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CS Aktie - Credit Suisse Aktie 

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Klimaaktivisten besetzen

Klimaaktivisten besetzen Eingänge von CS- und UBS-Hauptsitzen

Dutzende Klimaaktivisten haben laut eigenen Angaben am frühen Montagmorgen die Eingänge der Hauptsitze der Grossbanken Credit Suisse in Zürich und UBS in Basel besetzt. Sie errichteten Sitzblockaden und versperrten die Zugänge teils mit Velos und Pflanzenkübeln.

08.07.2019 07:50

Die Züricher Stadtpolizei bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Einsatz am Zürcher Paradeplatz. Laut Angaben der Demonstranten sind "mehrere hundert" Personen am Protest beteiligt.

Die Demonstranten fordern vom Schweizer Finanzplatz den sofortigen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas, wie das "Collective Climate Justice" auf Twitter mitteilte. Sie beschuldigen die Schweizer Grossbanken, sie würden klimaschädliche Aktionen finanzieren.

ra/

(AWP)

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«Bei der Credit Suisse ist

«Bei der Credit Suisse ist die Zitrone ausgepresst»

Bankanalyst Andreas Venditti erwartet bei den Schweizer Grossbanken bessere Zahlen, wie er im cash-Börsen-Talk sagt. Vor allem eine der zwei Banken stehe aber weiter stark unter Druck.

https://www.cash.ch/news/top-news/finanzanalyst-andreas-venditti-bei-der-credit-suisse-ist-die-zitrone-ausgepresst-1364240?autostart=1

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CS blitzt bei britischer

CS blitzt bei britischer Behörde mit Steuerklage ab

(Meldung von Freitag mit Bestätigung und Stellungnahme aktualisiert) - Die Credit Suisse hat mit ihrer Klage gegen Steuerzahlungen auf Banker-Boni in Grossbritannien eine Abfuhr erlitten. Ein Gericht in London lehnte die Forderung nach einer Rückzahlung der Steuern ab, wie das Online-Finanzportal "Finews" am Freitag berichtete.

22.07.2019 08:30

Die Grossbank selbst bestätigte den Bericht. Man sei in diesem Fall vor Gericht gezogen unter der Auffassung, ein wichtiger Rechtsgrundsatz stehe auf dem Spiel. "Dennoch akzeptieren wir das Urteil des Gerichts."

Die Grossbank hatte 239 Millionen Pfund (300 Millionen Franken) an Steuerzahlungen zurückgefordert. Dabei handelte es sich um eine zusätzliche Steuer, die für die von Dezember 2009 bis April 2010 gewährten Bonuszahlungen mit einer Summe von über 25'000 Pfund an britische Investmentbanker auf 50 Prozent erhöht und eingefordert wurde. Mit dieser Steuer wollte die damalige Labour-Regierung im Anschluss an die Finanzkrise die britischen Staatsfinanzen aufbessern. Die Steuer hatte dem britischen Schatzamt 3,4 Milliarden Pfund eingebracht, hiess es im Medienbericht.

pre/kw

(AWP)

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CS-Kunden ist unwohl wegen

CS-Kunden ist unwohl wegen Doppelrally bei Aktien und Anleihen

Das gegenwärtige Top-Gesprächsthema für Kunden der Credit Suisse ist die gleichzeitige Rally bei Aktien und Anleihen in den letzten Monaten.

27.07.2019 18:05

Die Entwicklung sei ein Fingerzeig für zwei potenziell unvereinbare Sichtweisen, sagt Strategin Mandy Xu. An den Aktienmärkten hat die Zuversicht auf Leitzinssenkungen der Federal Reserve die Kurse in die Höhe getrieben. Bei den Anleihen hingegen ist das bestimmende Thema die Sorge bezüglich eines anhaltenden Konjunkturabschwungs, sagte sie.

„Wir beobachten Interesse, auf eine Konvergenz“ der Ansichten in Richtung niedrigere Aktienkurse und höhere Renditen zu setzen, sagte Xu, Chefstrategin für Aktienderivate bei der Credit Suisse in New York, in einem Telefoninterview in der vergangenen Woche. Zur Umsetzung wären beispielsweise Put-Optionen auf den S&P 500-Index ein Weg, die von einem Anstieg des 10-jährigen Swap-Satzes abhängen, sagte sie.

Der S&P 500 hat im Jahr 2019 bisher rund 19% zugelegt, angeschoben von den Erwartungen bezüglich Leitzinssenkungen durch die Fed, weiterhin soliden Unternehmensgewinnen und Anzeichen, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China der Wirtschaft nur begrenzten Schaden zufügt.

Die Renditen zehnjähriger US-Treasuries sind in dieser Zeit um mehr als 60 Basispunkte gefallen, da die sinkenden Inflationserwartungen und die zunehmenden Sorgen über das Weltwachstum die Wetten auf eine weltweite geldpolitische Lockerung beflügelten.

(Bloomberg)

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Elias
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CS übertrifft die Erwartungen auf der ganzen Linie

Auf einen Geschäftsertrag von knapp 6 Mrd. Fr. erwirtschaftete die Bank im zweiten Quartal einen Reingewinn von mehr als 900 Mio. Fr.

(AWP) Die Credit Suisse (CSGN 11.75 -2.45%) hat im zweiten Quartal 2019 den Ertrag stabil gehalten und deutlich mehr verdient. Damit übertraf die Grossbank die Erwartungen. Der Reingewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 45% auf 937 Mio. Fr.. Vor Steuern waren es 1,30 Mrd. Fr., was einem Plus von 24% entspricht.

«Wir haben dank der disziplinierten Umsetzung unserer Strategie auch im zweiten Quartal 2019 eine starke operative Leistung erzielt», liess sich Konzernchef Tidjane Thiam am Mittwoch in einer Mitteilung zitieren. Seit der Lancierung der Restrukturierung im vierten Quartal 2015 sei zudem zum ersten Mal eine Rendite auf dem materiellen Eigenkapital von 10% erzielt worden.

Nach dem schwierigen ersten Quartal sei das Ertragsumfeld in der zweiten Hälfte des zweiten Quartals günstiger gewesen. Die steigenden Erwartungen hinsichtlich eines Handelsabkommens zwischen China und den USA sowie eine gemässigte Haltung der Zentralbanken hätten zu einer Aufhellung der Anlegerstimmung mit höherer Transaktionstätigkeit beigetragen, so die Credit Suisse.

Die Erträge konnten in etwa gehalten werden: Diese sanken im Quartal auf 5,58 Mrd. Fr. von 5,60 Mrd. im Vorjahr und 5,39 im Vorquartal. Bei einem Geschäftsaufwand von 4,25 Mrd. Fr. ergibt sich ein Verhältnis aus Kosten und Erträgen (Cost-/Income-Ratio) von rund 76%.

Mit den Zahlen wurden die Prognosen der Analysten besonders beim Reingewinn übertroffen. Gemäss AWP-Konsens wurde mit einem Gesamtertrag von 5,29 Mrd. Fr. gerechnet sowie mit einem Vorsteuergewinn von 1,13 Mrd. und einem Konzerngewinn von 740 Mio.

Der Vermögensverwaltung flossen in der Periode von April bis Juni Nettoneugelder in Höhe von 9,5 Mrd. Fr. zu. Die verwalteten Vermögen betrugen damit per Ende Juni 1’460 Mrd. – nach 1’431 Mrd. Ende März.

Nach Divisionen betrachtet, erreichten insbesondere die Swiss Universal Bank (654 Mio Fr.) und Global Markets (357 Mio.) ein Vorsteuerergebnis deutlich über den Erwartungen.

Mit Blick in die Zukunft hiess es, es werde ein anhaltendes positives Wachstum des globalen BIP im weiteren Verlauf des Jahres erwartet. Dieses dürfte jedoch unter den bisherigen Prognosewerten liegen. Zudem dürfte die Marktstimmung weiterhin durch die geopolitische Unsicherheit beeinflusst sein, was zeitweise zu geringerer Transaktionstätigkeit führen kann, so die Bank.

Im bisherigen Verlauf des dritten Quartals 2019 sei das Kundenengagement indes auf einem ansprechenden Niveau gewesen. Es werde jedoch mit dem üblichen saisonalen Rückgang der Erträge gerechnet wegen der Urlaubszeit in zahlreichen Regionen weltweit.

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Credit Suisse investiert

Credit Suisse investiert Hunderte Millionen in Schweiz-Geschäft

Die Credit Suisse stellt sich in ihrem Heimmarkt neu auf und investiert Hunderte Millionen unter anderem in eine neue Geschäftseinheit.

26.08.2019 07:49

Ab dem 1. September würden Retail- und Gewerbekunden in der neuen Geschäftseinheit "Direct Banking" betreut, teilte die Grossbank am Montag mit. Leiter der Einheit, in der rund 1 Million Retail- und 60'000 Gewerbekunden betreut werden sowie über 500 Mitarbeitende arbeiten, wird Mario Crameri. Er verantwortete bisher den Bereich "IT & Operations" der Swiss Universal Bank (SUB).

"Direct Banking" solle digital-affine Kunden ansprechen. Die Rede ist von einem digital stark ausgebauten, vereinfachten Angebot mit erweitertem Zugang zu Support und persönlicher Beratung über Telefon und anderen Kommunikationsmitteln.

Der Marktanteil der Credit Suisse sei im schweizerischen Retailbanking und bei jungen Bankkunden tendenziell tiefer als in den meisten anderen Kundensegmenten, wird der Schritt begründet.

«Investment Banking Switzerland»

Zudem soll das Schweizer "Investment Banking"-Team der Credit Suisse ebenfalls per 1. September aus der Geschäftseinheit "Corporate & Investment Banking" herausgelöst und zur eigenständigen Einheit werden. Leiten wird diese unverändert Jens Haas. Die Anpassung biete die Grundlage, die interne Zusammenarbeit - innerhalb der Schweiz, aber vor allem auch auf globaler Ebene - weiter zu intensivieren, kommentierte SUB-Chef Thomas Gottstein.

Darüber hinaus wird die Schweiz-Einheit über die nächsten drei Jahre einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in die Digitalisierung, die Kundenberatung und in das Marketing investieren. So soll etwa eine hohe zweistellige Zahl an zusätzlichen Stellen in der Kundenberatung geschaffen werden - für Bereiche mit Kunden mit komplexen Bedürfnisse (sehr vermögende Privatpersonen, Unternehmer, KMU).

Gleichzeitig halte die Division an den am Investorentag 2018 kommunizierten "finanziellen Ambitionen" fest, wie es weiter heisst. Vorgesehen sind ein Umsatz- bzw. Geschäftsvolumenwachstum über dem Markt, ein Aufwand/Ertrag-Verhältnis unter 60 Prozent sowie eine Rendite auf dem regulatorischen Kapital von über 18 Prozent.

Keine Option, Status Quo beizubehalten

Die Massnahmen würden von der Division selbst finanziert, betonte die Credit Suisse am Montag. "Die neue Geschäftseinheit ist unsere Antwort auf das in den letzten Jahren deutlich veränderte Marktumfeld", so Gottstein. Den Status Quo beizubehalten sei keine Option gewesen.

"Dies auch in der Überzeugung, dass künftig nicht das grösste Filialnetz, sondern das beste digitale Angebot bei gleichzeitiger Verfügbarkeit von zeit- und standortunabhängiger Beratung sowie der besten Servicequalität über den langfristigen Erfolg entscheidet."

Im Februar hatte Gottstein am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit AWP gesagt, in den nächsten drei Jahren müsse man sich Gedanken machen, wie gross das Filialnetz noch bleiben sollte.

Im Zuge der Neuausrichtung und der dreijährigen Restrukturierung unter Tidjane Thiam wurden in der Schweiz rund 1'600 Stellen abgebaut.

(AWP/Reuters)

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endlich dreht' s ein wenig

 (awp) - Die Sektorrotation an der Schweizer Börse hält an.

Die Anleger schichten laut Händlern aus den als krisensicher geltenden und schwergewichteten Werten verstärkt in Finanz- und zyklische Titel um. Als Auslöser gelten der jüngste Anstieg der Anleiherenditen und die oftmals sehr hohe Bewertung der Schwergewichte.

Elias
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Der Betrugsfall wird für die CS immer gefährlicher.

Fall Moçambique: Ein dritter Banker der Credit Suisse gesteht

Der Betrugsfall um einen Kredit von 2 Milliarden Franken wird für die Grossbank immer gefährlicher.

Sie fallen wie die Dominosteine. Nun hat auch der dritte angeklagte CS-Banker im Fall Moçambique ein Schuldeingeständnis unterschrieben. Dabei handelt es sich um Surjan Singh, ehemaliger «Managing Director» der zweitgrössten Schweizer Bank. Singh, der in Grossbritannien festgenommen wurde und sich zuerst lange gegen seine Auslieferung in die USA wehrte, hat zugegeben, dass er Geldwäscherei betrieben und sich zusammen mit Konzernverantwortlichen, Regierungsmitgliedern und anderen verschworen hat.

Die Verschwörung hatte zum Ziel, Anleihen im Umfang von 2 Milliarden Dollar aufzunehmen und davon 200 Millionen Franken Schmiergelder zu zahlen. Mit dem sogenannten Thunfisch-Bond hätten in Moçambique maritime Projekte, unter anderem eine Thunfisch-Fangflotte, finanziert werden sollen. In Tat und Wahrheit versickerte der grösste Teil des Geldes in den Taschen von Bankern, Regierungsmitgliedern, Investoren und dubiosen Gesellschaften.

Unterschrift aus Zürich

Vor einem Jahr hat die Staatsanwaltschaft in New York ein Strafverfahren gegen die Verantwortlichen eingeleitet. Angeklagt wurden drei Credit-Suisse-Mitarbeiter und fünf weitere Geschäftsleute. Nicht angeklagt ist die Credit Suisse selber, die die Anleihen organisierte. Die Bank stellt sich auf den Standpunkt, es handle sich um kriminelle Machenschaften von ehemaligen Mitarbeitern ihrer Londoner Niederlassung.

«Das Magazin» enthüllte allerdings, dass unter dem Kreditvertrag in zwei Fällen auch die Unterschrift eines Vertreters der Credit Suisse AG mit Sitz in Zürich steht. Verwaltungsratspräsident dieser Tochtergesellschaft ist Urs Rohner, der auch Präsident der Muttergesellschaft ist.

Die erste CS-Angestellte, die sich in diesem Fall schuldig bekannte, war Detelina Subeva. Auch sie gab wie Singh zu, Teil eines Betrugs- und Geldwäschereisystems zulasten des hoch verschuldeten afrikanischen Landes gewesen zu sein. Sie sagte zudem aus, sie habe persönlich 200'000 Dollar erhalten. Nach dem Schuldeingeständnis zahlte Subeva 2 Millionen Franken Kaution, damit sie nach London zurückkehren konnte, wo sie wohnt.

Nach ihr stellte sich auch der neuseeländische CS-Banker Andrew Pearse den Strafbehörden und gab zu, sogenannten Überweisungsbetrug begangen und dafür Kickback-Zahlungen erhalten zu haben. Weiter behauptete ­Pearse, via das Schiffsbauunternehmen Privinvest seien dem Sohn des damaligen Präsidenten von Moçambique 50 Millionen Dollar überwiesen worden. Der Präsidentensprössling sei auch Teil des Betrugs gewesen, den Pearse mitverantwortete. «Ich habe mich bereit erklärt, das Geld anzunehmen und zu behalten, obwohl ich wusste, dass es aus illegalen Aktivitäten stammt», gestand Pearse. Ihm drohen nun bis zu 20 Jahre Gefängnis. Er musste 2,5 Millionen Dollar hinterlegen, damit er nach Hause durfte.

Moçambique will Garantien für die Umschuldung

Interessant ist, dass es die amerikanische Justiz ist, die sich des Falls seit einem Jahr annimmt, obwohl der Gerichtsstand für die Anleihen eigentlich in London und der Hauptsitz der CS in Zürich ist. Moçambique selber machte lange Zeit gar nichts, die Londoner Behörden kamen nicht weiter, und die Schweizer Bundesanwaltschaft sowie die Finanzmarktaufsicht (Finma) prüfen seit ewigen Zeiten, ob sie zuständig sind.

In London führte das zu kritischen Fragen in der Finanzkommission des Parlaments. «Was muss eigentlich geschehen, damit das United Kingdom eine Untersuchung einleitet?», fragte etwa die Labour-Abgeordnete Rushanara Ali. Auch in der Schweiz gab es parlamentarische Anfragen, unter anderen von der SP. Die Antwort war: «Die Finma steht in dieser Sache im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeiten mit der Credit Suisse in Kontakt. Im Falle einer Verletzung von Schweizer Aufsichtsrecht werden entsprechende rechtliche Schritte eingeleitet.»

Die New Yorker Behörden haben den Ball aufgenommen, weil amerikanische Anleger Geld verloren haben. Denn Moçambique ist seit 2017 nicht mehr in der Lage, die Anleihen zu verzinsen. Im Februar dieses Jahres reichte die Regierung Moçambiques in London endlich eine Klage ein, deren Inhalt lange Zeit geheim blieb. Nun sind aber Details bekannt geworden. Denn gegenwärtig versucht die Regierung, eine Restrukturierung der Schulden zu bewerkstelligen, um das Land wieder kreditfähig zu machen.

Letzten Montag bekam es von den Gläubigern die Zusicherung, dass eine Eurobond-Anleihe über 727 Millionen Dollar, die 2023 fällig geworden wäre, in einen Kredit von 900 Millionen Dollar mit einer Fälligkeit zwischen 2028 und 2031 umgewandelt wird. Im 102-seitigen Prospekt zur Anlage ist zu lesen, dass Moçambique die Verantwortung für die Anleihen zurückweist und die Credit Suisse in die Pflicht nehmen will. Im Juni hat ein Gericht in Moçambique zudem festgestellt, dass die Kredite illegal waren und darum der Staat nicht hafte.

Die Credit Suisse lehnt zum Fall Moçambique jede Stellungnahme ab.

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CS plant Weitergabe von Negativzinsen

Laut einem Medienbericht will die Grossbank CS die Frankenguthaben von vermögenden Kunden belasten.

AWP) Die immer breitere Weitergabe von Negativzinsen an die Bankkunden bleibt auch nach dem jüngsten SNB-Zinsentscheid ein Thema. Nun plant die Grossbank Credit Suisse (CSGN 12.85 -0.39%) gemäss einem Artikel der Nachrichtenagentur «Bloomberg» die Franken-Guthaben von vermögenden Kunden zu belasten.

Bei den auf Euro lautenden Konti erhebt die Credit Suisse (CS) bereits heute auf die Guthaben über einem Betrag von 1 Mio. einen Strafzins von -0,4 %. Die Grossbank plane nun, ihre Vermögensverwaltungskunden im Herbst über Gebühren auf Franken-Guthaben zu informieren, schreibt «Bloomberg» unter Berufung auf eine «informierte Person». Die CS wollte den Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren.

Die Grossbank UBS (UBSG 11.49 -0.09%) hatte im Sommer angekündigt, ab November auf Franken-Barbeständen von über 2 Mio. einen Negativzins von 0,75 % einzuführen, auf Euro-Guthaben wird dann bereits ab Beträgen von 500’000 Euro ein Negativzins von 0,6 % fällig. In den vergangenen Tagen hatten zudem UBS Schweiz-Manager laut darüber nachgedacht, die Strafzinsen der SNB (SNBN 5660 -0.88%) auch an einen breiteren Kreis von Firmenkunden weiterzugeben – bislang seien KMU-Kunden noch ausgenommen.

Kunden mit hohen Barvermögen müssen inzwischen bei den meisten Schweizer Banken Strafzinsen berappen, beim Vermögensverwalter Julius Bär (BAER 43.95 -0.83%) etwa liegt der von Negativzinsen ausgenommene Freibetrag noch bei 500’000 Fr. Eine Reihe von Banken gibt allerdings keine feste Limite bekannt, sondern versucht die Kunden individuell zu «überzeugen», hohe Bargeldbestände zu reduzieren.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte am Donnerstag den Leitzins unverändert bei -0,75 % belassen. Allerdings hatte sie die Freibeträge erhöht, ab denen Geschäftsbanken für ihr bei der SNB geparktes Geld Negativzinsen bezahlen müssen. Beobachter hatten gehofft, dass damit der Druck auf die Banken etwas abnimmt, die Negativzinsen an die Kunden weiterzugeben.

 

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CS weiter im Sinkflug

Bei der Credit Suisse verabschieden sich auch am Mittwoch weiter Investoren von ihren Aktien. Die Bespitzelungsaffäre wird in den Medien weiterhin heiss diskutiert.

Die neuesten Enthüllungen werfen ein schlechtes Bild auf die Führungsriege der Grossbank. Im Handel am Vormittag gehören die Aktien der CS mit einem Minus von 3 Prozent zu den grössten Verlieren unter den Blue Chips. Seit vergangenem Freitag haben die Papiere bislang nur eine Richtung gesehen: abwärts.

Nachdem sie am Freitag noch zu 12,87 Franken für ein Papier zahlen musste, reichen mittlerweile 12 Franken. Die Aktien der Konkurrenten Julius Bär (-1,9 Prozent) und UBS (-2,3 Prozent) folgen mit etwas Abstand. Der Leitindex SMI gibt zeitgleich 1,4 Prozent ab.

An diesem Morgen haben verschiedene Medien die Vorfälle um die Beschattung von Iqbal Khan noch weiter und eingehender beleuchtet. Dabei sind weitere Informationen zutage getreten, die am Ansehen der Bankenführung kratzen könnten. So soll bei einem gemeinsamen Dinner in Thiams Villa in Herrliberg der Streit zwischen Khan und Thiam eskaliert sein.

Der "Tages-Anzeiger" berichtete am Morgen über angedrohte Handgreiflichkeiten seitens Thiams. So soll er Khan mit physischer Gewalt bedroht haben, worauf Khan die Villa verliess. Ob es ich dabei um eine persönliche Sache handelte oder ob es um das Geschäft ging, darüber machten die Beteiligten unterschiedliche Aussagen.

(AWP/cash)

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Für Oswald Grübel liegt der Rücktritt von CS-Chef Thiam nahe

Für Ex-Credit-Suisse-CEO Oswald Grübel ist klar: Wenn die Affaire um die Beschattung des Bankers Iqbal Khan auf die CS zurückfällt, muss der heutige Konzernchef Tidjane Thiam seinen Posten verlassen.

Der "Grand Old Man" des Schweizer Grossbanking meldet sich im Khan-Skandal zu Wort: "Wenn die Zeitungsberichte stimmen, dann sollte der Verwaltungsrat der Credit Suisse sofort handeln und den CEO ersetzen", sagt Oswald Grübel in einem Interview mit der "Schweizer Illustrierten".

"Spätestens Anfang dieser Woche hätten die Verantwortlichen wissen sollen: Wer hat die Überwachung angeordnet? Weshalb? War sie rechtmässig?", so der Mann, der die Credit Suisse von 2004 bis 2007 sowie die UBS von 2009 bis 2011 geleitet hatte.

«Einer Schweizer Grossbank unwürdig»

Es reiche nicht, in einem dürren Communiqué eine Untersuchung anzukündigen: "Der CEO der Credit Suisse hätte stattdessen am Montag hinstehen und ein inhaltliches Statement abgeben müssen."

CS-Untersuchung zu Khan entscheidet über Thiam und Co

Und sollte die Wurzel des Skandals sogar in einem privaten Streit zwischen dem CS-Konzernchef und dem ehemaligen Wealth-Management-Chef Iqbal Khan angelegt sein, dann sei Thiam zu entlassen. Grübel wörtlich: "Wenn die Zeitungsberichte stimmen, dann sollte der Verwaltungsrat der CS sofort handeln und den CEO ersetzen, denn ein solches Verhalten ist einer Schweizer Grossbank unwürdig."
 
Je länger die Credit Suisse den Fall nicht vollständig aufkläre, desto mehr leide ihre Reputation, so Grübel. Eine gute Krisenkommunikation sei essenziell: "Das erwartet die Öffentlichkeit, weil die Angelegenheit längst zu einem grossen Medienfall geworden ist."

Der CEO trägt letztlich immer die Verantwortung

Grübel selber war im September 2011 als Konzernchef der UBS zurückgetreten, nachdem aufgeflogen war, dass ein hauseigener Trader in London durch nicht-autorisierte Deals ein Milliardenloch verursacht hatte. Grübel begründete dies unter anderem damit, dass er als CEO letztlich die Verantwortung für alles trage, was in der Bank geschehe.

Der Ex-UBS- und Ex-CS-CEO spielt im "Schweizer-Illustrierte"-Interview an auf Artikel, die am Mittwoch im "Tages-Anzeiger" (Paywall) sowie auf "Inside Paradeplatz" erschienen: Danach sei es im Januar in Thiams Villa an der Zürcher "Goldküste" zu einem wüsten Streit gekommen, bei dem der CEO und Iqbal Khan, damals internationaler Vermögensverwaltungs-Chef der CS, aufeinander losgegangen seien.

Letzte Woche wurde dann bekannt, dass Iqbal Khan – der demnächst zur UBS wechselt – von Detektiven beschattet worden sei, allem Anschein nach im Auftrag der Credit Suisse. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat nun ein Verfahren eröffnet.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf handelszeitung.ch unter dem Titel «Khan-Skandal: Oswald Grübel fordert Abgang von Tidjane Thiam»

https://www.cash.ch/news/top-news/khan-affaere-fuer-oswald-gruebel-liegt...

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Credit Suisse wird Klage los

Wegen der Marktturbulenzen Anfang 2018 brach der Wert eines CS-Zertifikats ein. Ein US-Gericht weist nun drei Klagen gegen die Bank ab.

(Reuters)  Ein New Yorker Gericht hat drei Klagen gegen die Schweizer Grossbank Credit Suisse im Zusammenhang mit einem komplexen Finanzprodukt abgewiesen. Die Kläger hatten Credit Suisse Irreführung beim Verkauf von Papieren vorgeworfen, mit denen Investoren auf Schwankungen am Aktienmarkt wetten.

Die Papiere verloren Anfang 2018 bei überraschenden Börsenturbulenzen an einem einzigen Tag 96%. Davon getroffen wurden Anleger, die auf stabile Marktverhältnisse gesetzt hatten.

Die Kläger warfen der Bank vor, durch eigene Geschäfte zu dem Verlust beigetragen zu haben. Doch das Gericht wies dies zurück und hielt Credit Suisse zudem ausreichende Risiko-Informationen zugute. Die Bank und die Anwälte der Kläger waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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Thomas-Cook-Pleite:

Thomas-Cook-Pleite: Abschreiber bei der Credit Suisse?

Einige Banken dürfte die Pleite des Reiseanbieters Thomas Cook teuer zu stehen kommen.

27.09.2019 07:47

Es drohen hohe Abschreibungen auf ausstehenden Anleihen und Krediten. Davon betroffen sei auch die Credit Suisse, schreibt die "Financial Times" in ihrer Ausgabe vom Freitag. Auch Banken wie Barclays, Morgan Stanley oder die Credit Suisse müssten auf ihren Büchern wohl insgesamt Abschreibungen im Umfang von bis zu 1,8 Milliarden britische Pfund vornehmen, so der Bericht. Das hätten Schätzungen des Beratungsunternehmens AlixPartners gezeigt.

Die Gläubiger von Anleihen müssten dabei Abschreibungen von 900 Millionen bis 1 Milliarde Pfund und die Kreditgeber zwischen 550 und 825 Millionen in Kauf nehmen. Die tatsächlich abzuschreibenden Beträge dürften dabei eher am oberen Ende der Bandbreiten zu liegen kommen, sagte ein Experte gegenüber der Zeitung.

Wie gross die Verluste der Gläubiger am Ende tatsächlich sein werden, wird sich nach Ablauf des Insolvenzverfahrens zeigen. Eine diesem Verfahren nahe stehende Person versprühte nicht allzu viel Hoffnung. So seien beispielsweise die rund 40 Flugzeuge von Thomas Cook in Grossbritannien "alt" und viele der Immobilien seien in schlechten Lagen. Am meisten Geld könne man wohl mit dem Verkauf der Flughafen-Slots sowie der Marke Thomas Cook herausholen.

(AWP)

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Presse: CS-Aktionär Harris

Presse: CS-Aktionär Harris Associates stellt sich hinter Thiam in Khan-Affäre

(Meldung in den ersten vier Abschnitten durchgehend mit Äusserungen von Harris Associates ergänzt) - In der Affäre um den Starbanker Iqbal Khan stellt sich CS-Aktionär Harris Associates laut einem Medienbericht hinter Credit Suisse-Chef Tidjane Thiam. "Als grösster Aktionär von Credit Suisse sind wir der Überzeugung, dass das Management dafür verantwortlich ist, das Eigentum des Unternehmens sowie seine Kunden und alle anderen Stakeholder zu schützen", sagte David Herro, Anlagechef für internationale Aktien, am Donnerstag gegenüber dem Onlineportal "The Market".

26.09.2019 19:01

"Dazu gehört auch die Sicherstellung, dass Verträge von Mitarbeitenden eingehalten werden, die das Unternehmen verlassen", sagte der Amerikaner. "Die Massnahmen der CS-Geschäftsleitung, um das Unternehmen zu schützen, unterstützen wir deshalb voll und ganz. Wir denken, es wäre ein Schaden für Credit Suisse und ihre Stakeholder, wenn die Bank wegen diese Affäre ein Mitglied des Senior Managements verlieren würde", sagte Herro laut "The Market".

"Unter der Annahme, dass keine Gesetze verletzt worden sind, haben Herr Thiam und sein Team unsere volle Unterstützung", sagt David Herro. "Wir wären extrem enttäuscht, wenn jemand wegen dieses Vorfalls den Job verlieren würde, solange das Gesetz befolgt worden ist."

"Herr Thiam hat zur Revitalisierung der Credit Suisse exzellente Arbeit geleistet. Sämtliche Stakeholder würden als Verlierer dastehen, falls er und sein Team wegen dieser Sache zurücktreten müssten", sagte der Anlagechef von Harris Associates. Gemäss ihren jüngsten Meldungen an die Schweizer Börse SIX hält Harris knapp 5 Prozent der Credit Suisse-Aktien.

Bald Ergebnisse von interner Untersuchung

Im Fall um die angebliche Beschattung von Iqbal Khan durch die Credit Suisse dürfte die interne Untersuchung der Grossbank laut Medienberichten schon bald Ergebnisse liefern. Demnach könnte sich bereits bis Ende Woche oder aber kommende Woche herausstellen, was genau geschehen ist.

Eine vom Verwaltungsrat eingeleitete Untersuchung solle "bis Ende Woche" klären, was geschehen sei, schrieb unter anderem der "Tages-Anzeiger" am Mittwoch. Laut dem Blatt steht etwa die Frage im Raum, ob Khan versucht habe, Ex-Kollegen abzuwerben und zur UBS zu bringen.

Das Finanzportal "Finews" wiederum meint unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person zu wissen, dass die mit der Untersuchung beauftragte Zürcher Anwaltskanzlei "in fünf bis zehn Tagen" ein Ergebnis abliefern werde.

Bis dato hat sich die Credit Suisse nicht offiziell zu den Vorgängen geäussert und auch keinen konkreten Zeitpunkt genannt, wann sie dies gedenkt zu tun. "Sobald" die von Verwaltungsratspräsident Urs Rohner geleitete Untersuchung abgeschlossen ist, werde der Verwaltungsrat über deren Ergebnisse informieren, hiess es lediglich.

jb/tp

(AWP)

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Verwaltungsrat der Credit

Verwaltungsrat der Credit Suisse steht offenbar hinter CEO Thiam

Der Verwaltungsrat der Credit Suisse soll nach Informationen der «Financial Times» (FT) in der Bespitzelungsaffäre hinter dem CEO Tidjane Thiam stehen.

30.09.2019 08:19

Wie das Blatt unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen schrieb, sei sich das Gremium einig, dass Thiam auch weiterhin die Geschicke der Bank leiten soll.

Darüber hinaus berichtete das Blatt unter Verweis auf seine Quellen, dass es durchaus das Recht der Bank war, nachzuforschen, ob der ehemalige Top-Manager der Bank, Iqbal Khan, versuche, wichtige CS-Mitarbeiter abzuwerben.

Eine der Quellen schränkte allerdings ein, dass dem Verwaltungsrat noch nicht die endgültige Version seiner eingeleiteten Untersuchung vorliege. Daher sei erst in den nächsten Tagen mit einer Entscheidung zu rechnen.

Der Verwaltungsrat sehe sich derweil auch durch die Rückendeckung für CEO Thiam durch einige Grossaktionäre wie Harris Associates bestärkt, schrieb die FT weiter. Dieser hatte sich Mitte vergangener Woche hinter Thiam gestellt.

(AWP)

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Rücktritte bei der CS - Thiam

Rücktritte bei der CS - Thiam kommt ungeschoren davon

Zwei Führungskräfte der Credit Suisse räumen nach der Bespitzelungsaffaire um den Banker Iqbal Khan den Schreibtisch. CEO Tidjane Thiam halt laut Untersuchungsbericht mit dem Vorfall nichts zu tun.

Aktualisiert um 07:05

Die Bespitzelungsaffäre um den ehemaligen CS-Topmanager Iqbal Khan fordert nun personelle Konsequenzen bei der Grossbank. Der operative Chef (Chief Operating Officer COO) Pierre-Olivier Bouée und der Leiter der globalen Sicherheitsdienste treten per sofort zurück.

Der COO hatte in einer Untersuchung im Auftrag des Verwaltungsrat erklärt, dass er die Überwachung des zur Konkurrentin UBS wechselnden Iqbal Khan alleine angeordnet habe, wie die CS am Dienstag mitteilte. Die mit der Untersuchung beauftragte Kanzlei habe keinen Hinweis darauf, dass CEO Tidjane Thiam die Überwachung von Khan genehmigt habe.

Der Verwaltungsrat erklärt in der Mitteilung, dass der Auftrag zur Überwachung von Khan "falsch und unverhältnismässig" war und zu einem "schwerwiegenden Reputationsschaden für die Bank" geführt habe. Weder Untersuchung von Homburger noch die Überwachung von Iqbal Khan hätten Anhaltspunkte dafür erbracht, dass Iqbal Khan entgegen seinen vertraglichen Verpflichtungen versucht hätte, Mitarbeitende oder Kunden der Credit Suisse abzuwerben, hiess es weiter.

Die Beschattung von Khan war vorletzte Woche bekannt geworden. Der ehemalige Leiter der internationalen Vermögensverwaltung bei der CS hatte die Detektive bemerkt und darauf die Polizei alarmiert. Khan soll am heutigen Dienstag seine neue Stelle bei UBS antreten.

Zum Nachfolger von COO Bouée und zum neuen Mitglied der Geschäftsleitung hat die Bank nun James Walker ernannt. Walker übe gegenwärtig "verschiedene wichtige Funktionen im Finanzbereich der Bank" aus, so die CS. So sei er Chief Financial Officer der wichtigsten amerikanischen Tochtergesellschaften sowie Leiter "Product Control".

(SDA)

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alpenland
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ist nun aufgeräumt ?

Die Kuh sollte nun wohl vom Eis sein  Yes 3

und hoffen wir, dass nicht noch "äs Chalb mit no äm ne grössere Grind" auftaucht !

Elias
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alpenland hat am 01.10.2019

alpenland hat am 01.10.2019 10:42 geschrieben:

Die Kuh sollte nun wohl vom Eis sein  Yes 3

und hoffen wir, dass nicht noch "äs Chalb mit no äm ne grössere Grind" auftaucht !

 

abwarten

 

Es wird sich zeigen, wie es für beide am Paradeplatz weitergeht, denn das letzte Wort ist in der Affäre noch nicht gesprochen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin, ob Khan genötigt bzw. bedroht wurde. Für das ganze Bild fehlen noch diese Ergebnisse.

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CS bleibt bei Franken

CS bleibt bei Franken-Berichterstattung - RWA künftig in Dollar berechnet

Die Grossbank Credit Suisse verzichtet auf eine Umstellung ihrer Berichterstattung in US-Dollar und bleibt beim Schweizer Franken als Berichtswährung. Allerdings werden die risikogewichteten Aktiven (RWA) ab dem vierten Quartal 2019 neu in US-Dollar berechnet, was zu einem Anstieg im Nettozinseinkommens führen soll.

02.10.2019 07:55

Die Finma habe der Änderung zugestimmt, teilte die CS am Mittwoch mit. Damit könnten die Risiken besser mit den diesen zugrundliegenden Währungen abgestimmt werden. Die Berechnung der RWA in US-Dollar werde in der Folge den Anteil des in Dollar gehedgten Kernkapitals (CET1) auf Gruppenbasis erhöhen.

Darüber hinaus profitiert die Bank von einem Anstieg des Nettozinseinkommens, wobei ein erster Beitrag bereits im vierten Quartal 2019 anfallen sollte. Unter dem Strich dürfte das Nettozinseinkommen durch die Änderung um rund 250 Millionen Dollar im Jahr ansteigen. Der Anstieg soll zudem über zwei Jahre gehedgt werden, was die Volatilität der Zusatzeinkommen verringern soll.

Der auf dieser Hedging-Strategie und dem derzeitigen Zinsumfeld beruhende jährliche Anstieg des Nettozinseinkommens entspreche einer Verbesserung der Eigenkapitalrendite (Return on Tangible Equity RoTE) um rund 50 Basispunkte, schreibt die CS in der Mitteilung.

Bei der Credit Suisse steht diese Eigenkapitalrendite im Fokus. Mittelfristig soll sie über 12 Prozent steigen. Im zweiten Quartal 2019 lag sie bei 10 Prozent.

tp/ys

(AWP)

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Credit Suisse erwartet 2020

Credit Suisse erwartet 2020 positiven Sondereffekt

Die Credit Suisse erwartet im kommenden Jahr einen positiven Sondereffekt durch eine Umstellung bei der Berechnung ihrer Risiken.

02.10.2019 07:24

Ab dem vierten Quartal 2019 wolle die Bank operationelle Risiken in Dollar und nicht mehr in Franken ausweisen, teilte das Institut am Mittwoch mit. Das werde im nächsten Jahr schätzungsweise zu einem zusätzlichen Gewinn von rund 250 Millionen Dollar führen.

Ihre Geschäftsergebnisse will die Credit Suisse weiterhin in Franken vorlegen - und nicht wie vorübergehend ebenfalls erwogen in Dollar. Die Konkurrentin UBS hatte ihre Berichtswährung auf Dollar umgestellt. 

(Reuters)

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«Schwierige Fragen zu Kultur

«Schwierige Fragen zu Kultur und ethischen Standards» bei der Credit Suisse

Statt CEO Tidjane Thiam - wie in den letzten Tagen spekuliert worden ist - nehmen der Chief Operating Officer und der Sicherheitschef der CS in der Bespitzungsaffäre um Iqbal Khan den Hut. Die Tageszusammenfassung.

01.10.2019 19:15

In der Beschattungs-Affäre nimmt die Credit Suisse Konzernchef Tidjane Thiam aus der Schusslinie. Thiam habe von der Überwachung des zum Erzrivalen UBS gewechselten Spitzenmanagers Iqbal Khan nichts gewusst, sagte Verwaltungsrats-Präsident Urs Rohner am Dienstag. "Wir haben null Anhaltspunkte, dass er darüber informiert war." 

Thiam geniesse das volle Vertrauen des Verwaltungsrates und auch von ihm selbst, stellte sich Rohner demonstrativ vor den Konzernchef. Die Verantwortung für den Fall, der bei der Bank einen schweren Reputationsschaden hinterlässt, übernahm Thiams engster Vertrauter: Der für das operative Geschäft zuständige Pierre-Olivier Bouee trat mit sofortiger Wirkung zurück, ebenso der Sicherheitschef des Instituts. Thiam, der die zweitgrösste Bank des Landes aus der Krise geholt hat, bleibt dagegen am Ruder.

Die jüngsten Ereignisse seien zutiefst bedauerlich, da der Ruf der zweitgrössten Schweizer Bank gelitten habe und Fehler gemacht wurden, schrieb der Chief Executive Officer in einem internen Memo, in das Bloomberg News Einblick hatte.

Auslöser des Affäre war ein Ereignis, das eher in einen Krimi als in die so um Diskretion bemühte Welt der Schweizer Privatbanken passt: Khan, der grösste Hoffnungsträger der Branche, wurde Mitte September in der Zürcher Innenstadt verfolgt. Er stellte den Mann, fotografierte sein Auto, schrie um Hilfe und zeigte ihn schliesslich bei der Polizei an. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Privatdetektiv handelte, den die Credit Suisse angeheuert hatte. Der Vorfall kam an die Öffentlichkeit und die Bank in Erklärungsnot.

«Falsch und unverhältnismässig»

Wie in solchen Fällen üblich gab das Geldhaus eine Untersuchung in Auftrag. Die renommierte Anwaltskanzlei Homburger führte 14 Interviews und wertete auch den Messenger-Austausch aus - mit Ausnahme von privater Kommunikation, die teilweise gelöscht wurde. Nach einer rund einwöchigen Untersuchung kamen die Anwälte zum Schluss, dass Bouee einen Mitarbeiter beauftragt hatte, eine Überwachung Khans einzuleiten.

Der Kommentar von cash-Chefredaktor Daniel Hügli: CS-Khan-Affäre - Es ist einfach widerlich

Bouee wollte damit offenbar verhindern, dass Khan Mitarbeiter oder Kunden zu seinem neuen Arbeitgeber mitnimmt. Die Überwachung übernahm dann eine externe Firma. Der Bank zufolge ergab die Untersuchung keine Anhaltspunkte dafür, dass Khan versucht hätte, Mitarbeiter oder Kunden abzuwerben.

Credit-Suisse-Präsident Rohner erklärte, der Auftrag zur Überwachung Khans sei falsch und unverhältnismässig gewesen und habe dem Ruf der Bank und dem ganzen Finanzplatz Schweiz geschadet. Er entschuldigte sich bei Khan und seiner Familie, aber auch bei den eigenen Mitarbeitern, Kunden und Aktionären. Er sprach auch den Angehörigen eines privaten Ermittlers, der in die Überwachung involviert war und dem Anwalt der beauftragten Sicherheitsfirma zufolge Selbstmord beging, sein Beileid aus.

Der Bericht habe bestätigt, dass die Überwachung von Iqbal Khan ein absoluter Einzelfall gewesen sei und die betroffenen Personen die volle Verantwortung trügen, sagte Thiam in dem Memo. Es seien schwierige Fragen zu Kultur und ethischen Standards aufgeworfen worden. Der Board habe rasch auf diese reagiert, fügte er hinzu.

Thiam hat noch nicht öffentlich mitgeteilt, wann er erstmals von der Bespitzelung erfahren hat. Er nahm am Dienstag nicht an einer Pressekonferenz in Zürich teil, bei der die Bank die Ergebnisse ihrer Untersuchung vorstellte.

Zerrüttes Verhältnis

Rohner sieht Konzernchef Thiam durch die Untersuchung komplett entlastet. "Vor diesem Hintergrund weisen wir auch in aller Form die in den vergangenen Tagen geäusserte Infragestellung der persönlichen und beruflichen Integrität unseres CEOs zurück." Anlass für die Spekulationen, ob Thiam von der Beschattung wusste, ist einerseits die enge Beziehung zu Bouee.

Die beiden Franzosen haben schon vor der Credit Suisse bei mehreren Unternehmen zusammengearbeitet. Dazu kommt die komplizierte Beziehung zwischen Thiam und Khan. Vor vier Jahren hatte der CEO der noch relativ unerfahrenen Khan zum Chef des Vermögensverwaltungsgeschäfts befördert. Diese Aufgabe löste der mit zwölf aus Pakistan eingewanderte Khan mit Bravour, den Vorsteuergewinn seiner Division konnte er mehr als verdoppeln.

Doch Rohner zufolge kam es zwischen den beiden im Januar auf einer privaten Party zum Streit. Später habe sich gezeigt, dass eine langfristige vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich sei und Khan die Credit Suisse verlassen wolle.

Umbau unter Thiam

Der 57-jährige Thiam hat die Credit Suisse durch einen tiefgreifenden Umbau gesteuert - von einer Investmentbank hin zu einem Vermögensverwalter für reiche Privatkunden. Und die neue Ausrichtung trägt Früchte: Im vergangenen Jahr erzielte Credit Suisse einen Gewinn von 2,1 Milliarden Franken und steht damit wesentlich besser da als etwa die Deutsche Bank, die etwa zur gleichen Zeit auf einen Sanierungskurs einschwenkte.

"Die CS Group ohne Tidjane Thiam wäre heute eine ganz andere Bank, die wesentlich schlechter für die Zukunft gerüstet wäre", erklärte ZKB-Analyst Javier Lodeiro. In den vergangenen Tagen hatten bereits die Grossaktionäre Harris Associates und Eminence Capital Thiam den Rücken gestärkt. Zum neuen Chief Operating Officer ernannte Credit Suisse James Walker. Der britisch-amerikanische Doppelbürger ist seit 2009 bei der Bank und arbeitete zuvor unter anderem bei Barclays und Merrill Lynch. 

(Reuters/Bloomberg/cash)

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eigentlich finde..

ich die Überwachung gar nicht so widerlich, es ist doch normal, dass die Interessen der Firma verteidigt werden. Das Ganze war natürlich ziemlich ungeschickt.

Meldung von Chartmill (Wahrheitsgehalt ???)

Accelerating growth: CS is expecting stronger growth in the upcoming 2 years than in the passed 5 years.

alpenland
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endlich mal, Ziel 14

RBC Capital Markets erhöht leicht auf 14 (13.50) mit «Sector Perform».

Elias
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Credit Suisse sucht einen neuen Präsidenten

Ein angeschlagener Urs Rohner muss seinen Nachfolger für die Verwaltungsratsspitze finden. Trotz Khan-Affäre hat Bankchef Thiam weiter Chancen.

Eine Bank kommt nicht zur Ruhe. Der Verwaltungsratspräsident (VRP) von Credit Suisse (CS), Urs Rohner, legte diese Woche die Ergebnisse der internen Untersuchung zur Beschattungsaffäre um Ex-Manager Iqbal Khan vor. Dabei liess er viele Fragen offen, die CS auch auf Nachfrage nicht beantwortete. Eine muss der angeschlagene VRP aber bald beantworten: Wer wird sein Nachfolger? 

Es ist Rohners letzte Grossaufgabe bei der Grossbank. Er muss als Vorsitzender des Nominationskomitees einen neuen Präsidenten finden, denn spätestens an der Generalsversammlung (GV) 2021 ist für Rohner Schluss. Laut CS-Reglement muss ein VR-Mitglied nach zwölf Jahren aus dem Gremium ausscheiden. Dem Vernehmen nach ist der Prozess CS-intern bereits angelaufen, es existiert eine Liste mit valablen Kandidaten. CS will auf Anfrage die Sache nicht kommentieren.

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CS-Grossinvestor sieht CEO

CS-Grossinvestor sieht CEO Tidjane Thiam ungerecht behandelt

Die Bespitzelungsaffäre bei der Credit Suisse erscheint einem der Grossinvestoren der Bank übertrieben. CEO Tidjane Thiam werde ungerecht behandelt, COO Pierre-Olivier Bouée hätte nicht zurücktreten und Verwaltungspräsident Urs Rohner hätte die CS besser verteidigen sollen, sagte David Herro, Vize-Präsident des CS-Grossaktionärs Harris Associates in einem am Montag veröffentlichten Interview mit dem Onlineportal "The Market".

07.10.2019 08:45

"Mir kommt die ganze Episode wie eine Schmierkampagne gegen den Konzern vor, die unverhältnismässig aufgebläht worden ist", sagte Herro weiter. Die öffentliche Entrüstung darüber, dass die Credit Suisse Iqbal Khan, den vormaligen Chef der Division International Wealth Management, nach dessen Kündigung observieren liess, kann Herro nicht nachvollziehen. "Soweit bekannt ist, wurden keine Gesetze gebrochen", sagt er. COO Bouée, der die Überwachung veranlasste, hätte aus diesem Grund nicht zurücktreten sollen.

Er verstehe zwar die heikle Situation von Verwaltungsratspräsident Urs Rohner. "Ich persönlich hätte die Credit Suisse aber stärker verteidigt", meinte der Investor aus Chicago. Nach Gesprächen mit diversen Leuten in- und ausserhalb des Unternehmens sei er zum Schluss gekommen, dass CEO Tidjane Thiam ungerecht behandelt worden sei.

Wichtig sei nun, dass Rohner und Thiam zusammenarbeiteten, um die Credit Suisse durch diese Situation zu navigieren und die Pläne zur operativen Verbesserung des Konzerns weiter umzusetzen. Herro geht davon aus, dass Thiam das Geschäftsmodell noch feiner abstimmen wird.

Strategisch gehe es vor allem darum, das Private Banking weiter auszubauen und Nischenpositionen zu stärken, führte der Investor weiter aus. "Weltweit und speziell in den Schwellenländern wird immer mehr Wohlstand geschaffen. In dieser Hinsicht arbeitet die Credit Suisse im Zusammenspiel von Investment- und Privatbank gut, besonders in Asien", sagte Herro weiter. Das Potenzial in diesem Bereich sei längst nicht ausgeschöpft. Im Investmentbereich und dem Geschäft an den globalen Finanzmärkten wiederum würden Wettbewerber unter Druck geraten. Deshalb würde er den Fokus weiterhin auf diese Bereiche richten.

sig/kw

(AWP)

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Presse: CS-Mitarbeitende im

Presse: CS-Mitarbeitende im Visier der Untersuchung zu Khans Beschattung

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung der Beschattung des ehemaligen CS-Bankers Iqbal Khan laut Medienberichten ausgeweitet. Nun gerieten auch Mitarbeitende der Credit Suisse in den Fokus der Ermittler.

06.10.2019 15:58

Die zuständige Staatsanwältin untersuche nicht nur den Verdacht der Nötigung, der illegalen Aufnahme von Gesprächen und weitere Delikte, die den Detektiven vorgeworfen werden, sondern auch Beihilfe dazu, schrieben die Tamedia-Medien am Samstag. Die Staatsanwaltschaft hatte vorletzte Woche aufgrund einer Strafanzeige von Khan, der inzwischen bei der CS-Rivalin UBS gestartet ist, ein Strafverfahren eröffnet.

Das Verfahren sei bereits mehrmals auf immer mehr Personen ausgedehnt worden, berichtete die "NZZ" am Samstag. So hätten die Behörden in einer ersten Runde einzig gegen die drei direkt in die Beschattung involvierten Detektive ermittelt.

Weitere Mitarbeitende im Fokus

Das Verfahren sei in einer zweiten Runde auf den globalen Sicherheitschef Remo Boccali und den Mittelsmann ausgedehnt worden, nachdem sich diese selber bei der Polizei gemeldet hätten. In einer dritten Runde habe die Oberstaatsanwaltschaft schliesslich ihre Untersuchung auf die rechte Hand von CS-CEO Tidjane Thiam, Pierre-Olivier Bouée, ausgedehnt, so die Zeitung. Zugleich seien auch weitere, "derzeit nicht bekannte Mitarbeiter der Credit Suisse" ins Visier geraten.

Bouée und Boccali hatten letzte Woche den Hut genommen. Bouée hatte in einer von der CS in Auftrag gegebenen Untersuchung durch die Anwaltskanzlei Homburger die Verantwortung für die Beschattung übernommen. Laut der Untersuchung wusste CS-Chef Thiam nichts von der Sache. Allerdings hatten die Homburger-Anwälte auf deutlich weniger Informationen Zugriff als die Staatsanwaltschaft.

Es gebe einen hinreichenden Verdacht, dass zurzeit nicht näher bekannte CS-Mitarbeiter zusammen mit dem Sicherheitschef der Bank die Detektei mit der Bespitzelung von Khan beauftragt hätten, schrieben die Tamedia-Medien mit Verweis auf eine Verfügung der Staatsanwaltschaft.

tt/

(AWP)

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Credit Suisse drohen mehrere

Credit Suisse drohen mehrere Hypothekar-Klagen in USA

Der Credit Suisse drohen Klagen von US-Investoren im Zusammenhang mit der Immobilienkrise in den Jahren 2008/2009.

08.10.2019 08:20

Dokumente zufolge würden sich die Klagen auf eine Summe von 1,4 Milliarden Dollar belaufen, rechnete die Financial Times vor (Ausgabe vom 7. Oktober). Für Rechtsfälle zurückgestellt habe die Bank per Ende 2018 aber nur 681 Millionen Dollar.

Auch lange nachdem die Grossbank sich mit dem US-Justizministerium auf eine Strafzahlung im Zusammenhang mit der Subprime-Krise in der Höhe von 5,3 Milliarden Dollar geeinigt hatte, drohten Klagen von mindestens einem Dutzend US-Investoren, so die Zeitung weiter. Die Behandlung einer ersten Klage sei bereits auf den kommenden Januar am New Yorker Supreme-Gericht terminiert. Bei den Klägern handle es sich um drei Trusts, hinter denen Hedgefonds wie Fir Tree, stehen würden.

Die Credit Suisse weise kategorisch von sich, Investoren im Zusammenhang mit hypothekarbesicherten Anlagen betrogen zu haben, schreibt die FT weiter. Die Verluste der Investoren seien nicht durch ein Fehlverhalten der Bank, sondern durch den Rückgang des US-Immobilienmarkts und der Wirtschaft entstanden.

(AWP)

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Credit Suisse erwägt

Credit Suisse erwägt Wiedereintritt in US Private Banking

Die Credit Suisse Group erwägt nach vier Jahren offenbar eine Rückkehr in die US-Vermögensverwaltung.

09.10.2019 06:54

Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam wolle damit das Wachstum im Private Banking steigern, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag mit Bezug auf Kreise.

Die Rede sei demnach von zusätzlichen verwalteten Vermögen in der Grössenordnung von rund 15 Milliarden Dollar mit bis zu 30 Mitarbeitern an einer neuen Basis in Miami, wobei vor allem wohlhabende Lateinamerikaner die Zielgruppe seien. Gemäss den Kreisen sei aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden und die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium.

Das Vorhaben wäre für die zweitgrösste Schweizer Bank von symbolischer Bedeutung und markiere eine Rückkehr zum Private Banking auf US-Boden, nachdem das US-Brokerage im Jahr 2015 auf Wells Fargo übertragen worden sei, heisst es im Artikel weiter.

(AWP)

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CS im Visier der Finma

Die Grossbank ist noch nicht aus dem Schneider: Die Staatsanwaltschaft ermittelt, und die Aufsicht trifft Abklärungen.

Die Turbulenzen rund um Credit Suisse (CS) rufen die Finanzmarktaufsicht (Finma) auf den Plan. Zwar gibt sich die Behörde offiziell zugeknöpft. Doch wie «Finanz und Wirtschaft» erfahren hat, sind die Vorgänge rund um den Abgang von Ex-Manager Iqbal Khan im Streit mit CEO Tidjane Thiam und die folgende Überwachung Khans, angeordnet durch Thiam-Intimus Pierre-Olivier Bouée, nicht einfach an der Aufsicht vorbeigegangen. «Die Finma schaut sich sehr genau an, was bei der systemrelevanten Bank passiert», sagt ein Finma-Insider, der ungenannt bleiben will.

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Credit Suisse verdoppelt Gewinn

Die Zahlen der Grossbank übertreffen die Prognosen. Im dritten Quartal wurde ein Gewinn von 881 Mio. Fr. erwirtschaftet.

Ersteinschätzung von Valentin Ade um 8.30 Uhr

Credit Suisse (CS) hat im dritten Quartal den gewohnten saisonalen Effekt zu spüren bekommen und hat im Vergleich zum zweiten Quartal nachgelassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Bank allerdings merklich verbessert und die Erwartungen der Analysten geschlagen. Hier macht sich aber auch ein hoher Sondergewinn aus der Übertragung des Credit Suisse InvestLab an die Allfunds Group in den Zahlen bemerkbar. Während sich die Vermögensverwaltung auch deshalb sehr gut entwickelt hat und erneut ein starkes Nettoneugeld angezogen werden konnte, harzt das Investmentbanking mit seinem Beratungs-, Finanzierungs- und Emissionsgeschäft. Die Bank spürt hier das aktuelle unsichere Umfeld u.a. wegen des US-chinesischen Handelsstreits. So wird CS eine Eigenkapitalrendite von 10%, ab der eine Grossbank gemeinhin als wertschaffend gilt, in diesem Jahr wohl wieder nicht erreichen. Zumal sie selbst davon ausgeht, dass das Geschäft in absehbarer Zukunft von den Turbulenzen beeinträchtigt sein wird.

(AWP) Die Credit Suisse (CSGN 12.715 -0.04%) hat im dritten Quartal 2019 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Analysten waren zwar von einem starken Anstieg ausgegangen, die Grossbank übertraf mit ihrem Ergebnis die Prognosen aber noch.

Der Reingewinn stieg auf 881 Mio. Fr. nach 424 Mio. Fr. im Vorjahr. Vor Steuern waren es 1,14 Mrd. Fr. nach 1,3 Mrd. Fr., wie die Bank am Mittwoch mitteilte.

Die Erträge erreichten 5,33 Mrd. Fr. nach 4,89 Mrd. Fr. im Vorjahr und 5,58 Mrd. Fr. im Vorquartal. Bei einem Geschäftsaufwand von 4,11 Mrd. Fr. ergibt sich ein Verhältnis aus Kosten und Erträgen (Cost-/Income-Ratio) von rund 77%.

Mit den Zahlen wurden die Prognosen der Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Gemäss AWP-Konsens wurde mit einem Gesamtertrag von 5,2 Mrd. Fr. gerechnet sowie mit einem Vorsteuergewinn von 1,13 Mrd. Fr. und einem Konzerngewinn von 776 Mio. Fr.

«Im dritten Quartal 2019 haben wir unsere Strategie, ein führender Vermögensverwalter mit ausgeprägten Kompetenzen im Investment Banking zu sein, weiter umgesetzt», liess sich Konzernchef Tidjane Thiam am Mittwoch in einer Mitteilung zitieren.

Der Bank flossen in der Periode von Juli bis September Nettoneugelder in Höhe von 12,8 Mrd. Fr. zu. Die verwalteten Vermögen stiegen damit per Ende September auf 1482 Mrd. Fr. – nach 1460 Mrd. Fr. Ende Juni.

Üblicher saisonaler Rückgang in Q4

Mit Blick nach vorne rechnet die CS für das Schlussquartal mit dem üblichen saisonalen Rückgang, der auf die Feiertage in zahlreichen Regionen weltweit zurückzuführen sei. Zudem geht das Management davon aus, dass die Herausforderungen angesichts der weiterhin schwierigen geopolitischen Lage, insbesondere im Zusammenhang mit dem Handelsstreit zwischen den USA und China sowie dem Brexit, anhalten würden. Dies wiederum dürfte zu mehr Zurückhaltung bezüglich Investitionsausgaben und Anlagetätigkeit führen, vor allem auch mit Blick auf die kommenden Jahre 2020 und 2021.

Die langfristigen Aussichten in der Vermögensverwaltung sieht die CS-Führung indes nach wie vor attraktiv. «Wir sind überzeugt, dass wir gut positioniert sind, um weiterhin profitables Wachstum zu erzielen,» so Thiam.

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