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Swisscom kooperiert mit SIX

Swisscom kooperiert mit SIX bei digitaler Börse - Deutsche Börse springt ab

Die Schweizer Börse SIX wird nun doch mit der Swisscom im Bereich digitaler Vermögenswerte zusammenarbeiten. Eine Kollaboration bestehend aus dem Schweizer Telekomkonzern sowie Daura, Sygnum, Custodigit und MME spannt neu mit der Schweizer Börsenbetreiberin zusammen.

18.12.2019 08:23

Letztere füge sich mittels einer Beteiligung an der Daura AG ein, teilten die SIX und die Swisscom am Mittwoch gemeinsam mit. Über die Höhe der Beteiligungen wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Zusammenarbeit ermögliche "die verstärkte Etablierung einheitlicher technischer Standards und Arbeitsabläufe im Schweizer Ökosystem für digitale Vermögenswerte", hiess es.

Ursprünglich wollte die Swisscom gemeinsam mit der Deutschen Börse eine Plattform für digitale Vermögenswerte aufbauen. Dabei wollten sich die Partner vor allem auf noch nicht börsenkotierte Unternehmen fokussieren. Dazu hiess es nun: "Die Deutsche Börse wird ihre Expertise, mit der sie bislang den Aufbau des Schweizer Ökosystems aktiv unterstützt hat, jetzt in Projekte in Deutschland und der EU27 einbringen, die aufgrund neuer regulatorischer Entwicklungen möglich geworden sind."

Perfekt für Strategie

Die Daura AG, an der sich die SIX beteiligt, bietet den Angaben zufolge nicht kotierten Unternehmen, eine Plattform für die Emission von Wertschriften-Tokens an. Eine neu geschaffene Aktie werde dabei durch einen digitalen Token repräsentiert, womit kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) neue Investoren via Internet beteiligen könnten.

Die geplante digitale Börse der SIX - die so genannte SDX - werde als digitale Börse einen zentralen Teil der künftigen Schweizer Finanzplatzinfrastruktur bilden, liess sich Thomas Zeeb, Chef der Börsensparte, in der Mitteilung zitieren. Allerdings brauche jedes Ökosystem auch Teilnehmer die verschiedene Rollen in dem System übernehmen. Die Beteiligung an Daura füge sich daher "perfekt in unsere Strategie ein, ein solches Ökosystem am Schweizer Finanzplatz aufzustellen".

Denn die bei Daura emittierten Tokens könnten nahtlos und in Echtzeit über die SDX gehandelt, abgewickelt und verwahrt werden.

Ein Prototyp der SDX ist seit vergangenem September in Zusammenarbeit mit grossen internationalen Banken im Testbetrieb und soll voraussichtlich nächstes Jahr live gehen.

ys/rw

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Materialfehler führte zu

Materialfehler führte zu Panne vom Freitag im Swisscom-Netz

Eine fehlerhafte wichtige elektronische Komponente hat am vergangenen Freitag in weiten Teilen der Schweiz zu massiven Störungen im Festnetz der Swisscom und auch zum Ausfall von Notfallnummern geführt. Dies gab die Swisscom am Montag auf Anfrage bekannt.

20.01.2020 12:30

Die Störung ereignete sich am Freitag von 10 bis 11.22 Uhr auf dem Swisscom-Festnetz. Sie konnte laut Swisscom-Angaben mit einem Neustart des Netzes behoben werden. Einzig die Kantone Genf, Graubünden und Teile des Kantons Waadt waren nicht betroffen.

Die Swisscom stellte am Montag weiter fest, dass technische Massnahmen ergriffen worden seien, damit sich eine derartige Störung nicht wiederhole. Parallel dazu gehe man mit einer gründlichen Analyse den Gründen der Störung nach.

Auch Notfallnummern waren von der Panne betroffen und Personen wurden dazu aufgerufen, das Mobilnetz zu benutzen. Der Betrieb der Luftwaffe wurde von der Störung ebenfalls tangiert.

Das operative Zentrum der Luftwaffe in Dübendorf blieb jedoch über das Fixnetz während der ganzen Zeit erreichbar. Telefongespräch nach Aussen konnten hingegen nicht getätigt werden. Armeesprecher Daniel Reist präzisierte eine entsprechende Meldung der "SonntagsZeitung".

Laut Reist stehen der Armee vier Kommunikationssysteme zur Verfügung. Mit drei voneinander unabhängigen Kommunikationswegen seien am Freitag alle Verbindungen mit allen Partner jederzeit garantiert gewesen. An der Praxis der Luftwaffe ändere sich durch die Swisscom-Panne vom Freitag nichts.

ra/

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Swisscom tritt

Swisscom tritt Mobilfunkallianz Freemove bei

Die Swisscom schliesst sich der Mobilfunkallianz Freemove an. Damit können multinational tätige Firmenkunden der Swisscom in Europa und weltweit Mobilfunkdienstleistungen erhalten, wie der "blaue Riese" am Donnerstag in einem Communiqué bekanntgab.

23.01.2020 11:52

In der im Jahr 2003 gegründeten Allianz Freemove bündeln die Deutsche Telekom, die französische Orange, die schwedische Telia und Telecom Italia ihre Expertise, wie es weiter hiess. Mit dem Beitritt der Swisscom zu Freemove erhalten im Gegenzug die Firmenkunden der anderen Telekomanbieter die Mobilfunkdienstleistungen der Swisscom in der Schweiz.

Sunrise spannt mit Vodafone zusammen

Gleichentags hat auch Konkurrentin Sunrise eine Partnerschaft mit Vodafone bei Firmenkunden bekannt gegeben. Damit könnten Firmenkunden von Sunrise eine Reihe von Vodafone-Geschäftskundendienstleistungen benutzen. Darunter seien Mobilfunkdienste, Roaming und der zentrale Einkauf, hiess es.

Im Laufe der Zeit wollen Sunrise und Vodafone ihre Geschäftsbeziehung ausbauen, um Unternehmen in ganz Europa und darüber hinaus Festnetz- und Mobilfunk-Bündelangebote machen zu können. Dies gilt auch für die neue ultraschnelle Mobilfunktechnik 5G.

Finanzielle Details gaben weder die Swisscom noch Sunrise bekannt.

jb/ra

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Systemausfall bei der

Systemausfall bei der Swisscom behoben

Der Systemausfall bei der Swisscom in der Nacht auf Mittwoch, der auch die Notrufnummern in mehreren Kantonen betroffen hatte, ist behoben. Der Ausfall dauerte nach Angaben der Swisscom von 22.33 Uhr am Dienstagabend bis 00.10 Uhr am Mittwoch.

12.02.2020 07:47

Die Systeme seien wieder hochgefahren worden, teilte ein Swisscom-Sprecher am Mittwochmorgen mit. Es könne vereinzelt noch zu Einschränkungen kommen. Die Störung sei auf geplante Wartungsarbeiten der Swisscom zurückzuführen. Diese Arbeiten hätten zu einem unerwarteten Fehlverhalten geführt.

Die Wartungsarbeiten seien gestoppt und rückgängig gemacht worden, hiess es weiter. Das habe zur Erholung der Systeme geführt. Spezialisten der Swisscom überwachen derzeit den Fortschritt und greifen falls nötig manuell ein, um die betroffenen Dienste wieder herzustellen.

Von der Störung betroffen waren internetbasierte Dienste, die Festnetz-Telefonie inklusive Notrufnummern, die Mobiltelefonie über Voice over LTE und Swisscom TV.

(AWP)

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Swisscom profitiert von

Swisscom profitiert von Corona-Angst - Nachfrage nach Live-Videostreaming

Wegen des Verbots für Grossveranstaltungen benutzen Veranstalter und Unternehmen vermehrt Live-Videostreaming. Der Telekomkonzern Swisscom profitiert.

06.03.2020 07:54

Wegen des aktuellen Verbots für Grossveranstaltungen müssen Veranstalter und Unternehmen neue Wege beschreiten. Eine Lösung dafür ist Live-Videostreaming. Der Telekomkonzern Swisscom verzeichnet daher auch eine stark steigende Nachfrage in dem Bereich Swisscom Event & Media Solutions. Die Anfragen hätten sich mehr als verdoppelt, sagte Tobias Saurer, der Chef des Bereichs Digital Media in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem Onlineportal "Persönlich.com". Veranstalter und Unternehmen seien derzeit bezüglich der Austragung von Events verunsichert und entschieden sich im Zweifelsfall für eine Absage oder Verschiebung, sagte Saurer.

Auf der Suche nach Alternativen gelangten sie dann an Live-Streaming-Anbieter wie Swisscom. "Denn Live-Events lassen sich heute zum Glück effektiv in den digitalen Raum verlagern." Viele Unternehmen, die bezüglich Live-Streaming bisher eher skeptisch gewesen seien, würden nun deren Vorteile erkennen.

Verdoppelung der Anfragen

Wie stark die Umsätze wegen des Coronavirus zugenommen haben, wollte Saurer nicht sagen. "Aber so viel kann ich sagen: Die Anfragen haben sich innert Wochenfrist mehr als verdoppelt. Zudem kriegen wir von Tag zu Tag mehr Anfragen und kämpfen um zusätzliche Ressourcen."

Auch bei den Kunden hielt sich Saurer bedeckt. Er nannte aber als Beispiel einen internationalen Grosskunden, für den Swisscom in rund zwei Wochen eine bidirektionale Videoübertragung an vier internationalen Standorten gleichzeitig, in mehreren Sprachen, inklusive Teilnahmemöglichkeit für User aus betroffenen Gebieten, die im Homeoffice arbeiteten, organisiere. Der Event hätte ursprünglich physisch stattfinden sollen und werde nun "gewissermassen virtualisiert".

Die Kosten für Live-Streaming hingen extrem vom "Use Case" ab und reichten von wenigen Tausend Franken für einen "einfachen" Live-Stream bis hin zu mehreren Hunderttausend Franken für komplexere internationale Projekte.

Swisscom sei aber als breit aufgestellter Event-Dienstleister auch negativ von Verboten und Absagen betroffen. Auch bei Swisscom fielen im Digital-Media-Bereich einzelne Aufträge weg, wenn Events komplett abgesagt würden.

(AWP)

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Swisscom plant die Emission

Swisscom plant die Emission von "Green Bonds"

Seit Jahren nimmt die Nachfrage nach nachhaltigen Investitionen weltweit zu. Diesem Bedürfnis will der Telekomkonzern Swisscom in Zukunft stärker Rechnung tragen und veröffentlicht daher das "Green Bond Framework". In diesem Rahmen will Swisscom unter anderem Obligationen begeben, die an einen genauen "grünen" Zweck gebunden sind.

17.04.2020 12:46

Das Green Bond Framework biete die Grundlage für "grüne" Finanzierungen von nachhaltigen Investitionen, schreibt der Telekomkonzern in einer Mitteilung am Freitag. Finanziert werden sollen Projekte mit einem messbaren ökologischen Mehrwert, die etwa auf die Senkung des Energieverbrauchs und der Steigerung der Energieeffizienz der Swisscom-Netze dienen.

Zudem würden Lösungen unterstützt, mit denen Kunden den eigenen Energieverbrauch und die CO2-Emissionen reduzieren könnten. Ausserdem solle der Anteil erneuerbarer Energiequellen erhöht und der CO2-Fussabdruck der Swisscom verringert werden.

Die Auswahl der Projekte erfolge in Übereinstimmung mit der Swisscom-Nachhaltigkeitsstrategie und der Nachhaltigkeitsagenda 2030 der UNO und deren Zielen, hiess es weiter.

pre/jb

(AWP)

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Swisscom sieht sich auf Kurs,

Swisscom sieht sich auf Kurs, kann Coronaeffekte aber nicht quantifizieren

(Mit weiteren Angaben ergänzt) - Die Swisscom hat im ersten Quartal weniger umgesetzt, dank Sondereffekten unter dem Strich aber mehr verdient. Die Ziele für das Gesamtjahr gelten unverändert - wobei ein Vorbehalt wegen Corona gemacht wird.

30.04.2020 08:10

Swisscom weist für das Startquartal einen 4,3 Prozent tieferen Umsatz von 2,74 Milliarden Franken aus. Und der operative Gewinn (EBITDA) nahm um 0,7 Prozent auf 1,11 Milliarden ab, wie der Telekomkonzern am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich steht jedoch ein 2,9 Prozent höherer Reingewinn von 394 Millionen, was mit "Sondereffekten im Ertragssteueraufwand" begründet wird.

CEO Urs Schaeppi spricht von einem "den Umständen entsprechend soliden Ergebnis." Es liege im Rahmen der Erwartungen. Die finanziellen Auswirkungen von Covid-19 seien gering gewesen. Der Wettbewerbs- und Preisdruck in der Schweiz, wo drei Viertel des Umsatzes erzielt werden, habe jedoch angehalten.

Italien wächst weiter

Beim Umsatz hat sich denn auch das Muster der Vergangenheit fortgesetzt: Swisscom erodiert in der Schweiz und wächst in Italien. Hierzulande sank der Umsatz um 4,4 Prozent auf 2,07 Milliarden Franken. Dies war eine Folge des Preiskampfes, aber auch von etwas weniger Internetkunden. Derweil nahm die Zahl der Mobilfunk-Abokunden leicht zu, wenn auch weniger stark als in den Vorquartalen.

Dagegen ging es bei der italienischen Breitbandtochter Fastweb, die auch im Mobilfunk tätig ist, erneut aufwärts. Der Umsatz kletterte (in der Berichtswährung Euro) um 5,6 Prozent. Die Zahl der Internet- und Mobilfunkkunden nahm zu.

Stellenabbau hält an

Der Rückgang im Kerngeschäft sei dank den laufenden Kostensparmassnahmen grösstenteils aufgefangen worden, wird der nur relativ geringe Rückgang beim Betriebsgewinn erklärt. Bekanntlich läuft bei der Swisscom ein Sparprogramm, welches im laufenden Jahr und den beiden Folgejahren Einsparungen von je 100 Millionen bringen soll. Im ersten Quartal nahm der Personalbestand in der Schweiz um 271 Stellen ab.

Insgesamt hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz und EBITDA erfüllt und beim Reingewinn übertroffen. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 2,76 Milliarden Franken, einem EBITDA von 1,09 Milliarden und einem Reingewinn von 359 Millionen gerechnet.

Produkte wegen Corona gefragt

Die Ziele für das Gesamtjahr gelten unverändert. So peilt die Swisscom einen Umsatz von rund 11,1 Milliarden an nach 11,45 Milliarden im Vorjahr an. Beim EBITDA rechnet die Gruppe mit rund 4,3 Milliarden Franken. Ausserdem wird eine erneut unveränderte Dividende von 22 Franken versprochen, sollten die Ziele erreicht werden.

Es wird jedoch ein Vorbehalt angebracht. So könnten aktuell die möglichen finanzielle Auswirkungen aufgrund von Covid-19 nicht quantifiziert werden, so die Mitteilung. Zu viel sei ungewiss, etwa die Dauer der Pandemie, die staatlichen Unterstützungsmassnahmen zugunsten der Wirtschaft oder das Kundenverhalten in der Schweiz und in Italien.

Wegen Corona sind die Produkte von Swisscom aber grundsätzlich gefragt, wie CEO Urs Schaeppi in der Mitteilung festhält: "Verglichen mit dem Vormonat verzeichnen wir im März 70 Prozent mehr Mobilfunkanrufe." Und im Festnetz seien mit TV und Streaming jeden Abend zur Primetime Höchstwerte worden, wie vor der Krise jeweils nur sonntagabends. "Die Netze von Swisscom bewähren sich auch in diesen Tagen", so sein Fazit.

5G: Kritik an Politik

Die aktuelle Lage zeige auch, wie wichtig der stetige Ausbau der Infrastruktur sei, heisst es weiter. Doch wegen Einschränkungen wie Moratorien in einzelnen Kantonen stocke der Ausbau des Mobilfunknetzes und der Ausbau des 5G-Netzes. "Mögliche Folgeschäden sind erst in Zukunft spürbar: Datenkolonnen und Datenstau", so die Mitteilung. Politik und Behörden stünden in der Pflicht, die Voraussetzungen für den Ausbau der Netze zu schaffen.

rw/gab

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Localsearch übernimmt

Localsearch übernimmt Marktplatz Renovero von der TX Group

"Renovero" wechselt von der TX Group zu Localsearch. Die Swisscom-Tochter erwirbt den digitalen Handwerkermarktplatz zu einem nicht genannten Preis. Renovero war bisher Teil der Bauplattform Olmero der TX Group.

05.05.2020 07:49

Auf dem Marktplatz würden jedes Jahr 40'000 Handwerkeranfragen digital erstellt, teilte Swisscom Directories am Dienstag mit. Localsearch werde die Plattform weiter verbessern und das Angebotsspektrum für die Kunden ausbauen.

Die TX Group wiederum fokussiere sich mit ihrer Plattform Olmero nun ganz auf das B2B-Wachstumsgeschäft, hiess es weiter.

ra/pre

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Swisscom platziert Green Bond

Swisscom platziert Green Bond in Höhe von 500 Millionen Euro

Der Telekommunikationskonzern Swisscom hat einen "Green Bond" in Höhe von 500 Millionen Euro platziert. Die Anleihe hat einen Coupon von 0,375 Prozent und eine Laufzeit von 8,5 Jahren.

11.05.2020 09:31

Die Mittel würden im Rahmen des "Green Bond Frameworks" verwendet und die Auswahl der Projekte erfolge im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Swisscom, teilte das Unternehmen am Montag mit. Ein besonderer Schwerpunkt liege dabei auf Energieeffizienz, erneuerbaren Energien, Klimaschutz sowie auf der Bereitstellung einer Netzinfrastruktur.

Der Bond ist an der Euronext Dublin kotiert und die Liberierung soll am 14. Mai 2020 erfolgen. Die Emission wurde unter der Federführung der Credit Suisse, BNP Paribas, LBBW und der UniCredit Bank durchgeführt.

an/pre

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Analysten: Für die Swisscom

Analysten: Für die Swisscom könnte es teuer werden

Sunrise verklagt die Marktführerin Swisscom auf Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe. Andere Anbieter könnten diesem Beispiel nun folgen. Das könnte der Swisscom-Aktie zusetzen.

18.05.2020 08:23

Von Lorenz Burkhalter

Sunrise Communications verklagt die Swisscom. Die Nummer zwei im Schweizer Telekommunikationsmarkt fordert von der unangefochtenen Marktführerin 350 Millionen Franken zuzüglich Zinsen. Die Angeklagte habe in den Jahren 2001 bis 2007 ihre marktbeherrschende Stellung beim Breitband-Internet (ADSL) missbraucht, so lautet der Vorwurf (cash berichtete).

Das bremst am frühen Montagmorgen die Swisscom-Aktie. Im vorbörslichen Handel von Julius Bär gewinnt sie zur Stunde zwar ein Prozent auf einen Mittelkurs von 495 Franken. Damit bleibt sie hinter dem um 1,4 Prozent höheren SMI zurück. Jene von Sunrise gewinnt im Gegenzug 1,5 Prozent auf einen Mittelkurs von 82 Franken. Beobachter sind überrascht, dass der Kurs der Swisscom-Aktie nicht sogar fällt.

Wie aus Analystenkreisen verlautet, hat die Klage nämlich gute Erfolgsaussichten. Erst im Dezember hatte das Bundesgericht ein entsprechendes Urteil der Wettbewerbskommission Weko gegen die Swisscom bestätigt. Eigenen Angaben zufolge hat die Marktführerin bereits Rückstellungen für mögliche zivilrechtliche Forderungen gebildet. Analysten schliessen allerdings nicht aus, dass neben Sunrise auch andere Anbieter auf Schadenersatz klagen. Es könnte teuer für die Swisscom werden, so heisst es weiter.

Die Swisscom-Aktie geriet in der zweiten Hälfte letzter Woche unter Verkaufsdruck. Alleine am Donnerstag und Freitag büsste sie gut 3 Prozent ein. Beobachter machen Branchenrotationen für diese Kursverluste verantwortlich. Seit Jahresbeginn errechnet sich ein Minus von fast 5 Prozent. Dem steht eine um gut 6 Prozent höhere Sunrise-Aktie gegenüber.

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Nationalratskommission

Nationalratskommission zitiert Swisscom-Spitze wegen Pannenserie

Nach der vierten Panne in fünf Monaten gerät die Swisscom unter politischen Druck. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) untersucht die Pannenserie. Und die zuständige Nationalratskommission zitiert nun die Swisscom-Spitze

27.05.2020 08:04

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Nationalrates habe am Dienstag entschieden, dass sie in der nächsten Sitzung Ende Juni die Swisscom-Spitze zu einer Anhörung einlade, sagte Nationalrat Jon Pult (SP/GR), Kommissionsvizepräsident in der Sendung "Heute Morgen" von Radio SRF.

"Wir erwarten, dass die Swisscom da auch Rede und Antwort steht und auch Transparenz schafft über die Ursachen dieser Pannenserie." Bei den früheren Pannen Anfang dieses Jahres sei von verschiedenen Ursachen die Rede gewesen: Einmal von einem Hardware-Fehler, einmal von menschlichem Versagen; bezüglich des Ausfalls vom Dienstag wisse man nichts.

Bis Ende Juni müsse klar sein, ob es einen Zusammenhang gebe, und ob innerhalb der Swisscom strukturelle Probleme bestünden, sagte Pult. "Muss man etwas ändern, damit wir einfach ein stabileres, sichereres Netz haben, das auch ganz wichtig ist für die Sicherheit und auch die Wirtschaft und die Gesellschaft in diesem Land?" Die KVF erwarte, dass die Konzernspitze auch einen Weg in eine bessere Zukunft ohne solche Pannen und solche Netzausfälle aufzeige.

Viel Vertrauen verspielt

Es handle sich um eine Sache, in der Verzögerungen nicht mehr angezeigt seien. "Die Swisscom hat in den letzten Monaten sehr viel Vertrauen verspielt, betonte der SP-Nationalrat. Es müsse funktionieren, dass Swisscom zusammen mit dem Bund und mit der Politik dafür sorge, dass die Schweizerinnen und Schweizer das Vertrauen in das Telefonienetz haben könnten.

Der Bund hält mit 51 Prozent die Mehrheit an der Swisscom. Am Dienstag war das Swisscomnetz während Stunden beeinträchtigt. Gespräche über Mobilnetz für Geschäfts- und Privatkunden waren nicht möglich. Auch Anrufe vom Mobile- wie auch vom Festnetz auf Business Nummern (08xx) und auch auf "Corporate"-Nummern (058) waren teilweise nicht möglich. Die App "Alert Swiss" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz hatte ausserdem für einige Kantone gemeldet, dass die Notrufnummern nicht mehr über das Handy erreichbar gewesen seien.

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Swisscom übernimmt Betrieb

Swisscom übernimmt Betrieb der Banksoftware der Genfer Millennium Banque Privée

Die Swisscom expandiert im Geschäft mit Bankensoftware: Die Genfer Privatbank Millennium Banque Privée hat per Mitte Juni den Betrieb ihrer entsprechenden Software an den Telekomkonzern ausgelagert.

30.06.2020 10:37

Die 2002 von der portugiesischen Millennium BCP Gruppe gegründete Privatbank habe im vergangenen Jahr entschieden, ihr Olympic-Banksystem auf den neusten Stand zu bringen, teilte die Swisscom am Dienstag in einem Communiqué mit. Der "blaue Riese" gewann den Auftrag für die Modernisierung und für den Betrieb der Plattform, der ausgelagert wurde.

Dies sei ein Novum für die Swisscom, die bereits für rund 60 Schweizer Retailbanken Avaloq- und Finnova-Plattformen betreibe, heisst es: Nach 10 Monaten Migrationszeit in enger Zusammenarbeit mit dem Olympic-Hersteller ERI Bancaire übernehme die Swisscom zum ersten Mal den Betrieb eines Olympic-Banksystems für eine Privatbank.

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Swisscom verkauft

Swisscom verkauft Vermittlungsplattform Mila ans Management

Die Swisscom verkauft ihre Tochter Mila ans Management. Die Plattform, die Hilfe bei technischen Problemen vermittelt, wird von ihrem bisherigen CEO Chris Viatte und internationalen Investoren übernommen.

05.10.2020 11:38

Die Zusammenarbeit mit Mila will die Swisscom aber fortführen. Der Verkauf erfolgt, nachdem die Swisscom die Umstellung ihrer Privatkunden auf die digitale Telefonie über die Internettechnologie (All IP) abgeschlossen hat, wie es in einer Mitteilung vom Montag hiess. Während der Umstellung war Mila stark gefragt beim blauen Riesen: Die Plattform vermittelt nämlich Amateure und Profis, die im Nebenverdienst technische Probleme bei Kunden von Swisscom und weiteren Geschäftspartnern lösen.

Nach der abgeschlossenen Migration sowie der vereinfachten Installation der Swisscom-Produkte sei das Auftragsvolumen von Swisscom aber stark rückläufig, hiess es weiter. Mila habe deshalb den Fokus auf das Wachstum mit neuen Geschäftspartner im In- und Ausland gelegt. Mit den neuen Besitzern will Mila nun insbesondere im Ausland wachsen.

Die Swisscom hatte 2013 einen ersten Pilotversuch zur Nachbarschaftshilfe mit Mila gestartet und rund zwei Jahre später eine Mehrheit an der Internet-Firma übernommen. Das Telekommunikationsunternehmen will auch künftig weiter mit Mila zusammenarbeiten und Installationsaufträge für Privatkunden durch die sogenannten Mila Friends und Profis abwickeln lassen.

(AWP)

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Swisscom erreicht Bandbreite

Swisscom erreicht Bandbreite von 50 Gbit auf einem Festnetzanschluss

Die Swisscom hat ausgelotet, welche Datengeschwindigkeiten auf einem Festnetzanschluss mit neuer Netzwerktechnologie möglich sind. In einer realen Netzumgebung sei dabei im Download eine Bandbreite von 50 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) und im Upload von 25 Gbit/s erreicht worden, heisst es in einer Mitteilung am Donnerstag.

08.10.2020 15:39

Bei dem Test wurde bestehende OLT-Hardware (Optical Line Termination) mit einem Prototyp einer 50 Giga PON (Passive Optical Network) Line Card verwendet. Zum Vergleich: Im Massenmarkt für Privatkunden sind derzeit Geschwindigkeiten von 10 Gbit/s verfügbar.

Es stehe ausser Frage, dass der Breitbandbedarf in den kommenden Jahren kontinuierlich steigen wird. Das Testergebnis zeige, dass man über leistungsstarke Optionen verfüge. Swisscom schätzt, dass die Technologie in etwa zwei Jahren Marktreife erreichen könne. Als Option könnte sie etwa zuerst im Geschäftskundenumfeld angeboten werden.

yr/rw

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Swisscom-Chef: Hochgehende

Swisscom-Chef: Hochgehende zweite Coronawelle trifft Geschäft kaum

(Zusammenfassung) - Die hochschwappende zweite Coronawelle trifft das Geschäft der Swisscom kaum. Zwar muss der Telekomkonzern wegen der Reisebeschränkungen Einbussen beim Roaming und bei einzelnen kleinen Tochtergesellschaften hinnehmen.

29.10.2020 13:20

Ansonsten sei aber das Geschäft der Swisscom trotz Corona stabil, sagte Firmenchef Urs Schaeppi am Donnerstag bei der Vorlage der Ergebnisse in den ersten neun Monaten. Das Gesamtjahr 2020 werde gut ausfallen trotz der zweiten Infektionswelle, die in der Schweiz rollt. Die Gruppe peilt im Gesamtjahr einen Umsatz von rund 11 Milliarden Franken und einen Betriebsgewinn (EBITDA) von rund 4,3 Milliarden an.

Das Verhalten der Menschen unterscheide sich noch von dem vom Frühling: Einen Anstieg der Datenvolumina durch grösseren TV- oder Streaming-Konsum am Abend wie zu Zeiten des Lockdowns sehe man noch nicht, sagte Schaeppi. Allerdings sei das Datenvolumen auch nach den Lockerungen im Juni nicht mehr auf das Niveau vor der Pandemie zurückgegangen. Viele Firmen seien nach wie vor oder bereits wieder im Homeoffice.

Preisdruck grösser als Roamingverluste

In den ersten neun Monaten hat die Swisscom 73 Millionen Franken Umsatz durch die geringere Benutzung von Handys im Ausland (Roaming) verloren. Damit machen die Roamingeinbussen etwa ein Drittel des Rückgangs beim Konzernumsatz um 226 Millionen Franken aus. Mehr zu schaffen macht dem Schweizer Branchenprimus der Preisdruck, der durch eine Flut an Sonderangeboten grösser wurde.

Insgesamt schrumpfte der Umsatz von Januar bis September um 3 Prozent auf 8,2 Milliarden Franken. Hier hat sich das Muster der Vergangenheit fortgesetzt: Die Swisscom erodiert in der Schweiz und wächst in Italien. Die italienische Breitbandtochter Fastweb fuhr mehr Umsatz und Gewinn ein.

Den Rückgang im Schweizer Kerngeschäft "konnten wir jedoch dank verbesserter Effizienz grösstenteils auffangen", erklärte Schaeppi. Dabei drückte die Swisscom weiterhin auf die Kostenbremse. So gab sie weniger für Werbung, Kundenakquisition und Kundenbindung aus. Zudem hatte sie auch tiefere Ausgaben fürs Roaming und den Einkauf von Handelswaren wie etwa Smartphones.

Gleichzeitig schrumpfte der Personalbestand. In der Schweiz baute der "blaue Riese" seit Jahresbeginn 509 Vollzeitstellen ab. Hierzulande hat die Swisscom noch 16'119 Vollzeitjobs.

Betriebsgewinn stabil

Durch die Sparmassnahmen konnte der Konzern das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) mit 3,36 Milliarden Franken praktisch stabil halten (-0,1 Prozent). Unter dem Strich sank der Reingewinn wegen höheren Steuern leicht um 1,3 Prozent auf 1,17 Milliarden Franken. Damit über traf die Swisscom die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie stieg bis kurz nach Mittag in einem schwachen Gesamtmarkt um 1,7 Prozent.

Beim Mobilfunk stiess die Swisscom an die Decke. Bei den lukrativen Abos konnte sie zwar weiter Kunden gewinnen. Der Aderlass beim Prepaid ging allerdings weiter. Zudem konnte die Talfahrt bei den Festnetzanschlüssen gebremst werden.

Beim Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration 5G kam die Swisscom wegen des Widerstands von Behörden und Bevölkerung kaum noch voran. Die Kapazität des Mobilfunknetzes konnte durch zusätzliche Antennen, Frequenzmanagement und Software-Upgrades im vergangenen Jahr lediglich noch um 5 Prozent erhöht werden, während das Datenvolumen etwa sechsmal schneller stieg.

Langsam verliert auch der mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Konzern die Geduld mit den Behörden, die an mehreren Orten 5G-Moratorien verhängt haben. Schaeppi klagte, dass die Baugesuche für Handy-Antennen nur zögerlich oder gar nicht mehr bewilligen würden.

"Es kann nicht sein, dass wir bei Einhaltung von allen Gesetzesbestimmungen und Grenzwerten einfach beim Ausbau von Technologien blockiert werden. Wir werden an gewissen Orten auch den Rechtsweg beschreiten", sagte Schaeppi, ohne Einzelheiten zu nennen. Auch die Konkurrenten Sunrise und Salt drohen mit Klagen.

Wechsel an der Spitze

Zudem meldete die Swisscom den Abgang von Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli, der die maximale Amtsdauer von zwölf Jahren erreicht. Zum Nachfolger wird Michael Rechsteiner vorgeschlagen, der aktuell Europa-Chef für das Gas-Power-Geschäft von General Electric ist.

Auch Finanzchef Mario Rossi räumt seinen Posten nach über zwei Jahrzehnten im Konzern. Sein Nachfolger wird per 1. März 2021 der Österreicher Eugen Stermetz, der schon seit acht Jahren für die Swisscom arbeitet.

jb/jr

(AWP)

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Swisscom gewinnt Mobilfunkt

Swisscom gewinnt Mobilfunkt-Netztest vor Sunrise und Salt

Swisscom vor Sunrise und Salt: Laut dem neusten Test des Beratungsunternehmens Umlaut und des deutschen Branchenmagazins Connect bietet der Schweizer Branchenprimus weiterhin das beste Mobilfunknetz des Landes an. Sunrise bekommt ebenfalls die Testnote "überragend", muss sich aber knapp mit der Silbermedaille zufrieden geben.

01.12.2020 06:38

Salt erreicht auch in diesem Jahr nur den dritten Platz, habe sich aber als einziger Anbieter im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Insgesamt kommt die Swisscom gemäss dem Ranking auf 960 (VJ 974) von möglichen 1'000 Punkten, Sunrise auf 955 (VJ 967) und Salt auf deren 926 (VJ 923).

Der Kampf um die Spitze werde in der Schweiz traditionell auf höchstem Niveau ausgetragen, heisst es in der Bewertung. Alle drei Netzbetreiber unterstützen seit dem vergangenen Jahr VoLTE (Voice over LTE) und würden aus dieser guten technologischen Grundlage viel herausholen. Die Erfolgsquoten beim Telefonieren liegen in grossen und kleinen Städten bei allen drei Kandidaten nahe bei 100 Prozent. Beim Drivetest in Kleinstädten habe Swisscom diese Marke sogar erreicht.

Bei den Daten-Messungen liegen die Kandidaten ebenfalls eng beieinander. Vor allem in grösseren Städten weisen die erfassten Messwerte bei Swisscom und Sunrise einen hohen Anteil mit LTE 4CA auf, also die Kombination von vier LTE-Trägerfrequenzen.

Erstmals erfasst wurden die Ergebnisse für 5G. Wo das neue Netz bereits verfügbar ist, wurde es in den Fahr- und Lauftests erfasst, hiess es. Swisscom und Sunrise würden die jüngste Mobilfunkgeneration nicht nur in den Städten, sondern auch schon in hohem Mass in der Fläche anbieten - und liegen nach den Tests bei 5G gleichauf.

Stark im internationalen Vergleich

Der Drittplatzierte Schweizer Anbieter Salt hat bei dem Test dieselbe Punktzahl erreicht wie der Testsieger in Deutschland. Bei 5G stehe Salt noch am Anfang - biete in seinen ersten 5G-Zellen aber bereits "Top-Werte", wie es heisst. Vor allem in der Schweiz seien die Ergebnisse der 5G-Messungen insgesamt "beeindruckend" gewesen. Insbesondere die deutschen Netze hätten sich im internationalen Vergleich stark verbessert.

Die Messungen in der Schweiz fanden vom 21. bis 31. Oktober 2020 statt.

yr/kw

(AWP)

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Swisscom-Finanzchef hofft auf

Swisscom-Finanzchef hofft auf Bewegung im festgefahrenen Mobilfunkausbau

Angesichts des Widerstands von mehreren Kantonen und Gemeinden gegen 5G hofft Swisscom-Finanzchef Mario Rossi auf baldige Bewegung im festgefahrenen Mobilfunkausbau. Zudem sagt er im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP, dass ein Rückzug der Swisscom aus der Grundversorgung kein Thema sei, auch wenn das Parlament die vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit hochschrauben sollte.

02.12.2020 10:30

2020 sei zwar kein verlorenes Jahr für den Ausbau von 5G, aber die ganze Branche sei beim Netzausbau nicht wie geplant vorangekommen. Im Ausland werde 5G von den Regierungen gefördert. "Und bei uns verhängen gewisse Kantone rechtswidrige Moratorien oder haben einseitig die Regeln verschärft. Baugesuche werden nicht behandelt oder verzögert. Das behindert die ganze Branche", sagt Rossi. Der Bund sei gefordert, den Kantonen klare Anweisungen zu geben.

Nach dem Treffen mit der zuständigen Bundesrätin Simonetta Sommaruga komme jetzt auch Bewegung in das Ganze. "Wir sind guter Dinge, dass das Departement Uvek im ersten Quartal 2021 entsprechende Instruktionen an die Kantone gibt, wie die Antennenbaugesuche zu behandeln sind. Dann wird die Branche wieder vernünftig arbeiten können", sagt Rossi.

Keine Klagen gegen Moratorien

Das Problem betreffe nicht nur 5G, sondern den Mobilfunkausbau generell: "In den städtischen Gebieten sind unsere Antennen heute schon zu 90 bis 95 Prozent ausgelastet. Ohne raschen Ausbau droht bald ein Datenstau."

Bisher habe die Swisscom keine Klagen gegen Kantone oder Gemeinden wegen 5G-Moratorien eingereicht. "Es laufen aber Beschwerdeverfahren zu einzelnen Antennenstandorten. Wir hoffen jetzt auf Bewegung im ersten Quartal 2021. Es ist nicht sinnvoll, wenn Telekomunternehmen gegen Moratorien von Kantonen klagen. Da muss man andere Lösungen finden", sagt Rossi.

Höheres Mindesttempo wäre Milliardengrab

Die Pläne des Parlaments, die Mindestgeschwindigkeit in der Grundversicherung von derzeit 10 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) auf 80 Mbit/s hochzuschrauben, stellt die Swisscom vor Probleme. Der "blaue Riese" müsste nach eigenen Angaben 2 Milliarden Franken in 400'000 unrentable Anschlüsse an Orten mit wenig Bedarf investieren.

Da stellt sich die Frage, wie so ein Entscheid zustande kam, nachdem früher in Bundesbern nichts gegen den Willen der Swisscom gegangen war. Rossi sagt: "Ich weiss nicht, wie das passieren konnte. Schnelles Internet in der Grundversorgung ist ein populäres Anliegen insbesondere in Randregionen. Fakt ist, wir haben eine Grundversorgung mit 10 Mbit/s, was mit Abstand die höchste festgelegte Mindestgeschwindigkeit in Europa ist."

Die Grundversorgung sei nicht der richtige Rahmen, um Regionalpolitik zu betreiben. "Da muss man andere Wege finden", sagt der Finanzchef. Wenn das Anliegen im Ständerat angenommen würde, müsste die Swisscom prüfen, wie es überhaupt umgesetzt werden könnte.

Denn der vorgegebene Zeitrahmen lasse sich wegen der beschränkten Baukapazitäten unmöglich einhalten. Zudem müssten neue Formen der Finanzierung gefunden werden. "Die Grundversorgung ist defizitär und die Swisscom hat dafür noch nie einen Franken in Anspruch genommen", sagt Rossi. Wie viel Verlust die Swisscom mit der Grundversorgung mache, wollte er nicht offenlegen.

Dennoch hält der teilstaatliche Konzern an der Grundversorgung fest: Ein Rückzug sei kein Thema, sagt Rossi.

Festnetz wieder stabil

Aus der Pannenserie von Anfang Jahr, als auch Notrufzentralen nicht erreichbar waren, habe die Swisscom die Lehren gezogen. "Wir hatten einen schlechten Start ins 2020 mit fünf grösseren Pannen. Wir haben das sehr genau untersucht. Diese Pannen hatten nichts miteinander zu tun", sagt Rossi.

"Die Probleme mit den Blaulichtorganisationen sind wir sehr schnell und umfassend angegangen. Kurze Zeit danach hatten wir wieder sehr stabile Netze. Das hat man im März im Lockdown gesehen, als wir verglichen mit dem Vormonat 70 Prozent mehr Mobilfunkanrufe verzeichneten und auch die Datenvolumina hochgingen", sagt Rossi.

Der 60-Jährige verlässt nach über zwei Jahrzehnten den grössten Schweizer Telekomkonzern im ersten Quartal 2021. Für die Zeit danach habe er noch keine konkreten Pläne. "Ich versuche mit der Zeit, interessante Verwaltungsratsmandate aufzubauen, wo ich meine Finanzexpertise einbringen kann. Das werde ich aber sehr ruhig angehen", sagt Rossi.

(Lesen Sie das vollständige Interview auf AWP Premium)

jb/rw

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Swisscom behält Zuger

Swisscom behält Zuger Kantonalbank bis 2026 als Kunden

Die Swisscom bleibt weiterhin der IT-Dienstleister der Zuger Kantonalbank. Die entsprechenden Verträge wurden bis 2026 verlängert. Finanzielle Details wurden aber nicht genannt.

02.12.2020 10:29

Bereits seit sieben Jahren setze die Bank auf IT und Backoffice-Prozesse der Swisscom, teilte der Telekomkonzern am Mittwoch mit. So werde etwa die "Managed Platform" auf Basis der Finnova-Bankensoftware genutzt sowie deren Unterhalt.

Swisscom kümmere sich auch um den Versand von Unterlagen an Kunden wie beispielsweise Kontoauszüge, pflege die Valorendaten und wickle Backoffice-Prozesse im Bereich Zahlungsverkehr und Anlegen ab. Gleichzeitig werde das Staatsinstitut bei der Digitalisierung unterstützt.

ys/uh

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Swisscom: Weko eröffnet

Swisscom: Weko eröffnet Untersuchung zum Glasfaserausbau

Die Swisscom gerät erneut ins Visier der Eidgenössischen Wettbewerbskommission (Weko). Diese hat eine Untersuchung zum Glasfaserausbau eröffnet und vorsorgliche Massnahmen verfügt, wie die Swisscom mitteilte.

17.12.2020 07:56

Die Weko sieht die Gefahr, dass Swisscom beim Bau des Glasfasernetzes Konkurrenten vom Markt ausschliesse, schrieben die Wettbewerbshüter ihrerseits in einer Mitteilung. Es erscheine als glaubhaft, "dass die Swisscom mit diesem Verhalten eine marktbeherrschende Stellung missbraucht. Daher verbietet die Weko der Swisscom ab sofort mit vorsorglichen Massnahmen, Wettbewerbern beim Ausbau des Glasfasernetzes den Zugang zu durchgehenden Leitungen zu verweigern."

Die Swisscom wehre sich gegen die Vorwürfe der Weko und werde gegen die vorsorglichen Massnahmen Beschwerde einreichen. Man könne die Vorwürfe der Weko nicht nachvollziehen, schrieb der "blaue Riese" weiter. Die Swisscom will bis Ende 2025 die Zahl der Glasfaseranschlüsse bis in die Haushalte und Geschäfte auf 3 Millionen verdoppeln.

Änderung der Netzarchitektur

Die Auseinandersetzung dreht sich um die Architektur des Glasfasernetzes. Für den künftigen Ausbau zieht der grösste Schweizer Telekomkonzern vor allem die Glasfaseranschlüsse vom Strassenschacht bis in die Haushalte und Geschäfte weiter. Diese Strecke vom Strassenschacht bis in die Häuser und Geschäfte wird heute noch von Kupferleitungen abgedeckt.

Die Weko ortet hier eine Änderung der Bauweise des Netzes in Gebieten, in denen die Swisscom alleine ausbaut. Somit würden die Konkurrenten des Telekomkonzerns keinen direkten Zugang mehr zur Netzwerkinfrastruktur erhalten, schrieb die Weko.

"Die Swisscom verändert damit die bestehende Marktstruktur und schränkt mutmasslich die Innovations- und Geschäftsmöglichkeiten ihrer Konkurrenten ein. Endkunden können ihrerseits in der Folge in der Wahl ihrer Anbieter und der Produktevielfalt eingeschränkt werden", schrieb die Weko.

(AWP)

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Swisscom-Präsident stellt

Swisscom-Präsident stellt Mehrheitsbeteiligung des Bundes infrage

Der im Frühling bei Coop und Swisscom als Verwaltungsratspräsident abtretende Hansueli Loosli stellt die 51-Prozent-Mehrheit des Bundes am Telekomkonzern infrage.

31.12.2020 07:41

In Europa hätten fast überall die Staaten die Mehrheit an Telekomunternehmen abgetreten, sagte er im Interview mit den "CH Medien"-Zeitungen (Ausgabe, 31.12.). Auch wenn die Beteiligung auf 35 oder 40 Prozent sänke, könne der Bund weiterhin über das Gesetz wichtige Punkte wie etwa das Netz oder die Zugänge sichern. Die Frage zum Bundesanteil bei der Swisscom müsse aber die Politik beantworten, fuhr Loosli fort. "Ich sage einfach: Bundesrat und Parlament sind gut beraten, an der ursprünglichen Idee eines liberalen Kurses festzuhalten. Die Öffnung des Telekommarktes hat funktioniert."

Loosli wehrt sich im Interview zudem gegen den Vorwurf, dass die Swisscom die Konkurrenz etwa beim Ausbau des Glasfasernetzes aus dem Markt drücken wolle. "Niemand wird aus dem Markt gedrückt oder benachteiligt, im Gegenteil, die Mitbewerber profitieren und nutzen diskriminierungsfrei zu regulierten oder kommerziell vereinbarten Bedingungen unsere Netze." Wie kommuniziert werde die Swisscom gegen die von der Wettbewerbskommission (Weko) aufgestellten vorsorglichen Massnahmen im Glasfasernetzbau Beschwerde einreichen.

Aus der Pannen-Serie bei der Swisscom im Frühjahr, die sogar Notruf-Nummern betraf, habe die Gruppe derweil die Lehren gezogen, ist Loosli überzeugt. "Insgesamt funktionieren unsere Systeme hervorragend, das zeigte sich bei Corona. Die Swisscom ist technologisch top, das beweisen auch alle gewonnenen Tests 2020."

Preise im Detailhandel nicht zu hoch

Mit Blick zurück auf seine Arbeit bei Coop, war es laut Loosli wichtig, konsequent auf Qualität und Preis sowie auf eigene Produktivität zu setzen. "Mir war früh klar, dass irgendwann die ausländischen Discounter in die Schweiz kommen würden. Darum haben wir rechtzeitig die Kosten heruntergefahren, gegen 20 kleinere Lagerhäuser geschlossen und neue, grössere wie Schafisheim gebaut und voll auf die Digitalisierung gesetzt." Coop sei wettbewerbsfähiger geworden, habe Marktanteile dazugewonnen und war gewappnet.

Das Preisniveau in der Schweiz schätzt Loosli im Vergleich mit dem Ausland nicht als zu hoch ein. Entscheidend im Vergleich seien nicht die absoluten Preise, sondern die Kaufkraft. "Die Schweizer geben durchschnittlich nur 8 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus, die Deutschen 11 und die Franzosen 13 Prozent." Nebst dem höheren Verdienst in der Schweiz kämen auch noch die viel tieferen Steuern und die bessere Altersvorsorge dazu.

Derzeit profitiert der Schweizer Detailhandel davon, dass der Einkaufstourismus durch Corona lahmgelegt ist. Doch das werde sich wieder ändern, ist Loosli überzeugt. Dennoch würden viele Einkaufstouristen die Vorteile des Einkaufens in der Nähe entdecken. Viele Konsumenten hätten erkannt, wie viel Zeit und auch Kosten fürs Auto sie sparen. "Und sie realisieren, dass es fast für alles auch hierzulande Produkte gibt, die ebenso günstig sind."

Mit Blick auf die in der Schweiz angelaufene Impfkampagne gegen das Coronavirus stellt sich Loosli gegen eine Impfempfehlung an die Angestellten. "Es ist nicht unsere Aufgabe, den Leuten zu sagen, dass sie sich impfen lassen sollten. Das muss jeder selber wissen." Es gehe um Information und Aufklärung, nicht ums Druckmachen. Und auch dass wie in gewissen asiatischen Ländern nur geimpfte Kunden in die Läden dürften, sei hierzulande völlig undenkbar.

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Und noch eine

Und noch eine Verkaufsempfehlung für die Swisscom-Aktie

Die Aktie von Swisscom-Aktie hat Qualitäten, beispielsweise die hohe Dividenden. Das hält eine US-Bank jedoch nicht davon ab, neuerdings eine Verkaufsempfehlung auszusprechen. Warum?

14.01.2021 08:11

Von Lorenz Burkhalter

Der Titel von Swisscom gilt als eine Art Volks-Aktie. Das mag auch damit zu tun haben, dass sich die Mehrheit des Unternehmens noch immer im Eigentum des Bundes befindet. Hauptattraktionen der unangefochtenen Schweizer Marktführerin im Telecombereich sind einerseits die gute Vorhersehbarkeit des Tagesgeschäfts, andererseits aber auch die Dividendenrendite in Höhe von immerhin 4,6 Prozent.

Doch bei der US-Investmentbank Jefferies will man weder vom einen noch vom anderen etwas wissen. In einer 246 Seiten dicken Studie zu den europäischen Telekommunikationsanbietern stuft sie die Swisscom-Aktie am frühen Donnerstagmorgen von "Hold" auf "Underperform" herunter.

Gleichzeitig kürzen die Studienautoren das Kursziel empfindlich auf 406 (zuvor 465) Franken. Das liegt satte 15 Prozent unter dem Schlussstand von Mittwochabend.

Jefferies in guter Gesellschaft

Die Autoren begrüssen zwar das widerstandsfähige Tagesgeschäft. Als Marktführerin in der Schweiz profitiere sie von einer im europäischen Vergleich vermögenden Kundschaft, eher laxen regulatorischen Rahmenbedingungen sowie von eher schwachen Rivalen.

Alleine schon aufgrund der ungeheuren Dominanz im Heimmarkt sei es für das Unternehmen fast unmöglich, noch zu wachsen. Bei Jefferies gibt man deshalb den Valoren anderer europäischer Telekommunikationsanbieter wie etwa Vodafone oder Deutsche Telekom den Vorzug.

Mit ihrer Verkaufsempfehlung für die Swisscom-Aktie ist die US-Investmentbank übrigens in "guter" Gesellschaft. Zehn von 20 Banken empfehlen laut AWP zum Verkauf der Aktie. Das tiefste Kursziel hat mit 340 Franken die Berenberg Bank.

Nach einem Vorstoss in die Nähe von 580 Franken im Februar letzten Jahres ist die Swisscom-Aktie kontinuierlich nach unten zurückgefallen. Zuletzt kostete sie noch 477 Franken.

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Swisscom stellt Dropbox

Swisscom stellt Dropbox-Konkurrenzangebot Docsafe ein

Sieben Jahre nach dem Start beerdigt die Swisscom ihr Dropbox-Konkurrenzangebot namens Docsafe. Grund dafür ist die Erfolglosigkeit.

28.01.2021 11:23

"Leider konnte sich die Lösung auf dem Markt nicht durchsetzen und somit nicht wirtschaftlich rentabel betrieben werden. Docsafe wird daher per Ende März 2021 eingestellt", erklärte eine Swisscom-Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Zuvor hatte das Branchenportal Inside-IT darüber berichtet.

Docsafe könne bereits seit vergangenem August nicht mehr bestellt werden, sagte die Swisscom-Sprecherin. Bestehende Kunden könnten bis zur Abschaltung Ende März 2021 den vollen Leistungsumfang nutzen.

Keine vollwertige Alternative

Die Swisscom hat Docsafe im Jahr 2014 gestartet, um ein Schweizer Konkurrenzangebot zu Dropbox zu bieten. Docsafe sollte den Umgang mit Dokumenten für Unternehmen und ihre Kunden vereinfachen. Firmen und Private sollten ihre Dokumente zentral speichern können, statt sie auf Papier in verschiedenen Ordnern aufzubewahren. Via Handy, Tablet oder Computer könnten die Kunden von überall her auf ihre Dokumente zugreifen, hatte die Swisscom damals vor den Medien angekündigt.

Der "blaue Riese" wollte gemeinsam mit Drittpartnern ein digitales Netzwerk aufbauen, welches das Empfangen, Ordnen, sichere Archivieren und Wiederverwenden von Dokumenten für alle Beteiligten vereinfacht. Dies gelang offenbar nicht.

Als Alternative empfiehlt die Swisscom ihr Angebot Mycloud, das ähnliche Funktionalitäten biete. Mycloud biete jedoch keinen Passwortmanager-Service, wie das bei Docsafe der Fall sei, sagte ein Swisscom-Sprecher: "Eine konkrete Alternative können wir nicht empfehlen. Wir bieten keinen speziellen Service dafür an."

jb/rw

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Ausblick Swisscom:

Ausblick Swisscom: Jahresgewinn von 1,44 Milliarden Franken erwartet
Der Telekommunikationsanbieter Swisscom veröffentlicht am Donnerstag, 4. Februar, das Geschäftsergebnis 2020 zum AWP-Konsens haben insgesamt dreizehn Analysten beigetragen.
03.02.2021 14:41
2020E
(in Mio Fr.) AWP-Konsens 2019A

Nettoumsatz 11'081 11'453
EBITDA 4'346 4'358
EBIT 1'898 1'910
Reingewinn 1'436 1'669
FOKUS: Auch die zweite Coronawelle und die verstärkten Gegenmassnahmen von Bund und Kantonen dürften die Swisscom im Schlussquartal kaum beeinflusst haben. Das Geschäft des Telekomkonzerns dürfte stabil auf Kurs geblieben sein. Analysten erwarten keine Überraschungen beim Ergebnis des vierten Quartals. Wie bisher werden Umsatz und EBITDA leicht schrumpfen, während der Reingewinn massiv tiefer ausfallen dürfte als im Schlussquartal 2019. Damals hatte die Swisscom allerdings von einer Steuergutschrift von 175 Millionen Franken profitiert.

In der Schweiz wird der Preisdruck wiederum an den Ergebnissen nagen, was die Swisscom mit Einsparungen aufzufangen versucht. Die Frage stellt sich, ob der Zusammenschluss von UPC und Sunrise, der beide Konkurrenten derzeit stark beschäftigt, den Preiskampf verschärft. In Italien dürfte dagegen die Breitbandtochter Fastweb weiter gewachsen sein. Insgesamt sehen Analysten die Swisscom auf Kurs, ihre Jahresziele zu erreichen.

ZIELE: Ende Oktober hat die Swisscom bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal den bisherigen Ausblick Für das Gesamtjahr 2020 bestätigt. Die Gruppe peilt im Gesamtjahr wegen Corona einen Umsatz von rund 11,0 Milliarden Franken an. Beim EBITDA rechnet die Swisscom weiterhin mit rund 4,3 Milliarden. Ausserdem wird eine erneut unveränderte Dividende von 22 Franken versprochen, wenn die Ziele erreicht werden.

2019 hatte die Swisscom einen Umsatz von 11,5 Milliarden und einen EBITDA von 4,4 Milliarden Franken erzielt. Der Reingewinn war auf 1,7 Milliarden Franken gestiegen.

PRO MEMORIA: Letzte Woche gab die Swisscom bekannt, ihr Dropbox-Konkurrenzangebot namens Docsafe sieben Jahre nach dem Start Ende März 2021 zu beerdigen. Grund dafür ist die Erfolglosigkeit. Das Produkt konnte sich auf dem Markt nicht durchsetzen und fuhr Verluste ein.

Der im Frühling als Verwaltungsratspräsident der Swisscom abtretende Hansueli Loosli stellt die 51-Prozent-Mehrheit des Bundes am Telekomkonzern in Frage. In Europa hätten fast überall die Staaten die Mehrheit an Telekomunternehmen abgetreten, sagte er im Interview Ende 2020. Auch wenn die Beteiligung auf 35 oder 40 Prozent sänke, könne der Bund weiterhin über das Gesetz wichtige Punkte wie etwa das Netz oder die Zugänge sichern. "Ich sage einfach: Bundesrat und Parlament sind gut beraten, an der ursprünglichen Idee eines liberalen Kurses festzuhalten. Die Öffnung des Telekommarktes hat funktioniert." Zudem wehrte sich Loosli gegen den Vorwurf, dass die Swisscom die Konkurrenz etwa beim Ausbau des Glasfasernetzes aus dem Markt drücken wolle.

Die italienische Kartellbehörde Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM) nimmt die Gründung der Firma FiberCop, an der auch Fastweb beteiligt ist, genauer unter die Lupe. Die Untersuchung betreffe die Verträge über die Gründung und den Betrieb von FiberCop sowie die Lieferverträge mit Fastweb und Tiscali, teilte die AGCM kurz vor Weihnachten mit. Es werde untersucht, ob die Vereinbarungen mittel- und langfristig keine Hindernisse für den Wettbewerb zwischen den Betreibern von Telekommunikationsnetzen darstellten.

Ebenfalls vergangenen Monat hat die Swisscom sich erneut die TV-Rechte für die Schweizer Fussballmeisterschaft bis 2025 gesichert. Zum Preis für die TV-Rechte wollte der Konzern nichts sagen. Darüber sei mit der Swiss Football League (SFL) Stillschweigen vereinbart worden. Damit kommt die Swisscom erneut zum Handkuss: Sie überträgt bereits seit 14 Jahren die Spiele der Schweizer Fussballmeisterschaft.

Mitte Dezember ging die Weko erneut gegen die Swisscom vor. Die Kartellwächter haben eine Untersuchung zum Glasfaserausbau eröffnet und vorsorgliche Massnahmen gegen den Telekomkonzern verfügt. Damit wollen sie ein neues Monopol auf der Datenautobahn verhindern. Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) sieht die Gefahr, dass Swisscom beim Bau des Glasfasernetzes Konkurrenten vom Markt ausschliesst. Es erscheine als glaubhaft, "dass die Swisscom mit diesem Verhalten eine marktbeherrschende Stellung missbraucht". Daher verbietet die Weko der Swisscom ab sofort mit vorsorglichen Massnahmen, Wettbewerbern beim Ausbau des Glasfasernetzes den Zugang zu durchgehenden Leitungen zu verweigern." Die Swisscom wehrt sich gegen die Vorwürfe der Weko und will gegen die vorsorglichen Massnahmen Beschwerde einreichen. Man könne die Vorwürfe der Weko nicht nachvollziehen, erklärte der "blaue Riese". Die Swisscom kann die vorsorglichen Massnahmen beim Bundesverwaltungsgericht anfechten. Danach kann der Fall ans Bundesgericht weitergezogen werden.

Der Ständerat hat Anfang Dezember einen Entscheid über eine Geschwindigkeitssteigerung in der Internetgrundversorgung von 10 auf 80 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) vertagt. Die kleine Kammer hat die Motion sistiert, weil sie zuerst die Behandlung einer Standesinitiative des Kantons Tessin abwarten will. Die Motion der nationalrätlichen Fernmeldekommission (KVF-N) verlangte das höhere Mindesttempo ab 2023 in allen Regionen..

Angesichts des Widerstands von mehreren Kantonen und Gemeinden gegen 5G hofft Swisscom-Finanzchef Mario Rossi auf baldige Bewegung im festgefahrenen Mobilfunkausbau. Zudem sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP, dass ein Rückzug der Swisscom aus der Grundversorgung kein Thema sei, auch wenn das Parlament die vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit hochschrauben sollte. 2020 sei zwar kein verlorenes Jahr für den Ausbau von 5G, aber die ganze Branche sei beim Netzausbau nicht wie geplant vorangekommen. "Bei uns verhängen gewisse Kantone rechtswidrige Moratorien oder haben einseitig die Regeln verschärft. Baugesuche werden nicht behandelt oder verzögert. Das behindert die ganze Branche", sagt Rossi. Der Bund sei gefordert, den Kantonen klare Anweisungen zu geben. Bisher habe die Swisscom keine Klagen gegen Kantone oder Gemeinden wegen 5G-Moratorien eingereicht. "Es laufen aber Beschwerdeverfahren zu einzelnen Antennenstandorten.

Ende Oktober meldete die Swisscom Wechsel an der Spitze wie den Abgang von Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli, der die maximale Amtsdauer von zwölf Jahren erreicht. Zum Nachfolger wird Michael Rechsteiner vorgeschlagen, der aktuell Europa-Chef für das Gas-Power-Geschäft von General Electric ist. Auch Finanzchef Mario Rossi räumt seinen Posten. Sein Nachfolger wird per 1. März 2021 der Österreicher Eugen Stermetz.

AKTIENKURS: Im Gegensatz zu 2020 ist die Swisscom-Aktie seit Jahresbeginn besser gelaufen als der Gesamtmarkt. Der Titel legte seit Anfang Januar um knapp 2 Prozent zu und kostet aktuell rund 486 Franken. Gleichzeitig hat der Leitindex SMI gut 1 Prozent gewonnen.

jl/jb

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Swisscom macht 2020 weniger

Swisscom macht 2020 weniger Umsatz und Reingewinn

(Ausführliche Fassung) - Die Swisscom ist mit nur leichten Corona-Symptomen durch das Pandemiejahr 2020 gekommen. Der Umsatz sank zwar, aber nur moderat, während der Betriebsgewinn in etwa stabil blieb. Der Knick im Reingewinn ist einem Sondereffekt des Vorjahres zuzuschreiben.

04.02.2021 07:51

Insgesamt erzielte der grösste Schweizer Telekomkonzern einen Umsatz von 11,10 Milliarden Franken. Das sind 3,1 Prozent weniger als 2019, wie die Swisscom am Donnerstag bekannt gab. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) legte indes leicht um 0,6 Prozent auf 4,38 Milliarden Franken zu.

Unter dem Strich erzielte die Swisscom einen Reingewinn von 1,53 Milliarden Franken. Das ist ein Rückgang von 8,4 Prozent gegenüber 2019. Damals hatte aber die Unternehmenssteuerreform den Reingewinn der Swisscom um fast 10 Prozent nach oben getrieben. Mit den Zahlen hat die Swisscom die Markterwartungen übertroffen.

Roaming bricht ein wegen Corona

Auch wenn die Coronapandemie den Branchenprimus zwar viel weniger hart erwischt hat als andere Unternehmen, machte sie sich dennoch in den Zahlen bemerkbar. Der hohe Preisdruck und die Auswirkungen von Corona schlugen auf den Umsatz im Schweizer Kerngeschäft. Insbesondere die Benutzung des Handys im Ausland (sog. Roaming) litt unter den Reisebeschränkungen wegen der Pandemie. Knapp ein Drittel des Umsatzrückgangs von 298 Millionen Franken sei auf das Roaming zurückzuführen. Diesen Rückgang konnte die Swisscom durch Kostensenkungen auffangen.

Auf der anderen Seite wuchs das Geschäft in Italien. Die Mailänder Breitbandtochter Fastweb hat den Umsatz um 3,9 Prozent gesteigert.

Die Swisscom habe bei einem leicht tieferen Umsatz ein starkes Betriebsergebnis erzielt, erklärte Konzernchef Urs Schaeppi zufrieden. Der hiesige Telekommarkt sei weiterhin von aggressiven Promotionen, intensivem Wettbewerb und Preiszerfall geprägt. "Die negativen Effekte von Covid-19 auf Roaming und Inhaltsangebote von Blue konnten wir dank Wachstum bei Security- und Cloud-Lösungen und bei Fastweb sowie Effizienzsteigerungen kompensieren."

Stabiler Umsatz erwartet für 2021

Für das neue Jahr 2021 erwartet die Swisscom einen Umsatz von rund 11,1 Milliarden Franken. Beim EBITDA will der Branchenprimus rund 4,3 Milliarden erzielen. Als Investitionen sind 2,3 Milliarden Franken geplant. Ausserdem wird eine erneut unveränderte Dividende von 22 Franken versprochen, wenn die Ziele erreicht werden.

Der Telekomkonzern steht auch weiterhin auf der Kostenbremse: Wie in den Vorjahren will die Swisscom im laufenden und nächsten Jahr die Kostenbasis um je 100 Millionen Franken senken. Realisiert werden sollen die Einsparungen hauptsächlich über vereinfachte Arbeitsabläufe, effizientere Systeme und einen Stellenabbau. Neue Arbeitsplätze werden dagegen in Wachstumsbereichen wie beispielsweise Cloud und Cybersicherheit geschaffen. Insgesamt rechnet das Unternehmen für 2021 mit etwas weniger Stellen in der Schweiz.

Zudem gab die Swisscom bekannt, dass der Niederländer Guus Dekkers an der Generalversammlung im März in den Verwaltungsrat einziehen soll, nachdem Präsident Hansueli Loosli seinen Rückzug angekündigt hat, weil er die maximale Amtsdauer erreicht. Neuer Verwaltungsratspräsident soll dann Michael Rechsteiner werden, wie die Swisscom bereits im Herbst angekündigt hatte. Dekkers ist Technologiechef der britischen Detailhandelskette Tesco.

jb/jr/rw

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Swisscom reicht Rekurs gegen

Swisscom reicht Rekurs gegen Weko-Massnahmen bei Glasfaserbau ein

Die Swisscom wehrt sich gegen die vorsorglichen Massnahmen der Eidgenössischen Wettbewerbskommission (Weko) beim Glasfaserausbau.

04.02.2021 15:01

Der Telekomkonzern hat Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt, wie Swisscom-Chef Urs Schaeppi am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP bekannt gab. "Die vorsorglichen Massnahmen verunmöglichen uns, so weiterzufahren wie bisher. Wir mussten gewisse Sofortmassnahmen treffen, damit wir kompatibel sind mit den vorsorglichen Massnahmen der Weko." Gegen diese wehre man sich, "weil wir die Massnahmen absolut unverhältnismässig finden", sagte Schaeppi weiter.

Der Schritt kommt nicht überraschend. Die Swisscom hatte bereits Mitte Dezember bei Verhängung der Massnahmen durch die Weko ihren Weiterzug vor Gericht angekündigt. Die Kartellwächter wollten damit ein neues Monopol auf der Datenautobahn verhindern. Deshalb sie eröffneten sie eine Untersuchung gegen die Swisscom zum Glasfaserausbau.

Die Behörde ortet eine Änderung der Bauweise des Netzes in Gebieten, in denen die Swisscom alleine ausbaut. Dorn im Auge ist der Weko, dass es zu den Strassenschächten vor den Häusern nur eine einzige Zuleitung gibt, während bisher von den Telefonzentralen Mehrfaserleitungen verlegt worden waren.

Weko vermutet Missbrauch der Marktmacht

Die Wettbewerbskommission sieht die Gefahr, dass Swisscom beim Bau des Glasfasernetzes Konkurrenten vom Markt ausschliesse: Es erscheine als glaubhaft, "dass die Swisscom mit diesem Verhalten eine marktbeherrschende Stellung missbraucht. Daher verbietet die Weko der Swisscom ab sofort mit vorsorglichen Massnahmen, Wettbewerbern beim Ausbau des Glasfasernetzes den Zugang zu durchgehenden Leitungen zu verweigern", schrieb die Weko Mitte Dezember.

Swisscom-Chef Schaeppi wies den Vorwurf der Diskriminierung zurück. Jeder, auch die Konkurrenz, bekomme bei der Swisscom Netzleistungen durch einen nichtdiskriminierenden Zugang, sagte Schaeppi an der Online-Bilanzmedienkonferenz: "Die Swisscom ist ein faires Unternehmen, das den Wettbewerb nicht verhindern will." Durch die Weko-Massnahmen sei die Swisscom aktuell an diversen Orten blockiert.

Dies bedeute aber keinen Stopp des Glasfaserausbaus in der Schweiz, ergänzte Sprecher Sepp Huber auf Anfrage. In vielen Fällen werde der Ausbau zwar weitergeführt, doch könnten die nach dem 1. Januar gebauten Glasfaseranschlüsse mit nur einer Zuleitung, vorerst nicht in Betrieb genommen werden. Nun brauche es den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, erklärte Schaeppi der AWP.

Keine Bewegung im 5G-Ausbau

Immer noch festgefahren ist der Ausbau der neuen Mobilfunktechnologie 5G. Hier würden sehr viele Antennen-Baugesuche durch die Behörden einfach nicht bewilligt. Auch das Treffen mit der zuständigen Bundesrätin Simonetta Sommaruga vor zwei Monaten habe keine Bewegung in die Sache gebracht. Zum Teil bestehe Widerstand auf Kantonsebene, zum Teil auf Gemeindeebene.

"Es ist sehr unterschiedlich: Es gibt Orte, wo wir total blockiert sind, und Orte, wo es sehr gut läuft", sagte Schaeppi. In gewissen Fällen gehe die Swisscom dagegen rechtlich vor.

Dass es einen "Kuhhandel" mit Sommaruga gebe, wonach die Telekombranche keine Senkung der Grenzwerte für Handyantennenstrahlung fordere und die Bundesrätin im Gegenzug die Kantone zur Deblockierung der Baugesuche bewegen solle, wies Schaeppi zurück: Es gebe keinen Kuhhandel. Das zentrale Ziel sei der Netzausbau.

(AWP)

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Swisscom veräussert ihre BICS

Swisscom veräussert ihre BICS-Beteiligung für 110 Millionen Euro

Die Swisscom verkauft ihre Beteiligung am belgischen Telekom-Unternehmen Belgacom International Carrier Services (BICS). Sie beträgt 22,4 Prozent und geht nun an die Hauptaktionärin Proximus. Der Schweizer Konzern erhält dafür 110 Millionen Euro, wie er am Dienstag mitteilte.

09.02.2021 08:23

Auch der andere Minderheitsaktionär, die südafrikanische Mobile Telephone Networks-Gruppe (MTN), werde ihre Anteile veräussern. Proximus werde dadurch zur Alleinaktionärin und werde nun 100 Prozent des Aktienkapitals an BICS halten.

Der genaue Zeitpunkt des Vollzugs sei nun noch abhängig von den üblichen behördlichen Genehmigungen, teilte die Swisscom weiter mit. Der Verkauf sei aber richtig, da die Swisscom grundsätzlich nur noch in Geschäfte investieren wolle, die für sie strategisch relevant seien. Der finanzielle Ausblick der Swisscom für das Finanzjahr 2021 ändere sich trotz der Transaktion nicht.

Bisherige Verträge zwischen Swisscom und BICS blieben ausserdem weiter bestehen. So wickle der "blaue Riese" einen Grossteil seines internationalen Telefonminutengeschäfts im Rahmen eines Lieferantenverhältnisses mit BICS ab, hiess es in dem Communiqué weiter.

kw/tt

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Zyndicate
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Swisscom erhöht die Löhne für

Swisscom erhöht die Löhne für 2021 um 0,8 Prozent

Die Swisscom bezahlt ihren Mitarbeitenden ab April mehr Lohn. Der Telekomkonzern und die Gewerkschaften Syndicom und Transfair haben sich in den Verhandlungen auf die Erhöhung der Lohnsumme um 0,8 Prozent geeinigt. 2020 hatte es 1,0 Prozent mehr Lohn gegeben.

09.02.2021 10:40

Die Lohnerhöhung komme den rund 14'000 Swisscom-Mitarbeitenden zugute, die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstünden, schreibt der Konzern am Dienstag. Um den speziellen Umständen des vergangenen Jahres Rechnung zu tragen, erhielten die Mitarbeitenden dabei eine generelle Lohnerhöhung, die aber je nach Person unterschiedlich hoch ausfalle.

Für Mitarbeitende, deren Lohn über dem Lohnband liege, würden ausserdem nur Einmalzahlungen ausgerichtet, hiess es weiter. In den Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Swisscom sei zudem der aktuell bestehende GAV, dessen Laufdauer bis Ende Juni 2021 vereinbart war, um ein Jahr verlängert worden.

kw/tt

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