichten. Ich denke übrigens wie einst gertrud, dass die Oppisition eher nicht durchkommt. Ich bin aber nicht bereit solche Stümperei des VR noch zu sanktionieren. Ich habe elkektronisch gestimmt, da ich nicht persönlich teilnehmen kann, obwohl die GV sehr nahe wäre.

 

Lg X,

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Weshalb unmittelbar vor der

Weshalb unmittelbar vor der GV die Aktie 5% steigt ist mir ein Rätsel. Vielleicht wird spekuliert, dass der Brändle geht. Ich persönlich denke, dass der Antrag von Sentis, auch wenn knapp, nicht angenommen wird sprich die Mehrheit den VRP und CEO folgen werden.

Goldi
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Shakespeare sagte vor 420 Jahren:

Much ado about nothing.

Goldi

Stormraider
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AoGv

nix neues .... die versprechen die wir kennen und die übliche schlammschlacht wie in den medien bereits vorher

die redner waren auch net grad der bringer und es wurde zu 64% abgelehnt bei 0,24% enthaltungen

tolggoe28
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Überraschung

Das Ergebnis war überraschend deutlich. Die Mobilmachung scheint Herr Dr. Lütolf aus Berufserfahrung zu beherrschen. 

https://youtu.be/8CX4tP2qb34

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