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Gewerkschaft Ufo fordert

Gewerkschaft Ufo fordert Mediation im Dauerstreit mit Lufthansa

(Ausführliche Fassung) - Nach der jüngsten Streikrunde setzt die Flugbegleitergewerkschaft Ufo im Tarifkonflikt mit der Lufthansa vorerst wieder auf Gespräche. Nach dem Willen der Gewerkschaft soll bei einem Termin am 16. Januar eine umfassende Mediation zu verschiedenen Themen angestrebt werden. Solange eine solche Mediation läuft, will Ufo "in den kommenden Wochen (...) freiwillig auf Streiks verzichten", wie die Gewerkschaft am Montag in einer Mitteilung an ihre Mitglieder ankündigte.

06.01.2020 11:18

Lufthansa und Ufo liegen seit längerem im Clinch. Dabei geht es nicht nur um Tariffragen, sondern auch um die Anerkennung der Ufo als Gewerkschaft.

Nach Ansicht der Ufo wäre eine Schlichtung zum jetzigen Zeitpunkt zu eng begrenzt auf einzelne Tarifthemen. Die Gewerkschaft verlangt darüber hinaus unter anderem eine Rücknahme von Kündigungen und Klagen gegen frühere und aktuelle Vorstandsmitglieder sowie eine Aufarbeitung des Dauerkonflikts. Ausserdem will die Gewerkschaft erreichen, dass eigenständige Lösungen für die Lufthansa-Töchter ermöglicht werden. Auf einer solchen Basis könnte nach Ansicht von Ufo "danach eine Tarifschlichtung sinnvoll durchgeführt werden".

Die Lufthansa teilte mit: "Wir freuen uns, dass der Termin am 16. Januar für weitere Gespräche seitens Ufo bestätigt wurde. Lufthansa erwartet weiterhin, dass es in diesem Rahmen zu guten Lösungen und Perspektiven für die rund 22 000 Kabinenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter kommt. Unser Ziel ist es daher nach wie vor, gemeinsam mit Ufo und den Schlichtern in die grosse Schlichtung zu gehen." Alle weiteren nicht tariflichen Themen sollen nach Lufthansa-Vorstellung "parallel dazu in getrennten Verfahren" behandelt werden.

Über den Jahreswechsel waren wegen eines dreitägigen Streiks der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings etwa 200 Flüge ausgefallen. Zuvor hatte es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben./ben/mar/DP/mis

(AWP)

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Boeing erwägt Neuverschuldung

Boeing erwägt Neuverschuldung wegen 737 Max-Krise

Das monatelange Grounding und die ungewisse Zukunft des Unglücksflugzeugs Boeing 737 Max hat wohl höhere Schulden und gekappte Investitionen für den Flugzeugbauer zu Folge.

06.01.2020 12:53

Der angeschlagene US-Flugzeugbauer erwägt einem Medienbericht zufolge eine höhere Verschuldung, um seine Finanzen nach dem Flugverbot für den Unglücksflieger 737 MAX zu stärken.

Boeing denke auch darüber nach, einige Investitionen zu verschieben, Akquisitionen einzufrieren und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu kürzen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Personen, die mit der Materie vertraut sind. Boeing reagierte nicht auf eine Anfrage von Reuters für eine Stellungnahme. Die Aktien des Flugzeugherstellers fielen im vorbörslichen Handel um 1,2 Prozent.

(Reuters)

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American Airlines einigt sich

American Airlines einigt sich mit Boeing auf Schadensersatz

American Airlines hat sich nach eigenen Angaben mit dem Flugzeughersteller auf Schadensersatz für den Ausfall der Jets vom Typ 737 Max im vergangenen Jahr verständigt.

07.01.2020 06:47

Demnach soll sich der Schadensersatz über mehrere Jahre erstrecken. Über 30 Millionen Dollar aus der Schadensersatzsumme sollen zudem für die Gewinnbeteiligung der American-Mitarbeiter ausgegeben werden, hiess es von der Fluggesellschaft am Montag.

Vom Boeing-Konzern hiess es zu diesem Thema dagegen lediglich, Verhandlungen mit Fluglinien würden nicht kommentiert.

(AWP)

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Villeroy & Boch 2019 mit

Villeroy & Boch 2019 mit weniger Umsatz

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2019 weniger Umsatz erwirtschaftet. Die Erlöse beliefen sich auf 833 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Mettlach mitteilte. 2018 hatte der Umsatz noch bei rund 853 Millionen Euro gelegen.

06.01.2020 20:45

Im vergangenen Juli hatte Villeroy & Boch seine Prognose für das Geschäftsjahr 2019 auf 825 Millionen bis 850 Millionen Euro gesenkt. Diese Spanne sei auch dank eines starken Schlussquartals erreicht worden, hiess es. Im Dezember sei zudem ein Immobilienverkauf in Luxemburg erfolgreich abgeschlossen worden und habe zu einem Sonderertrag im hohen zweistelligen Millionenbereich beigetragen. Es sei davon auszugehen, dass beim operativen Ergebnis (Ebit) der ebenfalls angepasste Zielkorridor von 48 Millionen bis 52 Millionen Euro erreicht werde.

Das Unternehmen stellt Keramikprodukte für Bad und Toilette sowie Geschirr her und beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 7500 Mitarbeiter. Die endgültigen Zahlen für 2019 sollen am 6. Februar veröffentlicht werden./chs/DP/he

(AWP)

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Flixbus steigert

Flixbus steigert Fahrgastzahlen

Bei Flixbus sind im vergangenen Jahr weltweit deutlich mehr Fahrgäste eingestiegen. 62 Millionen Menschen in 30 Ländern reisten mit Flixmobility, ein Anstieg von 37 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, das in Deutschland auch einige Fernzüge unter der Marke Flixtrain betreibt.

09.01.2020 11:13

Flixbus war 2019 unter anderem in der Ukraine an den Start gegangen und hat sein Streckennetz in den USA ausgeweitet. Laut Angaben des Unternehmens werden täglich mehr als 400 000 Verbindungen weltweit angeboten. Zahlen für einzelne Märkte werden aber nicht genannt.

Nach Branchendaten deckt das Unternehmen 95 Prozent des deutschen Fernbusmarktes ab und macht dort etwa die Hälfte seines Geschäfts./jrz/DP/mis

(AWP)

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Daimler verkauft 2019 mehr

Daimler verkauft 2019 mehr Mercedes-Pkw - 2020 weiteres Absatzplus erwartet

Der Autobauer Daimler hat nach einem schwachen Start im vergangenen Jahr mehr Autos verkauft. Zwar ging der Absatz der Stammmarke Mercedes-Benz im Dezember weltweit leicht um 0,3 Prozent auf 205 968 Autos zurück, wie die Stuttgarter am Donnerstag mitteilten. Auf Jahressicht legte Daimler bei seiner Hausmarke aber insgesamt um 1,3 Prozent auf 2,34 Millionen verkaufte Pkw zu. Den grössten Schub erhielt das Unternehmen dabei weiter aus China, wo Mercedes-Benz im vergangenen Jahr 6,2 Prozent mehr Autos verkaufen konnte. Daimler will den Absatz auch im laufenden Jahr weiter steigern, wie Vorstandschef Ola Källenius sagte.

09.01.2020 10:31

"Für die Automobilindustrie war 2019 ein Jahr mit grossen Herausforderungen. Auch die beiden kommenden Jahre werden mehr denn je von der Transformation unserer Branche geprägt sein", sagte Källenius laut Mitteilung. Der seit Mai amtierende Nachfolger von Dieter Zetsche hat wegen des Gewinneinbruchs und weiter hoher Kosten für neue Technik ein scharfes Sparprogramm beim Dax -Konzern aufgelegt und will mehr als 10 000 Stellen streichen.

Daimler hatte vor allem in der ersten Jahreshälfte mit der Umstellung der Kompaktklassen auf neuere Modelle zu kämpfen, die aber im zweiten Halbjahr Schub gaben. Zudem lasteten zwischenzeitlich Produktionsprobleme der SUV-Modelle GLE und GLS in den USA auf dem Absatz. Insgesamt ging der Verkauf von SUV-Modellen 2019 um 4,5 Prozent zurück - die Stadtgeländewagen sind mit einem Anteil von einem Drittel aber noch immer das volumenstärkste Segment der Schwaben. Die teuren und stark motorisierten Sportwagen der Submarke AMG konnten prozentual zweistellig zulegen.

Källenius sieht Mercedes im weltweiten Premiummarkt weiter als Nummer eins vor BMW . BMW hat zwar noch keine detaillierten Zahlen für die eigene Stammmarke vorgelegt, Mercedes war aber schon bis November mit über 160 000 Autos Vorsprung de facto uneinholbar, der Rückstand von Audi war noch deutlich grösser. 2016 hatten die Stuttgarter den Münchener Erzrivalen beim Verkauf von Premiumautos nach vielen Jahren vom Thron gestossen. Immerhin ist BMW dank der Kleinwagenmarke Mini im gesamten Pkw-Absatz weiter vorne, insgesamt verkauften die Münchener im vergangenen Jahr 2,52 Millionen Pkw. Daimler kam inklusive der Kleinwagenserie Smart auf 2,46 Millionen Pkw und damit 0,7 Prozent mehr als 2018./men/eas/jha/

(AWP)

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Salzgitter fordert

Salzgitter fordert Staatshilfe für klimafreundliche Stahlindustrie

Der Salzgitter-Konzern fordert politische und finanzielle Hilfe für die Umstellung der Stahlproduktion auf klimafreundlichere Verfahren. "Die Stahlindustrie ist zwar in der Lage, einen substanziellen eigenen finanziellen Beitrag zur CO2-Minderung unserer Gesellschaft zu leisten, aber ohne eine öffentliche Anschub-Finanzierung wird das nicht umzusetzen sein", sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann der Zeitung "Welt".

10.01.2020 06:36

Mit dem entsprechenden politischen Willen könne viel bewegt werden, sagte Fuhrmann und verwies auf andere Subventionsfälle. "Airbus ist auch anschubfinanziert worden und zig andere ebenfalls. Batteriezellen-Fabriken zum Beispiel werden bezuschusst, Braunkohlegebiete sogar in einem ganz hohen Masse."

Auch auf EU-Ebene könne der Einsatz von "grünem Stahl" gefördert werden, sagte der Salzgitter-Chef. Denkbar sei ein "Grenzausgleich": "Dabei ist auf Import-Stahl mit grossem CO2-Rucksack so viel Aufschlag zu zahlen, so dass er preislich mit dem klimafreundlich produzierten Stahl aus Deutschland und Europa gleichgestellt ist."

Der Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende, Patrick Graichen, sieht nach Angaben des Blattes auch die Verbraucher in der Pflicht. "Denkbar ist auch eine Klima-Umlage für die Konsumenten", sagte er der "Welt". "Letztlich wäre das wie ein Grüner-Punkt-System, nur in diesem Fall nicht zur Finanzierung des Recyclings von Verpackungsmüll, sondern zur Förderung von grünem Stahl."

Der Weg zur klimaneutralen Produktion in der Stahlindustrie ist technisch besonders anspruchsvoll. In den Hochöfen werden grosse Mengen Kohle bei der Rohstahlerzeugung eingesetzt. Sie müssen bis 2050 weitgehend durch Wasserstoff ersetzt werden. Für die deutsche Stahlindustrie bedeutet die Umstellung nach früheren Angaben ihres Branchenverbands einen zusätzlichen Strombedarf von mindestens 130 Terawattstunden im Jahr. Rund 12 000 Windräder an Land seien nötig, um so viel grünen Strom zu erzeugen.

Für die ohnehin unter Druck aus Asien stehenden deutschen Stahlkonzerne ist das eine riesige Herausforderung. Allein bei der Rohstahlerzeugung seien Investitionen von rund 30 Milliarden Euro erforderlich, schätzte unlängst die Wirtschaftsvereinigung Stahl./sl/DP/zb

(AWP)

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Airbus baut Produktion von

Airbus baut Produktion von A320-Familie in den USA aus

Airbus will die Produktion von Flugzeugen der A320-Familie in den USA steigern. Die Produktion in dem Werk Mobile im Bundesstaat Alabama werde bis Anfang nächsten Jahres von fünf auf sieben Flugzeuge pro Monat erhöht, teilte der europäische Flugzeugbauer am Donnerstag mit.

09.01.2020 18:44

Diese Entscheidung ist Teil der Produktionssteigerung auf 63 Mittelstreckenjets pro Monat der A320-Familie im Jahr 2021 und werde zum Ausbau der Arbeitsplätze am Standort Alabama führen. Medienberichten zufolge produziert Airbus dort derzeit fünf Flugzeuge der A320-Familie monatlich.

Die Entscheidung kommt mitten im Zollstreit zwischen den USA und der Europäischen Union. Grund sind illegale Staatshilfen für die beiden Flugzeugbauer Airbus und Boeing . Ausserdem befindet sich der Airbus-Rivale Boeing derzeit in einer schweren Krise. Der US-amerikanische Flugzeugbauer ist durch seinen nach zwei verheerenden Abstürzen mit Startverboten belegten Bestseller 737 Max im Wettrüsten mit Airbus derzeit stark zurückgeworfen.

Airbus fertigt in dem Werk in Mobile auch den kleinsten Airbus-Jet A220. Insgesamt sollen dort nun 275 neue Jobs entstehen und eine mehr als eine Milliarde Euro investiert werden. Airbus beschäftigt nach eigenen Angaben rund 4000 Mitarbeiter an 38 Standorten in 16 US-Bundesstaaten.

Die A320-Familie mit einem Mittelgang besteht aus den Modellen A318, A319, A320 und A321, die unterschiedlich lang sind. Die Variante neo für die Modelle A319, A320 und A321, die den Airlines mit hochgebogenen Flügelspitzen und den neuen Triebwerken zu rund 15 Prozent Kraftstoffersparnis verhilft, gilt als Markterfolg./nau/DP/stw

(AWP)

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Massenentlassung: Bekannter

Massenentlassung: Bekannter Hedgefonds spürt Branchenkrise

Die flaue Performance der Hedgefonds-Branche scheint inzwischen auch zu Personalabbau zu führen.

10.01.2020 10:47

Igor Tulchinskys Fonds WorldQuant hat informierten Kreisen zufolge rund 130 seiner mehr als 750 Beschäftigten entlassen. Fünf Büros werden den Angaben zufolge dicht gemacht. Bereits am Mittwoch hatte Bloomberg berichtet, dass AQR Capital Management von Milliardär Cliff Asness angesichts enttäuschender Performance und Mittelabflüssen bis zu 10 Prozent seiner
Stellen streicht.

WorldQuant, unter anderem spezialisiert auf Leerverkaufspositionen in Aktien, wird dem Vernehmen nach die Büros in Mexico City, Bangkok, Tallinn, Sofia und Bukarest schliessen. Der Grossteil der Entlassungen sei bereits in den vergangenen Wochen erfolgt und habe sich auf das Geschäft ausserhalb der USA bezogen, hieß es. Ein Sprecher des Hedgefonds aus Old Greenwich, Connecticut, lehnte einen Kommentar ab.

Im vergangenen Jahr kam die Hedgefonds-Branche laut vorläufigen Daten, die Bloomberg zusammengestellt hat, auf eine
Rendite von rund 9 Prozent. Der breite US-Börsenindex gewann indessen rund 29 Prozent, der Swiss Market Index 26 Prozent.

(Bloomberg/cash)

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Ryanair erwartet wieder

Ryanair erwartet wieder Milliardengewinn - Aktie hebt ab

(Ausführliche Fassung) - Europas grösster Billigflieger Ryanair steuert nach einem überraschend guten Weihnachtsgeschäft doch wieder auf einen Milliardengewinn zu. Trotz des Preiskampfs in der Branche und des Flugverbots für die Boeing 737 Max soll der Überschuss im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März jetzt 950 Millionen bis 1,05 Milliarden Euro erreichen, wie das irische Unternehmen am Freitag in Dublin mitteilte. Zuletzt hatte Ryanair-Chef Michael O'Leary 800 bis 900 Millionen Euro in Aussicht gestellt, nachdem das Ergebnis im Vorjahr auf 885 Millionen Euro eingebrochen war.

10.01.2020 10:35

An der Börse kamen die Nachrichten glänzend an. Die Ryanair-Aktie legte am Morgen in London zeitweise um mehr als elf Prozent zu und lag zuletzt noch mit 6,28 Prozent im Plus. Das zog auch die Kurse vieler Konkurrenten mit nach oben.

Die Papiere von Easyjet gewannen 3,51 Prozent, Wizz Air 4,57 Prozent, Air France-KLM 1,75 Prozent und die British-Airways-Mutter IAG 2,42 Prozent. Für die Lufthansa-Aktie ging es zwar ebenfalls kurz aufwärts, doch dann drehte ihr Kurs ins Minus. Ryanair hatte im Zuge der Prognoseerhöhung von einem anhaltenden Preiskampf in Deutschland und Österreich berichtet.

Bei der irischen Fluglinie lief der Ticketverkauf für die Flüge rund um Weihnachten und Neujahr allerdings insgesamt besser als gedacht. Dadurch habe das Unternehmen auch höhere Preise erzielt. Zudem lägen die Vorausbuchungen für Januar bis April ein Prozent höher als im Vorjahr. Die durchschnittlichen Ticketpreise dürften somit etwas höher ausfallen, hiess es. Für das Geschäftsjahr bis Ende März rechnet die Ryanair-Führung jetzt mit 154 Millionen Fluggästen, eine Million mehr als zuletzt erwartet.

Allerdings scheint sich die Preisschlacht bei den Flugtickets in Deutschland und Österreich fortzusetzen. Die österreichische Ryanair-Tochter Lauda steckt daher noch tiefer in den roten Zahlen als erwartet. Das Management rechnet mit einem Jahresverlust von etwa 90 Millionen Euro. Bisher hatte er unter 80 Millionen bleiben sollen.

Ryanair warf der Lufthansa vor, die Tickets ihrer Töchter in Deutschland und Österreich zu nicht kostendeckenden Preisen zu verschleudern. Die Airbus-Jets von Lauda seien zwar gut gefüllt, und die Zahl der Fluggäste werde voraussichtlich auf 6,5 Millionen steigen. Allerdings geht das auf Kosten der Ticketpreise. Diese lägen im Schnitt 15 Euro zu niedrig, schrieb Ryanair.

Der Preiskampf auf vielen Europastrecken liegt vor allem an einem Überangebot an Flügen. Allerdings dampft die Lufthansa-Billigtochter Eurowings ihren Flugplan ein und will auch ihre Flotte schrittweise auf 120 Airbus-Maschinen verkleinern. Wegen des Flugverbots für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max musste Ryanair zudem die eigenen Wachstumspläne eindampfen.

Die irische Gesellschaft hat mehr als 450 herkömmliche Boeing 737 in der Flotte. Zudem hat sie 135 Exemplare der Neuauflage 737 Max bestellt, aber noch kein einziges Exemplar erhalten. Nach dem Absturz von zwei Flugzeugen des Typs bei Airlines in Indonesien und Äthiopien mit 346 Toten hatten Behörden in aller Welt ein Startverbot für den Typ verhängt. Ob und wann die Maschinen wieder abheben dürfen, ist offen.

O'Leary hält es inzwischen für denkbar, dass Ryanair bis Oktober nur fünf Exemplare der "Max" erhält, wie er dem Magazin "Wirtschaftswoche" sagte. Anfang Dezember hatte er noch mit zehn Maschinen bis zum Sommer gerechnet. Ursprünglich hätten es 58 sein sollen./stw/kro/jha/

(AWP)

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Boeing-Mitarbeiter lästern

Boeing-Mitarbeiter lästern über Firmenkultur und Regulierer

Kritische E-Mails von Boeing-Mitarbeitern über den Umgang mit dem Unglücks-Modell 737 MAX werfen ein schlechtes Licht auf die Unternehmenskultur bei dem US-Flugzeugbauer. Das Flugzeug "sei von Clowns entworfen, die wiederum von Affen beaufsichtigt wurden", schrieb ein nicht genannter Mitarbeiter, der sich im April 2017 mit einem Kollegen über Probleme mit der Computer-Flugsteuerung austauschte.

10.01.2020 12:53

Zwei Boeing 737 MAX stürzten 2018 und 2019 nach technischen Problemen ab, 346 Menschen verloren dabei ihr Leben. Seither dürfen Flugzeuge dieses Typs auf Geheiss der US-Luftsicherheitsbehörde FAA nicht mehr starten und landen.

Aus vielen der Mails und anderen Kurznachrichten, die Boeing in der Nacht zum Freitag veröffentlichte, spricht Verachtung für das Boeing-Management, aber auch für die FAA und andere Genehmigungsbehörden. "Würdest Du Deine Familie in ein Flugzeug stecken, dessen Piloten an einem MAX-Simulator geschult wurden? Ich nicht", schreibt ein Boeing-Mitarbeiter Anfang 2018 an einen anderen. "Nein", antwortet dieser.

Boeing erklärte, man habe die internen Mitteilungen - insgesamt mehr als 100 Seiten - in einer Transparenz-Offensive gegenüber der FAA öffentlich gemacht. Die Aussagen darin "spiegeln nicht das Unternehmen wider, das wir sind und das wir sein müssen, und sie sind völlig unakzeptabel", betonte der Flugzeugbauer. Am Montag tritt der neue Boeing-Chef Peter Calhoun sein Amt an.

Die FAA erklärte, "Ton und Inhalt der Formulierungen in den Dokumenten seien enttäuschend". Die Behörde sei im Zusammenhang mit dem 737-MAX-Simulator "weder gründlich noch fordernd", hiess es in einer der veröffentlichten Mails. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im US-Repräsentantenhaus, Peter DeFazio, sagte, die Mitteilungen zeichneten ein "zutiefst verstörendes Bild davon, wie weit Boeing zu gehen bereit war, um einer Überprüfung durch Regulierungsbehörden, Flugzeugbesatzungen und der Öffentlichkeit zu entgehen, obwohl eigene Mitarbeiter die Alarmglocken schrillen liessen". DeFazio leitet die Untersuchung der beiden Abstürze im Parlament.

"Gott hat mir noch nicht vergeben"

Boeing hatte sich lange dagegen gewehrt, dass Piloten vor einem Einsatz in der 737 MAX überhaupt im Simulator geschult werden sollten, weil der Flugzeugtyp dem Vorgängermodell 737 NG ähnle. "Wir werden das nicht zulassen. Wir werden uns mit jedem Regulierer anlegen, der das verlangt", schrieb ein Boeing-Manager im März 2017 in einer E-Mail. Nach Gewerkschaftsangaben mussten 737-MAX-Piloten bisher nur einen einstündigen Kurs am iPad absolvieren, ehe sie die Maschine zum ersten Mal flogen. Erst in dieser Woche hatte Boeing einen Kurswechsel vollzogen und Flugzeugführern ein Simulator-Training empfohlen, ehe sie wieder in einer 737 MAX sässen.

In anderen Mails beklagen sich die Boeing-Mitarbeiter bitter über die Unternehmenskultur. Der Flugzeugbauer versuche immer den billigsten Lieferanten zu finden und sage Zeitpläne zu, die nicht einzuhalten seien, hiess es in einer internen E-Mail mit Bezug auf den Flugsimulator für die 737 MAX. "Ich weiss nicht, wie man das wieder hinkriegen soll... das ist systemisch. Es ist Tatsache, dass wir ein Führungsteam haben, das sehr wenig vom Geschäft versteht und uns doch zu bestimmten Zielen steuert", schrieb ein Mitarbeiter im Juni 2018. "Gott hat mir noch nicht vergeben, was ich vergangenes Jahr verschleiert habe", schrieb ein anderer einen Monat zuvor.

(AWP)

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Boeing-Zulieferer Hexcel und

Boeing-Zulieferer Hexcel und Woodward fusionieren

Das US-Technologieunternehmen für Verbundwerkstoffe Hexcel und der US-Industrieteilehersteller Woodward haben ihre Fusion bekanntgegeben. Der Zusammenschluss schaffe einen integrierten Systemanbieter für die Luft- und Raumfahrt und die Industrie.

13.01.2020 06:40

Dies gaben die beiden Unternehmen am Sonntag (Ortszeit) bekannt. Die Transaktion habe eine Grösse von rund 6,4 Milliarden Dollar. Der neue Konzern werde unter dem Namen "Woodward Hexcel" firmieren, hiess es weiter.

Die Flugzeugzulieferer haben derzeit mit den Folgen des Startverbots der Boeing 737 MAX sowie dem daraus resultierenden aktuellem Produktionsstopp der Jets zu kämpfen.

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Covestro-Chef setzt weiter

Covestro-Chef setzt weiter auf Übernahmen - Verhaltener Blick auf 2020

Der Kunststoffspezialisten Covestro setzt zur Verringerung der Abhängigkeit vom Autosektor weiter auf Übernahmen. "Wir suchen intensiv nach guten Gelegenheiten in den Bereichen Lacken und Klebstoffe sowie Thermoplaste?, sagte der Chef des Dax -Konzerns Markus Steilemann der "Süddeutsche Zeitung" (Montagausgabe). "Aber es gibt noch nichts Konkretes.?

12.01.2020 18:26

Insgesamt fällt der Blick des Managers auf das gerade angelaufene Jahr verhalten aus. "Das Umfeld wird schwieriger für uns und die gesamte Chemieindustrie. Steilemann verwies auf Unsicherheiten wie Handelskonflikte und den Brexit. "Daher fehlt mir kurzfristig die Wachstumsfantasie für unsere Abnehmerbranchen. Langfristig sind die Trends aber in Ordnung." Der 49-Jährige ist seit 2018 Vorstandschef von Covestro. Der stellt Kunststoffe her, die etwa im Auto-Innenraum oder in Matratzen stecken; grösste Kundengruppe ist die Autoindustrie.

Besorgt zeigte sich der Chemiker über den ins Stocken geratenen Ökostromausbau. "Wir stellen in Deutschland viele Forderungen auf, schaffen aber leider nicht die nötigen Rahmenbedingungen", sagte Steilemann. Es müsse konsequent in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden. "Und Strom muss preiswerter werden, sonst wird die Produktion mit der entsprechenden CO2-Belastung woanders stattfinden." Covestro hatte im Dezember einen Liefervertrag über Windstrom aus der Nordsee geschlossen. "Wir arbeiten aber auch in Belgien und Spanien an lokalen Lösungen - über Wind und Photovoltaik."

Derzeit basiere die Produktion von Covestro zu 99 Prozent auf Rohöl. "Davon wollen wir weg", sagte Steilemann. Gesellschaft, Politik und Industrie sollten gemeinsam dafür sorgen, dass mehr Plastik recycelt und der Eintrag in Meere und Deponien gestoppt werde. "Kunststoffe sind ein wertvoller Rohstoff", so Steilemann. Das lineare Konsum- und Produktionsverhalten müsse enden. "Es ist hanebüchen zu glauben, dass wir so weitermachen könnten wie bisher."/he

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Familie Peugeot will Anteile

Familie Peugeot will Anteile an neuem Autokonzern erhöhen

Die Familie Peugeot beabsichtigt, ihre Anteile an dem Autokonzern zu erhöhen, der durch eine Fusion von Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler entstehen wird. Jean-Philippe Peugeot, Geschäftsführer der Holding-Gruppe Établissements Peugeot Frères (EPF), bestätigte in einem Interview der französischen Regionalzeitung "L'Est Républicain", dass die Familie in den kommenden sieben oder acht Jahren weitere 2,5 Prozent an Anteilen übernehmen wolle. Nach Angaben der Zeitung wird die Familie etwas mehr als sechs Prozent an dem neuen Auto-Giganten halten.

12.01.2020 18:25

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten PSA und Fiat Chrysler ihre Mega-Fusion im Dezember beschlossen. Sie wollen damit den viertgrössten Autohersteller der Welt schmieden. Die Fusion sollte in den nächsten 12 bis 15 Monaten umgesetzt werden. Der neue Konzern setzt zusammen rund 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr ab. Nur noch Volkswagen , Toyota und der französisch-japanische Renault -Nissan -Verbund sind grösser als der neue Auto-Gigant.

Der geplante Verbund kommt auf einen Jahresumsatz von knapp 170 Milliarden Euro und einen jährlichen Betriebsgewinn von mehr als 11 Milliarden Euro - ohne die Marken der Zulieferer Magneti Marelli und Faurecia. Beschäftigt werden nach früheren Angaben des französischen Wirtschafts- und Finanzministeriums rund 400 000 Menschen./ari/DP/he

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Teamviewer wächst stärker als

Teamviewer wächst stärker als erwartet - Prognose bei Rechnungen übertroffen

Der Softwareanbieter Teamviewer hat im vergangenen Jahr stärker zugelegt als erwartet.

13.01.2020 13:01

Die sogenannten Billings, sprich in Rechnung gestellte Einnahmen, kletterten im Gesamtjahr um 41 Prozent auf 324,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen in Göppingen mitteilte.

Teamviewer hatte zuletzt das obere Ende der von 315 bis 320 Millionen Euro veranschlagten Prognosespanne in Aussicht gestellt. "Die erzielten Billings unterstreichen die erfolgreiche Implementierung unserer strategischen Wachstumsinitiativen", sagte Finanzchef Stefan Gaiser. Die Aktie legte am Montag zuletzt um fast vier Prozent zu.

Vor allem in Nord- und Südamerika konnte Teamviewer im vierten Quartal mehr Leistungen in Rechnung stellen. Insgesamt verzeichnete Teamviewer Ende 2019 467'000 Abonnenten - fast 200'000 mehr als ein Jahr zuvor. Insbesondere bei grösseren Geschäftskunden konnte das Unternehmen zulegen. Am 10. Februar legt das im MDax notierte Unternehmen seine detaillierten Jahreszahlen vor.

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Lufthansa rechnet mit

Lufthansa rechnet mit steigenden Kerosinkosten

Der Lufthansa-Konzern rechnet mit weiter steigenden Kosten für Treibstoff. Für das laufende Jahr erwartet das Dax-Konzern Kerosinkosten von 6,9 Milliarden Euro. Das sind 200 Millionen Euro mehr als 2019, wie aus einer am Montag in New York veröffentlichten Analystenpräsentation hervorgeht. Bislang hat sich das Unternehmen 73 Prozent der benötigten Menge bereits über Terminverträge gesichert.

13.01.2020 10:13

Für das noch nicht abgerechnete Gesamtjahr 2019 hält Lufthansa an ihrer Gewinnprognose fest und rechnet mit einem bereinigten operativen Ergebnis (bereinigtes Ebit) von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro. Für die Umsatzerlöse wird eine Steigerung im niedrigen einstelligen Bereich erwartet./ceb/DP/stw

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Rote Zahlen: Südzucker kämpft

Rote Zahlen: Südzucker kämpft mit anhaltend schwierigem Zuckergeschäft

(Ausführliche Fassung) - Die Durststrecke bei Südzucker ist bei weitem nicht ausgestanden. Seit der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes kämpft Europas grösster Zuckerkonzern mit den Preisverwerfungen am Markt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 rutschten die Mannheimer tiefer in die roten Zahlen - trotz eines Lichtblicks im dritten Quartal, in dem sich die Zuckerpreise etwas erholten und die Geschäfte bei der Bioethanol-Tochter Cropenergies brummten.

14.01.2020 10:52

An der Börse reagierten die Anleger am Morgen enttäuscht - die Südzucker-Aktie rutschte um zuletzt mehr als 5 Prozent ab und hielt damit die rote Lampe im Index der kleineren Werte SDax . Damit setzt sich nach einem mehrwöchigen Höhenflug des Papiers der zu Jahresbeginn gestartete Kursrückgang weiter fort.

Nach drei Quartalen kommen die Mannheimer nun auf einen Verlust von 35 Millionen Euro, wie Südzucker am Dienstag zur Vorlage endgültiger Zahlen mitteilte. Weil der Konzern unter anderem an die Miteigentümer der Töchter Agrana und Cropenergies mehr abgeben musste als ein Jahr zuvor, fiel der auf die Südzucker-Aktionäre entfallende Verlust mit 87 Millionen Euro noch deutlich höher aus. Ein Jahr zuvor hatte das Minus noch 3 Millionen Euro betragen.

Ausschlaggebend für das Loch in der Kasse war neben dem verlustreichen Zuckergeschäft ein deutlicher Ergebnisrückgang im Segment Frucht. Dagegen lief es im Geschäft mit Spezialitäten und bei Cropenergies besser als ein Jahr zuvor. Der Umsatz lag konzernweit wie bereits bekannt mit gut 5 Milliarden Euro rund 3 Prozent unter dem Vorjahr. Das operative Ergebnis ging um zweieinhalb Prozent auf 113 Millionen Euro zurück.

Im Zuckergeschäft konnte Südzucker zwar seinen Verlust im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr reduzieren, rutschte aber auf Neunmonatssicht tiefer in die roten Zahlen. Nach drei Quartalen stand ein operativer Verlust von 146 Millionen Euro in den Büchern, ein Jahr zuvor waren es noch minus 83 Millionen Euro gewesen.

Der Vorstand begründet diese Entwicklung zum einen mit einem nicht kostendeckenden Preisniveau im EU-Zuckermarkt und den nach Ernterückgängen deutlich gesunkenen Absatzmengen, insbesondere im Export. Seit dem vergangenen Oktober sei eine Erholung der Preise zu verspüren gewesen, allerdings hätten dieser Entwicklung - bedingt durch höhere Rübenpreise - gestiegene Produktionskosten gegenüber gestanden. Einem Sprecher zufolge dürften die Zuckerpreise innerhalb der nächsten zwei Jahre aber wieder deutlich anziehen.

Während Experten bei niedrigen Ernten von einem weltweit steigenden Zuckerverbrauch ausgingen, hätten sich solche positiven Erwartungen bislang nur zögerlich in den leicht steigenden Weltmarktpreisen niedergeschlagen, hiess es im Neunmonatsbericht weiter. Ein deutlicherer Preisanstieg werde derzeit durch hohe Lagerbestände in Indien verhindert. Kurzfristig sollen diese Bestände mithilfe von staatlichen Subventionen abgebaut werden. Nach Klagen von Australien, Brasilien und Guatemala bei der Welthandelsorganisation WTO könnte sich der Fall wegen der aktuellen Blockade des Streitschlichtungsgremiums durch die USA nun aber verzögern.

Südzucker hat trotz der Probleme beim Zucker im laufenden Geschäftsjahr seine Prognosen mehrmals angehoben, zuletzt Mitte Dezember. Ausschlaggebend hierfür sind die guten Geschäfte bei den Spezialitäten und bei der Bioethanol-Tochter Cropenergies. Hier profitiert der Konzern von der Nachfrage nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen. Der Umsatz wird demnach zwischen 6,7 und 7 Milliarden Euro gesehen, und das operative Ergebnis soll bei 70 bis 130 Millionen Euro liegen.

Damit strebt Südzucker zwar ein deutlich besseres operatives Ergebnis an als im Geschäftsjahr 2018/19. 2017/18 hatte der Konzern mit 445 Millionen Euro aber noch einen deutlich höheren Wert ausgewiesen. Im Zucker-Geschäft rechnet der Konzern zudem damit, dass sich der Verlust im bis Ende Februar laufenden Geschäftsjahr noch ausweiten könnte. Der Bereich bleibe voraussichtlich auch im ersten Halbjahr 2020/2021 verlustbringend, bevor sich die vom Konzern geplanten Kosteneinsparungen bemerkbar machen dürften./tav/kro/men

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Hacker legen belgischen

Hacker legen belgischen Maschinenbauer lahm und fordern Lösegeld

Hacker haben den Webmaschinenhersteller Picanol aus Belgien mit einem Cyberangriff lahmgelegt und fordern Lösegeld. Auf die Forderungen der Erpresser ging das Unternehmen zunächst nicht ein, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Am Dienstag wollte der Maschinenbauer aus Ypern demnach mit Polizei-Spezialisten für Computerkriminalität über das weitere Vorgehen beraten, Ihre 1500 Arbeitnehmer an den belgischen Standorten habe die Firma in Kurzarbeit wegen höherer Gewalt geschickt. An der Brüsseler Börse wurde der Handel mit Picanol-Anteilen am Dienstagmorgen ausgesetzt, wie die Börsenaufsicht FSMA meldete.

14.01.2020 09:56

Picanol stellt Webmaschinen in Belgien, China und Rumänien her. Der Cyberangriff sei am Montagmorgen zunächst im chinesischen Firmenzweig bemerkt worden, schrieb die Zeitung "De Morgen". Kurz darauf habe das IT-Team in Ypern festgestellt, dass der gesamte Betrieb mit weltweit 2300 Beschäftigten betroffen sei. "Ich arbeite schon 20 Jahre für diesen Betrieb, aber einen Angriff von diesem Kaliber habe ich noch nie erlebt", sagte Firmensprecher Frederic Dryhol dem Blatt. Einen bestimmten Lösegeldbetrag hätten die Erpresser nicht verlangt.

"Als wir eine kurze Nachricht mit der Forderung nach Lösegeld auf unserem Server fanden, wussten wir, dass es um einen Angriff mit Ransomware ging", zitierte die Zeitung den Sprecher. Ransomware ist eine Software, die Hacker heimlich auf Computern und in Netzwerken installieren, um bestimmte Datensätze zu verschlüsseln. Erst wenn die Opfer Lösegeld bezahlen, geben die Erpresser den Schlüssel frei./ff/DP/stw

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Handelskonzern Metro erzielt

Handelskonzern Metro erzielt mehr Umsatz

Der Handelskonzern Metro hat im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres zugelegt. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft stieg im Ende Dezember beendeten Quartal um 2,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Dabei profitierte Metro auch von positiven Währungseffekten. In den Zahlen nicht enthalten sind das China-Geschäft sowie die Supermarktkette Real, für die beide ein Verkauf vereinbart ist.

15.01.2020 07:42

Auf vergleichbarer Fläche verbesserten sich die Erlöse in lokaler Währung um 1 Prozent. Positiv entwickelten sich dabei die Geschäfte in Ost- und Westeuropa sowie in Asien. In Russland gingen die Umsätze flächenbereinigt zurück, Metro sprach jedoch von einer leichten "Trendverbesserung" im Vergleich zum vierten Geschäftsquartal. Auch das Deutschlandgeschäft nahm ab, was der Konzern mit einer veränderten Regulierung auf Tabakwaren begründete. Die Jahresprognose für 2019/20 (per Ende September) bestätigte der Konzern./nas/mis

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Fraport zählt 2019 in

Fraport zählt 2019 in Frankfurt gut 70 Millionen Passagiere

Die gekappten Winterflugpläne vieler Airlines haben das Passagierwachstum am Frankfurter Flughafen 2019 spürbar gebremst. Im abgelaufenen Jahr zählte der Betreiber Fraport an Deutschlands grösstem Flughafen rund 70,56 Millionen Fluggäste und damit 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie er am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Der Flughafen übertraf damit zwar erstmals die Marke von 70 Millionen Passagieren und erzielte einen neuen Höchstwert. Allerdings hatte sich Fraport-Chef Stefan Schulte schon von seinem ursprünglichen Plan verabschiedet, die Zahl der Fluggäste 2019 um zwei bis drei Prozent zu steigern.

15.01.2020 07:38

Im Dezember zählte Fraport in Frankfurt sogar 1,2 Prozent weniger Passagiere als ein Jahr zuvor. Auch das Cargo-Aufkommen schrumpfte weiter. Nach einem Minus von 7,4 Prozent im Dezember steht für das Gesamtjahr ein Rückgang um 3,9 Prozent auf rund 2,1 Millionen Tonnen zu Buche./stw/eas

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Fedex ziehen an - Amazon

Fedex ziehen an - Amazon-Händler dürfen laut Presse Fedex Ground nutzen

Die Aktien von Fedex haben am Dienstag an ihren zuletzt guten Lauf angeknüpft und das höchste Niveau seit Mitte Dezember erreicht. Zuletzt stand ein Plus von 2,83 Prozent auf 163,79 US-Dollar zu Buche. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, untersagt Amazon seinen Händlern nicht mehr den Versand von Prime-Sendungen mit "Fedex Ground", einer Tochter von Fedex. Fedex Ground erfülle nunmehr die Voraussetzungen für eine pünktliche Leifeurng, hiess es.

14.01.2020 21:08

Die Nachricht strahlte auch positiv auf die Anteilscheine des Wettbewerbers UPS aus: Dessen Papiere zogen ebenfalls an und lagen zuletzt rund 1 Prozent im Plus. Die Aktien von Amazon verloren zuletzt mehr als 1 Prozent./la/he

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MGB: Tegut-Märkte steigern

MGB: Tegut-Märkte steigern Umsatz - Biogeschäft wächst

Die Supermarktkette Tegut ist auch dank ihres grossen Bio-Angebots weiterhin auf Wachstumskurs. Der Umsatz ist im vergangenen Jahr 2019 um 3,3 Prozent auf 1,069 Milliarden Euro gestiegen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Fulda mitteilte. 2018 erzielte der Lebensmitteleinzelhändler, der zur Migros-Genossenschaft gehört, einen Erlös von rund 1,035 Milliarden Euro.

15.01.2020 12:08

Der Anteil von Bio-Lebensmitteln ist nach Angaben des Unternehmens um zwei Punkte auf 28 Prozent angestiegen. "Wir sind mit unserer Strategie, den Verbrauchern gute Lebensmittel mit Fokus auf Frische, Bio und Regionalität anzubieten, nach wie vor auf dem richtigen Weg", sagte Geschäftsführer Thomas Gutberlet.

Im vergangenen Jahr hat der Lebensmitteleinzelhändler sein Filialnetz um sieben Märkte erweitert. Im kommenden Jahr plant das Unternehmen eigenen Angaben zufolge weitere zehn Neueröffnungen in den südlichen Bundesländern. Unter anderem soll ein erster Markt in München eröffnet werden. Tegut hat mehr als 270 Lebensmittelmärkte in Hessen, Thüringen, Bayern sowie in Göttingen, Mainz, Stuttgart und Ludwigsburg und beschäftigt mehr als 6800 Mitarbeiter./kim/DP/eas

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Shell startet Initiative für

Shell startet Initiative für Bio-LNG für Lastwagen

Der Energiekonzern Shell will mit klimaneutralem Kraftstoff für Lastwagen in den kommenden Jahren deutliche Mengen CO2 in Deutschland einsparen. Es sei geplant, das Tankstellen-Netz für verflüssigtes Erdgas (LNG) auf 35 bis 40 Stationen auszubauen, teilte Shell am Mittwoch in Hamburg mit. An den Stationen solle ein LNG-Gemisch verkauft werden, das aus herkömmlich gefördertem Gas und aus Biomethan hergestellt werde.

15.01.2020 10:53

Biomethan aus Gülle, landwirtschaftlichen und kommunalen Abfällen habe einen negativen CO2-Ausstoss, so dass unter dem Strich ein CO2-neutraler Kraftstoff angeboten werde. Bis Mitte der 20er Jahre könnten so bis zu einer Million Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Shell wolle auch die eigene Tankwagenflotte auf LNG umstellen und habe ein Konzept für die gesamte Wertschöpfungskette des Schwerlastverkehrs entwickelt. "Wir wollen dazu beitragen, den Netto-CO2-Ausstoss der von Shell verkauften Energieprodukte bis 2035 um rund 20 Prozent und bis 2050 um rund die Hälfte zu senken", sagte der deutsche Shell-Chef Fabian Ziegler.

Gegenwärtig gibt es in Deutschland höchstens ein Dutzend LNG-Tankstellen für Lkw, doch sollen es in den nächsten Jahren bis zu 200 Stationen werden. Herkömmliches LNG verursacht kaum Feinstaub und weniger CO2 als Diesel, jedoch wohl mehr Stickoxide. Umweltverbände kritisieren, dass auch LNG als fossiler Brennstoff das Klima belastet.

Andere Antriebsenergien wie Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe sind jedoch noch nicht marktreif. Führende Lkw-Hersteller wie Iveco, Scania und Volvo begrüssten die Pläne von Shell. Das Interesse der Kunden an LNG-Fahrzeugen wachse, und ein grösseres Netz werde ihnen die Entscheidung für ein LNG-Fahrzeug erleichtern, erklärte Scania./egi/DP/mis

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Nissan ruft in USA

Nissan ruft in USA Hunderttausende Autos wegen fehlerhafter Airbags zurück

Der japanische Autobauer Nissan muss in den USA erneut Hunderttausende Autos wegen fehlerhafter Airbags in die Werkstätten rufen. Weil Teile des hilfsweise nach dem Takata-Skandal eingebauten Airbagsystems ebenfalls explodieren könnten, werde Nissan bis zu 307 962 betroffene Autos mit neuen Geräten ausstatten, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am Mittwoch in Washington mit.

15.01.2020 10:13

Die NHTSA hatte bereits mitgeteilt, dass es auch bei den in Takata-Rückrufen ersatzweise eingebauten Airbag-Inflatoren Probleme gebe, von denen viele Automarken betroffen sein könnten. Darunter befinden sich auch die deutschen Autobauer Volkswagen, dessen Tochter Audi , BMW sowie Daimler mit seinen Vans. Produziert hatte Takata schätzungsweise 10 Millionen der möglicherweise fehlerhaften Teile für den US-Markt. Wie viele davon insgesamt in Autos eingesetzt sind, sei noch unklar. Einige Hersteller hätten bereits mit entsprechenden Rückrufen begonnen.

Defekte Airbags des Herstellers Takata bereiten den Autobauern seit Jahren Probleme und haben den bislang grössten US-Autorückruf verursacht. Zu stark auslösende Luftkissen, die Teile der Metallverkleidung durch das Fahrzeug schleudern, werden mit zahlreichen Verletzungen und Dutzenden Todesfällen in Verbindung gebracht. Takata hat in den USA ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und eine Milliardenstrafe akzeptiert. Das Airbag-Debakel trieb das Unternehmen 2017 in die Insolvenz.

Nissan gehört zu den grössten Autobauern auf dem US-amerikanischen Markt. Der Hersteller verkaufte im vergangenen Jahr 1,35 Millionen Autos im Land. Grösser sind nur die japanischen Rivalen Toyota und Honda sowie die traditionellen US-Autobauer Ford , General Motors und Fiat Chrysler . Zum Vergleich: Volkswagen als grösste deutsche Marke in den USA wurde vergangenes Jahr 363 322 Autos los./men/stw/mis

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Beiersdorf setzt dank Nivea

Beiersdorf setzt dank Nivea und Eucerin mehr um

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat im vergangenen Jahr dank guter Geschäfte mit seinen Hautpflegemarken Nivea, Eucerin und La Prairie zugelegt. Der Umsatz stieg um 5,8 Prozent auf 7,65 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Organisch - sprich bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe - lag das Plus bei 4,1 Prozent und damit im Rahmen der Prognose von 3 bis 5 Prozent Wachstum. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel zunächst um rund ein halbes Prozent.

16.01.2020 08:11

Die operative Umsatzrendite (Ebit) dürfte etwa 14,5 Prozent erreichen, was ebenfalls im Rahmen der Unternehmenserwartungen liegt. Wegen hoher Investitionen lag diese damit wie prognostiziert unter dem Vorjahreswert von 15,4 Prozent.

Während das Konsumgütergeschäft mit einem organischen Wachstum von 4,8 Prozent erheblich zulegen konnte, verzeichnete das Klebstoffgeschäft Tesa wegen des schwierigen Marktumfeld nur ein leichtes Wachstum von organisch 0,8 Prozent. Dabei belastete insbesondere die Schwäche in der Autoindustrie. Die ausführlichen Zahlen will Beiersdorf am 3. März vorstellen.

Auf das neue Geschäftsjahr blickt Beiersdorf-Chef Stefan De Loecker mit "vorsichtiger Zuversicht". So rechne das Unternehmen mit "Gegenwind", sehe aber auch "grosse Chancen und Potenziale, die wir mit weiteren Investitionen voll ausschöpfen werden"./nas/mis

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Montana Tech-Tochter Varta

Montana Tech-Tochter Varta schafft 600 neue Arbeitsplätze in Deutschland

Die Montana Tech-Tochter Varta baut wegen der ungebrochen steigenden Nachfrage nach Lithium-Ionen-Zellen seine Produktion schneller als ursprünglich gedacht aus. Dies geht auch mit einem Aufbau von rund 600 neuen Arbeitsplätzen in Deutschland einher, wie das MDax-Unternehmen am Donnerstag in Ellwangen mitteilte. Dafür kündigte der Batteriehersteller zusätzliche Investitionen von rund 125 Millionen Euro an.

16.01.2020 07:50

Nachdem die Planungen ursprünglich bereits auf mehr als 150 Millionen Zellen jährlich ab 2022 angehoben worden waren, legt Varta nun noch eine Schippe drauf. So sollen die Produktionskapazitäten auf 200 Millionen Zellen jährlich ausgebaut werden, wobei die Erweiterung bereits bis Ende 2021 umgesetzt werden soll. Bereits bis Mitte dieses Jahres will Varta in der Lage sein, mindestens 100 Millionen Zellen jährlich herzustellen. Finanziert werden soll das Vorhaben auch aus dem operativen Barmittelfluss. Zudem stehen dem Konzern zufolge eine Kreditlinie zur Verfügung.

tav/mis/jl

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Absatzeinbruch beim

Absatzeinbruch beim französichen PSA-Konzern

Der Absatz des französischen Automobilhersteller PSA ist im vergangenen Jahr um zehn Prozent eingebrochen.

16.01.2020 10:24

Der Hersteller Groupe PSA mit den französischen Traditionsmarken Peugeot und Citroën und der deutschen Marke Opel verkaufte nach eigenen Angaben vom Donnerstag 2019 weltweit 3,49 Millionen Fahrzeuge. Im Jahr 2018 waren es noch 3,88 Millionen Fahrzeuge gewesen. Bereinigt um den Iran, wo der Konzern seine Aktivitäten eingestellt hatte, betrug das Absatzminus im vergangenen Jahr 6,6 Prozent.

PSA will mit dem italienisch-amerikanischen Hersteller Fiat Chrysler fusionieren. Opel schreibt nach der Übernahme durch PSA zwar wieder Gewinne, doch der rigide Sparkurs kostet etliche Jobs. PSA-Konzernchef Carlos Tavares will die Geschäftszahlen für 2019 Ende Februar vorstellen.

Der Absatz von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall schrumpfte um 5,9 Prozent auf 977'000 Fahrzeuge, wie der Hersteller mitteilte. Der PSA-Konzern setzte auf dem Stammmarkt Europa im vergangenen Jahr gut drei Millionen Fahrzeuge ab, das war ein Minus von 2,5 Prozent. Erhebliche Rückgänge gab es in Lateinamerika, Afrika, China und dem Mittleren Osten.

(AWP)

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Hyundai und Kia investieren

Hyundai und Kia investieren in britischen E-Fahrzeugbauer

Der südkoreanische Autokonzern Hyundai geht im Rahmen seiner Pläne für mehr Elektromobilität eine strategische Partnerschaft mit dem britischen E-Lieferwagen-Hersteller Arrival ein. Südkoreas Branchenführer Hyundai Motor und die kleinere Schwester Kia Motors kündigten am Donnerstag an, 100 Millionen Euro in das 2015 gegründete Start-up-Unternehmen zu investieren. Hyundai übernehme 80 und Kia 20 Millionen Euro. Beide Hersteller wollten "Schlüsseltechnologien von Arrival nutzen, um ihr kürzlich angekündigtes Ziel zu erreichen, Mobilitätsdienstleistungen zu entwickeln und ihre Fahrzeugflotten zu elektrifizieren", hiess es beim britischen Unternehmen.

16.01.2020 09:43

Zusammen mit Kia ist Hyundai der fünftgrösste Autohersteller weltweit. Anfang Dezember hatte Hyundai angekündigt, bis 2015 in die Gruppe der drei grössten Hersteller von Batterien und Brennstoffzellenfahrzeugen vorstossen zu wollen. Ziel ist es, jährlich 670 000 Elektrofahrzeuge einschliesslich batteriebetriebener E-Autos zu fertigen.

Mit Arrival wollen die Südkoreaner kleine und mittelgrosse E-Lieferwagen sowie "andere Produkte für Logistik-, Fahrdienst- und Pendelservice-Unternehmen" bauen. Die Briten haben einen futuristisch aussehenden Transporter für den Zustell-Markt entwickelt. "Die Partnerschaft mit Arrival wird Hyundai und Kia helfen, die stark wachsende Nachfrage in Europa für umweltfreundliche Nutzfahrzeuge zu erfüllen und den Wandel der Marken von Autoherstellern zu Anbietern sauberer Mobilität zu beschleunigen", wurde der Leiter der Forschungsabteilung der Hyundai Motor Group, Albert Biermann, zitiert./dg/DP/eas

(AWP)

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Gewinn von Morgan Stanley

Gewinn von Morgan Stanley springt im Schlussquartal nach oben

Gute Geschäft im Investmentbanking haben Morgan Stanley im Schlussquartal 2019 zu einem Gewinnsprung verholfen.

16.01.2020 13:43

Unter dem Strich verdiente die US-Bank von Oktober bis Dezember mit 2,1 Milliarden Dollar 53 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie Morgan Stanley am Donnerstag mitteilte. Im Gesamtjahr stand ein Plus von 8,5 Milliarden Dollar zu Buche. Das entsprach einem Zuwachs von vier Prozent im Vergleich zu 2018. Analysten hatten mit einem schwächeren Ergebnis gerechet. Die Aktien legten im vorbörslichen Handel an der Wall Street gut zwei Prozent zu.

Wie die Rivalen JP Morgan, Citigroup und Goldman Sachs profitierte Morgan Stanley von höheren Einnahmen im Anleihehandel. Dagegen lief es im Geschäft mit der Beratung bei Fusionen und Übernahmen - wie bei den Konkurrenten - nicht rund. Konzernweit stiegen die Erträge im vierten Quartal um gut ein Viertel auf 10,9 Milliarden Dollar. 

(Reuters)

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Fluggäste erwartet wieder

Fluggäste erwartet wieder Ärger: Neuer Streik bei Lufthansa angedroht

(Ausführliche Fassung) - Zahlreiche Fluggäste des Lufthansa -Konzerns müssen schon wieder um ihre gebuchten Verbindungen bangen. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat am Wochenende einen weiteren Streik der Flugbegleiter angekündigt - dabei hatte es erst zum Jahreswechsel einen Ausstand gegeben. Besonders problematisch für die Kunden: Wann, wie lange und welcher Bereich genau bestreikt werden soll, ist noch völlig unklar.

19.01.2020 15:35

Details zum Arbeitskampf sollten erst kommenden Mittwoch verkündet werden, sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur. Er kündigte eine Pressekonferenz für Mittwochnachmittag um 14.00 Uhr im südhessischen Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt an.

Am Donnerstag war der insgesamt dritte Versuch gescheitert, in dem festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen dem Konzern und den Flugbegleitern in die Schlichtung mit zusätzlicher Mediation zu tariffremden Fragen einzusteigen. Die Ufo habe die von Lufthansa für das gesamte Verfahren verlangte Friedenspflicht nicht akzeptieren können, erläuterte Baublies. Einen weiteren Anbahnungsversuch der Schlichter Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise könne es unter gleichen Voraussetzungen nicht mehr geben.

Erst am Freitag hatte Ufo-Sprecher Baublies gesagt, man werde zunächst noch einmal versuchen, die Tarifziele auf dem klassischen Verhandlungswege durchzusetzen. Sollte dies scheitern, bleibe nur der Arbeitskampf. Da einzelne Streiktage bislang nichts bewirkt hätten, müsse dann mit "deutlich ausgeweiteten Massnahmen" Druck erzeugt werden.

Es könnte also schlimmer kommen als zuletzt. Denn der jüngste Streik zum Jahreswechsel betraf vor allem die Lufthansa-Gesellschaft Germanwings und war noch auf drei Tage begrenzt gewesen. In dieser Zeit fielen rund 200 Flüge aus. Alle von Ausfällen betroffenen Passagiere waren aber nach Angaben aus dem Lufthansa-Konzern anderweitig an ihr Reiseziel transportiert worden. Zu Chaos an den Flughäfen kam es nicht.

Die Lufthansa setzt auch nach der der erneuten Streik-Drohung weiter auf Verhandlungen. "Ein Streik ist immer der falsche Weg in einem Tarifkonflikt", sagte eine Konzernsprecherin am Sonntag. "Wir brauchen eine Lösung für die 22 000 Kabinenmitarbeiter. Und diese Lösung kann man nur in Gesprächen und nicht in Streiks finden. Nötig seien Perspektiven in den offenen tariflichen Fragen.

Ufo-Sprecher Baublies betonte dagegen, die Gewerkschaft sei jederzeit für Gespräche erreichbar, zuletzt habe es seitens der Lufthansa aber "ausschliesslich Taktikspielchen" gegeben. "Streiks sind niemals Selbstzweck, sondern nur Mittel, um etwas Gutes für die Kabine zu erreichen." Wenn die Lufthansa dazu Vorschläge habe, bespreche man diese gerne - "aber nicht über die Öffentlichkeit".

In dem Konflikt hat Ufo insgesamt bereits einen Warnstreik und zwei reguläre Streikwellen bei Flugbetrieben des Lufthansa-Konzerns veranstaltet. Rund 2000 Flüge fielen wegen des Arbeitskampfes aus.

Die Gewerkschaft unterliegt eigentlich noch bis zum 2. Februar einer Friedenspflicht zu den bereits bestreikten Forderungen. Grundlage dafür ist ein 2016 geschlossener Tarifvertrag zur Konfliktlösung. Das bestehende Streikverbot erstreckt sich allerdings nur auf einen kleinen Teil der Ufo-Forderungen bei der Kerngesellschaft Lufthansa.

Neben Tarifthemen zu Arbeitsbedingungen, Renten und Entgelten haben die langen Auseinandersetzungen zwischen den streitenden Parteien einige Konflikte hinterlassen, die möglicherweise in einer Mediation hätten gelöst werden können. Es geht unter anderem um persönliche Klagen der Lufthansa und damit verbundene Haftungsfragen gegen frühere und aktuelle Vorstände der Gewerkschaft. Auch war der frühere Ufo-Chef Baublies aus Lufthansa-Diensten entlassen worden.

Ufo vertritt nach eigenen Angaben bundesweit die berufs- und tarifpolitischen Interessen von mehr als 30 000 Kabinenmitarbeitern in Deutschland./seb/pos/tos/DP/he

(AWP)

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