Alcon

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Alcon

Alcons Premiere

Am Mittwoch veröffentlicht der auf Augenheilmittel spezialisierte Konzern die ersten Semesterzahlen nach dem IPO. Hat sich das Wachstum beschleunigt?

Als letztes SMI-Unternehmen publiziert Alcon am Mittwoch die Halbjahreszahlen. Drei Monate nach der Abspaltung von Novartis ist die auf Augenheilmittel ausgerichtete Gesellschaft mit operativem Sitz in Genf noch nicht in Hochform.

Im ersten Quartal wuchs Alcon 4% in Lokalwährung, etwa gleich wie der Gesamtmarkt. Sie peilt 4 bis 6% pro Jahr an.

Mit neuen Produkten soll das Marktwachstum mit der Zeit übertroffen werden. Am Montag hat Alcon bekannt gegeben, in den USA mit der Lancierung einer neuen Tageslinse für den Massenmarkt zu beginnen. Die Kontaktlinse Precision 1 soll Anfang 2020 flächendeckend verfügbar sein. In diesem Segment verfügte das Unternehmen bislang nicht über ein konkurrenzfähiges Produkt.

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Zyndicate
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Kurshoch der Alcon-Aktie

Kurshoch der Alcon-Aktie lässt sich nicht rechtfertigen

Alcon präsentiert durchwachsende Zahlen, währenddem der Aktienkurs auf einem Rekordhoch steht. Der Augenpflegekonzern darf sich in den nächsten Monaten keine Patzer leisten - sonst droht der Kurs zu fallen.

Aktualisiert um 08:10

Von Lorenz Burkhalter

Die Abspaltung von Alcon vom ehemaligen Mutterhaus Novartis ist mit Blick auf den Börsenkurs ein voller Erfolg. Etwas mehr als vier Monate nach dem Börsendebüt liegt die Aktie des in der Augenheilkunde tätigen Unternehmens nur unwesentlich unter dem Rekordhoch von Mitte Mai bei knapp 64 Franken.

Doch wie die Zweitquartalszahlen vom Dienstagabend zeigen, läuft es operativ nicht ganz so rund, wie der Aktienkurs vermuteten liesse. Sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Kerngewinn (EBIT) verfehlt die ehemalige Novartis-Tochter die jeweiligen Analystenschätzungen. Gleichzeitig resultiert ein operativer Verlust.

Margenrückgang im zweiten Quartal

Die Anleger reagieren eher unterkühlt und strafen die in den letzten Tagen feste Alcon-Aktie im vorbörslichen Handel von Julius Bär mit einem Minus von 1,1 Prozent auf einen Mittelkurs von knapp 60 Franken ab.

J.P. Morgan gewinnt dem vorliegenden Zahlenkranz allerdings nicht nur negative Aspekte ab. Die US-Investmentbank begrüsst, dass sich das Umsatzwachstum in Lokalwährungen gegenüber dem vorangegangenen ersten Quartal auf 5 Prozent beschleunigt hat. Das deckt sich aber wiederum mit den Erwartungen. Negativ streicht J.P. Morgan hingegen den Rückgang der operativen Marge (EBIT) um 100 Basispunkte hervor.

Obwohl die US-Investmentbank unter anderem saisonale Aspekte für den Margenrückgang verantwortlich macht, erachtet sie die diesbezüglichen Erwartungen als verfehlt. Das Anlageurteil für die Alcon-Aktie lautet Neutral, das Kursziel wird weiterhin mit 55 Franken angegeben.

Kurs der Aktie nimmt einen makellosen Turnaround vorweg

Wie Morgan Stanley schreibt, fällt die Umsatzentwicklung im zweiten Quartal sogar etwas besser als erwartet aus. Anders als J.P. Morgan findet die US-Investmentbank Gefallen an der Absatzbelebung im Geschäft mit Kontaktlinsen. Nach einem überraschend schwachen ersten Quartal scheint Alcon in diesem Geschäftsbereich wieder in die Spur zu kommen. Morgan Stanley empfiehlt die Aktie wie bis anhin mit "Overweight" und einem Kursziel von 71 Dollar zum Kauf.

Wie aus dem hiesigen Berufshandel verlautet, hat sich die Aktienkursentwicklung bei Alcon vom Tagesgeschäft nach oben abgekoppelt. Die Aktie der ehemaligen Novartis-Sparte weise auf den nächstjährigen Erwartungen ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 30 auf.

Damit nehme der Kurs der Aktie einen makellosen Turnaround vorweg. Dies lässt aber auch keine Enttäuschungen zu. Angesichts der guten Investorennachfrage nach konjunkturunabhängigen Aktien aus dem Gesundheitsbereich rechnen Beobachter aber eher mit einem schleichenden Kurszerfall.

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Alcon-Linse «Panoptix» erhält

Alcon-Linse «Panoptix» erhält Zulassung der US-Gesundheitsbehörde

Der Augenheilkundekonzern Alcon kann seine Intraokularlinse mit dem Namen Panoptix auch in den USA vermarkten.

27.08.2019 07:17

Die US-Gesundheitsbehörde hat dem Produkt seinen Segen erteilt. Die Kontaktlinse mit drei Sehstärken richtet sich an Patienten, die eine Kataraktoperation (grauer Star) hinter sich haben.

Panoptix liefere eine Kombination aus Nah-, Mittel- und Fernsicht und reduziere gleichzeitig den Bedarf an Brillen nach der Operation erheblich, teilte Alcon am Dienstag mit. Alcon sehe nun vor, die Linse in den USA bis Anfang 2020 zur Verfügung zu stellen. Heute stehe das Produkt in bereits über 70 Ländern zur Korrektur der Alterssichtigkeit zur Verfügung.

(AWP)

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Die Unabhängigkeit bekommt

Die Unabhängigkeit bekommt Alcon gut

Alcon schlägt sich nach der Abspaltung von Novartis gut. Allerdings hat die Unabhängigkeit vom einstigen Mutterhaus ihren Preis. Das lastet vorbörslich auf der Aktienkursentwicklung.

20.11.2019 08:10

Von Lorenz Burkhalter

Im April entliess Novartis die einstige Tochter Alcon in die Eigenständigkeit. Das in der Augenheilkunde tätige Unternehmen könne sich unter dem Dach des Basler Mutterhauses nur ungenügend entfalten, so hiess es bis dahin.

Ein Blick auf den Zahlenkranz für das zurückliegende dritte Quartal zeigt, dass Alcon die Unabhängigkeit gut bekommt. Letztere hat allerdings ihren Preis: Anstatt mit 300 Millionen Dollar rechnen die Firmenverantwortlichen neuerdings sogar mit Kosten von bis zu 500 Millionen Dollar für die Abspaltung von Novartis. Hinzu kommen Kosten für ein neues Effizienzsteigerungsprogramm in Höhe von 300 Millionen Dollar

Am Zahlenkranz für das dritte Quartal gibt es hingegen nichts auszusetzen. Dank eines höher als erwartet ausgefallenen organischen Wachstums übertrifft der Umsatz mit 1,84 Milliarden Dollar selbst die kühnsten Analystenschätzungen. Auch der operative Kerngewinn fällt höher aus.

Die Anleger räumen den zusätzlichen Kosten ein ungleich höheres Gewicht als dem soliden dritten Quartal ein. Folglich verliert die Alcon-Aktie im vorbörslichen Handel von Julius Bär 0,6 Prozent auf einen Mittelkurs von 58 Franken.

Analysten urteilen mehrheitlich positiv

Morgan Stanley zufolge hat die Umsatzentwicklung zwischen Juli und September eine Beschleunigung auf 5,7 Prozent erfahren. Die US-Investmentbank begrüsst die Bekanntgabe eines Effizienzsteigerungsprogramms. Ihres Erachtens gilt das Interesse der Alcon-Verantwortlichen zusehends der Margenentwicklung. Bei Morgan Stanley wird die Aktie wie bis anhin mit "Overweight" und einem Kursziel von 71 Dollar zum Kauf empfohlen.

Auch Goldman Sachs gewinnt dem Zahlenkranz vorwiegend positive Aspekte ab. Die bankeigenen Schätzungen seien sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Kerngewinn leicht übertroffen worden, so schreibt die mächtige US-Investmentbank. Sie bezeichnet das Ergebnis als ermutigend und fühlt sich davon in ihrer Kaufempfehlung sowie im 12-Monats-Kursziel von 66 Franken bestätigt.

Einzig J.P. Morgan äussert sich etwas zurückhaltender und verspricht sich nur geringfügige Veränderungen bei den diesjährigen Umsatz- und Gewinnerwartungen. J.P. Morgan stuft die Aktie deshalb nur mit "Neutral" und einem 56 Franken lautenden Kursziel ein.

Zweifel an der Erreichbarkeit der Jahresvorgaben verstummen

Alcon nutzt die Ergebnisveröffentlichung, um die diesjährigen Zielvorgaben zu überarbeiten. Während die Bandbreite für das Umsatzwachstum auf 4 bis 5 Prozent(zuvor 3 bis 5 Prozent) nach oben verengt wird, grenzt das Unternehmen jene für die operative Kernmarge auf 17 bis 17,5 Prozent (zuvor 17 bis 18 Prozent) ein.

In den letzten Wochen liessen vor allem saisonale Gegebenheiten leise Zweifel an der Erreichbarkeit der diesjährigen Zielvorgaben aufkommen, gilt das Schlussquartal für gewöhnlich doch als das Schwächste des ganzen Jahres. Beobachter sehen diese Zweifel nun aber verstummen.

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