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China will mit eigener

China will mit eigener Digitalwährung Facebook zuvorkommen

China will einem Pressebericht zufolge bereits im Herbst mit einer Digitalwährung an den Start gehen und damit Facebook ausstechen.

28.08.2019 19:17

Das US-Finanzmagazin "Forbes" berichtete unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen, dafür sei der 11. November vorgesehen: der sogenannte Single's Day - der weltgrösste Online-Schnäppchen-Tag. Die Notenbank in Peking arbeitet bereits seit 2014 am Aufbau einer eigenen Digitalwährung. Anfang des Monats hatte der für den Bereich Zahlungsverkehr zuständige Vizedirektor mitgeteilt, man sei nun "fast fertig".

Der Vorstoss zum Aufbau einer eigenen Kryptowährung in dem Land mit seiner Milliardenbevölkerung fällt in eine Zeit, in der auch der amerikanische Internet-Konzern Facebook eigene Pläne für sein Kryptogeld Libra vorantreibt: Es soll in der ersten Hälfte 2020 gestartet werden. Das Projekt ist bei Finanzaufsehern weltweit jedoch auf Skepsis gestossen.

"China wollte Facebook zuvorkommen. Dennoch ist es überraschend, dass es nun offenbar so schnell geht, die Kryptowährung bereits am 11. November live zu schalten", sagte Experte Kai von Carnap vom Berliner Mercator Institute for China Studies (Merics) am Mittwoch. "Wir wissen noch nicht viel über die technische Struktur: Doch scheint es, dass die chinesische Kryptowährung dem Libra-Coin ein bis zwei Schritte voraus ist, der noch auf recht wackligen Beinen steht."

Chinas Währungshüter würden wahrscheinlich versuchen, mit dem digitalen Yuan auch den internationalen Markt anzugehen: "Über die neue Seidenstrasseniniative wird man den Versuch unternehmen, auch Drittländer von der Nutzung zu überzeugen."

Amazon-Rivale Alibaba mit am Start

Laut dem Forbes-Bericht hat die Notenbank PBOC zunächst sieben Institutionen für die Verbreitung des neuen Digitalgeldes ausgewählt, darunter der chinesische Amazon-Rivale Alibaba, sowie der ebenfalls einheimische Internetgigant Tencent.

Desweiteren sollen die Kreditkartenorganisation China UnionPay und vier Staatsbanken die neue Kryptowährung unter die Leute bringen. Eine Bestätigung war von den in dem Bericht genannten Starterkreis vorerst nicht zu erhalten.

Während China mit seinen Plänen für ein eigenes Digitalgeld nun auf die Zielgerade eingebogen ist, kämpft Facebook noch mit Anlaufschwierigkeiten. Die EU-Wettbewerbsbehörden prüfen Medienberichten zufolge mögliche Probleme mit Libra. Es bestehe demnach die Sorge, dass diese Konkurrenten auf unzulässige Art aussperren würde.

Zudem werde eine mögliche Verzahnung von Libra mit Diensten des US-Konzerns wie WhatsApp und Messenger analysiert. Allein wegen der potenziellen Zahl der Nutzer - bei Facebook sind etwa 2,4 Milliarden Menschen registriert - dürfte Libra im internationalen Geldsystem eine wichtige Rolle spielen.

Unabhängig von den Plänen des Privatunternehmens Facebook hat der britische Notenbankchef Mark Carney jüngst allerdings den Aufbau einer neuen, übernationalen Reservewährung vorgeschlagen. Er beklagt eine destabilisierende Rolle des Dollar für die Weltwirtschaft. Viele Staaten seien deswegen den Verwerfungen der US-Wirtschaft ausgeliefert. Der beste Ansatz, den Dollar zu ersetzen, ist laut Carney eine gemeinsame, virtuelle, multi-polare Reservewährung. Ein "Netzwerk von Währungen der Zentralbanken" könne so die beherrschende Stellung des Dollar beim Handel einschränken. 

(Reuters)

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Die Gründe für den «stabilen»

Die Gründe für den «stabilen» Kurs bei Bitcoin

Schon seit einer Weile tendiert der Kurs von Bitcoin ruhig um 10'000 Dollar. Bedeutet dies eine neue Phase der Stabilität? Oder wird die Kryptowährung wie früher bald wieder wild ausbrechen?

24.09.2019 22:20

Von Marc Forster

Der Kurs von Bitcoin hat sich in den vergangenen drei Monaten erstaunlich stabil entwickelt. Anfang Juli kostete der Bitcoin 10'463 Dollar, im Moment sind es 9725 Dollar. Die Ausschläge dazwischen sind moderat gewesen, es zeigte sich in den vergangenen drei Monaten ein Kursrückgang von 12 Prozent. Das ist für eine Kryptowährung in einem Zeitraum dieser Grösse wenig.

Erstaunlich ist dies insofern, als dass die wichtigste und am stärksten marktkapitalisierte Kryptowährung der Welt an sich für einen sehr volatilen Verlauf bekannt ist. Denn Kryptoinvestoren erinnern sich noch gut an ganz andere Bewegungen.

Anfang Jahr stand die Kryptowährung noch bei 3800 Dollar. Im Lauf von 2017 war der Kurs fast kontinuierlich von 1000 auf 20'000 Dollar hochgefahren, was den (teilweisen) Ruhm von Bitcoin massgeblich begründete. Dass der Kurs dann steil abstürzte trug dagegen zum ebenfalls weit verbreiteten Misstrauen gegenüber der Internetdevise bei.

Der Kurs Bitcoin-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten (Grafik: cash.ch).

Eine "Stabilitätsphase" kannte Bitcoin allerdings auch schon im vergangenen Frühling. Von Mitte Januar bis Anfang April verlief der Kurs stetig um 4000 Dollar, und stieg dann deutlich an. Ein wesentlicher Grund für die neue Attraktivität der Kryptowährung war damals Libra: Die geplante Facebook-Kryptowährung hat das Geschehen stark beeinflusst.

Auf auf die Unterstützung durch den Libra-Hype dürften sich die die Märkte weiter nicht verlassen. In den letzten Wochen hat es eine Reihe von schlechten Nachrichten zu Libra gegeben. Ausserdem zeigt sich, dass das Projekt wohl eher langfristig angelegt ist und Libra nicht rasch etabliert werden könnte.

«Libra und politische Lage stützten Bitcoin»

Auch der Einfluss von Politik und Notenbanken auf den Bitcoinkurs verspricht keine Stabilität. "Der Schub, den Bitcoin im Frühsommer erhalten hat, war vor allem der Ankündigung von Libra und politischen Unwägbarkeiten geschuldet", sagt Sören Hettler, Analyst bei der DZ Bank in Frankfurt. "Die expansivere Geldpolitik bei traditionellen Währungen, darunter durch prominente Zentralbanken wie die Fed und die EZB, hätten grundsätzlich das Potenzial gehabt, Bitcoin sogar weiter zu stützen", sagt Hettler.

Aber eine Fortsetzung des zuletzt vergleichsweise stabilen Verlaufs sei alles andere als garantiert. So seien Handelsstreit und der Brexit sind nach wie vor ungelöst: "Es kann jederzeit zu neuen positiven oder negativen News kommen", sagt Hettler.

Bitcoin-Markt immer noch wenig liquide

Umstritten ist bei Marktteilnehmern die Frage, ob die stetig wachsende Zahl an Produkten wie Derivaten auf Bitcoin eine stabilisierende Wirkung hat. Immer mehr etablierte Banken und Vermögensverwalter bieten Bitcoin an, ausserdem wird die Produktlandschaft um Bitcoin-Investments professionalisierter.

Der regulierte Teil der Bitcoin-Investments zieht immer mehr institutionelles Geld an, was in der Tat stabilisierend auf die Kryptowährung wirkt. Daneben existiert aber weiterhin ein unregulierter Markt für Kryptoprodukte, der für Unruhe im Kurs sorgen kann. Insgesamt ist der Bitcoin-Markt immer noch nicht ausreichend liquide, als dass eine stabilisiernde Wirkung durch Produkte auf Bitcoin abgeleitet werden kann. 

Charttechniker sehen neue Kursschwankungen

Die Kurse der nach Bitcoin nächstgrössten Kryptowährungen sind seit Juli zum Dollar weniger stabil verlaufen. Ethereum ist innerhalb der vergangenen drei Monate um 37 Prozent gefallen, während bei Ripple das Minus 43 Prozent beträgt. Bei Bitcoin Cash wiederum ist es zu einem Kursrückgang um 40 Prozent bekommen.

Während ein "cross reading" von den anderen grossen Kryptowährung allerdings wenig Aufschluss auf den künftigen Verlauf von Bitcoin geben kann, deutet die Analyse der Charts auf ein Ende der dreimonatigen Stabilitätsphase von Bitcoin hin. Die Chartanalyse zeige, dass ein neuer Ausbruch kurz bevorstehe, sagt Patrick Heusser, Senior Trader bei Crypto Broker.

Das charttechnische Dreieck (schwarze Linien) um den Bitcoinkurs (rote und graue Candle Sticks) lässt noch keine klaren Aussagen über einen künftigen Auf- oder Abwärtstrend zu (Grafik: Crypto Broker AG). 

Charttechniker sehen ein grosses, absteigendes Dreieck. Die obere Seite des Dreiecks bewegt sich auf 10'500 Dollar zu, was Käufe auslösen könnte. Das Muster müsste sich allerdings noch etwas weiter entwickeln, dass charttechnisch mehr Schlüsse gezogen werden könnten: "In welche Richtung der nächste Ausbruch von Bitcoin gehen wird, kann man allerdings noch nicht sagen", sagt Marktteilnehmer Heusser.

Fällt der Bitcoin-Kurs demnächst unter 9000 Dollar, dürften Verkäufe im grösseren Stil folgen. Unterstützung würden laut den Händlern von Cryto Broker erst wieder Kurse bei 8400, 7500 oder 6500 Dollar bieten. Wie man es also dreht oder wendet, verschiedene Faktoren zeigen es: Mit der Stabilität des Bitcoinkurses dürfte es bald vorbei sein.

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Libra-Projekt ist ein

Libra-Projekt ist ein «Weckruf» für Zentralbanken

EZB-Direktor Benoit Coeure sieht das Digitalgeld-Projekt von Facebook, Libra, als Weckruf für Zentralbanken.

26.09.2019 20:33

Der Bedarf für einen schnellen, verlässlichen und günstigen grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr werde sicherlich in den kommenden Jahren noch zunehmen, sagte er diese Woche vor dem Bundestagsausschuss Digitale Agenda. "Politik und Zentralbanken sollten auf diese Herausforderungen reagieren."

Bei solchen Kryptowährungen gelte es insbesondere, die rechtlichen Fragen abzuklären. Es müssten mögliche Konflikte durch unterschiedliche juristische Regelungen in den einzelnen Staaten angegangen werden. Im Falle von Grauzonen könne dies zu einem Vertrauensverlust in ein solches Digitalgeld führen. "Das wäre ein inakzeptables Risiko in einem globalen Zahlungssystem mit potenziell systemischer Bedeutung."

Die 28 EU-Mitgliedsstaaten suchen derzeit nach Gesetzen zur Eindämmung von Geldwäsche, nachdem es zuletzt immer wieder Vorfälle bei Banken gab. Auch Kryptowährungen sollen im Rahmen der Geldwäscheregeln reguliert werden. Gegen Libra laufen Notenbanken, Aufseher und Politiker schon länger Sturm. Wegen der potenziellen Zahl der Nutzer - bei Facebook sind etwa 2,4 Milliarden Menschen registriert - könnte sie international langfristig eine wichtige Rolle spielen.

Die deutsche Bundesregierung hat jüngst eine erste Strategie zum Umgang mit der Blockchain-Technologie beschlossen. Sie ist eine Art digitales Register, in dem alle Daten einer Transaktion verschlüsselt gespeichert werden. Am weitesten verbreitet ist die Technologie bisher bei virtuellen Währungen wie Bitcoin.

Markus Becker-Melching, Mitglied der Geschäftsführung beim Bundesverband deutscher Banken, sagte vor dem Bundestagsausschuss: "Digitales Geld wird kommen." Mit Blick auf die Regulierung sei Europa gefordert, rasch zu handeln. Die Blockchainstrategie der Bundesregierung sei ein Anfang.

(Reuters)

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Bitcoin bricht weiter ein und

Bitcoin bricht weiter ein und fällt unter 8'000 Dollar

Für die älteste und bekannteste Digitalwährung geht es weiter bergab. Am Donnerstag setzte der Bitcoin seine in dieser Woche begonnene Talfahrt fort und fiel unter die Marke von 8'000 US-Dollar. Auf der Handelsplattform Bitstamp wurden im Tief 7'733 Dollar erreicht. Auch andere Digitalwährungen wie Ether und Bitcoin Cash standen unter Druck.

26.09.2019 18:40

Der jüngste Absturz begann am Dienstag, als der Bitcoin in kurzer Zeit um mehr als 1'000 Dollar an Wert verlor. Seit Wochenbeginn belaufen sich die Verluste auf etwa 20 Prozent. Seit Jahresbeginn bleibt jedoch ein deutlicher Kursgewinn von etwa 115 Prozent.

Als Gründe für die jüngste Talfahrt nennen einige Experten technische Gründe. So seien wichtige technische Marken unterschritten worden, was Anschlussverkäufe nach sich gezogen habe. Auch das derzeit schwankungsanfällige Umfeld an den Finanzmärkten wird als Grund genannt. Riskantere Anlagen wie Bitcoin leiden häufig unter einer fragilen Börsenstimmung

Ein anderes Argument bezieht sich auf einen neuartigen Bitcoin-Terminkontrakt, der Anfang der Woche an den Start gegangen ist. Im Gegensatz zu bisherigen Futures handelt es sich um einen sogenannten physischen Kontrakt, der die Auszahlung von Bitcoin nach sich ziehen kann. Offenbar haben sich die Erwartungen an den Future bisher nicht ganz erfüllt./bgf/jha/

(AWP)

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Cyberangriff auf

Cyberangriff auf mexikanischen Erdölkonzern - Lösegeld in Bitcoin gefordert

Nach einem Cyberangriff auf den mexikanischen Erdölkonzern Pemex sieht sich das Unternehmen einem Erpressungsversuch ausgesetzt.

14.11.2019 06:33

Pemex sei ein seriöser Konzern und werde daher nicht zahlen, sagte Mexikos Energieministerin Rocío Nahle am Mittwoch vor Reportern in Veracruz. Nach Medienberichten hatte ein Hacker Lösegeld in Höhe von 565 Bitcoin (rund 4,5 Millionen Euro) verlangt, um Daten, die beim Cyberangriff vom vergangenen Sonntag verschlüsselt wurden, wieder zu entschlüsseln.

Pemex hatte mitgeteilt, dass versuchte Cyberangriffe "neutralisiert" worden seien. Das Funktionieren von mindestens fünf Prozent der Computer des Unternehmens sei betroffen. Der Betrieb laufe aber normal weiter und der Benzinbestand sei gesichert, hiess es.

Pemex ist einer der am stärksten verschuldeten Energiekonzerne der Welt. Die Verbindlichkeiten belaufen sich trotz Hilfen der mexikanischen Regierung derzeit auf knapp 100 Milliarden US-Dollar.

Cyberattacken mit Erpressungs-Trojanern hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. So gab es im Mai und im Juni 2017 zwei grosse Angriffswellen, bei denen unter anderem der Nivea-Hersteller Beiersdorf , die dänische Reederei Maersk, der Autobauer Renault , Krankenhäuser in Grossbritannien und die Deutsche Bahn betroffen waren.

(AWP)

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Warum Unternehmen weiter auf

Warum Unternehmen weiter auf die Blockchain setzen werden

Die Euphorie und der Hype um die Blockchain sind verflogen. Dass Unternehmen zur Technologie skeptischer stehen als früher, hat aber seine Vorteile: Die Anwendungen werden konkreter und sinnvoller.

20.11.2019 22:16

Von Marc Forster

Vor nicht einmal zwei Jahren noch waren die Erwartungen riesig: Blockchain, die dezentrale Datenkette, würde die Wirtschaft revolutionieren. Weil die Blockchain prinzipiell einen direkten Austausch zwischen Geschäftspartnern ermöglicht, könne die Finanzbranche als Intermediär mit der Zeit ausgeschaltet werden, hiess es.

Überhaupt herrschte in den Tech-Hubs eine fiebrige Gewissheit, dass Anwendungen mit der Distributed-Ledger-Technik (DLT), wie das System der Dokumentation von Transaktionen auch bezeichnet wird, fast grenzenlos sein dürften. Doch bis jetzt sind es in erster Linie Blockchain-basierte Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, über welche die Technologie im Alltag einer grossen Zahl von Marktteilnehmern eine Rolle spielt.  

 

 

Investoren wiederum haben zum Teil massiv Geld verloren, und dies nicht nur beim Spekulieren mit Bitcoin. Initial Coin Offerings (ICOs), bei denen Start-ups über eine Kryptowährung Geld einsammeln, sind reihenweise gefloppt. Auch die globale Kontroverse um die Facebook-Währung Libra, die auf einer eigenen Blockchain basieren soll, hat die ganze Thematik eher in ein schiefes Licht gerückt. Auf dem "Hype Cycle" der Blockchain ist man derzeit eher im Tal der Desillusionierung und nicht nicht mehr in der Phase der hohen Erwartungen. 

Es wird weiter viel getestet

Zum allgemeinen Gefühl der Ernüchterung trägt bei, dass etwa in den USA mehr und mehr Firmen oder staatliche Stellen den vor nicht allzu langer Zeit eilends geschaffenen Führungsposten "Head of Blockchain" wieder abgeschafft haben. Doch Umfragen zeigen auch, dass Unternehmen in der Frage des Nutzens der Blockchain insgesamt gespalten sind.

Mehr und mehr Unternehmen schätzen, dass die Distribution-Ledger-Technik ein transparentes Nach- und Rückverfolgen von Transaktionen erlaubt, die in zahlreichen Industrien angewandt werden kann. Viel zitiert ist das Beispiel des französischen Handelskonzerns Carrefour, der mithilfe der Blockchain die Sicherheit von Lebensmittellieferungen optimiert hat. In der Schweiz hat die Migros im September ein ähnliches Projekt lanciert.

Auch Fintechs und Finanzkonzerne probieren weiter viel aus. So hat die Credit Suisse Anfang 2019 eine komplette Fondstransaktion über die Bitcoin laufen lassen (cash berichtete). Auch Privatbanken, Asset Manager und Versicherer sind weiter sehr an solchen Lösungen interessiert, wie Nils Reimelt von der Beratungsfirma Capco sagt. "Das Problem ist aber: Banken fassen dafür ihre Informatik nicht an."

Die Blockchain braucht ein Ökosystem

Reimelt sieht zwei Probleme, welche den Weg zu einer breiten Anwendung der Blockchain in der Finanzindustrie noch für Jahre erschweren können. Zum einen erfordere die Blockchain, dass ganze Geschäftsmodelle neu gedacht werden müssten. "Dabei gibt es auch Verlierer, die in der neuen Welt keine Rolle mehr haben." Zum andern brauche es ein komplettes Ökosystem, um Anwendungen auf der Blockchain zum Erfolg zu verhelfen: "Die Blockchain isoliert nützt nicht viel", sagt Reimelt.

Eine noch junge Initiative von Teilen der Finanzindustrie ist die Tokenisierung von Assets. Etwa die UBS und die SIX Group, aber auch der Telekomkonzern Swisscom engagieren sich bei dieser Anwendung, bei der Wertpapiere, aber auch Anteile an anderen Vermögenswerten wie beispielsweise Kunstobjekten oder Immobilien in Form von Token einfacher handelbar werden sollen.

Mithilfe der Blockchain sollen Assets liquider und der Handel kostengünstiger werden. Aber viele Fragen seien noch offen, wie Reimelt in Erinnerung ruft: Beispielsweise die Frage, wie ein Kunstwerk, das über Token im Besitz einer grossen Zahl von Shareholdern sei, versichert werde. Und: "Tokenisiert werden muss alles, auch das Bargeld – sonst ergeben solche Transaktionen keinen Sinn. Nur so kann man alle Vorteile der Blockchain zünden."

Was funktioniert, was ergibt keinen Sinn?

Trotz aller Schwierigkeiten wird die Stossrichtung der Unternehmen insgesamt präziser. Grosse Unternehmen interessiert heute viel konkreter, wie die Blockchain ihnen ganz kommerziellen Nutzen bringen kann. "Der Nebel löst sich etwas auf", sagt der Luzerner Bankenprofessor Andreas Dietrich. "Die Unternehmen verstehen in der Zwischenzeit besser, was funktioniert und was derzeit weniger Sinn macht."

In der Handelsfinanzierung haben 13 europäische Banken, darunter die UBS, die Deutsche Bank, HSBC, Santander, Nordea und Société Générale, mit we.trade eine gemeinsame Plattform geschaffen: "Dafür ist die Blockchain eine gute Methode", sagt Dietrich. Die Distributed-Ledger-Technik macht die Handelsfinanzierung transparenter, einfach nachverfolgbar und vor allem schneller.

Mehr zum Thema:

Swisscom und Deutsche Börse testen Handel von tokenisierten Aktien

UBS bietet Blockchain-basierte Plattform für Handelsfinanzierung

Vontobel lanciert strukturiertes Produkt auf der Blockchain

 

"Erste Pilottransaktionen haben gezeigt, dass dank der Abbildung auf der Blockchain, die Dauer der Transaktion statt zwei Wochen nur noch ca. 48 Stunden beträgt", sagt Dietrich. Doch auch er sagt: Eine Schwierigkeit bei Projekten wie we.trade sei, dass dafür erst ein Ökosystem aufgebaut werden müsse.

China investiert massiv

Dass definitiv nicht das letzte Stündlein der Blockchain geschlagen hat, zeigt auch ein Blick auf die andere Seite der Welt. Soeben haben chinesische Banken einen Milliardenpool erstellt, um eine neue Banken-Blockchain aufzubauen. Wie das Beispiel von We-Chat aus dem Hause Tencent zeigt, hat China es bereits geschafft, um ein Digitalisierungsprodukt herum eine ganze Plattform zu bauen. Mit der ursprünglichen Messaging-App sind heute Social-Media-Anwendungen, Geldtransaktionen und weitere Funktionen verknüpft.

Möglich ist, dass China schlussendlich dem Rest der Welt den Weg in Sachen Blockchain weist – vor dem Hintergrund allerdings, dass in China Technologie nicht für die Weiterentwicklung der Finanzindustrie und der Wirtschaft gefördert wird, sondern sie aus Sicht des Staats auch zahlreiche Kontrollmöglichkeiten mit sich bringt.

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Bitcoin-Kurs sackt zeitweise

Bitcoin-Kurs sackt zeitweise unter 7'500 Dollar ab

Der Bitcoin ist am Donnerstag an den Handelsplätzen stark unter Druck geraten. Nachdem der Kurs der Kryptowährung bereits am Vormittag unter 8'000 Dollar sank, fiel er am Nachmittag zeitweise auch noch unter die Marke von 7'500 Dollar.

21.11.2019 17:11

Am späten Nachmittag notierte der Bitcoin auf der europäischen Handelsplattform Bitstamp kurzzeitig auf 7'395 Dollar und damit dem tiefsten Wert seit rund vier Wochen, bevor er sich wieder auf etwas über 7'600 Dollar erholte. Am Vorabend hatte die bedeutendste Kryptowährung noch bei 8'200 Dollar notiert.

Ende Oktober hatten positive Aussagen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping zur Blockchain-Technologie den Bitcoin noch auf über 10'000 Dollar ansteigen lassen. Seither befindet sich die Kryptowährung allerdings auf dem Abwärtstrend. Am Markt wird von einem sinkendes Anlegerinteresse und schwindende Handelsvolumen gesprochen.

Das Unterschreiten der Marke von 8'000 Dollar dürfte nun weiteres Abwärtspotential aktivieren, meint das deutsche Emden Research am Donnerstag in einem Kommentar. "Viele Anleger bleiben derzeit lieber an der Seitenlinie und warten auf weitere Rücksetzer, um wieder einzusteigen."

tp/rw

(AWP)

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Kryptowährung Dai soll

Kryptowährung Dai soll globales «Volkszahlungsmittel» werden

Die Macher der Kryptowährung Dai wollen keine Landeswährung als Sicherheit im Hintergrund. Sie setzen auf Ethereum.

24.11.2019 19:14

Die extremen Kursschwankungen von Bitcoin & Co. sind ein Hemmschuh für die Akzeptanz von Kryptowährungen als allgemeines Zahlungsmittel. Sogenannte Stablecoins bekämpfen dieses Manko, indem sie ihren Preis an eine oder mehrere reale Währungen koppeln. Diesen Weg beschreitet beispielsweise das Online-Netzwerk Facebook mit seiner geplanten Cybderdevise Libra. Einige Emittenten hinterlegen ihre digitalen Münzen auch mit Wertanlagen wie Gold.

Beide Varianten haben aber aus Sicht mancher Nutzer einen entscheidenden Nachteil: Es bleibt eine Abhängigkeit von Institutionen wie Zentralbanken und Geschäftsbanken. Erstere kontrollieren über die Geldpolitik die Wechselkurse von Dollar, Euro & Co. Letztere verwahren die hinterlegten Wertanlagen.

Die Macher der Kryptowährung Dai wollen diese Abhängigkeit umgehen, indem sie als Sicherheit keine Landeswährung nutzen, sondern mit Ethereum die nach Bitcoin weltweit zweiwichtigste Cyberdevise. Dies hat den Vorteil, dass die Nutzer, sobald sie einmal Etherum gegen Dollar oder Euro gekauft haben, komplett unabhängig von staatlichen Stellen oder Banken agieren können.

Die zweite große Hürde auf dem Weg zu einem virtuellen weltweiten "Volkszahlungsmittel" sind drohende Kursturbulenzen. Hier erscheint die Wahl von Etherum als Sicherheit zunächst als Widerspruch in sich, da dessen Preis ähnlich stark schwankt wie der von Bitcoin. Daher orientiert sich der Dai-Kurs am Dollar, ist allerdings nicht starr an die US-Währung gekoppelt. Die Dai-Macher streben nach eigenen Angaben ein Kursverhältnis von 1:1 an, das sie über verschiedene Korrektur-Mechanismen erreichen wollen.

"Jeder kann die Bücher in Echtzeit prüfen"

Um an Dai zu gelangen, müssen Nutzer zunächst Ethereum auf eine Art öffentlich einsehbares Konto, die sogenannte Collateralized Debt Position (CDP), einzahlen. Zusätzliche Kursstabilität versprechen sich die Dai-Macher davon, dass der Auszahlungsbetrag stets unterhalb der Einzahlung liegt, um einen Sicherheitspuffer gegen Kursveränderungen bei Ethereum zu haben. Weicht der Dai-Kurs stärker vom Dollar ab, wird zudem die Größe des Puffers in der CDP automatisch angepasst. Fällt also der Kurs, müssen Nutzer mehr Ethereum einzahlen, um dieselbe Menge Dai zu erhalten. Außerdem kommen Nutzer erst wieder an die in der CDP geparkten Ethereum, wenn sie die dort abgezogenen Dai zuzüglich einer "Stabilitätsgebühr" zurückgezahlt haben.

Alle diese Transaktionen seien in der Blockchain gespeichert, sagt Rune Christensen, Chef des Dai-Anbieters Maker Foundation. "Jeder kann die Bücher in Echtzeit prüfen." Die Blockchain-Technologie bildet die Basis für sämtliche Kryptowährungen. Langfristig will sich die Maker Foundation, die derzeit an der Technologie feilt, sogar überflüssig machen. Das Ziel sei es, das System so weit zu verfeinern, dass keinerlei Überwachung mehr notwendig sei, betont Mariano Conti, Chef der Abteilung Smart Contracts. Als Smart Contracts bezeichnen Experten Programme innerhalb der Blockchain, die unter bestimmten Bedingungen Zahlungen auslösen.

Die Wohltätigkeitsorganisation Oxfam testet Dai bereits im Südsee-Inselstaat Vanuatu, der regelmäßig von Naturkatastrophen heimgesucht wird. Die Kryptowährung erlaube es, in solchen Fällen Opfern schneller und direkter Hilfe zukommen zu lassen, sagt Oxfam-Mitarbeiterin Sandra Hart. Im kommenden Jahr solle der Feldversuch ausgeweitet werden.

Beliebt in Argentinien

Auch im krisengebeutelten Argentinien erfreut sich Dai wachsender Beliebtheit. Der Maker Foundation zufolge verdoppelte sich die Zahl der Mitglieder in einem Gruppen-Chat argentinischer Dai-Nutzer im Messaging-Dienst Telegram binnen weniger Wochen auf 450. "Meine Mutter und ich legen einen Teil unseres Geldes in Dai an", berichtet Jurastudentin Romina Sejas. Denn die Landeswährung Peso verliere dramatisch an Wert. "Wir müssen kreativ sein, um die Entscheidungen der Politiker zu überstehen."

Timothy Stranex, Mitgründer der Kryptobörse Luno, warnt allerdings vor Risiken. Durch fehlerhaft programmierte Smart Contracts könnten digitale Münzen gestohlen werden. Die Dai-Macher wollen dieser Gefahr mit einer "Notabschaltung" begegnen. Dabei werden im Falle eines Hacker-Angriffs den Nutzern automatisch ihre Guthaben ausgezahlt.

Darüber hinaus ist bislang unklar, wie die Gesetzgeber auf Dai reagieren. Facebook bläst bei seinem Libra-Projekt zwar heftiger Gegenwind ins Gesicht, zu einer einheitlichen Linie bei anderen Stablecoins konnten sich die Behörden aber bislang nicht durchringen. "Die Regulierer versuchen, diese neuen Technologien in bestehende Gesetzesrahmen zu pressen", sagt der auf Kryptowährungen spezialisierte Anwalt Phil Angeloff von der Kanzlei Clifford Chance.

(Reuters)

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Warum Bitcoin 2020 zulegen

Warum Bitcoin 2020 zulegen wird – und doch ein Zockerprodukt bleibt

Für 2020 werden dem Bitcoin steigende Kurse vorausgesagt, was vor allem mit einem Event zusammenhängt. Doch die Anlage bleibt weiterhin mit grossen Unsicherheiten verbunden. cash hat sich bei Experten umgehört.

02.12.2019 06:00

Von Henning Hölder

Können Sie sich noch an den Januar 2018 erinnern? Falls Sie damals in Bitcoin investiert waren, dann sehr wahrscheinlich schon. Doch auch wer damals punkto Krypto-Assets an der Seitenlinie stand, kam um die Bitcoin-Hysterie kaum herum. Innerhalb von nur drei Monaten erlebte der Bitcoin-Kurs eine wahre Achterbahnfahrt, indem er von rund 7'500 Dollar hoch auf 20'000 Dollar rauschte, um anschliessend wieder auf 8'000 Dollar zu fallen. Im Laufe des Jahres 2018 brach der Kurs bis auf 3000 Dollar ein.

Ein ähnliches Szenario mit derartigen Kurssprüngen und -stürzen ist auch heute nicht komplett auszuschliessen. Doch es erscheint weniger wahrscheinlich als damals. Erstens sitzt bei vielen der Schock über den damaligen Bitcoin-Crash noch tief. Damals hatten sich auch – und vor allem – unerfahrene Anleger die Finger verbrannt, die auf den Bitcoin-Zug aufspringen wollten, um schnell Kasse zu machen.

Weniger Hysterie und Hype

Zweitens spricht ein theoretischer Aspekt gegen einen erneuten Turbo-Anstieg (und -Zerfall). In der Bitcoin-Szene wird vielerorts auf den Gartner-Hype-Zyklus hingewiesen (cash berichtete). Dieser Zyklus beschreibt die einzelnen Phasen der öffentlichen Aufmerksamkeit, die eine neue Technologie durchläuft (siehe Grafik). Auf eine erste Phase der Euphorie, die in völlig überzogenen Erwartungen mündet, folgt die grosse Ernüchterung.

Hype-Zyklus neuer Technologien nach Gartner Inc., Quelle: Wikipedia/CC BY-SA 3.0

Nach dem grossen Crash setzt anschliessend allerdings die "Enlightement"-Phase ein. In dieser Phase wird die neue Technologie nüchterner eingeschätzt, was es ihr erlaubt, sich sich langsam zu etablieren. Schaut man sich den Bitcoin-Kursverlauf der letzten drei Jahre an (siehe Graphik unten), erscheint diese Theorie durchaus plausibel – trotz jüngsten Kursrückgängen.

Hört man sich bei Experten zum zukünftigen Bitcoin-Kurs um, stellt man fest, dass das Gros der Analysten denn auch nicht mit riesen Kurssprüngen oder Abstürzen rechnet – einzelne Bitcoin-Bullen wie John McAfee, der für 2020 einen Kurs von zwei Millionen Dollar vorhersagt, mal ausgenommen. Allgemein rechnet man sogar mit einem leichten Anstieg für 2020. Hauptgrund ist das bevorstehende "Halving" im Mai 2020, welches zu einer weiteren Verknappung des (Coin-)Angebots führt. Ab dann wird das Schürfen von Bitcoins nur noch mit 6,25 Coins belohnt. Zum Vergleich: 2012 gabs noch 50 Coins als Belohnung.

Kursentwicklung des Bitcoin in den letzten drei Jahren, Quelle: cash.ch.

"Das eindeutig wichtigste Event für den Bitcoin-Kursverlauf 2020 ist das Halving im Mai", sagt auch Timo Emden von Emden Research gegenüber cash. Die Hoffnungen seien gross, dass die Kurse im Vorfeld des Halving-Datums anziehen werden. Vergangene Halvings haben gezeigt, dass solche Erwartungen durchaus berechtigt sind. Der Experte geht grundsätzlich davon aus, dass sich die Spannbreite des Bitcoin-Kurses "auf der Oberseite durchaus wieder über 10'000 Dollar" bewegen könne.

Wertsteigerung durch «Halving»

Auch für Daniel Egger, Chefstratege der Falcon Private Bank, ist das bevorstehende Halving der Preistreiber schlechthin für 2020. Die Logik dahinter: Die Grenzkosten für das Schürfen eines Bitcoin verdoppeln sich, wodurch es für die sogenannten Miner weniger luktrativ wird. Das drückt demzufolge das Angebot, wenn die Nachfrage ungefähr gleichbleibt.

Doch für Egger spricht noch ein anderer Punkt für den Bitcoin: das Verhältnis zwischen der weltweiten Geldmenge –  alleine in der Schweiz übersteigt deren Grösse eine Billionen – und der Marktkapitalisierung von Kryptowährungen, die weltweit gerade einmal rund 200 Milliarden Dollar beträgt – allein 135 Milliarden davon fallen auf den Bitcoin. "Wenn nur ein kleiner Teil des umlaufenden Geldes in den Bitocin fliesst, wird das schon einen enormen Effekt haben", so der Falcon-Chefstratege.

Auch aus charttechnischer Sicht geht Egger davon aus, dass sich der Bitcoin 2020 im Aufwärtstrend befindet. Dabei sei es allerdings wichtig, dass der Kurs nach unten die Grenze von etwa 6300 Dollar nicht unterschreitet dürfe, ansonsten könne es weiter bergab gehen. Tut er das nicht, sehe er gute Chancen auf einen Anstieg bis Ende 2020 "zwischen 13'000 und 15'000 Dollar", so Egger.  

Bitcoin bleibt Spekulationsobjekt

Allerdings ist für beide Experten klar: Der Bitcoin ist und bleibt eine hochspekulative Anlage. Faktoren, die den Bitcoin auch 2020 weiterhin belasten dürften, gibt es viele. "Es existieren beim Bitcoin noch immer grundsätzliche Fragen, die nicht geklärt wurden", so Emden. Darunter fallen vor allem regulatorische Unklarheiten. "Solange es keine einheitlichen Regeln gibt, fehlt es dem Bitcoin an Seriosität."

Heisst: Auch wenn die Volatilität zuletzt abgenommen hat, wird der Kurs der Kryptowährung eine gewisse Volatilität zwangsläufig beibehalten. Ob und wann sich Regeln für die Kryptowährung durchsetzen, hängt laut Emden auch und insbesondere von den USA ab. "Als die USA Bitcoin-Futures zugelassen haben, zogen andere Länder schnell nach".

Was ist der Bitcoin eigentlich?

Zuletzt stellt sich die Frage, was der Bitcoin eigentlich ist und zu was er sich entwickeln wird. Die ursprüngliche Idee einer Parallelwährung als Alternative zum staatlichen Währungsdiktat scheint schon lange obsolet geworden zu sein. "Der Bitcoin ist schon lange ein reines Spekulationsobjekt und wird auf absehbare Zeit nicht als Währung eingesetzt werden", ist Falcon-Experte Egger überzeugt.

Emden bläst da ins gleiche Horn: "Der Bitcoin ist und bleibt ein Zockerprodukt. Und das sage ich völlig wertfrei." Bitcoin als Zahlungsmittel ist für ihn auf absehbare Zeit unvorstellbar. Trotzdem scheint es wohl sicher, dass der Bitcoin die unangefochtene Nummer 1 bei Kryptowährungen bleiben wird. Dafür ist der Bitcoin zu weit verbreitet und hat sich als Basiswährung etabliert. "Bitcoin ist der Platzhirsch und wird auch langfristig die Nummer 1 bleiben", ist denn auch Emden überzeugt. 

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«Die Abgesänge auf Bitcoin

«Die Abgesänge auf Bitcoin sind nahezu verstummt»

Das Jahr 2019 ist trotz der Kursrückgänge ab dem Sommer für Bitcoin-Anleger unter dem Strich doch noch versöhnlich ausgegangen.

30.12.2019 15:25

Die Cyberwährung kostete am Montag mit 7551 Dollar zeitweise 3,9 Prozent mehr als am Vortag und fast doppelt so viel wie noch Ende 2018. "Alle Abgesänge auf die federführende Kryptowährung sind ein Jahr später nahezu verstummt", sagte Timo Emden, Bitcoin-Experte beim Analysehaus Emden Research.

Allerdings würden die Anleger aus dem Börsenjahr 2019 nicht wirklich schlau. Im Sommer hatte die Cyberdevise zeitweise noch ein Hoch bei mehr als 12.000 Dollar markiert.

Der Verlauf Bitcoin gegen US-Dollar im Jahr 2019 (Grafik: cash.ch).

In den USA sorgte insbesondere Facebook mit seinen Plänen zur eigenen Cyberwährung Libra für Aufsehen. "Dass die 'Libra Association' die Rechnung ohne die zuständigen Aufsichtsbehörden machte, hatte die Anleger auf dem falschen Fuss erwischt", sagte Emden. Für Unruhe sorgte, dass eine Reihe wichtiger Partnerunternehmen sich aus dem Projekt verabschiedete. Dennoch dürfte auch 2020 Libra eines der wichtigsten Themen am Markt werden.

Insgesamt stieg die zusammengerechnete Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen im zu Ende gehenden Jahr laut dem Branchendienst CoinMarketCap.com auf knapp 200 Milliarden Dollar von knapp 130 Milliarden Dollar vor Jahresfrist.

(Reuters)

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Bitcoin fällt unter 7000

Bitcoin fällt unter 7000 Dollar

Die Kryptowährung Bitcoin ist am Donnerstag unter 7000 US-Dollar gefallen. Der Kurs fiel auf der Handelsplattform Bitstamp am Nachmittag um 3,8 Prozent auf 6939 Dollar. Auch andere Digitalwährungen gerieten unter Druck. Vor Weihnachten hatte der Bitcoin noch bei 7247 Dollar notiert. Ende Juni war der Kurs der wichtigsten Digitalwährung noch bis auf fast 14 000 Dollar gestiegen.

02.01.2020 18:56

"Die Anleger kehren Bitcoin und Co vorerst auch im Jahr 2020 den Rücken und widmen sich weiterhin den Aktienmärkten", kommentierte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Es scheint, als wolle sich derzeit noch niemand auf das im Mai anstehende Bitcoin-Halving einlassen." Die Menge der täglich produzierten Bitcoins wird dann halbiert, was tendenziell den Preis stützen könnte.

Der Bitcoin läuft laut Emden durch den erneuten Rutsch unter die 7000-Dollar-Marke Gefahr, unter die Räder zu kommen. Emden erwartet, dass bei der Kursentwicklung die Charttechnik eine wichtige Schlüsselrolle spielen werde. /jsl/nas

(AWP)

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Privatanleger packen sich

Privatanleger packen sich Bitcoin-Zertifikate in die Depots

Die Kryptowährung Bitcoin steht bei Anlegern trotz ihrer Schwankungsanfälligkeit noch immer hoch im Kurs.

07.01.2020 13:13

An der Frankfurter Zertifikatebörse zum beispiel waren Finanzpapiere, die auf Bitcoin basieren, im vergangenen Jahr das beliebteste Produkt, wie die Deutsche Börse am Dienstag mitteilte. 2019 seien Bitcoin-Zertifikate im Volumen von 72,18 Millionen Euro gehandelt worden. Das entspreche einem Zuwachs von knapp sechs Prozent im Vergleich zu 2018.

Bitcoin-Zertifikate gibt es erst seit Ende 2017. Vor allem für Privatanleger wurde dadurch die Möglichkeit geschaffen, vergleichsweise einfach in die seit gut zehn Jahren existierende Krypotwährung zu investieren. Der Preis von Bitcoin schwankt jedoch stark. So kostete ein Bitcoin vor einem Jahr gerade einmal die Hälfte des aktuellen Preises von 7900 Dollar. Im August 2019 mussten Anleger für einen Coin dagegen 13.500 Dollar auf den Tisch legen.

Insgesamt sank das Handelsvolumen in strukturierten Produkten an der Frankfurter Zertifikatebörse im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 12,3 Milliarden Euro.

(Reuters)

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Deutscher Betreiber gewinnt

Deutscher Betreiber gewinnt für Rekord-Bitcoinmine erste Kunden

Die deutsche Northern Bitcoin hat im texanischen Rockdale die mit Abstand grösste Bitcoin-Mine der Welt geschaffen und dafür nun die ersten Kunden gefunden.

12.01.2020 19:05

Informierten Kreisen zufolge hat sich das Frankfurter Unternehmen mit dem Finanzinvestor SBI Holdings und dem Internet-Service-Anbieter GMO Internet auf Vertragseckpunkte einigt.

In den nächsten Monaten soll die Kryptomine der Northern-Bitcoin-Tochter Whinstone beginnen, im Auftrag der beiden japanischen Firmen Bitcoin zu schürfen. Weitere Grosskunden sollen folgen. Sprecher von Northern Bitcoin, GMO und SBI lehnten Stellungnahmen ab.

Northern Bitcoin ist in den letzten Jahren vom Bitcoin-Schürfen zu Planung und Betrieb von Kryptominen für grosse Investoren übergegangen. Dadurch bleibt das Geschäft von den wilden Preisausschlägen am Markt für Digitalwährungen verschont. Grosse Leasing-Verträge steigern in der Regel Umsatz und Gewinn.

Im vergangenen Monat kündigte Northern Bitcoin an, das Datenzentrum in Rockdale werde bei Inbetriebnahme eine Anfangsleistung von 300 Megawatt haben und bis Jahresende 1 Gigawatt erreichen. Das ist mehr als das Dreifache der Leistung der nahegelegenen Kryptomine der chinesischen Bitmain Technologies, die gegenwärtig als die grösste weltweit gilt und sich in einer früheren Aluminiumhütte von Alcoa befindet.

(Bloomberg)

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Bitcoin steigt auf höchsten

Bitcoin steigt auf höchsten Stand seit Mitte November

Der Bitcoin ist in der Nacht auf Dienstag auf den höchsten Stand seit Mitte November 2019 gestiegen. Damit setzt die Kryptowährung ihren seit Jahresanfang anhaltenden Anstieg fort und legt im neuen Jahr bisher um rund 18 Prozent zu und notiert aktuell auf über 8'500 US-Dollar.

14.01.2020 10:35

Nachdem der Konflikt zwischen den USA und Iran in den ersten Tagen des neuen Jahres als Erklärung für den Preisanstieg galt, verweisen Marktbeobachter nun auf den gestrigen Start des Optionenhandels auf Bitcoin-Terminkontrakte der Chicago Mercantile Exchange (CME). Das im Mai anstehende Bitcoin-Halving, bei dem die Belohnung für "Schürfer" der Kryptowährung halbiert wird, könnte den Kurs zusätzlich befeuern, meinen Händler.

Der Bitcoin-Preis hatte sich im Verlauf des vergangenen Jahres nahezu verdoppelt, ist aber vom Jahreshoch im Sommer 2019, das bei knapp 13'000 Dollar lag, immer noch weit entfernt. Grosse Kursschwankungen der Kryptowährung sind keine Seltenheit. Im Dezember 2017 stieg der Bitcoin auf über 19'000 Dollar, fiel aber bis Dezember 2018 auf noch knapp 3'000 Dollar zurück.

sta/an

(AWP)

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Bitcoin steigt wieder über 10

Bitcoin steigt wieder über 10'000 US-Dollar

Die Digitalwährung Bitcoin setzt ihren schwankungsanfälligen Kursanstieg seit Jahresbeginn fort. Am Dienstag stieg die älteste und bekannteste Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf 10'383 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit etwa fünf Monaten.

11.02.2020 18:50

Auch andere Digitalwährungen wie Ethereum oder Litecoin legten spürbar zu. Der Gesamtwert aller gut 5100 Kryptowährungen stieg laut der Internetseite Coinmarketcap auf etwa 291 Milliarden Dollar.

Der Kursanstieg des Bitcoin, der seit Jahresbeginn etwa 45 Prozent beträgt, verläuft mit gewohnt hohen Schwankungen. Dies lässt Digitalwährungen in den Augen von Kritikern als Zahlungsmittel ungeeignet und als Anlageinstrument als höchst riskant erscheinen.

Momentan profitiert der Bitcoin laut Marktkennern von dem in einigen Monaten anstehenden "Halving". Dabei wird das Bitcoin-Schürfen weniger lukrativ, was mit einem geringeren Angebot an Bitcoin einhergehen dürfte./bgf/he

(AWP)

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Wie sich ein Prozent Bitcoin

Wie sich ein Prozent Bitcoin im Portfolio auswirkt

Bitcoin ist bisher wenig als Mittel zur Portfolioabsicherung betrachtet worden. Bloomberg hat nun errechnet, wie sich ein solcher Griff in einer Anlagestrategie ausgewirkt hätte.

24.02.2020 13:36

Bitcoin hat eine Jahresperformance zum Dollar von 36 Prozent. Damit stellt die grösste und am stärksten kapitalisierte Kryptowährung bei der Wertentwicklung in diesem Jahr sowohl Gold als auch den Dollar in den Schatten. Die Goldrally hat den Preis für das Edelmetall um 10,5 Prozent angetrieben, der Dollarkorb DXY hat um 3,3 Prozent zugelegt. 

Die Kursperformance von Bitcoin hat eine Debatte darüber entfacht, ob die Kryptowährung auch zur Portfolio-Absicherung dienen könnte. Traditionell hat Bitcoin wegen der bisher hohen Schwankungen und der hohen Voltilität, die zeitweise auch eine genaue Wertbestimmung erschwerte, diese Ruf nicht gehabt. Allerdings ändert sich die Einstellung zu Bitcoin insofern, dass bezüglich der Kryprowährung auch schon über eine mögliche Rolle als sicherer Hafen diskutiert worden ist. 

Bloomberg hat nun errechnet, wie es einem Aktienfonds-Manager mit einem kleinen Engagement in der digitalen Münze seit 2016 ergangen wäre. Die Aufnahme einer 1-Prozent-Position in Bitcoin in einem Aktienfonds hätte in den letzten vier Jahren 11,5 Prozentpunkte mehr Ertrag eingespielt als der S&P-500-Index, wie die Analyse eines Modellportfolios zeigt. Auch die risikobereinigte Rendite wäre besser ausgefallen.

(Bloomberg/cash)

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Bitcoin-Kurs zieht im

Bitcoin-Kurs zieht im Einklang mit Aktienmärkten deutlich an

Mit der Erholung an den Finanzmärkten steigen auch die Kurse des Bitcoin und der weiteren Kryptowährungen wieder an. Der Bitcoin hat in der Nacht die Marke von 6'000 US-Dollar überschritten und notiert am Vormittag bereits wieder bei über 6'600 Dollar.

20.03.2020 10:13

Angelockt durch die vermeintlich günstigen Preise an den Krypto-Märkten suchten auch hier die Anleger ihr "Schnäppchen", kommentiert das deutsche Emden Research. Händler berichteten auch über sehr hohe Volumen auf den verschiedenen Krypto-Handelsplattformen

Der Bitcoin war Ende der vergangenen Woche im Zuge der weltweiten Börsenturbulenzen wegen des Coronavirus noch auf ein Jahrestief von unter 4'000 Dollar abgesagt. Noch im Februar hatte die Digitalwährung bei einem Jahreshoch von rund 10'500 Dollar notiert. Neben dem Bitcoin ziehen auch weitere grössere Kryptowährungen wie der Ether, die Ripple-Währung XRP oder Bitcoin Cash deutlich an.

tp/mk

(AWP)

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Markt Kryptowährungen:

Markt Kryptowährungen: Bitcoin bleibt von Achterbahnfahrt der Märkte verschont

Der Bitcoin hat im Verlauf der letzten Woche etwas an Wert verloren. Angesichts der Berg- und Talfahrt an den Aktienmärkten kann sich die Kryptowährung aber über der Marke von 6'000 Dollar behaupten und stabilisiert sich nach den vor zwei Wochen eingefahrenen Verlusten.

01.04.2020 11:45

Am Mittwochvormittag notiert der Bitcoin auf der europäischen Handelsplattform Bitstamp bei rund 6'320 Dollar. Im Verlauf der letzten sieben Tage hat die "Krypto-Leitwährung" damit rund 8,3 Prozent eingebüsst. Die Marktkapitalisierung ist innert Wochenfrist um rund 6 Milliarden Dollar auf gut 116 Milliarden gefallen.

__ Stabilere Verhältnisse

Im grossen Ganzen hat sich der Kryptowährungsmarkt laut Marktbeobachtern nach den teilweise steilen Abwärtsbewegungen der letzten zwei Wochen wieder stabiler präsentiert: "Der Markt scheint sich im Gleichschritt mit der Weltwirtschaft zu verlangsamen", konstatiert Patrick Heusser von Crypto Broker. Momentan sehe es aber nicht so aus, als wären Investoren an einer Neupositionierung interessiert.

Ein Ausbruch gegen oben bleibe momentan eher unwahrscheinlich: "Sobald sich der Kurs Richtung 7'000 Dollar orientiert, platzieren Verkäufer ihre Aufträge und verhindern so einen Durchbruch dieses nun schon länger bestehenden Widerstandes", sagt Händler Heusser. Ob ein ähnliches Verhalten bei einem Fall nach unten auch auf Käuferseite auftritt, bleibt abzuwarten.

Altcoins ziehen mit

Der restliche Kryptomarkt bleibt im Hinblick auf die Kursentwicklungen ebenfalls von grösseren Ausschlägen verschont. Auf Wochensicht verbuchen die nach Marktkapitalisierung grössten Altcoins ebenfalls leichte Verluste. Eine Ausnahme bildet die Blockchain-Währung XRP, welche im Verlauf der letzten Woche gut 7 Prozent zulegen kann.

Die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarktes ist in den letzten sieben Tagen laut Coinmarketcap um rund 10 Milliarden Dollar geschrumpft und beträgt aktuell rund 178 Milliarden Dollar. Der Anteil des Bitcoin am gesamten Kryptomarkt ist auf 64,9 Prozent gefallen, nach 65,8 Prozent vor Wochenfrist.

sta/an

(AWP)

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Einfach erklärt: Die

Einfach erklärt: Die wichtigsten Antworten zum Bitcoin-Halving

Diese Woche findet das lang erwartete Bitcoin-Halving statt. Anleger wittern Kursexplosionen bei der Kryptowährung. Ist diese Hoffnung begründet? Und worum handelt es sich beim Halving eigentlich? cash klärt auf.

11.05.2020 07:00

Von Henning Hölder

Bitcoin ist die mit Abstand weltweit führende Kryptowährung, auch Cyberwährung genannt. Im Gegensatz zu zentralisierten Cyberwährungs-Projekten wie Facebooks Libra ist Bitcoin an keine so genannte Fiat-Währung wie etwa den Dollar gekoppelt. Zudem ist der Bitcoin dezentral organisiert. Das heisst, keine einzelne Instanz und kein einzelner Server hat die Kontrolle über die Währung.

Vielmehr basiert Bitcoin auf einem dezentralen Netz, bei dem sämtliche Daten und Transaktionen verschlüsselt gespeichert werden – und zwar nicht nur auf einem Server, sondern auf Tausenden gleichzeitig. Das macht das System praktisch fälschungssicher. Dieses System – vereinfacht – nennt sich Blockchain.

Wie entsteht ein Bitcoin?

Ein Bitcoin entsteht durch das sogenannte Mining. Dabei handelt es sich um das so genannte Schürfen von Bitcoin, sprich um deren Herstellung. Doch während für die Produktion von Fiat-Hartgeld wie etwa dem Schweizer Franken Druckerpressen oder Münzpressen verwendet werden, braucht es für die "Prägung" von Bitcoin etwas anderes: Rechenleistung. Und zwar viel davon.

Der Miner schürft Bitcoin freilich nicht im buchstäblichen Sinne. Vielmehr leistet er mit seiner Rechenleistung einen Beitrag zur Erweiterung der Bitcoin-Infrastruktur – nämlich indem er mit seiner Rechenleistung neue sogenannte Blocks innerhalb der Blockhain kreiert.

Dafür braucht es teure Hochleistungscomputer, die ausschliesslich für diesen einen Zweck arbeiten. Das Problem: Solche Rechenleistungen verursachen extrem hohe Kosten, da sie Unmengen an Energie verbrauchen und wegen der Wärmeentwicklung laufend gekühlt werden müssen.

Damit es trotzdem einen Anreiz gibt, diese neuen Blocks zu kreieren, wird der Miner für seinen Aufwand entschädigt – und zwar mit Bitcoin. Doch wie viel Bitcoin erhält der Miner als Belohnung? Dazu gleich mehr.

Was genau passiert beim Halving?

Wer genau hinter der Entwicklung des Bitcoin steckt, ist bis heute nicht bekannt. Sicher ist nur, der Tüftler oder die Tüftlerin hat sich das Pseudonym Satoshi Nakamoto zugelegt. Diese Person legte gleich zu Beginn im Jahr 2009 fest, dass die maximale Anzahl des verfügbaren Bitcoins bei knapp unter 21'000'000 liegen soll.

Diese Obergrenze soll dazu führen, dass sich der Wert des Bitcoin langfristig steigern kann. Doch es gibt es noch einen zweiten wichtigen Faktor, der den Wert des Bitcoins beeinflusst: Die Belohnung der Miner wird in regelmässigen Zeitabständen immer weiter gekürzt. Ganz am Anfang des Bitcoins erhielten Miner noch 50 Bitcoin je kreierten Block. Im November 2012 erfolgte das erste sogenannte Halving. Heisst: Die Belohnung für die Miner wurde halbiert und fiel von 50 auf 25 Bitcoin pro Block.

Nachdem im Juli 2016 im zweiten Halving die Belohnung wiederum auf 12,5 Bitcoin halbiert wurde, steht diese Woche nun das dritte Halving an. Ab Dienstag werden Miner nur noch mit 6,25 Bitcoin pro Block entschädigt.

Wie viele Bitcoin wurden bereits geschürft?

Stand jetzt wurden 18'368'600 Bitcoin produziert. Das entspricht etwa 88 Prozent des Maximums. Doch bis die letzten 12 Prozent geschürft sind, wird es noch eine Weile dauern. Planmässig soll im Mai 2140 der letzte Bitcoin aus der virtuellen Münzpresse geholt werden. Das lässt sich deshalb so genau voraussagen, weil nur etwa alle 10 Minuten ein neuer Block erzeugt werden kann, für den Bitcoin als Belohnung ausgezahlt werden.

Wird das Halving zu der erhofften Kursexplosion des Bitcoin führen?

Wie Bitcoin in den nächsten Wochen und Monaten auf das diese Woche stattfindende Halving reagieren wird, kann niemand voraussagen. Was sich sicher sagen lässt: Die letzten beiden Halvings in den Jahren 2012 und 2016 führten in der Tat zu steigenden Kursen - allerdings erst mit Verzögerung.

Zu den vergangenen Halvings hin fand jeweils mehr oder weniger eine Seitwärtsbewegung statt. Doch ein paar Monate nach der Halbierung startete sowohl 2012 als auch 2016 eine Art Bitcoin-Rally. Beim zweiten Halving 2016 mündete diese Rally im historischen Bitcoin-Hype von 2017/2018. Damals schoss der Kurs auf fast 20'000 Dollar hoch – bis heute ein Allzeithoch.

Diesmal reagiert der Bitcoin zumindest im Vorfeld schon mal anders als 2012 und 2016. Der Kurs steigt seit zwei Monaten kontinuierlich an. Insbesondere die letzten Wochen können als Bitcoin-Rally bezeichnet werden. Anleger sind sich offenbar der steigenden Kurse bei den letzten Halvings bewusst und kaufen in Erwartung einer länger währenden Bitcoin-Rally.

Wie wird sich der Bitcoin-Kurs langfristig entwickeln?

Schon die Vorhersage von Aktienkursen – also der Wertentwicklung von Firmenanteilen – ist kein leichtes, oft gar ein unmögliches Unterfangen. Und das, obwohl bei einer Aktienbewertung weitaus mehr Fundamentaldaten herangezogen werden können. Wie sehen die Marktperspektiven des Unternehmens aus, wie kompetent ist das Management einzuschätzen, welche Produkte hat die Firma in der Pipeline?

Beim Bitcoin ist eine Vorhersage schwieriger – mangels bewertbarer Fundamentaldaten. Dass das Halving einen positiven Einfluss auf den Kurs haben kann, konnte in der Vergangenheit beobachtet werden. Doch keiner weiss sicher, ob sich das dieses Mal wiederholen wird, geschweige denn, wie stark eine mögliche Rally ausfallen wird.

Das hält altbekannte Bitcoin-Bullen nicht davon ab, den Bitcoin-Bullenmarkt auszurufen. So prognostiziert der US-amerikanische Risikokapitalinvestor Tim Draper einen Kurs von 250'000 Dollar bis 2024. Bobby Lee, CEO des Bitcoin-Wallet-Anbieters Ballet, sagt einen Kurs von 500'000 Dollar für 2028 voraus.

Taugt Bitcoin als Wertanlage?

Trotz seiner noch immer hohen Volatilität und seiner schwer vorhersehbaren Wert-Entwicklung hat Bitcoin als Teil des Portfolios bei immer mehr Anlagehäuser an Akzeptanz gewonnen. So wird zunehmend empfohlen, im Sinne der Diversifizierung zumindest einen kleinen Teil in Bitcoin zu halten.

Zudem wird immer wieder diskutiert, ob die Kryptowährung in unsicheren Zeiten als eine Art sicherer Hafen dienen könnte. Die Coronakrise hat diese These vorerst widerlegt. Muster über Kursverläufe – wie etwa beim Gold – konnten bis heute nicht abschliessend ausgemacht werden. Auch wenn die Ausschläge bei weitem nicht mehr so hoch sind wie noch vor einigen Jahren, bleibt eine Investition in Bitcoin bis auf Weiteres noch immer spekulativ.

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Bitcoin-Kurs stürzt ab

Bitcoin-Kurs stürzt ab

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin ist unmittelbar vor der Halbierung der Vergütung für einen errechneten Block - dem "Halving" - deutlich eingebrochen. Nachdem der Kurs zunächst in der Nacht zum Freitag die Schwelle von 10 000 US-Dollar überschritten hatte, trennten sich am Wochenende viele Investoren von ihren Bitcoin-Beständen, was zu einem regelrechten Crash führte. Der Tiefstwert am Wochenende lag bei 8520 Dollar. Am Montag pendelte sich der Kurs bei rund 8700 Dollar ein.

11.05.2020 09:01

Beim "Halving", das im Programmcode der Kryptowährung fest verankert ist, handelt es sich um eine Art automatischen Schutz gegen Wertverlust aufgrund eines zu hohen Angebots. Dafür wird etwa alle vier Jahre die Belohnung in Form neuer Bitcoins für das Ausführen bestimmter Rechenprozesse ("Mining") halbiert. Das "Halving" findet immer nach 210 000 errechneten Blöcken statt.

Das nächste "Halving"-Event steht am Montagabend an. Fans des Bitcoin setzen schon im Vorfeld darauf, dass der Kurs durch das langsamere Angebotswachstum steigt - und investieren deshalb in Bitcoin. Ähnlich war es in den Jahren 2012 und 2016, den bisherigen Halving-Events. Es gibt aber auch Investoren, die den Rummel um Bitcoin nutzen, um Gewinne aus der jüngsten Kursrally mitzunehmen. Mitte März 2020 war der Bitcoin zwischenzeitlich unter die Schwelle von 5 000 Dollar gefallen und hatte seitdem rasant zugelegt.

Starke Kursschwankungen sind bei Digitalwährungen eher die Regel als die Ausnahme. Besonders heftig waren diese Schwankungen in den Jahren 2017 und 2018, als der Bitcoin zunächst extrem stieg und sein Rekordhoch von 20 000 Dollar erreichte - um wenig später in hohem Tempo abzustürzen./bgf/ssc/jha/chd/DP/jha

(AWP)

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