Schweizerische Nationalbank (SNBN-Aktie)

SNB N 

Valor: 131926 / Symbol: SNBN
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Zockeraktie der 1.

Zockeraktie der 1. Güterklasse !

iruch
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Ausgerechnet die Nationalbank hat eine Zocker-Aktie

Ausgerechnet die Nationalbank hat eine Zocker-Aktie

Die an der Schweizer Börse gehandelte Aktie der Schweizerischen Nationalbank ist auf dem Niveau von «Penny Stocks» und Bitcoin gelandet. Der Titel wird zur Belastung für die altehrwürdige Institution.

https://www.cash.ch/news/politik/titel-der-snb-ausgerechnet-die-nationalbank-hat-eine-zocker-aktie-1161046

Simona
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SNB-Aktien

Kann man die Aktien der SNB eigentlich auch leer verkaufen? Weiss das jemand? Merci im Voraus.

Gruss, Simona

Elias
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SNB steigen auf über 8000 Fr.

Innert zweier Jahre ist der Kurs der Nationalbankaktie um das Achtfache gestiegen. Ausser Spekulation gibt es dafür keine triftigen Gründe. Und der grösste Privataktionär hat verkauft.

Am Mittwoch Vormittag war es soweit. Kurz vor halb 11 Uhr (genau um 10:24) war ein Käufer bereit, 8040 Fr. für die Aktien der Schweizerischen Nationalbank zu bezahlen. Seither ist der Preis für die Titel sogar weiter auf 8300 Fr. gestiegen.

Die rasante Bergfahrt der Aktien begann vor gut zwei Jahren. Damals waren sie noch für rund 1000 Fr. zu haben. Seither führten neue Höchstkurse immer wieder zur Frage, was oder vielmehr wer hinter der Kursentwicklung steckt. Denn drei Viertel der Aktien befinden sich fest in den Händen der Kantone, Kantonalbanken und Gemeinden. Und das Stimmrecht der Privataktionäre (25% der SNB-Aktien) ist auf 100 Aktien beschränkt.

Siegert hat 2017 verkauft

Die Spuren führen meist nach Deutschland. Denn erstens ist der grösste Privataktionär der Nationalbank mit Theo Siegert ein Deutscher. Doch wie «Bloomberg» als erstes aufgrund des Geschäftsberichts der SNB (SNBN 8440 8.21%) für 2017 schrieb, hat er Aktien verkauft. Per Stichtag 31.12.17 hielt er rund 10% weniger Aktien als ein Jahr zuvor, was einem Anteil von 6,1% gleich kommt. Er hat zum ersten Mal seit 2008 verkauft.

Zweitens gibt es in Deutschland Fonds und Börsenbriefe, die die SNB-Aktien immer wieder als extrem sicher bezeichnen und deshalb ins Portfolio legen, quasi als Katastrophenschutz und Anleihenersatz. Gleichzeitig schwingt aber auch jeweils die Hoffnung mit, dass dereinst das Nationalbankgesetz geändert wird, damit die Aktionäre einen höheren Anteil am Gewinn erhalten.

«Was würde passieren, wenn ein Spitzenanwalt eine Lücke fände, dass private Aktionäre doch einen höheren Anteil am Gewinn zugute hätten?», fragte der deutsche Vermögensverwalter Markus Elsässer, selbst in SNB investiert, im Herbst im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft». Elsässer glaubt, dass solche Überlegungen die Spekulationen zusätzlich antreiben.

Nationalbankgesetz bestimmt Dividende

Für Schweizer Anleger sind solche Aussagen unbegreiflich, denn die Dividenden an private Aktionäre der Nationalbank sind gesetzlich begrenzt. Die SNB darf nur 15 Fr. pro Titel ausschütten. Damit liegt die maximal erreichbare Rendite zum jetzigen Kurs unter 0,2% und ist mittlerweile kaum besser als jene der 10-jährigen Schweizer Staatsanleihen, die wieder bei 0,0% steht.

Möglicherweise hat sich aber die Gruppe der SNB-Spekulanten international verbreitert. Erst am Montag hatte die SNB-Aktie aufgrund ihrer Entwicklung wieder einen Auftritt im «Daily Shot», einem mehrheitlich aus Grafiken bestehenden Blog des «Wall Street Journal».

So stolz die Schweizer auf die Nationalbank auch sein mögen: Sich in Form von Aktien an ihr zu beteiligen, wäre ein schlechtes Investment.

https://www.fuw.ch/article/snb-aktien-steigen-auf-ueber-8000-fr/

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Elias
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55 Milliarden Franken Gewinn

SNB schreibt 55 Milliarden Franken Gewinn - Wiedmer tritt zurück

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) schreibt dank milliardenschwerer Bewertungsgewinne auf ihr umfangreiches Devisenportfolio einen Milliardengewinn.

Die Notenbank schreibt für 2017 einen Gewinn von 54,37 Milliarden Franken. Dazu haben auch die Negativzinsen von minus 0,75 Prozent beigetragen, welche die SNB ab einem gewissen Freibetrag von den Banken erhebt. Sie spülten der Zentralbank nach Angaben von Montag 2 Milliarden Franken in die Kasse nach 1,52 Milliarden im Jahr 2016. Mit den Strafzinsen will die SNB den Franken möglichst unattraktiv für Anleger machen und so einen wirtschaftsschädlichen Höhenflug der Währung verhindern.

Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug 49,7 Milliarden Franken und auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 3,1 Milliarden Franken. Bei den Fremdwährungsgewinnen entfielen 9,3 Milliarden Franken auf Zinserträge und 3,2 Milliarden Franken auf Dividendenerträge. Die Kursgewinne auf den Zinspapieren und -instrumenten betrugen derweil 5,5 Milliarden Franken. Die Beteiligungspapiere und -instrumente, die gemäss Mitteilung vom günstigen Börsenumfeld profitierten, trugen 21,5 Milliarden Franken zum Erfolg bei.

Der Bewertungsgewinn beim Gold basiert auf einem unveränderten Goldbestand von 1'040 Tonnen bzw. einem um 8 Prozent höheren Goldpreis. 

Dividende von 15 Franken

Der Abschluss entspricht den vorläufigen Zahlen, die die SNB Anfang Januar vorgelegt hatte. Die Aktionäre sollen wie angekündigt eine unveränderte Dividende von 15 Franken je Aktie erhalten. Bund und Kantone bekommen neben einer Gewinnausschüttung von einer Milliarde Franken eine Zusatzausschüttung von ebenfalls einer Milliarde Franken. Bereits 2016 hatte die Notenbank einen Gewinn von 24,48 Milliarden Franken eingefahren.

Die SNB gab auch bekannt, dass Thomas Wiedmer per Ende Juni 2018 zurücktritt. Er habe beschlossen, nach der reglementarischen Karenzfrist eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Wiedmer, Stellvertretendes Mitglied des SNB-Direktoriums, war 18 Jahre im Dienste der Notenbank.

Wiedmer trat 2000 in die Nationalbank ein. Er fungiere seitdem als Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums im II. Departement. Er ist damit für Finanzstabilität, Bargeld, Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement, Operationelle Risiken und Sicherheit zuständig. Wiedmer wurde von der Universität Bern per 1. Mai 2012 zum Titularprofessor ernannt.

(Reuters/AWP/cash)

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SNB-Aktie nähert sich 7000 Fr.

Wieder geht es steil nach oben mit den Titeln der Schweizerischen Nationalbank. Sie sind die zweitbesten im SPI seit Anfang Jahr.

Fast bei 7000 Fr.: Die Aktien der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 6200 6.16%)) kennen derzeit nur eine Richtung – und zwar nach oben. Allein heute Freitag schoss der Preis in der Spitze um mehr als 16% in die Höhe auf 6800 Fr.

Mit einer Avance von rund 60% seit Anfang des Jahres lassen die Papiere der Notenbank den Gesamtmarkt um Längen hinter sich. Es sind die zweitbesten Aktien im Swiss Performance Index nach dem Immobilientitel Orascom (ODHN 17.6 1.15%). Grund für die Kursschwankungen ist auch der enge Markt in den Aktien. Bereits kleine Volumen führen zu deutlichen Kursschwankungen.

Zu den Käufern der SNB-Aktie gehören seit längerem Anleger aus Deutschland. Sie haben bereits vergangenes Jahr den Kurs in die Höhe getrieben. 2017 hatten die Valoren 118% zugelegt. Über die Motive der Anleger, die SNB-Titel ins Portfolio zu holen, kann nur gerätselt werden. Einige Investoren argumentieren, dass es sich bei den SNB-Papieren um eine krisenfeste Anlage handle, und vergleichen sie mit einem Ersatz für Festgeld bei Banken. Denn dort ist die Rendite null oder negativ.

Illusorische Hoffnungen auf Dividendenerhöhung

Anleger, die aufgrund des SNB-Rekordgewinns des Jahres 2017 von gut 54 Mrd. Fr. auf eine grössere Ausschüttung hoffen, werden jedoch enttäuscht. Die Dividendenausschüttung an die Aktionäre der Nationalbank ist gesetzlich begrenzt. Die SNB darf nur 15 Fr. pro Titel ausschütten. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht das einer Rendite von gut 0,2%. Vom Gewinn profitieren vorab der Bund und die Kantone, die zusammen 2 Mrd. Fr. erhalten.

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SNB-Aktie erreicht neues Höchst

Die Aktien der Schweizerischen Nationalbank sind erneut gesucht. Allerdings ist der SNB-Rekordgewinn kein guter Grund, die Titel zu kaufen.

Die Aktien der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 4750 3.94%)) haben am Freitag 5% gewonnen und sind damit auf ein neues Allzeithoch von 4800 Fr. geklettert. Damit haben die Valoren allein 2018 schon rund 23% zugelegt. Da die SNB-Titel nicht rege gehandelt werden, führen bereits kleine Volumen zu deutlichen Kursschwankungen.

Zu den Käufern der SNB-Aktie gehören seit längerem Anleger aus Deutschland. Sie haben bereits vergangenes Jahr den Kurs der SNB-Titel in die Höhe getrieben. 2017 hatten die Aktien 118% zugelegt.

Ein möglicher Grund für die neueste Aufwärtsbewegung dürfte die Meldung des erwirtschafteten Gewinns für das Jahr 2017 sein. Wie die Schweizerische Nationalbank Anfang Woche bekannt gegeben hat, soll der Gewinn des vergangenen Jahres bei gut 54 Mrd. Fr. liegen. Damit übertrifft sie den bisherigen Rekordgewinn von 38 Mrd. Fr. aus dem Jahr 2014 spielend.

Anleger, die aufgrund des stolzen Gewinns auf eine grössere Ausschüttung hoffen, werden jedoch enttäuscht. Die Dividendenausschüttung an die Aktionäre der Nationalbank sind gesetzlich begrenzt. Die SNB darf nur 15 Fr. pro Titel ausschütten. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht das einer Rendite von 0,3%. Vom Gewinn profitieren vorab der Bund und die Kantone, die zusammen 2 Mrd. Fr. erhalten.

Die Anleger, die sich in den SNB-Aktien engagieren, schauen allerdings nicht nur auf die Dividende. Sie argumentieren, dass es sich bei den SNB-Papieren um eine krisenfeste Anlage handle und vergleichen sie mit einem Ersatz für Festgeld bei Banken. Und dort ist die Rendite nach wie vor negativ.

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Frankenabwertung beschert SNB Rekordgewinn

Mit 54 Mrd. Fr. verbucht die Schweizerische Nationalbank den höchsten Überschuss in ihrer 110-jährigen Geschichte.

 

(AWP) Die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 4100 2.76%)) hat gemäss provisorischen Berechnungen im Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn von rund 54 Mrd. Fr. erzielt. Das ist der höchste Überschuss in der 110-jährigen Geschichte der Notenbank. Der Löwenanteil davon entfiel mit 49 Mrd. auf den Gewinn auf Fremdwährungspositionen. Auf dem Goldbestand resultierte derweil ein Bewertungsgewinn von 3 Mrd., der Erfolg auf den Frankenpositionen belief sich auf 2 Mrd. Fr.

Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven wird rund 5 Mrd. Fr. betragen, wie die SNB am Dienstag mitteilte. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 20 Mrd resultiert ein Bilanzgewinn von rund 69 Mrd. Fr. Dies ermögliche eine Dividendenzahlung von 15 Fr. pro Aktie, was dem im Gesetz festgesetzten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von 1 Mrd. Fr.

Bund und Kantonen steht zudem eine Zusatzausschüttung von 1 Mrd. Fr. zu, da die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Betrag von 20 Mrd übersteigt. Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 2 Mrd. Fr. geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve laut den SNB-Angaben rund 67 Mrd. Fr. betragen.

Der hohe Gewinn für das abgelaufene Jahr kommt nicht ganz überraschend. Für die 9-Mte-Periode hatte die Nationalbank bereits einen Gewinn von 33,7 Mrd. Fr. ausgewiesen, zudem legten die Aktienmärkte weiter zu und der Franken verlor weiter an Terrain gegenüber dem Euro. Die Analysten der UBS (UBSG 18.5 0.76%) hatten im Vorfeld einen Jahresgewinn von rund 50 Mrd. geschätzt. 2016 hatte die SNB bereits einen Gewinn von 24,5 Mrd. Fr. erzielt, im Jahr davor hatte dagegen wegen der Frankenstärke ein Verlust von 23,3 Mrd. Fr. resultiert.

Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen wird am 5. März, der Geschäftsbericht am 22. März 2018 publiziert.

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SNB ist auf Kurs für Rekordgewinn

Die Nationalbank dürfte für 2017 einen Gewinn von 50 Mrd. Fr. verbuchen. Hauptgrund ist der schwächere Franken.

Im vergangenen Jahr habe die Schweizerische Nationalbank einen Gewinn von 50 Mrd. Fr. erzielt, veranschlagt der Ökonom Alessandro Bee von UBS (UBSG 18.47 0.6%). «Ein Gewinn in dieser Grössenordnung dürfte einmalig bleiben.» Der bisherige Rekord von 38 Mrd. Fr. im Jahr 2014 wird deutlich übertroffen. Am Dienstagmorgen veröffentlicht die SNB (SNBN 4060 1.75%) erste Angaben zum Ergebnis 2017.

Der grösste Teil des Jahresgewinns ist im dritten Quartal angefallen. Damals gewann der Euro zum Franken deutlich an Wert, und 42% der Devisenanlagen der SNB sind in Euro denominiert. Im Juli schoss der Wechselkurs von gut 1.09 auf mehr als 1.15 Fr./€. Da die Nationalbank ihren Gewinn in Franken rapportiert, sorgt ein schwächerer Franken für einen Gewinn auf dem Fremdwährungsbestand.

 

Quartalsergebnisse der SNB

zoomQuelle: UBS

 

Damit belief sich der Neunmonatsgewinn der SNB per Ende September auf 34 Mrd. Fr.

Euro und Aktien steigen auch im vierten Quartal

Im vierten Quartal stieg der Euro gegenüber dem Franken nochmals 2%. Die Aktienkurse legten global fast 5% zu, im Devisenbestand der SNB machen sie ein Fünftel aus. Vier Fünftel sind in Anleihen investiert, deren Marktzins ist leicht gestiegen, und die Kurse sind 1 bis 2% gesunken. Gold (Gold 1319.29 -0.02%) wurde knapp 2% teurer.

Insgesamt rechnet Bee für das vergangene Quartal mit einem Gewinn von 15 bis 20 Mrd. Fr.

Auch für das gesamte Jahr sind der Euro und die Aktien ausschlaggebend. Die Aufwertung der Gemeinschaftswährung zum Franken betrug fast 9%, und die weltweiten Börsen avancierten gemäss Bee 15 bis 20%.

Der Franken ist fast fair bewertet

Der Rekordgewinn sei wohl einmalig, das liege «vor allem an der Bewertung des Frankens», erklärt Bee. Zu Beginn des letzten Jahres habe der Franken noch bei 1.07 Fr./€ notiert und sei damit im Vergleich zur Kaufkraftparität (fairer Wert) 12% überbewertet gewesen. Am Ende des Jahres kostete 1 € 1.17 Fr, was die Überbewertung auf rund 3% reduzierte.

 

Franken zum Euro nahe beim fairen Wert

zoomQuelle: UBS

 

Bee folgert: «Der Franken ist damit kaum noch überbewertet, dementsprechend hat sich das Renditepotenzial aus der Frankenabwertung mehrheitlich erschöpft.» Das steht im Gegensatz zur Aussage von Nationalbankpräsident Thomas Jordan an der geldpolitischen Lagebeurteilung vom 14. Dezember: Die Überbewertung habe sich reduziert, «aber der Franken ist insgesamt weiterhin hoch bewertet».

Das Eigenkapital nimmt zu

Mit dem hohen Gewinn habe sich das Eigenkapital der SNB markant verbessert, führt Bee aus. Während es Ende 2016 noch 85 Mrd. Fr. betrug, dürfte es inzwischen auf 133 Mrd. Fr. gewachsen sein. Im Verhältnis zur Bilanzsumme stieg das Eigenkapital von 11 auf 16%. Damit ist die Eigenkapitalquote leicht höher als beim früheren Rekordgewinn 2014 und auf dem höchsten Stand seit Anfang 2011.

 

Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme

zoomQuelle: UBS

 

Das voraussichtlich erfreuliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 führt dazu, dass Bund und Kantone eine Gewinnausschüttung von 2 Mrd. Fr. erhalten sollten. Die Aktionäre würden die gesetzlich festgesetzte Maximaldividende von 15 Fr. je Aktie bekommen.

Gute Aussichten für 2018

Für das Jahr 2018 rechnet Bee mit einer weiteren Abschwächung des Frankens auf 1.19 Fr./€. Davon werde die SNB nochmals profitieren – aber nicht annähernd im gleichen Ausmass wie im vergangenen Jahr. Die Nationalbank hingegen betont das Risiko. Die Abwertung des Frankens spiegle, dass sichere Häfen zurzeit weniger gesucht seien. «Diese Entwicklung ist aber noch fragil», sagte Jordan im Dezember.

Einen «ordentlichen Gewinn» prophezeit Bee für das laufende Jahr. Die SNB nehme allein aus Coupons von Anleihen, Dividenden und dem Negativzins rund 14 Mrd. Fr. pro Jahr ein. UBS erwartet für 2018 eine robuste globale Konjunktur, weiterhin tiefe Zinsen und eine gedämpfte Risikoaversion. Bee: «Davon dürfte auch die Nationalbank profitieren.»

https://www.fuw.ch/article/snb-ist-auf-kurs-fuer-rekordgewinn/

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SNB wird zur Grossmacht im Silicon Valley

Die Nationalbank kauft mit ihren Devisenreserven munter Aktien an den US-Börsen zusammen. Ihre fünf grössten Einzelpositionen sind inzwischen allesamt Technologiewerte.

Das US-Aktienportfolio der Schweizerischen Nationalbank nimmt immer gigantischere Züge an. Per Ende des dritten Quartals waren exakt 1’399’984’699 amerikanische Valoren im Besitz der SNB. Ihr Wert umfasst insgesamt 87,8 Mrd.$, rund 3,5 Mrd. $ mehr als per Ende des ersten Semesters. Das zeigen Unterlagen der amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC.

zoomQuelle: SEC

Der Wertzuwachs basiert einerseits darauf, dass die Nationalbank über 271’000 zusätzliche Aktien an den US-Börsen zusammengekauft hat. Vor allem aber entwickelten sich die Kurse in der vergangenen Berichtsperiode freundlich, wovon das Portfolio profitierte.

Ein kurzer Blick auf die Beteiligungen zeigt, dass die SNB mehr und mehr zum Grossinvestor im Techsektor avanciert. Die mit Abstand grösste Einzelposition ist Apple, die sich inzwischen auf annähernd 3 Mrd. $ beläuft.

zoomQuelle: SEC

Bedeutende Engagements halten die Schweizer Währungshüter ebenso in anderen IT-Schwergewichten, namentlich Google, Microsoft, Facebook und Amazon. Die fünf grössten Positionen im SNB-Portfolio stammen damit allesamt aus dem Technologiesektor.

Bislang ist das kein Problem. IT-Aktien zählen dieses Jahr zu den grossen Gewinnern an der Börse. Ihr zunehmendes Gewicht im SNB-Portfolio stellt aber auch ein Klumpenrisiko dar, wenn der Trend am Aktienmarkt einmal kehrt.

Kein Stock Picking, sondern am Index orientiert

Die Nationalbank geht dieses Risiko nicht durch eine aktive Auswahl von Einzelaktien (Stock Picking) ein. Vielmehr verfolgt sie eine passive Anlagestrategie, die sich am jeweiligen Referenzindex eines Landes orientiert.

Die SNB erklärt dazu, sie investiere weltweit diversifiziert und indexnah, und ihr Portfolio decke rund 90% des globalen Aktienmarktes ab. Im Geschäftsbericht erläutert sie: «Dadurch wird die Anlagepolitik vor politischen Überlegungen abgeschirmt und der Einfluss auf einzelne Märkte möglichst gering gehalten.»

Der weltweite Aktienbestand der SNB hatte per Ende September einen Wert von 152 Mrd. Fr. Er macht ein Fünftel ihrer gesamten Devisenanlagen aus. Vier Fünftel sind in Anleihen investiert.

Die Bilanz der SNB wächst

Die SNB kauft Fremdwährungsanlagen, um den Franken zu schwächen. Der Wert dieses Devisenbestands in der SNB-Bilanz schwankt mit den Wechselkursen des Frankens zum Euro, Dollar, Yen, Pfund und weiteren Anlagewährungen.

Zudem hat die Nationalbank auch nach der Aufgabe des Euromindestkurses im Januar 2015 immer wieder am Devisenmarkt interveniert. Seither hat der Bestand der Fremdwährungsanlagen in ihrer Bilanz um 49% zugenommen, von 510 auf 761 Mrd. Fr. Das ist mehr als das jährliche Bruttoinlandprodukt der Schweiz.

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Da hatte der zuständigen

Da hatte der zuständigen Analyst der UBS AG ein gutes Gespühr. Der hatte doch ein Gewinn von ca. CHF 30 Milliarden prognoszitiert.

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SNB fährt Milliardengewinn ein

Die Schweizerische Nationalbank erzielt nach neun Monaten einen Gewinn von 51,5 Mrd. Fr. Ein hohes Plus verbucht die Notenbank auch im dritten Quartal.

(AWP) Die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 5670 2.72%)) hat vom guten Finanzmarktumfeld profitiert und in den ersten neun Monaten 2019 einen Gewinn von 51,5 Mrd. Fr. erzielt. Nach einem Plus von 38,5 Mrd. Fr. in der ersten Jahreshälfte kamen damit im dritten Jahresviertel nochmals 13 Mrd. Fr. dazu.

Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug im Neunmonatszeitraum 42,7 Mrd. Fr., wie die Nationalbank am Donnerstag mitteilte. Dabei spülten die Zinserträge 6,9 Mrd. Fr. und die Dividendenzahlungen 2,9 Mrd. Fr. in die Kasse. Auf Zinspapieren (Obligationen etc.) resultierte ein Kursgewinn von 19,5 Mrd. Fr., auf Beteiligungspapieren (Aktien etc.) einer von 22,4 Mrd. Fr. Dagegen gab es wechselkursbedingte Verluste von insgesamt 8,9 Mrd. Fr.

Auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand resultierte derweil ein Bewertungsgewinn von 7,3 Mrd. Fr. Und auf den Frankenpositionen erzielte die Nationalbank einen Gewinn von 1,7 Milliarden, der im Wesentlichen aus den Negativzinsen auf Girokontoguthaben resultierte.

Das Ergebnis war in etwa so erwartet worden und deshalb keine grosse Überraschung. Die Ökonomen der Grossbank UBS (UBSG 11.69 -2.38%) etwa hatten den Gewinn auf knapp 50 Mrd. Fr. und diejenigen der Credit Suisse (CSGN 12.38 -2.63%) auf 51 Mrd. Fr. geschätzt.

Für das Gesamtjahr heisst der hohe Gewinn allerdings noch nichts. Die SNB weist in ihrer Mitteilung wie üblich darauf hin, dass das Ergebnis von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich.

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SNB mit Milliardengewinn

Nach einem Verlust 2018 rechnet die Schweizerische Nationalbank für 2019 mit einen Gewinn von 49 Mrd. Fr. Das maximale Dividendenbetrag wird ausgeschüttet.

(AWP) Die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 5510 -90)) hat gemäss provisorischen Berechnungen im Geschäftsjahr 2019 einen Gewinn von rund 49 Mrd. Fr. erzielt. Der Löwenanteil des Gewinns entfiel mit 40 Mrd. Fr. auf die Fremdwährungspositionen. Auf dem Goldbestand resultierte derweil ein Bewertungsgewinn von 6,9 Mrd. Fr., und der Erfolg auf den Frankenpositionen (mehrheitlich Negativzinsen) belief sich auf rund 2 Mrd. Fr.

Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven wird damit rund 5,9 Mrd. Fr. betragen, wie die SNB am Donnerstag mitteilte. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 45 Mrd. Fr. resultiere damit ein Bilanzgewinn von rund 88 Mrd. Fr.

Der hohe Gewinn für das abgelaufene Jahr kommt nicht ganz überraschend. Für die 9-Monats-Periode hatte die Nationalbank einen Gewinn von 51,5 Mrd. Fr. ausgewiesen, im vierten Quartal machte sie somit einen Verlust von rund 2,5 Mrd. Fr. Die Analysten der UBS (UBSG 12.705 0.09) etwa hatten im Vorfeld einen Jahresgewinn von rund 50 Mrd. Fr. geschätzt. 2018 hatte die SNB hingegen einen Verlust von knapp 15 Mrd. Fr. verbuchen müssen.

Der Gewinn von fast 50 Mrd. Fr. im vergangenen Jahr ermögliche eine Dividendenzahlung von 15 Fr. pro Aktie, was dem im Gesetz festgesetzten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von 1 Milliarde, teilte die SNB weiter mit. Bund und Kantonen steht zudem eine Zusatzausschüttung von 1 Mrd. Fr. zu, da die Ausschüttungsreserve (nach Gewinnverwendung) den Betrag von 20 Mrd. Fr. übersteigt.

Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 2 Mrd. Fr. geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve laut den SNB-Angaben noch rund 86 Mrd. Fr. betragen.

Neue Vereinbarung 2021

Diese hohe Ausschüttungsreserve ermöglicht es der Nationalbank, die Ausschüttungen an Bund und Kantone für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 «in begrenztem Ausmass und nach den gewohnten Prinzipien» über die vereinbarten Beträge hinaus zu erhöhen. Man strebe zu diesem Zweck eine Zusatzvereinbarung mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) an, schreibt die Nationalbank.

Diese soll die laufende Vereinbarung, die noch bis und mit Geschäftsjahr 2020 gilt, ergänzen. Für Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2021 bis 2025 werde dann im Verlauf von 2021 eine neue Gewinnausschüttungsvereinbarung abgeschlossen.

Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen wird am 2. März, der Geschäftsbericht am 19. März 2020 publiziert.

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