CH-relevante Börsenthemen Jahr 2019

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Das sind die Schnäppchen am

Das sind die Schnäppchen am Schweizer Aktienmarkt

Günstig an eine Aktie mit viel Potenzial zu kommen, ist in einem bereits stark gestiegenen Gesamtmarkt schwierig. cash hat sich dennoch auf die Suche nach Schnäppchen am Schweizer Markt gemacht - und ist fündig geworden.

24.11.2019 23:02

Von Pascal Züger

An diesem Freitag werden sich Schnäppchenjäger auf die Jagd nach stark reduzierten Produkten machen, denn es findet der jährliche "Black Friday"-Ausverkauf statt. Schweizer Detailhändler dürften sich die Hände reiben, Rekordumsätze zeichnen sich ab.

Wer hingegen nach günstigen Aktien am Schweizer Aktienmarkt sucht, hat eine nicht ganz so leichte Aufgabe gefasst. Denn: Der breite Swiss Performance Index (SPI) hat allein in diesem Jahr bereits 28 Prozent zugelegt. Viele Titel scheinen inzwischen teuer bewertet und stark korrekturgefährdet.

Gibt es dennoch Schnäppchen unter den Schweizer Aktien? cash hat nach Titeln mit einem tiefen Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, Ausschau gehalten. Es handelt sich dabei um die bei Anlegern wohl beliebteste Kennzahl: Sie lässt sich relativ einfach berechnen – der aktuelle Aktienkurs wird durch den erwarteten Gewinn pro Aktie geteilt, zudem lässt sie sich auf alle Titel anwenden, unabhängig von der Branche. Ist der errechnete Wert tief, deutet dies auf eine attraktive Bewertung der Aktie hin.

Es folgen fünf Aktien mit einem tiefen KGV, die derzeit eine gute Einstiegschance bieten könnten:

LafargeHolcim - Der Zementkonzern wird zunehmend profitabler 

Gross waren die Erwartungen, als Jan Jenisch im September 2017 nach fünf erfolgreichen Jahren als Sika-Chef beim Zementriesen LafargeHolcim das Zepter übernahm. Rein am bisherigen Kursverlauf gemessen, wurden diese bisher noch nicht erfüllt: Seit Jenischs Amtsantritt hat die LafargeHolcim-Aktie 9 Prozent an Wert eingebüsst, wie folgende Kursgrafik verdeutlicht:

Kursentwicklung der LafargeHolcim-Aktie seit dem 1. September 2017, Quelle: cash.ch

Doch deswegen die Amtszeit von Jenisch als Misserfolg zu bezeichnen, wäre verfehlt: Zum einen ist die Branche stark zyklisch, so dass Kursschwankungen die Normalität darstellen. Ausserdem ist operativ die Handschrift des neuen Chefs immer deutlicher zu erkennen: Es gab gezielte Devestitionen, die globale Organisationsstruktur wurde vereinfacht und bei Zukäufen wird genau auf den Preis geschaut. Als Folge verbessert sich die Profitabilität von LafargeHolcim stetig. Jenisch zeigt sich nach einem bisher überraschend guten Jahresverlauf auch für 2020 zuversichtlich, die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Mit einem KGV 2020 von 13,5 und einer Dividendenrendite von 3,9 Prozent ist die Aktie für Anleger attraktiv.

Leonteq – Anleger halten sich vom einstigen Überflieger fern

Manch ein Anleger dürfte die Nase rümpfen, wenn er das Wort Leonteq liest. Der Derivatespezialist aus Zürich war einst der grosse Börsenüberflieger und markierte im August 2015 ein Rekordhoch bei 225 Franken. Danach ging es steil bergab: Die von Mitgründer und dem damaligen CEO Jan Schoch kommunizierten Wachstumspläne waren überhöht und konnten nicht eingehalten werden. Es folgten Jahre der Enttäuschung und der Fall der Aktie auf unter 30 Franken.

Inzwischen ist Schoch weg. Mit Lukas Ruflin hat ein Mitgründer die Führung übernommen. Allerdings lief es im ersten Halbjahr 2019 erneut nicht nach Wunsch, der Betriebsertrag war rückläufig. Seit Jahresbeginn fiel die Aktie um 27 Prozent. Die Schwäche könnte jedoch nur vorübergehend sein, es werden Gespräche mit weiteren Partnern geführt, zudem spricht das Management von "Schlüsselinitiativen", welche künftig die Skalierbarkeit und das Wachstum steigern sollen. Mit einem geschätzten KGV 2020 von 7 ist die Leonteq-Aktie äusserst tief bewertet. Damit die Aktie wieder Fahrt aufnimmt, braucht es allerdings positive News. Und vielleicht auch eine Dividendenausschüttung - was bereits ab 2020 wieder möglich ist.

Orascom - Wird die Gewinnzone erreicht?

Genau genommen hat Orascom derzeit gar kein KGV. Denn: Der Immobilienentwickler und Hotelbetreiber operiert nicht profitabel. Doch das soll sich bald ändern. Daran glaubt nicht nur die Führung um den VR-Präsidenten Samih Sawiris, sondern auch Cédric Lang von der ZKB. In einer Studie schreibt der Analyst von einem starken Wachstum im dritten Quartal 2019. Er rechnet damit, dass Orascom im nächsten Jahr schwarze Zahlen schreiben wird und bezeichnet zudem die Guidance des Managements - ein Umsatz von 400 Millionen Franken im Gesamtjahr 2019 sowie ein Eintritt in die Gewinnzone bis zum ersten Quartal 2021 - als konservativ.

Vor allem das Ägypten-Geschäft - immerhin für rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich - zeigt eine starke Wachstumsdynamik und erholt sich  von den Rückschlägen vergangener Jahre. Orascom ist neu in den Erstwohnungsmarkt eingestiegen: In Kairo läuft das Grossprojekt O-West, welches gemäss ZKB für die kommenden Jahre "substanzielle Ergebnisbeiträge" verspricht. Für 2021 errechnet die ZKB bei Orascom ein günstiges KGV von 10,5. Läuft alles nach Plan, wird auch die Aktie wieder in Schwung kommen – in diesem Jahr ging es an der Börse mickrige 2 Prozent aufwärts auf 15,2 Franken. Das Rekordhoch vom Herbst 2009 bei 80 Franken ist noch meilenweit entfernt.

Cicor – Günstig trotz starkem Kursanstieg

Gerade Mal 157 Millionen Franken ist Cicor an der Börse wert – die Aktie gehört damit zu den kleinkapitalisierten Werten. Das erste Halbjahr 2019 war etwas enttäuschend: Die Elektronik-Industriegruppe wuchs zwar über 7 Prozent, der Reingewinn ging jedoch um 18 Prozent zurück und der Auftragseingang war deutlich rückgängig. Nichtsdestotrotz konnte die Aktie seit Jahresbeginn starke 37 Prozent zulegen auf aktuell 54 Franken.

Etwa ein zu starker Kursanstieg? Mitnichten, sagt sich zumindest die Bank Vontobel. Analyst Michal Lichvar empfiehlt zum Kauf mit einem Kursziel bei 80 Franken – das ist beinahe 50 Prozent über dem laufenden Kurs. Er kommt zudem auf ein günstiges KGV für das Jahr 2021 von 8,1. Cicor hat eine lukrative Nische im Bereich hochmoderne Elektroniklösungen gefunden. Lichvar gefällt ein Neuauftrag im Bereich Medizintechnik, welcher Mitte November angekündigt wurde. Dieser könne im Jahr 2021 Umsätze im hohen einstelligen Millionenbereich generieren und danach auf den zweistelligen Bereich anwachsen. Mittelfristig hat Cicor das Potenzial, geduldigen Anlegern viel Freude zu bereiten.

Calida – Mehr als Pyjamas und Unterwäsche

Wer Calida hört, denkt in erster Linie an Pyjamas und Unterwäsche der Marke Calida. Doch dieser Bereich macht inzwischen nur noch ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Darüber hinaus gibt es noch die Sparten Millet Mountain Group (Bergsportkleidung), Aubade (Luxus-Lingerie), Lafuma Mobilier (Outdoormöbel) sowie Oxbow (Surf-Bekleidung). Alle Bereiche sind profitabel. Stark wächst Calida derzeit vor allem im Online-Geschäft, welches bewusst ausgebaut wird und im ersten Halbjahr ungefähr 20 Prozent anstieg.

Mit plus 5 Prozent in den letzten 52 Wochen ist die Kursentwicklung der Calida-Aktie allerdings enttäuschend. Derzeit liegt das KGV 2020 leicht über 14 und damit unter dem von der ZKB berechneten Durchschnitt der letzten fünf Jahre (16,9).  Mittelfristig soll die Gewinnmarge (Stufe EBIT) 8 Prozent pro Jahr anwachsen – ein Ziel, welches die Firma aus Sursee in den nächsten Jahren kaum erreichen wird. 2018 waren es bloss 5,3 Prozent.

Die ZKB sieht derzeit trotz tiefer Bewertung keinen Trigger für höhere Kurse. Nichtsdestotrotz dürfte die Firma solide weiterarbeiten und ihre jährliche Dividende beibehalten (aktuell 2,4 Prozent Rendite). Darüber hinaus bekommen Investoren mit mindestens 20 Aktien im Depot jährlich ein Pyjama im Wert von knapp 100 Franken geschenkt. Wem das genügt, der kann einsteigen.

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Auffällige Schweizer Aktien

Auffällige Schweizer Aktien Ende November

Die Schweizer Börse prosperiert, der Aufwärtstrend kennt keine Grenzen. Fünf Aktien, die derzeit in diesem freundlichen Umfeld herausstechen - im positiven und negativen Sinn.

27.11.2019 22:41

Von Pascal Züger

Langsam wird es unheimlich: Die Rally am Schweizer Aktienmarkt scheint in diesem Jahr kein Ende zu nehmen. Der breite SPI hat seit Jahresbeginn inzwischen 29 Prozent zugelegt, allein in den vergangenen vier Wochen waren es plus 2,5 Prozent. Wie der Leitindex SMI befindet sich auch der SPI auf Rekordhöhe.

Jüngst haben diverse Meldungen über eine Annäherung zwischen USA und China den Märkten wieder etwas Schub gegeben. Dabei hielten sich aber nicht alle Einzelaktien ans Drehbuch: Einige haben in den letzten Tagen an Wert verloren, andere wiederum deutlich über dem Markt zugelegt.

Swatch – Das ständige Auf und Ab

Die Swatch-Aktie ist für ihre Launen bekannt: Mal steigt sie auf fast 500 Franken hoch (zuletzt im Juni 2018), dann fällt sie wieder zurück auf 250 Franken (zuletzt Anfang Oktober 2019). Derzeit ist gerade ein Aufwärtstrend erkennbar mit plus 14 Prozent in den letzten sieben Wochen, respektive plus 2,3 Prozent in einer Woche.

Es gibt beim Uhrenhersteller Licht und Schatten: Einerseits werden die Umsätze stark negativ tangiert durch die anhaltenden Unruhen in Honkong – sogar Filialen mussten jüngst geschlossen werden. Andererseits dürfte ein derzeit wieder etwas wahrscheinlicherer Phase-1-Deal zwischen USA und China die Verkäufe im wichtigen Markt China wieder ankurbeln. Ob die Aktie nun ein Kauf ist oder nicht, daran scheiden sich die Geister: So ist etwa die Citigroup sehr bullish mit einem Kursziel bei 364 Franken, während die UBS zum Verkauf empfiehlt mit einem Kursziel von 217 Franken. Aktuell befindet sich Swatch bei 282,30 Franken. Sollte sich die Situation in Hongkong beruhigen, ist mit einem Umsatz- und Aktienkurssprung zu rechnen.

U-Blox - Kursanstieg trotz schlechten News

Vor einer Woche hat der Halbleiterspezialist U-Blox aus Thalwil einmal mehr die Erwartungen zurückschrauben müssen: Als Mittelfristziel wird neu eine Gewinnmarge von 10 bis 13 Prozent nach zuvor 12 bis 15 Prozent angestrebt. Der Schock der Anleger darüber war jedoch nur sehr kurz: Am ersten Tag ging es leicht abwärts, seither hat die Aktie jedoch um über 5 Prozent zulegen können. In den letzten vier Wochen beträgt das Plus nun gar 16 Prozent.

Der Grund für die Anleger-Euphorie trotz Zielsenkung: Die momentane Aufhellung im Handelsstreit. U-Blox ist stark vom China-Geschäft abhängig und hatte entsprechend schwierige Monate hinter sich. Eine allfällige Entspannung dürfte in deutlichen Umsatzzuwächsen zu spüren sein. ZKB-Analyst Andreas Müller sieht bei U-Blox noch viel Aufwärtspotenzial, die derzeitige Bewertung reflektiere das grundsätzliche Wachstumspotenzial – trotz Zielsenkung - noch zu wenig. Er sieht den fairen Wert der Aktie bei 109 Franken (Aktuell 90 Franken). Tatsächlich könnte U-Blox im Bereich Internet der Dinge mittelfristig zu einem interessanten Nischenplayer werden.

GAM - Freude über Soros-Einstieg währte nur kurz

Beim Zürcher Vermögensverwalter GAM, der vor seiner Selbstständigkeit Julius Bär und zuvor der UBS gehörte, ging es in den letzten drei Wochen an der Börse weitere 17 Prozent abwärts. Inzwischen gibt es den Titel für 2,75 Franken im Angebot, im April 2015 waren es auf dem Höchst 21,90 Franken - oder rund achtmal mehr. GAM befindet sich in einer Krise, verliert immer mehr Kundengelder, seitdem ein ehemaliger Star-Fondsmanager suspendiert wurde.

Die letzte Wasserstandsmeldung datiert vom 17. Oktober, als für das dritte Quartal im wichtigen Bereich Investment Management Nettoabflüsse von 1,4 Milliarden Franken vermeldet wurden. Dabei war Mitte Mai so etwas wie Zuversicht zurückgekommen, als Starinvestor George Soros mit einer Beteiligung von über 3 Prozent bei GAM einstieg. Hatte Soros eine massiv unterbewertete Aktie entdeckt, deren Potenzial von den anderen Anlegern unterschätzt wird? Die Antwort gab Soros gleich selbst, indem er nun im November seine Beteiligung wieder reduzierte – mit Verlusten (cash berichtete). GAM bleibt ein Hochrisikoinvestment. Ein Verkauf (zu einem guten Preis) oder ein Ende der Kundenabflüsse könnten allerdings auch plötzlich für einen Kurssprung sorgen.

Kursentwicklung der GAM-Aktie in den letzten 5 Jahren, Quelle: cash.ch

Basilea - Die Gerüchteküche brodelt

In nur zwei Wochen schoss der Basilea-Kurs um über 30 Prozent nach oben. Und dies, obwohl das Biotech-Unternehmen, welches bis spätestens 2021 Gewinn schreiben will, jüngst keine kursrelevanten News zu vermelden hatte. Zwar wurden Ende Oktober positive Daten zu zwei Medikamentenkandidaten im Krebsbereich kommuniziert, doch setzte der Kursschub erst zwei Wochen später ein. Der Grund muss also ein anderer sein.

Im cash-Forum (hier zur Forum-Diskussion über Basilea) - wo Privatinvestoren sich frei austauschen können - läuft derzeit die Gerüchteküche über mögliche Gründe heiss: Steht eine Übernahme an? Nistet sich ein Grossinvestor ein? Oder haben die Leerverkäufer einfach kalte Füsse bekommen (worüber auch der cash Insider spekulierte)? Möglich auch, dass sich Basilea derzeit schlicht und einfach gut vermarktet: Im November fanden nämlich diverse Investorentage statt, so etwa am 15. November in Zürich oder am 21. November in London. Die Aktie bleibt für Anleger ein Geduldspiel, solange die Gewinnschwelle nicht erreicht wird. Und diese wollte man eigentlich schon vor Jahren erreichen.

Titlisbahnen - keine Experimente bei Preismodell

Mit minus 5 Prozent in den letzten fünf Handelstagen ist die Titlis-Aktie etwas unter Druck geraten. Seit Jahresbeginn sind es gar minus 10 Prozent. Das Geschäft mit China läuft derzeit nicht rund. Zudem experimentieren verschiedene Bergbahnen seit zwei Jahren mit dynamischen Preismodellen, mit denen der Tarif tagesabhängig ist. Andermatt hat in diesem Winter gar ein Halbtaxabo fürs Skifahren eingeführt. Davon halten die Titlis-Bahnen allerdings nichts: "Ich bin kein Fan von dynamischen Preisen. Denn ich will einfach wissen, was mich erwartet", sagte Peter Reinle, Sprecher der Titlis-Bahnen, der "Schweiz am Wochenende". Möglicherweise befürchten Anleger nun, dass hier die Titlisbahnen etwas den Anschluss bezüglich Pricing verschlafen.

Hinzu kommen grosse Investitionen: Für das aufwändige Projekt "Titlis 3020" - welches etwa eine neue Bergstation mit Restaurant vorsieht - fallen über die nächsten Jahre Kosten von über 120 Millionen Franken an. Das Projekt soll frühestens Ende 2023 beendet und durch den laufenden Cashflow sowie Bankkredite gedeckt sein. Ein Einstieg drängt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf.

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Schweizer Wirtschaft im

Schweizer Wirtschaft im dritten Quartal um 0,4 Prozent gewachsen

(Mit weiteren Details ergänzt) - Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft hat sich im dritten Quartal 2019 auf tiefem Niveau leicht beschleunigt. Dazu trugen insbesondere die Exporte der konjunkturresistenten Chemie-Pharma-Branche und von Energie bei, während sich in anderen Bereichen das stark eingetrübte internationale Umfeld stärker bemerkbar machte.

28.11.2019 08:23

Konkret legte das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) in der Periode von Juli bis September 2019 gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent zu, dies nach (unrevidierten) +0,3 Prozent im zweiten Quartal. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal wuchs die Wirtschaft im Berichtsquartal um 1,1 Prozent.

Die Werte lagen klar über den Erwartungen von Ökonomen. Die von AWP befragten Experten hatten das Wachstum zum Vorquartal lediglich bei 0,0 bis +0,2 Prozent und im Vorjahresvergleich bei +0,6 bis +1,0 Prozent gesehen.

Insgesamt habe sich die konjunkturelle Abkühlung aber bestätigt, schreibt das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) in seiner Mitteilung vom Donnerstag. Vor allem in der ersten Jahreshälfte 2018 hatte die Schweizer Wirtschaft noch deutlich zugelegt, danach konnte sie sich der Abschwächung bei ihren wichtigsten Handelspartnern aber nicht mehr entziehen. Trotzdem hatte für das Gesamtjahr 2018 noch ein Wachstum von 2,8 Prozent resultiert.

Wetter stützt Energiebranche

Beim verarbeitenden Gewerbe (+1,2%) setzte sich im dritten Quartal das Wachstum der Vorquartale dank der dynamischen Entwicklung der Branche Chemie-Pharma fort. Hingegen vermeldeten konjunktursensitivere Industriebranchen, namentlich jene der Maschinen und der Metalle, erneut Exportrückgänge und folgten damit laut Seco der internationalen Entwicklung.

Darüber hinaus habe der Energiesektor (+8,2%) aufgrund besonders günstiger Wetterbedingungen das stärkste Wachstum seiner Geschichte erzielt, mit einem entsprechend kräftigen Anstieg der Energieexporte. In der Summe legten die Warenexporte (+0,7%) und die Warenimporte (+1,1%) leicht zu.

Die inländische Nachfrage wuchs derweil laut den Seco-Angaben moderat. Beim privaten Konsum (+0,2%) schwächte sich die Dynamik gegenüber den Vorquartalen etwas ab, während sie beim Staatskonsum (+0,5%) nach einem schwachen Quartal anzog. Die Bauinvestitionen (+0,2%) wuchsen kaum, ebenso wenig die Wertschöpfung im Baugewerbe (+0,1%). Die Ausrüstungsinvestitionen (+0,7%) hätten trotz des unsicheren Umfelds immerhin den Rückgang des Vorquartals wettgemacht und bewegten sich damit in etwa auf dem gleichen Niveau wie vor zwei Jahren, schreibt das Seco weiter.

Finanzsektor negativ

Das insgesamt ungünstige Umfeld lastete auch auf dem Dienstleistungssektor. Die meisten dortigen Branchen verzeichneten entweder bescheidene Zuwächse oder leichte Rückgänge der Wertschöpfung. Insbesondere entwickelte sich die Branche der unternehmensnahen Dienstleistungen (-0,1%) im Zuge der Konjunkturabschwächung zum zweiten Mal in Folge negativ.

Auch in der Finanzbranche (-0,6%) wurde ein Rückgang der Wertschöpfung verbucht. Dagegen konnte der Handel (+0,4%) nach einem negativen Quartal wieder expandieren. Die Dienstleistungsexporte (+1,1%) wuchsen laut den Seco-Zahlen etwa durchschnittlich, ebenso die Dienstleistungsimporte (+0,9%).

uh/rw

(AWP)

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Fachkräftemangel hat in der

Fachkräftemangel hat in der Schweiz weiter zugenommen

Am Schweizer Jobmarkt spitzt sich der Mangel an Fachkräften weiter zu. Besonders schwierig gestaltet sich die Suche nach geeigneten Angestellten in Ingenieur- und Technikberufen sowie nach Treuhändern.

28.11.2019 07:20

Das zeigt eine Studie. Der von Adecco Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Stellenmarkt-Monitor Schweiz der Universität Zürich erstellte Fachkräftemangel-Index kletterte auf 122 Punkte nach 111 Stellen im Vorjahr, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie heisst. Der einmal im Jahr berechnete Index misst, in welchen Berufen die Vakanzen verglichen mit der Zahl der Stellensuchenden besonders gross sind.

In diesem Jahr habe sich die Situation in den Berufen mit dem bereits grössten Fachkräftemangel noch akzentuiert, schreibt Adecco Schweiz. Den Firmen falle es noch schwerer, in den betroffenen Berufen geeignetes Personal zu finden. Besonders ausgeprägt sei dies in der Deutschschweiz, während die französischsprachige Schweiz weniger stark vom Fachkräftemangel betroffen sei.

Ingenieure bleiben gefragt

Auf Platz eins des Rankings zum Fachkräftemangel stehen wie im Vorjahr die Ingenieurberufe. Dazu zählen etwa Bau- und Elektronikingenieure. Auf den zweiten Platz vorgerückt sind Technikberufe wie Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker. Diese Berufsgruppe lag zuletzt auf dem dritten Rang. Da liegen nun die Treuhänder und Revisoren gefolgt von den Informatikberufen.

Derweil habe sich der Mangel an Fachkräften in Berufen der Medizin und Pharmazie auffällig verschärft, schreibt Adecco weiter. Da seien deutlich mehr Stellen ausgeschrieben worden als noch vor einem Jahr. Dies habe sich bei Apothekern gezeigt, während die Zahl der ausgebildeten Mediziner bereits seit längerem nicht mit dem Bedarf im wachsenden Gesundheitssystem mithalten könne.

Überangebot bei Hygieneberufen

Auf der anderen Seite herrscht in Berufen der Reinigung oder Hygiene und Körperpflege ein Überangebot an Fachkräften. Hier gehe es um Berufe in der Textilpflege, um Coiffeure, Kosmetiker oder um Hauswarte. In diesen Berufen sei der Konkurrenzkampf der Stellensuchenden um Arbeitsplätze am grössten, schreibt Adecco.

Ebenfalls weit hinten in der Fachkräftemangel-Tabelle stehen nach wie vor Berufe aus dem Gastgewerbe, dem Handel sowie kaufmännische und administrative Berufe. Leicht vorarbeiten konnten sich Berufe aus dem Baugewerbe. Im Bau habe sich die Situation des Überangebotes im Vergleich zum Vorjahr etwas entschärft, hiess es. Die Zahl der Stellenausschreibungen sei gestiegen und jene der Suchenden zugleich etwas gesunken.

(AWP)

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Die Schweizer Gehälter legen

Die Schweizer Gehälter legen um ein halbes Prozent zu

Den Schweizer Arbeitnehmern winken für 2019 leicht höhere Löhne.

29.11.2019 09:15

Die Nominallöhne legen laut der dritten Schätzung des Bundesamtes für Statistik (BFS) um 0,5 Prozent zu. Die angezeigte Zunahme ist damit zu den ersten beiden Schätzungn von Ende Mai und Ende August unverändert. Bereits im Vorjahr lag die Zunahme der Reallöhne bei 0,5 Prozent.

Der diesjährige Lohnzuwachs dürfte damit allerdings höher ausfallen als die Teuerung. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) rechnet für das Gesamtjahr 2019 mit einer Inflationsrate von 0,4 Prozent. Sie hatte diese Prognose im September von zuvor 0,6 Prozent gesenkt.

Die Schätzung der Nominallohnentwicklung, die das BFS am Freitag veröffentlicht hat, basiert auf Daten der ersten neun Monate des Jahres. Im April des Folgejahres publiziert das BFS jeweils die definitiven Zahlen zum schweizerischen Lohnindex, der die Entwicklung des Bruttolohns einschliesslich dem 13. Monatslohn misst.

(AWP)

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KOF-Konjunkturbarometer fällt

KOF-Konjunkturbarometer fällt im November auf tiefsten Stand seit 2015

Für die Schweizer Wirtschaft stehen die Zeichen auf Abkühlung. Das KOF Konjunkturbarometer hat seine Abwärtstendenz fortgesetzt und ist im November auf den niedrigsten Stand seit 2015 gefallen.

29.11.2019 09:30

Der Frühindikator gab um 1,8 Punkte auf 93,0 Punkte nach. Das Barometer befinde sich weiterhin deutlich unter seinem langfristigen Durchschnittswert, teilte die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich am Freitag mit. Die Aussichten für die Schweizer Konjunktur blieben damit verhalten.

Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen hatten den Frühindikator im Vorfeld etwas höher erwartet, nämlich im Bereich von 94,9 bis 95,7 Punkten erwartet. Der Vormonats-Wert wurde derweil leicht nach oben revidiert (+0,1 Pkt).

Für den Rückgang seien mehrere Indikatorenbündel zu gleichen Teilen verantwortlich, schrieb die KOF. Jedoch würden negative Signale aus dem Gastgewerbe und dem Bank- und Versicherungsgewerbe leicht hervorstechen. Auch die Nachfrage aus dem Ausland und weitere Dienstleistungen liessen nach. Beim Verarbeitenden Gewerbe hingegen zeigten die Indikatoren kaum eine Veränderung.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es handelt sich um einen Sammelindikator, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

tt/kw

(AWP)

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KMU-Einkaufsmanagerindex

KMU-Einkaufsmanagerindex steigt im November wieder über Wachstumsschwelle

Die Geschäftslage der kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) in der Schweiz hat sich wieder etwas aufgehellt. Zurückzuführen ist die Erholung vor allem auf den Anstieg der Auftragsbestände und Produktionsvolumen.

02.12.2019 10:45

Der Rückgang der Geschäftsaktivität bei den von Raiffeisen befragten KMU habe sich im November nicht fortgesetzt, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Konkret stieg der als KMU PMI bekannte Indikator auf 50,3 Punkte. Im Oktober hatte er noch bei 46,6 Punkten und damit unter der Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten gelegen.

Die Stabilisierung sei vor allem auf die deutlich bessere Einschätzung zu den Auftragsbeständen zurückzuführen, heisst es dazu. Die entsprechende Subkomponente macht laut Raiffeisen mit 30 Prozent den grössten Anteil am KMU PMI aus. Zugelegt hätten auch die Produktionsvolumen und die Bestände in den Einkaufslagern. Letztere seien im Vormonat Oktober noch rückläufig ausgefallen.

Der nun im November wieder erfolgte Anstieg in den Expansionsbereich sei ein Anzeichen dafür, dass die Nachfrage im November die Erwartungen der KMU übertroffen habe. Rückläufig zeigte sich der Konjunkturindikator derweil im Bereich Beschäftigung. Der entsprechende Indexwert fiel von 50 auf 47 Punkte.

Der von der Credit Suisse in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband Procure.ch berechnete PMI für die Gesamtwirtschaft, der ebenfalls am Montag veröffentlicht wurde, zeigt ein etwas anderes Bild: Er sank im November um 0,6 Punkte auf 48,8 Zähler und notiert damit unter der Wachstumsschwelle.

sta/uh

(AWP)

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Ethos bietet einen neuen

Ethos bietet einen neuen Nachhaltigkeitsindex für Schweizer Grossfirmen an

Die Anlagestiftung Ethos bietet einen weiteren Börsenindex an, der sich der guten Unternehmensführung bei Schweizer Unternehmen widmet. Der neue "Ethos Swiss Governance Index Large" folgt der gleichen Methodologie wie der im Januar 2017 erstellte "Ethos Swiss Corporate Governance Index" (ESCGI).

02.12.2019 10:18

Der neue in Kooperation mit der SIX erstellte Index konzentriert sich jedoch auf die 20 grössten an der Schweizer Börse kotierten Unternehmen, während der ESCGI auf dem SPI (215 Unternehmen) basiert, wie Ethos am Montag mitteilte. Die tägliche Berechnung des Index erfolgt durch die SIX.

Damit erfülle Ethos ein Anliegen grosser institutioneller Anleger aus der Schweiz, Good-Governance-Kriterien in ihre Anlagen zu integrieren. Ein wichtiger institutioneller Anleger habe bereits angekündigt, diesen neuen Index ab Anfang 2020 im Rahmen seiner Verwaltung für Schweizer Aktien im Wert von mehr als 200 Millionen Franken zu gebrauchen, schreibt Ethos. Diese Vermögenswerte kämen zu den 500 Millionen hinzu, die zurzeit den ESCGI replizieren und würden demnach die Gesamtsumme der die Ethos-Indizes replizierenden Vermögenswerte auf mehr als 700 Millionen Franken erhöhen.

Mit diesen Indizes können Anleger die verantwortungsbewusstesten und nachhaltigsten Unternehmen an der Schweizer Börse bevorzugen, wie es weiter heisst. Firmen, die sich nicht an die Best-Practice im Bereich Corporate Governance - dazu zählen Kapitalstruktur, die Zusammensetzung des Verwaltungsrats oder das Vergütungssystem - halten, seien daher im Verhältnis zum traditionellen Index untergewichtet.

Das Mass der Untergewichtung hängt den Angaben zufolge von identifizierten Risikofaktoren im Bereich der Corporate Governance ab. Dazu zählen unter anderem eine unbefriedigende Strategie zur Bewältigung von Klima-Risiken oder ökologische oder soziale Kontroversen.

Derzeit werden ABB, Alcon, CS Group, Geberit, Givaudan, Julius Bär, Lonza, Nestlé, Novartis, Sika, Swiss Re, Swisscom, UBS Group und Zurich Insurance in dem Index übergewichtet. LafargeHolcim, Partners Group, Richemont, Roche und SGS werden untergewichtet und Swatch sind aus dem ESCGI ausgeschlossen.

pre/uh

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Preis für Café Crème sinkt in

Preis für Café Crème sinkt in der Deutschschweiz erstmals

Es ist ein Novum in der Gastronomiebranche: Der Café Crème in der Deutschschweiz ist erstmals, seit Cafetiersuisse den durchschnittlichen Preis erhebt, gesunken.

02.12.2019 10:03

Eine Tasse Kaffee ist nun im Schnitt für 4,22 Fr. zu haben und damit 3 Rappen günstiger als im Vorjahr.

Insgesamt ist das Bild vor allem von einer Annäherung zwischen Regionen mit hohen sowie solchen mit tiefen Preisen gezeichnet, wie der Interessenverband am Montag mitteilte. So seien die Preise in Regionen oder städtischen Zentren mit eher höheren Durchschnittspreisen zurückgegangen, während Regionen mit bisher tieferen Preisen Preissteigerungen verzeichnet hätten.

Die Rohstoffkosten für Kaffee sind in diesem Jahr gesunken. An den Weltmärkten geriet der Preis für Kaffeebohnen stark unter Druck. Der Börsenpreis der Arabica-Bohne war laut dem Verband in diesem Jahr phasenweise so tief wie nie in den letzten 14 Jahren. Allerdings sei der Einfluss der Kaffeepreise auf die Kosten bei den Cafés marginal, sagte CafetierSuisse-Präsident Hans-Peter Oettli vor den Medien. Daher lohne es sich auch, qualitativ guten Kaffee einzukaufen.

Viel wichtiger seien die Lohn- und Mietkosten. Bei ersteren herrscht derzeit Unsicherheit über die weitere Entwicklung. Denn die Sozialpartner des Gesamtarbeitsvertrages im Schweizer Gastgewerbe (L-GAV) konnten sich bislang noch nicht auf neue Mindestlöhne für das nächste Jahr einigen. Ein Schiedsgericht muss nun entscheiden.

Mit Blick auf die Kaffeepreisentwicklung im Jahr 2019 und die regionalen Unterscheide sei für das kommende Jahr mit einer weiteren Annäherung an den Durchschnittspreis der Deutschschweiz zu rechnen, hält Cafetiersuisse fest. Er rechne insgesamt aber mit einer zurückhaltenden Entwicklung, sagte Oettli.

Cafetiersuisse hat den Kaffeepreis zum 32. Mal bei 650 Cafés, Cafeterias, Café-Bäckereien und Café-Bistros in der deutschsprachigen Schweiz erhoben.

Beim Konsum von Kaffee bewegen sich die Schweizer an der Weltspitze. Allerdings tranken sie im letzten Jahr weniger Kaffee als in den Vorjahren. Im Schnitt genehmigte sich eine Person noch 975 Tassen pro Jahr, 2017 waren es noch 1110 Tassen. Erstmals tranken in der Folge nicht mehr nur Deutsche und Norweger, sondern auch die Österreicher mehr als die Schweizer.

Momentan habe man keine Erklärung dafür, sagte CafetierSuisse-Präsident Oettli. Möglicherweise liege es an statistischen Effekten. "Bei unseren Mitgliedern boomt der Kaffee weiterhin."

Das Umsatzpotential und - fast noch wichtiger - das Margenpotential des Kaffees sei weiterhin sehr gross. Kaffee sei in der Gastronomie die Sparte mit der höchsten Marge.

(SDA)

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Umsätze im Schweizer

Umsätze im Schweizer Detailhandel im Oktober leicht gestiegen

Die Schweizer Detailhändler haben im Oktober etwas mehr verkauft. Die Umsätze nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag bekannt gab. Real, also Preisveränderungen herausgerechnet, wären die Umsätze der Detailhändler sogar um 1,4 Prozent gestiegen.

02.12.2019 09:55

Kalenderbereinigt - nicht jeder Monat hat gleich viele Verkaufs- und Feiertage - relativiert sich dieses Wachstum allerdings. So gesehen nahmen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,1 Prozent (nominal) und 0,7 Prozent (real) zu.

Saisonbereinigt, also zum Vormonat, stiegen die nominalen Detailhandelsumsätze um 0,9 Prozent.

Wird der Effekt der Tankstellen und somit die Verzerrung durch den Ölpreis herausgerechnet, ergeben sich für den Berichtsmonat im Vorjahresvergleich noch etwas höhere Wachstumsraten. Unbereinigt hätte der Detailhandel so nominal um 1,2 Prozent zugelegt, kalenderbereinigt um 0,5 Prozent.

rw/uh

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WEF-Manifest: Firmen dienen

WEF-Manifest: Firmen dienen nicht nur Aktionären, sondern allen Interessengruppen

Angesichts veränderter Arbeitsbedingungen und neuer Herausforderungen hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) seine Grundsätze für gute Unternehmensführung aktualisiert.

02.12.2019 11:36

Das 1973 veröffentlichte Davoser Manifest sei zwar zeitlos, doch habe sich die Welt seitdem "dramatisch verändert", teilte das WEF am Montag in Cologny bei Genf mit. "Globale Unternehmen sind Akteure eines beispiellosen Wandels und spielen eine grössere Rolle als je zuvor bei der Gestaltung der politischen, sozialen und kulturellen Kräfte, die die Welt verändern", schrieb WEF-Gründer Klaus Schwab.

Einen grundlegenden Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsweise habe mittlerweile die sogenannte Industrie 4.0 erlangt, betonte Schwab. Darunter wird die Digitalisierung der industriellen Produktion verstanden, etwa das Zusammenwachsen von Fertigungsprozessen mit dem Internet.

In den Forderungen, vom WEF als "Die universelle Aufgabe eines Unternehmens in der Vierten Industriellen Revolution" veröffentlicht, betont das Forum, ein Unternehmen diene nicht nur seinen Aktionären, sondern "allen Interessengruppen - Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, dem lokalen Gemeinwesen und der Gesellschaft als Ganzem".

Ein Unternehmen müsse Mitarbeiter mit Würde und Respekt behandeln, Konkurrenten achten, neuen Marktteilnehmern Chancen einräumen, Menschenrechte entlang der Lieferkette sichern und Datensicherheit gewährleisten. "Es setzt sich dafür ein, Garant des ökologischen und materiellen Universums zukünftiger Generationen zu sein."

Vom 21. bis 24. Januar findet in Davos die 50. Jahrestagung des WEF statt. Dazu werden mehrere Tausend Teilnehmer erwartet, darunter Spitzenpolitiker, Unternehmensführer und Vertreter gesellschaftlicher Organisationen.

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So wählen Sie die besten

So wählen Sie die besten Dividendenaktien für 2020 aus

Am Dividendenhimmel der Schweizer Börse tummeln sich bekannte und weniger bekannte Namen. Mit dem richtigen Griff wählen Anleger unter den besten Renditeträgen jene aus, die gutes Einkommen und Kurschancen vereinen.

03.12.2019 07:20

Von Marc Forster

Machen wir uns nichts vor: Die Zinsen werden 2020 durchwegs ultratief sein und dividendenstarke Aktien bleiben damit die erste Wahl für all jene, die ansprechende Rendite suchen. 

Ein Spitzenplatz in der Rangliste der höchsten Dividendenrenditen der Schweiz (siehe Tabelle) heisst aber noch nicht, dass in ein Unternehmen per se investiert werden soll. So verdankt der Oberflächenspezialisten und Textilmaschinenbauer Oerlikon seinen Spitzenrang mit 9 Prozent Rendite nur einer Sonderdividende: Die von Grossaufträgen abhängige Industriegruppe dürfte nächtes Mal nur auf etwa 2,3 Prozent kommen.

Auch Conzzeta (5 Prozent), zwar strategisch wieder auf Kurs, ist kein traditioneller Dividendentitel - ein Spartenverkauf erlaubte auch dem Mischkonzern die Ausschüttung einer Sonderdividende. Gute Dividendenzahler wie Burkhalter (5,4 Prozent) oder Valora (4,7 Prozent) wiederum dürften 2020 eher unter Druck stehen und so zumindest vom Aktienkurs her wenig Freude machen. 

Unter den Aktien mit der aktuell besten Dividendenrendite lohnen dafür folgende einen Blick: 

Compagnie Financière Tradition (7,7 Prozent)

Der Lausanner Finanzbroker steht in einem stark umkämpften Markt. Seit Anfang 2018 hat sich der der Kurs als stabil erwiesen und nie tiefer als 98 Franken und nie höher als 111,50 Franken gelegen. Die Dividende 2018 war gepusht von einer einmaligen Aktienausschüttung. Die CFT ist aber traditionell eine grosszügige und zuverlässige Dividendenzahlerin.

Orell Füssli (6,1 Prozent) 

Seit Mitte Oktober ist der Kurs von 90 auf 99 Franken gestiegen. Die hohe Rendite geht auf eine Jubiläumsdividende zurück. Offenbar wird die Aktie des Druckerei- und Handelsunternehmens aber weiter aus Dividendenüberlegungen gekauft. Nach Jahren der Krise geht es Orell Füssli aber wieder besser, und trotz des eher volatilen Sicherheitsdruck als Hauptumsatzquelle können Anleger das Wagnis durchaus eingehen.  

UBS (5,8 Prozent)

Die Grossbank hat der Zurich-Versicherung den Titel der dividendenstärksten SMI-Aktie abgejagt. Die UBS-Aktie eignet sich für kurzfristiges Spekulieren und durchaus auch, um von der Dividende zu profitieren. Langfristig betrachtet ist der Vermögensverwalter aber nach wie vor vielen Risiken ausgesetzt und letztlich zu wenig profitabel.

Mobilezone (5,7 Prozent)

Zwischen Mitte August und Ende Oktober ging der Kurs von 9 auf 11 Franken nach oben. Danach gab es eine Korrektur unter 10 Franken. Aber dies ändert am Gesamtbild nichts: Mobilezone steht wieder in der Gunst der Anleger. Der Mobilfunkhändler integriert die Geschäfte in Deutschland gut und dürfte von Synergien profitieren.  

Sunrise (5,4 Prozent)

Dass die Fusion mit UPC im Herbst zunächst einmal geplatzt ist, hat dem Kurs zwischenzeitlich zugesetzt. Dennoch verzeichnet die Sunrise-Aktie seit Mai insgesamt einen stabilen Kursanstieg. In Nachahmung der grösseren Swisscom, die aktuell auf eine Dividendenrendite von 4,3 Prozent kommt, bekommt Sunrise mehr und mehr den Charakter eines Oblgationenersatzes.

Swiss Re (5,2 Prozent)

Mit über 107 Franken kostet die Swiss-Re-Aktie so viel wie zuletzt im Herbst 2008, kurz bevor die Finanzkrise, massive Abschreiber und ein schrumpfendes Eigenkapital den Rückversicherer ins Trudeln stürzten. Auch wenn das Kurspotenzial immer noch beschränkt ist – bei Swiss Re sollte man als Dividendenüberlegungen stets dabei sein.

Zurich (4,8 Prozent)

Der starke Anstieg des Kurses auf zuletzt 396,50 Franken hat dazu geführt, dass die Zurich vom SMI-Dividendenthron gefallen ist. Das heisst aber nicht, dass die Dividende weiterhin ein Hauptargument für die Aktie ist. Das Management will auch an der hohen Ausschüttung festhalten. Der Kurs dürfte bei der anspruchsvoll bewerteten Aktie nicht mehr übermässig Potenzial haben (mehr zu Zurich hier.)

Carlo Gavazzi (4,7 Prozent)

Der Entwickler von Elektronikausrüstung für die Gebäude- und Industrieautomation mit italienischem Ursprung wird von der Gründerfamilie kontrolliert. Was als Nachteil erscheinen kann, zahlt sich bei der Ausschüttung aus: Familienunternehmen sind oft gute Dividendenzahler. Die langfristigen Aussichten der soliden Industriegruppe, die ihre Abhängigkeit von Europa reduziert, sind gut.

Die aktuell höchsten Dividendenrenditen am Schweizer Markt

Gesellschaft Dividendenrendite Performance seit 1.1. 2019
Oerlikon 9 Prozent +1,6 Prozent
Compagnie Financière
Tradition (CFT)
7,7 Prozent +4,9 Prozent
APG 6,9 Prozent -13,6 Prozent
Varia 6,2 Prozent +9,7 Prozent
Orell Füssli 6,1 Prozent +10,2 Prozent
UBS 5,8 Prozent +0,3 Prozent
Mobilezone 5,7 Prozent -3,1 Prozent
Burkhalter 5,4 Prozent -7,3 Prozent
Sunrise 5,4 Prozent -9,2 Prozent
Swiss Re 5,2 Prozent +20,3 Prozent
Nebag 5 Prozent +0,5 Prozent
EFG International 5 Prozent +5,6 Prozent
Conzzeta 5 Prozent +26,5 Prozent
Tamedia 4,9 Prozent -12,5 Prozent
Zurich 4,8 Prozent +34,5 Prozent
Carlo Gavazzi 4,7 Prozent +4,1 Prozent
Valora 4,7 Prozent +23,3 Prozent
Banque Cantonale
Vaudoise (BCV)
4,6 Prozent +3,8 Prozent

Stand: 2. Dezember / Daten: cash.ch/Bloomberg

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Altersvorsorge bleibt gemäss

Altersvorsorge bleibt gemäss CS-Sorgenbarometer die Top-Sorge in der Schweiz

Nicht die Sorge um Klima und Umweltschutz, sondern die Sorge um die Altersvorsorge steht bei Schweizerinnen und Schweizer weiterhin an erster Stelle. Die Unzufriedenheit mit der Politik nimmt laut dem neusten Sorgenbarometer der Credit Suisse zu.

05.12.2019 06:42

Beim diesjährigen Sorgenbarometer gibt es keine Veränderung bei den drei wichtigsten Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer: 47 Prozent bezeichnen auch 2019 die Altersvorsorge als grösste Sorge. Das Thema Gesundheit/Krankenkasse liegt mit 41 Prozent auf Platz zwei.

Dahinter folgen mit deutlichem Abstand die Ausländer-Thematik (30 Prozent), ganz knapp vor der Sorge um Umweltschutz und Klimawandel mit neu 29 Prozent. Nachdem Umweltfragen im vergangenen Jahr unter die Top 5 der Sorgen zurückgekehrt waren, legte das Thema in diesem Jahr erwartungsgemäss mit einem Plus von sechs Prozentpunkten nochmals deutlich zu.

Dringendste Probleme

Am meisten zugelegt hat jedoch die Sorge um die persönliche Sicherheit. Mit einem Plus von 11 Prozentpunkten liegt sie neu auf Rang sechs (23 Prozent). Weniger stark gestiegen ist mit vier Prozentpunkten die Sorge um Arbeitslosigkeit (26 Prozent) auf Rang fünf.

Nach dem am dringendsten zu lösenden Problem gefragt, war die häufigste Antwort ebenfalls die Altersvorsoge und die AHV (16 Prozent), gefolgt vom Thema Umweltschutz und Klimawandel (12 Prozent).

Die Autoren der Umfrage stellen fest, dass die Unzufriedenheit der Stimmberechtigten mit der Politik zunimmt: Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) waren der Meinung, die Politik von Regierung und Verwaltung versage oft in entscheidenden Dingen. 2017 lag dieser Wert noch bei 24 Prozent. Vor allem von der Exekutive wird erwartet, dass sie wieder vermehrt Lösungen für politische Probleme findet.

Persönliche Situation positiv

Die eigene wirtschaftliche Lage wurde unverändert von 92 Prozent der Befragten als "recht", "gut" oder sogar "sehr gut" bezeichnet. Das passt auch zu den Antworten auf die Frage, wie zufrieden die Befragten mit ihrem Leben sind. Auf einer Skala von 0 bis 10 gaben 88 Prozent ihrem Leben eine Note von 5 oder höher und 39 Prozent die Note 8 und mehr.

Die CS erhebt das Sorgenbarometer seit 43 Jahren. Das Institut gfs.bern befragte im Auftrag der Grossbank vom 10. Juli bis zum 5. August 2495 Stimmberechtigte aus der ganzen Schweiz. Die Fehlerquote liegt bei plus/minus zwei Prozent.

mk

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SMI: Entscheidung vertagt

Im ersten Anlauf scheiterte der Swiss Market Index an der Rückeroberung der 21-Tage-Linie.

Fachbegriffe

Die Korrektur zum Wochenauftakt steckt Anlegern am Schweizer Aktienmarkt noch in den Knochen. Auch am Donnerstag war der Handel von erhöhter Unsicherheit geprägt. Nach der Eröffnung im Bereich der 21-Tage-Linie (blau) legten die Kurse kräftig zu, bis zum Handelsschluss wurden die Gewinne komplett abverkauft. Den zwischenzeitlichen Anstieg über den Monatsmittelwert nutzten Anleger somit zum Ausstieg. Folgt auf das Schwächesignal zum Wochenschluss ein weiterer Rückschlag, trüben sich die kurzfristigen Aussichten ein.

Im negativen Fall einer zweiten Abwärtswelle rückt zunächst das jüngste Tief bei 10’230 auf die Agenda. Anschliessend ist ein Test der Südgrenze des grau eingezeichneten Vorhersagekanals bei 10’100/10’150 zu erwarten (roter Kreis). Hier hätte der SMI (SMI 10408.44 0.43%) zugleich sein Ausbruchsniveau von Ende Oktober wieder angelaufen, das sich im Idealfall als Startrampe einer folgenden Erholung erweisen könnte. Noch aber sind die Würfel nicht gefallen: Behauptet der Markt den kurzfristigen Durchschnitt, reicht die Luft bis 10’450/10’500. In der kommenden Woche könnte dann wieder die Rekordzone (grüner Kreis) angelaufen werden. Passende Hebelpapiere, um auch von kleinen Kursveränderungen verstärkt zu profitieren, finden Trader am Ende der Analyse.

 

 

Rückenwind erfährt der SMI unverändert von der übergeordneten Zeitachse. Mittelfristig betrachtet sitzen die Bullen weiter fest im Sattel, die Trendeinschätzung ist positiv. Selbst Verluste von gut 7% bis an die alten Bestmarken und somit Wendepunkte um 9500/9600 wären noch unkritisch. Vorgelagert ist bereits im Dunstfeld der steigenden 200-Tage-Linie (violett) bei 9830 mit verstärken Käufen zu rechnen.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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