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Studie: Bedeutung Chinas für

Studie: Bedeutung Chinas für UBS und CS wird masslos überschätzt

Auch für Banken wie UBS und Credit Suisse gilt China als Wachstumsmarkt. Nun behauptet die britische Grossbank Barclays, dass den beiden Grossbanken ihre dortige Präsenz kein Glück bringe. Zu Recht?

28.11.2019 08:28

Von Lorenz Burkhalter

China gilt als Wachstumsmarkt. Deshalb haben in den letzten Jahren viele Schweizer Unternehmen ihre Präsenz in der Volksrepublik ausgebaut. Unter ihnen befinden sich auch die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse.

Das überrascht nicht, wuchsen die dortigen Nettovermögen zwischen Januar 2010 und Juni 2019 doch jährlich um gut 14 Prozent und damit so stark wie nirgendwo sonst auf der Welt. Das zumindest zeigen Erhebungen der Credit Suisse. Zum Vergleich: Weltweit lag das jährliche Wachstum der Nettovermögen in dieser Zeitspanne bei gerade mal 4 Prozent.

Erdrückende Dominanz grosser chinesischer Banken

Nichtsdestotrotz halten die Bankenanalysten der britischen Barclays die Bedeutung Chinas als Wachstumsmarkt für UBS und Credit Suisse für masslos überschätzt. Denn obwohl beide Grossbanken über eine bessere Marktstellung als viele ihrer westlichen Rivalen verfügen würden, sei der Gewinnbeitrag aus China noch immer vernachlässigbar, so das vernichtende Urteil der Analysten.

Sie glauben nicht, dass sich daran in Zukunft etwas ändern wird. Da wären einmal die strikteren Kapitalverkehrskontrollen. Diese erschweren es chinesischen Bürgern und Unternehmen, im Ausland zu investieren. Vermutlich sind die Auslandsinvestitionen Chinas nicht zuletzt auch deshalb seit 2016 rückläufig. Das bekommen die beiden Schweizer Grossbanken im sogenannten Offshore-Banking zu spüren.

Barclays weiterhin vorsichtig für Schweizer Grossbankaktien

Wie die Barclays-Analysten weiter schreiben, herrscht im Binnenmarkt hingegen ein ziemlich intensiver Wettbewerb. Die fünf grössten heimischen Banken verwalten gemeinsam die stattliche Summe von 1000 Milliarden Dollar. Ihre Dominanz ist geradezu erdrückend und verhindert, dass westliche Banken wie UBS und Credit Suisse im sogenannten Onshore-Banking auf einen grünen Zweig kommen.

Bei der britischen Barclays wird die Aktie der Credit Suisse deshalb bloss mit "Equal Weight" und einem Kursziel von 12,50 Franken eingestuft. Das entspricht einem Rückschlagspotenzial von rund 6 Prozent. Die UBS-Aktie empfiehlt die Grossbank gar mit "Underweight" zum Verkauf. Mit 10 Franken liegt das Kursziel für die grösste Schweizer Bank sogar fast 20 Prozent unter dem aktuellen Kursen.

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Auch UBS setzt Fokus auf

Auch UBS setzt Fokus auf «Nicht-Superreiche»

Die UBS Group AG plant reduzierte Dienstleistungen für eine größere Gruppe vermögender Kunden unter einem Einkommen von fünf Millionen Franken.

29.11.2019 08:11

Mit dieser Veränderung, bei der die untersten Ränge der Reichen betreut werden, folgt die Schweizer Bank dem Beispiel des Wettbewerbers Credit Suisse Group AG.

Ab Anfang nächsten Jahres werden Kunden in der Schweiz mit einem Vermögen zwischen 500.000 Dollar und 5 Millionen Dollar unter ein neues Abdeckungsmodell fallen, bei dem mehr Technologie und weniger menschliche Interaktionen zum Einsatz kommen, schrieb Christine Novakovic, Chefin der Vermögensverwaltung in Europa, im Nahen Osten und in Afrika, in einem Memo an die Mitarbeitern. Zuvor waren Kunden mit mehr als 2 Millionen Dollar in einem anderen Segment erfasst, in dem sie automatisch einen persönlichen Berater hatten.

Kunden mit bis zu 5 Millionen Dollar seien eine der wichtigsten Kundengruppen der Bank, erklrärte Novakovic in dem Memo, in das Bloomberg Einblick hatte. Kundendaten und Umfragen zeigen, dass sich die Kundenbedürfnisse oberhalb der 5-Millionen-Dollar-Marke allmählich ändern, hieß es weiter.

Der Schritt unterstreicht die zunehmende Fokussierung der Vermögensverwalter auf die noch nicht Super-Reichen, um die Rentabilität zu steigern. Der Konkurrent Credit Suisse, nach der UBS die zweitgrößte Privatbank der Schweiz, gründet innerhalb seines internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts einen neuen Teilbereich für die am wenigsten Reichen. Credit Suisse geht davon aus, dass sie für die Bank rentabler sein können als ihre Milliardärskunden.

(Bloomberg)

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UBS muss wegen US

UBS muss wegen US-Hypothekenpapieren vor Gericht

Die Grossbank UBS muss sich in den USA vor Gericht in einem Fall von mutmasslichem Betrug bei Wertpapiergeschäften am amerikanischen Immobilienmarkt vor der Finanzkrise verantworten.

11.12.2019 09:31

Eine US-Bundesrichterin wies am Dienstag einen Antrag der Bank auf Abweisung einer Klage der US-Regierung zurück. In dieser wird dem grössten Schweizer Geldhaus vorgeworfen, "katastrophale" Anlegerverluste mit Hypothekenverbriefungen - sogenannten Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) - verursacht zu haben.

US-Bezirksrichterin Margo Brodie in Brooklyn, New York, erklärte, das Justizministerium habe ausreichend geltend gemacht, dass die UBS von 2005 bis 2007 in betrügerischer Absicht oder leichtsinnig gegenüber Anlegern handelte. Diese hatten Wertpapiere gekauft, die durch mehr als 41 Milliarden Dollar Subprime- und andere riskante Kredite besichert waren. Ein Anwalt der UBS lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Regierung hat sich in ihrer Klage vom November 2018 nicht auf eine Entschädigungssumme festgelegt, allerdings erklärt, dass Investoren "viele Milliarden Dollar verloren haben". Es ist einer der letzten anhängigen Fälle dieser Art - zahlreiche grosse US-amerikanische und europäische Banken haben ähnliche Verfahren inzwischen beigelegt. Das Geschäft mit der Verbriefung von risikoreichen und schlechten Krediten in Wertpapieren gilt als eine der Hauptursachen der Finanzkrise.

(AWP)

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Eine verlorene Dekade für

Eine verlorene Dekade für europäische Banken geht zu Ende

Europäische Banken sind in den letzten zehn Jahren teils weit hinter die US-Konkurrenz gefallen. Das neue Jahr verleitet zu wenig Optimismus.

28.12.2019 07:17

Die europäischen Banken erholen sich zum Jahresende dank der positiven Anzeichen für ein US-China-Handelsabkommen zwar etwas. Positiv wirken auch der Aufschwung von Grossbritanniens Banken nach den Wahlen sowie eine Erholung der Renditen von Staatsanleihen.

Allerdings ist der europäische Bankensektor immer noch einer der schlechtesten im Index Stoxx 600 im Jahr 2019. Und wenn man auf die ganze Dekade zurückschaut und europäische mit US-Banken vergleicht, dann tun sich Welten auf. Während sich der Bankenindex des S&P 500 in den USA seit 2010 verdreifacht hat, ist der Bankenindex des Stoxx 600 in Europa um 35 Prozent gefallen.

Die Aktie der Credit Suisse hat seit 2010 über 70 Prozent an Wert verloren. Sie ist damit die schlechteste aller 20 Aktien aus dem Swiss Market Index in der letzten Dekade. Die Aktie der UBS verlor rund 25 prozent, sie ist die drittschlechteste SMI-Aktie seit 2010, wie eine Auswertung von cash.ch kürzlich gezeigt hat (zum Artikel geht es hier).

Die zahlreichen Herausforderungen der europäischen Banken werden 2020 nicht kleiner: Schwache Rentabilität, regulatorischer Gegenwind bei den Kapitalanforderungen, Zentralbanken, die sich weiterhin im Lockerungsmodus befinden, Leitzinsen unter Null wie auch makroökonomische Daten Makrodaten, die noch keine Erholung anzeigen. 

(Bloomberg/cash)

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UBS will in der

UBS will in der Vermögensverwaltung bis 500 Stellen streichen

Angesichts der Restrukturierung des Privat Bankings ändert die UBS die Zuständigkeiten im Wealth Management der Region Europa, Naher Osten und Afrika. Dabei fällt ein Stellenabbau an.

07.01.2020 08:17

Laut einer internen Nachricht an die Beschäftigten wird die Bank bis zu 500 Stellen streichen.

Die Sparten-Co-Chefs Iqbal Khan und Tom Naratil teilen das EMEA-Wealth Management in drei Regionen: Die Zuständigkeit von Christl Novakovic wird auf Westeuropa verengt, sie bleibt Vorstandschefin der UBS Europe. Zentral- und Osteuropa wird künftig von Caroline Kuhnert geleitet. Ali Janoudi wird das Geschäft im Nahen Osten und in Afrika leiten.

Im Rahmen der Umstrukturierung sollen drei Management-Ebenen entfallen. Die Massnahmen sollen die Bank in die Lage versetzen, die Kreditvergabe an reiche Kunden auszubauen, zeitaufwendige Verhandlungen zwischen Vermögensverwaltern und der Investmentbank sollen künftig entfallen.

(Bloomberg)

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Iqbal Khan drückt der UBS

Iqbal Khan drückt der UBS seinen Stempel auf

Mit dem Wechsel des Ex-Credit-Suisse-Banker Iqbal Khan sind bei der UBS hunderte Management-Stellen bedroht. Er hält sich an das Drehbuch seines alten Arbeitgebers. Eine Tageszusammenfassung.

07.01.2020 19:02

Mit einem Umbau will UBS-Hoffnungsträger Iqbal Khan die Vermögensverwaltungssparte der Schweizer Grossbank auf Vordermann bringen. Drei Monate nach Khans Amtsantritt als Chef der Sparte stellten er und Co-Divisionsleiter Tom Naratil den Mitarbeitern am Dienstag ihren Marschplan für das Schlüsselgeschäft des Konzerns vor. Mit dem Abbau von bis zu drei Management-Ebenen will die Doppelspitze die Voraussetzung schaffen, dass die Berater schneller auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren können. UBS hofft, dadurch das Wachstum in ihrem Kerngeschäft ankurbeln zu können. Der Sanierung dürften einem Insider zufolge Hunderte von Stellen im mittleren Management zum Opfer fallen.

Mit Kundengeldern von 2,5 Billionen Dollar ist die UBS der weltweit grösste Vermögensverwalter für reiche Privatkunden. Doch zuletzt konnte das Institut in diesem Kerngeschäft, aber auch konzernweit die Erwartungen oft nicht erfüllen. Neuen Schub soll nun Khan bringen, der Anfang Oktober den Posten des glücklosen ehemaligen Commerzbank-Chefs Martin Blessing übernahm.

Khan und Naratil kamen im Rahmen einer mehrmonatigen Analyse nun zum Schluss, dass die UBS zwar ein hervorragendes Angebot habe. "(Aber) unsere Kunden und unsere Berater müssen davon einfacher und schneller profitieren können", hiess es in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden internen Memo an die Belegschaft. Die beiden wollen die Division nun straffen und eine flachere Hierarchie einführen. Einer mit der Situation vertrauten Person zufolge könnte das rund zwei Prozent der zuletzt 22.748 Mitarbeitern den Job kosten. Dies würde knapp 500 Stellen entsprechen. "Wir bringen unsere Berater näher an das Senior Management heran als jemals zuvor", sagte Khan zu Reuters.

Die Region Europa, Naher Osten und Afrika (Emea) stellen die beiden Manager neu auf. Mit sofortiger Wirkung werde die Region in die drei Einheiten EU, Zentral- und Osteuropa sowie Naher Osten und Afrika unterteilt. Geleitet werden die Einheiten von Christl Novakovic, Caroline Kuhnert und Ali Janoudi. Die bisherige Emea-Chefin Novakovic muss sich damit mit einer bescheideneren Rolle begnügen.

Meisterprüfung für Khan?

Neben der neuen Aufteilung des Europa-Geschäfts hält sich Khan auch bei anderen Massnahmen an das Drehbuch, dem er bereits bei seinem alten Arbeitgeber Credit Suisse gefolgt war. Dazu gehörte die verstärkte Vergabe von Krediten an reiche Privatkunden und eine Verzahnung der Vermögensverwaltung mit der Investmentbank. "Wir wollen den Vermögensverwaltungskunden die Produktepalette anbieten, die bisher Firmenkunden vorbehalten war", sagte Naratil. Zudem will UBS den eigenen Kunden nicht nur Anlagen in Drittfirmen ermöglichen, sondern auch in die privat gehaltenen Unternehmen von anderen Vermögensverwaltungskunden, und damit von beiden Seiten Gebühren einstreichen. Insgesamt könnte die UBS mit diesen Massahmen die verwalteten Vermögen um jährlich rund 75 Milliarden Dollar steigern, rechnete Khan vor.

Der Schweizer Khan und der Amerikaner Naratil dürften damit auch versuchen, die Profitabilität zu verbessern. Bei Credit Suisse konnte Khan den Vorsteuergewinn innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppeln. Für ihn steht bei der UBS viel auf dem Spiel. Hat er Erfolg, gilt er als Favorit für die Nachfolge von Konzernchef Sergio Ermotti. Die Anleger zeigten Vorfreude: Die UBS-Aktie kletterten um zwei Prozent.

(Reuters)

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Elias
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Grossausfall des UBS-Computersystems „Severity Code 2“-Fehler

Seit heute früh stehen unzählige Applikationen still, darunter das E-Banking und die Digital-Zahllösung Twint. Wie lange noch?

Die UBS erlebt in diesen Stunden einen Grossausfall ihres Systems. Seit heute morgen liegt ein sogenannter „Severity Code 2“-Fehler vor.

Gemäss Literatur bedeutet das den Ausfall von „major portions of the Software“. Laut einem Insider würden bei der Bank derzeit „Hunderte von internen Applikationen nicht laufen“.

Effektiv läuft das elektronische Banking der UBS seit Stunden nicht. Und auch Twint würde nicht gehen. Mit der bargeldlosen Zahllösung versucht die UBS, Apple Pay zu schlagen.

Der Ausfall wurde heute Morgen um 9 Uhr von der UBS-Medienstelle bestätigt. Man könne noch nichts über Ausmass und Gründe sagen und würde sich wieder melden.

Tote Leitung: UBS E-Banking (IP)

Wenn zutrifft, dass Hunderte von Programmen nicht laufen, dann wäre das einer der grösseren Ausfälle bei der führenden Bank der Schweiz. Bisher lief ihr System stabiler als jenes anderer Banken.

So verzeichnete zu Jahresbeginn die ZKB Probleme, auch bei der Postfinance soll es zu Ausfällen gekommen.

Doch bei der UBS könnte das Problem nun weit gravierender sein. Je nachdem, wie lange es dauert, bis die Applikationen wieder vollständig laufen, sind die UBS-Kunden vom Zugang zu ihren Gelder abgeschnitten.

Out of Order (IP)

Auch mobil läuft derzeit gar nichts mehr, wie Aufrufe zeigen. „UBS Mobile Banking steht zurzeit nicht zur Verfügung“, erscheint scheint dem frühen Morgen auf dem Handy.

Wie stark die Kommunikation im Innern der Bank betroffen ist, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Auch da stellt sich die Frage, wie der Betrieb in diesen Stunden effizient aufrechterhalten werden kann.

Mit jeder Stunde, die der Grossausfall länger dauert, wird das Problem grösser und gravierender. Kurz vor 10 Uhr lief immer noch nichts.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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UBS besetzt zwei

UBS besetzt zwei Verwaltungratsposten neu

Im Aufsichtsgremium der grössten Schweizer Bank kommt es zu Veränderungen. Veteranen halten Einzug.

10.01.2020 07:04

Die UBS schlägt der Generalversammlung vom 29. April Nathalie Rachou und Mark Hughes zur Wahl in das Aufsichtsgremium vor, wie das Institut am Freitag in einer Mitteilung bekanntgab. Die langjährigen Verwaltungsräte David Sidwell und Isabelle Romy träten zurück.

Die 1957 geborene Rachou sei seit zwölf Jahren Mitglied des Verwaltungsrats der Großbank Societe Generale, gebe diese Funktion aber im Mai ab. Die Französin sei zudem Beraterin beim Vermögensverwalter Rouvier Associes. UBS befindet sich in Zusammenhang mit unversteuerten Kundengeldern in einem Rechtsstreit mit Frankreich.

Mark Hughes war bis 2018 Risikochef der Royal Bank of Canada. Zurzeit sei der 1958 geborene Kanadier Vorsitzender des Global Risk Institute und Gastprofessor an der Leeds University.

(Reuters)

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Hongkong hebt IPO-Verbot für

Hongkong hebt IPO-Verbot für UBS vorzeitig wieder auf

Die Schweizer Grossbank UBS darf ab sofort wieder Börsengänge in Hongkong in federführender Rolle begleiten. Die Regulierungsbehörde SFC hob das entsprechende Verbot eigenen Angaben vom Dienstag nach einer Überprüfung der internen Prozesse des Instituts wieder auf.

14.01.2020 11:15

Die Überprüfung dauerte zehn Monate und wurde zwei Monate früher als ursprünglich geplant abgeschlossen. Die SFC hatte Mitte März 2019 entschieden, dass die UBS und ihre lokale Tochter ein Jahr lang keine IPOs mehr organisieren dürfen, und zudem eine Busse verhängt.

Auslöser des Rechtsstreits war die Rolle der UBS bei mehreren Börsengängen. Eine der Firmen wurde nur 14 Monate nach dem Listing liquidiert. Daraufhin hatte die SFC die Banken unter die Lupe genommen, die eine Börsennotierung als sogenannter Sponsor begleitet haben. In dieser federführenden Rolle erhält eine Bank normalerweise höhere Gebühren als andere beteiligte Institute, bürgt jedoch auch für die Korrektheit der Informationen zu einem Unternehmen.

Die UBS wollte sich zur Aufhebung des Verbots nicht äussern.

(AWP)

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UBS will Vermögensverwaltung

UBS will Vermögensverwaltung in Miami ausbauen

Die UBS plant die Eröffnung einer neuen Einheit in Miami, die mit lateinamerikanischen Vermögensverwaltern zusammenzuarbeiten soll.

14.01.2020 10:39

Dies geschieht im Rahmen von umfassenderen Bemühungen der Schweizer Bank ist, ihr Geschäft in den USA auszubauen. Die neue Niederlassung werde mit sechs Mitarbeitern starten und Dienstleistungen für Boutique-Firmen anbieten, die nicht über die Fähigkeiten einer grossen Privatbank verfügen, so Stefano Veri, Leiter des Financial Intermediaries (Geschäft mit externen Vermögensverwaltern) von UBS.

Die UBS plane, im ersten Jahr bis zu zehn Mitarbeiter einzustellen für den Bereich, der Mariana Gregori unterstellt wird. "Mit dem neuen Hub erschliesst sich UBS ein Potenzial von mehreren zehn Milliarden Dollar, die von lateinamerikanischen Finanzintermediären verwaltet werden, die Vermögenswerte in den USA buchen”, so Veri.

Der Vorstoss erfolgt inmitten einer umfassende Neuausrichtung des Wealth-Management-Geschäft der UBS unter den Co-Chefs Tom Naratil und Iqbal Khan, die mit der Wiederbelebung der wichtigsten Einheit der Bank beauftragt wurden.

(Bloomberg/cash)

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HeMu
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Vorgezogener Frühlingsputz

https://www.cash.ch/news/top-news/banken-ubs-leitet-der-vermoegensverwaltung-umfassenden-stellenabbau-ein-1461444

 

Der Khan soll mal schön Ordnung in die Rümpelkammer bringen und die überbezahlten Lohnempfänger rausschmeissen.

Die haben sich lange genug an unserem Geld gelabt. 

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UBS verweigert deutschem

UBS verweigert deutschem Kunden die Aushändigung von 8 Kilo Gold

Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines deutschen Kunden der Grossbank UBS teilweise gutgeheissen. Der Mann verlangte, dass ihm seine 299 Unzen Gold ausgehändigt werden. Die Bank weigerte sich, weil der Mann die korrekte Versteuerung des Goldes nicht schriftlich bestätigen wollte. Nun muss das Aargauer Obergericht als Vorinstanz prüfen, ob sich die UBS mit der Herausgabe der rund 8,4 Kilogramm Gold nach deutschem Recht strafbar machen würde.

16.01.2020 12:00

Der Deutsche investierte in den Jahren 2003 und 2007 drei Mal in ein Edelmetallkonto der UBS. Im Januar 2014 wollte er seine Goldunzen abholen. Sie hatten damals einen Wert von rund 330'000 Franken.

Weil der Mann das Offenlegungsformular für die korrekte Versteuerung nicht unterzeichnen wollte, kündigte die Bank die Geschäftsbeziehung auf Ende März 2014. Der Kunde hatte nichts dagegen. Nach wie vor verlangte er jedoch die Herausgabe des Goldes. Eine Überweisung an ein anderes Finanzinstitut schlug er aus.

Im Februar 2019 entschied das Aargauer Obergericht den Streit im Sinne der UBS. Es kam zum Schluss, die Bank habe auf der Basis des Geldwäschereigesetzes dafür zu sorgen, dass die Papierspur nicht verwischt werde. Dies bedeutet, es muss aufgrund von Unterlagen nachvollziehbar bleiben, woher die Werte stammen und wohin sie gehen.

Das Obergericht stufte die Herausgabe zudem als sittenwidrig ein, da sie gegen aufsichtsrechtliche Normen verstossen würde, die der öffentlichen Ordnung und Sittlichkeit dienten.

Deutsches Recht mitentscheidend

Das Bundesgericht sieht die Sache etwas anders und hat in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil den Entscheid des Aargauer Obergerichts aufgehoben. Gemäss den Lausanner Richtern ist im vorliegenden Fall nicht von einer zweifelhaften Geschäftsbeziehung auszugehen. Mit der physischen Auslieferung des Goldes werde somit nicht das Geldwäschereigesetz verletzt. Deshalb bestehe auch keine Pflicht, die Spur der Transaktion zu bewahren.

Allerdings stellt sich für das Bundesgericht die Frage, ob mit der Aushändigung der Unzen deutsches Recht verletzt würde. Dadurch könnte als Folge ein Verstoss gegen schweizerische Aufsichtsnormen gemäss dem Bankengesetz vorliegen.

Das Aargauer Obergericht muss nun insbesondere prüfen, ob die Aushändigung des Goldes als strafrechtlich relevante Beihilfe zu einem Steuerdelikt nach deutschem Recht zu qualifizieren wäre. Das Bundesgericht will vermeiden, dass Banken jedes entfernte Risiko einer eigenen Sanktionierung auf einen ausländischen Kunden abwälzen können, wie aus dem Urteil hervor geht.

Selbst bei einem möglichen Risiko einer Strafverfolgung der Bank im Ausland, dürfe nicht ohne eine länderspezifische Prüfung geschlossen werden, dem deutschen Kunden sei zuzumuten, seine Vermögenswerte steuerlich offen zu legen und eine allfällig notwendige Steuerbereinigung vorzunehmen. Die Interessen des Kunden und der Bank seien gegeneinander abzuwägen.

(Urteil 4A_263/2019 vom 02.12.2019)

(AWP)

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UBS strukturiert Wealth

UBS strukturiert Wealth Management in Asien um

Im Rahmen der globalen Umstrukturierung im Wealth Management hat die UBS Group den Geschäftsbereich nun auch in Asien umgekrempelt.

17.01.2020 06:41

Informierten Kreisen zufolge wurde der Leiter des internationalen Privatbankgeschäfts in China, LH Koh, zum Co-Chef des Bereichs Global Family Office für die Region Asien-Pazifik ernannt. Wie zu hören war, teilt er seine Aufgaben mit dem gegenwärtigen Chef der Sparte, Anurag Mahesh.

David Man wurde den Angaben zufolge im Wealth Management der Region Greater China zum regionalen Vize-Chairman berufen. Er arbeitet seit 1996 für die Bank und hat das Taiwan-Geschäft mit hoch vermögenden Kunden geprägt.

Die umstrukturierte Geschäftseinheit Asian Wealth umfasst:

In Singapur:

  • Patricia Quek - Bereichsleiterin, Singapur und MalaysiaTian-Ong Foo - Bereichsleiter, Thailand und PhilippinenRaymond Ang - Bereichsleiter Indonesien, Greater China (Singapur) und Japan International

In Hongkong:

  • Adeline Chien - Bereichsleiterin Hongkong Inland und Südostasien (Hongkong)Marina Lui - Bereichsleiter für China (internationale und nationale Teams)Francis Liu - Bereichsleiter Taiwan International

Alle Führungskräfte berichten an Amy Lo und August Hatecke, Co-Chefs des Wealth Managements für die APAC-Region.

Eine Sprecherin der UBS in Hongkong bestätigte die Ernennungen.

(Bloomberg)

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Wird 2020 das Jahr der UBS?

Wird 2020 das Jahr der UBS?

2019 hat die Credit Suisse den Erzrivalen an der Börse klar abgehängt. 2020 könnte es genau anders herum laufen. Eine Vorschau auf das Jahr und die Jahresresultate.

20.01.2020 06:00

Von Henning Hölder

Für die beiden Schweizer Grossbanken hätte das vergangene Jahr börsentechnisch nicht unterschiedlicher verlaufen können. Während die Titel von Credit Suisse (CS) mit einem Jahresplus von 22 Prozent einigermassen mit dem starken Markt mithielten, trat die UBS-Aktie auf der Stelle. Mit einem Mini-Plus von 0,2 Prozent war die grösste Schweizer Bank der zweitschlechteste Performer im Swiss Market Index (SMI). 

Dabei war das Jahr 2019 nicht einmal ein besonders schlechtes für die UBS. Doch der Aktienkurs dümpelt zum Leidwesen des Managements und der Investoren seit vielen Jahren vor sich hin. Das hat Gründe.

"Zahlenmässig ist bei der UBS seit einigen Jahren weder auf Ertrags- noch auf Kostenseite viel passiert", sagt Andreas Vendetti, Analyst bei der Bank Vontobel. Heisst: Das Geschäft läuft mehr oder weniger stabil, ohne grosse Ausreisser nach oben oder nach unten. Allerdings auch ohne grosse Zukunftsaussichten.

Kursverlauf der UBS-Aktie (rot) und der CS-Aktie (grün) 2019, Quelle: www.cash.ch

Die Börsenperformance beider Banken deckt sich mit der jüngeren Berichterstattung, die meist zugunsten der CS ausfiel (die Khan-Affäre ausgenommen). Die Nummer 2 auf dem Schweizer Bankenplatz machte zuletzt mit grossen Umstrukturierungen von sich reden. CS-CEO Tidjane Thiam wurde sogar vom "Economist" als Bankenretter gefeiert, der in Manier eines "L’ingénieur" an den richtigen Schrauben drehe.

Die UBS mit Sergio Ermotti an der Spitze fiel dagegen hauptsächlich mit Negativschlagzeilen auf. Sinkende Margen, Frankreich-Prozess oder eine fehlende Strategie für die Zukunft sind nur einige Punkte. Mit Spannung werden die Jahresergebnisse erwartet, die UBS am Dienstag vorstellen wird. CS lässt sich mit den Zahlen noch bis Februar Zeit. 

UBS-Aktie mit kleinem Kursfeuerwerk

Doch seit Anfang Januar scheint sich der Wind ein wenig zu drehen. Die UBS-Aktie gehört zu den Gewinnern der ersten 14 Tage des neuen Jahres (cash berichtete). Zu Recht?

"Der eine oder andere Broker versucht momentan, aus der UBS eine positive Story zu machen", sagt ein Marktteilnehmer gegenüber cash. Ob die Bank ihren guten Schwung weiter mitnehmen kann, hänge vor allem von der Personalie Iqbal Khan ab, der auf der Kostenseite einiges voranbringen möchte. "Die Fantasie auf der Kostenseite muss bald mit Fakten untermauert werden, dann ist die Ausgangslage gut", so der Insider.

Auch für die Analysten der Bank J.P. Morgan sind bei der UBS alle Augen (und Hoffnungen) auf das Kosten-Management um den neuen UBS-Mann Iqbal Khan gerichtet. "Wir glauben, dass UBS seine geschätzten Jahreskosten 2019 von 22,8 Milliarden Dollar um mindestens eine Milliarde Dollar drücken muss", schreibt die Bank in einer Studie. Insgesamt ist man zuversichtlich, dass die Bank vor allem im Global Wealth Management, welches rund 61 Prozent zum Nettogewinn beiträgt, Fortschritte auf der Kostenseite machen kann.

Kleiner Kurssprung der UBS-Aktie Anfang Jahr, Quelle: www.cash.ch

Für Vontobel-Experte Vendetti ist bei der UBS ebenfalls die Entwicklung des Global Wealth Managements entscheidend für die Grossbank. Hier sieht er in den Plänen Khans durchaus positive Punkte, "die nicht nur den blossen Stellenabbau betreffen".

Positiv sei etwa, dass die Bank mehr Kompetenzen von der Zentrale in die Regionen bringen möchte, um die Kommunikations- und Entscheidungswege verkürzen. "Es ist wichtig, dass Entscheidungen schneller gefällt werden können", so Vendetti. Positiv sei auch, dass die Bank Doppelspurigkeiten im Wealth Management und Investment Banking zusammenlegen wolle.

Skeptischer äussert sich Tobias Kistler von der St. Galler Kantonalbank. "Die Restrukturierungspläne der UBS haben wir bei anderen Banken bereits tausendfach gesehen." Er geht nicht davon aus, dass die UBS langfristig den Aktionärswert steigern kann, das Gegenteil sei wahrscheinlicher. "Die UBS-Kursanstiege von Anfang Jahr sind jetzt durch", so Kistler. Gleiches gelte allerdings auch für die Konkurrentin CS. "Wir sind beiden Schweizer Grossbanken gegenüber eher kritisch eingestellt."

«Der grosse Move bei CS schon vorbei»

Die CS hat im Gegensatz zur UBS bereits einen grossen Umstrukturierungsprozess hinter sich. CEO Thiam hat die Kosten senken können, wodurch auch die Erträge wieder zurückkamen. Genau das könnte laut Venditti aber vor allem puncto Aktienperformance in 2020 zum Nachteil werden. "Zwar ist bei grossen Unternehmen immer Sparpotential vorhanden, doch der grosse Move auf der Kostenseite ist bei Credit Suisse bereits erfolgt", sagt der Vontobel-Experte.

Zudem sei die CS zuletzt ziemlich aktiv gewesen mit dem Generieren von Sondererlösen, wie Immobilien- und Beteiligungsverkäufe oder auch Gewinne dank Rechnungslegungsänderungen. Venditti erwartet deswegen, dass Credit Suisse im Februar starke Zahlen für das Gesamtjahr 2019 präsentieren wird. "Ich bezweifle allerdings, dass das Ergebnis nachhaltig sein wird."

Dividendentechnisch liegt klar die UBS vorne, die derzeit 70 Rappen je Aktie ausschüttet. Experten erwarten, dass die UBS diese Woche eine Dividendenerhöhung auf auf bis zu 73 Rappen verkünden wird. Das würde eine Dividendenrendite von stolzen 6 Prozent ergeben. Bei CS liegt die Dividendenrendite lediglich bei etwa 2 Prozent.

Analysten pro UBS

Das Gros der Analysten setzt die Kursziele bei der UBS höher an. Kepler, Bank Berenberg, Bank of America, J.P. Morgan sowie Royal Bank of Canada setzen allesamt Kursziele zwischen 14,50 und 16 Franken, was im besten Fall ein Kursplus von 26 Prozent zum heutigen Kurs hiesse. Einzig SocGén sieht den Kurs mit gerade einmal 9 Franken in 12 Monaten deutlich tiefer als heute. Bei CS setzt eine Mehrheit der Analysten ein moderates Kursziel zwischen 13,50 und 15,50 Franken. Im besten Fall wäre das immerhin ein Plus von 14 Prozent zum derzeitigen Kurs.

Doch auch wenn sich die Restrukturierungsprozesse bei CS und UBS weiter gut entwickeln sollten, hängt über den Grossbanken stets das Damoklesschwert einer schwächelnden Wirtschaft. Die Banken profitierten jahrelang von steigenden Aktienmärkten, getrieben durch eine robuste Weltwirtschaft.

Auch wenn die Mehrheit der Analysten derzeit nicht von einer Rezession ausgeht: Anlegern sollte stets bewusst sein, dass ein Wirtschaftsabschwung die Grossbanken trotz einer noch so erfolgreichen Restrukturierung massiv belasten würde.

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Ausblick UBS: Q4-Ergebnis von

Ausblick UBS: Q4-Ergebnis von 590 Millionen US-Dollar erwartet

Die UBS publiziert am Dienstag, 21. Januar das Geschäftsergebnis zum vierten Quartal 2019. Zum AWP-Konsens haben insgesamt zwölf Analysten beigetragen.

20.01.2020 13:50

Q4 2019E (in Mio USD) AWP-Konsens Q4 18A Q3 19A Geschäftsertrag 6'997 6'972 7'088 Gewinn vor Steuern 781 481 1'345 Konzernergebnis 600 315 1'049 Gewinn vor Steuern adj. 1'132 478 1'459 - GWM 856 302 919 - P&C Banking 315 303 362 - Investment Bank 72 -5 203 2019E 2018A (in Fr.) Dividende je Aktie 0,735 0,70

FOKUS: Die grösste Schweizer Bank könnte nach einem insgesamt eher schwierigen 2019 wohl gezwungen sein, ihre Finanzziele nach unten anzupassen. Die erwarteten neuen Ziele dürften laut Analysten denn auch im Fokus der Zahlenbekanntgabe stehen, mehr als das eigentliche Quartalsergebnis jedenfalls. Investoren werden sich wohl vor allem für das Ausmass der Zielsenkung interessieren, heisst es etwa in einem Kommentar der Bank Vontobel.

So hat etwa die Konkurrentin Credit Suisse im Dezember die Zielvorgabe für das Renditeziel (ROTE) von 11 bis 12 Prozent auf 10 Prozent gesenkt. Die UBS wollte ursprünglich für das vergangene Jahr auf ihrem regulatorischen Kapital (CET1) eine Rendite von 15 Prozent erreichen, wird gemäss Konsensschätzung aber lediglich gut 12 Prozent erzielen. Die Schätzung für den 2021er-Wert liegt aktuell gar rund ein Viertel unter den von der UBS bis dann angestrebten 17 Prozent. Entsprechend würde hier eine deutliche Anpassung nicht überraschen, heisst es.

Vor allem die tiefen Zinsen und die anhaltenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten (Handelskonflikt USA/China, Brexit, Konjunkturabschwächung etc.) machten der UBS im letzten Jahr einen Strich durch die Rechnung. Wenn auch die News zuletzt bezüglich Konjunktur, Handelsstreit und auch Brexit wieder besser waren, bleiben viele Anleger weiterhin an der Seitenlinie und halten hohe Cash-Bestände.

Die UBS hat denn auch vor allem in ihrem Kerngeschäft, der globalen Vermögensverwaltungssparte GWM enttäuscht. Die UBS-Spitze um Konzernchef Sergio Ermotti erwartet denn auch vom neuen Co-Spartenleiter Iqbal Khan - trotz der unschönen Umstände um seinen Wechsel von der CS zur UBS - eine klare Steigerung. Khan hat denn auch bereits erste Pflöcke eingeschlagen (siehe Rubrik PRO MEMORIA) und vor kurzem eine grössere Reorganisation in der Sparte angekündigt. Gemäss Presseberichten soll damit etwa die Kreditquote in der Vermögensverwaltung von derzeit 7 auf 15 Prozent gebracht werden, d.h. die reichen Kunden sollen vermehrt mit Krediten der UBS Investitionen tätigen. Mit dieser Methode hatte Khan bereits bei der CS den Gewinn der dortigen Vermögenssparte deutlich steigern können. Allerdings steigen dadurch auch die Risiken für die Bank.

Sorgen macht der Bank auch weiterhin der Aktienkurs. Nach einem sehr schwachen Vorjahr mit phasenweise Kursen unter 10 Franken notieren die UBS-Papiere weiterhin sehr tief. Dank relativ hoher Dividendenzahlungen gehören die UBS-Aktien aber immerhin zu den Renditeperlen im Schweizer Aktienmarkt. Die relativ hohe Kapitalrückführung an die Aktionäre (Dividenden und Aktienrückkäufe) dürfte denn auch weiterhin eine wichtige Säule der UBS-Strategie bleiben.

Was die Viertquartalszahlen betrifft, erwarten Analysten gemäss Konsens zwar auf Gewinnstufe eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal, aber einen klaren Rückgang gegenüber dem dritten Jahresviertel. Die Ergebnisse der US-Grossbanken, die bereits Zahlen präsentiert haben, fallen unterschiedlich aus. Während etwa JP Morgan und Citigroup deutlich über den Schätzungen von Analysten abschlossen, enttäuschten andere wie Goldman Sachs oder die Bank of America.

ZIELE (Konzernstufe):

Die UBS hat anlässlich des Investorentages im Oktober 2018 die Ziele überarbeitet und zum Teil neu formuliert. Die Ziele dürften nun gemäss Analysten Anfang Jahr zumindest teilweise (nach unten) angepasst werden. Die aktuell (noch) geltenden Ziele auf Gruppenstufe bzw. beim wichtigsten Bereich Global Wealth Management (GWM) lauten wie folgt:

Ziele Ambition Guideline FY 19 FY 19-21 FY 21 FY19-21 Gruppe . Reported Return on CET1 15% 17% . Cost/Income-Ratio (Adj.) 77% 72% . CET1 Capital Ratio ca. 13% . CET1 Leverage Ratio ca. 3,7% GWM . Gewinnwachstum (v.St., adj.) 10-15% . Cost/Income-Ratio (Adj.) 75% 70% . Neugeldwachstum 2-4%

PRO MEMORIA:

KAPITALQUOTEN: Die UBS will bekanntlich eine der am besten kapitalisierten Grossbanken der Welt sein. Per Ende September lag die Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt) bei 13,1 Prozent und die entsprechende Leverage Ratio (Verschuldungsquote) bei 3,84 Prozent. Die aktuellen Werte entsprechen in etwa den eigenen Zielgrösse für die nächsten Jahre.

DIVIDENDEN: Die Dividende ist ein wichtiges Instrument der Ausschüttungspolitik bzw. der Kapitalrückführung an die Aktionäre. Sie soll gemäss aktuellen Zielen jeweils im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich pro Jahr wachsen. Für 2018 wurde eine Dividende von 70 Rappen pro Aktie bezahlt, für das vergangene Jahr dürften somit im Maximum 75 Rappen an die Aktionäre fliessen.

AKTIENRÜCKKAUF: Derzeit läuft ein dreijähriges Programm (2018 bis 2021) für einen Rückkauf über 2 Milliarden Franken über eine zweite Handelslinie. Nach 750 Millionen Franken 2018 und 800 Millionen 2019 sind somit insgesamt Aktien für 1,5 Mrd. zurückgekauft, wobei der letzte Rückkauf gemäss UBS-Angaben Anfang November stattfand. Zudem hat die UBS gemäss eigenen Angaben zwischen Oktober 2018 und Juni 2019 über den regulären Handel Aktien im Wert von 1,05 Milliarden Franken zurückgekauft.

UMBAU GWM: Die UBS hat Anfang Januar im von Iqbal Khan und Tom Naratil geleiteten globalen Vermögensverwaltungsgeschäft (GWM) eine Reorganisation angekündigt. Das Geschäft in der Region EMEA wird in die drei Regionen Westeuropa (EU), Zentral- und Osteuropa sowie Mittlerer Osten und Afrika aufgeteilt. Die bisherige Chefin von UBS Europa, Christine Novakovic, soll künftig das Westeuropa-Geschäft leiten. Zudem wurde Caroline Kuhnert zur Leiterin von Zentral- und Osteuropa ernannt und Ali Janoudi wird die MEA-Region einschliesslich der Auslandsinder-Geschäfts (Non-Resident Indians) leiten.

Die Reorganisation wird laut der UBS zum Abbau von "bis zu drei Management-Ebenen" führen. Dabei dürfte es auch zum Abbau von Arbeitsplätzen kommen. Es dürften aber höchstens 2 Prozent der Mitarbeiter bzw. höchstens 500 Stellen innerhalb des Bereichs abgebaut werden, hiess es.

Bereits im Dezember war bekannt geworden, dass die UBS das bisher separat geführte Geschäft mit den reichsten Kunden (Ultra High Net Worth Business UHNWI) auflöst und die "ultrareichen" Kunden, die keine Investmentbanking-Dienstleistungen benötigen, den Regionen zuweist. Der Leiter dieses Geschäfts, Joseph Stadler, übernimmt das Global Family Office (GFO), das die Zahl der Kunden verdoppeln möchte.

ALTLASTEN: Die UBS hat noch immer eine längere Liste von nicht abgeschlossenen Rechtsfällen, die zum Teil viele Jahre zurückreichen. Der wichtigste Fall ist der Frankreich-Fall. Dort wurde die grösste Schweizer Bank bekanntlich im Februar 2019 von einem Pariser Gericht zu einer Rekordbusse von 3,5 Milliarden Euro verurteilt, zudem muss sie dem französischen Staat Schadenersatz in der Höhe von 800 Millionen Euro bezahlen. Im Prozess ging es um Geldwäsche und Beihilfe zu Steuerhinterziehung.

Die Bank hat dagegen Rekurs angekündigt und verlangt für sich einen Freispruch. Im November 2018 fand am Pariser Berufungsgericht eine erste Anhörung zum Rekurs statt. Der Berufungsprozess geht dann im Juni 2020 (2. bis 29.) über die Bühne.

Im vergangenen September hatte der Kassationshof in Paris ausserdem ein Leiturteil gefällt, wonach französische Gerichte Bussen wegen Steuerbetrug auf Basis der tatsächlich hinterzogenen Steuern berechnen sollen und nicht auf Basis der hinterzogenen Vermögen. Dieses Urteil des höchsten französischen Gerichts könnte für die UBS von grosser Bedeutung sein bzw. den Ausgang des Berufungsprozesses entscheidend beeinflussen.

Der Fall dürfte die UBS bis zu einem letztinstanzlichen Urteil aber so oder so vermutlich noch mehrere Jahre beschäftigen. Die diesbezüglichen Rückstellungen wurden von der UBS zuletzt mit 516 Millionen beziffert. Insgesamt hatte die UBS gemäss der letzten Bekanntgabe (Ende September) Rückstellungen für Rechtsfälle etc. von 2,50 Milliarden US-Dollar in ihren Büchern.

In den USA wartet die UBS zudem noch auf ein Urteil im Fall der sogenannten Ramsch-Hypotheken (RMBS-Papiere) aus der Zeit der Finanzkrise. Die US-Regierung hatte sich in ihrer Klage vom November 2018 nicht auf eine Entschädigungssumme festgelegt, allerdings erklärt, dass Investoren "viele Milliarden Dollar verloren haben". Es ist einer der letzten anhängigen Fälle dieser Art - zahlreiche grosse US-amerikanische und europäische Banken haben ähnliche Verfahren inzwischen beigelegt.

AKTIENKURS: Die UBS-Aktie notiert mit aktuell 12,675 Franken (Donnerstagabend) um 3,7 Prozent höher als Ende 2019 (CS +2,9%, SMI +0,7%). Im letzten Jahr war die UBS-Aktie - in einem sehr starken Börsenjahr - einer der schwächsten SMI-Titel. Bei einer durchschnittlich erwarteten Dividende von 73 Rappen ergibt sich eine hohe Dividendenrendite von aktuell 5,8 Prozent.

Homepage: www.ubs.com

jl/ab

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UBS übertrifft Erwartungen im

UBS übertrifft Erwartungen im Schlussquartal - Ziele zurückgenommen

Die UBS hat im vierten Quartal 2019 mehr verdient als im Vorjahr und die Erwartungen übertroffen. Wegen Unsicherheiten im Umfeld kappt die Bank ihr Renditeziel. Der Mehrheitsanteils am UBS-Fondscenter wird verkauft.

Aktualisiert um 07:17

Im Schlussquartal 2019 erzielte die grösste Schweizer Bank einen Gewinn vor Steuern von 928 Millionen US-Dollar nach 481 Millionen im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich verblieb mit 722 Millionen ebenfalls deutlich mehr als in der Vergleichsperiode mit 315 Millionen. Allerdings waren die Zahlen des Vorjahres nachträglich nach unten revidiert worden, weil die UBS ihre Rückstellungen für Rechtsfälle erhöht hatte.

Die Erwartungen des Marktes wurden mit dem Ergebnis deutlich übertroffen: Der AWP-Konsens für den Vorsteuergewinn lag bei 781 Millionen US-Dollar und für den Reingewinn bei 600 Millionen US-Dollar.

4,3 Milliarden Dollar Gewinn im Gesamtjahr

Für das Gesamtjahr 2019 weist die Bank einen Gewinn von 4,30 Milliarden US-Dollar aus, im Jahr davor waren es mit 4,52 Milliarden etwas mehr gewesen.

Die Aktionäre sollen am Ergebnis mit einer Dividende von 0,73 Dollar pro Aktie partizipieren. Im Vorjahr wurden 70 Rappen ausgeschüttet. Zusätzlich plant die Grossbank im Rahmen ihres laufenden Rückkaufprogramms in der ersten Hälfte des laufenden Jahres Titel im Volumen von 450 Millionen US-Dollar zu erwerben und damit das laufende Rückkaufprogramm über 2 Milliarden abzuschliessen. Weitere Rückkäufe würden in der zweiten Jahreshälfte 2020 geprüft, heisst es.

Der Geschäftsertrag blieb im Schlussquartal mit 7,05 Milliarden leicht über dem Vorjahresniveau (6,97 Mrd) und auch etwas über den erwarteten 7,00 Milliarden US-Dollar. Bei Aufwendungen von 6,12 Milliarden Dollar ergab sich ein weiterhin hohes Verhältnis aus Kosten zu Erträgen (Cost/Income-Ratio) von 86,8 Prozent.

Die ausgewiesene Rendite auf dem harten Eigenkapital lag im vergangenen Jahr bei 12,4 Prozent und damit klar unter dem Zielwert von 15 Prozent. Entsprechend haben die Verantwortlichen die diesbezüglichen Ziele heruntergeschraubt und erwarten für die Jahre 2020 bis 2022 noch 12 bis 15 Prozent. Auch Konkurrentin Credit Suisse hatte kürzlich ihr Renditeziel herunterschrauben müssen.

Neugeldabfluss im vierten Quartal

Von besonderer Bedeutung sind für den grössten Vermögensverwalter der Welt jeweils die Nettoneugelder. Nach einem Zufluss von 15,7 Milliarden im dritten Quartal flossen in der globalen Vermögensverwaltungseinheit GWM im vierten Quartal - hauptsächlich in der Region Americas - netto 4,7 Milliarden Dollar an Neugeldern ab. Die bereinigte Nettomarge in der Vermögensverwaltung betrug 12 Basispunkte nach 15 Basispunkten im Vorquartal. Im Gesamtjahr erhielt die UBS 31,6 Milliarden an Neugeldern zur Verwaltung.

Die insgesamt verwalteten Vermögen beliefen sich zum Jahresende auf 3'607 Milliarden nach 3'422 Milliarden Dollar per Ende September 2019.

Gestärkt präsentierten sich zum Quartalsende die Kapitalzahlen. Die harte Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt) lag bei 13,7 Prozent nach 13,1 Prozent per Ende September. Die entsprechende Leverage Ratio, also die nicht risikogewichtete Verschuldungsquote, kam bei 3,90 Prozent nach 3,84 Prozent zu liegen. Bekanntlich legt die Bank grossen Wert auf solide Werte: Mit den aktuell ausgewiesenen Kenngrössen übertrifft sie die angepeilten Zielwerte (13 Prozent/3,7 Prozent).

Für das laufenden erste Quartal 2020 gibt sich das Management zurückhaltend optimistisch: Während die makroökonomische und geopolitische Situation weiterhin unsicher blieben, rechnet die Bankführung im ersten Quartal mit wieder etwas stärkeren saisonalen Effekten, was den Gewinn stützen dürfte. Die erhöhte Kundenaktivität dürfte zudem zu einem Anstieg der transaktionsbasierten Erträge führen. Steigende Vermögenspreise sollten sich im Vermögensverwaltungsgeschäft zudem positiv auf den Ertrag aus wiederkehrenden Gebühren auswirken. Allerding dürften die ohnehin tiefen, teils hartnäckig negativen Zinsen sowie die Erwartung anhaltender geldpolitischer Lockerungen den Nettozinsertrag weiter belasten.

Weiter rechnet die Bank damit, dass die Stimulierungsmassnahmen sowie die expansive Geldpolitik der Zentralbanken anhalten werden. Das vorteilhafte Kreditumfeld und eine teilweise Beilegung der Handelsstreitigkeiten werden die Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums nach Meinung des UBS-Managements voraussichtlich abmildern.

Fondscenter wird an Clearstream verkauft

In einer separaten Mitteilung gab die UBS zudem den Verkauf eines Mehrheitsanteils an der B2B-Fondsvertriebsplattform UBS Fondcenter an Clearstream bekannt. Der Verkauf dürfte zum Ausweis eines Gewinns nach Steuern von etwa 600 Millionen US-Dollar und zur Erhöhung des harten Kernkapitals (CET1) um ungefähr 400 Millionen US-Dollar führen.

Die UBS-Aktie notiert derzeit um 3,7 Prozent höher als Ende 2019 (Zum Vergleich: Credit Suisse +2,9 Prozent, SMI +0,7 Prozent). Im letzten Jahr war die UBS-Aktie - in einem sehr starken Börsenjahr - einer der schwächsten SMI-Titel.

(AWP/cash)

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UBS-Aktie nach Quartalszahlen

UBS-Aktie nach Quartalszahlen und Zielesenkung deutlich unter Druck

Die Aktien der Grossbank UBS sind nach der Zahlenvorlage im frühen Handel am Dienstag stark unter Druck. Besonders enttäuscht sind Marktbeobachter von der Leistung im Kerngeschäft, der Vermögensverwaltung.

21.01.2020 09:57

UBS verlieren gegen 9.50 Uhr 5,2 Prozent auf 12,15 Franken. Im starken Jahr 2019 gehören sie bereits zu den schwächsten SMI-Titeln. Die Konkurrenzaktien der CS verlieren aktuell 1,4 Prozent auf 13,31 Franken, und der SMI gibt 0,4 Prozent ab.

Die Erwartungen des Marktes wurden bei der UBS mit dem Ergebnis auf Gruppenebene zwar deutlich übertroffen. Aber insbesondere das Ergebnis im wichtigen Global Wealth Management fiel bei den Analysten durch. Sowohl der Gewinnbeitrag als auch der Nettoneugeldabfluss habe enttäuscht, hiess es.

So werden etwa die Erwartungen des Analysten von Goldman Sachs an das Global Wealth Management (GWM) um 6 Prozent verfehlt. Das besser als erwartet ausgefallene Schlussquartal führt er vor allem auf den starken Ergebnisbeitrag aus dem Investment Banking zurück. Hier verweisen die Marktexperten insgesamt jedoch auf die für gewöhnlich stark schwankende Ertragslage.

Mit Blick auf das GWM schreibt Vontobel, während die Erträge im Rahmen der Erwartungen gewesen seien, hätten die Kosten höher gelegen. Auch der Experte der ZKB meint, das vierte Quartal 2019 zeige die "Kostenproblematik in der privaten Vermögensverwaltung". Und die "Kostensituation" werde sich in diesem Geschäft nicht schnell verbessern.

Positiv fielen nach Divisionen neben dem Investment Banking indes auch das Asset Management (Performance Fees) und Personal & Corporate Banking (Auflösung von Kreditrückstellungen) auf, wie es am Markt heisst.

Eine Anpassung der Renditeziele war am Markt derweil erwartet worden. Die neuen Vorgaben seien realistischer, so das Fazit der ersten Kommentare.

Manch einem unter den Experten geht die Kürzung aber zu weit: Die neu eingeführte untere Grenze der Spannbreite bei der Kapitalrendite gebe der UBS zwar mehr Flexibilität, enttäusche ihn jedoch, schreibt etwa der ZKB-Analyst. Und auch von der Deutschen Bank heisst es, obwohl die Ziele realistischer seien als die alten, bleibe die Frage: Warum die UBS trotz eines grossen Vermögensverwaltungs-Franchise keine materiellen zweistelligen Renditen erziele?

Eher verhalten kommen auch die Aussagen zur zukünftigen Dividendenentwicklung an, wobei die Grossbank auch über Aktienrückkäufe Kapital an die Aktionäre zurückführen will. Etwa hatte sich der Analyst bei der britischen Barclays höhere zukünftige Dividenden und Aktienrückkäufe erhofft. Als einzigen Lichtblick bezeichnet er die zwischen Oktober und Dezember erzielten Verbesserungen bei der Kernkapitalquote.

ys/uh

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Wie Analysten das UBS-Ergebnis beurteilen

Die Titel der Grossbank sind nach der Publikation des Ergebnisses unter Druck. Vieles wurde allerdings erwartet.

Die Grossbank UBS hat im vierten Quartal zwar die Gewinnerwartungen übertroffen, die mittelfristigen Ziele allerdings gesenkt. Im Fokus stehen die Rendite auf dem Kernkapital, die zurückgenommen wird, und die Kosteneffizienz, bei der UBS weniger ehrgeizig ist. Die Aktien verlieren deutlich. Das sagen Analysten dazu.

Morgan Stanley

Die Analysten von Morgan Stanley heben das bessere Ergebnis im Asset Management und die niedrigeren Kosten im Investment Banking hervor. Enttäuscht sind sie von der Kostenentwicklung im Global Wealth Management. Die adjustierten Renditeziele beurteilt Morgan Stanley als realistisch. Unter den Erwartungen sei allerdings der Ausblick für die Dividende. Aufgrund der niedrigen Bewertung werden die Titel mit «Übergewichten» eingeschätzt, auch wenn das heutige Ergebnis den Aktienkurs nicht zu stützen vermag.

https://www.fuw.ch/article/wie-analysten-das-ubs-ergebnis-beurteilen/

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Iqbal Khan als Gegenmittel zur Wachstumsschwäche

Das Jahresergebnis der UBS offenbart eine eklatante Wachtumsschwäche. Die Grossbank setzt noch stärker auf die Karte Wealth Management und Iqbal Khan. Welche Probleme der Hoffnungsträger zu bewältigen hat und welche Strippen er ziehen muss, zeigt finews.ch auf.

1. Wachsen versus Ausschütten

Die UBS hat ihre Ziele für 2022 teils nach unten korrigiert, aber nicht im Kerngeschäft: Im Global Wealth Management (GWM) muss das Führungsduo Tom Naratil und Iqbal Khan den Vorsteuergewinn jährlich um 10 Prozent bis 15 Prozent steigern. Im Rückblick aufs Jahr 2019 zeigt sich, dass dies für die beiden Co-Chefs kein Kinderspiel wird. Der bereinigte Vorsteuergewinn in der Superdivision nahm aufgrund des Margendrucks nur um 4 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar zu.

Das Muster wiederholt sich in der ganzen, auf die Vermögensverwaltung getrimmten Bank. Die UBS verlor in einem Jahr weitere 1,3 Milliarden Dollar an Erträgen und verbuchte einen um 0,5 Prozent tieferen bereinigten Vorsteuergewinn von 6,04 Milliarden Dollar. Der den Aktionären anrechenbare Gewinn nahm um 5 Prozent ab.

Zwar hat die Grossbank 2019 satte 80 Prozent des Gewinns an die Eigner zurückgeführt und plant dazu höhere Dividenden und ein neuerliches Aktienrückkauf-Programm. Doch damit wird die Problematik des mangelnden Gewinnwachstums nicht wirklich angegangen: Es liesse sich monieren, dass das Geld für den Aktienrückkauf besser in den Kauf einer grösseren Privatbank investiert wäre. In der Industrie weiss man das schon lange: Um teure Maschinenparks zum Rentieren zu bringen, braucht es ständig neue Volumen. 

2. Alles fürs Wealth Management

In ihrer Ergebnispräsentation am Dienstag machte die UBS klar, dass es ihr künftig definitiv nur um eines geht: Private Banking. Khan ist damit noch stärker in der Pflicht, einen Wachstums-Turnaround hinzukriegen. Dafür holt er sich die bedingungslosse Unterstützung aus der Investmentbank und aus dem Asset Management. Die Strategien dieser beiden Einheiten umreisst die UBS nun grob mit: Kollaborations- und Zulieferpartner für das Global Wealth Management. Eine Schlüsselposition hat dabei die Investmentbank, welche die Kredite für superreiche Kunden strukturieren und auch das Risikomanagement übernehmen soll. 

3. Aus Riesen-Einheit einen exklusiveren Club formen

Auch wenn der Bereich von Superreichen-Chef Josef Stadler jüngst beschnitten wurde: bei der UBS gilt weiterhin, dass ein Kunde je reicher desto besser ist. Wer trotz Mangel an Vermögen Wealth-Management-Kunde bleiben will, muss entsprechende (teure) Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Das haben die Eigentümer von 5 Millionen Dollar in Assets zu spüren bekommen, die von der UBS ausserdem 1 Million Dollar ausgeliehen haben, deren Ansprüche aber auch vom Bereich Personal Banking erfüllt werden können.

Gegen eine interne Zahlung von 73 Millionen Dollar wurden ihre Beziehungen aus dem Global Wealth Management in den Bereich Personal & Corporate verschoben – das lokale Schweizer Geschäft, wo es um Hypotheken und Säule-3a-Einlagen geht, statt um Private Equity und Privatjet-Finanzierung. Auch ausserhalb der Schweiz werden seit letztem Quartal Kunden mit weniger als 500'000 Dollar bei der Bank separat betreut, wie finews.ch berichtete. Obwohl die Vermögensgrenze hierzulande fliessender ist, ging es auch dort darum, zu wenig lukrative Kunden auszusortieren.

4. Kreditausdehnung, die den Namen verdient

Bei rund 2,6 Billionen Dollar verwalteten Vermögen hat die UBS im vergangenen Jahr gerade mal 179 Milliarden Dollar an Krediten für Privatkunden ausstehend. Obwohl die UBS bereits 2018 ihre Bereitschaft erklärt hatte, mehr Risiken zu nehmen und den Lombard-Kredit-Bereich auszubauen, ist das kaum geschehen: Das Volumen ist im vergangenen Jahr um bloss 4 Milliarden Dollar gestiegen. Damit lässt die UBS weiterhin eine lukrative Ertragsquelle aus. Khan will und muss hier das Tempo erhöhen. Geplant ist eine jährliche Steigerung des Volumens um 20 bis 30 Milliarden Dollar. Dafür hat Khan mit Unified Global Markets eigens eine Einheit auf die Beine gestellt.

5. Wann steht das neue Angebot für Millionäre?

Die UBS-Vermögensverwaltung gruppiert ihre Klientel um, wie jüngst im Europa-Geschäft prominent sichtbar geworden ist. Neu soll im Segment der reichen Kunden (High Net Worth, von 500'000 bis 5 Millionen Dollar) ein digitaleres Angebot bereitgestellt werden. Kundschaft mit weniger komplexen Bedürfnissen will die UBS mit modularem Service effizienter bedienen.

Wie viel Technologie – es gilt in der Division das Losungswort «digital everything» dabei zum Einsatz kommt, ist unklar. Ebenso, ob bestehende Module etwa aus dem Schweizer Affluent-Geschäft «kopiert» werden können. Je nach Bereitschaft der Bank kann sich das Angebot verteuern und auf sich warten lassen.

6. Den Fortschritt nach Amerika tragen

Im Lauf des Jahres 2019 sank die Zahl der Kundenberater in der Americas-Region um 300 Vollzeitstellen, das sind 4,4 Prozent. Trotzdem gelang es der UBS in ihrer grössten Wealth-Mangement-Region nicht, die Effizienz zu steigern, die Cost-Income-Ratio blieb hartnäckig bei 88 Prozent.

Das Resultat der Berater-Abgänge sind Abflüsse – im vierten Quartal 2019 waren es unter dem Strich 9 Milliarden Dollar –, welche die Ertragsbasis schmälern. Trotz fortwährender Arbeit an der Struktur der Division gelingt es nicht, dort ähnlich viel Ertrag aus den Kundengeldern zu erwirtschaften, wie im Rest der Welt.

Die Frage ist, ob sich die UBS angesichts des trotzdem hohen Gewinnbeitrags damit abfinden will, oder ob ein gründlicher Umbau ansteht, wie ihn Khan und Naratil vor allem in Europa angestossen haben. Einstweilen stagniert die Region, die vor wenigen Jahren mit immer neuen Rekordgewinnen überzeugte.

7. Spygate – ein Damoklesschwert

Shok  Der bei der Konkurrentin Credit Suisse (CS) weiterhin schwelende Spygate-Skandal um Khan ist auch ein Damoklesschwert für die UBS. Auch wenn sich Khan mit dem Wechsel zur UBS vornehmlich aus der Schusslinie genommen hat, droht ihm – und seiner Frau – ein Verfahren wegen versuchter Nötigung, falscher Anschuldigung, Freiheitsberaubung und Irreführung der Rechtspflege.

Als wäre das nicht genug, läuft auch immer noch ein Verfahren der Zürcher Staatsanwaltschaft, das Khan selber in die Wege geleitet hat. Parallel dazu führt auch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) eine Untersuchung bei der CS.

Good   Wie ausserdem der vorzeitige Abgang von Isabelle Romy aus dem Verwaltungsrat der UBS vermuten lässt, liegt der Grossbank viel daran, alle möglichen verbliebenen Verbindungen zum Überwachungsskandal zu kappen. Zur Erinnerung: Romy ist mit Flavio Romerio verheiratet. Der Homburger-Anwalt hat die Vorgänge bei der CS untersucht. Je nachdem, was bei den verschiedenen Verfahren nun alles über Khan selber zum Vorschein kommt, ist er bei der UBS vielleicht mehr ein Problem als ein Hoffnungsträger.

 

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